Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:17 Israels dritter Lockdown zeigt Wirkung +++

Die israelische Regierung hat am 27. Dezember 2020 zum dritten Mal einen Teil-Lockdown verhängt und dieser zeigt nun Wirkung. Seit dem 16. Januar sinken die täglichen Neuinfektionen im 7-Tage-Schnitt. Laut den Maßnahmen ist es mitunter verboten, sich bei Menschen aufzuhalten, die nicht zur Kernfamilie gehören. Die Menschen dürfen sich nur noch in Ausnahmefällen mehr als 1000 Meter von ihren Wohnorten entfernen. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 130 Euro.

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+++ 16:52 Biontech stellt Spezialspritzen für Extra-Impfstoffdosis zur Verfügung +++
Insgesamt will Biontech nach eigenen Angaben 50 Millionen Spezialspritzen liefern, mit denen eine zusätzliche Dosis aus dem Impfstoffbehälter gezogen werden kann. Das Unternehmen erklärt, die Nadeln würden zum Selbstkostenpreis weiterverkauft. Das Angebot richte sich an alle Länder weltweit. Wegen der Lieferknappheit beim Impfstoff dürfen in der EU aus der eigentlich mit fünf Impfdosen befüllten Ampullen sechs Portionen gezogen werden. Um den dafür ausreichenden Überschuss zu bekommen, sind Feindosierungsspritzen notwendig.

+++ 16:31 Brandenburg und Rheinland-Pfalz verschieben Impftermine +++
Wegen der verringerten Belieferung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer müssen in rheinland-pfälzischen Impfzentren die geplanten Erstimpfungen ab Mittwoch um jeweils drei Wochen verschoben werden. Sie finden dann am 17. Februar beziehungsweise den jeweils darauf folgenden Tagen statt, wie SPD-Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mitteilte. Alle Betroffenen würden per Mail oder Post unterrichtet. Ähnlich geht es tausenden Impfkandidaten in Brandenburg, wie der rbb unter Berufung eines Sprechers der Kassenärztlichen Vereinigung berichtet. Die Erstimpfungen in den Impfzentren in Potsdam, Cottbus und Schönefeld könnten laut dem Sprecher in den kommenden beiden Wochen nicht stattfinden.

+++ 16:09 Britische Corona-Variante auch in Skandinavien immer häufiger +++
Die zuerst in Großbritannien aufgetretene Covid-19-Variante kommt auch in Dänemark immer häufiger vor. Wie das Staatliche Serum-Institut des Landes mitteilte, wurde in der zweiten Januarwoche bei sieben Prozent der analysierten Proben die britische Virusvariante B.1.1.7 festgestellt. In der ersten Januarwoche waren es 4,1 Prozent gewesen. Insgesamt sei die Variante seit November 2020 in 464 Fällen nachgewiesen worden. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl weitaus höher liegt, weil bis dahin nur ein Fünftel der positiven Proben auf die britische Variante hin geprüft wurde.

+++ 15:47 Fauci: Informationspolitik der Trump-Regierung kostete Leben +++
Der renommierte Corona-Experte Anthony Fauci geht mit der Informationspolitik der abgewählten Trump-Regierung in der Pandemie hart ins Gericht. Der Mangel an Aufrichtigkeit habe "sehr wahrscheinlich Leben gekostet", sagte Fauci heute im Nachrichtensender CNN. Es sei "eindeutig nicht hilfreich" gewesen, über Dinge zu sprechen, "die medizinisch und wissenschaftlich" keinen Sinn ergeben. Fauci war am Anfang der Corona-Krise auch häufig bei Auftritten von Präsident Donald Trump dabei, verlor dann aber massiv an Einfluss, während der Präsident die Schwere der Pandemie herunterspielte.

+++ 15:28 Erste Hausarztimpfung in Mecklenburg-Vorpommern +++
In Mecklenburg-Vorpommern führen erste Hausarztpraxen Corona-Impfungen durch. Zunächst sind acht Hausärzte in einer ersten Testphase in Zusammenarbeit mit Impfzentren dabei, wie ein Sprecher des Landkreises Nordwestmecklenburg nun sagte. Die Mediziner hätten zuvor in mobilen Impfteams mitgewirkt und seien im Umgang mit dem Impfstoff geschult. Einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" zufolge hatte es am Donnerstag in einer Hausarztpraxis in Neuburg bei Wismar erste Corona-Impfungen für Senioren gegeben. Mecklenburg-Vorpommern hat mit 2,93 Prozent die bundesweit höchste Impfquote.

