Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 19:01 "Soll sich schämen": Britischer Chef-Mediziner kritisiert Nicki Minaj wegen Corona-Tweets +++

Nach einem Tweet von Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung hat der oberste britische medizinische Regierungsberater die Rapperin scharf kritisiert. Sie solle sich schämen, sagte Chris Whitty auf einer Pressekonferenz. "Es gibt eine Reihe von Mythen, die herumfliegen, von denen einige einfach nur lächerlich sind und von denen andere eindeutig nur zum Erschrecken gedacht sind. Dies ist eines davon." Es gebe Menschen, die Unwahrheiten über die Impfung verbreiteten, obwohl sie es besser wüssten. In ihrem Tweet hatte die Sängerin behauptet, ein Freund ihres Cousins in Trinidad sei nach der Impfung impotent geworden. Viele Twitter-Nutzer reagierten erschrocken oder mit Spott. Ihrerseits machte sich die Rapperin über Whitty lustig und veröffentlichte eine Sprachnachricht mit betont britischem Akzent an Premierminister Boris Johnson, der sich ebenfalls zu dem Fall geäußert hatte.

+++ 18:39 Berliner Senat fordert bundesweite Regelung zur Quarantäne +++
Der Berliner Senat fordert eine bundeseinheitliche Regelung zur geplanten Streichung der Entschädigung von Ungeimpften im Quarantänefall. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci von der SPD wertete es nach der Senatssitzung zwar positiv, dass der Bund hier eine einheitliche Rechtsgrundlage schaffen wolle. Aber ab wann dies gelte, solle den Ländern überlassen werden. "Wir sagen, es kann nicht sein, dass das jedes Bundesland für sich alleine regelt", sagte Kalayci weiter. "Deswegen erwarten wir von der Bundesregierung einen Vorschlag für eine bundeseinheitliche Regel, wie viel Zeit man noch einräumen soll." Wenn diese Regelung komme, werde der Senat in Berlin sie auch umsetzen.

+++ 18:10 Brandenburg führt neue Corona-Warnampel ein +++
In Brandenburg gilt ab Donnerstag eine Corona-Warnampel mit der Zahl der Krankenhauspatienten als wichtigster Messlatte. Das beschloss das Kabinett in Potsdam. Wenn der Wert der Neuaufnahmen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche im Land größer als zwölf ist, steht die Ampel künftig auf Rot und zeigt Alarm. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher von den Grünen sagte, bereits wenn der Warnwert sieben übersteige, "werden wir uns als Landesregierung beraten, welche weiteren Maßnahmen wir ergreifen wollen". Derzeit liegt der Wert bei 0,75. Ein Alarm wird auch ausgelöst, wenn mehr als 20 Prozent der verfügbaren Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind.

+++ 17:45 EU bleibt an Valneva-Impfstoff interessiert - Erste Lieferungen für 2022 geplant +++
Die EU ist nach Angaben der französischen Regierung weiter am Covid-Impfstoff von Valneva interessiert. "Die Vertragsverhandlungen mit der EU-Kommission gehen voran", sagte ein Sprecher des französischen Wirtschaftsministeriums. Erste Lieferungen seien für 2022 geplant. Der Impfstoff wird derzeit noch in einer klinischen Studie getestet. Am Vortag hatte Großbritannien nach Angaben des franko-österreichischen Unternehmens seine Bestellung von 100 Millionen Impfdosen storniert. Dies sei aufgrund einer Vertragsklausel möglich gewesen. Die britische Regierung habe angeführt, dass Valneva seine Verpflichtungen nicht erfüllt habe, erklärte das Unternehmen. Valneva wies den Vorwurf zurück, ohne dies näher zu erläutern.

+++ 17:30 Bouffier: Corona-Einschränkungen betreffen vor allem Ungeimpfte +++
Hessen lockert die Corona-Regeln für Geimpfte sowie Genesene und legt den Fokus bei der Beurteilung der Corona-Lage auf die Situation in den Krankenhäusern. Die Corona-Pandemie entwickle sich zunehmend zu einer Pandemie der Ungeimpften, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier von der CDU nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts in Wiesbaden. "Deshalb betreffen die weiterhin notwendigen Einschränkungen vor allem sie, während Geimpfte und Genesene davon immer weniger betroffen sind." Neben der verpflichtenden 3G-Regelung in vielen Innenbereichen führe Hessen mit der neuen landesweiten Verordnung ab Donnerstag zudem ein 2G-Optionsmodell ein, erklärte der Regierungschef. Mit einem 2G-Modell sind Lockerungen für Menschen gemeint, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind.

