Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:56 Urlaubsinsel Ibiza verschärft Einschränkungen +++

Angesichts steigender Fallzahlen werden die Einschränkungen auf Ibiza verschärft. Unter anderem müssen Gaststätten und Bars auf der Balearen-Insel um 22.00 Uhr schließen, Feiern werden auf fünf Personen begrenzt und Spielplätze gesperrt, teilen die Behörden mit. Die Maßnahmen sollen mindestens 15 Tage lang gelten.

+++ 17:29 Nürnberg legt Plan für Christkindlesmarkt vor +++
Der weltberühmte Christkindlesmarkt wird wegen der Corona-Krise in diesem Jahr anders als sonst ablaufen. Zwischen den Buden werden Besucherinnen und Besucher eine Maske tragen. Außerdem soll es dort Einbahnstraßen geben. "Der Christkindlesmarkt 2020 wird dezentraler werden", teilte Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas mit. Stände werde es nicht nur auf dem Hauptmarkt, sondern auch auf anderen Plätzen geben. So könnten größere Abstände eingehalten werden. Die Planungen stehen nach Angaben der Stadt aber unter dem Vorbehalt, dass die Infektionszahlen nicht dramatisch steigen.

+++ 16:48 Schleswig-Holstein: Maskenpflicht für Schüler im Unterricht +++
Nach den Herbstferien müssen Schüler in Schleswig-Holstein ab der fünften Klasse zwei Wochen lang auch im Unterricht Masken tragen. So will Bildungsministerin Karin Prien von der CDU das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus an den Schulen durch Reiserückkehrer eindämmen. "Das ist ein vertretbarer Weg aus Fürsorge für die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler", sagte Prien. Bei Lehrern gilt wie bisher auch: Wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, müssen sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach den Herbstferien geht die Schule im Norden am 19. Oktober wieder los.

+++ 16:22 "Raketenhafter Anstieg": Auch Tschechien verhängt Ausnahmezustand +++
Wegen rapide steigender Corona-Zahlen hat auch Tschechien erneut den Ausnahmezustand ausgerufen. Der Notstand gilt vom kommenden Montag an zunächst für 30 Tage, wie Gesundheitsminister Roman Prymula bekanntgab. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können die Gerichte höhere Strafen verhängen. Man müsse den "raketenhaften Anstieg" der Infektionen stoppen, um einen Engpass bei der medizinischen Versorgung zu verhindern, sagte Prymula. Die Grenzen sollen diesmal offen bleiben. Veranstaltungen und Versammlungen in Innenräumen werden auf zehn und im Freien auf 20 Personen begrenzt. Die meisten weiterführenden Schulen werden auf Distanzunterricht umgestellt. Der Sport muss ohne Zuschauer auskommen. Firmen, Geschäfte und Restaurants sind von den Restriktionen nicht betroffen.

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+++ 15:46 Rasanter Anstieg: Slowakei verhängt landesweiten Notstand +++
Wegen der zuletzt rasant gestiegenen Zahl an Corona-Infektionen hat die slowakische Regierung den Notstand ausgerufen. Mit dem Inkrafttreten des Notstandes ab morgen erhalten die Behörden außerordentliche Befugnisse. So dürfen sie zum Beispiel medizinisches Personal auch aus dem Urlaub heraus zur Arbeit verpflichten und dringend benötigtes Gesundheitsmaterial unabhängig von gültigen Bestellungen umverteilen. Umstritten ist der Notstand aber vor allem, weil er auch ein Verbot von Demonstrationen und Versammlungen sowie weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Bürger ermöglicht. Erstmals galt der Notstand in der Slowakei schon während der ersten Corona-Welle von Mitte März bis Mitte Juni. Diesmal solle er für zunächst 45 Tage gelten, teilte der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic auf Facebook mit.

+++ 15:09 Bayern stellt Autobahn-Teststationen nun doch ein +++
Ungeachtet hoher Corona-Zahlen unter anderem in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobahnen in Grenznähe - der Betrieb dort wird in der Nacht auf Donnerstag eingestellt. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch in München mit. Die Staatsregierung bleibt also bei ihrem Kabinettsbeschluss vom 8. September. Zuletzt hatte sie wegen der Corona-Zahlen in Österreich und Tschechien noch eine Verlängerung erwogen, sich aber nun doch dagegen entschieden. "Beim Infektionsgeschehen in Bayern ist der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml von der CSU zur Begründung.

