Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 18:06 Hessen beklagt immer mehr Impfdrängler +++

Berichte über Impfwillige, die sich unberechtigt und teils mit falschen Angaben eine vorzeitige Impfung verschaffen wollen, nehmen zu - auch in Hessen. Allein im Landkreis Fulda ist das in 14 Fällen offenbar gelungen, wie die Pressestelle mitteilt. Der Prüfbericht werde an die Staatsanwaltschaft übergeben. Denn die Corona-Impfverordnung sieht keine Möglichkeiten für Ordnungswidrigkeitsverfahren vor. "Ob strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt, kann nur die Staatsanwaltschaft feststellen." Auch Impfzentren in Frankfurt, Kassel, Darmstadt und Gießen berichten von Einzelfällen, in denen Menschen versuchten, sich beim Impfen vorzudrängeln.

+++ 17:35 Bayerns Gesundheitsminister: Kneipp-Therapie kann Long-Covid abmildern +++
Die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung können nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek auch mit Hilfe von Naturheilkunde abgemildert werden. Neben den modernen medizinischen Möglichkeiten dürften bei der Behandlung "traditionelle Heilverfahren wie die Kneipp-Therapie nicht ungenutzt" gelassen werden, sagt der CSU-Politiker anlässlich des 200. Geburtstages des Naturmedizin-Pioniers Sebastian Kneipp. Die vom Allgäuer Pfarrer Kneipp entwickelte Therapie des Wassertretens soll unter anderem den Kreislauf anregen und das Immunsystem stärken. "Viele Elemente der Kneippschen Lehre können wir völlig unkompliziert, kostenlos und ganz individuell in unseren Alltag integrieren,", sagt Holetschek. Die präventive Wirkung mancher Anwendungen sei unumstritten.

+++ 17:11 Italien startet Disco-Versuch mit 2000 Menschen +++
Tanzen in der Disco soll in Italien trotz Corona wieder möglich werden: Der Verband der Disco-Betreiber startet zwei Versuche mit Großevents für Getestete und Geimpfte, um den Gesundheitsschutz bei den Veranstaltungen zu erproben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Am 5. Juni soll ein Experiment in der süditalienischen Hafenstadt Gallipoli starten, wo 2000 Menschen unter freiem Himmel in der Disco "Praja" feiern dürfen. Ein anderer Test sei in geschlossenen Räumen des Clubs "Fabric" in Mailand geplant. Wie der Verband der Unterhaltungsbetriebe Silb-Fipe weiter erläutert, haben in Gallipoli in Apulien nur Tanzwütige Zutritt, die einen frischen Corona-Test oder ihren Impfpass vorzeigen können. Drinnen seien keine Sicherheitsabstände vorgeschrieben, aber die Gäste müssten Schutzmasken tragen. Beim Verlassen des Clubs würden erneut Corona-Tests vorgenommen.

+++ 16:39 Panne in Köln: Termine trotz geschlossenem Impfzentrum vergeben +++
Im Kölner Impfzentrum hat es diesen Sonntag eine Panne bei der Terminvergabe für die Zweitimpfungen gegeben. Menschen hätten für den 16. Mai einen Termin bekommen, obwohl das Impfzentrum geschlossen hat, sagt eine Sprecherin der Stadt. "Es wurde Personal hingeschickt, um die Kontaktdaten aufzunehmen." Wie viele Menschen betroffen waren, war zunächst nicht klar. Alle Betroffenen bekämen aber einen neuen Termin für ihre Zweitimpfung.

+++ 16:10 Grüne fordern zwei "Testwochen" vor Sommerferien +++
Grünen-Co-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert vor den Sommerferien zwei "Testwochen". "In diesen zwei Wochen sollen alle Menschen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 50 Anspruch auf drei Selbsttests für zu Hause haben", sagt Göring-Eckardt dem "Tagesspiegel". Die Selbsttests sollten den Bürgern am besten zugeschickt werden. Mit den Testwochen sollten Rückschläge in der Pandemie durch eine Reisewelle vermieden werden.

