Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 16:26 Inzidenz in Sachsen und Thüringen liegt weiter über 1000 +++

Die Corona-Inzidenz in Thüringen liegt den zweiten Tag über der Marke von 1000. Das Gesundheitsministerium meldete auf Basis von Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Erfurt 1026,5 wöchentliche Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Am Freitag hat das Bundesland diese Schwelle erstmals mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1013,6 überschritten. Thüringen ist zusammen mit Sachsen das Bundesland, das bislang am stärksten von der vierten Corona-Welle betroffen ist. Mit 1235,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist Sachsen bundesweit Spitzenreiter.

+++ 15:51 Montgomery für Kinder-Impfpflicht falls STIKO-Empfehlung vorliegt +++
Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, sieht keinen Grund gegen eine Impfpflicht auch für Kinder - falls die Ständige Impfkommission (STIKO) dies empfiehlt. "Solange es von der Ständigen Impfkommission keine eindeutige Empfehlung für die Impfung von Kindern gibt, kann es natürlich nur eine Impfpflicht für Erwachsene geben", sagte er dem Nachrichtenportal "ZDFheute.de". "Wenn die Stiko allerdings die Impfung von Kindern empfehlen sollte, gäbe es keinen Grund, nicht auch Kinder in die Impfpflicht einzubeziehen." Montgomery fügt hinzu: "Wir impfen 98 Prozent der Neugeborenen mit den Grundimpfungen und da ist sehr viel mehr drinnen als in dem einen Impfstoff gegen Corona." Aus Sicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach sollten Kinder bei einer Impfpflicht außen vor bleiben, wie er kürzlich bei RTL/ntv betonte.

+++ 15:22 Ampel plant Verlängerung des Corona-Hilfsfonds um ein halbes Jahr +++
Die Pläne zur Verlängerung des deutschen Corona-Hilfsfonds um ein halbes Jahr werden konkreter. Die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und FDP planen, den Fonds bis zum 30. Juni auszudehnen, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bislang sind die Hilfen bis zum 31. Dezember möglich. Aus Fraktionskreisen verlautete am Samstag, über den Entwurf solle in der kommenden Woche beraten werden.

+++ 15:00 Hamburg will Impfzentren speziell für Kinder einrichten +++
Angesichts eher mangelnden Interesses der Kinderärzte an Schutzimpfungen für Fünf- bis Elfjährige will Hamburg eigene Kinderimpfzentren einrichten. Zwar setze man in einem Drei-Säulen-Modell weiter auf die Kinderärzte, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard. Diese erste Säule sei "sicherlich für die Kleineren in dieser Altersgruppe sehr relevant - weil ja auch viele andere Impfungen parallel anstehen." Daneben soll es auch Impfangebote in Kinderkrankenhäusern geben. "Und wir planen eigene Kinderimpfzentren, in denen wir unabhängig davon ausschließlich für diese Altersgruppe mit speziellem Personal Kinderimpfungen anbieten können."

+++ 14:36 Für Kretschmann ist Pandemie "Plage biblischen Ausmaßes" +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht in der Pandemie eine "Plage biblischen Ausmaßes". Kretschmann sagte beim Grünen-Landesparteitag in Heidenheim: "Das ist für uns alle kaum mehr zu ertragen". Das Gesundheitssystem stehe angesichts der gestiegenen Infektionszahlen "auf der Kippe". Er sei in der Corona-Poliitk mit extremer Kritik und Erwartungen konfrontiert. "Ich bin weder der Pharao, der unterdrückt, noch der Moses, der befreit." Kretschmann warb vor den überwiegend digital zugeschalteten Delegierten erneut für eine Impfpflicht: "Das Impfen ist der Moses, der uns aus dieser Pandemie herausführt", sagte der 73-Jährige. Nur mit einer höheren Impfquote könne der "Teufelskreis" aus Lockerungen und Lockdowns gebrochen werden.