+++ 15:10 Italien will Pfizer wegen Lieferverzögerungen verklagen +++
In manchen EU-Ländern wächst der Unmut über Verzögerungen bei der Lieferung von Corona-Impfstoffen des US-Konzerns Pfizer. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte heute: "Wir werden das Unternehmen um eine Klärung bitten." Kritik an dem Biontech-Partner kommt vor allem aus Italien und Tschechien. Italien droht Pfizer sogar mit juristischen Schritten. Der amerikanische Pharmariese hatte zuletzt einen Ausbau der Fertigung angekündigt. Dieser Schritt werde die Impfstofflieferungen zunächst verlangsamen, um dann in einigen Wochen eine höhere Produktion zu ermöglichen. Daraufhin hatten sich sechs EU-Staaten bei der Kommission darüber beschwert.

+++ 14:53 Schnelltests sollen für ärmere Länder nur noch die Hälfte kosten +++
Um ärmeren Ländern mehr Corona-Schnelltests zu ermöglichen, sollen diese um die Hälfte billiger werden. Die Initiative zur Beschaffung von Medikamenten für bedürftige Länder (Unitaid) und die Stiftung für innovative Diagnostik würden dafür sorgen, dass die Tests künftig für 2,50 Dollar und nicht mehr wie bisher für fünf Dollar (4,12 Euro) angeboten werden könnten, teilte Unitaid-Sprecher Hervé Verhoosel bei einer UN-Pressekonferenz in Genf mit.

+++ 14:40 Niedersachsen entschuldigt sich für Impfbriefe an Tote +++
Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann von der SPD hat sich dafür entschuldigt, dass Info-Schreiben des Ministeriums über Corona-Impfungen auch an Verstorbene verschickt worden sind. "Ich bitte die Angehörigen, die sich da verletzt fühlen, um Entschuldigung", sagte Reimann heute im Landtag in Hannover. Bei rund 210.000 verschickten Schreiben, für die die Post eigene unvollständige Adressenlisten nutzte, hätten sich einzelne Fehler nicht vermeiden lassen. Auch SPD-Ministerpräsident Stephan Weil bat um Nachsicht. Beim Versuch, eine große Zahl von Menschen mit Informationen über eine Impfung persönlich und schnell zu erreichen, könne es auch zu Fehlern und Pannen kommen.


+++ 14:25 Hongkong verhängt erstmals Ausgangsbeschränkungen +++
Für tausende Hongkonger gelten erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie Ausgangsbeschränkungen. Nach einem Anstieg der Fälle in Vierteln, in denen besonders prekäre Wohnverhältnisse herrschen, verhängte die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone dort eine ab Samstagmitternacht (Freitag MEZ) geltende Ausgangssperre, wie die "South China Morning Post" berichtete. Nur wer einen negativen Corona-Test vorweisen könne, dürfe seine Wohnung verlassen. Betroffen sind den Angaben zufolge rund 150 Wohnblöcke mit bis zu 9000 Menschen. 1700 Polizisten würden die neue Regelung überwachen

+++ 14:14 Kanzleramtschef zuversichtlich über Rückkehr zur Normalität im Sommer +++
Kanzleramtschef Helge Braun von der CDU hat sich trotz angespannter Corona-Lage optimistisch über eine Rückkehr zum normalen Leben im Sommer geäußert. Dafür müssten Fallzahlen schnell gesenkt werden und mit guter Kontrolle über das Infektionsgeschehen könne man schrittweise die Beschränkungen lockern. "Der Frühling macht es uns einfacher, und es kommen immer mehr Impfungen hinzu. Wir könnten im Sommer zu unserem normalen Leben zurückkehren", sagte Braun dem "Spiegel".

