Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 16:54 Türkische Ärzte schlagen Alarm: "Regierung fälscht Infektions-Statistik" +++

Die türkische Ärztevereinigung hat scharfe Kritik an der Erfassung von offiziellen Corona-Fällen im Land geäußert. "Die Regierung manipuliert Covid-19-Statistiken", sagte Sinan Adiyaman von der Vereinigung. Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz eingeräumt, seit dem 29. Juli veröffentliche man täglich die Zahl der Corona-Kranken. Kranke seien Menschen mit Symptomen. Koca habe damit zugegeben, nur Patienten mit Symptomen in die Fallzahlen aufzunehmen, sagte Adiyaman. "Das ist die Anerkennung von dem, was Ärzte seit Monaten sagen." Die Ärztevereinigung hatte die offiziellen Zahlen in der Vergangenheit immer wieder kritisiert und geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt. In den täglich veröffentlichten offiziellen Zahlen änderte sich zum 29. Juli die Bezeichnung: Die Kategorie "neue Fallzahl" wurde in "neue Krankenzahl" umbenannt. Dennoch: Die offiziellen Zahlen gingen daraufhin nicht zurück. Die Regierung habe die Zahlen bereits vor der Änderung der Methodologie manipuliert, erklärte Adiyaman. Der Abgeordnete der oppositionellen CHP, Murat Emir, hatte auf Twitter eine Liste veröffentlicht, laut der es an einem Tag im September allein fast 30.000 neue Fälle gegeben habe. Die Ärztevereinigung hält die Zahl für realistisch. Minister Koca wies das "sogenannte Dokument" zurück, es sei nicht offiziell. In der Türkei gab es am 30. September laut offiziellen Angaben nur 1391 neue Fälle von Kranken und 65 Corona-Tote.

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+++ 16:24 Keine toten Kinder durch Maskenpflicht: Polizei ermittelt wegen Fake News +++
Gerade die Maskenpflicht bietet Verschwörungstheoretikern einen fruchtbaren Nährboden, um mit vermeintlichen Enthüllungen aufzuwarten. Die Polizei in Schweinfurt ermittelt nun wegen Falschmeldungen, die derzeit in sozialen Netzwerken kursieren. Danach soll in der unterfränkischen Stadt angeblich ein sechs Jahre altes Mädchen aufgrund der Maskenpflicht gestorben sein. Ein derartiger Fall sei in ganz Unterfranken, insbesondere im Raum Schweinfurt, nicht bekannt, teilte die Polizei mit. Gleichzeitig appellierten die Behörden, solche Falschmeldungen nicht weiter zu verbreiten. Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen verbreiten derzeit vermehrt Gerüchte über Todesfälle durch Maskentragen bei Kindern. Darunter zählen sie auch den Fall eines tatsächlich verstorbenen 13-jährigen Mädchens, das am 7. September im Landkreis Germersheim in einem Schulbus bewusstlos wurde und später im Krankenhaus starb. Die Staatsanwaltschaft Landau teilte dazu mit, dass die Todesursache des Mädchens bisher noch unklar sei und die Ermittlungen andauerten.

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Angeblich soll ein Kind in Schweinfurt an der Maske gestorben sein. Die Polizei warnt, diese Falschmeldung weiterzuverbreiten.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 15:54 Schweden besorgt: Erstmals wieder Höchststand seit Juni +++
In Schweden steigt die Pandemie mit 752 Neuinfektionen auf ein neues Hoch seit Juni. Das Land ist innerhalb Europas ein Sonderfall, denn es hat Lockdowns bislang vermieden und damit Bewegungs- und Kontakteinschränkungen weniger restriktiv gehandhabt. Nach Monaten eines eher geringen Seuchengeschehens haben die Ansteckungen in den vergangenen Wochen spürbar zugenommen.

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Gelungen oder nicht: Schwedens Sonderweg in der Corona-Pandemie ist international umstritten.

