Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:25 Spahn: Maßnahmen werden Zug um Zug fallen +++

Die Corona-Maßnahmen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn langfristig aufgehoben werden, auch wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen ungeimpft bleibt. Wenn alle ein Angebot zur Impfung bekommen hätten, sehe er "Zug um Zug die Maßnahmen immer weiter fallen und zurückgehen, bis wir wieder in einem Alltag sind, so wie er vorher war", sagte der CDU-Politiker bei einer Online-Frage- und Diskussionsrunde mit Bürgern und Experten. Wenn jemand sage, für ihn gebe es dieses Virus nicht oder er sehe das anders mit den Risiken, "der kann ja nicht erwarten, dass wir alle dann Maske tragen, um ihn zu schützen". Spahn sprach von einer Übergangsphase. Bestimmte Dinge, wie etwa eine Maskenpflicht in engen Räumen oder der U-Bahn, könnten "durchaus noch für den nächsten Winter eine Maßnahme sein", das würde er weder ausschließen noch jetzt schon ankündigen. "Aber die allermeisten Dinge, die wirklich nerven, die werden wir dann hinter uns lassen können und auch müssen."

+++ 17:16 Papst für Aussetzung von Patenten bei Impfstoffen +++
In der Debatte um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe hat sich Papst Franziskus für die vorübergehende Aussetzung der Rechte am geistigen Eigentum ausgesprochen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche äußerte sich in einer Videobotschaft, die der Vatikan veröffentlichte. Darin warnt der 84-Jährige vor zu viel Nationalismus in der Corona-Krise: "Es ist ein geschlossener Nationalismus, der zum Beispiel einen Internationalismus der Impfstoffe verhindert." Franziskus äußerte sich in dem aufgezeichneten Video für ein Benefizkonzert "Vax Live" bei Los Angeles, das bereits vor einigen Tagen stattfand.

+++ 16:52 Von der Leyen: Grünes Impfzertifikat kann wohl pünktlich starten +++
Das Grüne Impfzertifikat zum vereinfachten Reisen in Europa kann nach Erwartung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen pünktlich im Juni starten. Die technischen und rechtlichen Vorbereitungen lägen im Plan, sagte von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Porto. Geplant sei ein fälschungssicherer Nachweis einer Corona-Impfung, einer überstandenen Covid-Erkrankung oder eines negativen Tests. Die Kommissionschefin bekräftigte zudem, dass bis Juli genug Impfstoff zur Verfügung stehen werde, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu immunisieren. Bisher hätten fast 160 Millionen Europäer eine erste Impfdosis bekommen, sagte sie. Um im Sommer auch den Tourismus wieder zu ermöglichen, sei die Impfung der Schlüssel.

+++ 16:36 Camper demonstrieren für Öffnungen der Campingplätze +++
Mehr als tausend Camper haben für die Öffnung von Campingplätzen demonstriert. Mit ihren Fahrzeugen fuhren sie im Konvoi über eine Rheinbrücke und verbanden dabei die beiden Landeshauptstädte Mainz in Rheinland-Pfalz und Wiesbaden in Hessen. Nach Angaben des Veranstalters waren 1200 Fahrzeuge an der genehmigten Protestaktion beteiligt. Die Initiative "Campen mit Abstand" fordert die sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze. Campen sei "eine der sichersten Reiseformen". Es zu verbieten sei "nicht fair - weder für Camper noch für Campingplatzbetreiber".

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Laut Veranstalter reisten Camper aus ganz Deutschland an, zum Beispiel von der Insel Rügen.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 16:13 Kanzlerin sieht dritte Welle gebrochen +++
Kanzlerin Angela Merkel sieht die Chance, dass im Sommer wieder Urlaub wie im vergangenen Jahr möglich sein wird. "In Deutschland scheinen wir die dritte Welle gebrochen zu haben", sagt Merkel. Sie sei deshalb "sehr hoffnungsfroh, dass wir uns insgesamt das leisten können, was im letzten Sommer möglich war". Wann genau dies der Fall sei, könne sie aber noch nicht sagen, weil dies an den Inzidenzwerten liege. "Runter mit den Inzidenzen, das bedeutet Freiheit für alle Menschen", sagt die Kanzlerin.

+++ 15:57 Merkel: Freigabe von Impfstoff-Patenten hilft nicht +++
Kanzlerin Angela Merkel spricht sich klar gegen eine Freigabe von Impfstoff-Patenten aus und lehnt damit einen Vorschlag von US-Präsident Joe Biden ab. "Ich glaube nicht, dass die Freigabe von Patenten die Lösung ist, um mehr Menschen Impfstoff zur Verfügung zu stellen", sagt sie. Eine Lösung über Lizenzen sei besser.

