Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 19:47 Ullmann: Zu früh, um Datum für Aufhebung von Corona-Regeln zu nennen +++

Auch der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann äußert sich zurückhaltend zum "Freedom Day"-Vorschlag von Kassenärztechef Andreas Gassen - er hält eine Diskussion über eine Aufhebung der Corona-Regeln zwar für richtig. Es sei aber zu früh dafür, ein konkretes Datum zu nennen, sagte Ullmann auf NDR Info. "Ob es jetzt der 30. Oktober ist, Allerheiligen oder vielleicht auch Mitte November ist", dazu wage er nichts zu sagen. In den kommenden Wochen müsse man die Corona-Entwicklungen genau beobachten. Gassen hatte sich für das Ende aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober ausgesprochen.

+++ 18:56 Jüngste Infektionswelle in Italien flaut weiter ab +++
In Italien flaut die spätsommerliche Infektionswelle weiter ab. Zuletzt melden die Behörden 4567 Neuinfektionen. Damit sinken die täglich gemeldeten neuen Corona-Fälle im Sieben-Tage-Schnitt auf unter 4400. Ende August lag der Sieben-Tage-Schnitt noch 2000 Fälle höher. Die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle hingegen liegt seit Tagen auf ähnlichem Niveau bei um die 60.

+++ 18:25 Kritik an Gassen: "Zynisch so zu tun, als sei Pandemie Privatvergnügen" +++
Der Vorstoß von Kassenärztechef Andreas Gassen, zum 30. Oktober alle Corona-Beschränkungen aufzuheben, ruft eine Reihe von Kritikern auf den Plan. Nicht nur der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält dies für "nicht ethisch vertretbar". Auch der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen widerspricht Gassen: "Jetzt so zu tun, als sei die Pandemie ein Privatvergnügen und Ungeimpfte letztlich selbst dran Schuld und wir könnten uns jetzt von allen Schutzmaßnahmen verabschieden, das halte ich für zynisch", sagt Dahmen dem Sender NDR Info. Auch widerspreche die Forderung der Haltung der Mehrheit der niedergelassenen Ärzte. Für eine Lockerung der Maßnahmen bräuchte es eine Impfquote bei den über 60-Jährigen von deutlich über 90 Prozent, in der Gesamtbevölkerung bei den impffähigen Personen von über 80 Prozent. "Es wäre gut, wenn die Kassenärztliche Vereinigung sich hier auf das Impfen konzentriert, hier mehr Tempo macht", rät Dahmen.

+++ 17:56 Nachtleben in Spanien noch eingeschränkt - 25.000 feiern in Madrid trotz Verbots im Freien +++
In der spanischen Hauptstadt Madrid haben nach Angaben der Polizei rund 25.000 junge Leute trotz Verbots eine riesige Open-Air-Party gefeiert. In sozialen Netzwerken war zu sehen, wie die Teilnehmer in der Nacht zum Samstag auf Freiflächen zwischen Universitätsgebäuden in Madrids Stadtteil Ciudad Universitaria tanzten und Alkohol tranken, wie die Zeitung "El País" berichtete. Auch aus Barcelona wurde vom Campus der Autonomen Universität eine ähnliche Massenfete mit 8000 Teilnehmern gemeldet, wie die Zeitung "La Vanguardia" schrieb. Partys im Freien oft mit viel Alkohol, die in Spanien "Botellones" genannt werden, sind verboten und das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit kann hohe Bußgelder nach sich ziehen. Das offizielle Nachtleben in Spanien unterliegt wegen Corona aber immer noch einigen Einschränkungen und ist gerade für junge Leute auch oft zu teuer.

+++ 17:20 Immer noch viele Neuinfektionen in Großbritannien - Leichter Anstieg bei Todesfällen +++
Großbritannien weist aktuell immer noch hohe Fallzahlen aus - allerdings war seit Tagen ein Rückgang bei den täglich gemeldeten Neuinfektionen zu verzeichnen. Zuletzt erfassen die Behörden 30.144 neue Corona-Fälle. Der Sieben-Tage-Schnitt bleibt damit fast unverändert bei etwa 29.500. Vor zehn Tagen wurden täglich jedoch im Schnitt 10.000 neue Fälle mehr gemeldet. Die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Todesfälle steigt hingegen weiter leicht an. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt mittlerweile bei 143 - vor zehn Tagen waren es 133.

