Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:47 Härte zu Weihnachten und Silvester: Spanien verschärft Corona-Regeln +++

In Spanien gelten über die Feiertage verschärfte Corona-Einschränkungen: Zwischen dem 23. Dezember und dem 6. Januar werden die 47 Millionen Bürger des Landes ihre jeweilige Wohnregion nur in Ausnahmefällen verlassen dürfen. Das beschlossen die Zentralregierung und die 17 sogenannten Autonomen Gemeinschaften des Landes, wie Gesundheitsminister Salvador Illa nach der Videokonferenz am Abend in Madrid mitteilte. Nach der Vereinbarung werden die Menschen in Spanien während der Abriegelungen allerdings die regionalen Grenzen für Treffen im engsten Familien- oder Freundeskreis überqueren dürfen. Daneben gelten die Ausnahmen, die bei Absperrungen gewöhnlich sind, etwa für die Fahrt zur Arbeit oder zum Arzt. Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl wird am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar von sechs auf zehn erhöht, inklusive Kinder. Heiligabend und Silvester wird der Beginn der praktisch im ganzen Land geltenden nächtlichen Ausgangssperre auf 01.30 Uhr verschoben.

+++ 20:25 USA melden 2500 Tote +++
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA ist der Seuchenbehörde CDC zufolge binnen eines Tages um rund 200.000 auf 13,6 Millionen gestiegen. Die Zahl der Toten sei um etwa 2500 auf 269.763 angewachsen. Die Daten der "New York Times", auf die sich ntv.de stützt, liegen teils noch deutlich höher.

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+++ 20:13 Bund und Länder verlängern Teil-Lockdown bis 10. Januar +++
Bund und Länder wollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel den Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängern. Sie wolle sich mit den Ministerpräsidenten am 4. Januar erneut treffen, falls nötig auch früher, sagt Merkel nach fünfstündigen Beratungen mit den 16 Ministerpräsidenten.
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+++ 19:54 Zuviele Tote: Pariser Ausschuss rügt Macrons Corona-Management +++
Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Frankreich hat scharfe Kritik am Corona-Krisenmanagement im Land geübt. Die Regierung habe das "Risiko unterschätzt" und "schwach durch die Krise geführt", erklärten Ausschuss-Mitglieder am Mittwoch nach rund sechsmonatigen Anhörungen von Verantwortlichen in Paris. Mit insgesamt mehr als 53.000 Corona-Todesfällen sei Frankreich "auf dem vierten Platz der am stärksten betroffenen Länder Europas", sagte der Berichterstatter Eric Ciotti von der konservativen Oppositionspartei Les Républicains von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. Der U-Ausschuss der Nationalversammlung rügte insbesondere die "widersprüchlichen Aussagen" zur Wirksamkeit von Masken während der ersten Corona-Welle im Frühjahr und "Fehler bei der Teststrategie". Zudem habe die Zentralregierung in Paris ihre Corona-Maßnahmen nicht ausreichend mit lokalen oder regionalen Vertretern abgestimmt. Die Ausschussmitglieder verabschiedeten ihren Bericht gegen die Stimmen der Regierungspartei La République en Marche (LREM) von Präsident Emmanuel Macron.

+++ 19:21 Erotik-Hotel macht Thailand Sorgen: Infizierte Prostituierte eingereist +++
Wegen einer Reihe von Coronavirus-Fällen an der Grenze zu Myanmar wächst in Thailand die Angst vor einem Krankheitsausbruch im Land. Bislang gebe es zehn nachgewiesene Fälle bei thailändischen Frauen, die mit einem "Vergnügungs"-Hotel in der berüchtigten myanmarischen Grenzstadt Tachilek zusammenhängen sollen, teilten die Gesundheitsbehörden in Bangkok mit. Die Thailänderinnen seien bei ihrer Rückkehr positiv getestet worden. Einige von ihnen sind demnach in verschiedene Teile des Landes weitergereist. Es wird befürchtet, dass zahlreiche weitere Thailänderinnen aus Tachilek versuchen könnten, illegal nach Hause zurückzukehren. Nach Berichten von thailändischen Medien sind schätzungsweise 70 bis 100 Thailänderinnen in den Karaoke- und VIP-Räumen des Hotels beschäftigt. Thailand ist bislang gut durch die Gesundheitskrise gekommen. Es wurden landesweit etwas mehr als 4000 Infektionen registriert. Sorge bereitet jedoch die 2400 Kilometer lange Grenze zu Myanmar, das starke Probleme bei der Eindämmung des Virus hat. Dort wurden zuletzt täglich mehr als 1000 neue Ansteckungen verzeichnet.

+++ 19:01 Mehr Tote und Neuinfektionen in Großbritannien +++
Trotz guter Nachrichten an der Impfstoff-Front und Lockerungen, geht es in Großbritannien bei Neuinfektionen und Totenzahlen weiter bergauf. Die Zahl der Toten steigt nach Regierungsdaten um 648 nach 603 am Vortag. Die Neuinfektionen wachsen um 16.170 zu, rund 3000 mehr als vor Tagesfrist.

+++ 18:32 WHO rechnet mit Impfstoff-Knappheit +++
In den kommenden drei bis sechs Monaten wird nach Darstellung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunächst nicht genug Impfstoff bereitstehen, um neue Ausbruchs-Schübe zu verhindern. Die bisherigen Maßnahmen gegen das Virus müssten daher weiter umgesetzt werden, sagt WHO-Experte Mike Ryan.

