Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:08 Knapp 465.000 neue Fälle - Frankreich meldet Rekordwert +++

Frankreich verzeichnet mit knapp 465.000 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen neuen Höchstwert. Wie die französische Gesundheitsbehörde angibt, wurden binnen 24 Stunden 464.769 neue Ansteckungen registriert.

Seit mehreren Wochen steigen die Fallzahlen in Frankreich rasant an. Zuletzt lag der Inzidenzwert, also die Zahl der Ansteckungen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, landesweit bei 3063. In dem Land mit seinen gut 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern dominiert die Omikron-Variante.

+++ 20:36 Lauterbach: Impfpflicht muss im April oder Mai in Kraft gesetzt sein +++
Eine Impfpflicht müsste nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach spätestens im April oder Mai in Kraft gesetzt sein, um eine weitere Corona-Welle im kommenden Herbst noch abzuwenden. "Die Impfpflicht muss schnell kommen", so Lauterbach im Gespräch mit "RTL Direkt"-Moderatorin Pinar Atalay. Denn diejenigen, die noch gar nicht geimpft sind, müssten dann bis zum Herbst noch "drei Impfzyklen durchlaufen".

Allgemein sieht Lauterbach die Gefahr einer weiteren Herbstwelle alles andere als gebannt. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Herbst keine neue Variante haben, ist ja sehr gering", so der SPD-Politiker. Das Virus entwickle sich weiter. Lauterbach befürchtet eine "rekombinierte" Variante, die Eigenschaften verschiedener Varianten vereint, so etwa die Resistenz gegen Impfungen von Omikron sowie die Gefährlichkeit der Delta-Variante.

Das ganze Interview mit Lauterbach um 22.15 Uhr in einer um zehn Minuten verlängerten und dann halbstündigen Ausgabe von "RTL Direkt" zu sehen.

+++ 20:27 Bundesländer melden mehr als 90.000 Neuinfektionen +++
Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, ist die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Deutschland erfassten Corona-Fälle heute auf 8.112.246 Fälle gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit bei 91.869 erfassten Fällen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 198 auf 115.906. Als aktuell infiziert gelten rund 939.368 Personen.

Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2664 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1629 davon werden invasiv beatmet. Rund 4267 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei (17 Prozent).

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,08 angegeben (Vortag: 1,11).

+++ 20:16 Neue Tageshöchstwerte in fünf Bundesländern +++
Fünf Bundesländer - darunter auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen - melden neue Tagesrekorde, wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht. Daneben melden Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz ebenfalls Höchstwerte. In den letzten drei Bundesländern hat sich der Wert im Vergleich zur Vorwoche sogar verdoppelt.

+++ 20:10 Fallzahl steigt um knapp 60 Prozent im Vergleich zur Vorwoche +++
Die Fallzahl steigt mit 91.869 Neuinfektionen deutlich im Vergleich zur Vorwoche, und zwar um 59 Prozent. Das geht aus den von ntv ausgewerteten Daten der Landesbehörden hervor. Am 11. Januar hatten die Landesbehörden bundesweit 57.771 neue Fälle registriert.

Der deutliche Anstieg wird auch beim Blick auf den gleitenden Sieben-Tage-Schnitt bei den Neuinfektionen deutlich: Der Wert macht mit 72.113 Fällen einen Sprung von mehr als 5000 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortageswert (67.242).

+++ 20:05 Sieben-Tage-Inzidenz in Bremen und Hamburg weiter über 1000 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Bremen mit 1288,9 und in Hamburg mit 1180,6 weiterhin bundesweit am höchsten. Das geht aus Berechnungen von ntv.de auf Basis der Angaben aus den Bundesländern hervor. Während Bremen demnach erneut einen leichten Rückgang verzeichnet, steigt die Zahl in Hamburg erneut an.

Unklar ist, ob das Infektionsgeschehen in Bremen tatsächlich etwas abflaut oder ob der Rückgang mit Kapazitätsgrenzen bei den Tests zusammenhängt.

+++ 20:02 198 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 +++
Den offiziellen Schätzungen zufolge sind derzeit 939.368 Menschen in Deutschland akut mit dem Coronavirus infiziert. Das sind jedoch nur die bekannten Fälle. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts gelten 7.056.972 Menschen als genesen. Nach amtlicher Zählung sind bisher insgesamt mindestens 115.906 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Im Laufe des Tages kamen weitere 198 neu übermittelte Todesfälle hinzu. Vor einer Woche waren es 373.

+++ 19:43 Paraguays Präsident Abdo infiziert +++
Der paraguayische Präsident Mario Abdo Benítez hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ein Test sei positiv gewesen, teilt das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes mit. Der 50 Jahre alte Staatschef habe leichte Symptome und befinde sich in Quarantäne. Abdo ist zweimal geimpft. Vor wenigen Tagen war bereits seine Ehefrau positiv getestet worden. Zuletzt waren die Infektionszahlen in Paraguay sprunghaft angestiegen. Bislang haben sich in dem südamerikanischen Land knapp 500.000 Menschen infiziert, fast 17.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Etwa 42 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

+++ 19:08 Frankreichs Bildungsminister bedauert Ibiza-Urlaub in Omikron-Welle +++
Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer entschuldigt sich dafür, mitten in der Omikron-Welle Urlaub auf Ibiza gemacht zu haben. Für große Kritik hatte gesorgt, dass Eltern und Schüler zur selben Zeit Anfang Januar noch über den Unterrichtsstart nach den Weihnachtsferien im Unklaren waren. "Hatte ich nicht das Recht, einige Tage Urlaub zu nehmen nach diesem Jahr?", fragt Blanquer die Abgeordneten im Parlament in Paris. Er habe keine Treffen oder Entscheidungen verpasst. Er hätte sicher einen anderen Ort als die für Partys bekannte spanische Insel auswählen können, räumt Blanquer ein. "Die Symbolik, sie tut mir leid."