+++ 15:39 Linke fordert Aufklärung über Maskendeal von Tochter von Ex-CSU-Politiker Tandler +++
Die Linke fordert Aufklärung über einen Maskendeal, für dessen Vermittlung die Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler Millionen-Provisionen bekommen haben soll. Laut Berichten (Eintrag 8.57 Uhr) von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" soll Andrea Tandler zwei Schweizer Jungunternehmern und deren Firma Emix geholfen haben, Corona-Schutzmasken aus China an deutsche Ministerien zu verkaufen. Dafür habe sie Provisionen in zweistelliger Millionenhöhe erhalten. Linken-Fraktionsvize Fabio de Masi forderte, das Geld müsse vollständig an den Bundeshaushalt gestiftet werden.

+++ 15:17 RKI-Chef: Müssen beim Impfen trotz Rekordzahlen weiter dranbleiben +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) hofft auf weiterhin hohes Tempo beim Impfen gegen Corona. Die Impfstoffmengen seien nicht mehr der begrenzende Faktor, sagte Lothar Wieler bei einer Diskussionsrunde mit Bürgern in Berlin. "Jetzt müssen wir halt dranbleiben. Also man darf jetzt nicht irgendwie wieder denken: Oh, das Problem ist erledigt. Sondern lassen Sie es uns noch ein paar Monate miteinander lösen." Er verwies auf zuletzt erzielte Rekorde bei den pro Tag verabreichten Impfdosen. An den vergangenen beiden Mittwochen waren RKI-Daten zufolge jeweils mehr als eine Million Dosen gespritzt worden. Am Freitag waren es mehr als 800.000.

+++ 14:57 Biontech will armen Ländern Impfstoff günstiger geben +++
Der Impfstoffhersteller Biontech hält eine Patentfreigabe für nicht zielführend, will armen Ländern aber beim Preis entgegenkommen. "Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen", teilte das Unternehmen mit. Man sei überzeugt, dass der kontinuierliche Ausbau der Produktionskapazitäten dazu beitragen werde, diese Pandemie zu beenden. "Um dies zu erreichen, müssen Regierungen, Hersteller sowie internationale und nationale Organisationen gemeinsam die Versorgung von Ländern mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen aus den bereits bestehenden Produktionsstätten unterstützen und helfen, neue zertifizierte Standorte zu identifizieren." Patente seien "nicht der begrenzende Faktor für die Produktion oder Versorgung mit unserem Impfstoff", sagte eine Sprecherin. Die Herstellung von Impfstoffen sei ein komplexer Prozess. Wenn die Anforderungen nicht erfüllt seien, könnten Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs leiden.

+++ 14:41 Macron verlangt Ende von US-Exportbeschränkungen für Impfstoffe +++
In der Debatte über eine Förderung der globalen Impfstoffproduktion fordert der französische Präsident Emmanuel Macron die USA zu einer Aufhebung von Exportbeschränkungen auf. Die Vereinigten Staaten sollten die Ausfuhr von Corona-Vakzinen und deren Grundstoffen nicht länger einschränken, sagt Macron bei einem EU-Gipfel in Portugal.

+++ 14:23 Bundesschülerkonferenz fordert rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht +++
Die Bundesschülerkonferenz dringt auf eine rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht. In einer Zeit mit steigenden Impfquoten "muss der Öffnungsblick vor allem auf Schulen gerichtet sein", sagte Generalsekretär Dario Schramm den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Schulen sollten der erste Ort der Öffnungen sein, sobald es möglich ist." Distanzunterricht funktioniere nach mehr als einem Jahr Pandemie immer noch nicht. Inzwischen meldet das Robert Koch-Institut für sechs Bundesländer eine Inzidenz von unter 100. In diesen Gebieten müssten Schulen systematisch wieder öffnen, betonte Schramm. Dabei müsse der Infektionsschutz gewährleistet sein. "In vielen Bundesländern starten jetzt zusätzlich die Impfungen von Lehrern, das trägt sicherlich zu einem noch besseren Schutz bei."

+++ 14:02 Freiheiten für Geimpfte: EKD Chef wirbt für ein “Gönnen-Können” +++
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat für mehr Freiheiten für Geimpfte und einen Geist des “Gönnen-Könnens” geworben. “Dass die seelischen Inzidenzwerte immer mehr in die Höhe steigen, wissen wir seit Langem”, sagte Bedford-Strohm in Hannover auf der digital organisierten Tagung der EKD-Synode. “Deswegen ist es so wichtig, alles an Freiheiten zu ermöglichen, was mit dem Gesundheitsschutz vereinbar ist.” Er ermutige alle, die noch nicht gegen das Coronavirus geimpft seien, dazu, sich mit den bereits Geimpften zu freuen, die nun ohne Risiko bestimmte Freiheiten wieder genießen können.