+++ 15:36 Zahl der Intensivpatienten steigt leicht an +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist zuletzt wieder leicht angestiegen. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 4123 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Anstieg um 34 Patienten. Demnach müssen 2526 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 64 Personen weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4420 Betten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 15:08 Briten verteidigen Vorgehen gegen indische Mutante +++
In Großbritannien muss sich die Regierung für ihr Vorgehen zum Schutz vor der gefährlichen Variante aus Indien rechtfertigen. Die Opposition warf dem Kabinett von Premierminister Boris Johnson vor, die Reisebeschränkungen für Indien zu spät verhängt zu haben. Es sei "völlig falsch", dass Großbritannien schneller hätte handeln können, um Indien auf die rote Liste der Länder zu setzen, für die besondere Quarantänemaßnahmen bei der Einreise gelten, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender Sky News. Er erklärt, dass für Indien im April strenge Reisebeschränkungen verhängt wurden - noch bevor die Variante B.1.617.2 genau untersucht wurde. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:27 Mehrheit der Japaner für Olympia-Absage wegen Pandemie +++
Die Mehrheit der Japaner ist einer Umfrage zufolge weiter dafür, die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Pandemie abzusagen. Dies befürworteten 59,7 Prozent der Befragten, wie aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News hervorgeht. 25,2 Prozent der Japaner waren demnach dafür, die Spiele ohne Publikum abzuhalten. 12,6 Prozent meinten, das Event solle mit einer begrenzten Anzahl an Zuschauern stattfinden. In früheren Umfragen war die kritische Mehrheit ähnlich groß - oder sogar noch deutlicher.

+++ 13:51 Weniger Covid-Patienten in belgischen Krankenhäusern +++
Die Zahl der Corona-Patienten in belgischen Krankenhäusern nimmt spürbar weiter ab. Das berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die amtlichen Corona-Zahlen. Vor drei Wochen waren die Krankenhäuser teils so voll, dass darum gebeten wurde, Corona-Patienten nach Deutschland zu verlegen. Nun verringert sich die Patientenzahl in Krankenhäusern den Angaben zufolge um 16 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Auf den Intensivstationen des Landes wird mit rund 11,5 Millionen Einwohnern ein Rückgang von zwölf Prozent verzeichnet. Zwischen dem 6. und 12. Mai wurden laut Belga im Schnitt 2634 Corona-Fälle pro Tag registriert, was einem Rückgang von ebenfalls zwölf Prozent im Vergleich zum vorherigen Sieben-Tage-Zeitraum entspreche. Die 14-Tage-Inzidenz liegt offiziellen Angaben zufolge bei gut 342 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Belgien war - gemessen an der Bevölkerungszahl - vergangenen Oktober zeitweise das Land mit den meisten neuen Corona-Fällen in Europa. Daraufhin wurden strikte Hygieneregeln eingeführt. In Brüssel etwa galt seit dem 19. Oktober für knapp sieben Monate eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr. Seit vergangenem Wochenende dürfen die Terrassen von Cafés und Restaurants wieder öffnen. Für den Sommer wurden bereits weitere Lockerungen in Aussicht gestellt.

+++ 13:21 Türkei: Harte Maßnahmen trotz Lockdown-Ende +++
In der Türkei endet am Montagmorgen ein 17 Tage langer harter Lockdown - Ausgangbeschränkungen am Wochenende bleiben aber weiterhin bestehen. Auch Restaurants und Cafés sind weiter geschlossen und dürfen nur Lieferservice anbieten, wie das Innenministerium mitteilt. Landesweit gelten zudem abendliche Ausgangssperren ab 21 Uhr. Reisen zwischen Städten sind außerhalb der Beschränkungen wieder möglich. Schulen bleiben vorerst geschlossen. Diese Regelungen gelten vorerst bis zum 1. Juni. Touristen sind in der Türkei von Ausgangsbeschränkungen ausgenommen. Diese Regelung sowie ein Verbot von Verkauf von Alkohol während des Lockdowns hatten zu Unmut in der Bevölkerung geführt. Am Freitag war ein offizielles Werbevideo für Urlaub in der Türkei nach großer Empörung aus dem Netz genommen worden. Darin wurden unter anderem Mitarbeiter im türkischen Tourismussektor gezeigt, die Masken mit der Aufschrift "Enjoy, I'm vaccinated." ("Genieß es, ich bin geimpft.") trugen. Die Opposition bezeichnete das als Demütigung. Nutzer kritisierten, sie würden in ihrem Land als Bürger zweiter Klasse behandelt. Mitarbeiter im Tourismussektor werden in der Türkei bevorzugt geimpft.

