Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 18:01 Bericht: Ampel will Krisenstab von Bundeswehr-General leiten lassen+++

Die Ampelparteien wollen einem Bericht zufolge einen Logistik-Experten aus der Bundeswehr mit der Leitung des angekündigten Corona-Krisenstabs betrauen. Die Entscheidung solle in den kommenden Tagen und damit vor dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung verkündet werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Im Gespräch sei Generalmajor Carsten Breuer. Der 56-Jährige ist Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, das für Einsätze der Streitkräfte im Inland zuständig ist.

+++ 17:35 Ministerpräsident Weil fordert allgemeine Impfpflicht +++
Die Omikron-Variante befeuert auch die Debatte um eine allgemeine Impfpflicht. Es gebe nun eine neue Lage, sagt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Wir werden uns massiv anstrengen müssen, um den Impfschutz sehr rasch nach oben zu treiben." Erste Untersuchungen zeigten, dass vor allem Booster-Impfungen auch gegen diese Variante eine gute Wirkung entfalten könnten, sagt Weil. "Deshalb ist spätestens jetzt eine allgemeine Impfpflicht unabdingbar. Wir müssen den Impfdruck unbedingt erhöhen." Weil zufolge braucht es eine Impfpflicht für voraussichtlich einige Jahre. Der SPD-Politiker schließt auch einen harten Lockdown nicht mehr aus.

+++ 17:25 Baden-Württemberg verschärft Regeln - künftig nur noch Geisterspiele +++
Die Landesregierung von Baden-Württemberg kündigt weitere Corona-Verschärfungen an. Regierungssprecher Arne Braun sagt, über die einzelnen Schritte werde am Montag und Dienstag beraten. "Aber es ist klar, dass im Profifußball Geisterspiele kommen", so Braun. Die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen wurden erst kürzlich beschränkt. Die Vereine dürfen nur die Hälfte ihrer Kapazität nutzen. Die Obergrenze liegt aktuell bei 25.000 Zuschauern. Auch hier gilt, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen Test brauchen.

+++ 17:08 Lauterbach fordert Schließung von Bars und mehr Beschränkungen für Ungeimpfte +++
Angesichts der steigenden Infektionszahlen fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Schließung von Clubs, Bars und Diskotheken. Modelle zeigten, dass der Höhepunkt der vierten Corona-Welle vor Mitte Dezember noch nicht erreicht sei, schreibt Lauterbach auf Twitter. "Bis dahin wären die Krankenhäuser massiv überlastet, viele Menschen tot." Weiterhin fordert der SPD-Politiker strengere Kontrollen von 2G- und 2G-plus-Regeln sowie "sehr hohe Strafen" bei Zuwiderhandlung. Auch im Privaten sollten für Ungeimpfte Kontaktbeschärnkungen gelten, so Lauterbach.

+++ 16:53 Wirtschaftsweise: Situation ist aus dem Ruder gelaufen +++
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert die geschäftsführende Bundesregierung und die Ampelparteien zu raschen und umfassenden Maßnahmen gegen die Infektionswelle auf. "Auch ohne Omikron ist die Situation schon aus dem Ruder gelaufen", sagt das Mitglied des Sachverständigenrats dem "Handelsblatt". Es sei bereits zu spät, um einschneidende Maßnahmen vermeiden zu können. Bis zur nächsten geplanten Bund-Länder-Runde am 9. Dezember könne nicht gewartet werden: "Das wäre absurd. Es besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Omikron erhöht den Druck im Kessel nochmal."

+++ 16:33 Linken-Chefin Hennig-Wellsow fordert allgemeine Impfpflicht +++
Auch in der Linkspartei gibt es Forderungen nach einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus. Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow spricht sich gemeinsam mit anderen Vertretern der Partei in einem von der Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlichten Beitrag für eine allgemeine statt einer berufsbezogenen Impfpflicht aus. Es gehe um ein "sanktionsbewehrtes Instrument", heißt es in dem Beitrag.

+++ 16:13 Grünen-Gesundheitsexperte ist für Verbot von Großveranstaltungen +++
Aufgrund der rasant steigenden Zahl an Neuinfektionen und der neuen Virusvariante fordert der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen ein Verbot von Sport-Großveranstaltungen. "Wir dürfen die Gesundheit von vielen jetzt nicht bei sorglosen Großveranstaltungen verzocken", sagt der Bundestagsabgeordnete und Arzt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Spiele etwa in Fußballstadien seien bei niedrigen Fallzahlen unter 2G-Bedingungen (nur Geimpfte und Genesene) weitgehend sicher, meint er. "Bei diesen hohen Infektionszahlen und vor dem Hintergrund neuer und besorgniserregender Mutationen sind sie jedoch insbesondere ohne Masken und ausreichend Abstand einfach zu gefährlich."