+++ 14:13 Party nur mit "Covid-Pass": Verschärfte 3G-Regel auf Mallorca +++
Ausgehen und Party machen ist jetzt auch auf Mallorca aufgrund steigender Inzidenzen fast nur noch mit 3G möglich. Auf der bei Deutschen beliebten Urlauberhochburg und auch auf den anderen Baleareninseln sind verschärfte Maßnahmen in Kraft getreten. Zum Besuch von Bars, Restaurants und anderen Einrichtungen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen muss seit Samstag ein Impf- oder Genesenen-Nachweis oder ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Diese Vorschrift gilt bis zum 24. Januar - und zwar für Innenräume und für überdachte Terrassen. Es handelt sich um eine Erweiterung der 3G-Regel auf den Balearen, denn die Pflicht zur Vorlage des sogenannten "Covid-Passes" galt in der spanischen Mittelmeer-Region unter anderem bereits für den Besuch von Diskotheken, Nachtclubs und Seniorenheimen.

+++ 13:51 Südtirol: Omikron per Sequenzierung nachgewiesen +++
In Südtirol weisen die Behörden einen Fall der Omikron-Variante des Coronavirus nach. Die durchgeimpfte Frau sei Ende November aus dem südafrikanischen Kapstadt über München eingereist, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) mit. Sie lebe in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt. PCR-Tests vor dem Abflug und nach der Landung fielen demnach negativ aus. Nach einem Hinweis der Behörden in Rom auf einen mit der Omikron-Variante infizierten Passagier an Bord wiederholten sie den Test - das Ergebnis: positiv. Laut Sabes ergab eine Sequenzierung am Freitagabend, dass sich die Frau mit der Omikron-Variante angesteckt hatte. Sie befinde sich in Isolation.

+++ 13:30 Zahl der Intensivpatienten steigt erstmals seit Anfang Mai auf über 4800 +++
Erneut verzeichnen die Krankenhäuser in Deutschland einen Anstieg der Covid-19-Intensivpatienten. Deren Zahl stieg erstmals seit Anfang Mai wieder über 4800, wie aus Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht. 2560 Intensivpatienten mussten demnach invasiv beatmet werden, ein leichter Rückgang zum Vortag. Rund 3113 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 13:18 Scholz ruft Bevölkerung zum Impfen auf +++
Der designierte Kanzler Olaf Scholz ruft die Bevölkerung zu verstärktem Impfen auf. "Wir müssen nochmal eine ganz, ganz neue Anstrengung unternehmen", sagt er auf dem außerordentlichen SPD-Parteitag. Die nun zwischen Bund und Länder verabredeten neuen Einschränkungen seien nötig geworden, weil sich bisher nicht genug Menschen haben impfen lassen.

+++ 12:55 Krankenhausgesellschaft: In einigen Hotspots droht "Katastrophen-Medizin" +++
Die Lage in den Kliniken verschärft sich nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zunehmend. "Schon jetzt müssen Intensivpatienten früher als eigentlich medizinisch vertretbar auf Normalstationen verlegt werden", sagt der DKG-Vorsitzende Gerald Gaß dem Nachrichtenportal "Watson". "Wir laufen in einigen Hotspots auf eine Katastrophen-Medizin zu." Darunter litten auch erneut Krebspatientinnen und Krebspatienten, deren Operationen verschoben werden müssten.

+++ 12:19 In sächsischem Landkreis mehr als drei Prozent aller Kinder positiv binnen einer Woche +++
Mittlerweile ist in fast allen Landkreisen Deutschlands die Inzidenz in der Altersgruppe zwischen 0 und 14 Jahren am höchsten. Besonders drastisch zeigt sich das im Landkreis Mittelsachsen im Bundesland Sachsen: Dort liegt die Inzidenz bei den Jüngsten bei rund 3336, bundesweiter Höchststand. Das bedeutet, dass dort in den vergangenen sieben Tagen von mehr als drei Prozent aller Kinder positive Tests an die Behörden übermittelt wurden.