+++ 12:59 Bayern unterstützt Indien mit Beatmungsgeräten +++
Bayern will Indien 100 medizinische Beatmungsgeräte zur Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung stellen. Das kündigt Bayerns Ministerin für Internationales, Melanie Huml, an. Die Geräte sollten voraussichtlich kommende Woche über das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum für Bund und Länder (GMLZ) auf den Weg gebracht werden. Die Bundesregierung hat dem von der Pandemie besonders hart betroffenen Indien bereits 120 Beatmungsgeräte und andere medizinische Güter geliefert, weitere Bundesländer planen Hilfen.

+++ 12:25 Mehr als 28.000 Neuinfektionen in den USA +++
In den USA steigt die Zahl der registrierten Neuinfektionen bis Samstag um mindestens 28.604. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Damit haben sich bisher mehr als 32 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 466 auf 585.994.

+++ 11:32 Russland meldet rund 8500 Neuinfektionen +++
In Russland berichtet das Corona-Krisenzentrum von 8554 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit belaufe sich die Zahl der Menschen, bei denen seit Beginn der Pandemie eine Infektion festgestellt wurde, auf 4,9 Millionen. Die Zahl derjenigen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, sei um 391 auf 115.871 gestiegen. Die Statistikbehörde hingegen veröffentlicht regelmäßig wesentlich höhere Zahlen. Deren Angaben zufolge wurden allein von April 2020 bis März 2021 insgesamt 250.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus festgestellt.

+++ 11:00 Experten warnen vor Vitamin-D-Präparaten in hohen Dosen +++
Im Internet machen seit Längerem Empfehlungen für die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten die Runde, aktuell auch begründet mit Hinweisen, eine Infektion mit dem Coronavirus oder ein schwerer Verlauf einer Covid-19-Erkrankung könnten damit verhindert werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor den gesundheitlichen Risiken einer eigenständigen Einnahme solcher Präparaten. Es gebe zwar Hinweise darauf, dass ein unzureichender Vitamin-D-Serumspiegel mit einem erhöhten Risiko für akute Atemwegsinfekte einhergeht, bei Covid-19 sei die Datenlage dazu aber aktuell noch unsicher. Insbesondere habe bisher nicht gezeigt werden können, dass gut mit Vitamin D versorgte Menschen von einer zusätzlichen Vitamin-D-Gabe profitieren. "Eine generelle Empfehlung zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten zur Vorbeugung einer Sars-CoV-2-Infektion oder eines schweren Verlaufs einer Covid-19-Erkrankung ist daher derzeit nicht begründbar." Eine generelle Vitamin-D-Einnahme von bis zu 20 Mikrogramm pro Tag ist aus Sicht des BfR lediglich für Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner zu erwägen. "Denn Vitamin D wird unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Viele ältere Menschen bewegen sich jedoch kaum im Freien." Zudem nehme die Vitamin-D-Bildung im Alter deutlich ab. Wer eigenmächtig Vitamin D einnehmen wolle, solle nur auf Präparate mit einer Tagesdosis von bis zu 20 Mikrogramm (800 Internationale Einheiten) zurückgreifen. "Bei dieser Menge sind gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten." Bei einer - nicht medizinisch begründeten - regelmäßigen täglichen Aufnahme von Vitamin D über hochdosierte Präparate steigt dem BfR zufolge das Risiko für Gesundheitsschäden wie die Bildung von Nierensteinen oder Nierenverkalkung. Es gebe auch Fälle von akutem Nierenversagen infolge einer unkontrollierten Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in Eigenregie.

+++ 10:29 Inzidenz in NRW weiter gesunken +++
Der deutliche Abwärtstrend bei den Neuinfektionen hält in Nordrhein-Westfalen an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Wert von 88,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Am Vortag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 92,4 gelegen und war damit zum ersten Mal seit knapp zwei Monaten wieder unter die Marke von 100 gefallen. Vor einer Woche hatte die wichtige Kennziffer noch bei 129,2 gelegen. Binnen eines Tages meldeten die NRW-Gesundheitsämter dem RKI 2117 Neuinfektionen. Am Sonntag vergangener Woche waren es noch 3144 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg laut dem RKI um 13 auf landesweit 16.235. Den niedrigsten Wert hat weiter Münster mit 21,9. In der größten Stadt des Landes Köln lag der Wert am Sonntag bei 89,8. In der Landeshauptstadt Düsseldorf ist der Wert auf 75,1 gesunken.

