Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:25 Putin entlässt Gouverneur nach Virusausbruch +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Gouverneur der russischen Republik Komi, Sergej Gaplikow, nach einem Coronavirus-Ausbruch in der entlegenen Region entlassen. In Komi waren 56 Infektionen gemeldet worden, mehr als in jeder anderen Region Russlands. Ein Arzt hatte im örtlichen Krankenhaus 55 Menschen angesteckt.

+++ 21:05 Grand Canyon wegen Corona-Krise geschlossen +++
Wegen der Coronavirus-Pandemie ist seit Donnerstag auch der Grand Canyon Nationalpark im US-Bundesstaat Arizona geschlossen. Zum Schutz von Besuchern, Mitarbeitern und Anwohnern werde der Naturpark ab sofort bis auf weiteres geschlossen bleiben, teilte die Parkverwaltung mit. Mit knapp 6 Millionen Touristen im Jahr gehört der Naturpark mit spektakulären Aussichtspunkten über die tiefe Schlucht und mit Wanderwegen in den Canyon des Colorado River zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in den USA. Zuvor hatte die Nationalpark-Behörde schon andere Naturparks geschlossen, darunter Yellowstone im US-Staat Wyoming und Joshua Tree sowie den Yosemite-Nationalpark in Kalifornien.

imago96892968h.jpg

Eigentlich ein Touristen-Hotspot: der Grand Canyon.

(Foto: imago images/Design Pics)

 

+++ 20:44 Adidas braucht frisches Geld +++
Der von der Corona-Krise hart getroffene Sportartikelhersteller Adidas benötigt frische Liquidität. Adidas werde Kredite brauchen, aber keine direkte Staatshilfe, sagte eine Sprecherin. Angaben zur Höhe der Kredite wollte sie nicht machen. Das Unternehmen hatte bereits vor zwei Tagen mitgeteilt, angesichts der hohen wirtschaftlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus "proaktiv einen konservativen Ansatz beim Liquiditätsmanagement zu verfolgen, um die finanzielle Flexibilität des Unternehmens im derzeitigen Umfeld zu erhalten." Adidas stoppte in diesem Zuge auch sein geplantes Programm zum Aktienrückkauf.

+++ 20:28 British Airways stellt 30.000 Mitarbeiter frei +++
Die Fluggesellschaft British Airways (BA) stellt wegen der andauernden Coronakrise Zehntausende Mitarbeiter frei. Das teilte die Gewerkschaft Unite mit. Betroffen davon sind davon laut einem Bericht der BBC mehr als 30.000 Mitarbeiter des Kabinen- und Bodenpersonals sowie der Technik. Der größte Teil der BA-Flotte ist wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit am Boden. Die meisten Flüge wurden gestrichen. Unbezahlten Zwangsurlaub und Entlassungen soll es aber nicht geben, wie die Gewerkschaft mitteilte. Die freigestellten Mitarbeiter erhalten einen Teil ihrer Gehaltszahlungen bis auf weiteres aus einem Topf der Regierung.

+++ 20:06 Mindestens 880 Tote in französischen Altersheimen +++
Mehr als 880 Menschen sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Frankreich in sozialen Einrichtungen wie Altersheimen an der Covid-19-Krankheit gestorben. Diese Zahl sei jedoch nur vorläufig, da noch nicht alle Institutionen genaue Zahlen hätten vorlegen können, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Es ist das erste Mal, dass die französischen Behörden die Zahl der außerhalb von Krankenhäusern gestorbenen Covid-19-Patientinnen und -Patienten angeben. Hinzu kommen mehr als 4500 Menschen, die in Krankenhäusern gestorben sind.

*Datenschutz

 

+++ 19:45 Großbritannien: Acht Prozent des Pflegepersonals an Covid-19 erkrankt +++
Nach Angaben des für England zuständigen medizinischen Leiters des NHS-Gesundheitswesens, Stephen Powis, fehlt gegenwärtig acht Prozent des Personals wegen Erkrankungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie.

+++ 19:40 Uhr Über 1000 Corona-Tote in Deutschland gemeldet +++

Das Coronavirus fordert auch in Deutschland immer mehr Opfer. Die Zahl der bestätigten Todesfälle, die im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 stehen, ist inzwischen vierstellig. Weltweit gelten fast eine Millionen Menschen als infiziert.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:20 US-Katastrophenschutz bittet um 100.000 Leichensäcke +++
Angesichts der steigenden Zahl von Coronavirus-Toten hat die US-Katastrophenschutzbehörde das Verteidigungsministerium um 100.000 Leichensäcke gebeten. Das bestätigte ein Pentagon-Sprecher am Donnerstag. In den USA sind bereits mehr als 5000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Schätzungen zufolge könnten 100.000 bis 240.000 Menschen ums Leben kommen - selbst bei Einhaltung von Maßnahmen wie dem Abstandhalten.

+++ 19:01 In Italien sterben erneut mehr als 750 Infizierte +++
In Italien sind innerhalb eines Tages erneut Hunderte von Corona-Patienten gestorben. Die Zahl der Menschen, die aktuell mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert sind, kletterte am Donnerstag um knapp 2500 Menschen im Vergleich zum Vortag. Doch insgesamt zeigten die Corona-Zahlen, die der Zivilschutz in Rom am Abend vorstellte, weiter eine Stabilisierung des Trends. Demnach sind dort seit Beginn der Coronawelle im Februar 13.915 Menschen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorben, das waren 760 mehr als am Vortag. Insgesamt zählten die Behörden 115.242 Corona-Fälle.

*Datenschutz

 

+++ 18:42 Spahn plädiert für Extra-Geld für Pflegepersonal +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für Bonuszahlungen für Pflegerinnen und Pfleger wegen der hohen Belastungen in der Corona-Krise ausgesprochen. "Ich würde gerne zusammen mit den Arbeitgebern schauen, wie wir Wege finden, denjenigen, die jetzt Großartiges leisten, jeden Tag, dafür noch mal eine besondere Anerkennung zu geben", sagte er der "Bild"-Zeitung. Grundsätzlich müsse es darum gehen, denjenigen, die in dieser Zeit in Kliniken, Praxen und Gesundheitspflege besonders mit anpackten, sagen zu können, das wolle man auch finanziell noch einmal besonders vergüten. "Die Idee finde ich richtig - und darüber möchte ich gerne mit den Arbeitgebern in der Pflege reden", sagte Spahn.

+++ 18:14 Erster Häftling in Italien an Covid-19 gestorben +++
In Italien ist nach Angaben von Aktivisten erstmals ein Häftling an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Der Todesfall bestätige "alle unsere Befürchtungen hinsichtlich der tragischen Konsequenzen einer Ansteckung in Gefängnissen", erklärte die Nichtregierungsorganisation Antigone, die sich für die Rechte von Häftlingen einsetzt. Die Justizbehörden müssten spätestens jetzt mehr Insassen aus den überfüllten Haftanstalten des Landes freilassen. Nach Angaben des italienischen Justizministeriums wurden unter den rund 58.000 Häftlingen im Land bisher 19 positiv auf das neuartige Coronavirus getestet.

