Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 18:03 Türeci zu neuen Studien: "Drei Dosen Biontech können Omikron neutralisieren" +++

Omikron stellt die Wissenschaft noch vor Rätsel. Welche Veränderungen das Virus im Vergleich zur Delta-Mutante bringt, ist bislang unklar. Biontech-Gründerin Türeci ist sich aber sicher: Ihr Vakzin bietet auch gegen die neue Variante Schutz.

+++ 17:40 Diebe stehlen 40.000 Corona-Schnelltests +++
Unbekannte Täter haben in Hamburg 40.000 Corona-Schnelltests gestohlen. Der Schaden beläuft sich auf knapp 80.000 Euro, teilte die Polizei mit. Die Diebe waren in der Nacht zum Montag zwischen 3 und 4 Uhr früh in das Gebäude einer Medizinfirma in Rothenburgsort eingestiegen, nachdem sie zunächst einen Zaun zum Gelände des Unternehmens aufgeschnitten hatten. Dort entwendeten sie dreizehn Paletten mit Corona-Schnelltests, die sie vermutlich mit einem weißen Lieferwagen abtransportierten. Die Polizei sucht nun Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den weißen Transporter geben können.

+++ 17:26 Lauterbach: Pandemiebekämpfung zentrale Aufgabe +++
"Die Bekämpfung der Pandemie in den nächsten Monaten ist die zentrale Aufgabe", sagt der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach bei der Amtsübergabe seinem Vorgänger Jens Spahn. Deutschland sei besser durch die ersten drei Pandemiewellen gekommen als fast alle anderen europäischen Länder, fügt der SPD-Politiker mit Blick auf Spahns Arbeit hinzu. Sowohl Spahn als auch Lauterbach zeigen sich überzeugt, dass das Ziel zu erreichen sei, bis Jahresende 30 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung zu geben.

+++ 17:01 Brandenburg ruft den "Massenanfall von Erkrankten" aus +++
Die bundesweite Inzidenz geht langsam zurück, doch viele Bundesländer rufen weiterhin den Notstand aus. In Brandenburg verschärft sich die Situation in den Kliniken. Die Landesregierung ruft einen sogenannten "Massenanfall von Erkrankten" (MAN-E) aus. Das berichtet der "RBB". Immer mehr Krankenhäuser stoßen wegen der zunehmenden Corona-Fälle an ihre Grenzen. Innerhalb Brandenburgs müssen Corona-Patienten nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits verlegt werden. Der MAN-E ermöglicht es den Leitstellen, die Verteilung der Patienten im Land zu übernehmen und besser koordinieren zu können. Deshalb müssen die Krankenhäuser in Brandenburg jetzt doppelt so viele Betten freihalten wie bisher - mindestens 20 Prozent der Betten auf den Normalstationen und mindestens 30 Prozent der Intensivbetten müssen für Corona-Patienten freigehalten werden.

+++ 16:36 NRW bietet ab 17. Dezember Corona-Impfung für Kinder an +++
In Nordrhein-Westfalen können sich Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren ab dem 17. Dezember gegen Corona impfen lassen. Der Schwerpunkt werde in den Praxen der Kinder- und Jugendmediziner liegen und um das Angebot der Hausärzte ergänzt, teilt das Landesgesundheitsministerium mit. Die Coronaschutzimpfung sei für viele Eltern ein sensibles Thema, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Daher werde es ausreichend Beratungsmöglichkeiten geben. Zum Einsatz käme ausschließlich Biontech-Kinderimpfstoff.

+++ 16:11 Impfpflicht: UN-Menschenrechtsbeauftragte mahnt zur Achtung der Grundrechte +++
Die UN-Menschenrechtsbeauftragte Michelle Bachelet mahnt bei der Einführung von Impfpflichten die Achtung der Grundrechte an. Verpflichtende Impfungen "müssen den Grundsätzen der Rechtmäßigkeit, Notwendigkeit, Verhältnismäßigkeit und Nichtdiskriminierung entsprechen", sagt Bachelet bei einem Videoseminar des UN-Menschenrechtsrats. "Unter keinen Umständen darf Menschen ein Impfstoff unter Zwang verabreicht werden." Derartige Maßnahmen, die auf den Schutz von Menschenleben abzielten, seien "natürlich von höchster Legitimität und Bedeutung", so Bachelet. Dennoch sollten "Impfpflichten nur dann eingesetzt werden, wenn dies zur Erreichung zwingender Ziele im Bereich der öffentlichen Gesundheit notwendig ist" und "wenn weniger einschneidende Maßnahmen wie das Tragen von Masken und soziale Distanzierung nachweislich nicht ausreichen".

+++ 15:48 Österreich beendet Lockdown - "Öffnungsschritte mit Sicherheitsgurt" +++
Der Lockdown in Österreich endet in der Nacht zum kommenden Sonntag nur für die Geimpften und Genesenen. Das haben Bundesregierung und Länder am Mittwoch beschlossen. Ungeimpfte müssen weiterhin die Ausgangsbeschränkungen beachten. Die Öffnung werde begleitet von einem "Mindeststandard an Schutzmaßnahmen", um einem neuerlichen Anstieg der Corona-Infektionen vorzubeugen, sagte Kanzler Karl Nehammer. Es seien "Öffnungsschritte mit Sicherheitsgurt." So gelte in Innenräumen eine FFP-2-Maskenpflicht. Die Gastronomie müsse eine Sperrstunde von 23 Uhr beachten. Die Nachtgastronomie und die Après-Ski-Lokale bleiben nach den Worten von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein geschlossen. Den Bundesländern stehe es frei, strengere Auflagen zu erlassen, hieß es.