Blanquer hatte die ab dem 3. Januar geltenden Regeln an den Schulen zunächst ausschließlich in einem Interview mit der Zeitung "Le Parisien" angekündigt, das am 2. Januar zunächst nur hinter einer Bezahlschranke zugänglich war. Schulbeschäftigte, Eltern und Schüler fühlten sich ohne Informationen aus erster Hand verschaukelt. Erst gestern wurde bekannt, dass Blanquer sich auf Ibiza aufgehalten und dem "Parisien" ein Video-Interview von dort aus gegeben hatte.

+++ 18:25 WHO-Chef warnt vor Verharmlosung von Omikron +++
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnt eindringlich vor einer Verharmlosung der Omikron-Variante. "Vertun Sie sich nicht, Omikron führt zu Krankenhauseinweisungen und Todesfällen, und selbst die weniger schweren Fälle überschwemmen die Gesundheitseinrichtungen", sagt Tedros. Die Pandemie "ist noch lange nicht vorbei". "Omikron mag im Durchschnitt weniger schwerwiegend sein, aber die Erzählung, dass es sich um eine harmlose Krankheit handelt, ist irreführend (...) und kostet mehr Leben", sagt der WHO-Chef. Wegen der starken Ausbreitung sei es außerdem wahrscheinlich, dass weitere Varianten entstehen.

+++ 18:03 Corona-Warn-App kostet bisher rund 130 Millionen Euro +++
Die offizielle Corona-Warn-App kostet den Bund bisher rund 130 Millionen Euro. Für Entwicklung, Weiterentwicklung und Betrieb durch die Unternehmen SAP und T-Systems fallen für 2020 und 2021 insgesamt 116,3 Millionen Euro an, wie die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion antwortet. Für Werbung für die App kommen beim Bundespresseamt noch Kosten von 13,7 Millionen Euro hinzu und für digitale Werbung beim Gesundheitsministerium 71.000 Euro. Die monatlichen Betriebskosten liegen der Regierungsantwort zufolge bei durchschnittlich 3,94 Millionen Euro. Laut einer Prognose sollen die Kosten für 2022 mit durchschnittlich 2,66 Millionen Euro pro Monat sinken.

Die Corona-Warn-App für Smartphones war im Juni 2020 gestartet und wurde nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mittlerweile 40,7 Millionen Mal heruntergeladen. Sie soll dazu beitragen, Infektionsketten einzudämmen. Die App registriert dafür anonymisiert Menschen, die sich für längere Zeit in einem Abstand von zwei Metern oder weniger befunden haben, als Risikokontakte.

+++ 17:49 Schweden lockert Testpflicht für Reisende +++
Geimpfte und genesene EU-Bürger müssen auf dem Weg nach Schweden künftig keinen Test mehr vorweisen. Die seit dem 28. Dezember geltende Anforderung eines negativen, maximal 48 Stunden alten Tests für Einreisende fällt ab Freitag weg, wie die schwedische Regierung mitteilt. Reisende würden nicht mehr als besonderes Risiko bei der Ausbreitung der Omikron-Variante in dem skandinavischen Land betrachtet.

+++ 17:20 Neuer Höchstwert in Dänemark - erstmals über 30.000 neue Fälle +++
Dänemark hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie mehr als 30.000 Infektionen an einem Tag verzeichnet. In der täglichen Auflistung des nationalen Gesundheitsinstituts SSI kommen 33.493 nachgewiesene Fälle hinzu, darunter knapp 31.500 Neuinfektionen und 2000 erneute Infektionen. Damit sind seit Pandemiebeginn in dem EU-Land mit seinen knapp sechs Millionen Einwohnern knapp 1,2 Millionen Infektionen bestätigt worden. 3519 Menschen mit einer Infektion sind bisher in Deutschlands nördlichen Nachbarland gestorben. Zum Vergleich: Ende November hatte die tägliche Neuinfektionszahl bei etwa 5000 gelegen.

Gesundheitsminister Magnus Heunicke weist auf Twitter allerdings darauf hin, dass sich die hohe Infektionszahl nicht in der Zahl der Krankenhauseinlieferungen widerspiegele. Gründe dafür seien die Omikron-Variante und die erneuten Infektionen von Personen, die sich bereits zuvor angesteckt hätten. Deshalb gebe es Grund für Optimismus für die kommende Zeit, schreibt Heunicke.

+++ 17:04 Zweite Spritze nach Johnson & Johnson für Impfnachweis nötig +++
Bis Anfang kommenden Monats sollen in Deutschland die digitalen Impfnachweise an jüngste EU-Vorgaben sowie an Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs von Johnson & Johnson angepasst werden. Umgesetzt werden soll damit die Vorgabe der Europäischen Union, nach der Impfzertifikate in der EU künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gültig sind, sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Im Zuge dessen sollen in Deutschland demnach auch die Vorgaben für eine Impfung mit dem Vakzin geändert werden: Als geimpft mit vollständigem Grundschutz gilt man in Deutschland künftig erst dann, wenn auf die Erstimpfung mit Johnson & Johnson eine zweite Impfung erfolgt, so der Sprecher. Dies solle möglichst mit einem mRNA-Vakzin wie dem von Biontech oder Moderna erfolgen, bekräftigt er. Der vollständige Schutz ist etwa für die Einhaltung von 2G-Zugangsregeln nötig.

