Panorama

Liveticker zum Sturm +++ 20:43 Fast alle Unwetter-Warnungen aufgehoben - nur eine Region noch stärker gefährdet +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat mittlerweile fast alle Unwetterwarnungen für Deutschland aufgehoben. Einzig auf und um den Brocken in Sachsen-Anhalt besteht weiterhin eine Unwetterwarnung, im restlichen Land hat sich die Situation einigermaßen beruhigt, wenngleich es verbreitet noch stürmisch bleibt. Der DWD warnt vor allem in Nord- und Ostdeutschland noch immer vor zumindest "markanten" Wetterlagen. Die Sturmfront zog nach Angaben des DWD mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von teils mehr als hundert Stundenkilometern von West nach Ost über Deutschland, wobei der Schwerpunkt in der Mitte des Landes lag.

+++ 20:22 Hunderte Einsätze: Berliner Feuerwehr beendet Ausnahmezustand +++
Die Berliner Feuerwehr hat den sturmbedingten Ausnahmezustand beendet. Von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr habe die Feuerwehr 372 Einsätze bewältigt, teilten die Rettungskräfte mit. Zum Teil liefen die Einsätze am Abend noch. Eine Frau wurde demnach im Sturmtief "Ignatz" leicht verletzt. Ausnahmezustand bedeutet, dass Notrufe nach Priorität bearbeitet werden, je nachdem, wo Menschen in Gefahr sind.

+++ 19:48 Warnung in Sachsen: Wälder im Freistaat nicht betreten +++
Wegen des Sturms warnt Sachsenforst davor, die Wälder im Freistaat zu betreten. Das Ausmaß der möglichen Schäden müsse noch eingeschätzt werden, aktuell könnten die Sachsenforst-Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen aber nicht den Wald betreten, teilte der Staatsbetrieb mit. Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, warnte auch vor Waldspaziergängen in den kommenden Tagen. "Denn das Betreten des Waldes während eines Sturmereignisses und auch danach kann lebens- gefährlich sein." Angebrochene Äste und entwurzelte Bäume könnten auch in den kommenden Tagen noch herabfallen und umstürzen.

+++ 19:18 Sturmflut setzt Hamburger Fischmarkt unter Wasser +++
Eine Sturmflut hat den Fischmarkt im Hamburger Stadtteil St. Pauli unter Wasser gesetzt. Der Wasserstand lag am frühen Abend bei 1,70 Meter über dem mittleren Hochwasser, wie Karina Stockmann, Wissenschaftlerin beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), sagte. Zahlreiche Schaulustige wollten das sehen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 18:45 Böe erfasst Auto auf A31, Wagen überschlägt sich - 22-Jährige schwer verletzt +++
Eine 22-Jährige ist bei einem sturmbedingten Unfall schwer verletzt worden. Sie gab an, ihr Wagen sei auf der A31 von einer Windböe erfasst worden. Die Frau verlor die Kontrolle und kam von der Fahrbahn ab, ihr Auto überschlug sich und blieb auf der Fahrerseite liegen - sie kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Im Niedersächsischen Wolfsburg verfehlte derweil ein umstürzender Baum nur knapp eine 20-Jährige, die gerade aus einem Auto stieg. Ein Ast traf sie jedoch am Kopf, sie kam in eine Klinik.

+++ 18:16 Anwohner: Wirbelsturm in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet +++
In Grabow-Below in Mecklenburg-Vorpommern soll es ebenfalls einen Tornado oder Wirbelsturm gegeben haben, wie Anwohner berichten. Am Morgen soll dadurch dort das Dach der Scheune eines Landwirtes abgedeckt worden sein. Zuvor hatte das Sturmtief bereits über der Mecklenburgischen Seenplatte gewütet.

+++ 17:54 Vier Tote durch schweren Sturm in Polen ++
Auch in Polen wütet ein heftiger Sturm, durch den dort vier Menschen gestorben sind. In Breslau sei ein Baum auf ein Auto gestürzt, teilte die Feuerwehr mit. Zwei Insassen seien dabei ums Leben gekommen. Auch die anderen tödlichen Unfälle ereigneten sich den Angaben zufolge in Niederschlesien. Ein Mensch sei wegen des Sturms mit einem Kleinbus von der Straße abgekommen und verunglückt. Ein Bauarbeiter starb, als auf einer Baustelle eine Mauer einstürzte. Sechs Menschen wurden bei dem Unwetter verletzt. Die Feuerwehr rückte bis zum frühen Nachmittag zu mehr als 3000 Einsätzen aus. Die Wetterbehörden gaben für fast alle Regionen Polens eine Sturmwarnung aus.

