Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 18:32 Thüringer Krankenhaus bestätigt 69 Infektionen +++

Das Greizer Kreiskrankenhaus in Thüringen hat bestätigt, dass zwischen dem 19. März und dem 18. Mai 69 Mitarbeiter des Hauses positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Seither seien keine neuen Corona-Fälle innerhalb der Klinikbelegschaft nachgewiesen worden, teilte das Krankenhaus in Greiz mit. Unklar sei, ob die Mitarbeiter sich im beruflichen oder privaten Umfeld infiziert hatten. Das Klinikum reagierte mit einer Stellungnahme auf einen Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit". Den darin geäußerten Verdacht, mehr positive Fälle seien nur deshalb nicht erkannt worden, weil nur zurückhaltend auf eine Infektion getestet worden sei, wies die Klinik zurück.

+++ 18:15 Jeder zweite Deutsche in Sorge vor neuer Ansteckungswelle +++
Die Furcht vor einer zweiten Corona-Infektionswelle ist in der Bevölkerung nach wie vor verbreitet. Die Hälfte der befragten Deutschen sorgt sich laut ARD-"Deutschlandtrend" davor, dass die Zahl der Infektionen in den kommenden Wochen wieder deutlich ansteigt. Bei 13 Prozent der Menschen ist diese Sorge demnach sehr groß, bei 37 Prozent groß. Fast genauso viele Menschen sehen die Pandemie gelassener. Bei 32 Prozent der Befragten ist die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle laut der Umfrage weniger groß, bei 17 Prozent sogar klein. Zugleich tut die Mehrheit der Deutschen viel dafür, dass es zu keiner zweiten Welle kommt:  So geben neun von zehn Deutschen (89 Prozent) an, sich häufiger die Hände zu waschen. Etwa ebenso viele Befragte (88 Prozent) halten nach eigenen Angaben deutlich Abstand zu anderen. Knapp drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) sagen, sie treffen nur eingeschränkt Freunde und Verwandte.

+++ 17:50 EU wirbt für lockere Reiseregeln für Liebespaare +++
EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hat mit Blick auf die bestehenden EU-Einreisebeschränkungen eine Lanze für Verliebte gebrochen. In einem Tweet forderte die Schwedin EU-Staaten und Reiseunternehmen dazu auf, den Begriff der "Partnerschaft" so weit wie möglich zu fassen. Der Partner oder "Sweetheart", mit dem ein EU-Bürger oder -Einwohner eine dauerhafte und nachgewiesene Beziehung habe, solle von den Einreisebeschränkungen ausgenommen werden, schrieb Johansson unter den Hashtags #loveisessential (Liebe ist unverzichtbar) und #loveisnottourism (Liebe ist kein Tourismus). Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Seit Anfang Juli wird dieser Einreisestopp langsam gelockert.

+++ 17:10 Spanien-Urlauber dürfen nur mit QR-Code einreisen +++
Griechenland macht es vor, Spanien zieht nach: Ab dem 1.Juli müssen Urlauber, die aufs spanische Festland einreisen, nach Mallorca oder die anderen Inseln wollen, vor dem Start ein Formular zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Dieses FCS-Formular erzeugt einen QR-Code, der bei der Einreise vorgelegt werden muss. Das entsprechende Formular muss im Spain Travel Health-Portal ausgefüllt werden. Urlauber sollen dabei ihren letzten Aufenthaltsort, vorherige Reisen in andere Länder und die Adresse der in Spanien gebuchten Unterkunft mitteilen. Ebenfalls müssen Name, Heimatadresse, Telefonnummer, Alter und Ausweisnummer hinterlegt werden. Nach der Registrierung erhalten alle Urlauber einen Barcode, der bei der Einreise am Flughafen vorgezeigt werden muss. Ohne diesen ist die Einreise nicht möglich. Anhand dieses Codes und den gegebenen Antworten (die genauen Kriterien werden nicht erläutert) entscheiden die spanischen Behörden, ob Einreisende auf Covid-19 getestet werden. Laut Auswärtigem Amt ist der Test für Reisende kostenlos.

