Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:23 Höhepunkt der dritten Welle in Frankreich wohl vorbei +++

Frankreich hat Ministerpräsident Jean Castex zufolge offenbar den Höhepunkt der dritten Welle passiert. Die Lage werde besser, sagt er. Auch die Situation auf den Intensivstationen stabilisiere sich. Wegen der Verbreitung der britischen Variante dauere es nach dieser Welle länger, bis die Zahl der Neuinfektionen zurückgehe.

+++ 20:02 Rund 30 Polizisten bei Corona-Demo verletzt +++
Bei der Demonstration gegen die Bundes-Notbremse am Mittwoch in Berlin hat die Polizei rund 230 Menschen festgenommen. Aus der Menge seien Steine und Flaschen auf die Beamten geworfen und 29 Einsatzkräfte verletzt worden, wie die Polizei nun mitteilte. Ein Beamter habe seinen Dienst beenden müssen. Etwa 10.000 Teilnehmer hatten sich am Mittwochmorgen auf der Straße des 17. Juni, in unmittelbarer Nähe zum Bundestag, versammelt.

+++ 19:43 USA erreichen Bidens Impfziel +++
US-Präsident Joe Biden hat sein Ziel erreicht, in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 200 Millionen Corona-Impfungen im Land zu verabreichen. Die Errungenschaft gab er auf Twitter bekannt und schrieb: "Dies ist eine amerikanische Leistung. Es ist ein kraftvolles Beispiel für Einheit und Entschlossenheit." Es zeige zudem, was die USA schaffen könnten, wenn die Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgten. Bidens ursprüngliches Ziel, in den ersten 100 Tagen 100 Millionen Impfdosen zu verabreichen, wurde schon nach knapp 60 Tagen erreicht.

+++ 19:23 Impffortschritte: Ungarn lockert Corona-Maßnahmen weiter +++
Nach Fortschritten bei den Impfungen lockert Ungarn die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter. Ab Samstag können Gaststätten ihre Außenbereiche öffnen, erklärte Kanzleramtsminister Gergely Gulyas in einer Online-Pressekonferenz. Die Öffnung sei möglich, weil voraussichtlich am Freitag die 3,5-Millionen-Marke bei den Erstimpfungen überschritten werde, fügte er hinzu. Das Land hat knapp zehn Millionen Einwohner. Die Innenbereiche bleiben vorerst geschlossen. Hotels stehen unverändert nur Geschäftsreisenden offen.

+++ 19:18 Zu viele Corona-Tote: Teheran baut vierstöckige Gräber +++
Auf dem Zentralfriedhof der iranischen Hauptstadt Teheran sind Berichten zufolge vierstöckige Gräber angelegt worden, um die vielen Corona-Toten beerdigen zu können. Hintergrund sind die rasant ansteigenden Zahlen von Todesopfern in Verbindung mit dem Virus. Die Teheraner Stadtverwaltung und der Friedhof haben auf die Berichte vom Donnerstag noch nicht reagiert. Ein ehrenhaftes Begräbnis ist den Menschen im Iran besonders wichtig. Daher bleibt abzuwarten, wie sie auf die vierstöckigen Gräber reagieren werden.

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Der Friedhof ist aufgrund der hohen Totenzahl ausgelastet.

(Foto: AP)

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+++ 18:56 Niedersachsen vergibt kurzfristig Impftermine +++
Über sein Online-Impfportal vergibt Niedersachsen kurzfristig freigewordene Impftermine. Impfberechtigte könnten diese sofort buchen, hieß es im Sozialministerium in Hannover. Zu den Berechtigten zählten demnach Menschen, die älter sind als 70 Jahre oder aus beruflichen oder medizinischen Gründen ein besonders großes Risiko für eine Covid-19-Erkrankung oder einen schweren Verlauf haben. Ab Montag können sich zudem auch Menschen über 60 Jahre einen Termin für den Impfstoff Astrazeneca buchen.

+++ 18:22 Olympia-Gastgeber Tokio vor Corona-Notstand +++
Drei Monate vor den Olympischen Sommerspielen soll die Gastgeber-Stadt Tokio wegen wieder stark steigender Infektionen zum dritten Mal unter Notstand gestellt werden. Die Regierung wolle den Notstand für Tokio sowie Osaka, Kyoto und die Präfektur Hyogo voraussichtlich ab Sonntag bis zum 11. Mai in Kraft setzen, berichteten japanische Medien. Eine Entscheidung solle am Freitag fallen. In diesen Zeitraum fällt die sogenannte "Goldene Woche", eine Aneinanderreihung nationaler Feiertage, in der normalerweise Millionen Japaner auf Reisen gehen.

+++ 18:00 Heide-Park Soltau bereitet sich auf Öffnung vor +++
Das Verwaltungsgericht Lüneburg hält die Schließung des Heide-Parks Soltau für nicht angemessen. Bis zur Öffnung mit Hygienekonzept dürfte es nun nicht mehr lange dauern. "Wir freuen uns über den Entscheid und werden Mitte nächster Woche verkünden, wann wir aufmachen", sagte die Sprecherin des Freizeitparks, Svenja Heuer. Die Mitarbeiter müssten erst wieder aus der Kurzarbeit geholt werden. Für Besucher gelte eine Test- und Maskenpflicht, zudem stehe am Park ein Testzentrum bereit. Zunächst dürfe maximal die Hälfte der Besucherzahl hinein.