(Foto: imago images/Petra Schneider)

+++ 15:23 Mehrere Städte in NRW über kritischem Schwellwert +++
Mehrere nordrhein-westfälische Städte und auch ein Kreis liegen laut Robert-Koch-Institut über dem ersten Corona-Schwellenwert für Einschränkungen von Feiern in Gaststätten und Publikum bei Fußballspielen. Werte oberhalb der Marke von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wies das RKI für Köln (36,4), Duisburg (36,9), Gelsenkirchen (40,7) und den Oberbergischen Kreis (35,6) aus.Andere Städte wie Bielefeld (30,6), Leverkusen (32,3) und Essen (30,5) lagen nach den jüngsten RKI-Daten in der Nähe des Schwellenwertes von 35. Remscheid (59,5) und Hamm (95,5) liegen nach der Übersicht mit Stand Mitternacht weiter über der Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In diesem Fall gelten noch striktere Vorgaben der Corona-Schutzverordnung.

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+++ 14:56 Bayern beschließt hohes Bußgeld für Falscheintrag in Gästeliste +++
Falsche Namensangaben in Corona-Gästelisten kosten in Bayern künftig bis zu 250 Euro Bußgeld. Das hat das Kabinett in München beschlossen. Aber nicht nur Gäste werden für die Falschmeldung zur Kasse gebeten: Auch Gastronomen, Hotelbetreiber und Veranstalter sind verpflichtet, die Namenslisten sorgfältig zu führen, andernfalls droht ihnen ein Bußgeld von 1000 Euro. Der anstehende Jahreszeitenwechsel zu Herbst und Winter bedeute für die Pandemie-Bewältigung eine besondere Herausforderung, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann von der CSU. Es sei entscheidend, die Kontrolle zu behalten und einen zweiten Lockdown zu vermeiden. Das Virus nehme immer den Raum ein, dem man ihm ermögliche. Das Bußgeld geht auf einen Beschluss von Bund und Ländern aus dieser Woche zurück, wonach mindestens ein Betrag von 50 Euro fällig wird, wenn jemand einen falschen Namen in einer Liste einträgt. Zuvor hatten bereits NRW und Schleswig-Holstein die Strafgeldhöhe festgelegt: In NRW beträgt sie – wie in Bayern – 250 Euro. Schleswig-Holstein kostet der Verstoß künftig sogar bis zu 1000 Euro.

+++ 14:30 Polizei bricht Großhochzeit in Bremen ab +++
Wegen anhaltender Verstöße gegen die Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz vor Corona-Infektionen ist in Bremen eine Hochzeitsfeier mit rund 400 Gästen vorzeitig abgebrochen worden. Die Polizei war am späten Dienstagabend von einem Anrufer informiert worden und stellte vor Ort fest, dass in dem Lokal die laut Corona-Rechtsverordnung erlaubte Zahl von 250 Menschen deutlich überschritten wurde. Zudem habe ein Großteil der Feiernden die Abstandsregeln nicht eingehalten und keinen Mund-Nasen-Schutz getragen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Gäste hätten sich trotz mehrfacher Ansprachen uneinsichtig gezeigt, so dass der Veranstalter die Feier schließlich beendet habe. Die Polizei habe die Verstöße dokumentiert und mehrere Anzeigen angefertigt.

+++ 14:03 Britische Regierung verschärft Regeln für Liverpool +++
In England werden die Corona-Einschränkungen auf weitere Landesteile ausgeweitet - darunter die im Norden gelegene Großstadt Liverpool. Ferner kommen Warrington, Hartlepool und Middlesborough hinzu, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock dem Parlament mitteilt. Dort sollen die selben Vorkehrungen zur Virus-Eindämmung greifen, wie sie seit Anfang der Woche bereits im Nordosten Englands gelten. Dort wurde unter anderem die Zahl der Menschen begrenzt, die sich in geschlossenen Räumen treffen dürfen. Auch für Pubs und Restaurants gelten schärfere Regeln.

+++ 13:47 Altmaier: Wirtschaft erholt sich schneller als erhofft +++
Der Konjunktureinbruch in Deutschland wird im Gesamtjahr 2020 laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier weniger stark ausfallen als zunächst befürchtet. Die Wirtschaft wachse schon wieder. "Der Aufschwung hat schneller eingesetzt als erhofft", sagt der CDU-Politiker im Bundestag. Es müsse nun Priorität haben, die steigenden Infektionszahlen wieder herunterzubringen. Die Bundesregierung werde alles tun, um Einschränkungen in der Wirtschaft zu verhindern.

