Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 19:50 Skepsis rückläufig: Astrazeneca wird beliebter +++

Nach vorübergehender Skepsis ist die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin in Deutschland deutlich gestiegen. "Wir verzeichnen eine deutliche Nachfrage der Ärzte", sagte ein Sprecher des Deutschen Apothekenverbandes. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigt den Trend: "Wir haben Mitteilungen aus der Ärzteschaft, dass dieses Angebot auch von jüngeren Menschen tatsächlich sehr dankbar angenommen wird", sagte ein Sprecher in Berlin.

+++ 19:20 "Ansteckender": Johnson besorgt über B.1.617.2 +++
Die indische Variante des Coronavirus B.1.617.2 ist nach Ansicht britischer Experten leichter übertragbar als die bisher vorherrschenden Virus-Varianten, inklusive der britischen Variante B.1.1.7. Das sagte der Premierminister Boris Johnson in London. Noch sei nicht klar, um wie viel schneller sich die Variante verbreite, so der konservative Politiker weiter. Im schlimmsten Fall stünden dem Land schwere Entscheidungen bevor. Insgesamt sind die Infektionszahlen in Großbritannien mit einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von rund 23 sehr niedrig. Regional kam es aber wieder zu einem Anstieg, der teilweise auf die indische Variante zurückgeführt wird. Laut Behördendaten hat sich die Zahl der in Großbritannien nachgewiesenen Fälle der Variante B.1.617.2 innerhalb einer Woche auf gut 1300 Fälle verdoppelt. Bislang sei der Fahrplan mit weiteren Öffnungsschritten am kommenden Montag nicht in Gefahr, sagte Johnson.
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+++ 18:50 Italien freut sich über Inzidenz von 96 +++
In Italien bessert sich die Corona-Lage weiter: Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt - wie in Deutschland - unter den Wert von 100. Die Behörden registrierten etwa 96 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Stand: 13. Mai). Drei der rund 20 Regionen hätten sogar die 50er-Marke unterschritten, sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstituts, Silvio Brusaferro, in Rom. Das 60-Millionen-Einwohner-Land steuert seit mehreren Wochen wegen sinkender Corona-Zahlen einen schrittweisen Lockerungskurs. Von Montag an sollen alle Regionen mit Ausnahme des Aostatals im Norden zur Gelben Zone mit moderatem Virus-Risiko und geringen Corona-Sperren gehören.