+++ 16:47 Alle 13 Minuten stirbt ein Corona-Patient im Iran +++
Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Corona-Neuinfektionen im Iran ist Präsident Hassan Ruhani weiterhin gegen einen Lockdown im Land. "Ein Lockdown steht wie eine komplette Aufhebung der Lockerungen bis auf weiteres nicht auf der Agenda", sagte Ruhani. Vielmehr sollten die Bürger ihren Lebensstil dem Coronavirus anpassen, betonte der Präsident nach Angaben seiner Webseite. Binnen 24 Stunden starben erneut fast 150 Corona-Patienten. Damit liegt die Zahl der Toten aktuell bei 11.106 und die der Infizierten bei 232.863, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums im Staatsfernsehen. Experten und das Gesundheitsministerium fordern strengere Maßnahmen, um einen weiterem Anstieg der Fallzahlen zu verhindern. Seit Ende Mai haben fast alle Branchen im Iran die Arbeit wieder aufgenommen. Seitdem stirbt nach Angaben des Gesundheitsministeriums alle 13 Minuten ein Corona-Patient im Iran, alle 33 Sekunden kommt es zu einer Neuinfektion.

+++ 16:20 Kiel meldet Mehrfach-Ansteckungen auf Familienfeier +++
Bei einer Familienfeier in Kiel haben sich mindestens sieben Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Dies sei am Wochenende geschehen, sagte ein Sprecher der Stadt. Den "Kieler Nachrichten" zufolge arbeiten drei Infizierte in Einrichtungen der Altenhilfe. Ein infiziertes Kind besuche eine Kita, die laut Bericht am Mittwoch geschlossen wurde. Die Feier fand der Stadt Kiel zufolge im Freien statt. Sie sei im Rahmen der geltenden Corona-Regeln erlaubt gewesen.

+++ 15:52 Corona-Warn-App braucht Update zum Weiterzählen +++
Die Corona-Warn-App zur Kontaktverfolgung von Covid-19-Infizierten lernt erst mit einer Aktualisierung der Anwendung zählen. In der alten Version scheiterte die App, die inzwischen 14,4 Millionen Mal heruntergeladen wurde, nach 14 aktiven Tagen am Weiterzählen. "Wir bitten Nutzer daher, die App mit der neuesten Version 1.0.3. zu aktualisieren. Danach ist es möglich, dass der Tagezähler wieder von vorn beginnt. Zurückliegende Kontakte sind aber weiterhin auf dem Gerät gespeichert und nicht verloren", teilte ein SAP-Sprecher mit. Der Walldorfer Softwarekonzern hat zusammen mit der Deutschen Telekom die Anwendung im Auftrag der Bundesregierung entwickelt. Die Corona-Warn-App funktioniert laut SAP unabhängig von der Anzeige einwandfrei und ermittelt weiter Kontakte.

+++ 15:22 London kippt Quarantäne-Pflicht für 75 Länder +++
Die britische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge ihre Quarantäne-Vorschriften für Reisende aus dem Ausland aufheben. "The Daily Telegraph" berichtet, dass die Quarantäneregeln für 75 Länder beendet werden sollen. Das betreffe fast alle EU-Länder sowie die britischen Territorien einschließlich Bermuda und Gibraltar sowie die Türkei, Thailand, Australien und Neuseeland. Die offizielle Liste soll heute oder Freitag veröffentlicht werden, ab Montag gelten dem Bericht zufolge die Quarantäne-Ausnahmen.