+++ 13:42 Außenbereiche von Bars und Cafés in Belgien wieder geöffnet +++
Nach fast sieben Monaten Lockdown haben in Belgien die Terrassen von Bars und Cafés wieder geöffnet. In Brüssel trotzen heute besonders hartgesottene Belgier dem Regen und genießen die ersten Getränke seit langem an Tischen im Freien. Belgien war in der ersten Corona-Welle vergangenes Jahr eines der am stärksten betroffenen Länder Europas und die Regierung hatte zwei Mal einen landesweiten Lockdown verhängt. Angesichts der Fortschritte bei der Impfkampagne und sinkender Infektionszahlen hat die Regierung inzwischen eine schrittweise Rückkehr zur Normalität eingeleitet. Die Ausgangssperre wurde aufgehoben, allerdings dürfen sich zwischen Mitternacht und 5 Uhr weiterhin nicht mehr als drei Menschen im Freien treffen.

+++ 13:24 Linken-Chefin schlägt 500 Euro "Sommergeld" für Bedürftige vor +++
Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow hat eine 500 Euro-Sonderzahlung im Sommer für Bedürftige gefordert. Menschen mit niedrigem Einkommen, also Empfänger von Sozialleistungen wie Hartz IV oder Wohngeld, sollten zum 1. Juli einmalig ein Urlaubsgeld in dieser Höhe überwiesen bekommen, sagte die Linken-Politikerin. "Ein solches Sommergeld käme nicht nur der am Boden liegenden einheimischen Gastronomie und dem Gastgewerbe zu Gute, sondern würde auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken." Ärmere Menschen hätten in den vergangenen Monaten durch beengte Wohnverhältnisse und wenig Auskommen besonders unter den Corona-Maßnahmen gelitten, sagte Hennig-Wellsow.

+++ 12:55 Biontech verzichtet nicht vorübergehend auf Patentschutz +++
Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech will offenbar nicht vorübergehend darauf verzichten, den Patentschutz für seinen Corona-Impfstoff durchzusetzen. In dem ursprünglichen Eintrag hatte es unter Berufung auf die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" geheißen, Biontech verzichte bis zum Ende der Pandemie auf die Verfolgung von Patentverletzungen. Diese Meldung wurde inzwischen zurückgezogen.

+++ 12:43 Ausbruch in Dänemark: 50 Fälle von "mexikanischer" Variante +++
In Dänemark haben sich etwa 50 Menschen mit einer zunächst in Mexiko entdeckten Corona-Variante infiziert. Es sei der größte Ausbruch dieser Variante in dem nordeuropäischen Land, teilte die nationale Behörde für Patientenschutz nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ritzau mit. Bei den Infizierten handle es sich vorwiegend um Personal und Gäste eines Restaurants in der Gegend Nordsjaelland nördlich der Hauptstadt Kopenhagen. Die Behörde stufte den Ausbruch nicht als besonders gefährlich ein. Wie die aus Mexiko bekannte Variante nach Dänemark kam, ist noch nicht bekannt.

+++ 12:25 Lauterbach spricht sich für Aussetzen aller Impfstoff-Patente aus +++
Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, spricht sich in der Debatte um Lockerungen des Patentschutzes von Corona-Impfstoffen für Lizenzproduktionen in anderen Ländern aus. "Anders als Teile der Bundesregierung bin ich der festen Überzeugung, dass es jetzt ein befristetes Aussetzen aller Patente für Corona-Impfstoffe braucht", sagte der Politiker der "Rheinischen Post". Das befristete Aussetzen der Patente sei als humanitäre Pflicht dringend geboten, weil sonst Impfstoffe aus den USA oder Europa nicht schnell genug in Indien sowie afrikanischen und südamerikanischen Ländern ankämen.

+++ 11:55 EU kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Biontech-Impfdosen +++
Der angekündigte EU-Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist unter Dach und Fach. Dies teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mit.