+++ 18:19 Spahn bremst die Länder beim Öffnen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erstmals präzise Öffnungsschritte für den Weg aus der Pandemie benannt. In einem Schreiben an die Gesundheitsminister der Länder benennt Spahn einige "Faustformeln", nach denen die Länder ihre Maßnahmen ausrichten sollen, wenn die Inzidenz in der Region unter den Schwellenwert 100 gesunken ist. Private Treffen sollten demnach in den kommenden Wochen nur mit einem weiteren Haushalt und unter Schutzmaßnahmen stattfinden. Die Innengastronomie solle "unbedingt geschlossen" bleiben, heißt es. Spahns Schreiben ist laut SZ weniger ein Öffnungsplan, als ein Versuch, die Lockerungsbestrebungen in zahlreichen Bundesländern zu bremsen. Es dürfe keinesfalls einen "politischen Wettlauf der Lockerungen" geben, heißt es in dem Papier.
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+++ 17:44 Berlin setzt Großbritannien wieder auf Risikoliste +++
Die Bundesregierung stuft Großbritannien trotz niedriger Infektionszahlen ab Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein. Grund ist das "zumindestens eingeschränkte Vorkommen" der zuerst in Indien festgestellten Virusvariante, wie das Robert Koch-Institut im Internet bekanntgab. Die Variante B.1.617.2 hat in Indien zu dramatischen Infektionszahlen beigetragen. Die Nachbarländer Sri Lanka und Nepal werden von der Bundesregierung am Sonntag ebenfalls hochgestuft: Sri Lanka zum Risikogebiet und Nepal zum Virusvariantengebiet, der höchsten Risikostufe. Es gibt aber auch neun Länder und Regionen, die auf der Corona-Risikoskala zurückgestuft werden - vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet: Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Estland, Ukraine, Jordanien, Libanon und die Palästinensischen Autonomiegebiete. Mit den Kanarischen Inseln wird außerdem ein weiteres beliebtes Urlaubsziel der Deutschen ganz von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen.
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+++ 17:15 Spahn mit Astrazeneca geimpft +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich von seinem Hausarzt im münsterländischen Legden gegen Corona impfen lassen. Der 40-Jährige erhielt den Impfstoff der Firma Astrazeneca. Er habe sich nach einem Gespräch mit dem Arzt bewusst dafür entschieden, erklärte er nach Angaben eines Sprechers. Für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe, sagte der Sprecher weiter. "Nach diesen langen Monaten der Pandemie fühlt es sich gut an, geimpft und damit geschützt zu sein", betonte der CDU-Politiker. Nach Angaben seines Ministeriums hätte Spahn auch in Berlin die Möglichkeit gehabt, sich als Mitglied der Bundesregierung in der Prioritätsgruppe 3 mit anderen Impfstoffen impfen zu lassen.
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Die Qual der Wahl: Spahn lässt sich bei seinem Hausarzt das Vakzin von Astrazeneca spritzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 16:47 Berliner Senat kennt Impfquote der Altersklassen nicht +++
Der Berliner Senat hat laut "Tagesspiegel" keinen Überblick, wie weit die Impfkampagne in der Hauptstadt bei den verschiedenen Altersgruppen fortgeschritten ist. Auf eine Anfrage der Zeitung - wie hoch der Anteil der Geimpften bei den über 80-Jährigen sowie in allen Altersklassen darunter ist (70-79, 60-69, 50-59, 40-49) - habe die Gesundheitsverwaltung keine Angaben liefern können. Auch deren Verweis auf das Robert-Koch-Institut (RKI) führte dem Bericht zufolge nicht weiter: Berlin gehört zu den vier Ländern, für die diese Daten beim RKI nicht aufgeschlüsselt sind. Die Datenlücke wiegt umso schwerer, als Berlin die Priorisierung in den Arztpraxen ab Montag aufhebt.

+++ 16:17 Indien setzt Sputnik V auf den Impfplan +++
In Indien wird nun auch der russische Corona-Impfstoff Sputnik V eingesetzt. Die ersten Impfungen mit dem Vakzin hätten im zentralindischen Hyderabad begonnen, teilte der russische Staatsfonds RDIF mit. Sputnik V sei damit der "erste im Ausland hergestellte Impfstoff, der in Indien genutzt wird". Eine zweite Charge werde in den kommenden Tagen in Indien erwartet. Die indischen Behörden hatten Sputnik V Mitte April eine Notzulassung erteilt. Mehrere in Indien ansässige Pharmafirmen, darunter Virchow Biotech und Hetero Biopharma, wurden zudem Lizenzen für eine örtliche Produktion des russischen Vakzins erteilt.

+++ 15:47 USA entlassen Geimpfte aus der Maskenpflicht +++
In den USA müssen vollständig gegen Corona Geimpfte nach einer Empfehlung der Gesundheitsbehörde CDC in den allermeisten Situationen keine Maske mehr tragen - weder drinnen noch draußen. Sie müssen auch keinen Sicherheitsabstand mehr einhalten. Präsident Joe Biden nannte die Entscheidung im Weißen Haus einen "Meilenstein". "Heute ist ein großer Tag für Amerika in unserem langen Kampf gegen das Coronavirus", sagte Biden. Zugleich betonte er, dass für Menschen ohne vollen Impfschutz die bisherigen Corona-Regeln weiter gelten. CDC-Chefin Rochelle Walensky sagte: "Wir haben uns alle nach diesem Moment gesehnt."

