Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 16:42 "Post-Covid": Bestimmte Diagnosen häufiger nach Corona-Erkrankung +++

Corona-Patienten bekommen einer Datenanalyse zufolge Monate nach ihrer Infektion häufiger eine Diagnose für bestimmte physische und psychische Symptome und Erkrankungen. Das ergab eine Auswertung deutscher Krankenversicherungsdaten, in der infizierte und nicht-infizierte Menschen verglichen wurden, wie das Universitätsklinikum Dresden mitteilte. "Nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche sind demnach potenziell von Post-Covid betroffen." Die Studie ist noch nicht in einem begutachteten Fachjournal veröffentlicht. Unter Post-Covid-19-Syndrom versteht das Robert-Koch-Institut (RKI) verschiedene Beeinträchtigungen in Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung, die entweder bestehen bleiben oder Wochen bis Monate nach der Infektion auftreten. Bei Kindern und Jugendlichen seien mehr als drei Monate nach der akuten Infektion am häufigsten etwa Unwohlsein und rasche Erschöpfung, Husten, Schmerzen im Hals- und Brustbereich sowie Angststörungen und Depression festgestellt worden, heißt es in der Dresdner Mitteilung.

+++ 16:20 Hygieniker Zinn: "Am 25. März wird kein Freedom Day sein"+++
Die möglichen künftigen Ampel-Koalitionäre wollen die "epidemischen Lage" nach rund 20 Monaten zum 25. November enden lassen. Warum er das für keine gute Idee hält, erklärt der Hygieniker Dr. Georg-Christian Zinn im ntv-Interview. Außerdem spricht er über das Thema Booster-Impfungen.

+++ 15:52 Virus breitet sich rasant im Baltikum aus +++
In den baltischen Staaten breitet sich das Virus weiter rasant aus: Trotz neuer Einschränkungen erreichte in Lettland und Estland die Zahl an Neuinfektionen mit 3206 und 2025 Fällen binnen 24 Stunden den jeweils höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Auch in Litauen gehen die Infektionszahlen weiter nach oben. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörden wurden in Lettland in den vergangenen 14 Tagen rund 1737 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert, in Estland waren es 1408 und in Litauen 1365. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC weist für die drei Ostseestaaten aktuell die höchsten Infektionsraten in Europa aus. Zur Eindämmung der Pandemie haben die Regierungen in Riga und Tallinn zuletzt strikte Schutzmaßnahmen verhängt. Als ein Grund für die steigenden Fallzahlen gelten die geringen Impfraten: Nur gut die Hälfte der Bevölkerung ist in Lettland und Estland jeweils vollständig geimpft, in Litauen sind es rund 60 Prozent.

+++ 15:30 Urteil: Corona-Sondervermögen in Hessen ist verfassungswidrig +++
Das milliardenschwere Corona-Sondervermögen des Landes Hessen ist verfassungswidrig. Das hat der hessische Staatsgerichtshof entschieden. Die haushaltsrechtlichen Kompetenzen seien überschritten worden, begründete das Gericht seine Entscheidung. Es hätte andere Formen der Krisenbewältigung gegeben. Das Gesetz zum Sondervermögen sei mit der Landesverfassung unvereinbar. Das kreditfinanzierte Sondervermögen des Landes hat ein Volumen von insgesamt zwölf Milliarden Euro. Mit dem Sondervermögen sollen die Folgen der Corona-Krise abgemildert werden.

+++ 15:13 Familienrichter dürfen nach BGH-Urteil keine Maßnahmen an Schulen kippen +++
Familiengerichte sind grundsätzlich nicht befugt, Corona-Maßnahmen an Schulen außer Kraft zu setzen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt grundsätzlich geklärt, wie die Karlsruher Richterinnen und Richter mitteilen. Familienrichter können demnach gegenüber schulischen Behörden prinzipiell keine Anordnungen zur Durchsetzung des Kindeswohls erlassen. Die gerichtliche Kontrolle in diesem Bereich obliege ausschließlich den Verwaltungsgerichten. Die Frage hatte im Frühjahr Brisanz bekommen, als ein Weimarer Familienrichter zwei Schulkinder auf Antrag ihrer Eltern im Eilverfahren von der Maskenpflicht freistellte.

+++ 14:53 Lage in Großbritannien: "Heute wird neuer trauriger Rekord erreicht" +++
Premier Boris Johnson verkauft den "Freedom Day" weiterhin als Erfolg. Doch gut 100 Tage danach verzeichnet Großbritannien eine der höchsten Infektionsraten weltweit, auch die Zahl der Toten steigt. ntv-Reporter Ulrich Oppold berichtet aus London.