+++ 15:28 Forscher finden "getarnte" Omikron-Version +++
Britische Forscher haben offenbar eine neue Omikron-Variante entdeckt. Die sogenannte Stealth-Version der Omikron-Variante könnte schwieriger zu identifizieren sein. Dies berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Die neue "getarnte" Omikron-Variante lässt sich offenbar mit PCR-Tests nicht von anderen Varianten unterscheiden. Die Variante wird nach wie vor durch alle üblichen Tests als Coronavirus erkannt und kann durch Gentests als Omikron-Variante identifiziert werden. Sie wird jedoch weniger häufig als die ursprüngliche Omikron-Variante durch die üblichen PCR-Tests nachgewiesen.

+++ 14:59 Gauck kritisiert deutsche Pandemie-Politik +++
Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck beklagt zu wenig Entschlossenheit der Politik bei der Bekämpfung der Pandemie. "Es gab bei allen Parteien der demokratischen Mitte offensichtlich eine gewisse Furcht vor dem Verlust von Stimmen bei der Bundestagswahl", kritisiert Gauck in einem Interview mit der "Zeit". Die Bevölkerung dürfe den Anspruch haben, "klarer und deutlicher geführt zu werden". Die Politik dürfe "sich nie wohlfühlen in einer Zuschauerrolle, im Sinne von: Wir sehen die Verantwortung, aber es kostet zu viel, sie wirklich zu ergreifen", betont Gauck. Den politisch Verantwortlichen rät er: "Führungswillen, Risikobereitschaft, Mut beim Regieren würden zwar womöglich zu mehr Gegnerschaft führen, aber auch zu mehr Klarheit."

+++ 14:36 "Gute Handvoll" Omikron-Verdachtsfälle in Hamburg +++
Nach Bekanntwerden des ersten Falls einer Infektion mit der Coronavirus-Variante Omikron in Hamburg gehen die Gesundheitsämter der Stadt einer "guten Handvoll" weiterer Verdachtsfälle nach. Bislang sei aber noch kein weiterer Nachweis über eine Genomsequenzierung erbracht worden, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde. Sie verwies darauf, dass solche Sequenzierungen einige Tage in Anspruch nehmen würden.

+++ 14:11 Streeck erklärt Hoffnungen auf "Sweetspot-Mutation" +++
Omikron hat seinen Siegeszug um die Welt gestartet. Doch noch herrscht Unsicherheit, was das für den Pandemie-Verlauf bedeutet. Erste Daten lassen auf eine sogenannte "Sweetspot-Variante" hoffen. Virologe Streeck klärt über die Vorteile einer solchen Mutation auf und warnt vor voreiligen Schlüssen.

+++ 13:49 Berliner Club-Verband klagt über Tanzverbot +++
In Berliner Clubs darf nicht mehr getanzt werden - das sehen schärfere Regeln vor, die angesichts hoher Infektionszahlen greifen. Nach Einschätzung eines Verbands könnten nun etliche Häuser wieder vorübergehend zumachen. "Die meisten werden schließen", sagt Sprecher Lutz Leichsenring von der Clubcommission. Manche könnten auf Restaurants oder den Barbetrieb setzen, andere hätten diese Alternativen nicht. Neben den ökonomischen Schäden mache das viele auch psychisch fertig. Auch sie wünschten sich eine sichere Lösung, sagt Leichsenring Das Tanzverbot, das in den Innenräumen von Clubs nun gilt, hält er aber für keine sinnvolle Lösung. Seiner Meinung nach könnte sich das Tanzen nun in Privatwohnungen und Partykeller verlagern. "Das wird unweigerlich passieren." Der Verband würde das Tanzen in Clubs gerne mit PCR-Tests ermöglichen.

+++ 13:25 Höchstes bayerisches Gericht weist Klage gegen Corona-Regeln zurück +++
Die im Dezember noch einmal deutlich verschärften bayerischen Corona-Regeln bleiben unverändert in Kraft. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnt es in einer veröffentlichten Entscheidung ab, einzelne Vorschriften der bayerischen Corona-Verordnung durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen. Es sei zudem "nicht davon auszugehen, dass die Popularklage im Hinblick auf die aktuell geltenden Vorschriften in der Hauptsache erfolgreich sein wird", teilt das Gericht mit. Der Antragsteller hatte unter anderem eine Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften beklagt und die Corona-Regeln gleich reihenweise außer Vollzug setzen lassen wollen: etwa das Verbot von Weihnachtsmärkten oder die 2G- und 2G-plus-Regelungen. Das höchste bayerische Gericht wies sämtliche Forderungen zurück.

