Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:25 Frankreich plant mit Lockdown-Hilfen von 15 Milliarden Euro +++

Ab morgen gilt in Frankreich wieder ein strenger Lockdown, Präsident Macron hat ihn gestern erst angekündigt. Auch im Nachbarland wird die Wirtschaft mit Überbrückungshilfen gestützt. Wie Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sagte, müssen 200.000 Geschäfte in den kommenden Wochen geschlossen bleiben. "Dieser Lockdown ist ein harter Schlag für alle Unternehmen, die geschlossen bleiben werden", sagte der Ressortchef. Er bezifferte die nun fälligen Unterstützungsleistungen pro Monat auf rund 15 Milliarden Euro.

+++ 20:42 Deutschland meldet 18.099 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 489.592 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 18.099 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 89 auf 10.307. Als aktuell infiziert gelten rund 143.200 Personen.

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Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,97 angegeben (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass im Durchschnitt ein Infizierter in etwa einen weiteren Menschen mit Sars-CoV-2 ansteckt. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,15 (Vortag: 1,17). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1696 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 826 davon werden beatmet. Rund 7500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:09 Berlin beschließt vereinbarten Lockdown - mit Abweichungen +++
Der Berliner Senat beschließt den Teil-Lockdown, so wie er gestern mit den anderen Ländern und dem Bund vereinbart wurde - mit zwei Ausnahmen. Kinder unter zwölf Jahren unterliegen nicht den Kontaktbeschränkungen (maximal zehn Menschen aus höchstens zwei Haushalten). Und: Kinder unter zwölf dürfen weiter im Freien Training für einen Mannschaftssport betreiben.

+++ 19:46 Polizei warnt vor "Corona-Schockanruf"-Masche +++
Die Pandemie macht auch Verbrecher erfinderisch. Die Polizeidirektion Görlitz berichtet von einer neuen Betrugsmasche mit "Corona-Schockanrufe", die in Sachsen mehrfach vorkam. Laut Polizei rief ein Unbekannter bei einem Mann an und gab sich als Doktor aus, der gerade den Sohn des Betroffenen nach Dresden fliegen lasse. Grund sei eine Corona-Infektion, der Zustand des Patienten sei angeblich kritisch. "Der vermeintliche Arzt berichtete weiter, dass der Erkrankte dringend ein russisches Präparat benötige. Dieses müsse jedoch mit 8000 Euro selbst finanziert werden", hieß es. Allerdings ging der Angerufene nicht darauf ein und legte auf. Ähnlich gingen Täter in Dresden vor.

+++ 19:34 FDP plant "unbeirrt" Dreikönigstreffen +++
Es ist tatsächlich noch ein bisschen hin, aber die Frage ist erlaubt: Kann die FDP am 6. Januar ihr traditionelles Dreikönigstreffen in Stuttgart veranstalten? Bisher sind die Liberalen noch guten Mutes: "Wir sind da unbeirrt", sagte der baden-württembergische FDP-Vorsitzende Michael Theurer dem "Spiegel". "Wir wollen, dass das Treffen stattfindet." Natürlich gehe die Partei davon aus, mit deutlich weniger Teilnehmern im Stuttgarter Staatstheater zu planen als bislang. "Im Notfall müssen wir die Veranstaltung als Stream nach draußen übertragen", sagte Theurer. Doch das Treffen finde seit 1866 in jedem Jahr statt und sei nur durch die Weltkriege und die Nazizeit unterbrochen worden. "Eine so wichtige Institution der deutschen Demokratiegeschichte darf nicht der Pandemie zum Opfer fallen", sagte Theurer.

+++ 19:07 Ausgangssperre: Luxemburg klappt nachts Bürgersteige hoch +++
Wegen Corona gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg. Das Luxemburger Parlament beschloss am Donnerstag einen Gesetzestext, wonach die Bürger zwischen 23 und 6 Uhr grundsätzlich zu Hause bleiben müssen. Ausnahmen sind beispielsweise Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit. Auch das Gassigehen mit einem Hund ist im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung erlaubt.

+++ 18:22 Länder einigen sich im Nachhinein auch auf Schließung der Museen +++
Ein Punkt ist bei dem Bund-Länder-Beschluss gestern unklar geblieben: Was ist mit den Museen? Sie fehlten in der konkreten Auflistung der zu schließenden Unterhaltungs- und Freizeiteinrichtungen. Bleiben Sie also geöffnet? Nein, lautet die Antwort. Die Kulturminister der Länder verständigten sich nun in einer Konferenzschaltung darauf, auch die Museen zu schließen. Für Konzert-, Theater und Opernhäuser konkretisierte die Runde, dass der Probebetrieb fortgesetzt werden dürfe. Damit soll ermöglicht werden, dass der Spielbetrieb im Dezember auch wieder aufgenommen werden kann. Offen bleiben dürfen übrigens Bibliotheken, Archive und Musikschulen.