+++ 11:48 Wirtschaftsinstitut: Bund-Länder-Beschlüsse werden Welle vermutlich nicht stoppen +++
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, bezeichnet die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern als unzureichend. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass durch die vergleichsweise geringen zusätzlichen Restriktionen die vierte Welle nicht gestoppt werden kann", sagt Fratzscher der "Augsburger Allgemeine". Dadurch entstehe größerer wirtschaftlicher Schaden "durch Ansteckungen, unterbrochene Lieferketten und Konsumzurückhaltung". Mit Blick auf die Staatsverschuldung sagt er: "Die Politik wird auch im kommenden Jahr zusätzliche Wirtschaftshilfen verteilen müssen und ich erwarte dementsprechend Änderungen in der Finanzpolitik."

+++ 11:13 Merkel: "Nehmen Sie das tückische Virus ernst" +++
Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft zu Solidarität im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung auf und wirbt erneut für mehr Impfungen. "Wir sind mitten in dieser vierten Pandemiewelle in einer sehr ernsten Lage, in manchen Teilen unseres Landes kann man sie nur dramatisch nennen", sagt Merkel in ihrer letzten wöchentlichen Videobotschaft. Sie bitte daher noch einmal eindringlich: "Nehmen Sie das tückische Virus ernst." Jede Impfung helfe, so Merkel mit Blick auf Erst- und Auffrischimpfungen. Sie verwies auf "übervolle Intensivstationen", Schwerkranke, die quer durch Deutschland geflogen werden müssten, und die derzeit "so schrecklich hohe Zahl" an Menschen, die das Virus das Leben koste.

+++ 11:02 Laborverband: In einigen Bundesländern mehr als 100 Prozent Auslastung +++
Die Testlabore sind nach Angaben des bundesweiten Verbands ALM in einigen Bundesländern schon wesentlich höher als 100 Prozent ausgelastet. "Das ist nicht über längere Zeit so machbar", sagt ALM-Vorstandsmitglied Jan Kramer. Pro Woche würden derzeit rund 1,8 Millionen PCR-Tests in den im Verband vertretenen Laboren durchgeführt. Das entspreche insgesamt einer durchschnittlichen Auslastung von 85 Prozent. Es könne sein, dass nicht alle Testergebnisse in allen Regionen innerhalb von 24 Stunden vorlägen. "Diese werden aber in der Regel innerhalb von 48 Stunden abgearbeitet", betont Kramer. Er könne keinen signifikanten Rückstau erkennen.

+++ 10:27 Omikron-Fälle in England mehr als verdoppelt - Hinweise auf lokale Übertragung +++
Die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in England hat sich mehr als verdoppelt. Im größten britischen Landesteil seien 75 weitere Fälle mit der Variante B.1.1.529 festgestellt worden, teilte die Gesundheitsbehörde Health Security Agency (UKHSA) mit. Damit seien in England nun 104 Omikron-Fälle bekannt. Dazu kommen 29 Infektionen in Schottland - gut doppelt so viele wie bisher. In Wales ist eine Infektion bekannt, in Nordirland wurde die Variante bisher nicht nachgewiesen. Es gebe nun Fälle ohne Verbindung zu Auslandsreisen, sagte UKHSA-Chefin Jenny Harries. Dies deute auf lokale Übertragungen hin.

+++ 09:56 Impfleistung in Deutschland nähert sich Niveau des Sommers an +++
Die tägliche Impfleistung in Deutschland nähert sich dem Niveau des Sommers an. Am Freitag wurden rund 896.000 Dosen verabreicht, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Der überwiegende Teil davon waren Auffrischungen (rund 756.000), dazu kamen rund 81.000 Erstimpfungen und 59.000 vollständige Impfungen. Der Tagesrekord wurde bisher am 9. Juni mit 1,4 Millionen Dosen erzielt. Mittlerweile sind 68,9 Prozent der Bevölkerung vollständig und 71,9 Prozent mindestens einmal geimpft.

