Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:30 Spahn verteidigt Vorstoß zu Ende der "epidemischen Lage" +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinen Vorstoß für eine Beendigung der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweite verteidigt. Es gehe darum, nach 19 Monaten einen Ausnahmezustand zu beenden, sagte der CDU-Politiker im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. Befugnisse der Bundesregierung sollten dadurch in einen Normalzustand zurückgeführt werden. Spahn betonte, das Ende der epidemischen Lage bedeute keinen "Freedom Day" oder das Ende aller Maßnahmen. Man brauche weiterhin einen Zustand besonderer Vorsicht sowie 3G-Regelungen im Innenraum oder die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Dies könne aber auch ohne den Ausnahmezustand der sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite geregelt werden. Dafür müsse entweder die bundesgesetzliche Regelungskompetenz geändert werden, oder die Landtage müssten entsprechende Befugnisse auf Landesebene beschließen, sagte Spahn.

+++ 17:09 Gericht in Bayern stuft Infektion von Polizisten als Dienstunfall ein +++
Das Augsburger Verwaltungsgericht hat die Covid-19-Infektion eines Polizeibeamten als Dienstunfall eingestuft. Wie der Sprecher des Gerichts, Wolfgang Miller, betonte, handele es sich aber um eine Einzelfallentscheidung. Der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßte die Entscheidung. Bislang seien die von rund 100 von Polizeibeamtinnen und - beamten gestellten Dienstunfallanträge im Freistaat immer abgelehnt worden. Der betroffene Neu-Ulmer Polizist war mit Kollegen bei einem Sportlehrgang bei der Bereitschaftspolizei im oberbayerischen Eichstätt. Nach diesem Lehrgang seien bei 19 von 21 Teilnehmern Corona-Infektionen festgestellt worden, erklärte Miller. Es habe dann von mehreren Teilnehmern Klagen auf Feststellung eines Dienstunfalls gegeben. Diese wurden aber an verschiedenen Gerichten verhandelt. Bei Dienstunfällen steht Beamten eine spezielle Unfallfürsorge zu. Polizisten müssen bei Corona-Fällen nachweisen, dass sie sich im Dienst und nicht privat angesteckt haben. Dies ist für die Beamten häufig schwierig.

+++ 16:41 Bisher nur geringe Anzahl vernichteter Impfdosen +++
Die Zahl abgelaufener Corona-Impfungen, die im Zentrallager des Bundes sowie im pharmazeutischen Großhandel und in Apotheken vernichtet werden musste, hält sich offenbar in Grenzen: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums mussten bis zum 11. Oktober 9660 Impfstoff-Dosen im zentralen Lager entsorgt werden. Bis Ende September seien demnach im pharmazeutischen Großhandel und in Apotheken 4755 Impfstoffdosen vernichtet worden. Ausgelieferte COVID-19-Impfstoffe haben üblicherweise Haltbarkeiten von circa vier bis sechs Monaten.

+++ 16:16 Söder fordert Rechtsrahmen von Bund für Maßnahmen: Kubicki hält das für "unverfroren" +++
FDP-Vize Wolfgang Kubicki schießt scharf gegen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Die Erklärung Söders, SPD, Grüne und FDP sollten im Bund den Rechtsrahmen für weitere Corona-Maßnahmen setzen, "ist unverfroren und unsinnig", sagte Kubicki. Söder wisse genau, dass jeder Landtag, darunter auch der bayerische, gemäß dem Infektionsschutzgesetz selbst über die Fortgeltung aller Maßnahmen entscheiden könne. "Mit seinem verzweifelten Fingerzeig nach Berlin versucht er, von seiner eigenen Unfähigkeit abzulenken und seinen offenbar gewordenen machtpolitischen Bedeutungsverlust zu kaschieren. Denn dann würde deutlich, dass er nicht mal seine eigene Koalition hinter sich hätte", so Kubicki weiter. Söder hatte gesagt, die neue Ampel-Mehrheit dürfe sich "nicht wegducken". "Ohne Rechtsgrundlage des Bundes wären die Bürgerinnen und Bürger schutzlos", sagte der CSU-Chef nach dem Ende der Ministerpräsidentenkonferenz im nordrhein-westfälischen Königswinter.

+++ 15:50 AfD-Chef Chrupalla hat Corona +++
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Fraktion mitteilte, wurde er positiv auf Covid-19 getestet und befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne. "Herr Chrupalla kann daher nicht an der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages am 26. Oktober teilnehmen", hieß es in der Mitteilung der Fraktion. Dem Vernehmen nach dauert seine Quarantäne schon einige Tage an. Über weitere Infektionen in der Fraktion wurde bislang nichts bekannt. Die Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel wurde nach Angaben eines Sprechers negativ auf das Virus getestet und wird an der Sitzung teilnehmen.

