Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:45 Niedersachsen: Touristen dürfen bleiben +++

Anders als in Schleswig-Holstein müssen Touristen ihren Urlaub in Niedersachsen nicht abbrechen, wenn sie vor Beginn des neuen Teil-Lockdowns anreisen. Das geht aus der am Nachmittag veröffentlichten neuen Verordnung des Landes hervor. Aufenthalte mit Übernachtung, die bereits vor dem 2. November angetreten worden seien, müssten nicht abgebrochen werden, heißt es in der Regelung des Landes.

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Wer derzeit auf Langeoog urlaubt macht, darf bleiben. Touristen auf Sylt trifft es härter.

(Foto: imago images/localpic)

+++ 17:15 Niederlande besorgt über Zuwachs bei Intensivpatienten +++
In den Niederlanden sind erstmals mehr als 11.000 Neu-Infektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM registrierte 11.141 Fälle, wie das Institut in Bilthoven bei Utrecht mitteilte. Die überraschend hohe Zunahme wurde zum Teil damit erklärt, dass wegen einer technischen Störung am Mittwoch Meldungen erst jetzt gezählt worden seien. Die Regierung hatte verschärfte Maßnahmen angekündigt, sollte die Infektionsrate nicht deutlich sinken. Mitte Oktober war in den Niederlanden der Teil-Lockdown verhängt worden. Das RIVM ist trotz der Rekordwerte zuversichtlich. Die Verbreitung des Virus verlangsame sich. Besorgniserregend sei jedoch die Zunahme bei den Patientenzahlen in Krankenhäusern und auf Intensivstationen. Auch die Anzahl der Todesfälle steigt. In den vergangenen sieben Tagen waren täglich im Schnitt 54 Tote gemeldet worden, in der Vorwoche waren es 37.

+++ 16:40 Studie deckt hohe Dunkelziffer bei Kindern auf +++
Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München haben einen neuen Ansatz zur Messung von Antikörpern gegen Sars-CoV-2 entwickelt und dabei eine vielfach höhere Ansteckungsrate bei Kindern nachgewiesen. Die Forscher griffen auf eine frühere Studie aus dem ersten Halbjahr zurück. Darin war in Bayern die Infektionsrate bei Kindern zwischen 1 und 18 Jahren mittels 12.000 Blutproben ermittelt worden. Die neue Methode ergab nun eine um das sechsfache höhere Ansteckungsrate bei Kindern. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der Kinder mit Antikörpern zeigten keine Symptome. Rund ein Drittel (35 Prozent) der Kinder, die mit einem auf das Virus positiv getestetem Familienmitglied zusammenlebten, wiesen Antikörper auf. Dies deutet laut den Wissenschaftlern auf eine höhere Übertragungsrate hin als in bisherigen Studien beschrieben - und damit auch auf eine höhere Dunkelziffer bei Kindern. Bei dem neuen Testverfahren handelt es sich um einen zweistufigen und zweifach-positiven Ansatz. Dieser führt zu besonders genauen Ergebnissen.
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Antikörpermessungen legen den Verdacht nahe, dass Kinder viel häufiger Träger des Virus sind als bislang vermutet.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 16:10 Kriminalpolizisten helfen Berliner Gesundheitsämtern +++
Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden hat zehn Mitarbeiter zur Kontaktnachverfolgung nach Berlin geschickt. Seit Donnerstag seien sie in den Gesundheitsämtern in Neukölln und Mitte tätig, teilte die Behörde mit. Der Einsatz sei bis zum 23. Dezember befristet. Das Unterstützungsangebot könne bei Bedarf bundesweit auf weitere Gesundheitsämter ausgeweitet werden. Die BKA-Mitarbeiter sollen Covid-19-Patienten telefonisch zu ihren Kontakten befragen sowie mögliche Kontakte benachrichtigen. Darüber hinaus sollen sie die Menschen in Risikogruppen einteilen und die Ergebnisse dokumentieren. Das BKA setzt nach eigenen Angaben mit der Entsendung seiner Mitarbeiter einen Beschluss von Bund und Ländern vom 14. Oktober um, in dem Mitarbeiter der Bundesverwaltungen dazu aufgerufen wurden, den öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Kontaktnachverfolgung kurzfristig personell zu unterstützen.

