Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:27 Israel will Wirtschaft ab Anfang April komplett hochfahren +++

Israels Regierung will die Wirtschaft des Landes ab Anfang April wieder komplett hochfahren. Bis Ende März dürften alle berechtigten Bürger im Alter von 16 Jahren oder älter geimpft sein, sagt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. In Israel hat inzwischen fast die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Dosis des Pfizer/Biontech-Impfstoffes erhalten.

+++ 20:54 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9985 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.407.956 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9985 neue Fälle hinzu. Das sind 999 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Am Dienstag und Montag waren etwas weniger neue Fälle als an den jeweiligen Tagen der Vorwoche gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 416 auf 68.921. Als aktuell infiziert gelten rund 121.300 Personen.

*Datenschutz

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2955 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1744 davon werden beatmet. Rund 4425 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei. Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,89 angegeben, der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,98.

+++ 20:32 Frankreich meldet höchste Zahl von Neuinfektionen seit November +++
Frankreich meldet mit 31.518 Neuinfektion den stärksten Anstieg seit Mitte November. Vergangenen Mittwoch lag die Zahl bei 25.018. Die Zahl der neuen Todesfälle lag bei 277 nach 431 am Dienstag.

+++ 20:07 R-Wert in Deutschland bleibt unter entscheidender Marke +++
Die Ansteckungsrate (R-Wert) bleibt weiter unterhalb der Marke von 1: Im
aktuellen RKI-Lagebericht wird der R-Wert mit 0,89 angegeben (Vortag: 0,96). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 89 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der bundesweite 7-Tage-R-Wert liegt bei 0,98 (Vortag ebenfalls 0,98). Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

+++ 19:38 Schweiz hebt Corona-Einschränkungen zum 1. März teilweise auf +++
Die Schweizer Regierung hat weitreichende Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. Der Bundesrat verständigte sich darauf, dass Geschäfte, Museen und Lesesäle in Bibliotheken unter bestimmten Bedingungen ab Montag wieder öffnen dürfen. Auch Sport- und Freizeitgelände im Freien sowie Außengelände von Zoos und botanischen Gärten können zum 1. März wieder öffnen. Die Zahl der Kunden in Geschäften und Einkaufszentren wurde jedoch begrenzt.

+++ 19:07 Britische Expertin: Maskenpflicht könnte im Sommer gelockert werden +++
In England kann einer Regierungs-Expertin zufolge im Sommer möglicherweise die Maskenpflicht teilweise ausgesetzt werden. Bedingung sei ein ausreichender Rückgang der Infektionszahlen, sagt Jenny Harries. Allerdings könnten im Winter Masken dann wieder notwendig werden.

+++ 18:48 Studie: 60 Prozent höheres Krankenhausrisiko bei britischer Variante +++
Eine Infektion mit der britischen Variante des Virus geht einer dänischen Studie zufolge mit einem um 60 Prozent höheren Risiko einer Einlieferung ins Krankenhaus einher. Das gibt Gesundheitsminister Magnus Heunicke bekannt.

+++ 18:34 Merkel: Entscheidung über Schnelltests "im März" +++
Kanzlerin Angela Merkel will eine "intelligente Öffnungsstrategie" mit umfangreichen Schnelltests verbinden. Diese nötige Verbindung sei ein Grund, warum der Bund die Kosten der Schnelltests nun doch noch nicht am 1. März übernimmt, sondern "das ganze Vorgehen am 3. März mit den Ministerpräsidenten beraten" werden solle, sagt die Kanzlerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wie lange es dann dauert, bis ein solches System installiert ist, kann ich auf den Tag genau noch nicht sagen. Es wird aber im März sein."

+++ 18:17 Millionen Kinder werden wegen Schulschließungen nicht satt +++
Für Millionen Kinder weltweit ist die Schule der zentrale Ort, um einmal am Tag satt zu werden. Deshalb schlägt das UN-Welternährungsprogramm WFP Alarm wegen der Schulschließungen infolge der Corona-Krise. Auf einem Höhepunkt der ersten Covid-Welle hätten im April 2020 fast 200 Länder ihre Schulen dichtgemacht, stellen die Fachleute der UN-Behörde in einem Bericht fest. Dadurch hätten 370 Millionen Kinder ihre Schulmahlzeiten verloren, heißt es in dem vorgelegten Report. "Diese eine Mahlzeit am Tag ist oft der Grund, warum hungrige Kinder überhaupt zur Schule gehen", erläuterte WFP-Chef David Beasley in einer Mitteilung.

+++ 18:02 US-Koordinator: Liegen bei Impfungen vor Bidens Zeitplan +++
Die USA liegen bei ihrem Impfprogramm inzwischen vor dem von Präsident Joe Biden vorgegebenen Zeitplan von 100 Millionen Dosen in 100 Tagen. Das gibt Bidens Impfkoordinator Jeffrey Zients bekannt.

+++ 17:39 Scholz mit Zuversicht: "Im Sommer sitzen wir im Biergarten" +++
Finanzminister Olaf Scholz übt sich in Zuversicht: "Ich glaube, die Hoffnung muss so sein, dass nicht alle denken, das geht jetzt immer so weiter, sondern irgendwie das Gefühl beinhalten, in diesem Sommer sitzen wir irgendwann im Biergarten", erklärt der SPD-Politiker. Mit dem Start der neuen Fußball-Saison im Sommer "wird es wahrscheinlich auch wieder normal sein".

