Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:04 Mann stirbt kurz nach Impfung in NRW +++

Nach einer Corona-Impfung in einem Impfzentrum in Ennepetal in Nordrhein-Westfalen hat es einen Todesfall gegeben. Wie die Behörden mitteilen, ermittelt die Polizei. Demnach war ein älterer Mann mit Vorerkrankungen am Morgen geimpft worden, laut einem Sprecher mit dem Impfstoff von Biontech. Kurz darauf habe der Mann einen medizinischen Notfall erlitten, in dessen Verlauf sich sein Gesundheitszustand so sehr verschlechterte, dass er etwa eine Stunde später in einem Klinikum verstarb, heißt es. Zunächst war noch unklar, ob es einen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung gebe, teilt der Ennepe-Ruhr-Kreis mit.

+++ 19:25 Frankreich erreicht Erstimpfungs-Ziel von 20 Millionen +++
Die französische Regierung hat ihr selbst gesetzes Ziel erreicht, bis Mitte Mai 20 Millionen Menschen eine erste Impfdosis zu verabreichen. Präsident Emmanuel Macron gibt die Zahl auf Twitter bekannt. In Frankreich leben 67 Millionen Menschen.

+++ 18:58 Laschet fordert mehr Hilfe für ärmere Staaten +++
Deutschland und Europa sollten nach Ansicht von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mehr für die Versorgung ärmerer Staaten in der Corona-Krise tun. "Wir stehen jetzt vor der Frage: Wie schaffen wir eine Solidarität in der einen Welt", sagt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident auf dem digitalen ökumenischen Kirchentag. Die Industrieländer hätten Impfstoffe, viele Länder des globalen Südens dagegen nicht. Eine faire Verteilung sei schon innerhalb der EU nicht unumstritten gewesen. Nötig sei jetzt eine verstärkte Versorgung anderer Länder mit medizinischer Ausrüstung und Impfstoffen.

+++ 18:27 Weniger Teilnehmer bei "Querdenken"-Demo als erwartet +++

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Für die Demo waren 3500 Teilnehmer angekündigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zu einer "Querdenken"-Demonstration in Nürnberg sind deutlich weniger Teilnehmer gekommen als von den Organisatoren angekündigt. Nach Angaben der Polizei kamen zunächst 600 bis 700 Demonstranten zu der Kundgebung. Für die Demo waren etwa 3500 Teilnehmer angekündigt gewesen. Zu einer Gegendemonstration seien etwa 300 Teilnehmer auf den Nürnberger Volksfestplatz gekommen, sagt ein Polizeisprecher. Um die Veranstaltung hatte es die vergangenen Tage ein juristisches Tauziehen gegeben. Laut Polizei verlief alles "ruhig und störungsfrei". Die Beamten wiesen die Teilnehmer allerdings mehrfach auf die geltende Maskenpflicht hin.

+++ 17:53 Lauterbach: "Die große Zeit der Pandemie ist vorbei" +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass "die große Zeit der Pandemie vorbei ist". Zwar werde das Problem die Gesellschaft noch eine ganze Zeit begleiten. Aber es jetzt gehe es darum, die Gesellschaft zu heilen, sagt er gegenüber "T-Online". Zugleich warnt der Epidemiologe vor einer erneut "komplizierten Situation" im Herbst. Daher müsse es nun darum gehen, auch jene zu erreichen, die beim Impfen noch zögerten. "Harte Verweigerer erreicht man tatsächlich nicht", sagt Lauterbach. "Aber wir dürfen es uns nicht zu einfach machen, indem wir Impf-Verunsicherte in die gleiche Ecke stellen."

+++ 17:15 Maas erteilt "Impfstoffdiplomatie" Absage +++
Bundesaußenminister Heiko Maas hat bei einer Diskussion über internationale Gesundheitspolitik der "Impfstoffdiplomatie" eine Absage erteilt. Sie orientiere sich eher an "den Interessen von Ländern, die Impfstoffe zur Verfügung stellen, als an denen von Ländern, die dringend auf Impfstoffe angewiesen sind", sagt er auf dem Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt. Es gebe Staaten, die so versuchten, ihren geopolitischen Einfluss zu erhöhen, sagt er mit Blick auf Russland und China. "Impfstoffnationalismus ist nicht der richtige Weg", betont Maas. Der Kampf gegen die Pandemie könne nur global gewonnen werden.

+++ 16:48 Ärztekammerpräsidentin: Jugendliche beim Impfen vorziehen +++
Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker fordert, Jugendliche und Eltern von Jungen und Mädchen bei den Impfungen vorzuziehen. Neben den alten Menschen müssten besonders die Jungen die stärksten Einschränkungen hinnehmen. "Seit gut einem Jahr ist deren Leben fast auf Null gefahren; kein ordentlicher Schulunterricht mehr, kein Sport und so weiter", sagt Wenker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei den jungen Menschen gegenüber nicht gerecht, wenn nun mittelalten Menschen durch die Impfung der Sommerurlaub auf Mallorca ermöglicht werde, wohingegen sie selbst sich weiter einschränken müssten. Die Medizinerin schlägt vor, Jugendliche ab 16 zu impfen. Mangels Impfstoffs für Kinder sollten zudem deren Eltern geimpft werden, um auch den Kindern eine Rückkehr in einen normalen Alltag zu ermöglichen.

