Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 19:37 Südafrikanische Variante taucht in Dänemark auf +++

Die zuerst in Südafrika aufgetretene Variante des Coronavirus ist zum ersten Mal in Dänemark nachgewiesen worden. Der Fund der Variante B.1.351/501Y hänge mit einer Reise nach Dubai zusammen, teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Samstagabend mit. Die aus England stammende Corona-Mutante ist bereits vor Wochen im nördlichsten deutschen Nachbarland eingetroffen: Sie wurde bisher 256 Mal im Land nachgewiesen. Die britische Variante macht nach SSI-Angaben im Augenblick 3,6 Prozent aller positiven Corona-Befunde aus, die man in Dänemark sequenziert. Das Institut geht allerdings davon aus, dass diese Mutation in den kommenden Wochen und Monaten häufiger vorkommen wird - wie häufig, das hänge davon ab, wie gut die Kontaktzahlen kontrolliert werden könnten.

+++ 18:37 Italien schickt drei Zonen in den Lockdown +++
In Italien gilt ab Sonntag ein Lockdown in drei von der Pandemie besonders betroffenen Gegenden, sogenannten Roten Zonen. Zu den Roten Zonen gehören neben der Lombardei Sizilien und die Autonome Provinz Bozen. Dort sollen die Menschen ihre Häuser nach Möglichkeit nicht verlassen, außer zur Arbeit, zum Einkaufen oder aus anderen wichtigen Gründen. Ein Großteil Italiens wird als Orange Zone eingestuft, dazu gehört auch die Region Latium mit der Hauptstadt Rom. Dort sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und und Bars dürfen Gäste nicht mehr am Tisch bedienen, erlaubt ist nur noch zeitweiser Außer-Haus-Verkauf.

*Datenschutz

+++ 17:50 Polizei und Stadt Nürnberg mahnen: "Demo-Gottesdienst" nicht erlaubt +++
Nach dem Verbot von Versammlungen gegen die aktuellen Corona-Beschränkungen in Nürnberg ist für Sonntag in den sozialen Netzwerken zu einem Gottesdienst vor der Lorenzkirche aufgerufen worden. Polizei und Stadt wiesen darauf hin, dass auch ein solches Treffen verboten ist. Das Evangelisch-Lutherische Dekanat Nürnberg und die Katholische Stadtkirche distanzierten sich von dem Aufruf und teilten mit, die geplante Demonstration habe nichts mit den liturgischen Feiern in den Kirchen zu tun. "Die Initiatoren dieser Veranstaltung wollen damit wohl einen Ersatz für die verbotene Demonstration schaffen", erklärten die Kirchen in einer gemeinsamen Mitteilung. Auf Twitter bat das Evangelisch-Luterische Dekanat Nürnberg die Menschen, zu Hause zu bleiben und nicht zu der Versammlung vor der Lorenzkirche zu kommen.

+++ 16:48 Auch Apotheken dürfen jetzt Coronatests anbieten +++
Tests auf das Coronavirus sind ab sofort grundsätzlich auch in Apotheken und in Zahnarztpraxen möglich. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat an diesem Samstag in Kraft. Voraussetzung ist allerdings jeweils ein Auftrag durch die Gesundheitsbehörden. Zugleich wurde die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Künftig können auch Tests in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgen.

+++ 15:57 Woidke für härteren Lockdown, aber nicht für die Industrie +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hält noch schärfere Corona-Beschränkungen für angebracht. "Es werden weitere Verschärfungen notwendig sein, auch aufgrund der Mutation des Virus mit deutlich höheren Ansteckungsquoten", sagte der SPD-Politiker der "Welt". Einen Lockdown auch für die Industrie lehnt Woidke aber ab. "Kraftwerke müssen weiterlaufen, auch Instandhaltungsbetriebe. Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Logistik - das muss doch alles funktionieren, sonst brechen die Versorgung und das ganze Land zusammen."

167edda9ec73baa380e2633e132a9e28.jpg

Wie hier im sauerländischen Winterberg sind Pisten und Parkplätze vielerorts gesperrt.