+++ 17:25 Spahn: "Dieses Virus gibt nicht einfach auf" +++

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute im Bundestag

Wir wähnten uns auf einem guten Weg, aber dieses Virus gibt nicht einfach auf. Wir sind vielfach müde, pandemiemüde, das Virus ist es nicht.

(Foto: REUTERS)

+++ 17:04 Neue Impfstoff-Taskforce der Bundesregierung soll Engpässe bekämpfen +++
Die Bundesregierung stellt eine Taskforce auf, die sich um einen stärkeren Ausbau der Impfstoffproduktion gegen das Coronavirus in Deutschland kümmern soll. Es gehe darum, mit den betroffenen Unternehmen rechtzeitig gegenzusteuern, wenn Engpässe in der Impfstoff-Produktion drohten, teilten die Ministerien für Finanzen, Wirtschaft und Gesundheit gemeinsam mit. Die Taskforce soll sich um die Beschaffung von Rohstoffen, die Produktion und Abfüllung der Impfstoffe und die erforderlichen Nebenprodukte wie Kochsalzlösung zum Verdünnen und Spritzen kümmern.

+++ 16:48 Merkel : Ausreichende Impfbereitschaft für Herdenimmunität +++
Kanzlerin Angela Merkel ist optimistisch, dass sich genug Menschen in Deutschland impfen lassen werden, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen und lehnt deshalb eine Impfpflicht ab. "Wir haben genügend Impfwillige, um die Herdenimmunität zu erreichen", sagt sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

+++ 16:39 Koalition: Bis zu 25.000 Euro Bußgeld für Impfvordrängler +++
Die Regierungsfraktionen wollen gegen Impfvordrängler vorgehen und Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorschlagen. Das sieht ein Änderungsantrag der Fraktionen von Union und SPD für das "Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite" vor, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

+++ 16:25 Giffey: Zulassung von Selbsttests ist "Meilenstein" +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Zulassung erster Corona-Selbsttests in Deutschland begrüßt. Dies sei ein "Meilenstein für viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch. Damit werde die Brücke zum Impfen noch einmal verbreitert, weitere Öffnungsschritte könnten damit erleichtert werden. "Vor allem für Kitas und Schulen sind die Selbsttestmöglichkeiten ein wichtiger Schlüssel dazu, die Sicherheit im Alltag weiter deutlich zu erhöhen", sagte Giffey.

+++ 16:12 Polen macht Lockerungen in einer Region rückgängig - Schulen müssen wieder schließen +++
Die polnische Regierung führt wieder scharfe Beschränkungen in der nordöstlichen Region Warminsko-Mazurskie ein. Grund seien relativ hohe Zahlen bei den Neuinfektionen, sagt Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Von Samstag an müssten Einkaufzentren, Hotels und Schulen in der Region geschlossen bleiben. Polen hatte zuletzt einige Beschränkungen gelockert, allerdings darauf hingewiesen, dass diese Schritte bei einer sich verschlechternden Lage wieder rückgängig gemacht werden könnten.

+++ 15:51 Hessen will unabhängig von Inzidenz lockern - "Können nicht so weitermachen" +++
Hessen plant weitere Schritte zur Lockerung der Corona-Maßnahmen. Ministerpräsident Volker Bouffier kündigte auf einer digitalen CDU-Veranstaltung einen Vier-Stufen-Plan dafür an. Bei einer digitalen CDU-Veranstaltung sagte Bouffier, es sei für den Einzelhandel geplant, dass Kunden künftig einen Termin für den Einkauf vereinbaren können sollen und dann einen "persönlichen Verkäufer" in dem Geschäft bekommen. Zudem sollen sich wieder zwei Haushalte in Hessen treffen dürfen. Die Beurteilung der Corona-Handlungsspielräume werde in Hessen künftig nicht mehr von den Inzidenzen abhängen, erklärte der CDU-Landeschef. Es müsse zwar weiter vorsichtig in der Corona-Pandemie vorgegangen werden. "Wir können aber auch nicht so weitermachen."

+++ 15:26 FDA-Experten: Impfstoff Johnson & Johnson hat Wirksamkeit von 66 Prozent +++
Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson bietet einen starken Schutz gegen das Coronavirus. Das ergab eine neue Studie der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA). Das Vakzin hat eine Gesamtwirksamkeit von 66 Prozent. Der Impfstoff zeigt zudem eine Wirksamkeit von 85 Prozent gegen schwere Verläufe von Covid-19. Eine geimpfte Person hat somit ein weitaus geringeres Risiko, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder an Covid-19 zu sterben. Der Johnson & Johnson-Impfstoff ist noch nicht zugelassen. Die Ergebnisse der FDA sollen nun den Weg für eine Notfallzulassung in den USA ebnen. Die reguläre Genehmigung in den USA wurde bereits am 4. Februar beantragt, in der EU am 15. Februar. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:02 Merkel: Vorerst keine Aufhebung der Beschränkungen nur für Geimpfte +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen eine Aufhebung von Corona-Beschränkungen ausschließlich für bereits Geimpfte ausgesprochen - jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt. "Solange die Zahl der Geimpften noch so viel kleiner ist als die derjenigen, die auf die Impfung warten, sollte der Staat beide Gruppen nicht unterschiedlich behandeln", sagt die Bundeskanzlerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Außerdem müsse erst eindeutig geklärt sein, dass Geimpfte nicht mehr ansteckend seien. Merkel fügt hinzu, dass es aber sehr wohl von Firmen nur für Geimpfte geltende Regelungen geben könne. Man müsse zudem überlegen, ob der Staat nicht irgendwann Lockerungen beschließen solle, ohne auf Impf-Verweigerer Rücksicht zu nehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:44 Finanzministerium erwartet "zeitnah" Konzept zum Härtefallfonds +++
Das Bundesfinanzministerium rechnet "zeitnah" mit einem abgestimmten Vorschlag zum geplanten Corona-Härtefallfonds. Dieser soll Unternehmen und Selbstständigen helfen, die bisher durch das Raster anderer Hilfsprogramme fallen. Momentan gebe es konstruktive Gespräche innerhalb der Regierung dazu, sagt eine Sprecherin des Ministeriums. Umstritten ist, ob und zu welchem Anteil sich Bundesländer beteiligen sollen.