+++ 17:37 Ramelow lässt sich mit Astrazeneca impfen +++
Am kommenden Samstag will sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow mit Astrazeneca impfen lassen. Den teilweise umstrittenen Impfstoff habe er "bewusst" ausgewählt, sagte der 65-Jährige. Er werde beruhigter sein, wenn er seine Impfung erhalten hat. "Ich bin jemand, der permanent in der Testung ist und ich merke, wie man dann jedes Mal permanent darauf wartet, bis es das Laborergebnis gibt", sagte Ramelow weiter. Er sei jedes Mal froh, wenn der Negativ-Befund da ist.

+++ 17:14 Notbremse trifft Saarland besonders hart +++
Mit der Bundes-Notbremse muss das Saarland wohl in weiten Teilen wieder in den Lockdown zurückkehren: Wenn das geänderte Infektionsschutzgesetz in Kraft tritt, greift die Notbremse in Landkreisen oder Städten, in der die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei Tagen hintereinander über 100 liegt. Und das ist derzeit in drei von fünf Landkreisen im Saarland sowie im Regionalverband Saarbrücken der Fall. Heißt konkret: Dort müssten Außengastronomie sowie Kinos, Theater, Museen und Fitnessstudios wieder schließen, die seit dem Start des Saarland-Modells am 6. April für negativ Corona-Getestete offen stehen. Läden dürfen nur noch für Kunden öffnen, die einen negativen Corona-Test vorlegen und einen Termin gebucht haben. Bisher geht es ohne Termin.

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+++ 16:44 "Populistisch und unseriös": Brandenburg und Hamburg halten an Impfreihenfolge fest +++
Anders als in anderen Bundesländern wird Brandenburg die Priorisierung beim Impfen mit Astrazeneca beibehalten. "Astrazeneca wurde in Brandenburg stets gut nachgefragt und wir haben alle aktuellen Bestände in die impfenden Arztpraxen gesteuert", teilte der Sprecher des Innenministeriums, Martin Burmeister, mit. Dabei handele es sich um rund 6000 Erstimpfungen pro Tag. "Es wäre populistisch und unseriös, Astrazeneca darüber hinaus für alle freizugeben. Wir würden den Menschen damit eine Verfügbarkeit vorgaukeln, die es nicht gibt."

Auch in Hamburg hält man die Freigabe des Impfstoffes nicht für sinnvoll. Man sehe keine Veranlassung, die Impfreihenfolge nach Schutzbedürftigkeit aufzuheben, sagte der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Dazu sei die Verfügbarkeit an Impfstoff noch zu gering. "Es ist nach wie vor nicht so, dass die Menge ausreicht, um den Bedarf zu decken."

+++ 16:18 Merkel verteidigt Notbremse und fordert "Durchhaltevermögen" +++
Die Bundes-Notbremse stößt in der Bevölkerung auf viel Kritik. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Kampf gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus jedoch für unerlässlich. "Mir ist bewusst, dass sich die Beliebtheit der Notbremse in Grenzen hält", sagte die CDU-Politikerin in einer vorab aufgezeichneten Rede bei den digitalen "Familienunternehmer-Tagen". "Aber wir brauchen sie als Wellenbrecher für die dritte Welle." Bis dahin brauche es "Durchhaltevermögen". Gerade die Familienunternehmen seien hier gefragt und gefordert.

+++ 15:55 Ärzte fordern Rechtssicherheit bei Astrazeneca-Impfungen von Jüngeren +++
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) dringt auf mehr Rechtssicherheit für Ärzte, die jüngere Patienten mit Astrazeneca impfen. Die Anpassung der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sei richtig und notwendig gewesen. "Nun brauchen die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen die Sicherheit, dass sie kein Haftungsrisiko eingehen, wenn sie Astrazeneca an unter 60-jährige Patienten verimpfen", sagt der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen der Funke Mediengruppe. Ermöglichen könne das der Gesetzgeber durch eine entsprechende Änderung des Impfschutzgesetzes.

+++ 15:43 Erste Corona-Fälle am Mount Everest +++
Die Corona-Pandemie hat nun auch den Mount Everest erreicht: Ein norwegischer Bergsteiger, der sich zuvor im Basislager des höchsten Berges der Welt aufgehalten hatte, ist nach eigenen Angaben positiv auf das Virus getestet worden. Er sei mit einem Hubschrauber von den Hängen des Mount Everest geholt und in ein Krankenhaus der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gebracht worden, schrieb Erlend Ness der Nachrichtenagentur AFP bei Facebook. "Ich hoffe wirklich, dass sich keiner der anderen hoch oben in den Bergen mit Corona infiziert. Es ist unmöglich, Menschen mit einem Hubschrauber rauszuholen, wenn sie sich über 8000 Metern befinden", sagte Ness dem norwegischen Sender NRK.

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+++ 15:20 Steinmeier unterzeichnet Notbremse-Gesetz +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das neue Infektionsschutzgesetz mit der Bundes-Notbremse unterzeichnet. Das teilte das Bundespräsidialamt mit. Das Gesetz muss zum Inkrafttreten jetzt nur noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden.

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+++ 15:12 Berliner Senat gibt Astrazeneca für alle frei +++
Berlin hebt die Priorisierung für Astrazeneca ab sofort auf. Der Corona-Impfstoff dürfe Menschen über 18 Jahren in allen Arztpraxen der Hauptstadt und unabhängig von der Priorisierung nach der Impfverordnung des Bundes verimpft werden, so die Gesundheitsverwaltung des Senats. Laut der SPD-Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci würde man mit dieser Entscheidung "der aktuellen epidemiologischen Lage gerecht, so wie es auch die Impfverordnung vorsieht". Derzeit komme es darauf an, "möglichst viele Menschen möglichst bald zu immunisieren - auch mit dem aufklärungsintensiven Astrazeneca-Impfstoff". Bislang wurden nur Personen ab 60 mit Astrazeneca geimpft.

