Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 19:38 Baden-Württemberg lockert Quarantäne-Regeln für Geimpfte +++

Baden-Württemberg will die Quarantäne-Regeln für Menschen mit vollständigem Impfschutz gegen das Coronavirus lockern. "Es wird eine Ausnahmeregelung in die jeweiligen Verordnungen aufgenommen, wonach sich geimpfte, symptomlose Personen künftig nicht mehr in Absonderung begeben müssen, wenn sie Kontakt zu einem Covid-19-Fall hatten", erklärte Landesgesundheitsminister Manne Lucha von den Grünen. Gleiches gelte für Einreisende aus sämtlichen Risikogebieten im Ausland. Lucha begründete das geplante Vorgehen mit Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach sind vollständig Geimpfte weniger infektiös als Menschen mit negativem Schnelltest und einer symptomlosen Corona-Infektion. Die Ausnahme von der Quarantäne-Pflicht soll demnach auch für Menschen gelten, die eine Impfstoffdosis erhalten und darüber hinaus in der Vergangenheit eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben.

+++ 19:24 USA: Ab nächster Woche bekommen alle Erwachsene Impfangebot, doch Schwarze und Latinos zu wenig berücksichtigt +++
US-Präsident Joe Biden hatte ursprünglich den 1. Mai angepeilt, um allen Erwachsenen in den USA ein Impfangebot machen zu können. Das Land hat aber den Turbo eingeschaltet und so soll dieses Versprechen bereits ab der kommenden Woche eingelöst werden. Das kündigt der Regierungsberater Andy Slavitt an. Inzwischen sei die Impfung bei 28 Prozent der Erwachsenen in den USA abgeschlossen. Doch die Impfkampagne erreicht viele wichtige Personengruppen im Land nur ungenügend. Rund 18 Prozent der Bevölkerung gelten als Latinos oder hispanischen Ursprungs - sie machen unter den Geimpften aber nur 10,7 Prozent aus, wie die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky erklärte. Schwarze und Afroamerikaner stellen demnach rund 12 Prozent der Bevölkerung - aber nur 8,4 Prozent derer, die bislang mindestens eine Impfung erhielten. "Das müssen wir besser machen", forderte Walensky bei einem Briefing des Weißen Hauses.

+++ 18:46 Wien verlängert Lockdown bis Mai - Intensivmedizin am Limit +++
Österreichs Hauptstadt Wien verlängert angesichts der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens den harten Lockdown um weitere zwei Wochen bis 2. Mai. Der Präsenzunterricht an den Schulen soll allerdings ab 25. April wieder erfolgen, sagt der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig nach Beratungen der Stadtregierung mit Experten. "Ich weiß, das ist eine unpopuläre Maßnahme, aber angesichts der steigenden Patientenzahlen auf den Intensivstationen eine notwendige", sagte Ludwig. Am Sonntag wurden österreichweit mehr als 600 Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut, 245 davon in Wien.

+++ 18:26 Berliner Politiker deutlich gegen Ausgangssperren +++
Pläne der Bundesregierung für nächtliche Ausgangssperren zur Eindämmung der dritten Welle stoßen im Berliner Abgeordnetenhaus auf breite Ablehnung. Sowohl die Regierungsfraktionen von Linken und Grünen als auch AfD und FDP lehnten ein solches Vorgehen im Zuge einer bundeseinheitlichen Notbremse ab. Sie bezweifeln auch, ob die Einhaltung einer solchen Regel in Berlin zu kontrollieren sei. "Die Erfahrungen mit Ausgangssperren auf nationaler wie internationaler Ebene zeigen, dass diese kaum zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beitragen", erklärten die Linken-Fraktionschefs Anne Helm und Carsten Schatz. "Daher ist aus unserer Sicht die damit verbundene Einschränkung der Grundrechte nicht zielführend und verhältnismäßig. Schon gar nicht, solange Menschen tagsüber im Betrieb oder im Büro weiterhin in großer Zahl zusammenkommen dürfen."

+++ 18:10 EMA-Experten in Moskau wegen Sputnik V +++
Wird der russische Corona-Impfstoff Sputnik V in der EU zugelassen oder nicht? Für Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder eine besonders dringliche Frage, denn er ist von seinem Vorsichtskurs abgewichen und hat für Bayern 2,5 Millionen Dosen vorbestellt. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat jetzt jedenfalls Experten nach Moskau entsandt. Sie hätten in der russischen Hauptstadt bereits zwei Kliniken besichtigt, in denen Patienten während der wichtigen Phase III der klinischen Studien betreut worden seien, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. "Sie haben alle angeforderten Informationen erhalten." Dem Bericht zufolge sprachen die EMA-Experten mit medizinischem Personal. Geplant seien zudem Besuche von Produktionsstandorten.