+++ 13:59 Herzkranker 73-Jähriger hat kein Recht auf vorzeitige Impfung +++
Trotz schwerer Herzkrankheit hat ein 73-jähriger Mann aus Niedersachsen nach einem Gerichtsbeschluss keinen Anspruch auf eine sofortige Impfung gegen das Coronavirus. Er hatte argumentiert, dass er wegen seiner Vorerkrankung ein besonders hohes Risiko habe, schwer an Covid-19 zu erkranken oder gar zu sterben. Das Sozialgericht Oldenburg wies den Eilantrag aber zurück. Gesetzgeber und Regierung hätten abgewogen und entschieden, die verletzlichste Personengruppe zuerst durch eine Impfung zu schützen, befanden die Richter. Dazu zählen laut Corona-Impfverordnung Menschen über 80 Jahre, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und besonders gefährdetes Medizin- und Pflegepersonal. Weil Impfstoff noch knapp sei, sei es nicht zu beanstanden, dass zunächst diese Gruppe geimpft werde.

+++ 13:43 St. Moritz hebt generelle Maskenpflicht wieder auf +++
Im Schweizer Nobelskiort St. Moritz sind seit Wochenbeginn geltende zusätzliche Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus aufgehoben worden. "Die Testaktion war erfolgreich", sagte ein Sprecher des Kantons Graubünden. Damit sind nun nach mehrtägiger Pause die Schulen und die Skischulen wieder geöffnet sowie die generelle Maskenpflicht aufgehoben. Aufgrund der Vorgaben des Bundes sind Restaurants und Geschäfte allerdings wie sonst auch in der Schweiz geschlossen. Bei Tests in Hotels war eine mutierte Corona-Variante aufgefallen. Sofortige umfangreiche Tests bei rund 3200 Gästen, beim Personal und Bürgern hätten gezeigt, dass 53 Menschen infiziert seien. 31 von ihnen - ausschließlich Hotelpersonal - trugen einen mutierten Virus der südafrikanischen oder britischen Variante. Dank der Schutzkonzepte habe es keine Übertragung auf Gäste gegeben.

+++ 13:22 Biden verspricht bedürftigen Familien rasche Hilfen +++
US-Präsident Joe Biden will die Corona-Hilfen für bedürftige Familien beschleunigen und Lebensmittelhilfen für Kinder erhöhen, die auf die Speisung in den nun häufig geschlossenen Schulen angewiesen sind. Zwei entsprechende Dekrete will er im Laufe des Tages unterzeichnen. Biden hat ein Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar vorgeschlagen und versucht nun, die Belastung der Bevölkerung zu verringern. Die Pandemie und die daraus resultierende Rezession treffen die US-Bürger schwer. Rund 16 Millionen Menschen erhalten Arbeitslosenhilfe, etwa 29 Millionen haben nicht genügend zu essen. Frauen, Angehörige von Minderheiten und Beschäftigte mit geringen Einkommen insbesondere im Dienstleistungssektor sind besonders betroffen.

+++ 13:08 Knapp ein Drittel mehr Sterbefälle in Woche über Weihnachten +++
Ende vergangenen Jahres sind in Deutschland laut Statistischem Bundesamt fast ein Drittel mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Nach vorläufigen Ergebnissen gab es in der 52. Kalenderwoche (21. bis 27. Dezember 2020) mindestens 24.470 Todesfälle. Das sind 31 Prozent oder 5832 Fälle mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, wie das Amt mittelte. Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind, lag laut Robert-Koch-Institut (RKI) in der 52. Kalenderwoche bei 5040. In der Vorwoche hatten die Sterbefallzahlen nach aktuellem Stand 26 Prozent über dem Vorjahresdurchschnitt gelegen.

+++ 12:44 Brasilianische Mutante erstmals in Deutschland nachgewiesen +++
Erstmals ist in Deutschland ein Nachweis der in Brasilien kursierenden Corona-Variante bekannt geworden. Die Mutante sei bei einem Reiserückkehrer in Hessen entdeckt worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose. Klose zufolge handelt es sich um den ersten Nachweis in Deutschland. Auch dem Robert-Koch-Institut (RKI) war am Freitag kein anderer Nachweis bekannt. Die Person sei am Donnerstag aus Brasilien in Frankfurt angekommen, erklärte die Virologin Sandra Ciesek. Im Labor sei bei einer PCR-Untersuchung die in Brasilien entdeckte Mutation nachgewiesen worden. Die Sequenzierung stehe noch aus.