+++ 10:06 Steinmeier will "Heilung der Wunden, die Corona geschlagen hat" +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft angesichts der Fortschritte bei der Überwindung der Corona-Krise die Deutschen auf, den in der Pandemie entstandenen Streit zu beenden und sich wieder anzunähern. Zum Abschluss des Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt am Main sagt Steinmeier: "Wir müssen die Wunden heilen, die Corona in unserer Gesellschaft geschlagen hat." Es sei "erbittert" gestritten worden - über das Virus, die Maskenpflicht, Beschränkungen und Lockerungen, über Kitas und Schule, über Impfstoffe und Impfreihenfolge. "Bei vielen ist die Geduld erschöpft, die Nerven lagen blank", sagt der Bundespräsident. "Freundschaften sind zerbrochen, Familien entzweit, tiefe Risse gehen durch unsere Gesellschaft." Eine Heilung dieser Wunden bedeute Wiederannäherung. "Wir müssen wieder Brücken bauen zwischen Menschen und Gruppen, die die Pandemie verfeindet hat", sagt Steinmeier.

+++ 09:38 Frankreich erreicht Impf-Zwischenziel +++
Die französische Regierung erreicht ihr selbst gesetzes Ziel, bis Mitte Mai 20 Millionen Menschen eine erste Impfdosis zu verabreichen. Präsident Emmanuel Macron gibt die Zahl auf Twitter bekannt. In Frankreich leben 67 Millionen Menschen.

+++ 09:00 Jüngere Arbeitnehmer wollen Homeoffice treu bleiben +++
Vier von fünf Arbeitnehmern wollen einer Umfrage zufolge künftig zumindest einen Teil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen. In einer Erhebung des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens EY äußern 81 Prozent aller Befragten, sie wollten in Zukunft nicht mehr an allen Wochentagen im Büro arbeiten. 38 Prozent bevorzugen demnach wöchentlich drei bis vier, 36 Prozent nur noch ein bis zwei Büroarbeitstage. 7 Prozent gaben an, ausschließlich von zu Hause arbeiten zu wollen. Umgekehrt wollen 19 Prozent der Befragten künftig nicht (mehr) aus dem Homeoffice arbeiten, wenn es nach ihnen geht. Besonders groß ist der Wunsch nach flexibleren Modellen bei den 20- bis 30-Jährigen: In dieser Altersgruppe gaben 86 Prozent an, einen Teil ihrer Arbeitszeit künftig aus dem Homeoffice erledigen zu wollen. Weniger ausgeprägt ist dieses Bedürfnis bei den 31- bis 40-Jährigen (77 Prozent) sowie bei den 41- bis 50-Jährigen (78 Prozent).

+++ 08:05 Lauterbach: Corona-Schutzimpfungen werden zur Routine +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet damit, dass Corona-Schutzimpfungen in den kommenden Jahren zur Routine werden. "Ich gehe davon aus, dass die Immunität nach einer Impfung gegen Covid-19 rund sechs Monate hält. Die erste Auffrischung wird deshalb für einige bereits im Herbst fällig sein." Generell gelte: "Es wird mit Sicherheit nicht bei einer Auffrischung bleiben. Das Coronavirus und seine Mutanten werden uns noch auf absehbare Zeit beschäftigen. Wir werden in den nächsten Jahren regelmäßig gegen Covid-19 impfen müssen."

+++ 07:16 Experte befürchtet depressiven Rückzug im Lockdown +++
Lockdown, Homeoffice und Einschränkungen können Menschen auf lange Sicht in Depressionen stürzen - noch aber ist die Lage besser als befürchtet. Stoßen Menschen an Grenzen, sei eine mögliche Folge der depressive Rückzug, sagt Dirk Heimann, Oberarzt des Behandlungszentrums für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Bremerhaven. Dann könne sich der eigene Antrieb reduzieren, die Menschen schliefen schlechter und könnten sich schlechter konzentrieren. Die gute Nachricht: Die Resilienz der Bevölkerung in Deutschland "ist höher als man denkt", sagt Prof. Tillmann Krüger von der Medizinischen Hochschule Hannover. Resilienz beschreibt die Fähigkeit, mit Krisensituationen umzugehen.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

+++ 06:55 Fast 24,7 Millionen Infektionsfälle in Indien +++
In Indien hat das Gesundheitsministerium 311.170 Infektionsfälle binnen 24 Stunden registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle steigt auf 24,68 Millionen. 4077 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 270.284 Tote. Die Dunkelziffer in dem Land mit seinen mehr als 1,36 Milliarden Einwohnern dürfte Experten zufolge aber deutlich höher sein.

