Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:37 Deutschland lässt wieder Partner ohne Trauschein einreisen +++

Die Bundesregierung hebt die Reisebeschränkungen für Paare ohne Trauschein auf. Ab kommender Woche können auch unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten wieder nach Deutschland einreisen. Das teilte das Innenministerium in Berlin mit. Ressortchef Horst Seehofer war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, weil betroffene Paare bereits wochenlang eine Aufhebung der Reisebeschränkungen gefordert hatten. Viele von ihnen konnten sich aufgrund der Corona-Maßnahmen seit Monaten nicht mehr persönlich treffen. Voraussetzung für die jetzt beschlossenen Einreiseerleichterungen ist allerdings eine auf Dauer angelegte Partnerschaft. Diese soll etwa durch einen vorherigen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland nachgewiesen werden.

+++ 17:04 Marseille ordnet Maskenpflicht im Freien an +++
In Teilen der französischen Hafenstadt Marseille gilt ab Samstag auch eine Maskenpflicht im Freien. Die Anordnung gelte bis zum 30. August, teilten die Behörden der zweitgrößten Stadt Frankreichs mit. Damit solle die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Angesichts steigender Infektionszahlen wird erwartet, dass in den kommenden Tagen auch in der Hauptstadt Paris ähnliche Maßnahmen angekündigt werden.

+++ 16:02 Lehrer im Saarland können sich kostenlos testen lassen +++
Den rund 9000 Lehrern im Saarland wird zum Beginn des neuen Schuljahres ein kostenloser Test auf das Coronavirus angeboten. Bis Ende des Jahres könne sich jeder freiweillig zusätzlich einmal testen lassen, teilte das Bildungsministerium in Saarbrücken mit. Einige Lehrer hätten das Angebot bereits genutzt, die meisten würden jedoch in der Woche vor und nach dem Schulstart am 17. August erwartet.

+++ 15:26 Dramatischer Einbruch der Touristenzahlen in Prag +++
Der Tourismus in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Prag ist aufgrund der Pandemie dramatisch eingebrochen. Die Zahl der Übernachtungsgäste in der tschechischen Hauptstadt ging im zweiten Quartal 2020 um 93,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie die Statistikbehörde CSU mitteilte. Landesweit lag der Rückgang bei 82,9 Prozent. Während zwischen April und Juni 2019 noch mehr als 571.000 Hotelgäste aus Deutschland im Nachbarland übernachteten, waren es im zweiten Quartal 2020 weniger als 50.000. Grund dafür ist nicht zuletzt, dass die Regierung in Prag von Mitte März bis Anfang Juni die Grenzen für ausländische Touristen geschlossen hatte.

+++ 15:07 Saarland lockert Regeln für Veranstaltungen +++
Das Saarland erlaubt ab dem kommenden Montag wieder größere Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen drinnen und draußen. Unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln dürfen sich dann bis zu 450 Menschen in geschlossenen Räumen versammeln, wie die Staatskanzlei mitteilte. Bislang liegt die Obergrenze bei 350 Personen. Für Veranstaltungen unter freiem Himmel wird die erlaubte Höchstzahl von 700 auf 900 erhöht. Das Stufenkonzept sieht weitere Lockerungen für Veranstaltungen vor. So sollen vom 24. August an Höchstgrenzen von 1000 Teilnehmern unter freiem Himmel und 500 in geschlossenen Räumen gelten.

+++ 14:42 Zahl der Malaria-Toten könnte sich wegen Corona verdoppeln +++
Wegen der Corona-Pandemie könnten in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Menschen in Afrika südlich der Sahara an Malaria sterben wie im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommen britische Forscher und Kollegen im Fachblatt "Nature Medicine". In Afrika wurden inzwischen mehr als eine Million Corona-Fälle verzeichnet. Um die Pandemie einzudämmen, haben die Länder etliche Maßnahmen ergriffen, die aber auch Konsequenzen für die Bekämpfung von Malaria - etwa die Verteilung von Moskitonetzen - haben. Sollten die Aktivitäten zur Prävention von Malaria stark beeinträchtigt werden, könne es 2020 rund 779.000 Malaria-Tote geben, warnten die Autoren der Studie. Maßnahmen wie die Verteilung von Netzen oder der Zugang zu Malaria-Medikamenten müssten priorisiert werden, forderten sie.

