Panorama

Kampfmittelräumdienst rückt an 16-Jährige bringt Granate in den Unterricht

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Noch immer tauchen zahlreiche Tonnen Weltkriegsmunition in Deutschland auf.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Thema des Schulprojekts ist "Vergangenheit". Eine 16-Jährige möchte hierfür Anschauungsmaterial in den Unterricht mitbringen. Das Fundstück der Schülerin löst eine Evakuierung des gesamten Gebäudes aus.

Eine Schülerin aus Beckum im Münsterland hat eine Brandgranate aus dem Zweiten Weltkrieg als Anschauungsobjekt für ein Projekt in die Schule mitgebracht - und damit die Räumung des Gebäudes und die Absage eines Elternsprechtags verursacht. Die Jugendliche hatte die 1943 von ihrem Großvater auf einem Acker gefundene Granatenhülle für das Schulprojekt "Vergangenheit" eingesteckt und in der Schule ihrer Lehrerin gezeigt, wie die Polizei in Warendorf mitteilte.

Da zunächst unklar war, um was es sich genau handelte und wie gefährlich das ominöse Mitbringsel der Jugendlichen war, wurde die Real- und Sekundarschule evakuiert und der Elternsprechtag abgesagt. Ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes fand später heraus, dass es sich um einen ungefährlichen Blindgänger handelte. Einkassiert hat ihn der Fachmann dennoch.

Der Großvater der Schülerin hatte die Hülle der Brandgranate in einer Scheune gelagert. Wegen des Schulprojektes nahm die Jugendliche sie dann ohne Wissen des Mannes mit in die Schule.

Quelle: ntv.de, lda/dpa/AFP