+++ 16:57 Immer mehr Infizierte nach "2G"-Party in Münster: Zahl steigt auf 72 +++
Die Zahl der bekanntgewordenen Corona-Infektionen unter den Besuchern der "2G"-Clubparty in Münster ist auf 72 gestiegen. Davon kämen 55 Gäste aus Münster, die übrigen Personen wohnten in der erweiterten Region, teilte die Stadt mit. "Auch ein Mitarbeiter des Clubs ist infiziert", hieß es. Insgesamt hatten am 3. September rund 380 Menschen an der Partynacht teilgenommen. Für den Zutritt galt die 2G-Regel, das heißt, nur Geimpfte oder Genesene wurden reingelassen. Die Infizierten zeigten entweder milde oder keine Symptome. "Weitere Ansteckungen sind wahrscheinlich, da vereinzelt noch Infektionsmeldungen mit Bezug zu dem Club-Event eintreffen."

+++ 16:31 Rund 1000 Infektionen unter niedersächsischen Schülern in diesem Schuljahr +++
Im neuen Schuljahr sind in Niedersachsen bislang rund 1000 Infektionen von Schülerinnen und Schülern gemeldet worden. Das sagt Ministerpräsident Stephan Weil im Landtag in Hannover. Insgesamt gibt es demnach im Bundesland rund 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler. Das neue Schuljahr hat am 2. September begonnen. Zu Beginn des Schuljahres mussten sich Schüler jeden Tag auf das Coronavirus testen, seit dieser Woche ist dies nur noch dreimal wöchentlich nötig - montags, mittwochs und freitags. Wer vollständig geimpft oder genesen ist, muss sich nicht testen.

+++ 16:08 Thailand will Quarantäne für Geimpfte weitgehend aufheben +++
Thailand will ab Oktober wieder verstärkt Besucher ins Land locken und die derzeit in den meisten Landesteilen geltenden Quarantäneregeln für vollständig Geimpfte entschärfen. Nach der größten Insel Phuket, die bereits seit Juli wieder geimpfte Touristen quarantänefrei empfängt, könnten weitere beliebte Orte wie Pattaya, Chiang Mai, Hua Hin und die Hauptstadt Bangkok geöffnet werden. Der Plan der Tourismusbehörde TAT soll in der kommenden Woche dem staatlichen Centre for Covid-19 Situation Administration (CCSA) präsentiert werden, so die Zeitung "Bangkok Post". Auch auf Ko Samui sollen dann die gleichen Regeln gelten, sagt TAT-Gouverneur Yuthasak Supasorn. Die Insel im Golf von Thailand hatte zwar bereits Mitte Juli ein Urlaubsprogramm für Geimpfte gestartet - jedoch durften Gäste die ersten drei Tage das Hotelgelände nicht verlassen.

+++ 15:46 Mehr als 100.000 Corona-Fälle als Berufskrankheit anerkannt +++
Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben seit Beginn der Corona-Pandemie bis einschließlich August 2021 mehr als 100.000 Fälle von Covid-19 als Berufskrankheit anerkannt. Hinzu kämen über 10.000 Fälle, in denen eine Corona-Erkrankung als Arbeits- oder Schulunfall anerkannt wurde, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mitteilte. Laut vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr 2021 gab es demnach deutlich mehr Berufskrankheiten - Arbeits- und Wegeunfälle dagegen blieben unter dem Niveau des Jahres 2019.

+++ 15:19 Großbritannien hält sich Maskenpflicht offen - Impfpflicht für medizinisches Personal wird wahrscheinlicher +++
Falls die Zahl der Corona-Fälle in Großbritannien im Winter wieder deutlich steigt, will die Regierung wieder eine Maskenpflicht anordnen und hält sich die Einführung von Impfpässen für Discos oder Stadien offen. Die Maßnahmen seien Teil eines "Plan B", wenn die Pandemie mit Auffrischungsimpfungen nicht unter Kontrolle gehalten werden kann, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid im Parlament. Die Notfallpläne würden aber nur bei "unhaltbarem" Druck auf den Gesundheitsdienst NHS in England in Kraft gesetzt. Die britische Regierung hatte im Juni fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Zudem erwägt England eine Impfpflicht für medizinisches Personal und Sozialarbeiter. Das sei sehr wahrscheinlich nötig, um andere Menschen zu schützen, sagte Javid weiter.