+++ 16:17 Zahl der Neuinfektionen in Österreich stabilisiert sich +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich stabilisiert sich. Zuletzt melden die Behörden 1978 Neuinfektionen. Der Sieben-Tage-Schnitt bleibt damit bei bei knapp über 2000 - bereits seit mehreren Tagen hält er sich in etwa auf diesem Niveau. Todesfälle werden zuletzt keine neuen gemeldet. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt derzeit bei 5.

+++ 15:01 DIW-Chef: Hohe Inflation nur Reaktion auf Corona-Preissturz 2020 +++
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, tritt Sorgen wegen der aktuell hohen Inflation entgegen. Derzeit gebe es letztlich eine Normalisierung von den gefallenen Preisen in der Corona-Krise im vergangenen Jahr, sagte Fratzscher im Deutschlandfunk. Wenn man das über zwei Jahre vergleiche, sei das völlig konsistent mit der Preisstabilität. "Wir sehen also eine willkommene Normalisierung der Preise", sagte der Ökonom.

+++ 14:38 Inzidenz in Hamburg sinkt weiter - zwei Drittel bereits vollständig geimpft +++
Hamburgs Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen geht weiter zurück. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche fällt von 68,9 auf 67,4, wie die Gesundheitsbehörde mitteilt. Vor einer Woche hatte der Wert noch 86,4 betragen. Bis einschließlich Freitag wurden 1.306.253 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 70,5 Prozent der Einwohner. 1.232.920 Menschen oder 66,6 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft. Damit kommt die Hansestadt im Ländervergleich auf Platz 4.

+++ 14:13 Leichte Entspannung der Corona-Lage im Iran +++
Im Iran zeichnet sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums eine leichte Entspannung der Corona-Lage ab. Die Fallzahlen seien wegen der Delta-Variante des Coronavirus zwar immer noch relativ hoch, aber weitaus niedriger als in den letzten vier Wochen, erklärt das Ministerium auf seinem Webportal. Die Zahl der täglichen Corona-Toten sei von über 700 auf fast 350, die der Neuinfektionen von mehr als 50.000 auf weniger als 13.000 gesunken. Als Grund für die Wende nennen Gesundheitsexperten die Einfuhr ausländischer und Fertigstellung heimischer Impfstoffe in den vergangenen Wochen. Der bis dahin schleppende Fortgang der Impfungen sei kräftig beschleunigt worden.

+++ 13:57 Wiesn-Fans feiern trotz Absage ein Oktoberfest im Kleinen +++
Nach der erneuten Absage des Oktoberfests sind Wiesn-Fans in Tracht mit Bier und Brotzeit im Gepäck zur Theresienwiese gezogen. Bei strahlendem Sonnenschein kam auf dem Festgelände unter der Bavaria Oktoberfeststimmung auf. "Ozapft is", hieß es um 12 Uhr auch dort. Ohne die Corona-Pandemie hätte hier das Oktoberfest begonnen, das deswegen zum zweiten Mal nicht stattfindet.

