Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:17 ​Sieben-Tage-Inzidenz in vier Bundesländern über 100 +++

Der im Wochenvergleich gewachsene Zuwachs bei den Neuinfektionen schlägt sich auch in der Sieben-Tage-Inzidenz der Bundesländer nieder. Inzwischen ist die Inzidenz in vier Ländern dreistellig. Zu Bayern (116,2) und Sachsen (113,7) kommt nun auch Neuling Baden-Württemberg (103,3) hinzu. Thüringen steht mit einem Wert von 147,1 kurz vor der 150. Schleswig-Holstein macht einen größeren Sprung und überschreitet wieder die 35er Marke (39,1).

+++ 20:46 Bundesländer melden 10.485 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.390.436 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.485 neue Fälle hinzu. Damit ziehen die deutschen Fallzahlen im Wochenvergleich weiter an: Der aktuelle Tageszuwachs bei den gemeldeten Ansteckungsfällen liegt 30,1 Prozent über dem Niveau von Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 89 auf 94.734. Durchschnittlich werden derzeit rund 60 Tote pro Tag registriert. Als aktuell infiziert gelten rund 133.239 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,00 angegeben (Vortag: 1,03). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1475 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 797 davon werden beatmet. Rund 3701 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:19 Italienischer Senatorin fehlt Covid-Pass - suspendiert +++
Eine italienische Senatorin ist wegen der Weigerung, im Senat den obligatorischen Gesundheitspass vorzuzeigen, vorübergehend suspendiert worden. Die 51-jährige Laura Granato wollte an einer Parlamentssitzung teilnehmen, wurde aber des Hauses verwiesen, weil sie den Nachweis einer Impfung, eines negativen Corona-Tests oder einer kürzlichen Genesung von Covid-19 nicht erbringen wollte. Seit Freitag darf in Italien nur zur Arbeit erscheinen, wer den Gesundheitspass vorzeigen kann. Die Regelung ist die strengste dieser Art in Europa. Wer ohne den sogenannten Grünen Pass zur Arbeit kommt, riskiert bis zu 1500 Euro Bußgeld. Wer der Arbeit fernbleibt, muss mit unbezahlter Freistellung rechnen. Die Kosten für Corona-Tests sind im Normalfall selbst zu tragen. Senatorin Granato ist eine ausgesprochene Gegnerin des Grünen Passes. Es handle sich um ein "Zertifikat des Gehorsams", sagte das ehemalige Mitglied der Fünf-Sterne-Bewegung. Auf das Tagegeld, das ihr normalerweise als Senatorin zusteht, muss sie nun zehn Tage verzichten.

+++ 20:02 Island will sich Mitte November von Maßnahmen verabschieden +++
Läuft alles wie geplant, dann hebt Island Mitte November alle verbliebenen Corona-Maßnahmen auf. Ziel sei es, die wesentlichen verbliebenen Beschränkungen ab dem 18. November zu beenden, teilte die isländische Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir mit. Beim Impfen sei man gut vorangekommen, vorherige Lockerungen hätten keine negativen Effekte auf die Zahl der Krankenhauseinweisungen gezeigt, hieß es in einer Regierungsmitteilung. Deshalb gibt es bereits ab Mittwoch neue Lockerungen: 2000 statt wie bisher 500 Menschen dürfen dann bei Versammlungen und Veranstaltungen zusammenkommen, Mund-Nasen-Schutz müssen sie dabei nicht länger tragen. Restaurants, Kneipen und Nachtclubs dürfen zudem länger öffnen.

+++ 19:39 Ärztepräsident unterstützt Spahn - steigende Zahlen "kein Grund zur Panik" +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, unterstützt den Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn für ein Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Die meisten Menschen der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen seien geimpft, die Situation in den Krankenhäusern sei stabil, sagte er der Bielefelder Zeitung "Neue Westfälische". Er finde es richtig, "dass wir jetzt eine Debatte darüber führen, wann und wie wir die Beschränkungen des öffentlichen Lebens beenden können". "Auch wenn im Herbst und Winter die Zahl der Corona-Infektionen steigen wird, besteht zum jetzigen Zeitpunkt kein Grund zur Panik", zeigte sich der Ärztefunktionär überzeugt. Wo Lockerungen schon jetzt ohne Gefahr möglich seien, sollten diese zugelassen werden. "Ein guter Weg ist es, die 2G-Regelung ohne Maske und Abstand als Option für das Gastgewerbe, für den Sport und die Veranstaltungsbranche einzuführen", sagte Reinhardt.