+++ 18:02 "Mehr Gurgeln": Hygieniker empfehlen einfaches Hausmittel +++
Eine Empfehlung zum Gurgeln für die Bevölkerung könnte nach Ansicht von Krankenhaushygienikern im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine einfache und effektive Maßnahme sein. Gurgeln mit Kochsalz- oder Jodlösungen oder in Alkohol gelösten ätherischen Ölen sei "extrem simpel und sehr wirksam", sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, Peter Walger, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Infektiologe rief dazu auf, "diese einfach handhabbare Möglichkeit der Prävention stärker zu nutzen". Anwendungsstudien hätten ergeben, dass mit Mundspülungen die Virusausscheidung verringert und so die Ansteckungswahrscheinlichkeit "signifikant reduziert" werden könne. Gurgeln mit Kochsalzlösungen sei bereits bei der Bekämpfung der Spanischen Grippe 1918 genutzt worden, auch in Japan würden Bürger seit Beginn der Pandemie zum Gurgeln aufgerufen.

+++ 17:30 Veto gegen Milliarden-Paket: EU-Experten finden Schlupfloch +++
Die von der EU geplanten Corona-Hilfen könnten nach Einschätzung der zuständigen Experten auch dann fließen, wenn Ungarn und Polen an der Blockade von EU-Haushaltsentscheidungen festhalten. Wie ein ranghoher EU-Beamter in Brüssel erklärte, wäre es möglich, die für die Hilfen veranschlagten 750 Milliarden Euro ohne Beteiligung der beiden Länder an den Finanzmärkten aufzunehmen. Eine solche Lösung könnte zum Beispiel über das in den EU-Verträgen vorgesehene Verfahren der "Verstärkten Zusammenarbeit" organisiert werden. Mit ihm kann eine Gruppe von mindestens neun EU-Staaten eine erweiterte Zusammenarbeit vereinbaren, ohne dass sich die anderen EU-Staaten daran beteiligen müssen.
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+++ 16:55 Millionen an Corona-Hilfen erschlichen: Polizei hebt Netzwerk aus +++
Bei Razzien in Nordrhein-Westfalen und Österreich sind vier Verdächtigte wegen Betrugs mit Corona-Soforthilfen in Millionenhöhe festgenommen worden. Außerdem werden den Tatverdächtigen Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung vorgeworfen, wie die Kölner Staatsanwaltschaft mitteilte. Insgesamt belaufe sich die Schadenssumme auf rund anderthalb Millionen Euro. Laut Staatsanwaltschaft sollen mehrere Beschuldigte rumänischer Staatsangehörigkeit seit April 2020 Coronahilfen von der Bezirksregierung Düsseldorf bezogen haben. Dazu hätten die Tatverdächtigen falsche Angaben im Onlineverfahren gemacht. Zusätzlich sollen sie aus Rumänien stammende Familienmitglieder dazu bewegt haben, ebenfalls Soforthilfen über das Internet zu beantragen.
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+++ 16:25 Corona-Ausbruch bei Tönnies: 172 Infizierte +++
Beim Schlachtbetrieb Tönnies im sachsen-anhaltischen Weißenfels sind derzeit 172 Mitarbeiter mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Zuvor habe es einen großangelegten Reihentest bei den Beschäftigten des Unternehmens gegeben, erklärte Ariane Körner vom Burgenlandkreis. Der Landkreis habe daher Gespräche mit der Firma aufgenommen. Das Unternehmen wolle die Betroffenen nun in einer gesonderten Quarantäneeinrichtung unterbringen. Zudem soll es Ende der Woche erneute Tests geben. Der Landkreis hoffe, dass so das Infektionsgeschehen eingedämmt werden könne. Das Werk soll jedoch weiter geöffnet bleiben. Am Tönnies-Standort in Weißenfels arbeiten nach Unternehmensangaben rund 2200 Mitarbeiter. Der Fleischkonzern hat in Weißenfels seinen zweitgrößten Standort im Bundesgebiet. In Nordrhein-Westfalen hatte Tönnies sein Werk im Sommer wegen der Corona-Pandemie und einer Vielzahl von Infektionen bei den Arbeitern vorübergehend schließen müssen.
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Der Tönnies-Schlachthof in Weißenfels.

(Foto: imago stock&people)

+++ 15:56 Bundesregierung will britische Turbo-Zulassung nicht kommentieren +++
Die Bundesregierung will den Schritt Großbritanniens, den Coronavirus-Impfstoff von Biontec und Pfizer in einem Schnellverfahren zuzulassen, nicht bewerten. Großbritannien habe ein eigenes System und "das Recht, es so zu machen", sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Eine Regierungssprecherin ergänzt, das in der EU gültige Verfahren über die Europäische Arzneimittelagentur EMA sei kein Selbstzweck. Es gehe immer darum, einen wirksamen und sicheren Impfstoff einzusetzen. Für die Bundesregierung sei klar, auch in der Pandemie nicht von der Gründlichkeit abzuweichen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek nennt die britische Zulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech eine wichtige Nachricht. "Die heutige Entscheidung ist keine Entscheidung für Europa. Aber die Genehmigungsbehörde in Großbritannien hat ebenfalls strenge Maßstäbe, wie wir wissen", sagt die CDU-Politikerin.