+++ 16:51 Moskau verlängert Beschränkungen wegen Omikron +++
Die Moskauer Stadtregierung verlängert wegen der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante die Corona-Einschränkungen um einen Monat. "Wir haben ein paar schwierige Wochen vor uns", erklärt Bürgermeister Sergej Sobjanin. Die russische Hauptstadt hatte von Ende Oktober bis Ende Februar Vorschriften erlassen, wonach Menschen über 60 zu Hause bleiben müssen, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind. Zudem wurden Unternehmen dazu verpflichtet, mindestens 30 Prozent ihrer Mitarbeiter auf Home-Office umzustellen. Diese Beschränkungen werden nun bis zum 1. April verlängert.

+++ 16:30 Musikerin stirbt nach absichtlicher Corona-Infektion +++
Eine tschechische Folk-Musikerin ist nach einer absichtlichen Infektion an Covid-19 gestorben. Hana Horka, Sängerin der Band Asonance, starb am Sonntag im Alter von 57 Jahren, wie ihr Sohn Jan Rek dem Radiosender iRozhlas.cz sagte. Rek zufolge hatte sie sich bewusst dem Virus ausgesetzt, weil sie eine Impfung umgehen wollte. Dazu habe sie sich entschlossen, nachdem ihr geimpfter Mann und ihr ebenfalls geimpfter Sohn erkrankt waren.

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+++ 16:16 PCR-Testzahlen steigen auf neuen Höchstwert +++
Angesichts der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante verzeichnet der Laborverband ALM einen Höchstwert an PCR-Testungen pro Woche. In der vergangenen Woche bis zum Sonntag seien in den fachärztlichen Laboren in Deutschland etwa 1,95 Millionen PCR-Tests durchgeführt worden - mehr als je zuvor in der Pandemie, teilt der Verband mit. Etwa jeder vierte Test (24,9 Prozent) sei positiv ausgefallen, insgesamt habe es fast 490.000 positive Testergebnisse gegeben. Auch dies sei ein Rekord. Die Auslastung der Labore lag demnach im bundesweiten Durchschnitt bei 86 Prozent und stieg damit im Vergleich zur Vorwoche deutlich (64 Prozent). "Die Lage ist tatsächlich ernst, die Labore sind an den Kapazitätsgrenzen und darüber hinaus", sagt der ALM-Vorsitzende Michael Müller.

Um eine Überlastung der Labore und der Fachkräfte zu vermeiden, plädiert er erneut dafür, schnell und konsequent die Nationale Teststrategie anzuwenden, die auch Priorisierungen für PCR-Tests bei begrenzter Kapazität vorsieht.

+++ 16:08 Berlin will einheitliche Regeln für Kontaktverfolgung und PCR-Tests +++
Angesichts der Omikron-Welle und chronisch überlasteter Gesundheitsämter dringt Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey auf neue Regeln für die Kontaktnachverfolgung nach bestätigten Infektionen. "Bei Inzidenzen von um die 1000 in einigen Gebieten der Stadt und darüber hinaus ist es notwendig, sich anzusehen, in welcher Form die Kontaktnachverfolgung auch mit neuen Ansätzen arbeiten kann", sagt die SPD-Politikerin nach einer Senatssitzung. Geklärt werden müsse, an welchen Stellen eine Kontaktnachverfolgung noch sinnvoll ist, damit Gesundheitsämter "fokussierter arbeiten" und entlastet werden könnten. "Und es ist wichtig, dass es dazu eine Debatte auf Bundesebene gibt", so Giffey. Denn einheitliche Regelungen seien hier sinnvoll. Bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 24. Januar wolle sie mit ihren Länderkolleginnen und -kollegen auch über einheitliche Regeln beraten, an welcher Stelle es künftig sinnvoll und möglich ist, mit qualifizierten Schnelltests die PCR-Tests zu ersetzen.

+++ 15:47 EU-Behörde - Keine Komplikationen durch mRNA-Impfungen bei Schwangeren +++
Die mRNA-Impfstoffe verursachen nach Angaben der europäischen Arzneimittelbehörde EMA keine Komplikationen bei werdenden Müttern und ihren Babys. Die Impfung senke zudem das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Schwangeren ebenso wirksam wie bei Nicht-Schwangeren, erklärt die EMA nach einer Auswertung von Studien mit rund 65.000 Schwangerschaften in verschiedenen Stadien. Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfstoffe entsprachen demnach denen der geimpften Bevölkerung insgesamt. Da eine Schwangerschaft bisher mit einem höheren Risiko für eine schwere Covid-Infektion in Verbindung gebracht werde, werde Schwangeren oder Frauen, die in naher Zukunft schwanger werden könnten, empfohlen, sich impfen zu lassen.

+++ 15:34 Wegen Corona-Fall: Hongkong ordnet Tötung Hunderter Hamster an +++
Nach einem Corona-Fall bei einem Mitarbeiter einer Tierhandlung haben die Behörden in Hongkong die Tötung Hunderter Hamster und anderer Kleintiere angeordnet. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um jegliches Übertragungsrisiko auszuschließen, sagte Hongkongs Gesundheitsstadträtin Sophia Chan. Nach der Infektion des Mitarbeiters und eines Kunden waren elf Hamster der Tierhandlung positiv getestet worden. Der Laden wurde geschlossen. Rund 2000 Hamster und andere Kleintiere aus rund einem Dutzend Tierhandlungen sollen getötet werden. Die Gesundheitsbehörde stellte zudem rund 150 Kunden des betroffenen Ladens sowie mehr als 20 Mitarbeiter unter Quarantäne. Der Import kleiner Säugetiere werde vorerst eingestellt, hieß es. Gesundheitsstadträtin Chan räumte ein, dass es international bislang keinen Beleg für eine Übertragung von Haustieren auf Menschen gebe. Tierfreunde reagierten mit Empörung.