+++ 13:02 Video: Erster Landkreis nähert sich 3000er-Inzidenz +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnet das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Doro Steitz zusammen mit dem Intensivmediziner Prof. Uwe Janssens die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 12:45 Südkorea registriert erstmals mehr als 7000 Neuinfektionen +++
Südkorea hat so viele Neuinfektionen an einem Tag registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten, überstiegen die Fallzahlen am Dienstag erstmals die Schwelle von 7000. Die weitaus meisten der 7175 Infektionen wurden demnach erneut in der Hauptstadt Seoul und der Umgebung erfasst. Die Gesamtzahl kletterte auf 489.484. Die Corona-Zahlen in Südkorea sind vergleichsweise niedrig, allerdings verzeichnete das Land zuletzt tendenziell steigende Werte.

+++ 12:36 Leichenpräparatorin meldet sich nach Wut-Video zu Wort +++
Nachdem sie mit ihrem Wut-Video zu Corona Schlagzeilen gemacht hat, meldet sich eine Münchner Leichenpräparatorin nun nochmal zu Wort. "Das ist alles ein bisschen aus dem Ruder gelaufen - nicht so, wie ich wollte", sagt die Mitarbeiterin der Pathologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in einem Instagram-Video. Sie habe ihren Job sieben Jahre lang "super gerne gemacht" und würde das auch gerne weiter tun. "Ich würde mich natürlich freuen, wenn meine Arbeitgeber das genauso sehen und ich weiter meine Dienste zur Verfügung stellen kann." Die Universität hatte der jungen Frau in der vergangenen Woche Hausverbot erteilt und sie vom Dienst freigestellt, nachdem sie sich in der Leichenhalle gefilmt und dort gegen Corona-Maßnahmen gewettert hatte.

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+++ 12:10 Weltgrößter Impfstoffhersteller drosselt Produktion +++
Der weltgrößte Impfstoffhersteller Serum Institute mit Sitz in Indien will seine Astrazeneca-Produktion um mindestens die Hälfte reduzieren. Grund sei, dass Indiens Regierung keine neuen Bestellungen aufgegeben habe, sagt Firmenchef Adar Poonawalla dem indischen TV-Sender CNBC-TV18. Gleichzeitig kämen Bestellungen der internationalen Impfstoffinitiative Covax nur langsam herein. Derzeit produziere seine Firma pro Monat 250 Millionen Dosen Astrazeneca, das in Indien unter dem Namen Covishield vertrieben wird. Das Serum Institute war als Hauptlieferant für die Impfstoffinitiative Covax vorgesehen, die dafür sorgen möchte, dass auch ärmere Länder an Impfstoff kommen. Die Firma lieferte dann zunächst auch Millionen Dosen ins Ausland - via Covax oder direkt an Länder. Aber als Indien im Frühjahr von einer heftigen Corona-Welle überrollt wurde, stoppte die indische Regierung den Export und ließ ihn erst kürzlich wieder zu. In der Zwischenzeit mussten viele ärmere Länder Alternativen finden.

+++ 11:49 WHO: Omikron breitet sich rasant aus +++
Die Omikron-Variante verbreitet sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rasant über den Globus. Sie sei in 57 Ländern angekommen. Bei ähnlichen Krankheitsverläufen wie bei der Delta-Variante würden voraussichtlich mehr Menschen in Krankenhäuser behandelt werden müssen, da es zu mehr Infektionen komme. Noch gebe es wenig Erkenntnisse darüber, ob Menschen an Omikron schwerer erkrankten als an anderen Virusmutationen und ob die bislang verfügbaren Impfstoffe einen ausreichenden Schutz böten.

+++ 11:28 Auch im britischen Bildungsministerium wurde im Lockdown gefeiert +++
Nicht nur im Amtssitz des britischen Premierministers, sondern auch im Bildungsministerium ist während des Lockdowns vor einem Jahr eine Weihnachtsparty gefeiert worden. Etwa zwei Dutzend Mitarbeiter hätten sich am 10. Dezember 2020 in der Cafeteria der Behörde bei Getränken und Häppchen unterhalten, berichtet die Zeitung "Daily Mirror". Damals war es Mitgliedern verschiedener Haushalte verboten, sich zu treffen. Das Bildungsministerium räumte die Veranstaltung ein. Der damalige Ressortchef Gavin Williamson habe sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistung während der Pandemie bedanken wollen. Es wäre aber besser gewesen, wenn die Feier nicht stattgefunden hätte, hieß es.

+++ 11:09 Impfgegner versammeln sich vor Lauterbachs Privatwohnung +++
Vier Impfgegner haben vor der Kölner Privatwohnung des SPD-Politikers Karl Lauterbach eine unangemeldete Demonstration veranstaltet. Die Polizei beendete die Versammlung am vergangenen Freitagabend, wie die Kölner Polizei nun bestätigt. Am Montag wurde bekannt, dass Lauterbach neuer Gesundheitsminister wird. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Corona-Leugner Lauterbach ausgesucht hatten, weil er immer wieder in den Medien aufgetreten ist.