+++ 15:17 Ansturm auf Impfprojekt in Neukölln +++
Geduldiges Warten in einer langen Schlange: Bei der ersten Berliner Schwerpunktimpfung im Stadtteil Neukölln hat das große Interesse die Gesundheitsverwaltung positiv überrascht. "Wir sind überwältigt von der Nachfrage", sagte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz am Freitagmittag. Es gebe für Freitag jedoch nur 400 Impfdosen. "Viele werden wiederkommen müssen." Bis Sonntagabend stünden insgesamt 1200 Impfdosen bereit - für mehr als 10.000 Menschen aus Wohngebieten mit besonders hohen Ansteckungsgszahlen.
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Vor allem junge Neuköllner stellen sich in die Warteschlange vor der Turnhalle.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 14:46 Bayern lockert Besuchsregeln in Altenheimen +++
Geimpfte und genesene Menschen benötigen in Alten- und Pflegeheimen in Bayern künftig keinen negativen Corona-Test mehr. "Das ist für Bewohner, Angehörige und Personal ein weiterer Schritt zu einer Normalisierung des Lebens in den Einrichtungen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Geimpfte und Genesene würden nun Menschen, die negativ getestet sind, gleichgestellt. Für Geimpfte gilt die Erleichterung mit einem für sie ausgestellten Impfnachweis. So müssten etwa Besucher, deren abschließende Impfung mindestens 15 Tage zurückliegt, beim Besuch einer entsprechenden Einrichtung keinen negativen Testnachweis mehr vorlegen, sagte der CSU-Politiker.

+++ 14:11 Nach Verstößen zugeschüttet: Unbekannte räumen Skatepark frei +++
Unbekannte haben den Skatepark von Dieburg von Rollsplitt befreit. Die Stadt hatte die Sportanlage wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen zugeschüttet und damit bundesweite Reaktionen ausgelöst. Der Stadt kommt die Aktion nicht ungelegen, wie Bürgermeister Frank Haus sagte: Wegen sinkender Inzidenzen im Kreis Darmstadt-Dieburg muss die Kommune den Platz ohnehin wieder freigeben. "Der Aufwand der Reinigung hat sich nun deutlich verringert", sagte Haus. "Die Kehrmaschine beseitigt verbliebene Reste, um eine gefahrlose Benutzung der Anlage sicherzustellen." Man werde aber weiter die Einhaltung der Corona-Kontaktbeschränkungen kontrollieren. Die Kehraktion sei zwar nicht angemeldet gewesen, aber man habe die Aktion lediglich von der Polizei "begleiten" lassen. Eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs werde nicht gestellt.

+++ 13:51 Italien schafft Quarantänepflicht für Einreisende ab +++
Italien lockert ab 16. Mai die Quarantänebeschränkungen für Einreisende aus der EU, Großbritannien und Israel. Das teilt das italienische Gesundheitsministerium mit. Demnach ist auch für Italien-Urlauber aus Deutschland nur noch ein negativer Test erforderlich. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen.

+++ 13:21 Litauen spendet 200.000 Impfdosen an andere Länder +++
Litauen wird 200.000 Impfstoff-Einheiten an andere osteuropäische Staaten spenden. "Helfen ist die wahre Solidarität", sagt Außenminister Gabrielius Landsbergis. Dabei kündigt er an, dass die Ukraine die Hälfte des Kontingents erhalten soll. Die Vakzine werden an die EU-Länder der "Östlichen Partnerschaft" geliefert. Dazu gehören auch Weißrussland, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien und Armenien.