+++ 11:50 Britische Reisebranche fordert Freigabe für weitere Tourismusziele +++
Die britische Tourismusbranche hat die Regierung mit Nachdruck zu einer weitreichenderen Öffnung von Ferienzielen aufgefordert. Der Branchenverband Airlines UK verlangte "wesentliche Ergänzungen" für eine "grüne Liste" genehmigter Reiseländer. Vom 17. Mai an sind Auslandsreisen wieder erlaubt. Allerdings stehen nur zwölf Länder, darunter Israel und Portugal, auf einer "grünen Liste". Bei Rückkehr aus diesen Ländern wird keine Quarantäne fällig. Die Regierung habe eine Chance verpasst, sagte der Chef von Airlines UK, Tim Alderslade. Deutschland steht wie fast alle EU-Staaten, darunter wichtige Urlaubsziele wie Spanien, Frankreich und Italien, nicht auf der "grünen Liste". Wer von diesen Ländern ins Vereinigte Königreich einreist, muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen.

+++ 11:27 Geimpften-Verordnung tritt um Mitternacht in Kraft +++
In ganz Deutschland können vollständig gegen Corona Geimpfte und Genesene wie geplant ab dem morgigen Sonntag wieder mehr Menschen treffen und sind von Ausgangsbeschränkungen befreit. Die von Bundestag und Bundesrat zuletzt verabschiedete entsprechende Verordnung ist heute wie angekündigt im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und tritt damit ab Mitternacht in Kraft. Geimpfte und Genesene dürfen sich damit im privaten Rahmen wieder ohne Einschränkungen mit anderen Geimpften und Genesenen treffen. Bei Treffen mit Ungeimpften, etwa im Familien- oder Freundeskreis, zählen sie laut Verordnung künftig ebenso wie Kinder unter 14 nicht mehr mit. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen gelten für Geimpfte und Genesene nicht mehr und nach Reisen müssen sie nur noch in Ausnahmefällen in Quarantäne - etwa, wenn sie aus einem Virusvariantengebiet einreisen. Fürs Einkaufen oder den Friseurtermin ist für die genannten kein negativer Test mehr nötig.

Eine Übersicht zu den neuen Regelungen ab Sonntag finden Sie hier.

+++ 11:02 Hamburg: Noch kein Bußgeld wegen Verstößen gegen Ausgangssperre kassiert +++
Die nächtliche Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der Pandemie ist von den Hamburgern offenbar weitgehend respektiert worden. Gut einen Monat nach Verhängung der Ausgangssperre hat das Einwohner-Zentralamt noch kein Bußgeld wegen eines Verstoßes kassiert. Bis zum 3. Mai habe die Bußgeldstelle allerdings fünf Verfahren in Bearbeitung genommen, teilte der Sprecher des Amtes, Matthias Krumm, mit. "Einnahmen sind noch nicht zu verzeichnen", fügte er hinzu. Wegen der Bearbeitungszeiten könnten sich aber weitere Fälle ergeben. Hamburg hat strengere Vorgaben für Ausgangsbeschränkungen, als die bundesweiten Regelungen vorsehen: Seit dem 2. April droht Menschen, die sich nachts bereits nach 21 Uhr außerhalb ihrer Wohnung ohne triftigen Grund in Hamburg aufhalten, ein Bußgeld von 150 Euro. In den meisten anderen Bundesländern gilt die Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr.

+++ 10:32 Kuba beginnt Impfungen mit selbst entwickelten Vakzinen +++
Kuba will in der kommenden Woche mit den Impfungen mit zwei selbst entwickelten Impfstoffen beginnen, obwohl die klinischen Tests noch laufen. Wie Gesundheitsminister José Angel Portal mitteilte, soll die Impfkampagne in der Hauptstadt Havanna und den Provinzen Santiago de Cuba und Matanzas beginnen. Es handelt sich offiziell um eine großangelegte Praxisstudie, bei der zwei von fünf kubanischen Impfstoffkandidaten zum Einsatz kommen sollen. Kuba ist bisher das einzige lateinamerikanische Land, das eigene Corona-Impfstoffe entwickelt. Die Regierung will die beiden Vakzine Abdala und Soberana 2, deren Erprobung am weitesten fortgeschritten ist, nun in der Praxis testen, wie der Minister sagte. Beim Impfstoffkandidaten Abdala ist die dritte und entscheidende Phase der klinischen Tests schon abgeschlossen. Die Ergebnisse werden aber noch ausgewertet. Bei Soberana 2 läuft die dritte Testphase noch bis Mitte Mai. Für beide Impfstoffe sind drei Impfdosen nötig.