+++ 14:52 Sachsen führt 2G-System als Optionsmodell ein +++
Sachsen will mit der neuen Corona-Schutzverordnung das sogenannte 2G-System als Optionsmodell einführen und damit Hamburg folgen. Demnach sollen nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu Restaurants, Einrichtungen oder Events von bis zu 5000 Menschen erhalten, wenn der Veranstalter das für sich selbst entscheidet, gab Staatskanzleichef Oliver Schenk von der CDU bekannt. Im Gegenzug bestehe die Möglichkeit, Beschränkungen wie die Maskenpflicht und das Abstandsgebot aufzuheben. Allerdings muss eine Einlasskontrolle erfolgen. Unklar ist bisher, ob Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren und Menschen, die sich nicht impfen lassen können, beim Besuch entsprechender Einrichtungen einen Test benötigen.

+++ 14:36 Niederlande streichen Auflagen teilweise - Corona-Pass kommt +++
Die Niederlande heben einem Medienbericht zufolge bestimmte Auflagen auf und führen einen sogenannten Corona-Pass ein. Ab dem 25. September würden Abstandsregeln aufgehoben, berichtet der Sender NOS. Die Maskenpflicht beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr und in Schulen sowie die Aufforderung zum Homeoffice blieben jedoch bestehen. Der Corona-Pass als Nachweis über eine Impfung soll bei Restaurantbesucht und Kulturveranstaltungen zum Einsatz kommen und gilt für alle ab 13 Jahren. In den Niederlanden sind nach offiziellen Angaben 65 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

+++ 14:19 Wirtschaftsministerium weist Spekulationen über Teil-Lockdown zurück +++
Die Bundesregierung will Messen und Ausstellungen bei Absagen aufgrund der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie unterstützen. Die Regierung wolle ein "zusätzliches Absicherungsinstrument" schaffen, erklärte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Messebauer und Aussteller müssten mit langen Planungs- und Vorlaufzeiten agieren und seien weiterhin mit Einschränkungen für ihren Geschäftsbetrieb konfrontiert. Sie hob zugleich hervor, dass die Regierung keinen "neuen Teil-Lockdown" plane. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor über ein Papier aus dem Finanzministerium zu den Plänen berichtet, das dem Blatt zufolge auf mögliche neue Corona-Einschränkungen hindeuten könnte. Die Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte zu Spekulationen über einen möglichen Teil-Lockdown: "Das ist Quatsch." Aus dem auch der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Schreiben an den Haushaltsausschuss geht hervor, dass das Bundeswirtschaftsministerium mögliche Mehrausgaben "im Zusammenhang mit einem geplanten Ausfallabsicherungsinstrument für Messen und Ausstellungen" in Höhe von 150 Millionen Euro beantragt.

+++ 14:02 Zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal geimpft +++
Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland sind nach offiziellen Angaben jetzt mindestens einmal geimpft. Zumindest eine erste Spritze bekommen haben inzwischen 55,4 Millionen Menschen oder 66,6 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 51,8 Millionen Menschen oder 62,3 Prozent aller Einwohner. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft auch mit Blick auf eine noch bis diesen Sonntag laufende bundesweite Aktionswoche dazu auf, viele einfach zu nutzende Impfgelegenheiten anzunehmen. "Jede Impfung mehr macht einen Unterschied für Herbst und Winter", twittert der CDU-Politiker. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben laut RKI mittlerweile rund 207.000 Menschen bekommen.

+++ 13:44 Mehr Tests in Deutschland durchgeführt - Positivquote sinkt aber +++
In der vergangenen Woche (KW 36) sind erneut mehr Tests in Deutschland durchgeführt worden als zuvor (882.536 Abstriche gegenüber 833.546 in KW 35). Die Zahl der positiven Ergebnisse war jedoch rückläufig (74.023 gegenüber 75.930 in KW 35). Das geht aus den aktuellen ALM-Zahlen hervor. Die Positivquote sinkt von 9,12 in der Vorwoche auf nunmehr 8,39 Prozent.

+++ 13:24 Großbritannien genehmigt Impfauffrischung für über 50-Jährige +++
In Großbritannien können über 50-Jährige sowie Heimbewohner und Pflegekräfte eine Auffrischungsimpfung erhalten. Wie die Regierung mitteilt, gilt die Regelung auch für klinisch extrem gefährdete Menschen sowie für Risikopatienten zwischen 16 und 65 Jahren. Insgesamt kommen damit mehr als 30 Millionen Menschen für eine dritte Impfung in Frage. Ihnen soll frühestens sechs Monate nach der zweiten Dosis das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer gespritzt werden, das Studien zufolge gut als Auffrischung wirken und sehr verträglich sein soll. Alternativ sei auch der Impfstoff von Moderna möglich. Verabreicht werden soll die Spritze zusammen mit der normalen Grippeimpfung. Ob auch gesunde Menschen unter 50 eine sogenannte Booster-Impfung erhalten, soll entschieden werden, wenn mehr Daten vorliegen.