+++ 14:39 Infizierte Senatoren: Italiens Parlament setzt Arbeit teilweise aus +++
Der italienische Senat hat vorsorglich einen Teil seiner Arbeit wegen Corona-Fällen in der Parlamentskammer gestoppt. Das bestätigte ein Sprecher der kleineren von zwei Parlamentskammern in Rom. Betroffen von der Unterbrechung der Termine seien geplante Treffen von Kommissionen sowie dem Führungsgremium der Kammer. Ob die Vorsichtsmaßnahme über den Tag hinaus ausgedehnt werde, sei noch offen, sagte er. Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass zwei Senatoren der in Rom mitregierenden Fünf-Sterne-Bewegung positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Sie seien in häuslicher Isolierung, alle anderen Senatoren der Fünf-Sterne-Bewegung würden getestet. Ein erkrankter Senator sagte der Nachrichtenagentur Ansa, er habe Symptome wie Fieber.

+++ 13:55 Johnson: Wollen jeden Job retten +++
Die britische Regierung will sich nach eigener Darstellung intensiv für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen. "Wir werden tun, was wir können, um jeden Job zu retten", sagt Premierminister Boris Johnson vor dem Parlament. Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Pandemie haben Befürchtungen laut werden lassen, dass die Zahl der Arbeitslosen in die Höhe schießen könnte. Großbritannien hatte am Dienstag mit 7143 Neuinfektionen einen neuen Rekordanstieg der Ansteckungen gemeldet.

+++ 13:23 Neuinfektionen in Polen bleiben auf Rekordniveau +++
Polen meldet 1552 neue Fälle von Coronavirus-Infektionen und liegt damit knapp unter dem Rekordwert von vergangener Woche. Am Freitag war der bisherige Höchststand von 1587 registriert worden. Besonders prekär ist die Lage nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Südosten des Landes. Die Regierung entschied am Dienstag, dass Bars und Restaurants in den am meisten betroffenen Gebieten spätestens um 22.00 Uhr schließen müssen.

+++ 12:48 NRW erlaubt Weihnachtsmärkte unter Auflagen +++
Nordrhein-Westfalen will trotz Corona-Krise Weihnachtsmärkte unter Auflagen erlauben. Voraussetzung sei, dass es klare Regelungen bei der Zugangssteuerung und beim Hygieneschutz gebe, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf. An den Glühweintischen müssten Gästelisten ausgelegt werden. Die Landesregierung wolle zudem erlauben, dass Geschäfte in und unmittelbar nach der Weihnachtszeit an mehreren Sonntagen öffnen können.

+++ 11:55 Hofreiter fordert mehr Weitsicht im Kampf gegen Corona +++
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat mehr Weitsicht im Kampf gegen Corona angemahnt. Er kritisierte im Bundestag vor allem, dass es auch sechs Monate nach der Ausbreitung der Pandemie in Deutschland noch keine vorausschauende Teststrategie gebe. Es werde auch immer noch darüber diskutiert, wann zum Beispiel in Schulräumen Luftfilter eingebaut würden. Bisher sei Deutschland zwar glimpflich durch die Pandemie gekommen, sagte der Grünen-Fraktionschef. Das müsse aber nicht so bleiben. "Ich glaube, es ist ganz entscheidend, dass das, was uns bisher gut durch die Pandemie gebracht hat - Vorsicht, Vernunft und Solidarität - dass wir das weiter aufrechterhalten."

+++ 11:04 NRW verzichtet auf Mundschutzpflicht in Büros +++
Nordrhein-Westfalen will die in Berlin angeordnete Mundschutzpflicht in Büros nicht übernehmen. Dies müsse im Einzelfall und nicht generell geregelt werden, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf. In Büros, wo es ein großes Kommen und Gehen gebe, könne das sinnvoll sein, in anderen nicht. Die Firmen könnten das gut selbst regeln. Im Übrigen sei der Arbeitsplatz nicht ein großer Infektionstreiber, sondern private Feiern.

+++ 10:56 FDP-Chef Lindner bemängelt fehlende Test-Strategie +++
FDP-Chef Christian Lindner hat von der Bundesregierung konkretere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verlangt. "Uns helfen nicht Überschlagsrechnungen über dramatisch steigende Zahlen", sagte Lindner in der Generaldebatte zum Haushalt im Bundestag. Er verwies darauf, dass es noch immer keine Teststrategie gebe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will diese Mitte Oktober vorlegen. Lindner bezog sich mit seiner Kritik auf Bundeskanzlerin Angela Merkel, die kürzlich von einen möglichen Anstieg der täglichen Infektionszahlen auf gut 19.000 bis zum Jahresende gesprochen hatte. Der Partei- und Fraktionschef bescheinigte der Kanzlerin aber auch, in ihrer teils emotional gehaltenen Bundestagsrede am Mittwoch "angemessene Worte" in der Krise gefunden zu haben. Die Zahl der Neuinfektionen dürfe nicht der einzige Indikator für die Maßnahmen in der Coronakrise sein.