+++ 17:29 Verletzte durch Mini-Tornados in den Niederlanden +++
Die Behörden in den Niederlanden haben wegen des dort wütenden Sturmtiefs "Aurore" die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Berichten zufolge wurden vier Menschen bei Minitornados verletzt. Aufnahmen des TV-Senders NOS aus dem Ort Barendrecht nahe Rotterdam zeigten beschädigte Dächer, zerstörte Gartenhäuschen und umgestürzte Trampoline. Auf einem Campingplatz in Zelhem unweit der Grenze zu Deutschland brach ein Ast ab und stürzte auf eine Hütte. Die niederländische Fluggesellschaft KLM strich wegen des Unwetters 60 Flüge.

+++ 17:07 So entwickelt sich die Wetterlage weiter +++

+++ 16:48 Aida muss Fahrt von neuem Kreuzfahrtschiff verschieben +++
Das neue Aida-Kreuzfahrtschiff "Aidacosma" sollte eigentlich in der kommenden Nacht von der Meyer-Werft zur Nordsee überführt werden. Aufgrund des Sturms und der noch nahenden Gefahr einer Sturmflut, muss das Unternehmen die Fahrt verschieben. Ein Sprecher bestätigte dem NDR, dass die Überführung nun erst 24 Stunden später stattfinden wird. Die "Aidacosma" werde nun am Samstag gegen 1.00 Uhr nachts die etwa 40 Kilometer Schleppfahrt antreten, teilte die Werft mit. Gegen 14.30 Uhr solle der 337 Meter lange Ozeanriese das Emssperrwerk von Gandersum passieren. Wegen der Wind- und Wetterlage könne sich der Zeitplan aber auch erneut verschieben. Erstes Ziel sei der niederländische Hafen Eemshaven, später werde die "Aidacosma" wie andere Meyer-Schiffe in Bremerhaven fertiggestellt.

+++ 16:34 Fernzüge im Südosten: Kein Normalbetrieb, "aber wir fahren wieder" +++
Der Sturm hat im Südosten Deutschlands zwischenzeitlich zur Einstellung des Regionalbahnverkehrs geführt. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sei der Zugverkehr der DB Regio bis auf weiteres eingestellt, teilte die Deutsche Bahn gegen Mittag mit. Dagegen laufe der Fernverkehr unter erschwerten Bedingungen weiter. Am Nachmittag rollten die Züge langsam wieder an. "Bis sich der Verkehr normalisiert hat, dauert es noch. Aber wir fahren wieder", sagte ein Bahn-Sprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen. Deutschlandweit warnte die Bahn vor Verspätungen und Zugausfällen.

+++ 16:05 Sturm reißt Rotorblatt von Windrad, Trümmer fliegen 150 Meter weit +++
Bei Cochem an der Mosel in Rheinland-Pfalz hat der Sturm ein Rotorblatt einer Windkraftanlage abgerissen. Die Trümmer verteilten sich laut Polizei in einem Umkreis von 150 Metern um die in einem Wald erbaute Anlage. Verletzte gab es auch bei diesem Vorfall nicht.

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(Foto: picture alliance/dpa/Ostalb Network)

+++ 15:43 Baum stürzt auf Auto und durchbohrt Scheibe - Fahrer schwer verletzt +++
Ein Baum ist auf einer Landstraße im hessischen Mühltal auf ein Auto gestürzt und hat dabei den 58 Jahre alten Fahrer schwer verletzt. Die Fahrbahn sei für eine Stunde gesperrt gewesen, teilte die Polizei mit. Der Mann war am Morgen auf der Landstraße von Nieder-Beerbach in Richtung Bundesstraße 426 unterwegs, als während der Fahrt ein Baum auf den Wagen stürzte. Dabei bohrte sich ein Ast durch die Frontscheibe und verletzte den Fahrer am Bein. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Seine 22 Jahre alte Beifahrerin erlitt einen Schock. Auch im Harz hat ein umstürzender Baum einen 59-jährigen Autofahrer schwer verletzt. Der Baum habe am Morgen den Wagen des Mannes bei Elend in Sachsen-Anhalt unter sich begraben, sagte ein Sprecher der Polizei. Der eingeklemmte Fahrer wurde anschließend von der Feuerwehr aus dem Auto befreit und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

+++ 15:17 Reporter berichtet: "Baum ist direkt auf unsere Motorhaube gefallen" ++
Während ntv-Reporterin Elke Büchter über die Verzweiflung am Hauptbahnhof in Köln berichtet, werden ntv-Reporter Stephan Richter und sein Team selbst Opfer des Sturmes.