+++ 12:41 Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sinkt weiter +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist abermals gesunken und bewegt sich auf dem Niveau von Anfang April. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 4182 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 74 Patienten. Demnach müssen 2635 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 18 Personen weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4346 Betten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 12:16 Bisher rund 13.000 Positivtests nach Zweitimpfung +++
In Deutschland wurden bisher rund 13.000 vollständig Geimpfte noch positiv auf das Coronavirus getestet, teilt das Gesundheitsministerium mit. Das entspricht bei insgesamt mehr als acht Millionen Zweitimpfungen etwa 0,16 Prozent. Es sei aber nicht klar, ob die Erkrankung bei vollem Impfschutz, also mehr als 14 Tage nach der zweiten Impfung, auftrat oder in den Tagen davor. Impfungen können Corona-Infektionen zwar in den meisten Fällen verhindern, allerdings nicht zu hundert Prozent. Die Wissenschaft geht davon aus, dass der Körper nach der zweiten Impfung rund zwei Wochen braucht, um den vollen Impfschutz aufzubauen.

+++ 11:41 Berlins Gastronomie darf zu Pfingsten draußen öffnen +++
Zu Pfingsten soll es so weit sein: Die Cafés und Restaurants der Hauptstadt sollen ab 21. Mai (Freitag vor Pfingsten) zumindest im Freien wieder Gäste bedienen dürfen. Das beschließt der Berliner Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Demnach muss es nicht nur ein Hygienekonzept geben, sondern auch die Sieben-Tage-Inzidenz bis dahin weiter stabil unter 100 liegen. Gäste müssen außerdem einen negativen Corona-Test nachweisen oder vollständigen Impfschutz haben. Aktuell liegt die Berliner Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI bei 71,5.

+++ 11:21 T-Zellen-"Super-Impfung" könnte 2022 kommen +++
Wie lange wirkt die Corona-Impfung? Die Befürchtung ist, dass der Schutz der derzeit verwendeten Vakzine mit der Zeit abnimmt und gegen Mutationen wirkungslos sein könnte. Mehrere Startups arbeiten deshalb an einem Impfstoff, der diese Sorge beseitigen soll. ntv-Expertin Tamara Bilic berichtet.

+++ 11:03 Spahn: Bis Ende Mai Schwerpunkt bei Zweitimpfungen +++
Bis Ende Mai wird der Schwerpunkt beim Impfen nicht mehr bei den Erst-, sondern den Zweitimpfungen liegen. Das teilt Gesundheitsminister Jens Spahn bei einem Besuch im Bundeswehr-Verteilzentrum in Quakenbrück mit. Der Schritt sei nötig, um den vollen Impfschutz bei denen zu erreichen, die bereits einmal geimpft worden sind. Die Erstimpfungen würden dann wieder im Juni in den Vordergrund rücken, so Spahn. Zudem fordert er Kapazitäten für eine längerfristige Lagerung von Impfstoffen mit Blick auf möglicherweise nötige Nachimpfungen.

+++ 10:29 England will trotz B.1.627.2-Ausbreitung weiter lockern +++
Trotz eines deutlichen Anstiegs von Fällen der indischen Virusvariante B.1.617.2 hält die britische Regierung an ihren Lockerungsplänen fest. Es gebe keinen Beweis dafür, dass B.1.627.2 sich stärker auf die Menschen auswirke oder dass Impfstoffe nicht dagegen wirkten, betont der für die Impfkampagne verantwortliche Staatssekretär Nadhim Zahawi beim Sender Sky News. Der Plan, mit der Öffnung zu beginnen, bleibe bestehen. Unter anderem sollen demnach noch mehr Proben gensequenziert werden. Laut Statistiken von Public Health England hat sich die Zahl der nachgewiesenen Fälle der Variante B.1.617.2 innerhalb einer Woche auf gut 1300 Fälle verdoppelt.

+++ 09:43 Deutschland erreicht neuen Impfrekord +++
Bei seiner Impfkampagne hat Deutschland zum vierten Mal mehr als eine Million Dosen an einem Tag verspritzt – und damit einen neuen Rekord erreicht. Dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden am Mittwoch bundesweit 1.353.453 Impfungen durchgeführt. Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen ist demnach inklusive der Donnerstagswerte auf mehr als 38,6 Millionen gestiegen. Aufgrund des Himmelfahrt-Feiertags wurden die Werte für Mittwoch und Donnerstag gebündelt bekannt gegeben. Laut RKI sind nun mehr als 29,8 Millionen Menschen in Deutschland erstgeimpft, das entspricht einer Quote von 35,9 Prozent. Die Quote der Zweitimpfungen liegt bei 10,6 Prozent. Es sind also mehr als 8,8 Millionen Personen voll geimpft.