+++ 17:41 Zahl der Covid-19-Intensivfälle steigt unaufhörlich +++
Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern intensiv behandelten Covid-19-Patienten steigt weiter stark an. Wie aus dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervorgeht sind es aktuell 1696 und damit 127 mehr als am Vortag. Beatmet werden müssen 826 Patienten, 62 mehr als noch gestern.

Die Zahl der insgesamt belegten Intensivbetten - bedingt durch Entlassungen womöglich auch anderer Patienten - bleibt dennoch recht konstant: 25,8 Prozent der Intensivbetten sind derzeit frei.

+++ 17:31 Mehrere Ministerpräsidenten beziehen Landtage nun doch ein +++
Immer mehr Länder-Parlamente werden sich nach laut gewordener Kritik in der einen oder anderen Form mit dem Teil-Lockdown befassen. Am Freitag werden sich der Senat in Hamburg sowie die Landtage in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz mit den Beschlüssen von Bund und Ländern befassen. In den Parlamenten sind jeweils Regierungserklärungen der Ministerpräsidenten und Aussprachen angesetzt. Am Samstagvormittag kommt die Bürgerschaft in Bremen zusammen. Am Sonntag folgt das Abgeordnetenhaus in Berlin mit einer Regierungserklärung von Michael Müller. Am Dienstagvormittag beginnt das Saarland mit der Debatte über die Verordnungen, bevor am Mittwoch Sachsen folgt. Auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt soll über die Corona-Maßnahmen diskutiert werden. Die genauen Zeitpunkte sind in beiden Ländern jedoch noch unklar.

+++ 17:05 Augsburg und Rosenheim ziehen Teil-Lockdown vor +++
In Bayerns drittgrößter Stadt wird der Teil-Lockdown vorgezogen: Augsburg wird die festgelegten Schutzmaßnahmen bereits ab diesem Freitagabend in Kraft setzen. Der 2. November sei für Augsburg zu spät, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber von der CSU. Auch die ähnlich stark betroffene oberbayerische Stadt Rosenheim geht wegen extrem hoher Corona-Infektionszahlen ab Freitag, 21.00 Uhr, in den Teil-Lockdown. Die beiden Städte sowie die Landkreise Berchtesgadener Land und Rottal-Inn sind derzeit die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffenen Kommunen im Freistaat.

+++ 16:58 Dänemark beschränkt Einreise auch aus Schleswig-Holstein +++
Jetzt fällt auch die letzte Ausnahme: Dänemark weitet seine Reisebeschränkungen auch auf Schleswig-Holstein aus. Die Maßnahme bedeutet, dass den Dänen ab Samstag auch von nicht notwendigen Reisen nach Schleswig-Holstein abgeraten wird. Einwohner Schleswig-Holsteins können weiter nach Dänemark einreisen, müssen dafür aber einen triftigen Einreisegrund oder einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

+++ 16:25 RTL/ntv-Umfrage: Zwei Drittel finden Lockdown richtig +++
Der von Bund und Ländern vereinbarte Teil-Lockdown ab kommendem Montag stößt bei der Bevölkerung auf breite Zustimmung. Wie eine Forsa-Blitzumfrage für RTL und ntv ergab, halten 50 Prozent der Befragten die Maßnahmen für angemessen, 16 Prozent gehen sie sogar nicht weit genug. Ein Drittel der Befragten findet, der Lockdown gehe zu weit. Das meinen überdurchschnittlich häufig Ostdeutsche, Arbeiter und Selbständige sowie Anhänger der FDP und vor allem der AfD.

Mehr Ergebnisse der Umfrage lesen Sie hier.

+++ 16:16 Spanien verlängert Corona-Notstand +++
Spaniens Parlament verlängert den Corona-Notstand bis zum 9. Mai 2021. Für den Antrag der linken Regierung gab es eine deutliche Mehrheit. Wegen der rapide steigenden Infektionszahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez erst am Sonntag den sogenannten Alarmzustand - die dritthöchste Notstandsstufe - ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Dieses Notstands-Dekret galt nur für zwei Wochen. Die von der Regierung angestrebte lange Verlängerung musste deshalb gemäß Verfassung vom Parlament gebilligt werden.

+++ 15:48 Putin schließt landesweiten Lockdown aus +++
Auch in Russland steigen die Corona-Zahlen. Dennoch will Kremlchef Putin keinen landesweiten Lockdown verhängen. "Wir planen keine totalen Einschränkungen, da die Wirtschaft und die Geschäfte dabei im Grunde genommen komplett lahmgelegt würden", sagte der Präsident bei einem im Staatsfernsehen übertragenen Wirtschaftsforum. "Trotz der schwierigen epidemiologischen Situation sind wir jetzt viel besser (...) gewappnet." Er verwies dabei auf die Erfahrungen des Gesundheitswesens seit Beginn der Pandemie im Frühjahr. Allein am Donnerstag registrieren die Behörden 17.717 Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

+++ 15:25 Gericht kippt Sperrstunde in Niedersachsen +++
Auch wenn gastronomische Betriebe am Montag ohnehin schließen müssen, diese Meldung noch der Vollständigkeit halber: Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht kippt vorläufig die nächtliche Sperrstunde für Gastronomen und das Verbot für einen Außerhausverkauf von Alkohol. Wie das Gericht in Lüneburg mitteilt, gibt es mit seinem im gesamten Bundesland geltenden Beschluss der Klage einer Barbetreiberin aus Delmenhorst statt. Dieser ist demnach nicht mehr anfechtbar.