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Hartnäckige Fans feiern die Wiesn trotz Absage.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 13:30 Zahl der Intensivpatienten leicht rückläufig +++
Die Zahl der Covid-Intensivpatienten geht weiter leicht zurück. Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1522 Menschen mit einer Corona-Infektion intensivmedizinisch behandelt. Das ist ein Rückgang von 22 im Vergleich zum Vortag. Von den Patienten werden 830 beatmet - vier weniger als am Tag zuvor. Rund 4100 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 13:07 Kassenärzte-Chef will Ende aller Beschränkungen im Oktober +++
Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert ein Ende der Corona-Eindämmungsmaßnahmen zu Ende Oktober. Nötig sei "eine klare Ansage der Politik: In sechs Wochen ist auch bei uns 'Freedom Day'", sagt er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit Verweis auf das entsprechende Vorgehen in Großbritannien im Juli. Am 30. Oktober sollten "alle Beschränkungen" aufgehoben werden. "Das gibt jedem, der will, genug Zeit, sich noch impfen zu lassen", argumentiert Gassen. "Meine Wette: Dann sind wir Ende Oktober bei einer Impfquote von 70 Prozent oder noch höher, weil sehr viele Menschen das Angebot dann doch schleunigst annehmen werden." Ohne die Ankündigung eines klaren Stichtags "werden wir uns endlos weiter durch diese Pandemie schleppen", sagt Gassen voraus. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:21 Hunderte Festnahmen bei Lockdown-Protesten in Australien +++
In Australien ist es bei nicht genehmigten Demonstrationen von Lockdown-Gegnern zu gewaltsamen Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Dabei wurden in Melbourne 235 Personen und in Sydney 32 Personen festgenommen, wie die Behörden mitteilen. Zudem seien mehrere Polizisten verletzt worden. Zu dem Protest gegen die Corona-Politik der Regierung waren in Melbourne rund 700 Menschen zusammengekommen, obwohl etwa 2000 Polizisten das Stadtzentrum abgeriegelt hatten, um Demonstrationen zu verhindern. Australien macht seit Mitte Juni die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus zu schaffen. Zur Eindämmung ist seit Wochen in Sydney, Melbourne und auch in der Hauptstadt Canberra einer strenger Lockdown in Kraft.

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In Melbourne gerieten Polizisten und Demonstranten aneinander.

(Foto: AP)

+++ 11:44 Spahn will im Südosten deutlich höhere Impfquoten erreichen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat auf die Unterschiede beim Fortschritt der Corona-Impfungen zwischen den Bundesländern hingewiesen. "Im Nordwesten sind wir fast am Ziel, im Südosten sollten wir noch deutlich höhere Quoten erreichen", schreibt der CDU-Politiker bei Twitter. In Deutschland haben 62,9 Prozent der Bürgerinnen und Bürger (52,3 Millionen Menschen) vollen Impfschutz, 67,1 Prozent (55,8 Millionen) erhielten mindestens eine Impfung. Tatsächlich sind im Nordwesten deutlich mehr Menschen gegen Corona geimpft als im Südosten, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen. Bremen ist Spitzenreiter: Hier wurden 77,7 Prozent der Bürger einmal geimpft und 73,3 Prozent haben einen vollständigen Schutz. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:02 Lauterbach warnt vor schwieriger Lage im Herbst +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fürchtet eine schwierige Corona-Lage im Herbst, falls die Impfkampagne nicht besser vorankommt. "Was wir momentan sehen, ist nach meinem Dafürhalten eine Verschnaufpause, nicht viel mehr", sagt er der "Passauer Neuen Presse" mit Blick auf die zuletzt leicht sinkenden Infektionszahlen. "Ich gehe davon aus, dass die Fallzahlen in dem Moment wieder steigen werden, in dem sich das Leben der Menschen verstärkt in Innenräumen abspielt." Deutschland brauche eine "sehr viel höhere Impfquote", um in absehbarer Zeit in die Normalität zurückzukehren, mahnt Lauterbach. "Andernfalls droht uns ein schwieriger Herbst." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:30 Impfaktionswoche bringt nicht den erhofften Schub +++
Trotz Impfaktionswoche bleibt ein Schub bei den Impfungen in Deutschland aus. Während von Montag bis Donnerstag die Zahl der durchschnittlich verabreichten Impfungen erstmals wieder konstant stieg, brachte der gestrige Impftag einen unerwarteten Einbruch mit sich. Zwischenzeitlich schien der monatelange, teils steile Abwärtstrend gestoppt: Ein leichter Zuwachs in der Impfleistung drückte die Zahl der pro Woche durchschnittlich verimpften Dosen am Donnerstag kurzfristig wieder über die Marke von 190.000. Am gestrigen Freitag fiel sie jedoch wieder auf 181.706 ab.