+++ 19:14 Großbritannien verzeichnet höchste Anzahl von Corona-Toten seit März +++
Die Zahl der Corona-Todesfälle in Großbritannien ist auf den höchsten Stand seit März gestiegen. Die britische Statistikbehörde meldete am heutigen Dienstag 223 Todesfälle, die in den vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf Covid-19 getestet wurden. Noch höher lag die Zahl zuletzt am 9. März, als 231 Menschen in Großbritannien an oder mit dem Virus starben. Am Montag wurden knapp 50.000 neue Corona-Fälle im Land gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 435. Von einer erneuten Einführung von Corona-Beschränkungen ist in der britischen Regierung bislang kaum die Rede. In England sind eine Maskenpflicht in Innenräumen oder Nachweisregeln über Impfungen oder Tests seit dem "Freedom Day" im Juli eher die Ausnahme. Knapp 79 Prozent der impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger ab zwölf Jahren sind vollständig geimpft.

+++ 18:46 Corona-Ausbruch nach Wiedereröffnung im Berliner Berghain +++
Rund zwei Wochen nach der seit langem ersten Clubnacht im Berliner Techno-Club Berghain ist ein Corona-Ausbruch bekannt geworden. Nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" haben sich bei der Party mindestens 19 Menschen infiziert. 15 davon leben im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, wie eine Bezirkssprecherin sagte. 4 weitere Betroffene lebten in anderen Bezirken Berlins, hieß es. Nach Angaben der Sprecherin wurden bislang rund 2500 Menschen kontaktiert. Dies sei mit Hilfe der Anwesenheitsliste geschehen, die das Gesundheitsamt angefordert habe, nachdem der erste Corona-Fall bekannt geworden sei. Den Partygängern sei vom Bezirk empfohlen worden, sich testen und bei Symptomen einen PCR-Test machen zu lassen. Wie es zu dem Ausbruch gekommen war, ist laut Behörde noch unklar. Für die Veranstaltung am ersten Oktober-Wochenende habe die 2G-Corona-Regel gegolten. "Die Impfnachweise wurden - soweit für uns ersichtlich - vom Berghain gewissenhaft kontrolliert", sagte die Sprecherin. Vom Berghain lag zunächst keine Stellungnahme vor.

+++ 18:23 Steigende Zahlen: Russland denkt über einwöchigen Zwangsurlaub nach +++
Angesichts steigender Corona-Zahlen denkt die russische Regierung für Anfang November über einen einwöchigen Zwangsurlaub für die heimische Wirtschaft nach. Vize-Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa schlug vor, dass zur Viruseindämmung vom 30. Oktober bis 7. November die Arbeit ruhen sollte. Ähnliche Maßnahmen hatte Russland schon zuvor ergriffen. Die Zahl der Neuinfektionen war in den vergangenen Tagen immer wieder auf neue Höchstwerte gestiegen. Auch die täglich gemeldeten Todeszahlen im Zusammenhang mit dem Virus hatten Höchstwerte erreicht und am Samstag erstmals die Schwelle von 1000 überschritten. Die Regierung macht dafür insbesondere eine mangelnde Impfbereitschaft verantwortlich.

+++ 18:02 Von 0 auf 1: In Bremen gilt jetzt höhere Warnstufe +++
In der Stadt Bremen gilt von Freitag an die Corona-Warnstufe 1. Das hat der Senat beschlossen, wie das Gesundheitsressort mitteilte. Demnach gilt im Innenbereich von Veranstaltungen, Gastronomie, Kultureinrichtungen und Sportstätten die 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen). In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Verkaufsräumen und bei Großveranstaltungen ab 5000 Menschen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Der Senat empfiehlt, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen einzuhalten, Hygienemaßnahmen umzusetzen und regelmäßig zu lüften. "Die Hospitalisierungsinzidenz ist in den vergangenen Tagen gestiegen und liegt stabil bei 3 oder darüber. Hier greift also der Stufenplan, den der Senat beschlossen hat", sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard laut Mitteilung. Ihr zufolge melden die Kliniken eine zusätzliche Belastung durch andere Infektionserkrankungen. "Wir kommen jetzt in den Herbst, es finden wieder deutlich mehr Begegnungen in Innenräumen statt." Daher sei es richtig, dass in Innenräumen wieder die 3G-Regel gilt.

+++ 17:36 U-Ausschuss im Maskenskandal beantragt - auch Söder soll Zeuge sein +++
Im bayerischen Maskenskandal wollen Grüne, SPD und FDP im Landtag nun mit einem Untersuchungsausschuss die mögliche Mitverantwortung von CSU-Politikern aufklären lassen. Die drei zur Opposition zählenden Fraktionen reichten einen Antrag zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses ein, über den am Mittwoch im Ältestenrat des Landtags beraten und dann am Donnerstag im Landtag abgestimmt werden soll. Noch in diesem Jahr soll das Gremium eingesetzt werden. Als Zeuge soll auch Ministerpräsident Markus Söder geladen werden. Grüne, SPD und FDP halten den Untersuchungsausschuss nach eigenen Angaben für zwingend, um die Maskengeschäfte der bayerischen Staatsregierung sowie mögliche Beteiligungen insbesondere der CSU-Politiker Alfred Sauter und Monika Hohlmeier aufzuklären. Dazu erarbeiteten die Fraktionen einen Fragenkatalog mit 244 Fragen, der sich insbesondere mit der Vergabe, Vermittlung und Annahme von Aufträgen und Vertragsabschlüssen der vergangenen zehn Jahre beschäftigt.

