Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:58 Über Weihnachten sollen Treffen mit bis zu 10 Personen erlaubt sein +++

Die Corona-Kontaktbeschränkungen Pandemie sollen nach Angaben aus Länderkreisen über Weihnachten gelockert werden. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern erfuhr. Eine Bestätigung der Bundes-Seite sowie der endgültige Beschluss des Gesamtpapiers stehen aber noch aus. Demnach sollen vom 23. Dezember an Treffen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" möglich sein, und zwar bis maximal zehn Personen insgesamt. Dazu gehörige Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Die Ausnahmeregelung soll nach Angaben aus Teilnehmerkreisen nunmehr "längstens" bis zum 1. Januar gelten. Sollte es bei dieser Formulierung bleiben, wäre also zunächst offen, ob die Lockerungen am Ende überall auch über Silvester gelten werden.

+++ 17:49 Merkel und Länderchefs wollen europaweites Aus für Skitourismus bis 10. Januar +++
Beim Corona-Krisengipfel sind sich Kanzlerin Merkel und die Länderchefs beim Thema Skiurlaub einig geworden. Nach Informationen von ntv/RTL soll die Bundesregierung auf europäischer Ebene auf Regeln „hinwirken“, um Skitourismus bis zum 10.1. „nicht zuzulassen“.

+++ 17:42 Silvesterfeuerwerk soll teils verboten werden +++
Zum Jahreswechsel soll Feuerwerk auf belebten Straßen und Plätzen verboten sein. Darauf hätten sich Bund und Länder bei ihrem Spitzentreffen geeinigt, berichten mehrere Medien. Es gehe darum, "größere Gruppenbildungen zu vermeiden", schreibt der "Tagesspiegel". Laut der "Bild"-Zeitung sollen Städte und Gemeinden bestimmen, an welchen Straßen und Plätzen ein Böller-Verbot gilt. Dem Bericht zufolge will Sachsen an seine Bürger und Kommunen appellieren, "bei Silvesterfeuerwerk besondere Umsicht für die Einhaltung von Mindestabständen walten zu lassen". Ein generelles Böller-Verbot soll es aber nicht geben, auch kein generelles Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern.

+++ 17:24 Unternehmer können ab sofort November-Hilfen beantragen +++
Selbstständige und Unternehmen können ab sofort Anträge für die November-Hilfen der Bundesregierung stellen. Das teilt das Finanzministerium auf Twitter mit. Erste Gelder sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen - das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Konkret sollen Unternehmen, die durch den Teil-Lockdown hart getroffen sind, einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal 10.000 Euro.

+++ 17:06 Merkel: Bund kann Finanzhilfe "nicht ganzen Winter" leisten +++
Bei den laufenden Beratungen mit den Ministerpräsidenten macht Bundeskanzlerin Merkel laut der "Bild"-Zeitung deutlich, dass der Bund "nicht den ganzen Winter" die Finanzhilfen für die betroffenen Branchen im bestehenden Umfang leisten könne.

+++ 16:45 Neue Version der Corona-Warn-App steht zum Download bereit +++
Ab sofort steht eine neue Version der Corona-Warn-App im Google Play Store und im App Store von Apple zum Herunterladen bereit. Die Version 1.7 der Corona-Warn-App kann mehrmals täglich eine Risikoüberprüfung durchführen. Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag. Das heißt, mit der neuen Version können Nutzer nun schneller über mögliche Risikobegegnungen informiert werden. Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten.

+++ 16:39 Appell bei Krisentreffen: Weihnachtseinkäufe auch unter der Woche erledigen +++
Gerade an Samstagen sind die Innenstädte voll. Auch das ist Thema beim Corona-Krisengipfel von Bund und Ländern. Wie die Deutsche Presse-Agentur von verschiedenen Teilnehmern erfuhr, wird die Bevölkerung daher dazu aufgerufen, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen.

+++ 16:14 Maskenpflicht auch auf Parkplätzen, in vielen Geschäften höchstens ein Kunde pro 20 Quadratmeter +++
Offenbar liegt die erste Einigung zwischen Bund und Ländern vor. Sie betrifft den Groß- und Einzelhandel. Diese bleiben zwar grundsätzlich geöffnet, allerdings werde die Maskenpflicht erweitert und gelte künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen, berichten mehrere Medien und berufen sich auf Teilnehmer der Beratungen. In Infektionshotspots soll gelten, dass sich in einer Einrichtung mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm insgesamt höchstens eine Person pro 10 qm Verkaufsfläche aufhalten darf. Bei Geschäften mit einer größeren Verkaufsfläche sowie Kaufhäusern, soll höchstens eine Person pro 20 qm Verkaufsfläche erlaubt sein, wie mehrere Medien berichten. Die meisten Discounter und Supermärkte haben eine Verkaufsfläche, die größer als 800 qm ist.