+++ 17:50 Mehr Arztpraxen bieten Corona-Impfung an - Tempo stagniert trotzdem +++
Immer mehr niedergelassene Ärzte in Deutschland impfen ihre Patienten gegen Corona. Die Zahl der teilnehmenden Arztpraxen ist in der neuen Woche um 10.000 auf 45.000 gestiegen, wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bestätigte. Die meisten sind Hausarztpraxen. Allerdings dürften die Impfzahlen dennoch vorerst nicht weiter spürbar ansteigen, denn die Menge an Impfstoff stagniert laut Vorhersage. Bis zu diesem Dienstag sollen rund eine Million Dosen des Vakzins von Biontech/Pfizer in den Praxen ausgeliefert werden. "Das Engagement der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte steigt gewaltig - hoffentlich auch bald die Impfstoffmengen", sagte der KBV-Sprecher.

+++ 17:27 FDP fordert Lockerungen im Freien – Lauterbach widerspricht sofort +++
Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann fordert eine Lockerung der Corona-Regeln im Freien. "Bei Einhalten des Mindestabstands halte ich es für sinnvoll, alle Kontaktbeschränkungen draußen aufzuheben", sagt er der Zeitung "Die Welt“. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält nichts von dem Vorschlag seines Politikerkollegen. "Ich halte es für falsch, sich draußen mit mehr als einem Haushalt zu treffen", sagt er unter Verweis auf eine Infektionsgefahr durch Tröpfchen. "Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Treffen draußen beginnt und dann drinnen endet."

+++ 17:00 München zieht am Mittwoch wieder die Notbremse +++
In der bayerischen Landeshauptstadt gelten ab Wochenmitte wieder strengere Corona-Regeln. Das hat eine Sprecherin dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Der Grund: Die 7-Tage-Inzidenz lag an drei aufeinander folgenden Tagen über 100. Eine Unstimmigkeit der Zahlen zwischen dem Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte zuerst für Unklarheit gesorgt. Mit der Notbremse tritt die nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr wieder in Kraft. Man darf sich nur noch mit einer einzigen Person eines anderen Haushalts treffen und Kultureinrichtungen, wie Museen schließen auch wieder. Für Münchner Schulen bleibt diese Woche der Inzidenzwert vom vergangenen Freitag ausschlaggebend, der bei 95,5 gelegen war. Präsenzunterricht wäre daher möglich.

+++ 16:31 Vorerst keine Lockerungen für Geimpfte in Berlin +++
Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci von der SPD will keine Vorteile für Geimpfte zulassen. Laut rbb hat sie sich dafür ausgesprochen, damit zu warten, bis die dritte Welle unter Kontrolle gebracht wurde. Den strikten Kurs begründete sie damit, dass auch Geimpfte andere Menschen noch infizieren können. Das Robert-Koch-Institut (RKI) könne die Quote dazu noch nicht benennen, aber es gebe Einzelfälle, erklärt Kalayci. Für sie sollten Geimpfte vielmehr wie Menschen mit tagesaktuellen, negativen Schnelltests behandelt werden.

+++ 16:18 Vertrauensfrage: Arbeitgeber kritisieren Angebotspflicht von Tests +++
Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) kritisiert die von SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil auf den Weg gebrachte Verpflichtung für alle Betriebe, Präsenzbeschäftigten mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. "Was die Bundesregierung jetzt plant, ist nicht weniger als eine weitere Misstrauenserklärung gegenüber den Unternehmen und ihren Beschäftigten in diesem Land", erklärt BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. "Die Testpflicht führt zu mehr Bürokratie und diskreditiert das freiwillige Engagement der Unternehmen zunehmend."

+++ 15:45 Briten kratzen bei Erstimpfung schon an 50 Prozent-Marke +++
In Großbritannien stehen die Zeichen auf Öffnung, das liegt daran, dass sich das Land zu einem der Impf-Vorreiter Europas gemausert hat. Für die rasante Impfkampagne mit Start Dezember 2020 wurden von Anfang an unterschiedliche Berufsgruppen einbezogen, darunter Apotheker. Ein Vergleich der Impfstrategien von Großbritannien und Deutschland zeigt, dass die Briten bei den Erstimpfungen bereits an der 50 Prozent-Marke kratzen, während Deutschland noch bei 16 Prozent liegt. Der Rückstand von Deutschland bei den Zweitimpfungen ist jedoch deutlich geringer. Hier ist Großbritannien das Risiko eingegangen trotz unzureichender Daten erstmal nur auf die Erstimpfung zu setzen.

+++ 15:15 Merkel: Dritte Welle ist "für uns vielleicht die härteste" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die besondere Schwere der aktuellen anhaltend steigenden Neuinfektionen betont. "Wir müssen sagen, dass diese dritte Welle für uns vielleicht die härteste ist", sagte Merkel per Video in ihrer Eröffnungsrede zur Hannover-Messe. Aktuell seien die Infektionszahlen "leider noch viel zu hoch" und die Auslastung der Intensivstationen nehme wieder zu. Impfungen seien "die wichtigste Waffe", um die Infektionswelle zu brechen, betonte Merkel. "Und das Testen hilft uns, eine Brücke zu bauen, bis das Impfen wirkt."