+++ 17:07 Spahn: Ampel-Parteien sollen künftig über Ausnahmezustand entscheiden+++
Gesundheitsminister Jens Spahn bekräftigt, der Corona-Ausnahmezustand sollte am 25. November enden. Deshalb sollte der Bundestag die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht verlängern. Allerdings müsse die neue Bundesregierung entscheiden, wie es weitergehen solle, fügt der CDU-Politiker mit Blick auf die Ampel-Parteien SPD, FDP und Grüne hinzu. Er stehe als noch amtierender Minister beratend zur Verfügung. "Die politische Grundsatzentscheidung, die müssen jetzt die drei Parteien treffen." Grüne und FDP hatten bisher unterschiedliche Meinungen zu dem Thema.

+++ 16:48 Erneut verpassen mehr englische Schulkinder coronabedingt Unterricht+++
Erneut steigt in England offenbar die Zahl der Schulkinder, die aufgrund von Covid-19 den Unterricht verpassten. Das berichtet der britische "Guardian" mit Verweis auf eine Anwesenheitsstatistik, die die Schulbehörde veröffentlicht hat und alle zwei Wochen erhebt. Die Zahlen zeigten, dass etwa 209.000 Schulkinder am 14. Oktober coronabedingt fehlten (204.000 am 30. September). Von dieser Zahl seien 111.000 positiv auf das Virus getestet worden, das seien etwa 9000 mehr Schulkinder als vor zwei Wochen. Insgesamt habe sich der Anstieg aber abgeflacht. Vor zwei Wochen hätten rund 2.5 Prozent der Schulkinder den Unterricht coronabedingt verpasst, diesmal seien es 2.6 Prozent, berichtet der "Guardian". Mit Beginn des Herbstsemesters werden die Daten im Zwei-Wochen-Rhythmus ermittelt. Die aktuelle Erhebung ist laut dem Bericht die dritte, bei der ersten vor vier Wochen hätten nur 122.000 Schulkinder coronabedingt gefehlt.

+++ 16:22 Niederlande melden starken Fallzahl-Anstieg nach Lockerungen +++
Der starke Anstieg von Corona-Infektionen und Patientenzahlen in Krankenhäusern in den Niederlanden hält an. In den vergangenen sieben Tagen nahm die Zahl der Neuinfektionen um 44 Prozent im Vergleich zur Vorwoche zu, wie das zuständige Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) mitteilte. Gut 25.700 Fälle wurden gemeldet. Die Inzidenz beträgt nach Angaben des RIVM 151. Die Behörde sieht einen direkten Zusammenhang mit der Lockerung der Maßnahmen vor etwa drei Wochen. So war die Abstandsregel von 1,5 Meter aufgehoben worden. Masken müssen nur im öffentlichen Nahverkehr getragen werden. Nur vor dem Besuch von Gaststätten wird ein Nachweis verlangt, dass man getestet, geimpft oder genesen ist. Auch die Zahl der Todesfälle stieg. In den vergangen sieben Tagen wurden 48 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, fast doppelt so viel wie in der Vorwoche. Die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen stieg so stark an, dass Krankenhäuser erneut Operationen absagen müssen. Etwa 80 Prozent der Covid-Patienten sind nicht geimpft.

+++ 15:53 Positivenquote bei PCR-Tests steigt deutlich an +++
Die vom Laborverband ALM ausgegebene Positivenquote stieg in der vergangenen Kalenderwoche auf 8,41 Prozent (Vorwoche 6,72 Prozent). Höher lag sie zuletzt Anfang September. Damit kommen mehr positive Ergebnisse auf weniger durchgeführte Tests. Laut ALM ist die Zahl der PCR-Tests auch wegen der Herbstferien im Vergleich zur Vorwoche um etwa zwölf Prozent auf 791.548 (Vorwoche: 897.039) gesunken. Das ist eine Entwicklung, die das verfügbare Bild vom Infektionsgeschehen undeutlicher macht und sich durch das Auslaufen der kostenlosen Schnelltests verschärfen könnte.