+++ 15:33 Insider: Bund plant Gastro-Schließung bis 10. Januar +++
Bund und Länder planen Verhandlungskreisen zufolge, die Schließung von Gastronomie und Hotels bis zum 10. Januar zu verlängern. Der Schritt könne Mitte Dezember beschlossen werden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters zu den neuen Corona-Maßnahmen. Bisher gilt der Teil-Lockdown rechtlich nur bis zum 20. Dezember, weil Einschränkungen nach dem Bevölkerungsschutzgesetz immer nur für vier Wochen beschlossen werden können. Am 4. Januar könnten dann die 16 Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut zusammenkommen, um das weitere Vorgehen für den Rest des Januars auf Basis der dann registrierten Zahlen an Neuinfektionen zu beraten, hieß es in den Verhandlungskreisen weiter. In der Bundesregierung wird ein erneuter Anstieg der Zahlen nach den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Silvester befürchtet. Eine endgültige Entscheidung über den weiteren Fahrplan könnte in den Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit Merkel am Nachmittag fallen, hieß es.
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+++ 15:10 Ansteckungen in der Schweiz steigen wieder +++
Nach einer über Wochen rückläufigen Tendenz zieht die Zahl der täglichen Positiv-Tests in der Schweiz wieder an. Das Gesundheitsamt meldet 4786 neue laborbestätigte Fälle. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist das weit mehr als etwa in Deutschland, wo schärfere Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelten. Weitere 115 Personen, die positiv getestet wurden, starben in der Schweiz.

+++ 14:45 WHO empfiehlt: Maske auch zu Hause tragen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen zum Maskentragen als Schutz vor Coronavirus-Infektionen ausgeweitet. Neu empfiehlt sie, dass Menschen auch in der eigenen Wohnung bei Besuch von Außenstehenden Masken tragen sollen, wenn die Lüftung dort nicht gut ist oder nicht richtig beurteilt werden kann. Das gelte "unabhängig davon, ob ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann», heißt es in den aktualisierten Empfehlungen. Masken sollten nicht am Arm oder Handgelenk getragen oder zum Kinn oder Hals hinuntergezogen werden, wenn sie gerade nicht über Mund und Nase sind, so die WHO. Sie sollten in sauberen wiederverwendbaren Plastiktüten aufbewahrt werden. Trotz der neuen Empfehlungen bleibt die WHO dabei, dass der Nutzen eines allgemeinen Maskentragens bei gesunden Menschen bislang nicht eindeutig nachgewiesen sei.
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Die WHO ist nicht sicher, ob es überhaupt nutzt, aber so könnte das aussehen.

(Foto: imago images/AFLO)

+++ 14:24 Startschuss in Großbritannien: Biontech verspricht Impfstoff-Auslieferung in den kommenden Tagen +++
Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech erwartet in Großbritannien die Auslieferung seines mit Pfizer entwickelten Covid-19-Impfstoffs in den kommenden Tagen. Die Impfdosen für das Vereinigte Königreich würden per Flugzeug oder Fähre versendet werden, sagte Vorstandsmitglied Sean Marett in einer Pressekonferenz. Aufgetaute Impfdosen könnten bis zu sechs Stunden bei Temperaturen von zwei bis acht Grad transportiert werden, etwa in Lieferwagen zu Pflegeheimen. Im Kühlschrank könne das Vakzin bis zu fünf Tage gelagert werden. Wie lange der Impfschutz anhält, ist noch offen. Diese Frage müsse noch geklärt werden, sagte Medizinchefin Özlem Türeci. Großbritannien hat heute noch vor den USA und der EU weltweit als erstes Land den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen.

+++ 13:54 Spahn zu Impfzulassung: "Es geht nicht darum, Erster zu sein" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Zulassungsverfahren für Corona-Impfstoffe in der EU angesichts einer bereits erfolgten Zulassung in Großbritannien verteidigt. "Es geht nicht darum, irgendwie Erster zu sein, es geht darum, dass wir sichere und wirksame Impfstoffe haben", sagte Spahn nach einer Videokonferenz mit EU-Kollegen. Die Verfahren dabei müssten aber natürlich "schnellstmöglich" vorangetrieben werden. Die britischen Gesundheitsbehörden hatten zuvor die Notfallzulassung für den Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer erteilt. Das Mittel soll ab kommender Woche zur Verfügung stehen. Auch in den USA wird erwartet, dass sehr bald Notfallzulassungen für die Impfstoffe von Pfizer-Biontech sowie dem US-Unternehmen Moderna erteilt werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema, die für die Verfahren in der EU verantwortlich ist, strebt hingegen derzeit eine Zulassung des Biontech-Impfstoffes frühestens Ende Dezember an, für das Moderna-Mittel erst Mitte Januar. Beide Unternehmen hatten diese Woche offiziell eine EU-Zulassung beantragt.

+++ 13:25 Österreich fährt Lockdown schrittweise zurück +++
In Österreich wird das öffentliche Leben nach einem dreiwöchigen Lockdown teilweise wieder hochgefahren. Ab Montag dürfen Schulen, der Handel sowie körpernahe Dienstleistungen, wie etwa Friseure, wieder öffnen, sagt Kanzler Sebastian Kurz nach der Kabinettssitzung. Gastronomie und Hotels bleiben noch bis zum 7. Januar geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleiben Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Skifahren und anderer Outdoor-Sport wird hingegen bereits ab dem 24. Dezember wieder möglich sein. Die Ausgangsbeschränkungen gelten künftig nur noch in der Nacht. Darüber hinaus wird es für die Weihnachtsfeiertage strenge Einreisebestimmungen geben. Kurz warb um Verständnis: "Wenn wir alles gleichzeitig öffnen würden, kann ich Ihnen die Garantie geben, dass die Neuinfektionen wieder hochgehen und wir im Januar einen neuen Lockdown haben."