+++ 06:27 Deutsche bei sofortigen Hotelöffnungen unentschlossen +++
Kurz vor Pfingsten sind die Deutschen bei der Frage nach der Öffnung von Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen noch gespalten. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 43 Prozent dafür, Beherbergungsbetriebe unabhängig von den Infektionszahlen sofort bundesweit unter bestimmten Auflagen wie Testpflichten zu öffnen. 31 Prozent meinen dagegen, Hotelöffnungen sollten von den Infektionszahlen in den jeweiligen Regionen abhängig gemacht werden. 14 Prozent meinen, die Unterkünfte sollten für Touristen noch geschlossen bleiben. Bisher sind Hotels nur vereinzelt für Touristen geöffnet, etwa in einigen Modellregionen in Schleswig-Holstein. In der nächsten Woche sollen weitere Öffnungsschritte in Schleswig-Holstein, aber zum Beispiel auch in Bayern folgen. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) drängt auf einen konkreten Zeitplan für die Öffnung von Gaststätten und Beherbergungsbetrieben, um mehr Planungssicherheit zu erhalten.

+++ 06:00 RKI meldet 8500 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland melden dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8500 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.34 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.656 gelegen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, heißt es im Lagebericht des RKI. "Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden." Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 83,1 (Vortag: 87,3; Vorwoche: 118,6). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 71 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 127 Tote gewesen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:39 Taiwan befürchtet Panikkäufe +++
Die Regierung von Taiwan fordert die Bevölkerung auf, sich nicht zu Panikkäufen für Instant-Nudeln und Toilettenpapier hinreißen zu lassen. Wegen plötzlich stark ansteigender Infektionszahlen hat die Regierung die Corona-Warnstufe in der Hauptstadt Taipeh angehoben und zweiwöchige Beschränkungen verhängt.

+++ 04:14 Impfbereitschaft nimmt deutlich zu +++
Seit dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland vor fast fünf Monaten ist die Impfbereitschaft deutlich gestiegen. Fast drei Viertel der Deutschen über 18 Jahre wollen nun gegen das Coronavirus immunisieren lassen. Das ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. 36 Prozent der Befragten haben sich schon mindestens einmal impfen lassen. Weitere 38 Prozent haben vor, das noch zu tun. Kurz vor Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden. 19 Prozent lehnten die Immunisierung damals ab, jetzt sind es nur noch 15 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 02:42 Tausende Einzelhändler wollen höhere Hilfszahlungen einklagen +++
Tausende Einzelhändler wollen großzügigere staatliche Corona-Hilfen auf dem Rechtsweg erstreiten. Laut einer Erhebung des Handelsverbands Deutschland (HDE) haben rund 10.000 Unternehmen staatliche November- und Dezemberhilfen beantragt, die vor allem für die Gastronomie vorgesehen sind. Geschäfte, die seit Monaten geschlossen seien, hätten darauf jedoch keinen Anspruch, sondern würden auf den schmaleren Fixkostenzuschuss verwiesen, sagt HDE-Chef Stefan Genth der "Welt am Sonntag". "Das ist eine klare Ungleichbehandlung im Vergleich zur Gastronomie". Eine Muster-Klageschrift sei vorbereitet.

+++ 01:27 STIKO: Nächstes Jahr wohl weitere Impfung nötig +++
Die Ständige Impfkommission (STIKO) rechnet damit, dass sich die Bundesbürger im kommenden Jahr erneut gegen das Coronavirus impfen lassen müssen. "Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein", sagt der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Deutschen müssten sich darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssten. Die Hersteller arbeiteten nach eigener Aussage bereits an modifizierten Impfstoffen, die gegen derzeit bekannte Mutanten wirksam sein sollen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:43 Schüler in den USA sollen weiter Maske tragen +++
Schüler in den USA sollen weiterhin im Unterricht Masken tragen und sichere Abstände einhalten. Das empfiehlt die US-Gesundheitsbehörde CDC. Die Behörde verzeichnet 582.263 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus und mehr als 32,7 Millionen Infektionen. In den USA sind bisher 270,8 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren hat aber gerade erst begonnen.