+++ 14:20 Frankreich - Corona-Lage in zehn Departements "besorgniserregend" +++
In Frankreich ist die Corona-Situation nach Angaben der Regierung in etwa zehn Departements "besorgniserregend". Dazu gehöre auch der Ballungsraum Paris in der Region Ile-de-France, sagt Regierungssprecher Gabriel Attal nach einer Kabinettssitzung. "Die Situation verschlechtert sich" und die Regierung sei bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die Infektionen einzudämmen, wie sie es bereits in einzelnen Gebieten getan habe. Man wolle aber auch alles tun, um einen erneuten landesweiten Lockdown zu vermeiden.

+++ 14:01 Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sinkt unter 3000 +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist erstmals seit Anfang November des vergangenen Jahres unter die 3000er-Marke gesunken. In deutschen Kliniken werden derzeit 2955 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 82 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 1744 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 23 weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4425 Betten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 13:44 Spahn: Tests dafür da, um "sicherer mit dem Virus zu leben" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht die neu zugelassenen Selbsttests und die bereits verfügbaren Schnelltests als Mittel, um in der Pandemie mehr Sicherheit und mehr Freiheiten zu bekommen. Es gehe darum "sicherer mit dem Virus zu leben", sagt er im Bundestag. "Tag um Tag" gebe es mehr Möglichkeiten, "ein Stück Normalität zurückzugewinnen". Wenige Stunden zuvor hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Sonderzulassung für drei Schnelltests veröffentlicht, die jeder selbst zu Hause anwenden kann. Diese könnten "Sicherheit geben in einer konkreten Situation", sagt der CDU-Politiker. Als Beispiel nennt er einen Theaterbesuch, bei dem sich jeder und jede im Publikum vorab testet. Das sei eine "Perspektive".

+++ 13:35 In Ungarn ist es noch zu früh für Lockerungen, sagt Orban +++
In Ungarn ist eine Lockerung des Teil-Lockdowns nach Worten von Ministerpräsident Viktor Orban noch nicht möglich. Die Zahl der neuen Corona-Fälle sei im Zuge einer dritten Welle gestiegen, sagt Orban in einem auf Facebook veröffentlichten Video. Außerdem habe bislang nur ein geringer Teil der Bevölkerung eine Impfung erhalten.

+++ 13:17 Tschechien plant härteren Lockdown: "Totale Katastrophe" abwenden +++
Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis kündigt eine deutliche Verschärfung der Maßnahmen an. Man müsse eine "totale Katastrophe in den Krankenhäusern" abwenden, sagt der 66-Jährige. Über die Details soll im Laufe des Tages mit der Opposition sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern beraten werden. "Wenn es keinen Kontakt gibt, kann auch keine Übertragung stattfinden", sagt Babis. "Dieses Virus ist wirklich ein Killer, und es sterben auch junge Leute", warnt der Gründer der populistischen Partei ANO. Neben der britischen Variante wurde nun erstmals die südafrikanische Mutante nachgewiesen, wenn auch nur in einem Einzelfall. Es handele sich um drei Reiserückkehrer aus Afrika, sagt Babis.

+++ 12:45 Lockdown in Dänemark wird zum 1. März teils gelockert +++
Bei gesunkenen Infektionszahlen und gleichzeitiger Sorge vor der britischen Virus-Variante lockert Dänemark zum 1. März vorsichtig einige seiner Beschränkungen. Wichtigste Änderung: Die seit Ende 2020 geschlossenen Geschäfte dürfen am Montag wieder öffnen, sofern ihre Ladenfläche kleiner als 5000 Quadratmeter ist und sie sich nicht in Einkaufszentren befinden. Das gibt Justizminister Nick Hækkerup auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Größere Geschäfte können ebenfalls mit stark begrenzter Kundenanzahl wieder öffnen. Auch Kultureinrichtungen unter freiem Himmel dürfen zum Monatswechsel wieder Besucher empfangen, wenn diese Gäste einen maximal 72 Stunden alten Corona-Test vorweisen können. Die Versammlungsbeschränkung wird für draußen stattfindende und organisierte Sport- und Vereinsaktivitäten von 5 auf maximal 25 Teilnehmer angehoben.

+++ 12:33 Mehr als 1,85 Millionen Personen in Deutschland voll geimpft +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 5,3 Millionen gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 4,23 Prozent, die der Zweitimpfungen bei rund 2,23 Prozent - das entspricht mehr als 1,85 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Rheinland-Pfalz bereits 3,3 Prozent eine Zweitimpfung erhalten, in NRW 1,8 Prozent.