+++ 12:18 Auch deutsche Fluggesellschaften verschärfen Maskenpflicht +++
Die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird auch in Flugzeugen deutscher Gesellschaften und Flughäfen verschärft. Ab dem 1. Februar müssen auch dort medizinische Masken oder solche mit der FFP2-Norm getragen werden, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mitteilte. Man habe den Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag entsprechend aufgegriffen. Einfache Stoffmasken sind dann ebenso ungenügend wie Gesichtsvisiere oder andere Bedeckungen wie Schals. Die Lufthansa-Gruppe einschließlich der Gesellschaften Austrian und Swiss passt ihre Vorschriften ebenfalls an, wie sie in Frankfurt mitteilte. Eine Befreiung von der Tragepflicht während des Fluges sei weiterhin nur mit negativem Covid-19-Test und einem ärztlichen Attest auf einem Lufthansa-Formblatt möglich.

+++ 11:55 Gesundheitsministerium gibt 25 Millionen Euro für Impf-Kampagne aus +++
Mit einer Kampagne werben Bundesgesundheitsministerium, Robert-Koch-Institut und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für Impfungen gegen das Coronavirus. Insgesamt 25 Millionen Euro sind für die von der Berliner Agentur Scholz & Friends konzipierte Kampagne "Deutschland krempelt die #Ärmelhoch" vorgesehen, wie eine Ministeriumssprecherin mitteilte. Mehr als 12 Millionen Euro der Kosten entfielen auf Plakate.

+++ 11:32 In EU noch keine Zulassung: Ungarn kauft russischen Impfstoff Sputnik V +++
Als erstes EU-Land kauft Ungarn den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V, obwohl dieser in der Europäischen Union bislang keine Zulassung hat. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden, teilte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Rande von Gesprächen in Moskau mit. Der Impfstoff solle in drei Tranchen geliefert werden, erklärt er in einem Video auf seiner Facebook-Seite. Details über das Volumen der Lieferungen würden später bekannt gegeben. Mit dem Einsatz von Sputnik V erhöhten sich die Chancen, dass die Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus in Ungarn gelockert werden können, sagte Szijjarto.

+++ 11:08 Amazon eröffnet in Seattle temporäre Impfklinik +++
Der weltgrößte Onlinehändler Amazon eröffnet am Firmensitz in Seattle eine vorübergehende Impfklinik. Noch am Sonntag sollten dort rund 2000 berechtigte Bürger gegen das Coronavirus geimpft werden, kündigt der US-Konzern an. Im US-Bundesstaat Washington können sich derzeit über 65-Jährige oder Menschen über 50 Jahre, die in Mehrgenerationen-Haushalten leben, impfen lassen. Logistikmitarbeiter von Amazon gehören bisher noch nicht zu den aktuell Berechtigten. Erst kürzlich hatte der Konzern dem neuen US-Präsidenten Joe Biden Hilfe im Rahmen des nationalen Impf-Vorhabens angeboten.

+++ 10:57 Marx: Feiertage führten nicht zu Anstieg bei Intensivpatienten +++
Weihnachten und Silvester haben in Deutschland zu keiner Verschärfung bei den schweren Fällen der Infektion mit dem Coronavirus geführt. Es sei auf den Intensivstationen der Krankenhäuser kein "Weihnachts- und Silvesterpeak" zu erkennen, sagte Divi-Präsident Marx weiter. Dies sei dem Verhalten der Bevölkerung zu verdanken. Laut Marx sind in Form einer sinkenden Zahl von Intensivpatienten erste positive Wirkungen des Lockdowns auf den Intensivstationen zu erkennen. Dennoch sei die Situation "weit weg von einer Entspannung". Frühestens im April erwarte er bei Fortsetzung der derzeit positiven Entwicklung ein Absinken auf unter 1000 Intensivpatienten - aktuell sind es laut Marx rund 4800 Fälle, von denen 2700 invasiv beatmet werden müssen.

+++ 10:45 Marx warnt vor "extremen Belastung der Intensivmedizin" +++
"Wir sind noch weit weg von einer Situation, in der man von einer Entspannung sprechen kann", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx. "Wir müssen also die Infektionszahlen weiter drastisch reduzieren." Sollte sich die mutierte Virusform weiter ausbreiten, würde dies zu einer "extremen Belastung der Intensivmedizin" führen.

+++ 10:37 Drosten: Mutante über Weihnachtstage eingeschleppt worden +++
Über die mutierte Form des Virus in Deutschland gibt es nach Aussage des Direktors des Instituts für Virologie der Charité Berlin, Christian Drosten, nach wie vor keine gesicherte Datenlage. "Ob es jetzt zunimmt, das ist schwer zu sagen", sagt Drosten in Berlin. Klar sei, dass die Mutante über die Weihnachtstage nach Deutschland eingeschleppt worden sei, im übrigen nicht nur aus Großbritannien.

