Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:50 Steigende Inzidenz in allen Bundesländern +++

In allen 16 Bundesländern steigt heute die 7-Tage-Inzidenz weiter an. Die stärksten Anstiege gibt es in Hessen (+108,7), Bremen (+96,24), Sachsen-Anhalt (+94,3) und Bayern (+89,2). Inzwischen liegen zehn Bundesländer über der 1000er Schwelle. Gestern waren es noch sieben, vorgestern vier. Hamburg überschreitet weiterhin die 2000er Schwelle, mit immer noch wachsender Tendenz.

+++ 21:31 Bundesländer melden 190.737 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 9.292.861 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 190.737 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste jemals aus Länderdaten gemeldete Tageswert: Er liegt noch einmal 6710 Fälle über dem gestrigen Höchstwert. Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Länder 133.506 neue Fälle verzeichnet, das entspricht einem Wochenplus von 42,9 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 186 auf 117.356. Als aktuell infiziert gelten rund 1.732.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,16 angegeben (Vortag: 1,18) Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2274 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1283 davon werden invasiv beatmet.

+++ 21:01 RKI: Omikron-Anteil erreicht 85 Prozent +++
Der Omikron-Anteil ist in Deutschland bis Mitte Januar 2022 auf 85,0 Prozent gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts hervor. Delta ist laut RKI-Auswertung der Labordaten auf Basis voll sequenzierter Virusproben einer repräsentativen Stichprobe nur noch für 14,7 Prozent der Infektionsfälle verantwortlich.

+++ 20:29 Auf hohem Niveau: Zahl neuer Fälle in Frankreich sinkt +++
In Frankreich sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen, allerdings auf sehr hohem Niveau. Die Behörden registrieren 392.168 Neuinfektionen, nach 428.008 Fällen am Vortag. Dienstag waren es über 501.000 nachgewiesene Fälle, vergangene Woche erstmals fast eine halbe Million. In Krankenhäusern seien 268 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt sind es damit 102.612 Todesfälle.

+++ 19:59 Belästigung des britischen Chefvirologen: 24-Jähriger muss in Haft +++
Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Außerdem muss er 1058 Pfund (umgerechnet rund 1271 Euro) bezahlen, wie der Westminster Magistrates' Court entschied. Der Mann aus Essex, der während des Gerichtsverfahrens immer wieder durch Störungen auffiel, bekannte sich schuldig. Der Verurteilte und sein Kumpan hatten im vergangenen Juni versucht, Whitty in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten den Mediziner, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich rasch und löste Empörung aus.

+++ 19:29 Inzidenz in Luxemburg steigt auf 2409 +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Luxemburg weiter gestiegen. In der vergangenen Kalenderwoche betrug die Inzidenz bei den neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner 2409, wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilt. In der Woche zuvor lag der Wert bei 1848. Am höchsten lag die Inzidenz bei Kindern bis 14 Jahren - mit einem Wert von 5320. Bei den Krankenhauseinweisungen waren laut Bericht 20 von 58 Patienten auf der Normalstation nicht geimpft. Auf der Intensivstation waren zehn von 14 Patienten nicht gegen das Coronavirus geimpft. Das Durchschnittsalter der Personen, die positiv auf das Virus diagnostiziert wurden, betrug 28 Jahre.

+++ 18:59 Binnen einer Woche: Zahl infizierter Schüler und Lehrer fast verdoppelt +++
Die Zahl der Corona-Infektionen an Schulen ist nach Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) deutlich gestiegen. Wie aus der wöchentlichen KMK-Statistik hervorgeht, waren in der vergangenen Woche deutschlandweit mehr als 147.000 Fälle unter Schülern bekannt. Mehr als 212.000 weitere waren in Quarantäne. In der Woche zuvor - zwischen 10. und 16. Januar - waren rund 73.000 Corona-Infektionen registriert worden, 111.000 befanden sich demnach in häuslicher Quarantäne. Auch bei der Zahl der infizierten Lehrkräfte zeigt die KMK-Statistik eine deutliche Zunahme: Wurden in der Woche bis zum 16. Januar noch etwas mehr als 5900 infizierte Lehrerinnen und Lehrer erfasst, waren es in der Kalenderwoche bis 27. Januar bereits 9551.