+++ 12:19 Hamburg reagiert auf Frühlingswetter und setzt neue Maskenpflicht in Kraft +++
Die vom rot-grünen Hamburger Senat beschlossene Verschärfung der Maskenpflicht soll ab Samstag gelten. Die entsprechende Verordnung werde derzeit vorbereitet und am Freitag veröffentlicht, sodass sie am Samstag in Kraft treten kann, sagt der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Der Senat reagiert mit der Verschärfung der Maskenpflicht auf große Menschenansammlungen, wie sie am vergangenen Wochenende bei gutem Wetter rund um die Alster, an der Elbe und in den Parks der Stadt zu sehen waren. Künftig sollen beispielsweise auch Erwachsene auf Spielplätzen Maske tragen müssen.

+++ 12:09 Kassenärzte: Impfstoff nicht unverimpft liegen lassen +++
Deutschlands Kassenärzte mahnen die Bundesländer, Impfstoffe nicht unverimpft liegenzulassen. Es gebe einen "Impfstau" in den Impfzentren der Länder, kritisiert der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, in Berlin. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden bis Dienstag nur rund 239.000 Dosen des Herstellers Astrazeneca gespritzt. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind aber bereits mehr als 1,4 Millionen Astrazeneca-Dosen an die 16 Bundesländer geliefert. KBV-Vizechef Stephan Hofmeister mahnt: "Unverimpft sollte der Impfstoff nicht herumliegen. Er muss verimpft werden."

+++ 11:55 Nach Lockerungen: Polen plant wieder Verschärfung der Maßnahmen +++
Angesichts deutlich gestiegener Fallzahlen sollen die Beschränkungen in Polen wieder verschärft werden. Dabei dürfte es um Einreisebeschränkungen und neue Maskenregeln gehen, sagt Gesundheitsminister Adam Niedzielski dem Radiosender TOK FM. Zudem müssten die Maßnahmen stärker regional ausgerichtet werden. Die neuen Beschränkungen sollten am Samstag in Kraft treten, es sei aber auch schon früher möglich. Eine Ankündigung sei noch für heute geplant. Der Minister verweist darauf, dass es mit 12.146 neuen Positiv-Tests einen Anstieg von mehr als 3500 Fällen binnen einer Woche gegeben habe. Polen hatte erst einige Beschränkungen gelockert, indem es Skipisten sowie Kinos, Hotels und Theater mit einer Kapazität von bis zu 50 Prozent geöffnet hat. Die Behörden haben aber auch gewarnt, dass die Lockerungen je nach Lage-Entwicklung wieder zurückgenommen werden müssen.

+++ 11:30 Pandemie-Lage: Sieben-Tage-Trend treibt Sorge vor dritter Welle +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnet das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Nina Lammers mit dem Intensivmediziner Uwe Janssens die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:07 Haseloff: Müssen für Schnelltestentscheidung nicht auf 3. März warten +++
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff fordert eine möglichst schnelle Zulassung weiterer Schnelltests und der Selbsttests. "Wir brauchen so schnell wie möglich die Schnelltests", sagt Haseloff im Reuters-TV-Interview. Dafür brauche man nicht auf eine Entscheidung beim nächsten Bund-Länder-Chefgespräch am 3. März zu warten, fügt er hinzu. Wesentliche Schritte einer Öffnungsstrategie müssten an breite Testungen gebunden werden wie etwa die Öffnung der Schulen. Er könne die Aussagen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn "nicht nachvollziehen", dass der Bund sein Angebot kostenloser Schnelltests für alle ab dem 1. März wegen Nachfragen aus den Ländern zurückgestellt habe, so der CDU-Politiker. Entscheidend sei die schnelle Genehmigung weiterer Tests. Die schnelle Verfügbarkeit der Tests werde darüber entscheiden, ob es überhaupt noch ein richtiges Schulhalbjahr und bestimmte Sportveranstaltungen geben könne. Eine durchgängige Schnelltestprüfung schaffe mehr Möglichkeiten zur Lockerung.

+++ 10:46 Hausarzt: "Kriegen sonst auch 20 Millionen Grippe-Impfungen rein" +++
Bisher fokussiert sich die Corona-Impfstrategie vor allem auf große Impfzentren. Wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht, wird aber den Hausärzten eine größere Bedeutung zukommen. Die jährliche Grippeimpfung zeige, wie effizient die Praxen Vakzine verabreichen können, sagt Dr. Thomas Aßmann.

+++ 10:28 Schweden plant Erleichterungen für geimpfte Pflegeheimbewohner +++
Schweden plant Erleichterungen für ältere Menschen in Pflegeheimen nach einer Impfung. Die vollständig geimpften Heimbewohner sollten mit weniger Einschränkungen leben können, sagt der Chef-Epidemiologe Anders Tegnell der Zeitung "Dagens Nyheter". Dem Blatt zufolge haben inzwischen mehr als 80 Prozent der Bewohner von Altenheimen ihre erste Impfung erhalten, 64 Prozent sind mit einer zweiten Dosis bereits vollständig geimpft. Die Lockerungen dürften demnach am Donnerstag bekannt gegeben werden. Dagegen sollen die allgemeinen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung aus Furcht vor einer dritten Welle noch heute verschärft werden. Zuletzt stiegen die Fallzahlen in Schweden wieder deutlich an, was auch auf die rasante Ausbreitung der besonders ansteckenden Virus-Variante B.1.1.7 zurückgeführt wird.