+++ 15:38 Über zwei Millionen Neuinfektionen in zwei Wochen in USA gezählt +++
In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus: Erstmals seit Beginn der Pandemie habe es in den vergangenen beiden Wochen jeweils mehr als eine Million Neuinfektionen gegeben, berichtet die "New York Times". In der vergangenen Woche seien es pro Tag durchschnittlich 173.000 neue Fälle gewesen, schreibt die Zeitung weiter. Sollte es so weitergehen, könnte in diesem Monat die Marke von 4,5 Millionen Neuinfektionen überschritten werden – das wäre demnach mehr als eine Verdopplung des bisherigen Monats-Höchstwertes.

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+++ 15:20 Schüler wollen für striktere Corona-Regeln streiken +++
Die steigenden Corona-Zahlen in Hessen vergrößern die Sorge vieler Schülerinnen und Schüler in Frankfurt am Main. In einem Rundschreiben fordert der "StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main" deshalb eine Verschärfung der Hygieneregeln an Schulen und ruft zum Streik auf. Der Mindestabstand sei zurzeit an den meisten Schulen nicht einhaltbar, heißt es in dem Schreiben. Von Masken alleine würden sich die Schüler nicht genug geschützt fühlen. Der Streik am kommenden Montag soll in einer Demo vor dem Frankfurter Gesundheitsamt gipfeln. Bislang haben sich sechs weiterführende Schulen an dem Schreiben beteiligt. Um den Unterricht dennoch zu gewährleisten, schlägt der StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main vor, auf das Konzept vom digitalunterstützten Distanzunterricht im Wechsel mit Präsenzunterricht zurückzugreifen.

+++ 15:07 Bund soll EU-Verbot von Skiferien prüfen +++
Die Ministerpräsidenten bitten den Bund, ein Verbot der Skiferien auf EU-Ebene zu prüfen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Papier der 16 Ministerpräsidenten für die Abschlussrunde mit der Kanzlerin hervor. "Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene zu abgestimmten Regelungen zu kommen, um bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zuzulassen", heißt es.

+++ 14:52 Söder vergleicht Corona-Todeszahlen mit Flugzeugabsturz +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dringt darauf, die Corona-Maßnahmen zu verlängern und zu verschärfen. "Wir dürfen keine Zeit verlieren", sagte er der "Bild"-Zeitung zufolge zu Beginn des Krisentreffens von Bund und Ländern. Die Zeitung zitiert Söder weiter mit diesen Worten: "Die Todeszahlen sind aktuell so hoch, als würde jeden Tag ein Flugzeug abstürzen."

+++ 14:41 Neuer Entwurf: Länder sehen Corona-Auflagen für Bahn kritisch +++
Die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer über den Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis zum Jahresende haben begonnen. Ein Diskussionspunkt betrifft Fahrgäste der Deutsche Bahn: Die Länder sehen die vom Bund vorgeschlagenen Corona-Auflagen für die Deutsche Bahn kritisch. In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf der 16 Ministerpräsidenten für die abschließende Beratung mit der Kanzlerin sind die Passagen wieder gestrichen, die der Deutschen Bahn vorschreiben, im Winter nur die Fensterplätze zu reservieren, um den Abstand zwischen Passagieren zu garantieren. Hintergrund ist die Sorge, dass dann ähnliche Forderungen auch für den öffentlichen Nahverkehr erhoben werden.

+++ 14:22 Corona-Schreckenszahlen auch in Polen auf Höchststand +++
Polen hat so viele Corona-Tote binnen eines Tages gemeldet wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Innerhalb von 24 Stunden seien 674 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Warschau mit. Damit gibt es in dem Land inzwischen fast 15.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Innerhalb eines Tages kamen zudem 15.362 Neuinfektionen hinzu. Damit ist die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle auf mehr als 924 000 gestiegen. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat Polen wegen vieler Corona-Fälle als Risikogebiet eingestuft. Zum Vergleich: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut am Mittwoch 18.633 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. 410 Menschen sind in diesem Zeitraum in Deutschland gestorben. Das ist ebenfalls ein Höchstwert seit Beginn der Corona-Krise.

+++ 13:48 Chef der Kassenärzte fordert schnellen Strategiewechsel +++
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat die Lockdown-Politik der Bundesregierung scharf kritisiert. "Wir werden die anvisierte Inzidenz auch in vier Wochen nicht erreichen", sagte Gassen der Bild-Zeitung. "Die Konsequenz wäre, einfach den Lockdown immer weiter fortzusetzen. Aber das kann ja nicht der Plan sein." Deshalb sei "ein Strategiewechsel bis in großer Menge verfügbarer Impfung" notwendig. Der KBV-Chef verlangte von der Bundesregierung, klare Empfehlungen an Angehörige von Risikogruppen auszusprechen. "Wir müssen diesen Bürgern klar sagen, wo die Ansteckungsrisiken liegen und wie sie sich am besten davor schützen können", so Gassen. Bislang stelle sich die Politik jedoch quer. Der Kassenarzt-Chef rechnete mit einer schnellen Durchimpfung der Bevölkerung, sobald ein Impfstoff in ausreichender Menge verfügbar sei, mit dem in Hausarztpraxen geimpft werden könne. "Wir könnten 20 bis 30 Millionen Menschen in ein bis zwei Monaten durchimpfen", sagte Gassen.