+++ 15:11 Zwei enge Papst-Mitarbeiter positiv getestet +++
Zwei ranghohe Vatikan-Vertreter und enge Mitarbeiter von Papst Franziskus sind positiv getestet worden. Der 67-jährige Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin habe derzeit milde Symptome, teilt Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mit. Sein 61-jähriger Stellvertreter Erzbischof Edgar Pena Parra weise bislang keine Krankheitszeichen auf. Bei den beiden handelt es sich um die Nummer zwei und Nummer drei im Vatikan. Sie treffen regelmäßig mit dem Papst zusammen. Es sei allerdings nicht klar, wann sie zuletzt das 85-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche getroffen hätten, sagt Bruni. Der Vatikan verlangt von allen Mitarbeitern eine vollständige Impfung.

+++ 14:47 Nach erstem Omikron-Fall: Staatssender in China warnt vor Auslandspost +++
Das chinesische Staatsfernsehen hat wegen der Verbreitung des Coronavirus vor Post und Einkäufen aus dem Ausland gewarnt. "Minimieren Sie den Kauf von Überseewaren aus Ländern mit einer hohen Inzidenz", schrieb der Staatssender CCTV in einem Ratgeber auf seiner Website. Sollten doch Pakete aus dem Ausland empfangen werden, wurden umfassende Schutzmaßnahmen empfohlen. CCTV veröffentlichte seine Empfehlungen, nachdem die chinesische Hauptstadt Peking am Wochenende ihren ersten Omikron-Fall gemeldet hatte. Die Infizierte habe zuvor Post aus Kanada erhalten, hieß es in Staatsmedien. Eine Probe der Post sei positiv auf Omikron getestet worden. Internationale Experten bezweifeln jedoch, ob eine Ansteckung über die Berührung von versendeten Paketen oder Produkten möglich ist. Nach der jüngsten Infektion in Peking rief die staatliche Post die gesamte Branche dazu auf, die Maßnahmen zur Seuchenprävention streng zu befolgen.

+++ 14:25 Thüringen verschiebt Einführung von 2G plus in Gastronomie +++
Thüringens Landesregierung verschiebt die Einführung der 2G-plus-Regel in Restaurants, Cafés und Kneipen. Sie werde nicht wie geplant vom 23. Januar an landesweit gelten, sondern wie bisher nur in Hotspot-Regionen, sagte Regierungssprecher Falk Neubert in Erfurt. Eine neue Verordnung, die auch 2G plus regelt, solle erst in 14 Tagen beschlossen werden. Zur Begründung sagte Neubert, die jetzige Verordnung, die die 2G-plus-Regel nur in Regionen mit hoher Inzidenz vorsehe, wirke. Eigentlich sollte der Bund-Länder-Beschluss zur Gastronomie Ende dieser Woche in Thüringen umgesetzt werden.

+++ 14:02 Katalonien hebt Ausgangssperre trotz vieler Infektionen auf +++
Katalonien im Nordosten Spaniens will die seit Weihnachten geltende nächtliche Ausgehbeschränkung trotz sehr hoher Infektionszahlen ab Freitag aufheben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt zurzeit mit 2290 mehr als vier mal so hoch wie zum Zeitpunkt der Anordnung der Maßnahme, wie die Zeitung "El País" berichtet. Aber der rapide Anstieg der Zahlen habe sich zuletzt verlangsamt, begründete die Regionalregierung in Barcelona dem Bericht zufolge ihre Entscheidung. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass die Feiertage, die in Spanien bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar gingen und damit ein erhöhtes Ansteckungsrisiko darstellten, vorüber seien. Am 23. Dezember war die Inzidenz mit 506 angegeben worden.

+++ 13:42 Kreuzfahrtschiff beendet Reise wegen mehrerer Infektionen +++
Wegen mehrerer Corona-Fälle an Bord hat das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 1" einen Tag früher als geplant seine Reise in Bremerhaven beendet. Die Reederei Tui Cruises wollte sich nicht dazu äußern, wie viele Menschen positiv auf das Virus getestet wurden. Diese hätten keine oder nur milde Symptome. Das Schiff war am 12. Dezember mit rund 1600 Gästen und 800 Besatzungsmitgliedern von Bremerhaven zu einer Langzeitreise in die Karibik gestartet. Am Mittwoch wird die "Mein Schiff 1" nach Plan von Bremerhaven nach einer kompletten Desinfizierung mit neuen Gästen an Bord erneut Richtung Karibik aufbrechen.

+++ 13:24 Impftempo in Deutschland geht zurück +++
Insgesamt geht das Impftempo in Deutschland zurück. Im mehrtägigen Mittel kommen derzeit knapp 598.000 Impfdosen pro Tag zum Einsatz. Vergangene Woche lag der gleitende Durchschnitt zeitweise bei mehr als 630.000 Impfdosen pro Tag.

+++ 13:09 Deutsche Kliniken geben vorsichtig Entwarnung +++
Trotz der raschen Ausbreitung der Variante Omikron entspannt sich dem Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, zufolge die Lage in Deutschlands Kliniken. "Wir haben nach wie vor sinkende Zahlen auf den Intensivstationen. Auch ich bin verhalten zuversichtlich, was die nächsten Tage und Wochen angeht", sagt Gaß bei "Bild Live". Offensichtlich hätten die schweren Verläufe mit dieser Virus-Variante abgenommen. Für Ärzte und Pfleger bedeute dies aber noch keine Rückkehr zur Normalität. Es gebe lange Wartelisten aufgeschobener Behandlungen und Operationen.

+++ 12:55 Kitzbühel geht schärfer gegen verbotene Après-Ski-Partys vor +++
Der österreichische Luxus-Skiort Kitzbühel will scharf gegen wegen der Pandemie verbotene Après-Ski-Partys vorgehen. Die Bezirksbehörde kündigt an, dass die Außengastronomie bis Ende der Woche geschlossen bleiben muss - also auch während der traditionellen Weltcup-Skirennen der Herren am Wochenende. Außerdem sollen Polizeistreifen "in Dauerschleife durch die Stadt ziehen", um Lokale und Bars zu kontrollieren, sagt Bezirkshauptmann Michael Berger dem Sender ORF. Ausgelöst wurden die strengeren Maßnahmen durch ein Video einer Après-Ski-Party. Derzeit sind der Barbetrieb und das Servieren ohne zugewiesene Sitzplätze in allen österreichischen Lokalen verboten.