+++ 09:32 "Unnötige Bremse" - Ärztepräsident will verkürzte Booster-Pause +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hält eine Verkürzung der Booster-Pause von sechs auf fünf Monate für angebracht. Es spräche nichts gegen eine solche Verkürzung, "wenn denn wirklich genug Impfstoff zur Verfügung gestellt wird wie versprochen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Das würde für deutlich mehr Tempo sorgen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Sollte es bei den sechs Monaten bleiben, die als Zeitraum bis zu einer Auffrischungsimpfung vorgesehen sind, müssten mehr als zwölf Millionen Menschen bis zum 1. Januar auf die Auffrischungsimpfung warten, sagte Reinhardt. "Das wäre eine unnötige Bremse." In Berlin können sich Menschen ihren Impfschutz schon jetzt nach fünf Monaten auffrischen lassen.

+++ 09:04 Einzelhandel fordert mehr Hilfen wegen 2G-Regeln +++
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert von der Bundesregierung zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel, um die Folgen der Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen der Branche zu kompensieren. Ziel müsse es sein, "die zu befürchtenden Verluste möglichst schnell und fair abzufedern", schreibt HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel und den voraussichtlichen nächsten Bundeskanzler Olaf Scholz. Dafür reichten die bestehenden Entschädigungsregelungen bei weitem nicht aus.

+++ 08:11 Zwei Landkreise in Deutschland mit Inzidenz über 2000 +++
In Deutschland weisen zwei Landkreise eine Inzidenz von über 2000 auf: der Landkreis Mittelsachsen (2144) und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (2011), die beide im Bundesland Sachsen liegen. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. In rund 30 Landkreisen bundesweit liegt die Inzidenz derzeit höher als 1000. Die niedrigste Inzidenz meldet die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven mit rund 85.

+++ 08:11 Studie belegt sehr hohen Schutz durch FFP2-Masken +++
FFP2-Masken bieten einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Dabei kommt es aber auf die richtige Trageweise an, wie Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation nach einer Studie berichten. Wenn sich ein infizierter und ein gesunder Mensch in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten bei gut einem Promille (0,1 Prozent). Voraussetzung sei der korrekte Sitz der FFP2- oder KN95-Maske, schreibt das Team um Institutsdirektor Eberhard Bodenschatz in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS"). Bei schlecht sitzenden FFP2-Masken liege das Infektionsrisiko im gleichen Szenario dagegen bei rund vier Prozent, berechnet das Team.

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+++ 07:42 Inselstaat vermeldet ersten Corona-Fall seit Beginn der Pandemie +++
Auf den Cookinseln ist der erste Corona-Fall seit Beginn der Pandemie festgestellt worden. Der kleine Inselstaat im Südpazifik meldete eine Corona-Infektion bei einem zehnjährigen Jungen. Wie Regierungschef Mark Brown mitteilte, war das Kind vermutlich mit seiner Familie aus Neuseeland eingereist und befindet sich in Quarantäne. Die Cookinseln, die sich während der Pandemie von der Außenwelt abgeschottet hatten, wollen ab dem 14. Januar Reisende aus Neuseeland ohne Quarantäne ins Land lassen. Der Inselstaat mit rund 17.000 Einwohnern hat eine der höchsten Impfraten weltweit: 96 Prozent aller Bürger, für die die Impfstoffe freigegeben sind, sind zweifach geimpft.