+++ 14:59 Behörde warnt vor Sturmfluten am Nachmittag und Abend +++
Für den Nachmittag und Abend warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut an der Nordsee sowie im Weser- und Elbegebiet. Das Hochwasser werde an der Nordseeküste 1,00 bis 1,50 Meter und im Weser- und Elbegebiet etwa 1,50 Meter über dem Mittleren Hochwasser betragen, hieß es. Weitere Sturmfluten am Freitag seien nicht ausgeschlossen. Der Scheitelpunkt in Hamburg-St.-Pauli soll um kurz nach 18 Uhr erreicht werden.

+++ 14:35 Zehntausende in mehreren Bundesländern von Stromausfall betroffen +++
Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste haben Stromleitungen beschädigt und so für einen Stromausfall gesorgt. Etwa 50.000 Kunden seien ohne Strom, teilte ein Sprecher der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom am Nachmittag mit. Der Ausfall betreffe Teile Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringen. "Alle Mitarbeiter (...) sind im Einsatz, um die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen", teilte der Sprecher mit.

+++ 14:16 Wegen Sturm zu spät zum Job? Anwältin erklärt Arbeitnehmerrechte +++
Bundesweit wird der Verkehr durch den tobenden Sturm gestört, Nordrhein-Westfalen setzt den Fernverkehr sogar komplett aus. Was heißt das für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die deshalb nicht zu ihrem Arbeitsplatz gelangen? Fachanwältin Nicole Mutschke weiß die Antwort.

+++ 13:47 Erste Fernverkehrszüge rollen wieder durch NRW +++
Nachdem der Fernverkehr wegen Sturmschäden in Nordrhein-Westfalen am Morgen komplett eingestellt worden war, rollen seit dem Mittag auf einigen Strecken wieder erste Fernzüge. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, werde der Zugverkehr auf ersten Strecken nach und nach wieder aufgenommen. Es komme jedoch weiter zu Ausfällen und Verspätungen in weiten Teilen Deutschlands. Wie lange die Behinderungen andauerten, sei noch nicht abzusehen. So dauern die Aufräumarbeiten auf der Strecke Düsseldorf-Köln weiter an, auch sei die ICE-Strecke nach Wuppertal noch nicht befahrbar, sagte ein Sprecher.

+++ 13:34 Berliner Feuerwehr arbeitet am Limit +++
Die Berliner Feuerwehr hat den Ausnahmezustand ausgerufen, wie das Internetportal "Berlin.de" berichtet. Demnach würden Einsatz-Notrufe nach Priorität bearbeitet, je nachdem wie groß die Gefahr für Menschen sei. Am Mittag waren die Retter an mehr als 250 Einsatzstellen im Einsatz, sagte ein Sprecher. Zwischen 8.00 Uhr und 12.00 Uhr rückte die Feuerwehr demnach zu 164 wetterbedingten Einsätzen aus.

+++ 13:22 "Ignatz" oder "Hendrik" - wer wütet gerade über Deutschland? +++
Am Mittwoch zog noch Tief "Ignatz" über Deutschland hinweg, heute sorgt "Hendrik" für Sturmböen. Bei beiden handelt es sich um zwei verschiedene Tiefs. Das Sturmtief, das Deutschland heute besonders stark trifft, ist "Hendrik". Gestern erreichte "Ignatz" Deutschland und ist mittlerweile in Richtung Nordwesten Russlands weitergezogen. Beide Tiefs sind aus dem Westen hereingezogen, "wobei 'Hendrik' deutlich schlimmer ist als 'Ignatz'", sagte Jürgen Schmidt, Diplom Meteorologe bei Wetterkontor im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

+++ 13:12 Sturm weht Baugerüst in Würzburg um +++

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(Foto: picture alliance/dpa)

Wie gefährlich der Sturm ist, zeigt dieses Bild aus Würzburg. Ein ganzes Baugerüst ist dort umgeweht worden.

+++ 13:03 Bahnverkehr auch in Thüringen eingestellt +++
Der Sturm hat auch in Thüringen zur Einstellung des gesamten Zugverkehrs geführt. Das teilt die Deutsche Bahn mit. Zunächst war die Höchstgeschwindigkeit auf allen Strecken auf 80 Kilometer pro Stunde gesenkt worden. Wie es hieß, komme es wegen des Unwetters bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen.