+++ 16:26 Massenuntersuchung: Erstimpfung senkt Infektionsrisiko drastisch +++
Die Infektionszahlen bei Geimpften sinken einer Studie aus Italien zufolge binnen fünf Wochen nach der ersten Dosis massiv. In dieser Gruppe träten 35 Tage nach der Erstimpfung mit einem Vakzin von Pfizer/Biontech, Moderna oder Astrazeneca 80 Prozent weniger Infektionen auf, stellte das Nationale Institut für Gesundheit fest. Die Zahl der Einweisungen in ein Krankenhaus sinke um 90 Prozent, die Zahl der Todesfälle um 95 Prozent. Das gelte für alle Altersgruppen sowie Männer und Frauen gleichermaßen. Die Forscher hatten in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium die Daten von 13,7 Millionen Geimpften in dem Land untersucht.

+++ 15:55 Gefälschte Impfpässe: Köln setzt Ermittlungsgruppe ein +++
Um Fälschungen in Impfpässen aufzuspüren und Fälscher zu überführen, hat die Kölner Polizei eine Ermittlungsgruppe mit Namen "Stempel" eingerichtet. Die dreiköpfige Gruppe startete am 7. Mai. "Wir wollen die Ermittlungen zusammenführen, um Tatzusammenhänge schneller zu erkennen", sagt Kommissionsleiterin Nicole Gentner dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Derzeit gebe es neun laufende Verfahren - in erster Linie wegen des Verdachtes, gefälschte Impfdokumente hergestellt und angeboten zu haben. Laut "Kölnischer Rundschau" hatten Polizisten vor wenigen Tagen ein Auto routinemäßig kontrolliert und dort mehrere gefälschte Blanko-Impfpässe gefunden. Außerdem seien gefälschte Impfpässe mit dem Namen eines Kölner Arztes aufgetaucht, der dann Anzeige erstattet habe.

+++ 15:21 Hunderte Menschen stehen in Bayern für Impfdosis Schlange +++
Eine Sonderimpfaktion im oberbayerischen Ebersberg hat für großen Andrang gesorgt. Gegen 10 Uhr vormittags hätten etwa 850 Menschen am Volksfestplatz für eine Impfdosis Schlange gestanden, sagt ein Polizeisprecher. Einige Impfwillige warteten demnach bereits seit 5 Uhr und waren zum Teil aus entfernten Landkreisen angereist. Bei der Aktion standen 1000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca zur Verfügung. Organisiert wurde sie von den niedergelassenen Ärzten im Landkreis.

+++ 14:57 Russland meldet knapp 8800 neue Fälle +++
In Russland sind nach Angaben der Regierung 8790 Menschen binnen 24 Stunden positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Tag zuvor hatte die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit 9462 den höchsten Wert seit Ende März erreicht. Mehr als ein Drittel der neuen Fälle entfallen auf Moskau. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg binnen 24 Stunden um 364 auf 115.480. Allerdings hat das nationale Statistikamt, das selbst Daten erfasst, bereits von April 2020 bis März 2021 rund 250.000 Todesfälle verzeichnet. Den Behörden zufolge sind die Daten des Statistikamtes umfassender, weil sie auch Fälle aus Autopsieberichten enthalten, die für die tägliche Erfassung der Todesfälle nicht verfügbar sind.

+++ 14:29 Nach Massenveranstaltungen verhängt Indien regionalen Lockdown +++
Nach Massenversammlungen während des Regionalwahlkampfs in Westbengalen verzeichnet der ostindische Bundesstaat einen dramatischen Anstieg an Neuinfektionen mit dem Coronavirus - nun haben die Behörden die Reißleine gezogen und einen zweiwöchigen Lockdown verhängt. Alle Büros und Geschäfte müssten schließen, auch der öffentliche Verkehr werde eingestellt, heißt es. Die westbengalischen Behörden meldeten 21.000 Neuinfektionen, Kliniken berichteten von dramatischer Überfüllung. An Wahlkampfveranstaltungen im Beisein von Indiens Premierminister Narendra Modi hatten in Westbengalen im März und April Zehntausende Menschen teilgenommen.

+++ 13:53 Sachsen winken mehr Freiheiten bereits nach erster Impfung +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will Freiheiten für Bürger beim Reisen bereits nach der ersten und nicht erst nach der zweiten Impfung. "Wer mit Astrazeneca geimpft wird, sollte schon drei Wochen nach der ersten Dosis mehr Freiheiten bekommen", sagt der CDU-Politiker der "Berliner Morgenpost". Österreich habe dies vorgemacht. Der Schutz sei schon nach der ersten Astrazeneca-Impfung sehr gut.

