Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:43 Ärzte schlagen Alarm: Türkei verzeichnet erstmals mehr als 40.000 Neuinfektionen +++

In der Türkei hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Insgesamt 40.806 Tests fielen positiv aus, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl lag damit erstmals über der Marke von 40.000. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 176 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die türkische Ärztevereinigung TTB schlug angesichts der stark steigenden Zahlen Alarm: "Die Intensivbetten sind voll", sagte deren Vorsitzende Sebnem Korur Fincanci. Einen Platz im Krankenhaus zu finden, erweise sich als "sehr schwierig". Das Land mit 82 Millionen Einwohnern hatte Corona-Beschränkungen Anfang März teilweise aufgehoben - seitdem steigen die Fallzahlen rapide. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte deswegen am Montag neue Maßnahmen angekündigt.

+++ 20:19 Bundesregierung einigt sich auf zusätzliche Corona-Hilfen für Firmen +++
Die Bundesregierung hat sich in der Corona-Krise auf zusätzliche milliardenschwere Hilfen für Unternehmen verständigt. Firmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, sollen einen neuen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Das teilten das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die neuen Hilfen dürften nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Milliarden kosten. Konkret sollen alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, einen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Dieser werde zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

+++ 20:02 Thailand verkürzt Quarantänezeit für geimpfte Reisende auf eine Woche +++
Geimpfte Reisende müssen in Thailand ab sofort nur noch sieben Tage in Quarantäne. Für ungeimpfte Reisende aus fast allen anderen Staaten wurde die Isolationszeit auf zehn Tage verkürzt. Das teilte das Außenministerium in Bangkok mit. Nur für Menschen aus einigen afrikanischen Ländern soll wie bisher eine 14-tägige Quarantänezeit gelten, so Ministeriumssprecher Tanee Sangrat. Die Regierung hatte im März dem Plan zugestimmt, die Regeln ab dem 1. April zu ändern. Für die Quarantäne stehen zahlreiche staatlich genehmigte Hotels zur Verfügung. Weitere Lockerungen seien im Oktober möglich, wenn mindestens 70 Prozent der Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Tourismus geimpft seien, hatte die Regierung mitgeteilt.

+++ 19:43 Kubicki kritisiert Hamburger Ausgangsbeschränkung als lebensfremd +++
FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki hat die coronabedingte nächtliche Ausgangsbeschränkung in Hamburg als lebensfremd kritisiert. "Ich möchte mal sehen, was bei schönem Wetter passiert: Was sollen die Behörden denn machen, wenn am späte n Abend noch Tausende Menschen am Elbstrand sitzen?", sagte der Bundestagsvizepräsident "Abendblatt.de". Er habe zudem erhebliche Zweifel daran, dass die Beschränkung wirke, "wenn beispielsweise in einem Hochhaus am Mümmelmannsberg der 12. Stock den 3. Stock besucht, um gemeinsam Love Island zu schauen". Da habe sich der rot-grüne Senat mächtig verhoben. Vorerst bis zum 18. April ist es von Karfreitag an zwischen 21Uhr abends und 5 Uhr morgens in Hamburg nicht erlaubt, die Wohnung ohne triftigen Grund zu verlassen.

+++ 19:22 Impfziel der WHO droht zu scheitern +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht bei ihrem Ziel, bis zum 10. April in allen Ländern der Welt mit Impfungen gegen das Coronavirus zu beginnen, vor dem Scheitern. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte reiche Länder vergangene Woche aufgerufen, dringend zehn Millionen Impfdosen aus ihren Beständen zu spenden. Bis Donnerstag erhielt er nach eigenen Angaben aber keine Zusagen. Die WHO hatte Anfang Januar die Losung ausgegeben, dass in den ersten 100 Tagen des Jahres 2021 überall auf der Welt mit dem Impfen begonnen werden soll. Der 100. Tag des Jahres ist der 10. April. Tedros sagte in Genf, 20 Länder stünden in den Startlöchern für Impfungen, hätten aber bislang keine einzige Dosis erhalten. "Ich hoffe immer noch, dass ein paar politische Führungskräfte vortreten, die vorausblickend und aufgeklärt sind", sagte Tedros.

+++ 19:09 Impfzentren in Brandenburg arbeiten am Karsamstag weiter +++
In Brandenburg sind am Karsamstag die Impfzentrum entgegen anders lautender Medienberichte geöffnet. Das teilte das Innenministerium mit. Richtig sei, dass alle Impfzentren in Brandenburg am Karsamstag geöffnet sind. Sämtliche vereinbarten Termine würden wie geplant stattfinden, hieß es. Am Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag seien die Impfzentren aus Mangel an Impfstoff dagegen geschlossen. Einzige Ausnahme bilde das Impfzentrum des Landkreises Havelland in Falkensee, das auch am Karfreitag öffnet.

+++ 18:48 Auch Nordrhein-Westfalen führt Testpflicht an Schulen ein +++
Nach Niedersachsen führt nun auch Nordrhein-Westfalen eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler ein. Nach den Osterferien sollen die Kinder und Jugendlichen aller Schulen zwei Mal pro Woche Selbsttests durchführen. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer an. "Verpflichtende Selbsttests als zusätzliche Sicherheit tragen dazu bei, das Dunkelfeld von symptomlos Erkrankten aufzuhellen und die weitere Ausbreitung der Pandemie zu verhindern. Sie sorgen dafür, dass der Schulbetrieb sicherer wird", so Gebauer.