+++ 15:37 Max-Planck-Forscher: Zahl der Toten wird sich verdoppeln +++
Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 könnte sich in Deutschland nach Einschätzung von Max-Planck-Forschern in den ersten beiden Novemberwochen jeweils verdoppeln. Anfang November könnten wöchentlich 500 bis 800, möglicherweise sogar mehr Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus sterben, berichtete das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Grundlage ist eine modellhafte Analyse einer Forschergruppe um Viola Priesemann. Demnach sind die immer noch relativ niedrigen Zahlen von Todesfällen darauf zurückzuführen, dass sich Sars-CoV-2 bis Ende September vor allem bei unter 60-Jährigen ausbreitete. Seither steige die Zahl der gemeldeten Infektionen auch bei Menschen über 60 Jahren. Das führe mit einem Zeitverzug von etwa zwei Wochen auch zu einem Anstieg der Todesfälle, der bereits jetzt klar zu beobachten sei.

*Datenschutz

 

+++ 15:05 Trump rechnet hohe Opferzahlen klein +++
US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der in den USA auf eine Rekordhöhe gestiegenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus heruntergespielt. "Mehr Tests entsprechen mehr Fällen", schrieb er auf Twitter. Krankenhäuser seien inzwischen viel besser vorbereitet und die Behandlungsmethoden funktionierten, schrieb er weiter. Die Zahl der Tests ist jedoch deutlich langsamer angestiegen als jene der täglich gemeldeten Neuinfektionen. Gesundheitsexperten sind deshalb wegen des jüngsten Anstiegs sehr besorgt. Am Donnerstag erreichten die USA mit 88.521 bestätigten Infektionen einen neuen Tagesrekord, wie Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) zeigten. Das waren fast 10.000 Infektionen mehr als noch am Vortag. Trump schrieb in seinem Tweet weiter, die Zahl der Todesfälle sei "stark gesunken", ohne dabei einen Vergleichszeitraum zu nennen. Im April etwa waren in den USA teils mehr als 2000 Menschen pro Tag gestorben. Zuletzt hatte die Opferzahl bei rund 1000 Toten gelegen.

 

+++ 14:41 Söder: "Lage ernster als im Frühjahr" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Corona-Situation in Deutschland als angespannter als während der ersten Infektionswelle bezeichnet. "Es ist ernster als im Frühjahr", sagte Söder in einer Regierungserklärung im bayerischen Landtag in München. Es seien nun Geduld, gute Nerven, Optimismus und vor allem Rücksicht notwendig. "Nur durch Rücksicht werden wir Corona stellen." Manche hätten den Ernst der Lage noch nicht verstanden. Söder verwies auf die zunehmend angespannte Lage in den Krankenhäusern. "Die Zahl der belegten Betten steigt deutlich." Wenn aber die Versorgung der Patienten nicht mehr gewährleistet und die Kapazitäten ausgeschöpft seien, werde die Gefahr für den einzelnen Patienten noch einmal dramatisch höher.
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+++ 14:20 Touristen müssen Schleswig-Holstein bis 2. November verlassen +++
Touristen müssen spätestens bis zum 2. November aus Schleswig-Holstein abreisen. Für Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie den Autozügen, teilte die Landesregierung in Kiel mit und verwies auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse für einen Teil-Lockdown im November.
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Am Strand von Sylt wird es ab dem 2. November noch einsamer.

(Foto: imago images/Blaulicht News)

+++ 13:59 Neuinfektionen in Österreich klettern rasant +++
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5627 neuen Fällen gezählt, wie die Ministerien für Gesundheit und Innen in Wien berichteten. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag, als 4453 neu mit dem Virus angesteckte Menschen registriert wurden. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen genannt, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern.