+++ 13:33 Indische Variante macht Briten Sorgen - Öffnungen in Gefahr? +++
Die britische Regierung gerät wegen ihres Festhaltens an geplanten Öffnungsschritten trotz lokaler Ausbrüche der indischen Virus-Variante in dem Land in die Kritik. Es sei "eine echte Sorge", dass weite Teile der jüngeren Bevölkerung noch nicht geimpft sind, sagt der Public-Health-Experte der Ärztegewerkschaft BMA (British Medical Association), Richard Jarvis, der Nachrichtenagentur PA zufolge. Jüngere Menschen seien durch ihre höhere Mobilität dem Risiko einer ansteckenderen Variante stärker ausgesetzt, so der Mediziner. Von Montag an sollen im größten britischen Landesteil England wieder Treffen von bis zu sechs Personen in Privathaushalten möglich sein. Auch die Innengastronomie, Theater, Kinos und Museen dürfen wieder Gäste empfangen. Das, obwohl lokal begrenzt ein starker Anstieg an Infektionen durch die indische Virus-Variante B.1.617.2 verzeichnet wurde. Die Bundesregierung hatte das Land deswegen am Freitag wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft. Insgesamt verzeichnet Großbritannien aber derzeit mit einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von rund 23 vergleichsweise nur wenige Fälle. Die indische Variante ist nach Ansicht britischer Experten womöglich um bis zu 50 Prozent ansteckender als die bislang in dem Land vorherrschende Virus-Variante B.1.1.7. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:03 AfD-Parteitag wegen Überfüllung abgebrochen +++
Die AfD muss ihren außerordentlichen Landesparteitag in Braunschweig wegen Überfüllung abbrechen und vorzeitig beenden. Zu dem Parteitag waren mehr Mitglieder erschienen, als unter Corona-Auflagen in den Saal gedurft hätten. Da keine stimmberechtigten Mitglieder, die vor der Türe warteten, ausgeschlossen werden durften, beschloss der Versammlungsleiter, den Parteitag abzubrechen. Eine Fortsetzung ist heute unmöglich. 649 Parteimitglieder befanden sich im Saal, 14 warteten draußen. Da das Ordnungsamt vor Ort auf die Durchsetzung der Corona-Auflagen pochte, hatte die AfD zunächst alle Journalisten nach draußen geschickt, es befanden sich aber noch immer zu viele Menschen im Saal. Der Parteitag wurde von Gegendemonstrationen begleitet. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:00 Polen lässt Bars und Lokale öffnen+++
In Polen sind die Außenterrassen der Bars und Lokale nach über sechs Monaten wieder geöffnet. Um Mitternacht feierten zahlreiche Menschen mit Champagner die Wiedereröffnung der Kneipen. Ab 28. Mai soll auch der Innenbetrieb mit begrenzter Kapazität wieder möglich sein. Seit Oktober war es nur erlaubt, Speisen zum Mitnehmen zu verkaufen. Über 200 Tage sei alles dicht gewesen, sagt der Mitinhaber einer Bar im Kulturpalast in Warschau. Jetzt sei es ein bisschen wie an Silvester. Zudem müssen im Freien keine Masken mehr zum Schutz gegen eine Ansteckung getragen werden, wenn Abstand gehalten werden kann. Am Freitag gab es in Polen 3288 nachgewiesene Neuinfektionen - der Höchstwert betrug am 1. April 35.251.

+++ 12:23 Neuer Maskendeal für Hemdenhersteller van Laack sorgt für Wirbel +++
Nachdem der Hemdenhersteller van Laack sich einen umstrittenen Auftrag über 1,25 Millionen Stoffmasken für die NRW-Polizei gesichert hat, stellt die SPD Nachfragen im Landtag. Über eine Kleine Anfrage will die Opposition unter anderem wissen, welche Unternehmen sich außer van Laack an der Ausschreibung beteiligt haben. Der Auftrag hatte für Aufsehen gesorgt, weil ihn van Laack schon einmal bekommen hatte, und zwar im November 2020 - damals für 1,30 Euro pro Maske. Weil es keine Ausschreibung gegeben hatte, wurde der Deal aber rückabgewickelt und neu ausgeschrieben. Nun erhält van Laack erneut den Zuschlag. Laut van Laack-Chef Christian von Daniels diesmal allerdings für 49 Cent pro Maske. Die SPD-Fraktion will nun wissen, welchen Preis die anderen Bewerber für den Auftrag aufgerufen haben und ob sich die Landesregierung diesmal bei der Ausschreibung rechtlich hat beraten lassen. Inwieweit die Opposition öffentlich Antworten bekommen wird beziehungsweise darf, hängt allerdings auch am strengen Ausschreibungsrecht.