+++ 18:35 48 Prozent laut Umfrage für härteren Lockdown +++
In Deutschland sind einer Umfrage zufolge wieder deutlich mehr Bürger für eine Verschärfung der Corona-Einschränkungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend. Demnach plädieren 48 Prozent für härtere Maßnahmen. Das sind 16 Prozentpunkte mehr als Mitte März und 28 Punkte mehr als Anfang März. 24 Prozent der Befragten bewerten die aktuellen Regelungen als angemessen. Das sind 14 Punkte weniger als Mitte März. Ebenfalls 24 Prozent gehen die Corona-Maßnahmen hingegen zu weit. Das ist ein Prozent weniger als Mitte März. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:17 Impfstoffstreit: EU-Staaten finden keine einheitliche Linie +++
Im erbitterten Streit um Corona-Impfstoffe haben die 27 EU-Staaten am Donnerstag keine einheitliche Linie gefunden. Österreich, Tschechien und Slowenien trugen einen Kompromissvorschlag zur Verteilung von zehn Millionen Impfdosen nicht mit, wie es aus Diplomatenkreisen hieß. Geplant sei nun, die Menge wie üblich nach Bevölkerungsstärke an die Mitgliedsstaaten zu verteilen. 24 Staaten - darunter Deutschland - hätten jedoch untereinander eine Spendenaktion vereinbart, um Staaten mit besonders großem Impfstoffmangel zu helfen. Insgesamt geben 19 Staaten gut 2,8 Millionen Dosen ab, um Lücken in Estland, Lettland, der Slowakei, Kroatien und Bulgarien auszugleichen. Deutschland verzichtet nach diesem Modell auf rund 500.000 Impfdosen zugunsten der fünf Staaten.

+++ 17:59 Israel will ab Mai unter 16-Jährige impfen +++
Israel strebt eine Impfung der Gruppe der 12- bis 15-Jährigen mit dem Pfizer-Biontech-Vakzin gegen Corona ab Mai an. Das sagte der Generaldirektor des israelischen Gesundheitsministeriums, Hesi Levy, dem Armeerundfunk. Es gebe eine zunehmende Anzahl von Kindern, die ins Krankenhaus eingeliefert würden, führte Levy aus. Auch gebe es eine zunehmende Anzahl von Kindern, die keine Symptome der Virus-Erkrankung zeigten, die aber an "Komplikationen" litten. Die Unternehmen Biontech und Pfizer hatten zuletzt mitgeteilt, ihr Corona-Impfstoff habe bei Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren in einer Zulassungsstudie eine Wirksamkeit von hundert Prozent gezeigt.

+++ 17:38 Angst vor Ansturm: Ferienorte bereiten sich auf Osterausflügler vor +++
Schleswig-Holsteins Ferienorte bereiten sich zu Ostern auf einen Ansturm von Gästen vor. Besonders die Kommunen an Nord- und Ostsee stellen sich trotz Beherbergungsverbot auf viele Tagesgäste und gut belegte Zweitwohnungen ein. Das bereitet vielen Kommunen Sorge, denn Zweitwohnungen dürfen nicht nur von den Besitzern selbst, sondern auch von Freunden und Bekannten genutzt werden. "Dementsprechend haben die Standorte Sorge, wie Abstände und Kontaktregeln eingehalten und überwacht werden können", sagte Jörg Bülow, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeindetages. Dazu benötigten die Gemeinden unbedingt die Unterstützung durch die Polizei sagte Bülow. "Nach unserem Eindruck haben sich die Kommunen sehr intensiv vorbereitet, zum Beispiel auf die Lenkung von Besuchern und Verkehr", sagte er weiter. "Doch ohne die Hilfe der Polizei wären die Kommunalverwaltungen überfordert."

+++ 17:19 Mutation B.1.1.7 breitet sich unter Kindern rasant aus +++
Die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen steigen überdurchschnittlich stark an. Besonders betroffen von der britischen Mutante B.1.1.7 sind Kinder unter 10 Jahren. Jetzt fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sogar die Rückkehr zur Corona-Notbetreuung in den Kitas.

+++ 17:03 Frankreichs Gesundheitsminister: Höhepunkt der Epidemie in spätestens zehn Tagen +++
Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran hat die neue Corona-Strategie aus landesweitem Lockdown und beschleunigter Impfkampagne verteidigt. Mit Hilfe der Maßnahmen dürfte der Höhepunkt bei den Neuinfektionen "in etwa sieben bis zehn Tagen" erreicht sein, die Lage auf den Intensivstationen dürfte sich ab Ende April wieder entspannen, sagte Véran dem Radiosender France Inter. Frankreich befindet sich derzeit inmitten der dritten Corona-Welle. Angesichts der dramatischen Lage auf den Intensivstationen der Krankenhäuser hatte Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend angekündigt, bereits regional geltende Lockdown-Maßnahmen auf das ganze Land auszuweiten.

+++ 16:40 Spahn: Mehr als 80 Prozent von ausgeliefertem Impfstoff verwendet +++
Gesundheitsminister Jens Spahn empfiehlt, die Lagerhaltung bei Impfstoffen "gen Null zu fahren". "Die Menge an Impfdosen, die nicht verimpft wurden, hat sich deutlich reduziert", sagt der CDU-Politiker. Mittlerweile seien mehr als 80 Prozent der ausgelieferten Mengen verimpft. "Es liegt nicht an der Priorisierung", sagt er zu Berichten über Verzögerungen.

+++ 16:17 Merkel ruft zu ruhigem Osterfest auf +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Menschen in Deutschland zu einem konsequenten Einhalten der Corona-Regeln über die Ostertage aufgerufen. "Mit unserem Verhalten können wir das starke Wachstum der Infektionszahlen wieder bremsen, stoppen und dann umkehren", sagte Merkel in ihrem Video-Podcast. "Das heißt vor allem, dass es ein ruhiges Osterfest werden soll, eines im kleinen Kreis, mit sehr reduzierten Kontakten." Sie bitte dringend darum, "auf alle nicht zwingenden Reisen zu verzichten" und alle Regeln konsequent einzuhalten. Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern könnten den Kampf gegen das Virus nicht alleine gewinnen. "Wir sollten sie nicht allein lassen, sondern sie mit unserem Verhalten unterstützen", appellierte Merkel an die Bürgerinnen und Bürger.