+++ 13:10 Umfrage: Pandemie verändert Einkauf von Lebensmitteln +++
In der Krise haben die Menschen in Deutschland auch Lebensmittel häufiger online eingekauft. Das geht aus den Zahlen einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom hervor. Danach bestellen derzeit 26 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest hin und wieder Lebensmittel im Internet - vor Beginn der Pandemie waren es erst 16 Prozent. Der Verband geht davon aus, dass dieser Trend nachhaltig ist.

+++ 12:59 Mehr als 1500 Intensivfälle in deutschen Kliniken - Anteil freier Betten sinkt +++
In Deutschland werden aktuell 1537 Infizierte intensivmedizinisch behandelt. Das sind 36 Patientinnen und Patienten mehr als noch am Vortag, wie aus dem Divi-Register hervorgeht. Von den Betroffenen werden 784 invasiv beatmet. Derzeit gelten 3947 Intensivbetten als frei. Das ist ein Rückgang um 427 binnen 24 Stunden. Der Anteil der freien Betten sinkt von 17,2 auf nunmehr 15,5 Prozent.

+++ 12:42 Beschäftigung in Großbritannien steigt in Rekordtempo - Vorkrisenniveau erreicht +++
Die Zahl der Beschäftigten in Großbritannien ist wieder auf das vor Ausbruch der Pandemie erreichte Niveau geklettert. Sie stieg im August um den Rekordwert von 241.000 zum Vormonat auf 29,1 Millionen, wie das Statistikamt in London mitteilt. "Alle Regionen mit Ausnahme von London, Schottland und dem Südosten liegen jetzt über dem Niveau von vor der Pandemie", so das Statistikamt. Die Zahl der offenen Stellen markierte in den drei Monaten bis August ein Rekordhoch von 1,034 Millionen. Sie lag damit um 249.000 über dem Vorkrisenniveau, wie das Statistikamt bekannt gibt. Viele Arbeitgeber haben derzeit Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. Akut ist nach dem Brexit und wegen der Corona-Krise etwa der Mangel an Lkw-Fahrern. 100.000 zusätzliche Fahrer würden gebraucht, um Güter verlässlich über die Straßen zu bringen, rechnet der Branchenverband RHA vor. Ändert sich das nicht, könnten die Preise steigen und die Inflation anheizen.

+++ 12:28 Neue Corona-Kriterien und Impfstatus-Auskunft treten in Kraft +++
Für den Kampf gegen die Pandemie im Herbst und Winter können jetzt weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Von Bundestag und Bundesrat beschlossene Neuregelungen zu den Bewertungskriterien der Pandemielage und zu Auskünften zum Impfstatus von Beschäftigten wurden heute im Bundesgesetzblatt verkündet und treten damit an diesem Mittwoch in Kraft. Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Berücksichtigt werden sollen aber auch "weitere Indikatoren". Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen. Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

+++ 12:19 Berliner Senat beschließt 2G-Optionsmodell +++
Geimpfte und genesene Menschen in Berlin können in der Pandemie mit weiteren Erleichterungen rechnen. Der Senat beschloss die Einführung eines 2G-Optionsmodells, wie dpa berichtet. In etlichen Bereichen wie der Gastronomie oder bei Veranstaltungen können die Betreiber dann selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur Geimpften oder Genesenen (2G) oder auch Getesteten (3G) erlauben. Im Falle von 2G würden bisherige Einschränkungen wie Abstand oder Maske wegfallen.

+++ 11:52 Putin isoliert sich nach Ausbruch im Kreml selbst +++
Nach Corona-Fällen in seinem nahen Kreml-Umfeld muss sich Russlands Präsident Wladimir Putin in Selbstisolation begeben. Der Kreml teilt mit, Putin gelte als "Kontaktperson", sei selbst aber "bei bester Gesundheit". Der russische Präsident könne aufgrund der Quarantäne nicht persönlich an einem Gipfeltreffen in Tadschikistan, wo es um die Lage in Afghanistan gehen soll, teilnehmen. Putin habe einen Corona-Test gemacht, teilt Regierungssprecher Dmitri Peskow mit, ohne das Ergebnis zu nennen. Der Präsident ist eigenen Angaben zufolge gegen das Coronavirus geimpft. Einem Bericht von "Bloomberg" zufolge soll Putin bereits am Montag damit gerechnet haben, dass er bald in Quarantäne müsse. Am Abend hatte er dennoch den syrischen Machthaber Baschar al-Assad empfangen.