+++ 13:17 Mehr als 2200 Corona-Tote in den USA an einem Tag +++
In den USA bleibt die Virus-Lage prekär: Binnen 24 Stunden verzeichneten die Behörden 2203 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie beträgt somit insgesamt 259.832. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich bezieht. Demnach stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle um 176.439 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 12,66 Millionen.

+++ 12:51 Gewaltiger Ausbruch in Fabriken für Schutzkleidung +++
Der weltgrößte Hersteller von Latexhandschuhen in Malaysia wird nach und nach mehr als die Hälfte seiner Fabriken zeitweise schließen, nachdem fast 2500 Mitarbeiter positiv auf Coronaviren getestet wurden. Das Unternehmen hat seit Beginn der Pandemie einen enormen Anstieg der Nachfrage nach seiner Schutzausrüstung erlebt. Es gab jedoch Bedenken hinsichtlich der Arbeitsbedingungen der schlecht bezahlten Wanderarbeiter, auf die es angewiesen ist. Am Montag berichtete das Gesundheitsministerium Malaysias von einem starken Anstieg der Covid-19-Fälle in Gebieten, in denen sich Fabriken und Schlafsäle von "Top Glove befinden. Nahezu 5800 Arbeiterinnen und Arbeiter seien bisher untersucht worden, 2453 Tests seien positiv ausgefallen, hieß es. "Top Glove" betreibt 41 Fabriken in Malaysia, wobei viele der Arbeiterinnen und Arbeiter aus Nepal kommen und in überfüllten Wohnheimkomplexen leben.

+++ 12:35 Kultur in großer Not: Ministerin schläft "erstmals wirklich schlecht" +++
Kulturstaatsministerin Monika Grütters schläft angesichts des wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Kulturbetriebs in Deutschland schlecht. "Mir blutet das Herz, viele Künstler sind verzweifelt", sagte Grütters der Zeitschrift "Bunte". "Da schlafe ich erstmals in meinem politischen Leben wirklich schlecht." Die Not könne mit staatlichen Geldern nur gelindert werden, sagte die CDU-Politikerin. Das Grundproblem werde jedoch nicht gelöst. Dass Kultur beim Schnüren der Hilfspakete als nicht systemrelevant eingestuft worden sei, habe sie als "maximal unsensibel" empfunden. "Kultur ist kein Luxus, keine Delikatesse für Feinschmecker, sondern Brot für alle - und ein wichtiger Spiegel für unsere Demokratie."

+++ 12:12 Wie hart werden die Einschnitte? Ministerpräsidenten beraten noch über Details +++

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich vor der Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel über die weiteren Kontaktbeschränkungen im Dezember zu virtuellen Vorberatungen getroffen. Man berate über Details der geplanten Regelungen, etwa die Frage, wie viele Kunden gleichzeitig in Geschäften sein dürften. Nach Vorstellungen des Kanzleramts soll gelten, dass sich in Einzelhandelsgeschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bislang ist es ein Kunde pro 10 Quadratmeter. Deutschland stehen in der Corona-Pandemie nach dem zunächst bis Ende November befristeten Teil-Lockdown weitere Wochen mit einschneidenden Kontaktbeschränkungen bevor. Damit soll versucht werden, die sich auf hohem Niveau bewegenden Corona-Infektionszahlen zu senken. Die Schalte der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten soll um 14 Uhr beginnen.

+++ 11:43 Corona-Karte zeigt Virus-Ausbreitung im Zeitverlauf +++

Für kurze Zeit erweckte der Sommer den Eindruck, die Corona-Pandemie sei in Deutschland zurückgedrängt. Nun aber wachsen die Fallzahlen schnell und stetig in die Höhe und in die Breite. Die ntv.de-Animation zeigt den zeitlichen Verlauf der 7-Tage-Inzidenz in den Landkreisen.