+++ 16:07 Merkel mahnt konsequentes Testen an +++
Kanzlerin Angela Merkel fordert von Ländern, Kommunen und Bürgern den konsequenten Einsatz von Schnelltests. "Systematisches Testen zum Beispiel für Schulen und Kitas ist unerlässlich, ebenso in Betrieben und in der Verwaltung. Es hilft uns auch in unserem alltäglichen Leben", sagt die Kanzlerin in einer Videobotschaft vor Ostern. "Mit den Tests können wir die Pandemie nicht überwinden, aber sie sind ein entscheidendes Mittel, um sie zu kontrollieren." Dies sei allerdings nur möglich, wenn man dann bei Positivfällen auch schnell Kontaktketten identifiziere.

+++ 15:46 Ganz Kroatien wird Risikogebiet +++
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kroatien inklusive der Urlaubsregion Istrien ab Samstag als Risikogebiet ein. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) im Internet bekannt. Damit müssen alle, die aus Kroatien kommend nach Deutschland einreisen, wieder für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich nach fünf Tagen mit einem zweiten negativen Corona-Test befreien können. Der erste Test muss spätestens 48 Stunden nach Einreise erfolgen. Die bei deutschen Urlaubern beliebte Halbinsel Istrien war am 7. März vorübergehend von der Risikoliste des RKI gestrichen worden. Als Risikogebiete werden Länder und Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) eingestuft. Es ist die niedrigste von drei Risikokategorien des RKI. Neu in dieser Kategorie ist ab Samstag auch die spanische Region Rioja.

+++ 15:28 Patientenschützer haben Verständnis für Seehofers Nein zu Astrazeneca +++
Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat Innenminister Horst Seehofer in der Debatte um eine Astrazeneca-Impfung gegen Kritik verteidigt. "Auch ein 71-jähriger Bundesminister hat das gleiche Recht wie jeder andere. Die Corona-Impfung ist freiwillig", sagte Brysch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Also dürfen wir die Menschen hierzulande nicht bevormunden." Impffreiheit brauche endlich auch Wahlfreiheit bei den Impfstoffen, forderte Brysch. "Das wird deutlich mehr Vertrauen in die Impfstrategie bringen. Dabei muss aber an den Prioritäten festgehalten werden." Innenminister Horst Seehofer hatte zuvor deutlich gemacht, dass er sich nicht mit dem Vakzin Astrazeneca impfen lassen wolle.

+++ 15:09 135 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt +++
Die Studentenwerke in Deutschland haben nach Angaben ihres Dachverbands inzwischen mehr als 300.000 Mal eine Zusage zur Zahlung von Corona-Nothilfe an Studenten gegeben und insgesamt rund 135 Millionen Euro ausgezahlt. Seit dem Start der sogenannten Überbrückungshilfe im vergangenen Juni seien mehr als 460.000 Anträge gestellt worden, teilte das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit. Die Leistung ist für Betroffene gedacht, die während ihres Studiums zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

+++ 15:03 Britische Mutation verdrängt Ursprungsvariante +++
Die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 gewinnt in Deutschland immer mehr die Oberhand. Sie erreicht bereits einen Anteil von 88 Prozent, berichtet das RKI. In Tirol breitet sich unterdessen eine Mutante des Briten-Virus aus. ntv-Reporterin Doro Steitz fasst zusammen.

+++ 14:46 Niedersachsen: Schüler und Lehrer dürfen nur noch mit negativem Corona-Test in die Schule +++
Niedersachsen führt nach den Osterferien eine Corona-Testpflicht für den Schulbesuch ein. Schüler und Beschäftigte sollen sich selbst vor Unterrichtsbeginn an Präsenztagen zu Hause testen, kündigte das Kultusministerium an. Ohne ein negatives Testergebnis können Schülerinnen und Schüler den Unterricht nicht besuchen. Zu Hause versäumte Tests können ausnahmsweise in der Schule nachgeholt werden. Bei einem positiven Testergebnis informieren die Betroffenen die Schule, die das Gesundheitsamt einschaltet. Die Testpflicht soll in die Corona-Verordnung des Landes aufgenommen werden. Wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne betonte, blieben die restriktiven Regeln zur Öffnung der Schulen abhängig von der Sieben-Tages-Inzidenz bestehen.

+++ 14:27 Oberverwaltungsgericht Hamburg bestätigt Maskenpflicht für Jogger +++
Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat die vom Senat erlassene Maskenpflicht für Jogger unter anderem an Alster und Elbe bestätigt. Ein anderslautender Beschluss des Verwaltungsgerichts sei geändert und ein entsprechender Eilantrag gegen die Maskenpflicht an Wochenenden und Feiertagen in der Zeit zwischen 10 und 18 Uhr abgelehnt worden, teilte ein Gerichtssprecher mit. Der Senat hatte Beschwerde gegen den Beschluss der Vorinstanz eingelegt, die dem Antragsteller, der in Elbnähe wohnt, gefolgt war. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar. Das Gericht geht in seiner Entscheidung davon aus, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus auch im Freien möglich ist. Wenn der Senat annehmen könne, dass die zur Eindämmung der Pandemie vorgesehenen Mindestabstände wegen eines hohen Personenaufkommens nicht eingehalten werden können, komme die Anordnung einer Maskenpflicht im Freien in Betracht, hieß es.