+++ 12:19 Impfleistung in Deutschland bleibt unter Niveau der Vorwoche +++
Die tägliche Impfleistung in Deutschland legt nach dem Wochenende wieder leicht zu, bleibt aber unter dem Niveau der Vorwoche. Wie aus den aktuellen Zahlen aus dem offiziellen Impfquoten-Monitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, haben sich zu Wochenbeginn mindestens 417.184 Menschen in Deutschland eine Impfdosis gesichert. Die einfache Impfquote bleibt prozentual unverändert: 75,1 Prozent oder 62.473 Millionen Personen sind mindestens einmal geimpft. Die harte Impfquote steigt von zuletzt 72,7 auf 72,8 Prozent: 60.553 Millionen Menschen in Deutschland verfügen über eine Grundimmunisierung. Eine Auffrischungsimpfung haben laut RKI bereits 39.597 Millionen Menschen in Deutschland erhalten. Das entspricht einer Booster-Impfquote von 47,6 Prozent (Vortag: 47,1 Prozent).

+++ 12:00 Laut RKI bislang 207.035 Omikron-Infektionen nachgewiesen +++
Die Zahl der erkannten Omikron-Fälle scheint in Deutschland nicht mehr weiter anzusteigen. Wie aus dem Omikron-Tagesbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, wurden in der zurückliegenden Woche bisher insgesamt 77.463 Infektionsfälle einer Ansteckung mit Omikron zugeordnet und damit nur 456 mehr als in der Woche davor. Ein möglicher Grund liegt in der Neuausrichtung der Testsystematik: In Regionen, in denen Omikron bereits das Infektionsgeschehen beherrscht, erscheint der Einsatz spezieller PCR-Nachweise nicht mehr sinnvoll. Tatsächlich geht die Zahl der gemeldeten Omikron-Verdachtsfälle per variantenspezifischer PCR deutlich zurück. Die Überwachung der Omikron-Ausbreitung mittels der deutlich aufwändigeren Genomsequenzierung läuft dagegen regulär weiter. Bisher wurden in Deutschland laut RKI insgesamt 207.035 Omikron-Infektionen ermittelt. Das sind 15.613 Fälle oder 8,1 Prozent mehr als zu Wochenbeginn. 2671 der neu erkannten Omikron-Infektionen entfallen auf die laufende Kalenderwoche und 12.942 Ansteckungen auf die Wochen zuvor.

+++ 11:41 Neue Version der Corona-Warn-App zeigt nun Gesamt-Status an +++
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist in einer neuen Version in der Lage, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis in einen Gesamtstatus zusammenzufassen. Das teilen die Betreiber der App, die SAP und Deutsche Telekom, in einem Blogeintrag mit. Die Version 2.16.1 war am Vormittag bereits im App-Store von Apple für das iPhone verfügbar. Für Android-Smartphones soll die Version bis zum Mittwochabend zur Verfügung stehen. Damit die unterschiedlichen Zertifikate richtig zu einem Gesamtstatus zusammengefasst werden können, müssen die Details der Nachweise übereinstimmen. Das betrifft Daten wie das Geburtsdatum, sämtliche Vornamen und die Schreibweise des Namens. In der App werden dann vier verschiedene Kombi-Anzeigen dargestellt: "2G", "2G+", "3G" und "3G+". Nutzer der App können über einen Schalter zwischen dem QR-Code des Impf- oder Genesenennachweises und und dem Code des Testzertifikats wechseln, um schnell und unkompliziert einen 2G-plus-Nachweis zu erbringen.

+++ 11:19 Bürgermeister von Messina tritt aus Protest gegen Corona-Regeln in Hungerstreik +++
Der Bürgermeister der italienischen Stadt Messina tritt aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung in einen Hungerstreik. Cateno De Luca hat schon am Wochenende ein Zelt im Hafen der sizilianischen Stadt aufgebaut, in dem er seitdem übernachtet. Er will symbolisch die Straße von Messina blockieren, eine Meerenge zwischen Sizilien und dem italienischen Festland. Am Morgen kündigt der 49-Jährige nun den Beginn des Hungerstreiks an, wie er auf Facebook mitteilte. De Luca protestiert gegen den sogenannten Super Green Pass, also die 2G-Regel, wonach nur Geimpfte oder Genesene auf den Fähren oder mit Flugzeugen die Mittelmeerinsel erreichen oder verlassen können. Der Politiker behauptet, der Staat halte Sizilien "gefangen". Am Montag hat er bereits seinen Rücktritt als Bürgermeister für Anfang Februar eingereicht.

+++ 10:47 Handel fürchtet wegen 2G-Regel um Konjunktur +++
Wegen der 2G-Regelung im Einzelhandel sind aus Sicht des Mittelstandsverbundes die Umsätze von Unternehmen unter Druck geraten. Hauptgeschäftsführer Ludwig Veltmann sagt, die anhaltenden pandemiebedingten Restriktionen und das damit verbundene Kundenverhalten könnten sich zu einer Konjunkturbremse auswachsen. Gerade kleine und mittlere Handels- und Dienstleistungsunternehmen könnten krisenbedingt erheblichen Schaden nehmen. Nach einer Konjunkturumfrage des Verbandes schätzen mehr als ein Drittel der befragten Kooperationen ihre Umsatzeinbußen aufgrund der 2G-Regelung auf 10 bis 30 Prozent.