+++ 15:16 Österreich steuert auf härtere Maßnahmen zu +++
Auch in Österreich schnellen die Corona-Zahlen in die Höhe: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht einen neuen Höchstwert. Binnen eines Tages wurden laut Innenministerium 4453 neue Fälle verzeichnet. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland. Auch die Auslastung der Klinikbetten stieg markant an. Kanzler Kurz will bei 6000 Neuinfektionen pro Tag eine erneute Verschärfung der Maßnahmen in den Blick nehmen, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. An Samstag will er dazu ein Spitzentreffen einberufen.

+++ 15:01 Wintersaison an der Zugspitze verschoben +++
Es ist eine logische Konsequenz des Lockdowns, doch nun ist es Gewissheit: Der Start der Wintersaison an der Zugspitze kann nicht wie geplant am 13. November erfolgen. Am Samstag werde der normale Betrieb für Ausflügler vorerst eingestellt, teilte die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen mit. "Als touristisches Unternehmen hat der Schutz unserer Gäste und Mitarbeiter oberste Priorität", sagte Vorstand Matthias Stauch. Daher sei die Entscheidung gefallen, bereits vor Montag zu schließen.

+++ 14:48 Bayern ruft wieder Katastrophenfall aus +++
Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen und um die zentrale Koordinierung der Pandemiebekämpfung zu gewährleisten, will Bayern in den kommenden Tagen wieder den Katastrophenfall ausrufen - wie bereits im Frühjahr. Ministerpräsident Söder begründet dies mit dem steilen Anstieg der Infektionszahlen, der unter anderem zu knapper werdenden Betten in den Krankenhäusern geführt habe. Ohne das von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene scharfe Eingreifen drohten bis Ende November in Deutschland etwa 90.000 Corona-Infektionen pro Tag, "mit unübersehbaren Folgen". Es gelte darum, Leben zu retten. Deshalb gebe es nun nur die Strategie des Eindämmens. Die weitreichenden Einschränkungen verteidigte Söder. "Es ist kurzfristig hart, aber langfristig besser", sagte er.

+++ 14:33 Altmaier: Bei Nothilfen "nicht kleckern, sondern klotzen"+++
Wirtschaftsminister Altmaier stellt Details zu den geplanten Nothilfen für vom Lockdown betroffene Betriebe vor. Dabei bezeichnet er die Finanzspritzen als "Gebot der gesamtstaatlichen Solidarität". Der CDU-Politiker sagte am Donnerstag, bei den Hilfen werde nicht gekleckert, sondern geklotzt, damit Firmen mit der Situation fertig werden. Deutschland stehe vor einer großen nationalen Kraftanstrengung, sagte er mit Blick auf hohe Infektionszahlen.

+++ 14:15 Auch zu Hause: Bayern geht bei Kontaktbeschränkungen weiter +++
Bayerns Ministerpräsident Söder wird seinem Ruf als Verfechter harter Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erneut gerecht. Sein Kabinett hat noch strengere Kontaktbeschränkungen beschlossen als von Bund und Ländern vereinbart: Sie gelten nämlich ausdrücklich auch in Privaträumen. Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen.

+++ 14:02 Auch Schweiz meldet neuen Höchststand bei Infektionen +++
Auch in der Schweiz stecken sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen klettert auf 9386 und erreicht damit einen neuen Höchststand. Am Vortag waren es 8616 Personen. Weitere 287 Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Aus Angst vor einer Überlastung der Intensivstationen hatte die Regierung in Bern am Mittwoch neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens angekündigt. Hinsichtlich Neuansteckungen ist die Schweiz eines der am stärksten betroffenen Länder Europas.

+++ 13:51 Heil warnt vor "ziemlich hartem Winter" +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht Deutschland "vor einem ziemlich harten Winter". Manche würden "aufgrund dieser Situation ihre Arbeit verlieren", sagt der SPD-Politiker in Berlin. Wenn es aber gelinge, die Infektionskurve in den Griff zu bekommen und wenn im kommenden Jahr ein Impfstoff verfügbar sei, "dann haben wir nach wie vor die Chance auf eine Frühjahrsbelebung". Allerdings werde es keine v-förmige Erholung mit einem raschen Ab- und Aufschwung geben. "Wir haben länger mit der Krise zu kämpfen", sagt Heil.