+++ 10:58 Mehr Moderna- als Biontech-Lieferungen in der vergangenen Woche +++
Die Ärzte und Impfzentren in Deutschland haben in der vergangenen Woche mehr Dosen des Impfstoffs von Moderna als von Biontech bekommen. Es wurden an Arztpraxen und Betriebsärzte insgesamt 4,9 Millionen Moderna-Dosen ausgeliefert und gut 3,2 Millionen von Biontech, wie aus einer vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten Übersicht hervorgeht. An die Impfzentren, mobilen Teams und den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gingen 3,3 Millionen Moderna-Dosen und 626.000 Dosen von Biontech. Geringe Mengen wurden von Johnson & Johnson ausgeliefert: Knapp 68.000 Dosen an die Ärzte und knapp 31.000 an Impfzentren, mobile Teams und ÖGD.

+++ 10:31 Bund organisiert zusätzliche Impfdosen von Biontech +++
Der Bund hat zur Beschleunigung der Impfungen drei Millionen zusätzliche Impfdosen von Biontech organisiert, die andere EU-Staaten aktuell nicht benötigen. Sie sollen in dieser und zu Beginn der kommenden Woche den Ländern für die Impfzentren zur Verfügung gestellt werden, wie aus einem Bericht des scheidenden Gesundheitsministers Jens Spahn an seine Länderkollegen hervorgeht. Auch über den Großhandel sollen demnach mehr Biontech-Dosen an Praxen gehen. Insgesamt soll der Bund damit in der Woche vom 13. Dezember acht Millionen Dosen Biontech und mehr als zehn Millionen Dosen von Moderna für Auffrischungsimpfungen ausliefern. Bei vielen Ärzten und anderen Impfstellen hat es Proteste ausgelöst, dass der Bund für den meistgenutzten Impfstoff von Biontech kürzlich Bestell-Obergrenzen eingeführt hatte - da sich die Lager sonst zu schnell zu leeren drohten. Bund, Länder und Wissenschaftler betonen, dass Biontech wie Moderna für Verstärkungen schon länger zurückliegender Impfungen gleichermaßen verwendet werden können.

+++ 10:17 Ciesek: Impfstoffe erzeugen schwächere Antwort auf Omikron +++
Erste Labor-Untersuchungen zur Wirkung von Corona-Impfstoffen gegen Omikron deuten auf eine schwächere Abwehrreaktion gegen die neue Variante hin. Die Virologin Sandra Ciesek vom Universitätsklinikum Frankfurt veröffentlichte erste Ergebnisse auf Twitter, die eine deutlich reduzierte Antikörper-Antwort auf die neue Variante zeigen. "Die Daten bestärken, dass die Entwicklung eines an Omikron angepassten Impfstoffs sinnvoll ist", schrieb Ciesek dazu. Die Virologin weist aber auch darauf hin, dass aus ihrer Auswertung nicht herauszulesen ist, ob Geimpfte bei Omikron vor einem schweren Verlauf geschützt sind. Denn die Immunantwort beruht nicht nur auf Antikörpern, sondern beispielsweise auch auf T-Zellen.

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+++ 10:08 Knapp eine Million Impfungen binnen 24 Stunden +++
In Deutschland haben mittlerweile 15,6 Millionen Menschen eine zusätzliche Auffrischungsimpfung erhalten. Das entspricht 18,7 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Demnach sind allein am Dienstag 833.000 Auffrischimpfungen verabreicht worden.

Insgesamt gab es am Dienstag 973.000 Impfungen gegen das Virus. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben 57,5 Millionen Menschen (69,2 Prozent der Gesamtbevölkerung). Mindestens eine erste Impfung haben 60,0 Millionen Menschen (72,2 Prozent der Gesamtbevölkerung) bekommen. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

+++ 09:48 Steuer-Stundung ist wegen Pandemie weiter möglich +++
Wegen der anhaltenden Pandemie können Firmen und andere Steuerzahler weiterhin eine Stundung beantragen, ihre Steuern also später zahlen. Eine entsprechende Ausnahmeregelung sei verlängert worden, teilt das Finanzministerium mit. Steuern, die eigentlich zum 31. Januar fällig wären, könnten damit bis zum 31. März gestundet werden, wenn man "unmittelbar und nicht unerheblich" wirtschaftlich von der Krise betroffen sei. Auch Ratenzahlungen bis zum 30. Juni sind dem Schreiben zufolge möglich. Begründet wird die Verlängerung mit weiterhin beträchtlichen wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie.

+++ 09:31 Forscher: Einschränkungen für Ungeimpfte kurbeln Impfbereitschaft an +++
Verschärfte Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte kurbeln einer Studie zufolge die Impfbereitschaft an. "Die Ankündigung der 2G-Regel in Österreich am 5. November hat zu einem Anstieg der Impfquote geführt", sagt Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen, zur Untersuchung in deutsch-österreichischen Grenzregionen. Der darauffolgende Lockdown für Ungeimpfte am 15. November habe den Trend der zunehmenden Impfbereitschaft dagegen nicht wesentlich beeinflusst. Hingegen habe die Ankündigung eines allgemeinen Lockdowns, der seit dem 22. November in Österreich gilt, den Trend etwas abgeschwächt. "Gezielte Einschränkungen für Impfverweigerer scheinen daher die Impfbereitschaft stärker zu erhöhen als ein Lockdown für alle", sagt Hannes Winner, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Salzburg und Co-Autor der Studie.

