Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 18:09 Polizei schließt zwei Clubs in Hannover wegen Corona-Verstößen +++

Wegen der Missachtung von Corona-Vorschriften sind zwei Discos in Hannover geschlossen worden. Bei Kontrollen im Rotlichtviertel Steintor seien den Beamten am Wochenende insgesamt drei Clubs aufgefallen, sagte eine Polizeisprecherin. Dort seien weder die Mindestabstände eingehalten worden, noch hätten die Gäste eine Maske getragen. Außerdem wurden in den allermeisten Fällen keine Kontaktdaten der Gäste aufgenommen. Weil zwei der drei Discos in der Vergangenheit wegen ähnlicher Vorfälle bereits aufgefallen waren, wurden sie von der Polizei und dem Ordnungsamt geschlossen.

+++ 17:37 Seehofer will mehr Freiheiten für Geimpfte, aber keine Impfpflicht +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hält es für richtig, geimpften Bürgern mehr Freiheiten zu geben als ungeimpften. "Das ist keine Diskriminierung der Nicht-Geimpften", sagte er im Interview mit RTL/ntv. Er achte es, wenn jemand sich aus persönlichen Gründen gegen eine Impfung entscheide. "Aber die nicht geimpfte Person muss auch einsehen, dass wir die Gesamtgesellschaft schützen müssen und deshalb nur die Geimpften zu größeren Gemeinschaftsveranstaltungen zulassen können." Seehofer sprach sich allerdings gegen eine Impfpflicht aus. "Wir müssen die Leute überzeugen, dass sie sich impfen lassen." Man dürfe eine Impfung vor allem nicht zur Voraussetzung für ein Arbeitsverhältnis oder den Abschluss eines Versicherungsvertrages machen. "Das dürfen wir in Deutschland nicht beginnen, dass wir sagen, weil du nicht geimpft bist, musst du deine Arbeit aufgeben oder wirst gar nicht eingestellt."

+++ 17:12 Slowakei beschließt Erleichterungen für Geimpfte +++
In der Slowakei soll das digitale Covid-Zertifikat der EU künftig als Eintrittskarte zum Beispiel für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe dienen können. Das Parlament in Bratislava schuf heute dafür die rechtliche Grundlage. Dafür stimmten nach Angaben der Agentur TASR 77 Abgeordnete des Nationalrats. Zum Einsatz kommen soll der sogenannte Grüne Pass erst im Fall einer weiteren Coronavirus-Welle. Das Gesetzesvorhaben war von heftigen Protesten begleitet worden. Am Freitag hatte die Polizei Tränengas eingesetzt, um Hunderte Impfgegner an der Stürmung des Parlamentsgebäudes zu hindern.

+++ 16:43 Hamburgs Bürgermeister verteidigt Maskenpflicht an Schulen +++
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat die weiterhin relativ harten Corona-Auflagen an den Schulen verteidigt. "Wir wollen einen Rückfall in der Pandemie und Einschränkungen im Präsenzunterricht unbedingt vermeiden", sagte Tschentscher der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb beginne der Unterricht nach den Sommerferien am 5. August so, wie es vor den Ferien gewesen sei: "Präsenzunterricht in allen Klassenstufen, aber mit Schnelltests, Hygienekonzepten, regelmäßigem Lüften und dem Tragen von Masken in Innenräumen." Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder das Saarland haben ihre Maskenregelungen für Schulen bereits gelockert.

+++ 16:16 Tausende feiern illegale Party in Berliner Park +++
In mehreren Großstädten hat die Polizei in der Nacht Partys mit Hunderten Teilnehmern aufgelöst. Im Berliner Volkspark Hasenheide waren sogar rund 4000 Menschen zusammengekommen, wie die Polizei mitteilte. Anwohnerinnen und Anwohner hatten sich am späten Samstagabend über laute Musik beschwert. Nach ersten Kenntnissen hatte es auch Teilnehmer des Christopher Street Day hierher verschlagen. In München und Dortmund wurden Gruppen von etwa 500 Leuten aufgelöst.