+++ 14:04 Angst vor Corona nur noch auf Platz zwei in Deutschland +++
Den Deutschen bereiten Armut und soziale Ungleichheit mittlerweile mehr Sorgen als das Coronavirus. 40 Prozent geben an, dass die soziale Frage derzeit ihre Hauptsorge sei. Über das Coronavirus machen sich 36 Prozent der Deutschen am meisten Gedanken - im April waren es noch 61 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos in 27 Ländern weltweit hervor, die laut Ipsos in 17 Ländern - darunter Deutschland - repräsentativ war. Demnach führt die Pandemie mit 43 Prozent global gesehen das Sorgenfeld an. Mit einem Zuwachs von 10 Prozentpunkten (29 Prozent) liegt die Angst vor Kriminalität und Gewalt aktuell auf Platz drei in Deutschland. Auch Sorgen über die Einwanderungskontrolle (25 Prozent) und den Klimawandel (24 Prozent) treiben die Deutschen an.

Die Umfrage wurde in 27 Ländern weltweit über das Ipsos-Online-Panel-System durchgeführt. Zwischen dem 19. Juni 2020 und dem 3. Juli 2020 wurden 18.548 Interviews durchgeführt.

+++ 13:45 Dortmund wird Schauplatz von Großdemo gegen Corona-Beschränkungen +++
Die Polizei in Dortmund rüstet sich für eine größere Demonstration gegen die staatlichen Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie. Die Organisation "Querdenken-231" habe die Veranstaltung unter dem Motto "Festival für Frieden & Freiheit - Wahrung unserer Grundrechte" für Sonntag angemeldet, berichtete die Polizei. Es würden rund 1500 Teilnehmer in der Innenstadt erwartet. Es sei noch nicht ganz klar, "was für ein Publikum da zusammenkommt", sagte eine Sprecherin. Für den Polizeieinsatz werde der Infektionsschutz gerade in Zeiten der aktuell bundesweit steigenden Ansteckungszahlen "eine herausragende Rolle spielen", betonte Einsatzleiter Udo Tönjann. Wenn Hygiene- oder Abstandsregelungen missachtet würden, "werden wir entschlossen und konsequent einschreiten".

+++ 13:26 Weitere Mitarbeiter angesteckt - Werft im Fokus der Behörden +++
Bei der Hamburger Werft Blohm+Voss sind bei den Tests für die gesamte Belegschaft 19 weitere Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit erhöhe sich die Zahl der insgesamt Infizierten bei Blohm+Voss auf 78, teilte die Sozialbehörde in Hamburg mit. Die neuen Infektionen wurden in Bereichen der Werft festgestellt, die nach dem Hygienekonzept des Unternehmens räumlich getrennt waren von dem zunächst betroffenen Bereich. Die Gesundheitsbehörden untersuchen nun die möglichen Infektionswege, teilte ein Sprecher mit. Dabei richte sich ein Augenmerk auf das Unternehmen und mögliche Infektionen in Pausenräumen, Sanitäranlagen und über die Belüftungssysteme. Der zweite Schwerpunkt sei die Wohn- und Unterbringungssituation der Arbeiter.

+++ 13:05 Lehrerverband fordert schärfere Regeln +++
Nach zwei Schulschließungen in Mecklenburg-Vorpommern wenige Tage nach Schuljahresbeginn fordert der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, schärfere Hygienemaßnahmen in den Schulen in ganz Deutschland. Seiner Ansicht nach hat lediglich Nordrhein-Westfalen, das nächsten Mittwoch ins neue Schuljahr startet, den richtigen Weg eingeschlagen. Das Vorgehen in NRW sei zwar nicht ideal für ein lebendiges Unterrichtsgeschehen, "aber ein Opfer, das zu bringen ist, wenn wir wieder vollständigen Unterricht haben wollen, zumindest befristet, solange die Infektionszahlen in Deutschland weiter steigen", sagte Meidinger. Im bevölkerungsreichsten Bundesland müssen ältere Schüler mit Beginn des Schuljahrs am kommenden Mittwoch auch im Unterricht eine Maske tragen, in anderen Ländern kann der Mund-Nasen-Schutz nach bisherigen Planungen am Platz abgenommen werden.