+++ 11:53 Portugal lockert Einreisebestimmungen für viele EU-Bürger +++
Deutsche und andere europäische Urlauber können bald wieder nach Portugal reisen: Wie die Regierung in Lissabon mitteilt, werden die Corona-bedingten Einreisebestimmungen für Reisende aus den meisten EU-Staaten ab Montag gelockert. Dem Innenministerium zufolge dürfen Menschen aus EU-Staaten, in denen die Infektionsrate bei unter 500 Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt, dann wieder nach Portugal einreisen - auch zu "nicht notwendigen" Zwecken. Für Einreisende gilt allerdings eine strikte Testpflicht: Alle Neuankömmlinge über zwei Jahren müssen bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Fluggesellschaften, die Urlauber ohne gültigen PCR-Test nach Portugal bringen, drohen dem portugiesischen Innenministerium zufolge Geldstrafen von bis zu 2000 Euro pro Reisendem. Für fünf EU-Staaten - Zypern, Kroatien, Litauen, die Niederlande und Schweden - bleiben die bisherigen Einreisebeschränkungen bestehen.

+++ 11:20 NRW erstmals seit Monaten unter Inzidenz 100 +++
Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen am Samstag das erste Mal seit knapp drei Monaten mit 92,4 unter den Wert von 100 gefallen. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Am Freitag hatte die Kennziffer, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, noch 103,4 betragen. Letztmals unter der für die Bundes-Notbremse entscheidenden Schwelle von 100 hatte der NRW-Durchschnittswert am 22. März mit 99,6 gelegen. In 33 der 53 Kreise und kreisfreien Städte ist die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen unter diesen Wert gefallen, der nach mehreren Tagen unter anderem Öffnungen der Außengastronomie erlaubt. Über dem Wert von 165, ab dem es keinen Präsenzunterricht in Schulen geben darf, liegen nur noch Hagen (201,9) und Leverkusen (174,1). Den niedrigsten Wert wies am Samstag weiter Münster mit 28,5 auf.

+++ 10:55 RKI meldet mehr als 720.000 Impfungen innerhalb eines Tages +++
Dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden am Freitag bundesweit 721.279 Impfungen durchgeführt. Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen ist demnach auf mehr als 39,4 Millionen gestiegen. Laut RKI sind nun mehr als 30,4 Millionen Menschen in Deutschland erstgeimpft, das entspricht einer Quote von 36,5 Prozent. Die Quote der Zweitimpfungen liegt bei 10,9 Prozent. Es sind also mehr als 9,06 Millionen Personen voll geimpft.

+++ 10:29 China stoppt Bergsteigertouren auf den Mount Everest +++
China will die Corona-Pandemie auch auf dem höchsten Berg der Welt bekämpfen: Aus Angst vor Ansteckungen hat China Bergsteigertouren auf den Mount Everest gestoppt. Die Sportbehörde habe sämtliche Besteigungen von chinesischer Seite abgesagt, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Als Vorsichtsmaßnahme in der Pandemie hatten zuvor nur 38 Bergsteiger eine chinesische Genehmigung für die Klettersaison zwischen dem 31. März und dem 20. Mai erhalten. Zudem sollte eine Trennungslinie verhindern, dass Bergsteiger von der chinesischen Seite in Kontakt mit Kollegen kommen, die von Nepal aus den Berg erklimmen.

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Ein Basecamp auf der chinesischen Seite des Mount Everest.

(Foto: AP)

+++ 09:53 Quarantäne für vollständig geimpfte Heimbewohner in NRW nicht rechtens +++
Die nordrhein-westfälische Landesregierung geht Vorwürfen nach, wonach Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen trotz vollen Corona-Impfschutzes weiter in Einzelzimmer-Quarantäne gezwungen werden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagt der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", er nehme entsprechende Hinweise sehr ernst. Heimbewohner, die keine Corona-Infektion haben und bereits über einen vollständigen Impfschutz verfügen, sollen trotzdem in Einzelzimmer-Quarantäne gesteckt worden sein, weil sie möglicherweise Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Dies widerspreche jedoch eindeutig der Rechtslage, sagt Laumann der "WAZ". "Wir reden hier ganz oft von Menschen, denen nicht mehr viel Lebenszeit bleibt. Diese dann auch noch in die Isolation zu schicken, obwohl das aus Infektionsschutzgründen überhaupt nicht nötig ist, ist ein absolutes Unding", kritisiert der NRW-Gesundheitsminister. Besuchsverbote in Alten- und Pflegeeinrichtungen dürften in Nordrhein-Westfalen nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung der Landesregierung ausgesprochen werden.