+++ 10:11 Spahn drängt Bundesländer, Impftempo deutlich zu erhöhen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert die 16 Bundesländer auf, das Impftempo zu erhöhen. "Jetzt ist Impfstoff da", sagt er im ZDF. Deshalb gehe er davon aus, dass die Länder nun das Impftempo erhöhen würden. Die Länder hätten eine Kapazität von bis zu 300.000 Impfungen pro Tag in den Impfzentren angemeldet. Derzeit würden aber nur rund 140.000 Impfungen pro Tag durchgeführt. "Ich gehe davon aus, dass das nun auch deutlich hochgefahren wird", mahnt der CDU-Politiker. Hintergrund sind etwa Berichte, dass Hunderttausende Impfdosen von Astrazeneca zwar an die Impfzentren geliefert, aber noch nicht verimpft seien. Der Bund ist für die Beschaffung der Impfstoffe zuständig, die Ländern für die Impfungen.

+++ 09:52 Infektionsgeschehen nimmt wieder leicht zu: USA registrieren 2300 weitere Tote +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 2328 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 502.432. Die Halbe-Million-Marke war gestern überschritten worden. Die Zahl der laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 70.176 neu erkannte Infektionen auf insgesamt mehr als 28,27 Millionen. Nach einer mehrwöchigen Abschwächungsphase nimmt das Infektionsgeschehen im Sieben-Tage-Schnitt seit dieser Woche wieder leicht zu.

+++ 09:29 Söder rechnet nicht mit schnellen Lockerungen für Urlaubsreisen in Ferien +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder rechnet nicht mit schnellen Lockerungen für Urlaubsreisen in den Ferien. "Zum Urlaub möchte ich noch keine Versprechen abgeben, aber im Laufe des Jahres geht das bestimmt", sagt er in einem Interview mit dem Portal "Bild Live". Er würde nicht so weit gehen wie der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer. Kretschmer hatte gesagt, es werde in diesem Jahr "auf keinen Fall" Osterurlaub geben. "Wir haben in den letzten Wochen eine deutliche Verbesserung erlebt", sagt Söder nun in dem Interview. Allerdings müsse man "jetzt erst mal die Mutationen abwarten".

+++ 09:10 Bayerische Kreise führen Super-Hotspot-Liste an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleiben drei bayerische Regionen die am stärksten von der Pandemie betroffenen Flecken Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (24. Februar, 3.10 Uhr) weist der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge einen Wert von 324,8 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen der Landkreis Tirschenreuth (304,0) und die Stadt Weiden in der Oberpfalz (255,0), die beide wie Wunsiedel unweit der tschechischen Grenze liegen. Von den zehn Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI sechs in Bayern, drei in Thüringen und eine in Sachsen-Anhalt. Die größten Lichtblicke gibt es laut RKI weiterhin in Unterfranken und an der Nordsee. Demnach weist die bayerische Stadt Schweinfurt (9,4) als einzige Region eine einstellige und somit die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz auf, dahinter folgt der Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein (11,3).

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+++ 09:02 Industrie versprüht Optimismus +++
In der Industrie macht sich langsam Optimismus breit, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Sonderauswertung der jüngsten DIHK-Konjunkturumfrage berichtet. Demzufolge gehen 37 Prozent der befragten Industrieunternehmen für die kommenden zwölf Monate von Umsatzzuwächsen aus. 23 Prozent stellen sich auf Rückgänge ein. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg erwarten nur 27 Prozent der Betriebe Umsatzsteigerungen und 28 Prozent -rückgänge.

+++ 08:54 Dreyer will weniger Kontaktbeschränkungen +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen. "Aus meiner Sicht wäre es sehr sinnvoll, wenn man wieder auf diese etwas weitere Kontaktbeschränkung geht, die allerdings immer noch sehr streng ist: zwei Haushalte, fünf Personen, die Kinder nicht mitgezählt", so Dreyer im RTL/ntv "Frühstart". Man stelle im Moment fest, dass die Beschränkungen seit einer langen Zeit so eng seien, dass sie nicht mehr stringent eingehalten würden. Die Bürger seien sehr eigenverantwortlich, einige Regeln aber nicht mehr verständlich. "Ein Beispiel: Wenn zwei Familien mit Kindern befreundet sind, dann kann eigentlich das zweite Ehepaar nicht mit. Die müssen immer entscheiden, geht Mama oder Papa mit?"

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+++ 08:38 Spahn: Ab heute erste drei Selbst-Schnelltests verfügbar +++
Ab heute werden nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die ersten Selbst-Schnelltests in Deutschland verfügbar sein. "Wir werden heute die ersten drei Tests genehmigen", sagt Spahn im ZDF. Diese seien dann in Geschäften erhältlich. Kommende Woche würden weitere Selbst-Tests genehmigt. Der CDU-Politiker setzt bei dem Einsatz kostenloser Schnelltests nach eigenen Angaben auf eine Einigung mit den Bundesländern am 3. März. Er weist darauf hin, dass es in der Regierung auch mit Finanzminister Olaf Scholz bereits eine Einigung auf die Kostenübernahme des Bundes ab dem 1. März gegeben habe. Allerdings hätten danach einige Ministerpräsidenten Beratungsbedarf angemeldet.