+++ 12:45 Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Hurtigruten-Manager legt Ämter nieder +++
Die norwegische Reederei Hurtigruten zieht nach dem Ausbruch auf dem Passagierschiff "Roald Amundsen" personelle Konsequenzen. Topmanager Bent Martini habe auf Initiative des Unternehmens seine Ämter vorübergehend niedergelegt, teilt Hurtigruten mit. Martini leitete bislang das operative Geschäft. Bei Besatzungsmitgliedern der "Roald Amundsen" wurden vergangene Woche erste Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Bis Donnerstag stieg die Zahl der bestätigten Ansteckungen unter der Besatzung und den Fahrgästen auf zwei Kreuzfahrten des Schiffes auf 62.

+++ 12:16 Wuppertal schließt Kita nach Corona-Fall +++
Die Stadt Wuppertal hat nach dem Auftreten eines Corona-Falls eine Kindertagesstätte geschlossen. Zuvor war eine Beschäftigte der Kita positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie Stadtsprecherin Martina Eckermann mitteilte. Die Kita bleibe bis auf Weiteres geschlossen.

+++ 11:59 Polen verzeichnet Höchstwert bei neuen Infektionen +++
Polen hat erneut so viele neue Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Behörden verzeichnen 809 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilt. Der bisherige Rekordwert wurde am Donnerstag erfasst, er lag bei 726 Neuinfektionen. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 50.324 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 1787 Menschen starben demnach mit dem Virus. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner.

+++ 11:38 Trotz Symptomen draußen: Singapurer muss zwei Wochen in Haft +++
In Singapur ist ein Mann zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er trotz angeordneter Quarantäne wegen Covid-19-Symptomen seine Wohnung verlassen hatte. Der 47-Jährige hatte Ende April eine Klinik aufgesucht und über Husten und Schmerzen geklagt. Dort habe er neben eines ärztlichen Attests auch eine sogenannte "Stay-Home Notice" (SHN) erhalten, berichtet die Zeitung "Straits Times". Darin sei er aufgefordert worden, drei Tage lang unter keinen Umständen sein Haus zu verlassen - lediglich Arztbesuche wären gestattet gewesen. Der Singapurer habe seine Wohnung hingegen vier Mal verlassen, um verschiedene Besorgungen zu erledigen.

+++ 11:26 Gäste verlassen Kreuzfahrtschiff in Hamburg +++
Das norwegische Kreuzfahrtschiff "Fridtjof Nansen" hat wie geplant im Hamburger Hafen angelegt. "Es sind alle Crewmitglieder und 168 Gäste auf Covid-19 getestet worden, und alle Tests kamen negativ zurück. Deswegen konnten alle Gäste das Schiff verlassen", sagt ein Sprecher der Reederei Hurtigruten. Während der Reise hatten vier Crewmitglieder leichte Erkältungssymptome gezeigt. Drei Reisende hatten den Test abgelehnt, sie würden sich nun in Selbst-Quarantäne begeben.

+++ 11:10 Virologen: Gefahr an Schulen nicht unterschätzen +++
Zum Schulstart haben mehrere namhafte Virologen vor dem Risiko von Infektionen unter Schülern gewarnt und Vorschläge für Vorsichtsmaßnahmen gemacht. "Fehlende Präventions- und Kontrollmaßnahmen könnten in kurzer Zeit zu Ausbrüchen führen, die dann erneute Schulschließungen erzwingen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie. Hinter dem Papier stehen unter anderem Christian Drosten, Jonas Schmidt-Chanasit und Helmholtz-Forscherin Melanie Brinkmann. "Wir warnen vor der Vorstellung, dass Kinder keine Rolle in der Pandemie und in der Übertragung spielen", heißt es darin. Eine Unterschätzung der Übertragungsgefahren an Schulen wäre kontraproduktiv für das kindliche Wohlergehen und die Erholung der Wirtschaft.

Weil eine Lehrerin und ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssen zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern vorübergehend schließen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:49 Immer weniger Kreise melden keine Neuinfektionen +++
Die Gesamtzahl der Landkreise und kreisfreien Städte (inklusive der Berliner Bezirke), die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, ist auf 57 von 412 gesunken (Vortag: 65). Weniger betroffene Regionen waren es zuletzt am 19. Mai gewesen. Aktuell reißt allerdings nur ein Landkreis die festgelegte Obergrenze von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet: Dingolfing-Landau. Hier gab es einen größeren Ausbruch auf einem Gemüsehof und einer nahe gelegenen Konservenfabrik.