+++ 09:25 Campingplätze kämpfen mit Anfrageflut +++
Die Campingplatzbetreiber erleben angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungen eine Anfrageflut. "Wir werden wirklich überrannt", sagt der NRW-Präsident des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, Leo Ingenlath. Die E-Mail-Postfächer platzten förmlich vor Anfragen, und auch die Telefone der Betreiber stünden nicht mehr still. Viele Plätze seien bereits ab Ostern reserviert gewesen. Mangels Öffnungsmöglichkeiten sei dann vieles storniert worden. Zurzeit versuchten noch viele Camper, für Pfingsten etwas zu erhaschen. Dabei spiele das Reiseziel kaum noch eine Rolle. "Ich habe den Eindruck, die Leute wollen einfach nur raus aus den eigenen vier Wänden", sagt Ingenlath. Bei manchen Anfragen nach freien Kapazitäten gehe es erst später darum, wo der Campingplatz eigentlich liege und wo man mit seiner Anfrage letztlich gelandet sei.

+++ 08:49 Polen setzt bei Impfkampagne auf Promis +++
Die polnische Regierung will mit Prominenten die Impfbereitschaft der Bevölkerung ankurbeln. Spitzensportler und Filmstars sollen in Medien und auf Plakaten für Corona-Impfungen werben. An der Kampagne nehmen nach Regierungsangaben unter anderem die Fußball- und Volleyball-Nationalmannschaften sowie der Formel-1-Rennfahrer Robert Kubica teil. "Impfungen sind ein Weg, die Pandemie loszuwerden", erklärt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bei der Ankündigung der Kampagne. Wenn die Polen nun Solidarität zeigten, sei ein normaler Sommer "in unserer Reichweite", ergänzt er. Gesundheitsminister Adam Niedzielski gibt sich optimistisch: "Ich gehe davon aus, dass Polen während der Sommerferien dank der Impfungen eine Immunisierung von 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 erreichen wird." In diese Schätzung bezieht er auch die von der Erkrankung Genesenen ein.

+++ 07:54 Umfrage: Mehrheit gegen Erleichterungen für Geimpfte +++
Die Mehrheit der Deutschen hält die Aufhebung coronabedingter Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene für falsch. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagen 32 Prozent, die Personengruppen sollten keine Vorteile erhalten, solange nicht jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte. Weitere 21 Prozent meinen, Geimpfte und Genesene sollten generell nicht anders behandelt werden als Menschen, die nicht geimpft sind. Dagegen halten nur 39 Prozent die Aufhebung der Einschränkungen für richtig. 8 Prozent machen keine Angaben. Seit vergangenem Sonntag gilt eine Verordnung, die eine Reihe von Einschränkungen für Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene aufhebt. Sie können sich wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nicht mehr beachten.

+++ 07:17 326.000 Neuinfektionen und knapp 3900 Tote in Indien +++
In Indien meldet das Gesundheitsministerium 326.098 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionsfälle steigt damit auf 24,37 Millionen. Das ist weltweit der zweithöchste Wert nach den USA. 3890 weitere Menschen starben in Indien in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es nun 266.207 Todesfälle. Allein in dieser Woche verzeichnen die Behörden 1,7 Millionen weitere Ansteckungsfälle und mehr als 20.000 Tote. Die Dunkelziffer in dem Land mit seinen mehr als 1,36 Milliarden Einwohnern dürfte Experten zufolge deutlich höher sein.

+++ 07:05 Grünen-Gesundheitsexperte warnt vor indischer Variante +++
Der Gesundheitsexperte der Grünen-Fraktion im Bundestag, Janosch Dahmen, warnt vor baldigen Rückschlägen in der Corona-Bekämpfung durch die indische Virusvariante. Im Moment sei der Anteil der Mutation B.1.627.2 mit rund 2 Prozent der Fälle in Deutschland noch gering. "Sollte er aber so stark ansteigen, wie das in Großbritannien und anderen Ländern der Fall ist, dann können wir uns bestimmte Öffnungsschritte, die jetzt wahrscheinlich scheinen, unter Umständen nicht leisten", sagt Dahmen im "Frühstart" bei ntv. Der Ansteckungsgrad scheine gleich hoch oder sogar höher zu sein als bei der britischen Variante B.1.1.7. "Das könnte durchaus auch bisherige Erfolge in der Pandemie wieder in Frage stellen."

+++ 07:02 Altmaier erwartet "richtigen Schub beim Impfen" +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwartet in den kommenden Wochen eine deutliche Beschleunigung beim Impftempo. "Als Wirtschaftsminister hoffe ich, dass möglichst bald, und zwar schon ab dem 7. Juni, auch die Betriebsärzte impfen können", sagt Altmaier der "Rheinischen Post". "Ich erwarte, dass wir innerhalb sehr kurzer Zeit so viele Impfstoff-Lieferungen erhalten, dass wir noch mal einen richtigen Schub beim Impfen bekommen." Damit könnten alle geschützt werden, "weil damit die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Corona-Welle deutlich reduziert wird", so Altmaier. "Inzwischen haben rund 36 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten."