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+++ 15:45 Neue Quarantäne-Regeln stellen britische Landwirte vor Probleme +++
Der anhaltende Mangel an Lastwagenfahrern in Großbritannien bedingt durch die Corona-Pandemie sei ein erhebliches Problem für die Landwirte, sagte der Vize-Präsident der National Farmers Union, Tom Bradshaw, der dpa. "Wir hören von Lieferungen, die gestrichen oder verschoben werden müssen, was bedeutet, dass hochwertige britische Früchte, Salate, Milch und andere Produkte womöglich vernichtet werden müssen." In den vergangenen Wochen waren viele Fernfahrer ausgefallen, weil sie als Kontakte von Corona-Infizierten oder selbst Erkrankte in Quarantäne gehen mussten. Und auch neue Visa-Regeln, die seit dem Brexit gelten, machen der Branche Schwierigkeiten.

+++ 15:17 Russland meldet mehr als 24.000 Corona-Neuinfektionen +++
Russland hat innerhalb eines Tages 24.072 neue Corona-Infektionen verzeichnet, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Damit erkrankten seit Beginn der Pandemie 6.126.541 Menschen an dem Virus. In den vergangenen 24 Stunden wurden 779 neue Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben 153.874 Menschen an oder mit dem Coronavirus in Russland.

+++ 14:51 Laschet gegen Impfpflicht sowie Einschränkungen für Ungeimpfte +++
Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hat sich gegen eine Impfpflicht und Einschränkungen für Ungeimpfte in der Corona-Pandemie ausgesprochen. "Ich halte nichts von Impfpflicht und halte auch nichts davon, auf Menschen indirekt Druck zu machen, dass sie sich impfen lassen sollen", sagte der CDU-Chef im Sommerinterview des ZDF. Priorität müsse nun haben, möglichst viele Bürger von der Impfung gegen Corona zu überzeugen.

+++ 14:24 Olympisches Komitee lockert Corona-Protokoll bei Siegerehrungen +++
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat bei den Sommerspielen in Tokio das Corona-Protokoll bei der Siegerehrung gelockert. Die Sportlerinnen und Sportler dürfen nun auf dem Podium maximal 30 Sekunden lang ohne Masken für ein körperlich distanziertes Foto sowie anschließend auf dem Goldmedaillentritt für ein Gruppenfoto mit Masken posieren. Bei Siegerehrungen im Judo und Schwimmen waren zu Beginn der Spiele einige Sportler eng zusammengerückt, sie hatten sich teilweise in den Arm genommen oder trotz geringen Abstands keine Maske getragen.

+++ 13:58 Söder: Keine kostenlosen Tests mehr für Impfverweigerer +++
Impfverweigerer sollen nach Meinung von CSU-Chef Markus Söder künftig keine kostenlosen Tests mehr bekommen. "Klar muss sein: Wer ein Impfangebot hatte und dies bewusst ausschlägt, kann auf Dauer nicht mehr kostenlos getestet werden", sagt der bayerische Ministerpräsident der "Augsburger Allgemeinen".

+++ 13:26 Auch SPD und Linke irritiert über Kanzleramts-Vorstoß zu Rechten Ungeimpfter +++
Auch die SPD und die Linke zeigen sich skeptisch und irritiert über den Vorstoß von Kanzleramtschef Helge Braun, Nicht-Geimpften weniger Rechte einzuräumen. Linken-Fraktionschef Bartsch sagte gegenüber der Funke Mediengruppe, es müsse "Schluss sein mit wöchentlich neuen Ankündigungen aus dem Kanzleramt. Ab September brauche es "klare, nachvollziehbare, verfassungskonforme Regelungen." Ähnlich äußerte sich auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er sei "überrascht, dass das Kanzleramt bereits jetzt mit neuen Vorschlägen um die Ecke kommt." Stattdessen müsse man sich aktuell noch auf die "große Zahl der Impfwilligen konzentrieren, die sich noch nicht impfen lassen konnten." Das Impfverhalten einzelner werde man "mit Drohungen" ohnehin nicht nachhaltig verändern.