+++ 12:58 Sturmböe drückt Flusskreuzfahrtschiff auf Mosel gegen Brücke +++
Beim Durchzug des aktuellen Herbststurmtiefs ist auf der Mosel bei Koblenz am Morgen ein Passagierschiff durch eine starke Böe gegen einen Brückenpfeiler gedrückt und beschädigt worden. Auch die Brücke wurde in Mitleidenschaft gezogen, wie die Polizei in der rheinland-pfälzischen Stadt mitteilte. Das Schiff konnte demnach aber weiterfahren, von Verletzten wurde nichts berichtet. Nach Angaben der Beamten befand sich das Passagierschiff mit 137 Gästen und 43 Besatzungsmitgliedern auf einer Fahrt von Köln in Richtung Luxemburg. Nach dem Zusammenstoß wurde für 45 Minuten auch der Bahnverkehr über die Brücke gestoppt, um die Statik zu überprüfen. Demnach hatte eine Böe das Flusskreuzfahrtschiff auf Höhe der Brücke erfasst. Auch ein Notmanöver half nichts mehr.

+++ 12:44 Kreuz von Kirchturmspitze in Essen geweht +++
Der Sturm hat in Essen ein großes Metallkreuz von einer Kirchturmspitze geweht. Es hänge nun in großer Höhe am Blitzableiter fest, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Feuerwehr war am Vormittag zu dem Einsatz im Stadtteil Heidhausen ausgerückt. Viel tun könne sie allerdings nicht: "Wir kommen mit unserer 30-Meter-Drehleiter nicht dran, sodass wir nun nichts anderes tun konnten, als den Gefahrenbereich großräumig abzusperren", sagte der Sprecher weiter. Einige Eingänge und ein Parkplatz dürfen nun nicht mehr betreten werden, bis die Gefahr gebannt ist. Der Eigentümer der Kirche auf einem Klinikgelände stehe nun in der Verantwortung, das mehr als einen Meter große herabbaumelnde Kreuz zu sichern und herunterzuholen. Denkbar sei der Einsatz eines großen Hubsteigers, also einer fahrbaren Hebebühne.

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Der Sturm sei gegen 7.30 Uhr aus Richtung Kiel durch den Ort gezogen. Er habe unter anderem Gartenhäuser, Wintergärten und Gewächshäuser zerstört. 

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 12:37 Wirbelsturm richtet schwere Schäden in Schwentinental an +++
Ein Wirbelsturm hat am Morgen schwere Schäden in Schwentinental bei Kiel angerichtet. Feuerwehr-Einsatzleiter Kai Lässig berichtete, er habe den Rüssel des Wirbelsturms selbst gesehen. Der Sturm habe im Ort eine "Schneise der Verwüstung" auf etwa 100 Metern Breite hinterlassen. Mehrere Häuser seien schwer beschädigt worden, berichtete Lässig weiter. Bäume seien umgestürzt und hätten Autos unter sich begraben. Verletzte gab es nach seinen Angaben nicht.

+++ 12:22 250.000 Haushalte in Nordfrankreich ohne Strom +++
Für zehntausende Menschen in Frankreich ist nach dem Durchzug von Sturmtief "Aurore" der Strom ausgefallen. Nach Angaben des Netzbetreibers Enedis waren rund 250.000 Haushalte im Norden des Landes ohne Strom. Rund 3000 Enedis-Techniker waren demnach seit dem Morgen in den betroffenen Regionen in Einsatz, um die Versorgung wiederherzustellen. "Aurore" war seit Mittwochnachmittag über den Norden Frankreichs hinweggezogen. Zahlreiche Bäume stürzten um, Häuser wurden abgedeckt, der Zugverkehr war erheblich gestört. In der besonders betroffenen Region Normandie wurde der Bahnverkehr komplett eingestellt.

+++ 12:16 Bremer Freimarkt bleibt vorerst geschlossen +++
Wegen des Sturms bleibt der Bremer Freimarkt vorerst geschlossen. Der Freimarkt auf dem 100.000 Quadratmeter großen Hauptfestgelände an der Bürgerweide am Bahnhof werde aufgrund der Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes nicht wie geplant am Mittag öffnen, teilte der Bremer Senat mit. Ob das Volksfest zu einem späteren Zeitpunkt öffne, werde im Lauf des Donnerstags beraten, hieß es. Der Freimarkt war am vergangenen Freitag gestartet und geht noch bis Ende Oktober.