+++ 13:03 Massentests in Hildburghausen laufen weiter +++
Im Thüringer Landkreis Hildburghausen hat Landrat Thomas Müller ein erstes Fazit der freiwilligen Testung von Kindergarten- und Schulkindern sowie pädagogischem Personal gezogen. Bei der freiwilligen Testaktion seien seit dem 1. Dezember acht von 900 Tests positiv ausgefallen, sagte Müller. Der Landkreis befinde sich aktuell bei einer Inzidenz von 459 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Zeitweise hatte der Landkreis eine Inzidenz von knapp 630 ausgewiesen. Die aktuellen Werte seien "immer noch viel zu hoch, weit weg von dem, was man vertreten kann, aber die Richtung stimmt", sagte Müller nun. Noch bis Freitag können sich Kinder und Mitarbeiter von Schulen und Kindergärten Schnelltests unterziehen. Schulen und Kindertagesstätten sind wegen der hohen Infektionszahlen noch bis zum 13. Dezember geschlossen, mit einem negativen Test können Kinder die Einrichtungen aber bereits früher wieder besuchen. Insgesamt seien rund 9000 Menschen aufgerufen, sich freiwillig testen zu lassen, sagte Müller, der mit einer Beteiligung von 60 Prozent rechnete. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:44 Japan will ausländische Zuschauer zu Olympia ins Land lassen +++
Japan will für die coronabedingt aufs nächste Jahr verschobenen Olympischen Spiele möglichst viele ausländische Zuschauer ins Land lassen. Für alle Besucher und Athleten soll dabei generell eine Maskenpflicht gelten, wie aus einem Zwischenbericht der japanischen Olympia-Macher zu den geplanten Corona-Maßnahmen hervorgeht. Wie viele ausländische Zuschauer letztlich ins Land und in die Arenen gelassen werden, solle im Frühjahr entschieden werden, sagte der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Toshiro Muto. Athleten müssen bei ihrer Einreise einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, vorlegen. Zudem sollen sie alle vier bis fünf Tage getestet werden und zeitnah nach ihren Wettkämpfen wieder abreisen, heißt es in den Plänen der Organisatoren.

+++ 12:26 Chef der Impfkommission: Impfungen werden sich bis 2022 ziehen +++
Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, warnt vor einer Impf-Euphorie. Die Impfung der gesamten Bevölkerung werde sich bis 2022 hinziehen, sagt Mertens der "Rheinischen Post". Die Impfkommission könne ihre Empfehlungen erst nach der Zulassung der Impfstoffe abgeben. "Es wird etwas Zeit für die genaue Prüfung der Daten aus den Zulassungsstudien brauchen", sagt er. "Danach kann vorhandener Impfstoff ausgeliefert werden."

+++ 12:08 Frankreich will Grenzen kontrollieren, um Skitourismus zu verhindern +++
Wegen der Pandemie will Frankreich seine Bürger in den Weihnachtsferien am Skifahren im Ausland hindern. Premierminister Jean Castex sagte, wer entgegen der Empfehlung der Regierung zum Skifahren in die Schweiz oder nach Spanien reise, müsse nach der Rückkehr in Quarantäne gehen. Dafür werde es "stichprobenartige Kontrollen an der Grenze" geben. Castex sagte dem Fernsehsender BFM-TV weiter, die Präfekten der grenznahen Verwaltungsbezirke in Frankreich könnten eine einwöchige Pflicht zur Selbstisolation für zurückkehrende Skitouristen anordnen. Es gehe um den "Schutz der Bürger" vor einer Ansteckung, betonte der Premier. Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor "strenge und abschreckende Maßnahmen" für Skitouristen angekündigt. In Frankreich bleiben in den Weihnachtsferien wegen der Pandemie alle Skilifte geschlossen. Österreich und die Schweiz haben aber bereits angekündigt, dass Skifahren bei ihnen möglich ist. Premier Castex bedauerte das Scheitern einer "europäischen" Lösung.

++ 11:41 Italien kündigt erste Impfungen für Anfang 2021 an +++
Italien will Anfang kommenden Jahres mit ersten Impfungen beginnen. Gesundheitsminister Roberto Speranza sagt im Parlament, Priorität hätten dabei die Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie alte Menschen. Die Regierung habe sich 202 Millionen Impfstoff-Dosen von verschiedenen Unternehmen gesichert. "Wir sehen endlich Land. Wir haben einen klaren Kurs in den sicheren Hafen", sagt Speranza.

+++ 11:20 Bahn will über Weihnachten 13.000 zusätzliche Plätze anbieten +++
Die Deutsche Bahn rechnet über Weihnachten mit mehr Fahrgästen und bietet daher täglich 13.000 Plätze mehr in ihren Fernzügen an. Zwischen dem 18. und dem 27. Dezember setzt der Konzern rund 100 Sonderzüge ein, um den Reisenden möglichst viel Platz zu bieten, wie die Bahn mitteilte. In bis zu 50 Prozent der Fernverkehrszüge kontrollieren zudem sogenannte "Sicherheitsteams" an Bord die Einhaltung der Maskenpflicht. So will die Bahn das Reisen zu Weihnachten sicher machen. "In diesem Dezember können wir auf einen Schlag gleich 15 neue ICE in Dienst stellen. Das ist DB-Rekord", sagte Bahn-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber in Berlin. Ein Teil der Sonderzüge sei bereits buchbar. Die übrigen werden demnach schrittweise in die Buchungssysteme eingearbeitet; sie seien voraussichtlich ab dem 8. Dezember verfügbar.