+++ 13:01 Söder fordert: Neue Quarantäne-Regeln nach Reisen schon sechs Wochen früher +++
CSU-Chef Markus Söder fordert Quarantäne-Regelungen für Reise-Rückkehrer schon ab kommenden Sonntag. "Die neuen Regeln für Reiserückkehrer müssen von 11. September auf 1. August vorgezogen werden, denn eine Quarantäne-Verordnung erst nach den Ferien ergibt keinen Sinn", sagt Söder der "Augsburger Allgemeinen". Dies sollte auf einer Ministerpräsidentenkonferenz geregelt werden. Deshalb habe er die Regierungschefs der unionsgeführten Länder für kommenden Dienstag zu einer Schalte eingeladen. Es müsse auch über ein gemeinsames Impfprogramm für Schülerinnen und Schüler sowie über eine verbindliche Formel aus Inzidenzwert, Impfquote und Krankenhausbetten gesprochen werden, um künftig zu wissen, ab wann Maßnahmen ergriffen werden müssten.

+++ 12:40 Tote verunglimpft? Impf-Appell handelt UK-Minister scharfe Kritik ein +++
Mit einer Aussage zu Corona hat der neue britische Gesundheitsminister Sajid Javid Kritik auf sich gezogen. "Bitte lasst euch impfen, wenn ihr es noch nicht getan habt, während wir lernen, mit dem Virus zu leben, anstatt uns davor wegzuducken", twitterte Javid. Die Organisation Covid-19 Bereaved Families for Justice, die Angehörige von an Covid-19 Gestorbenen vertritt, bezeichnete den Kommentar als "zutiefst unsensibel", wie die BBC berichtete. Die Kritik bezog sich vor allem auf Javids Wortwahl: Das englische Wort "cower" lässt sich im Deutschen mit "wegducken" oder "kauern" übersetzen lässt. "Worte sind wichtig, und die Leichtfertigkeit und Nachlässigkeit dieser Aussage hat tiefes Leid verursacht", sagte der Mitgründer der Organisation, Jo Goodman. Auch der Labour-Politiker David Lammy kritisierte Javid und warf ihm vor, Menschen zu verunglimpfen, die sich und ihre Familien einfach nur schützen wollten. Immerhin seien unter der konservativen Regierung 129.000 Briten an Covid gestorben. Javid hat den Tweet inzwischen gelöscht und sich für die "unglückliche" Wortwahl entschuldigt.

+++ 12:05 Umarmungen auf Treppchen: Organisatoren verärgert über ignorante Olympioniken +++
Nach Umarmungen und Verstößen gegen das Maskengebot bei Olympia-Medaillenzeremonien im Schwimmen haben die Organisatoren der Tokio-Spiele an das Einhalten der Corona-Regeln erinnert. "Wir bitten und ermahnen jeden, die Regeln zu beachten, wer auch immer man ist", sagte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees. Nach der 4 x 100-Meter-Freistilstaffel der Frauen hatten die Teams aus Australien, Kanada und den USA auf dem Podium keine Maske getragen und wurden bei Umarmungen gesehen. Ähnliche Szenen gab es bei der Siegerehrung nach den 400 Meter Lagen der Männer. "Es ist keine freundliche Bitte, sondern eine Verpflichtung, sowohl für den Sport wie auch für alle Beteiligten", sagte IOC-Sprecher Adams.

+++ 11:25 Krawalle und Festnahmen bei Impfgegner-Demo in Athen +++
Bei Krawallen auf einer Demo von Impfgegnern hat die griechische Polizei gestern Abend 25 Menschen vorübergehend festgenommen. Zuvor hatten sich nach Angaben der Behörden mehrere Tausend Menschen auf dem zentralen Athener Syntagma-Platz versammelt, um gegen die teilweise Corona-Impfpflicht zu protestieren, die es in Griechenland inzwischen gibt. Nach einer friedlichen Kundgebung eskalierte die Situation, als Demonstranten Brandsätze und Steine auf die Einsatzkräfte warfen und diese Wasserwerfer und Tränengas einsetzten. In Griechenland und auch auf Zypern kommt es derzeit immer wieder zu Demonstrationen gegen die Corona-Impfkampagnen, die zum Teil auch in Gewalt münden. Bei den Impfgegnern handelt es sich zu einem Großteil um religiöse Eiferer und Rechtsextreme.