+++ 14:53 Tesla: Wir steigen in Deutschland bei Impfstoffentwicklung ein +++
Der US-Elektroautobauer Tesla arbeitet laut Konzernchef Elon Musk mit dem deutschen Biotechunternehmen CureVac beim Bau von dezentralen Produktionsanlagen zur Impfstoffherstellung zusammen. "Tesla baut als Nebenprojekt RNA-Minifabriken für CureVac und möglicherweise andere", erklärte Musk auf Twitter. Dies geschehe bei der deutschen Maschinenbau-Tochter Tesla Grohmann. Näher äußerte sich Musk nicht. Bei CureVac, das an einem Coronavirus-Impfstoff forscht und bei dem die Bundesregierung kürzlich eingestiegen ist, und Tesla war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Das deutsche Biotechunternehmen will mobile, automatisierte Produktionseinheiten für den Zell-Botenstoff mRNA entwickeln, die es als "Drucker" bezeichnet und die Musk nun "RNA-Minifabriken" nannte.

 

+++ 14:29 Türkei sagt Verzicht auf Chloroquin-Zwangsbehandlung zu +++
Bundesaußenminister Heiko Maas sieht Fortschritte in den Gesprächen mit der Türkei, hat aber noch keine Zusage für eine Aufhebung der bestehenden Reisewarnung gegeben. Man suche eine Abstimmung im EU-Rahmen, sagte Maas nach einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Berlin. Maas lobte die Zusage der Türkei, dass es keine Zwangsbehandlung von Corona-infizierten Touristen mit dem umstrittenen Medikament Hydroxychloroquin geben solle. "Das ist ein wichtiger Fortschritt." Cavusoglu versprach, dass erkrankte Touristen ohne Symptome selbst entscheiden könnten, wie sie behandelt werden wollten. Zugleich warf der türkische Minister der EU vor, Reisebeschränkungen für die Türkei aus "politischen Motiven" aufrechtzuerhalten.

+++ 14:02 Forscher: Risiko tödlicher Unfälle während Lockdown gestiegen +++
Auf Deutschlands Straßen ist trotz weniger Verkehrs im Corona-Lockdown das Risiko tödlicher Unfälle gestiegen. Im April lag nach Berechnungen der Allianz-Versicherung das "relative Getötetenrisiko" um fast die Hälfte höher als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre. Demnach starben im April im statistischen Schnitt 11,1 von 1000 Verunglückten. Im April 2019 dagegen waren rechnerisch von 1000 Verunglückten nur 7,5 gestorben. In absoluten Zahlen: Im April verunglückten in Deutschland laut amtlichen Zahlen 21.236 Menschen im Verkehr, davon starben 236. Ein Jahr zuvor waren insgesamt 31.592 Menschen verunglückt, fast 10.000 mehr. Doch die Zahl der Verkehrstoten war im Vorjahr keineswegs wesentlich höher gewesen, sondern quasi gleich: 239. "Die Gesamtzahl der Verunglückten ist niedriger, aber der Anteil der Getöteten signifikant höher", sagte Jörg Kubitzki, Verkehrssicherheitsforscher im Allianz Zentrum für Technik.

+++ 13:32 Hunderttausende mangelhafte Schutzmasken an Ärzte geliefert +++
An niedergelassene Ärzte wurden nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) Hunderttausende mangelhafte Schutzmasken geliefert. Mindestens 800.000 der im Frühjahr verteilten Masken wiesen Mängel auf oder entsprachen nicht den Anforderungen, wie eine BR-Anfrage an alle Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) ergab. Ein Teil der Masken sei vom Bundesgesundheitsministerium geliefert worden. Gemeinsame Recherchen des BR mit der Rechercheplattform OCCRP zeigten außerdem, dass europaweit Behörden Millionen von unsicheren Masken kauften. In vielen Fällen steckte offenbar Betrug mit Zertifikaten dahinter. Neben Fälschungen finden sich demnach vor allem irreführende Dokumente, die auch von europäischen Zertifizierungsstellen ausgegeben wurden. Dabei handelt es sich nicht um EU-Behörden, sondern um Firmen, die bestätigen können, ob importierte Produkte den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen. Allerdings stellten demnach Firmen, die gar keine Schutzausrüstung zertifizieren dürften, wiederholt ungültige Zertifikate aus.