+++ 09:16 Terrorismusforscher warnt vor Gewaltbereitschaft bei "Querdenkern" +++
Unter Corona-Leugnern und sogenannten Querdenkern steigt nach Einschätzung des Terrorismusforschers Peter Neumann aktuell die Gewaltbereitschaft. "Wenn eine solche Bewegung damit beginnt, sich Argumente zurechtzulegen, um Gewalt zu rechtfertigen, ist das ein deutliches Warnsignal - und genau das erleben wir seit einigen Monaten", sagt Neumann der "Augsburger Allgemeinen". "Wir erleben eine generelle Enthemmung, die Normen des Zusammenlebens in einer demokratischen Gesellschaft werden von vielen Leuten nicht mehr respektiert", erläutert der am Londoner King's College tätige Professor dem Blatt.

+++ 08:21 Kurz vor Weihnachten beschäftigt Corona-Krise viele Kinder +++
Ein Geschenk, das man nicht kaufen kann, steht auf den Weihnachtswunschzetteln vieler Kinder in diesem Jahr ganz oben: Corona soll endlich verschwinden. "Corona ist sehr präsent bei den Kindern", sagt eine Sprecherin der Deutschen Post für die Christkindpostfiliale Engelskirchen. "Sie möchten mit den Großeltern Weihnachten feiern, sind genervt vom Masketragen und enttäuscht, weil Veranstaltungen abgesagt wurden, zu denen sie gerne hingegangen wären." Ähnliches berichtet die ehrenamtliche Leiterin des Weihnachtspostamts im unterfränkischen Himmelstadt, Rosemarie Schotte.

+++ 07:35 Kommunen fordern von Ampel mehr Weitsicht in Pandemie +++
Der Städte- und Gemeindebund fordert von der neuen Bundesregierung mehr Weitsicht in der Pandemie. "Nachdem der Corona-Start verstolpert wurde, brauchen wir eine langfristige Strategie", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Regierung solle in den Blick nehmen, dass ab März oder April die vierten Impfungen anstehen könnten. Ebenso müsse eine Impfpflicht konsequent umgesetzt werden. Zugleich verlangt Landsberg neue Finanzhilfen für die Kommunen. "Das Jahr 2021 werden die Städte und Gemeinden mit einem Defizit von über neun Milliarden Euro abschließen, für 2022 muss ein weiteres Defizit von über zehn Milliarden Euro befürchtet werden." Die Ampelkoalition müsse sich klar zu finanziellen Hilfen und einem weiteren kommunalen Rettungsschirm bekennen.

+++ 07:02 Ärztevertreter Gassen: Impffortschritt wird durch Politik ausgebremst +++
Ärzte in Deutschland beklagen einen Mangel an Verlässlichkeit bei der Lieferung von Impfstoffen. "Inzwischen sind 14 Millionen Menschen in Deutschland geboostert, davon 10 Millionen in den Praxen. Bei diesem Tempo ist das Ziel von 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten nicht völlig unrealistisch", sagt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Impffortschritt werde aber durch die Politik ausgebremst. Für die Impfungen in dieser Woche hätten Vertrags- und Betriebsärzte sowie der Öffentliche Gesundheitsdienst zusammen rund 6,5 Millionen Dosen Biontech-Impfstoff bestellt. "Geliefert werden wohl aber nur 2,9 Millionen Dosen und damit weniger als die Hälfte", sagt Gassen.

+++ 06:20 Pandemie hat Gastgewerbe laut Dehoga-Chefin 100.000 Mitarbeiter gekostet +++
Die Corona-Krise könnte den Personalmangel im Gastgewerbe nach Ansicht des Dehoga abermals deutlich verschärfen. "Rund 100.000 Beschäftigte hat das Gastgewerbe durch die Pandemie bis September 2021 verloren", sagt die Chefin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Ingrid Hartges, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe habe im September bei knapp 1.026.000 gelegen, 8,4 Prozent unter der im September 2019. "Wenn die Covid-19-Pandemie nicht schnellstmöglich erfolgreich bekämpft wird, befürchte ich Schlimmeres", sagt Hartges. "Ein maximal professionelles Impfmanagement ist jetzt endlich geboten!"

+++ 05:41 Deutsche Bahn verschärft 3G-Kontrollen im Nahverkehr +++
Ab heute verschärft die Deutsche Bahn die 3G-Kontrollen im Regionalverkehr. Fortan sollen auch die sogenannten Kundenbetreuer, also Schaffnerinnen und Schaffner, bei der Ticketkontrolle überprüfen, ob die Fahrgäste geimpft, genesen oder getestet (3G) sind. Bislang hatten das im Nahverkehr vor allem die Sicherheits-Mitarbeiter übernommen. Allerdings bleibe es bei stichprobenhaften Überprüfungen, sagt die Bahn. Es werde nur dann nach dem 3G-Nachweis gefragt, wenn die Kontrolleure von Sicherheitspersonal begleitet werden. Es würden stets zwei Mitarbeitende bei der Kontrolle eingesetzt, um größtmögliche Sicherheit für die Kundenbetreuer im Nahverkehr zu gewährleisten, heißt es. Bereits seit dem 24. November gilt die 3G-Pflicht im Regional- und im Fernverkehr. Wer keinen entsprechenden Nachweis vorweisen kann, wird dazu aufgefordert, den Zug an der nächsten Station zu verlassen. Es droht ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro.