+++ 10:43 Kubicki schießt gegen Braun: Grundrechte in zwei Klassen "klar verfassungswidrig" +++
Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki weist den Vorstoß von Kanzleramtsminister Helge Braun zu Einschränkungen für Nicht-Geimpfte scharf zurück. Der Bundestags-Vizepräsident sieht darin eine "Einführung der Impfpflicht durch die Hintertür, wie er der Funke Mediengruppe sagte. Eine solche "Kategorisierung von Grundrechten in eine erste und eine zweite Klasse" sei überdies "klar verfassungswidrig." Die Wahrnehmung von Grundrechten könne Kubicki zufolge nicht dauerhaft von Verhalten abhängig gemacht werden, das das Kanzleramt definiere. Die Regierung nehme damit "eine massive Spaltung der Gesellschaft" in Kauf.

+++ 09:45 Anstieg durch Olympia droht: Japaner ignorieren Corona-Regeln +++
Die Olympischen Spiele drohen nach Ansicht eines Experten indirekt zu einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen zu führen. Nicht die Olympia-Teilnehmer seien das Hauptproblem, sagte der Politikprofessor Koichi Nakano. Vielmehr sei es der Umstand, dass die Spiele überhaupt stattfinden zu einem Zeitpunkt, da die Bevölkerung über den immer wieder verlängerten Corona-Notstand zunehmend "frustriert" sei. "Die Leute werden ungeduldig und hören nicht mehr auf die Regierung", sagte Nakano und führte als Beispiel die Radrennen am Vortag an. Zahlreiche Zuschauer waren am Straßenrand zu sehen, mitunter standen sie in mehreren Reihen an der Strecke. Im Vorfeld der Spiele hatte sich eine Mehrheit der Bevölkerung noch gegen die Spiele ausgesprochen. Doch jetzt, da die Spiele begonnen haben, würden manche denken, "es mache keinen Sinn, zu protestieren. Jetzt könne man die Spiele auch unterstützen", sagte Nakano.

+++ 09:03 Einschränkungen für Ungeimpfte: Frankreichs Senat nimmt Gesetz an +++
Der französische Senat hat für ein Gesetz mit verschärften Corona-Regeln gestimmt, darunter eine Impf-Pflicht für Beschäftige im Gesundheitswesen. Der Text wurde mit 199 Ja- und 123 Nein-Stimmen angenommen. Nach einer Reihe von Änderungen am ursprünglichen Vorschlag müssen Senat und Nationalversammlung sich allerdings noch auf einen gemeinsamen Text einigen. Gestern hatten mehr als 160.000 Menschen in Frankreich gegen die neuen Regeln protestiert. Das Gesetz sieht unter anderem eine Ausweitung des Gesundheitspasses für nicht Geimpfte vor. Für das Betreten von Gaststätten und Fernzügen würde dann eine Testpflicht gelten. In Kinos, Theatern oder Museen muss bereits seit Mittwoch eine Impfung, eine überstandene Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden.

+++ 08:17 Zehn deutsche Kreise liegen über 35er-Inzidenz, nur 13 ohne neue Fälle +++
Die Inzidenzen steigen im deutschlandweiten Schnitt, doch es bleiben deutliche regionale Unterschiede. Zehn Regionen melden aktuell eine Inzidenz von mehr als 35 Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage. Vor einer Woche traf dies nur auf drei Kreise zu. Mit dem Stadtkreis Solingen (64,7) und dem Landkreis Lüneburg (59,2) liegen zwei Regionen über einer 7-Tage-Inzidenz von 50, dazu kommt der Stadtkreis Kaiserslautern mit einem von drei Nachkommastellen gerundeten Wert von genau 50 (49,895). 13 der über 400 Regionen melden in den letzten sieben Tagen keine Neuinfektionen, vor zwei Wochen traf dies noch auf jede zehnte Region zu (42).

