Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:54 Uni-Kliniken: Infektionszahlen müssen sinken +++

Vertreter von Universitätskliniken in Deutschland haben vor einem weiteren Anstieg der Corona-Infektionszahlen gewarnt. "Um die Kliniken zu entlasten und länger anhaltende Einschränkungen zu Lasten von Nicht-Covid-19-Patientienten zu verhindern, muss die Zahl der Neuinfektionen unbedingt sinken", sagte der Vorstandsvorsitzende der Charité und Leiter des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM), Heyo K. Kroemer, in Berlin. Seit einigen Tagen sei in vielen Universitätskliniken Deutschlands zwar ein etwas verlangsamter Anstieg der Zahlen von stationär Behandelten und beatmeten Patienten zu beobachten. Doch vor allem in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und Köln bleibe die Lage angespannt, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des NUM und des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD). Steige die Zahl der Neuinfektionen weiter an, drohe in Deutschland eine Situation wie in Nachbarländer, wo die die Intensivkapazitäten am Limit angelangt seien und Schwerkranke nicht mehr behandelt werden könnten.

+++ 17:20 Luxemburg muss in den Teil-Lockdown +++
Luxemburg verschärft seine Corona-Maßnahmen: Voraussichtlich ab diesem Donnerstag müssen Gastronomie sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis zum 15. Dezember schließen. "Wir ziehen die Notbremse", sagte Premierminister Xavier Bettel. Die sozialen Kontakte "müssen für drei Wochen auf ein Minimum reduziert werden". Künftig dürften nur noch maximal zwei Personen, die nicht zum Haushalt gehören, eingeladen werden. "Wir bitten darum, dass man drei Wochen auf bestimmte Dinge verzichtet." Laut Gesetz müssen Kinos, Theater und Fitnessstudios dicht machen, Museen und Bibliotheken bleiben offen. Der Schulbetrieb soll weiterlaufen.

Luxemburg weist nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) europaweit die höchste 14-Tage-Inzidenz auf. In den vergangenen 14 Tagen haben sich pro 100.000 Einwohner 1279 Menschen in dem Großherzogtum mit dem Coronavirus infiziert.

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+++ 16:53 Wacker Chemie produziert Curevac-Impfstoff +++
Das schwäbische Biotechunternehmen Curevac lässt einen Teil seines geplanten Corona-Impfstoffs vom bayerischen Pharma- und Chemiekonzern Wacker produzieren. Wacker Chemie will im ersten Halbjahr 2021 an seinem Standort in Amsterdam mit der Produktion einer Wirkstoffsubstanz für den Curevac-Impfstoff CVnCoV beginnen, wie die Partner mitteilen. Die Kapazität von zunächst mehr als 100 Millionen Dosen pro Jahr könne bei Bedarf erweitert werden.

+++ 16:23 Hotspot Hildburghausen erwartet 7-Tage-Inzidenz von 500 +++
Der thüringische Landkreis Hildburghausen weist derzeit deutschlandweit die höchste 7-Tage-Inzidenz auf. Aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts geht hervor, dass sich in den vergangen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 396 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht: "Wir werden jetzt Richtung 500 marschieren", sagt CDU-Landrat Thomas Müller. Er befürwortet deshalb weitere Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Müller will auch Kitas und Schulen für eine gewisse Zeit schließen, auch weitere Kontaktbeschränkungen seien nötig.

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+++ 15:55 Woidke und Bouffier erwarten Lockdown-Verlängerung +++
Aus Sicht von Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke ist aktuell in der Corona-Pandemie "nicht die Zeit für Lockerungen". Entscheidend sei, dass Kitas und Schulen offen blieben, sagte er. Auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier rechnet mit einer Verlängerung der Maßnahmen bis etwa zum 20. Dezember. "Wir haben die steile Kurve der Infektionen gebrochen, aber wir haben immer noch viel zu hohe Zahlen", sagte der CDU-Politiker. "Aus meiner Sicht wird es darauf hinauslaufen, dass wir die vorhandenen Maßnahmen fortsetzen." Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

+++ 15:14 Plötzlicher Massentest: Chaos am Flughafen von Shanghai +++
Am Flughafen Shanghai ist Chaos ausgebrochen, nachdem mehrere Mitarbeiter des Bodenpersonals am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet wurden und die Verantwortlichen kurzerhand beschlossen, einen Massentest durchzuführen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Nach Angaben der Zeitung "Global Times" wurden Hunderte Flüge gestrichen, Tausende Flughafenmitarbeiter und Passagiere sollten getestet werden. Mehrere Twitter-Nutzer behaupten, der Flughafen sei nach Ankündigung des Massentests weitgehend abgesperrt worden. Auf mehreren Videos in sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie Sicherheitspersonal in Schutzkleidung versucht, in Panik geratene Menschen an der Flucht zu hindern.