+++ 15:55 Großeinsatz fast beendet: Rund 50 Patienten sind verlegt +++
Die seit Freitag laufende Verlegung von zunächst rund 50 schwer kranken Covid-19-Patienten in andere Bundesländer ist am Wochenende weitgehend abgeschlossen worden. Das teilt Hermann Schröder, Vorsitzender des Arbeitskreises Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung der Innenministerkonferenz, mit. Grundlage ist das sogenannte Kleeblatt-System für eine bundesweite Verteilung von Patienten aus Regionen, in denen der Kollaps von Krankenhäusern droht.

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+++ 15:40 Söder: Müssen das ganze Land noch stärker herunterfahren +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert drastische bundesweite Maßnahmen, um die vierte Welle zu brechen. "Zum Schutz unseres Gesundheitssystems müssen wir das ganze Land leider noch stärker herunterfahren", sagt der CSU-Chef der "Augsburger Allgemeinen". "Die Warnungen der Leopoldina sind ein Weckruf", sagt er. "Es braucht jetzt konsequente Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, einen Lockdown für Hotspotregionen, Masken in allen Schulen und Fußballspiele ohne Zuschauer." Der CSU-Chef mahnt: "Jeder Tag des Wartens und Zögerns ist ein verlorener Tag." Ganz Deutschland steuere auf eine Notlage zu, "die kommende Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zuschauen".

+++ 15:27 Handelsverband kritisiert 2G-Regel +++
In einem Brandbrief an die noch amtierende Kanzlerin fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine allgemeine Impfpflicht. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont im Gespräch mit ntv: Einen weiteren Lockdown würden tausende Einzelhändler nicht überleben - aber auch 2G sei nicht die Lösung.

+++ 15:06 Luftwaffe fliegt erneut Patienten aus Bayern in den Norden +++
Mit fünf schwerkranken Corona-Patienten an Bord ist ein Spezial-Airbus der Bundeswehr bei Schneetreiben vom Flughafen München aus nach Hamburg gestartet. Die Intensivpatienten aus Oberbayern und Schwaben sollen von Hamburg aus nach Schleswig-Holstein gebracht werden, wo sie im Krankenhaus weiter intensivmedizinisch betreut werden, sagt eine Sprecherin des bayerischen Innenministeriums. Den Angaben zufolge hob das Flugzeug um 14.30 Uhr in München ab. Die Intensivstationen in Bayern sind wegen des hohen Infektionsgeschehens im Freistaat an der Belastungsgrenze.

+++ 14:44 Virologin Ciesek: Antigentests funktioneren bei Omikron +++
Antigentests funktionieren ersten Erkenntnissen der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek zufolge auch bei einer Infektion mit der neuen Omikron-Variante. Das teilt die Wissenschaftlerin auf Twitter mit. Demnach zeigten Tests der Hersteller Roche, Siemens und Flowflex bei einem Fall in Hessen ein positives Ergebnis an. Ciesek ist selbst an der Untersuchung beteiligt.

+++ 14:23 Omikron-Variante auch in Dänemark bestätigt +++
Infektionen mit der Omikron-Variante sind nun auch in Dänemark bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI bestätigt zwei Fälle, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Die beiden Infizierten seien mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Auch deren enge Kontakte sollten sich in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagt, man wolle die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

+++ 14:04 Lauterbach hält leichteren Krankheitsverlauf bei Omikron für denkbar +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen leichteren Krankheitsverlauf bei der neu entdeckten Variante Omikron für möglich. "Es wäre wirklich ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, wenn Omicron leichter verliefe", twittert er. "Bei so vielen Mutationen wäre es aber denkbar." Er verweist auf einen Artikel in der britischen Zeitung "Telegraph", in welchem die südafrikanische Ärztin Angelique Coetzee angab, dass die Symptome der neuen Virusvariante zwar ungewöhnlich, aber mild ausfielen. Coetzee war nach eigenen Angaben die Erste, die auf die Möglichkeit einer neuen Virusvariante hinwies, nachdem Patienten in Pretoria ihre Praxis mit bislang eher ungewöhnlichen Corona-Symptomen aufgesucht hatten. Dabei handelte es sich demnach um junge Menschen, die an starker Müdigkeit litten, sowie um ein sechsjähriges Kind mit Fieber und hohem Puls. Dem Kind sei es aber schnell besser gegangen. Den sonst typischen Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns beobachtete sie nicht. Dadurch, dass es in Deutschland viele Ältere und Vorerkrankte gebe, seien die Angaben aber mit Vorsicht zu genießen, twittert Lauterbach.