*Datenschutz

 

+++ 17:50 Bundesagentur für Arbeit warnt vor falschen Kurzarbeit-E-Mails +++
Die Bundesagentur für Arbeit warnt vor gefälschten Serien-E-Mails in ihrem Namen. Die Nachrichten würden unter der E-Mail-Adresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de vor allem an Firmen versandt und enthielten die Aufforderung, persönliche Angaben preiszugeben. Die Bundesagentur empfahl in ihrer Mitteilung, die E-Mails sofort zu löschen und keinesfalls darauf zu antworten.

+++ 17:30 130.000 Österreicher laden "Stopp Corona"-App runter +++
Mehr als Hunderttausend Menschen in Österreich haben sich bereits eine "Stopp Corona"-App des Roten Kreuzes aufs Handy geladen, die als eine Art Kontakttagebuch dienen soll. Es habe bereits gut 130.000 Downloads gegeben, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes der Nachrichtenagentur AFP. Die App war erst in der vergangenen Woche gestartet worden. Die vom österreichischen Roten Kreuz entwickelte App soll schnell über Verdachtsfälle beziehungsweise positive Tests auf das neuartige Coronavirus bei Personen informieren, mit denen der Nutzer in den vergangenen 48 Stunden in Kontakt stand.

*Datenschutz

 

+++ 17:08 Tausende Ärzte und Pfleger in Deutschland infiziert +++
Laut Robert-Koch-Institut sind bundesweit 2300 Personen des medizinischen Personals in Krankenhäusern mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Dunkelziffer liege aber weit darüber: Es müsse von einer Untererfassung ausgegangen werden, erklärte das RKI.

+++ 16:59 Netanjahu muss erneut in Quarantäne +++
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte erst am Mittwochabend eine Anfang der Woche vorsorglich verhängte Quarantäne beendet, nachdem eine Mitarbeiterin positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war. Durch den positiven Test beim israelischen Gesundheitsminister Yaakov Litzman muss Netanjahu erneut in Quarantäne. Zudem müssen weitere hochrangige Beamte des Gesundheitsministeriums in die Isolation.

+++ 16:40 Stuttgarter Flughafen wird wegen Corona-Krise ab Montag geschlossen +++
Der Stuttgarter Flughafen wird wegen der Corona-Krise ab Montag für gut zwei Wochen geschlossen. Die Einstellung des Flugbetriebs sei vom 6. bis zum 22. April genehmigt, teilte das baden-württembergische Verkehrsministerium mit. Die Schließung sei eine Folge der derzeitigen Corona-Pandemie.

+++ 16:32 Bayer rüstet Werke in Europa für Malariamedikament um +++
In der Corona-Krise deckt sich Deutschland mit Präparaten ein, die hilfsweise gegen die Lungenerkrankung Covid-19 zum Einsatz kommen könnten. Malariamittel mit dem Wirkstoff Chloroquin stehen ganz oben auf der Wunschliste. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer will sein Malariamittel Resochin nun auch in Europa produzieren lassen. Vorstandschef Werner Baumann kündigte im "Handelsblatt" an, Werke für die Resochin-Fertigung umrüsten zu lassen. Dem Bericht zufolge produziert der Leverkusener Konzern das Medikament mit dem Wirkstoff Chloroquin bislang nur in Pakistan. Bislang gibt es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus und auch keine Medikamente zur Behandlung der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Deshalb wird geprüft, ob bereits zugelassene Medikamente womöglich helfen könnten.

+++ 16:13 Putin erklärt April zu bezahltem Urlaubsmonat +++
Der russische Präsident Wladimir Putin hat im Kampf gegen die Corona-Krise die arbeitsfreie Woche für die Menschen in seinem Land um einen Monat verlängert. Bis 30. April bleibe der Zustand wegen der anhaltenden Gefahr erhalten, sagte der Kremlchef. Bei seiner zweiten Fernsehansprache zur Corona-Pandemie betonte er, dass die Lage im flächenmäßig größten Land der Erde ernst sei. Die Situation um das Coronavirus hatte sich in den vergangenen Tagen in Russland massiv verschärft. Offiziell hatte Russland am Donnerstag mehr als 3500 Coronavirus-Fälle - am Vortag waren es noch 771 weniger. 30 Menschen starben bisher an der Lungenkrankheit Covid-19.

*Datenschutz

 

+++ 16:05 Begrenzte Zahl an Erntehelfern darf nach Deutschland einreisen +++
Um drohende Ernteausfälle zu verhindern, sollen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40 000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen. Darauf haben sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Innenminister Horst Seehofer verständigt.  Laut einem Konzeptpapier der beiden Ressorts dürfen die Arbeiter ausschließlich in Gruppen und mit dem Flugzeug einreisen. Vorgesehen ist außerdem eine Gesundheitsprüfung.

+++ 15:43 Studie bestätigt Geruchs- und Geschmacksverlust als Symptom +++
Geruchs- und Geschmacksverlust sind einer neuen Studie zufolge sehr oft Symptome für die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19. Wissenschaftler aus Belgien untersuchten für die Studie 417 infizierte Patienten mit leichtem Krankheitsverlauf. Von ihnen berichteten 86 Prozent von einer Beeinträchtigung des Geruchssinns, der Großteil von ihnen roch sogar überhaupt nichts mehr. Über Probleme mit dem Geschmackssinn klagten 88 Prozent. Der teilweise oder volle Verlust des Geschmackssinns bei Patienten ohne HNO-Vorerkrankungen müsse als "spezifisches Merkmal" für eine Corona-Infektion angesehen werden, schreiben die Studienkoordinatoren Jérôme Lechien und Sven Saussez.

+++ 15:21 Siemens bringt neuen Covid-19-Test auf den Markt +++
Die Medizintechnik-Sparte von Siemens steigt in das Geschäft mit Coronavirus-Tests ein. Siemens Healthineers habe einen molekulardiagnostischen Covid-19-Test entwickelt, der für Forschungszwecke in Luxemburg bereits eingesetzt wird, teilte das Unternehmen mit. Gedacht ist der Test für mittelgroße Labore, etwa in Krankenhäusern. "Wir wollen damit einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten", sagte der Leiter Molekulardiagnostik bei der Siemens-Tochter, Sebastian Kronmüller. "Sie lässt sich nur mit einem gewissen Durchsatz an Tests wirksam bekämpfen. So lange wir nicht testen, sind wir blind." Die Zulassung bei der Welt-Gesundheitsorganisation WHO und der US-Genehmigungsbehörde FDA für Notfälle sei beantragt. Mit Ergebnissen sei in den nächsten Wochen zu rechnen, sagte Kronmüller.

*Datenschutz

 

+++ 15:10 Robert Koch-Institut ändert Einschätzung zu Mundschutz +++
Das Robert-Koch-Institut hat in der Coronakrise seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht.