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+++ 09:53 Spahn: Impfpass in Papierform muss weiter gelten +++
Der gelbe Impfpass in Papierform soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auch weiterhin gültig sein. "Wenn wir nur auf die digitale Variante setzen, werden sowohl Länder ohne diese Lösung benachteiligt als auch Bürger, die diese nicht haben wollen oder können", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Er verwies etwa auf "ältere Mitbürger ohne Smartphone". Als Ziel für den ergänzenden digitalen Nachweis nannte Spahn die "zweite Hälfte des zweiten Quartals". Morgen tritt die Verordnung zu Erleichterungen für Geimpfte und Genesene in Kraft. In ihr ist geregelt, dass der Impfschutz entweder mit dem bis Ende Juni erwarteten digitalen Impfpass oder mit dem gelben Ausweis aus Papier nachgewiesen werden kann. Alternativ kann auch das von den Impfzentren ausgefüllte Formular vorgelegt werden.

+++ 09:24 Impfstoff: Mehrheit der EU-Staaten sieht Patent-Öffnung kritisch +++
Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs sehen die Forderung von US-Präsident Joe Biden nach einer Freigabe der Impfstoff-Patente überwiegend kritisch. Das sei das deutliche Meinungsbildung bei den Beratungen auf dem EU-Gipfel gewesen, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich sehr klar gegen eine Öffnung der Patente ausgesprochen. Dabei habe sie auch das Argument angeführt, dass Fachwissen über die neuartigen mRNA-Impfstoffe an China abfließen könnte. Die Volksrepublik könne dieses Knowhow leichter nutzen als Entwicklungsländer.

+++ 08:57 Neue Masken-Affäre: Tochter von Ex-CSU-Politiker Tandler soll Millionen kassiert haben +++
Ein neuer Skandal um fragwürdige Geschäfte mit Schutzmasken scheint auf die Union zuzukommen: Andrea Tandler, die Tochter des Ex-CSU-Politikers Gerold Tandler, hat offenbar zwei Schweizer Jungunternehmern Kontakte in deutsche Ministerien für einen millionenschweren Masken-Deal ermöglicht. Das berichten WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung. Demnach soll Tandler für diese Vermittlung viele Millionen Euro kassiert haben. Dem Bericht zufolge räumte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU gegenüber dem Haushaltsausschuss des Bundestags ein, dass ihn Tandler am 9. März 2020 über das Angebot der Firma Emix informiert habe. Daraufhin soll einer der größten Maskendeals der Bundesrepublik zustande gekommen sein: Für mehr als 670 Millionen Euro kaufte Deutschland persönliche Schutzausrüstung bei Emix ein, deren beide Betreiber damit vermutlich 130 bis 200 Millionen Euro verdienten, heißt es in dem "Tagesschau"-Bericht.

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+++ 08:41 Kubicki: Regierung handelt "ahnungslos" +++
Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki hat der Bundesregierung vorgeworfen, die Bundesnotbremse in einem Zustand der Ahnungslosigkeit über die Faktenlage verfasst zu haben. "Die Notwendigkeit der Ausgangssperre wurde mit der Nichteinhaltung der Kontaktbeschränkung begründet", sagte der Vizepräsident des Deutschen Bundestags in Berlin. "Diese Begründung beruhte offensichtlich nicht einmal auf einer Vermutung, sondern auf einer bloßen Behauptung." Kubicki bezog sich auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine von ihm gestellte Anfrage. Er wollte wissen, wie hoch die Bundesregierung den Anteil der Menschen einschätze, die sich vor dem Inkrafttreten des vierten Bevölkerungsschutzgesetzes mit der darin enthaltenen Bundesnotbremse nicht an die Kontaktbeschränkungen gehalten hätten. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Gebhart wies in der Antwort darauf hin, dass dafür ausschließlich die Länder zuständig gewesen seien. "Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor." Kubicki erklärte: "Inzwischen ist es auch egal, ob diese Unwissenheit in Inkompetenz oder politischer Berechnung gründet. Beides ist nicht hinnehmbar."

+++ 08:17 DRK: Weniger Blutspenden wegen Corona +++
Die Blutkonserven für Krankenhauspatienten in Niedersachsen und Bremen könnten wegen zurückgehender Spenden nach DRK-Angaben in einigen Wochen knapp werden. "Aktuell können zwar die Bedarfe aus den Lagerbeständen versorgt werden", sagte der Sprecher des regionalen Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes, Markus Baulke, in Springe. "Aber derzeit zeigt sich eine Versorgungslücke für Ende Mai und Juni." Die Spendenbereitschaft gehe seit Mitte April zurück, sagte Baulke. Er führte dies zum einen auf das Frühjahr zurück. Gerade im Mai gebe es viele Feiertage, die potenziellen Spender seien "lieber draußen als bei Spendeterminen". Zum anderen seien die Spender verunsichert durch die Entwicklung der Pandemie mit neuen Auflagen und Ausgangsbeschränkungen. Bei den meisten sei die Botschaft angekommen: Bleibt bitte zuhause. Der derzeitige Vorrat in der Region liege bei 8000 bis 9000 Blutkonserven. Dabei seien 10.000 Konserven notwendig, um alle Blutgruppen ausreichend abzudecken, sagte Baulke.