+++ 10:22 Auch Wieler sieht "leicht positiven Trend" +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sieht in Deutschland einen "leicht positiven Trend" bei der Entwicklung der Corona-Pandemie. Derzeit würden die Zahlen der Neuinfektionen in den meisten Bundesländern sinken, sagte Wieler. Dies seien Erfolge des Lockdowns - es dürfe nun aber nicht nachgelassen werden.

+++ 10:16 Spahn: "Zahlen entwickeln sich in richtige Richtung +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt in der Pandemie zur Geduld: "Die Zahlen entwickeln sich in die richtige Richtung, aber sie sind noch auf einem zu hohen Niveau", sagt der CDU-Politiker. Auf den Intensivstationen gebe es zwar weniger Patienten, aber es existiere nach wie vor noch eine "ziemliche Belastung". Auch die Verbreitung der Mutationen müsse minimiert werden. Aber der Minister betont: "Es gibt Hoffnung."

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+++ 10:05 Rekord in Israel: 224.000 Impfungen an einem Tag +++
In Israel ist ein Rekord an Impfungen gegen das Coronavirus verzeichnet worden. Wie Gesundheitsminister Juli Edelstein bei Twitter schrieb, wurden am Vortag 224.000 Dosen verabreicht. Insgesamt erhielten in dem Land mit seinen neun Millionen Einwohnern seit dem 19. Dezember rund 2,4 Millionen Menschen eine erste und etwa 850.000 Menschen auch schon die zweite Impfung. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen wie in Israel. Hier erhielten bislang 1,3 Millionen Menschen eine Erst- und 78.000 Menschen eine Zweitimpfung (Stand 21. Januar). In Israel gibt es ausreichend Impfstoff. Die Regierung hat früh entsprechend viele Dosen bestellt. In einer Kooperation mit dem Unternehmen Pfizer stellt das Land zudem im Gegenzug für Impfstofflieferungen Datenmaterial zur Verfügung. Experten führen den Erfolg der Impfkampagne auch auf das starke und digitalisierte öffentliche Gesundheitssystem zurück.

+++ 09:36 Plant britische Regierung 500 Pfund für alle Positiven? +++
Die britische Regierung hat nach den Worten von Umweltminister George Eustice nicht entschieden, ob sie denjenigen Bürgern Geld zahlt, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Mehrere Zeitungen haben berichtet, all denjenigen, die positiv getestet seien, könnten 500 Pfund gezahlt werden, um sie zur Selbstisolation zu bewegen. Hintergrund sei, dass etliche Menschen mit Symptomen sich nicht testen lassen wollten, weil sie im Fall eines positiven Ergebnisses nicht in Isolation, sondern weiter zur Arbeit gehen wollten. Dazu wolle er sich im einzelnen nicht äußern, sagt Eustice. Die Regierung ziehe solche Schritte aber in Betracht. "Eine Entscheidung ist nicht getroffen worden, aber es ist eine dynamische und sich rasch entwickelnde Lage der Pandemie."

+++ 09:10 Gedenkfeier für Pandemie-Opfer nach Ostern geplant ++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will nach Ostern in Berlin eine zentrale Gedenkfeier für die Toten im Zusammenhang mit der Pandemie in Deutschland ausrichten. Gemeinsam mit den anderen Verfassungsorganen wolle er damit "ein Zeichen setzen, dass wir als Gesellschaft gemeinsam trauern, dass wir die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergessen", teilte das Bundespräsidialamt in Berlin mit. In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, wie das Robert-Koch-Institut mitteilte. Um bis dahin ein Zeichen des gemeinsamen Gedenkens zu setzen, rief Steinmeier zugleich alle Bürger zu einer Aktion "#lichtfenster" auf. Er ermunterte sie, von heute an ein Licht in ihre Fenster zu stellen und auch ein Bild davon mit dem Hashtag #lichtfenster in den sozialen Medien zu teilen.