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+++ 08:14 Mathematiker berechnet Sterberisiko bei Infektion mit Mutante B.1.1.7 +++
Eine Infektion geht für jeden Menschen mit einem gewissen Sterberisiko einher. Für die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Variante B.1.1.7 hat der Stuttgarter Mathematiker Christian Hesse dies nun aufzuschlüsseln versucht. "Das nach Infektion mit der britischen Mutante bestehende Sterberisiko ist für 80-Jährige mehr als 1000 Mal so hoch wie für 20-Jährige", erklärt er. Ohne Corona liege dieser Faktor bei Männern bei rund 130, bei Frauen bei 200 - bei einem Senior ist der Tod immer wahrscheinlicher als bei einem jungen Menschen. Der Wissenschaftler der Stuttgarter Universität bezieht sich bei den Daten auf die sogenannte Infektionssterblichkeit. Das ist der Anteil der Corona-Toten unter allen Infizierten, ob getestet oder nicht. Für eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung muss dafür unter anderem mittels Blutproben der Immunstatus ermittelt werden, um auch frühere, unentdeckt gebliebene Corona-Infektionen festzustellen. Auf Basis von britischen Analysen hat Hesse so die Gefährlichkeit des Corona-Typs B.1.1.7 berechnet.

+++ 08:07 Krise bringt staatliches Defizit auf zweithöchsten Wert seit 1990 +++
Die Pandemie und ihre Folgen hat im vergangenen Jahr zu einem enormen Finanzierungsdefizit des Staates geführt. Das Statistische Bundesamt bezifferte das Minus aufgrund vorläufiger Berechnungen auf 139,6 Milliarden Euro. Es handelt sich demnach um das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Minus seit der Wiedervereinigung. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ergab sich eine Defizitquote von 4,2 Prozent. Der größte Teil des Defizits entfiel den Angaben zufolge auf den Bund - er verzeichnete ein Minus von 86,6 Milliarden Euro. Bei den Ländern lag der Wert bei 18,0 Milliarden Euro, bei den Kommunen waren es 1,3 Milliarden Euro. Die Sozialversicherungen wiesen ein Minus von 33,7 Milliarden Euro aus.

+++ 08:03 FDP fordert Schnelltest-Regelung nach dem Vorbild Österreichs +++
Mit einer Regelung für Schnelltest nach dem Vorbild Österreichs will die FDP den Weg für stufenweise Lockerungen in der Pandemie freimachen. Ein entsprechender Antrag soll noch diese Woche in den Bundestag eingebracht werden. Ziel sei, dass Hersteller über eine "einfache und unbürokratische Selbstverpflichtung bestätigen, dass bei Eigenanwendung ein entsprechendes Sicherheits- und Leistungsniveau erreicht wird und dass die Funktionstauglichkeit und die Einsatztauglichkeit für den geplanten Zweck gewährleistet ist". Anschließend soll aber ein Zulassungsverfahren durchlaufen werden. "Beim Testen müssen wir auf die Tube drücken, nicht auf die Bremse", sagt der FDP-Abgeordnete Andrew Ullmann.

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+++ 07:55 Roche-CEO: Viele werden an anderen Krankheiten sterben +++
Roche Diagnostics produziert medizinische Tests, auch auf das Coronavirus. Die Verschiebung von Spahns Plan, kostenlose Tests für alle anzubieten, liegt nicht an den Herstellern, erklärt CEO Thomas Schinecker. Große Sorgen bereitet ihm jedoch eine andere Beobachtung des letzten Jahres.

+++ 07:41 Von der Leyen mahnt Berlin zu Verhältnismäßigkeit bei Grenzkontrollen +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ermahnt die Bundesregierung zu Verhältnismäßigkeit bei den verschärften Grenzkontrollen. "Pauschale Grenzschließungen sind problematisch", sagt die CDU-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen". Im schlimmsten Fall werde dadurch die soziale Infrastruktur eines Nachbarlandes stillgelegt. Deshalb sei es gut, dass Deutschland Ausnahmen eingeführt habe.

+++ 07:33 Nur noch ein Bundesland unter der Obergrenze von 50 +++
Nur noch ein Bundesland bewegt sich mit seinem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge liegt weiter Baden-Württemberg (45,5) unter der 50er-Schwelle. Schleswig-Holstein, das gestern ebenfalls darunter lag, bewegt sich nun knapp darüber (51,1). Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den RKI-Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort ist der Wert von 119,8 auf 118,6 gesunken. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland noch über der 100er-Marke. Besser sieht es in Bayern, Berlin, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein aus, die sich im 50er-Bereich bewegen und bis auf Schleswig-Holstein leichte Abnahmen aufweisen.

+++ 07:20 EU-Kommissar: "Dieser Sommer wird mit Sicherheit besser" +++
EU-Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas macht Hoffnung auf einen Sommerurlaub. "Unterm Strich wird dieser Sommer mit Sicherheit besser werden als der im vergangenen Jahr", sagt Schinas. "Wir werden mehr Geimpfte haben, wir wissen mehr über das Virus und über Regeln für sicheres Reisen, die wir gemeinsam entwickeln werden." Beim geplanten EU-Impfpass mahnte Schinas zur Eile: "Das betrifft alle EU-Staaten, ob im Norden oder Süden, und die Entwicklung schreitet schneller voran als die Zeit in der Politik." Wichtig sei ein gemeinsamer Ansatz beim Nachweis, dass jemand geimpft sei. "Und dann brauchen wir eher früher als später eine öffentliche Diskussion über die Frage der Nutzung."