+++ 10:49 Erste Coronafälle bei zwei Haustieren in Deutschland gemeldet +++
Erstmals seit der Einführung der bundesweiten Meldepflicht für an Corona erkrankte Haustiere sind zwei Vierbeiner gemeldet worden. Es handelt sich dabei um eine Katze aus Frankfurt und einen Hund aus München, wie Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte. Bei der Katze seien bereits Antikörper nachgewiesen worden. Grund zur Sorge sind die tierischen Coronafälle Mettenleiter zufolge nicht. Zwar habe die Vergangenheit gezeigt, dass Menschen Tiere mit dem Virus anstecken könnten - auf den umgekehrten Fall gebe es bisher aber keine Hinweise. "Die Pandemie spielt sich zwischen Menschen ab", erklärte der Tierseuchenexperte.

+++ 10:39 Johnson verspricht sich von Impfstart Aufschwung für die Wirtschaft +++
Der britische Premierminister Boris Johnson hofft durch den Start von Impfungen auf einen Schub für die Wirtschaft. "Der Schutz durch Impfungen wird uns letztendlich ermöglichen, unsere Leben zurückzugewinnen und die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen", erklärt Johnson. Es werde bis zum Frühjahr dauern, den besonders gefährdeten Teil der Bevölkerung durchzuimpfen, sagt der oberste Gesundheitsbeamte von England, Chris Whitty.

+++ 10:10 Keine deutsche Region mehr mit Inzidenz über 500 +++
In Deutschland überschreiten weiterhin 379 Regionen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Damit gelten fast 92 Prozent der deutschen Regionen als Corona-Hotspots. Das geht aus dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor (1. Dezember, 0.00 Uhr). Demnach liegen von den 412 Regionen, die das RKI ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), 51 Regionen über der neu definierten Alarmschwelle von 200 Neuinfektionen binnen einer Woche.

Eine erfreuliche Nachricht: Keine Region liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz mehr über dem Wert von 500. Am stärksten betroffen, bleibt die bayerische Stadt Passau mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 479,1 (Vortag: 549,2) Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Der Landkreis Hildburghausen in Thüringen weist den zweithöchsten Wert (458,9 | 519,0) auf, dahinter folgt der sächsische Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 440,2. Den bundesweit niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzwert weist laut RKI der Kreis Schleswig-Flensburg (8,5) auf.

+++ 09:47 Querdenker planen große Silvester-Demo in Berlin +++
Die Stuttgarter Initiative Querdenken hält an ihrer geplanten großen Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen am Silvestertag in Berlin fest. Angemeldet seien 22.500 Teilnehmer, teilte der Initiator Michael Ballweg mit. Die Demonstration solle am Nachmittag des 31. Dezember auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Großem Stern ähnlich wie im August ablaufen. Im Sommer hatten dort Zehntausende Menschen demonstriert. Die Berliner Polizei bestätigte, dass Querdenken eine Demonstration mit dem Titel "Berlin invites Europe - Fest für Freiheit und Frieden II" angemeldet habe. "Aktuell laufen dazu Abstimmungen zwischen der Initiative und der Polizei Berlin." Im August hatten sich viele Querdenken-Demonstranten nicht an die Abstandsregel gehalten. Am 18. November war dann eine ähnliche Demonstration von der Polizei mit Hilfe von Wasserwerfern aufgelöst worden, weil fast niemand einen Mund-Nasen-Schutz trug.