+++ 09:17 In diesen Regionen greift die "Bundes-Notbremse" noch +++
In den meisten deutschen Regionen sind die Regeln der "Bundes-Notbremse" weiterhin in Kraft - die dortigen Behörden müssen laut Infektionsschutzgesetz also verschärfte Pandemie-Auflagen umsetzen. Allerdings nimmt die Zahl weiter stetig ab: Von den 412 Regionen, die das Robert-Koch-Institut ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), überschreiten 253 (gestern: 263, vorgestern: 276) mindestens drei Tage lang die für die "Bundes-Notbremse" ausschlaggebende 100er-Marke bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Das entspricht einem Anteil von 61 Prozent, also etwas weniger als zwei Dritteln Deutschlands. Zwei Landkreisen drohen verschärfte Maßnahmen, da sie die 100er-Schwelle zwei Tage hintereinander überschreiten. Lockerungen sind laut Infektionsschutzgesetz erst möglich, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 fällt.

+++ 08:51 Zahl der Regionen unter 50er-Obergrenze steigt auf 45 +++
Die Zahl der Regionen, in denen sich das Fallaufkommen laut Robert-Koch-Institut (RKI) unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt, ist weiter gestiegen. Den RKI-Daten zufolge weisen 45 Städte und Landkreise (gestern: 36, vorgestern: 26, vorvorgestern: 21) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der alten sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen 367 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert.

+++ 08:34 USA: niedrigster Donnerstagszuwachs seit Dreivierteljahr +++
In den USA entspannt sich die Virus-Lage mit Blick auf die Infektionszahlen weiter: Binnen eines Tages verzeichneten die Behörden zwar mindestens 38.304 neu erkannte Infektionen mit dem Coronavirus, zugleich markiert dies den niedrigsten Donnerstagswert seit 10. September 2020 – also seit exakt 35 Wochen (acht Monaten). Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Am vergangenen Donnerstag (6. Mai) hatten die US-Behörden 47.836 neue Fälle verzeichnet, die Woche davor 58.528. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten wuchs laut NYT auf mehr als 32,88 Millionen an. Auch die Zahl der täglich registrierten Todesfälle schwächt sich im Wochenvergleich ab. Laut NYT registrierten die US-Behörden mindestens 780 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, in der Vorwoche waren es 830 gewesen. Am Donnerstag von vor zwei Wochen (29. April) jedoch wurden 879 neue Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt laut NYT-Zählung nun 583.990.

+++ 08:12 Indien verzeichnet weitere 4000 Virus-Tote +++
In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 343.144 neu erkannte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionsfälle steigt damit auf 24,05 Millionen. 4000 weitere Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben, insgesamt sind es nun 262.317 Todesfälle. Allein in dieser Woche verzeichnen die Behörden 1,4 Millionen weitere Ansteckungsfälle und mehr als 16.000 Tote. Die Dunkelziffer in dem Land mit seinen mehr als 1,36 Milliarden Einwohnern dürfte Experten zufolge deutlich höher sein.

+++ 07:41 Flensburg steuert auf Sieben-Tage-Inzidenz von 10 zu +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt die bayerische Stadt Coburg die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge stieg das dortige Fallaufkommen von 255,6 auf 284,9 neu registrierte Fälle je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Darunter folgen der thüringische Landkreis Gotha (275,0) und die bayerische Stadt Schweinfurt (260,2). Insgesamt ist die Zahl der deutschen Regionen oberhalb der 200er-Marke im Vergleich zum Vortag von 18 auf 13 gesunken. Mehr als ein Drittel davon liegt in Bayern (Landes-Fallaufkommen: 95,3). Die bundesweit geringste Sieben-Tage-Inzidenz auf Kreisebene gibt es laut RKI-Daten weiter im hohen Norden: Demnach weist die Stadt Flensburg in Schleswig-Holstein einen Wert von 11,1 (Vortag: 16,6) auf.