Chrupalla ist bei der ersten Bundestagssitzung wegen seiner Erkrankung nicht dabei.

Chrupalla ist bei der ersten Bundestagssitzung wegen seiner Erkrankung nicht dabei.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 15:25 Bulgarien: Demonstranten gegen 3G-Regel müssen von Impfwilligen getrennt werden +++
Trotz schnell zunehmender Neuinfektionen haben in Bulgarien wieder Menschen gegen die 3G-Regel protestiert. Demonstranten im nordbulgarischen Weliko Tarnowoe beklagten, dass Nicht-Geimpfte diskriminiert würden, wie das Staatsradio berichtete. Die Polizei trennte dem Bericht zufolge vor einem Impfzentrum die Protestierenden von einer Warteschlange mit Impfwilligen. Ähnliche Proteste gegen die seit Donnerstag geltende 3G-Regel mit "grünen Zertifikaten" für den Zutritt etwa in Einkaufszentren oder Lokalen hat es in den vergangenen Tagen auch in anderen Städten gegeben, auch in der Hauptstadt Sofia.

+++ 15:13 Institut der Kassenärzte fordert mehr Tempo bei Drittimpfungen +++
Der Chef des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (ZI), Dominik Stillfried, fordert mehr Tempo bei den Drittimpfungen. "Derzeit lassen sich lediglich cirka 250.000 Menschen pro Woche eine Auffrischimpfung geben", sagt er dem "Handelsblatt". "Dieses Tempo sollte dringend gesteigert werden." Bis in den Dezember seien doppelt so viele Impfungen pro Woche nötig, um alle Menschen zu erreichen, denen die STIKO die Impfauffrischung empfiehlt. Das seien 4,1 Millionen Personen, bislang hätten aber nur 1,5 Millionen eine Auffrischimpfung erhalten.

+++ 14:48 Hier desinfiziert künftig ein Roboter das Patientenzimmer +++
Gegen das Coronavirus und andere Krankheitserreger kommt am Klinikum Würzburg Mitte künftig ein Desinfektionsroboter zum Einsatz. Das Krankenhaus erhielt den technischen Helfer heute von CSU-Digitalministerin Judith Gerlach. Der Roboter soll ein Standardpatientenzimmer innerhalb von 15 Minuten desinfizieren können. Das Reinigungspersonal bedient ihn von außerhalb des Raumes. Die technische Gabe ist Teil eines Programms der Europäischen Kommission, die über 300 Roboter für Krankenhäuser in der Europäischen Union bereitstellt. Der Roboter stammt von einem dänischen Hersteller. Er nutzt für die Desinfektion ultraviolettes Licht (UV-Licht). Es gibt inzwischen mehrere Hersteller für Desinfektionsroboter.

+++ 14:17 Ukrainische Nationalheldin Sawtschenko mit gefälschtem Impfzertifikat erwischt +++
Der ehemals in Russland inhaftierten ukrainischen Nationalheldin Nadija Sawtschenko droht in ihrer Heimat eine Haftstrafe. Die 40-Jährige wurde in Kiew mit einem gefälschten Covid-19-Impfzertifikat erwischt, wie Innenminister Denys Monastyrskyj bestätigte. Sie sei mit ihrer Schwester aus der Türkei mit einem Flugzeug eingereist. Beide müssen nun mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen. Sawtschenko selbst äußerte sich zunächst nicht dazu. Ein Impfzertifikat befreit in der Ukraine von einer Quarantäne nach der Einreise. Die Ex-Berufssoldatin, die zwischen 2004 und 2008 als einzige Frau an der ukrainischen Irak-Mission beteiligt war, kämpfte im Sommer 2014 für das Freiwilligenbattaillon "Aidar" in der Ostukraine. Sawtschenko geriet 2014 bei Kämpfen im ostukrainischen Gebiet Luhansk gegen prorussische Separatisten in Gefangenschaft und wurde an Russland übergeben. Dort wurde sie in einem international beachteten Prozess wegen Mordes zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt. 2016 kam die Ex-Parlamentsabgeordnete nach einem Gefangenenaustausch schließlich wieder frei.