+++ 06:28 Nürnberg scheitert mit Beschwerde: "Querdenken"-Demo findet statt +++
Die "Querdenken"-Bewegung darf am heutigen Samstag in Nürnberg mit rund 3500 Teilnehmern demonstrieren. Am Freitagabend wies der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) die Beschwerden der Stadt gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Ansbach zurück. Die Ansbacher Richter hatten das Verbot der Versammlung durch die Stadt außer Vollzug gesetzt - mit der Maßgabe, dass eine stationäre Versammlung mit maximal 3500 Teilnehmern auf dem Volksfestplatz stattfinden darf. Zur Begründung teilt der Verwaltungsgerichtshof mit, die Versammlungsbehörde selbst - also die Stadt - habe der Veranstalterin aufgrund von Erfahrungen mit früheren Versammlungen in Nürnberg eine hohe Zuverlässigkeit und Kooperationsbereitschaft bescheinigt. Gegen diesen Beschluss sind keine Rechtsmittel möglich.

+++ 05:54 RKI: Bundesweite Inzidenz sinkt auf 87,3 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 7894 neue Positiv-Tests. Das sind 7791 weniger als am Samstag vor einer Woche, als 15.685 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 87,3 von 96,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 177 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 86.025. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,58 Millionen Corona-Tests positiv aus. Laut RKI-Dashboard liegen mit Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg nur noch drei Bundesländer über einer Inzidenz von 100.

+++ 05:23 SPD-Fraktionsvize: "Corona wird sicher nicht die letzte Pandemie sein" +++
Fachpolitikerinnen von SPD und Grüne fordern staatliche Vorkehrungen für den Fall künftiger Pandemien. "Corona wird sicher nicht die letzte Pandemie sein. Wir müssen daher auf künftige Pandemien gut vorbereitet sein", sagt die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Bärbel Bas, der "Rheinischen Post". "Wie diese Vorbereitung am besten aussieht und welche Lehren wir ziehen müssen, können wir erst in der Rückschau abschließend bewerten. Dabei werden natürlich auch die Erfahrungen, die wir jetzt mit den Impfzentren machen, eine Rolle spielen", sagt die SPD-Gesundheitspolitikerin. Auch die Berichterstatterin für Infektionsschutz der Grünen-Fraktion, Kordula Schulz-Asche, teilt die Einschätzung, dass "auch zukünftig mit großer Wahrscheinlichkeit Pandemien" eintreten können und dafür Vorbereitungen notwendig seien. "Wir müssen dringend Lehren aus der jetzigen Krise ziehen, mit Expertinnen und Experten beraten, was gut und was weniger gut gelaufen ist. Dazu gehört auch eine Evaluierung der gesamten Impfkampagne, denn auch hier läuft vieles holprig."

+++ 04:53 Drei von vier Ex-Mitgliedern kehren nach Pandemie nicht in Fitnessstudio zurück +++
Den Fitnessstudios in Deutschland droht auch nach der Wiedereröffnung eine lange Durststrecke. Drei von vier Ex-Mitgliedern (72 Prozent), die ihren Vertrag in der Pandemie gekündigt haben, wollen nicht zurückkehren. Das ergab eine Umfrage des Kündigungsdienstleisters Aboalarm, über die die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Fast alle Befragten gaben an, dass sie trotz geschlossener Studios weiter Beiträge zahlen sollten (88 Prozent) und dafür keine Gutscheine als Entschädigung erhielten (87 Prozent). Als Gründe für die Vertragsauflösung nannte jedes zweite Ex-Mitglied (48 Prozent) die Schließung wegen der Pandemie, 28 Prozent gaben "kein Bedarf mehr" an. "Zu teuer" war der Vertrag für zwölf Prozent der Sportler.

+++ 04:01 Lehrerverband: Schülern fehlt im Schnitt halbes Schuljahr +++
Seit Beginn der Pandemie fällt der Schulunterricht für die elf Millionen Schüler um die Hälfte im Präsenzunterricht aus. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sagt der "Bild"-Zeitung, seit März 2020 seien durchschnittlich zwischen 350 und 800 Stunden Unterricht für jeden Schüler ausgefallen. "Das ist im Schnitt wohl ein halbes Schuljahr". Für das kommende Schuljahr empfiehlt Meidinger: "Wir brauchen differenzierte Lösungen, begleitende Zusatzangebote am Nachmittag im nächsten Schuljahr, aber auch Angebote am Wochenende und in den Ferien. Das kann auch digitale Nachhilfe sein." Meidinger gibt zu bedenken, dass dies jedoch schwierig umzusetzen sei angesichts des Lehrermangels. "Ohne Lehramtsstudierende und Lehrkräfte, die schon in Rente oder Pension sind, wird es nicht gehen." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 03:14 Indische Doppel-Mutante bremst auch Lockerungsplan in Wales +++
Im britischen Landesteil Wales haben die Menschen ab dem kommenden Montag wieder mehr Freiheiten. Pubs und Restaurants dürfen dann auch drinnen wieder Gäste empfangen, wie Regierungschef Mark Drakeford bestätigt. Auch Museen, Theater und Kinos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Wales mit rund neun Fällen pro 100.000 Einwohnern am niedrigsten in ganz Großbritannien. Bei weiteren geplanten Lockerungen drückt Drakeford jedoch auf die Bremse und vertröstet die Bevölkerung auf eine neue Prüfung der Lage Anfang Juni. Grund ist das verstärkte Auftreten der indischen Variante B.1.617.2 im Nordwesten von England und in einigen Fällen auch direkt in Wales.