+++ 10:26 Drei US-Bundesstaaten melden Rekord an Neuinfektionen +++
Drei US-Bundesstaaten melden rekordhohe Neuinfektionszahlen: Wisconsin, Oklahoma und Nebraska. Spitzenreiter ist Wisconsin mit 83.187 Neuinfektionen, gefolgt von Oklahoma mit 42.157 neuen Fällen. In Nebraska wurden 8112 Ansteckungen gemeldet.

+++ 10:05 Corona-Verstöße: Ermittlungen gegen sieben Ärzte in Rheinland-Pfalz +++
In Rheinland-Pfalz laufen derzeit sechs berufsrechtliche Ermittlungsverfahren gegen Mediziner im Zusammenhang mit der Pandemie. Ermittelt wird wegen möglicher Verstöße gegen die Corona-Verordnung des Landes wie mangelnder Abstand, kein Tragen von Schutzmasken und das unkorrekte Ausstellen von Attesten, wie die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz mitteilt. In einem Fall sei bereits eine Sanktion in Höhe von 15.000 Euro verhängt worden. Dabei ging es um einen Verstoß gegen die Abstands- und Schutzmaskenregeln. Diese Sanktion ist rechtskräftig und wurde laut Landesärztekammer auch vom Berufsgericht bestätigt.

+++ 09:45 Kinderärzte warnen vor erneuten Schulschließungen +++
Der Berufsverband für Kinder und Jugendärzte (BVKJ) warnt vor den Folgen erneuter Schulschließungen wegen der Pandemie. Zwar werde sich dieser Schritt bei sehr hohen Infektionszahlen nicht vermeiden lassen, sagt der BVKJ-Bundespressesprecher Jakob Maske dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das muss aber klar der letzte Schritt sein." Die Konsequenzen von Schulschließungen seien für Kinder und Jugendliche schlimmer als die Folgen einer Infektion. "Schule ist nicht nur Lehrraum, sondern auch Sozialraum", sagt Maske weiter. Für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen sei es deshalb wichtig, dass die Schulen geöffnet blieben.

+++ 09:23 Sozialverband: Staat soll Ärmeren FFP2-Masken zahlen +++
Der Sozialverband VdK fordert, dass der Staat für Wenigverdiener in der Corona-Pandemie die Kosten für FFP2-Masken übernimmt. Die Benutzung dieser sichereren Masken ist wegen der Ausbreitung der Virusvariante Omikron etwa in einigen Bundesländern inzwischen wieder Pflicht im öffentlichen Nahverkehr. "Für diejenigen, die kaum über die Runden kommen, wie Pflegebedürftige, Menschen mit kleinen Renten und Grundsicherungsbezieher, sind regelmäßig frische FFP2-Masken zu teuer. Selbst beim Discounter haben die Preise für Masken in den letzten Wochen extrem angezogen", erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele in einer Mitteilung.

+++ 09:05 Intensivmediziner: "Mehr Sorge um Normalstationen als Intensivstationen" +++
Weil die Omikron-Variante wohl mildere Corona-Verläufe zur Folge hat, propagieren auch viele Experten bereits eine Entspannung und Entwarnung. Doch der Intensivmediziner Uwe Janssens warnt eindringlich vor zu früher Sorglosigkeit. Daraus könnten neue Gefahren erwachsen.

+++ 08:43 Bremen will Kitas trotz Inzidenz von 1297,4 möglichst offen halten +++
Bremen verzeichnet mit einem Wert von 1297,4 bundesweit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Dennoch möchte Bildungssenatorin Sascha Aulepp laut Radio Bremen "möglichst vielen Kindern" eine Betreuung ermöglichen. "Wir wissen aus allen Studien und aus dem, was uns die Kinder- und Jugendärzte ins Stammbuch schreiben: Die gesundheitlichen Risiken und Beeinträchtigungen, die sich aus sozialer Isolation ergeben, übersteigen bei Weitem die Risiken einer Corona-Erkrankung", sagt die Politikerin auf Anfrage des Senders. Zwei Kitas sind aufgrund der Pandemie-Entwicklung im Bundesland bereits komplett geschlossen, in mehr als 40 städtischen Kindertagesstätten ist der Betrieb eingeschränkt.

+++ 08:26 Lauterbach warnt vor Einführung von Impfregister +++
In der Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht spricht sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach gegen ein Impfregister aus. "Wir können die Impfpflicht monitorisieren auch ohne Impfregister", sagt der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. "Ich warne davor, ein Impfregister zu nutzen. Der Aufbau eines Impfregisters dauert lange und ist auch datenschutzrechtlich nicht unumstritten." Lauterbach kündigt zudem an, PCR-Tests für Menschen aus kritischen Infrastrukturen vorzuhalten, vor allem für die, die in der Pflege arbeiten. Die PCR-Test-Kapazität sei begrenzt. "Wir müssen dazu übergehen, die PCR-Tests zu priorisieren."

+++ 08:07 Baden-Württemberg will Corona-Alarmstufe wegen Omikron anpassen +++
Das Land Baden-Württemberg will sein Stufensystem der Anti-Corona-Maßnahmen wegen der Omikron-Variante überarbeiten. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart erfährt, will das Sozialministerium die Regeln in der neuen Corona-Verordnung Ende Januar anpassen. Dann könnte es dem Vernehmen nach voraussichtlich in einigen Bereichen auch leichte Lockerungen geben. Minister Manne Lucha wolle am heutigen Dienstag im Kabinett erste Vorschläge dazu machen, hieß es. Zurzeit gilt im Südwesten weiter die Alarmstufe II mit zahlreichen Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte, obwohl auf den Intensivstationen der Krankenhäuser längst nicht mehr so viele Covid-19-Patienten liegen wie noch vor Weihnachten.