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+++ 11:39 In vier deutschen Regionen liegt die Inzidenz bei Kindern über 500 +++
Das Fallaufkommen in Deutschland ist je nach Altersgruppe nach wie vor sehr unterschiedlich. Besonders stark betroffen sind in vielen Regionen derzeit Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren. Sie sind größtenteils noch ungeimpft und gehen zur Schule oder in den Kindergarten. In Neustadt an der Weinstraße, dem Kreis mit der deutschlandweit höchsten Gesamtinzidenz, liegt das Fallaufkommen unter den Jüngsten bei derzeit 619,5 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Das geht aus den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. Im Landkreis Ahrweiler beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den unter 14-Jährigen 614,2, in der bayerischen Stadt Hof 582,9 und in Wuppertal 526,8. In 18 weiteren Regionen liegt die Inzidenz über der Schwelle von 300.

+++ 11:24 2G-Regel für weitere Bereiche in Niedersachsen +++
Die 2G-Regel soll in Niedersachsen künftig in mehr Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, der Kultur, bei Veranstaltungen oder dem Sport. Das kündigt Ministerpräsident Stephan Weil im Landtag in Hannover an. Bei Anwendung der 2G-Regel sollen dann die Maskenpflicht und das Abstandhalten entfallen. Menschen bis 18 Jahren sollen demnach auch ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, können sich noch nicht impfen lassen. Die derzeitige Corona-Landesverordnung gilt noch bis zum 22. September. Die Ausweitung der 2G-Regel wird somit voraussichtlich in der kommenden Woche umgesetzt. Nach der 2G-Regel wird der Zutritt zu bestimmten Bereichen nur gewährt, wenn Menschen gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind. Ein negativer Corona-Schnelltest reicht dann in der Regel nicht mehr aus.

+++ 11:08 Hospitalisierungs-Inzidenz in Deutschland gestiegen +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei der Hospitalisierung steigt auf 1,86 pro 100.000 Einwohner, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Am Montag lag sie bei 1,79. Der Wert ist im aktualisierten Infektionsschutzgesetz maßgebend für den Umgang mit der Pandemie und hat dabei die Sieben-Tage-Inzidenz der neuen Positiv-Tests abgelöst. Ab welchem Wert konkrete Maßnahmen vor Ort ergriffen werden müssen, wird allerdings auf Länderebene entschieden und ist nicht bundeseinheitlich geregelt.

+++ 10:44 STIKO: Grippe- und Corona-Impfung gleichzeitig möglich +++
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat keine Bedenken gegen die gleichzeitige Verabreichung von Corona- und Grippeimpfung. Es gebe keine Hinweise, dass bei einer gleichzeitigen Impfung einer der beiden Impfstoffe nicht mehr wirke, erklärt der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens. "Insofern ist diese Vorsichtsmaßnahme des Auseinanderziehens der beiden Impfungen nicht mehr nötig." Vor dem Hintergrund, dass in diesem Winter, anders als im Vorjahr, weniger Corona-Regeln gelten dürften, hält Mertens eine Grippeschutzimpfung für dringend geboten. "Angesichts der Tatsache, dass wir in der vergangenen Saison einen Ausfall der Grippe hatten, würde ich sehr dazu raten, dass sich die Menschen, die ein Risiko für eine schwere Grippe-Erkrankung haben, tatsächlich gerade jetzt impfen lassen sollten."

+++ 10:20 Herzkranker Patient stirbt, weil Dutzende US-Kliniken mit Covid-Patienten überfüllt sind +++
In einigen Regionen der USA ist die Lage in den Krankenhäusern dramatisch. Viele Kliniken sind durch Covid-19-Patienten überlastet und können andere Notfälle nicht mehr adäquat behandeln. So etwa auch im US-Bundesstaat Alabama, wo nicht einmal 40 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz haben. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP hatte diese Gemengelage zur Folge, dass ein herzkranker Patient 274 Kilometer weit in ein Krankenhaus in Mississippi gebracht werden musste. Der Mann starb dort Anfang September, heißt es unter Berufung auf dessen Familie. Demnach hatte das Klinikpersonal in Alabama bei Dutzenden Krankenhäusern vergeblich angefragt, ob sie den 73-jährigen Patienten auf ihren Intensivstationen aufnehmen könnten. Dass Patientinnen und Patienten zum Teil weite Wege auf sich nehmen müssen, um die medizinische Versorgung zu bekommen, die sie benötigen, sei kein Einzelfall, heißt es in dem Bericht. Da derzeit vor allem ungeimpfte Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstationen liegen, richtete die Familie des Verstorbenen einen Appell an die Öffentlichkeit, sich impfen zu lassen und damit Klinikkapazitäten für andere Notfälle freizuhalten.