+++ 09:58 GEW-Chefin warnt vor erneuten Schul-Schließungen +++
Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, warnt vor erneuten Schul- und Kita-Schließungen wegen der Pandemie im Herbst und Winter. "Die Politik muss jetzt alles dafür tun, dass wir keinen Winter wie im vergangenen Jahr bekommen", sagt sie "Business Insider". Der aktuelle Kurs sei aber der Falsche und die Maßnahmen für Schulen zu zögerlich. Ein Problem sei vor allem, dass nach wie vor flächendeckende PCR-Tests an Schulen fehlten. Zu viele Schulen setzten immer noch auf übliche Schnelltests, bei denen das Ergebnis aber oft nicht präzise genug sei. Statt über Prävention zu diskutieren, begrenzten die Gesundheitsminister der Länder die Quarantäne in Kitas und Schulen auf wenige Personen. Es brauche aber einen Mix aus Maßnahmen aus PCR-Tests, Luftfiltern und mehr Personal. Sonst könne man nicht am Präsenz-Unterricht festhalten, wie von den Gesundheitsministern versprochen.

+++ 09:19 Pandemie-Schwerpunkt liegt im Süden Deutschlands +++
Die meisten Regionen mit Sieben-Tage-Inzidenzen jenseits der 100 verzeichnet derzeit Bayern. Dort gibt es 20 Regionen, die die Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschreiten. Baden-Württemberg weist 15 solcher Regionen auf, zudem ist es derzeit das einzige Flächen-Bundesland, in dem kein einziger Kreis unter der 35er-Schwelle liegt. Damit hat sich der Pandemie-Schwerpunkt klar in den Süden verlagert.

+++ 08:47 Verfahren gegen mutmaßlichen 9/11-Drahtzieher wegen Infektion ausgesetzt +++
Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, im US-Gefangenenlager Guantanamo ist erneut unterbrochen worden. Der vorsitzende Richter setzt die Vorverhandlungen am Freitag aus, nachdem eine Corona-Ansteckung unter den anwesenden Journalisten festgestellt wurde, wie das Gericht mitteilt. Ein weiterer Anwesender während der Anhörungen zeigte demnach Symptome, eine Ansteckung ist bislang aber nicht erwiesen. Die Anhörung am Freitag sollte die letzte der zweiwöchigen Sitzung sein, nachdem das Verfahren nach rund eineinhalbjähriger Unterbrechung wieder aufgenommen worden war.

+++ 08:05 Kanzler Kurz: Bei steigenden Fallzahlen Après-Ski nur für Geimpfte +++
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, kündigt er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe an. Sowohl 70 Prozent der über Zwölfjährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien geimpft. "Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege." Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Am Freitag wurde in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt. Die Kläger sind Hinterbliebene eines Corona-Toten, der in Ischgl geurlaubt hatte.

+++ 07:31 Nationalspieler Ginter: Impfung hat Schlimmeres verhindert +++
Sein Impfschutz hat Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter bei seiner Corona-Infektion nach eigener Aussage vor einem noch heftigeren Verlauf geschützt. Dennoch gab der 27 Jahre alte Abwehrspieler zu, von der Infektion heftig getroffen worden zu sein. "Ich hatte Fieber, Geschmacksverlust, war völlig fertig, allein der Weg vom Bett bis ins Badezimmer erwies sich als wahre Kraftanstrengung", erzählt Ginter im "Express". "Der Sonntag und Montag nach dem Leverkusen-Spiel hatten es in sich. Das war schon krass." Der doppelt geimpfte Innenverteidiger von Borussia Mönchengladbach war vor einem Monat im Spiel bei Bayer Leverkusen vorzeitig ausgewechselt worden. Er ging zu dem Zeitpunkt noch von einem einfachen Infekt aus. Ein anschließender Corona-Test war dann aber positiv.

+++ 06:58 US-Kliniken kämpfen mit Personalnot und Ausrüstungsengpässen +++
In den USA sehen sich viele Krankenhäuser wegen des Anstiegs von Coronavirus-Fällen immer mehr mit Personal- und Ausrüstungsengpässen belastet. Lieferprobleme würden dazu führen, dass einige Krankenhäuser nicht mehr genügend Sauerstoff für die Patienten hätten, sagt Nancy Foster, Vizepräsidentin für Qualität und Patientensicherheit der American Hospital Association. "Es gibt einen Mangel an Fahrern, die für den Transport von Sauerstoff qualifiziert sind und einen Mangel an den dafür benötigten Tanks. "Einige Krankenhausmitarbeiter seien von der neuen Welle von Coronavirus-Fällen so überfordert, dass sie Jobs im Einzelhandel und anderen nicht-medizinischen Bereichen angenommen hätten, so Foster.