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+++ 10:23 Australien macht Grenzen weiter dicht +++
Australien will seine Grenzen vorläufig weiter geschlossen halten. Es werde noch "einige Monate" dauern, bis wieder Ausländer einreisen dürften, sagt Premierminister Scott Morrison. "Wir haben beschlossen, dass die internationalen Reisebeschränkungen für Ankünfte in Australien in ihrer derzeitigen Form fortgesetzt werden sollen", so Morrison. Er hoffe aber, dass die Regeln "irgendwann in der Zukunft" geändert werden könnten. Das Einreiseverbot für internationale Besucher gilt seit März, als Australien etwa 700 Fälle verzeichnete. Mittlerweile hat das Land insgesamt mehr als 20.000 Infektionen registriert, 266 Menschen sind in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Nur Australier und Menschen mit permanentem Wohnsitz dürfen seither noch ins Land. Zudem gilt auch ein Ausreiseverbot für Australier.

+++ 10:11 Krise führt zu abgespeckter Fleischproduktion +++
Die mit den massenhaften Corona-Fällen in Nordrhein-Westfalen in die Schlagzeilen geratene Fleischerzeugung in Deutschland ist im ersten Halbjahr gesunken. Sie verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Die aus gewerblichen Schlachtungen stammende Schweinefleischmenge war sogar um 1,0 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Wiesbadener Statistiker weisen dabei auf "bemerkenswerte regionale Unterschiede" im Frühjahr hin: So stieg die Produktion in Niedersachsen beispielsweise im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent. In Nordrhein-Westfalen sank sie hingegen um fast zehn Prozent.

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+++ 09:54 Schweiz sichert sich Zugang zu Moderna-Impfstoff +++
Die Schweiz sichert sich Zugang zum von der US-Firma Moderna entwickelten Coronavirus-Impfstoff. Der Bund habe einen Vertrag über den Bezug von 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen, erklärt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Damit könnten 2,25 Millionen Personen geimpft werden, da voraussichtlich zwei Impfdosen nötig sein würden. Zudem werde auch mit anderen Impfstoffherstellern über einen Erwerb verhandelt. Die Regierung habe insgesamt 300 Millionen Franken (278 Millionen Euro) für die Beschaffung von Impfstoffen bereitgestellt.

+++ 09:33 Baerbock vermisst Konzept für Schulstart - Kritik an Bundesregierung +++
Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock wirft der Bundesregierung Versäumnisse bei der Vorbereitung auf das neue Schuljahr vor. Die Regierung hätte im Sommer mit den Bundesländern und den Bildungsträgern einen Bildungsgipfel veranstalten sollen, der gemeinsame Standards definiert, wie Kinder die Schule wieder vernünftig nutzen können, sagt Baerbock im ARD-"Morgenmagazin". "Jetzt sind sehr, sehr viele einfach weiter verunsichert", beklagt Baerbock. Nötig sei ein Stufenplan, welche Maßnahmen für welche Altersgruppen greifen. "Was klar sein muss, das müsste die oberste Leitlinie sein, dass Komplettschulschließungen nie wieder als Erstmaßnahme greifen dürfen."

+++ 09:08 Konzert mit 13.000 Zuschauern im September in Düsseldorf geplant +++
Ein Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und "The Boss Hoss" soll am 4. September vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf stattfinden. "Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben", sagt Veranstalter Marek Lieberberg laut einer Mitteilung. Es wäre laut den Veranstaltern das erste Großkonzert seit Mitte März in Deutschland.

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+++ 08:51 Klingbeil: Gegen Maskenverweigerer strenger durchgreifen +++
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fordert ein strengeres Durchgreifen gegen Maskenverweigerer. "Diejenigen die leichtfertig keinen Abstand halten und die Maskenpflicht ignorieren, gefährden damit auch, dass Kinder wieder in die Schule gehen und Arbeitsplätze gesichert werden können", sagt Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das ist rücksichtslos und unverantwortlich. Dagegen müssen wir schärfer vorgehen", so der SPD-Politiker. "Ich erwarte zum Beispiel von der Deutschen Bahn, dass sie die Maskenpflicht in ihren Zügen konsequent durchsetzt. Es kann doch nicht sein, dass diejenigen die Dummen sind, die sich an die Regeln halten."