+++ 07:07 Nun auch Bayern: Mehr als Hälfte der Bundesländer liegt unter 100 +++
In der aktuellen Virus-Lage liegt nun die Hälfte der Bundesländer mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb der 100er-Schwelle. Das geht aus dem aktuellen RKI-Datenstand hervor. Demnach ist im Laufe des Donnerstags auch das bayerische Fallaufkommen unter die "Notbremsen"-Marke von 100 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner gesunken (95,3 | Vortag: 101,0). Dort befinden sich weiterhin Berlin (71,5), Brandenburg (72,3), Bremen (74,7), Hamburg (56,1), Mecklenburg-Vorpommern (71,9), Niedersachsen (68,3), Rheinland-Pfalz (83,0) und Schleswig-Holstein (42,8). Bis auf das Saarland weisen alle Länder sinkende Fallaufkommen auf. Thüringen führt mit dem Wert von 148,5 weiter die Super-Hotspot-Liste an, Schleswig-Holstein (42,8) liegt den dritten Tag hintereinander im 40er-Bereich.

+++ 06:31 Zehn Wochen vor Olympia: Japan weitet Notstand aus +++
Nur zehn Wochen vor Beginn der geplanten Olympischen Spiele weitet Japan den Corona-Notstand nochmals aus. In den Präfekturen Hokkaido, Okyama und Hiroshima müssten bis 31. Mai ebenfalls strengere Restriktionen umgesetzt werden, teilt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura mit. Nishimura ist neben Wirtschaft auch für die Pandemiebekämpfung verantwortlich. In Tokio, Osaka und vier weiteren Präfekturen gilt bereits der Ausnahmezustand. Ein Lockdown ist der Notstand in Japan aber nicht: Große Komplexe wie Kaufhäuser und Kinos sollen entweder geschlossen bleiben oder früher schließen und Werktätige sollen möglichst im Home-Office arbeiten. Restaurants und Bars sollen lediglich keinen Alkohol ausschenken und schon um 20 Uhr schließen.

+++ 05:26 Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 100 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist abermals gesunken und unterschreitet nun erstmals seit Ende März die 100er-Schwelle. Laut aktuellem RKI-Datenstand schwächte sich das Fallaufkommen am Donnerstag von 103,6 auf 96,5 neu registrierte Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ab. Das ist der niedrigste Wert seit 20. März, also seit mehr als sieben Wochen. Den Höchststand in der dritten Welle hatte die Inzidenz am 26. April mit 169,3 erreicht.

+++ 05:25 RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen und 190 weitere Todesfälle +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch Institut (RKI) 11.336 neue Infektionsfälle gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 18.485. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 3.577.040 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Auch die Zahl der Toten liegt mit 190 deutlich unter dem Wert der Vorwoche mit 284. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 85.848. Die aktuellen Werte sind wegen des gestrigen Feiertags allerdings mit Vorsicht zu betrachten.

+++ 05:04 Hausärzte-Chef zweifelt an Startdatum für Impfpass +++
Der Deutsche Hausärzteverband zweifelt an der geplanten Einführung eines digitalen Impfpasses bis Ende Juni. Es deute wenig darauf hin, dass der Ausweis bis zum Beginn der Reisesaison im Sommer flächendeckend verfügbar sein werde, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der "Augsburger Allgemeinen". Umso wichtiger sei, dass der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannte gelbe Impfausweis als Nachweis gültig bleibe. Deutschland will gemeinsam mit der EU noch im Juni einen digitalen Corona-Impfnachweis einführen. Bei bereits vorher vollständig Geimpften soll der Impfstatus aus dem analogen Impfpass übertragen werden.