+++ 06:22 Corona-Ausbruch bei 2G-Party: Keine schweren Verläufe +++
Nach dem Corona-Ausbruch in Münster bei einer 2G-Party mit über 80 Infizierten unterstreichen Experten dennoch die Bedeutung der Schutzimpfung. Unter Extrembedingungen eines Clubs mit Hunderten Besuchern, Enge und dicht geführten Gesprächen bei lauter Musik seien Infektionen auch für Geimpfte und Genesene nicht völlig auszuschließen, sagt Bernd Salzberger, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie. Die Impfung schütze in diesen Fällen aber offensichtlich trotzdem: Die Betroffenen in Münster hätten durchweg keine schweren Verläufe.

+++ 05:28 RKI registriert 8901 neue Fälle +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am fünften Tag in Folge gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 72,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 82,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8901 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.40 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.214 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 63 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 45 Todesfälle gewesen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:07 Diesjähriger Tokio-Marathon wegen Pandemie offiziell abgesagt +++
Wegen der Pandemie wird der Tokio-Marathon am 17. Oktober nicht stattfinden. Wie die Veranstalter des Rennens auf ihrer Webseite bekanntgeben, wird der größte Marathon in Japan pandemiebedingt abgesagt und soll dafür am 6. März 2022 nachgeholt werden. Zu den international bedeutenden Marathonläufen, die im Herbst wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden, zählen neben Tokio auch die Rennen in Prag und Frankfurt.

+++ 03:16 Slowenien führt Impfpflicht im öffentlichen Dienst ein +++
Slowenien führt eine Impfpflicht für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes ein. Die rund 31.000 Beschäftigten müssten ab 1. Oktober entweder vom Coronavirus genesen oder geimpft sein, teilt die Regierung mit. Wer eine Impfung ablehnt und nicht im Homeoffice arbeiten kann, könnte demnach seinen Job verlieren. Die slowenische Regierung hofft, auf diese Weise das Impftempo im Land zu steigern.

+++ 02:02 Discos in Belgien dürfen wieder öffnen +++
In Belgien wird bald wieder getanzt: Nach monatelanger Zwangspause in der Corona-Krise dürfen die Discos am 1. Oktober wieder öffnen. Voraussetzung sei, dass die Clubs mit dem sogenannten Covid-Ticket arbeiten, sagt Regierungschef Alexander De Croo nach Regierungsberatungen. Die Feiernden müssen also geimpft, getestet oder genesen sein. Einzelne Regionen können je nach Gesundheitslage strengere Regeln festlegen.

+++ 01:12 Regeln bei Reisen nach England werden für Geimpfte vereinfacht +++
Die britische Regierung hat die Corona-Regeln für Geimpfte bei Reisen nach England gelockert. Wer vollständig geimpft ist, muss demnach vom 4. Oktober an bei der Einreise in den größten britischen Landesteil keinen Nachweis über einen negativen Test mehr vorlegen. Auch der bislang notwendige PCR-Test am zweiten Tag nach der Ankunft soll ab Ende Oktober durch einen Antigen-Test ersetzt werden können, teilt Verkehrsminister Grant Shapps mit. Die neue Regelung gilt allerdings nur für Reisen aus Ländern, die im bisherigen Ampelsystem der britischen Regierung nicht unter die Kategorie Rot fallen. Die Kategorien Grün und Orange, unter denen bislang alle EU-Länder geführt werden, sollen zudem zu einer einzigen zusammengefasst werden.

+++ 00:01 117 Millionen Kinder gehen noch nicht wieder in die Schule +++
Eineinhalb Jahre nach den weltweiten Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie gehen 117 Millionen Kinder noch immer nicht wieder in die Schule. "Je länger die Schulen geschlossen bleiben, desto schlimmer sind die Folgen", betont die Bildungsbeauftragte der UN-Bildungsorganisation Unesco, Stefania Giannini, in einer Erklärung. Möglicherweise entstünden dadurch bleibende Schäden hinsichtlich der Gesundheit und Ausbildung der Kinder.

