Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 19:24 Zahl der Todesfälle in der Türkei nimmt drastisch zu +++

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist nach Daten des Gesundheitsministeriums um 46 auf 214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Fälle legte demnach um 2704 auf 13.531 zu.

+++ 19:06 Neuseeland blockiert Ausreise von 12.000 Deutschen +++
Die Regierung Neuseelands blockiert weiter die Ausreise von Ausländern, die wegen der Corona-Krise nach Hause wollen - darunter rund 12.000 Deutsche. Die deutsche Botschaft in Wellington teilte mit, dass das neuseeländische Außenministerium die Vertretungen aller Länder informiert habe, dass der ursprünglich bis Mittwoch laufende Stopp der Rückführungsflüge verlängert worden sei. "Für wie lange wurde nicht gesagt."

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+++ 18:43 Großbritannien zählt weitere 381 Tote +++
In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 381 Menschen an Covid-19 gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 1789, wie das britische Gesundheitsministerium. Die bislang mit Abstand höchste Opferzahl für einen Tag weist auf eine beschleunigte Ausbreitung des Erregers hin. Von Sonntag auf Montag waren in Großbritannien binnen 24 Stunden 180 Tote gezählt worden. Die Zahl der Infizierten stieg heute um mehr als 3000 auf 25.150 Menschen.

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+++ 18:40 Festspiele Bayreuth fallen aus +++
Die Bayreuther Festspiele werden wegen der Corona-Pandemie in diesem Sommer nicht stattfinden. Darauf einigten sich die zuständigen Gremien des Stiftungsrates, der Geschäftsführung, der künstlerischen Leitung und der örtlichen Behörden am Nachmittag. Die Proben für die Richard-Wagner-Festspiele sollten eigentlich morgen beginnen.

+++ 18:35 New Yorks Gouverneur: "Wir haben das Virus unterschätzt" +++
Der Gouverneur Von New York hat im Kampf gegen das Virus Versäumnisse eingestanden. "Wir haben das Virus unterschätzt. Es ist stärker und gefährlicher als wir erwartet haben", sagte Andrew Cuomo bei seiner täglichen live im Fernsehen und online übertragenen Pressekonferenz. "Ich bin müde davon, dem Virus hinterherzurennen. Wir waren vom ersten Tag an hinten dran und mussten aufholen - und so gewinnt man nicht." Die Zahl der nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen im Bundesstaat New York kletterte unterdessen auf 1550 von 1218 am Vortag. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei rund 75.000 - 10.000 von diesen Patienten liegen im Krankenhaus.

 

+++ 18:31 Bruder von Andrew Cuomo infiziert +++
Einer der Infizierten von New York ist der Bruder der Gouverneurs von New York, der bekannte CNN-Moderator Chris Cuomo, "Ich habe mich in den vergangenen Tagen in der Nähe von Leuten aufgehalten, die schließlich positiv getestet wurden", teilte Chris Cuomo mit. Nun sei er selbst positiv gestestet worden und habe typische Symptome. Er befinde sich in seinem Keller in Isolation.

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Chris Cuomo.

(Foto: AP)

+++ 18:15 H&M schickt 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit +++
Die schwedische Modekette H&M hat angesichts der Schließung aller Filialen in Deutschland durch die Corona-Krise für fast 20.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld für den Zeitraum März bis Mai beantragt. Das Unternehmen kündigte zudem an, es werde das Kurzarbeitergeld nach einer mit dem Gesamtbetriebsrat abgeschlossenen Vereinbarung im März auf  100 Prozent des Nettogehalts aufstocken, im April und Mai auf 90 Prozent. Auch für Minijobber und Werksstudenten seien Lösungen gefunden worden.

+++ 17:47 Zahl der Toten in Italien womöglich viel höher +++
Die Zahl der Virustoten in Italien ist aus Sicht des Leiters des nationalen Gesundheitsinstituts ISS, Silvio Brusaferro, womöglich höher als offiziell angegeben. "Es ist plausibel, dass die Todesfälle unterschätzt werden", sagt er zu Journalisten. So würden in den offiziellen Coronavirus-Daten keine Personen berücksichtigt, die zu Hause oder in Pflegeheimen sterben. Die überwiegende Zahl an Tests fand demnach nur in Krankenhäusern statt.

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+++ 17:39 Bußgelder in Brandenburg bis 25.000 Euro +++
Auch in Brandenburg und Berlin sollen Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen künftig mit Geldstrafen geahndet werden. Der Brandenburger Bußgeldkatalog sieht Strafen zwischen 50 und 25.000 Euro vor, wie die Landesregierung aus SPD, CDU und Grünen mitteilte. Der Bußgeldkatalog soll am Donnerstag in Kraft treten. Für die Organisation von Versammlungen droht demnach ein Bußgeld zwischen 500 bis 2500 Euro. Die bloße Teilnahme an Versammlungen kann mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. Wer einen Laden öffnet, für den keine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, muss demnach mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro rechnen. Wiederholungsfälle können mit bis zu 25.000 Euro bestraft werden. Die Höhe des jeweiligen Bußgelds legen die Landkreise und kreisfreien Städte fest.

+++ 17:18 Kassenärzte-Vorsitzender: Maskenpflicht "reine Symbolpolitik" +++
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält nichts von einer Maskenpflicht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. "Die Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes ist reine Symbolpolitik", sagte Gassen dem "Handelsblatt". "Sie vermittelt eine trügerische Sicherheit, hilft aber so gut wie gar nicht." Höherwertige Masken wiederum, die tatsächlichen Infektionsschutz bieten, würden aufgrund ihrer Knappheit derzeit dringend für medizinisches Personal gebraucht. Gassen verwies außerdem darauf, dass neben der Tröpfchen- auch die Schmierinfektion über Oberflächen möglich sei. "Was hilft, ist Abstand und Hygiene."

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+++ 17:04 18. Todesfall in Wolfsburger Pflegeheim +++
Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Pflegeheim gibt es einen weiteren Corona-Toten. Damit sind bereits 18 Bewohner an Covid-19 verstorben. In der Einrichtung für demenzkranke Menschen haben sich der Diakonie Wolfsburg zufolge insgesamt 74 der 145 Bewohner infiziert.

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+++ 17:02 Werksschließung bei VW bis 19. April +++
Volkswagen verlängert die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland wegen der Corona-Pandemie um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April soll die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben. Die Unterbrechungen waren schon einmal ausgedehnt worden. VW hat Kurzarbeit für Zehntausende Beschäftigte angezeigt.

+++ 17:00 Klinikum Wolfsburg nimmt wieder Patienten auf +++
Das Klinikum Wolfsburg nimmt wieder Patienten auf. "Ich darf sagen, dass wir das Klinikum seit 12 Uhr heute Mittag wieder in Betrieb genommen haben", sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs. 90 Prozent der Testergebnisse lägen vor. Demnach sind 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv getestet worden. Davon sind rund ein Drittel im ärztlichen Dienst, etwa zwei Drittel Pflegekräfte und ein paar wenige in der Verwaltung. Die infizierten Beschäftigten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

+++ 16:46 USA: Fauci sieht erste Anzeichen für Verlangsamung +++
Der US-Chefimmunologe Anthony Fauci sieht erste Anzeichen dafür, dass die Ausgangsbeschränkungen die Ausbreitung der Pandemie in den USA verlangsamen. Die Maßnahmen wirkten offenbar, sagt er CNN. Die Infektionszahlen stiegen allerdings weiter an und die Lage bleibe sehr gefährlich. Zudem sei zunehmend zu beobachten, dass auch junge Menschen in den 30er oder 40er ernste Krankheitsverläufe entwickelten. In den USA sind bislang rund 165.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert gewesen oder noch infiziert. 3170 Menschen in den USA starben bis heute nachweislich an Covid-19.