+++ 07:46 Städtetagspräsident Jung fordert mehr Rechte auch für Getestete +++
Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung von der SPD, fordert in der Pandemie neben Geimpften und Genesenen auch negativ Getesteten mehr Freiheiten zuzugestehen. "Ich denke da besonders an Außengastronomie mit guten Abstands- und Hygienekonzepten", sagte Jung der "Passauer Neuen Presse". "Wenn wir Anfang Juni draußen wieder einen Kaffee zusammen trinken könnten, würde das vielen Menschen sicher guttun." Geimpfte, Genesene und tagesaktuell Getestete sollten zusammensitzen können. Er warnte zudem vor einem Akzeptanzverlust bei den Beschränkungen. "Eins muss uns allen klar sein: Wenn die Bevölkerung in großen Teilen die Beschränkungen nicht mehr akzeptiert, kommen auch die Ordnungskräfte und die Polizei an ihre Grenzen", sagte Jung der Zeitung.

+++ 07:14 Karliczek fordert Beteiligung der Länder an "Aufholprogramm" +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek von der CDU hat die Länder aufgefordert, eigenes Geld zum "Aufholprogramm" des Bundes für Kinder in der Corona-Krise beizusteuern. Das Bundesgeld sei nur der erste Schritt, um gerade die Lernrückstände abzubauen, sagte Karliczek der "Rheinischen Post". "Da Bildung in der Verantwortung der Länder liegt, vertraue ich darauf, dass die Länder ebenfalls erhebliche eigene Anstrengungen unternehmen werden." Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch ein zwei Milliarden Euro schweres Corona-"Aufholprogramm" für Kinder und Jugendliche beschlossen. Das Programm besteht aus zwei Säulen: Rund eine Milliarde Euro sollen in Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler gesteckt werden. Eine weitere Milliarde ist für die Aufstockung verschiedener sozialer Projekte vorgesehen, die Kinder, Jugendliche und Familien unterstützen, um auch in diesem Bereich Krisenfolgen abzufedern.

+++ 06:47 Indien meldet erneut mehr als 400.000 neue Fälle und Höchstwert bei Toten +++
Indien hat den dritten Tag in Folge mehr als 400.000 Neuinfektionen und mit 4187 Todesfällen in Verbindung mit dem Virus so viele wie noch nie gemeldet. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg binnen 24 Stunden um 401.078 auf 21,9 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Erst am Freitag war mit mehr als 414.000 Neuinfektionen ein Höchstwert verzeichnet worden. Zudem zählen die Behörden nun fast 240.000 Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind.

+++ 06:20 Ärztepräsident fordert schnelles Impfen von Jugendlichen +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung, Jugendliche jetzt zeitnah zu impfen. "Solange noch nicht genügend Impfstoff vorhanden ist, sollten wir die Jugendlichen in die dritte Priorisierungsgruppe aufnehmen, um eine zügige Durchimpfung zu erreichen", sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wegen sinkender Infektionszahlen habe die Öffnung von Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten Priorität. Der Ärztepräsident wies außerdem darauf hin, dass das Vakzin von Biontech/Pfizer bereits eine EU-Zulassung für 16- und 17-Jährige habe.

+++ 05:31 RKI meldet 15.685 Neuinfektionen, Sterbezahlen bleiben konstant +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 15.685 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 3250 weniger als am vergangenen Samstag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist von gestern 125,7 auf 121,5 gesunken. Die Zahl der Sterbefälle bleibt mit 238 auf konstantem Niveau, in der Vorwoche wurden 232 neue Tote registriert. Die Gesamtzahl der Covid-19 Toten in Deutschland liegt nun bei 84.648.

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+++ 04:54 Reeder: Coronasituation in Indien beeinträchtigt Lieferketten +++
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) fürchtet wegen des massiven Coronavirus-Ausbruchs in Indien Engpässe bei Lieferketten. "Wenn es nicht gelingt, die Situation in Indien nachhaltig zu verbessern, drohen mit Blick auf die Schifffahrt Auswirkungen, die weit über den Subkontinent hinaus reichen", sagte VDR-Chef Ralf Nagel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Verschärfte Reisestriktionen würden Probleme bei Crew-Wechseln auslösen. Und indische Häfen, die an der Hauptroute zwischen Asien und Europa liegen, können Nagel zufolge derzeit "nicht mehr oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen" angelaufen werden.