+++ 13:27 Polen mit neuem Höchststand bei Neuinfektionen +++
Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen hat in Polen den vierten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium in Warschau vermeldete 21.629 positive Tests innerhalb von 24 Stunden. Am stärksten betroffen war die Region um die Hauptstadt Warschau mit mehr als 3400 neuen Fällen. Im gleichen Zeitraum starben 202 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekordwert war mit 20.156 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden.

+++ 12:41 Martinsumzüge in NRW verboten +++
Martinsumzüge sind in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen verboten. Das teilte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums mit. Die neue Corona-Schutzverordnung erlaube Veranstaltungen nur noch dann, wenn sie der Daseinsvorsorge dienten oder einen beruflichen Grund hätten.

+++ 12:20 Polizist soll Corona-Skeptikern Demo-Tipps gegeben haben +++
Ein Beamter der Kölner Bundespolizei soll Corona-Skeptikern Tipps gegeben haben, wie sie sich bei Demonstrationen gegen den Zugriff durch Polizisten wehren können. Die Bundespolizei prüfe mehrere Sprachnachrichten, die der Beamte in einer Chatgruppe des Messengerdienstes Telegram gepostet habe, sagte eine Behördensprecherin. Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" bot der Mann den Gruppenmitgliedern seine Unterstützung an. Wenn die Polizei zum Beispiel bei einer Demo einen bestimmten Teilnehmer ins Visier nehme, sollten andere Demonstranten die Polizisten durch "ganz einfaches Blocken" oder "einfaches Einhaken" von ihm fernhalten, riet er laut Zeitung in einer Sprachnachricht.

+++ 12:11 Bundestag lockert Anwesenheitspflicht +++
Der Bundestag hat die Pflicht der Abgeordneten zur Anwesenheit im Parlament gelockert. Für den kommenden Dienstag wurde die Präsenzpflicht bei Sitzungen aufgehoben, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mitteilte. Betroffen davon sind Gremiensitzungen wie die der Fraktionen, die jeweils dienstags stattfinden. Die Einigung wurde im Ältestenrat zwischen allen Fraktionen außer der AfD erzielt. Formal gilt der Dienstag nicht als Sitzungstag, die Abgeordneten müssen sich deshalb nicht in Anwesenheitslisten eintragen. Für die am Mittwoch beginnenden Plenarsitzungen gilt die Ausnahmeregelung nicht. Hier herrscht weiter Präsenzpflicht.

+++ 11:35 Laschet: Verzichten Sie auf Halloween-Partys +++
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat dazu aufgerufen, am Wochenende auf Halloween-Partys zu verzichten. "Wir appellieren an jeden: Selbst wenn am 2. November die Verordnung erst in Kraft tritt, verzichten Sie auf die üblichen Halloween-Partys und alles, was an diesem Wochenende stattfinden könnte", sagte Laschet im Düsseldorfer Landtag. "Sie werden streng kontrolliert werden, und die Polizei und die Ordnungsämter werden vor Ort keinen Missbrauch dulden."

+++ 11:04 Kanzleramtschef Braun: Keine Kontrollen im privaten Bereich +++
Kanzleramtsminister Helge Braun erteilt Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen im privaten Bereich eine Absage. "Keine proaktiven Kontrollen im Privatbereich, aber sehr deutliche Kontrollen im öffentlichen Bereich", sagte er im Bayerischen Rundfunk. "Alle müssen sich wirklich sehr, sehr konsequent an die Regeln halten." Braun verwies darauf, dass die am Mittwoch beschlossenen Corona Maßnahmen Mitte November auf den Prüfstand gestellt würden.

+++ 10:30 Österreich und Italien fast ganz als Risikogebiete eingestuft +++
Die Bundesregierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fünf EU-Länder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte.

+++ 10:21 57 Infizierte in Fleischbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern +++
In einem Fleischbetrieb bei Grimmen ist es einem Medienbericht zum bislang größten Corona-Ausbruch in Mecklenburg-Vorpommern seit Beginn der Pandemie gekommen. Wie die Ostsee-Zeitung schreibt, hat der Landkreis Vorpommern-Rügen 57 Fälle bei Mitarbeitern des Unternehmens und deren Kontaktpersonen gezählt.