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+++ 14:43 Roboter sollen Klinikzimmer desinfizieren +++
Roboter sollen in europäischen Krankenhäusern beim Desinfizieren von Patientenzimmern helfen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen teilte mit, dass 200 solcher Geräte sollen mit EU-Mitteln angeschafft und an Krankenhäuser verteilt werden sollen. Die Roboter bräuchten nur rund 15 Minuten, um ein Patientenzimmer mithilfe ultravioletten Lichts zu desinfizieren, ergänzte ein Kommissionssprecher. Sie sollen in den nächsten Wochen geliefert werden - welche Kliniken sie bekommen, werde rasch geklärt. Zur Anschaffung stünden zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

+++ 14:02 Lehrer fordern Dreisäulen-Hybridmodell für Unterricht +++
Der Deutsche Lehrerverband bevorzugt wegen der hohen Corona-Zahlen für den Schulbetrieb eine Lösung aus drei Elementen in besonders betroffenen Regionen. "Mit einem Dreisäulen-Hybridmodell aus täglich oder wöchentlich wechselndem Präsenzunterricht, aus Online-Unterricht und Freiarbeit zu Hause erreicht man sogar Schüler, die in Quarantäne sind", sagt Jürgen Böhm, Vizevorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes der "Zeit". Demnach sollten sich Bund und Länder auf einen einheitlichen Inzidenzwert einigen, ab dem dieser Hybridunterricht Pflicht sein soll.

+++ 13:37 Zahl der Intensivpatienten steigt weiter an +++
Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Deutschland steigt weiter kontinuierlich an. Laut dem aktuellen Tagesreport des Divi-Intensivregisters werden derzeit 3742 Infizierte (+33) intensivmedizinisch behandelt, 2161 davon (+29) werden beatmet. Noch vor einer Woche hatte der Wert bei 3436 (1971 beatmet) gelegen. Rund 6616 Intensivbetten sind derzeit den Angaben zufolge in den deutschen Kliniken noch frei, das entspricht einem Minus von 33 Betten.

+++ 13:17 Katalonien wagt erste Lockerungen +++
Nach fünfwöchiger Zwangsschließung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona vorsichtig wieder hochgefahren. Cafés, Restaurants, Kinos und Theater sowie andere Einrichtungen dürfen wieder öffnen. Das hatte die Regionalregierung der im Nordosten Spaniens gelegenen Region angesichts sinkender Infektionszahlen beschlossen. Eine nächtliche Ausgangssperre sowie das Verbot, an Wochenenden die Heimatgemeinde zu verlassen, bleiben allerdings bestehen. Das Auswärtige Amt in Berlin bleibt aufgrund der unsteten Virus-Lage in Spanien bei seinen Reisehinweisen: "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien wird derzeit mit Ausnahme der Kanarischen Inseln aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt", heißt es dort.

+++ 13:02 Laborärzte sprechen sich gegen Massenschnelltests aus +++
Die deutschen Laborärzte sprechen sich gegen Massentests nach slowakischem oder Südtiroler Vorbild aus und verteidigen die deutsche Teststrategie: Massentests seien immer nur eine Momentaufnahme und würden die Bevölkerung in falscher Sicherheit wiegen, sagte der Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Andreas Bobrowski zu ntv: "Der deutsche Weg - zum Arzt gehen, dort ärztliche Kriterien anlegen für die Auswahl der Patienten - ist ein wesentlich besserer." Demnach sei es wesentlich effektiver, dass Hausärzte vor dem Test eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung durchführten.