(Foto: dpa)

+++ 15:11 Ansturm auf deutsche Skipisten bleibt aus +++
Die Sperrungen und Appelle haben offenbar gewirkt: Entgegen der Befürchtungen kam es heute nicht zu einem Ansturm auf Deutschlands Wintersportorte. Wegen der Corona-Pandemie waren Ausflüge in vielen Gegenden verboten. Dort, wo Skifahren und Rodeln erlaubt war, hielten sich die Menschen überwiegend an die Regeln. Im Sauerland und in der Eifel blieb es am Samstag ruhig. Und auch am Alpenrand herrschte nach der Sperrung von Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee für auswärtige Tagesausflügler weitgehende Leere. Bei Nebel und leichtem Schneefall kamen nur sehr wenige Menschen zum Spitzingsee, wie auf den zahlreichen Webcams des nahen geschlossenen Skigebiets zu sehen war. Die Schwarzwaldhochstraße in Baden-Württemberg musste am Vormittag wegen zahlreicher Ausflügler für etwa eine Stunde gesperrt werden, wie eine Sprecherin der Polizei in Offenburg sagte. Auch im Südschwarzwald und auf der Schwäbischen Alb blieb es nach Angaben der dortigen Polizeipräsidien zunächst ruhig.

+++ 14:43 Mittlerweile über eine Million Impfungen in Deutschland +++
Die Zahl der Impfungen in Deutschland hat die Schwelle von einer Million überschritten. Laut RKI kamen binnen eines Tages knapp 80.000 neue Impfungen dazu, damit haben nun 1.048.160 Menschen in Deutschland ein Vakzin gegen das Coronavirus erhalten. Die Impfquote stieg damit auf 1,26 Prozent. Bislang wurde fast ausschließlich die erste von zwei Impfdosen gespritzt. Am Freitag hatten erstmals einige Menschen in einem Pflegeheim in Halberstadt in Sachsen-Anhalt auch die zweite Dosis erhalten. Da die Impfkampagne vor rund drei Wochen begonnen hatte, dürfte die Zahl der Komplettimpfungen in den kommenden Tagen deutlich zunehmen.

+++ 14:03 Reimann bittet Ältere um Geduld bei Impfterminvergabe +++
Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat ältere Menschen um Geduld bei der Terminvergabe für Impfungen gegen das Coronavirus gebeten. Die entsprechende Hotline werde in den ersten Tagen sicher sehr häufig in Anspruch genommen, sagte die SPD-Politikerin dem Radiosender NDR1. Ab dem 28. Januar sollen über 80-jährige Niedersachsen, die nicht in Heimen leben, Termine über eine Hotline und eine Internetplattform vereinbaren können. Das Impfen mit Termin soll laut Ministerium dann im Februar beginnen.

+++ 13:45 Virus-Mutation in Limburger Altenheim entdeckt +++

In Limburg haben sich drei Menschen mit einer Mutation des Corona-Virus angesteckt, teilte der Kreis Limburg-Weilburg mit. Demnach handele es sich um zwei Mitarbeiter und einen Bewohnerdes Altenheim Sankt-Georg. Zuvor waren in dem Heim bereits mehrere Infektionen aufgetreten. Zudem gab es eine Reinfektion, so der Kreis. Aus diesem Grund schickte das Gesundheitsamt Proben in die Uniklinik in Frankfurt/Main. Bei der Analyse der 100 eingesandten Proben sah man in drei Abstrichen die Mutation. Um welche es sich dabei konkret handelt, ist noch unklar. Ein Speziallabor in Berlin untersucht die Proben genauer. Die zwei betroffenen Mitarbeiter und der Bewohner kamen in Quarantäne.

+++ 13:15 Serbien kauft Covid-19-Impfstoff aus China +++
Serbien wird in Zukunft auch mit dem Impfstoff aus China gegen die Ausbreitung des Coronavirus kämpfen. Die erste Lieferung des Sinopharm-Vakzins ist heute in Belgrad eingetroffen. Weil das Zulassungsverfahren serbischen Medien zufolge noch nicht abgeschlossen sei, wisse man noch nicht, ob die Impfungen damit am Sonntag oder am Montag beginnen können. Geimpft wird in dem Land bereits mit dem russischen "Sputnik V" und dem Impfstoff von Biontech/Pfizer.