+++ 05:03 RKI meldet 527 Tote binnen 24 Stunden - Daten aber wahrscheinlich verzerrt +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 69.601 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 2415 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 67.186 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 427,0 von 432,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 527 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 104.047. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 6,29 Millionen Corona-Tests positiv aus. Die aktuellen Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, da die Datenübermittlung aus den stark betroffenen Regionen aktuell nicht reibungslos funktioniert. So gab es etwa jüngst Schwierigkeiten mit den Fallzahlen aus Sachsen. Nachmeldungen, die die aktuelle Lage verzerren, sind also wahrscheinlich.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:46 UN-Generalsekretär Guterres geht vorsichtshalber in Quarantäne +++
UN-Generalsekretär António Guterres geht wegen eines Kontaktes mit einer positiv auf Covid-19 getesteten Person in Quarantäne. "Er hat keine Symptome gezeigt und wurde zunächst negativ getestet", bestätigt Sprecher Farhan Haq. Aus Gründen der Vorsicht habe der 72-jährige Guterres aber alle Termine abgesagt und werde bis zu einem erneuten Test am Donnerstag aus seiner Residenz in Manhattan arbeiten. Um wen es sich bei der positiv getesteten Person handelte, ist unklar.

+++ 04:04 DIHK-Präsident: Entlastung der Firmen muss schnell kommen +++
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert die neue Bundesregierung vor ihrer Amtsübernahme zu einer schnellen Entlastung der Unternehmen auf. "Die neue Regierung sollte als erste Schritte die geplanten Sonderabschreibungen und Verlustverrechnungen rasch auf den Weg bringen sowie die EEG-Umlage schnell abschaffen", sagt DIHK-Präsident Peter Adrian der Funke-Mediengruppe. "Diese Entscheidungen entlasten viele Unternehmen und können daher wichtige Investitionsimpulse sein." Viele Unternehmen befänden sich aufgrund der Corona-Beschränkungen, hoher Energie- und Rohstoffpreise und fehlender Fachkräfte in einer schwierigen Lage.

+++ 03:30 Slowakei schließt Schulen und öffnet Geschäfte für Geimpfte +++
Die slowakischen Regierungsparteien haben sich auf eine Mischung aus Lockerungen und Verschärfungen der gültigen Maßnahmen geeinigt. Wie der konservative Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky vor Journalisten in Bratislava erklärt, dürfen die seit 25. November geschlossenen Geschäfte ab Freitag wieder aufmachen. Wer aber weder gegen Covid-19 geimpft noch davon genesen ist, darf nur in solche Läden gehen, die unentbehrliche Produkte wie Lebensmittel verkaufen. Die Gastronomiebetriebe bleiben vorerst noch für alle geschlossen. Im Gegenzug für die Öffnung der Geschäfte müssen aber ab kommenden Montag alle Schulen mit Ausnahme der ersten vier Schulstufen auf Online-Unterricht umstellen. Ministerpräsident Eduard Heger bezeichnet diesen Kompromiss als "Sieg des Respekts und der Entschlossenheit".

+++ 02:39 Mögliche EU-Zulassung für Covid-Vakzin treibt Novavax +++
Die Aussicht auf eine baldige EU-Zulassung für den Coronavirus-Impfstoff von Novavax beflügelt die Aktien der Biotechfirma. Sie steigen an der Wall Street um mehr als 25 Prozent. Der Chefin der EU-Arzneimittelbehörde EMA zufolge könnte ihr Haus dem Novavax-Vakzin in naher Zukunft grünes Licht geben. Zusätzlichen Rückenwind erhielten die Titel von einer Untersuchung, der zufolge Kreuz-Impfungen mit dem Wirkstoff von Novavax und denen anderer Hersteller effektiver seien als zwei Dosen mit demselben Vakzin.

Novavax
Novavax 161,00

+++ 01:44 WHO-Experte: "Kein Grund zur Annahme" der Unwirksamkeit des Impfens bei Omikron +++
Ein Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält es für "höchst unwahrscheinlich", dass die neue Omikron-Variante den Schutz von Impfstoffen komplett aushebeln könnte. "Wir haben hochwirksame Impfstoffe, die sich bisher gegen alle Varianten als wirksam erwiesen haben, was schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte angeht", sagt der Leiter der WHO-Notfallabteilung, Michael Ryan. "Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass dies bei Omikron nicht der Fall sein könnte".

+++ 00:58 Trotz Skepsis: Spahn hält Debatte über Impfpflicht für wichtig +++
Der scheidende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht eine allgemeine Corona-Impfpflicht weiterhin skeptisch. Trotzdem hält er die Debatte darüber für wichtig: "Denn die hat ja einen Grund. Wir haben gut zwölf Millionen ungeimpfte Erwachsene in Deutschland, und diese Zahl ist zu groß", sagt der CDU-Politiker im "heute journal" des ZDF. Er weist darauf hin, dass es vor allem Ungeimpfte seien, die auf den Intensivstationen behandelt werden müssten.