Hier lesen Sie mehr dazu.

+++ 14:58 Britische Regierung kann nur 30 neue Beatmungsgeräte organisieren +++
In Großbritannien wächst die Frustration über die Diskrepanz zwischen den Ankündigungen der Regierung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und den tatsächlichen Fortschritte. Einer BBC-Nachrichtensprecherin stand die Verwunderung in dieser Woche ins Gesicht geschrieben, als sie eine Mitteilung der Regierung verlas. Ein erster Posten an Geräten, der von einem Konsortium von Firmen hergestellt worden sei, umfasse 30 Geräte, zitierte die Nachrichtensprecherin mit ungläubigem Gesichtsausdruck aus der Mitteilung. Alleine beim Unternehmen Dyson hatte die Regierung um Premier Johnson 10.000 Geräte bestellt. Bislang stehen in Großbritannien gerade einmal rund 8000 der für die Behandlung von Covid-19-Patienten dringend benötigten Beatmungsgeräte zur Verfügung. Weitere 5000 sollen in den kommenden Wochen hinzukommen. Doch das dürfte bei Weitem nicht ausreichen. Auf dem Höhepunkt der Pandemie rechnet die Regierung mit einem Bedarf von 30.000 Geräten.

*Datenschutz

 

+++ 14:42 Söder: Brauchen in Deutschland Milliarden Masken +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder prognostiziert im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland auf lange Sicht einen Bedarf von Milliarden Masken. "Wir werden auf Dauer enorm viel Masken brauchen. Ich glaube, dass wir am Ende in Deutschland Milliarden Masken brauchen", sagte der CSU-Chef. Zuerst brauche man die Masken für das medizinische Personal und dann prioritär auch für Alten- und Pflegeheime, sagte Söder. Man brauche die Masken dann aber auch "in der breiten Entwicklung auch irgendwann, wenn es um den Arbeitsschutz geht, um das Miteinander".

+++ 14:35 6,65 Millionen neue Arbeitslosenmeldungen in den USA +++
Die Coronavirus-Krise treibt die Arbeitslosenzahlen in den USA massiv in die Höhe. In der vergangenen Woche meldete sich eine Rekordzahl von knapp 6,65 Millionen Menschen zusätzlich arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. In der Vorwoche hatte es bereits rund 3,3 Millionen Erstanmeldungen gegeben.

Hier lesen Sie mehr dazu.

+++ 14:25 Mecklenburg-Vorpommern verbietet Osterausflüge +++
Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat Osterausflüge über die nähere Umgebung hinaus in Mecklenburg-Vorpommern verboten. Tagesausflüge insbesondere zu den Inseln Rügen, Usedom und Hiddensee, an die Ostseeküste sowie an die Mecklenburgische Seenplatte müssten von Karfeitag bis Ostermontag unterbleiben, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Nur Ausflüge in die Heimatregion seien erlaubt.

+++ 14:15 Ärzte warnen vor Chloroquin-Knappheit +++
Angesichts der Diskussion über den Einsatz der Malaria-Mittel Chloroquin (CQ) und Hydroxychloroquin (HCQ) zur Behandlung von Corona-Patienten warnen Ärzte vor möglichen Engpässen bei den Mitteln. Begrenzter Zugang zu Chloroquin und Hydroxychloroquin könnte alle Hoffnungen auf deren flächendeckenden Einsatz gegen das Coronavirus zunichtemachen, warnen Ärzte aus Italien in der Zeitschrift "Annals of Rheumatic Diseases". Chloroquin und Hydroxychloroquin gelten als mögliche Mittel gegen die vom neuartigen Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19. Forscher aus China berichteten nach ersten kleineren klinischen Studien mit Coronavirus-Patienten von positiven Ergebnissen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete Cloroquin daher bereits als mögliches "Geschenk Gottes". Eine Bestätigung der Wirksamkeit durch groß angelegte Studien steht aber noch aus.

+++ 13:58 Altmaier: BIP könnte stärker schrumpfen als in Finanzkrise +++
Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet wegen der Corona-Krise mit einer schweren Rezession in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt könnte in diesem Jahr stärker schrumpfen als während der Finanzkrise 2009, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen.

+++ 13:49 Viele Tote in Pflegeheimen: Frankreich will Statisitik prüfen +++
Nach dem Bekanntwerden von vielen Todesfällen in französischen Pflegeheimen wird überprüft, ob die offizielle Statistik zu niedrige Zahlen ausweist. Die Gesundheitsbehörde kündigt an, nun mitzuzählen, wenn jemand in einem Pflegeheim oder im eigenen Haus an den Virus-Folgen gestorben ist. Nach offiziellen Angaben erlagen in Frankreich bislang rund 4000 Menschen der Lungenkrankheit. Dabei werden aber nur Tote in Krankenhäusern gezählt. Die Behörden waren bislang mit Blick etwa auf ein hohes Alter und Vorerkrankungen zurückhaltend, Todesfälle auch außerhalb von Kliniken mit Covid-19 in Verbindung zu bringen.

 

+++ 13:34 Umfrage: 57 Prozent der Deutschen für Mund-Nasen-Schutz +++
57 Prozent der Deutschen halten es für richtig, wenn das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Einkaufen oder im Nahverkehr in der nächsten Zeit verpflichtend wird, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv zeigt. 35 Prozent der Befragten finden das nicht richtig. Insbesondere Frauen sprechen sich mit 62 Prozent für eine solche Schutzpflicht aus (Männer: 52 Prozent). Mit 64 Prozent liegt die Zahl der Befürworter unter den älteren Menschen (60 Jahre und älter) noch etwas höher.

 

+++ 13:15 Spanien beklagt mehr als 10.000 Covid-19-Todesfälle +++
Mehr als 10.000 Menschen sind in Spanien infolge einer Corona-Infektion gestorben. Binnen eines Tages sei die Zahl der Todesopfer von 9053 auf 10.003 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bei mittlerweile 110.238 Menschen sei das Coronavirus nachgewiesen worden. Am Mittwoch seien es noch 102.136 bestätigte Infektionsfälle gewesen.

*Datenschutz


+++ 12:42 Kabinett: Gutscheine statt Rückzahlpflicht für abgesagte Reisen +++
Die Bundesregierung will bei abgesagten Reisen sowie bei Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit eine Gutscheinlösung für Kunden - statt einer sofortigen Rückzahlpflicht. Das "Corona"-Kabinett stimmte einer entsprechenden Lösung zu, wie es aus Regierungskreisen hieß. Die Gutscheine sollen befristet sein bis Ende 2021. Neben Deutschland wollten auf EU-Ebene viele weitere Mitgliedsstaaten eine solche Lösung. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen.

+++ 12:22 EU-Kommission: 100 Milliarden Euro für Kurzarbeit +++
Die EU-Kommission will Arbeitnehmer und Selbstständige in der Corona-Krise mit bis zu 100 Milliarden Euro unterstützen. Ihre Behörde schlage ein "neues Solidaritätsinstrument" vor, "um Menschen im Job und Unternehmen am Laufen zu halten", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die dafür nötigen Kredite sollten sich aus "Garantien" der Mitgliedstaaten speisen.