+++ 12:41 Merkel gibt Regierungserklärung am Donnerstag ab +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Donnerstag in einer Regierungserklärung vor dem Bundestag ihre Corona-Politik erläutern. "Der Bundesregierung war und ist es wichtig, das Parlament zu informieren und zu debattieren", sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert. Am Mittwoch will sich Merkel mit den Regierungschefs der Länder auf das weitere Vorgehen in der Corona-Politik verständigen. Bereits nach den Bund-Länder-Beratungen Ende Oktober hatte Merkel den Bundestag über die Ergebnisse informiert.

+++ 12:01 Zahl der Neuinfektionen in Russland auf neuem Höchststand +++
In Russland wurden Behördenangaben zufolge binnen 24 Stunden 25.173 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert. Das ist ein neuer Höchststand. Der bisherige Spitzenwert war am vergangenen Samstag mit 24.822 Neuinfektionen erreicht worden. Mit den nun zu Wochenbeginn neu verzeichneten Ansteckungen beträgt die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen in Russland mehr als 2,1 Millionen. Die Zahl der registrierten Todesfälle erhöhte sich um 361 auf insgesamt 36.540.

+++ 11:35 Unions-Länder lehnen Böllerverbot ab +++
Heute wollen sich die Bundesländer auf eine gemeinsame Linie für die Bund-Länder-Gespräche am Mittwoch einigen. In einem Punkt zeichnet sich dabei ein Streit ab: Die Unions-geführten Länder sprechen sich gegen ein Verbot von Feuerwerk an Silvester aus. Stattdessen setzten sie auf "Empfehlung und Appell", wie es in einem Papier heißt, das ntv vorliegt. Vorstellen können sie sich lediglich ein Verbot von Pyrotechnik auf belebten Plätzen. Zuvor hatten SPD-geführte Bundesländer in einer Beschlussvorlage ein Feuerwerksverbot ins Spiel gebracht. Verkauf, Kauf und das Zünden von Feuerwerk soll demnach verboten werden - etwa um die Einsatz- und Hilfskräfte zu entlasten und die Kapazitäten des Gesundheitssystems freizuhalten.

+++ 11:10 Internes Papier: Unions-Länder tragen Lockdown-Pläne mit +++
Auch die unionsgeführten Bundesländer wollen den im November geltenden Teil-Lockdown in der Corona-Krise bis zum 20. Dezember verlängern. Über eine Fortsetzung der Schließungen solle am 15. Dezember beraten werden, heißt es in einem Papier, das ntv vorliegt. Demnach schlagen die Unionsländer zudem eine Lockerungsmöglichkeit für die Länder vor, die weniger als 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben. Im Papier Berlins ist von einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 die Rede. Außerdem fordern die Unionsländer, die Novemberhilfe zur Unterstützung etwa der Gastronomie als Dezemberhilfe zu verlängern, heißt es in dem Papier.

+++ 10:26 Insgesamt mehr als 12,3 Millionen Infektionen in den USA +++
In den USA bewegen sich die Neuinfektionszahlen weiter auf hohem Niveau: Binnen 24 Stunden stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle um 141.641 auf insgesamt mehr als 12,3 Millionen seit Beginn der Pandemie. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich bezieht. Demnach starben mindestens 834 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 256.587 Todesopfer.

+++ 09:26 Schwesig pocht auf strenge Regeln für Hotspots +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig pocht vor den Corona-Beratungen mit den anderen Ländern und dem Bund auf strenge Regeln für Hotspots. "Die Zahlen sind gedämpft, aber sie bleiben weiter hoch. Und deshalb muss nach Auffassung vieler Länder der November-Shutdown fortgeführt werden, insbesondere in den Risikogebieten", sagte sie im Deutschlandfunk. Sie plädierte aber dafür, dass die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel gelockert werden. "Ich finde es richtig, dass man zu Weihnachten ermöglicht, dass zehn Personen zusammenkommen können", sagte Schwesig.