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+++ 16:23 Russischer Chefarzt infiziert - Kontakt zu Putin +++
Moskaus prominentester Coronavirus-Chefarzt hat sich mit der hochansteckenden Lungenkrankheit infiziert. Dennis Prozenko hatte erst in der vergangenen Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin durch das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Krankenhaus Kommunarka in der Hauptstadt geführt. Der Gesundheitszustand des Mediziners sei normal, teilten die Ärzte der Agentur Interfax zufolge mit. Prozenko werde in der Moskauer Klinik behandelt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Putin werde regelmäßig auf das Coronavirus getestet. "Es ist alles in Ordnung." In Russland gibt es aktuell 2337 registrierte Corona-Fälle.

+++ 16:20 Parkplatz wird Notquartier +++
Die ohnehin Bedürftigen trifft es in der Coronavirus-Krise besonders hart: In Las Vegas müssen Dutzende Obdachlose seit mehreren Tagen auf einem Parkplatz übernachten, nachdem ihre nächtliche Unterkunft wegen eines Corona-Falls vorübergehend schließen musste. Wie Trennlinien zwischen einzelnen Parkplätzen für Autos verweisen auf den Boden gemalte Markierungen auf die einzelnen Schlafplätze. Der Parkplatz des Cashman Kongresszentrums soll noch bis Freitag als Nachtquartier zur Verfügung stehen.

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Am Freitag soll die ursprüngliche Unterkunft wieder öffnen.

(Foto: REUTERS)

+++ 16:12 Niederlande geraten ans Limit / Über 1000 Tote +++
Die Zahl erfasster Todesopfer in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist in den Niederlanden auf 1039 gestiegen. Das sind 175 mehr als am Vortag. Die Zahl registrierter Infektionen stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörden um 845 auf 12.595. Die Behörden gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer bei den Infizierten und Toten aus. In den Niederlanden werden nur ernsthaft Erkrankte auf das Virus getestet. Auf den Intensivstationen würden nun 1065 schwerkranke Patienten behandelt, hieß es weiter. Damit sei die Kapazität der verfügbaren Intensiv-Betten fast ausgeschöpft. Die niederländischen Krankenhäuser wollen bis zum Ende der Woche die Kapazität allerdings deutlich auf 2500 Intensiv-Betten erhöhen.

+++ 16:08 Spahn und Laschet gegen Maskenpflicht +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen eine Tragepflicht für Schutzmasken in Deutschland ausgesprochen. "In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung", sagte der CDU-Politiker. Spahn betonte, es müsse unterschieden werden zwischen medizinischen Masken zum Schutz des medizinischen Personals vor einer Ansteckung und anderen in der Öffentlichkeit getragenen - auch selbstgenähten - Masken. Bei diesen gehe es darum, andere nicht anzustecken. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet pflichtete Spahn bei. Man sei jetzt prioritär damit beschäftigt, Masken für den medizinischen Bereich zu beschaffen. "Und wenn es sich gesellschaftlich entwickelt, dass jeder den anderen auch schützen will, dann ist das in Ordnung. Eine Pflicht sehe ich nicht."

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+++ 16:04 Berlin und Brandenburg verlängern Beschränkungen +++
Die Ausgangsbeschränkungen in Berlin und Brandenburg werden bis zum Ende der Osterferien verlängert. Berlin will einen entsprechenden Beschluss am Donnerstag fällen, Brandenburgs Regierung hat bereits entschieden.

+++ 15:49 Studie: Beschränkungen retten Tausenden das Leben +++
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben einer Studie zufolge bisher 59.000 Menschen in elf europäischen Ländern das Leben gerettet. Ohne Beschränkungen wären demnach in Deutschland 550 Tote mehr zu beklagen. Die Studie von Wissenschaftlern des Imperial College London hat untersucht, wie die verschiedenen Maßnahmen, die in elf europäischen Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten ergriffen worden waren, gewirkt haben. Dazu zählten Quarantäne für Infizierte, die Schließung von Schulen und Universitäten, Versammlungsverbote, Abstandsregelungen und Ausgangssperren. Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die gleiche Maßnahme in verschiedenen Ländern vergleichbare Auswirkungen hat. Im stark von der Pandemie betroffenen Italien, das als erstes Land strikte Maßnahmen ergriffen hatte, wurden demnach die meisten Menschenleben gerettet. Die geschätzten Zahlen der vor dem Tod Bewahrter:

  • Italien: 38.000 Menschen
  • Spanien: 16.000 Menschen
  • Frankreich: 2500 Menschen
  • Belgien: 560 Menschen
  • Deutschland: 550 Menschen
  • Großbritannien: 370 Menschen
  • Schweiz: 340 Menschen
  • Österreich: 140 Menschen
  • Schweden: 82 Menschen
  • Dänemark: 69 Menschen
  • Norwegen: 10 Menschen

 

+++ 15:35 Australier bekommen "nur noch" zwölf Flaschen Wein +++
Nach Panikkäufen von Alkohol hat der australische Einzelhandel Höchstmengen für den täglichen Einkauf festgelegt. Demnach dürfen die Australier vorerst "nur noch" zwölf Flaschen Wein und zwei Kisten Bier kaufen – pro Tag. Viele Australier waren in den letzten Tagen wegen der Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf große Einkaufstour gegangen. In Australien wurden wegen der Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte geschlossen, darunter Bars und Kneipen. Daraufhin wurden die Sozialen Medien in Australien mit Videos und Bildern von Käufern überflutet, die ihre Einkaufswagen angesichts der womöglich wochenlangen Ausgangssperre mit Unmengen an Alkohol beluden. In der vergangenen Woche stiegen die Ausgaben in den Alkohol verkaufenden "Bottle Shops" nach Angaben der Commonwealth Bank um 86 Prozent.

+++ 15:20 Frau aus griechischem Flüchtlingslager nach Geburt positiv getestet +++
Eine Frau aus einem Flüchtlingslager in Griechenland ist nach der Geburt ihres Kindes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Migrationsministerium in Athen mitteilte, lebt die Frau in einem Flüchtlingslager auf der Insel Euböa nördlich von Athen. Getestet wurde sie nach der Geburt in einem Krankenhaus der Hauptstadt. Unklar ist noch, ob sie sich in der Frauenklinik oder in dem Flüchtlingslager angesteckt hat. Die griechische Gesundheitsbehörde hat nach eigenen Angaben schon vor einigen Tagen damit begonnen, die Kontaktpersonen der Frau ausfindig zu machen. Das Ministerium versicherte, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Bewohner und das Personal des Flüchtlingslagers zu schützen.

+++ 14:55 Tennis-Klassiker in Wimbledon vor dem Aus +++
Auch Wimbledon bildet in diesen Coronavirus-Zeiten keine Ausnahme: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg steht das prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt aufgrund der Pandemie vor der kompletten Absage. Zwar bleiben noch fast drei Monate bis zum Auftakt des Rasenklassikers, doch das historische Aus könnte schon morgen offiziell werden. Dann soll nach übereinstimmenden Medienberichten bei einer Krisensitzung der Turnier-Organisatoren die Entscheidung über die diesjährige Auflage fallen. "Da muss man kein Hellseher sein, dass es keine Alternative gibt", glaubt der Vizepräsident des Deutschen Tennis Bunds, Dirk Hordorff. "Es ist völlig undenkbar. Man braucht keine Insiderinformationen dafür, dass in einer Welt, in der Olympia einen Monat später abgesagt wird, ein solches Turnier nicht stattfinden kann."

+++ 14:35 Schweden verbietet Besuche in Altersheimen +++
Die schwedische Regierung verbietet im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus alle Besuche in Altersheimen. Das gab die Regierung von Ministerpräsident Stefan Löfven bekannt. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch, sagte Vize-Ministerpräsidentin und Umweltministerin Isabella Lövin. "Wir müssen gemeinsam alles tun, was wir können, um die Ansteckungen von den Altenheimen fernzuhalten", sagte Sozialministerin Lena Hallengren. Die Regierung will zudem mehr Menschen auf das Coronavirus testen. Dabei geht es den Schweden auch darum, zu sehen, ob sich jemand bereits mit dem Virus angesteckt hat und immun dagegen geworden ist. Bisher sind etwa 30.000 Schweden auf Covid-19 getestet worden. In dem skandinavischen EU-Land gibt es bislang mehr als 4.400 bestätigte Infektionsfälle. 180 Covid-19-Patienten sind dort bislang gestorben.