+++ 09:54 Kanzleramtschef Braun schließt "Eskalationsstufe 2G" nicht aus +++

Der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun, stellt mit Blick auf die Zeit nach der Bundestagswahl und den Herbst klar, dass härtere Maßnahmen für Ungeimpfte nicht ausgeschlossen seien. Dies hinge allerdings von der Situation in den Krankenhäusern ab, sowie von einem hohen Infektionsgeschehen in Schulen. In diesem Fall, so Braun, könne man "die Eskalationsstufe 2G grundsätzlich nicht ausschließen", so der CDU-Politiker in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Braun betont auch: "Aber nur dann, wenn wir diese Überlastungszeichen im Gesundheitswesen sehen und das ist momentan nicht der Fall." Braun sagt, dass man "sehr genau" auf die Situation in den Krankenhäusern schaue. Sollten Operationen für Geimpfte abgesagt werden, weil "Betten freigehalten werden müssen für zusätzliche Corona-Patienten, dann muss man auch überlegen: Sind weitere Maßnahmen erforderlich?". Allerdings habe sich das Infektionsgeschehen durch die 3G-Regel derzeit "einigermaßen stabilisiert."

+++ 09:31 Landeskultusminister: Bei Schulstörungen von Corona-Leugnern Polizei einschalten +++
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne ermutigt die Schulleitungen laut einem Bericht, im Fall von Störungen des Betriebs durch Corona-Leugner bei Bedarf die Polizei einzuschalten. "Zur Durchsetzung des Hausrechts sollten Sie die Polizei um Hilfe bitten", schrieb der CDU-Politiker nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" an die Rektorate. Lehrkräfte sollten sich außerdem möglichst nicht auf Diskussionen mit "Corona-Querulanten" einlassen - es bestehe das Risiko, dass dies gefilmt und danach ins Internet gestellt werde, um dort weiter Stimmung gegen die Schutzmaßnahmen in der Pandemie zu machen. Dem Ministerium seien zunehmend Fälle bekannt geworden, in denen solche Personen auch Drohungen oder Beleidigungen aussprächen. Es gebe auch Sachbeschädigungen, Pöbeleien und Verletzungen des Hausrechts.

+++ 09:05 Pandemie bringt Deutsche auf den Hund: Steuereinnahmen gestiegen +++
Zwischen Lockdown und geplatzten Urlaubsträumen haben offenbar viele Menschen in Deutschland im Jahr 2020 ihren langgehegten Wunsch nach einem Vierbeiner in die Tat umgesetzt: Im ersten Pandemiejahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Rekordeinnahmen aus der Hundesteuer erzielt. Die öffentlichen Kassen nahmen im Jahr 2020 rund 380 Millionen Euro aus der Hundesteuer ein. Für die Städte und Gemeinden bedeutete dies nach Angaben der Behörde ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2019 beliefen sich die Einnahmen aus der Hundesteuer auf 370 Millionen Euro.

+++ 08:44 Australiens Hauptstadt bleibt einen weiteren Monat im Lockdown +++
Die Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra bleibt einen weiteren Monat im Lockdown. Diese Entscheidung traf die Regionalregierung, nachdem die Behörden in dem Territorium 22 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet hatten. Canberra ist vom Bundesstaat New South Wales umschlossen, der von der derzeitigen Welle besonders schwer betroffen und seit einem guten Monat im Lockdown ist. Mitte August wurde im ACT erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt.

+++ 08:18 Schulen in Südchina nach größerem Ausbruch bei Schulkindern geschlossen +++
Angesichts eines größeren Corona-Ausbruchs bei meist ungeimpften Schulkindern in der südchinesischen Provinz Fujian sind zahlreiche Schulen geschlossen worden. Die rund 3,2 Millionen Einwohner der Stadt Putian werden zu verpflichtenden Corona-Tests aufgerufen, um den jüngsten Ausbruch einzudämmen. Ein Fall mit der ansteckenderen Delta-Variante, der auf einen Reiserückkehrer aus Singapur zurückgeführt wird, hatte sich zu einem örtlichen Ausbruch von mehr als 100 Ansteckungen ausgeweitet. Die Behörden in der Provinz Fujian registrierten zuletzt 59 neue, im Inland übertragene Fälle. Unter ihnen sind zahlreiche Schulkinder, sie hatten sich vermutlich bei dem zwölfjährigen Sohn des Reiserückkehrers angesteckt.