+++ 13:59 Schulen im Nordosten schicken 900.000 Tests wegen Verunreinigung zurück +++
An den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns wird der Corona-Selbsttest "Anhui Deepblue Medical Technology" nicht mehr eingesetzt. Wie ein Sprecher des Bildungsministeriums mitteilt, werden die noch vorhandenen 900.000 Tests dieser Marke durch Produkte anderer Hersteller ausgetauscht, nachdem bei einer Testlösung eine Verunreinigung festgestellt worden war. Die in Deutschland ansässige Vertriebsfirma habe einen - für das Land kostenlosen - Ersatz zugesichert. Die ersten 140.000 neuen Testkits würden noch am heutigen Freitag versandt und sollen zu den für Montag geplanten Tests an den Schulen sein. Bei Lieferverzögerungen könnten die Tests auch noch am Dienstag vorgenommen werden, heißt es. Zudem würden aus der Landesreserve 48.000 Testkits bereitgestellt. An den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns müssen sich Schüler und Lehrer wöchentlich zwei Mal testen lassen, in der Regel Montag und Mittwoch. Pro Testtag werden rund 150.000 Tests benötigt.

+++ 13:41 Auffrischungsimpfungen begehrt - Bereits 1,5 Millionen Dosen verabreicht +++
Die Corona-Auffrischungsimpfungen werden nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gut angenommen. "Die bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass das Interesse an Booster-Impfungen gemäß der STIKO-Empfehlung durchaus groß ist", so ein Sprecher. Man empfehle, die Impfung gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) wahrzunehmen. "Die Versorgung mit Impfstoffen ist insgesamt ausreichend. Mittlerweile sind genügend Impfstoffe vorhanden, so dass jeder, der sich impfen lassen möchte, dies auch zeitnah machen kann." In Deutschland haben nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag bisher 1,5 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung bekommen.

+++ 13:24 Thailand öffnet sich ab November wieder für Touristen aus 46 Ländern +++
Thailand will sich am 1. November für Flugreisende aus Deutschland und 45 weiteren Ländern mit geringem Corona-Risiko öffnen. Bisher stehen nur zehn Staaten auf der Liste. Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha erklärt mit Blick auf die Tourismusbranche, Thailand müsse sich jetzt beeilen, sonst suchten sich Reisende andere Ziele aus. Neben Deutschland, Österreich und anderen EU-Ländern sowie der Schweiz stehen auf der Liste der 46 Länder, die das thailändische Außenministerium veröffentlicht, auch die USA, Chile, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Bhutan. Reisende müssten vollständig geimpft und vor Abflug negativ auf das Coronavirus getestet sein, schreibt der Regierungschef auf seinem Facebook-Account weiter. Nach Ankunft ist demnach ein weiterer Test Pflicht, danach kann es ohne Quarantäne an bisher 17 für den Tourismus geöffnete Orte gehen, darunter die Insel Phuket, die Hauptstadt Bangkok und Chiang Mai im bergigen Norden des Landes.

+++ 13:08 Namen Ungeimpfter von türkischer Moschee ausgerufen +++
Um mehr Menschen zur Impfung gegen das Coronavirus zu bewegen, greifen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde in der Türkei zu fragwürdigen Mitteln. In einem Dorf in der östlichen Provinz Mus werden die Namen der nicht oder nicht vollständig Geimpften über die Lautsprecher der dortigen Moschee ausgerufen und sie werden zur Impfung aufgefordert. In der gesamten Provinz seien zudem Gesundheitsteams unterwegs, die von Tür zu Tür gingen und für eine Impfung werben. Auch in der Türkei gilt keine generelle Impfpflicht. In der Provinz Mus sind offiziellen Angaben zufolge bisher etwa 57 Prozent der über 18-Jährigen geimpft.

+++ 12:47 Mehr als 95.000 Impfdurchbrüche - Bei 57 Millionen vollständig Geimpften +++
Die Gesamtzahl der Impfdurchbrüche in Deutschland liegt bei 95.487. Nach Impfstoffen und Impfstoff-Kombinationen aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild:

Um eine Aussage über die Quote der Impfdurchbrüche treffen zu können, ist die Zahl der verabreichten Impfungen wichtig. Dabei können Kreuzimpfungen nicht berücksichtigt werden, da dabei der Impfdurchbruch nicht klar auf einen Impfstoff zurückgeführt werden kann. Wichtig ist zudem, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna jeweils in zwei Dosen verabreicht wurden, Astrazeneca zunächst auch. Später wurde dieser Impfstoff aber bevorzugt als Erstimpfung bei Kombinationen genutzt, so dass die Zahlen hier nur teilweise belastbar sind. Janssen wurde in nur einer Dosis verabreicht, was wiederum einen Vergleich aller vier zugelassenen Impfstoffe erschwert.

Grundsätzlich lässt sich jedoch feststellen, dass die Zahl der Impfdurchbrüche nach einer Impfung mit Janssen im Verhältnis deutlich höher ist, als bei den drei anderen Wirkstoffen.