+++ 00:05 Biontech-Impfstoff bietet nur Teilschutz gegen Omikron +++
Der Impfstoff von Biontech/Pfizer bietet offenbar lediglich einen teilweisen Schutz gegen Omikron. Das teilt Laborleiter Alex Sigal vom Africa Health Research Institute in Südafrika auf Twitter auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit. Es gebe einen sehr großen Rückgang bei der Neutralisierung der Omikron-Variante. Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass die abschließenden Daten zur Wirksamkeit des Vakzins gegen die Omikron-Variante am Mittwoch oder Donnerstag vorliegen könnten. Das sagt Sahin dem Sender NBC News.

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+++ 23:19 EU-Behörden empfehlen Kreuzimpfungen +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC sprechen sich angesichts steigender Infektionszahlen für Kreuzimpfungen gegen Covid-19 aus. Damit könne mehr Flexibilität bei den Impfprogrammen in der Europäischen Union geschaffen werden, teilen die beiden Behörden mit. Studien zeigten, dass die Kombination von viralen Vektorimpfstoffen und mRNA-Impfstoffen gute Antikörperspiegel und eine stärkere Reaktion der T-Zellen hervorrufe als die Verwendung desselben Vakzins. Das gelte unabhängig davon, ob es sich um die Grundimmunisierung oder die Auffrischungsimpfung handele. Die bisher vorliegenden Daten deuteten zudem darauf hin, dass sogenannte heterologe Auffrischungsimpfung in Bezug auf die Immunreaktion genauso gut oder sogar besser sei als die Auffrischungsimpfung mit demselben Impfstoff. Kreuzimpfungen seien generell gut vertragen worden.

+++ 22:23 Wegen Maskenaffäre: Bayerischer Landtag verschärft Regeln für Abgeordnete +++
Als Konsequenz aus der Affäre um die Vermittlung von Maskenkäufen der Staatsregierung durch CSU-Politiker gelten in Bayern künftig verschärfte Regeln für Abgeordnete. Der Landtag billigt am Abend mit großer Mehrheit einen entsprechenden Gesetzentwurf, auf den sich am Ende CSU, Freie Wähler, Grüne, SPD und FDP verständigt hatten. Mit Nein stimmten die AfD und der frühere Justizminister Alfred Sauter, der selbst im Zentrum der Affäre steht. Nebentätigkeiten sind demnach in Zukunft zwar nicht generell verboten. Untersagt sind den Landtagsabgeordneten jedoch bezahlte Lobbytätigkeiten für Dritte bei Staatsregierung, Landtag und weiteren Behörden. Auch der Verkauf und die Vermittlung von Immobilien, Waren und Dienstleistungen für Dritte bei den Organen und Behörden des Freistaates und den Gesellschaften, die mehrheitlich im Eigentum des Freistaates stehen, sind den Parlamentariern künftig verboten. Darüber hinaus müssen Abgeordnete Einkünfte aus Nebentätigkeiten in Zukunft grundsätzlich ab dem ersten Euro veröffentlichen.

+++ 22:01 Saarland will Testpflicht für Geboosterte aufheben +++
Das Saarland plant, die Corona-Testpflicht für Menschen mit Booster-Impfung und "Frischgeimpfte" aufzuheben. Regierungssprecher Alexander Zeyer berichtet, dass sich Experten und Minister darin bei der Kabinettssitzung einig gewesen seien. Mit Blick auf die nächsten Bund-Länder-Gespräche am Donnerstag wolle man jedoch noch mit einer Umsetzung der neuen Regelung abwarten. Entsprechende Details werde man am Donnerstagabend oder Freitag bekanntgeben, nach Zeyers Angaben könnte sie dann voraussichtlich schon am Samstag in Kraft treten. Dann könnten Menschen mit einer dritten Auffrischungsimpfung und "Frischgeimpfte" bei 2G-Plus-Regelungen von der Testpflicht ausgenommen werden. Mehrere andere Bundesländer hatten kürzlich bereits die Testpflicht für Menschen mit Auffrischungsimpfung gekippt.

+++ 21:46 Spahn rechnet nicht mit weiteren Reisebeschränkungen in vierter Welle +++
Neue Reisebeschränkungen innerhalb der EU sind nach Einschätzung des scheidenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn angesichts der vierten Corona-Welle nicht zu erwarten. "Dass es innerhalb der Europäischen Union zu Reisebeschränkungen kommt, das sehe ich heute nicht", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens mit EU-Kollegen in Brüssel. Dies halte er auch nicht für notwendig. Spahn verwies darauf, dass die EU-Staaten die Einreise aus Ländern im südlichen Afrika, in denen die womöglich ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus "entdeckt wurde und eine stärkere Rolle spielt", bereits drastisch eingeschränkt haben. "Das war wichtig, dass wir schnell gemeinsam agiert haben." Grundsätzlich betonte Spahn, dass man über Omikron noch nicht alles wisse. "Aber bis wir mehr wissen, müssen wir vorsichtig sein." Durch die Einreisebeschränkungen solle der Eintrag des Virus nach Europa und Deutschland so gering wie möglich gehalten werden.