+++ 13:34 Drosten, Levit und Pusch mit Bundesverdienstkreuz geehrt +++
Der Virologe Christian Drosten ist jetzt Träger des Bundesverdienstkreuzes. Die Preisverleihung an Drosten begründete das Präsidialamt damit, dass der Virologe "weltweit anerkannte Erkenntnisse zum Corona-Infektionsgeschehen" beigetragen habe. Neben Drosten wurden auch der Heinsberger Landrat Stephan Pusch und der Pianist Igor Levit für ihre Verdienste in der Pandemie ausgezeichnet.

+++ 13:26 Berlins Bürgermeister Müller: "Bundeswehr ist willkommen" +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat klargestellt, dass Hilfe der Bundeswehr in der Hauptstadt willkommen ist. "Wenn wir weiterhin Kräfte einsetzen können zur Nachverfolgung zum Beispiel der Infektionsketten (...), dann würde ich mich weiterhin über die Unterstützung sehr freuen", sagte der SPD-Politiker im Abgeordnetenhaus. Er sei dankbar, wenn die Truppe in Berlin weiter helfe, wie auch in anderen Bundesländern. "Und das ist kein Kampfeinsatz im Inneren oder sonstiger Einsatz im Inneren."

+++ 13:17 Spahn rechnet mit Impfungen in Messehallen +++
In Deutschland könnten Beschäftigte des Gesundheitswesens, Ältere und Kranke ab dem Winter als Erste zentral in Messehallen gegen eine Corona-Infektion geimpft werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn glaubt, Impfungen müssten in wenigen großen Zentren, etwa Messehallen, starten, sobald es sichere Impfstoffe gibt. Spahn rechnet mit "Dezember, Januar, Februar, März" als möglichem Zeitraum dafür. Da die Impfstoffe anfangs wohl nicht für jeden zur Verfügung stehen, entstehe voraussichtlich die Notwendigkeit einer Priorisierung. Es könne also sein, dass "zum Beispiel erst die Beschäftigten des Gesundheitswesens, bestimmte Risikogruppen" geimpft würden.

+++ 12:58 Umfrage: Staatshilfen für Konzerne sind unbeliebt +++
Die milliardenschweren Staatshilfen für Konzerne sind einer Umfrage zufolge in der Bevölkerung nicht beliebt. Einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge finden nur 10,4 Prozent der Deutschen die Unterstützung von Großunternehmen sinnvoll, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet. Bei direkten Beteiligungen an Unternehmen wie der Lufthansa oder dem Impfstoff-Hersteller Curevac sind es 25,5 Prozent. Wesentlich besser werden die Hilfen für kleinere Unternehmen und Selbstständige bewertet - 64,4 Prozent halten diese für sinnvoll.

+++ 12:42 Conte will Ausnahmezustand bis Ende Januar verlängern +++
Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte plädiert für eine Verlängerung des Ausnahmezustands bis Ende Januar. Er werde dies dem Parlament vorschlagen, kündigt er an. Aktuell gilt der Notstand noch bis Mitte Oktober. Die Behörden können dadurch unter Umgehung von bürokratischen Hürden schneller und einfacher Entscheidungen fällen, wie das Verhängen von Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

+++ 12:27 Uni-Kliniken verbinden sich zu Corona-Forschungsnetzwerk +++
Die deutschen Universitätskliniken wollen Daten zur Covid-19-Pandemie künftig miteinander austauschen und gemeinsam auswerten. Dazu haben sie das Netzwerk Universitätsmedizin gegründet, wie das Bundesforschungsministerium mitteilte. Der Bund stellt dafür insgesamt 150 Millionen Euro bereit. Beteiligt seien alle deutschen Uni-Kliniken, erklärte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Das Netzwerk plant nun 13 übergreifende Verbundprojekte rund um das Coronavirus.

+++ 11:59 RKI und DIW starten bundesweite Antikörper-Studie +++
Das RKI und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) starten eine bundesweite Antikörper-Studie mit 34.000 Menschen. Geklärt werden solle unter anderem, wie viele Menschen bereits eine Infektion durchgemacht haben, wie hoch die Dunkelziffer ist und welche Menschen besonders häufig betroffen sind. Die Studie soll bis Ende des Jahres laufen. Neben den medizinischen Tests werden die Teilnehmer auch im Rahmen des sogenannten sozio-ökonomischen Panels befragt, das unter dem Dach des DIW läuft. Es geht dabei um eine Langfristbefragung zu Einkommen, Beruf und Bildung.