+++ 15:28 Erste Sitzung des neuen Bundestags mit 3G-Regel +++
Die konstituierende Sitzung des Bundestags am 26. Oktober soll mit einer 3G-Regel stattfinden - in den Plenarsaal eingelassen werden sollen also nur Abgeordnete, die genesen, vollständig geimpft oder aktuell getestet sind. Das geht aus einer E-Mail des Direktors beim Deutschen Bundestag an Abgeordnetenbüros hervor. Die Entscheidung über die 3G-Regel haben demnach die Fraktionen getroffen. Weiter heißt es: "Abgeordnete, die ihren Immunisierungsstatus nicht preisgeben und sich auch nicht testen lassen möchten, erhalten Zugang zu den hierfür zur Verfügung stehenden Plätzen auf den Tribünen des Plenarsaals." Beim Einnehmen dieser Plätze sei das pandemiebedingte Abstandsgebot einzuhalten. Auf den Tribünen würden eine Wahlkabine sowie eine Abstimmungsurne zur Verfügung stehen. Auch die Möglichkeit zu Redebeiträgen sei dort gewährleistet.

+++ 15:02 Mit striktem Sicherheitskonzept: Ischgl startet in Wintersaison +++
Der österreichische Wintersportort Ischgl startet am 25. November in die diesjährige Wintersaison - begleitet von umfangreichen Anti-Corona-Maßnahmen. "Ziel ist und bleibt es, eine der sichersten Destinationen im Alpenraum für unsere Gäste zu sein", sagte Alexander von der Thannen vom Tourismusverband Paznaun-Ischgl. Die Seilbahnkabinen würden mit Kaltvernebelungsgeräten desinfiziert. Dieselbe Methode werde auch in den Skibussen sowie in Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen, Aufzugskabinen und den Erste-Hilfe-Stationen täglich angewendet, hieß es. Kamerasysteme sollen die Wartezeiten an den Kassen und Liften mittels Dichtemessungen und Mobilitätsanalysen optimieren. Ischgl war in der ersten Corona-Welle im März 2020 in die internationalen Schlagzeilen geraten. Die Behörden sollen auf deutliche Hinweise, dass im Ort das Coronavirus grassiert, zu spät reagiert haben.

+++ 14:39 Russland meldet erneut Höchstwert bei Covid-Todesfällen +++
Russland verzeichnet angesichts steigender Infektionszahlen mit 1015 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus erneut einen Höchstwert. Erst am Samstag hatte die täglich gemeldete Totenzahl die Schwelle von 1000 überschritten. Zudem registrieren die Behörden binnen 24 Stunden 33.740 Neuinfektionen. Das sind rund 600 weniger als am Montag, als mit 34.325 den fünften Tag in Folge ein neuer Höchstwert verzeichnet worden war. Russland weist nach den USA, Brasilien und Indien weltweit die viertmeisten Corona-Todesfälle auf, bei den Infektionen liegt Russland auf Platz fünf.

+++ 14:14 Auch beim Friseur: Hamburg weitet 2G-Regel aus +++
Hamburg weitet die 2G-Regelung auf Friseure, andere körpernahe Dienstleistungen und Teile des Einzelhandels aus. Corona-Geimpfte und Genesene können teilnehmende Einrichtungen von Samstag an ohne Maske nutzen, Ungeimpfte haben dann keinen Zutritt, wie Vize-Senatssprecherin Julia Offen sagte. So könnten die Betreiber selbst entscheiden, ob sie künftig nach 2G ohne Maske oder weiter auch ungeimpfte Kunden, dann aber mit Maske, bedienen wollen. Ausgenommen von der Wahlmöglichkeit sind Läden für den täglichen Bedarf wie der Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien und Apotheken. Dort sollen auch künftig Ungeimpfte einkaufen können. Die neue Corona-Verordnung tritt am Samstag in Kraft.

+++ 13:49 FDP-Politiker sind wie Spahn für Ende der epidemischen Lage +++
Der FDP-Gesundheitsexperte und Infektiologe Andrew Ullmann hat sich der Auffassung von Gesundheitsminister Jens Spahn angeschlossen, die Corona-Notlage in Deutschland nicht noch einmal zu verlängern. Dafür habe sich die FDP wiederholt ausgesprochen, sagte Ullmann im Deutschlandfunk. "Verordnungen durch die Exekutive alleine sollten nicht mehr fortgesetzt werden." Bei Twitter schrieb er: "Die epidemische Lage von nationaler Tragweite kann enden, hätte längst beendet sein können. Wichtig sind jetzt Boosterimpfungen bei vulnerablen Personen." Die "epidemische Lage" ist Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland.

+++ 13:24 Vor Sessionseröffnung: Fastnachter und Karnevalisten sind optimistisch +++
Nach einem Jahr Zwangspause aufgrund der Pandemie hofft der Bund Deutscher Karneval (BDK) für die bevorstehenden Session auf eine närrische Jahreszeit wie vor der Pandemie. "Ich bin tatsächlich guter Hoffnung, dass es wieder so sein wird wie vor Corona", sagte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess. Die Fastnachter oder Karnevalisten stünden bundesweit schon in den Startlöchern. "Sie freuen sich, dass es am 11.11. endlich wieder los geht." Bei den Außenveranstaltungen - auch zur Sessionseröffnung am 11.11. - würden die 3G-Regeln gelten: Es dürfen also nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete teilnehmen. Bei Indoor-Veranstaltungen empfehle der BDK die 2G-Regel (Zutritt für Geimpfte und Genesene) oder 3Gplus. In diesem Fall müssten Getestete einen PCR-Test mitbringen, der nicht älter als 24 Stunden sei.