+++ 09:14 Bartsch: Söder soll nicht immer Hinweise an andere Länder geben +++
Der Fraktionsvorsitzende der Partei "Die Linke" im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die Pandemie-Politik des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in Teilen kritisiert. Konkret monierte er im "Frühstart" von RTL/ntv Söders Ankündigung, "dass er sich Maskenpflicht für alle" wünsche. Bartsch empfahl Söder, dass dieser "sich um Bayern kümmern" solle und "nicht immer Hinweise geben an alle anderen Länder, was zu tun ist". Mit Blick auf die bundesweite Virus-Lage sagte Bartsch: "Ich glaube, dass es kaum möglich sein wird, auf die Juli-Zahlen zu kommen. Das ist absurd. Wenn man sich die Länder anschaut, die an Deutschland grenzen, da sind die Zahlen überall viel höher." Bartsch fügte aber hinzu, dass eine Verlängerung des Teil-Lockdowns sinnvoll sei, wie in einer Beschlussvorlage der Bundesländer angekündigt. Dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben sollen, sei dabei ein "ganz wichtiger Punkt".

+++ 08:43 Aktuelle Virus-Lage: Zarte Erfolge im hohen Norden +++
In Deutschland überschreiten weiterhin 374 Regionen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Damit gelten fast 91 Prozent der deutschen Regionen als Corona-Hotspots. Das geht aus dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor (23. November, 0.00 Uhr). Demnach liegen von den 412 Regionen, die das RKI ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), nur elf unter der Warnschwelle von 35 Neuinfektionen. Am stärksten betroffen ist der Landkreis Hildburghausen in Thüringen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 395,6 (Vortag: 386,1) Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge weist den zweithöchsten Wert (387,2 | 408,0) auf, dahinter folgt die bayerische Stadt Passau (373,1 | 323,8). Im hohen Norden Deutschlands zeichnen sich derweil zarte Erfolge ab: Den bundesweit niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzwert weist laut RKI weiterhin der Kreis Schleswig-Flensburg (7,0 | 9,4) auf. Auch die Kreise Plön (12,4 | 12,4) und Rendsburg-Eckernförde (23,3 | 23,0) - beide ebenfalls in Schleswig-Holstein - liegen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter 25.

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+++ 07:58 Gastgewerbe mahnt weitere Finanzhilfen an +++
Das Gastgewerbe fordert mehr finanzielle Unterstützung des Bundes im Falle einer Verlängerung des Corona-Lockdowns. "Wenn die Politik am Mittwoch eine weitere Schließung von Hotels und Restaurants beschließt, muss es zeitgleich auch eine Zusage zur Fortführung dieser Hilfen geben. Aus der Novemberhilfe muss eine Winterhilfe werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post". Bereits von März bis Ende November habe der Umsatzverlust für die Branche 32 Milliarden Euro betragen. "Bei einer Fortsetzung der Schließung im Dezember drohen weitere hohe Verluste, da für die meisten Betriebe das Weihnachtsgeschäft eine hohe Relevanz hat", sagte Hartges. Zudem sei der "Verlust von Hunderttausenden Arbeitsplätzen zu befürchten".

+++ 06:49 Divi-Chef: Lage auf Intensivstationen spitzt sich zu +++
Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. "Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu", sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der "Rheinischen Post". Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. "Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die Krankenhäuser, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen", sagte Janssens. Jüngsten Divi-Daten zufolge stieg die Zahl der Intensivpatienten bis Sonntag um 79 auf 3709. 2132 von ihnen wurden invasiv beatmet. Derzeit sind rund 6650 Betten frei. Vor einem Monat wurden etwas mehr als 1100 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, vor zwei Monaten rund 290.

+++ 06:00 RKI registriert 10.864 Neuinfektionen +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 10.864 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das geht aus den jüngsten RKI-Angaben (Stand: 23. November, 0 Uhr) hervor. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen. Seit Beginn der Pandemie haben sich den RKI-Angaben zufolge mindestens 929.133 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14.112. Das RKI schätzt, dass rund 618.800 Menschen eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben.

+++ 05:07 Patientenschützer fordern Qualitätstest für Schnelltests +++
Patientenschützer verlangen geprüfte Angaben zur Zuverlässigkeit von Corona-Schnelltests. "In den letzten Wochen ist die Zahl der Anbieter von Schnelltests explodiert", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Bisher verlasse man sich dabei allein auf die Angaben des jeweiligen Herstellers. Nun müsse der Bundesgesundheitsminister dafür sorgen, "dass sofort staatlich anerkannte, unabhängige Labore die Qualität evaluieren." Es müsse unbedingt verhindert werden, dass Tests minderer Qualität zum Einsatz kommen - schließlich könne schon ein einziges falsches Testergebnis mehrere Todesfälle zur Folge haben. "