+++ 11:23 Erster chinesischer Impfstoff wartet auf Zulassung +++
Der erste Hersteller in China hat laut einem Bericht die Zulassung eines Corona-Impfstoffes für die breite Öffentlichkeit beantragt. Der Impfstoffentwickler China National Biotec Group (CNBG) habe einen Antrag auf Zulassung seines Präparates bei den Behörden eingereicht, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua Finance am Mittwoch unter Berufung auf einen Manager des CNBG-Mutterkonzerns Sinopharm. Eine Mitteilung des Unternehmens lag zunächst nicht vor. Im Gegensatz zu westlichen Herstellern haben weder CNBG noch Sinopharm genauere Daten zur Wirksamkeit ihrer Mittel veröffentlicht, was einen Vergleich schwierig macht. Sinopharm hat nach eigenen Angaben von vergangener Woche bereits fast eine Million Menschen über ein so genanntes Notfallprogramm mit seinen Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus geimpft. Dabei habe es keine Berichte von schwerwiegenden Nebenwirkungen gegeben, nur wenige hätten leichte Symptome entwickelt.

+++ 11:03 Brinkhaus mahnt: "Corona-Realität ist auf den Friedhöfen" +++

+++ 10:52 Von der Leyen sieht "endlich Licht am Ende des Tunnels" +++
Covid-19 ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit fast 3000 Toten pro Tag in der vergangenen Woche Todesursache Nummer eins in der Europäischen Union gewesen. Diese Zahl nannte von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament. Doch gebe es Hoffnung: "Die ersten europäischen Bürger könnten schon vor Ende Dezember geimpft werden", sagte von der Leyen. "Endlich gibt es Licht am Ende des Tunnels." Die EU-Kommission habe inzwischen Verträge mit sechs Impfstoff-Firmen gesichert. Wichtiger noch als Impfstoffe seien jedoch die Impfungen. "Die Mitgliedsstaaten müssen sich jetzt bereit machen", forderte die Kommissionschefin. "Wir reden über Millionen von Spritzen und der Kühlkette, die Organisation der Impfzentren, die Schulung von Personal - und vieles mehr." Die EU-Staaten müssten die Logistik zur Verabreichung von Hunderten Millionen Impfdosen sicherstellen.

+++ 10:27 Gewerkschafter: Polizisten und Bahnmitarbeiter sollen bevorzugt geimpft werden +++
Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat sich für eine bevorzugte und kostenfreie Corona-Impfung von Bahnmitarbeitern ausgesprochen. Das gesamte direkte Personal der Eisbahnverkehrs- und Infrastrukturunternehmen sei "systemrelevant", sagte Weselsky der "Rheinischen Post" vom Mittwoch. Dazu gehörten auch Fahrdienstleiter und Werkstattmitarbeiter. Dieselbe Forderung kam auch von Gewerkschaften der Polizei, Lehrern und Erziehern. Für den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft GdP, Michael Mertens, sei es "zwingend erforderlich", dass Polizisten zur ersten Impfgruppe gehörten. "Die Polizei ist in Gänze systemrelevant", sagte er der "Rheinischen Post".

+++ 10:09 Grünen-Chefin will "Transparenz und Ehrlichkeit" im Umgang mit Regeln +++
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat langfristige und bundesweit einheitliche Corona-Regeln gefordert. "Was wir brauchen ist erstens Transparenz und Ehrlichkeit. Und wir brauchen Perspektive. Und dazu gehört es, dass wir Risikostufen haben", sagte sie am Mittwochmorgen im ARD-"Morgenmagazin". Die Regeln sollten bundesweit einheitlich gelten und je nach Infektionsgeschehen vor Ort angewandt werden. Die Debatten zwischen den Ländern in den vergangenen Wochen hätten zu Unsicherheit bei den Menschen geführt. "Man verliert die Übersicht und man verliert die Nerven", sagte Göring-Eckardt. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am heutigen Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Verlängerung der Corona-Regeln beraten. Am Montagabend hatten sie sich auf eine Linie geeinigt, mit der sie in die Beratungen gehen. Demnach sollen Kontaktbeschränkungen ab Anfang Dezember verschärft werden. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar aber soll es zu Lockerungen kommen.

+++ 09:53 Kekulé fordert "Nachschärfung" bei der Maskenpflicht +++
Der Virologe Alexander Kekulé hat sich für eine einheitliche Maskenpflicht in ganz Deutschland ausgesprochen und die unterschiedlichen Regelungen in den Ländern kritisiert. "Wenn Sie in Sachsen-Anhalt ins Taxi steigen, hat der Taxifahrer keine Maske an. Wenn er in Bayern keine trägt, zahlt er 50 Euro Bußgeld", sagte er der "Rheinischen Post" vom Mittwoch. Auf Dauer gehe das nicht gut. Auch in Geschäften müsse bei der Maskenpflicht "nachgeschärft" werden, sagte Kekulé. Es komme immer noch vor, dass Verkäufer ohne Maske hinter Acrylglasscheiben stehen. "Als wüssten die Leute nicht, was Superspreading-Ereignisse sind und dass sich Aerosole im ganzen Raum verbreiten können."