+++ 11:17 Spahn kritisiert Berliner Bezirk für Hilfsverzicht +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisiert die Weigerung des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, in der Pandemie Hilfe von der Bundeswehr anzunehmen. In den Gesundheitsämtern kämen bei steigenden Infektionszahlen die Beschäftigten irgendwann an ihre Belastungsgrenzen. "Deswegen unterstützen wir auch seitens des Bundes zum Beispiel mit Bundeswehrsoldaten, zum Beispiel vonseiten des Robert-Koch-Instituts", so Spahn in der ARD. "Übrigens wundert es schon, wenn hier in Berlin-Friedrichshain dann ein Gesundheitsamt aus ideologischen Gründen mitten in der Pandemie keine Hilfe von der Bundeswehr will." Friedrichshain-Kreuzberg hat eine rot-rot-grüne Bezirksverwaltung.

+++ 10:46 Schweiz erlaubt wieder 1000-Teilnehmer-Events +++
Seit heute sind in der Schweiz wieder Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern erlaubt. Davon profitieren unter anderem Sportvereine, die nun mehr Fans in die Stadien lassen dürfen. Die Regierung verlangt allerdings strikte Hygienekonzepte. In allen Stadien sind nur Sitzplätze erlaubt, die Fans müssen Masken tragen und es dürfen höchstens zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Bei Freiluftveranstaltungen wie Ski-, Langlauf- oder Radrennen sowie Dorffesten im freien Gelände sind auch Stehplätze erlaubt.

+++ 10:19 Pandemie kostete in Großbritannien 700.000 Jobs +++
Der britische Premier Boris Johnson will mit Blick auf den Arbeitsmarkt einen landesweiten Lockdown vermeiden. Es gelte, einen Anstieg der Arbeitslosenzahl zu verhindern, betont Umweltstaatssekretär George Eustice. Bereits jetzt habe die Krise 700.000 Jobs gekostet. Laut Prognosen könnten die Arbeitslosenzahlen in einem negativen Szenario 2021 im Jahresdurchschnitt auf vier Millionen steigen. Die Bank von England geht davon aus, dass die Erwerbslosenzahl bis Ende dieses Jahres auf rund 2,5 Millionen klettern könnte.

+++ 09:57 Niederlande korrigieren Totenzahl deutlich nach oben +++
Die Zahl der Corona-Toten in den Niederlanden ist deutlich höher als ursprünglich gemeldet. Mindestens 10.000 Menschen dürften in der ersten Pandemie-Welle zwischen März und Juni an oder mit Covid-19 gestorben sein, teilt das nationale Statistikamt mit. Die Gesundheitsbehörden hatten bis Mittwoch insgesamt nur 6406 Todesfälle als Folge bestätigter Coronavirus-Infektionen gemeldet. Der Unterschied könnte auf positive Tests zurückgehen, die den Gesundheitsbehörden nicht gemeldet worden seien.

+++ 09:45 Havanna hebt Ausgangssperre wieder auf +++
Kuba hat die strengen Anti-Corona-Maßnahmen in der Hauptstadt Havanna gelockert. Die seit September geltende Ausgangssperre zwischen 19 und 5 Uhr (Ortszeit) werde aufgehoben, teilt Havannas Gouverneur Reinaldo García Zapata im Staatsfernsehen mit. Unter Auflagen seien nun Strände und Schwimmbäder wieder offen, der öffentliche Nahverkehr dürfe den Betrieb aufnehmen. Grund für die Lockerungen sei die schwächelnde Wirtschaft. Auch Geschäfte dürfen die bisher eingeschränkten Ladenöffnungszeiten ausweiten. Geschlossen bleiben dagegen zunächst der Flughafen sowie Bars und Diskotheken.