+++ 13:26 Charité-Infektiologe findet Teil-Lockdown "ein bisschen überfällig" +++
Führende Infektiologen haben die Verschärfung der Corona-Auflagen begrüßt. "Die gestrigen Beschlüsse waren richtig und fällig, ich fand sie gar ein bisschen überfällig", sagte der Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie an der Charité, Norbert Suttorp, in Berlin. Der Chefarzt der Infektiologie der München Klinik Schwabing, Clemens Wendtner, nannte den beschlossenen Teillockdown "sehr sinnvoll, auch verhältnismäßig".

+++ 13:06 Promi-Köchin hat sich infiziert +++
Die Köchin und Grünen-Politikerin Sarah Wiener ist an Covid-19 erkrankt. Ihr gehe es leider nicht so gut, schrieb die Fernsehköchin auf Facebook. "Ich bin sehr schnell erschöpft und habe einen hartnäckigen Husten." Sie sei aber zuhause und hoffe, dass es ihr bald besser gehe. Die von der Politik beschlossenen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen hält Wiener für richtig. "Wenn ihr mich fragt: sie machen Sinn und ich hoffe, es bewirkt auch das Richtige." Sie selbst habe alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, keine Partys oder große Treffen besucht.

+++ 12:45 Psychologin gibt Lockdown-Tipp +++
Die Menschen in Deutschland sollten sich aus Expertensicht achtsam auf das Herunterfahren des sozialen Lebens wegen der Corona-Pandemie einstellen. "Es ist wichtig, dass man proaktiv vorangeht", sagte die Berliner Professorin für Psychotherapie, Ulrike Lüken, beim Berliner Sender Radio eins. Das Gute sei, dass das Land im Frühjahr schon einmal einen Lockdown erlebt habe. Man wisse, auf was es ankomme. Um herauszufinden, mit was man sich wohlfühlt, sollte man erst einmal herausfinden, wie es einem eigentlich gehe, sagte Lüken. Viele Menschen hätten gar kein ausgeprägtes Empfinden dafür. Die Psychologin riet zu "seelischem Fiebermessen" einmal pro Tag. Jeder könne sich ein paar Minuten Zeit für sich nehmen und sich fragen: "Wo stehe ich gerade?"

+++ 12:29 Auch im Iran schnellen die Zahlen hoch +++
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen im Iran hat mit fast 8300 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag gab es im gleichen Zeitraum 399 Corona-Tote. Damit liegt die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei über 34.000, die der Infizierten bei fast 600.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

+++ 11:58 Bundeswehr hat 5000 Soldaten im Corona-Einsatz +++
Die Bundeswehr hat inzwischen etwa 5000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen in der Corona-Pandemie im Einsatz. In den vergangenen beiden Wochen sei die Nachfrage rapide gestiegen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, beim Besuch in einem Altenheim im sächsischen Freital, wo mehrere Soldaten die Arbeit des Pflegepersonals unterstützen. Die Streitkräfte sind demnach für weitere Aufgaben gerüstet. "Wir haben ein Kräftekontingent von 15.000 Soldatinnen und Soldaten seit Frühjahr in Bereitschaft", sagte Schelleis.

+++ 11:38 Spanien entscheidet über sechsmonatigen Lockdown +++
Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa warnt vor "sehr schweren Monaten". Man müsse "zum Wohle aller vereint handeln", sagte Illa in Madrid zum Auftakt einer Parlamentsdebatte über eine umstrittene Verlängerung des Corona-Notstands um sechs Monate. Nach Medienberichten wird der Antrag der linken Minderheitsregierung trotz aller Kritik aus verschiedenen Sektoren mit rund 190 der insgesamt 350 Stimmen angenommen werden. Die Abstimmung wird nicht vor 19 Uhr erwartet. Gegen die Verlängerung bis zum 9. Mai hatten sich neben der rechten Opposition auch Regionalparteien und Unternehmerverbände ausgesprochen. Ministerpräsident Pedro Sánchez habe aber kleinere Parteien mit Zugeständnissen überzeugt, berichteten die Zeitung "El País" und andere Medien übereinstimmend.

+++ 11:17 Helmholtz-Gemeinschaft begrüßt Teil-Lockdown +++
Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler, hat die Corona-Maßnahmen im November begrüßt - und Verständnis für die weitgehende Schließung von Gastronomiebetrieben gezeigt. "Ich glaube, wir müssen ehrlich anerkennen: Die Maßnahmen, die wir bisher getroffen haben, reichen in der bisherigen Situation offenbar nicht aus", sagte er im Deutschlandfunk. Die Einschränkungen im November seien "in meinen Augen auch aus wissenschaftlicher und medizinischer Sicht nicht zu vermeiden." Zur Abwägung, in welchen Bereichen es Einschränkungen gibt und in welchen nicht, sagte er, diese Entscheidung müsse die Politik treffen. Zur weitgehenden Schließung von Gastronomiebetrieben sagte er: "Wenn ich am Wochenende durch Berlin gehe und sehe, wie man sich zum Beispiel in Restaurants begegnet - das ist ein Bereich, da können Sie Vorsichtsmaßnahmen auch gar nicht streng einhalten."