+++ 14:10 Bundesregierung erwägt Impfungen durch Tierärzte +++
Die Bundesregierung erwägt laut "Wirtschaftswoche", Tierärzte in die Impfkampagne einzubinden. "Es wurde und wird weiterhin regelmäßig geprüft, ob die Einbeziehung weiterer Berufsgruppen, zu denen unter anderem Tierärztinnen und Tierärzte, aber ebenso Zahnärztinnen und Zahnärzte zählen, in die Impfungen erforderlich sein könnte, um schneller impfen zu können", zitiert das Magazin eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

+++ 13:50 Giffey will Zahl der Kinderkrankentage nochmals erhöhen +++
Familienministerin Franziska Giffey will für Eltern die Möglichkeit nochmals ausweiten, in der Corona-Pandemie bezahlte Kinderkrankentage zu nehmen. "Mehr Eltern müssen sich wieder zu Hause um die Kinder kümmern, mehr Kitas werden in den Notbetrieb oder in Teilschließungen gehen und das Betreuungsproblem wird sich erneut verschärfen", erklärt die SPD-Politikerin. Sie wolle sich daher beim Gesundheitsministerium dafür einsetzen, die Zahl der bezahlten Kinderkrankentage erneut zu erhöhen. Seit Jahresanfang können Eltern pro Elternteil 20 Kinderkrankengeldtage beanspruchen und Alleinerziehende 40 Tage. Dies gilt auch, wenn Kinder nicht krank sind, aber etwa wegen eingeschränkten Schul- oder Kitabesuchs zu Hause betreut werden müssen.

+++ 13:34 DIVI: Noch 15,6 Prozent der Intensivbetten in Kliniken frei +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist erneut gestiegen, liegt aber noch unter der 4000er-Marke. In deutschen Kliniken werden derzeit 3729 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Zuwachs um 49 Patienten, wie aus dem aktuellen Daten des DIVI-Intensivregisters hervorgeht. Demnach müssen 2073 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 47 mehr als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4175 Betten in den deutschen Kliniken frei. Der Anteil an der Gesamtzahl der deutschlandweit verfügbaren Intensivbetten liegt damit weiter auf einem niedrigen Niveau - bei aktuell 15,6 Prozent.

+++ 13:16 Neue Virus-Variante in Afrika entdeckt - "Anlass zur Sorge" +++
In Afrika ist laut der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC eine neue Corona-Variante registriert worden. Sie sei bei Reisenden aus Tansania in Angola entdeckt worden, teilt der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, mit. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf. "Das ist sicherlich eine Variante, die Anlass zur Sorge gibt", so Nkengasong. Das ostafrikanische Tansania hat seit Mitte des vergangenen Jahres keine Daten mehr über Covid herausgegeben. Auch aktuell gebe es keine Informationen zur genauen Anzahl der Fälle dort, erklärt die CDC. "Wir wissen leider nicht, wie diese Variante auf Impfstoffe reagiert."

+++ 13:00 Biontech: Impfstoff schützt zu 91 Prozent gegen Mutanten +++
Der Impfstoff von Biontech/Pfizer bietet auch neuen Daten zufolge einen hohen Schutz gegen Covid-19 und die ansteckenderen Virusvarianten. Bei Studienteilnehmern, deren Impfung bis zu sechs Monate zurückliegt, betrage die Wirksamkeit rund 91 Prozent, melden die beiden Unternehmen. Das ist zwar etwas niedriger als die 95 Prozent, die Biontech/Pfizer im November aus der Studie mit 44.000 Teilnehmern gemeldet hatten. Seitdem haben sich aber weltweit eine Reihe von Corona-Varianten ausgebreitet.

+++ 12:46 Spahn: Produktionsfehler bei Johnson & Johnson ohne Auswirkung auf Deutschland +++
Gesundheitsminister Spahn erwartet keine Auswirkungen der Produktionsprobleme bei Johnson & Johnson auf Deutschland. Sie spielten keine Rolle, weil sie in Fabriken aufgetaucht seien, die nicht für die Lieferung in Europa zugelassen seien, sagt der CDU-Politiker. Wegen eines Herstellungsfehlers in einer US-Produktionsstätte ist eine Charge des Covid-19-Impfstoffes des US-Konzerns unbrauchbar. Laut "New York Times" sind 15 Millionen Dosen betroffen. Spahn äußert sich zugleich sehr zufrieden damit, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson nun auch von IDT Biologika in Dessau hergestellt werden soll.

+++ 12:30 Nach Hamburg schickt auch Berlin Kitas zurück in Notbetrieb +++
Vor dem Hintergrund hoher Infektionszahlen in beiden Städten gehen nach Hamburg auch die Berliner Kindertagesstätten nach Ostern wieder in den Notbetrieb. Das hat der Senat nach Informationen des "Tagesspiegel" und des RBB beschlossen. Demnach schließen die Kitas ab dem 8. April. Betreut werden dann nur noch Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen. Auch in Hamburg sollen die Kitas nach Ostern wieder in den erweiterten Notbetrieb gehen. Das war bereits gestern bekannt worden.

+++ 12:19 Berlin verhängt schärfere Corona-Regeln für draußen und drinnen +++
Ab Karfreitag gelten schärfere Kontaktbeschränkungen in Berlin. Im Freien dürfen sich Menschen nachts zwischen 21 und 5 Uhr nur noch alleine oder zweit aufhalten. Tagsüber bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach Zusammenkünfte im Freien und zu Hause nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. In beiden Fällen werden Kinder nicht mitgezählt. Nach Ostern, ab Dienstag (6. April), werden die Regeln für private Treffen drinnen nochmals verschärft. Tagsüber dürfen sich dann nur noch Angehörige eines Haushalts plus eine weitere Person zusammen aufhalten. Auch hier werden Kinder bis 14 nicht mitgezählt. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr sind keine Besuche mehr erlaubt. Die Angehörigen eines Haushalts müssen unter sich bleiben.

+++ 12:03 Bundespräsident Steinmeier mit Astrazeneca geimpft +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin wurde er mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft. Steinmeier sagt nach seiner Impfung: "Ich vertraue den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen. Heute habe ich meine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten. Das Impfen ist der entscheidende Schritt auf dem Weg aus der Pandemie. Nutzen Sie die Möglichkeiten. Machen Sie mit!"

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seiner Erstimpfung.