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+++ 13:49 Verdacht auf Infektion mit Omikron-Variante in Hessen bestätigt +++
In Hessen ist ein Fall der neuen Variante Omikron nachgewiesen worden. Die Sequenzierung habe die Variante bei dem am Samstag bekannt gegebenen Verdachtsfall bestätigt, teilt Hessens Sozialminister Kai Klose auf Twitter mit. Das Sozialministerium bestätigt die Angaben.

+++ 13:34 Niederlande melden 13 Omikron-Fälle bei Südafrika-Rückkehrern +++
In den Niederlanden sind bei 13 Reisenden aus Südafrika Infektionen mit der neuen Variante Omikron festgestellt worden. Das teilt Gesundheitsminister Hugo de Jonge mit. Die Personen waren am Freitag mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM nach Amsterdam gekommen. Insgesamt hatte die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol mehr als 600 Passagiere von zwei KLM-Maschinen getestet, 61 Tests waren positiv. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert. De Jonge appelliert erneut an alle seit dem vergangenen Montag aus dem südlichen Afrika in die Niederlande eingereisten Personen, sich umgehend testen zu lassen.

+++ 13:20 Schweizer wollen 3G-Zertifikat laut Hochrechnung beibehalten +++
Bei einer Volksabstimmung über das Schweizer Covid-Zertifikat haben Maßnahmengegner nach einer ersten Hochrechnung eine Niederlage erlitten. Laut der Rechnung des öffentlich-rechtlichen Senders SRF unterstützen 63 Prozent der Wählerinnen und Wähler den 3G-Nachweis, der in der Gastronomie, bei Veranstaltungen und in Freizeiteinrichtungen vorgezeigt werden muss. Die rechtskonservative SVP hatte gemeinsam mit mehreren anderen Gruppierungen das Referendum gegen den Covid-Pass unterstützt. Sie halten es für unangemessen, ein Zertifikat als Eintrittskarte zu verlangen. Dies spalte das Land und führe zu einem indirekten Impfzwang. Die Regierung hatte hingegen erfolgreich argumentiert, dass ohne solch einen Nachweis Großveranstaltungen verboten werden müssten und es wieder zu landesweiten coronabedingten Schließungen kommen werde.

+++ 13:15 Tendenz weiter steigend: 4459 Covid-Patienten auf deutschen Intensivstationen +++
Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen Covid-19 intensivmedizinisch behandelt werden müssen, steigt weiter. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden aktuell 4459 Covid-Intensivfälle versorgt. Das sind 91 mehr als am Vortag. Ein ähnlich hohes Niveau hatte es zuletzt Mitte Mai gegeben. Von den Betroffenen müssen 2282 invasiv beatmet werden (49 mehr als am Vortag). Der Anteil der freien Intensivbetten steigt von 12,8 Prozent auf 13,5 Prozent. Insgesamt gelten 3312 Intensivbetten derzeit als frei.

+++ 13:01 Minister: Omikron-Mutante wahrscheinlich auch schon in Frankreich +++
Die neue Omikron-Variante ist wahrscheinlich auch schon in Frankreich. Zwar sei noch kein Fall nachgewiesen worden, sagt Gesundheitsminister Olivier Veran zu Reportern an einem Impfzentrum in Paris. "Aber das ist eine Frage von Stunden." Wenn die Mutante bereits in Großbritannien, Italien und Belgien im Umlauf sei, dann sei es wahrscheinlich, dass es auch in Frankreich bereits Fälle gebe. "Wir werden sie identifizieren, ... und wir werden ihre Verbreitung so weit wie möglich verlangsamen." Die Regierung verschärfe die Beschränkungen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

+++ 12:53 KZ-Gedenkstätte Buchenwald: Hassmails und Beschimpfungen nach Einführung der 2G-Regel +++
Die KZ-Gedenkstätte Buchenwald erhält nach der Beschränkung des Zugangs nur für Geimpfte und Genesene Hassmails. Die Mitarbeiter müssten zudem drastische telefonische Beschimpfungen ertragen, heißt es in einer Mitteilung der Gedenkstätte auf ihrer Internetseite. "Die Aggressivität, die uns entgegenschlägt, zeugt von einer erschreckenden Verrohung", erklärt der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner. Am widerlichsten sei aber die Gleichsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen mit den NS-Verbrechen. So würden Ungeimpfte als "neue Juden" und Gedenkstättenmitarbeiter als "Nazis, Faschisten und neue Dr. Mengeles" beschimpft.

+++ 12:32 Moderna arbeitet seit Thanksgiving an Omikron-Impfstoff +++
Der Impfstoffhersteller Moderna hat bereits am gerade vergangenen Thanksgiving-Feiertag mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen. Hunderte seiner Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem in den USA üblicherweise groß gefeierten Festtag angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagt der Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, in einem BBC-Interview. Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Corona-Variante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse. Sollte dies der Fall sein, rechne er damit, dass dieser Anfang 2022 in großem Maßstab hergestellt werden könnte.