*Datenschutz

+++ 12:02 Berliner Polizei musste bereits Hunderte Kneipen schließen +++
Die Berliner Polizei hat bei der Überwachung der Verordnung gegen die Ausbreitung des Coronavirus bereits in 830 Fällen die Schließung von Lokalitäten angeordnet. Seit dem 14. März wurden insgesamt 1982 Objekte überprüft, wie die Polizei mitteilte. Unter den geschlossenen Lokalitäten waren etwa Kneipen, Shisha-Bars und Wettbüros. Zudem gab es in dem Zeitraum 1406 Überprüfungen im Freien. Insgesamt stellten die Polizisten 898 Straftaten fest. Seit dem 23. März wurden zudem 462 Verstöße von Menschen gegen das Infektionsschutzgesetz registriert, die als Ordnungswidrigkeiten eingestuft wurden.

+++ 11:46 Vorwurf aus Frankreich: USA kaufen uns die Masken weg +++
Die französische Corona-Krisenregion im Grenzgebiet zu Deutschland hat den USA vorgeworfen, ihr dringend benötigte Schutzmasken aus China wegzukaufen. Der Präsident der Region Grand Est, Jean Rottner, sagte dem Sender RTL, die Amerikaner kauften von Frankreich bestellte Masken "auf dem Rollfeld" in China auf. "Sie zücken Bargeld und zahlen drei oder vier Mal so viel wie unseren Bestellpreis", kritisierte Rottner. "Wir müssen kämpfen", fügte der Regionalpräsident hinzu. Wie viele Masken die USA weggekauft hätten, sagte er nicht. Die Regierung in Paris bestätigte die Angaben bisher nicht. Frankreich hat wegen der Corona-Krise eine Milliarde Schutzmasken in China bestellt.

+++ 11:33 Russland verzeichnet bisher steilsten Ansteig bei Neuinfektionen +++
In Russland ist die Zahl der Infektionen auf 3548 angestiegen. Das sei ein Plus von 771 binnen eines Tages und damit der steilste Anstieg seit Beginn der Ausbreitung des Coronavirus, teilt das Krisenzentrum mit. 30 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Bislang werden aus 76 der mehr als 80 Regionen des Landes Infektionen gemeldet. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Moskau, wo fast 600 Fälle bestätigt wurden.

+++ 11:12 Thüringer Landkreis führt Mundschutzpflicht ein +++
Nach Jena führt nun auch der Landkreis Nordhausen in Thüringen schrittweise eine Mundschutzpflicht in Geschäften, Bussen und Taxis ein. Ab Montag gilt dies zunächst als Empfehlung, nach Ostern wird es laut neuer Allgemeinverfügung zur Pflicht. Ziel sei es, andere vor Infektionen zu schützen, betonte Landrat Matthias Jendricke von der SPD. Da Mund und Nase auch per Tuch, Schal oder selbstgenähter Maske bedeckt werden könnten, brauche niemand medizinischen Mundschutz zu kaufen. "Wir wissen, dass diese momentan Mangelware sind." Ladeninhaber und Busfahrer könnten Personen ohne Mund-Nasen-Schutz künftig den Zutritt verweigern. Die Regelung gilt vorerst bis 19. April.

*Datenschutz

+++ 10:58 Griechenland stellt Flüchtlingslager unter Quarantäne +++
Griechenland hat im Zuge der Coronavirus-Krise ein Flüchtlingslager unter Quarantäne gestellt. 20 Asylsuchende waren zuvor positiv auf den Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 getestet worden, teilte das Migrationsministerium mit. Keiner der Menschen weise bislang Symptome auf. Im Flüchtlingslager Ritsona, 75 Kilometer nordöstlich von Athen, leben zurzeit bis zu 2500 Menschen. Die Bewegungsfreiheit in und aus dem Lager soll laut Ministerium nun für 14 Tage eingeschränkt werden. 63 Menschen wurden auf das Virus getestet, nachdem bei einer 19-jährigen Migrantin, die in Athen ein Kind gebar, der Erreger nachgewiesen wurde. Es war der erste bestätigte Fall unter Tausenden Asylsuchenden, die in überfüllten Lagern im Land leben.

+++ 10:37 Corona-Dunkelziffer: Belgien setzt auf Bluttests +++
Blutuntersuchungen größeren Ausmaßes sollen in Belgien Erkenntnisse zur tatsächlichen Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung liefern. Das Rote Kreuz und die Gesundheitsbehörden vereinbarten eine großangelegte Testaktion auf Antikörper. Ähnliche Untersuchungen hätten an der Universität Antwerpen und in den Niederlanden begonnen, berichtete die flämische Zeitung "De Morgen". Das Rote Kreuz solle alle zwei Wochen 3000 Blutproben für die Untersuchung bereitstellen. Aus dem Screening könnten zwei wichtige Schlüsse gezogen werden, hieß es: zum einen zum tatsächlichen Ansteckungsgrad in Flandern, zum anderen zur Entwicklung und Kraft der Abwehrkräfte. Zusammen könne das zu verlässlicheren Modellen zum weiteren Verlauf der Epidemie führen.

+++ 10:14 Steinmeier: "Bedrückende Tage, die wir durchleben" +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich beeindruckt gezeigt vom Einfallsreichtum und der Solidarität vieler Menschen in der Corona-Krise. "Ja, diese Krise weckt unsere tiefsten Ängste", sagte er in einer Videobotschaft. "Aber sie ruft auch das Beste in uns hervor. Daran, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, müssen wir uns jetzt halten." Zugleich räumte Steinmeier ein, dass die Situation nicht leicht sei. "Es sind bedrückende Tage, die wir gemeinsam durchleben." Die Welt erscheine "seltsam unwirklich". "Manche von uns trifft die Krise schon heute besonders hart, durch Krankheit, durch Einsamkeit oder durch wirtschaftliche Sorgen." Andere Menschen erlebten "eine Art erzwungene Entschleunigung".

 

+++ 09:56 Bericht: Bundesregierung deckt sich mit Grippemittel ein +++
In der Corona-Krise deckt sich Deutschland kurzfristig in großem Stil mit einem Präparat ein, das hilfsweise gegen die Lungenerkrankung Covid-19 zum Einsatz kommen soll. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, geht es um die antivirale Grippetablette Avigan, die nach Erfahrungen in Asien Hoffnungen weckt, sowie um andere Präparate. Verantwortlich sei das Bundesgesundheitsministerium. Avigan ist laut dem Bericht in Japan für die Anwendung gegen Corona begrenzt zugelassen und verhindert normalerweise, dass sich ein Grippevirus im Körper repliziert. Die Regierung in China teilte zuletzt mit, dass aus Wuhan, von wo aus sich das Virus ausgebreitet hatte, vielversprechende klinische Studien vorlägen.