+++ 04:54 Lauterbach hält Zuschauer in Stadien für "völlig realitätsfremd" +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet nach dem nächsten Corona-Gipfel auch weitere Einschränkungen für den Sport. Sollten sich die Fallzahlen nicht gut entwickeln, "dann könnte ich mir gut vorstellen, dass wir den Freizeitsport und auch den Profisport, zumindest den Hallensport, komplett verbieten", sagte der Bundestagsabgeordnete im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga hätten sich zwar als sicherer erwiesen, als er gedacht habe. Aber: "Wenn es immer mehr Fälle gibt in den Clubs selbst, dann wird es schwierig", so Lauterbach. Forderungen aus den Bundesligen nach Zuschauern in den Stadien seien "zum jetzigen Zeitpunkt völlig realitätsfremd" - trotz der Hygienekonzepte.

+++ 04:14 Rechnungshof befürchtet ausufernde Neuverschuldung +++
Der Präsident des Bundesrechnungshofes, Kay Scheller, hat die Bundesregierung und Koalitionsfraktionen davor gewarnt, die Neuverschuldung unter dem Vorwand der Corona-Krise ausufern zu lassen. "Nicht alle neuen Schulden sind durch die Pandemie verursacht und lassen sich mit der außergewöhnlichen Notsituation begründen", sagte Scheller der "Rheinischen Post". "Unter dem Deckmantel der Corona-Krise werden Mittel für zukünftige Ausgaben und Wünsche in Sondervermögen geparkt", kritisierte er. Im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie will die Bundesregierung im nächsten Jahr deutlich mehr Geld ausgeben als bisher geplant.

+++ 03:19 Australische Bundesstaaten öffnen ihre Grenzen wieder +++
Die beiden bevölkerungsreichsten Staaten Australiens öffnen am Montag nach vier Monaten wieder ihre Grenzen. "Heute werden einige Leute, die seit März nicht mehr gearbeitet haben, zum ersten Mal wieder ein Flugzeug besteigen", sagt Alan Joyce, Chef der australischen Fluglinie Qantas dem lokalen Fernsehsender Seven News. New South Wales und Victoria hatten Anfang Juli - zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Spanischen Grippe 1919 - ihre Grenzen zur Eindämmung der zweiten Welle in Melbourne geschlossen. Victoria verzeichnet den 24. Tag in Folge keine Ansteckungen.

+++ 02:26 Großbritannien lockert wohl Quarantäneregeln für Reiserückkehrer +++
Die britische Regierung will rechtzeitig zum Weihnachtsfest die allgemeinen Quarantänebeschränkungen lockern. Reiserückkehrer aus Hochrisikoländern müssten anstatt den bislang 14 Tagen nur fünf Tage in Selbstisolation und ein negatives Testergebnis vorweisen, berichtet der "Telegraph". Die Regelung trete voraussichtlich am 15. oder 16. Dezember in Kraft.

+++ 01:34 Lauterbach: Reisebusse sollen Schüler fahren +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert umfangreiche Maßnahmen an Schulen zur Verringerung der Corona-Infektionszahlen. Neben der Aufteilung in Präsenz- und Digitalunterricht müsse auch die Ansteckungsgefahr auf dem Schulweg vermindert werden, sagte er der "Rheinischen Post". Es sei paradox, "dass überfüllte Schulbusse und Straßenbahnen die Infektionszahlen anheizen und gleichzeitig viele Reisebusunternehmen um ihre Existenz fürchten. Sie sollten jetzt sofort einspringen und mit Reisebussen den öffentlichen Nahverkehr zu den Schulen und zurück entlasten", so Lauterbach.

+++ 00:39 Rund 20.000 Strafverfahren mit Corona-Bezug beschäftigen die Justiz +++
Die Corona-Pandemie beschert den Staatsanwaltschaften erhebliche Mehrarbeit. Seit Beginn der Krise hätten die Strafverfolger etwa 20.000 Fälle wegen erschlichener Corona-Soforthilfen oder anderer Straftaten mit Pandemie-Bezug erreicht, sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, der "Welt". Neben Subventionsbetrug geht es unter anderem um Internet-Fakeshops, gefälschte Corona-Medikamente oder minderwertige Masken. Die Bearbeitung der Verfahren dürfte sich bis weit ins nächste Jahr hineinziehen.