+++ 23:25 Brasilien impft Athleten für Tokio +++
Brasiliens Regierung beginnt mit der Impfung von Athleten und anderen Delegationsmitgliedern für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio. Gesundheitsminister Marcelo Queiroga hatte zuvor angekündigt, Brasilien werde 4050 Dosen Impfstoff von Biontech/Pfizer und weitere 8000 von Sinovac bekommen. Rund 1800 Personen sollen für Tokio geimpft werden, die übrigen Impfstoff-Dosen sollen an das öffentliche Gesundheitssystem SUS gehen. Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost. Wenn er sich als Athlet mit dem Virus infiziere, bekomme er nur eine "kleine Grippe", sagte er. Mittlerweile zieht der Rechtspopulist auch den Sinn von Impfungen in Zweifel.

+++ 22:30 Vorbild Taiwan verschärft Restriktionen +++
Nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionen in Taiwan haben die Behörden der Ostpazifik-Insel die Kontaktbeschränkungen in der Hauptstadt Taipeh und ihrer Umgebung verschärft. Die Regierung setzte die Alarmstufe für die Hauptstadtregion hoch, nachdem die Gesundheitsbehörden 180 inländische Neuinfektionen registriert hatten. Am Tag zuvor waren nur 29 Neuinfektionen gemeldet worden. Taiwan gilt international als Vorbild im Kampf gegen das Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie wurden dort nur rund 1500 Infektionen nachgewiesen, zwölf Menschen starben im Zusammenhang mit Corona.

+++ 22:04 Scholz will Soli für Pandemie-Finanzierung nutzen +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz spricht sich dafür aus, die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag für die Bekämpfung der finanziellen Folgen der Pandemie zu nutzen. "Lasst uns den übrig gebliebenen Solidaritätszuschlag zur Refinanzierung der Kosten der Corona-Pandemie beibehalten", schreibt der SPD-Kanzlerkandidat auf Twitter. Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans schlug dies bereits im Dezember vor. Die Beibehaltung des "Solis" in seiner seit Januar eingeschränkten Form ist Teil des SPD-Wahlprogramms.

+++ 21:41 Fast alle Bundesländer melden rückläufige Zahlen +++
In den meisten Bundesländern entwickeln sich die Fallzahlen deutlich rückläufig. Bis auf Berlin mit aktuell 455 Neuinfektionen liegen die Tageszuwächse weit unter dem durchschnittlichen Fallaufkommen der vergangenen sieben Tage. Vierstellige Zahlen verzeichnen Nordrhein-Westfalen (1685), Baden-Württemberg (1400) und Bayern (1189). Die wenigsten neuen Fälle melden Hamburg (65), Bremen (48) und das Saarland (42).

+++ 21:13 Berlusconi aus Krankenhaus entlassen +++
Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist nach mehrtägiger Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 84-Jährige sei darauf erpicht, zur "vollen Aktivität" zurückzukehren, erklärt dazu der Vizechef von Berlusconis Partei Forza Italia, Antonio Tajani. Berlusconi war am Dienstag in das Mailänder Krankenhaus San Raffaele eingeliefert worden. Nach AFP-Informationen hing die Einlieferung mit Spätfolgen seiner Corona-Infektion zusammen. Der frühere Ministerpräsident hatte sich 2020 mit dem Virus infiziert. Es war bereits das vierte Mal in diesem Jahr, dass Berlusconi ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

+++ 20:41 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7723 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.587.594 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7723 neue Fälle hinzu. Der Tageszuwachs liegt rund 6500 Fälle unter dem Niveau von Samstag vergangener Woche. Das entspricht einem Rückgang um 45,8 Prozent. Allerdings lief dem aktuellen Wochenende am Donnerstag ein Feiertag voraus. Dadurch dürfte das Meldeaufkommen laut RKI geringer ausfallen als üblich.

Bei der Zahl der übermittelten Todesfälle zeigt sich ebenfalls ein Rückgang. Vergangenen Samstag meldeten die Länder 186 Todesfälle, heute sind es 141. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 86.044. Als aktuell infiziert gelten rund 221.400 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,85 angegeben (Vortag: 0,80). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,84 (Vortag: 0,87). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4089 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2590 davon werden beatmet. Rund 4300 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.


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Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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