+++ 09:34 Maßnahmen-Streit vor Festtagen: Das ist die Lage vor dem Corona-Gipfel +++

Bund und Länder wollen sich auf den Corona-Winterfahrplan einigen. Die Ministerpräsidenten haben schon mal vorgelegt: Bis zum 20. Dezember soll es strenge Auflagen geben, für die Festtage dann Lockerungen. Im Ringen um vorgezogene Weihnachtsferien setzen sich die Länder-Chefs gegen Berlin durch.

+++ 09:24 Russland meldet mehr als 500 Corona-Tote an einem Tag +++
In Russland wurden Behördenangaben zufolge binnen 24 Stunden 507 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Das ist ein neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Erst gestern war die bisherige Höchstmarke von 491 erreicht worden. Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Sterbefälle erhöhte sich nun auf insgesamt 37.538. Zudem registrierten die russischen Behörden 23.675 neue Corona-Ansteckungen. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen beträgt nun 2.162.503.

+++ 08:55 Lauterbach: Teil-Lockdown "wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet haben" +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat eingeräumt, dass der derzeitige Teil-Lockdown die Corona-Infektionszahlen bei weitem nicht so senkt wie erwartet. "Er wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet haben", sagte Lauterbach am Mittwochmorgen im ARD-"Morgenmagazin". Grund dafür seien neue Infektionsherde etwa in Schulen. Um dort Neuansteckungen zu verhindern, solle es nach Möglichkeit Wechselunterricht geben. "Das gelingt uns für die Fachhochschulen, für die Universitäten geben wir es jetzt für alle vor. Das muss auch an den Schulen möglich sein", sagte Lauterbach. Die Vorschläge der Länderchefs zu Regeln über die Weihnachtsfeiertage begrüßte Lauterbach. Demnach sollen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar bis zu zehn Personen erlaubt sein, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. "Wir müssen auch einen Ansporn geben, dass sich jetzt alle zusammennehmen, um das möglich zu machen", sagte Lauterbach dazu. Lockerungen seien nicht selbstverständlich, sondern vom Infektionsgeschehen abhängig.

+++ 08:35 Landkreis Hildburghausen mit Sieben-Tage-Inzidenz von 526,9 +++
In Deutschland überschreiten 374 Regionen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das sind zwei weniger als am Dienstag. Damit gelten fast 91 Prozent der deutschen Regionen als Corona-Hotspots. Das geht aus dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor (25. November, 0.00 Uhr). Am stärksten betroffen ist von den 412 Regionen, die das RKI ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), demnach weiterhin der Landkreis Hildburghausen in Thüringen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 526,9 (Vortag: 482,6) Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge weist den zweithöchsten Wert (364,4 | 364,0), dahinter die Stadt Speyer in Rheinland-Pfalz (360,0 | 284,8).

+++ 08:22 "Fest der Freunde": Söder warnt vor Lockerungen über Silvester +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor den Beratungen der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin für strenge Kontaktbeschränkungen auch über Silvester ausgesprochen - anders als von den meisten Ländern angestrebt. "Denn Weihnachten ist das Fest der Familie, Silvester natürlich mehr das Fest der Freunde", sagte der CSU-Chef im ARD-"Morgenmagazin". Ihm sei lieber, dass man über den Jahreswechsel konsequenter sei als über Weihnachten. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Verlängerung der Corona-Regeln beraten. Am Montagabend hatten sie sich auf eine Linie geeinigt, mit der sie in die Beratungen gehen. Demnach sollen Kontaktbeschränkungen ab Anfang Dezember verschärft werden. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar aber soll es zu Lockerungen kommen.

+++ 08:11 Opel will Flächen für Impfzentren bereitstellen +++
Der Autobauer Opel hat den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen angeboten, in den Werken regionale Corona-Impfzentren aufzubauen. Flächen und Gebäude stünden bereit, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Mit großen Werkshallen und Parkflächen sowie einer guten Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz verfügen unsere Standorte über hervorragende logistische Voraussetzungen, um den Impfprozess gezielt zu unterstützen und zu erleichtern, sobald ein Impfstoff verfügbar sein wird", warb Lohscheller für seine Idee. Neben dem Stammsitz Rüsselsheim bei Frankfurt hat der vom französischen PSA-Konzern übernommene Autobauer noch Werke in Kaiserslautern und Eisenach. In Rüsselsheim ist das Gelände überdimensioniert, so dass bereits Teile verkauft worden sind. Der Opel-Chef bezeichnete den Kampf gegen die Krankheit Covid-19 als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der alle mit anpacken müssten.