+++ 09:32 Chinesische Stadt verbietet Verzehr von Katzen und Hunden +++
Die chinesische Metropole Shenzhen verbietet den Verzehr von Hunden und Katzen. "Hunde und Katzen als Haustiere haben eine viel engere Beziehung zum Menschen aufgebaut als alle anderen Tiere", erklärt die Stadtverwaltung in einer Anordnung. "Dieses Verbot entspricht auch der Forderung und dem Geist der menschlichen Zivilisation." China hatte bereits Ende Februar den Handel und Konsum von Wildtieren verboten. Der Ursprung des Corona-Virus wird in einem Tiermarkt in der Millionenmetropole Wuhan vermutet, auf dem auch Wildtiere verkauft worden sein sollen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Virus von Tieren auf den Menschen übertragen wurde.

*Datenschutz

+++ 09:14 Teuteberg: Regierung muss klare Ansage zu Lockerung machen +++
Die Generalsekretärin der FDP, Linda Teuteberg, fordert eine verantwortliche Diskussion über den Exit aus den jetzigen strikten Maßnahmen. Deutschland brauche "keine Denk- oder Diskussionsverbote, sondern Verantwortungsgebote", sagte Teuteberg der RTL/ntv Redaktion. Die Regierung müsse klar und verständlich kommunizieren, "nicht qua Interview mal in Aussicht stellen, was gelockert wird oder nicht, sondern klare, amtliche Informationen geben und einen Weg aufzeigen, eine Strategie der Etappenziele für Normalität".

+++ 08:54 USA: Sechswöchiges Baby stirbt an Covid-19 +++
In den USA ist ein sechswöchiges Baby an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Gouverneur des Bundesstaates Connecticut, Ned Lamont, erklärte, das Baby sei vergangene Woche leblos in ein Krankenhaus gebracht worden und habe nicht wiederbelebt werden können. Ein Test auf die Lungenerkrankung Covid-19, die durch das Coronavirus ausgelöst wird, sei positiv ausgefallen. Vergangene Woche war bereits im US-Bundesstaat Illinois ein Baby an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Medienberichten zufolge war es neun Monate alt.

+++ 08:42 Deutschland meldet mehr als 900 Tote +++
Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Patienten ist in Deutschland nach Berechnungen von ntv.de auf 901 gestiegen. Auch die Fallzahl der Infizierten hat sich erhöht und liegt bei 74.748. Die meisten Infektionsfälle gibt es weiterhin in Bayern (18.496), Nordrhein-Westfalen (16.386) und Baden-Württemberg (14.662).

*Datenschutz


+++ 08:23 USA melden mehr als 5000 Covid-19-Tote +++
In den USA steigt die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 auf 5.116. Die Zahl der Infizierten liegt bei 215.417 - so hoch wie in keinem anderen Land der Welt.

*Datenschutz

+++ 08:12 Polen erwartet Corona-Höhepunkt im April +++
Polen könnte den Höchststand an Infektionen nach Angaben von Regierungssprecher Piotr Müller im April erreichen. Mit Blick auf die Bewegungsfreiheit der Bürger fügt er im staatlichen Rundfunk hinzu, weitere Einschränkungen seien nicht ausgeschlossen. In Polen gab es bis Mittwoch nach Angaben der Behörden 2554 bestätigte Infektionen, 43 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

+++ 07:49 Bundeswehr bereitet 15.000 Soldaten auf Corona-Einsatz vor +++
Die Bundeswehr hat ein 15.000 Soldatinnen und Soldaten starkes Team zur zivilen Hilfe in der Virus-Krise aufgestellt. Man bereite sich darauf vor, dann zu helfen, wenn zivile Kräfte erschöpft seien, sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der ARD. Das "Einsatzkontingent Corona" solle etwa im Sanitätsbereich und der Logistik eingesetzt werden. Allerdings helfe die Bundeswehr bereits ganz allgemein, zum Beispiel durch die Versorgung ziviler Patienten in den Bundeswehr-Krankenhäusern. Die Kernaufgaben der Bundeswehr wie Einsätze im Ausland würden wie gewohnt weitergeführt.

+++ 07:32 Infektionszahlen in Japans Großstädten steigen deutlich +++
In Japan ist die Zahl der Infektionen in den großen Städten wie Tokio nach den Worten von Ministerpräsident Shinzo Abe zwar deutlich angestiegen. Aber er sehe nicht, dass die Zahl über die Maßen in die Höhe schnelle. Es sei extrem wichtig zu verhindern, dass sich das Coronavirus in den Großstädten weiter verbreite.

+++ 07:13 Neuseeland lässt gestrandete Ausländer nach Hause +++
Tausende wegen der Coronavirus-Krise in Neuseeland festsitzende Ausländer, darunter auch viele Deutsche, werden von Freitag an den Pazifikstaat verlassen können. Die Regierung in Wellington, die Rückführungsflüge zunächst gestoppt hatte, kündigte einen entsprechenden Plan an. Dieser werde die "sichere und geordnete Ausreise von Zehntausenden" Gestrandeter ermöglichen, sagte der stellvertretende Premierminister Winston Peters. "Es ist klar, dass viele hierher gereiste ausländische Bürger nicht die Ressourcen oder Möglichkeiten haben, sich selbst zu isolieren und deshalb nach Hause zurückkehren wollen", ergänzte er. Der Plan erlaube anderen Regierungen, Rückholflüge zu organisieren. Dabei müssten aber die gesundheitlichen Vorgaben Neuseelands eingehalten werden.

+++ 07:01 Hygieniker: Mund-Nase-Schutz mit Damenbinde sinnvoll +++
Deutschlands führende Hygieniker gehen davon aus, dass auch einfache, sogar selbst genähte Schutzmasken das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus verringern können. "Wer angehustet wird und einen Mund-Nase-Schutz (MNS) trägt, schützt sich vor dem größten Teil der Tröpfchen, die im Tuch oder Stoff hängen bleiben", sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Peter Walger, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch Privathaushalte sollten sich durchaus Masken aus Stoff nähen. "Auch eingenähte Damenbinden können sinnvoll sein, sie erhöhen den Schutz und fangen zusätzlich Feuchtigkeit auf", sagte Walger. Durchfeuchtete Masken ließen sich rasch trocknen.

+++ 06:45 Neuinfektionen in Südkorea sinken auf unter 100 +++
Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder auf unter 100 gesunken. Am Mittwoch seien 89 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl stieg auf 9976. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus kletterte um vier auf 169. Zuletzt hatte sich den Angaben der Behörden zufolge die Zahl der neu gemeldeten Infektionen bei etwa 100 "stabilisiert". Südkorea verzichtete bisher auf eine landesweite Ausgangssperre. Ein deutlicher Abwärtstrend stellte sich im März ein, nachdem es Ende Februar mit über 900 Fällen innerhalb eines Tages einen Höhepunkt gegeben hatte.