+++ 15:00 Erste britische Impfpatientin: "Das Beste, was ich je getan habe" +++
Die erste britische Impfpatientin Margaret Keenan hat ihre Mitmenschen aufgerufen, Impfangebote gegen Corona anzunehmen. "Ich sage allen, geht hin und nehmt es an, denn es ist wirklich das Beste, was ich je getan habe", so die 91-jährige Keenan in einer Videoschalte mit dem britischen Gesundheitsdienst. Die vierfache Großmutter aus Coventry war nach der Zulassung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs in Großbritannien die erste Britin, die am 8. Dezember vergangenen Jahres mit dem Mittel geimpft wurde. In der EU wurde der Impfstoff erst einige Wochen später zugelassen. Mittlerweile ist Keenan voll geimpft und freut sich auf einen "kleinen Urlaub".

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Margaret Keenan erhielt im März im Alter von 90 Jahren die historische erste Impfung mit Biontech/Pfizer.

(Foto: via REUTERS)

+++ 14:38 Bulgarien: Kommen aus der dritten Welle heraus +++
In Bulgarien geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen zurück. Nach einem am 22. März verhängten Teil-Lockdown, der inzwischen gelockert wurde, verzeichnete das EU-Land nun mit 460 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen binnen zwei Wochen einen Rückgang bei den Corona-Neufällen. Damit belegt das Balkanland den 14. Platz in der EU. Bulgarien kommt aus der dritten Covid-19-Welle heraus, sagte der scheidende Gesundheitsminister Kostadin Angelow.

+++ 14:00 Über 5000 Intensivpatienten +++
Die Zahl der Covid-19-Patienen auf deutschen Intensivstationen ist wieder über die Marke von 5000 gestiegen. Bundesweit werden derzeit 5049 Fälle behandelt, 62 mehr als am Vortag. So groß war die Auslastung zuletzt Mitte Januar.

+++ 13:51 Grundschüler müssen Maske tragen +++
Fünf Grundschüler beziehungsweise deren Eltern aus dem Raum Karlsruhe, dem Landkreis Biberach, dem Landkreis Böblingen und dem Rhein-Neckar-Kreis hatten gegen die Maskenpflicht an Grundschulen geklagt. Doch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg schmetterte die Eilanträge ab. So müssen die Grundschüler weiter Corona-Schutzmasken tragen. Die Regelung sei rechtmäßig, teilte das Gericht mit. Es habe eine Häufung von Infektionen an Schulen gegeben. Masken seien daher eine geeignete Maßnahme, um Infektionsketten zu unterbinden.

+++ 13:14 Bundesrat billigt Bundes-Notbremse +++
Der Bundesrat macht den Weg für die bundeseinheitliche Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie frei. Die Länderkammer ließ das am Mittwoch vom Bundestag beschlossene Gesetz, das unter anderem nächtliche Ausgangssperren vorsieht, am Donnerstag passieren. Trotz erheblicher Kritik an der Vorlage verzichteten die Ministerpräsidenten darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen.

Die Regelungen, die zunächst bis zum 30. Juni gelten, sehen vor, dass ...

  • bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 in einem Landkreis automatisch eine weitgehende Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr in Kraft tritt.
  • Der Einzelhandel soll bis zu einer Inzidenz von 150 mit "Click-and-Meet" und negativem Test offengehalten werden.
  • Wechselunterricht ist ab einer Inzidenz von 100 vorgesehen. Präsenzunterricht wird untersagt, sollte die Corona-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 165 liegen. Auch Kitas sollen ab einer Inzidenz von 165 schließen.
  • Zudem darf ein privater Haushalt ab einer Inzidenz von 100 nur einen Angehörigen eines weiteren Haushaltes einschließlich dazugehöriger Kinder unter 14 Jahren treffen.
  • Arbeitgeber müssen zwei Schnelltests pro Woche anbieten.

+++ 13:12 Spahn bestätigt: Impfpriorisierung fällt +++
Jens Spahn bestätigt, dass im Juni die Priorisierung von Corona-Impfungen bundesweit fallen soll. Momentan gehe er davon aus, "dass wir im Juni die Priorisierung aufheben können", sagt der Bundesgesundheitsminister im Bundesrat. Er fügte hinzu: Er wäre froh, wenn es noch früher möglich sei. Der Bund erwartet offenbar so hohe Liefermengen, dass die Impfpriorisierung dann aufgegeben werden kann. Das Thema soll laut Kanzleramtsminister Helge Braun auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am Montag, 26. April, besprochen werden. Dann könnten sich alle erwachsenen Bürger impfen lassen. Bis auf das Vakzin von Biontech/Pfizer, das bereits ab 16 Jahren zugelassen ist, dürfen alle anderen Impfstoffe bisher nur an Menschen über 18 Jahren verabreicht werden.

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+++ 13:04 Jeder zwölfte Covid-Kranke musste ins Krankenhaus +++
Jeder zwölfte an Covid-19 erkrankte Beschäftigte musste stationär behandelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der AOK. 2,6 Prozent der stationär Behandelten starb im Krankenhaus, teilt die AOK mit. Der monatliche Höchststand an erkrankten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wurde im Dezember 2020 erreicht (486 Erkrankte je 100.000 Versicherte), wie die Zwölf-Monats-Bilanz der internen Arbeitsunfähigkeitsdaten zeigt. Die Daten zeigen laut AOK außerdem, dass Pflegeberufe und Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern am stärksten von Krankschreibungen wegen Covid-19 betroffen waren.