+++ 07:50 Sechs deutsche Regionen als Superhotspots mit Inzidenz über 200 +++
In Deutschland liegen derzeit sechs Regionen über der Schwelle von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. Die höchste Inzidenz weist demnach Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz auf: 243,9. Es folgen Rosenheim (Inzidenz: 239,0), das Berchtesgadener Land (229,5), Wuppertal (213,8), die Landkreise Ahrweiler (212,3) und Traunstein (207,9).

+++ 07:28 US-Staat Florida droht Landkreisen mit Strafen bei Impfpflicht +++
Der Gouverneur vom US-Bundesstaat Florida, Ron DeSantis, droht Städten und Landkreisen mit Strafen, falls sie ihre Angestellten zu Impfungen zwingen wollen. Er kündigt für jeden einzelnen Fall eine Strafe von 5000 Dollar an. "Das sind potenziell Millionen und Abermillionen Dollar an Strafen", sagt er. US-Präsident Joe Biden hat vergangene Woche Impfungen für alle Mitarbeiter der Bundesregierung angeordnet.

+++ 07:04 Über drei Millionen Tests in Hessen nach Schulstart +++
Insgesamt 3,1 Millionen Corona-Tests sind an den hessischen Schulen in den ersten beiden Wochen im neuen Schuljahr durchgeführt worden. In 2400 Fällen waren die Schnelltests positiv, wie das Kultusministerium mitteilt. Nach einer Prüfung per PCR-Tests habe es dann noch 1400 positive Ergebnisse gegeben. Im Vergleich zur ersten Woche sei damit der Anteil der positiven Tests gesunken. Das Kultusministerium hatte für die Zeit nach den Sommerferien zwei Präventionswochen angeordnet. Dabei wurde die Testfrequenz für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer von zwei auf drei Corona-Tests pro Woche erhöht. Es besteht auch am Platz während des Unterrichts eine Maskenpflicht.

+++ 06:41 Bayern kündigt kostenlose Lollitests in Kitas an +++
Bayern führt zum Schutz vor Infektionen in Kinderbetreuungseinrichtungen sogenannte Lollitests mit PCR-Standard ein. "Wir wollen noch mehr Sicherheit in den Kitas, wir werden daher auf Wunsch der Eltern die Lollitests ermöglichen", sagt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder "Augsburger Allgemeinen". Die Kommunen sollen dabei laut Söder ein Wahlrecht erhalten, ob sie die Lollitests mit hohem PCR-Standard einführen oder die bisherigen Antigen-Schnelltests weiter anbieten wollen. Bayern werde für beide Varianten die Kosten übernehmen.

+++ 06:08 Dobrindt: "Es wird keinen weiteren Lockdown geben" +++
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt spricht sich trotz stockender Impfbereitschaft klar gegen eine Impfpflicht aus. "Ich lehne eine Impfpflicht ab. Wir werben weiter für das Impfen", sagt er in Berlin. Die Frage, ob er angesichts der in den vergangenen Wochen gestiegenen Infektionszahlen neue weitreichende Beschränkungen im Herbst erwarte, verneint Dobrindt klar: "Es wird keinen weiteren Lockdown geben. Man sieht auch jetzt bereits, dass sich das Infektionsgeschehen durch die Zahl der erreichten Impfungen verlangsamt." Vor dem Hintergrund der in dieser Woche laufenden bundesweiten Impfaktionswoche der Bundesregierung sagt Dobrindt: "Die Angebote müssen möglichst niedrigschwellig sein. Das heißt, überall da, wo viele Menschen zusammenkommen, zum Beispiel auch vor Clubs oder anderen großen Veranstaltungen, müssen mobile Impfteams zum Einsatz kommen."

+++ 05:20 Zentralrats-Präsident sieht Verrohung durch Corona +++
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, fordert mehr Anstrengungen gegen eine aus seiner Sicht in der Pandemie gewachsene gesellschaftliche Verrohung. "Aggression und Hetze haben zugenommen, ganz massiv durch Menschen, die sich ausgerechnet als Quer-Denker bezeichnen", sagt er der "Augsburger Allgemeinen". "Für die nahe Zukunft wünsche ich mir etwas, was im ersten Moment altmodisch klingt: Respekt und Anstand." Und weiter: "Ob im Sportverein oder in der Kneipe, ob in der Bahn oder im Internet - es wird Zeit, dass die immer stärker verbreitete Herabsetzung von Menschen wieder aufhört." Sie treffe vor allem Minderheiten: Juden, Muslime, homosexuelle oder behinderte Menschen, häufig aber auch Frauen.