+++ 23:46 Gazastreifen droht Gesundheitskollaps +++
Gesundheitsexperten warnen angesichts stark ansteigender Corona-Infektionszahlen Fälle vor einer Überlastung der Krankenversorgung im Gazastreifen. "In zehn Tagen wird das Gesundheitswesen nicht mehr in der Lage sein, einen solchen Anstieg bei den Fällen aufzufangen", sagt Abdelraouf Elmanama von der Gaza-Pandemie-Taskforce. Es könne sein, dass der Platz auf Intensivstationen ausgehe und es mehr Tote geben werde. In dem von Armut geplagten und dichtbesiedelten Küstenstreifen leben zwei Millionen Menschen. Bislang wurden 14.000 Corona-Infektionen und 65 Todesfälle registriert.

+++ 23:08 Biontech-Impfstoff steht in Großbritannien kurz vor der Zulassung +++
Der Corona-Impfstoff des Mainzer Biotechunternehmens Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer könnte schon in den kommenden Tagen eine Zulassung in Großbritannien erhalten. Die britischen Aufsichtsbehörden seien kurz davor, mit einer offiziellen Bewertung des Mittels zu beginnen, berichtet der "Telegraph" unter Berufung auf Regierungskreise. Der Nationale Gesundheitsdienst NHS sei angewiesen worden, sich für eine Verabreichung ab dem 1. Dezember bereitzuhalten. Das Gesundheitsministerium in London äußerte sich nicht dazu, ab wann mit ersten Impfungen begonnen werden könne. Die US-Arzneimittelbehörde FDA will am 10. Dezember darüber beraten, ob sie grünes Licht für den Impfstoff gibt.

+++ 22:21 Schwedens Regierungschef warnt: Corona-"Verschnaufpause" ist vorbei +++
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat Schwedens Regierungschef Stefan Löfven alle Bürger dazu aufgerufen, im Kampf gegen die Pandemie zusammenzustehen und die Hygieneregeln zu beherzigen. Die "kleine Verschnaufpause" im Sommer und Herbst sei vorbei, sagte er in einer Fernsehansprache - seiner ersten derartigen Botschaft seit März. "Mehr Menschen stecken sich an. Mehr Intensivbetten werden für Schwerkranke mit Covid-19 benötigt. Mehr Menschen sterben", warnte Löfven. Er beklagte, dass sich zu viele Menschen nicht an die Empfehlungen zur Pandemiebekämpfung gehalten hätten. Dies ändere sich aber nun. In dem Land mit seinen gut zehn Millionen Einwohnern wurden bislang rund 208.300 Ansteckungen erfasst sowie 6400 Todesopfer im Zusammenhang mit der Krankheit.

+++ 21:53 Silvester-Party am Brandenburger Tor fällt aus +++
Die traditionelle Silvesterparty vor dem Brandenburger Tor in Berlin wird wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden. Wie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop der "Berliner Morgenpost" sagte, werde es weder Riesenpartys, noch Familientreffen geben können. Ansonsten drohe im Februar die nächste Infektionswelle, so Pop. Laut der Zeitung hatten die Veranstalter zuletzt gehofft, mit der offiziell noch zulässigen Höchstzahl von 5000 Menschen am Brandenburger Tor feiern zu können. Inzwischen sei nur noch ein Geisterkonzert ohne Publikum geplant, das im Fernsehen übertragen werde.

+++ 21:19 Deutschland meldet niedrigste Zahl an Neuinfektionen seit drei Wochen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 923.059 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 13.221 Fälle hinzu. Das ist der geringste Tageszuwachs seit dem 1. November (11.165 Neuinfektionen). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 96 auf 14.064. Als aktuell infiziert gelten rund 306.000 Personen. Die Zahl der Genesenen ist über die Marke von 600.000 gestiegen. Bedingt durch das verringerte Meldeaufkommen am Wochenende fällt der Tageszuwachs an Sonntagen regelmäßig deutlich niedriger aus als im übrigen Wochenverlauf.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,08 angegeben (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 108 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,03 (Vortag: 1,07).

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Quelle: ntv.de, cri/chr/ino/dpa/rts/AFP