+++ 02:35 Altmaier: Deutsche Wirtschaft steigt 2022 auf Vorkrisenniveau +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier warnt vor Steuererhöhungen. Für das kommende Jahr erwarte der CDU-Politiker, dass Deutschland zu seiner wirtschaftlichen Stärke vor der Pandemie zurückfinden werde. "Die deutsche Wirtschaft wird dieses Jahr zwischen drei und vier Prozent wachsen. Deutschland wird 2022 seine alte Stärke wieder erreicht haben," sagt er der "Bild"-Zeitung. Mit Blick auf die Wirtschaftshilfen von mehr als 100 Milliarden Euro sagt Altmaier: "Damit konnten wir eine große Pleitewelle verhindern und Millionen Jobs sichern." An die Adresse des Koalitionspartner SPD schickt der Minister kritische Worte: "Wer dauernd von Steuererhöhungen redet, die Vermögenssteuer wieder einführen will und ständig über mehr Bürokratie brütet, verunsichert die vielen Mittelständler, kleinen Selbstständigen, Handwerker und jungen Menschen."

+++ 02:03 Kretschmer übt vernichtende Kritik an Bundes-Notbremse +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stellt die Bundes-Notbremse infrage, da sie viel Aufregung ausgelöst habe. "Es ist nicht gelungen, die Bevölkerung von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen", sagt der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe. Zwar sei es legitim, wenn der Bundesgesetzgeber handele. "Aber wir müssen sehen, dass wir uns in einer Spirale befinden, die Politik und Bevölkerung auseinanderbringt. Das ist nicht gut. Wir sollten daraus lernen, dass regionale Entscheidungen besser sind als das Eingreifen durch den Bund." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:37 Dehoga droht in Hamburg mit Klage +++
Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) wirft dem Hamburger Senat angesichts der zögerlichen Öffnung der Außengastronomie unprofessionelles Handeln vor. Eine Öffnung nur der Außenbereiche zu Pfingsten sei "keine Lösung", sagt Niklaus Kaiser von Rosenburg, Vizepräsident des Dehoga Hamburg. Einen solchen Schritt nur in Aussicht zu stellen, "weil eine Klage im Raum steht", reiche nicht. Zudem bräuchten die Betriebe für den Einsatz ihrer Mitarbeiter und die Beschaffung von Waren Planungssicherheit. Der Dehoga Hamburg erwäge, wegen der andauernden Schließung der Hamburger Hotels und Gaststätten Klage gegen die Stadt einzureichen.

+++ 00:59 Saarland impft in sozialen Brennpunkten +++
Das Saarland beginnt am Samstag mit Sonderimpfungen in sozialen Brennpunkten. Pro Gemeinwesenprojekt und Ort seien dabei zunächst bis zu 100 Impfungen vorgesehen, teilt die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann mit. Das Ministerium stehe mit 18 Projekten in Kontakt. Für sechs Orte sei der Impftermin bereits festgelegt. "In sozialen Brennpunkten ist die Wohnsituation oftmals begrenzt, die Menschen leben in sozial schwierigen Verhältnissen", sagt die Ministerin. "Dort müssen wir den Zugang zu Impfangeboten erleichtern, um gezielt mögliche Infektionsketten zu durchbrechen." Sie sei froh, mit wenigen Wochen Vorlaufzeit nun vielen Menschen eine Impfung anbieten zu können.

+++ 00:20 Griechenland-Reise mit deutscher Impfbescheinigung problemlos möglich +++
Griechenland-Reisende können ab sofort auch nur mit einer deutschsprachigen Corona-Impfbescheinigung ins Land kommen und müssen damit nicht in Quarantäne. Bislang musste die Impfbestätigung für die Einreise in Griechenland auf Englisch vorgelegt werden. Wie die zuständige Behörde für zivile Luftfahrt in Athen weiter mitteilt, werden auch Impfbescheinigungen akzeptiert, die auf Italienisch, Französisch, Spanisch oder Russisch verfasst sind. Eine Einreise ohne anschließende Quarantäne ist auch möglich, wenn die Reisenden einen negativen PCR-Test vorweisen können.

+++ 23:44 Moskau kämpft mit hohen Fallzahlen +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Moskau erreicht den höchsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Wie die Behörden der russischen Hauptstadt mitteilen, wurden innerhalb eines Tages 3818 neue Ansteckungsfälle verzeichnet. Dies ist die höchste Zahl seit Ende Januar. In ganz Russland wurde mit 9462 Fällen die höchste Zahl von Neuinfektionen seit Ende März registriert. Außerdem zählten die Behörden landesweit 393 Todesopfer der Pandemie binnen eines Tages.