+++ 12:36 Brasilien: Proteste wegen katastrophaler Verhältnisse in Kliniken +++
Dramatische Zustände in den Krankenhäusern im Bundesstaat Amazonas haben neue Proteste gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ausgelöst. In Millionenstädten wie Rio de Janeiro, São Paulo oder Brasília gingen zahlreiche Menschen auf ihre Balkone, schlugen mit Löffeln auf Töpfe und riefen "Bolsonaro, tritt zurück".

Die Intensivstationen sind voll, viele Kliniken haben bereits keinen Sauerstoff zur Beatmung schwer kranker Patienten mehr. Betroffen sind nicht nur Corona-Patienten, sondern etwa auch zu früh geborene Babys. Berichte über erstickende Patienten und verzweifelte Angehörige, die versuchen selbst Sauerstoffflaschen für kranke Verwandte zu ergattern, sorgen im ganzen Land für Entsetzen.

+++ 12:13 Zahl der Fluggäste rapide gesunken +++
Die Zahl der Flugpassagiere ist im vergangenen Jahr wegen der Reisebeschränkungen in der Corona-Krise weltweit um 60 Prozent zurückgegangen. Die Fluggesellschaften beförderten 2020 insgesamt 1,8 Milliarden Fluggäste - so wenige wie zuletzt 2013, teilte die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) im kanadischen Montréal mit. Im Jahr 2019 waren noch 4,5 Milliarden Passagiere gezählt worden. Der größte Einbruch wurde den Angaben zufolge im internationalen Luftverkehr verzeichnet. Während die Zahl der Passagiere auf Inlandsflügen um 50 Prozent zurückging, waren es auf internationalen Flügen 74 Prozent weniger.

+++ 11:31 Metformin reduziert das Sterberisiko bei Covid-19-Patienten +++
Bei der Analyse von elektronischen Gesundheitsdaten haben Forschende der University of Alabama in Birmingham/USA festgestellt, dass das Antidiabetikum Metformin vor einem Covid-19-Tod schützen könnte. Ausgewertet wurden die Daten von 25.326 Patienten, die zwischen dem 25. Februar und dem 22. Juni 2020 in Kliniken getestet worden waren. Die Forschenden fanden heraus, dass Patienten, die als Diabetiker vor der Covid-19-Diagnose Metformin einnahmen, ein 23 Prozent geringeres Sterblichkeitsrisiko durch die Viruserkrankung aufwiesen im Vergleich zu Patienten, die keine Metformin als Diabetesmittel eingenommen hatten.

Auch wenn die Ergebnisse für Diabetiker Hoffnung machen, seien die Ergebnisse noch kein Grund, jetzt mit der Einnahme von Metformin zu beginnen, betonten die Forscher in ihrer Veröffentlichung.

+++ 11:08 Biontech-Impfstoff ist stabiler als gedacht +++
Corona-Impfstoffe der Hersteller Biontech und Pfizer können künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei einer Temperatur von zwei bis acht Grad Celsius transportiert werden.

Dies sei eine gute Nachricht besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dazu. Die Länder könnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. "Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie", so Spahn.

+++ 10:31 Ungewöhnlich viele Infektionen bei Berliner Feuerwehr +++
Die bisher registrierte Corona-Infektionsquote bei der Berliner Feuerwehr liegt doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Berliner. 259 Coronafälle seien ingesamt bislang registriert worden, 35 davon aktuell, teilte die Feuerwehr mit. Das ist ein Anteil von 5,8 Prozent der insgesamt 4500 Mitarbeiter der Feuerwehr. In Berlin wurde bisher bei etwa 2,9 Prozent der Einwohner eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt.