+++ 07:39 Experte: Deutschland wird nicht als erstes Land Endemie erreichen +++
Die Rolle der Omikron-Variante für die Corona-Situation wird derzeit heiß diskutiert. Ist sie Höhepunkt der Pandemie oder ihr Ende? Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht erklärt die Unterschiede zwischen Pan- und Endemie und lobt den Vorschlag eines Virologen. Er rechnet mit einem Ende der Pandemie in diesem Jahr. Allerdings werde Deutschland "nicht eines der ersten Länder sein", die in die endemische Phase übergehen.

+++ 07:09 Australien meldet Rekordwert bei Todesfällen +++
Australiens drei bevölkerungsreichste Bundesstaaten New South Wales, Victoria und Queensland melden zunächst 74 weitere Todesfälle und damit so viele wie noch nie. Der bisherige landesweite Höchststand wurde am Donnerstag mit 57 verzeichnet. In Australien breitet sich Omikron rapide aus.

+++ 06:32 Kündigungswelle in Kliniken wegen Impfpflicht bleibt aus +++
Die ab Mitte März geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht führt nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bislang zu keinen gestiegenen Kündigungszahlen in Kliniken. "Aktuell haben uns noch keine Meldungen aus den Krankenhäusern zu möglichen Kündigungen aufgrund der ab 15. März geltenden Impfpflicht erreicht", sagt der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der "Rheinischen Post". Die Impfquote in den Krankenhäusern sei bundesweit mit mehr als 90 Prozent sehr hoch. "Aber es gibt regionale Unterschiede, und wir können nicht ausschließen, dass es an einzelnen Standorten auch zu Problemen kommen kann."

+++ 06:00 Ryanair fordert staatliche Hilfen für Luftfahrtbranche +++
Die Fluggesellschaft Ryanair fordert einem Medienbericht zufolge staatliche Hilfe für die Luftfahrtbranche. "Wichtig ist, das Wachstum für die gesamte Branche zu fördern, um die Passagiere zurückzubringen, die verloren gegangen sind", sagt Andreas Gruber, Chef der Ryanair-Tochter Laudamotion und Deutschland-Sprecher der irischen Fluglinie, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Das beste Instrument dafür ist eine Unterstützung der Flughäfen durch die Regierung. Und die daraus resultierenden Kostenvorteile können an die Airlines weitergegeben werden."

+++ 05:14 Polizei findet "Schießkugelschreiber" bei Rostocker Corona-Demo +++
Bei einer Demonstration von 3000 Maßnahmen-Gegnern, Verschwörungsideologen und Rechtsextremen in Rostock wird die Polizei am Abend mit Flaschen und Böllern angegriffen. Die Beamten nehmen elf Menschen fest. Bei Durchsuchungen finden sie selbstgebaute Pyrotechnik sowie einen "Schießkugelschreiber" mitsamt Munition. Der Leiter der Polizeiinspektion Rostock, Achim Segebarth, spricht in dem Zusammenhang von einer "äußerst gefährlichen und besorgniserregenden Entwicklung".

+++ 04:19 RKI meldet 74.405 neue Fälle, Inzidenz bei 553,2 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidez klettert auf einen neuen Höchstwert. Sie liegt jetzt bei 553,2, am Vortag noch bei 528,2. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 74.405 Neuinfektionen gemeldet, 28.715 mehr als am vergangenen Dienstag. 193 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:15 Ex-Verfassungsrichter Papier bezweifelt Rechtmäßigkeit von allgemeiner Impfpflicht +++
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit einer allgemeinen Impfpflicht geäußert. "Auf der Basis des jetzigen Wissens- und Erkenntnisstands kann man meines Erachtens nicht überzeugend begründen, dass eine allgemeine gesetzliche Impfpflicht den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit entsprechen wird", schreibt Papier in einer Beurteilung, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. In jedem Fall wäre eine Begrenzung der Impfpflicht auf die älteren Personengruppen ein milderes Mittel, schreibt Papier.

+++ 02:07 43 Prozent der Haushalte verzeichnen monetäre Verluste durch Pandemie +++
In Deutschland geben einer Studie zufolge 43 Prozent aller Haushalte an, während der Pandemie Einkommen oder Ersparnisse verloren zu haben. Jeder sechste Haushalt habe nach eigenen Angaben trotz Bedarfs keine staatliche Hilfe erhalten, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" laut unter Berufung auf eine Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Vielen fehlten Informationen oder sie scheiterten an der Bürokratie.

+++ 01:20 Pflegerat erwartet durch Impfpflicht Fluktuation von Betreuungsassistenten und Küchenkräften +++
Der Deutsche Pflegerat geht davon aus, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht ab Mitte März zu Kündigungen in der Branche führt. Dies betreffe weniger das Pflegefachpersonal, sondern unterstützende Tätigkeiten wie Betreuungsassistenten, sagte Pflegerats-Präsidentin Christine Volger den Funke-Zeitungen. Das Gleiche gelte "für Küchen- oder Reinigungskräfte in den Einrichtungen". In diesen Berufsgruppen herrsche "eine etwas geringe Impfquote". Beim Pflegefachpersonal sei die Impfquote hoch. Dies gelte generell für Gesundheitsberufe, "es gibt aber auch einen kleinen Anteil, der sich definitiv nicht impfen lassen will", so Vogler.

+++ 00:10 KBV-Chef Gassen fordert Bonus für medizinische Fachangestellte +++
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordert, einen Bonus auch für medizinische Fachangestellte auszuzahlen. "Die Belastung in den Praxen der niedergelassenen Hausärzte und Fachärzte ist hoch", sagt KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Sie ist es während der gesamten Dauer der Pandemie gewesen und wir müssen damit rechnen, dass sie noch einmal deutlich steigen wird in den kommenden Wochen vor dem Hintergrund der stark zunehmenden Omikronzahlen." Vor diesem Hintergrund sollte sich die Politik laut Gassen im Sinne der Wertschätzung dieser Arbeit klar "für einen angemessenen Bonus positionieren für die Teams der medizinischen Fachangestellten".