+++ 09:21 20.000 Soldaten sollen Gesundheitsämtern helfen +++
Die Bundeswehr ist bereit, mit mehr Kräften als bisher bei der Bewältigung der Corona-Krise in den Gesundheitsämtern auszuhelfen. Das hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im "ntv Frühstart" bekannt gegeben. "Wir haben das Kontingent aufgestockt für 20.000, insofern ist auch noch Luft nach oben." Wie viele Soldatinnen und Soldaten genau in den Gesundheitsämtern zum Einsatz kommen, hänge davon ab, was angefordert werde, so Kramp-Karrenbauer. Am Wochenende habe man in Passau eine "ganz prekäre Situation" gehabt, in der man kurzfristig mit 50 Soldaten ausgeholfen habe. Für den Einsatz in den Gesundheitsämtern komme es immer darauf an, ob Soldaten in die Struktur passten, Arbeitsplätze da seien, "aber an der personellen Möglichkeit der Bundeswehr, zu helfen, mangelt es nicht." Im Moment sind laut der Ministerin rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, die meisten davon in den Gesundheitsämtern, viele aber auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:57 Ausgangsbeschränkungen in allen sächsischen Landkreisen +++
Angesichts der sehr hohen Zahl an Neuinfektionen in Sachsen fährt der Freistaat nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer jetzt einen harten Kurs. "Es gilt nahezu im gesamten Freistaat bis auf die drei großen Städte, die ein anderes Infektionsgeschehen haben, (...) eine Ausgangsbeschränkung", sagt der CDU-Politiker im ZDF. Menschen dürften das Haus nur aus wichtigen Gründen verlassen. Man müsse die Zahl der Neuinfektionen unbedingt rasch senken, weil die Krankenhäuser bereits extrem belastet seien. "Es ist höchste Eile geboten", warnt Kretschmer und appelliert an die Bevölkerung, die Lage sehr ernst zu nehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:36 Divi-Chef sieht Lage in Krankenhäusern unter Kontrolle +++
Trotz einer Rekordzahl von Corona-Todesfällen sieht der Chef der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Uwe Janssens, die Situation in den Krankenhäusern unter Kontrolle. "Wir hoffen sehr stark, und wir sehen es in den letzten Tagen auch, dass wir in eine sehr hohe Stabilisierungsphase auf deutschen Intensivstationen eintreten", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin im ZDF-"Morgenmagazin". Die Zuwächse bei den Zahlen seien nicht mehr in dem Umfang da, "das heißt, wir kommen auf ein Plateau". Wenn es so bliebe, könnte es in 14 bis 20 Tagen einen leichten Rückgang der Belastung geben. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:08 Koalition will Steuervorteile für Corona-Prämie verlängern +++
Union und SPD wollen die Steuervorteile für Corona-Bonuszahlungen an Arbeitnehmer bis zum 30. Juni 2021 verlängern. Darauf verständigten sich die Vizevorsitzenden beider Fraktionen, Andreas Jung und Achim Post, in den Verhandlungen über das Jahressteuergesetz, wie sie der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch sagten. Nach geltendem Recht sind zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 gezahlte Prämien bis zur Höhe von 1500 Euro steuerfrei. Mit der Verlängerung um ein halbes Jahr können Arbeitgeber den Bonus noch bis Ende Juni 2021 auszahlen. An der steuerfreien Gesamthöhe der Prämie ändert sich dadurch nichts.

+++ 07:53 Machu Picchu erlaubt wieder mehr Besucher +++
Peru lockert die Corona-Auflagen für die weltberühmte Inka-Stätte Machu Picchu und erlaubt wieder mehr als tausend Besucher am Tag. Ab Mittwoch können jeden Tag 1116 Menschen das wichtigste Touristenziel des südamerikanischen Andenstaats besuchen - 40 Prozent mehr als bisher, wie das Kulturministerium in Lima mitteilte. Zur Begründung verwies das Ministerium auf die sinkenden Infektionszahlen in Peru. Machu Picchu war nach monatelanger Schließung wegen der Corona-Pandemie im November wieder für Besucher geöffnet worden. Zunächst durften aber nur 675 Besucher am Tag die Ruinenstadt betreten. Vor der Pandemie hatten jeden Tag 2000 bis 3000 Menschen die Stätte besucht - in der Hauptsaison sogar bis zu 5000.

+++ 07:31 Lastwagenfahrer dürfen in Niedersachsen wieder bewirtet werden +++
Nach Kritik an der schwierigen Lage der Lastwagenfahrer an Niedersachsens Raststätten und Autohöfen ist die Corona-Verordnung geändert worden. In den dortigen Gastronomiebetrieben dürfen Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer demnach bewirtet werden. Es habe dringenden Handlungsbedarf gegeben und "wir sind sehr dankbar, dass sich Niedersachsen dem jetzt auch angeschlossen hat", sagte der Vorstandssprecher vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Dirk Engelhardt. Andere Bundesländer hatten bereits Sonderregelungen eingeführt.

+++ 07:04 Frankreich hat die meisten Impfgegner +++
Studien zufolge gibt es in Frankreich weltweit die meisten Corona-Impfgegner. Nach jüngsten Umfragen wollen sich bis zu 59 Prozent der Bürger nicht impfen lassen, wenn demnächst ein Mittel zur Verfügung steht. Bereits Mitte 2019 ergab eine Studie, dass einer von drei Franzosen Impfstoffe für "nicht sicher" hält. Bei Gesundheitsexperten sorgt dies nicht nur wegen der Corona-Pandemie für Unruhe. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge gehört Frankreich wie Deutschland zu rund einem Dutzend europäischen Staaten, wo die Masern endemisch sind. Das heißt, sie treten dort wieder gehäuft auf. Während in Deutschland deshalb seit März eine Masern-Impfpflicht gilt, hat Frankreich darauf bisher verzichtet. Das gleiche Prinzip soll in der Corona-Pandemie gelten: "Ich werde die Impfung nicht verpflichtend machen", versicherte Präsident Emmanuel Macron. "Aber wir wollen die größtmögliche Zahl impfen lassen", betonte er.

+++ 06:32 Pflegekräfte erhalten trotz Pandemie nur geringe Lohnerhöhung +++
Pflegekräfte in Krankenhäusern und Heimen haben trotz der Corona-Krise nur eine magere Lohnerhöhung bekommen. In Krankenhäusern ist der Bruttostundenlohn zwischen dem zweiten Quartal 2019 und dem zweiten Quartal 2020 für Vollzeitbeschäftigte um 1,01 Euro gestiegen, in Pflege- und Altenheimen um 86 Cent. Das geht aus Zahlen hervor, die die Linksfraktion im Bundestag beim Statistischen Bundesamt erfragt hat. Das seien zwar jeweils rund drei Prozent, aber keinesfalls angemessen, urteilte die Linksfraktion. "Der Applaus der Bundesregierung im Frühjahr war offensichtlich Heuchelei", sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch. "Diese miese Lohnentwicklung ist nicht nur ungerecht, sondern auch ein Pandemiebekämpfungsversagen. Der Beruf wird dadurch nicht attraktiver."