+++ 10:11 NRW legt Bußgeldhöhe bei falschen Kontaktinfos fest +++

Für falsche Angaben zur Person auf Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land Nordrhein-Westfalen künftig ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf mit. Zu zahlen ist die Strafe demnach von den Menschen, die die falschen Daten auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung angeben.

+++ 09:49 Gaststättenverband: Strafen bei falschen Kontaktinfos schwer durchsetzbar +++
Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hält es für schwer durchsetzbar, Falschangaben bei Corona-Kontaktinformationen zu bestrafen. "Es ist ein Streit unter Rechtsexperten, ob Gastwirte das Recht haben, sich den Personalausweis vorzeigen zu lassen", sagt Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges im SWR zu der von Bund und Ländern vereinbarten Regelung. "Ich befürchte, dass sie keinen Anspruch darauf haben." Die Kontaktangaben seien aber wichtig, um die Nachverfolgbarkeit bei Corona-Infektionen zu gewährleisten. Deshalb setze sie auf die Einsicht aller Beteiligten.

+++ 09:35 Merkel rechtfertigt hohe Neuverschuldung in Corona-Pandemie +++
Angesichts der hohen Neuverschuldung infolge der Corona-Krise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine rasche Rückkehr zu den Vorgaben der Schuldenbremse gefordert. "Wir müssen so schnell wie möglich wieder zu einer normalen und verfassungsgerechten Haushaltsführung zurückkehren", sagte Merkel am Mittwoch in der Generaldebatte des Bundestags. In der gegenwärtigen Lage sei die hohe Schuldenaufnahme aber "das Richtige", sagte sie. Der Etatentwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz für 2021 sieht 96,2 Milliarden Euro an neuen Schulden vor. Für das laufende Jahr hatte sich Scholz mit zwei Nachtragshaushalten bereits die Möglichkeit gesichert, 218,5 Milliarden Euro an frischen Krediten aufzunehmen.

+++ 09:20 Experte warnt vor hoher Dunkelziffer in Polen +++
Die vergleichsweise geringe Zahl von registrierten Neuinfektionen in Polen kann nach Einschätzung eines Experten auch auf eine nicht ausreichende Anzahl von Tests zurückzuführen sein. Polen habe zwar einerseits im europaweiten Vergleich auch deshalb weniger Fälle, weil durch einen konsequenten Lockdown im März die Zahl der Infizierten von Beginn an niedrig gehalten wurde, sagte der Virologie Krzysztof Pyrc von der Universität Krakau. Der zweite Grund: "Diese Werte können auch daraus resultieren, dass nicht genug Tests vorgenommen werden, wodurch es nicht möglich ist, alle Angesteckten zu identifizieren." Polen ist das einzige Nachbarland Deutschlands, das bisher vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft wurde. Das Land mit 38 Millionen Einwohnern hatte am vergangenen Freitag mit 1587 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden seinen bisherigen Höchstwert seit Beginn der Pandemie registriert. In Polen werden derzeit täglich rund 23.000 Menschen auf das Coronavirus getestet - etwa genauso viele wie in dem als Risikogebiet eingestuften Tschechien, das mit knapp 10,7 Millionen Einwohnern deutlich kleiner ist.

+++ 08:35 RKI meldet fast 1800 Neuinfektionen +++
Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1798 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen mindestens 289.219 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 30.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9488. Das sind 17 mehr als am Vortag. Rund 1800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ 08:00 Söder: Halte 20.000 Fälle pro Tag für "realistisch" +++
Vor einem starken Anstieg der Fallzahlen gerade in den Herbst- und Wintermonaten hatte bereits Kanzlerin Angela Merkel gewarnt. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält sogar 20.000 Fälle pro Tag für "realistisch". Aktuell rangiert die Zahl der täglichen Neuinfektionen im niedrigen vierstelligen Bereich. "Man hat gesehen, wie schnell sich das entwickeln kann", sagte Söder zu RTL/ntv. Man dürfe das Infektionsgeschehen nicht länger "kleinreden".