+++ 10:11 "Independent" kritisiert neue Einreisebedingungen nach Großbritannien +++
Reisende nach Großbritannien dürfen nur mit einem negativen Corona-Test einreisen. "Verspätet" kritisiert der Londoner "Independent" die Maßnahme der Regierung. "Wenn man die Corona-Maßnahmen der Regierung auf der Abflugtafel eines Airports auflisten würde, stünde hinter vielen von ihnen der Vermerk "verspätet". Es ist kein Wunder, wenn die wissenschaftlichen Berater der Regierung einräumen, dass viele Corona-Fälle auf ein "hohes Maß an Einreisen nach Großbritannien" zurückzuführen sind. Die Regierung hatte zwar mit lobenswerter Geschwindigkeit reagiert nachdem in Südafrika eine weitere Virusvariante aufgetaucht war, doch das hinderte Reisende nicht daran, Umwege über andere Länder zu nutzen.

+++ 09:55 Italien kritisiert Pfizers Produktionsumstellung +++
Italien hat die Ankündigung des US-Pharmakonzerns Pfizer, ab Montag vorübergehend weniger Corona-Impfdosen zu liefern als geplant, kritisiert. Der von der Regierung bestellte Kommissar für den Corona-Notfall habe den Ernst und das unglaubliche Timing dieser Nachricht zur Kenntnis genommen, hieß es in einer Mitteilung. Demnach sollen ab Montag 29 Prozent weniger Vakzine geliefert werden als geplant. Zudem sei unklar, in welchem Umfang die Lieferungen weiter erfolgen sollten.

+++ 09:12 Viele Wintersportgebiete bleiben gesperrt +++
Auch wenn der Schnee ins Freie lockt, bleiben wegen der Corona-Pandemie Wintersport oder Ausflüge auf beliebten Routen in vielen Gegenden Deutschlands auch an diesem Wochenende verboten. Dort, wo Skifahren und Rodeln erlaubt sind, gelten strenge Vorschriften - und es gibt Kontrollen. "Der Nationalpark Harz hat das Spuren der Loipen eingestellt, weil das möglicherweise Leute anlocken könnte", sagte Maximilian Strache, Sprecher des Landkreises Goslar. Der Harz sei derzeit ein "Winter Wonderland", das zu viele Ausflügler anziehe. Polizei und Ordnungskräfte kontrollierten verstärkt die Einhaltung der Maskenpflicht auf Rodelhängen und Parkplätzen und ließen Falschparker entlang der Landstraßen abschleppen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:32 Biden verleiht Wissenschaftler Kabinettsrang +++
Der künftige US-Präsident Joe Biden verleiht dem obersten wissenschaftlichen Berater seiner Regierung Kabinettsrang - und setzt damit mitten in der Corona-Pandemie ein starkes Signal. Wie Biden mitteilte, soll der Biologe Eric Lander das Büro für Wissenschafts- und Technologie-Politik (OSTP) im Weißen Haus leiten und die Regierung beraten. Lander ist Genetiker und hatte an der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts mitgewirkt. Die Wissenschaft werde in seiner Regierung immer in vorderster Reihe stehen, kündigte Biden an. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:21 Indien beginnt mit Covid-19-Impfungen +++
In Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern ist eine Mega-Impfkampagne gegen das Coronavirus angelaufen. In 3000 Impfzentren sollten allein am ersten Tag rund 300.000 Menschen die erste Dosis erhalten. Zunächst sollen 30 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen und aus anderen Risikobereichen den Impfschutz bekommen. Danach folgen bis Juli rund 270 Millionen Menschen über 50 Jahren und Risikopatienten. Für die Aktion stünden zwei verschiedene Vakzine zur Verfügung, sagte Premierminister Narendra Modi sagte in einem Video. Normalerweise dauere es viele Jahre, um einen Impfstoff zu entwickeln. "Die Welt hat immenses Vertrauen in die indischen Wissenschaftler und die Leistungsfähigkeit der Impfstoff-Produktion", fügte er hinzu.