+++ 12:10 Virologe Stöhr: "Können Ausbreitung von Omikron nicht verhindern" +++
Die Zahl der Omikron-Verdachtsfälle schnellt nach oben. Das ist erstmal nicht verwunderlich, erläutert Prof. Klaus Stöhr. Der Virologe mahnt zur Besinnung: Noch ist zu wenig über die Variante bekannt, um verlässliche Aussagen über deren Gefahrenpotential zu treffen.

+++ 11:59 Welche Operationen sind verschiebbar? Patientenschützer fordern einheitliche Regelung +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert eine einheitliche Regelung dazu, welche Operationen angesichts der Überlastung der Krankenhäuser in der Pandemie verschoben werden sollen. "Bund und Länder haben die Pflicht, sofort für transparente und nachvollziehbare Kriterien zu sorgen", sagt Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Der Begriff der planbaren Operationen sei "rechtlich unbestimmt". "Somit bestimmt jedes Krankenhaus selbst, welcher Patient therapiert wird und welcher aktuell keine Hilfe bekommt", kritisiert Brysch. Zudem sei unklar, ob davon überproportional gesetzlich Versicherte betroffen sind. Die Krankenhäuser sind in der Pandemie angehalten, planbare Eingriffe zu verschieben, um Kapazitäten für Corona-Patienten freizuhalten. Dafür wurden Ausgleichszahlungen eingeführt.

+++ 11:48 Darum heißt B.1.1.529 Omikron und nicht anders +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klärt darüber auf, warum sie gerade den griechischen Buchstaben Omikron als Bezeichnung für die Variante B.1.1.529 gewählt hat: Es gehe darum, Missverständnisse und Stigmatisierungen zu vermeiden. Die UN-Gesundheitsbehörde ist schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, neu auftretende Varianten nach und nach anhand des griechischen Alphabets zu benennen. Damit sollte verhindert werden, dass die Orte, an denen die Mutanten erstmals auftreten, als Bezeichnung verwendet und sprachlich an den Pranger gestellt werden. Vor Omikron wären nun aber noch die Buchstaben Ny und Xi an der Reihe gewesen. Ny, das auf Englisch Nu heißt, klinge zu sehr nach "new" (deutsch: neu) und wäre daher missverständlich gewesen, hieß es dazu von der WHO. "Xi wurde nicht verwendet, weil es ein verbreiteter Nachname ist", erklärt die WHO.

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+++ 11:27 Ruf nach Lauterbach: CSU kritisiert noch offene Besetzung des Gesundheitsressorts der Ampel +++
Die CSU kritisiert die Ampel-Parteien dafür, dass sie bisher keinen Kandidaten für das Bundesgesundheitsministerium vorgestellt haben - und schlägt den SPD-Abgeordneten Karl Lauterbach für den Posten vor. "Dass die Ampel nicht in der Lage ist, einen zukünftigen Chef für das Bundesgesundheitsministerium zu benennen, ist in diesen Tagen beschämend", sagt der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek der "Bild am Sonntag". Mit Lauterbach stehe "ein erfahrener Arzt und Epidemiologe zur Verfügung, der als Corona-Fachmann immer im Team Umsicht und Vorsicht war". Dem Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien zufolge soll das Gesundheitsressort an die SPD gehen, diese will die Namen ihrer Ministerinnen und Minister aber erst Anfang Dezember bekannt geben.

+++ 10:56 Medizinethiker: Ungeimpfte im Triage-Fall nicht systematisch schlechter stellen +++
Der Potsdamer Medizinethiker Robert Ranisch warnt davor, geimpfte Corona-Patienten im Fall einer Triage gegenüber ungeimpften systematisch zu bevorzugen. Diese Frage stehe im Raum, da sich nicht nur das Personal in den Krankenhäusern fragen würde, warum ausgerechnet Ungeimpfte im Fall einer Priorisierung nach medizinischen Kriterien unter Umständen bevorzugt behandelt würden. "Emotional kann ich das gut nachvollziehen", sagt Ranisch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es gebe hitzige Diskussionen, ob Impfunwillige nicht selbst für ihre Lage verantwortlich seien und warum man Solidarität mit jenen aufbringen solle, die sich scheinbar unsolidarisch zeigten. Hier müsse man jedoch vorsichtig sein: "Bei Triage-Entscheidungen geht es um die Rettung möglichst vieler Menschenleben, nicht um Schuld oder Bestrafung", so Ranisch. "Die Behandlung von Kranken ist Aufgabe der Heilberufe, ungeachtet der Einstellungen der Patienten und Patientinnen." Der Impfstatus habe damit allenfalls eine indirekte Bedeutung für Triage-Entscheidung, etwa wenn Ungeimpfte eine schlechtere medizinische Prognose hätten.