+++ 14:44 Dänemark jagt Tagesrekord und will 100.000 Menschen impfen +++
In Dänemark sollen im Laufe des Tages so viele Menschen an einem Tag gegen Covid-19 geimpft werden wie nie zuvor. Ziel ist es, landesweit bis zu 100.000 Corona-Impfungen zu verabreichen. Das Ganze ist eine Generalprobe, ob die Impfzentren in den fünf dänischen Regionen mitsamt der nötigen Logistik und den IT-Systemen bereit sind, in kurzer Zeit im großen Maßstab impfen zu können. Dabei geht es um eine gute Vorbereitung für die Zeit, wenn bald mehr Corona-Impfstoff zur Verfügung steht. 68 Impfzentren im ganzen Land sind bei dem Stresstest dabei. 100.000 Impfungen mag für deutsche Ohren nicht nach dramatisch viel klingen, ist für ein Land mit nur knapp 5,8 Millionen Einwohnern aber eine ganze Menge.

+++ 14:22 Bundesregierung: Gespräche zur Bundes-Notbremse laufen+++
Die Gespräche über die Einführung einer bundesweiten Corona-Notbremse dauern an. Es liefen Abstimmungen zu einzelnen Punkten der geplanten Neuregelung zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Bundesregierung und Fraktionen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittag in Berlin. Geplant sei weiterhin eine Verabschiedung am Dienstagmorgen im Bundeskabinett. Die Neuregelung soll einheitliche Regeln für Regionen mit hohen Corona-Zahlen festschreiben, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt. Das bedeutet, dass sich dort binnen sieben Tagen mindestens 100 Menschen pro 100.000 mit dem Coronavirus infiziert haben. Es gebe derzeit mehr als 300 Kreise, die über diesem Wert lägen, sagte Seibert. In mehr als 50 Landkreisen liege die Inzidenz über 200. Ziel sei, möglichst schnell in einen Bereich mit niedrigeren Zahlen zu kommen, wo Lockerungen im Verbund mit Tests wieder möglich seien.

+++ 14:01 GroKo einigt sich auf Testpflicht für Unternehmen +++
Im Ringen um eine bundesweite Testpflicht für Unternehmen hat die SPD sich durchgesetzt. In der Koalition sei vereinbart worden, dass es für Beschäftige in den Betrieben künftig ein Pflicht-Angebot für Schnelltests geben werde. Das teilen die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nach einer Präsidiumssitzung mit. Zudem sollen die bezahlten Kinderkrankentage - auch zur Betreuung von Kindern nach Kita-Schließungen - von 20 auf 30 Tage im Jahr erhöht werden.

+++ 13:47 EU bestätigt Lieferstart von Johnson-&-Johnson-Impfstoff +++
In der EU können nun auch die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson starten. Der Hersteller hat mit der Lieferung an die EU-Staaten begonnen, wie das Unternehmen und die EU-Kommission bestätigen. Brüssel erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen. Die Besonderheit: Der Impfstoff muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen Deutschland und andere Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird. Der von der Unternehmenstochter Janssen in den Niederlanden entwickelte Impfstoff ist der vierte, der in der EU zugelassen wurde.

+++ 13:34 Zahl der Intensivpatienten auf Höchststand seit Ende Januar +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland steigt weiter - und zwar auf einen Höchststand seit Ende Januar 2021. Wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht, werden derzeit in deutschen Kliniken 4662 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Anstieg um 77 Patienten. Demnach müssen 2662 Patienten invasiv beatmet werden, und damit 58 Patienten mehr als am Vortag. Bundesweit sind den Angaben zufolge nur noch 4233 Betten in den Kliniken frei. Auch das ist ein Minus von 131 im Vergleich zum Vortag - und ein prozentualer Anteil von inzwischen nur noch 15,9.

+++ 13:16 Erster Kreis im Nordosten gibt Astrazeneca für über 60-Jährige frei +++
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gibt ab sofort das Impfen für Menschen ab 60 Jahren mit Astrazeneca frei. Frauen und Männer dieser Altersgruppe können sich ohne Termin in den Impfzentren Trollenhagen bei Neubrandenburg und in Waren an der Müritz impfen lassen, wie eine Kreissprecherin mitteilt. Der Großkreis ermöglicht damit als erster Landkreis im Nordosten dieser Altersgruppe ohne Terminbuchung Zugang zu diesem Impfstoff. Mit der Freigabe soll die Zahl der Geimpften viel schneller als bisher gesteigert werden. Patienten müssen den Angaben zufolge nur Personal- und Impfausweis vorlegen.

+++ 12:59 Mehr als 13 Millionen Deutsche erstgeimpft, 5 Millionen vollständig +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 18,2 Millionen gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei mehr als 15,87 Prozent (13,19 Millionen Personen), die der Zweitimpfungen bei 6 Prozent - das entspricht mehr als 5 Millionen voll geimpften Personen. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI liegt Bremen im Ranking nach Erstimpfungen mit knapp 19,2 Prozent vorn, Mecklenburg-Vorpommern rangiert mit 14,4 Prozent am Ende der Tabelle. Im Ranking nach Zweitimpfungen führen Thüringen und Berlin (7,2 Prozent), Schlusslichter sind Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein mit einer Quote von lediglich 5 Prozent.