+++ 07:46 GEW Schleswig-Holstein: Abitur ohne Prüfung denkbar +++
Die Bildungsgewerkschaft GEW hält bei einer weiteren Zuspitzung der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein die Zuerkennung des Abiturs oder des mittleren Schulabschlusses auch ohne Prüfung für möglich. "Das wäre kein Beinbruch", sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer. Für keine gute Idee hält die GEW die Option, das Schuljahr auszusetzen und die Monate hinten ranzuhängen. Das ginge eindeutig zulasten der Schüler, sagte Schauer. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) geht "zurzeit noch davon aus, dass die Prüfungen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen wie im vergangenen Jahr stattfinden können". Im Moment würden die Abschluss-Klassen beschult, sowohl in Präsenz als auch in Distanz, sagte sie.

+++ 07:05 RKI: Mehr als 18.000 Neuinfektionen registriert +++
Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.678 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI bekannt gab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636. Noch am Vortag waren 22.368 Neuinfektionen gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++6:43 Pompeo: China klärt Sars-Ursprung nicht auf+++
Der scheidende US-Außenminister Mike Pompeo hat China erneut vorgeworfen, den wahren Ursprung der Corona-Pandemie zu verschleiern. An Covid-19 erinnernde Erkrankungen seien bereits im Herbst 2019 beim Personal eines virologischen Instituts in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan aufgetreten, erklärte Pompeo. Er forderte vom Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das diese Woche zur Erforschung der Corona-Ursprünge nach China gereist war, Peking zu einer Stellungnahme zu dieser "neuen Information" zu drängen.

+++ 06:15 Linksfraktion: Einschränkung des Flugverkehrs gefordert +++
Die Linke fordert in der Diskussion über verschärfte Corona-Regeln massive Einschränkungen des Flugverkehrs. "Wenn die Bundesregierung die Lockdown-Regeln weiter verschärfen will, weil Virus-Mutationen die Infektionen in die Höhe schießen lassen, muss sie umgehend den Flugverkehr deutlich strenger regulieren", sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für den Alltag und das Leben der Menschen würden strengste Restriktionen gelten. "In der Situation ist nicht zu akzeptieren, wenn aus Rio, Kapstadt oder London Flugzeuge in Deutschland weitgehend unbeschränkt landen", sagte Bartsch.

+++ 04:55 UN: Migration im Zuge von Corona deutlich zurückgegangen +++
Im Zuge der Corona-Pandemie ist die weltweite Migration deutlich zurückgegangen. 2020 habe es im Vergleich zum Vorjahr rund zwei Millionen Migranten und damit fast 30 Prozent weniger gegeben, heißt es in einem in New York veröffentlichten UN-Bericht mit dem Titel "Internationale Migration 2020". Im Vergleich zu vorherigen Jahrzehnten leben heute aber deutlich mehr Menschen außerhalb ihres Herkunftslandes. Habe es im Jahr 2000 weltweit 173 Millionen und 2010 bereits 221 Millionen Migranten gegeben, belaufe sich ihre Zahl heute auf 281 Millionen, heißt es in dem Bericht. Zwei Drittel von ihnen entfielen auf gerade einmal 20 Aufnahmeländer, an der Spitze nach Zahlen vom vergangenen Jahr die USA mit 51 Millionen Migranten.

+++ 03:57 Gaststättenverband: 70.000 Lokale könnten Krise nicht überstehen +++
Die deutschen Gastwirte werden durch die Zwangsschließungen im Januar nach Prognose ihres Branchenverbandes Dehoga etwa 80 Prozent ihrer geplanten Umsätze verlieren. "Wir gehen davon aus, dass 70.000 Betriebe die Krise nicht überstehen werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post". Wochenlange Umsatzausfälle könnten auch die gesündesten Unternehmen nicht überstehen. Damit stünden "Hunderttausende Jobs auf dem Spiel", sagte Hartges.

+++ 02:14 Italien: Weiterhin keine Reisen zwischen Regionen und nächtliche Ausgangssperre +++
Italien verlängert seine nächtlichen Ausgangssperren bis zum 5. März. Auch die Bewegungsfreiheit zwischen einzelnen Regionen bleibt bis zum 15. Februar eingeschränkt, heißt es in einem Erlass von Premierminister Giuseppe Conte. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt zwar mit 15.000 bis 20.000 unter dem Hoch von 40.000 Mitte November. Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte jedoch am Mittwoch vor einer Verschärfung der Lage gewarnt.