+++ 13:00 Epidemische Lage: Patientenschützer kritisieren Spahns Vorstoß +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zum Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite scharf kritisiert. Das Ende der Notlage müsse auf Fakten beruhen, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. "Schließlich haben Bund und Länder anderthalb Jahre erklärt, dass es eine bundesweite Rechtsgrundlage für Corona-Schutzmaßnahmen braucht." Zudem würden aktuell dreimal mehr über 80-jährige Infizierte im Krankenhaus behandelt als vor einem Jahr, betonte Brysch. Seien es vor gut einem Jahr noch 176 Patienten gewesen, seien es nun 475 - obwohl 84,9 Prozent dieser Altersgruppe doppelt geimpft seien. Ähnliche Entwicklungen zeigten sich auch bei anderen Altersgruppen.

+++ 12:44 Deutschland droht Ziel von 100 Millionen Impfdosen-Spenden zu verfehlen +++
Deutschland wird in diesem Jahr womöglich nicht die versprochenen 100 Millionen Impfdosen an ärmere Ländern spenden können - und macht den Herstellern der Impfstoffe deshalb schwere Vorwürfe. In einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Brief an die neue EU-Gesundheitsbehörde Hera wird davor gewarnt, dass bürokratische Hürden, Preisfestsetzungen und wenig planbare Liefermengen dafür sorgen, dass die Spenden nicht wie gewünscht abfließen könnten. "Während sich in vielen Mitgliedstaaten derzeit Impfstoff-Überschüsse aufbauen, zeichnet sich global eine Notfallsituation bei den Verteilungen ab - bei der einigen Ländern droht, große Mengen an wertvollen Impfstoffen wegwerfen zu müssen, während diese in anderen Teilen der Welt dringend gebraucht werden", warnt Staatssekretär Thomas Steffen in dem Brief.

+++ 12:11 RKI erweitert Datenspende-App - Anwendung ohne Fitnessarmband möglich +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Corona-Datenspende-App überarbeitet und ausgebaut. Mit der Neuauflage der Smartphone-Anwendung können sich Menschen pseudonymisiert an Studien zu den Folgen der Pandemie beteiligen, wie das RKI mitteilt. Seit dem Start im April 2020 haben nach Angaben des RKI mehr als 500.000 Menschen ihre Daten von Fitnessarmbändern und Smartwatches über die App zur Verfügung gestellt. Dazu gehören Vitaldaten wie die Pulsfrequenz, aber auch Aktivitätsdaten wie die Zahl der gelaufenen Schritte. Diese Daten werden unter anderem auf mögliche Fiebersymptome analysiert und im deutschlandweiten Fiebermonitor zusammengefasst. Mit der neuen App-Version können künftig auch Menschen mitmachen, die nicht über ein Fitnessarmband oder eine Smartwatch verfügen. Die Nutzer werden in den Studien gebeten, regelmäßig kurze Fragebögen zu beantworten. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage zur App.

+++ 11:51 Corona-Totimpfstoff könnte Skeptiker überzeugen +++
Die in Deutschland bisher zugelassenen Vakzine sind Vektor- oder RNA-Impfstoffe. Die recht neuen Verfahren lösen bei vielen Unsicherheiten und Ängste aus. Jetzt steht ein neuer Impfstoff vor der Zulassung, der auf einer etablierten Technologie basiert. ntv-Reporterin Janine Bleker berichtet.

+++ 11:38 Kaum noch Bewegung bei Zweitimpfungen +++
Die Impfquote in Deutschland steigt weiterhin nur langsam. Die Quote der mindestens einmal Geimpften klettert von 68,8 auf 68,9 Prozent. Die Quote der Komplettgeimpften bewegt sich nur noch unterhalb der Rundungsschwelle: Gestern waren 65,8 Prozent der Einwohner vollständig geimpft, mit den Daten von heute sind es unverändert 65,8 Prozent.

Im Lauf des gestrigen Tages wurden den offiziellen Daten aus dem RKI-Impfquoten-Monitoring zufolge bundesweit insgesamt nur 82.053 Impfungen verabreicht. Die Impfdosen verteilen sich auf knapp 22.300 Erstimpfungen, rund 33.100 Zweitimpfungen sowie 26.654 Auffrischungsimpfungen.

Das deutsche Impftempo lässt weiter nach: Im Schnitt kommen derzeit weniger als 125.000 Impfungen pro Tag hinzu.