+++ 09:34 Madrid weigert sich, Abriegelung umzusetzen +++
Entgegen einer Anordnung der spanischen Regierung hat der regionale Gesundheitsminister Enrique Ruiz Escudero angekündigt, die Stadt werde die Maßnahmen nicht umsetzen. Die Abriegelung sei rechtswidrig.Betroffen sind neben Madrid auch noch neun weitere Städte im Umland der Hauptstadt. Die Zeitung "La Razón" ging davon aus, dass die Regionalregierung den Obersten Gerichtshof anrufen könnte. Der Anordnung zufolge sollen Bewegungsfreiheit und soziale Kontakte eingeschränkt werden, wenn in einer Stadt binnen 14 Tagen die Zahl der Neuinfektionen über 500 je 100.000 Einwohner liegt, mindestens zehn Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und die Intensivbetten zu mehr als 35 Prozent mit Corona-Patienten belegt sind. Gelten soll die Regelung nur für Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern.

+++ 09:19 500 Rumänen im Kreis Dithmarschen zu Tests aufgerufen +++
In der Dithmarscher Kleinstadt Wesselburen sind rund 500 Rumänen zu freiwilligen Corona-Tests aufgerufen. In Wesselburen leben rund 3400 Menschen. Sämtliche aktuellen 28 Coronafälle betreffen nach Angaben des Bürgermeisters Heinz-Werner Bruhs die rumänische Gemeinschaft. Viele rumänische Mitbürger lebten als Großfamilien in sehr beengten Verhältnissen, sagte Bruhs. Es sei notwendig, ein klares Bild zu gewinnen, wie viele tatsächlich mit Corona infiziert seien. Die Kreisverwaltung Dithmarschen hat zu den Tests auf dem Gelände einer Arztpraxis in Wesselburen aufgerufen.

+++ 09:02 "Le Parisien": "Wir waren im Sommer unbekümmert" +++
Angesichts der rasant ansteigenden Infektionszahlen in Frankreich kommentiert die Zeitung "Le Parisien" die Sorglosigkeit der Franzosen nach der ersten Welle. "Alle wollten am 11. Mai glauben, dass das Ende der Ausgangsbeschränkungen die Rückkehr zu einem normalen Leben bedeutet. (...) Wir waren den ganzen Sommer über unbekümmert, haben das Leben wiederentdeckt und die Wirtschaft unseres Landes etwas angekurbelt. Aber das Virus war weiter im Umlauf. Schneller und tückischer als vorher? Das ist schwer zu sagen, denn im Frühjahr gab es quasi keine Tests."

+++ 08:43 Mehr als 13 Prozent der Tests in Israel positiv +++
Knapp zwei Wochen nach Beginn eines Lockdowns hat die Zahl der Neuinfektionen in Israel einen Rekord erreicht. Laut Gesundheitsministerium sind am Vortag 8919 neue Fälle registriert worden. Die Zahl der Schwerkranken liegt mit 810 weiterhin oberhalb einer von Experten als kritisch für eine Überlastung des Gesundheitssystems bezeichneten Marke. Von allen am Mittwoch gemachten Tests fielen 13,6 Prozent positiv aus. Die Pandemie ist in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

+++ 08:20 Belgien, Island, Teile Irlands - für diese Regionen gelten Warnungen +++
Die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts vom März ist aufgehoben, doch für die meisten Länder der Welt gilt sie dennoch weiterhin. Weil ab sofort wieder die Praxis gilt, dass jedes Land einzeln durch das Robert-Koch-Institut (RKI) bewertet wird, müssen sich Reisende auf der Website des Auswärtigen Amtes auf dem Laufenden halten, ob für ihr Zielland eine Warnung gilt. Für Zielländer in Europa hat ntv.de einen Überblick über aktuelle Reisewarnungen erstellt:

+++ 08:09 Moderna-Chef: Corona-Impfstoff nicht bis zur US-Wahl verfügbar +++
Der vom US-Biotech-Unternehmen Moderna entwickelte potenzielle Covid-19-Impfstoff wird nicht bis zur US-Präsidentschaftswahl einsatzbereit sein. Moderna-Chef Stéphane Bancel sagte im Gespräch mit der "Financial Times", dass es bis ins nächste Jahr hinein dauern könnte, bis der Impftstoff-Kandidat aus seinem Haus zur Verfügung steht. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Entwickler von Corona-Impfstoff-Kandidaten gedrängt, die Impfstoffe bis zum Wahltermin auf den Markt zu bringen.