+++ 12:52 Haseloff: Tiefpunkt in der föderalen Kultur Deutschlands +++
Bundesratspräsident Reiner Haseloff kritisiert die Kompetenzverlagerung in der Pandemiebekämpfung auf den Bund durch das Infektionsschutzgesetz scharf. "Der heutige Tag ist für mich ein Tiefpunkt in der föderalen Kultur der Bundesrepublik Deutschland", sagt der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt in der Sondersitzung des Bundesrats. Die Länderkammer berate ein Gesetz, "dessen Entstehung, Ausgestaltung und Ergebnis unbefriedigend sind". Zwar seien bei den Beratungen im Bundestag noch Korrekturen vorgenommen worden. "Doch drängt sich nunmehr noch deutlicher die Frage auf, worin der Mehrwert dieses Gesetzes für die Menschen in Deutschland liegt, gegenüber der im vergangenen Jahr im Grundsatz bewährten Abstimmung zwischen der Bundesregierung und den Landesregierungen", sagte der CDU-Politiker.

+++ 12:47 Norwegen reicht Astrazeneca weiter +++
Norwegen reicht all seine vorrätigen Astrazeneca-Impfdosen an die skandinavischen Partnerländer Schweden und Island weiter, jedenfalls solange der Einsatz des Mittels im Land gestoppt ist. 200.000 der 216.000 auf Lager liegenden Dosen sollen an Schweden gehen, die restlichen 16.000 an Island, erklärt das norwegische Gesundheitsministerium. Norwegen hatte den Einsatz des Impfstoffes des britisch-schwedischen Unternehmens am 11. März vorsorglich ausgesetzt, nachdem seltene Fälle von Blutgerinnseln nach der Impfung aufgetreten waren. Dieser Stopp wurde später verlängert.

+++ 12:30 Gähnende Leere auf den Flughäfen +++
Die Flughäfen in Deutschland sind auch im März nicht aus der Corona-Flaute herausgekommen. Im vergangenen Monat nutzten nur 1,97 Millionen Passagiere einen Airport. Das waren 89,7 Prozent weniger als im März des Vorkrisenjahres 2019 und auch immer noch 72,5 Prozent weniger als im März 2020, in dessen Verlauf es erstmals zu größeren Verkehrseinschränkungen infolge der Corona-Pandemie gekommen war. An den äußerst schwachen Quartalszahlen (minus 90,0 Prozent Passagiere zum Vergleichszeitraum 2019) änderten auch die kurzfristig ins Programm genommenen Mallorca-Flüge vieler Airlines zu Ostern nur sehr wenig.

+++ 12:19 SPD fordert mehr Schulstunden nach Corona +++
Im kommenden Schuljahr sollten Schüler in Nordrhein-Westfalen einem SPD-Konzept zufolge zwei zusätzliche Unterrichtsstunden pro Woche erhalten, um coronabedingte Lücken aufzuholen. Die Vorbereitungen für einen solchen Nachhilfe-Unterricht in Kleinstgruppen unter dem Schuldach müssten schon jetzt anlaufen, fordert die oppositionelle SPD-Landtagsfraktion. Dazu sollten Fachlehrer in den Schwerpunktfächern Deutsch, Mathe und Fremdsprachen individuelle Förderpläne für ihre Schüler erarbeiten.

+++ 12:15 Impfquote: 5 Prozent Unterschied zwischen Bundesländern +++
Bremen, Saarland, Sachsen-Anhalt, NRW und Bayern liegen bei der Erstimpfungsquote vorn. Hessen ist Schlusslicht.


+++ 12:12 Experte glaubt an Wirtschaftsboom +++
Die Konjunktur in Deutschland dürfte nach einem Rückgang zu Jahresanfang im Frühjahr und Sommer zunehmend Fahrt aufnehmen, sagt BayernLB-Chefökonom Jürgen Michels. Im laufenden Quartal könnte das Bruttoinlandsprodukt um bis zu ein Prozent zulegen und zwischen Juli und September dann um zwei Prozent oder mehr steigen. Geld- und fiskalpolitische Programme dürften der globalen Wirtschaft bis Mitte 2022 zu einem Boom verhelfen, dem dann eine mehrjährige Übergangsphase mit niedrigerem Wachstum folgen werde.

+++ 12:00 DFL beschließt Corona-Quarantäne für Bundesliga +++
Die Deutsche Fußball-Liga will die laufende Bundesliga-Saison mit einer dreiwöchigen Gruppen-Quarantäne absichern. Vom 3. Mai an sollen nach DFL-Präsidiums-Beschluss Spieler, Trainer und Betreuer der 36 Profivereine sich nur noch zwischen der eigenen Wohnung und dem Trainingsplatz bewegen, um Corona-Infektionen zu verhindern. Vom 12. Mai bis zum letzten Saisonspiel am 22./23. Mai sollen sie in einem "Quarantäne-Trainingslager" nur noch untereinander Kontakt haben. Mehrere Corona-Fälle hatten in den vergangenen Wochen den Spielplan der 1. und 2. Bundesliga durcheinandergebracht.