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+++ 13:01 Wiesenhof testet 700 Mitarbeiter aus Niederlehme +++
Nach zwei bestätigten Corona-Infektionen in einem Geflügelschlachthof im brandenburgischen Niederlehme bei Königs Wuesterhausen testet das Unternehmen Wiesenhof alle dort beschäftigten 700 Mitarbeiter. Das berichtet die "Märkische Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Angaben der Geschäftsführung. Bei den Infizierten handelt es sich demnach um einen Festangestellten und einen Angestellten mit Werksvertrag. Deren direkte Kontaktpersonen seien bereits in Quarantäne geschickt worden. Ergebnisse der Tests sollen am Montagabend vorliegen.

+++ 12:15 CSU-Generalsekretär Blume warnt vor zweiter Welle +++
Die CSU hat angesichts international weiter steigender Infektionszahlen eindringlich vor einer zweiten Corona-Welle auch in Deutschland gewarnt. Diese werde voraussichtlich noch gefährlicher und unkontrollierbarer, auch für jene Unternehmen, die sich gerade wieder aufgerappelt hätten, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume. Deshalb dürfe nicht fahrlässig gehandelt werden, sondern man müsse weiter mit Vorsicht und Umsicht vorgehen. Weltweit rolle die zweite Pandemiewelle schon. Er verwies etwa auf wieder steigende Infektionszahlen in Israel und den USA.

+++ 11:14 Lauterbach: Schulschließungen können wir uns "kein zweites Mal leisten" +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt im Interview mit RTL und ntv vor Schulunterricht unter normalen Umständen. Das könne sehr schnell wieder zu Schulausfällen und zur Quarantäne ganzer Klassen, möglicherweise ganzer Schulen führen. Man müsse in den Sommerferien ein Konzept vorbereiten, um erneute Schulausfälle zu vermeiden. "Ich bin nicht der Meinung, dass wir im Herbst die Schulen noch einmal so schließen können, wie wir es gemacht haben in der ersten Welle. Das, glaube ich, können wir uns kein zweites Mal leisten", sagte Lauterbach. Außerdem müsse man gute Strategien entwickeln, damit qualitativ hochwertiger Unterreicht auch zu Hause möglich werde. Es sei schade, dass es ausgerechnet für Schüler nicht gelungen sei, ein gutes Schutzkonzept zu entwerfen. "Vielleicht haben wir da nicht die richtigen Prioritäten bislang gehabt", so der SPD-Politiker.

+++ 10:28 China meldet nur drei Neuinfektionen +++
In China verharrt die Zahl der Neuinfektionen neuesten Angaben zufolge auf niedrigem Niveau. Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet wie tags zuvor binnen 24 Stunden lediglich drei neue Coronavirus-Fälle. Nur eine der Neuinfektionen sei in Peking registriert worden, erklärt die nationale Gesundheitskommission. Insgesamt sind in China nach offiziellen Angaben 83.537 Fälle bestätigt. Die Zahl der Todesfälle beträgt seit mehreren Tagen konstant 4634.

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+++ 10:06 Biontech meldet Etappensieg bei Corona-Impfstoff-Tests +++
Im Wettlauf um einen Impfstoff gegen Covid-19 sind Mainzer Forscher einen wichtigen Schritt vorangekommen. Bei den ersten Probanden können wirksame Antikörper gegen Sars-Cov-2 nachgewiesen werden. Als nächster Schritt stehen nun Massentests an.

+++ 09:41 Ostsee-Orte planen Ampel-System für Strände +++
Um die notwendigen Sicherheitsabstände an den Ostsee-Stränden zu gewährleisten, planen einige Regionen laut einem Medienbericht die Einführung eines Ampel-Systems. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen ab Mitte Juli an den Stränden der Lübecker Bucht Bildschirme aufgestellt werden. Diese soll mit Ampel-Farben die aktuelle Situation zeigen. "Ziel ist es, die Besucherströme vorausschauend zu steuern – oft ist es so, dass ein Strandabschnitt, der nahe bei einem großen Parkplatz ist, überfüllt ist, während in anderen Bereich noch genügend Platz wäre", sagte André Rosinski, Chef der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, gegenüber der "Bild". Demnach wurde das System am vergangenen Wochenende erstmals getestet.