+++ 07:17 Laschet: Kein EU-Land mit allgemeiner Impfpflicht - "Ächtungskultur" in Deutschland +++
CDU-Chef Armin Laschet hat Zweifel an einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. "Wir haben jetzt 20 Monate lang im Brustton der Überzeugung gesagt, es wird keine Impfpflicht geben - und plötzlich höre ich keinen mehr, der so einen Satz wiederholt", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Dabei gebe "es in der ganzen Europäischen Union kein Land mit allgemeiner Impfpflicht". Der CDU-Vorsitzende beklagte auch die Form der Debatte. "Es geht halt auch um den Ton", sagte Laschet. "Es gibt hierzulande eine Ächtungskultur: Alle, die sich mal anders äußern, erleben Shitstorms und Unterstellungen. Das hat gerade Ex-Innenminister Otto Schily erleben müssen, als er darauf hingewiesen hat, dass es nicht einmal in China eine Impfpflicht gibt."

+++ 06:51 Dehoga: 2G-Regeln für Hotels und Gaststätten wie harter Lockdown +++
Der Deutsche Hotel und Gaststättenverband erwartet durch die neuen Corona-Maßnahmen mit Zutrittsverboten für Ungeimpfte ähnlich negative Folgen für viele Betriebe wie bei einem harten Lockdown. "Es gibt eine Stornierungswelle und Umsatzverluste ohnegleichen", sagt Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der "Augsburger Allgemeinen" einem Vorabbericht zufolge. "Die Verlängerung und Verbesserung der Corona-Hilfen sind geboten."

+++ 06:24 Patientenschützer fordern mehr Tests - "Alles andere als 2G blenden wir aus" +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie muss aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz das Testen stärker in den Fokus der Schutzmaßnahmen rücken. "Ich habe das Gefühl, das ist eine Scheuklappen-Politik: Es gibt nur 2G und alles andere blenden wir aus", kritisierte Vorstand Eugen Brysch die jüngsten Beschlüsse von Bund und Länder. Brysch sprach sich auch für zusätzliche Tests für Geimpfte und Genesene aus. "2G plus ist das Konzept, was uns nicht nur durch den Winter bringt, sondern auch durch 2022."

+++ 05:55 Städte wollen Hilfe der Polizei bei 2G-Kontrollen +++
Die Städte fordern für die Durchsetzung der schärferen Corona-Vorgaben zusätzliche Hilfe der Polizei. "Bund und Länder haben strenge Kontrollen der Maßnahmen verabredet, aber offengelassen, wie diese funktionieren können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy. "Dafür brauchen die Ordnungsämter dringend mehr Unterstützung durch die Polizei der Länder - und zwar nicht allein anlassbezogen, sondern durch verstärkte Präsenz auf Weihnachtsmärkten und im öffentlichen Raum." Dedy machte klar, dass für Kontrollen der 2G-Zugangsnachweise von Geimpften und Genesenen zunächst die jeweiligen Einzelhändler, Gastronomen oder Weihnachtsmarktveranstalter in der Pflicht seien. "Auch die Ordnungsämter zeigen schon mehr Präsenz und kontrollieren stichprobenhaft in den Innenstädten und Einkaufsstraßen."

+++ 05:08 RKI meldet 64.510 Neuinfektionen, Inzidenz legt leicht zu +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 64.510 Neuinfektionen gemeldet, 2615 weniger als am vergangenen Samstag. Die Inzidenz ist wieder leicht gestiegen und liegt jetzt bei 442,7. Am Vortag gab sie das RKI mit 442,1 an. 378 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Vor einer Woche waren es 303 Todesfälle.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:31 Russland: Fast 75.000 Corona-Tote im Oktober +++
In Russland sind im Oktober fast 75.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es handelte sich damit um den Monat mit den meisten Sterbefällen seit Pandemiebeginn, wie die Statistikbehörde Rosstat mitteilt. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Russland habe sich damit auf mehr als 520.000 erhöht. Das ist die dritthöchste Opferzahl nach den USA und Brasilien. Die Corona-Infektions- und Sterbezahlen in Russland steigen seit Herbstbeginn steil an. Die Impfquote ist gleichzeitig mit knapp 40 Prozent vollgeimpften Einwohnern sehr niedrig.