(Foto: dpa)

+++ 11:51 Epidemiologe verteidigt Astrazeneca-Impfstopp für Jüngere +++
Der Epidemiologe Timo Ulrichs verteidigt die Entscheidung, nur noch über 60-Jährige mit dem Impfstoff Astrazeneca zu impfen. Zwar habe die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) keinen Impfstopp für Jüngere empfohlen, es gehe bei der Abwägung von Riskio und Nutzen aber auch um eine "Sorgfaltspflicht" gegenüber den Bürgern. "Da kann man eben auch den Standpunkt haben, den die STIKO jetzt vertritt, und sagen: Das, was an Nebenwirkungen auftreten könnte, können wir eben vermeiden, wenn wir vor allen Dingen Frauen, die jünger sind als 60, von Astrazeneca ausnehmen." Die EMA will eine aktualisierte Empfehlung zu dem Impfstoff für den Zeitraum vom 6. bis 9. April vorlegen.

+++ 11:35 Quote der vollständig geimpften Deutschen erreicht 5-Prozent-Marke +++
In Deutschland sind inzwischen 5,0 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft. Das geht aus den aktuellen Daten des RKI-Impfquotenmonitorings hervor. Demnach liegt die bundesweite Erstimpfungsquote bei 11,6 Prozent - das bedeutet allerdings auch, dass aktuell noch immer 88,4 Prozent der Bevölkerung gänzlich ohne Corona-Schutzimpfung sind.

+++ 11:18 Polen verzeichnet erneut Höchstwert - mehr als 35.200 neue Fälle +++
Polens Gesundheitsministerium meldet 35.251 Neuinfektionen und damit erneut einen Höchstwert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Ansteckungen in dem Land mit 38 Millionen Einwohnern binnen 24 Stunden auf mehr als 2,356 Millionen. 53.665 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus sind registriert. Das Gesundheitssystem im Nachbarland wird derzeit durch die dritte Corona-Welle an seine Belastungsgrenze getrieben.

+++ 11:01 Minister Spahn informiert über Impfstart bei Hausärzten +++

+++ 10:52 Spahn: 15 Millionen Astrazeneca-Dosen im zweiten Quartal +++
Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet für das zweite Quartal mit einer Impfstoff-Lieferung von 15 Millionen zusätzlichen Dosen Astrazeneca und 40 Millionen Dosen Biontech/Pfizer. Gleichzeitig mahnt er, Deutschland müsse sich schon jetzt Kapazitäten sichern für mögliche Drittimpfungen. "Denn wir wissen noch nicht, wie lange der Schutz einer Impfung anhält", sagt der Minister bei einem Pressetermin. "Niemand kann ausschließen, dass es Folgeimpfungen zur Auffrischung braucht." Zudem könnten im Falle einer resistenten Mutation Ergänzungsimpfungen notwendig werden. "Wir müssen uns über die erste wichtige Impfkampagne hinaus auch für 2022/23 Kapazitäten sichern", so der Minister.

+++ 10:30 Seehofer erteilt Spahns Astrazeneca-Impfappell eine Absage +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Appell von Jens Spahn zurückgewiesen, sich als vertrauensbildende Maßnahme mit Astrazeneca impfen zu lassen. Der "Bild"-Zeitung zufolge sagte der 71-Jährige, die Antwort auf die Aufforderung von Spahn laute "Nein". Er lasse sich nicht bevormunden. Dem Bericht zufolge hatte der Gesundheitsminister seine über 60-jährigen Kollegen in einer Kabinettssitzung am Mittwoch aufgefordert, sich mit dem Astrazeneca-Impftstoff impfen zu lassen. Betroffen wären neben Seehofer auch Olaf Scholz, Peter Altmaier sowie Gerd Müller. Auch Angela Merkel könnte sich als 66-Jährige einen Impftermin mit Astrazeneca holen.

+++ 10:08 Gericht: Schuhgeschäfte in Bayern dürfen öffnen +++
Schuhgeschäfte gehören nach einem Beschluss des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zu den "unverzichtbaren" Ladengeschäften. Nach Auffassung des Gerichts gehören sie zur Grundversorgung und dürfen damit auch in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 öffnen, wie das Gericht entschieden hat. Gegen die Entscheidung gibt es keine Rechtsmittel. Sie gilt allerdings nur für Geschäfte in Bayern - und nicht bundesweit.

+++ 09:55 Berliner Senat erwägt Rückkehr zu Kita-Notbetrieb +++
Der Berliner Senat erwägt offenbar eine Verschärfung der geltenden Corona-Beschränkungen. Aus einem Beschlusspapier, über das "Tagesspiegel" und "Rbb24" berichten, geht hervor, dass unter anderem eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr auf maximal zwei Personen (Kinder bis 15 Jahre nicht mitgerechnet) sowie die Schließung der Kitas im Gespräch sind. Letztere sollen demnach wieder in den Notbetrieb zurückkehren. Zudem seien nach Ostern, also ab kommendem Dienstag, umfangreiche Kontaktbeschränkungen geplant. So soll sich ein Haushalt nur noch mit einer haushaltsfremden Person treffen dürfen.

+++ 09:40 Bund sichert sich 1,1 Milliarden Corona-Testkits +++
Allein der Bund hat sich nach Angaben des Gesundheits- und Verkehrsministeriums für 2021 Testkapazitäten von mehr als 1,1 Milliarden Corona-Testkits gesichert. Das geht aus einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn und Verkehrsminister Andreas Scheuer an die Ministerpräsidenten hervor. Die Beteiligten in der Taskforce Testlogistik seien sich einig gewesen, dass Schnelltests "auch unmittelbar über den Markt bestellt werden können", heißt es. Der Bedarf auch bei den Selbsttests sollte deshalb gedeckt werden können.

+++ 09:22 Privatärzte beim Impfstart in den Hausarztpraxen außen vor +++
Beim Impfstart in den Hausarztpraxen bleiben nach Informationen von ntv die Privatärzte zunächst außen vor. Sie sollen der neuen Impfverordnung zufolge nach Ostern vorerst nicht mit Impfdosen beliefert werden und müssen ihre Patienten vertrösten. Gleiches gilt offenbar auch für Betriebsärzte, wie t-online berichtet. "Die neue Impfverordnung tritt heute Nacht in Kraft und betrifft Privatärzte und Betriebsärzte", erklärt eine Sprecherin des Privatärztlichen Bundesverbands (PBV) dem Portal. "Da geht es nur noch um Macht, es kann nicht mehr um den Patienten oder die Pandemie gehen." Für Privatpatienten bedeute das, dass sie - anders als Kassenpatienten - auch weiterhin auf die Impfzentren oder andere Impfärzte angewiesen seien. Die PBV kritisiert dieses Vorgehen als "Ungleichbehandlung".