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+++ 14:30 Bundeliga pausiert bis mindestens Ende April +++
Die Zwangspause in der Bundesliga und der 2. Liga verlängert sich wie erwartet bis mindestens 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag des DFL-Präsidiums beschlossen die Vereinsführungen der 36 Profiklubs bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga. Die Entscheidung fiel einstimmig. Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga ist wegen der Corona-Pandemie seit dem 12. März und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt. Der nun ausgeweiteten Unterbrechung fallen die Spieltage Nummer 28 bis 31 zum Opfer.

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+++ 14:15 Heil: Arbeitslosigkeit wird zunehmen +++
Bundesweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 470.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Mit der Anzeige von Kurzarbeit starten die Betriebe das formale Verfahren, damit Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Die Anzeigen kämen aus nahezu allen Branchen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erklärte, sehr viele Anträge kämen aus dem Bereich Gastgewerbe und Handel. "Dadurch behalten Millionen von Beschäftigten ihren Job", sagte Heil. Wie viele Arbeitnehmer in den Betrieben davon betroffen sein werden, erfasst die BA in ihrer Statistik erst, wenn tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Heil ergänzte aber, die Bundesregierung erwarte deutlich mehr Kurzarbeiter als auf Höhepunkt der Finanzkrise. So rechne man mit über zwei Millionen Beschäftigten, die in diesem Jahr auf Kurzarbeitergeld angewiesen sein werden. Heil geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten zunehmen wird.

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+++ 14:09 Spahn: Aktuell 45 Prozent der Intensivbetten frei +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Corona-Krise den Krankenhäusern in Deutschland für ihre Vorbereitungen auf eine steigende Zahl von Infizierten gedankt. Aktuell seien 45 Prozent der Intensivpflegebetten in Deutschland frei und könnten somit Patienten mit schweren Krankheitsverläufen aufnehmen, sagte Spahn. Für die Schaffung weiterer Behandlungskapazitäten sei er den Kliniken "sehr dankbar". Spahn sagte, es sei klar, dass es in den kommenden Tagen eine steigende Zahl Patienten geben werde, die auf Intensivstationen behandelt und auch beatmet werden müssten. Der Bundesgesundheitsminister hatte sich zuvor gemeinsam mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet in der Düsseldorfer Uniklinik bei Mitarbeitern und freiwillig helfenden Studierenden über die aktuelle Situation informiert.

+++ 14:00 Eilantrag gegen Beschränkungen scheitert +++
Ein Eilantrag gegen die Ausgangsbeschränkung wegen der Corona-Pandemie ist im Saarland vor Gericht gescheitert. Ein Bürger hatte sich vergeblich gegen Allgemeinverfügungen des Gesundheitsministeriums gewandt. Der Antragsteller hatte argumentiert, die Maßnahmen seien unverhältnismäßig, und es fehle eine Rechtsgrundlage. Das Verwaltungsgericht des Saarlandes in Saarlouis sah dagegen die Ausgangsbeschränkung weder als unverhältnismäßig noch als rechtswidrig an.

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+++ 13:55 Fahnen in Italien auf Halbmast +++
Mit einer landesweiten Schweigeminute hat Italien der Opfer des Coronavirus gedacht. Überall in dem am stärksten von der Pandemie betroffenen Land Europas wurden die Fahnen auf Halbmast gesetzt. Mit der Aktion sollte zugleich ein Zeichen des Dankes für und der Solidarität mit den Beschäftigten im völlig überlasteten Gesundheitssystem gesetzt werden. Auf dem Kapitol in Rom sprach Bürgermeisterin Virginia Raggi von "einer Wunde, die das ganze Land schmerzt". Zugleich versprach sie ihren Landsleuten: "Zusammen werden wir es schaffen."

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(Foto: AP)

 

+++ 13:53 Auch Hamburg verschiebt Abitur +++
Hamburg gibt den Abiturienten mehr Zeit für die Prüfungsvorbereitung. Die Abiturprüfungen starten fünf Tage später und zeitgleich mit Schleswig-Holstein, wie Schulsenator Ties Rabe mitteilte. "Der Beginn der schriftlichen Prüfungen soll wie in Schleswig-Holstein auf den 21. April verschoben werden, um den Schülerinnen und Schülern mehr Vorbereitungszeit zu ermöglichen." Zudem werden mit Rücksicht auf die gesundheitliche Lage drei Mal so viele Nachschreibtermine angeboten.

+++ 13:50 Iran bald 45.000 Infizierte, fast 3000 Tote +++
Im Iran ist die Zahl der bestätigten Infektionen binnen 24 Stunden um 3111 auf 44.606 gestiegen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums im staatlichen Fernsehen mitteilt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 141 auf 2898.

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+++ 13:46 Kretschmann: Exit-Debatte ist unseriös +++
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat in der Corona-Krise vor einer voreiligen Debatte über eine Exit-Strategie aus den strengen Ausgangsbeschränkungen gewarnt. "Die Lage ist unverändert ernst", mahnte der Grünen-Politiker. Er könne nachvollziehen, wenn sich viele Menschen eine schnelle Rückkehr zum normalen Leben wünschten. Aber jetzt sei nicht der Zeitpunkt für eine Debatte über eine Lockerung der Maßnahmen. Das sei unseriös. "Wir sind immer noch am Beginn der Krise."

+++ 13:38 Scholz kündigt Produktion von Schutzmasken in Deutschland an +++
Der Bund will Unternehmen in Deutschland, die wegen der Corona-Krise kurzfristig in die Produktion von Schutzmasken einsteigen, vor finanziellen Risiken schützen. "Wir brauchen hierzulande eigene Produktionen, die wir jedenfalls für diese Zeit auf den Weg bringen müssen", erklärte Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Es gebe bereits eine ganze Reihe von Herstellern, die zur Maskenproduktion bereit seien. "Das kann jetzt ganz schnell geschehen, und wir sind dabei, das mit großem Nachdruck umzusetzen." Im Gegenzug gebe der Bund "Finanzzusagen, die erforderlich sind, damit Unternehmen jetzt gewissermaßen in das Risiko gehen, ihre Produktion umstellen und Dinge herstellen, die sie vielleicht nicht ewig herstellen werden", so Scholz. Er habe dies bereits mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besprochen.

+++ 13:32 Drakonische Strafen in Russland +++
In Russland werden Quarantäne-Verstöße künftig mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft. Das Unterhaus des russischen Parlaments verabschiedete im Eilverfahren ein entsprechendes Gesetz. Zudem wurden die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ausgeweitet. In mehr als 40 der 85 Regionen Russlands ist das öffentliche Leben damit weitgehend lahmgelegt.

+++ 13:27 Zahl der Infizierten in Russland steigt stark +++
Die Zahl der gemeldeten Infektionen ist weiter stark angestiegen. Aktuell werden 2337 Infizierte gezählt. Das sind 500 mehr als ein Tag zuvor. 18 Menschen seien an dem Virus gestorben, 121 wieder genesen, teilten die Behörden mit.

+++ 13:18 Hotels, Baumärkte, Parks: Polen macht alles zu +++
Polen verschärft die Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Kosmetik-Shops und ähnliche Geschäfte werden geschlossen, ebenso Hotels, wie Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mitteilt. Baumärkte müssen an Wochenenden dichtmachen. Die Menschen sollen einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten, an Kassen dürfen künftig nur noch drei Personen in einer Reihe anstehen. Der Zugang zu Parks, Stränden und anderen öffentlichen Plätzen wird verboten. Für ältere Menschen soll es gesonderte Öffnungszeiten geben. Die neuen Maßnahmen sollen mindestens zwei Wochen in Kraft bleiben.