+++ 12:45 Zahl der Corona-Toten im Gazastreifen erreicht Höchststand +++
Die Zahl der registrierten Corona-Toten hat im Gazastreifen einen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium im Palästinensergebiet mitteilt, wurden binnen 24 Stunden 17 neue Tote registriert. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr. Insgesamt starben in dem Küstengebiet 694 Menschen nach einer Corona-Infektion. Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf engem Raum - unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Die Pandemie bringt das Gesundheitssystem bereits an seine Grenzen. Zudem stieg die Zahl der Neuinfektionen vergangene Woche auf einen Höchstwert.

+++ 12:29 Regierung entscheidet am Nachmittag über Testpflicht für Betriebe +++
Die Bundesregierung will einem Sprecher zufolge am Nachmittag entscheiden, ob Unternehmen ihren Mitarbeitern regelmäßige Corona-Tests anbieten müssen. Die SPD war zuletzt für eine Testpflicht, die Union eher dagegen. Schon am Dienstag könnte das Kabinett dann grünes Licht geben, sofern die Regierung vorher eine gemeinsame Linie findet.

Update 13:18 Uhr: Nach Informationen des "Spiegel" soll das Wirtschaftsministerium seinen Widerstand gegen die Pflicht bereits aufgegeben haben.

+++ 12:05 Epidemiologe Ulrichs zweifelt an britischer Herdenimmunität +++
Der Epidemiologe Timo Ulrichs reagiert zurückhaltend auf Berichte, wonach Großbritannien mit einem Anteil von 70 Prozent an Geimpften oder Genesenen an der Gesamtbevölkerung inzwischen Herdenimmunität erreicht hat. Es sei "gefährlich, jetzt schon so voreilige Schlüsse zu ziehen bezüglich möglicher Lockerungen", sagt Ulrichs im ntv-Interview. Nicht alle Menschen, die eine Infektion durchgemacht hätten, wiesen ihm zufolge auch ausreichend Antikörper auf. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten deshalb auch Genesene geimpft werden. "Hinzu kommt, dass die britische Variante etwas fitter ist, was die Ansteckungsfähigkeit angeht", so der Experte weiter. "Und das bedeutet, dass man noch mehr Menschen geimpft haben muss, um auf diese Herdenimmunität zu kommen. Das heißt, Richtung 80 bis 85 Prozent."

+++ 11:46 Griechenland öffnet ab 14. Mai für Urlauber aus EU-Staaten +++
Urlauber aus den anderen EU-Staaten werden ab 14. Mai ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen und dort Urlaub machen können. Dies teilt die griechische Tourismus-Vizeministerin Sofia Zacharaki mit. Es werde aber Voraussetzungen geben: "Die Urlauber müssen entweder geimpft sein oder einen PCR-Corona-Test vorzeigen", sagt sie dem griechischen Nachrichtensender Skai. Anschließend werden sie frei ihre Ferien in Griechenland machen können. Diese Regelung werde auch für einige andere Staaten gelten. Darunter seien etwa Serbien und Großbritannien.

+++ 11:18 Lauterbach: Asthmamittel Budesonid könnte "Gamechanger" sein +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wirbt für das Asthmamittel Budensonid als "Gamechanger" in der Pandemie. Im ntv-Interview verweist der Politiker auf eine Studie der Oxford Universität, wonach Budesonid das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt bei Covid-19 um 90 Prozent senken kann - zumindest dann, wenn es rechtzeitig verabreicht werde. Das sei nur kurz nach Symptombeginn der Fall. Forscher seien auf das Mittel gestoßen, nachdem man festgestellt habe, dass die Infektion bei Asthmatikern häufig milder verläuft als bei Nicht-Asthmatikern. "Das war überraschend, weil man bei einer vorgeschädigten Lunge eigentlich mit dem Gegenteil gerechnet hätte", so Lauterbach. Die Nebenwirkungen seien zudem sehr gering. Das Mittel werde von Asthmapatienten seit Jahren regelmäßig eingenommen.

+++ 10:50 Bericht: Lockdown könnte bis Mitte Juni dauern +++
Der Lockdown in Deutschland könnte nach Informationen des Berliner "Tagesspiegel" womöglich noch bis mindestens Ende Mai oder sogar Mitte Juni andauern. Das Blatt bezieht sich auf eine Besprechung von Kanzleramtsminister Helge Braun mit den Ländern am Sonntag, in der Braun deutlich gemacht habe, dass die Bundesregierung für die kommenden sechs bis acht Wochen noch von einer verschärften Infektionslage ausgeht. Daraus sei zu schließen, dass das geplante Lockdown-Bundesgesetz, das unter anderem eine einheitliche "Notbremse" ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 vorsieht, bis Ende Mai oder Mitte Juni gelten könnte. Es soll nach dem Willen der Koalitionsspitzen bereits in dieser Woche im Bundestag verabschiedet werden.

+++ 10:27 Frankreich impft jetzt auch alle Bürger ab 55 Jahren +++
In Frankreich können Menschen über 55 Jahren ab sofort das Vakzin von Astrazeneca oder von Johnson & Johnson erhalten, wie Gesundheitsminister Olivier Véran ankündigt. Demnach erhält Frankreich heute mit einer Woche Vorsprung 200.000 Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson. Die Impfung mit Astrazeneca empfiehlt Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde nach dem kurzzeitigen Impfstopp Mitte März wegen Blutgerinnsel-Fällen nur noch für Menschen über 55 Jahre. Um die Impfkampagne weiter voranzutreiben, soll außerdem der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung für die Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer ausgeweitet werden. Statt nach bisher vier Wochen soll die zweite Dosis nun nach sechs Wochen verabreicht werden.