+++ 11:01 Polen meldet Höchststand, deutlich mehr als in Deutschland +++
In Polen melden die Behörden 20.156 Neuinfektionen binnen eines Tages und damit einen neuen Höchststand - und etwa ein Viertel mehr als in Deutschland, bei einer knapp halb so großen Bevölkerung. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle hat sich in weniger als einem Monat auf mehr als 300.000 verdreifacht. 301 weitere Menschen sind binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

+++ 10:43 Intensivmediziner: "Fahrt runter!" +++
Auf Deutschlands Intensivstationen ballt sich angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen Wut, Frust und Traurigkeit. "Es ist jetzt schon nachweislich schlimmer als im Frühjahr", sagt Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). "In 14 Tagen haben wir die schweren Krankheitsfälle und unsere großen Zentren kommen unter Maximalbelastung." Kliniken müssten sich deshalb bereits jetzt fragen, bei welchen Patienten sie vereinbarte Operationen guten Gewissens verschieben könnten. Die Devise könne nur lauten: "Fahrt runter!".

+++ 10:13 Ökonom befürchtet Wirtschaftseinbruch am Jahresende +++
Der bevorstehende Teil-Lockdown im November führt zu deutlichen Einbußen für die deutsche Wirtschaft, erklärt der Präsident des Kieler IfW-Instituts, Gabriel Felbermayr. Die Schäden dürften aber kleiner ausfallen als im März und April. "Anders als bisher angenommen, wird vermutlich das Wachstum im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum dritten Quartal zum Stillstand kommen", sagt der Regierungsberater. "Ein Rückgang ist möglich, hängt aber davon ab, ob es zu privater Konsumzurückhaltung kommt." Die ökonomischen Folgen konzentrierten sich, anders als im Frühjahr, vor allem auf die konsumnahen Bereiche. "Die Industrie wird wohl weniger stark in Mitleidenschaft gezogen." Auch dass Schulen und Kitas offen blieben, grenze die wirtschaftlichen Schäden ein.

+++ 09:50 Frankreichs Gesundheitsminister schließt dritte Welle nicht aus +++
Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran schließt eine dritte Coronavirus-Welle nicht aus. Das sagt er dem Radiosender France Info. Ab Freitag gelten in Frankreich schärfere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Veran sagt, derzeit seien in Frankreich vermutlich eine Million Menschen mit dem Virus infiziert.

+++ 09:34 Merkel: Europa diesmal besser vorbereitet" +++
Merkel verweist auf die dramatische Lage in anderen EU-Staaten, die mit einem rasanten Anstieg der Neuinfektionen zu kämpfen hätten. Die Kanzlerin betont aber, Europa sei diesmal besser vorbereitet als im Frühjahr, um die Einschränkungen für den europäischen Binnenmarkt so gering wie möglich zu halten. Die Erklärung ist mittlerweile vorbei, nun werden Fragen gestellt.

+++ 09:22 Merkel: Freiheit ist nicht "jeder tut, was er will" +++
Merkel wirbt eindringlich dafür, sich jetzt streng an die Regeln zu halten. Auch die Grenze zwischen wahr und falsch dürfe nicht verwischen. Davon hingen Menschenleben ab. "Die Maßnahmen aus dem Frühjahr und die wir gestern beschlossen haben, schränken die Freiheit ein. Freiheit ist nicht, jeder tut, was er will, sondern Verantwortung", sagt Merkel bei ihrer Regierungserklärung.

+++ 09:10 Sofort laute Zwischenrufe bei Merkels Regierungserklärung, Schäuble greift ein +++
Im Bundestag erklärt Kanzlerin Merkel gerade die Corona-Beschlüsse von gestern. Während sie referiert, erheben sich im Plenum gleich laute Zwischenrufe seitens der AfD. "Ich will es ganz klar sagen: Ich kann die Frustration sehr gut verstehen", meinte sie mit Blick auf die Probleme, vor denen nun beispielsweise Gastronomen stehen. Sie stellte auch weitere staatliche Hilfen in Aussicht. Nach knapp zehn Minuten ergreift Bundestagspräsident Schäuble das Wort und fordert, Meinungen im Anschluss an die Regierungserklärung zu äußern. Niemand hätte Verständnis, wenn man Merkels Ausführungen nicht mit der gebotenen Disziplin anhören würde. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:37 Altmaier: Diesmal bleiben die Grenzen offen +++
Trotz der weitreichenden Einschränkungen will die Bundesregierung anders als im Frühjahr die Grenzen diesmal nicht schließen. "Wir müssen alles tun, um Grenzschließungen auch weiterhin zu vermeiden", sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der "Wirtschaftswoche". Der Europäische Binnenmarkt setze voraus, dass Lieferketten auch in Pandemiezeiten funktionierten, sagt der CDU-Politiker. "Diesbezüglich haben wir aus dem ersten Shutdown gelernt."