+++ 18:30 Italien verzeichnet 156.000 neue Fälle +++
In Italien verzeichnen die Gesundheitsbehörden 155.697 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das seien rund 11.500 weniger als am Vortag, teilt das Gesundheitsministerium mit. 389 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, am Tag zuvor seien es 426 gewesen. Seit dem Ausbruch des Virus in Italien im Februar 2020 starben 145.159 Menschen - das ist nach Großbritannien der zweithöchste Wert in Europa und der neunthöchste weltweit. Mehr als 10,54 Millionen Ansteckungsfälle wurden bislang registriert.

+++ 18:00 Booster könnte EU bis zu 800.000 Klinikeinweisungen ersparen +++
Booster-Impfungen könnten der EU zufolge mehrere Hunderttausend Krankenhauseinlieferungen in Europa vermeiden. Mit der bis Anfang Januar erreichten Booster-Rate sei eine Reduzierung der Fälle in der EU, Norwegen, Island und Liechtenstein um 500.000 bis 800.000 möglich, teilt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. Rund 70 Prozent der EU-Bürger sind bislang vollständig geimpft, davon hat die Hälfte zusätzlich einen Booster erhalten. Würden alle bereits Geimpften die dritte Impfung in Anspruch nehmen, könnte die Zahl der Hospitalisierungen noch niedriger ausfallen, sagt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

+++ 17:30 Demo in Wandlitz: Corona-Skeptiker an natürlicher Ursache gestorben +++
Nach dem Tod eines 53-Jährigen bei einer Demonstration von Gegnern der Coronamaßnahmen in Wandlitz in Brandenburg hat eine Obduktion eine natürliche Todesursache ergeben. Das teilt die Polizei in Potsdam mit. Weitere Einzelheiten nennen die Beamten nicht. Der Mann war am Montagabend während einer Identitätsfeststellung durch die Polizei zusammengebrochen und später in einem Krankenhaus gestorben. Nach Angaben der Polizei hatte er vorher versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen. Demnach wurde er durch sogenannte einfache körperliche Gewalt wie Wegdrücken und In-den-Weg-Stellen gehindert. Anschließend stellten Einsatzkräfte die Personalien von ihm und einer Begleiterin fest und geleiteten das Paar zurück zu dessen Wagen. Auf dem Weg dorthin brach der Mann zusammen.

+++ 17:05 Berlin verlängert epidemische Lage +++
Wegen der hohen Corona-Zahlen infolge der Omikron-Welle hat das Berliner Abgeordnetenhaus die sogenannte epidemische Lage verlängert. Sie war am 21. Dezember ausgerufen worden und bisher bis zum 31. Januar befristet. Nach der Entscheidung des Parlaments gilt sie nunmehr bis zum 31. März. Der Senat könnte auf Basis des Beschlusses zum Beispiel neue Beschränkungen beschließen, falls die Infektionslage das erfordert. Die Berliner Stadtbezirke sind derzeit die Inzidenz-Hotspots in Deutschland. Die Top-Fünf-Plätze werden allesamt von Bezirken der Bundeshauptstadt belegt. Ganz vorn ist Berlin-Mitte mit einem Inzidenzwert von 2891.
Siehe Eintrag um 07:54 Uhr

+++ 16:40 Folge der Pandemie: Fliegen wird teurer +++
Die Corona-Pandemie bremst die schwächelnde Erholung der Luftfahrt. Die Omikron-Welle sorge für deutlich weniger Flugbetrieb im Januar und Februar, erklärt der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Die Fluglinien hätten wegen mangelnder Nachfrage kurzfristig bis zu ein Drittel der geplanten - und wegen Corona bereits gesenkten - Kapazitäten streichen müssen. Derweil verteuert sich Fliegen in der Krise spürbar. Dem Verband zufolge kosteten 2021 innereuropäische Flüge rund 22 Prozent mehr als 2019, während die Preise im interkontinentalen Verkehr um drei Prozent zulegten und auf Inlandsflügen um gut zehn Prozent.