+++ 23:03 "Querdenker" dürfen nicht durch Dresden ziehen +++
Die für diesen Samstag in Dresden angemeldeten "Querdenken"-Demonstrationen bleiben verboten. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) bestätigt die Verbotsverfügung der Stadt, wie die Justizbehörde mitteilt. Damit bleibt die Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Dresden erfolglos. Es geht um drei ursprünglich geplante Versammlungen. Das Verwaltungsgericht folgt der Prognose der Landeshauptstadt, wonach von den Versammlungen mit insgesamt 5000 angemeldeten Menschen nicht vertretbare Corona-Gefahren für Teilnehmer, Polizisten und Passanten ausgehen, die nur durch ein Verbot zu vermeiden sind. Wegen der im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich hohen Infektionszahlen in Sachsen und der Verbreitung der Virusvarianten bestehe ein unkalkulierbares Risiko.

+++ 22:27 Regierung gewährt Corona-Aufschub bei Steuererklärung +++
Die Regierungsfraktionen wollen wegen der Corona-Krise die Abgabefristen für die Steuererklärung 2020 verlängern. Dies gehe aus einem gemeinsamen Antrag von Union und SPD hervor, berichtet das "Handelsblatt". Steuerpflichtige sollen demnach ihre Steuererklärung statt zum 31. Juli erst am 31. Oktober 2021 abgeben müssen. Wer auf die Hilfe eines Steuerberaters zurückgreift, muss die Erklärung für 2020 eigentlich bis spätestens Ende Februar 2022 beim Finanzamt einreichen. Derzeit sind jedoch Steuerberater überlastet. Deshalb will die Koalition laut "Handelsblatt" diese Abgabefrist um drei Monate auf 31. Mai 2022 verlängern. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 22:02 Hamburg will Impfpass-Fälscher härter bestrafen +++
Hamburg setzt sich im Bund dafür ein, die Fälschung von Impf- und PCR-Testbescheinigungen einer Urkundenfälschung gleichzustellen und damit auch härter bestrafen zu können. Bisher werde die Fälschung von Gesundheitszeugnissen im Strafrecht anders behandelt als die Fälschung von Urkunden, sagt Justizsenatorin Anna Gallina. "Der Strafrahmen ist bei entsprechenden Fällen weitaus niedriger und der Straftatbestand enthält noch weitere Unstimmigkeiten", sagt die Grünen-Politikerin. Hier bestehe Reformbedarf.

+++ 21:32 Nach Lockerungen: USA befürchten Anschläge +++
Das US-Heimatschutzministerium warnt davor, dass Extremisten die jüngsten Lockerungen für Angriffe auf eine größere Vielfalt von Zielen ausnutzen könnten. Zuletzt hätten die Einschränkungen für Menschenansammlungen die Gelegenheiten für tödliche Angriffe beschränkt, heißt es in einer Mitteilung.

+++ 21:02 Fallende Inzidenz in fast allen Bundesländern +++
15 von 16 Bundesländern weisen fallende Werte pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aus. Mit Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein unterschreiten insgesamt neun Bundesländer die Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Einen minimalen Anstieg gibt es im Saarland. Nur noch knapp über dem Notbremsenwert sind neben dem Saarland (101) auch Baden-Württemberg (107), Hessen (109), Nordrhein-Westfalen (103) und Sachsen-Anhalt (103). Die höchsten Werte verzeichnen weiterhin Sachsen (133) und Thüringen (148). Die zum Teil hohen Rückgänge könnten allerdings auch mit dem Brückentag zu tun haben.

+++ 20:20 Deutschland meldet 10.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.579.871 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.054 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs 7256 Fälle unter dem Fallaufkommen der Vorwoche. Das entspricht einem Rückgang um 41,9 Prozent. Dies dürfte allerdings in Teilen auch auf den Brückentag zurückzuführen sein, bei dem die Menschen mutmaßlich weniger zum Testen gegangen sind. Als aktuell infiziert gelten rund 231.100 Personen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 206 auf 85.903. Auch hier zeigt sich im Vergleich mit der Vorwoche eine Entspannung: Am 7. Mai registrierten die Landesbehörden noch 268 Tote. Allerdings befindet sich die Entwicklung noch immer nicht auf dem Weg von dem statistischen Plateau herunter.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,80 angegeben (Vortag: 0,77). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87, unverändert zum Vortag. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist abermals gesunken und bewegt sich auf dem Niveau von Anfang April. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 4182 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 74 Patienten. Demnach müssen 2635 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 18 Personen weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4346 Betten in den deutschen Kliniken frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Alle früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, chf/mba/fzö/mau/dpa/AFP/rts

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