+++ 08:10 Indien reißt die nächste Marke+++
In Indien steigt die Zahl der Corona-Infektionen auf über acht Millionen. Bis zu diesem Donnerstag wurden nach Regierungsangaben insgesamt 8.040.203 Infektionsfälle und 120.527 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Damit ist Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern das am zweitschlimmsten betroffene Land der Welt nach den USA. Dort wurden bislang 9,1 Millionen Infektionsfälle gemeldet, mehr als 230.000 Menschen starben an den Folgen der Infektion.

+++ 07:44 FDP fordert mehr Diskussionen über Corona-Maßnahmen +++
Die FDP will die neuen Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland nicht ohne weitere Diskussion mittragen. Die Ministerpräsidenten hätten zum Teil unabgestimmt gehandelt, sagte ihr Parlamentarischer Geschäftsführer im Bundestag, Marco Buschmann, in der ARD. "Wir werden das jetzt nacharbeiten müssen." Buschmann wandte sich dagegen, "das ganze Land über einen Kamm zu scheren". Bereits am Abend nach den Beschlüssen von Bund und Ländern sowie in der Nacht hätten "sehr harte Gespräche" stattgefunden. Nun sei die Frage, "wie diese Dinge im Landesrecht umgesetzt werden". Buschmann kündigte an, die FDP sei bemüht, "dort, wo wir mitregieren, die Parlamente stärker einzubeziehen". Dabei handelt es sich um Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.

+++ 07:22 Spahn: Nachbarländer haben richtigen Moment verpasst +++
Gesundheitsminister Jens Spahn verteidigt den gestern beschlossenen Teil-Lockdown. "Schauen Sie einfach mal in alle Nachbarländer Deutschlands. Dort wurde aus meiner Sicht der richtige Moment schon verpasst", sagte er bei WDR 2. "Wir haben jetzt eine gute Chance, genau den richtigen Moment zu treffen." Die Maßnahmen seien richtig, "weil wir sehen, dass die Infektionen bei den Älteren auch wieder steigen. Ab 60, 70 Jahren steigt das Risiko für schwere und schwerste Verläufe enorm." Nur auf die Belegung der Intensivstationen wolle er nicht schauen, wie es manche forderten. "Ich will einfach nicht warten, bis die Intensivstationen voll sind." Ihm sei voll bewusst, wie schwer der Teil-Lockdown für Gastronomen, aber auch für Künstler sei. "Darüber habe ich auch mit Jan-Josef Liefers und Roland Kaiser gesprochen", sagte er.

+++ 06:51 Intensivmediziner: Lage "absolut besorgniserregend" +++
Die starke Zunahme der Corona-Infektionen ist nach Ansicht des Leiters der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Stefan Kluge (52), "absolut besorgniserregend". "Wir müssen diesen Trend stoppen, die Politik muss handeln", sagte der Klinikdirektor mit Blick auf die neuen Kontaktbeschränkungen. "Uns bleibt keine andere Wahl." Kluge warnte vor einer Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen. In Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen seien einige Kliniken schon gut mit Covid-19-Patienten belegt, andere Erkrankte würden bereits verdrängt. Eine Reihe von Krankenhaus-Mitarbeitern habe sich infiziert. Das Personal sei aber besser vorbereitet dank ausreichend Schutzkleidung, mehr Wissen und beispielsweise auch das Medikament Dexamethason, ein Cortison-Präparat. "Deshalb sind wir auch prinzipiell gut vorbereitet", meinte Kluge.

+++ 06:31 Bericht: Biontech-Impfstoff könnte vor Weihnachten vorliegen +++
Der Corona-Impfstoff des Mainzer Biotechunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer könnte einem Medienbericht zufolge noch vor dem konkurrierenden Vakzin von Astra Zeneca verfügbar sein. Das berichtet die Zeitung "Times" unter Berufung auf britische Regierungskreise. Die Regierung in London gehe davon aus, dass der Impfstoff noch vor Weihnachten verteilt werden könnte, heißt es in dem Bericht. Biontech und Pfizer hatten zuvor angekündigt, bei positiven Studienergebnissen den Zulassungsantrag für ihren Corona-Impfstoff Ende November einzureichen. Pfizer und Biontech gehören neben dem US-Unternehmen Moderna und der britischen Astrazeneca zum Kreis der führenden Pharmahersteller im Rennen um einen Impfstoff.

+++ 06:03 Impfkommission: Bevölkerung womöglich erst 2022 durchgeimpft +++
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut rechnet erst für 2022 mit einer umfassenden Impfung der Bevölkerung gegen das Corona-Virus. "Auch wenn es bald Impfstoffe gibt, wird die Impfung der gesamten Bevölkerung Ende 2021 meines Erachtens noch nicht abgeschlossen sein", sagt der Virologe Thomas Mertens den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Wenn man rein rechnerisch etwa pro Tag 100.000 Menschen impfen könnte - was bereits eine Herausforderung sei - brauche man 150 Tage, um 15 Millionen Menschen zu impfen, erklärt Mertens. Auch werde es seiner Ansicht nach längere Zeit dauern, bis durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsgeschehens deutlich wird.