+++ 08:35 Salzburger Festspiele verbieten Fächer +++
Die Salzburger Festspiele haben den Gebrauch von Fächern während der Vorstellungen untersagt. "Dadurch könnten infektiöse Aerosole, die eigentlich von der Klimaanlage nach oben abgesaugt werden sollen, seitlich verteilt werden, was wir unbedingt vermeiden wollen", sagt Lukas Crepaz, der als kaufmännischer Direktor der Festspiele auch für die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich ist. Ein entsprechender Hinweis wurde nachträglich in die automatische Ansage aufgenommen, die vor Beginn jeder Aufführung in deutscher und englischer Sprache zu hören ist.

+++ 08:13 Althusmann: Zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten +++
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann warnt angesichts steigender Zahlen von Neuinfektionen vor einem zweiten Lockdown. "Ich blicke mit großer Sorge auf die Zeit nach dem Ende der Sommerferien", sagt der CDU-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Wir müssen jetzt schon unser Pandemie-Management erweitern, denn einen zweiten allgemeinen Shutdown können wir uns nicht leisten. Das wäre wirtschaftlich und gesellschaftlich eine Katastrophe." Er sei aber optimistisch, dass dies verhindert werden könne - "vorausgesetzt, die Bevölkerung hält sich an die vereinbarten Regeln".

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+++ 07:55 Indien überschreitet Schwelle von zwei Millionen Infizierten +++
Indien meldet einen Rekordanstieg von 62.538 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Fälle liege damit bei 2,03 Millionen, erklärt das Gesundheitsministerium. Indien ist nach den USA und Brasilien das dritte Land, das die Schwelle von zwei Millionen Infektionen überschritten hat.

+++ 07:31 Vor Trump-Besuch: Gouverneur von Ohio nach positivem Befund negativ getestet +++
Wenige Stunden nach einem positiven Corona-Befund ist der Gouverneur des US-Bundesstaats Ohio, Mike DeWine, zum zweiten Mal getestet worden - mit negativem Ergebnis. Bei letzterem Test habe es sich um einen hochempfindlichen Polymerasekettenreaktionstest gehandelt, beim ersten um einen Anti-Gen-Test, teilt DeWine auf Twitter mit. Kurz vor einem Besuch von Präsident Donald Trump in Ohio habe der Anti-Gen-Test das positive Ergebnis gebracht. Solche Untersuchungen seien vor einem Kontakt mit dem Präsidenten vorgeschrieben. DeWine hätte Trump, der in Ohio unter anderem ein Unternehmen besuchte, auf dem Flughafen in Cleveland begrüßen sollen. Die Termine mit dem Präsidenten sagte der 73-Jährige nach dem positiven Befund jedoch ab.

+++ 07:20 Israels Regierung lockert Beschränkungen an Wochenenden +++
Nach einem leichten Abflachen der Infektionen beschließt Israels Regierung eine Lockerung von Einschränkungen an Wochenenden. So dürfen Geschäfte wieder normal öffnen dürfen. Auch das Benutzen öffentlicher Spielplätze ist wieder erlaubt. Zuvor hatten bestimmte Geschäfte vom Freitagnachmittag bis zum Sonntagmorgen schließen müssen. Ein Kabinettsausschuss hatte die Lockerungen auf den Weg gebracht. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel nach einem starken Anstieg seit Ende Mai zuletzt leicht zurückgegangen.

+++ 07:01 Inzwischen mehr als eine Million bekannte Fälle in Afrika +++
In Afrika gibt es inzwischen mehr als eine Million verzeichnete Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus. Bis Donnerstagabend (MESZ) wurden auf dem Kontinent insgesamt 1.000.054 Ansteckungsfälle gezählt, wie eine auf Behördenangaben beruhende Statistik der Nachrichtenagentur AFP ergab. Dennoch ist Afrika weiterhin deutlich weniger von der Pandemie betroffen als andere Kontinente. Nur in Ozeanien gibt es weniger erfasste Infektionsfälle. Die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder des afrikanischen Kontinents sind Südafrika, Ägypten und Nigeria. In Südafrika sind mehr als die Hälfte aller auf dem Kontinent verzeichneten Ansteckungsfälle aufgetreten.

+++ 06:48 Konsum in Japan stabilisiert sich dank staatlicher Anreize wieder +++
In Japan bringen die staatlichen Corona-Hilfen den Konsum wieder in Schwung. Gekauft werden vor allem Fernseher, Computer und Möbel. Insgesamt gingen die Konsumausgaben im Juni aber noch um 1,2 Prozent zum Vorjahr zurück, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Ökonomen hatten mit einem deutlich stärkeren Minus gerechnet. Im Mai gab es einen Rekordeinbruch von über 16 Prozent.