+++ 08:56 USA: Rund 50.000 Neuinfektionen an einem Tag +++
In den USA sind rund 50.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag verzeichnet worden. Laut der Johns-Hopkins-Universität sind am Mittwoch rund 50.700 Neuinfektionen gemeldet worden. Die "Washington Post" zählt rund 52.800 Fälle. Seit Beginn der Pandemie bezieht sich ntv.de auf die Zahlen der "New York Times", die von 48.991 Neuinfizierten (Stand 6.45 Uhr MESZ) ausgeht. Seit einer Woche melden die USA regelmäßig mehr als 40.000 Neuinfektionen am Tag und liegen damit über den Zahlen vom bisherigen Höhepunkt der Pandemie im April und Mai. Seit Beginn der Pandemie haben sich in den USA über 2,6 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Mindestens 128.000 Infizierte sind bereits gestorben.

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+++ 08:09 Neuinfektionen in Israel klettern auf Rekordwert +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 868 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April. In der Nacht zum Donnerstag wurden daher neue Beschränkungen verkündet. Verschiedene Viertel in Lod bei Tel Aviv sowie in der Hafenstadt Aschdod sollten für mindestens eine Woche abgeriegelt werden. Auch in den Palästinensergebieten soll von Freitag an ein fünftägiger Lockdown in Kraft treten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 26.257 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 322 Infizierte sind gestorben. In den Palästinensergebieten gibt es bisher 2758 bekannte Infektionsfälle, acht Menschen starben.

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+++ 07:26 Mehr als 600.000 Infektionen in Indien +++
In Indien ist die Zahl der festgestellten Infektionen auf über 600.000 gestiegen. Bislang gebe es 17.834 Todesfälle, teilten die Behörden des Landes mit. Fast 360.000 Menschen gelten mittlerweile als genesen.

+++ 06:20 Studie: Krise trifft Minijobber besonders hart +++
Minijobber sind Experten zufolge besonders hart von der Corona-Krise betroffen, da sie keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. "Die Corona-Krise verstärkt die Probleme des Niedriglohnsektors - vor allem für Minijobberinnen und Minijobber. Ohne das Sicherheitsnetz des Kurzarbeitergeldes erleiden sie als erste Einkommenseinbußen oder verlieren ihre Arbeit", sagt der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger. So ging die Beschäftigungsquote bei Minijobbern, die aus diesen Jobs ihren Haupterwerb bestreiten, im März bereits um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, wie aus einer publizierten Studie im Auftrag der Stiftung hervorgeht. Um kommende Krisen besser abfedern zu können, empfehlen die Studienautoren, die Schwelle für Minijobs von 450 auf 250 Euro zu senken. So müssten mehr Beschäftigte Sozialversicherungsbeiträge leisten, wären dadurch aber auch in Krisenzeiten besser abgesichert.

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+++ 05:19 Hohe Nachfrage hilft Friseuren nicht wirklich +++
Die aktuell große Nachfrage nach Haarschnitten können die Umsatzausfälle der Corona-Zwangspause bei Friseuren nur bedingt kompensieren. "Ein richtiger Nachholeffekt ist das nicht", sagt der Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller. Er rechnet selbst für gut laufende Salons mit Jahresumsatzeinbußen von 10 bis 15 Prozent. Im März, als die Salons dicht machen mussten, lag der Monatsumsatz in deutschen Friseursalons 37,4 Prozent unter jenen des Vorjahresmonats, wie aus einer Branchenanalyse der Unternehmensberatung Peter Zöllner im Auftrag von Wella hervorgeht. Im Mai, als der Betrieb wieder anlief, lagen die Umsätze immerhin 15,8 Prozent über dem Vorjahr.