+++ 05:41 Neuer Höchstwert - RKI registriert 16.774 neue Fälle +++
Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16.774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert-Koch-Instituts hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen. Heute vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 11.287 Neuinfektionen gemeldet. Damit hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10.000 überschritten. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 481.013 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: heute, 29. Oktober, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 89 auf insgesamt 10.272.

+++ 05:07 Mehr als 5000 Infektionen und 64 Todesfälle bei den Vereinten Nationen +++
Bei den Vereinten Nationen hat es seit Beginn der Pandemie weltweit bislang mehr als 5000 Corona-Fälle gegeben. Mindestens 5325 Infektionen mit dem Virus seien bislang verzeichnet worden, sagte ein UN-Sprecher am Mittwoch in New York. 64 Menschen im Dienst der UN seien bislang nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. In der Hauptverwaltung der UN in New York habe es bislang mindestens 130 Fälle gegeben. Die Vereinten Nationen haben weltweit mehrere Zehntausend Mitarbeiter, dazu kommen die Mitarbeiter und Beteiligten der Unterorganisationen. Das UN-Hauptquartier in New York ist derzeit wegen einiger Corona-Infektionen lahmgelegt. Nachdem mindestens fünf Mitarbeiter eines Mitgliedsstaates positiv getestet wurden, wurden alle persönlichen Treffen diverser Gremien auf dem Gelände am East River zunächst bis zum Ende der Woche abgesagt.

+++ 04:23 China meldet meiste neue Fälle seit mehr als zwei Monaten +++
Nach dem Ausbruch des Virus in einer Kleiderfabrik in der chinesischen Region Xinjiang zeigen immer mehr positiv-getestete Arbeiter Symptome. China meldet offiziellen Angaben zufolge mit 47 neuen bestätigten Corona-Fällen gegenüber 42 tags zuvor einen Rekordwert an täglichen Neuinfektionen seit mehr als zwei Monaten. Von den neuen Fällen seien 23 zuvor asymptomatische Fälle aus Xinjiang gewesen, teilt die nationale Gesundheitsbehörde mit. China wertet symptomlose Infektionen nicht als bestätigte Covid-19-Fälle. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen auf dem chinesischen Festland liegt nun bei 85.915, während die Zahl der Todesopfer unverändert bei 4634 bleibt.

+++ 03:41 Fünf spanische Regionen schließen ihre Grenzen +++
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verhängen derweil fünf Regionen in Spanien eine Reisebeschränkung über Allerheiligen, unter ihnen die Hauptstadt Madrid. Die Grenzen der Regionen werden nach Angaben der Behörden am Freitag geschlossen, sodass die Menschen über das Wochenende nicht in andere Teile des Landes reisen können. Die Beschränkungen sollen bis zum 2. November gelten. An Allerheiligen fahren jährlich rund sechs Millionen Spanier zu ihren Familien, um gemeinsam die Gräber der Verstorbenen zu besuchen. Auch die Küstenregionen Murcia und Andalusien schließen aus Angst vor einem Reiseansturm durch Menschen aus dem Inland ihre Grenzen bis zum 9. November.

+++ 02:58 Fauci widerspricht Trump-Prognose zum Impfstoff +++
In den USA wird es nach Ansicht des renommierten Immunologen Anthony Fauci vor Januar keinen Corona-Impfstoff geben. Klinische Studien für zwei experimentelle Impfstoffe seien weit fortgeschritten, die Erteilung einer Notfallzulassung durch die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) sei jedoch nicht vor Januar zu erwarten, sagte Fauci in einer Videoschalte mit dem Fachmagazin "Jama Network". Die am weitesten fortgeschrittenen klinischen Studien sind Fauci zufolge jene für die Impfstoffe des Biotech-Unternehmens Moderna und die Studie von Pfizer. Der Pharmariese arbeitet mit dem Mainzer Unternehmen Biontech zusammen. Faucis Äußerung stand im Widerspruch zu Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt in Aussicht gestellt hat, dass es noch vor Jahresende einen Impfstoff geben werde.

+++ 02:09 Hunde erschnüffeln Infektion offenbar zuverlässig +++
Ein Pilotprojekt mit Corona-Spürhunden am Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki hat den Forschern zufolge vielversprechende erste Ergebnisse geliefert. Die drei Hunde hätten sich bei den Reisenden als beliebte "Corona-Tester" erwiesen, teilten die Forscher der Universität Helsinki mit. Demnach fanden die Hunde bei 2200 getesteten Passagieren in 0,6 Prozent der Fälle eine Infektion. Die Ergebnisse stimmen den Angaben zufolge größtenteils mit den Ergebnissen der Corona-Tests überein, die ebenfalls bei den Passagieren gemacht wurden. "Wir haben 16.000 bis 17.000 PCR-Tests am Flughafen durchgeführt und weniger als ein Prozent davon sind positiv", sagte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Vantaa, Timo Aronkyto, vor Journalisten.