+++ 14:27 Fachkräftemangel ist größer als vor der Pandemie +++
Der Fachkräftemangel in Deutschland ist nach einer aktuellen Studie bereits wieder größer als vor dem Ausbruch der Pandemie. Im September hätten bundesweit knapp 390.000 Fachkräfte gefehlt. Dies seien "gut 50.000 mehr als zum Krisenbeginn im März 2020", fasst das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, das zum arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gehört, seine Berechnungen zusammen. In den Berufsbereichen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik konnte im September demnach sogar über die Hälfte aller offenen Stellen bundesweit rechnerisch nicht besetzt werden, da passend qualifizierte Arbeitssuchende fehlten.

+++ 14:01 Auch nicht geimpfte Tennisspieler dürfen zu den Australien Open einreisen +++
Der australische Ministerpräsident Scott Morrison erklärt, dass nun auch nicht geimpfte Tennisspieler zu den Australian Open im Januar einreisen dürften, wenn sie sich einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen. Damit gilt für die Spieler eine Ausnahmeregelung: Ballkinder, Fans und Schiedsrichter benötigen einen Impfnachweis. Die Nummer eins der Herren, Novak Djokovic, hatte vergangene Woche geäußert, möglicherweise nicht an dem Turnier teilzunehmen, "da die Dinge sind, wie sie sind". Er weigert sich, seinen Impfstatus offenzulegen.

+++ 13:41 Videosprechstunden nehmen in Corona-Krise stark zu +++
In der Corona-Krise haben ärztliche Beratungen per Videosprechstunde stark zugenommen. Im ersten Halbjahr 2021 gab es bei Praxen von Ärzten und Psychotherapeuten mehr als 2,25 Millionen solcher digitalen Kontakte, wie eine Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ergab. Vor der Pandemie waren im ganzen Jahr 2019 keine 4000 Videosprechstunden abgerechnet worden. Die größte Nachfrage gab es demnach im April 2020 mit fast 604.000 Videosprechstunden. In den ersten drei Monaten 2021 waren es jeweils mehr als 400.000, seit März gingen die Zahlen wieder etwas zurück. Auffällig habe die Inanspruchnahme von Psychotherapie-Leistungen für Kinder und Jugendliche zugelegt, erläuterte das Institut.

+++ 12:58 Altmaier: Hohe Infektionszahlen könnten Folgen für Wirtschaft haben +++
Die steigenden Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen könnten aus Sicht des geschäftsführenden Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier Folgen für die Wirtschaft haben. Der CDU-Politiker sagte am Mittwoch in Berlin, Deutschland stehe vor einem zweiten Pandemie-Winter. Er sprach von beunruhigenden Zahlen. Es sei möglich, dass die hohen Infektionszahlen dazu führten, dass es negative Auswirkungen für die Wirtschaft gebe, auch wenn kein Lockdown verhängt werden müsse. Die Bundesregierung hatte vor allem wegen Lieferengpässen ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr gesenkt. Insgesamt habe die deutsche Wirtschaft aber gute Aussichten, sagte Altmaier.

+++ 12:33 Impftempo zieht im Wochenvergleich etwas an +++
Im Lauf des gestrigen Tages wurden laut RKI-Impfquoten-Monitoring bundesweit 192.404 Impfdosen verabreicht, davon entfielen 81.276 Spritzen auf Auffrischungsimpfungen. Die einfache Impfquote verharrt bei 69,2 Prozent, die harte Impfquote steigt von 66,3 auf 66,4 Prozent. Damit sind nun 57,56 Millionen Menschen in Deutschland geimpft, 55,19 Millionen davon vollständig.

Bei den 12- bis 17-Jährigen stieg die Impfquote auf 45,5 Prozent, von den Erwachsenen sind 80 Prozent mindestens einmal geimpft. Trotzdem ist das Impftempo weiter niedrig. Im Sieben-Tage-Mittel liegt die Zahl der Erstimpfungen nur noch bei rund 31.000. Bei den Zweitimpfungen beträgt der Durchschnittswert rund 50.000, bei den Auffrischungsimpfungen 47.000.

+++ 12:07 Russland meldet neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen +++
Russland verzeichnet mit weiteren 1123 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus erneut einen neuen Höchstwert. Zudem melden die Behörden 36.582 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, darunter 5789 in der Hauptstadt Moskau. Im Kampf gegen die seit Wochen kräftig steigenden Corona-Zahlen hat Präsident Wladimir Putin für Anfang November eine arbeitsfreie Woche angeordnet. Moskau geht schon von Donnerstag an in einen neuen Teil-Lockdown: Nur Geschäfte des Alltagsbedarfs wie Supermärkte und Apotheken dürfen dann noch öffnen. Die Regierung macht eine mangelnde Impfbereitschaft für die verstärkte Virus-Ausbreitung verantwortlich.