+++ 07:02 Geduld des Handels ist am Ende: Klagewelle gegen Lockdown rollt +++
Egal ob Mediamarkt-Saturn, Obi oder der Modehändler Breuninger: Bei immer mehr Einzelhändlern in Deutschland reißt nach Monaten des Lockdowns der Geduldsfaden. Die Folge: Auf die deutschen Gerichte rollt derzeit eine Klagewelle zu, mit der die Elektronikhändler, Baumärkte und Modegeschäfte ein Ende der Ladenschließungen zur Eindämmung der Pandemie erzwingen wollen. Beispiel Mediamarkt-Saturn: Deutschlands größter Elektronikhändler hat beim Oberverwaltungsgericht Münster einen Eilantrag auf Aufhebung der Betriebsschließungen in Nordrhein-Westfalen gestellt. Anträge in weiteren Bundesländern sollen folgen. "Die bereits seit mehr als zwei Monaten bestehenden Betriebsschließungen in Deutschland sind unverhältnismäßig. Der Einzelhandel war nachweislich nie ein Infektionshotspot", begründet Deutschland-Chef Florian Gietl den Schritt.

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+++ 06:46 Linnemann: Stationärer Einzelhandel steht am Abgrund +++
Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann sieht den Einzelhandel in einer dramatischen Lage und fordert die Bundesregierung zu mehr Tempo bei Finanzhilfen auf. "Der stationäre Einzelhandel steht am Abgrund. Eines ist sicher: Stirbt der Einzelhandel, sterben die Innenstädte. Um das zu verhindern, müssen jetzt endlich die Hilfsgelder fließen. Daneben brauchen wir dringend eine Öffnungsperspektive unter strengen Hygieneregeln." Kein Unternehmen habe heutzutage eine Überlebenschance, wenn es sich nicht ständig neu erfinden würde. "Diese Kreativität muss auch Politik leisten und mehr bieten, als den Lockdown einfach immer weiter zu verlängern", sagt Linnemann, der auch Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU ist.

+++ 06:26 Umfrage: Ein Drittel gegen Einschnitte und Impfung +++
Gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten in der Pandemie und gegenüber einer Corona-Impfung gibt es einer Umfrage zufolge deutliche Vorbehalte. Ein Drittel der Bürger in Deutschland (33 Prozent) lehnt Eingriffe in die Freiheitsrechte zur Pandemie-Bekämpfung "eher" oder "voll und ganz" ab. Und 34 Prozent wollen sich nicht impfen lassen, wie aus der repräsentativen Befragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Nach Einschätzung der Stiftung in Gütersloh fällt die ablehnende Haltung gegenüber Impfung und Freiheits-Einschränkungen unter besonders leistungs- und erfolgsorientierten Menschen überdurchschnittlich hoch aus.

Für die repräsentative Studie wurden in der letzten Novemberwoche 2020 vom Norstat Institut im Auftrag der Bertelsmann Stiftung online 1012 Personen ab 18 Jahren bundesweit befragt.

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+++ 06:05 RKI meldet 8000 neue Fälle - Inzidenz sinkt minimal +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8007 neue Fälle gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 422 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7556 Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bundesweit bei 59,3 - und damit niedriger als am Vortag (60,5). Vor vier Wochen, am 27. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 101,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Neue Fälle vs. Sieben-Tage-Inzidenz

Wie kann die Sieben-Tage-Inzidenz sinken, obwohl die Fallzahlen im Vergleich zur Vorwoche steigen? Die Erklärung liegt darin, dass für die beiden Kennzahlen eine unterschiedliche Datenbasis verwendet wird. Die tägliche Fallzahl ergibt sich aus den am Vortag elektronisch an das Robert-Koch-Institut gemeldeten Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz errechnet das RKI dagegen anhand der Daten, die in der zurückliegenden Woche bei den lokalen Gesundheitsbehörden registriert wurden. Oft fehlen dabei für den jeweiligen Tag aber noch Fälle, sodass die Datenbasis niedriger ist als die tägliche Fallzahl - in der Folge "hinkt" die Sieben-Tage-Inzidenz der tatsächlichen Entwicklung oft etwas hinterher.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:37 Grüne: Bundesregierung muss bei globalem Kampf gegen Virus mehr tun +++
Die Grünen fordern von der Bundesregierung mehr Einsatz bei der weltweiten Bekämpfung der Pandemie mit Impfstoffen und Schnelltests. Es seien "große Ungleichheiten beim Zugang zu den Impfstoffen" zu beobachten, schreibt die Grünen-Bundestagsfraktion in einem Antrag. "Zwei Drittel der Menschen weltweit müssen auf eine Impfung voraussichtlich noch bis zu drei Jahre warten." Besonders in Afrika seien lange Wartezeiten absehbar. Nach einer Übersicht der Vereinten Nationen haben bislang zehn Länder 75 Prozent der vorhandenen Impfstoffe verwendet. Mehr als 130 Staaten haben demnach noch keine einzige Dosis erhalten.