+++ 07:28 Trotz Rekordumsätzen: Supermarktmitarbeiter verdienen im Krisenjahr schlechter +++
Mitarbeiter in deutschen Supermärkten haben einem Zeitungsbericht zufolge 2020 im Schnitt weniger verdient als im Vorjahr. Das gehe aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Linken-Bundestagsfraktion abgefragt habe, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Demnach fiel der durchschnittliche monatliche Bruttoverdienst von Beschäftigten im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken sowie Tabakwaren in Verkaufsräumen von 1471 Euro im zweiten Quartal 2019 auf 1411 Euro im zweiten Quartal dieses Jahres. Noch deutlicher fiel der Rückgang demnach bei Vollzeitbeschäftigten aus. Für sie sank der durchschnittliche monatliche Bruttolohn von 2421 Euro im zweiten Quartal 2019 auf 2254 Euro im zweiten Quartal dieses Jahres. Sinkende Wochenstundenzahlen waren dem Bericht zufolge nicht dafür verantwortlich. Vielmehr sei die Zahl der bezahlten Wochenarbeitsstunden zwischen den beiden Vergleichszeiträumen sogar von 35,3 auf 37,9 Stunden angestiegen, was auf den Kundenansturm während des ersten Lockdowns im Frühjahr zurückzuführen sein dürfte. Damals hatten Hamsterkäufer den Handelsketten Rekordumsätze beschert.

+++ 06:49 Neuer Höchstwert: RKI meldet 410 Todesfälle binnen 24 Stunden +++
In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden liegt bei 18.633. Das waren gut 1000 Fälle mehr als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.561 gelegen.

+++ 06:27 Grüne fordern Hotspot-Regeln ab einer 7-Tage-Inzidenz über 100 +++
Die Grünen in NRW haben sich für Corona-Hotspot-Regeln ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 ausgesprochen. Laut eines Entschließungsantrags, der der "Rheinischen Post" vorliegt, schlagen sie für eine Entlastung der Behörden bei der Nachverfolgung eine Cluster-Regelung vor. Nach einem Corona-Ausbruch nach einer Feier müssten sich demnach Teilnehmer in Quarantäne begeben, aus der sie sich erst nach fünf Tagen frei testen könnten. Die Fraktionschefinnen Josefine Paul und Verena Schäffer sowie der gesundheitspolitische Sprecher Mehrdad Mostofizadeh forderten von Ministerpräsident Armin Laschet, sich in der Ministerpräsidentenkonferenz für besser nachvollziehbare Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie einzusetzen. Auch nach zehn Monaten der Pandemie gebe es noch keinen klaren und strukturierten Stufenplan, der nachvollziehbare Schritte für Inzidenzwerte über 50 vorsehe.

+++ 06:18 Grüne wollen 500 Millionen Euro für Luftfilteranlagen in Schulen +++
Die Grünen-Fraktion fordert ein 500 Millionen Euro schweres Förderprogramm des Bundes zur Anschaffung von Luftfilteranlagen für Schulen. Mobile Luftfilter könnten "sofort zum Einsatz kommen" und einen "wichtigen Baustein in der Pandemiebekämpfung" leisten, heißt es in einem Antrag, den die Fraktion am Dienstagabend beschloss und der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. "Der Schutz unserer Kinder darf nicht am fehlenden Geld scheitern", sagten die Grünen-Familienpolitikerin Ekin Deligöz und die Grünen-Bildungsexpertin Margit Stumpp zu AFP. Von dem Bundesprogramm sollten "vor allem solche Schulen zeitnah profitieren, in denen sich Klassenräume nicht pandemiegerecht lüften lassen und wo Kommunen als Träger nur über geringe eigene finanzielle Spielräume verfügen", heißt es in dem Antrag weiter. Das Geld solle "ausschließlich finanzschwachen Kommunen beziehungsweise Quartieren in den drei Stadtstaaten zugutekommen". Die konkrete Auswahl obliege dabei den Ländern.

+++ 05:35 Bauernverband: Handelsketten nutzen Krise für ruinöse Fleischpreise aus +++
Der Deutsche Bauernverband wirft den großen Handelsketten vor, die Krise als Vorwand für ruinöse Fleischpreise auf Kosten der Landwirte auszunutzen. Die derzeitigen Schlachtpreise für Schweinfleisch seien für viele Betriebe existenzgefährdend, sagt Bauernpräsident Joachim Rukwied der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". Für das Kilogramm Schweinefleisch bekämen die Landwirte mit aktuell 1,19 Euro über 40 Prozent weniger als Anfang des Jahres. "Bei diesem ruinösen Preis macht jeder Schweinehalter massive Verluste und mittelfristig werden viele aufgeben müssen", kritisierte Ruckwied. Da die Preise im Lebensmitteleinzelhandel stabil sind, geht der Verband davon aus, dass "auf dem Rücken der Bauern gut verdient wird".