+++ 12:24 Wird die epidemische Lage doch verlängert? +++
In der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zeichnet sich nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden Michael Müller eine Mehrheit für eine weitere rechtliche Absicherung der Corona-Schutzmaßnahmen ab. "Ich gehe davon aus, dass es - vielleicht nicht ganz einstimmig - aber doch eine große Mehrheit gibt der Länderkollegen, die sagen: Ja, genau das brauchen wir - mindestens eine Übergangsregelung", so Müller in einem ARD-Interview. Müller sagte vor Beginn der Beratungen, man habe in der Corona-Pandemie insbesondere durch den Impffortschritt viel erreicht. "Nur: Wir können uns nicht zurücklehnen." Das sehe man auch im internationalen Vergleich. "Wir wollen das vermeiden, gerade weil wir so einen schweren Weg hinter uns haben, aber jetzt so viel erreicht haben, wollen wir das nicht leichtfertig verspielen."

+++ 12:09 Kosten für stationäre Covid-Patienten im Winter: 180 Millionen Euro pro Woche +++
Für die stationäre Behandlung ungeimpfter Corona-Patienten erwarten Wissenschaftler des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in diesem Winter stark steigende Kosten. Diese wären bei einer höheren Impfquote vermeidbar, wie das Institut mitteilt. Im Winter drohen den Berechnungen zufolge Ausgaben von rund 180 Millionen Euro pro Woche für die Krankenhausbehandlung von Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung. Seit August liege der Anteil ungeimpfter Personen an den stationären Corona-Behandlungen bei durchschnittlich fast 85 Prozent. Die Behandlungskosten pro Patienten betragen nach Angaben der AOK durchschnittlich 10.200 Euro.

+++ 11:43 Weltweit mehr als 242,5 Millionen Covid-Infektionen - fast 5,2 Millionen Tote +++
Weltweit haben sich mehr als 242,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Demnach sterben rund 5,16 Millionen Menschen mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde.

+++ 11:28 Nach Zirkusveranstaltungen: 44 Infizierte in Freiburg - 1500 Zuschauer insgesamt +++
Nach Zirkusaufführungen in der Freien Waldorfschule in Freiburgs Stadtteil St. Georgen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Bis Donnerstag wurden 44 Fälle registriert, darunter 30 Schüler, eine Lehrkraft und 13 Folgefälle in Familien und bei Besuchern, wie das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald am Freitag bestätigt. Bislang seien keine schweren Verläufe bekannt. Der Ausbruch wird auf mehrere Zirkusaufführungen zurückgeführt, die zwischen dem 8. und 10. Oktober in der Schule veranstaltet wurden. Nach Angaben der Behörde fanden die Veranstaltungen mit einem 3G-Konzept statt. Insgesamt könnten 1500 Zuschauer betroffen sein. Nach Informationen der "Badischen Zeitung" trugen Schüler auf der Bühne und einige Zuschauer keine Maske; der Schule zufolge hatten einige Zuschauer ein gesundheitliches Attest.

+++ 11:07 Nur noch 32.500 Erstimpfungen pro Tag - Boosterimpfungen nehmen zu +++
Deutschland kommt der Schwelle von zwei Dritteln registrierten Komplettgeimpften nur sehr langsam näher. Dabei ist der Weg gar nicht mehr weit. Die Quote der vollständig Geimpften liegt aktuell bei 66,1 Prozent.

Im Moment werden im Sieben-Tage-Schnitt täglich mehr als 51.700 Menschen zweitgeimpft, das entspricht 0,06 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Erstgeimpft werden im Sieben-Tage-Schnitt täglich nur rund 32.500 Menschen. Das deutet auf ein weiteres Abflachen des Impftempos hin.

Trotz Zuwächsen bei den Auffrischungsimpfungen - im Sieben-Tage-Schnitt werden täglich gut 40.000 verabreicht - werden in dieser Woche an keinem Tag insgesamt mehr als 200.000 Impfdosen verabreicht. In der Vorwoche war das noch an zwei Tagen der Fall.

Im Impfranking der Bundesländer ist alles beim Alten. Nach wie vor am erfolgreichsten impft Bremen. Dort sind 77,5 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, 80,7 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Zudem sind in Hamburg (70,8 Prozent), Schleswig-Holstein (70,9 Prozent) und dem Saarland (72,7 Prozent) jeweils mindestens sieben von zehn Menschen vollständig geimpft. In Sachsen hapert es nach wie vor in Sachen Erfolg der Impfkampagne - 56,3 Prozent der Bevölkerung ist vollständig geimpft, 58,7 Prozent haben zumindest eine Impfung erhalten.