+++ 01:25 Litauen schränkt öffentliches Leben ein +++
Angesichts rasant steigender Infektionszahlen beschränkt Litauen vorübergehend Veranstaltungen und Versammlungen an öffentlichen Orten. Sie sind in dem baltischen EU-Land von Freitag an mit Ausnahme von Sport- und Kulturveranstaltungen bis zum 13. November untersagt. Die Regelung gilt nicht für Beerdigungen. Für Sport- und Kulturveranstaltungen gelten in den zwei Wochen dabei Teilnahmebeschränkungen. So dürfen sich in Räumen nicht mehr als 300 Personen zusammenfinden, im Freien liegt die Grenze bei 400. Die Organisatoren der Veranstaltungen müssen zudem sicherstellen, dass die Maskenpflicht und Abstandsregeln eingehalten werden. Alle Teilnehmer müssen zudem registriert werden.

+++ 00:39 Brasilien meldet mehr als 28.500 Neuinfektionen +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 28.629 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf fast 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 510 auf 158.456 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 23:53 Grünen-Chef Habeck fordert Regierung auf, Teil-Lockdown zu nutzen +++
Grünen-Chef Robert Habeck hat die Bundesregierung aufgefordert, den Teil-Lockdown im November zur Vorbereitung auf die kommenden Monate mit der Corona-Pandemie zu nutzen. "Es rächt sich jetzt bitter, dass die letzten acht Monate nicht besser genutzt wurden, dass wir nicht besser vorbereitet sind für die dunkle, kalte Jahreszeit", sagte Habeck, nachdem Bund und Länder befristete, aber deutliche Einschränkungen beschlossen hatten. "Wir müssen wissen, wie wir über den Winter, über den Herbst kommen", sagte Habeck, die Politik auf Zuruf müsse enden. "Die Gereiztheit in der Gesellschaft wird immer größer, es droht eine gesellschaftliche Zerreißprobe, in Teilen haben wir die schon." Die Grünen trügen die "absolut bittere Maßnahmen" im Kern "notgedrungen" mit, sagte Habeck.

+++ 23:08 Bei Trump eingesetzt: Antikörper-Mittel reduziert offenbar Zahl der Arztbesuche +++
Regeneron Pharmaceuticals meldet eine erfolgreiche Studie zu seinem Antikörper-Mittel, das bei US-Präsident Donald Trump angewandt wurde. Mit dem Einsatz von REGN-COV2 konnte die Zahl der Arztbesuche über einen Zeitraum von 29 Tagen um 57 Prozent gesenkt werden, teilt der Konzern mit. Bei Patienten mit einem oder mehreren Risikofaktoren habe der Rückgang sogar etwa 72 Prozent betragen. Regeneron hat für das Mittel eine Notfall-Zulassung bei den US-Behörden beantragt.

+++ 22:28 Portugal meldet knapp 4000 Neuinfektionen +++
Portugal hat einen Rekord an Neuinfektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden seien in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern 3960 Ansteckungen erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Wegen der rapide steigenden Zahlen berief Ministerpräsident António Costa für Samstag eine Sondersitzung seines Kabinetts ein. Dabei werde man über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten, teilte die sozialistische Regierung mit. Die Lage sei "kritisch", sagte der für Gesundheit zuständige Staatssekretär António Lacerda Sales. In dem lange Zeit vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommenen Land wurden bereits insgesamt fast 130.000 Infektionen verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 starben, kletterte am Mittwoch um 24 auf 2395.

+++ 22:11 New Yorks Geschäfte dürfen während Pandemie auf Bürgersteige ausweichen +++
In der Coronavirus-Pandemie dürfen sich die Geschäfte in New York demnächst auch auf die Bürgersteige ausbreiten. Ab Freitag und zunächst bis zum Ende des Jahres dürften die Läden einen Teil der Bürgersteige davor für die Ausstellung und den Verkauf von Waren, für Warteschlangen oder zur Abwicklung der Bezahlung nutzen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch mit. Das solle sie in der Krise unterstützten. Im Sommer hatte die Stadt bereits den Restaurants, Cafés und Bars erlaubt, Essen und Getränke vor der Tür zu servieren. Das Programm gilt als großer Erfolg und soll bleiben. Die Millionenmetropole New York war im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Inzwischen hat sich das Neuinfektionsgeschehen dort stabilisiert, war zuletzt aber wieder leicht angestiegen.

+++ 21:36 Mehr als 15.000 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 471.493 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 15.256 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 97 auf 10.218. Als aktuell infiziert gelten rund 131.469 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,03 angegeben (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass im Durchschnitt ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen mit Sars-CoV-2 ansteckt. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,17 (Vortag: 1,21). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1569 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 764 davon werden beatmet. Rund 7546 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, jog/vpe/tsi/dpa/rts/AFP