+++ 06:21 Bericht: Behörden melden Run auf Soforthilfen +++
Den deutschen Bundesländern liegen einem Medienbericht zufolge mehr als eine Million Anträge auf staatliche Soforthilfen von Soloselbstständigen und Kleinstunternehmern vor. Das berichtet die Zeitung "Welt" mit Verweis auf eine Umfrage bei den zuständigen Behörden. An der Spitze liegen demnach Nordrhein-Westfalen (310.000), Bayern (210.900) und Baden-Württemberg (190.000). Bewilligt oder sogar schon ausgezahlt wurden bislang Zuschüsse des Bundes und der Länder in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, heißt es weiter. Davon entfallen allein 900 Millionen Euro auf Berlin. Bayern liegt mit 275,6 Millionen Euro auf dem zweiten Platz. Die tatsächlichen Zahlen dürften laut dem Bericht noch höher liegen.

*Datenschutz


+++ 06:08 Mehr als 100 EU-Corona-Patienten in Deutschland +++
Deutsche Krankenhäuser haben inzwischen 113 mit dem Coronavirus infizierte Patienten aus EU-Partnerländern aufgenommen. 85 davon wurden aus überlasteten französischen Gebieten nach Deutschland gebracht, 26 aus Italien und zwei aus den Niederlanden. Für Kranke aus Italien sind noch 81 weitere Betten in neun Bundesländern reserviert, für Frankreich sind es weitere 13 Betten in acht Bundesländern. Das teilte das Auswärtige Amt auf Anfrage mit.

+++ 05:42 Infektionsdrohung gegen Polizisten: Mann verurteilt +++
In London ist ein Mann zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt, weil er einen Polizisten angehustet und diesem mit einer Corona-Infektion gedroht hat. Der 55-Jährige war von dem Beamten gestoppt worden, als er an den Türgriffen von geparkten Wagen herumgefingert hatte, wie die Polizei mitteilt. Der Mann habe daraufhin ausgerufen, dass er mit dem Coronavirus infiziert sei und den Beamten anstecken werde. Der Mann hustete den Angaben zufolge daraufhin in Richtung des Polizisten. Außerdem habe er dem Beamten ins Gesicht gespuckt und gedroht, diesen zu beißen. Der 55-Jährige wurde nun auf Grundlage eines Gesetzes verurteilt, das seit November 2018 in Kraft ist und bis zu einjährige Haftstrafen für Angriffe auf Sicherheitskräfte während Einsätzen in Notfallsituationen vorsieht.

+++ 05:29 Schuljunge druckt Schutzvisiere für Krankenhäuser +++
Ein Schuljunge auf den Philippinen nutzt seine Freizeit, um mit seinem 3D-Heimdrucker medizinische Plastik-Visiere herzustellen. Marcus Chu, 16 Jahre alt, hat bislang mehr als 80 der Gesichtsschutze gefertigt und zeigt, wie sie bei medizinischem Personal zum Einsatz kommen. Chu sagt, sein 3D-Drucker sei ein Weihnachtsgeschenk, das genau zur richtigen Zeit gekommen sei. "Ich habe das Gefühl, dass es meine Chance ist, endlich in einer sehr ernsten Situation zu helfen, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist", sagt der Zehntklässler. Zunächst verwendete er ein Open-Source-Design, das er im Internet fand, um die Rahmen herzustellen, findet aber schließlich einen Weg, das Design so zu optimieren, dass der Gesichtsschutz schneller und mit weniger Materialeinsatz produziert werden kann. Seine Familie hat die Schutzvisiere an vier Krankenhäuser in Manila gespendet.

+++ 05:14 Klöckner: Bei Corona-Verdacht nicht ganzen Betrieb schließen +++
Bundesernährungsministerin Julia Klöckner von der CDU hält einheitliche Regelungen der Bundesländer bei den Hygienevorschriften in Lebensmittelproduktion und -handel für dringend geboten. "Ein bundeseinheitliches Vorgehen ist wichtig, weil viele Ernährungsbetriebe nicht nur in einem Bundesland aktiv sind", sagt Klöckner der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ihr Ministerium entwickele derzeit Leitlinien zu Hygieneschutzkleidung und der Desinfektion von Flächen, an denen sich die Behörden vor Ort orientieren können. Auch für den Fall, dass es einen Corona-Verdacht in Unternehmen der Ernährungs- und Lebensmittelindustrie gibt, plädiert die Ministerin für einheitliche Regelungen. "Es sollte nicht gleich der ganze Betrieb schließen müssen. Die Lebensmittelversorgungskette ist systemrelevant für uns - hier muss sensibel und flexibel vorgegangen werden", so Klöckner.

+++ 05:01 Krankenhausgesellschaft: "Knapp 40.000 Intensivbetten stehen zur Verfügung" +++
Die Kliniken in Deutschland erhöhen wegen der Corona-Krise die Zahl der Intensivbetten von 28.000 auf 40.000. "Ich gehe davon aus, dass wir durch die Aufstockung der vergangenen Wochen inzwischen knapp 40.000 Intensivbetten zur Verfügung haben, von denen etwa 15.000 bis 20.000 frei sind", sagt der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der "Rheinischen Post". "Zu Beginn der Pandemie hatten wir etwa 20.000 Betten mit Beatmungsgerät. Inzwischen dürften wir bei etwa 30.000 liegen", betont Gaß, der die Interessen von rund 1900 Krankenhäusern bundesweit vertritt.

Zum Teil seien die Beatmungsgeräte aus anderen Bereichen geholt - beispielsweise aus Aufwachräumen -, zum Teil sei neu beschafft worden, zum Teil seien ausgemusterte Geräte reaktiviert worden. Er sei "zuversichtlich", betont Gaß, "dass wir in den kommenden zwei Wochen für alle Covid19-Patienten, die beatmet werden müssen, ein Gerät zur Verfügung haben werden."

*Datenschutz

+++ 04:50 Sparkassen fordern Nachbesserungen bei Corona-Krediten +++
Die Rettungskredite der staatlichen Förderbank KfW in der Corona-Krise greifen nach Meinung der Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe zu kurz. Unternehmen sollten mehr Zeit bekommen, das geliehene Geld zurückzuzahlen, sagt Liane Buchholz der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Beim Programm der KfW bekommen derzeit nur Unternehmen ein Darlehen, die dieses voraussichtlich binnen fünf Jahren wieder zurückzahlen können. "An dieser Stelle sollte nachgebessert werden", so Buchholz weiter. "Es wäre sinnvoll, den Unternehmen mehr Zeit zu geben." Der Verband vertritt 57 Geldinstitute in Nordrhein-Westfalen.