+++ 07:10 Virologe Streeck: Bei Impfstoff-Tests kann es Überraschungen geben +++
Virologe Hendrik Streeck sieht der kommenden Herbstsaison mit Sorge entgegen. "Wir werden in vielen Städten, über den Herbst und den Winter, die 50 bis 100 Einwohner an Neuinfektionen reißen", sagte der Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn bei RTL. Er mahnte, keine Ängste innerhalb der Gesellschaft zu schüren. "Es wird sehr davor gewarnt, aber wenn man dauernd warnt, werden diese Warnungen nicht mehr wahrgenommen", so der Virologe. Viel wichtiger sei es, über Lösungen nachzudenken und "Warnungen, die dann wirklich funktionieren". Streeck äußerte sich im RTL-Interview auch zum Thema Impfstoff. Seiner Einschätzung nach, sei es sehr schwer vorherzusagen, wann es einen Impfstoff geben wird. "Gerade in der letzten Phase gibt es Überraschungen, mit denen man häufig nicht rechnet", sagt er. Auch wenn ein Impfstoff da sei, klappe es nicht immer, dass ein Impfstoff das Virus eradiziere - "sodass es von der Welt verschwindet". Das sei erst ein einziges Mal gelungen - bei Pocken. Daran habe die Wissenschaft aber auch Jahrzehnte gearbeitet.

+++ 06:10 Karliczek: Sollten Lehrer mit als Erste impfen +++
Lehrer sollten nach Auffassung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek mit als Erste gegen das Coronavirus geimpft werden, wenn es den Impfstoff gibt. "Als Bundesbildungsministerin würde ich mir wünschen, dass Lehrerinnen und Lehrer aufgrund ihrer Vielzahl an Kontakten in der Schule zu den Ersten gehören, denen eine Impfung angeboten wird - insbesondere, wenn sie zu einer Risikogruppe gehören", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das würde den Lehrern verständliche Sorgen vor einer Infektion nehmen, meinte sie. Auch würde eine bevorzugte Impfung für Lehrer helfen, den für die Gesellschaft so wichtigen Schulbetrieb aufrechtzuerhalten.

+++ 05:22 Zahl der Einbrüche könnte wegen Corona auf Allzeittief sinken +++
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet, dass wegen der Corona-Krise die Zahl der Einbrüche in diesem Jahr deutlich geringer ausfällt. "Einbrüche in Deutschland könnten 2020 auf ein neues Allzeittief sinken", sagt GDV-Geschäftsführer Jörg Asmussen der "Bild"-Zeitung. Die Entwicklung des ersten Halbjahrs deute darauf hin, dass die Einbruchzahlen am niedrigsten seit Beginn der Statistik 1981 ausfallen. Hauptgrund dürfte die Pandemie sein, sagt Asmussen. "Viele Menschen waren zu Hause durch Homeoffice, Kurzarbeit und verbrachten ihren Urlaub daheim." 2019 zählten Versicherer 95.000 Wohnungseinbrüche und Schäden von rund 300 Millionen Euro.

+++ 04:53 GdP: Zu wenig Personal für Corona-Kontrolle von Reiserückkehrern +++
Die Durchsetzung der Quarantäne bei Reiserückkehrern, die aus Risikogebieten im Schengen-Raum an deutschen Flughäfen ankommen, könnte massive Probleme bereiten. "Derzeit können wir nur an den Einreisekontrollen einen Identitätsabgleich machen. Wenn Reisende aus Nicht-Schengen-Staaten zu uns kommen, wird von den Kollegen überprüft, ob die Daten auf der Aussteigekarte und im Reiseausweis übereinstimmen", sagt der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in der Bundespolizei, Sven Hüber, der "Rheinischen Post". Die Karten würden dann an die Gesundheitsämter weitergeleitet. Problematisch wird es Hüber zufolge aber schon bei Reisenden, die aus Schengen-Ländern nach Deutschland kommen. "Rechtlich gesehen dürfen wir nur beim Verdacht der unerlaubten Einreise kontrollieren. Ansonsten wird das schwierig. Außerdem muss man klar sagen, dass wir im Augenblick weder die personelle Kapazität noch die ausreichende Infrastruktur an den Flughäfen haben, um die Passagiere der sogenannten Domestic Flights zu überprüfen."

+++ 04:27 Staatshilfen für US-Airlines +++
Die US-Regierung hat mit sieben großen Fluggesellschaften des Landes eine Vereinbarung über staatliche Finanzhilfen in der Corona-Krise getroffen. Wie das Finanzministerium mitteilt, wurde eine Einigung über die Vergabe von Mitteln aus einem Hilfspaket für die Branche in Höhe von 25 Milliarden Dollar erzielt. Diese Hilfen für die Airlines waren vom Kongress Ende März als Teil des gigantischen Programms gegen die Corona-Krise im historischen Rekordvolumen von 2,2 Billionen Dollar beschlossen worden. Seit Juli verhandelten die Fluggesellschaften mit der Regierung über die Modalitäten der Kredite.