+++ 10:11 Sieben-Tage-Inzidenz nun bundesweit über 100 +++
Die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnern erfassten Corona-Infektionen lag erstmals bundesweit über 100. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Berechnungen von ntv.de bei 107,2. Am Vortag lag der Wert laut Angaben des Robert-Koch-Instituts noch bei 99,0, vor vier Wochen (2.10.) noch bei 15,3. Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie hoch das aktuelle Fallaufkommen im Verhältnis zur Bevölkerung ausfällt.

+++ 09:35 Hans hält Lockdown-Verlängerung für möglich +++
Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hält eine Verlängerung des Lockdowns in den Dezember hinein für möglich, sollten die Infektionszahlen nicht entscheidend sinken und die Kontaktnachverfolgung schwierig bleiben. "Dann müssen wir besprechen, was wir machen. Natürlich gibt es dann verschiedene Optionen. Man kann noch schärfere Maßnahmen machen, wir schließen ja auch nicht alles. Man kann das Ganze verlängern", sagt der CDU-Politiker RTL/ntv. Der Plan aber sei, mit den vier Wochen durchzukommen.

+++ 09:22 Russland meldet mehr als 18.000 neue Fälle +++
18.283 Neuinfektionen binnen eines Tages haben die Behörden in Russland gemeldet. Allein 5268 Ansteckungsfälle wurden in Moskau nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus legte um 355 auf 27.656 zu. Russland verzeichnet nach den USA, Indien und Brasilien die meisten Infektionsfälle, weist aber im Vergleich zu diesen Ländern deutlich weniger Todesfälle aus.

+++ 09:00 So ist die Intensivbetten-Belegung in Deutschland +++
Angesichts der hohen Fallzahlen droht Deutschland eine Überlastung der Krankenhäuser, die Zahl der Covid-Intensivpatienten steigt. Daten aus dem Divi-Register, die das Datenteam von ntv.de für Sie aufbereitet hat, zeigen die aktuellen Kapazitäten an. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:46 Mehr als 13.000 Neuinfektionen in Tschechien +++
Die tschechischen Behörden haben 13.051 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das Land mit seinen rund 10,7 Millionen Einwohnern verzeichnet damit inzwischen insgesamt über 310.000 nachgewiesene Ansteckungsfälle. Tschechien kämpft mit einer der am schnellsten steigenden Infektionsraten in Europa. Zuletzt starben 187 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 2862 Todesfälle.

+++ 08:15 Unions-Haushaltsexperte: Geld für Überbrückungshilfe ist da ++
Der Haushaltsexperte der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg, hat betont, dass für die Überbrückungshilfe für Unternehmen während des Teil-Lockdowns im November keine neuen Schulden nötig sind. Diese zehn Milliarden Euro Überbrückungshilfe seien kein zusätzliches Geld, sagte er am Morgen in der ARD. Im zweiten Nachtragshaushalt seien für Überbrückungsprogramme für Unternehmen 25 Milliarden Euro vorgesehen worden. "Davon sind noch gute 20 Milliarden vorhanden", sagte Rehberg.

+++ 07:39 Heil bei Recht auf Homeoffice kompromissbereit ++
Im Streit mit der Union um ein Recht auf Homeoffice zeigt sich Arbeitsminister Hubertus Heil kompromissbereit. "Wir können uns jetzt zusammensetzen und einen vernünftigen Rechtsrahmen entwickeln", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Es habe ihn gefreut, dass die CDU neue gesetzliche Regelungen nicht mehr ablehne. Es gehe jetzt nicht nur darum, den Arbeitnehmern eine Möglichkeit für mobiles Arbeiten zu schaffen. Es gehe auch darum, Lücken im Versicherungsschutz zu schließen oder die Frage der Arbeitszeiten im Homeoffice zu regeln. "Ich würde das gerne in dieser Wahlperiode noch hinkriegen", sagte Heil. Der Bundesarbeitsminister setzt sich für einen Rechtsanspruch auf mindestens 24 Tage Homeoffice im Jahr für Angestellte ein. Dagegen rührte sich aber Widerstand beim Koalitionspartner CDU/CSU, ebenso aus der Wirtschaft.