+++ 10:46 Testzahl in Niedersachsen bricht um fast 70 Prozent ein +++
In Niedersachsen lassen sich angesichts kostenpflichtiger Corona-Schnelltests spürbar weniger Menschen testen. Landesweit sinkt die Zahl der Tests um etwa zwei Drittel, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Demnach seien für die erste Oktoberwoche rund 275.000 Schnelltests gemeldet worden - in der ersten Woche mit Testgebühr seien es noch rund 86.000 gewesen. Auch die Zahl der Testzentren sinkt nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung von rund 4300 im Juli auf 1940 deutlich. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Impfungen "auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau eingependelt", sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Zeitung.

+++ 10:17 Indischer Ministerpräsident vor Festen: Tragt Masken und lasst euch impfen +++
Indiens Ministerpräsident Narendra Modi ruft seine Landsleute angesichts bevorstehender Feste zur Vorsicht und zum Tragen von Masken auf. Das Gesundheitsministerium verzeichnet 15.786 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 231 weitere Tote in Zusammenhang mit dem Virus. Modi zufolge kurbele die steigende Impfquote das Wirtschaftswachstum an. Er fordert die Bevölkerung zudem auf, heimische Produkte zu kaufen. Drei Viertel der 944 Millionen Erwachsenen sind mindestens einmal geimpft, aber nur ein Drittel bereits zweimal.

+++ 09:54 Drei Kreise mit Inzidenz über 400 - Bayern ist Deutschlands Hotspot +++
Der heute vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Tageszuwachs ist ungewöhnlich hoch. Mit 19.572 registrierten Neuinfektionen liegt der Freitag untypischerweise über den Zuwächsen der Wochenmitte und rund 70 Prozent über dem Vorwochenniveau. Ein Grund dafür dürften Meldeprobleme am gestrigen Donnerstag sein - im heutigen Tageszuwachs sind deshalb wahrscheinlich Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten.

In der Übersicht der Sieben-Tage-Inzidenzen in den Landkreisen und Kreisfreien Städten liegt Bayern aktuell vorn. Neun der zehn Landkreise mit den höchsten Inzidenzwerten liegen im Freistaat. Drei Landkreise weisen aktuell sogar eine Inzidenz über 400 aus. Auf den folgenden Plätzen ist zudem Thüringen oft vertreten.

In der Kartenübersicht aller Landkreis fällt ein grüner Fleck in Mecklenburg-Vorpommern auf: der Landkreis Ludwigslust-Parchim. Dort gibt es offenbar Schwierigkeiten bei der Meldung der Neuinfektionen. Das RKI gibt daher aktuell kein Sieben-Tage-Inzidenz an. Auf der Website des Landesgesundheitsministeriums wird der Wert des Landkreises mit 79,3 angegeben.

+++ 09:29 Mehr als 80.000 Neuinfektionen in den USA - 1500 Todesfälle +++
In den USA registrieren die Gesundheitsbehörden mindestens 80.922 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden bislang rund 45,39 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 1514 auf 735.036.

+++ 08:58 Bayerns Sozialgerichte befürchten Klagen wegen Long Covid +++
Die Sozialgerichte in Bayern erwarten eine Corona-Klagewelle - auch wegen der möglichen Spätfolgen einer Infektion. "Long Covid ist ja ein Begriff. Man kann davon ausgehen, dass deswegen Klagen bei den Sozialgerichten eingehen", sagt der Präsident des Landessozialgerichtes, Günther Kolbe, der Münchner "Abendzeitung". "Das Gleiche gilt für die Rentenversicherung, wenn es um die Erwerbsminderung infolge von Long Covid geht. Diese Angelegenheiten werden uns laufend beschäftigen." Bislang seien im Zusammenhang mit Corona schon viele Verfahren anhängig, sagt Kolbe der Zeitung - "und da wird noch mehr erwartet". In vielen Fällen werde Corona als Berufskrankheit anerkannt. Bundesweit seien das bis August 2021 schon 103.000 Fälle.

+++ 08:39 Ukraine zweiten Tag in Folge mit Rekordwerten +++
Auch in der Ukraine gehen die Corona-Zahlen weiter kräftig nach oben. Die Behörden melden den zweiten Tag in Folge mit 23.785 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 614 weiteren Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus neue Höchstwerte. Um den Anstieg bei den Ansteckungen in den Griff zu bekommen, hatte die Regierung die Corona-Regeln zuletzt verschärft.