+++ 11:42 Experte: Auch J&J zweimal impfen +++
Der Kölner Infektiologe Gerd Fätkenheuer erwartet, dass auch beim Impfstoff von Johnson&Johnson eine zweite Impfung erforderlich sein wird. "Ich habe große Zweifel, ob eine Spritze in der Praxis ausreichen wird", sagt Fätkenheuer dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Mit Blick auf sogenannte "Escape-Mutationen", die sich an Impfungen anpassten, gehe er "stark von mehreren Impfungen pro Person aus". Bisher erklärt J&J, dass eine Dosis ausreiche. Dazu sagt der Experte, das Unternehmen habe planmäßig nicht auf eine zweite Impfung gesetzt, deshalb sei auch die Studie "von vornerein auf bloß eine Impfung angelegt" gewesen. "Rein medizinisch ergibt es für mich keinen Sinn, den einen Impfstoff doppelt und den anderen nur einmal zu verimpfen", so der Infektiologe.

+++ 11:20 Deutschland will 30 Millionen Sputnik-Dosen kaufen +++
Deutschland will nach Angaben von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer insgesamt 30 Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V kaufen. "Wir wollen dreimal zehn Million Dosen - im Juni, Juli und im August - Sputnik V kaufen", sagt der CDU-Politiker bei einem Besuch in Moskau. "Voraussetzung ist die Zulassung bei der europäischen Arzneimittelbehörde", fügte Kretschmer hinzu, der zuvor mit dem russischen Gesundheitsminister Michail Muraschko gesprochen hatte. Die EMA-Zulassung bilde die nötige Vertrauensbasis. Es wäre ein großer Erfolg, wenn die Zulassung im Mai erfolgen würde. Derzeit befinde sich eine EMA-Delegation in Moskau. Man wolle gemeinsam diese Zulassung erreichen, habe der russische Gesundheitsminister versichert. "Der Minister ist guter Dinge, wir auch."

+++ 11:05 Janssens: Doppelmutante bereitet Sorge +++
Mutationen des Corona-Virus lassen weltweit die Inzidenzwerte in die Höhe schnellen. Immerhin, in Deutschland sei das Ansteigen der Neuinfektionszahlen wohl gestoppt, sagt Intensivmediziner Uwe Janssens. Gleichzeitig warnt er aber vor weiteren Auslastungen der Intensivbetten. Schon jetzt befänden sich viele Deutsche Kliniken am Limit. Es sei ganz klar: "Runter mit den Infektionszahlen." Ohne hartes Gegensteuern könnten sich zudem weitere gefährliche Mutationen wie die indische Variante B.1.617 entwickeln.

+++ 10:45 Impftempo zieht nicht an +++
Der gestrige Impf-Tag war ein guter Tag, erreichte aber nicht die Spitzenwerte aus den Vorwochen. Knapp 690.000 Impfdosen wurden in Deutschland am 21. April verabreicht. Das sind 140.000 mehr als am Dienstag. Im Vergleich zum Mittwoch der Vorwoche ist dies allerdings ein Rückgang um gut 80.000 Dosen.

+++ 10:40 Erster Corona-Fall bei Olympischem Fackellauf +++
Beim Fackellauf zu den in drei Monaten geplanten Olympischen Spielen in Tokio gibt es einen ersten Corona-Infektionsfall. Wie die Organisatoren erklären, wurde ein mit der Verkehrsregelung beauftragter Polizist in seinen 30ern in der südwestlichen Präfektur Kagawa einen Tag nach Dienstantritt positiv auf das Coronavirus getestet. Er habe eine Maske getragen und den Sicherheitsabstand eingehalten, hieß es. Es ist der erste Infektionsfall seit Beginn des Fackellaufs am 25. März.

+++ 10:23 Portugal stellt als erstes EU-Land Antrag auf Corona-Hilfen +++
Portugal stellt als erstes der 27 EU-Länder seinen nationalen Plan zur Verwendung der europäischen Corona-Hilfen fertig und reicht die Pläne bei der EU-Kommission ein. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt, da nun die Impfungen gegen das Coronavirus in Europa vorankämen, sei es umso wichtiger, auch die Wirtschaftshilfen zu starten. Das im Sommer 2020 verabredete Paket "Next Generation EU" im Umfang von 750 Milliarden Euro soll den 27 EU-Staaten helfen, nach der Pandemie wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Einen Teil des Geldes gibt es als Zuschüsse, einen Teil als Darlehen. Dafür wollen die EU-Staaten gemeinsam Schulden aufnehmen. Das meiste Geld wird über den Aufbaufonds RRF verteilt, nämlich 312,5 Milliarden Euro als Zuschüsse und bis zu 360 Milliarden Euro als Darlehen.

+++ 10:10 Impfungen für alle schon ab Mai? +++
Um mehr Tempo beim Impfen aufzunehmen, planen Bund und Länder offenbar, die Impfpriorisierung aufzugeben. Und das bereits ab Ende Mai. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf interne Gespräche zwischen der Bundesregierung sowie den Chefs der Staatskanzleien der Länder meldet, erwartet der Bund derart hohe Liefermengen, dass er davon ausgeht, die Impfpriorisierung ab Mai aufgeben zu können. Ob dies dann wirklich auch für alle Impfstoffe gelten würde, oder möglicherweise nur für Astrazeneca, ist noch unklar.

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+++ 09:58 P.1 und B 1.351 spielen bislang keine wichtige Rolle +++
Die Virus-Variante B 1.1.7 verdrängt wie erwartet fast vollständig den europäischen Wildtyp des Coronavirus. Rund 90 Prozent aller Infektionen in Deutschland gehen derzeit auf diese Mutation, auch britische Mutation genannt, zurück. Tendenz weiter steigend. Der Anteil der Mutation B.1.351 (südafrikanische Mutation) liegt nach wie vor unter 1 Prozent. In der letzten Woche waren es genau 0,7 Prozent oder 722 Fälle. Auch die so genannte brasilianische Variante, P.1, spielt mit 55 Fällen oder 0,1 Prozent bislang praktisch keine Rolle in Deutschland. Die zuletzt aufgetauchte indische Variante, B.1617, wird vom RKI noch nicht separat ausgewiesen, da das Fallaufkommen zu gering ist.