+++ 03:43 STIKO-Chef: "Boostern lohnt auf jeden Fall" +++
Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat den Bürgern geraten, sich trotz eines möglichen neuen Impfstoffes boostern lassen. "Boostern lohnt auf jeden Fall. Der Kampf gegen die Delta-Variante geht weiter" sagte Mertens der "Rheinischen Post". "Und es wäre kein Problem, sich wenige Monate nach der Booster-Impfung erneut impfen zu lassen, um sich gegebenenfalls vor Omikron zu schützen." Mertens ging davon aus, dass es Monate bis zur Herstellung möglicher neuer Omikron-Impfstoffe dauern könnte. "Drei bis sechs Monate dürften die Hersteller im Labor brauchen. Das ist nicht ganz trivial: Sie müssen einen Impfstoff kreieren, der gegen Omikron und Delta wirkt, denn noch ist Delta weit verbreitet. Dann kommt die Zulassung."

+++ 02:47 Große Mehrheit der Geimpften hält Ungeimpfte für unverantwortlich +++
Die große Mehrheit der Geimpften hat einer Umfrage zufolge kein Verständnis für ungeimpfte Mitbürger. Das berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage. 86 Prozent der geimpften Befragten sind demnach der Meinung, dass das Verhalten der Impfgegner unverantwortlich sei, weil sie damit nicht nur ihre eigene, sondern auch die Gesundheit anderer Menschen gefährdeten. Leichte Unterschiede gibt es der Umfrage zufolge zwischen Ost und West: In Ostdeutschland gaben demnach 82 Prozent an, kein Verständnis für jene zu haben, die sich die schützende Spritze nicht setzen lassen.

+++ 02:01 Zwölf Omikron-Fälle in Frankreich bestätigt +++
In Frankreich wurden bis Freitagabend zwölf Infektionsfälle mit der neuen Omikron-Variante bestätigt. Betroffen sind der nationalen Gesundheitsbehörde zufolge mehrere Regionen auf dem Festland sowie das französische Überseegebiet La Réunion. Auf der Insel in Indischen Ozean waren die ersten Omikron-Infektionen in Frankreich festgestellt worden. In allen Fällen handelte es sich um Reiserückkehrer aus Afrika.

+++ 01:10 Strobl: Impfpflicht dürfte Querdenker weiter radikalisieren +++
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl warnt vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste im Fall einer Impfpflicht. Nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes könne man davon ausgehen, dass "eine Impfpflicht die aggressive Haltung der Querdenker-Bewegung noch verstärkt", sagt der baden-württembergische Innenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher", so der CDU-Politiker. "Sie meint, eine voranschreitende Diktatur zu erkennen, sie meint zunehmend einen delegitimen Staat zu erkennen, gegen den Widerstand gerechtfertigt sei." Im Kampf gegen Corona sei es aber richtig, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen.

+++ 00:19 Mit Einlassbändchen? Oktoberfest soll pandemiesicher werden +++
Zweimal ist das Oktoberfest wegen der Pandemie ausgefallen, damit es 2023 nicht noch einmal so weit kommt, sind jetzt auch Einlassbändchen im Gespräch. "Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir keine Wiesn ohne Beschränkungen sehen werden. Wir denken gerade über Oktoberfest-taugliche Zugangskontrollen nach", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter der "Bild"-Zeitung. Denkbar seien Bändchen, die man unter Vorlage seiner Impfnachweise erhalten könne, so der SPD-Politiker. "Für jeden Tag eine andere Farbe. Oder ein Bändchen für 16 Tage. Das ist einfacher zu kontrollieren. Wir müssen noch überlegen, wie wir das mit Spontanbesuchern regeln."