+++ 04:39 RKI meldet 6325 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 81,1 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6325 neue Positiv-Tests. Das sind 401 weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 6726 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 81,1 von 81,9 am Vortag. 68 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.686. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,08 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:45 Japan spendet 1,3 Millionen Impf-Dosen an andere Länder +++
Japan stellt Taiwan und anderen Nachbarländern 1,3 Millionen Impfeinheiten des Vakzins von Astrazeneca zur Verfügung. Taiwan werde 500.000 weitere Dosen erhalten, womit sich die Gesamtspende Japans an die Insel auf 3,9 Millionen erhöhe, sagt Außenminister Toshimitsu Motegi. Weitere 400.000 Einheiten gingen an Vietnam, 300.000 an Thailand und 100.000 an Brunei.

+++ 02:28 Hausärzte warnen vor Vernachlässigung der Grippe-Impfung +++
Hausärzte warnen angesichts des derzeitigen starken öffentlichen Fokus auf der Corona-Impfkampagne vor einer Vernachlässigung des Schutzes vor der Grippe. Die Influenza-Impfung dürfe keineswegs vergessen werden, auch sie trage entscheidend zum Schutz der Bevölkerung wie auch zur Entlastung des Gesundheitswesens bei, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Wünschenswert sei es, dass die Corona- und Influenza-Impfung möglichst zeitgleich verabreicht werden könnten. Dazu müssten regionale Lieferengpässe bei den Grippe-Vakzinen, wie es sie in der Vergangenheit oft gegeben habe, vermieden werden.

+++ 00:52 Bundesärztekammer-Präsident fordert Impfkampagne mit Influencern +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert eine kreative Impfkampagne mit Influencern in sozialen Medien. "Um den Fake News der Impfgegner etwas entgegenzusetzen, muss die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf einzelne Zielgruppen zugeschnittene Informationsangebote entwickeln", sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Denkbar wären zum Beispiel Kooperationen mit Influencern in den sozialen Medien." Der Mediziner fügte hinzu: "Ich bin überzeugt, dass wir mit kreativen Konzepten die Impfquote deutlich steigern können."

+++ 23:40 Spahn ruft eindringlich zur Impfung auf +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU ruft die Bürgerinnen und Bürger noch einmal eindringlich dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Es werde auf jeden Fall bis zum Frühjahr eine "Grundimmunität" der Bevölkerung erreicht werden - und zwar "durch Infektionen oder durch Impfung", sagt Spahn beim "Ständehaustreff" der "Rheinischen Post". Er empfehle den Weg der Impfungen, denn das erspare Pflegekräften viel Arbeit und viele Tote. Die Delta-Variante des Coronavirus sei so ansteckend, dass, wenn man sich nicht zu Hause allein für sechs Monate einschließen wolle, man nur noch eine Wahl habe: "Entweder Sie infizieren sich ohne Schutz oder Sie werden sich impfen lassen."

+++ 22:15 Ex-Staatschefs und Nobelpreisträger fordern Freigabe von Impfstoff-Patenten +++
In einem offenen Brief an die deutschen Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz sprechen sich mehr als 140 frühere Staats- und Regierungschefs sowie Nobelpreisträger dafür aus, Patente für Corona-Impfstoffe freizugeben. Deutschland befinde sich in einer "einzigartigen und historischen Lage": Es habe zur Entwicklung der erfolgreichsten Impfstofftechnologie gegen Covid-19 beigetragen - "und es kann entscheidend dazu beitragen, diese Pandemie zu beenden, wenn es sich jetzt über Pharma-Monopole hinwegsetzt und darauf besteht, dass diese Technologie geteilt wird." Die Unterzeichner fordern Baerbock, Laschet und Scholz dazu auf, als Kanzler oder Kanzlerin "bei der WTO eine weitreichende und umfassende Aussetzung der Regeln zum Schutz des geistigen Eigentums für alle Technologien mit Bezug zu Covid-19 zu unterstützen."

+++ 21:36 Bremen verzeichnet höchste Inzidenz +++
Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegen zwei Bundesländer über dem Wert von 100. Auf Bremen an der Spitze der Liste folgt Hessen. Den niedrigsten Wert verzeichnet Sachsen-Anhalt.

+++ 21:13 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4368 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.084.969 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4368 neue Fälle hinzu (Vorwoche: 5015). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 23 (Vorwoche: 32) auf 92.627. Als aktuell infiziert gelten rund 164.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,92 angegeben (Vortag: 0,97). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1501 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 788 davon werden beatmet. Rund 4400 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, fzö/joh/dpa/AFP/rts

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