+++ 07:43 FDP: Impf-Aufforderung mit Wahlbenachrichtigung verbinden +++
Die FDP will die Vorbereitung der Bundestagswahl nutzen, um die Corona-Impfkampagne auszuweiten. "In den nächsten Wochen werden etwa 60 Millionen Wahlberechtigte angeschrieben, um sie über die Wahl am 26. September 2021 und die zuvor stattfindende Briefwahl in Kenntnis zu setzen", sagte der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Diese Kontaktaufnahme sollte der Staat nutzen, um zur Corona-Impfung einzuladen sowie über die Vorteile einer Impfung und das nächstgelegene Impfzentrum zu informieren." Es brauche Kreativität und Phantasie bei der Ausweitung der Impfkampagne, sagte Kuhle den Blättern. Daher sollten auch Krankenkassen die Corona-Impfung "flächendeckend in ihre Bonus- und Prämienmodelle integrieren und die Versicherten proaktiv auf diese Vorteile hinweisen".

+++ 07:16 Algerien will chinesische und russische Impfstoffe herstellen +++
Algerien will künftig den chinesischen Corona-Impfstoff Sinovac im eigenen Land herstellen. Experten aus China seien dazu bereits in dem nordafrikanischen Land eingetroffen, um die Produktionsanlagen der staatlichen Pharmafirma Saidal zu inspizieren, teilte die Regierung in Algier mit. Ein Datum für den Produktionsbeginn wurde zunächst nicht genannt. Ab September ist in dem Land zudem die Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik-V geplant.

+++ 06:27 "Pingdemie" gefährdet Lebensmittelversorgung in Großbritannien +++
In den vergangenen Wochen müssen in Großbritannien immer mehr Fernkraftfahrer in Quarantäne, weil sie Kontakt zu Corona-Infizierten hatten oder selbst erkrankten. Der anhaltende Mangel an Lastwagenfahrern stellt britische Landwirte nun vor Probleme. Das sei ein erhebliches Problem für die Branche, sagte der Vize-Präsident der National Farmers Union, Tom Bradshaw. "Wir hören von Lieferungen, die gestrichen oder verschoben werden müssen, was bedeutet, dass hochwertige britische Früchte, Salate, Milch und andere Produkte womöglich vernichtet werden müssen." In den vergangenen Tagen machten in den sozialen Netzwerken und in den britischen Medien gehäuft Bilder von leeren Supermarktregalen die Runde, da etliche Filialen ihre Bestände nicht wie gewohnt auffüllen konnten. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der somit explodierenden Aufforderungen per App, in Quarantäne zu gehen, sprechen die Briten mittlerweile von einer "Pingdemie".

+++ 05:41 Kretschmann will Impfpflicht nicht ausschließen +++
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Impfpflicht im weiteren Kampf gegen die Corona-Krise für denkbar. "Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen", sagte der Grünen-Politiker. "Es ist möglich, dass Varianten auftreten, die das erforderlich machen." Es könne gut sein, "dass wir irgendwann gewisse Bereiche und Tätigkeiten nur noch für Geimpfte zulassen".

+++ 05:20 RKI registriert 1387 Neuinfektionen +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zweieinhalb Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie bei 13,8 - am Vortag betrug der Wert 13,6 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1387 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1292 Ansteckungen gelegen. Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 4 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 3 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.755.898 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.644.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.524.

+++ 03:29 Gewaltsame Auseinandersetzungen bei Demonstration in Athen +++
Auch in Griechenland kommt es bei Protesten gegen die Impfkampagne der Regierung zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. In der Hauptstadt Athen geht die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor, nachdem aus deren Reihen Molotowcocktails auf die Einsatzkräfte geworfen worden seien. Die Proteste richten sich gegen eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen etwa im Gesundheitswesen.

+++ 02:56 Erste maskenfreie Party in Diskothek im Norden +++
Im Rahmen eines Modellprojekts haben mehrere hundert Menschen in der Diskothek "Joy" in Henstedt-Ulzburg in Schleswig-Holstein wieder ohne Mund-Nasen-Schutz gefeiert. Auf der Tanzfläche war zudem kein Abstand zu wahren. Das "Joy" nimmt neben dem "Horizon" in Oldenburg in Holstein und dem "Bootshaus" in Flensburg an einem wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt teil. Dort dürfen jeweils drei Partys veranstaltet werden, zu denen nur Geimpfte, Genesene und Getestete zugelassen sind.