+++ 10:38 Virus verdirbt Einzelhändlern Auftakt des Weihnachtsgeschäfts +++
Die neue Corona-Welle verdirbt vielen Einzelhändlern den Start in die wichtigste Geschäftsphase des Jahres. Mit den Umsätzen im bisherigen Weihnachtsgeschäft sind nur 20 Prozent von 350 befragten Unternehmen zufrieden, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilt. Die Folgen der Verschärfung der Krise hätten in der Woche bis zum ersten Advent den Einzelhandel erreicht, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Rund 60 Prozent der Handelsunternehmen berichten von Rückgängen der Kundenfrequenz gegenüber dem Vorjahr. "Viele Einzelhändler bangen um das Weihnachtsgeschäft und damit um ihre umsatzstärkste Zeit", so Genth. Das sei auch eine Folge der vielerorts gültigen 2G- oder 3G-Regelung für den Einzelhandel in den Innenstädten. Der HDE-Hauptgeschäftsführer fordert, diese Zutrittsbeschränkungen müssten entfallen, da Hygienekonzepte, Lüftungsanlagen und die Maskenpflicht für ausreichend Sicherheit sorgten.

+++ 10:21 Inzidenzkurven der Bundesländer steigen unaufhörlich +++
Die Bundesländer verzeichnen auch am Wochenende steigende Inzidenzwerte. In Sachsen klettert die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Inzidenz von 1201,1 auf nunmehr 1205,5. Damit hat der Freistaat das mit Abstand größte Fallaufkommen in der Bundesrepublik. Auch in anderen besonders schwer betroffenen Ländern legt die Inzidenz zu. In Thüringen auf 878,4 (Vortag: 852,8), in Sachsen-Anhalt auf 719,7 (Vortag: 716,9) und in Brandenburg auf 709,4 (Vortag: 674,7).

+++ 09:56 2G plus: Drosten findet "blinde Testung bei gesunden Geimpften" schwierig +++
Der Berliner Virologe Christian Drosten hält 2G-Plus-Regelungen im privaten und öffentlichen Bereich nur für bedingt sinnvoll. "Eine blinde Testung bei gesunden Geimpften ist nicht nur logistisch schwierig, sondern möglicherweise auch in ihrer Aussagekraft eingeschränkt", sagte er dem "Spiegel". "Bei Geimpften ist der Einsatz von Tests dann ratsam, wenn Symptome vorliegen." Es sehe so aus, als ob Infektionen bei Geimpften gerade in den ersten Tagen der Infektion nicht so gut durch einen Antigen-Schnelltest nachzuweisen sind. "Das ist aber allein eine erste Einschätzung", so Drosten. Die aktuelle Corona-Welle durch Tests zu durchbrechen, ist aus Sicht des Virologen nicht mehr realistisch. Der Aufwand zur Infektionskontrolle solle sich stattdessen darauf konzentrieren, neue Infektionen bei Ungeimpften zu vermeiden.

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+++ 09:30 Studie: China drohen über 600.000 Neuinfektionen, wenn strenge Maßnahmen gelockert würden +++
Mit seiner strikten Zero-Covid-Strategie ist China bislang recht solide durch die Pandemie gekommen. Zuletzt registrierten die Behörden in dem Land mit seinen 1,4 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern lediglich 23 neue Fälle. Das würde sich dramatisch ändern, sollte die Volksrepublik dem Beispiel anderer Staaten folgen und die strengen Maßnahmen, wie etwa Einreisebeschränkungen und Quarantäneregeln, aufgeben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Mathematikern der Universität Peking, über die Reuters berichtet. Demnach drohen 637.155 neue Fälle pro Tag, wenn China eine ähnliche Strategie im Kampf gegen das Virus wie die USA verfolgen würde. Bei Anwendung britischer Regeln wären es 275.793 Neuinfektionen, die französische Pandemie-Strategie brächte China 454.198 neue Fälle ein. Dem hypothetischen Rechenmodell aus Peking liegt unter anderem die Annahme zugrunde, dass der bereits erreichte Schutz durch die Impfkampagne gleichbleibt.

+++ 09:09 Zwei Omikron-Fälle in Australien bestätigt +++
Australien meldet zwei bestätigte Omikron-Fälle. Die Gesundheitsbehörden in New South Wales, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat, seien zwei Passagiere positiv auf die neue Coronavirus-Mutante getestet worden. Sie seien am Samstagabend aus dem südlichen Afrika in Sydney angekommen.