+++ 07:44 Fitnessstudios rechnen erst 2023 mit Erholung +++
Deutschlands Fitnessstudios haben nach eigener Einschätzung noch jahrelang mit den Folgen von Corona-Schließungen in diesem Frühjahr zu kämpfen. Erst Ende 2022 oder Anfang 2023 werde voraussichtlich das Vorkrisenniveau erreicht, sagt die Präsidentin des Fitnessstudioverbandes DSSV, Birgit Schwarze, der dpa. Auch die Kölner Fitnessmesse Fibo findet dieses Jahr nur als Online-Version statt - also ohne Publikum vor Ort. Normalerweise tummeln sich bei der Fibo Zehntausende Besucher in den Kölner Messehallen. Wegen der Pandemie mussten die Fitnessstudios von Mitte März bis Mitte Mai oder Anfang Juni schließen, der Zeitraum war je nach Bundesland unterschiedlich.

+++ 07:27 Überblick - Das sind alle Risikogebiete in Europa +++
Insgesamt hat das RKI Regionen in zehn EU-Staaten zu Risikogebieten erklärt. Dazu gehören auch Teile von Großbritannien - nämlich ganz Nordirland und Wales. In Irland wurde das Grenzgebiet zu Nordirland derart eingestuft. In Frankreich gilt die Einstufung als Risikogebiet für den größten Teil des Landes - ausgenommen der Region Grand-Est. Auch diverse Gebiete in Osteuropa gelten neu als Risikogebiete: in Ungarn die Regionen Csongrad, Vas sowie Pest mit der Hauptstadt Budapest. In Rumänien wurden die Regionen Alba und Cluj auf die Liste gesetzt, in Slowenien die Region Koroska. In Estland wurde die Region Idu-Viru als Risikogebiet eingestuft, in Litauen die Region Siauliu.

+++ 06:45 RKI: R-Werte liegen seit zwei Wochen meist über kritischem Wert +++
Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert aktuell bei 1,00 (Vortag: 1,03). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. Der einfache R-Wert ist zwar am Mittwoch von 1,12 am Vortag auf 0,96 gesunken. Aber: "Die berichteten R-Werte lagen seit der zweiten Septemberwoche überwiegend über 1", schreibt das RKI. "Auch wenn heute die R-Werte etwas niedriger sind, muss die Entwicklung weiter beobachtet werden."

+++ 06:16 DIHK: Weltweiter Warenverkehr bricht massiv ein +++
Der weltweite Verkehr von Gütern und Waren ist einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise massiv eingebrochen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf den aktuellen Außenwirtschaftsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Der Report basiere auf einer Umfrage unter den einzelnen Industrie- und Handelskammern (IHKs), die mehr als 500.000 Mitgliedsunternehmen mit Aktivitäten im Ausland organisierten und für die Ausstellung von Dokumenten für den internationalen Warenverkehr zuständig seien.

+++ 05:37 Hunderttausende Gastro-Minijobs sind weg +++
Im Zuge der Corona-Pandemie sind im Gastgewerbe bis Ende Juni rund 325.900 Minijobs weggebrochen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von fast 36 Prozent, wie aus Daten der Minijobzentrale hervorgeht. Fast 184.000 Minijobs gingen demnach allein in Restaurants und anderen Gaststätten verloren. Das Gastgewerbe war von den Corona-Einschränkungen vor allem im Frühjahr besonders betroffen. Allein zwischen März und Juni verzeichnete die Branche nach Angaben des Dehoga-Verbandes Umsatzeinbußen von 17,6 Milliarden Euro.

+++ 04:55 Schweden kippt Besuchsverbot in Altenheimen +++
Schweden schafft eine seiner striktesten Corona-Auflagen ab: Seit Anfang April durften Angehörige ihre Familienmitglieder nicht mehr in Seniorenheimen besuchen - nun wird es wieder erlaubt. Von den rund 3400 zwischen Januar und Mai in Schweden registrierten Todesfällen durch das Coronavirus war fast die Hälfte auf Altenheime entfallen. Ende April hatte Gesundheitsministerin Lena Hallengren in dem Zusammenhang von einem "Versagen der Gesellschaft als Ganzes" gesprochen. Kritiker hatten die Arbeitsbedingungen in den Heimen mit für die hohen Zahlen verantwortlich gemacht: Viele ungelernte Mitarbeiter arbeiten unter prekären Bedingungen und können es sich wegen drohender Lohnausfälle nicht leisten, bei leichten Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