+++ 04:19 Brasiliens Regierung ignorierte Anfrage wegen Vakzin-Bestellung +++
In Brasilien untersucht eine Senatskommission, ob die Regierung von Jair Bolsonaro die Pandemie falsch gehandhabt hat. Im Zentrum steht die Frage, ob sich die Regierung rechtzeitig um Impfstoffe bemüht hat. Pfizers Chef für Lateinamerika, Carlos Murillo teilt der Kommission mit, er habe dem brasilianischen Gesundheitsministerium zwischen August und November vergangenen Jahres wiederholt angeboten, sein Covid-19 Vakzin zu verkaufen. Er habe aber keine Antwort von der Regierung erhalten. Der damalige Gesundheitsminister Eduardo Pazuello wurde letzten Monat ersetzt, wegen steigender Kritik an seinen Versäumnissen bei der Impfstoffbeschaffung.

+++ 03:35 Brinkhaus will Impfzentren in Reserve halten +++
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hält es für sinnvoll, die Impfzentren auch über die Pandemie hinaus vorzuhalten. "Wir sollten prüfen, ob wir die Infrastruktur der Impfzentren nicht dauerhaft in Reserve halten können. Denn das wird nicht die letzte Pandemie gewesen sein, die wir erleben werden", sagte Brinkhaus der "Rheinischen Post". "Auch wenn die Impfzentren in den nächsten Jahren nicht erneut zum Einsatz kommen, ermöglichen sie uns im Notfall, schnell zu reagieren", so der CDU-Politiker.

+++ 02:50 Nachtleben auf den Balearen fällt diesen Sommer aus +++
Kein Bierkönig, keine Schinkenstraße: Sommer-Touristen auf Mallorca und den übrigen Balearen müssen sich wohl auf Urlaub ohne Clubbesuche einstellen. "Erst mit einer höheren Impfrate können wir das Nachtleben wieder öffnen", sagte die Regierungschefin der Inseln, Francina Armengol, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Priorität habe nun der "verantwortungsvolle Tourismus", man wünsche sich viele Familien, Sport-, Kultur- und Gastronomieurlauber. "Das Nachtleben folgt später, wahrscheinlich nicht mehr in diesem Sommer."

+++ 02:32 Maas: Sommerurlaub auch für Nicht-Geimpfte realistisch +++
Außenminister Heiko Maas geht davon aus, dass die Deutschen im Sommer wieder in den Urlaub fahren können. "Wir dürfen uns Hoffnung machen, dass sich das Leben bald wieder normalisiert, wenn die Infektionszahlen weiter sinken und die Impfkampagne Fortschritte macht", sagt er der Funke Mediengruppe. Demnach rechnet er damit, "dass wir im Sommer wieder in normaleren Verhältnissen leben werden – und das schließt Sommerurlaub ein." Zudem äußert er sich zuversichtlich, dass dies auch für Nicht-Geimpfte gelten wird. "Ich gehe derzeit davon aus, dass mit umfassenden Test- und Hygienekonzepten im Sommer auch Nicht-Geimpfte die Möglichkeit zu Urlaub haben werden", sagt der Minister.

+++ 01:55 Maas schließt Urlauber-Rückholaktionen aus +++
Außenminister Heiko Maas lehnt eine weitere Rückholaktion für gestrandete Urlauber ab. "Wenn sich in bestimmten Ländern die Pandemielage verschlechtern sollte, darf das heute, im Jahr 2021, anders als noch im vergangenen Jahr, niemanden mehr überraschen", sagt der SPD-Politiker der Funke Mediengruppe. Jeder Einzelne habe Erfahrung mit dem Virus gesammelt. "Auch die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften hatten Gelegenheit, sich auf die Situation einzustellen." Die Menschen könnten sich jedoch auf die weltweit über 200 deutschen Botschaften und Konsulate im Notfall immer verlassen.