+++ 09:00 Scholz schließt erneuten Lockdown nicht aus +++
Im Angesicht des dramatischen Pandemiegeschehens in Deutschland ruft der noch amtierende Bundespräsident Steinmeier dazu auf, Kontakte möglich zu reduzieren, um einen erneuten Lockdown für alle zu verhindern. Derweil schließt der designierte Kanzler Scholz diesen nicht mehr aus.

+++ 08:50 SPD-Landeschef fordert für NRW ständigen Krisenstab +++
SPD-Landesparteichef Thomas Kutschaty verlangt für Nordrhein-Westfalen einen festen Krisenstab. "Wir dürfen uns nicht immer von neuen Varianten überraschen lassen, sondern müssen die Dynamik des Virus endlich stärker als bisher mit einplanen", fordert Kutschaty auch angesichts der im südlichen Afrika nachgewiesenen Omikron-Variante. Schon 2020 habe die SPD gefordert, dass jeder positive Tests automatisch auf bekannte neue Varianten überprüft wird. Nachdem am Samstag in Hessen ein Omikron-Verdachtsfall bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika gemeldet worden war, wächst in Deutschland die Sorge. Kutschaty mahnt, es brauche einen landesweiten Krisenstab, der die langfristige Entwicklung der Pandemie dauerhaft im Blick behalte. Dieses Gremium könne rechtzeitig die nötigen Maßnahmen anstoßen und planen.

+++ 08:21 31 Regionen in Deutschland mit Inzidenz über 1000 +++
Der Trend steigender Fallzahlen setzt sich in ganz Deutschland fort. Mittlerweile weisen laut aktuellem Datenstand der Robert-Koch-Instituts 31 von 411 Regionen eine Siebe-Tage-Inzidenz von über 1000 auf. Spitzenreiter ist der Erzgebirgskreis in Sachsen. Das Fallaufkommen beträgt hier sogar 2021,9 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Lediglich 5 Kreise und Städte haben noch einen zweistelligen Inzidenzwert: der Heidekreis (83,0), Dithmarschen (90,1), Holzminden (91,2), Rendsburg-Eckernförde (92,1) und Wilhelmshaven (95,8).

+++ 07:49 Fauci hält globale Ausbreitung von Omikron-Variante für unvermeidlich +++
Der US-Immunologe Anthony Fauci hält es für möglich, dass die als besorgniserregend eingestufte Omikron-Variante bereits in den USA ist. "Es würde mich nicht überraschen, wenn es so ist", sagt er im US-Fernsehen. Allerdings seien bisher noch keine entsprechenden Fälle gemeldet worden. Es sei letztlich fast unvermeidlich, dass sich die Variante auf der ganzen Welt ausbreite. Reiseeinschränkungen könnten lediglich Zeit verschaffen, um mehr über die Variante zu erfahren, so der Präsidenten-Berater. Auch die US-Regierung schränkt wegen der neuen Variante des Coronavirus Einreisen aus den Staaten des südlichen Afrikas ein.

+++ 07:24 Seelsorger fürchten weitere Verschärfung der Lage in Kliniken +++
Die Entwicklung der Pandemie mit vollen Intensivstationen und zahlreichen schwerstkranken Menschen fordert auch die Seelsorger in den hessischen Kliniken in besonderem Maße. "Es wird immer noch zu sehr unterschätzt, wie schwierig die Situation in den Krankenhäusern ist", sagt Lothar Jung-Hankel vom Konvent für Klinikseelsorge in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Nicht nur in Bayern oder Sachsen, sondern auch in Hessen seien Intensivstationen bereits überlastet. Darunter litten nicht nur Patienten und deren Angehörige, sondern auch das medizinische Personal, das zurzeit viel Unterstützung und Zuspruch brauche. Auch der katholische Seelsorger am Klinikum Fulda, Pfarrer Peter Bierschenk, teilt diese Sorgen. Die Welle der Neuansteckungen lasse befürchten, dass sich die Lage in den kommenden Wochen noch deutlich zuspitzen werde.

+++ 06:59 Omikron-Patienten in Südafrika bislang nicht in Lebensgefahr +++
Die bislang mit der neuen Variante Omikron infizierten Menschen in Südafrika sind nach Angaben der dortigen Mediziner-Vereinigung (SAMA) bislang nicht schwer erkrankt. Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, sagt der BBC, dass die bisher in ihrem Land festgestellten Fälle nicht schwerwiegend seien. Allerdings seien die Untersuchungen zu dieser Variante noch in einem sehr frühen Stadium. In dem Land seien nur rund 24 Prozent der Menschen vollständig geimpft. "Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen", sagt sie. Es handele sich nicht um Patienten, die direkt in ein Krankenhaus eingeliefert würden.