+++ 10:08 Polizei beendet illegale Party auf Schwimmbad-Parkplatz +++
Die Polizei hat im Kreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen) eine verbotene Party aufgelöst. Am frühen Sonntagmorgen seien mehrere Menschen mit Autos auf einem Schwimmbad-Parkplatz im Ort Everswinkel gemeldet worden, so die Polizei. Vor Ort habe man dann eine größere Gruppe an jungen Erwachsenen angetroffen. "Diese Gruppe hatte sich zuvor über die sozialen Medien zu einer Party verabredet." Gegen 61 Partyteilnehmer seien Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung eingeleitet worden. Ein Teil der Gruppe sei kurze Zeit später erneut auf einem Parkplatz entdeckt worden. Dort seien Anzeigen gegen 19 Teilnehmer gefertigt worden.

+++ 10:04 Altmaier lehnt Testpflicht für Unternehmen weiter ab +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht sich weiter gegen eine Testpflicht in Unternehmen aus. "Wir hatten vereinbart, dass wir den freiwilligen Weg gehen", sagt Altmaier im "ntv Frühstart". "Das heißt, dass die Arbeitgeber dafür sorgen, dass 90 Prozent ihrer Beschäftigten getestet werden können - und ich glaube, dass wir auf einem sehr sehr guten Weg sind." Die Zahlen zeigen aber noch Luft nach oben: Laut einer Umfrage der Bundesregierung bekommen fast 40 Prozent der Beschäftigten keine Tests von ihrem Arbeitgeber angeboten. Er sei dennoch davon überzeugt, "dass wir zu den 90 Prozent in relativ kurzer Zeit kommen könnten." Zudem stellt der Minister Unternehmen - etwa in der Gastronomie - weitere Überbrückungsgelder in Aussicht.

+++ 09:50 Briten frohlocken - Biergärten und Friseure wieder geöffnet +++
Nach Monaten des Lockdowns dürfen sich die Menschen in England wieder über deutlich mehr Freiheiten freuen. Neben Biergärten und anderer Außengastronomie sind auch Friseure, Geschäfte, Fitnessstudios und Zoos wieder geöffnet. Premierminister Boris Johnson bezeichnet die Lockerungen als "wichtigen Schritt auf unserem Weg Richtung Freiheit". Er ruft seine Landsleute jedoch auch dazu auf, vorsichtig zu bleiben und nicht über die Stränge zu schlagen. In Innenräumen dürfen Gastronomen noch keine Gäste empfangen, genauso wie private Treffen drinnen noch bis mindestens Mai verboten bleiben.

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Bei acht Grad ein erstes Gläschen im Biergarten: Die Briten gewinnen langsam ihre Freiheiten zurück.

(Foto: REUTERS)

+++ 09:31 Brinkhaus: "Lasst uns das diese Woche zu Ende bringen" +++
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt vor taktischen Spielchen bei der geplanten Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. "Alle Argumente liegen seit Monaten auf dem Tisch. Alle Maßnahmen sind bewertet", sagt er der ARD. "Deshalb meine dringende Bitte an die Opposition: Lasst uns das diese Woche zu Ende bringen." Wie dann im Einzelnen abgestimmt werde, sei eine andere Frage. "Aber bitte keine Verfahrensverzögerungen." Die Union lege Wert darauf, dass das Gesetz gemeinsam mit den Bundesländern gemacht werde. "Aber es ist kein Gesetz, so wie wir es vorhaben, bei dem der Bundesrat auch zustimmen muss. Es ist ein Einspruchsgesetz, also muss man auch nicht alle an Bord haben."

+++ 09:16 Astrazeneca-Präparat floppt in klinischer Studie gegen Covid-19 +++
Ein Diabetesmittel des Pharmakonzerns Astrazeneca hat sich bei der Behandlung von Corona-Patienten nicht als hilfreich erwiesen. Das Medikament Farxiga floppte in einer klinischen Studie der Phase-3 zur Behandlung von Covid-19 bei Patienten, die ins Krankenhaus eingewiesen wurden und bei denen schwere Komplikationen drohen. Die Ergebnisse der Studie mit 1250 Teilnehmern waren statistisch nicht signifikant, wie Astrazeneca mitteilt.

+++ 09:00 Saarland überschreitet 100er-Schwelle - erweiterte Testpflicht startet +++
Im Saarland ist die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI über die "Notbremsen-Schwelle" gesprungen. Seit Sonntag bewegt sich das Fallaufkommen dort wieder deutlich über der Marke von 100 Neuinfektionen aus sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Seit dem Morgen gilt dort nun eine erweiterte Testpflicht. Die Testpflicht wird damit auf jene geöffneten Bereiche ausgeweitet, in denen sie bisher nicht bestand - etwa den Einzelhandel und körpernahe Dienstleistungen. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Tobias Hans hatte für die Öffnungspläne nach Ostern bundesweit heftige Kritik einstecken müssen.