+++ 13:15 Scholz will Startups unterstützen +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat schnelle Finanzhilfen für Startup-Unternehmen angekündigt, um diese jungen Firmen zu sichern. "Wir wollen, dass diese jungen, innovativen Unternehmen für unser Land erhalten bleiben", sagte Scholz bei einer Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder nach der Teilnahme an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. "Wir aktivieren jetzt das Programm für Startupfinanzierung", erklärte Scholz' Ministerium. "Es geht um unsere gemeinsame Zukunft."

+++ 13:11 Florida macht dicht: Irrfahrt der "Zaandam" geht weiter +++
Das Kreuzfahrtschiff "Zaandam" mit vier Toten und mehreren Corona-Fällen an Bord sucht weiter verzweifelt einen Hafen. Im US-Bundesstaat Florida, wo das Schiff nach langer Irrfahrt in einen Hafen einlaufen sollte, dürfen die Passagiere nun doch nicht an Land gehen. Er sehe die Lage an Bord der "Zaandam" als "großes, großes Problem", sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Er wolle nicht, dass Menschen gerade jetzt im südlichen Florida "abgeladen werden", die nicht einmal aus Florida stammten. Zunächst solle ein spezielles Ärzteteam an Bord geschickt werden. Dies müsse aber die Reederei organisieren, so DeSantis.

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Die "Zaandam" und die zur Unterstützung gekommene "Rotterdam".

(Foto: AP)

+++ 13:04 "Die Welt wird eine andere sein" +++
Der US-Finanzgigant Blackrock rechnet mit grundlegenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft durch die Pandemie. Die Verbreitung des Virus habe "nicht nur die Finanzmärkte und das kurzfristige Wachstum unter Druck gesetzt", sondern auch eine Neubewertung vieler Annahmen zur Weltwirtschaft bewirkt, urteilt der Chef des Vermögensverwalters, Larry Fink. "Wenn wir diese Krise überstanden haben, wird die Welt eine andere sein. Die Psychologie der Anleger wird sich verändern. Das Geschäftsleben wird sich verändern. Der Konsum wird sich verändern", Fink blickt aber zuversichtlich in die Zukunft: "Die Welt wird diese Krise überstehen. Die Wirtschaft wird sich erholen."

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+++ 12:59 Spanien: Bislang höchste Opferzahl in 24 Stunden +++
Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 849 neue Todesfälle verzeichnet worden. Dies ist die bisher höchste Zahl an Opfern, die an einem Tag gezählt wurde. Damit waren bereits am vierten Tag in Folge mehr als 800 Tote zu beklagen. Auch die Zahl erfasster Infektionen stieg wieder und liegt nun bei mehr als 94.000 - gut 9000 mehr als am Vortag. Gleichzeitig wurden mehr als 2500 Patienten innerhalb eines Tages als geheilt entlassen - insgesamt sind bereits fast 20.000 Menschen wieder genesen.

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+++ Bayern und Baden-Württemberg gegen Mundschutzpflicht +++
Der baden-württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann erklärt, anders als in Österreich soll es "auf absehbare Zeit" keine Pflicht für die Bürger zum Tragen von Mundschutzmasken geben. Er habe das mit seinem bayerischen Kollegen Markus Söder besprochen. "Wir brauchen hochwertiges Schutzmaterial für den medizinischen Bereich, für Pflege, für Menschen in wichtigen Institutionen. Es wäre ganz falsch, hier noch Knappheit zu erzeugen." Es sei aber sinnvoll, selbst genähte Masken als Spuckschutz zu gebrauchen.

+++ 12:49 Mehr als 700 Neuinfektionen in der Schweiz +++
Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist in der Schweiz auf 16.176 gestiegen, 701 mehr als am Vortag. 373 Menschen seien bisher an Covid-19 gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden mit (Irrtümlicherweise stand in der Überschrift zunächst "Mehr als 700 Tote". Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.)

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+++ 12:22 Zwölfjährige stirbt in Belgien an Covid-19 +++
In Belgien ist ein zwölfjähriges Mädchen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Ob das Mädchen unter einer Vorerkrankung litt, ist noch unklar. "Das ist ein sehr seltener Fall, aber er erschüttert uns sehr", sagte der für die Corona-Pandemie zuständige Behördensprecher. Demnach hatte das Kind zuvor drei Tage lang Fieber gehabt. Es ist der erste Corona-Todesfall eines Kindes in Belgien. Vergangene Woche hatte der Tod einer 16-Jährigen bei Paris für Aufsehen gesorgt. In Belgien stieg die Zahl der offiziell bestätigten Infizierten nach offiziellen Angaben auf 12.775; mehr als 700 Menschen starben an den Folgen der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Über 90 Prozent der belgischen Corona-Toten waren älter als 65 Jahre.

+++ 12:18 Weitere Gemeinden in Österreich unter Quarantäne gestellt +++
In Österreich werden drei weitere Gemeinden unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind die auch bei Touristen beliebten Orte Zell am See, Saalbach und Altenmarkt im Pongau. Die Quarantäne für die Gemeinde Flachau wird zudem verschärft. "Da wird es keinen Berufsverkehr mehr geben können, außer für Lebensmittel, Treibstoffe, Heizmaterial, Medikamente et cetera", sagte Wilfried Haslauer, Landeschef des österreichischen Bundeslandes Salzburg. Die Zunahme der Infektionsfälle mit Sars-CoV-2 sei dort in den vergangenen Tagen "dynamisch" gewesen. In den österreichischen Alpen stehen inzwischen zahlreiche Gebiete, darunter das gesamte Bundesland Tirol, unter Quarantäne.

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+++ 12:10 Bayern entwickelt sich zum Epidemie-Zentrum +++
Der Freistaat Bayern entwickelt sich immer mehr zur größten Krisenzone in der deutschen Pandemie-Abwehr. Fast ein Viertel aller bisher bekannten Coronavirus-Infektionen entfällt auf Bayern. Der Anteil der Verstorbenen liegt bei 27 Prozent aller Covid-19-Todesfälle in Deutschland. Und: Sechs der zehn deutschen Regionen mit dem bundesweit höchsten Fallaufkommen befinden sich im Freistaat.

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+++ 11:45 Corona-Infizierter bricht Quarantäne - Kontakt zu zehn Menschen  +++
Ein Corona-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Behörden die häusliche Quarantäne verlassen und zu mindestens zehn Menschen Kontakt gehabt. Ob der Mann möglicherweise noch mehr Personen getroffen habe, werde derzeit überprüft, sagte die Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Der Mann war Mitte März aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, wurde positiv getestet und kam in häusliche Quarantäne - hielt sich aber nicht daran. Der Quarantäne-Bruch fiel auf, als die Behörden die Kontakte eines anderen Infizierten nachverfolgten, um die Infektionskette zu unterbrechen. Dabei wurde festgestellt, dass der Quarantäne-Brecher Kontakt zu dem anderen Corona-Positiven hatte. Dem Mann droht mindestens ein Bußgeld, möglicherweise auch eine Strafanzeige, sollten weitere Verstöße bekannt werden, sagte die Sprecherin des Kreises.

+++ 11:44 Junger Italiener über seine Zeit als Corona-Intensivpatient +++
Andrea Napoli ist 33 Jahre alt, sportlich, gesund, raucht nicht. Dann infiziert er sich mit dem Coronavirus und liegt wenig später mit akuter Atemnot auf der Intensivstation. Tag und Nacht muss er beatmet werden, während in den Betten neben ihm Menschen sterben, erzählt der Italiener.

+++ 11:40 Qiagen bekommt Schnelltestzulassung in den USA +++
Qiagen hat für einen Schnelltest zum Nachweis des Coronavirus Sars-Cov-2 eine Notfallzulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten. Das QIAstat-Dx-SARS-CoV-2-Atemwegspanel ist nach einer Mitteilung des Diagnostik-Spezialisten aus Hildung auf Basis einer einzigen Probe in der Lage, das neuartige Coronavirus innerhalb von etwa einer Stunde von 21 anderen Erregern schwerwiegender Atemwegsinfektionen zu unterscheiden. Der Test soll jetzt in den USA in klinischen Labors zum Einsatz kommen.