+++ 05:04 Ifo-Chef kritisiert geplante Neuverschuldung für 2021 +++
Der Chef des Münchner Ifo-Instituts Clemens Fuest kritisiert die geplante deutliche Erhöhung der Neuverschuldung im kommenden Jahr. Diese lade dazu ein, Ausgaben zu erhöhen, auch wenn diese Ausgaben gar nicht nötig seien, sagte Fuest der "Rheinischen Post". "Gerade in einem Wahljahr ist das bedenklich." Besser wäre es, abzuwarten, wie sich Ausgaben und Einnahmen entwickelten und dann einen Nachtragshaushalt zu verabschieden.

+++ 04:07 Hochzeit mit Tausenden Gästen - hohe Geldstrafe für New Yorker Synagoge +++
Die New Yorker Behörden haben eine hohe Geldstrafe gegen eine Synagoge verhängt, weil dort trotz der Pandemie Tausende Gäste gemeinsam eine Hochzeit feierten. Die Synagoge im Stadtteil Williamsburg müsse 15.000 Dollar (12.600 Euro) zahlen, sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Die Gemeinde habe trotz der geltenden Versammlungsbeschränkungen ohne Wissen der Behörden über Mundpropaganda zu der Hochzeit am 8. November eingeladen. Die Veranstaltung war durch ein in sozialen Medien zirkulierendes Video aufgeflogen, das Tausende Menschen ohne Masken beim Singen und Tanzen zeigte. New York war im Frühjahr das Epizentrum der Pandemie in den USA. Besonders betroffen waren auch Stadtteile, in denen orthodoxe Juden leben.

+++ 03:14 Grüne fordern "klare Perspektiven bis in das Frühjahr" +++
Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, hat vor der Bund-Länder-Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch eine längerfristige Strategie gegen die Pandemie angemahnt. Das ergibt sich aus einem Forderungskatalog, der dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vorliegt. Bund und Länder dürften nicht wieder nur auf Sicht fahren, ein Plan für ein paar Wochen reiche nicht. "Es braucht eine klare Perspektive bis in das Frühjahr." Ein entsprechender Stufenplan solle nicht von der Politik allein vorgegeben werden, sondern von einem interdisziplinären Pandemierat. Sie fordert ferner, dass die Bundesregierung Eltern in der Krise "nicht wieder so alleine lassen" dürfe wie im Frühjahr. "Sollten Schulen oder Kitas geschlossen werden müssen, muss es eine Betreuungsgarantie geben für alle, die diese Unterstützung brauchen." Zugleich müssten Risikogruppen eingebunden und dürften nicht ausgeschlossen werden.

+++ 02:29 Studie: Blutplasmatherapie zeigt keine Wirksamkeit bei Covid-19-Patienten +++
Die als Rekonvaleszenzplasma bekannte Therapie, bei der schwer an Covid-19-Erkrankten Blutplasma Genesener verabreicht wird, verbessere den Gesundheitszustand der Patienten nicht signifikant und verringere nicht die Sterblichkeitsrate, heißt es in einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie. Die Therapieform zeige im Vergleich mit einem Placebo bei 333 Probanden keine höhere Wirksamkeit.

+++ 02:01 Handwerkspräsident verlangt mehr Unterstützung für Betriebe +++
Vor der Bund-Länder-Schalte zur Eindämmung der Pandemie hat Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer erneut eine stärkere Unterstützung der Wirtschaft gefordert. Weitere Überbrückungs- und Liquiditätshilfen seien für viele Handwerksbetriebe überlebensnotwendig, sagte Wollseifer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Konkret forderte Wollseifer, eine Überbrückungshilfe III. Diese müsse auch mittelbar Betroffene sowie jene berücksichtigen, die "bislang keine Hilfen erhalten haben und etwa wegen viel zu hoher Schwellenwerte durch das Unterstützungsraster gefallen sind". Außerdem brauche es neue Liquiditätshilfen, schließlich werde sich die Lage der Handwerksbetriebe weiter zuspitzen, solange die Beschränkungen dauerten. Erst kürzlich hatte Wollseifer eine Ungleichbehandlung kritisiert. Seiner Ansicht nach fallen viele Handwerksbetriebe durchs Raster, während beispielsweise Restaurant besser unterstützt würden.

+++ 00:56 Brasilien verzeichnet mehr als 170.000 Corona-Tote +++
In Brasilien sind mehr als 170.000 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankung Covid-19 gestorben. Allein am Dienstag wurden 630 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der bekannten Neuinfektionen liegt bei 31.100. Brasilien ist mit 6,1 Millionen registrierten Fällen das Land mit den dritthöchsten Fallzahlen nach den USA und Indien.