+++ 04:39 BBC: British Airways erwägt Beurlaubung von 36.000 Mitarbeitern +++
British Airways (BA) wird voraussichtlich eine Suspendierung von etwa 36.000 Mitarbeitern ankündigen. Die Fluggesellschaft habe eine umfassende Vereinbarung mit der Gewerkschaft Unite getroffen, die die Aussetzung von 80 Prozent der Arbeitsplätze, umfasse, berichtet BBC News. Betroffen seien vor allem Kabinen- und Bodenpersonal, sowie Ingenieure und Beschäftigte in der Zentrale. Nach Angaben des Senders sollen keine Entlassungen erfolgen. Die Gespräche mit der Gewerkschaft seien noch nicht abgeschlossen, erklärte British Airways in einer kurzen Stellungnahme gegenüber Reuters. British Airways hatte am Dienstag erklärt, dass sie die Flüge vom Flughafen Gatwick, dem zweitgrößten Flughafen Großbritanniens, vorübergehend aussetzt, da der Luftfahrtsektor unter der Coronavirus-Krise leidet.

+++ 04:27 Trump erwägt Einstellung des Flugverkehrs in Corona-Städten +++
US-Präsident Donald Trump erwägt als Maßnahme im Kampf gegen das Corona-Virus unter anderem die Einstellung des Flugverkehrs in Städte mit vielen Coronavirus-Infektionen. "Wir schauen uns das sicherlich an, aber wenn wir das wirklich umsetzen, greifen wir hart in eine Branche ein, die dringend benötigt wird", sagt Trump. Ein solcher Plan könnte den Verkehr an Flughäfen in New York, New Orleans und Detroit stilllegen. Weiter erklärt Trump, er werde sich am Freitag mit wichtigen Führungskräften der US-Ölkonzerne treffen. Ein Rückgang der Benzinpreise hatte die Konzerne unter Druck gesetzt. Außerdem ändert der US-Präsident seine Auffassung in Bezug auf Migranten: Bislang hatte Trump versucht, die Zahl der Migranten aus Lateinamerika zu reduzieren, sagt aber in der Pressekonferenz, er erkenne an, dass die Vereinigten Staaten Migranten brauchen, um die Farmen zu bewirtschaften. "Ich habe den Landwirten zugesagt, dass die Helfer auch weiterhin einreisen dürfen

*Datenschutz

+++ 04:11 US-Fußballliga kürzt Gehälter +++
Gut bezahlte Angestellte der amerikanischen Fußball-Profiliga MLS sollen infolge der Coronavirus-Pandemie weniger Gehalt erhalten. MLS-Boss Don Garber und weitere Top-Manager bekommen laut US-Medienberichten ab 16. April 20 Prozent weniger ausgezahlt. Weitere Mitarbeiter verlieren zehn Prozent ihres Gehalts. Menschen mit niedrigen Einstiegsgehältern sollen dagegen weiter voll bezahlt werden. In den USA haben zuvor bereits die NBA, die NHL und die Motorsport-Serie Nascar beschlossen, Gehälter zu kürzen. Wegen der Pandemie ruhen die großen US-Ligen.

+++ 03:51 US-Militär verstärkt Präsenz an Grenze zu Mexiko +++
Angesichts der Coronavirus-Krise verstärkt das US-Militär seine Präsenz an der südlichen US-Grenze zu Mexiko. Die zusätzlichen Soldaten sollten den Grenzschutz dabei unterstützen, das Land vor möglicherweise infizierten Migranten, die über die Grenze gelangten, zu schützen, sagt der Kommandeur des Nördlichen Kommandos der Vereinigten Staaten, General Terrence O'Shaughnessy. Es handele sich um 540 Soldaten, die «sehr bald» an die Grenze geschickt werden sollen, fügt Generalleutnant Laura Richardson hinzu. Bei dem Einsatz gehe es darum, die Grenzschützer dabei zu unterstützen, infizierte Migranten festzunehmen und umgehend zurückzuführen.

RTX730R6.jpg

Adam Schlesinger (l.) mit Rachel Blood und Jack Dolgen bei den Emmy Awards 2019.

(Foto: REUTERS)

+++ 03:27 US-Musiker Adam Schlesinger an Coronavirus gestorben +++
Der US-Musiker Adam Schlesinger, der auch als Filmkomponist bekannt wurde, stirbt nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Das teilt sein Anwalt Josh Grier laut der "New York Times" und dem Magazin "Rolling Stone" mit. Der Emmy- und Grammy-Preisträger wurde 52 Jahre alt. Er war zuletzt in einem Krankenhaus an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Der gebürtige New Yorker spielte in den Bands Ivy und Fountains of Wayne mit. Er komponierte die Musik für zahlreiche Film- und Fernsehserien. Sein Song "That Thing You Do!" für die gleichnamige Komödie mit Tom Hanks brachte Schlesinger 1997 eine Oscar-Nominierung ein.

+++ 03:09 USA wollen Briten und Kanadier von "Zaandam" holen +++
Die US-Regierung will einen Teil der Passagiere von dem Kreuzfahrtschiff "Zaandam" holen, auf dem sich das Coronavirus ausgebreitet hat und das sich in Gewässern vor dem US-Bundesstaat Florida befindet. Präsident Donald Trump kündigt an, kanadische und britische Staatsbürger würden von dem Schiff geholt und an die Behörden ihrer Heimatländer übergeben. Zu diesem Zweck werde medizinisches Personal an Bord geschickt. Wieviele Kanadier und Briten sich auf der "Zaandam" aufhalten, sagt Trump nicht. Insgesamt befinden sich nach Angaben der Reederei Holland America Line, zu der das Kreuzfahrtschiff gehört, noch rund 450 Passagiere und 600 Besatzungsmitglieder an Bord.

+++ 02:37 Schulze: Corona-Krise hilft dem Klima nicht +++
Bundesumweltministerin Svenja Schulze von der SPD warnt davor, falsche Schlüsse aus dem Klima-Effekt der Corona-Krise zu ziehen. Die Emissionen von Treibhausgasen gingen derzeit zwar zurück, doch sei dieser Effekt "nicht nachhaltig", sagt Schulze den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Es handle sich um ein "kurzfristiges Phänomen", das beim Schutz des Erdklimas nicht weiterhelfe. Durch die von der Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise entstünden keine "moderneren Strukturen" für den Klimaschutz.

Durch das Nachlassen der wirtschaftlichen Aktivität und des Auto- wie Flugverkehrs in der Corona-Krise verringert sich derzeit weltweit der Ausstoß der klimaschädlichen Gase. Auch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) sagt vorher, dass die positiven Auswirkungen auf das Klima "wahrscheinlich nur sehr gering" sein würden.

*Datenschutz

+++ 02:05 Trump-Tipp zum Schutz vor Corona: Schal tragen +++
US-Präsident Donald Trump rät der Bevölkerung angesichts des Mangels an Atemschutzmasken in der Corona-Krise, sich stattdessen mit einem Schal vor einer Ansteckung zu schützen. Schals oder Tücher würden von Experten sehr empfohlen und seien je nach Material "in gewisser Weise" sogar besser geeignet, sagt Trump. Genauer wird er nicht, betont aber: "Ich sehe nicht, wo das schadet." Wichtig sei, medizinischem Personal keine Masken wegzunehmen.