+++ 07:09 Elbphilharmonie-Intendant befürwortet Lockdown +++
Der Intendant der Hamburger Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, hat Verständnis für den Teil-Lockdown und den damit einhergehenden weitgehenden Stillstand des kulturellen Lebens geäußert. "Es ist zwar schade um die vielen schönen Konzerte im November, aber ich halte die Entscheidung prinzipiell für den richtigen Weg, um die Pandemie in den Griff zu bekommen", sagte Christoph Lieben-Seutter der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben seines Hauses fallen in den vier Wochen vom 2. November an 146 Veranstaltungen in der Elbphilharmonie und in der Laeiszhalle aus, "viele davon waren ausverkauft". Die Besucher würden direkt kontaktiert und das Geld für ihre Tickets unbürokratisch erstattet bekommen.

+++ 06:22 RKI meldet mehr als 18.000 Neuinfektionen +++
Das Coronavirus breitet sich in Deutschland in Rekordtempo aus. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen erstmals mehr als 18.681 nachgewiesene Neuinfektionen an einem Tag. Am Donnerstag waren es noch 16.774. Seit Ausbruch der Seuche wurden laut RKI insgesamt 499.694 Infektionen registriert. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 77 auf insgesamt 10.349. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:32 Hotelpreise sinken während Corona-Krise weltweit deutlich +++
Die Übernachtungspreise in Hotels und Ferienhäusern sind während der Corona-Pandemie weltweit deutlich eingebrochen. Die Kosten für eine Übernachtung sanken im internationalen Durchschnitt um 17 Prozent. Dies hat eine Untersuchung der Hotelpreise an 75 Reisezielen des Reiseveranstalters Dertour ergeben, die den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorliegt. Spitzenreiter der Verlierer ist Amsterdam mit einem Hotelpreisrückgang von rund 51 Prozent. In Deutschland gingen die Unterkunftspreise im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 9 Prozent zurück. Am stärksten sackten bundesweit die Preise in München mit fast 29 Prozent in den Keller. Auf Mallorca reduzierten sich die Zimmerkosten im Schnitt um 17,7 Prozent.

+++ 05:08 WHO warnt vor negativen Nebeneffekten landesweiter Lockwdowns +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor negativen Nebeneffekten landesweiter Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Zwar könnten strikte Beschränkungen dabei helfen, Ansteckungsketten zu unterbrechen und zur Erholung des Gesundheitswesens beitragen, erklärt der Europa-Direktor der Organisation, Hans Kluge. Allerdings habe dies seinen Preis: So sei bei strikten Lockdown-Maßnahmen mit einem Anstieg bei psychischen Erkrankungen und häuslicher Gewalt zu rechnen. Kluge verweist auch auf den wirtschaftlichen Schaden durch strenge Einschränkungen. "Angesichts dieser Realitäten betrachten wir nationale Lockdowns als das Mittel der letzten Wahl, weil sie die nach wie vor bestehende Möglichkeit umgehen, jeden an grundlegenden und effektiven Maßnahmen zu beteiligen."

+++ 04:44 Krankenhausgesellschaft pocht auf Wiedereinführung der
Freihaltepauschale +++
Angesichts der stark steigenden Zahl von Corona-Patienten fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft die Wiedereinführung der sogenannten Freihaltepauschale für Klinikbetten. Die Krankenhäuser hätten im Frühjahr bewiesen, wie schnell sie Kapazitäten frei bekommen könnten, sagt ihr Präsident Gerald Gaß der "Rheinischen Post". Zudem habe man heute mehr technische Kapazitäten aufgebaut, als man sie im März hatte. Freihaltequoten seien in dieser Situation sinnvoll und müssten mit entsprechenden finanziellen Sicherheiten für die Krankenhäuser flankiert werden. "Die Wiedereinführung der Freihaltepauschale ist zwingend, damit die Krankenhäuser in finanzieller Hinsicht den Rücken frei haben", so Gaß. "Wir wollen anders als im Frühjahr keinen flächendeckenden und unkoordinierten Lockdown in den Kliniken." Dies würde gestuft und vor Ort besser abgestimmt erfolgen. Hier arbeiteten die Krankenhäuser in den Regionen in gut funktionierenden Netzwerken zusammen.