+++ 23:08 US-Präsident Biden lädt zu virtuellem Corona-Gipfel +++
US-Präsident Joe Biden lädt für kommenden Mittwoch am Rande der UN-Generalversammlung zu einem virtuellen Corona-Gipfel. "Bei diesem Treffen geht es darum, unsere gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung von Covid-19 zu erweitern und zu verstärken", teilt die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, mit. Ziel sei es, Staats- und Regierungschefs mit Nichtregierungsorganisationen zusammenzubringen, um sich auf eine "gemeinsame Vision zur Bekämpfung" von Corona zu einigen. Zentrales Thema bei dem Treffen ist die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff. Auch Covid-19-Tests, Behandlungsmöglichkeiten und die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung stünden auf der Agenda, heißt es weiter.

+++ 22:17 US-Expertengremium gegen Drittimpfung für alle ab 16 Jahren +++
Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich gegen Corona-Drittimpfungen für alle Menschen ab einem Alter von 16 Jahren ausgesprochen. Die Mitglieder der unabhängigen Impfkommission stimmten am Freitag gegen eine grundsätzliche Auffrischungsimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer. Sie verweisen unter anderem auf mögliche Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen. Es dürfte aber noch eine zweite Abstimmung zu einer Booster-Impfung für ältere Menschen folgen.

+++ 21:53 Angst vor Corona führt zu mehr Unfällen in Londoner U-Bahn-Stationen +++
In Londoner U-Bahn-Stationen steigt die Zahl der Unfälle zuletzt stark an, weil viele Passagiere aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus davor zurückschrecken, den Handlauf der Rolltreppen zu berühren. Die Folge sei ein Anstieg potenziell tödlicher Stürze, zitieren britische Medien die Londoner Verkehrsgesellschaften. Zwischen April und Juni dieses Jahres gab es demnach zwölf Tote oder Schwerverletzte in den U-Bahn-Stationen der britischen Hauptstadt sowie 23 in Bussen. Das seien mehr als in den vergangenen Quartalen, berichten die Zeitungen "Daily Telegraph" und "Evening Standard".

+++ 21:16 USA wollen Millionen Biontech/Pfizer-Impfdosen kaufen und spenden +++
Die USA wollen einem Medienbericht zufolge Hunderte Millionen zusätzliche Impfdosen des Biontech-Partners Pfizer kaufen und weltweit spenden. Der Kauf solle Anfang kommender Woche anlässlich der UN-Vollversammlung verkündet werden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen. US-Präsident Joe Biden macht sich im Kampf gegen die Pandemie für eine weltweite Impfkampagne stark. Die USA drängen andere Länder dazu, bis 2022 eine Impfquote der Weltbevölkerung von 70 Prozent anzustreben, wie aus US-Diskussionsvorlagen für einen am Rande des UN-Treffens geplanten virtuellen Corona-Gipfel hervorgeht.

+++ 20:42 Spahn: Covid-Antikörpertest soll Nachweis für unwissentlich Infizierte werden +++
Das Bundesgesundheitsministerium wertet den Corona-Antikörper-Test deutlich auf. Erleichtert werden solle so der Nachweis für unwissentlich Infizierte, die ebenfalls nur eine Impfdosis benötigen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte dem Blatt, so solle unkompliziert der Nachweis ermöglicht werden, sich nur einmal impfen lassen zu müssen. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken. Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen." Die Kosten für den Antikörper-Test würden allerdings nicht übernommen. Derzeit liegen sie bei etwa 20 bis 25 Euro.

+++ 20:03 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 10.429 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland steigt auf 4.128.944. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kommen damit 10.429 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche verringert sich das Meldeaufkommen damit um 17,4 Prozent: Am 10. September waren noch 12.626 Fälle übermittelt worden. Es ist zudem der sechste Rückgang im Vorwochenvergleich in Folge. Als aktuell infiziert gelten rund 166.500 Personen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion steigt um 71 auf 92.872. Am vergangenen Freitag waren 56 Sterbefälle und damit weniger gezählt worden. Allerdings läuft dieser Indikator der Entwicklung bei den Fallzahlen in der Regel ein paar Wochen nach.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,94 angegeben (Vortag: 0,92). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1544 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 834 davon werden beatmet. Rund 3859 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Alle früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, chf/mpe/dpa/AFP/rts

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