+++ 10:48 Erwischt: Betrüger wollen falschen Impfausweis an Zivilpolizist verkaufen +++
Bei dem Versuch, einem Zivilpolizisten einen gefälschtem Impfpass zu verkaufen, sind zwei Betrüger in Essen festgenommen worden. Der 29-Jährige und sein 21 Jahre alter Komplize boten dem Beamten auf einem Supermarktparkplatz zwei Impfausweise mit Covid-Aufklebern an, wie die Polizei berichtet. Durch einen Zeugen waren die Einsatzkräfte auf ein entsprechendes Online-Angebot der Männer aufmerksam geworden und zu dem Parkplatz gefahren. Um die Qualität der Pässe zu beweisen, habe der 29-Jährige dort Chat-Verläufe von vermeintlich zufriedenen Kunden gezeigt, hieß es weiter. Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. In deren Auto und Wohnungen entdeckten Beamte unter anderem weitere gefälschte Impfausweise und auch einen Stempel mit der Aufschrift "Impfzentrum Essen". Nach dem Einsatz durften die Männer den Polizeigewahrsam wieder verlassen.

+++ 10:20 Elternvertreter fordern Impfpflicht für Lehrpersonal +++
Elternvertreter und Patientenschützer fordern angesichts steigender Infektionszahlen strengere Maßnahmen in den Herbst- und Wintermonaten. Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, verlangte eine Impfpflicht für Lehrkräfte. Diese müsste von der Bundesregierung "bundeseinheitlich gesetzlich festgeschrieben werden", sagte sie der Funke Mediengruppe. Die Quarantäne ganzer Klassenverbände oder gar Schulschließungen müssten unbedingt verhindert werden.

+++ 09:58 Ärztevertreter sind für Abschaffung von Massentests an Schulen +++
Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat sich für eine Abschaffung der regelmäßigen Corona-Tests an Schulen ausgesprochen. "Wir brauchen die anlasslosen Corona-Massentests in Schulen nicht mehr", sagte Fischbach der "Bild". Denn Kinder erkrankten selten schwer an Covid-19. "Was uns aktuell wirklich Sorgen bereitet: Die Kinderstationen sind voll mit ganz jungen Patienten, die an Atemwegserkrankungen durch das RSV leiden", so Fischbach. Corona-Fälle seien die Ausnahme. Der riesige logistische Aufwand der Schnelltests lohne sich nicht und führe nicht selten zu falschen Ergebnissen.

+++ 09:23 96 Prozent der NBA-Profis sind geimpft +++
Ungeachtet der Diskussionen um Basketball-Star Kyrie Irving sind in der amerikanischen Profiliga NBA nach Aussage von Liga-Chef Adam Silver etwa 96 Prozent der Spieler geimpft. Demnach seien nur etwa 20 Profis, also im Durchschnitt weniger als einer pro Team, nicht geimpft. Die Brooklyn Nets berücksichtigen Irving wegen seines unklaren Impfstatus vorerst nicht mehr.

+++ 08:50 Der Kreis mit der niedrigsten Inzidenz liegt in Bayern +++
Das niedrigste Fallaufkommen in Deutschland verzeichnet aktuell der Landkreis Tirschenreuth in Bayern. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort bei 11,2.

+++ 08:19 Für künftige Krisen: Priesemann plädiert für Pandemierat +++
Die Göttinger Physikerin Viola Priesemann würde sich bei künftigen Pandemien eine "deutlichere Trennung von politischer Abwägung und wissenschaftlicher Expertise" wünschen. In einem Interview in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" sagte die Forscherin: "Dazu könnte ein Pandemierat beitragen, der Wissen, Unsicherheiten und Szenarien zusammenträgt und all das kommuniziert: Was passiert, wenn wir einen Freedom Day wagen?"

+++ 07:37 NBA-Brüder Wagner: Schwierige Impf-Diskussion in USA +++
Die Berliner Basketball-Brüder Moritz und Franz Wagner von den Orlando Magic halten die Diskussion in den USA um Impfungen vor dem Saisonstart in der Profi-Liga NBA für kompliziert. "Ich finde, es ist generell schwierig, wie das Thema angegangen wird, weil es so politisch aufgezogen wird manchmal", sagte der 20-jährige Franz Wagner in einer Online-Medienrunde. Sie kämen aus Deutschland und Europa, "wo wir anders aufgewachsen sind und anders solche Themen angehen als manche hier". Man müsse jedem zuhören, betonte der NBA-Neuling. "Jeder hat eine andere Herkunft, andere Einstellung zu gewissen Sachen", meinte Franz Wagner weiter. "Für mich ist die Impfung eine gute Option, um mich und die Leute um mich herum zu schützen. Teamintern jemandem meine Meinung aufzudrücken? Nichts liegt mir ferner."