+++ 09:09 Rund 500 Jugendliche feiern Partys an Hamburger Alsterwiesen +++
Auch an den Alsterwiesen in Hamburg haben zahlreiche Jugendliche Partys gefeiert und damit gegen die coronabedingten Kontaktbeschränkungen verstoßen. Ein Polizeisprecher bestätigt am Morgen, dass es einen entsprechenden Einsatz gegeben hat. Zuvor hatte der Radiosender NDR 90,3 von Partys mit etwa 500 jungen Menschen berichtet. Weitere Details will die Polizei bisher nicht nennen, sondern sich erst im Laufe des Vormittags äußern.

+++ 08:51 Bayern prüft Testpflicht für Schüler und Lehrer +++
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will eine Testpflicht für Lehrer und Schüler prüfen. "Ich kann mir das sehr gut vorstellen, wenn es möglich ist", sagt der CSU-Politiker in der ARD. Freiwilligkeit sei "prinzipiell nicht verkehrt". "Aber die Bereitschaft zum Testen ist nicht so hoch, wie ich erwartet hätte", fügt der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz hinzu.

+++ 08:32 Linke-Fraktionschefin fordert Recht auf Homeoffice und Testpflicht +++
Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Amira Mohamed Ali, fordert, nach dem Osterwochenende konsequentere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung einzuführen. "Es wäre notwendig, entschiedener zu handeln nach dem Osterwochenende und eben nicht nur im privaten Bereich harte Einschränkungen zu machen, sondern wirklich einen Blick in die Arbeitswelt zu werfen", sagte Mohamed Ali im "ntv Frühstart". Mohamed Ali befürwortet die Einführung von verpflichtenden Corona-Tests in Unternehmen sowie ein "Recht auf Homeoffice". Flächendeckende Ausgangssperren seien jedoch "der falsche Weg", sagte die Linken-Politikerin.

+++ 08:17 Nur noch drei Regionen liegen unter der 35er-Schwelle +++
In Deutschland überschreiten inzwischen 290 Regionen den Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, neun mehr als gestern. Nur noch drei Regionen liegen unter der 35er-Marke, ab der zusätzliche Öffnungen möglich werden. Zum Vergleich: Am 19. August 2020 waren es 397 Regionen gewesen - ein Höchststand. 110 Kreise liegen bei der Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100. Das geht aus dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, das insgesamt 412 Regionen ausweist (dazu gehören Landkreise, kreisfreie Städte und die Berliner Bezirke).

+++ 08:00 NRW-Gesundheitsminister wirbt für Astrazeneca +++
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann wirbt für Astrazeneca. "Ich halte den Astrazeneca-Impfstoff für die Älteren für sehr vertretbar", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Über die Ostertage werde in NRW damit begonnen, die Altersgruppe der über 60-Jährigen mit dem Vakzin zu impfen. "Ich glaube, dass das jetzt richtig ist, diesen Impfstoff schnell in die ältere Generation zu bringen, denn wir sind in einer dritten Welle." Das Risiko, als älterer Mensch an Corona zu erkranken, sei sehr viel größer, als dass es Nebenwirkungen des Impfstoffs gibt.

+++ 07:41 Indien meldet höchste Fallzahlen seit Mitte Oktober +++
Indien meldet mit 72.330 Corona-Neuinfektionen den höchsten Wert seit dem 11. Oktober. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen steigt damit auf 12,22 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das sind weltweit die drittmeisten Infektionen nach den USA und Brasilien. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöht sich um 459 auf 162.927.

+++ 7:29 Zu wenig Impfstoff - Niedersachsens Impfzentren in unfreiwilliger Osterruhe +++
Obwohl nach dem Willen der Landesregierung auch über Ostern in den niedersächsischen Impfzentren gegen das Coronavirus geimpft werden soll, droht vielerorts eine unfreiwillige Osterruhe. Denn noch immer steht ihnen weniger Impfstoff zur Verfügung als erhofft. Das hat eine stichprobenartige Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Kommunen ergeben. So finden von Karfreitag bis Ostermontag in Wolfsburg, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Göttingen, Herzberg und Brake überhaupt keine Impfungen in den Impfzentren statt. Der Landkreis Lüneburg impft nur an Karfreitag. Insgesamt müssen gut ein Dutzend Impfzentren den Betrieb über Ostern ruhen lassen.

+++ 7:12 Umfrage: Nur noch jeder Vierte vertraut Impfpolitik der Regierung +++
Laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für "Bild" hat der Großteil der Deutschen das Vertrauen in die Impfpolitik der Bundesregierung verloren. Demnach sagen nur 25 Prozent der Bürger, dass sie der Impfstrategie der Bundesregierung vertrauen. Lediglich 21 Prozent glauben, dass die Bundesregierung ihr Versprechen halten kann, bis zum 21. September jeden Erwachsenen gegen Corona impfen zu können. Fast jeder Vierte (23 Prozent) will sich überhaupt nicht erst gegen das Virus impfen lassen. 40 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich auf keinen Fall mehr mit Astrazeneca impfen lassen wollen - wohl aber mit einem anderen Impfstoff.