+++ 04:27 Negativrekord: Mehr als 90.000 neue Corona-Fälle in den USA +++
Die USA haben am Donnerstag so viele neue Corona-Infektionen registriert wie noch nie. Den Daten der "New York Times" zufolge kamen 90.446 neue Fälle hinzu. Der bisherige Höchstwert wurde am 23. Oktober mit 84.169 Fällen gemeldet. Weltweit hält Indien mit 97.894 Infektionen den bisherigen Spitzenwert für registrierte Neuinfektionen an einem einzelnen Tag.

Neben den Neuinfektionen nehmen in den USA auch die Todesfälle und Krankenhausaufenthalte zu. Zum dritten Mal im Oktober starben binnen 24 Stunden mehr als 1000 Menschen mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA auf 229.000.

+++ 03:51 Verdi- fordert 150-Euro-Zuschlag für Hartz-IV-Empfänger im November +++
Verdi-Chef Frank Werneke fordert einen Bonus für Hartz-IV-Bezieher für die Zeit des bestehenden Teil-Lockdowns in Deutschland. Da die Bereitstellung von Lebensmitteln durch die Tafeln derzeit nicht funktioniere, kämen viele Bezieher von Grundsicherung nicht über die Runden, sagt Werneke der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb solle es einen Zuschlag von 150 Euro auf die Regelsätze zumindest für den Monat November geben. Werneke schließt sich damit entsprechenden Forderungen von Wohlfahrtsverbänden an. Ab kommenden Montag greifen umfangreiche Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland.

+++ 03:18 Ökonomen warnen: Lockdown-Nothilfe reichen nicht aus +++
Führende Ökonomen halten die staatliche November-Nothilfe für Gastronomen und andere vom geplanten Teil-Lockdown betroffene Branchen längerfristig für nicht ausreichend. "Die Erstattung des Umsatzausfalls ist sicher zielführend", sagt der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, der "Rheinischen Post". "Ob allerdings 75 Prozent ausreichen, dürfte fraglich sein, je länger der Lockdown dauert." Die Gewinnmargen in konsumnahen Branchen seien schließlich gering. "Insofern kann es trotz der Hilfen zu einem massiven Unternehmenssterben kommen", so der IW-Direktor. Zudem hätten Einzelhändler keine Aussicht auf Hilfe, obwohl auch ihre Geschäfte leiden würden, wenn in Innenstädten Cafés und Restaurants schließen müssten.

+++ 02:42 Bolsonaro bezeichnet neue Lockdowns als "verrückt" +++
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält den erneuten Lockdown einiger Länder im Kampf gegen die Corona-Pandemie für übertrieben. Dies sei "verrückt", sagt Bolsonaro angesichts der Bemühungen in vielen westlichen Ländern, die zweite Corona-Welle abzumildern. In Frankreich etwa gelten ab diesem Freitag neue Beschränkungen. "Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause", appellierte Präsident Emanuel Macron an seine Landsleute.

+++ 02:09 China meldet weniger Corona-Neuinfektionen +++
China meldet weniger Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen 24 Stunden auf 25 gesunken, nachdem es zuvor noch 47 gewesen seien, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilt. Die neuen Fälle seien mit einer Ausnahme aus Übersee importiert worden. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Covid-19-Fälle in der Volksrepublik liegt nun bei 85.940. Die Zahl der Todesfälle verharrte unverändert bei 4634.