+++ 03:53 New York: Hunderte Corona-Tote liegen noch in Kühltransportern +++
Ein Jahr nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie in New York liegen in der Stadt noch immer 750 Covid-Tote in Kühltransportern. Die Kühltrucks seien seiner Zeit für die Langzeitnutzung eingerichtet worden, um sicherzustellen, dass Familien ihre Angehörigen in Ruhe beerdigen können, erklärt das Büro des höchsten Gerichtsmediziners der US-Ostküstenmetropole. "Mit Sensibilität und Mitgefühl arbeiten wir während ihrer Trauerzeit weiterhin von Fall zu Fall mit einzelnen Familien zusammen", so ein Sprecher. Die Lastwagen stehen auf einem Parkplatz in Brooklyn und sollen in den kommenden Wochen und Monaten nach und nach geleert werden.

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+++ 02:51 Spahn hält EU-Urlaub auch für Ungeimpfte für wahrscheinlich +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht angesichts der derzeitigen Entwicklung in der Corona-Pandemie gute Chancen für einen problemlosen Sommerurlaub in den EU-Staaten. "Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein", sagte Spahn der "Rheinischen Post". "Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können." Er selbst plane seinen Urlaub in Deutschland. "In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi", so der CDU-Politiker.

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+++ 01:57 Stadt Schweinfurt verbietet Demo von Corona-Maßnahmen-Gegnern +++
Die Stadt Schweinfurt hat eine für Samstag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit mehreren Tausend Teilnehmern untersagt. Begründet wird das Verbot mit einer Gefahrenprognose des bayerischen Innenministeriums. Diese fuße auf neuen polizeilichen Erkenntnissen zum Veranstalter der Versammlung und falle weitaus brisanter aus, als bislang bekannt, teilen Stadt und Polizei mit. In Anbetracht der hohen Infektionszahlen sei die Demonstration mit großem Unmut aufgenommen worden, wird Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé in der Mitteilung zitiert. Ein Aktionsbündnis hatte die Versammlung unter dem Motto "Wahrheit, Freiheit, Demokratie" angekündigt.

+++ 00:15 Macron für Impfstoff-Spenden statt Patentfreigabe +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht die USA und Großbritannien hart wegen ihrer Exportverbote für Corona-Impfstoffe und ihre Inhaltsstoffe an. "Heute gehen 100 Prozent der in den Vereinigten Staaten von Amerika produzierten Impfstoffe in den amerikanischen Markt", sagte er. Europa exportiere dagegen Millionen von Dosen. "Wir sind heute im Lager der entwickelten Länder die großzügigsten der Welt." Die von den USA vorgeschlagene Patent-Freigabe nütze nichts, wenn das Know-how, die Impfstoffe zu produzieren, nicht vorhanden sei. "Schlüssel", um die weltweite Knappheit bei Impfstoffen zu bekämpfen, sei deshalb "das Spenden von Dosen".

+++ 23:22 Mexiko Stadt öffnet Geschäfte und Kinos wieder +++
Mexiko-Stadt hebt weitere Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben auf, obwohl nur wenige Bewohner bisher gegen das Virus geimpft sind. Unter anderem dürfen ab Montag Geschäfte und Kinos bis zu 40 Prozent ausgelastet werden. Ab der Woche darauf sollen Unterhaltungsveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen in geschlossenen Räumen wieder möglich sein, eine Woche später auch Kinderfeiern mit höchstens 50 Teilnehmern - sofern es für jeden mindestens neun Quadratmeter Platz gibt. Das nordamerikanische Land - mit rund 126 Millionen Einwohnern auf Platz zehn weltweit - hat die viertmeisten registrierten Corona-Toten weltweit. Offiziell wurden dort bisher gut 218.000 Todesfälle bestätigt. Zuletzt kamen etwa 250 neue Todesopfer pro Tag hinzu, ungefähr so viele wie in Deutschland.