+++ 21:23 Auch Brandenburg schließt Clubs und Diskotheken +++
Auch Brandenburg verschärft die Corona-Regeln. Die Landesregierung wird am kommenden Dienstag eine aktualisierte Verordnung beschließen, die unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und die Schließung von Clubs und Diskotheken vorsieht, wie die Staatskanzlei in Potsdam mitteilt. Die Verordnung soll am Mittwoch kommender Woche in Kraft treten, zuvor soll der Landtag die epidemische Lage feststellen. Die Maßnahmen orientieren sich wie in anderen Ländern an den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz.

+++ 21:02 Auch Portugal erlaubt Kinderimpfungen +++
In Portugal haben die zuständigen Behörden die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen Covid-19 genehmigt. Das teilt das Gesundheitsministerium in Lissabon mit. Damit kann das Land seine sehr gute Impfquote erhöhen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa gegeben. Portugal hat eine Impfquote von circa 88 Prozent. Die Behörden in Lissabon teilen mit, nun dürfe man auch knapp 638.000 Kindern die Corona-Impfung verabreichen. Erst kürzlich verzeichnete das Land einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz.

+++ 20:40 Wegen Omikron: Norwegen schärft deutlich nach +++
Angesichts einer besorgniserregenden Corona-Lage mit dem Auftreten der Omikron-Variante verschärft Norwegen die im Land geltenden Maßnahmen. Die Infektionslage sei jetzt so ernst, dass man neue Maßnahmen ergreifen müsse, um die Kontrolle über die Pandemie zu behalten, sagt Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Abend auf einer Pressekonferenz in Oslo. Das bedeute auch, dass es in diesem Jahr andere Weihnachtstage würden als normal. Zu den neuen Maßnahmen zählt unter anderem die Regel, einen Meter Abstand zu halten. Wo das zum Beispiel in Geschäften oder Restaurants nicht möglich ist, muss man Maske tragen. Alkohol darf nur an sitzende Gäste serviert werden, und zwar nur bis maximal 24.00 Uhr. Bei Sport- und Kulturangeboten für Erwachsene wird die maximal zulässige Gruppengröße auf 20 reduziert. Gelten soll all das ab Donnerstag und vorläufig für vier Wochen.

+++ 20:18 Berlin will am 15. Dezember mit Kinderimpfungen beginnen +++
In Berlin sollen die Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren am 15. Dezember beginnen. Sie sollen sowohl in den Impfzentren, an Schulen wie auch an besonderen Orten wie im Zoo möglich sein, sagt die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Die Auslieferung des Biontech-Impfstoffs für diese Altersgruppe soll am 13. Dezember erfolgen. "Wir wollen kein Risiko eingehen, dass der Impfstoff dann doch am 14.12. kommt, und wir haben Termine vergeben", erläutert Kalayci. "Deswegen haben wir gesagt: Wir starten mit der Impfung der Kinder am 15.12." Die Kapazitäten in den Impfzentren sollen bis dahin ausgebaut werden. "Es gibt in Tegel 15 zusätzliche Kabinen für Kinder, in der Messe plus 10 und auch beim ICC plus 10 Kabinen", sagt Kalayci. Für die Kinderimpfungen sei eine Terminbuchung notwendig.

+++ 19:57 Sachsen schließt Gastronomie für Hotspots mit Inzidenz über 1500 +++
Sachsen verschärft erneut die Corona-Regeln. Gastronomiebetriebe in Hotspots mit einer Inzidenz über 1500 sollen schließen müssen, wie das Landessozialministerium in Dresden mitteilt. Die neue Verordnung soll demnach am Freitag beschlossen werden. Im Freistaat gelten schon seit längerem strenge Corona-Maßnahmen, etwa 2G - also der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene - sowie verkürzte Öffnungszeiten in der Gastronomie. Auch im Einzelhandel führte Sachsen, das besonders stark von Corona-Infektionen betroffen ist und die bundesweit niedrigste Impfquote hat, als erstes Bundesland die 2G-Regel ein. Die neue Verordnung soll am Montag in Kraft treten und bis zum 9. Januar gelten. Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte und Messen bleiben weiterhin untersagt. Gleiches gilt für Clubs, Bars und Diskotheken. Ausgangsbeschränkungen sollen beibehalten werden, ebenso die Altersgrenze von 16 Jahren bei Ausnahmen von 2G. Bei privaten Feiern und Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen soll es eine Teilnehmerbegrenzung auf 50 Personen geben.

+++ 19:30 Bundesländer melden 50.578 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.249.084 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 50.578 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich geht die Zahl der neu entdeckten Ansteckungen damit leicht zurück. Vergangenen Dienstag wurden 53.675 neue Ansteckungen registriert, heute waren es 5,8 Prozent weniger. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 412 auf 103.643. Im Vergleich zur Vorwoche sind das 15 mehr Fälle. Als aktuell infiziert gelten rund 933.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 0,91). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4950 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2699 davon werden invasiv beatmet. Rund 3057 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, fzö/ses/dpa/AFP/rts

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