+++ 06:55 Neuseeland meldet Rekord bei Neuinfektionen +++
Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat am Dienstag 94 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Rekord lag bei 89 neuen Fällen innerhalb eines Tages und wurde im April 2020 verzeichnet. "Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass wir nicht machtlos sind. Wir haben die Fähigkeit, die Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Sie forderte die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben, damit anderen das Leben zu retten und sich impfen zu lassen.

+++ 06:23 RKI registriert 6771 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6771 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind 1800 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche als 4971 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 75,1 von 74,4 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 88 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 94.716. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,38 Millionen Corona-Tests positiv aus.

+++ 06:05 Ärztepräsident fordert 2G für Gastgewerbe, Sport und Veranstaltungen +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert eine deutschlandweite 2G-Regelung (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) in bestimmten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. "Ich plädiere dafür, dass alle Bundesländer 2G ohne Maske und Abstand als Option für das Gastgewerbe, für den Sport und die Veranstaltungsbranche einführen", sagte Reinhardt der Funke Mediengruppe. Sollte 2G kombiniert werden mit der Aufhebung von Maskenpflicht und Abstandsregeln, sei dies "ein guter Weg", um wieder "mehr Normalität zulassen, wo dies ohne Gefahr für die Gesundheit möglich ist". Dies sollte aber nicht für Angebote gelten, auf die die Menschen zwingend angewiesen seien, wie etwa der öffentliche Nah- und Fernverkehr. "Hier käme eine 2G-Regelung einer Impfpflicht durch die Hintertür gleich."

+++ 05:07 Krankenhausgesellschaft begrüßt geplantes Ende der Notlage +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der Corona-Impfquote in Deutschland keine Bedenken dagegen, die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite auslaufen zu lassen. "Ich kann den Schritt nachvollziehen und halte das auch für unproblematisch", sagte Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die "epidemische Lage" ist Grundlage für zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich am Montag bei Beratungen mit seinen Länderkollegen dafür ausgesprochen, die Regelung am 25. November auslaufen zu lassen.

+++ 03:42 Lettland vor Lockdown - Weniger als Hälfte der Menschen voll geimpft +++
Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen plant die Regierung Lettlands einen erneuten Lockdown. "Es gibt immer noch zu viele ungeimpfte Menschen, die sich mit Corona infizieren und im Krankenhaus sterben", sagte der lettische Ministerpräsident Krisjanis Karins nach einer Kabinettssitzung. Weniger als die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner Lettlands sind bislang vollständig geimpft. Der Lockdown soll vom 21. Oktober bis 15. November gelten und umfasst unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr. Kinos, Theater und Konzerthallen müssen schließen, Restaurants dürfen nur noch Gerichte zum Mitnehmen anbieten. Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf dürfen offen bleiben. Für die meisten Arbeitnehmer gilt erneut eine Homeoffice-Pflicht. Die meisten Schulen wechseln wieder in den Distanzunterricht. Die Regelung muss noch am Mittwoch vom Parlament beschlossen werden.

+++ 02:10 GEW fordert kostenlose Tests und Masken für Studierende und Dozenten +++
Zum Start des Wintersemesters an den Hochschulen fordert die Bildungsgewerkschaft GEW, dass Studierenden und Beschäftigten kostenlose Corona-Tests und medizinische Schutzmasken angeboten werden. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und zuständig für Hochschulen, Hygieneregeln, die das 3G-Prinzip einschlössen, seien weiterhin erforderlich. Armbänder für Studierende, die den Impfstatus zeigten, oder entsprechende Einträge in den Studierendenausweis lehne die GEW jedoch ab. "Praktikabel erscheinen stichprobenartige Kontrollen beim Zutritt zu den Gebäuden oder Räumen der Lehrveranstaltungen", so Keller.

+++ 00:24 Dramatische Lage: St. Petersburg beschränkt Freiheiten Ungeimpfter +++
Angesichts dramatisch angestiegener Corona-Infektionszahlen führt die russische Ostsee-Metropole St. Petersburg zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab dem 1. November müssen Erwachsene etwa bei Sport-Großveranstaltungen nachweisen können, dass sie geimpft oder genesen sind. Ab Mitte November ist ein entsprechender Nachweis per QR-Code demnach auch beim Besuch von Fitnessstudios, Theatern, Kinos und Museen notwendig. Ab Dezember soll die Regelung zudem auf Gastronomie und Einzelhandel ausgeweitet werden. Wie in vielen anderen Regionen ist die Infektionslage in St. Petersburg seit Wochen sehr angespannt. Im größten Land der Erde, das über mehrere eigene Vakzine verfügt, ist die Impfskepsis weiterhin groß. Jüngsten Zahlen zufolge ist erst knapp ein Drittel der 146 Millionen Russen vollständig geimpft.