+++ 08:45 Roche: Antikörper-Cocktail verringert Symptome um 80 Prozent +++
Die Kombination aus den beiden Antikörper-Präparaten Casirivimab und Imdevimab kann das Risiko symptomatischer Corona-Infektionen um etwa 81 Prozent verringern. Laut dem Schweizer Pharmakonzern Roche klangen die Symptome in einer klinischen Studie bei erkrankten Patienten im Durchschnitt innerhalb einer Woche ab, verglichen mit drei Wochen in der Placebo-Gruppe. Unerwartete ernste Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten. In der Studie ging es darum, das Risiko und die Belastung durch Covid-19 bei Haushaltskontakten von Infizierten zu untersuchen. Rund 1500 solche Kontakte erhielten entweder das Antikörper-Präparat oder ein Placebo. Den Antikörper-Cocktail hat Roche zusammen mit seinem Partner Regeneron entwickelt.

+++ 08:30 Bayerische Stadt Hof führt Liste der Super-Hotspots an +++
Unter den Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland weist die Stadt Hof in Bayern mit 587 Fällen im Wochenschnitt weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf - dahinter folgen der Landkreis Greiz in Thüringen (472,3) und der Landkreis Hof (451,5). Unter den zehn Regionen mit den bundesweit höchsten Werten liegen fünf in Thüringen und drei in Bayern. Im Vogtlandkreis in Sachsen (335,8) und im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt (343,3) ist die Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls hoch - auch diese beiden Regionen befinden sich in der Liste der Super-Hotspots.

+++ 08:11 Lieferprobleme und Astrazeneca - Australien verfehlt Impfziel +++
Australien wird sein Ziel, die gesamte Bevölkerung bis Ende des Jahres zu impfen, nach Angaben der Regierung nicht einhalten können. Die Ankündigung von Premierminister Scott Morrison kommt wenige Tage, nachdem Experten ihre Empfehlungen für die Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca geändert haben. Australier unter 50 Jahren sollen nur noch mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft werden. Die Regierung werde keine neuen zeitlichen Ziele für eine Erstimpfung der Gesamtbevölkerung aufstellen, so Morrison. Die Impfkampagne in Australien ist auch wegen Lieferproblemen nur schleppend angelaufen. Geplant war, vier Millionen der insgesamt 25 Millionen Bürger bis Ende März erstmals zu impfen.

+++ 07:51 Nur noch zwei Kreise liegen unter 35er-Inzidenz +++
Deutschlandweit hat der Kreis Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein) die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz - mit nur 27,8. Dahinter folgen der Kreis Nordfriesland (34,3) und Plön (35,7), ebenfalls in Schleswig-Holstein. Sie sind die einzigen drei Kreise in Deutschland, in denen nach dem Öffnungsplan von Bund und Ländern weitere Lockerungen möglich wären. Insgesamt liegen fünf Kreise im nördlichsten Bundesland unter den bundesweit zehn Regionen mit den niedrigsten Inzidenzwerten. Vier Kreise in Niedersachsen - darunter Osterholz (49,2) und Rotenburg (Wümme, 44,0) - kommen ebenfalls auf sehr niedrige Inzidenzen, sowie einer im Saarland (St. Wedel, 54,0). Unter der 50er-Marke liegen inzwischen jedoch nur noch acht Regionen - von insgesamt 412 im gesamten Land.

+++ 07:34 FDP will Gesetzentwurf wegen Ausgangssperre ablehnen +++
Die FDP wird ihrem Vorsitzenden Christian Lindner zufolge einen Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit einer Ausgangssperre nicht mittragen. "Die Ausgangssperre pauschal sehen wir prinzipiell kritisch und hätten sie nicht in einen Maßnahmenkatalog aufgenommen", sagt Lindner im Deutschlandfunk. Auf die Frage, ob die FDP einem Entwurf, der die Ausgangssperre enthalte, nicht zustimmen würde, antwortet Lindner: "Das ist korrekt." Ausgangssperren seien "bis auf wenige Ausnahmefälle" unverhältnismäßig. Die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen seien verfassungsrechtlich fragwürdig und teilweise epidemiologisch nicht wirksam.

+++ 07:11 Ungarn: "War klar, dass von EU bestellte Impfstoffe nicht reichen" +++
In Ungarn sind inzwischen rund 30 Prozent der fast zehn Millionen Einwohner geimpft. "Darauf sind wir sehr stolz", sagt der ungarische Botschafter in Deutschland, Péter Györkös, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er kritisiert die Impfstoffbeschaffung der EU deutlich. "Uns war schon im Dezember klar, dass die von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassenen und von der Europäischen Kommission bestellten Impfstoffe nicht ausreichen würden." Deshalb habe das Land zusätzlich auch den Impfstoff Sinopharm aus China und Sputnik V aus Russland bestellt. Dafür war das EU-Mitglied indirekt kritisiert worden, weil es bisher keine Zulassung für die beiden Impfstoffe von der EMA gibt. Auf die Kritik angesprochen, fragt Györkös: "Sollen wir uns dafür entschuldigen, dass wir uns um die Gesundheit unserer Bürger kümmern?"