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+++ 06:28 Heil: Auch Profi-Sportler haben "moralische Impfpflicht" +++
Der geschäftsführende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kündigt an, die Impfpflicht für Kliniken und Heime noch vor Weihnachten umsetzen zu wollen. Auch Profi-Sportler hätten eine "moralische Impfpflicht", sagt der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag" zufolge. "Das Wichtigste ist, dass sich mehr Menschen impfen lassen. Das gilt auch für diejenigen, die viel verdienen und im Rampenlicht stehen, zum Beispiel Profi-Fußballer. Es gibt eine moralische Impfpflicht." Heil befürwortet auch eine allgemeine Impfpflicht, eine Debatte darüber müsse jedoch richtig geführt werden: "Denn wenn die Impfpflicht kommen soll, muss sie rechtssicher und praktisch umsetzbar sein."

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+++ 06:03 USA loben Südafrika für "Transparenz" in Sachen Omikron +++
Die USA haben Südafrika für seine "Transparenz" gegenüber dem Rest der Welt seit der Entdeckung der Omikron-Variante gelobt. US-Außenminister Antony Blinken gratuliert "den südafrikanischen Wissenschaftlern zur schnellen Identifizierung der Omikron-Variante", heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums, nachdem Blinken mit seinem südafrikanischen Kollegen telefoniert hatte. Er lobt "die südafrikanische Regierung für ihre Transparenz bei der Weitergabe dieser Informationen, die als Vorbild für die Welt dienen sollte". Die Reaktion der USA ist auch als Seitenhieb auf China zu verstehen. Dort hatten sich die Behörden lange mit Informationen über die Ursprungsform von Sars-CoV-2 bedeckt gehalten.

+++ 05:45 Lockdown verhindern: Bundespräsident ruft zu freiwilliger Isolation auf +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft die Bürger dazu auf, einen Lockdown durch freiwillige Kontaktbeschränkungen zu verhindern. "Wichtig ist, dass wir jetzt alle gemeinsam handeln", schreibt Steinmeier in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". "Halten wir uns an die Regeln, reduzieren wir noch einmal unsere Kontakte. Tun wir es, damit Schulen und Kitas nicht wieder schließen, damit wir das öffentliche Leben nicht wieder vollständig herunterfahren müssen." Eindringlich appelliert Steinmeier außerdem an die Menschen, sich impfen zu lassen: "Das Mittel, sich vor einem schweren, gar tödlichen Verlauf der Krankheit zu schützen, haben wir in der Hand. Aber immer noch haben es bisher zu wenige in Anspruch genommen."

+++ 05:20 Mehr als drei Viertel der Kliniken setzen Normalbetrieb aus +++
Aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen müssen immer mehr Kliniken in Deutschland sogenannte planbare Operationen verschieben. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft kann der Normalbetrieb in mehr als drei Viertel aller Krankenhäuser in Deutschland mittlerweile nicht mehr aufrechterhalten werden, und diese Häuser müssen planbare Operationen verschieben. "Die Lage ist wirklich zunehmend dramatisch und führt bei einem Teil der abgesetzten Behandlungen auch zu körperlichen und psychischen Belastungen bei den betroffenen Patienten", teilt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, in Berlin mit.

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+++ 04:50 Morddrohungen gegen Gesundheitsminister: Schweizer stimmen über Covid-Gesetz ab +++
In einer aufgeheizten politischen Atmosphäre stimmen die Schweizer am heutigen Sonntag über das Covid-19-Gesetz der Regierung ab. Die Gegner mobilisieren vor allem gegen das bereits eingeführte Covid-19-Zertifikat, mit dem sich eine Corona-Impfung, Negativ-Testung oder Genesung nachweisen lässt. Dies soll durch die Volksabstimmung am Sonntag auf eine rechtssichere Grundlage gestellt werden. Seit September wird das Zertifikat unter anderem beim Besuch von Restaurants benötigt. Obwohl laut Umfragen eine Mehrheit von zwei Dritteln der Bevölkerung hinter dem Covid-19-Gesetz steht, befürchten Beobachter eine Zunahme der Spannungen um die Corona-Politik der Regierung. Politiker in dem Alpenstaat sind nach Polizeiangaben mit einem nie dagewesenen Ausmaß an Drohungen konfrontiert. Zuletzt erhöhte die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen für mehrere Betroffene, darunter Gesundheitsminister Alain Berset.