+++ 08:21 GEW-Chefin in Thüringen: Schulen noch immer schlecht aufgestellt +++
Vor dem Start der Herbstferien zeigt sich die Thüringer GEW-Vorsitzende Kathrin Vitzthum mit Blick auf die Zeit danach besorgt. "Wir sehen die Schulen nicht wirklich gut für die immer noch vorhandene Pandemie aufgestellt", sagt Vitzthum. Das zeigen vor allem die deutlich gestiegenen Inzidenzen bei Kindern. Es sei zu wenig, dass es ein verbindliches Testangebot und keine richtige Testpflicht geben soll. "Infektionen erkennt man eben, wenn regelmäßig getestet wird", so Vitzthum. Das Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, dass nach den Ferien an allen Thüringer Schulen die Warnstufe zwei gelten soll. Damit wird es ein Testangebot zweimal wöchentlich für die Schüler geben, die nicht geimpft oder genesen sind. Wer sich nicht testen lässt, soll in separaten Lerngruppen und nicht im Klassenverband unterrichtet werden.

+++ 08:00 Mehr als 100 gefälschte Impfpässe allein in Niedersachsen +++
In Niedersachsen wird seit Jahresbeginn bereits in mehr als hundert Fällen wegen gefälschter Impfpässe ermittelt. Die Fallzahlen seien kontinuierlich und zuletzt sprunghaft angestiegen, teilt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen mit. "Impfausweise sind relativ einfach zu fälschen, aus diesem Grund ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen", sagt eine LKA-Sprecherin. Pro Ermittlungsfall könne es um eine größere Zahl von Fälschungen gehen. Zumeist werden die kriminellen Machenschaften bemerkt, wenn Personen versuchen, mit den gefälschten Pässen in einer Apotheke einen digitalen Impfnachweis zu erhalten. Ungeimpfte haben es seit kurzem im Alltag deutlich schwerer. So können Restaurants oder Theater den Zutritt nur für Geimpfte und Genesene (2G) erlauben. Seit dem 11. Oktober sind die Schnelltests in den Testzentren für die meisten Menschen darüber hinaus nicht mehr kostenlos.

+++ 07:35 Nach Herbstferien: Zwei Präventionswochen in Hessens Schulen +++
Nach zwei Wochen Herbstferien geht am kommenden Montag in Hessen wieder die Schule los. Aus Sorge vor steigenden Corona-Zahlen kündigt das Kultusministerium zwei Präventionswochen mit mehr Tests und verschärfter Maskenpflicht an. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass Kinder eine Corona-Infektion aus dem Urlaub an der Schule weiterverbreiten. Vom 25. Oktober bis 5. November müssen die Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht am Platz eine Maske tragen. Außerdem müssen alle nicht geimpften Kinder und Jugendlichen für die Teilnahme am Präsenzunterricht drei- statt zweimal pro Woche einen negativen Test nachweisen. Dieser Corona-Test kann weiterhin kostenfrei in der Schule gemacht werden.

+++ 07:17 Lockdown in Neuseeland endet erst bei 90 Prozent Impfquote +++
Die neuseeländische Staatschefin, Jacinda Ardern, will die strengen Lockdownmaßnahmen erst dann beenden, wenn das Land das gesetzte Impfziel von 90 Prozent erreicht hat. Wie sie auf einer Pressekonferenz erklärt, wird Neuseeland erst dann beispielsweise große Veranstaltungen für Geimpfte wieder zulassen können. "Vollständig Geimpfte werden in der Lage sein, sich wieder mit Familie und Freunden zu treffen, in Bars und Restaurants zu gehen und mit größerer Sicherheit und Zuversicht die Dinge zu tun, die sie lieben", so Ardern. Rund 68 Prozent der Menschen sind bisher vollständig geimpft, 86 Prozent haben mindestens eine Dosis erhalten.

+++ 06:59 Hamburg weitet 2G-Modell auf Friseure und Einzelhandel aus +++
Der Hamburger Senat will heute eine neue Corona-Eindämmungsverordnung veröffentlichen. Sie sieht unter anderem eine Ausweitung des sogenannten 2G-Optionsmodells auf den Handel und körpernahe Dienstleistungen vor, wie im Anschluss an die letzte Senatssitzung mitgeteilt wird. Einzelhändler und beispielsweise Friseure könne sich damit entscheiden, nach 2G nur noch Geimpfte und Genesene zu bedienen - dann entfallen Masken- und Abstandspflicht. Ausgenommen vom Optionsmodell werden Angebote des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. Dort sollen auch Ungeimpfte weiter einkaufen können. Die neue Verordnung wird am Samstag in Kraft treten und soll für vier Wochen gelten.