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+++ 09:50 Palmer: Tübinger Modellprojekt beendet +++

Das Tübinger Corona-Modellprojekt ist Geschichte. Wegen der Bundes-Notbremse müsse es beendet werden, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer von den Grünen. "Ab Montag ist also auch bei uns alles dicht. Theater, Handel, Schulen und Kitas", schreibt Palmer auf seiner Facebook-Seite. Er machte aber deutlich, dass dies nur an den Zahlen des Kreises Tübingen liege, nicht an denen der Stadt Tübingen. Die Inzidenz im Landkreis sei mit 180 eben viel zu hoch, so Palmer. Die Inzidenz in Tübingen liege dagegen konstant unter 100. Und das seit zwei Wochen. "Der Anstieg findet nur außerhalb Tübingens statt und hat jetzt den Wert von 240 erreicht, während wir bei 91 stehen", schreibt Palmer.

+++ 09:31 EU will rechtlich gegen Astrazeneca vorgehen +++
Die EU-Kommission bereitet einem Medienbericht zufolge rechtliche Schritte gegen den Pharmakonzern Astrazeneca wegen der Lieferprobleme bei dessen Corona-Impfstoff vor. Das berichtet das Magazin "Politico" unter Berufung auf mehrere EU-Diplomaten. Bei einem Botschaftertreffen am Mittwoch hätten sich die meisten EU-Länder für rechtliche Schritte ausgesprochen.

+++ 09:03 Günther Jauch bekommt "massenweise" Hassbriefe +++
TV-Moderator Günther Jauch hat im Fernsehen aus Hass- und Drohbriefen vorgelesen, die er wegen seines Engagements für die Impfung gegen das Coronavirus bekommen hat. Der 64-Jährige, der sich derzeit selbst wegen einer Corona-Infektion in Quarantäne befindet, las per Videoschalte bei "stern TV" aus einzelnen Briefen vor, die er nach eigenen Worten "massenhaft" erhalten habe. Einige Verfasser drohten Jauch darin massiv und beschimpften ihn. "Ich wundere mich tatsächlich, dass es so viele sind", sagte Jauch. "Und dass die sich vor allen Dingen überhaupt nicht scheuen, das mit vollem Namen zu machen." Jauch ist eines der Werbegesichter der Impfkampagne der Bundesregierung und hatte betont, dass er sich auf jeden Fall impfen lasse, sobald er dürfe. Auch die Schauspielerin Uschi Glas, die in der Kampagne ebenfalls für die Corona-Impfung geworben hatte, war in zahlreichen E-Mails angefeindet worden.

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(Foto: imago images/Camera4)

+++ 08:56 Ausbruch in Pflegeheim - trotz Impfung +++
In einem Pflegeheim in den USA verbreitet sich das Coronavirus schlagartig, obwohl der Großteil der Bewohner geimpft ist. Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der US-Gesundheitsbehörden ergab, dass sich in dem Heim im Bundesstaat Kentucky 46 Menschen infizierten, nachdem ein nicht-geimpftes Mitglied des Pflegepersonals eine Variante des Coronavirus eingeschleppt hatte. 22 der Infizierten hatten bereits die zweite Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten. Bei der eingeschleppten Variante handele es sich um R.1, die als nicht sonderlich besorgniserregend gilt.

+++ 08:53 Schwesig rügt "schweren Konstruktionsfehler" der Notbremse +++
Der Bundesrat bekommt heute das zur bundeseinheitlichen Notbremse veränderte Infektionsschutzgesetz vorgelegt. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist nicht begeistert. "Dieses Gesetz wird uns nicht in den Infektionszahlen runterbringen, sondern es wird auf einem hohen Niveau eingependelt." Die SPD-Politikerin kritisiert im ZDF, dass Schulen und Kitas erst bei einem Inzidenzwert von 165 geschlossen würden. Besser wäre dies bei der von Bund und Ländern eigentlich verabredeten 150er-Schwelle. "Der Konstruktionsfehler von diesem Bundesgesetz ist: Sie schließen bei 165, warten fünf Tage, dass sie dann darunter sind, zum Beispiel bei 162 und dann öffnen sie wieder. Da kann ich jetzt schon vorhersagen, eine Woche später sind sie wieder über 165 und schließen. Dieses Pingpong ist total unzuverlässig." Mecklenburg-Vorpommern werde deshalb Schulen und Kitas immer erst öffnen, wenn die Inzidenz unter 100 gefallen sei.

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+++ 08:38 Inzidenz: 20 Punkte runter in Berlin, 30 Punkte hoch im Saarland +++
Die 7-Tage-Izidenz in den einzelnen Bundesländern entwickelt sich weiter unterschiedlich. In Sachsen sinkt die 7-Tage-Inzidenz, liegt allerdings immer noch knapp über der Marke von 200. Auch in Berlin ist der Trend positiv. 133,6 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage werden in der Hauptstadt verzeichnet. Vor drei Tagen lag der Wert noch 20 Punkte höher. In genau die andere Richtung verläuft die Kurve im Saarland. Hier steigt die 7-Tage-Inzidenz von 120 auf 150. Das Bundesland verzeichnet damit die deutlichsten Zuwachsraten.