+++ 11:44 Minister und Verfassungsschutzchef warnen vor Verschwörungsideologien +++
Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) und das Landesamt für Verfassungsschutz haben vor der Verbreitung von Verschwörungsideologien in Zusammenhang mit staatlichen Corona-Maßnahmen gewarnt. Staatliches Handeln zu hinterfragen sei völlig legitim und Ausdruck einer freien Gesellschaft, betonte Beuth anlässlich des Herbstgesprächs des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) in Wiesbaden. "Querdenker und Corona-Leugner verbreiten aber auch wirre Verschwörungsideologien und rufen zum Widerstand gegen geltende Corona-Regeln auf." Diese zum Teil aggressive Agitation könne wie ein "Radikalisierungsbeschleuniger" wirken, mahnte der Minister.

+++ 11:21 Bundesrat-Sondersitzung für Änderung der Corona-Maßnahmen notwendig +++
Um weitere Corona-Maßnahmen nach dem 25. November und dem Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite zu ermöglichen, ist dem SPD-Politiker Dirk Wiese zufolge zuvor eine Sondersitzung des Bundesrates notwendig. Die Länder sollen nach dem Konzept-Papier der Ampel-Parteien SPD, Grünen und FDP aber künftig keine Lockdowns mehr verhängen dürfen, weil im Infektionsschutzgesetz der Paragraf 28a mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog als Rechtsgrundlage gestrichen werden soll. Die Länder sollten selbst entscheiden, ob sie 2G- oder 3G-Regeln behalten wollen, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann.

+++ 10:57 Streeck: "Pandemie der Kinder" ist verzerrtes Bild +++
Vor allem bei Kindern steigen die Corona-Inzidenzen sprunghaft. Mit Blick auf die hohen Zahlen ist eine Debatte über den Schutz junger Menschen entbrannt. Die Zahlen stellen jedoch ein verzerrtes Bild dar, warnt Hendrik Streeck. Im ntv-Interview fordert der Virologe mehr Tests für Erwachsene.

+++ 10:24 Kritik an Impfversprechen vor der COP26 - Briten nennen keine Zahlen +++
Vor Beginn der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow gibt es Kritik am Gastgeberland Großbritannien, sein Impfversprechen an Teilnehmer aus benachteiligten Ländern nicht eingehalten zu haben. "Die britische Regierung hat versprochene Corona-Impfstoffe nicht rechtzeitig an Delegierte aus dem globalen Süden geliefert", sagte die Klimaaktivistin Dipti Bhatnagar aus Mosambik der Deutschen Presse-Agentur. Großbritannien hatte als COP-Gastgeber zugesagt, Impfstoffe für alle Delegierten bereitzustellen, die nicht in ihren Heimatländern gegen Corona geimpft werden können. Die Logistik und Impfung sollte in Kooperation mit den Vereinten Nationen erfolgen.

+++ 09:56 Tschechien meldet die meisten Neuinfektionen seit Anfang April +++
In Tschechien steigen die Corona-Zahlen weiter kräftig an. Die Behörden verzeichnen am Mittwoch mit 6274 Neuinfektionen den höchsten Wert seit dem 7. April. Damit haben sich die Zahlen in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern binnen einer Woche fast verdoppelt. Auch Tschechien kämpft mit einer neuen Corona-Welle. Die Zahl der Covid-19-Patienten war bis Dienstag auf 1146 gestiegen von 249 Anfang des Monats, 166 Patienten davon befinden sich auf der Intensivstation, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Allerdings liegen die Zahlen noch deutlich unter den Höchstständen des vergangenen Winters. Die Impfkampagne nahm zuletzt Fahrt auf: Fast 6,1 Millionen Menschen in Tschechien sind inzwischen vollständig geimpft.

+++ 09:33 UKE-Mediziner Kluge: Corona-Zahlen werden deutlich steigen +++
Der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Prof. Stefan Kluge, warnt vor deutlich steigenden Corona-Zahlen in den kommenden Wochen. Als Grund für den Anstieg nannte er in einem Interview der "Bild" Reiserückkehrer und die kältere Witterung. "Das wird schon deswegen eine Herausforderung, weil das Pflegepersonal immer knapper wird. Für die Versorgung von zwei Covid-Patienten brauchen wir pro Tag allein drei Pflegekräfte", sagte Kluge der Zeitung. Hinzu komme, dass viele Menschen sich in scheinbarer Sicherheit wiegen. "Doch anders als letztes Jahr, wo die Maskenpflicht streng eingehalten wurde, wird es mehr Grippe-Patienten geben."