+++ 11:21 Männer deutlich öfter unter den Todesopfern +++
Unter den Covid-19-Todesopfern sind deutlich mehr Männer. Wie der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagt, zeigt die Auswertung von 583 in Deutschland Verstorbenen bisher folgendes Bild: 

  • jünger als 60: 31Tote  (26 Männer)
  • 60-69 Jahre: 44 (32 Männer)
  • 70-79:  130 (102 Männer)
  • 80-89: 305 (185 Männer)
  • 90 und älter: 71 (38 Männer)

Bei den 205 Toten bis 79 Jahre bedeutet dies: 78 Prozent der Toten sind Männer. Gesicherte Gründe für die Differenz der Sterblichkeit zwischen Frauen und Männern gibt es bislang nicht. Möglicherweise leiden sie öfter unter Vorerkrankungen oder rauchen mehr.

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+++ 11:03 Premier Johnson in der Kritik +++
Boris Johnson gerät unter Druck. Denn die erheblichen Mängel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie werden vor allem ihm zur Last gelegt. Nach Angaben der Ärztegewerkschaft British Medical Association fehlt es in Kliniken und bei Hausärzten an Ausrüstungen wie Masken und Einmal-Handschuhen. Krankenschwestern berichten, dass sie ohne Schutz Patienten versorgen müssen. Wie die Ärzteorganisation Royal College of Physicians mitteilt, ist jeder vierte Mediziner des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) inzwischen "krank oder in Isolation". Besonders schlimm sind demnach die Zustände in London und Birmingham. Nach Ansicht vieler Kritiker hat vor allem der britische Premierminister Johnson viel zu spät und zu lasch auf den Ausbruch reagiert.

+++ 10:50 Kardinal in Rom an Covid-19 erkrankt +++
Der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom ist an Covid-19 erkrankt. Der Kardinalvikar des Bistums, Angelo De Donatis, sei der erste Kardinal, der sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, berichtet die vatikanische Medienplattform Vaticannews. Der 66-Jährige habe Fieber und sei im Krankenhaus, es gehe ihm aber gut, teilte das Bistum Rom mit. Er liegt in der römischen Klinik, in der auch Päpste behandelt werden. Papst Franziskus habe mit De Donatis in letzter Zeit keinen Kontakt gehabt, so Vaticannews. In dem kleinen Kirchenstaat gibt es mittlerweile einige wenige Corona-Fälle.

+++ 10:17 RKI: Jüngstes Opfer 28 Jahre / Über 16.000 wieder genesen +++
Die Infektionszahlen in Deutschland entwickeln sich laut Robert-Koch-Institut "wie erwartet" und liegen nun bei über 60.000 Infizierten seit Ende Januar. Die Fälle pro 100.000 Einwohner (Inzidenz) liegen deutschlandweit bei 74. Das Durchschnittsalter der Todesopfer liegt laut RKI bei 80 Jahren. Das jüngste Opfer war 28 Jahre alt, litt aber unter Vorerkrankungen. Instituts-Chef Lothar Wieler verkündet auch eine gute Nachricht: Mindestens 16.100 Menschen sind bereits wieder von Covid-19 genesen.

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+++ 10:14 Atemschutzmasken laut Wieler sinnvoll +++
Atemschutzmasken können nach Ansicht von Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, hilfreich sein, eine Pflicht sieht er aber für Deutschland nicht. FFP2-Masken, also die professionelle Ausführung, sollten laut Wieler dem Pflege- und Krankenhauspersonal vorbehalten sein. Ein gewöhnlicher Mundnasenschutz diene dagegen dem Schutz von anderen vor einer Infektion. Tragen sollten diese Masken auf alle Fälle Menschen, die möglicherweise erkrankt sind. Auch ein selbstgebastelter Mundnasenschutz sei hilfreich, weil er vor einer Tröpfchenweitergabe schütze, so Wieler. Die Testkapazitäten seien sehr groß in Deutschland, erklärt Wieler weiter. Dennoch müsse geschaut werden, welche Personen priorisiert getestet werden müssten. Also Personen, die mit Infizierten in Kontakt gestanden hätten und Personen, die zum Beispiel in Kliniken und Pflegeeinrichtungen arbeiteten.

+++ 10:12 Ärztevertreter Reinhardt: Dürfen nicht jedes Maß verlieren +++
Der Ärzteverband Hartmannbund hat vor unverhältnismäßigen Maßnahmen bei der Bekämpfung der Coronavirus-Ausbreitung gewarnt. "Wir dürfen bei allem Respekt vor erkennbarem Handlungsbedarf jetzt nicht jedes Maß verlieren", erklärte Verbandschef Klaus Reinhardt, der auch Präsident der Bundesärztekammer ist. Er warnte davor, "in einen Überbietungswettbewerb an Einschränkungen und Eingriffsmöglichkeiten" einzusteigen. Man sollte Ärzte "nicht vor den Kopf stoßen oder sie im Zweifelsfall zu 'Rekruten' machen, sondern ihnen das verdiente Vertrauen aussprechen", appellierte Reinhardt. "Bisher sehe ich jedenfalls keinen Grund, dieses Vertrauen in Zweifel zu ziehen, und insofern auch keinen Anlass zu überzogenem Aktionismus." Als Beispiel nannte Reinhardt das in Nordrhein-Westfalen von der schwarz-gelben Landesregierung geplante weitreichende Epidemiegesetz. Die geplanten Eingriffe würden nicht nur verfassungsmäßige Fragen aufwerfen. "Sondern sie sind vor allem auch Ausdruck eines völlig unbegründeten Misstrauens gegenüber maßgeblichen Akteuren der Versorgung."

+++ 10:07 Hälfte der Todesopfer kommt aus Bayern und NRW +++
Fast die Hälfte der deutschen Toten nach einer Infektion mit dem Coronavirus stammt aus Bayern und NRW. Genau sind es Stand Dienstagmorgen 292 von aktuell 599 Menschen. Das Durchschnittsalter der Todesopfer liegt laut Robert-Koch-Institut bei 80 jahren. Das jüngste Opfer war 28 Jahre alt, litt aber unter Vorerkrankungen.

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+++ 09:55 Airbnb verlängert Storno-Option bis Ende Mai +++
Airbnb kommt von der Corona-Krise betroffenen Reisenden weiter entgegen: Bis Ende Mai gebuchte Unterkünfte können kostenlos storniert werden. Die bisherige Ausnahmeregelung galt nur bis Mitte April. Zugleich macht Airbnb 250 Millionen Dollar locker, um Vermieter für die Ausfälle zumindest teilweise zu entschädigen, wie die Firma aus San Francisco ankündigte.

+++ 09:49 Herrmann fordert dazu auf, Verstöße zu melden +++
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fordert die Bürger dazu auf, Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen direkt anzusprechen oder sie notfalls auch der Polizei zu melden. "Steht man beispielsweise in der Schlange im Supermarkt und stellt fest, dass jemand die Sicherheitsabstände nicht einhält, kann man darauf hinweisen, die Regeln einzuhalten", sagt der CSU-Politiker ntv. Bei schwereren Verstößen sei es richtig, die Polizei zu informieren. Diese müsse "darauf hingewiesen werden, wenn es jemand nicht einsehen mag".

+++ 09:36 Lauterbach für Mundschutzpflicht +++
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach befürwortet eine Schutzmaskenpflicht für Supermarkteinkäufer. "Aus medizinischer Sicht halte ich eine solche Bestimmung persönlich für sehr sinnvoll", sagte Lauterbach. Die Bedeutung von Masken zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sei anfänglich stark unterschätzt worden. "Voraussetzung aber ist es, dass es genug Masken gibt und sie dem medizinischen Personal nicht fehlen", sagte Lauterbach. Rechtlich wäre ein solcher Maskenzwang in Deutschland möglich. Anordnen müssten ihn allerdings die Bundesländer oder die kommunalen Gesundheitsbehörden.