+++ 08:30 Solms: Notbremse verdient Note 6 +++
Der langjährige FDP-Politiker Hermann Otto Solms übt scharfe Kritik am Gesetzgebungsverfahren der Bundesregierung. Das Pandemie-Management bewertet Solms mit der "Schulnote 6". Der FDP-Politiker und Alterspräsident des Deutschen Bundestages, erklärt im "ntv Frühstart", die gestern im Bundestag verabschiedete Bundesnotbremse sei verfassungswidrig. Gegen das Gesetz, das heute vom Bundesrat beschlossen werden könnte, laufen mehrere Klagen. Auch die FDP will vor dem Bundesverfassungsgericht in einem Eilverfahren gegen die Bundesnotbremse vorgehen.

+++ 08:12 In Mexiko und Polen beschlagnahmter Biontech-Impfstoff gefälscht +++
Der US-Pharmakonzern Pfizer bestätigt, dass in Mexiko und Polen beschlagnahmte Corona-Impfdosen nicht von Pfizer/Biontech waren, sondern gefälscht. Mit dem in einer Klinik in Mexiko konfiszierten Stoff seien etwa 80 Menschen vermeintlich gegen das Coronavirus geimpft worden, berichtet das "Wall Street Journal". Die in Polen beschlagnahmten Dosen enthielten dem Bericht zufolge eine harmlose kosmetische Substanz, vermutlich Anti-Falten-Creme.

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+++ 07:50 Mecklenburg schmeißt Ferienhausbesitzer raus +++
Ferienhausbesitzer und Dauercamper aus anderen Bundesländern müssen die Koffer packen und Mecklenburg-Vorpommern spätestens morgen verlassen. Seit Beginn der Woche ist Mecklenburg-Vorpommern im Lockdown. Die gesetzte Übergangsfrist für Zweitwohnungsbesitzer endet nun. Zunächst bis zum 11. Mai darf ab Samstag nur nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen, wer seinen Hauptwohnsitz dort hat oder seine Kernfamilie besucht. Wer sich daran nicht hält, dem drohen Bußgelder.

+++ 07:32 Grippewelle komplett ausgefallen +++
Mit bisher nur 519 im Labor bestätigten Fällen geht die wohl schwächste Grippe-Saison seit Jahrzehnten in Deutschland zu Ende. Zum Vergleich: In der vergangenen Grippe-Saison erkrankten nachweislich 180.000 Menschen. Grund sind natürlich die Corona-Maßnahmen und eine erhöhte Impfbereitschaft. Nach Definition der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch-Institut wurden in diesem Winter die Kriterien für den Beginn einer Grippewelle gar nicht erfüllt. "Es hat in dieser Saison überhaupt keine Grippewelle gegeben", so das RKI. Dies sei ein Novum seit der Influenza-Überwachung durch die 1992 gegründete Arbeitsgemeinschaft. Im Winter 2017/18 starben an der Influenza allein in Deutschland geschätzte 25.000 Menschen.

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+++ 07:20 USA setzen Deutschland auf höchste Reisewarnstufe +++
Die USA weiten aufgrund des derzeitigen Corona-Infektionsgeschehens die Reisewarnungen der höchsten Stufe aus. Auch Deutschland ist unter den 100 zusätzlichen Staaten der vierten, roten Stufe "Do Not Travel". Frankreich, Großbritannien sowie die Nachbarstaaten Kanada und Mexiko zählen nun ebenfalls unter diese Kategorie.

+++ 07:17 Bremen überlegt noch - Drei Bundesländer geben Astrazeneca frei +++
Ob 20, 30 oder 59 Jahre alt. Nach Sachsen und Bayern gibt auch Mecklenburg-Vorpommern ab sofort den Impfstoff von Astrazeneca frei. Jeder, der sich mit dem Vektorimpfstoff impfen lassen will, kann dies tun. Einzige Bedingung: Bei Menschen unter 60 Jahren ist vor dem Spritzen eine ausführliche Beratung durch den Impfarzt notwendig. Die Bremer Gesundheitsbehörde überlegt, dem Beispiel zu folgen und die Impfreihenfolge für Astrazeneca aufzuheben. Grund auch hier: die Zurückhaltung vieler Impfberechtigter beim Vakzin von Astrazeneca.

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+++ 07:17 Rekord in Indien: 315.000 Neuinfektionen +++
In Indien wurden in 314.835 weiteren Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Das ist der höchste Zuwachs, der bislang weltweit festgestellt wurde. Der vorherige Rekordwert kam aus den USA. Dort wurden im Januar an einem Tag 297.430 neue Fälle ausgewiesen.

+++ 07:10 Bayern impft Obdachlose +++
Mobile Impfteams sollen bereits ab Mai auch auf der Straße lebende Obdachlose gegen Corona impfen. Ab nächster Woche stellt das Land dafür 6000 Impfdosen zur Verfügung, kündigt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek an. Die Impfangebote soll es von den Teams der Impfzentren immer am gleichen Ort und zur gleichen Uhrzeit geben. "Wir werden keine unnötigen bürokratischen Hindernisse schaffen. Ein abgelaufener Personalausweis wird bei niemandem die Impfung verhindern", so Holetschek. Es gehe um Menschen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsort haben "und das bestehende Hilfesystem aus unterschiedlichen Gründen meiden."

+++ 07:00 Positivenquote steigt +++
Die Zahl der Labor-Tests steigt in der Kalenderwoche 15 (12.-18. April) wieder, erreicht aber noch nicht das Niveau vor Ostern. Gleichzeitig steigt die Positivenquote im Vergleich zur Vorwoche. Ein möglicherweise schlechtes Zeichen, das zudem auf eine hohe Dunkelziffer hindeutet.