+++ 06:12 RKI meldet fast 500 neue Todesfälle +++
In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen hervorgeht. Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17.270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1400 weniger als in der Vorwoche, in der am Mittwoch 18.633 neue Fälle hinzukamen.

+++ 05:43 Mehr als 2500 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden +++
In den USA sind innerhalb eines Tages mehr als 2500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Binnen 24 Stunden sind nach Angaben der New York Times landesweit 2604* Corona-Todesfälle registriert worden. So viele Tote hatte es in den USA zuletzt Ende April auf dem Höhepunkt der ersten Infektionswelle gegeben. Zudem wurden 183.831 Neuinfektionen gemeldet. Rund 99.000 Infizierte wurden in Krankenhäusern behandelt. Besonders schlimm ist die Lage derzeit in mehreren Bundesstaaten im Mittleren Westen der USA, darunter Indiana und South Dakota.

*In einer früheren Version des Beitrags haben wir Zahlen der Johns-Hopkins-Universität gemeldet, die sich leicht von denen der New York Times unterscheiden.

+++ 05:04 Queen feiert Weihnachten nicht mit der Familie +++
Wegen der Corona-Pandemie wird die britische Königin Elizabeth II. Weihnachten dieses Jahr nicht im großen Familienkreis feiern. Die 94-jährige Monarchin und ihr Mann Prinz Philip verbringen die Festtage zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren "in aller Ruhe" auf Schloss Windsor. Traditionell feiert die Queen Weihnachten mit ihrer Familie auf Schloss Sandringham im Osten Englands. Die Königin hatte zu Beginn der Pandemie im März ihre Residenz in London verlassen und war ins abgelegenere Windsor umgezogen. Um eine Ansteckung zu vermeiden, nahmen sie und ihr 99 Jahre alter Mann nur noch wenige öffentliche Termine wahr. Ihr ältester Sohn Prinz Charles und ihr Enkel Prinz William hatten sich beide mit dem Coronavirus infiziert.

+++ 04:33 CDU-Haushaltspolitiker will Länder zur Kasse bitten +++
Der Chefhaushälter der Unions-Fraktion, Eckhardt Rehberg, fordert in der Pandemie eine stärkere Kostenbeteiligung der Länder. Der CDU-Politiker plädiert für eine Debatte, ob die Länder am Spielfeldrand stünden mit guten Tipps gegenüber dem Bund oder "ob und inwieweit sie auch selber Lasten übernehmen und in welcher Relation". Der Bund stehe beim Haushaltssoll 2020 bei einem Kreditfinanzierungsanteil von knapp 40 Prozent. Die Länder stünden mit 8,6 Prozent weitaus besser da. Der Bund werde erst 2023 das Niveau der Steuereinnahmen von 2019 wieder erreichen, die Länder bereits im kommenden Jahr.

+++ 03:25 US-Gesundheitsbehörde verkürzt Quarantänepflicht +++
Die US-Gesundheitsbehörde CDC will nach Angaben eines Regierungssprechers in Kürze die empfohlene Dauer der Selbstisolation nach einem möglichen Kontakt mit einer infizierten Person auf zehn Tage verkürzen. Mit Vorlage eines negativen Testergebnisses könne die Quarantäne auch bereits nach sieben Tagen beendet werden. Derzeit liegt die Empfehlung der CDC noch bei 14 Tagen.

+++ 03:03 EU startet Genehmigungsverfahren für US-Impfstoff +++
Die Europäische Arzneimittelagentur EMA startet den sogenannten Einreichungsprozess für den Covid-19-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson. Dieser Prozess - der eine mögliche Zulassung beschleunigen soll - läuft, bis ausreichend Daten für einen formellen Antrag auf Marktzulassung vorliegen. J&J hatte im September die entscheidende Wirksamkeitsstudie mit seinem Covid-19-Impfstoff gestartet, die Ergebnisse erwartet das Unternehmen Anfang kommenden Jahres. Der Impfstoff hebt sich von der Konkurrenz ab, da von ihm nur eine Dosis verabreicht werden soll.

+++ 01:53 Moskau muss Medikamente importieren +++
Russland bemüht sich, im Ausland hergestellte Medikamente zu importieren, um die Pandemie zu bekämpfen. "Das Angebot an Blutgerinnungshemmern ist gestiegen. Aber wir haben immer noch einen Mangel, und deshalb arbeiten wir mit dem Ministerium für Handel und Industrie an zusätzlichen Lieferungen aus dem Ausland", erklärt Gesundheitsminister Michail Muraschko. Ministerpräsident Mikhail Mishustin sagt, dass die Situation in vielen der mehr als 80 Regionen Russlands weiterhin angespannt sei.

+++ 00:55 USA wollen Mitarbeiter im Gesundheitswesen zuerst impfen +++
Die USA will nach dem Vorliegen eines Impfstoffes so schnell wie möglich alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens impfen können. Die Bundesstaaten gingen davon aus, dass sie ihre Beschäftigten im Gesundheitswesen innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der ersten Lieferungen eines Impfstoffs impfen können, sagt Dr. Nancy Messonnier, Direktorin des Nationalen Zentrums für Immunisierung und Atemwegserkrankungen der CDC.