+++ 08:45 Haseloff: Grenzen im Kampf gegen Pandemie fast erreicht +++
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff fürchtet, der Staat könnte im Kampf gegen die Pandemie bald am Ende seiner Möglichkeiten sein. "Es gibt eine überschaubare Zahl an Instrumenten, mit denen wir die Pandemie bekämpfen können. Und im Prinzip haben wir bald alle Register gezogen", sagte er gegenüber dem "Spiegel". Bis auf einen totalen Shutdown gäbe es nicht mehr viele Maßnahmen, die noch verfügt werden könnten. Ein Herunterfahren der Wirtschaft und ein Schließen der Grenzen lehne er ab. "Wir leben in einem offenen Europa", erklärte der CDU-Politiker. "Wir können uns nicht einfach abkoppeln wie etwa Neuseeland."

+++ 08:26 Giffey: Tests in Kinderbetreuung ausweiten +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey plädiert für eine Ausweitung von Tests auch in der Kinderbetreuung. "Ich glaube, es ist jetzt sehr wichtig, solange das Impfen noch nicht möglich ist, die Tests auszuweiten", sagte sie im ARD-"Morgenmagazin". Derzeit gebe es in der Kinderbetreuung vor allem freiwillige Tests. Nach der aktuellen Corona-Kita-Studie seien etwa 20 Prozent der Erzieher Corona-bedingt nicht am Kind. "Das ist eine hohe Zahl", bemerkte Giffey. Sie seien krank oder in Quarantäne.

+++ 08:05 EU arbeitet an einem gemeinsamen Impfpass +++
Die 27 EU-Staaten wollen an einem gemeinsamen Corona-Impfpass arbeiten - die Diskussion über mögliche Vorteile für Geimpfte jedoch erst später führen. "Wir denken, dass wir in der Lage sein sollten, uns auf gemeinsame Elemente zu verständigen, die in das Zertifikat für medizinische Zwecke aufgenommen werden", sagte EU-Ratschef Charles Michel nach Videoberatungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs. Zu einem späteren Zeitpunkt könne man schauen, ob und wie das Zertifikat noch anderweitig genutzt werden könne. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es jedoch unrealistisch, die Konsequenzen vollständig abzuschätzen.

+++ 07:39 Drosten rechnet im Frühjahr und Sommer nicht mit niedrigeren Fallzahlen +++
Laut dem Berliner Virologen Christian Drosten werden im Frühjahr und Sommer, wenn es wärmer wird, die Fallzahlen nicht sinken. "Dass wir 2020 einen so entspannten Sommer hatten, hatte wahrscheinlich damit zu tun, dass unsere Fallzahlen im Frühjahr unter einer kritischen Schwelle geblieben sind", sagt Drosten in einem Interview mit dem "Spiegel". Das sei inzwischen aber nicht mehr so. Er befürchtet, jetzt könnten die Fallzahlen wie in Spanien im Sommer nach Beendigung des Lockdowns wieder schnell steigen, obwohl es sehr heiß war. Wichtig ist es laut Drosten deswegen auch, den R-Wert weiter zu senken. Deutschland solle versuchen, durch die Verschärfungen des Shutdowns auf einen Wert von 0,7 zu kommen. "Dann halbieren sich die Fallzahlen in nur einer Woche, und man kann es schaffen, sie so stark zu senken, dass wir die Ausbreitung von B.1.1.7 stoppen oder uns zumindest einen Vorsprung verschaffen können", sagt Drosten.

+++ 07:13 Mathematiker: Sterberisiko bei Älteren mehr als verdoppelt +++
Corona ist für ältere Menschen besonders gefährlich. Genauer hat das nun ein Mathematiker analysiert: Mit zunehmendem Alter steigt nicht nur das Risiko, binnen eines Jahres zu sterben - bei Corona-Infizierten über 60 Jahren ist es demnach sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Gesunden im selben Alter. Und nicht nur das: Ab 60 Jahren wird für Infizierte der Abstand zwischen dem Risiko, an Corona zu sterben und dem allgemeinen Altersrisiko, das auch für Gesunde gilt, zunehmend schneller immer größer. Das hat der Stuttgarter Mathematik-Professor Christian Hesse auf Grundlage von Daten aus Deutschland und internationaler Studien zur sogenannten Infektionssterblichkeit errechnet. Das ist der Anteil der Corona-Toten unter allen Infizierten, ob getestet oder nicht. Dafür musste für eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung mit Blutproben der Immunstatus ermittelt werden, um auch frühere, unentdeckt gebliebene Corona-Infektionen festzustellen.