+++ 12:08 Sturm sorgt für Unfälle, Stromausfälle und gesperrte Bahnstrecken +++
Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und umgefallene Verkehrsschilder: Ein Sturmtief hat auch in Teilen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland für Unfälle, gesperrte Bahnstrecken und Stromausfälle gesorgt. "Feuerwehr und Straßenmeisterei hatten alle Hände voll zu tun", sagte ein Sprecher der Polizei in Trier. Alleine in der Nacht habe es mehr als 70 Einsätze gegeben, am Morgen seien noch etwa 20 dazu gekommen. Nach den ersten Erkenntnissen wurden bei sturmbedingten Unfällen in den beiden Bundesländern mehrere Menschen leicht verletzt. In mehreren Orten in der Pfalz sowie in Koblenz fiel am Vormittag der Strom aus, wie die Pfalzwerke sowie die Feuerwehr berichteten. Auf die Autobahn 643 bei Mainz sei ein Baum gestürzt, der von der Feuerwehr jedoch rasch beseitigt worden sei, teilte die Stadt mit. Ein Güterzug war in der Nacht in Bad Godesberg mit einem Ast kollidiert, der Fernverkehr Köln-Koblenz war daher am Morgen beeinträchtigt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte, wurden Fernzüge zwischen Köln und Koblenz umgeleitet und hatten Verspätungen zwischen 20 und 90 Minuten. Der Schaden konnte noch am Morgen behoben werden.

+++ 11:56 Sturm trifft Niedersachsen mit bis zu 90 Stundenkilometern +++
Der erste kräftigere Herbststurm hat Niedersachsen und Bremen mit teils schweren Sturmböen erreicht. Vor allem im Harz seien bereits reihenweise Bäume umgeknickt, einige fielen auf Straßen, sagte Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz. "Jetzt in den Wald zu gehen, ist absolut unverantwortlich. Auch wenn der Sturm abgeflaut ist, dann können Bäume noch jederzeit umfallen", warnte Knolle. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es zunächst nicht. Auf der Nordseeinsel Spiekeroog und in Hameln (Landkreis Hameln-Pyrmont) registrierte der Deutsche Wetterdienst die bislang höchsten Windgeschwindigkeiten in Niedersachsen von rund 90 Stundenkilometern. Im Harz, etwa in Braunlage wurden Böen mit 85 Stundenkilometern gemessen. Auf dem höchsten Berg Norddeutschlands, dem Brocken in Sachsen-Anhalt, erreichte der Sturm sogar Orkanstärke. Dort wurden Böen mit bis zu 147 Stundenkilometern gemessen.

+++ 11:38 Sturmtief löst Bahnchaos in weiten Teilen des Landes aus +++
Das Orkantief über Deutschland hat zu starken Einschränkungen im Bahnverkehr geführt. "In Nordrhein-Westfalen ist der Fernverkehr komplett eingestellt", teilte die Deutsche Bahn am Vormittag mit. Besonders betroffen seien auch das Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Teile Sachsens. Es komme zu Zugausfällen und Verspätungen. "Hunderte Mitarbeitende sind im Einsatz, um Bäume und andere Hindernisse aus den Gleisen zu räumen, Oberleitungen zu reparieren und Schäden aufzunehmen", teilte eine Sprecherin mit. Fahrgäste, die aufgrund des Unwetters ihre Reise verschieben wollen, könnten ihr gebuchtes Ticket ab sofort bis einschließlich sieben Tage nach dem Ende der Störungen einlösen.

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(Foto: dpa)

+++ 10:09 15-Meter-Baum stürzt in Hamburg auf Mehrfamilienhaus +++
Im Hamburg-Ohlsdorf ist ein etwa 15 Meter hoher Baum auf ein Mehrfamilienhaus und ein Auto gestürzt, wie die Deutsche Presseagentur dpa berichtet. Der Meldung zufolge sei niemand verletzt worden, die Feuerwehr würde den Baum entfernen.

+++ 09:47 LKW auf Rheinbrücke bei Speyer umgestürzt +++
Zwischen dem Dreieck Hockenheim und dem Kreuz Speyer ist die Fahrbahn blockiert. Mehrere LKW stehen auf der Rheinbrücke quer, wie die Nachrichtenagentur DNF berichtet.

Quelle: ntv.de, jki/mra/dpa/AFP/rts

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