+++ 06:51 GEW-Chefin fordert Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas - erst Erzieher impfen +++
Wegen des Stopps von Astrazeneca-Impfungen bei unter 60-Jährigen will die Bildungsgewerkschaft GEW eine Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas erreichen. Die Maßnahme solle gelten "bis die Kollegen geimpft sind", sagt die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es ist nicht zu verstehen, warum die Länder hier nicht handeln." Viele Erzieher hätten ursprünglich mit Astrazeneca geimpft werden sollen. Tepe ist besorgt, dass die verzögerten Impfungen bei steigenden Infektionszahlen in Kitas das Personal gefährden könnten. 71 Prozent der Kinder seien mittlerweile zurück in den Kitas. Nachdem bekannt sei, dass Kinder von der neuen Mutante stärker betroffen seien, müsse in Kitas die Notbremse gezogen werden.

+++ 06:34 Intensivmediziner fordern zwei Wochen harten Lockdown +++
Deutsche Intensivmediziner schlagen angesichts der hohen Infektionszahlen Alarm. "Seit Mitte März sind unterm Strich 1000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäusern gelandet. Wenn sich diese Geschwindigkeit fortsetzt, sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt", sagt der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post". "Wir malen keine Schreckensbilder, unsere Warnungen sind von den Zahlen gedeckt. Es braucht jetzt dringend einen harten Lockdown für zwei Wochen, verpflichtende Tests an Schulen zweimal in der Woche und deutlich mehr Tempo bei den Impfungen in den Zentren und Arztpraxen."

+++ 06:17 Polizei sprengt Party von 150 Jugendlichen in Neubrandenburg +++
Die Polizei hat in einem Strandbad in Neubrandenburg eine Party mit rund 150 Jugendlichen beendet. Wie die Polizei mitteilt, hatten sich mehrere Anrufer aus Neubrandenburg über laute Musik beschwert. Die Besatzung eines Funkstreifenwagens stellte fest, dass rund 150 Jugendliche in dem Strandbad bei lauter Musik feierten. Mit einem Großaufgebot sei die Polizei dann angerückt. In mehr als 50 Fällen sei es den Beamten gelungen, die Personalien festzustellen. Gegen die Jugendlichen sei Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung und wegen illegaler Abfallbeseitigung erstattet worden, da laut Polizei im Strandbad erhebliche Verschmutzungen festgestellt wurden.

+++ 05:54 RKI: Schnelltests beeinflussen Anstieg der Fallzahlen kaum +++
Die steigende Zahl der gemeldeten Neuinfektionen ist nach Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts (RKI) bisher nicht sonderlich auf Schnelltests zurückzuführen. Es lasse sich "keine Verzerrung der Anzahl PCR-positiver Testergebnisse durch eine übergroße oder stark ansteigende Anzahl von positiven Antigentests nachweisen", heißt es. Zwischen 8. und 14. März, als in Deutschland wöchentliche Gratis-Schnelltests eingeführt wurden, ging dem RKI zufolge bei 4,4 Prozent der laborbestätigten PCR-Tests ein positiver Schnelltest voraus. Dieser Anteil kletterte leicht auf 5,5 Prozent (15. bis 21. März) und zuletzt auf 6,0 Prozent (22. bis 28. März).

+++ 05:14 RKI meldet 24.300 Neuinfektionen - Inzidenz steigt leicht +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb eines Tages 24.300 Corona-Neuinfektionen und 201 weitere Todesfälle. Das sind gut 1600 Neuinfektionen mehr als am Donnerstag vergangener Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt gegenüber dem Vortag leicht auf 134,2.

+++ 04:45 Neue Corona-Variante in Brasilien gefunden +++
Bei einer Frau in Brasilien ist eine neue Variante des Coronavirus festgestellt worden. Die Wissenschaftler des (Instituto) Butantan, die ein Netzwerk für den Alarm für Covid-19-Varianten koordinieren, hätten die neue Variante in der Stadt Sorocaba in der Nähe der Millionenmetropole São Paulo identifiziert, schreibt die Forschungseinrichtung "Instituto Butantan" auf Twitter. Demnach ähnele die neue Variante der südafrikanischen und muss noch genauer untersucht werden.

+++ 03:09 Polizeigewerkschaft rechnet mit schwierigen Einsätzen an Ostern +++
Die Deutsche Polizeigewerkschaft rechnet an den Ostertagen mit schwierigen und gefährlichen Polizeieinsätzen. Grund sei die schwindende Akzeptanz der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bei den Bürgern. "Die Stimmung heizt sich auf. Die Leute werden immer nervöser und aggressiver", sagt der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

+++ 02:07 Laschet: Über die Ostertage über wirkungsvolle Maßnahmen nachdenken +++
CDU-Chef Armin Laschet will über die Ostertage darüber nachdenken, welche Maßnahmen die dritte Welle der Corona-Pandemie wirkungsvoll eindämmen könnten. Die gemeinsam beschlossene Osterruhe habe nicht funktioniert, sagt Laschet im ZDF. "Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam über die Ostertage nachdenken, was ist denn eine Ersatzmöglichkeit, wo können wir weitere Schutzmechanismen einführen, wo können wir das Leben herunterführen, darüber muss gesprochen werden. Es gibt nur noch nicht die Lösung, wenn Sie mich fragen."

+++ 00:50 Praxen wollen Astrazeneca-Impfungen für Menschen unter 60 vermeiden +++
Deutschlands Kassenärzte wollen möglichst vermeiden, Menschen unter 60 Jahren mit dem Impfstoff von Astrazeneca zu impfen. "Der Zeitbedarf für eine Beratung und intensive Aufklärung jüngerer Patienten steht einer schnellen Impfkampagne diametral entgegen", sagt der Vizechef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Stephan Hofmeister, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir wollen schnell und zügig impfen." Daher empfehle die Bundesvereinigung, Astrazeneca nur Menschen über 60 zu spritzen. Für den Fall, dass ein Arzt doch mit Astrazeneca impfen wolle, sagt der KBV-Vize: "Die Bringschuld der Praxis ist höher, weil in einem möglichen Prozess detailliert dargelegt werden muss, dass alle Aufklärungs- und Beratungspflichten erfüllt wurden."