+++ 00:43 Merkel sieht Pandemie als "schwerste Bewährungsprobe" +++
Bundekanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als die wohl "schwerste Bewährungsprobe" seit Jahrzenten beschrieben. In ihrem Grußwort auf dem digitalen Parteitag der CDU ließ Merkel ihre vergangenen Jahre als Bundeskanzlerin mit den damit verbundenen Herausforderungen Revue passieren, wie etwa die Finanz-, die Euro- und die Flüchtlingskrise. Die Pandemie sei allerdings ein Jahrhundertereignis, das "Leib und Leben bedroht und unseren Alltag in völlig unbekanntem Maße einengt und verändert, unser Wirtschaft auf eine starke Probe stellt und den allermeisten Menschen sehr, sehr vieles abverlangt", sagte Merkel. Dennoch zeigte sie sich zuversichtlich, dass die Bürger in Deutschland wie auch in der Vergangenheit wieder an Stärke und Widerstandskraft gewinnen werden. "Ich bin ganz überzeugt, selbst wenn wir jetzt gerade sehr harte Zeiten in der Pandemie haben, das wird auch nach dieser Pandemie so sein", so Merkel.

+++ 23:14 Biden will mehr Tempo bei Impfaktion in den USA machen +++
Der künftige US-Präsident Joe Biden will das Tempo der Corona-Impfaktion im Land deutlich beschleunigen. Biden kündigte in Wilmington im Bundesstaat Delaware ein Bündel an Maßnahmen an, mit dem er bestehende Probleme bei der Impfkampagne in den USA überwinden will. Unter anderem soll die US-Katastrophenschutzbehörde Fema beim Aufbau von Impfzentren helfen. Mobile Impfstationen sollen in entlegene Gebiete geschickt werden. Außerdem sollen Bidens Plänen nach die Apotheken im Land eingespannt werden, um ebenfalls Impfungen zu verabreichen. Bidens künftige Regierung will außerdem die Bundesstaaten ermuntern, Impfungen schneller für größere Bevölkerungsgruppen anzubieten.

+++ 22:03 US-Seuchenbehörde meldet mehr als zwölf Millionen Impfungen +++
Die US-Seuchenkontrollbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang rund 12,3 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 31,2 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

+++ 21:31 Gericht: Keine Ausnahmen bei Corona-Beschränkungen für depressive Menschen +++
Die Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie gelten auch für depressive Menschen. Das hat das Oberverwaltungsgericht für Nordrhein-Westfalen in Münster entschieden und die Klage eines Wuppertalers im Eilverfahren abgewiesen. Der Antragsteller hatte geltend gemacht, er sei an einer Depression erkrankt und zwingend auf seine sozialen Kontakte angewiesen. Die Richter folgten der Argumentation des Mannes jedoch nicht und entschieden, dass die Beschränkungen nach vorläufiger Prüfung trotz des Grundrechtseingriffs rechtmäßig seien.

+++ 20:57 Landesbehörden verzeichnen mehr als zwei Millionen Fälle in Deutschland +++
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland hat laut ntv-Auswertung der Länderangaben die Schwelle von zwei Millionen Fällen überschritten. Bis Freitagabend meldeten die Behörden der 16 Bundesländer insgesamt 2.014.592 laborbestätigte Ansteckungen. Zuletzt kamen weitere 21.219 Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um 1039 auf 45.726. Als aktuell infiziert gelten rund 313.432 Personen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelten rund 1,6 Millionen Menschen als genesen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) ist erneut gestiegen und wird vom RKI mit 0,91 angegeben (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 91 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert wird mit 0,99 angegeben. Diese etwas stabiler ausgelegte Kennzahl ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken (1,02).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5074 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt (Vortag: 5125), 2936 davon werden beatmet (Vortag: 2943). Knapp 4400 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Lesen Sie weitere Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa/AFP