+++ 09:05 Olympia in Peking: Corona als "größte Herausforderung" der Organisatoren +++
Die Olympische Winterspiele 2022 in Peking (4. bis 20. Februar) vor dem Coronavirus zu schützen, ist für die Organisatoren "die größte Herausforderung". Das sagte OK-Vizepräsident Zhang Jiandong bei einer Pressekonferenz in der Gastgeberstadt. Chinas strenge Corona-Regeln könnten "die Risiken und Auswirkungen von COVID-19 verringern", ergänzte Zhang, der sein Land ansonsten für das Mega-Event gewappnet sieht: "Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen." Die Volksrepublik, die eine Null-Covid-Strategie verfolgt, reagiert mit strikten Maßnahmen auf die leicht steigenden Corona-Fallzahlen. So wurden die rund 20 Millionen Einwohner Pekings aufgefordert, die Stadt nur in Ausnahmefällen zu verlassen und ganze Wohnkomplexe abgeriegelt. Flüge wurden gestrichen, auch viele Züge fielen aus.

+++ 08:43 Weitere Tote nach Corona-Ausbruch in Norderstedter Pflegeheim +++
Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in einem Norderstedter Pflegeheim sind zwei weitere Menschen gestorben. Dabei handelt es sich um einen 94 Jahre alten Bewohner der Einrichtung und eine 74 Jahre alte Frau, die Kontaktperson eines oder einer Infizierten war, wie der Kreis Segeberg mitteilte. In den vergangenen Tagen waren bereits ein 95 Jahre und ein 80 Jahre alter Bewohner der Pflegeeinrichtung an oder mit Corona gestorben. Insgesamt wurden 66 der 76 Heimbewohner und 22 der rund 70 Beschäftigten positiv auf das Virus getestet. Sechs der Infizierten liegen im Krankenhaus, aber niemand auf der Intensivstation.

+++ 08:19 Schuldnerberater: Immer mehr Menschen wegen Corona in finanzieller Not +++
Die Folgen der Corona-Pandemie lassen aus Sicht von Schuldnerberatungsstellen etwa der Caritas und Diakonie immer mehr Menschen in Deutschland in finanzielle Not geraten. Die Beratungsstellen verzeichneten im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Aufkommen vor der Pandemie einen deutlichen Anstieg der Anfragen nach Beratung. Das ergab eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände. "Die steigende Nachfrage nach sozialer Schuldnerberatung ist alarmierend", so Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Zu Beginn der Pandemie hätten sich viele Menschen noch durch Rücklagen oder privat geliehenes Geld finanziell über Wasser halten können. Inzwischen könnten viele ihre Überschuldung aber nicht mehr ausgleichen.

+++ 07:59 Lehrerverband fordert bundesweite Rückkehr zur Maskenpflicht +++
Angesichts steigender Corona-Zahlen bei Kindern und Jugendlichen und eines fehlenden Impfstoffs für Kinder unter zwölf Jahren fordert der Deutsche Lehrerverband (DL) bundesweit die Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen. "Wir befinden uns bei den Infektionszahlen in der Altersgruppe der Schülerinnen und Schüler derzeit bereits auf einem Niveau, das deutlich höher liegt als vor einem Jahr, wo wir bekanntlich dann ab Mitte Dezember die Schulen wieder schließen mussten", sagt der DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies gelte es "unter allen Umständen zu vermeiden". Die Maskenpflicht müsse vor allem an Grundschulen wieder eingeführt werden. Grund sei ein fehlender Impfstoff für Kinder zwischen fünf und elf Jahren.

+++ 07:33 Bulgarien verzeichnet neuen Höchstwert bei Neuinfektionen +++
Bulgarien verzeichnet mit 6813 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Zudem melden die Behörden binnen 24 Stunden 124 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Erst am Vortag war mit 243 Todesfällen ein Rekord registriert worden. Bulgarien macht eine vierte Corona-Welle schwer zu schaffen, das Gesundheitssystem ist überlastet. Die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken stieg zuletzt auf mehr als 7300. Die Impfskepsis in dem EU-Land mit seinen rund sieben Millionen Einwohnern ist hoch, vollständig geimpft sind gerade einmal 24 Prozent der Erwachsenen. In der Europäischen Union sind es durchschnittlich 74 Prozent.