+++ 09:22 VW-Chef: "Kommen vielleicht mit blauem Auge davon" +++
Volkswagen-Chef Herbert Diess schreibt das Geschäftsjahr trotz der Corona-Krise noch nicht völlig ab. Ob der Konzern seine Gewinnziele für 2020 erreiche, sei erst dann wirklich abzuschätzen, wenn die Dauer des "Shutdowns" abzusehen sei, so Diess. "Wenn man davon ausgeht, dass man die Krise ähnlich schnell behandelt wie China, dann kann man sicherlich auch mit einem blauen Auge davonkommen", sagte Diess weiter. In China sieht sich VW nach der Lockerung von Einschränkungen für die Wirtschaft wieder auf dem aufsteigenden Ast. "China läuft wieder stark für uns", sagte der Manager. "Wir managen dort den Hochlauf." Auch im restlichen Werksverbund bereite sich VW technisch auf den Wiederanlauf der Produktion vor.

VW Vorzüge
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+++ 09:18 Israel verschärft Beschränkungen deutlich +++
Israel verhängt noch strengere Ausgangsbeschränkungen. Die Regierung verbietet unter anderem ab sofort öffentliche Gebete und Hochzeiten. An der Klagemauer in Jerusalem dürfen nur noch bis zu zehn Menschen beten. Sie müssen dabei einen Abstand von mindestens zwei Metern zueinander halten. Nur 15 Prozent der Angestellten sollen zur Arbeit gehen. Auch am Arbeitsplatz gelten strenge Anweisungen, vor Ankunft müssen die Beschäftigten Fieber messen und eine Erklärung ausfüllen, dass sie keine Corona-Symptome aufweisen. Wer kann, soll zu Hause bleiben. 600 israelische Soldaten unterstützen die Polizei bei der Überwachung der Regeln.

+++ 08:59 Weiteres Pflegeheim in Niedersachsen meldet Corona-Ausbruch +++
Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen in niedersächsischen Senioren- und Pflegeheimen nimmt weiter zu. In einer Einrichtung in Gadenstedt bei Peine steckten sich 13 der etwa 90 Bewohner sowie drei Beschäftigte mit dem Erreger an, wie ein Sprecher des Landkreises der "Peiner Allgemeinen Zeitung" sagte. Weitere Tests seien dort geplant. Zwölf der Infizierten würden isoliert betreut, eine betroffene Person sei zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. In anderen Heimen in Niedersachsen war es bereits zu Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen gekommen.

+++ 08:51 Lambrecht: Handydaten nur freiwillig auslesen +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält eine Nutzung von Handydaten zur Eindämmung des Corona-Virus nur unter dem Aspekt der Freiwilligkeit für möglich. "Die Freiwilligkeit ist ein ganz wichtiger Aspekt. Da können und wollen wir nicht drumherum", sagte sie. Zudem müsse klar sein, dass es nur eine Nutzung auf Zeit wäre und die Daten nach der Krise gelöscht würden. "Alle Einschränkungen dürfen nur so lange gebraucht werden, wie es absolut notwendig ist." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte ursprünglich geplant, den Gesundheitsbehörden bei einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zu erlauben, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln. Nach heftiger Kritik aus der Opposition, aber auch der SPD, stellte Spahn diese Pläne zunächst zurück.

+++ 08:44 Söder für Notfallproduktion von Schutzmasken +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich für eine größere Produktion von Schutzmasken in Deutschland stark. Neben der Beschaffung im Ausland müssten auch dringend mehr Masken in Deutschland hergestellt werden, sagt der CSU-Chef. Dazu sei eine Umstellung der Kapazitäten der deutschen Wirtschaft nötig. Schließlich kämen die Maschinen, die die Masken in China herstellten, aus Deutschland. Man könne auch über eine nationale Notfallproduktion nachdenken, die einen entsprechenden Vorrat liefere.

+++ 08:11 Experten warnen vor psychischer Belastung durch Corona +++
Die psychische Belastung der Bundesbürger durch die Coronavirus-Pandemie ist nach Ansicht von Experten in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. "Die Fachleute müssen sich darauf einstellen, dass sowohl eine Welle von Gesunden kommen wird, die plötzlich Ängste hat, die behandelt werden müssen - als auch auf die Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten", sagte die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat bereits eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Sie ist mit der Nummer 0800 777 22 44 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

+++ 07:51 Deutschland könnte Krisen-Höhepunkt im Juni erreichen +++
Die Corona-Epidemie könnte Anfang Juni ihren Höhepunkt in Deutschland erreichen - vorausgesetzt die Kontaktsperre wird nach Ostern aufgehoben. Das haben Forscher der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Hamburg auf Grundlage eines mathematischen Modells berechnet. Rund 1,3 Millionen Menschen könnten dann gleichzeitig an Covid-19 erkrankt sein. Danach würden die Fallzahlen sinken und im August gegen Null gehen. Durch eine Verlängerung der Kontaktverbote bis Mitte Juni würden sowohl der Höhepunkt der Epidemie als auch ihr Ende um etwa einen Monat verschoben.

+++ 07:34 Als erste deutsche Stadt: Jena führt Maskenpflicht ein +++
Als erste Stadt in Deutschland führt Jena eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken ein. "Beim Betreten von Geschäften, im Nahverkehr und überall dort, wo Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden können, sollen solche Masken getragen werden", heißt es in einer Mitteilung. Der Krisenstab Jenas habe entschieden, die Tragepflicht schrittweise einzuführen. Weil die Grundausstattung nicht ausreiche, ruft die Stadt dazu auf, auch selbst Masken für sich und andere zu nähen. Dazu heißt es: "Masken nähen können übrigens nicht nur Profis. Die Masken müssen nicht perfekt sein. Jede Maske schützt besser als gar keine Maske."

+++ 07:15 Datenschutzbeauftragter: Corona-Apps nur freiwillig +++
Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ulrich Kelber, sieht in freiwillig installierten Corona-Apps die einzige Chance für eine genauere Verfolgung von Infektionsfällen in Deutschland. "Wie wollen Sie in einem demokratischen Land die Nutzung einer App erzwingen? Der Staat müsste das doch auch überprüfen. Das geht doch gar nicht mit verhältnismäßigen Maßnahmen", sagt Kelber dem Magazin "Wirtschaftswoche". Deshalb gebe es keine Alternative zu einer freiwilligen Nutzung.

+++ 06:48 WHO: Krise in Asien "noch längst nicht vorbei" +++
Die Coronavirus-Epidemie in der Region Asien/Pazifik sei "noch längst nicht vorbei", warnt WHO-Vertreter Takeshi Kasai. Die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus brächten den Ländern lediglich Zeit, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten.

+++ 06:32 Amazon feuert streikenden US-Mitarbeiter +++
Lager-, Liefer- und Einzelhandelsarbeiter in den Vereinigten Staaten gehen auf die Straße, um auf Sicherheits- und Lohnsorgen infolge der Coronavirus-Krise aufmerksam zu machen. Unter den Streikenden seien einige der rund 200.000 Beschäftigten des US-Online-Lebensmittellieferanten Instacart, wie der Streikveranstalter "Gig Workers Collective" mitteilt, und fünfzehn Mitarbeiter eines Amazon-Lagers nähmen ebenfalls teil, nachdem Berichte über Covid-19-Fälle unter den Mitarbeitern laut wurden. Amazon sagt, es habe einen Mitarbeiter gefeuert, der bei der Organisation der Aktion wegen angeblicher Verstöße gegen seine Beschäftigung geholfen habe und weil er seine bezahlte Quarantäne verlassen habe, um an der Demonstration teilzunehmen. Die New Yorker Generalstaatsanwältin erklärt, ihr Büro erwäge "alle rechtlichen Optionen" als Reaktion auf die Entlassung, sie beruft sich dabei auf das Streikrecht.

+++ 06:15 Japan setzt 73 Länder auf Tabu-Liste +++
Japans Außenminister Toshimitsu Motegi ruft dazu auf, Reisen in 73 Länder zu unterlassen. Dies entspricht einem Drittel aller Länder der Welt. Das Ministerium veröffentlicht sogenannte "Level 3"-Reisewarnungen unter anderem gegen die Vereinigten Staaten, Kanada, China, Südkorea und Großbritannien. Die Regierung werde wahrscheinlich die Einreise von nicht-japanischen Staatsangehörigen aus den neu hinzugekommenen Ländern verbieten, wie es bei den bisherigen Ländern auf der Liste der Reiserestriktionen bereits der Falle sei, sagte Motegi.

