Panorama

Unfall in Kohlegrube 17 türkische Kumpel tot

Bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk im Nordwesten der Türkei sind 17 Bergleute ums Leben gekommen. 40 der 57 Arbeiter, die in die Grube eingefahren waren, überlebten das Schlagwetterunglück in 150 Meter Tiefe, wie der türkische Energieminister Hilmi Güler am Freitagmorgen nach Abschluss der Bergungsarbeiten in der Provinz Balikesir mitteilte.

Die Explosion war durch plötzlich austretendes Methangas hervorgerufen worden und hatte einen von zwei Schächten der privat betriebenen Kohlegrube zum Einsturz gebracht. Sieben gerettete Kumpel wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Energieminister Güler schloss Fahrlässigkeit und mangelnde Sicherheitsvorkehrungen als Unglücksursache aus. Trotz aller technischen Fortschritte seien Schlagwetterexplosionen nur schwer vorhersehbar, sagte der Minister am Unglücksort. Erst vor einem Jahr waren bei einem Explosionsunglück in einem Kohlebergwerk in der Nachbarprovinz Kütahya 17 Arbeiter getötet worden. Bei einem der schwersten Grubenunglücke in der Türkei kamen 1992 im Kohlerevier Zonguldak am Schwarzen Meer 263 Bergleute ums Leben.

Quelle: n-tv.de