+++ 04:25 Neuer Höchststand: Inzidenz steigt auf 446,7 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen hat wieder einen neuen Höchststand verzeichnet: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Morgen erhöhte sich der Wert auf 446,7. Am Samstag lag er bei 444,3, am Sonntag vergangener Woche bei 372,7. Bundesweit wurden laut RKI-Angaben vom Sonntag binnen 24 Stunden 44.401 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Freitag war die bisher höchste Zahl von 76.414 neuen Fällen registriert worden. Die Zahl der Todesopfer der Pandemie in Deutschland stieg laut RKI um 104 auf 100.883 Fälle.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:55 Bahn kontrolliert 3G: 40 Zugverweise +++
In den ersten Tagen der Einführung der 3G-Regeln hat die Deutsche Bahn rund 80.000 Reisende kontrolliert, ob sie geimpft, genesen oder getestet waren. Bislang kam es nur in 40 Fällen zu Zug-Verweisen, wie die "Bild am Sonntag" berichtet. 9000 Sicherheits- und Kontrollmitarbeiter haben demnach zwischen Mittwoch und Samstagabend im Fernverkehr täglich rund 20.000 Fahrgäste kontrolliert. Das neue Gesetz verpflichtet die Verkehrsunternehmen zu Stichproben-Kontrollen. Im Fernverkehr der Bahn geschieht das auf rund 400 Verbindungen pro Tag. Rund 250.000 Reisende sind nach BamS-Angaben derzeit täglich in den ICE- und IC-Zügen unterwegs.

+++ 03:20 Lehrergewerkschaften beklagen mangelnde Unterstützung +++
Die großen Lehrergewerkschaften Deutschlands haben kritisiert, dass es an den meisten Schulen nach wie vor keine Luftfilteranlagen gibt. Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbands für Bildung und Erziehung (VBE) führt dies auf komplizierte Förderverfahren und die Finanzschwäche der Kommunen zurück, wie es in einem Vorabbericht des Redaktionsnetzwerk Deutschland heißt. "Zwar hat der Bund 80 Prozent der Förderung bereitgestellt, aber viele Kommunen hatten nicht die Kraft, die fehlenden 20 Prozent beizusteuern." Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) betont, es müsse mehr Unterstützung für Schulen geben. "Viele Schulen werden in einer Notlage, in der sie Unterstützung dringender denn je benötigen, weitgehend allein gelassen." Immer mehr Schulen müssten bereits wegen Corona-Ausbrüchen schließen, in Sachsen betreffe das bereits etwa jede vierte Schule.

+++ 02:55 Abend-Lockdown in den Niederlanden beginnt +++
Wegen eines starken Anstiegs der Infektions- und Patientenzahlen gehen die Niederlande von diesem Sonntag an in einen abendlichen Corona-Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen bereits um 17 Uhr schließen. Die verschärften Maßnahmen gelten zunächst bis zum 18. Dezember. Davon ausgenommen sind Supermärkte. Schulen sollen vorerst geöffnet bleiben. Allerdings müssen Schüler ab zehn Jahren eine Maske tragen, wenn sie nicht an ihrem Platz sitzen.

+++ 02:20 Mehrheit der Deutschen wünscht sich Lockdown +++
In der Bevölkerung wächst die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Laut einer repräsentativen INSA-Umfrage der "Bild am Sonntag" befürchten 53 Prozent der Befragten eine Ansteckung. Die aktuellen Corona-Maßnahmen hält eine deutliche Mehrheit von 58 Prozent für nicht ausreichend, 73 Prozent rechnen damit, dass noch in diesem Jahr ein bundesweiter Lockdown beschlossen wird und eine Mehrheit von 57 Prozent wünscht sich diese Maßnahme sogar. 55 Prozent glauben zudem, dass die Politik zu viel Rücksicht auf die Belange von Ungeimpften nimmt.

+++ 01:30 Montgomery will Verfallsdatum für Impfpass +++
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Befristung des Impfstatus, um den Impfschutz der Bevölkerung zu verbessern. "Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen", sagt der Mediziner der Funke Mediengruppe. Wessen Impfung länger zurückliege, falle dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften. Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft. Dazu müsse jetzt geklärt werden, wie lange der Impfschutz jeweils halte und wann dieses Verfallsdatum angesetzt werden müsse. Die EU-Kommission hatte Ende der Woche ebenfalls eine Auffrischungsimpfung gegen Corona als Voraussetzung für die weitere Gültigkeit des digitalen Covid-Zertifikats der EU vorgeschlagen.

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+++ 00:40 Israel lässt keine Ausländer mehr einreisen +++
Im Kampf gegen die neue Coronavirus-Variante Omikron schottet Israel sich ab. Die Regierung unter Ministerpräsident Naftali Bennett untersagt Ausländern aus allen Ländern die Einreise. Die Maßnahme soll 14 Tage dauern. Zudem solle auch wieder die Handy-Überwachung eingesetzt werden, um Infizierte zu finden. In Israel ist bislang bei einer Person Omikron bestätigt worden. Zudem gibt es sieben weitere Verdachtsfälle.

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Quelle: ntv.de, fzö/mau/dpa/AFP/rts

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