+++ 23:52 IWF-Chefin: "Werden wohl wegen Omikron Prognosen senken" +++
Der Internationale Währungsfonds (IWF) dürfte wegen Omikron seine globalen Wachstumsprognosen senken. "Eine neue Variante, die sich sehr schnell verbreiten könnte, kann das Vertrauen beeinträchtigen", sagt die IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. "In diesem Sinne werden wir wahrscheinlich einige Herabstufungen unserer Oktober-Prognosen für das globale Wachstum erleben."

+++ 23:14 Inzidenz in Italien wächst, vor allem in Südtirol +++
In Italien zieht die Corona-Inzidenz weiter an. Zuletzt lag die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 155, in der Vorowoche noch bei 125, teilt das Gesundheitsministerium in Rom mit. Besonders hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Südtirol mit rund 646 Fällen je 100.000 Einwohner, dahinter folgen mit klarem Abstand die norditalienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien, Venetien und das Aostatal. Es sei ein schrittweiser Anstieg der Fallzahlen, vor allem in den Altersbereichen mit vielen Ungeimpften, hieß es.

+++ 22:29 Lauterbach zu Todesfällen in Pflegeheim: "Das ist unverzeihlich" +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat erschüttert auf die Todesfälle in einem Seniorenheim in Thüringen reagiert. In einer Einrichtung in Rudolstadt waren 18 Bewohner an Corona gestorben, 14 von ihnen waren nicht geimpft. "Das ist traurig und das Ende von völliger Unvernunft", sagt Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Hier war offenbar weder den Angehörigen noch der Heimleitung ausreichend bewusst, dass sie Leben auf Spiel setzen. Das ist unverzeihlich." Er könne nur appellieren, Impfmöglichkeiten zu nutzen, um solche Fälle künftig zu verhindern, so Lauterbach.

+++ 22:07 Slowakei verzeichnet Höchststand bei Neuinfektionen +++
Die Slowakei meldet mit 15.278 Neuinfektionen einen neuen Höchststand. In den Krankenhäusern würden inzwischen 3404 Covid-19-Patienten behandelt, davon 630 auf den Intensivstationen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das Land mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern hat eine der niedrigsten Impfquoten in der Europäischen Union.

+++ 21:52 Irland verschärft aus Sorge vor Omikron Regeln +++
Die Bewohner Irlands müssen sich wegen hoher Fallzahlen und der neuen Omikron-Variante wieder auf schärfere Corona-Maßnahmen einstellen. Clubs müssten ab dem 7. Dezember für zunächst einen Monat wieder schließen und Theater oder Kinos dürften nur die Hälfte ihrer Kapazitäten besetzen, kündigt der irische Premierminister Micheál Martin an. Das Risiko, ohne schärfere Maßnahmen in die Weihnachtszeit zu gehen, sei "einfach zu hoch", sagt der Regierungschef nach Angaben des irischen Senders RTÉ. Er habe die Vorschläge seiner wissenschaftlichen Berater akzeptiert.

+++ 21:29 US-Behörde lässt Covid-19-Medikament für Kinder und Säuglinge zu +++
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Notfallzulassung für die Covid-19 Antikörpertherapie von Eli Lilly auf Kinder unter 12 Jahren erweitert. Dies teilt der US-Pharmakonzern mit. Es sei die erste Zulassung für eine monoklonale Antikörpertherapie für Säuglinge und Kinder. Laut Eli Lilly könne die Therapie nun bei Hochrisikokindern als Behandlung eingesetzt werden. Nach Angaben des Unternehmens wurden bisher mehr als 700.000 Patienten mit Bamlanivimab oder einer Kombination aus Bamlanivimab und Etesevimab behandelt.