+++ 23:15 Berliner Polizei leitet "Pandemiestufe I" ein +++
Berlins Polizei leitet die erste Stufe ihres "Rahmenplans Pandemie" ein. Damit reagiere man präventiv auf die auch polizeiintern gestiegenen Infektions- und Quarantänezahlen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Stufe I des bereits 2010 erstellten Notfallplans tritt ein, wenn 15 bis 30 Prozent des Personals krankheitsbedingt ausfallen. Aktuell seien rund 800 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen infiziert oder vorsorglich in Quarantäne, berichtet der RBB. Als Folge sollen nun innerbehördliche Maßnahmen getroffen werden. Auswirkungen für die Menschen in Berlin seien nicht spürbar, so die Polizei.

+++ 22:19 Guterres: Ungleiche Impfstoff-Verteilung "beschämend" +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat erneut eine gerechte Verteilung der Impfstoffe angemahnt. Nur eine Impfung aller Menschen weltweit werde die Pandemie beenden, sagte Guterres in einer Video-Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Die vergangenen zwei Jahre haben uns eine einfache, aber brutale Wahrheit aufgezeigt: Wenn wir jemanden zurücklassen, lassen wir alle zurück", sagte Gutertes. "Wenn es uns nicht gelingt alle Menschen zu impfen, entstehen neue Varianten, die sich über Grenzen hinweg ausbreiten und das tägliche Leben und die Wirtschaft zum Erliegen bringen", warnte der UN-Generalsekretär. Er verwies auf das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), 40 Prozent der Weltbevölkerung bis Ende 2021 und 70 Prozent bis Mitte 2022 zu impfen. "Wir sind bei weitem nicht in der Nähe dieser Ziele", kritisierte Guterres. Die Impfquoten in reichen Ländern seien sieben Mal höher als in afrikanischen Ländern, das sei "beschämend".

+++ 21:49 Telefonische Krankschreibungen sollen verlängert werden +++
Die Gesundheitsminister der Länder haben den niedergelassenen Ärzten mit Blick auf die schnelle Verbreitung der Corona-Variante Omikron Unterstützung zugesagt. In einer Videoschalte am Abend baten die Ressortchefs das Bundesgesundheitsministerium, die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung bei Atemwegserkrankungen zu verlängern. Die Ärzte bräuchten diese Unterstützung, "damit sie nicht von Patienten überrollt werden", sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach den Beratungen. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Zudem soll es weiterhin möglich sein, dass ärztliche und psychotherapeutische Konsultationen digital erfolgen.

+++ 21:20 Erneut demonstrieren Tausende Menschen gegen Maßnahmen +++
Wie an den vorhergehenden Montagen haben am Abend in ganz Deutschland Tausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht demonstriert. Die Proteste waren von einem großem Polizeiaufgebot und vielerorts auch von Gegendemonstrationen begleitet. Es kam zunächst nur vereinzelt zu Zwischenfällen. Mehrfach wurden Versammlungen aufgelöst, weil die Polizei keinen Versammlungsleiter feststellen konnte oder etwa gegen die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht verstoßen wurde.

Unter anderem protestierten in Berlin nach Angaben der Polizei Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. In Thüringen waren nach ersten Angaben der Landespolizeidirektion an zahlreichen Orten mehr als 21.000 Menschen bei Versammlungen dabei. Hohe Teilnehmerzahlen meldete die Polizei auch aus Baden-Württemberg.

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+++ 20:30 Bundesländer melden 43.888 Neuinfektionen +++
Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, ist die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Deutschland erfassten Corona-Fälle heute auf mehr als acht Millionen laborbestätigte Ansteckungen gestiegen, insgesamt 8.020.377 Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit bei 43.888 erfassten Fällen, das sind weniger als am Sonntag gemeldet wurden (Vortag: 46.891). Hamburg meldet mit mehr als 4000 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert.

Die Fallzahl liegt dennoch über dem Niveau der Vorwoche und zwar um 41,3 Prozent. Am Montag, den 10. Januar hatten die Landesbehörden in der Summe 31.067 neue Fälle registriert.

Nach Behördenangaben sind bislang mindestens 115.708 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Im Lauf des Montags kamen weitere 95 neu übermittelte Todesfälle hinzu. Vor einer Woche waren es 132. Der gleitende Sieben-Tage-Schnitt liegt derzeit bei 226 Verstorbenen pro Tag (Vortag: 231).

+++ 20:20 Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg übersteigt 1000er-Marke +++
Neben Bremen liegt jetzt auch die Sieben-Tage-Inzidenz für Hamburg über 1000: Der Wert im Stadtstaat liegt aktuell bei 1055,3. In Bremen ist die Sieben-Tage-Inzidenz zwar rückläufig, aber liegt immer noch bei 1295,3 - bundesweit weiterhin der Höchstwert. Berlin verzeichnet mit 947,7 einen Wert knapp unter der 1000er-Marke. Es ist möglich, dass der Rückgang in Berlin jedoch mit Meldeverzögerungen zusammenhängt. Die Mehrzahl der Berliner Bezirke hat am Wochenende keine Fallzahlen übermittelt. Zudem stößt das Test- und Meldesystem angesichts der hohen Infektionszahlen an Grenzen.

Den offiziellen Schätzungen zufolge sind derzeit mehr als 892.258 Menschen in Deutschland akut mit dem Coronavirus infiziert, also gut ein Prozent der deutschen Bevölkerung. Das sind jedoch nur die bekannten Fälle. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts gelten 7.012.411 Menschen als genesen.


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Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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