+++ 06:49 Indien jetzt weltweit am zweitschlimmsten betroffen - nach USA +++
Indien hat Brasilien als das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Land weltweit abgelöst. Nach aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums erreicht die Zahl der neu gemeldeten Fälle innerhalb von 24 Stunden mit 168.912 einen neuen Höchstwert. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich laut der Nachrichtenagentur Reuters damit 13,53 Millionen Inder mit dem Virus, in Brasilien sind es 13,45 Millionen Menschen. Am schlimmsten getroffen sind weiterhin die USA. Dort liegt die Zahl der Infektionen seit Pandemiebeginn inzwischen bei 31,2 Millionen.

+++ 06:23 Hamburg weitet Impfkampagne auf weitere Personengruppe aus +++
In Hamburg sind ab sofort alle Angehörigen der sogenannten Priorisierungsgruppe 2 zum Impfen aufgerufen - unabhängig vom Alter. Neben den über 70-Jährigen seien das unter anderem auch Kontaktpersonen von Schwangeren und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, teilt Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard mit. "In der aktuellen Phase der Pandemie ist es von enormer Bedeutung, dass wir mit dem Impfen schnell vorankommen." Deshalb sollten sich alle Aufgerufenen möglichst rasch telefonisch unter 116 117 oder online unter www.impfterminservice.de um einen Termin im Impfzentrum in den Messehallen bemühen.

+++ 06:01 Chinas Impfstoffe weniger wirksam? - Beamter spricht von "Missverständnis" +++
Äußerungen eines hohen Gesundheitsbeamten Chinas haben Zweifel an der Wirksamkeit chinesischer Impfstoffe geweckt. Nun will der Direktor des chinesischen Zentrums zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (CDC), Gao Fu, dem Eindruck entgegentreten, er habe damit eingestanden, dass chinesische Vakzine einen niedrigen Schutz böten. "Es war ein komplettes Missverständnis", sagt Gao Fu der Zeitung "Global Times". Er habe vielmehr eine "wissenschaftliche Vision" vorgelegt, dass eine Anpassung der Impfabfolge oder die Vergabe verschiedener Vakzine nacheinander Optionen sein könnten, den Impfschutz zu verstärken. "Wie ihre Wirksamkeit verbessert werden kann, muss von allen Wissenschaftlern in der Welt in Erwägung gezogen werden", betont Gao Fu.

+++ 05:32 RKI meldet 13.245 Neuinfektionen - Inzidenz bei 136 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 13.245 Neuinfektionen und 99 neue Todesfälle. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Zudem könnten die Zahlen wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8497 Neuinfektionen und 50 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 136,4. Am Vortag gab das RKI diese mit 129,2 an, vor einer Woche lag sie bei 128. Der Wert ist momentan mit Vorsicht zu genießen und dürfte wegen weniger Tests und Meldungen über Ostern zu niedrig ausfallen.

+++ 04:15 US-Seuchenbehörde: 187 Millionen Impfstoff-Dosen bereits verabreicht +++
Die USA haben nach Angaben der Seuchenbehörde CDC bereits 187 Millionen Impfungen vorgenommen. Wie die CDC bestätigt, seien somit mehr als 119 Millionen Amerikaner mindestens einmal geimpft worden. Bei etwa 72 Millionen Menschen seien die Impfungen sogar vollständig abgeschlossen. Die CDC-Zählung umfasst die Zweidosen-Vakzine von Moderna und Pfizer-Biontech sowie den Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson.

+++ 03:17 DGB unterstützt Testpflicht in Betrieben +++
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt eine Corona-Testpflicht in Betrieben. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagt den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Vizekanzler Olaf Scholz "vorgesehene Pflicht für die Arbeitgeber, ihren Beschäftigten regelmäßige Tests anzubieten, muss jetzt kommen". Hoffmann appelliert an CDU und CSU, ihre "Blockade" bei dem Thema aufzugeben.

+++ 02:07 Lauterbach: EM in zwölf Ländern "verantwortungslos" +++
Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält das Festhalten der UEFA an einer Fußball-EM in möglichst zwölf Ländern in diesem Sommer für "verantwortungslos". Der SPD-Politiker verweist in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf ein steigendes Risiko für Fußballprofis auf Spätfolgen nach Corona-Infektionen. "Das sind gesundheitliche Langzeitschäden, die das sofortige Karriereende bedeuten können. Dies muss man Menschen, deren Gesundheit ihr Kapital ist, ehrlich mitteilen", sagt Lauterbach mit Blick auf Erkrankungen, die in der Fachsprache Long Covid (Langes Covid-19) genannt werden.

+++ 00:47 "Notbremse" für Düsseldorf angeordnet +++
Nordrhein-Westfalen hat für Düsseldorf ab Dienstag die Corona-"Notbremse" angeordnet, da die Sieben-Tage-Inzidenz dort den dritten Tag in Folge über 100 liegt. Ab dem 13. April sind damit nur Kontakte zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person erlaubt, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, seien wieder unzulässig, heißt es weiter. Dazu gehören etwa Nagelstudios und Massagesalons. Zulässig bleiben medizinisch erforderliche Dienstleistungen sowie Friseurdienstleistungen, Fußpflege und Personenbeförderung. Der Besuch von Museen, Kunstausstellungen sei ab Dienstag wieder untersagt.