+++ 23:40 Thüringen verschärft - aber will Zoos öffnen +++
Thüringen kombiniert Kontaktverschärfungen mit Öffnungsschritten. Tagespflegeinrichtungen sollen öffnen können, wenn in einem Kreis die Inzidenz stabil unter 200 liegt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Ab dem 10. April sollen Zoos, Tierparks und botanischen Gärten unter freiem Himmel bei einer Kontaktnachverfolgung geöffnet werden. Körpernahe Dienstleistungen werden nicht verboten, aber Kunden müssen einen Negativtest vorweisen, wenn sie die Schutzmaske abnehmen müssen. Thüringen weist laut RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 242 aus - den höchsten Wert unter allen Bundesländern.

+++ 22:37 Italien verlängert Beschränkungen der Bewegungsfreiheit +++
In Italien will die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi die Schulen für jüngere Kinder nach Ostern wieder grundsätzlich öffnen. Außerdem sieht ein neues, vom Kabinett beschlossenes Dekret eine Impfpflicht für viele Beschäftigte im medizinischen Bereich und in anderen Teilen des Gesundheitswesens vor. So reagiert Rom darauf, dass ein Teil des medizinischen Personals der Impfkampagne gegen Corona skeptisch gegenüber steht. Nun sollen Beschäftigten etwa in Krankenhäusern und Apotheken, die die Impfung verweigern, andere Aufgaben zugewiesen werden, bei denen kein Risiko einer Ausbreitung bestehe. Kinder bis zur sechsten Klasse sollen - auch in den besonders betroffenen sogenannten Roten Zonen - in die Klassenräume zurückkehren. Ziel sei es, für Ältere den Fernunterricht schrittweise zu beenden. Das Dekret gilt ab 7. April. Viele Vorschriften wie die verlängerten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit laufen bis 30. April.

+++ 22:28 Frankreich weitet Corona-Maßnahmen aus +++
In Frankreich sollen die Schulen für drei Wochen geschlossen bleiben. "Das ist die beste Lösung, um das Virus auszubremsen", sagt Präsident Emmanuel Macron in einer Ansprache an die Nation. Er betont, dass es in Frankreich gelungen sei, die Schulen in der Pandemie länger offen zu halten als in vielen Nachbarländern. Außerdem kündigt der Präsident eine Ausweitung von bestimmten Lockdown-Maßnahmen auf das gesamte Land an. Die Neuerung tritt am Samstag in Kraft für mindestens einen Monat. Bislang galten die Regelungen nur im Großraum Paris und einigen anderen Regionen. "Wir werden die Kontrolle verlieren, wenn wir jetzt nichts tun", so Macron.

+++ 22:13 Hof lockert Impfreihenfolge weiter +++
Stadt und Landkreis Hof im nordöstlichen Bayern passen die Impfreihenfolge weiter an: Apotheker, Einsatzkräfte, Friseure, Mitarbeitende in der Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege können sich gegen das Coronavirus impfen lassen - also Personen, die in medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Praxen oder bei der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten. Außerdem sollen sich Angestellte impfen lassen können, die in Betrieben ihre Kollegen regelmäßig auf das Coronavirus testen. Eine Abweichung von der Impfreihenfolge ist für Hotspots in der Grenzregion möglich, somit auch für Hof an der Grenze zu Tschechien, das besonders von der Pandemie betroffen ist. Das Robert Koch-Institut meldet für die Stadt 347 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, für den Landkreis 222,6.

+++ 21:16 Bundesländer melden mehr als 20.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.819.448 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 20.356 neue Fälle hinzu. Bei den Neuinfektionen liegt der aktuelle Tageszuwachs leicht über dem Niveau von Mittwoch vergangener Woche. Am 24. März hatten die Landesbehörden in der Summe 19.596 neue Coronavirus-Fälle gemeldet, als 760 weniger. Prozentual beträgt der Anstieg im Wochenvergleich 3,9 Prozent.

Bei den Todesfällen zeichnet sich weiterhin keine größere Veränderung ab. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 228 auf 76.454. Am Mittwoch vergangener Woche wurden 231 Todesfälle registriert, drei mehr als heute. Als aktuell infiziert gelten rund 224.185 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,82 angegeben (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 82 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,97 (Vortag: 1,01).

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:38 Leider kein April-Scherz: Lockdown in Teilen Österreichs +++
Die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland gehen ab dem 1. April in einen weiteren Lockdown. Die Auslastung der Intensivbetten in den Kliniken ist hoch. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in den drei Bundesländern zwischen 280 und 340. Österreichweit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 260 Menschen pro 100.000 Einwohner nachweislich mit dem Virus angesteckt. Die Maßnahme gilt bis zum 10. April. Bis auf die üblichen Ausnahmen für den täglichen Bedarf müssen alle Läden schließen. Auch Museen und Zoos dürfen nicht mehr besucht werden. Obendrein herrschen ganztägig Ausgangsbeschränkungen.

+++ 20:25 Bürgermeister Bovenschulte sieht Ausgangsperren skeptisch +++
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte sieht die Einführung einer bundesweiten Ausgangssperre skeptisch. "Zum einen wird die Wirkung von Ausgangssperren oft überschätzt, zum anderen gebietet es der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, zunächst alle milderen Maßnahmen der Pandemiebekämpfung auszuschöpfen", so Bovenschulte. Eine Ausgangssperre müsse "das allerletzte Mittel" sein. Bovenschulte ist stattdessen für eine gesetzliche Verpflichtung aller Unternehmen zu innerbetrieblichen Schnelltests für Mitarbeiter, die nicht von zuhause aus arbeiten könnten. Die Kanzlerin hatte die Bundesländer am Wochenende mit Nachdruck an die vereinbarte Corona-Notbremse erinnert und angedeutet, notfalls könne auch der Bund einschreiten. Bovenschulte spricht sich gegen eine Zentralisierung des Pandemie-Managements durch den Bund aus: "Es kann nur miteinander funktionieren, nicht gegeneinander."

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, jpe/jug/hek/rts/dpa/AFP

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