+++ 06:27 Über 50.000 Tote in Mexiko +++
In Mexiko sind mittlerweile mehr als 50.000 Menschen in Verbindung mit dem Corona-Virus gestorben. Das Gesundheitsministerium weist für Donnerstag 819 Todesfälle aus, insgesamt sind es damit 50.517. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen wurde mit 6590 angegeben. Die Gesamtzahl liegt damit nun bei 462.690 Fällen.

+++ 05:52 RKI zählt 1147 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 214.214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldet (Datenstand 7.8., 0 Uhr). Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden.

+++ 05:16 Ausfallende Geschäftsreisen setzen deutscher Wirtschaft "erheblich" zu +++
Die weltweiten Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie machen der deutschen Wirtschaft zunehmend zu schaffen. "Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind Geschäftsreisen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Folgen der Reiseeinschränkungen sind daher erheblich", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, der Deutschen Presse-Agentur. Aufgrund der vielen Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen könnten Unternehmen häufig ihre Manager, Techniker oder Vertriebsmitarbeiter nicht zu ihren Kunden oder Lieferanten in andere Länder schicken.

+++ 04:28 Langeoog lässt Wochenend-Tagestouristen rein - aber erst nach der Hitzewelle +++
Zum anstehenden sommerlichen Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog. Dorthin dürfen wegen der Corona-Pandemie weiterhin samstags und sonntags keine Tagesgäste reisen, an den übrigen Tagen nur maximal 600. "Wir werden aber aufstocken auf 800, weil es so gut läuft", kündigte Langeoogs parteilose Bürgermeisterin Heike Horn an. Voraussichtlich Anfang nächster Woche soll dann auch die Wochenendsperre für Tagesgäste gekippt werden - 300 bis 400 seien dann denkbar. Auf der Insel verteilten sich Urlauber, Ausflügler und Bewohner ohnehin gut, sagte Horn. "Uns geht es um die Entzerrung auf der Fähre."

+++ 03:42 Bolsonaro will für 300 Millionen Euro britischen Impfstoff kaufen +++
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat per Dekret verfügt, dass 1,9 Milliarden brasilianische Real (rund 300 Millionen Euro) für die Anschaffung und Produktion des vom britischen Hersteller Astrazeneca und der Oxford Universität entwickelten potenziellen Corona-Impfstoffs eingeplant werden. Brasiliens Gesundheitsminister Eduardo Pazuello sagte, der Impfstoff könnte für die Bevölkerung des Landes im Dezember oder Januar zur Verfügung stehen – das Mittel sei das "weltweit vielversprechendste" im Kampf gegen das Virus. Pazuello sagte weiter, Brasilien solle zunächst 100 Millionen Dosen des Impfstoffs erhalten, womit die halbe Bevölkerung geimpft werden könne. Anschließend solle das Mittel lokal weiterproduziert werden.

+++ 02:50 Zehntausende Flüchtlinge kehren wegen Corona nach Venezuela zurück +++
Mehr als 95.000 Venezolaner, unter denen vermutlich die meisten vor der Wirtschaftskrise ihres Landes nach Kolumbien geflüchtet waren, sind angesichts der Corona-Krise in die Heimat zurückgekehrt. Weitere 42.000 planten eine Rückkehr, hieß es in einer Erklärung der kolumbianischen Migrationsbehörde. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Coronavirus haben das Leben der venezolanischen Flüchtlinge in Kolumbien und anderen Ländern Südamerikas noch schwieriger gemacht. Viele besitzen keine Papiere und haben als erste ihre Jobs als Tagelöhner und fliegende Händler verloren. Die Rückkehr wird inzwischen dadurch erschwert, dass der autoritär regierende Präsident Maduro die Zahl der Rückkehrer an den Grenzübergängen beschränkt und diese in Quarantäne-Zentren gesteckt hat. Ihnen wird vorgeworfen, zur Ausbreitung des Coronavirus beizutragen.