+++ 01:53 Kommunen fordern: Lockdown im Herbst verhindern +++
Die Kommunen appellieren an Bund und Länder, einen weiteren Corona-Lockdown im Herbst zu verhindern. Ein Lockdown wäre verheerend für die Menschen, aber auch für die Wirtschaft, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele Bürgerinnen und Bürger würden eine solche Maßnahme kaum akzeptieren, meinte er. Bund und Länder müssten sich zeitnah darauf verständigen, welche Maßstäbe wann und wo gelten für weitere Einschränkungen im Herbst. "Es ist absehbar, dass die Inzidenzzahlen weiter steigen werden", sagte Landsberg. Die Krankheitsverläufe seien aber weniger gravierend, da in erster Linie eher jüngere Menschen betroffen seien. Es müsse ein neuer Maßstab gefunden werden.

+++ 00:11 Bericht: Kanzleramtsminister kündigt Einschränkungen für Nicht-Geimpfte an +++
Angesichts steigender Corona-Zahlen hat Kanzleramtsminister Helge Braun einem Zeitungsbericht zufolge mögliche Einschränkungen für Nicht-Geimpfte angekündigt. "Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte", sagte Braun der "Bild am Sonntag". Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten müssten Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren. "Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist."

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Demonstranten zünden bei einer Demo gegen den geplanten "grünen Pass" einen Bengalo.

Demonstranten zünden bei einer Demo gegen den geplanten "grünen Pass" einen Bengalo.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 23:05 Tausende Italiener demonstrieren gegen Einführung von Gesundheitspass +++
Tausende Italiener haben landesweit gegen die neuen Corona-Maßnahmen der Regierung in Rom demonstriert. "Freiheit" und "Nieder mit der Diktatur" skandierten die Demonstranten, die italienische Flaggen schwenkten und mehrheitlich keine Masken trugen. Die Proteste fanden unter anderem in Rom, Neapel, Turin und Mailand statt. In Genua trugen Demonstranten gelbe Juden-Sterne, auf denen "ungeimpft" stand. Italien führt am 6. August einen obligatorischen Gesundheitspass für den Zugang zu geschlossenen Räumen wie Bars und Restaurants, aber auch Schwimmbädern, Sporthallen, Museen, Kinos und Theatern sowie Spielhallen ein. Betreibern, die die Maßnahmen nicht umsetzen, drohen empfindliche Strafen.

+++ 22:26 Russland liefert mehr als eine Million Masken an Kuba +++
Nach den Protesten in Kuba hat Russland knapp hundert Tonnen an humanitären Hilfen in den Karibikstaat gebracht. Die Aktion sei direkt von Präsident Wladimir Putin angeordnet worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Ladung an Bord von zwei Transportflugzeugen des Typs An-124 umfasse "Lebensmittel, persönliche Schutzausrüstung und mehr als eine Million medizinische Masken". Zuletzt waren im sozialistisch regierten Kuba tausende Menschen in 40 Städten auf die Straße gegangen, um ihren Unmut über die schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren und die damit einhergehende Strom- und Lebensmittelknappheit zum Ausdruck. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie kam es dort zudem zu einem kritischen Medikamentenmangel.

+++ 21:51 Polen verschärft wegen Delta-Variante die Quarantäne-Regeln +++
Im Kampf gegen die Delta-Variante und andere neue Corona-Mutanten verschärft Polen seine Quarantäne-Regeln. Wenn bei einem Infizierten eine Variante mit erhöhter Ansteckungsgefahr festgestellt wird, kann das Gesundheitsamt künftig über eine Verlängerung der häuslichen Isolierung auf bis zu drei Wochen entscheiden. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal "Gazeta.pl" berichtete. Bisher galt, dass die Isolierung bereits nach zehn Tagen beendet werden kann, wenn der Betroffene keine Symptome mehr zeigt.

+++ 21:13 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 1850 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.755.174 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1850 neue Fälle hinzu. Das sind 480 mehr als vergangenen Samstag (+ 35 Prozent), als es aber keine aktuellen Zahlen aus Berlin und Sachsen gegeben hatte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 14 auf 91.514. Als aktuell infiziert gelten rund 19.870 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,28 angegeben (Vortag: 1,26). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 355 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 193 davon werden beatmet.

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Quelle: ntv.de, ysc/dpa/AFP/rts

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