+++ 22:13 Impfzentren im Unterallgäu erhalten Bombendrohung +++
Über die Hotline des Impfzentrums Unterallgäu ist am frühen Abend eine Bombendrohung eingegangen. Das berichtet die "Augsburger Allgemeine". Demnach sei die Polizei bereits in Bad Wörishofen vor Ort, habe die nähere Umgebung abgeriegelt und etwa 50 Personen evakuiert. "Wir sondieren jetzt die Lage", sagte Holger Stabik, der Sprecher des Polizeipräsidiums in Kempten, der Zeitung. "Die Gebäude in Bad Wörishofen und Memmingen wurden evakuiert, derzeit besteht nach unseren Informationen keine Gefahr." Diensthunde durchsuchen die Gebäude nun nach Sprengstoff. Der Polizeisprecher geht davon aus, dass der Einsatz gegen 22 Uhr beendet sein wird. Zur Bombendrohung sagte Stabik der "Augsburger Allgemeinen", man müsse die "genauen Hintergründe erst noch bewerten". "Zunächst war nicht klar, welcher Standort gemeint ist, Bad Wörishofen oder Memmingen. Die Hotline ist für beide zuständig", sagte Dr. Max Kaplan, der ärztliche Koordinator im Unterallgäu. Am Telefon war "eine Art Computerstimme zu hören" gewesen.

+++ 21:46 WHO hofft trotz weltweiter Corona-Lage auf Olympische Spiele +++
Obwohl die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen weltweit weiter steigt, sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurzeit keinen Grund zur Absage der Sommerspiele in Tokio. "Es ist unsere Hoffnung, dass die Olympischen Spiele stattfinden können", sagte der WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Zuletzt waren weltweit fast sechs Millionen Neuinfektionen pro Woche gemeldet worden, so viele wie seit Beginn der Pandemie nicht. Veranstalter hätten in den vergangenen sechs Monaten gezeigt, dass Sportveranstaltungen wie Fußballspiele sicher abgehalten werden können, wenn auch ohne Zuschauer, sagte Ryan. Olympische Spiele seien komplexer, weil es so viele verschiedene Veranstaltungen gebe. Es brauche deshalb eine gute Logistik und gutes Risikomanagement.

+++ 21:21 Zwei Drittel aller Briten sind einmal geimpft +++
Zwei Drittel aller Erwachsenen in Großbritannien haben einer offiziellen Statistik zufolge die erste Dosis eines Impfstoffes gegen das Coronavirus erhalten. Mehr als 35 Millionen Menschen haben demnach ihre erste Impfung bekommen und rund 16,8 Millionen Personen die zweite.

+++ 21:00 WHO: Anderen Ländern droht gleiche Krise wie Indien +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor dem Risiko weiterer verheerender Corona-Ausbrüche nach dem Muster Indiens. In mehreren anderen Ländern fehlten die richtigen Vorkehrungen, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. "Dieses Virus hat eine enorme Bewegungsenergie", sagte Ryan. "Es hat massive Infektionskraft, und wir müssen die Ausbreitung verlangsamen."

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In manchen Ländern entwickele sich die Lage schon ähnlich wie in Indien, sagte Ryan, ohne Namen zu nennen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte später die angespannte Lage in Brasilien und Nepal. Weitere Länder könnten bald in eine ähnliche Notlage kommen. Noch seien die Impfungen allein nicht die ausreichende Antwort, sagte Ryan mit Verweis auf die viel zu kleine Produktion und die ungleiche Verteilung der Impfstoffe in der Welt.

+++ 20:33 USA: Beim Impfen von Jüngeren noch viel zu tun +++
Die US-Regierung will bei der weiteren Impfkampagne die jüngeren Nordamerikaner besonders in den Blick nehmen. Die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte, bislang sei nur ein Fünftel der 18- bis 29-Jährigen im Land vollständig geimpft. Bei den 30- bis 39-Jährigen sei es weniger als ein Drittel. Hier gebe es noch viel zu tun. Wie andere Länder auch hatten die USA zu Beginn sehr darauf gesetzt, vorrangig die älteren, besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu impfen. Unter den Senioren ab 65 Jahren sind in den USA haben bereits gut 70 Prozent einen vollen Impfschutz, mehr als 80 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe haben mindestens eine Dosis bekommen.

+++ 20:15 Bundesländer melden 17.310 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.480.188 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 17.310 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 268 auf 84.477. Als aktuell infiziert gelten rund 281.834 Personen. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 4330 Fälle unter dem Niveau von Freitag vergangener Woche (30. April: 21.640 Neuinfektionen). Das entspricht einem Rückgang um 20 Prozent. Bei der Zahl der neu übermittelten Todesfälle zeigt sich nur wenig Entspannung. Vor einer Woche hatten die Landesbehörden in der Summe 302 neu registrierte Tote gemeldet.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,87 angegeben (Vortag: 0,78). Der 7-Tage-R-Wert liegt mit 0,91 knapp über dem Niveau von gestern (0,88) und unter dem Vorwochenniveau (0,94). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4669 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2818 davon werden beatmet. Rund 3645 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.


Die vorangegangenen Entwicklungen des 7. Mai 2021 lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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