+++ 00:36 Streeck warnt vor vierter Welle im Herbst +++
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt davor, die Corona-Krise schon für beendet zu erklären. "Es könnte sein, dass wir eine vierte Welle erleben im Herbst", sagte Streeck dem "Focus". "Die Zeit bis dahin sollten wir nutzen, die Strukturen und Prozesse zu optimieren." Der 43-Jährige hielte es für "sehr hilfreich", wenn "für die nächste Pandemie" auf Bundesebene eine Art Pandemierat eingerichtet würde. In einem solchen interdisziplinären Gremium sollten dann "neben Wirtschaftswissenschaftlern, Soziologen oder Demoskopen auch Intensivmediziner und andere Praktiker eine Rolle spielen."

+++ 23:32 Pokalfinale: Fans halten die Corona-Regeln ein +++
Das Pokalspiel im Berliner Olympiastadion fand wie schon im letzten Jahr Corona-bedingt ohne Zuschauer ab. Und die Fans, die in der Hauptstadt unterwegs waren? Es waren nur wenige und die haben sich an die Maßnahmen gehalten. "Wir sind sehr zufrieden", lobt die Berliner Polizei. Lediglich bei der Abfahrt der Mannschaftsbusse vor den Teamhotels hätten je rund zwei Dutzend Anhänger gestanden. Dabei seien die Corona-Regeln wie ausreichender Abstand aber beachtet worden.

+++ 22:50 Gefälschte Impfpässe: Innenstaatssekretär stellt Gesetzesverschärfung in Aussicht +++
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Günter Krings, will der Fälschung von Impfpässen gegebenenfalls mit einer Gesetzesverschärfung begegnen. "Solche Fälschungen sind nicht nur moralisch verwerflich, sondern dürften in der Regel auch Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten darstellen. Das Fälschen von Impfpässen ist kein Kavaliersdelikt", sagte Krings den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sollte es hier noch Regelungslücken geben, sind diese schnell zu schließen", so der CDU-Politiker.

+++ 21:18 US-Behörde empfiehlt Aufhebung von Maskenpflicht für vollständig Geimpfte +++
In den USA gibt es neue Empfehlungen der Seuchenschutzbehörde CDC für vollständig Geimpfte. Demnach soll die Maskenpflicht für diesen Personenkreis unter freiem Himmel und in den meisten Innenräumen entfallen. Gleiches soll für Abstandsregeln gelten.

+++ 20:59 Thüringen weist meiste neue Fälle je 100.000 Einwohner auf +++
Gemessen an der Einwohnerzahl ist Thüringen heute das Land mit dem deutlich größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Der Freistaat verzeichnet 30,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner (absolut: 653 neue Fälle). Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner gibt es derweil in Baden-Württemberg mit 372. Dahinter folgen Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Bayern, die ebenfalls alle über der 400er Schwelle liegen. Fünf Bundesländer verzeichnen trotz des Feiertagseffekts vierstellige Zuwächse. Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 3942 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten absoluten Tageswerten folgen Bayern (2587), Baden-Württemberg (2044), Hessen (1439) und Niedersachsen (1216).

+++ 20:43 Bundesländer melden 15.600 neue Fälle - deutlicher Rückgang zur Vorwoche +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.569.817 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 15.617 neue Fälle hinzu. Das ist der niedrigste Donnerstagswert seit neun Wochen (11. März: 13.928 Neuinfektionen). Vor einer Woche waren noch 20.079 neue Fälle gemeldet worden. Der deutliche Rückgang könnte auch den Feiertagseffekt spiegeln: Weniger Arztpraxen haben geöffnet, weniger Menschen gehen zum Arzt, Labore und Gesundheitsämter arbeiten im eingeschränkten Betrieb.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg derweil um 255 auf 85.697. Als aktuell infiziert gelten rund 240.960 Personen. Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,77 angegeben (Vortag: 0,73). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,82). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit Covid-4256 19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2653 davon werden beatmet. Rund 3970 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, mau/cri/ino//dpa/AFP/rts

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