+++ 21:08 Südafrika überschreitet durch Omikron Schwelle von drei Millionen Infektionen +++
Die Zahl der Infektionen in Südafrika steigt rapide an. Das Nationale Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) meldete 16.055 neue Fälle innerhalb eines Tages bei 65.990 durchgeführten Covid-Tests. Vor genau einer Woche lag in dem Land mit rund 59 Millionen Einwohnern die Zahl der Neuinfektionen bei 2828, nachdem 30904 Tests durchgeführt wurden. Der derzeit rasante Anstieg geht auf die Verbreitung der in der vergangenen Woche entdeckten Omikron-Variante des Virus zurück. Das Land überschritt damit die Schwelle von insgesamt drei Millionen bestätigten Fällen seit Beginn der Pandemie.

+++ 20:50 Zahl der Todesfälle so hoch wie zuletzt im März +++
Seit Anfang März haben die Bundesländer nicht mehr so viele Todesfälle gemeldet wie in dieser Woche. Erst am Mittwoch hatten die 440 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus übermittelt, am heutigen Freitag waren es 415. Zum Vergleich: Am 2. März waren 422 Todesfälle registriert worden. Betrachtet man die Entwicklung der Todesfallzahlen, nehmen dieser Herbst und Winter einen ähnlichen Verlauf wie die vergangenen.

+++ 20:32 Hälfte der Omikron-Infizierten in England vollständig geimpft +++
Mehr als die Hälfte der bislang nachgewiesenen Infektionen mit der besorgniserregenden Omikron-Variante des Coronavirus in England sind bei vollständig Geimpften aufgetreten. Von den 22 bestätigten Infizierten hätten zwölf mindestens zwei Corona-Impfungen erhalten, teilt die britische Gesundheitsbehörde mit. Allerdings lässt sich aus diesen Zahlen nicht darauf schließen, dass Geimpfte ein ähnlich hohes Risiko haben, sich mit Omikron zu infizieren wie Ungeimpfte. Je mehr Menschen in der Bevölkerung geimpft sind, desto mehr Geimpfte sind auch unter den Infizierten - selbst wenn der Anteil der infizierten Geimpften sehr gering ist. Auch unter den Infizierten der derzeit noch dominierenden Delta-Variante ist der Anteil der Geimpften an den Infizierten in Großbritannien oder Deutschland mittlerweile hoch - weil die Mehrheit der Menschen in diesen Ländern geimpft ist. In beiden Ländern haben knapp 70 Prozent der Menschen mindestens zwei Impfdosen erhalten.

+++ 20:20 Weit mehr Fälle als zum Höhepunkt der zweiten Welle +++
Die Landesbehörden melden mit durchschnittlich 57.391 Neuinfektionen pro Tag derzeit weit mehr als doppelt so viele Fälle wie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle: Am 23. Dezember 2020 hatten sie 25.670 neue Infektionen verzeichnet. Zu berücksichtigen ist zudem, dass es aktuell durch die Überlastung von Teststationen, Laboren und Meldeämtern zu einer Untererfassung der tatsächlichen Fallzahl kommen kann, der tatsächliche Wert also womöglich noch höher liegt.

+++ 20:01 Vier Bundesländer erreichen Tageshöchstwerte +++
Vier Bundesländer melden so viele Neuinfektionen wie nie zuvor. Tageshöchstwerte verzeichneten Brandenburg (4241), Nordrhein-Westfalen (10.428), Rheinland-Pfalz (2922) und Sachsen-Anhalt (3811). Von allen Bundesländern registrierte Bayern die meisten neuen Fälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus (13.802), gefolgt von Baden-Württemberg (11.132).

+++ 19:40 Bundesländer melden 71.905 Neuinfektionen und 415 Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.076.644 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 71.905 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich geht die Zahl damit um 3,2 Prozent zurück.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 415 auf 102.699. Das sind 52 mehr als am vergangenen Freitag und entspricht dem zweithöchsten Wert in der zweiten Jahreshälfte. Als aktuell infiziert gelten rund 918.100 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,95 angegeben (Vortag: 0,92). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4797 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2564 davon werden invasiv beatmet. Rund 2950 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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