+++ 06:47 RKI meldet knapp 17.900 Neuinfektionen +++
In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) 859 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 50.642.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 17.862 Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor genau einer Woche hatte das RKI 22.368 Neuinfektionen verzeichnet. Der Höchststand von 33.777 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am 18. Dezember gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Morgen bei 115,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern bleiben jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 218,4 und Brandenburg mit 194,4. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,9. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.06.262 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.780.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:25 Patientenschützer: Sterbeort muss zentral erfasst werden +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert, dass bei Corona-Todesfällen auch der Sterbeort zentral erfasst wird. "Der Bundesgesundheitsminister muss endlich das Robert-Koch-Institut beauftragen, dazu eine tägliche Statistik zu veröffentlichen", sagte der Vorsitzende Eugen Brysch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es mangele an verlässlichen Daten und Fakten zum Sterbeort der Covid-19-Patienten. Hintergrund der Forderung ist die Beobachtung der Patientenschützer, dass viele Covid-19-Patienten derzeit nicht auf den Intensivstationen sterben. Das Durchschnittsalter auf den Intensivstationen sei mittlerweile teilweise auf unter 60 Jahre gesunken. "Doch der Anteil der über 70-Jährigen, die an und mit Covid-19 versterben, beträgt über 90 Prozent. Dieser Widerspruch ist besorgniserregend", so Brysch. Hinzu käme, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen zwar stetig sinke, die täglich gemeldete Zahl der Toten aber nicht in gleichem Maße. "Deshalb muss geklärt werden, warum so viele Hochbetagte und Pflegeheimbewohner die Kliniken gar nicht erst erreichen", forderte Brysch.

+++ 05:39 RKI meldet mehr als 50.000 Tote seit Pandemiebeginn +++

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI 859 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Morgen bekannt gab. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 50.642.

+++ 04:49 Bericht: Nach Pandemie kein Geld für Klimaschutz +++
Der Klimaschutz droht einem Bericht zufolge ein Opfer der Pandemie zu werden. Nur ein Bruchteil von staatlichen Investitionen für den Wiederaufbau nach der Pandemie sei für den Klimaschutz gedacht. Das geht aus dem Bericht des Globalen Zentrums für Anpassung an den Klimawandel in Rotterdam hervor. In den Wiederaufbau-Programmen seien viermal mehr "schmutzige" als "grüne" Maßnahmen vorgesehen, die den CO2-Ausstoß erhöhen würden. Ab Montag werden Regierungschefs, Wirtschaftsvertreter und Klimaschützer online an einer Konferenz in Amsterdam über Maßnahmen zum Schutz vor dem Klimawandel beraten.

+++ 03:42 Dreyer: Corona-Zuschuss für Hilfsbedürftige nötig +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer appelliert an die Bundesregierung, besonders hilfsbedürftige Menschen in der Corona-Krise finanziell zu unterstützen. Besonderes Augenmerk müsse Kindern, Alleinerziehenden, Älteren, Langzeitarbeitslosen und Behinderten gelten, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Diese Menschen seien besonders auf soziale Unterstützung angewiesen und hätten aufgrund der Pandemie zusätzliche finanzielle Sorgen. Ein Corona-Zuschuss könne auch steigende Ausgaben - etwa für Hygieneartikel - abfedern, argumentiert Dreyer.

+++ 02:46 Mittelstand protestiert gegen Homeoffice-Verordnung +++
Der Mittelstand kritisiert die geplante Homeoffice-Verordnung der Bundesregierung. Damit könne die Pandemie nicht eingedämmt werden, heißt es in einer Stellungnahme des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), über die die Funke Mediengruppe berichtet. "Zuerst sollte der Staat selbst demonstrieren, wie er seine Verwaltung im Homeoffice effizient organisiert und die nötigen Digitalisierungsvoraussetzungen schaffen, bevor er der deutschen Wirtschaft ein Bürokratiemonstrum aufzwingt", erklärte der BVMW.

+++ 01:07 Test bei Reise nach Frankreich wird auch für EU-Bürger Pflicht +++
Auch europäische Reisende müssen bei der Einreise nach Frankreich künftig einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser PCR-Test dürfe nicht älter als 72 Stunden sein, hieß es am späten Donnerstagabend nach einem EU-Videogipfel aus Élyséekreisen. Die Regelung gelte ab Sonntag um 0 Uhr. Ausnahmen seien für "essenzielle" Reisen vorgesehen - das betreffe vor allem Grenzgänger und den Warenverkehr. Ob noch weitere Reisegründe als Ausnahme gelten, war zunächst unklar.