+++ 03:58 Indien lässt Schulen wieder öffnen +++
In Indien können trotz weiter steigender Infektionszahlen bald Schulen, Kinos und Schwimmbäder wieder öffnen. Die Entscheidung werden den Regierungen der indischen Bundesstaaten und Territorien überlassen, teilt das Innenministerium mit. Schüler sollen aber nicht dazu gezwungen werden, zur Schule zu gehen. In den indischen Kinos sollen künftig nur die Hälfte der Sitzplätze belegt werden, in den Schwimmbädern sollen wieder trainiert werden dürfen. In Indien wurden bislang offiziell mehr als 6,2 Millionen Corona-Infektionen registriert - nur in den USA gibt es mehr bekannte Fälle. Mehr als 97.000 Menschen an Covid-19 sind gestorben.

+++ 03:02 Lateinamerika verlor 34 Millionen Arbeitsplätze durch Pandemie +++
Mindestens 34 Millionen Menschen in Lateinamerika und der Karibik haben wegen der Pandemie im ersten Halbjahr 2020 ihre Jobs verloren. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur Lage in neun Ländern. Die UN-Organisation warnt vor einer beispiellosen Krise der Arbeitsmärkte und "einem drastischen Schrumpfen von Erwerbstätigkeit, Arbeitszeit und Einkommen." Lateinamerika und die Karibik sind demnach die Weltregion mit dem größten prozentualen Rückgang bei Arbeitszeit und Arbeitseinkommen. Die Beschäftigungsquote - der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung - fiel im ersten Quartal 2020 auf einen "historischen Tiefstand" von 51,1 Prozent.

+++ 02:21 Über 1000 neue Tote in Brasilien +++
Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden 1031 weitere Todesfälle und 33.413 Neuinfektionen. Damit verzeichnet das lateinamerikanische Land insgesamt 143.952 Todesopfer und über 4,81 Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle.

+++ 01:33 Bundeswehr-Hilfe abgelehnt: Kramp-Karrenbauer kritisiert Berliner Bezirk +++
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die ablehnende Haltung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg gegen Hilfe der Bundeswehr zur Nachverfolgung von Kontakten bei Corona-Infizierten kritisiert. Das berge die Gefahr, eine Verschärfung der Lage für ganz Berlin zu riskieren, sagte die CDU-Chefin dem "Tagesspiegel". Sie sieht "ideologische Gründe". Überall sonst werde die Hilfe der Soldatinnen und Soldaten dankbar angenommen. In elf Berliner Bezirken kommen bereits Soldaten zum Einsatz, die bei der oft telefonischen Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten oder in Teams für Tests eingesetzt werden. Zu den bisher 60 Soldatinnen und Soldaten sollen noch einmal 180 dazukommen.

+++ 00:29 Pauschale Reisewarnung für Nicht-EU-Länder aufgehoben +++
Nach mehr als einem halben Jahr hebt die Bundesregierung die pauschale Reisewarnung wegen der Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union auf. Jedes Land der Welt wird nun einzeln bewertet - so wie bisher bereits die Länder der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums. Eine Reisewarnung wird nur noch Länder und Regionen ausgesprochen, die den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschreiten. Das betrifft derzeit mehr als 130 Länder ganz oder teilweise.

+++ 23:51 Krise treibt Argentinier in die Armut +++
Durch die Pandemie hat die Armut in Argentinien deutlich zugenommen. In dem einst reichen Land leben inzwischen 40,9 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze, wie die Statistikbehörde mitteilt. Das sind 5,5 Prozentpunkte mehr als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres. 10,5 Prozent der Menschen leben demnach in extremer Armut. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, hatte die Regierung bereits Mitte März recht strenge Ausgangsbeschränkungen erlassen, die zumindest im Großraum Buenos Aires noch immer gelten. Die harten Restriktionen trafen auch die Wirtschaft, vor allem informell Beschäftigte können seit Monaten nicht ihrer Arbeit nachgehen.