+++ 00:08 Italiens Hotspot Aostatal rüstet sich für Massentest +++
Das Aostatal will als zweite Region in Italien einen Corona-Massentest starten. Die kleine Alpenregion plant für eines der kommenden Wochenenden eine Reihenuntersuchung für rund 84.000 Menschen oder etwa zwei Drittel der Einwohner, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag berichtete. Vor kurzem hatte bereits die Provinz Bozen-Südtirol einen Großteil der Bevölkerung mit Schnelltests kontrolliert. Die Behörden wollen auf diese Weise Infizierte finden, die nichts von ihrer Ansteckung ahnen. Sie tragen das Virus oft unbemerkt an viele andere weiter. Im Aostatal, das an Frankreich und die Schweiz grenzt, leben rund 125.000 Menschen. Das Gebiet ist wegen hoher Corona-Zahlen eine Rote Zone mit besonders strengen Beschränkungen. Das genaue Datum der mehrtägigen, freiwilligen Aktion steht noch nicht fest.

+++ 23:18 England fährt Lockdown zurück: 600 Tote +++
In England gelten von Mittwoch an regional unterschiedliche Regelungen zur Eindämmung der Pandemie. Das Land wird in drei Warnstufen eingeteilt. Trotz heftigen Widerstands aus Teilen der konservativen Regierungspartei wurden die Maßnahmen mit großer Mehrheit angenommen - auch dank zahlreicher Enthaltungen von Seiten der Opposition. Für weite Teile des Landes bedeutet das eine Lockerung der Regeln. Nicht lebensnotwendige Geschäfte waren seit Anfang November landesweit geschlossen. Auch Restaurants und Pubs durften nicht öffnen. Das wird nun teilweise zurückgenommen. Trotzdem gibt es vor allem in Premierminister Boris Johnsons Tory-Partei immer größeren Widerstand gegen die Maßnahmen. Seit Anfang November hatte die Regierung einen zweiten Lockdown über England verhängt. In den Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland gelten eigene Regeln. In Großbritannien wurden 602 neue Todesfälle bei positiv mit dem Virus Getesteten innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf mehr als 59 000. Zudem wurden 13.430 Neuinfektionen registriert.

+++ 22:30 Spitzenwert in Sachsen: Sechs Länder mit vierstelligen Zuwachsraten +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen sechs Bundesländer vierstellige Zuwächse: Bayern führt das Länderfeld mit 3119 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Nordrhein-Westfalen (3070), Baden-Württemberg (2068), Sachsen (1576), Hessen (1286) und Berlin (1161). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Sachsen an diesem Dienstag das Land mit dem größten Tageszuwachs an Neuinfektionen: Der Freistaat verzeichnet 38,7 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

+++ 22:01 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Fast 16.000 Neuinfektionen +++
Deutschland meldet fast 16.000 Neuinfektionen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen binnen 24 Stunden 15.716 neue Fälle hinzu. Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen ist damit auf 1.077.377 gestiegen. Als aktuell infiziert gelten rund 303.500 Personen. Der aktuelle Tageszuwachs liegt damit unter dem Dienstagswert von vor sieben Tagen (24.11.: 17.085 Neuinfektionen) und minimal unter dem von vor 14 Tagen (17.11.: 15.794). Das Niveau nach vier Wochen "Lockdown light" bleibt dennoch hoch. Wie ernst die Lage ist, zeigt der Blick auf die Sterbefälle. Erst am Donnerstag hatten die Bundesländer mit insgesamt 431 Todesfällen den bislang höchsten Tageszuwachs gemeldet. Nun erreichte die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Toten in Deutschland den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Insgesamt wurden weitere 418 Fälle (Vortag: +299) registriert, sodass hierzulande insgesamt 16.900 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben sind. Der aktuelle Dienstagswert übersteigt das Niveau von vor einer Woche (24.11.: 361 Corona-Tote) und liegt noch deutlicher über dem Wert von vor 14 Tagen (17.11.: 307).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,94 angegeben (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass hundert Menschen im Durchschnitt weitere 94 Menschen mit Sars-Cov-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,89 (Vortag: 0,91). Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Deutschland ist erstmals seit Mitte Oktober - wenn auch nur minimal - gesunken. Laut dem aktuellen Tagesreport des Divi-Intensivregisters werden derzeit 3919 Infizierte intensivmedizinisch behandelt, gestern lag dieser Wert bei 3926. Allerdings ist die Zahl der Patienten weiter gestiegen, die beatmet werden müssen: Waren es am Montag noch 2319 sind es nun 2354. Zugleich sank die Zahl der freien Intensivbetten auf 5460, das entspricht einem Minus von 445 Betten im Vergleich zum Vortag.

+++ 21:35 "Kein Allheilmittel": Merkel gegen Sonntagsshopping +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Ausweitung verkaufsoffener Sonntage als Mittel für eine Entzerrung im Handel in Corona-Zeiten kritisch. Dies sei "kein Allheilmittel, um die Pandemie zu überstehen", sagt sie auf dem Digitalgipfel. Eine generelle Öffnung treffe mit Verkäuferinnen und Verkäufern eine ohnehin gestresste Berufsgruppe. Wichtiger sei, nicht zu häufig einkaufen zu gehen, um Kontakte und damit mögliche Infektionen zu vermeiden. In Nordrhein-Westfalen war die Öffnung der Geschäfte an Sonntagen gerichtlich gekippt worden.

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Quelle: ntv.de, mau/tno/rts/dpa/AFP