+++ 00:39 NRW schlägt Erweiterung der Corona-App vor +++
Nordrhein-Westfalen schlägt eine umfangreiche Erweiterung der Corona-App vor - um Informationen zum Infektionsgeschehen vor Ort, zu Beschränkungen sowie freiwillige Zusatzdaten. Außerdem soll den Vorschlägen zufolge eine mehrsprachige und rund um die Uhr erreichbare Hotline eingerichtet werden, die direkt aus der App angerufen werden kann, etwa zu Fragen nach einem roten Warnhinweis. Nach Ansicht von Ministerpräsident Armin Laschet von der CDU muss es darum gehen, den Nutzen der App für den Bürger mit neuen Funktionen wie lokalen Informationen zu erhöhen. "Es geht aber noch mehr: Unser Ziel muss ein, Datenschutz und andere hochrangige Grundrechte wieder in die richtige Balance zu bringen", sagte Laschet. So sollte jeder Nutzer die Möglichkeit haben, freiwillig mehr Daten zur Verfügung zu stellen.

+++ 23:56 Bund und Länder: Nur noch ein Kunde pro 25 Quadratmeter im Einzelhandel +++
Bund und Länder wollen im Einzelhandel nur noch einen Kunden pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche zulassen. Dies geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf des Chefs der Staatskanzleien und des Bundeskanzleramts für die Corona-Chefrunde am morgigen Mittwoch hervor. Einzel- und Großhandel sollen zwar weiter geöffnet bleiben. Die Bürger werden aber aufgerufen, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. "Die Maskenpflicht wird erweitert und gilt künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen", heißt es weiter. Bisher darf sich nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

++++ 23:05 Russland will Impfstoff womöglich in Deutschland produzieren lassen +++
Russland erwägt einem Medienbericht zufolge, seinen Impfstoff Sputnik V in Deutschland produzieren zu lassen. Der Chef des Staatsfonds RDIF, Kirill Dmitriew, sagt der Agentur Interfax zufolge weiter, in dieser Woche werde zudem eine französische Delegation erwartet. Der Fonds gehört zu den wichtigsten Geldgebern des Projekts. Der Impfstoff ist bereits zugelassen, obwohl noch nicht alle klinischen Studien abgeschlossen wurden. Die Regierung in Moskau strebt an, im kommenden Jahr mehr als eine Milliarde Dosen weltweit zu produzieren.

+++ 22:23 Höchste Zahl an Corona-Toten in Spanien in der zweiten Welle +++
Die Zahl der Corona-Opfer ist in Spanien stark gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 537 weitere Todesfälle durch oder mit Covid-19 registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstagabend mit. Das war der höchste Wert in dem Land während der zweiten Welle. Im Verhältnis zur Bevölkerung lag die Sterblichkeit damit fast vier mal so hoch wie in Deutschland. Noch vergangene Woche waren pro Tag um die 300 Corona-Toten gezählt worden. Nur während der ersten, in Spanien besonders heftig verlaufenen Infektionswelle im Frühjahr waren noch höhere Tageswerte als jetzt gemeldet worden. Zugleich ging die Zahl der Neuinfektionen weiter langsam zurück. Insgesamt seien es in den vergangenen 24 Stunden 12.228 gewesen, knapp 1000 weniger als am Dienstag vergangener Woche. Auch die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen fiel auf 143, in etwa so wie in Deutschland, wo dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Dienstag bei 141,8 lag. Experten waren daher zuversichtlich, dass auch die Todesrate bald wieder sinken werde.

+++ 21:54 Deutschland verzeichnet neuen Tageshöchstwert bei Todesfällen +++
Die Zahl der Toten markiert den bisher düstersten Tag seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Deutschland. Der bisherige Höchstwert von 339 binnen eines Tages gemeldeten Todesfällen stammt noch vom 15. April und wurde heute übertroffen. Die Behörden der Bundesländer haben an diesem Dienstag, 24. November in der Summe 361 Sterbefälle im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion verzeichnet.

+++ 21:44 Macron kündigt Lockerungen in Frankreich an +++
In Frankreich entspannt sich die Corona-Lage. Der Gipfel der zweiten Welle sei überschritten, sagte Präsident Emmanuel Macron. "Wir haben das Schlimmste überstanden." Ab diesem Wochenende sollen die ersten Restriktionen aufgehoben werden. Bis Weihnachten sollen Geschäfte, Theater und Kinos wieder öffnen. "Die Menschen werden in der Lage sein, Weihnachten mit ihrer Familie zu feiern." Restaurants, Cafes und Bars sollen aber bis zum 20. Januar geschlossen blieben, um zu verhindern, dass es zu einer dritten Welle in der Pandemie komme. Ab Ende Dezember/Anfang Januar solle zudem mit den Impfungen begonnen werden, kündigte Macron weiter an. Frankreich stütze sich dabei auf mehrere Impfstoffe. Eine Pflicht gebe es nicht.

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Quelle: ntv.de, cri/ino/dpa/rts/AFP