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+++ 05:39 Branchenexperten rechnen mit Einbruch der Autonachfrage +++
Branchenkenner rechnen wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem scharfen Einbruch der Autonachfrage in diesem Jahr. Für den Fall, dass der Ausbruch des Erregers in zwei bis drei Monaten erfolgreich eingedämmt werden könne und sich die Wirtschaft danach nur schrittweise erhole, gehen die Experten des Beratungsunternehmens McKinsey von jeweils mehr als fünf Millionen weniger produzierten Autos in Europa und den USA aus. Das wäre in der EU ein Minus von 30 Prozent zu den ursprünglichen Schätzungen, heißt es in einer Untersuchung des Unternehmens. In den USA belaufe sich der Rückgang auf 30 bis 35 Prozent.

+++ 05:23 Zoos benötigen 100 Millionen Euro Soforthilfe +++
Der Verband der Zoologischen Gärten wendet sich mit der dringlichen Bitte um ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Schreiben, das auch an mehrere Minister und Deutschen Städtetag geht, macht Jörg Junhold, Präsident des Verbandes und Zoodirektor in Leipzig, auf die wirtschaftlich angespannte Lage für Zoos aufmerksam. "Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren - unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden", sagt Junhold zur derzeitigen Situation, in der die Zoos wegen der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen wurden.

+++ 05:07 Lighthizer: Virus zeigt US-Abhängigkeit von billigen Medizin-Importen +++
Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer will infolge der Lieferengpässe aus China die Produktion von medizinischer Ausrüstung in den USA fördern. "Leider lernen wir wie andere in dieser Krise, dass die Abhängigkeit von anderen Ländern als Bezugsquelle billiger medizinischer Produkte eine strategische Anfälligkeit für unsere Wirtschaft geschaffen hat", sagt Lighthizer den Handelsministern der Gruppe der 20 wichtigsten Volkswirtschaften (G20). Washington sei sich einig, dass es notwendig sei, Störungen in der Lieferkette zu beseitigen. "Für die Vereinigten Staaten wollen wir die Diversifizierung der Lieferketten versuchen und mehr Produktion im eigenen Land fördern."

+++ 04:37 China: Alle Neuinfektionen stammen von Einreisenden +++
Das chinesische Festland meldet mit 48 Fällen einen Anstieg der neuen bestätigten Coronavirus-Infektionen, nach 31 einen Tag zuvor. Nach Angaben der Behörden stammen alle 48 Fälle von Einreisenden, womit sich die Gesamtzahl der eingeführten Fälle in China auf 771 beläuft. Insgesamt sind in China 81.518 Infektionen laut Gesundheitskommission registriert. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich zum Ende des Montags um eins auf 3305.

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+++ 04:24 US-Rugbyverband meldet Insolvenz an +++
Der amerikanische Rugbyverband meldet inmitten der Corona-Krise Insolvenz an. Wie USA Rugby mitteilt, sei der Einnahmeverlust durch die Pandemie in der ohnehin schwierigen finanziellen Lage des Verbands zu viel gewesen. Mit finanzieller Hilfe des Weltverbands könnte aber ein Neustart gelingen.

+++ 04:01 American Airlines will bis zu 12 Milliarden an Hilfen +++
Die amerikanische Fluglinie American Airlines will eine Finanzspritze in zweistelliger Milliardenhöhe beantragen. Bis zu 12 Milliarden Dollar an staatlichen Hilfen seien nötig, um in den nächsten sechs Monaten keine unplanmäßigen Entlassungen oder Gehaltskürzungen vornehmen zu müssen, sagen Geschäftsführer Doug Parker und Präsident Robert Isom. American hat Anspruch auf etwa 6 Milliarden Dollar an Lohnzuschüssen und 6 Milliarden Dollar an Krediten im Rahmen eines Konjunkturpakets, das Fluggesellschaften und anderen Unternehmen helfen soll, einen Abschwung durch das Coronavirus zu überstehen. Mit den staatlichen Mitteln und seiner eigenen Liquidität würde der Konzern in der Lage sein, "auch die schlimmsten potenziellen Zukunftsszenarien zu durchfliegen", sagen die Führungskräfte.

+++ 03:47 Spanien verbietet alle Beerdigungszeremonien +++
Spanien verbietet wegen der Coronavirus-Pandemie alle Beisetzungszeremonien. Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem Regierungsdekret heißt. Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist. Ähnliche Restriktionen für Beisetzungen gelten bereits in Italien.

+++ 03:26 Pastor in Florida will Kirche nicht schließen - Festnahme +++
Ein evangelikaler Pastor in Florida, der trotz der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Großveranstaltungen in seiner Kirche abgehalten hat, ist nach einem Bericht des Senders CNN festgenommen. "Pastor Rodney Howard-Browne sagte, er werde die Türen seiner Megakirche in Tampa, Florida, nicht schließen, bevor nicht die Endzeit beginnt. Die Polizei war nicht bereit, so lange zu warten", so der US-Sender. Der zuständige Sheriff im Bezirk Hillsborough, Chad Chronister, sagt demnach, Howard-Browne würden Verstöße gegen Versammlungsregeln und der Regeln für gesundheitliche Notfälle vorgeworfen. Die Behörden hätten Howard-Browne mehrfach aufgefordert, seine Kirche zu schließen.

+++ 03:09 Mehr als 3000 Corona-Tote in den USA +++
In den USA steigt die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000. Das geht aus Daten der "New York Times" hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3002 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten klettert demnach auf mehr als 160.000. Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt.

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+++ 02:50 Trump-Lapsus bei Coronavirus-Pressekonferenz +++
Peinlicher Lapsus von US-Präsident Donald Trump: Auf die Frage nach der Anzahl von Tests auf das Coronavirus in den USA und in Südkorea weist Trump eine Reporterin bei einer Pressekonferenz am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus zurecht: "Ich kenne Südkorea besser als jeder andere. (...) Wissen Sie, wie viele Menschen in Seoul sind? Wissen Sie, wie groß die Stadt Seoul ist? 38 Millionen Menschen. Das ist größer als alles, was wir haben." So gut kennt Trump Südkorea dann allerdings doch nicht: Nach Angaben der südkoreanischen Regierung leben in der Hauptstadt Seoul 9,7 Millionen Menschen - im ganzen Land sind es knapp 52 Millionen.

+++ 02:24 Kanada hilft Ureinwohnern bei Umzug in Wildnis +++
In der Corona-Krise hilft Kanadas Regierung den Ureinwohnern des Landes dabei, sich in der arktischen Wildnis zu verteilen. Dafür sollen umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro zu Verfügung gestellt werden, teilt die Regierung in Ottawa mit. Viele Ureinwohner in dem Gebiet Nordwest-Territorien im Norden Kanadas lebten eng zusammen in großen Familienverbünden, weil es zu wenig Häuser und Wohnungen gebe, sagt Kami Kandola, Gesundheitsbeauftragter der Region. Viele von ihnen wollen nun in Jagd- oder Fischerhütten in der Wildnis des Gebiets ziehen, wo sie besser voneinander Abstand halten können, um sich und andere so vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

+++ 02:01 Fresenius-Kliniken bereiten sich vor +++
Fresenius-Vorstandsmitglied Francesco De Meo hat einem Medienbericht zufolge in den deutschen Kliniken des Konzerns noch Platz für neue Patienten. "Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen, ohne dass ein einziger deutscher Patient darunter leidet", sagt De Meo der "Süddeutschen Zeitung". Stand Montag hat Fresenius in seinen deutschen Kliniken vier Covid-19-Patienten aus Italien aufgenommen.