+++ 22:55 Auswärtiges Amt nimmt Reisewarnung für Belgien vorübergehend wieder von der Seite +++
Kurz nachdem das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für ganz Belgien ausgesprochen hat, ist der Hinweis am Abend wieder von der Website des Ministeriums verschwunden. Ein Sprecher des Ministeriums begründet das damit, dass das Robert Koch-Institut Belgien noch nicht offiziell als Corona-Risikogebiet ausgewiesen habe. Die Entscheidung sei aber gefallen und die Reisewarnung werde in Kürze wieder eingestellt. Auch der deutsche Botschafter in Brüssel, Martin Kotthaus, hatte die Reisewarnung für ganz Belgien auf Twitter bereits bestätigt.

+++ 22:21 Frankreich: Wieder deutlich mehr als 10.000 Neuinfektionen, 135 neue Intensivpatienten +++
In Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen wieder auf mehr als 10.000 gestiegen. Die Gesundheitsbehörden melden 12.845 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am Dienstag waren nur gut 8000 Neuinfektionen registriert worden - das war nur noch die Hälfte des Höchststandes von mehr als 16.000 in der vergangenen Woche. Sorge bereitet den französischen Behörden derzeit auch die steigende Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen: Landesweit wurden binnen 24 Stunden 135 Patienten neu aufgenommen. Damit liegen derzeit in Frankreich mehr als 1230 Erkrankte auf Intensivstationen.

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+++ 21:49 Spahn: Impfstoff "so schnell wie noch nie in Menschheitsgeschichte" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist zuversichtlich, dass schon bald ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen wird. "Was Stand heute jedenfalls optimistisch stimmt, ist, dass wir wahrscheinlich so schnell wie noch nie in der Menschheitsgeschichte einen Impfstoff bei einem neuen Virus haben werden", sagt Spahn gegenüber ntv und RTL. Es gebe mehrere vielversprechende Ansätze. "Daher rechne ich, wenn es nicht noch Rückschläge gibt, Anfang nächsten Jahres mit einem Impfstoff", so Spahn. Da nicht für die gesamte Bevölkerung auf einmal sofort Impfstoff zur Verfügung stehen werde, müsse man anfangs priorisieren. Wie eine solche Priorisierung aussehen soll, müsste nun ausgearbeitet werden: "Ich möchte, dass das gut auch ethisch fundiert ist, damit es Akzeptanz hat."

+++ 21:41 Bundesregierung spricht Reisewarnung für ganz Belgien aus +++
Die Bundesregierung spricht wegen steigender Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung. Das geht aus den am Abend aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor. In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

+++ 21:22 Spanien beschließt Abriegelung Madrids und weiterer Städte +++
Die spanische Zentralregierung hat ungeachtet des Widerstands mehrerer Landesregionen die Abriegelung von Großstädten im Falle hoher Corona-Infektionszahlen angekündigt. "Die Anordnung wird mit Veröffentlichung im Amtsblatt in den nächsten Tagen in Kraft treten", sagt Gesundheitsminister Salvador Illa. Nach den aktuell vorliegenden Zahlen wären von den Abschottungsmaßnahmen Madrid und neun weitere Städte im Großraum der Hauptstadt betroffen, so Illa. Der Anordnung zufolge sollen Bewegungsfreiheit und soziale Kontakte immer dann eingeschränkt werden, wenn in einer Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern die 14-Tage-Inzidenz über 500 Neuinfektionen liegt, mindestens zehn Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und die Betten auf Intensivstationen zu mehr als 35 Prozent mit Corona-Patienten belegt sind.

+++ 20:43 Wieder mehr als 2000 Neuinfektionen in Deutschland, Intensiv-Fallzahl steigt +++
Die Gesundheitsämter der Bundesländer melden den dritten Tag in Folge mehr als 2000 neu festgestellte Corona-Infektionen. Nach den von ntv.de erfassten und zusammengeführten Angaben haben sich binnen 24 Stunden 2128 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Damit gelten aktuell 25.288 Menschen offiziell als aktive Träger des Virus. Insgesamt fast 256.000 Menschen haben Covid-19 überstanden, diese Werte sind jedoch teilweise vom RKI geschätzt. Allerdings zeichnet sich ein Anstieg bei den aktuell intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit 355 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 195 davon werden beatmet. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 293 (159 beatmet) gelegen, in der Woche davor bei 233 (128 beatmet). Rund 8700 der rund 30.700 registrierten Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, mau/no/jug/rts/dpa/AFP