+++ 04:04 Göring-Eckardt kritisiert Bund und Länder als "nicht vorausschauend" +++
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt wirft Bund und Ländern nach der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, in der Corona-Krise nicht vorausschauend zu agieren. "Bund und Länder agieren in der Corona-Krise nicht vorausschauend. Sie scheinen einmal mehr überrascht zu sein, dass die kaltes Jahreszeit und die nächsten Ferien vor der Tür stehen", sagt Göring-Eckardt der "Rheinischen Post". "Dieses nur Auf-Sicht-Fahren ist unverständlich."

+++ 03:18 Glaxosmithkline-Chefin erwartet Impfstoff 2021 +++
Der Pharmakonzern Glaxosmithkline zeigt sich zuversichtlich, dass 2021 ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen wird. "Ich teile den Optimismus, dass wir im nächsten Jahr eine Lösung haben werden", sagt Konzernchefin Emma Walmsley. Glaxosmithkline entwickelt einen Impfstoff mit seinem französischen Partner Sanofi. Im Fall von positiven Ergebnissen bei einer klinischen Studie peilen sie nach früheren Angaben ein Zulassungsantrag für den Impfstoff im ersten Halbjahr 2021 an.

+++ 02:29 Regeneron beantragt US-Notfallzulassung für Antikörper-Kombination +++
Das US-Biotech-Unternehmen Regeneron Pharmaceuticals beantragt in den USA die Notfallzulassung der experimentellen Antikörper-Kombination REGN-COV2. Das Medikament soll die Viruslast verringern und Symptome mildern. Die Versuchsergebnisse der ersten 275 Testpatienten würden den größten Nutzen bei Infizierten zeigen, deren Immunsystem vor der Behandlung noch keine eigenen Antikörper gebildet hat, erklärt der Pharmakonzern. Das deute darauf hin, dass die Behandlung Patienten helfen könnte, deren eigenes Immunsystem nicht stark genug ist, um das Virus zu bekämpfen. "Wir hoffen, dass diese Daten eine Notfallzulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration unterstützen", sagt George Yancopoulos, wissenschaftlicher Leiter von Regeneron.

+++ 01:40 Italiens Wirtschaft schrumpft stärker als vorhergesagt +++
Die italienische Wirtschaft wird nach offizieller Schätzung stärker schrumpfen als bislang erwartet. Nun werde ein Rückgang des BIP um neun Prozent vorhergesagt nach noch Minus acht Prozent im April, teilt das Finanzministerium mit. Das Staatsdefizit werde mit 10,8 Prozent allerdings kleiner ausfallen als bislang mit 11,9 Prozent erwartet. Die Kennzahl für das kommende Jahr wurde dagegen auf 7,0 Prozent nach 5,7 Prozent des BIP heraufgesetzt. Dann dürfte das Defizit 2022 bei 4,7 Prozent liegen und 2023 bei 3,0 Prozent, heißt es weiter.

+++ 00:52 Brasilien meldet insgesamt fast 143.000 Tote +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 32.058 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 4,7 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 863 auf 142.921 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 00:01 Wegen Corona-Krise: Disney streicht 28.000 Jobs +++
Der Unterhaltungskonzern streicht wegen der Coronavirus-Pandemie rund 28.000 Stellen in seiner Vergnügungspark-Sparte. Bei der Mehrheit der von einer Entlassung betroffenen Mitarbeiter handele es sich um Teilzeitkräfte, teilt das US-Unternehmen mit. Die Corona-Krise macht Disney schwer zu schaffen. An April bis Juni verbuchte der Konzern einen Verlust von 4,7 Milliarden Dollar. Bis auf Disneyland in Kalifornien hat das Untenrehmen alle Themenparks wieder geöffnet.

+++ 23:25 Curevac beginnt mit nächster Impfstoff-Studienphase +++
Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac gibt den nächsten Schritt bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten CVnCoV bekannt. Der erste Teilnehmer an einer klinischen Phase-2a-Studie sei geimpft worden, so der Börsenneuling. Die Studie werde in Peru und Panama vorgenommen mit insgesamt 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten würden im vierten Quartal erwartet.

+++ 22:44 Nordkorea: Haben Coronavirus unter Kontrolle +++
Nordkorea hat seinem UN-Botschafter Kim Song zufolge die Pandemie "unter sicherer und stabiler Kontrolle". Dies sei auf "die weitsichtige Führung der Regierung" des Landes zurückzuführen, erklärt Kim vor der Generalversammlung.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, bad/rts/dpa/AFP