+++ 01:43 Krisen-Maßnahmen: 13 EU-Staaten befürchten Gefahr für
Demokratie +++

Deutschland und zwölf weitere EU-Staaten haben Sorge über Corona-Notmaßnahmen geäußert, die gegen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Grundwerte verstoßen könnten. Dies geht aus einer Erklärung der 13 Länder hervor. In Ungarn hat Ministerpräsident Viktor Orban sich Anfang der Woche wegen der Pandemie weitreichende Befugnisse erteilen lassen, unbefristet per Dekret ohne weitere Mitwirkung des Parlaments zu regieren. Die Verbreitung von Falschnachrichten soll streng bestraft werden, so dass Journalisten um kritische Berichterstattung fürchten.

*Datenschutz

+++ 01:18 Russisches Flugzeug mit medizinischen Gütern landet in New York +++
In New York landet ein russisches Militärflugzeug mit medizinischen Gütern. Wie die russische UN-Vertretung in New York mitteilt, hatte die angesichts der Coronavirus-Pandemie entsandte Maschine "medizinische Masken und medizinische Ausrüstung an Bord". Das Frachtflugzeug landete auf dem Flughafen John F. Kennedy. In den USA gibt es inzwischen mehr als 203.000 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Fast 4500 Menschen starben laut den offiziellen Zahlen an der Lungenkrankheit Covid-19.

+++ 00:59 Trump warnt: Drogenkartelle könnten Corona-Krise ausnutzen +++
US-Präsident Donald Trump warnr davor, dass Drogenkartelle die Coronavirus-Krise für den Schmuggel von Rauschgift in die Vereinigten Staaten ausnutzen könnten. "Wir dürfen nicht zulassen, dass die Drogenkartelle die Pandemie ausnutzen, um amerikanische Leben zu bedrohen", sagt Trump. Es würden daher zusätzliche Zerstörer, Kriegsschiffe, Flugzeuge und Hubschrauber eingesetzt. Verteidigungsminister Mark Esper sagt, damit würden die Kapazitäten im östlichen Pazifik und in der Karibik zur Bekämpfung von Schmuggelrouten nahezu verdoppelt.

+++ 00:39 Volkswagen setzt US-Produktion weiter aus +++
Der deutsche Autobauer Volkswagen verlängert die Produktionspause in seinem US-Werk in Tennessee angesichts der Coronavirus-Krise um eine weitere Woche. "Die Gesundheit und Sicherheit unseres Teams bleiben unsere oberste Priorität", teilt Werksleiter Tom du Plessis mit. Alle Mitarbeiter würden vorerst weiter voll bezahlt. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Produktion am 12. April wieder anlaufen. Die Werksleitung werde die Situation im Blick behalten und über Updates informieren, falls weitere Maßnahmen nötig würden, so du Plessis. Die Bänder waren am 21. März angehalten worden.

+++ 00:10 Fed lockert einige Vorgaben für Banken +++
Angesichts der Coronavirus-Krise will die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) Erleichterungen für die Bankenbranche schaffen. Die Zentralbank ändert nach eigenen Angaben vorübergehend die Kalkulation der Verschuldungsquote (SLR, supplementary leverage ratio). Großbanken sei es nun erlaubt, unter anderen ihre Bestände an Staatsanleihen aus der Berechnung für die Kennzahl herauszulassen. Die Maßnahme solle bis Ende März 2021 gelten. Sie betreffe Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 250 Miliarden Dollar. Die Fed wolle damit sicherstellen, dass die Finanzinstitute während des drohenden Konjunkturabschwungs weiter Kredite vergeben könnten. Die Fed hatte ihren Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie zuletzt deutlich forciert und auch die Leitzinsen gesenkt.

+++ 23:50 Ex-BVerfG-Präsident Papier warnt vor "Erosion des Rechtsstaats" +++
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, warnt vor den Folgen der Corona-Krise für die Grundrechte. Er sehe derzeit die Gefahr einer "Erosion des Rechtsstaats", falls die "extremen Eingriffe in die Freiheit aller" noch lange andauern sollten, sagt Papier der "Süddeutschen Zeitung". Angesichts der drastischen Folgen für kleine Geschäfte verlangt er, dass der Gesetzgeber verbindliche Regeln für die Entschädigungen von Unternehmern schaffe. Gerade kleinen Firmen werde derzeit ein "Sonderopfer abverlangt".

+++ 23:19 Schulen in Kalifornien bleiben bis Sommer geschlossen +++
In Kalifornien bleiben die Schulen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum Sommer geschlossen. Das teilt der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom mit. Schulen würden den Unterricht online fortführen. In dem US-Westküstenstaat sind rund sechs Millionen Schüler von der Regelung betroffen. Schon seit Wochen sind die Schulen geschlossen. Das laufende Schuljahr geht in den meisten Bezirken Mitte Juni zuende. Für die knapp 40 Millionen Einwohner Kaliforniens gelten umfangreiche Ausgangsbeschränkungen. Die Menschen sind angewiesen, weitgehend zu Hause zu bleiben. Sport und Bewegung im Freien mit Abstand voneinander sind aber noch erlaubt. Notwendige Regierungsstellen, Einrichtungen wie Banken und wesentliche Geschäfte, darunter Lebensmittelläden und Apotheken, sind weiterhin geöffnet.

+++ 22:55 WHO besorgt über raschen Anstieg der Corona-Zahlen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich besorgt über die "rasche Eskalation" der Coronavirus-Pandemie. Die Zahl der Todesopfer weltweit habe sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. In den kommenden Tagen sei mit einem Anstieg der Infektionszahlen auf eine Million und der Zahl der Todesopfer auf 50.000 zu rechnen, sagte der WHO-Chef. Es handele sich um die erste von einem Coronavirus ausgelöste Pandemie. Über den Erreger sei nicht sehr viel bekannt. "Wir müssen zusammenstehen, um dieses unbekannte und gefärliche Virus zu bekämpfen", betont Tedros.

+++ 22:34 Zu viele Infektionen: Münchner Klinik gibt Alltagsbetrieb auf +++
Wegen einer Vielzahl von Corona-Infektionen unter Patienten und Mitarbeitern gibt eine Münchner Klinik den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend auf. "Es geht darum, dass wir keine neuen Patienten aufnehmen, und die Patienten, die entlassen werden könnten, aktuell nicht entlassen", erläutert der Sprecher des Helios Klinikum München West, Marten Deseyve. "Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch weiter da." So sollten Infektionsketten unterbrochen werden. Bislang wurden 14 Patienten und zwei Mitarbeiter positiv getestet, wie Deseyve sagte. Die Klinik hatte ein gehäuftes Auftreten von Covid-19-Fällen verzeichnet, besonders auf einer gemischt internistischen und einer chirurgischen Station. Als Gegenmaßnahme gibt es nun bis auf weiteres weder stationäre Aufnahmen, Verlegungen noch Entlassungen. Auch die Notaufnahme ist davon betroffen.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/rts/dpa/AFP/sid/DJ