+++ 07:12 STIKO-Chef zurückhaltend bei Impf-Empfehlung für Kinder ab fünf Jahren +++
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, steht Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren zurückhaltend gegenüber. "Je geringer die Krankheitslast in einer Gruppe, umso sicherer muss die Impfung sein", sagte Mertens der Zeitung "Rheinische Post". Für eine abwägende Entscheidung zu einer Empfehlung müssten erwartbare positive Effekte - klinisch oder psychosozial - für die Kinder und mögliche Restrisiken bei im Wachstum befindlichen Kindern "möglichst einigermaßen quantitativ fassbar" sein. In den USA könnten die Impfungen für Kinder ab fünf Jahren bereits Anfang November beginnen. "Die Krankheitslast bei Kindern in den USA ist offenbar höher als in Deutschland."

+++ 06:51 Ministerium: 3G-Regel darf in Arztpraxen nicht angewendet werden +++
Immer wieder machen Arztpraxen die 3G-Regel zur Voraussetzung für medizinische Behandlungen. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge ist dies nicht rechtens. "Vertragsärzte sind verpflichtet, Patientinnen und Patienten zu behandeln. Die Behandlung dürfen sie nicht von der Einhaltung der 3G-Regel abhängig machen", so ein Sprecher des Ministeriums gegenüber der Zeitung "Welt". Die Kassenärztliche Bundesvereinigung weist darauf hin, dass es für einen sicheren Praxisbetrieb auch Alternativen gebe. "Die Praxen dürfen organisatorisch regeln, dass ungeimpfte und ungetestete Patienten beispielsweise während speziell eingerichteter Sprechzeiten behandelt werden." Der Wunsch nach Schutz anderer Patienten, des Praxispersonals und der Ärzte selbst sei verständlich und nachvollziehbar.

+++ 06:29 Ampel-Parteien stellen Konzept für Rechtsrahmen zu Corona-Regeln vor +++
SPD, Grüne und FDP stellen heute ein gemeinsames Konzept für künftige rechtliche Rahmenbedingungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor. Dieses sieht offensichtlich ein Ende der derzeit geltenden epidemischen Lage von nationaler Tragweite vor. Diese läuft am 25. November aus, sofern sie nicht vom Bundestag zuvor verlängert wird. Laut einem Medienbericht planen die möglichen Partner einer künftigen Ampel-Koalition stattdessen eine gesetzliche Übergangsregelung, die es den Bundesländern erlauben würde, bestimmte Schutzmaßnahmen wie das Maskentragen oder 3G- und 2G-Regeln vorerst weiterhin festzulegen. Aus den Bundesländern gibt es dafür Forderungen nach einem bundesweit einheitlichen Rechtsrahmen.

+++ 06:11 RKI meldet 23.212 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 118,0 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 118,0. Am Vortag hatte er bei 113,0 gelegen, vor einer Woche bei 80,4. Laut den jüngsten Angaben des RKI wurden binnen 24 Stunden 23.212 Neuinfektionen sowie 114 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 4.506.415, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 95.359. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland gab das RKI mit etwa 4.237.100 an.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden.

Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 23:12 US-Impfgremium empfiehlt Biontech-Notfallzulassung für Fünf- bis Elfjährige +++
Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA spricht sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren aus. Das entscheiden die Teilnehmer des Gremiums bei einer Sitzung. Die Entscheidung ist nicht bindend, die FDA folgt den Fachleuten aber in der Regel. Eine endgültige Entscheidung der FDA wird noch in dieser Woche erwartet. Im Anschluss muss sich formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen. Eine Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA könnte nach Angaben des Weißen Hauses dann bereits im November starten. Die Regierung werde innerhalb weniger Tage nach einer Zulassung 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausliefern, heißt es. Auch in Europa haben Biontech und Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe beantragt.

+++ 22:18 In fast allen Bundesländern steigt die Inzidenz +++
Außer in Sachsen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in allen Bundesländern. Den größten Zuwachs verzeichnet Sachsen-Anhalt (+17,5), während in Thüringen der höchste Inzidenz-Wert registriert wird (235,7).

+++ 21:44 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 15.264 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.491.185 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 15.264 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 45,6 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 124 auf 95.270. Das ist der höchste Tageswert seit dem 18. Juni. Am vergangenen Dienstag waren 89 Todesfälle gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 174.550 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,08 angegeben (Vortag: 1,17).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1707 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 884 davon werden beatmet. Rund 3500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: nan/mra/dpa/AFP/rts

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