+++ 01:59 Griechenland schließt nachts Grenzen - neue Regeln für Urlaubsinsel +++
Nach einem Anstieg der Coronavirus-Infektionsraten schließt Griechenland nachts seine Grenze. Nur die Grenzübergänge zu Bulgarien bleiben in der Nacht geöffnet, wie die Regierung mitteilte. Der Zivilschutz gab zudem strenge neue Regeln für die kleine Insel Poros nahe Athen bekannt, wo es zuletzt vergleichsweise viele Neuansteckungen gab. Auf Poros gilt nun überall eine Maskenpflicht und für Restaurants und Bars eine Sperrstunde. Treffen mit mehr als neun Teilnehmern sind auf der Insel untersagt. Im europäischen Vergleich hat Griechenland allerdings weiterhin relativ niedrige Ansteckungsraten. Seit Beginn der Tourismussaison verzeichnet das Land jedoch einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen.

+++ 01:10 Forscher rechnen mit 140.000 weiteren US-Toten bis Ende November +++
Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle. Das Modell des Instituts befürchtet nun bis 1. Dezember 295.000 Tote. Vor der jüngsten starken Zunahme der Neuinfektionen in den USA hatte das Modell bis 1. November noch mit rund 230.000 Toten gerechnet.

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+++ 00:37 CDU-Politiker fordern generelles Reiseverbot für Risikogebiete +++
Nach der Ankündigung verpflichtender Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten fordert der CDU-Wirtschaftsrat ein generelles Reiseverbot für solche Regionen. "Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden", sagte Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des CDU-nahen Verbands, der "Bild". "Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden, als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht." Das Arbeits- und Schulleben ein zweites Mal wegen hoher Neuinfektionszahlen herunterzufahren, könne sich die Bundesrepublik "nur unter erheblichsten Schwierigkeiten nochmal leisten".

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+++ 00:02 Frankreich öffnet Unis trotz stark steigender Fallzahlen +++
Trotz steigender Infektionszahlen sollen die französischen Universitäten nach sechsmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie im September wieder öffnen. In den Unterrichtsräumen wird den Studenten aber dringend das Tragen von Masken empfohlen, wie das Hochschulministerium mitteilte. Sie sollen außerdem mindestens einen Meter Abstand halten. In Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche stark angestiegen. Vom 27. Juli bis zum 2. August wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde 7565 Menschen positiv gestetet - das waren 33 Prozent mehr als in der Vorwoche, als 5695 Neuinfektionen hinzugekommen waren.

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+++ 23:16 WHO warnt vor "Impfstoff-Nationalismus" +++
Die Weltgesundheitsorganisation hat vor einem weltweiten Verteilkampf um einen möglichen Corona-Impfstoff gewarnt. "Impfstoff-Nationalismus ist nicht gut, er wird uns nicht helfen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Um die Pandemie schnell zu überwinden, müsse sich die Welt "gemeinsam erholen". In der globalisierten Welt seien alle Länder miteinander verflochten. Die reichen Länder könnten das Coronavirus daher nicht allein besiegen, solange es in den armen Ländern weiter auf dem Vormarsch sei. Um sich den Zugang zu einem Impfstoff zu sichern, haben bereits einige Länder vorab Kaufverträge für Millionen von Impfdosen mit Pharmafirmen abgeschlossen.

+++ 22:27 Spahn: Können mit 1000 Neuinfektionen umgehen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. "Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann", sagte der CDU-Politiker dem ZDF. "Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen."

+++ 22:00 Wieder fast 1000 Neuinfektionen in Deutschland +++
In Deutschland haben sich innerhalb eines Tages erneut fast 1000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - konkret meldeten die Länder 969 Neuinfektionen. Damit geht der Trend bei den Ansteckungen weiter nach oben. Die mit Abstand meisten Corona-Fälle meldet Nordrhein-Westfalen (425), danach folgt Bayern (89). Seit Beginn der Pandemie starben 9178 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Laut RKI-Schätzungen sind 195.016 Erkrankte mittlerweile genesen.

+++ 21:30 Dänemark lockert Versammlungsgebot doch nicht +++
Angesichts steigender Fälle nimmt Dänemark Abstand von einer Lockerung der Auflagen für öffentliche Versammlungen. Die Epidemie müsse unbedingt weiter unter Kontrolle gehalten werden, sagt Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Ursprünglich sollte am Samstag die Obergrenze für Teilnehmer bei öffentlichen Versammlungen von 100 Personen auf 200 erhöht werden.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, jpe/fzö/mra/rts/dpa/AFP