+++ 04:22 Deutliche Mehrheit für kostenlose Tests für alle +++
Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger befürwortet kostenlose Corona-Tests für alle. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" sprachen sich 60 Prozent dafür aus, dass jeder Bürger unabhängig von Symptomen und Risiko einen vom Staat bezahlten Corona-Test in Anspruch nehmen können sollte. 31 Prozent lehnten das ab. Die bayerische Staatsregierung hatte in dieser Woche die kostenlosen Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen und damit eine Diskussion ausgelöst.

+++ 03:42 Mehr als 60.000 Tote in Brasilien+++
In Brasilien steigt die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf mehr als 60.000. In den letzten 24 Stunden seien 1016 Menschen an dem Virus gestorben und damit insgesamt 60.610, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Infizierten legt um 45.482 auf knapp 1,5 Millionen zu. Das ist die zweithöchste Zahl weltweit nach den USA.

+++ 02:31 Neuseeländischer Gesundheitsminister tritt zurück +++
Neuseelands Gesundheitsminister David Clark tritt zurück. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass die Regierung ohne ihn besser auf die Coronavirus-Pandemie reagieren könne, sagt er bei einer Pressekonferenz im Parlament. Ministerpräsidentin Jacinda Ardern habe seinen Rücktritt angenommen.

+++ 01:44 Deutsche buchen wieder mehr Urlaub ins Ausland +++
Die Bundesbürger buchen seit zwei Wochen nach Angaben der Tourismuswirtschaft wieder deutlich mehr Pauschalreisen ins Ausland für die Ferienmonate Juli und August. Nachdem vor rund vier Wochen noch fast ausschließlich Deutschlandurlaub gebucht worden sei, verlagere sich das Interesse nun zusätzlich in Richtung Flugreisen ans Mittelmeer, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) den Zeitungen der Funke Mediengruppe mit. Die meisten Neubuchungen verzeichneten die Reiseveranstalter für die spanischen Inseln. 15 Prozent buchten in der vergangenen Woche einen Flug auf die Balearen - wie Mallorca oder Ibiza -, elf Prozent entschieden sich für die Kanaren. Ziele in Deutschland seien von 25 Prozent gewählt worden. Griechenland buchten 21 Prozent. Während der deutschen Sommer-Ferienzeiten nehmen den Angaben zufolge aber auch die Buchungen für Österreich, Italien und Kroatien jeweils im einstelligen Bereich zu.

+++ 00:54 Ägypten öffnet berühmte Touristenattraktion wieder +++
Nach dreimonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie hat Ägypten die berühmten Pyramiden von Gizeh wieder für Besucher geöffnet. "Es gibt viele Schutzvorkehrungen, bevor die Pyramiden betreten werden können", sagte die Reiseführerin Fatma Bayoumy in Kairo. Alles werde desinfiziert - "auch die Besucher und ihre Taschen", fügte sie hinzu. Auch das Ägyptische Museum in Kairo hat wieder geöffnet. Bereits kurz nach der Öffnung durchstreiften dutzende ausländische Touristen die Pyramidenanlage. "Die Energie ist wirklich besonders", sagte die australische Touristin Ashiana Love.

+++ 23:49 Kalifornien nimmt einige Lockerungen zurück +++
Kalifornien reagiert auf den Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen mit einer Rücknahme von Lockerungen. In 19 stark betroffenen Bezirken, darunter auch Los Angeles County, müssen Restaurants ihre Innenbereiche wieder schließen. Das gelte auch für den Betrieb von Kinos, Weingütern, Museen und Zoos, teilte Gouverneur Gavin Newsom mit. Die Einschränkungen sollen mindestens drei Wochen lang gelten. Am kommenden Feiertagswochenende will der Staat die Parkplätze an Stränden in den dicht besiedelten Räumen um Los Angeles und San Francisco schließen. Los Angeles County hatte zuvor bereits angekündigt, Strände, Fahrradwege, Parkplätze und Piers am Wochenende um den Nationalfeiertag (4. Juli) zu sperren. Newsom forderte die 40 Millionen Einwohner auf, Veranstaltungen und Ansammlungen zu vermeiden und stattdessen im kleinen Familienkreis Zuhause zu bleiben.