+++ 23:21 Weitere Lockerungen in England +++
In England tritt am Montag die zweite Phase der Corona-Lockerungen in Kraft, in der auch die Außenbereiche von Pubs und Restaurants wieder öffnen dürfen. Außerdem dürfen auch alle Geschäfte, Fitnessstudios und Friseure wieder aufmachen. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte vor einer Woche erklärt, die Lockerungen seien durch die sinkenden Infektionszahlen "vollauf gerechtfertigt". Großbritannien hat mit mehr als 127.000 Corona-Toten die höchste Opferzahl der Pandemie in Europa zu beklagen. Mit den Impfungen geht es im Vereinigten Königreich allerdings gut voran. Von den gut 66 Millionen Einwohnern haben bereits mehr als 32 Millionen eine erste Impfdosis erhalten, weitere 7,47 Millionen Menschen haben bereits beide Impfspritzen bekommen. Im Rahmen eines Vier-Stufen-Plans sollen in England bis Ende Juni alle Corona-Restriktionen enden.

+++ 21:55 Scholz sieht SPD-Länder auf Kurs +++
Die sozialdemokratisch geführten Bundesländer stehen nach den Worten des SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz hinter dem Vorhaben bundeseinheitlicher Corona-Regelungen im Infektionsschutzgesetz. Er habe soeben mit den Ministerpräsidenten seiner Partei gesprochen, sagt der Bundesfinanzminister dem ZDF. "Sie stehen alle hinter diesem Vorhaben, werden das auch unterstützen. Es wird förmliche Beratungen geben, aber der Weg ist klar und wird von allen getragen." Der Gesetzesantrag werde am Dienstag im Kabinett beschlossen werden. Zuvor hatte es Detailkritik auch aus SPD-Ländern gegeben.
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+++ 21:25 "Pandemie verschlimmert": US-Außenminister greift China an +++
US-Außenminister Antony Blinken übt scharfe Kritik an China für das Verhalten des Landes bei der Aufklärung der Corona-Pandemie. China habe internationalen Experten den Zugang verweigert und Informationen nicht zeitnah bereitgestellt, sagt Blinken dem Sender NBC. Chinas Verhalten habe die Pandemie verschlimmert. Der zuständige WHO-Vertreter hatte im März beklagt, dass China eine WHO-Untersuchungskommission in dem Land behindert habe.

+++ 20:50 Corona-Ampel im Saarland springt auf Gelb +++
Im Saarland hat die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 gelegen und damit springt die Corona-Ampel im Land von "Grün" auf "Gelb". Ab Montag, dem 12. April, gilt eine erweiterte Testpflicht. Das teilt das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mit. Die bestehende Testpflicht werde auf alle bisher geöffneten Bereiche ausgeweitet - dazu zählten auch der Einzelhandel sowie die körpernahen Dienstleistungen. Im Saarland haben die Gesundheitsbehörden binnen eines Tages weitere 66 Corona-Fälle registriert. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 121,1 nach 125,0 am Vortag. Erst am Dienstag hatte das Saarland trotz steigender Infektionszahlen mit einem Ausstieg aus dem Corona-Lockdown begonnen. Eine ganze Reihe von Einrichtungen und Häusern durfte wieder öffnen, neben der Außengastronomie zählen auch Kinos, Theater, Konzerthäuser, Fitnessstudios und Tennishallen dazu.
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+++ 20:20 Nur noch ein Bundesland unter 100er-Grenze +++
Nur noch ein Bundesland liegt im Sieben-Tag-Schnitt unter dem 100er-Grenzwert, ab dem die Notbremse wirksam werden sollte: Schleswig-Holstein liegt mit einer Inzidenz von 71,1 klar darunter. Zwölf von 16 Bundesländern kommen auf steigende Inzidenzen. Lediglich Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Schleswig-Holstein haben keine steigende Dynamik.

Dabei verzeichnet Thüringen die meisten neuen Fälle pro 100.000 Einwohner - vor Hessen und Sachsen. Auch bei den aktiven Fällen ist der Freistaat mit über 300 je 100.000 Einwohner Spitzenreiter unter den Bundesländern.

+++ 20:15 Deutschland meldet 16.800 neue Fälle +++
Deutschland hat die Drei-Millionen-Marke bei den Corona-Infektionen überschritten: Die Zahl der gemeldeten Fälle ist auf 3.005.648 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 16.825 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste Sonntagsstand seit dem 20. Dezember. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 83 auf 78.433. Als aktuell infiziert gelten rund 252.200 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,22 angegeben (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt hundert Infizierte 122 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,08 (Vortag: 1,02). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4585 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2604 davon werden beatmet. Die Zahl steigt seit dem 12. März ununterbrochen, hat aber noch nicht die Höchstzahl während der zweiten Corona-Welle von 5762 erreicht. Rund 4364 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, jug/jpe/dpa/AFP/rts/DJ