+++ 05:14 Viele Friseure verlängern Öffnungszeiten +++
Nach zweieinhalbmonatiger Schließung bereiten sich die Friseure in Deutschland auf einen Kunden-Ansturm vor. Der Andrang sei vielleicht noch größer als nach dem ersten Lockdown, viele Salons seien bis Ende März ausgebucht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, hätten viele Betriebe ihre Öffnungszeiten verlängert. Mit einer Preissteigerung wie nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr rechnet der Verband diesmal nicht.

+++ 04:35 Von der Leyen erklärt Astrazeneca-Streit für beendet +++
Für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist der Streit mit Astrazeneca um Lieferverzögerungen beendet. "Die Impfstoffhersteller sind in dieser Pandemie unsere Partner, und auch sie standen noch nie vor solch einer Herausforderung", sagte von der Leyen der "Augsburger Allgemeinen". Mit Blick auf das zweite Quartal prognostizierte sie, dass sich die Corona-Lage wegen der steigenden Zahl der Impfstoff-Lieferungen "spürbar bessern" werde.

+++ 03:47 Mediziner regen Studien in Fußballstadien an +++
Intensivmediziner wollen unter Studienbedingungen wieder Fans in Fußballstadien zulassen und daraus Erkenntnisse über die Corona-Verbreitung bei Großveranstaltungen ziehen. Stadien würden sich hervorragend für Testläufe eignen, sagte Christian Karagiannidis, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin, der "Rheinischen Post". Konkret schlägt er vor, die Hälfte der Sitzplätze unter strengen Studienbedingungen und Hygienekonzepten freizugeben. "Ein Sitzblock bekommt durchgehend FFP2-Masken, ein anderer Block den etwas einfacheren medizinischen Mund-Nasen- Schutz", schlägt der Mediziner vor. Nach drei Tagen erfolge ein weiterer Corona-Test bei allen Zuschauern. "An diesen Ergebnissen ließe sich ablesen, wie viele Menschen bei negativem Schnelltest trotzdem Corona-positiv waren, wie viele erst nach dem Spiel eine Infektion aufwiesen und wie viele sich möglicherweise im Stadion angesteckt haben."

+++ 03:11 Dänemark bekommt neues Epidemie-Gesetz +++
Das dänische Parlament hat einem neuen Epidemiegesetz zugestimmt, das neue, weitreichende Beschränkungen zur Eindämmung von Infektionskrankheiten ermöglicht. Zum 1. März ersetzt es die Gesetzesänderungen, die im März 2020 zu Beginn der Coronavirus-Pandemie im Schnellverfahren abgesegnet worden waren. Das neue Gesetz verleiht dem Folketinget - dem Parlament in Kopenhagen - mehr Macht: Der Gesundheitsminister muss sich künftig an die Parlamentarier wenden, um Unterstützung für geplante Maßnahmen zu erhalten, bevor diese erlassen werden. Das bedeutet letztlich, dass die Regierung das Land nicht ohne Parlamentszustimmung in den Lockdown versetzen oder Maßnahmen erlassen kann.

+++ 02:08 Kommunen fordern schnelle Einführung von digitalem Impfpass +++
Der Städte- und Gemeindebund dringt auf die schnelle Einführung eines digitalen Impfnachweises. "Es kann nicht der Sinn sein, die jetzigen Impfzentren erst später in Impfregistrierungszentren umzubauen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Bei der Einführung komme es nicht darauf an, ob der Impfnachweis schon jetzt mit einer Befreiung von bestimmten Einschränkungen verknüpft sei, fügte Landsberg hinzu. "Mittelfristig wird es dazu allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen, wie andere Staaten wie zum Beispiel Israel bereits jetzt zeigen."

+++ 01:20 Stiko-Chef für Pragmatismus bei der Impf-Reihenfolge +++
Die Ständige Impfkommission (Stiko) plädiert bei den Corona-Impfungen für Flexibilität. In allen Impfzentren sollte es unbedingt Listen dafür geben, "wer an die Reihe kommt, wenn Dosen übrig bleiben", sagte Stiko-Chef Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Damit kein Impfstoff verworfen werde, könnten "geeignete Kandidaten aus nachfolgenden Prioritätsgruppen" vorgezogen werden. Der Umgang mit übrig bleibenden Impfdosen müsse "pragmatisch vor Ort geregelt werden", so der Virologe. Die Übergänge zwischen den Gruppen in der Impfreihenfolge dürften nicht als "harte Grenze" aufgefasst werden. Derzeit blieben jeden Tag viele Dosen des Vakzins von Astrazeneca liegen.

+++ 00:04 Lindner fordert Ende des flächendeckenden Lockdowns +++
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner fordert gut eine Woche vor dem nächsten Bund-Länder-Gipfeltreffen ein Ende des flächendeckenden Lockdowns. "Er ist ein zu scharfer Eingriff in die Grundrechte", schreibt Lindner in einem Gastbeitrag in der "Bild"-Zeitung ."Je mehr Tests, Impfungen und regionale Unterschiede es gibt, desto weniger sagt der Sieben-Tage-Wert von 35 oder 50 etwas aus." Lindner mahnte, künftig müsse jede Region einzeln betrachtet werden, wobei beispielsweise die Zahl der Neuinfektionen und die Lage in den Krankenhäusern als Richtwerte dienen könnten.

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Quelle: ntv.de, kst/fzö/ino/rts/dpa/AFP