Fresenius ist dabei, die Zahl der Intensivbetten von 900 auf mindestens 1500 aufzustocken. Stand Montag lagen in den deutschen Klinken des Konzerns 80 an Covid-19 erkrankte Patienten auf einer Intensivstation, davon mussten 50 beamtet werden. De Meo will mit Blick auf die Lage in Spanien und Italien vorbereitet sein: "Die Zahl der Fälle in Deutschland könnte sich schlagartig erhöhen."

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+++ 01:43 Trump: USA schicken Schutzausrüstung nach Italien +++
Die USA werden nach Angaben von Präsident Donald Trump Schutzausrüstung in Wert von etwa 100 Millionen Dollar nach Italien schicken. Er habe dies dem Ministerpräsidenten des Landes in einem Gespräch mitgeteilt, sagt Trump. Zuvor rief er die US-Bürger auf, im Kampf gegen das Virus weiter auf Distanz zueinander zu bleiben. Jeder könne dabei helfen, "diesen Krieg zu gewinnen", sagte er. "Das ist unsere gemeinsame patriotische Pflicht." Die kommenden 30 Tage würden eine Herausforderung werden.

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+++ 01:17 Plácido Domingo aus Krankenhaus entlassen +++
Nach seiner Infektion mit dem neuartigen Coronavirus ist der spanische Opernstar Plácido Domingo aus dem Krankenhaus entlassen. Er habe seinen Klinikaufenthalt im mexikanischen Acapulco beendet, sei nun wieder zu Hause und fühle sich gut, teilt der 79-jährige Sänger mit. Da er wegen seines Alters und anderer Erkrankungen ständig ärztlich betreut werde, sei die Infektion früh festgestellt worden - "und das hat mir sehr geholfen", so Domingo. In seinem Haus im Badeort Acapulco werde er nun weiter behandelt.

Seine Fans ruft der Spanier erneut auf, die Empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus zu beachten und so viel wie möglich zu Hause zu bleiben. Domingo hat seine Infektion am 22. März öffentlich gemacht.

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+++ 00:52 Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden +++
Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagt US-Präsident Donald Trump. Das werde dabei helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, so Trump weiter. "Es ist sehr wichtig, Grenzen zu haben."

+++ 00:31 Auswärtiges Amt besorgt wegen Konflikt in Ostukraine +++
Deutschland und Frankreich zeigen sich besorgt über die Beschränkungen der OSZE-Beobachtermission in der Ostukraine im Zuge der Corona-Krise. "Der Ausbruch der Corona-Pandemie darf nicht als Vorwand dienen", die Bewegungsfreiheit der Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und die Umsetzung ihres Mandats zu behindern", erklärt das Auswärtige Amt. Die Beobachter müssten einen "sicheren, geschützten und ungehinderten Zugang auf dem gesamten Territorium der Ukraine haben, einschließlich der nicht von der Regierung kontrollierten Gebiete", fordert das Auswärtige Amt zusammen mit dem französischen Außenministerium. Russland müsse "seinen Einfluss geltend machen", um dies sicherzustellen.

+++ 00:14 Trump: Mehr als eine Million Tests in den USA +++
Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits mehr als eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet. "Heute haben wir einen wichtigen Meilenstein im Krieg gegen das Coronavirus erreicht", sagt Trump im Weißen Haus. Gesundheitsminister Alex Azar sagt, täglich würden inzwischen fast 100.000 Tests ausgeführt. Die Trump-Regierung steht in der Kritik, weil die Tests auf das Coronavirus in den USA zunächst fehlerhaft waren und extrem schleppend anliefen. Gouverneure von Bundesstaaten beklagen, dass es immer noch nicht genug Tests gibt. In den USA gibt es inzwischen rund 160.000 bestätigte Infektionen mit dem neuen Coronavirus - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Rund 3000 Menschen starben.

+++ 23:50 Warnung vor Nebenwirkungen experimenteller Corona-Therapien +++
Frankreichs Arzneimittelbehörde ANSM stellt mögliche gefährliche Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen bei neuen Methoden zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 fest. Bei mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten, die mit Plaquenil oder anderen Medikamenten wie Kaletra behandelt wurden, seien rund 30 verschiedene unerwünschte schwere Nebenwirkungen aufgetreten, sagt ANSM-Direktor Dominique Martin der Nachrichtenagentur AFP. So habe es auch drei Todesfälle gegeben. Plaquenil enthält den Wirkstoff Hydroxychloroquin, der in der Malaria-Prophylaxe Anwendung findet. Kaletra enthält eine Kombination aus den Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir, die üblicherweise zur Behandlung von HIV-Patienten eingesetzt werden.

+++ 23:34 Amazon-Arbeiter im italienischen Calenzano streiken +++
Etwa ein Drittel der Amazon-Mitarbeiter am Standort Calenzano bei Florenz ist nach Gewerkschaftsangaben in Streik getreten, um bessere Sicherheitsvorkehrungen durchzusetzen. "Einige Beschäftigte benutzen Schutzmasken tagelang anstatt jeden Tag neue Masken zu bekommen", sagt ein Gewerkschaftsvertreter. Amazon erklärt, der Betrieb in Calenzano sei nicht beeinträchtigt. Die Zahl der Auslieferungen sei bereits heruntergefahren und die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden. An dem Standort arbeiten rund 300 Menschen, mehr als zwei Drittel von ihnen als selbstständige Kurierfahrer, die Pakete ausliefern.

+++ 23:22 Ford und GE: 50.000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen +++
Der Autokonzern Ford kündigt an, zusammen mit General Electric in den kommenden 100 Tagen 50.000 Beatmungsgeräte zu fertigen. Danach werde man in der Lage sein, 30.000 weitere Geräte pro Monat zu bauen. Es solle fast rund um die Uhr in drei Schichten gearbeitet werden.

+++ 22:58 Floridas Gouverneur will "Zaandam"-Passagiere nicht in seinem Bundesstaat +++
Das Kreuzfahrtschiff "Zaandam" mit vier Toten und zwei Corona-Verdachtsfällen an Bord darf seine Passagiere nicht im US-Bundesstaat Florida an Land gehen lassen. Er sehe die Lage an Bord der "Zaandam" als "großes, großes Problem", sagt Floridas Gouverneur Ron DeSantis dem sender Fox News. Er wolle "nicht sehen, dass Menschen gerade jetzt im südlichen Florida abgeladen werden", die nicht einmal aus Florida stammten. Wegen der Angelegenheit stehe er in Kontakt mit dem Weißen Haus, so DeSantis. Die Besatzung der "Zaandam" wollte das Schiff der niederländischen Reederei Holland America Line eigentlich nach Fort Lauderdale in Florida steuern.

+++ 22:34 Arbeitsminister Heil "stinksauer" über Mietenstopp +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Unternehmen erneut scharf kritisiert. "Ich bin stinksauer. Das Gesetz ist für die gemacht, die ihre Mieten nicht zahlen können, nicht für Unternehmen, die Rücklagen haben. Wer Vorteile dieses Landes nutzt, hat auch Verpflichtung, seine Interessen nicht über alle zu stellen", sagte Heil in der ARD. Bekannte Handelsunternehmen hatten die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt, nachdem diese wegen der Coronavirus-Ausbreitung schließen mussten. Darunter sind Handelsketten wie Deichmann und H&M sowie Markenhersteller wie Adidas. Heil sprach in der ARD von "Trittbrettfahrern" und "missbräuchlichem" Vorgehen.

+++ 22:21 New Yorks Gouverneur bittet um medizinische Unterstützung +++
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat Ärzte und Krankenpfleger in anderen Regionen der USA aufgerufen, seinem Bundesstaat im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie zur Hilfe zu eilen. "Bitte helfen Sie uns jetzt in New York", sagt er bei einer Pressekonferenz in Manhattan. "Wir brauchen Entlastung." Im Gegenzug würde New Yorker Ärzte und Schwestern in anderen Regionen helfen, wenn diese vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt Unterstützung benötigten. In New York erhöhte sich die Zahl der Infektionen auf fast 60.000 Infizierte und 965 Tote.

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Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ibu/bad/dpa/AFP/rts/sid