+++ 23:56 20 Euro pro Stunde für Helfer bei Schnelltests in Heimen +++
Freiwillige Helfer sollen laut Bundesregierung bei der Abnahme von Corona-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen pro Stunde eine Vergütung von 20 Euro erhalten. Das sagte eine Regierungssprecherin der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Die Bundesagentur für Arbeit wird eine Webseite und eine Hotline schalten, über die sich Interessierte melden können", sagte sie. Nach Möglichkeit sollten die freiwilligen Helfer medizinische Vorkenntnisse oder Erfahrungen in einem pflegerischen Bereich mitbringen. Das sei aber nicht zwingend erforderlich. Sie werden zuvor in jedem Fall vom Deutschen Roten Kreuz oder einer anderen Hilfsorganisation geschult.

+++ 22:14 Ab Montag gilt in NRW neue Maskenpflicht - Kleine Kinder ausgenommen +++
Ab Montag müssen in Nordrhein-Westfalen OP-Masken, FFP2-Masken oder KN95-Masken in Bussen und Bahnen, Supermärkten, Arztpraxen und Gottesdiensten getragen werden. Das geht aus der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes hervor. "Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen", heißt es in der neuen Verordnung. Kinder bis zum Grundschulalter sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen. Wo man keine OP- oder FFP2-Maske tragen muss, gelten weitgehend die bisherigen Regeln für normale Alltagsmasken. Die muss man zum Beispiel weiter auf Spielplätzen benutzen.

+++ 22:01 Nordrhein-Westfalen meldet fast 4000 Neuinfektionen - Bremen unter 100 +++
Unter den Bundesländer meldet Nordrhein-Westfalen mit 3961 heute die meisten Neuinfektionen. Dahinter folgt Bayern mit 2671 neuen Fällen. Außerdem melden fünf weitere Bundesländer mehr als 1000 Neuinfektionen: Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen und Sachsen. Auffällig bei Sachsen: Der Tageszuwachs ist fast auf dem Niveau des Sieben-Tage-Schnitts. Am wenigsten neue Fälle meldet mit 92 die Freie Hansestadt Bremen.

+++ 21:49 US-Präsident Biden stellt nationale Covid-Strategie vor +++
US-Präsident Joe Biden stellt seine nationale Covid-Strategie vor. Der Plan in der schriftlichen Form umfasst etwa 200 Seiten "Die Dinge werden schlimmer werden, bevor sie besser werden", sagt Biden in einer Ansprache. Vermutlich werde die Zahl der Toten in den USA im kommenden Monat die Marke von 500.000 übertreffen.

+++ 21:17 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Mehr als 18.000 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.099.214 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 18.349 neue Fälle hinzu - allerdings fehlen die Daten aus Schleswig-Holstein, von wo noch keine aktuellen Fallzahlen vorliegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 875 auf 50.390. Als aktuell infiziert gelten rund 277.000 Personen.

Ergänzung 21.28 Uhr: Mittlerweile hat auch Schleswig-Holstein Zahlen vorgelegt. Damit gibt es insgesamt 18.872 neue Fälle - 4206 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Und sogar 9854 Fälle weniger als an Heiligabend vor vier Wochen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 893 auf 50.408.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,84 angegeben (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 84 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,93 (Vortag: 0,87). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4787 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2725 davon werden beatmet. Rund 4200 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:56 Frankreich schließt weiteren Lockdown nicht aus +++
Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran schließt einen weiteren Lockdown nicht aus, sollte sich die Lage weiter verschlechtern. Die Regierung werde zudem an öffentlichen Orten medizinische Masken vorschreiben, da Stoffmasken keinen ausreichenden Schutz böten.

+++ 20:38 R-Wert in Deutschland bleibt weiter unter 1,0 +++
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,84 angegeben (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 84 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,93 (Vortag: 0,87). Bei einem R-Wert unter 1,0 geht das RKI davon aus, dass die Fallzahlen insgesamt zurückgehen und die exponentielle Ausbreitung des Virus verhindert werden kann. Ein Wert über 1,0 ist vor allem dann problematisch, wenn sich die Zahl der Neuinfektionen zugleich auch wieder auf einem höheren Niveau bewegt.

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Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa/AFP