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+++ 01:37 Apple schließt fast alle Geschäfte in Frankreich +++
Der iPhone-Hersteller Apple schließt wegen der Pandemie vorübergehend die meisten seiner Läden in Frankreich. 17 von 20 Geschäften sollen ab Freitag geschlossen bleiben, steht auf der Homepage des US-Konzerns. Die 15 Apple-Stores in Deutschland sollen demnach geöffnet bleiben. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Reaktion zu erreichen. In Frankreich beginnt an diesem Freitag ein einmonatiger Lockdown, in Deutschland folgt ein teilweiser Lockdown ab Montag.

+++ 01:03 Zahl der Toten in Frankreich steigt auf mehr als 36.000 +++
In Frankreich erhöht sich die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben auf mehr als 36.000. 250 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen der Viruserkrankung Covid-19 gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Corona-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, steigt den Angaben zufolge auf 3147 - ein Plus von 395 im Vergleich zum Vortag. Insgesamt werden derzeit mehr als 21.600 mit dem Coronavirus Infizierte in französischen Krankenhäusern behandelt.

+++ 00:22 Brasilien meldet insgesamt fast 159.000 Tote +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 26.106 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf fast 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 513 auf 159.969 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 23:32 Biontech-Chef erwartet in Kürze erste Daten aus Impfstudie +++
Biontech-Chef Ugur Sahin erwartet in Kürze erste Daten aus der entscheidenden Wirksamkeitsstudie des Unternehmens mit seinem potenziellen Corona-Impfstoff. "Wir werden sicherlich in zwei Wochen schlauer sein", sagt Sahin dem VRM-Medienhaus. Er rechne mit ersten Daten Ende Oktober, Anfang November. "Es wird nicht mehr lange dauern." Dann werde sich zeigen, ob der Impfstoff in der Lage sei zu schützen. "Wir sind optimistisch." Mitte November könnten bei positiven Daten Unterlagen bei der US-Gesundheitsbehörde FDA für eine Notfallgenehmigung eingereicht werden.

+++ 22:57 Amazon verdreifacht Gewinn +++
Der Trend zum Einkauf im Internet verhilft dem weltgrößten Online-Händler Amazon in der Corona-Krise weiter zu glänzenden Geschäften. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilt. Der Gewinn verdreifachte sich auf 6,3 Milliarden Dollar. Auch das lukrative Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet florierte weiter, Amazons Flaggschiff AWS erhöhte die Erlöse hier um 29 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Insgesamt übertrafen die Quartalszahlen die Prognosen klar, dennoch reagierte die Aktie nachbörslich zunächst verhalten. Der Kurs ist seit Jahresbeginn allerdings auch schon um mehr als 70 Prozent gestiegen.

+++ 22:22 Merkel mahnt offene Grenzen in Europa an +++
Bei einer Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs beschwört Kanzlerin Merkel die anderen Mitgliedsländer, trotz steigender Infektionszahlen die Grenzen geöffnet zu halten. Dies sei für Deutschland "als Land in der Mitte Europas" wichtig, erklärte ihr Sprecher Seibert. Es müsse "einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf" geben und die EU koordiniert die Pandemie bekämpfen. Österreichs Kanzler Kurz schloss sich Merkel in dieser Forderung an.

+++ 22:09 Rio lässt Straßenkarneval ausfallen +++
Rio de Janeiro sagt den weltberühmten Straßenkarneval im Februar ab. Dies berichtete das Nachrichtenportal "G1". Demnach hätten Vertreter von Karnevalsgruppen, die städtische Tourismusagentur Riotur und Spezialisten für Gesundheit und öffentliche Sicherheit die Absage nach einer Online-Besprechung festgelegt. Dem Bericht zufolge waren sich alle Teilnehmer einig, dass eine Veranstaltung von der Größe des Straßenkarnevals von Rio in der Corona-Pandemie weder sinnvoll noch sicher ist. Ende September hatte Rio bereits die Umzüge im Sambodrom verschoben. Sie sollten im Februar stattfinden.

Die wichtigsten Entwicklungen zur bisherigen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, jpe/bad/dpa/rts/AFP