+++ 23:03 Trotz Anstieg der Neuinfektionen sagt Trump: Virus wird verschwinden +++
Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Neuinfektionen in den USA glaubt Präsident Donald Trump weiter an das Verschwinden des Virus. Die Wirtschaft werde sich bald wieder erholen und "das Virus wird irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden", sagte der Republikaner Trump im Gespräch mit dem Fernsehsender Fox Business. Die Demokraten werfen Trump angesichts solcher Äußerungen vor, im Kampf gegen das Coronavirus kapituliert zu haben - und das obwohl die Pandemie in den USA zunehmend eskaliert. Daten der Universität Johns Hopkins zufolge meldeten die US-Behörden zuletzt jeden Tag rund 40.000 Neuinfektionen, vor allem aus den südlichen Bundesstaaten Florida, Texas, Arizona, Georgia und Kalifornien. Die aktuellen Zahlen der Neuinfektionen sind damit höher als jene im April und im Mai, dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie.

+++ 22:13 USA melden mehr als 40.000 neue Fälle - Fauci warnt vor Eskalation +++
Die Zahl der neuen Virus-Infektionen in den USA steigt wieder über die Marke von 40.000. Zuletzt habe es 43.644 neue Fälle gegeben, teilt die Seuchenschutz-Behörde CDC mit. Die Gesamtzahl der Infizierten klettert damit auf rund 2,58 Millionen. Am Dienstag hatte die Zahl der neuen Infektionen bei 35.644 gelegen, nachdem sie in den Tagen davor angestiegen und stets über 40.000 gelegen hatte. Der US-Regierungsberater Anthony Fauci hatte gewarnt, die USA könnten die Schwelle von 100.000 täglichen Neuinfizierten überschreiten, sollten die US-Amerikaner keine Masken tragen und keinen Mindestabstand halten.

+++ 21:51 Apple schließt mehr als 70 Geschäfte +++
Apple muss in den USA wieder Läden schließen. Betroffen seien mehr als zwei Dutzend Geschäfte in sieben Bundesstaaten. Insgesamt seien damit in den USA derzeit 77 Apple-Stores zu. Der Konzern betreibt im ganzen Land insgesamt rund 270 Läden. Im März hatte Apple wegen der Pandemie sämtliche Geschäfte dicht gemacht. Nachdem sich die Lage entspannt hatte, mussten wegen steigender Infektionszahlen zuletzt schon unter anderem in Florida wieder Läden den Betrieb einstellen. Apple hat mitgeteilt, seine Angestellten im Einzelhandel auch während der Schließung weiter zu bezahlen. Von der jüngsten Schließungswelle ist nicht zuletzt auch Kalifornien betroffen, wo Apple seinen Konzernsitz hat. Der Bundesstaat an der Westküste gehört zusammen mit Florida derzeit zu den Brennpunkten. Apple schließt aktuell auch Geschäfte Alabama, Georgia, Idaho, Louisiana, Nevada and Oklahoma

+++ 21:21 NRW verlängert Quarantäne-Vorgabe im Fall Tönnies +++
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat die Quarantäne für Menschen, die beim Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet haben oder in einer der Gemeinschaftsunterkünfte leben, um zwei Wochen verlängert. In der entsprechenden Allgemeinverfügung wird häusliche Quarantäne bis zum 17. Juli angeordnet. Ausgenommen sind unter anderem Menschen, die schon erkrankt waren und als geheilt gelten. In dem Tönnies-Werk im Kreis Gütersloh hatte es einen massiven Ausbruch gegeben. Eine Ministeriumssprecherin erläuterte, dass die Verfügung nun für alle Kreise gelte. Entscheidend für die Quarantäne ist, ob eine Person zwischen dem 3. und 17. Juni "an mindestens einem Tag" auf dem Betriebsgelände von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet hat - unabhängig davon, ob sie bei Tönnies selbst, einem Subunternehmer oder einer Leiharbeitsfirma angestellt war oder ist.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, mau/jpe/jki/dpa/rts/AFP