+++ 06:29 Neue Studie: Ausgangssperren wirkungslos +++
Eine Studie der Universität Gießen kommt zu einem klaren Ergebnis: nächtliche Ausgangssperren in hessischen Kreisen und kreisfreien Städten blieben in der Vergangenheit ohne Auswirkung auf die Inzidenzzahlen. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Ausgangssperren bei Nacht keine wirksame Maßnahme zur Begrenzung der Virusübertragung sind", schreiben die Autoren. Dies könnte auf der Tatsache beruhen, dass die Mobilität nicht wesentlich eingeschränkt werde. Weiter heißt es: "Ob Menschen ihre Mobilität auf Tag- oder Nachtsperren verlagerten (...), bleibt eine offene Frage. Natürlich sind Vorbehalte angebracht. Wie immer können sich die Ergebnisse mit einem anderen Datensatz ändern."

+++ 06:14 USA: 200 Millionen Impfungen in 100 Tagen +++
US-Präsident Joe Biden ruft eine neue Phase in der US-Impfkampagne aus. Alle Bürger ab 16 Jahren können sich nun impfen lassen, kündigte Biden an. Die USA hätten das Ziel von 200 Millionen Impfungen erreicht, bis Donnerstag sollen 80 Prozent aller über 65-Jährigen mindestens eine Impfung erhalten haben. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

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+++ 05:41 RKI meldet 29.518 Neuinfektionen, Nachmeldungen aus NRW +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 29.518 Corona-Neuinfektionen gemeldet, ungefähr so viele wie am Donnerstag vor einer Woche. In der Zahl könnten allerdings auch Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Wegen technischer Schwierigkeiten war eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter nicht vollständig übermittelt worden. 259 weitere Menschen sind durch Covid-19 gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt mit 161,1 um einen Punkt höher als gestern.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:48 Eine Dosis reicht: Russland will "Sputnik light" produzieren +++
Russland rechnet mit der Zulassung der Ein-Dosis-Version des Impfstoffs Sputnik V im Mai. Bis Ende des Jahres könne die Produktion von "Sputnik light" auf monatlich 30 Millionen Dosen hochgefahren werden, sagt Industrie- und Handelsminister Denis Manturow. "Sputnik light" muss den Angaben zufolge im Gegensatz zur ersten Version des Vakzins nur einmal statt zweimal gespritzt werden.

+++ 04:00 Handwerkspräsident will Testpflicht für Mitarbeiter +++
Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert eine gesetzliche Verpflichtung für Beschäftigte, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Es sei nicht einzusehen, dass Betriebsinhaber gesetzlich zu Testungsangeboten verpflichtet werden - während es Mitarbeitern überlassen bleibe zu entscheiden, ob sie sich testen lassen oder nicht. "Beschäftigte, die sich nicht testen lassen, verhalten sich unsolidarisch und gefährden mit ihrem Verhalten ihre Kolleginnen und Kollegen wie auch ihre Kunden", so der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

+++ 03:08 Griechen müssen über Ostern zu Hause bleiben +++
Reisen innerhalb Griechenlands bleiben auch zum griechisch-orthodoxen Osterfest am ersten Maiwochenende verboten. Dafür soll aber direkt im Anschluss die Außengastronomie öffnen, versprach Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Staatsfernsehen. Damit fällt für die Griechen die traditionelle österliche Fahrt ins Heimatdorf oder auf die Heimatinsel aus. Der Premier bat die Menschen, dafür jetzt noch einmal die Zähne zusammenzubeißen. "Ich weiß, dass Sie müde sind", sagte Mitsotakis in seiner Ansprache. "Aber unsere Ziele sind ein sicheres Osterfest und ein schöner Sommer." Athen will das Land am 15. Mai offiziell für den Tourismus öffnen.

+++ 02:25 Ärztegewerkschaft: "Notbremse kommt deutlich zu spät" +++
Die vom Bundestag beschlossene Corona-Notbremse greift aus Sicht der Ärztegewerkschaft Marburger Bund zu kurz im Kampf gegen die dritte Pandemiewelle. "Die Maßnahmen sind richtig, kommen aber deutlich zu spät und gehen in einzelnen Punkten nicht weit genug. Die Infektionsdynamik hätte schon früher gebrochen werden können", beklagt die Vorsitzende Susanne Johna in der "Rheinischen Post". Die Politik habe viel Zeit verstreichen lassen, obwohl es aus der Intensivmedizin deutliche Hilferufe gegeben habe. Inzwischen kämen Kliniken wieder an ihre Kapazitätsgrenzen und Verlegungen von Patienten in weit entfernte Krankenhäuser seien an der Tagesordnung, so Johna.

+++ 01:38 Indien: 22 Covid-Patienten sterben wegen Leck in Sauerstofftank +++
In einem indischen Krankenhaus sind mindestens 22 Corona-Patienten infolge eines undichten Sauerstofftanks gestorben. Der Austritt des überlebenswichtigen Gases hatte die Versorgung der beatmeten Patienten in einem Krankenhaus der Millionenstadt Nashik nordöstlich der Finanzmetropole Mumbai unterbrochen. Das Krankenhaus habe rund 150 Corona-Patienten behandelt, die auf künstliche Beatmung oder medizinischen Sauerstoff angewiesen waren, berichtet der Fernsehsender NDTV. Etliche seien in andere Kliniken verlegt worden. In Indien mangelt es zurzeit an medizinischem Sauerstoff, während die Zahl der Infizierten und Erkrankten immer schneller steigt.

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Quelle: ntv.de, lri/ino/dpa/AFP/rts

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