+++ 23:20 Staat soll Krankenkassen in 2022 weitere sieben Milliarden Euro Zuschüsse zahlen +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen zusätzlichen Zuschuss von sieben Milliarden Euro für die gesetzlichen Krankenkassen für das kommende Jahr auf den Weg gebracht. Das geht aus einem Verordnungsentwurf hervor, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Das Gesundheitsministerium führt das Loch bei den Krankenkassen auf die "Wirtschaftskrise, die die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat", zurück, wie RND aus dem Entwurf zitierte. "Ohne zusätzliche Finanzmittel des Bundes für das Jahr 2022 wären erhebliche Zusatzbeitragssteigerungen zu Lasten der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwarten." Mit den zusätzlichen sieben Milliarden Euro steigt der Zuschuss des Bundes für die Krankenkassen auf insgesamt 28 Milliarden Euro im Jahr 2022.

+++ 22:16 "Kelly Family": Patricia Kelly trotz Impfung in Klinik - offenbar mit schwerem Verlauf +++
Die Sängerin der "Kelly Family", Patricia Kelly, liegt zur Zeit wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus. Wie ihr Social-Media-Team über Instagram bestätigte, infizierte sich die 51-Jährige "trotz abgeschlossener Impfung" und einer bereits zuvor überstandenen Infektion mit dem Virus, nach Informationen der "Bild" soll Kelly einen schweren Verlauf durchgemacht haben, ihr Zustand inzwischen aber wieder stabil sein. Zur Sicherheit solle sie dennoch einige Tage in der Düsseldorfer Klinik bleiben. Ein für den 25.10. geplantes Konzert in Hannover wurde abgesagt, ebenso wie ihr Auftritt am kommenden Samstag in Florian Silbereisens ARD-Show "Schlagerboom".

+++ 21:50 Fast 50.000 neue Fälle in UK, zweithöchster Wert seit Januar - Experte "besorgt" +++
Großbritannien verzeichnet mit 49.156 neu gemeldeten Infektionen innerhalb von 24 Stunden den höchsten Tageswert an neuen Fällen seit der letzten großen Welle Mitte Juli und den zweithöchsten Wert seit Januar 2021. Die Neuninfektionszahlen liegen nun seit fast einer Woche täglich über 40.000. Außerdem kamen weitere 45 Todesfälle binnen 24 Stunden hinzu. Die Regierung zeigt sich angesichts der Entwicklung "besorgt". Es bestehe "riesiges Potenzial", dass das Gesundheitssystem NHS diesen Winter unter "großen Druck" geraten könne, warnte der Regierungsberater und Epidemiologe Andrew Hayward. Er sagt, es sei nicht nur besorgniserregend, dass Großbritannien hohe Infektionsraten habe, sondern auch, dass die Hospitalisierungs- und Sterblichkeitsrate höher sei als in vielen anderen europäischen Ländern. Er vermutet, ein Grund für die Entwicklung sei der mit der Zeit nachlassende Impfschutz.

+++ 21:11 Südafrikanische Behörde: Sputnik-Impfstoff könnte HIV-Risiko steigern +++
Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V wird vorerst nicht in Südafrika zum Einsatz kommen. Die medizinische Zulassungsbehörde (Sahpra) begründete ihre Entscheidung mit einem möglicherweise höheren HIV-Infektionsrisiko für männliche Sputnik-Geimpfte und verwies auf die hohe HIV-Prävalenz in Südafrika. Das Unternehmen hinter Sputnik V habe die Sicherheit seines Mittels in einer Bevölkerung mit vielen HIV-positiven Menschen bislang nicht dargelegt, erklärte die Behörde. Sahpra stützt sich dabei auf frühere Studien, in denen die Sicherheit einer modifizierten Virusart, die Infektionen der Atemwege verursacht, getestet wurde. Dieses Adenovirus vom Typ Ad5 ist in Sputnik V enthalten. Den Angaben zufolge bleibt das Zulassungsverfahren für den russischen Impfstoff offen, die fehlenden Sicherheitsdaten könnten also noch eingereicht werden. Das russische Gamaleja-Institut, welches Sputnik V entwickelt hat, kündigte an, es werde entsprechende Informationen liefern und aufzeigen, dass die Bedenken von Sahpra "völlig unbegründet" seien.

+++ 20:33 Bundesländer melden 4287 neue Infektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.379.951 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4287 neue Fälle hinzu. Damit ziehen die deutschen Fallzahlen im Wochenvergleich weiter an: Der aktuelle Tageszuwachs bei den gemeldeten Ansteckungsfällen liegt 24,8 Prozent über dem Niveau von Montag vergangener Woche. Am 11. Oktober hatten die Landesbehörden in der Summe 3436 neue Fälle verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 34 auf 94.645. Hier ist die Anzahl der zu Wochenbeginn übermittelten Verstorbenen weitgehend stabil: Am Montag vor einer Woche hatten die Bundesländer insgesamt 31 Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 132.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,03 angegeben (Vortag: 1,09). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1456 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 794 davon werden beatmet. Rund 4000 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: dbe/mra/dpa/AFP/rts

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