+++ 06:35 Schlagerstar Tony Marshall erholt sich von Covid-Erkrankung +++
Schlagersänger und Entertainer Tony Marshall erholt sich im Krankenhaus von einer Covid-Erkrankung. Er befinde sich auf dem Weg der Besserung und nicht in Intensivbehandlung, bestätigt seine Familie. Auch seine Frau Gabriele sei krank gewesen. Während Tony Marshall wegen einer Vorerkrankung aber noch stationär begleitet werde, habe die 83-Jährige die Erkrankung mit mildem Verlauf in häuslicher Pflege auskuriert und sei genesen. Die drei erwachsenen Kinder des Paares sind "dankbar, dass es diesen Impfschutz gibt, und überzeugt, dass die Infektion ohne Impfung einen ganz anderen Verlauf hätte nehmen können".

+++ 06:18 Wegen Pandemie: Sorge um australische Bienen +++
Australische Bienenzüchter fürchten angesichts der Corona-Pandemie um die Zukunft ihrer Tiere. Auf dem Kontinent gibt es noch keine Varroamilben, die ganze Bienenvölker vernichten können. Folglich haben diese keine Resistenz gegen den Schädling entwickelt. Eine gewisse Abwehr besitzen aber einige europäische Bienenvölker - sie weisen ein sogenanntes VSH-Merkmal ("Varroa Sensitive Hygiene") auf. Um den Genpool der eigenen Bienenvölker zu stärken, importiert Australien Bienenköniginnen aus Europa. Jedoch sorgt die Corona-Pandemie auch für ein Problem: Verzögerungen bei der Post. "Sie kommen tot an, sie kommen gestresst an oder sie kommen einfach gar nicht an", zitiert der australische Sender ABC zuletzt den Präsidenten des australischen Verbands der Bienenköniginnenzüchter, Richard Sims. Eine Sendung mit 250 Königinnen sei sieben Tage verschollen gewesen, fast alle seien gestorben.

+++ 05:52 Ökonom: Impfstofffreigabe ist erste Aufgabe der neue Bundesregierung +++
Der Ökonom Joseph Stiglitz appelliert an die künftige Bundesregierung, sich als erstes für die Freigabe der Corona-Impfstoffpatente einzusetzen. Dies sei im Kampf gegen die Pandemie dringend nötig, um ärmeren Ländern Zugang zu Vakzinen zu verschaffen. "Leben zu retten, ist wichtiger als der Profit der Pharma-Industrie", sagt Stiglitz der "Süddeutschen Zeitung". Monopolartige Strukturen in der Pharmabranche verhinderten bisher, dass allen Ländern ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe. Stiglitz macht ein Missmanagement im Kampf gegen die Pandemie aus: "Wir haben nicht alles getan, was wir hätten tun können." Reiche Länder sieht Stiglitz aus humanitären Gründen in der Pflicht, ärmeren Ländern zu helfen.

+++ 05:07 RKI meldet 19.572 Neuinfektionen, Inzidenz macht großen Satz nach oben +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.572 Neuinfektionen gemeldet, 8054 Fälle mehr als am vergangenen Freitag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 95,1 von 85,6 am Vortag. 116 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45).

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden.

Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:06 Bayerns Gesundheitsminister warnt vor Auslaufen der epidemischen Lage +++
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert die Verlängerung der epidemischen Lage durch den Bundestag. Sonst "könnte das Infektionsschutzgesetz nicht mehr ohne weiteres angewendet werden", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Testnachweis- und Maskenpflicht hätten dann keine ausdrückliche Rechtsgrundlage mehr. "Das müssen wir unbedingt vermeiden - denn mit Blick auf möglicherweise steigende Infektionszahlen im Winter werden wir weiter Schutzmaßnahmen brauchen."

+++ 03:18 Zu wenig Pflegekräfte: Über 4000 Intensivbetten weniger als zu Jahresbeginn +++
Intensivmediziner schlagen Alarm, weil mangels Pflegepersonals viele Intensivbetten nicht mehr betrieben werden könnten. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) teilt mit, es sei in der kommenden Zeit "mit einer spürbaren Einschränkung in der Versorgung der Bevölkerung zu rechnen". Derzeit seien 22.207 Intensivbetten als betreibbar gemeldet, zu Jahresbeginn seien es 26.475 gewesen. Die vergangenen Monate hätten zu einer Verschlechterung der Stimmung und zu weiteren Kündigungen von Stammpflegekräften geführt, so die Divi.

+++ 02:05 Grundschulverband für Fortführung der Tests an Schulen +++
Der Grundschulverband befürwortet angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen Schutzmaßnahmen auch in den kommenden Wochen. "Die Testung von Kindern und Schulpersonal muss bis auf Weiteres fortgeführt werden", sagte der Verbandsvorsitzende Edgar Bohn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht sei zwar aus pädagogischer Sicht sinnvoll an den Grundschulen, aber in der aktuellen Situation "nur dann vertretbar, wenn dies mit flankierenden Maßnahmen abgesichert wird". Bohn fordert insbesondere den Einsatz von Raumluftanlagen.

+++ 00:43 Estland setzt voll auf 2G-Regel +++
Angesichts steigender Corona-Neuinfektionszahlen verschärft Estland die Gangart gegenüber Ungeimpften. Ab dem 25. Oktober gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel. Gastronomische Betriebe, Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten sind dann nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich. Zugleich wird die Maskenpflicht verstärkt: Einzelhändler und Dienstleister müssen sicherstellen, dass ihre Geschäftsräume nur noch mit Schutzmaske betreten werden. Das Bedecken von Mund und Nase mit einem Schal oder einem Tuch sei dabei nicht mehr zulässig. In dem Baltenstaat mit 1,2 Millionen Einwohnern sind gut 55 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

+++ 23:22 WHO nimmt Prüfung von Sputnik-Impfstoff wieder auf +++
Die Weltgesundheitsorganisation nimmt die Prüfung des russischen Sputnik-Corona-Impfstoffs für eine mögliche Notfallzulassung wieder auf. Zuvor war sie unterbrochen worden, weil die Antragsteller die WHO-Regeln und Verfahren noch nicht explizit anerkannt hatten. Die ausstehende Unterschrift sei allerdings am Mittwochabend eingetroffen, heißt es. In den kommenden Wochen dürfen Inspektionen in den Herstellerfabriken aufgenommen werden, um den Zulassungsprozess abzuschließen.

+++ 22:30 EU-Staaten wollen Impfskeptiker überzeugen +++
Im Kampf gegen die Pandemie wollen die EU-Länder das Impftempo beschleunigen und Skeptiker von einer Immunisierung überzeugen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs vereinbarten am Abend bei ihrem Gipfel in Brüssel laut EU-Diplomaten die "Anstrengungen gegen Impfskepsis zu erhöhen" und "gegen Desinformation vorzugehen, vor allem in den sozialen Medien". Die Impfquoten gehen in der EU weiter stark auseinander. Nach Angaben des das Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind etwa in Bulgarien bisher nur rund 24 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft, während es im EU-Schnitt rund 75 Prozent sind.

+++ 22:17 Großbritannien meldet erstmals seit Juli mehr als 50.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien hat erstmals seit Juli wieder die Schwelle von 50.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 52.009 Ansteckungen registriert worden, teilten die Behörden mit. Forderungen nach einer Wiedereinführung der im Juli aufgehobenen Schutzmaßnahmen wies die Regierung zurück. "Wir halten uns an unseren Plan", sagte Premierminister Boris Johnson. "Die Infektionszahlen sind hoch, aber wir bewegen uns im Rahmen der Vorhersagen". Gesundheitsminister Sajid Javid hatte zuvor betont, dass die Regierung die Entwicklung genau beobachtet. "Die Pandemie ist nicht vorbei", sagte er. Es gebe derzeit aber keinen Anlass, "Plan B" zu aktivieren und wieder Corona-Beschränkungen einzuführen.

+++ 21:49 In vier Bundesländern steigt Inzidenz steil nach oben +++
Bayern, Berlin, Hamburg und Sachsen verzeichnen gleich einen zweistelligen Anstieg bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Berlin hat sogar die 100er-Schwelle überschritten. Damit liegen die Hauptstadt, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen über diesen Wert, wobei sich Thüringen bereits der 200er-Marke annähert. Nur Bremen und das Saarland verzeichnen sinkende Inzidenzen.

+++ 21:17 Bundesländer melden 17.663 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.426.032 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 17.663 neue Fälle hinzu. Das sind 5498 Fälle mehr bzw. 45,2 Prozent mehr als am vergangenen Donnerstag. In der Vorwoche wurden 12.165 Neuinfektionen gemeldet. Es ist der zweite Tag in Folge mit mehr als 17.000 neu gemeldeten Fällen. Zuletzt hatte es vergleichbar hohe Tageszuwächse Anfang Mai gegeben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 83 auf 94.896. Auch hier gibt es einen Anstieg. Am Donnerstag der Vorwoche wurden 73 Todesfälle registriert. Als aktuell infiziert gelten rund 150.009 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,16 angegeben (Vortag: 1,07). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1541 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 846 davon werden beatmet. Rund 3407 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ino/dpa/AFP/rts

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