+++ 16:05 Impfung eines 6-Jährigen: Radikale Impfgegner stürmen Krankenhaus +++
Eine Gruppe von Corona-Impfgegnern ist in Costa Rica gewaltsam in ein Krankenhaus eingedrungen, um einen ungeimpften sechsjährigen Jungen herauszuholen. Nach Angaben der Leiterin des Krankenhauses in Heredia, Priscilla Balmaceda, überfielen rund 30 mutmaßliche radikale Impfgegner Sicherheitsbeamte, Patienten und medizinisches Personal und versuchten, den Jungen mitzunehmen. Dessen Eltern hatten sich einer Impfung ihres Sohnes widersetzt. Der Junge war einige Tage zuvor wegen einer Atemwegserkrankung in das Krankenhaus eingeliefert worden und sollte auf Empfehlung der Ärzte geimpft werden. Wenige Minuten nach einem "respektvollen Gespräch" mit dem Vater, einem Rechtsberater, in dem es darum gegangen sei, dass der Sozialdienst sein grünes Licht für die Entlassung des Kindes geben müsse, hätten die Impfgegner das Krankenhaus gestürmt, berichtete Balmaceda.

+++ 15:35 EMA lässt Corona-Pille Paxlovid zu +++
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Medikaments Paxlovid gegen Covid-19. Das Mittel des US-Herstellers Pfizer könne bei Patienten eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern, teilt die EMA in Amsterdam mit. Nach der Zulassung ist dies das erste Medikament gegen Covid, das oral eingenommen werden kann. Die Pille gilt als sehr effektiv. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache. Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach orderte Deutschland bereits eine Million Packungen Paxlovid.
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+++ 15:20 Mehr als 200.000 Infektionen: Krankenhäuser erwarten viele Neueinweisungen +++
Kliniken in Deutschland stellen sich angesichts der emporschnellenden Corona-Infektionszahlen auf zahlreiche neue Patienten ein. Die aktuelle Zahl von 200.000 Neuinfizierten innerhalb eines Tages werde sich erst in sieben bis zehn Tagen in den Kliniken auswirken, sagt der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, im ZDF-"Morgenmagazin". "Das heißt, wir werden auch in den kommenden Tagen und wahrscheinlich Wochen eine hohe Dynamik neuer Zugänge in die Krankenhäuser erleben", sagt er. Hinzu komme, dass Personal wegen eigener Ansteckungen ausfalle. "Das belastet die Krankenhäuser."

+++ 14:50 Kliniken setzen auf Novavax +++
Die Krankenhäuser in Deutschland setzen bis zum Inkrafttreten der Impfpflicht für ihre Beschäftigten am 15. März auf Überzeugungsarbeit. "Wir hoffen auch, dass Einige den neuen Impfstoff Novavax in Anspruch nehmen und sich damit die Zahlen der Ungeimpften noch reduzieren", sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, im ZDF. Dieser gilt als eine Art Totimpfstoff und könnte damit Impfskeptikern entgegenkommen, die die mRNA-Impfstoffe von Biontech oder Moderna ablehnen. "Aber wer nach dem 15. März noch ungeimpft ist, muss damit rechnen, dass er zunächst dann freigestellt wird von der Arbeit und zwar ohne Lohnfortzahlung."

+++ 14:26 Wachsende Kritik an Corona-Politik: "Deutschland ist einfach Pandemie-müde" +++
Zwei Jahre nach dem ersten bestätigten Corona-Fall in Deutschland sieht der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans eine wachsende Kritik an der Corona-Politik, den Zusammenhalt in der Gesellschaft hält er aber nicht für gefährdet. "Viele Menschen sind nach dieser langen Zeit der Einschränkungen einfach pandemiemüde und wünschen sich das Leben vor Corona zurück. Dass die Kritik an einzelnen Maßnahmen oder der Corona-Strategie als Ganzem zunimmt, ist deshalb auch völlig nachvollziehbar und damit müssen die politischen Entscheidungsträger auch leben: Denn es gab und gibt in dieser Situation auch nie die eine perfekte Lösung, die für niemanden Nachteile hat", sagt Hans der "Rheinischen Post".

+++ 14:00 Proteste immer größer - Psychologe: Pandemie verstärkt antidemokratische Ressentiments +++
Am vergangenen Montag nehmen einem Medienbericht zufolge bundesweit rund 350.000 Menschen an Protesten gegen Coronaschutzmaßnahmen sowie an Gegendemonstrationen teil. Das berichtet das ARD-Politmagazin "Kontraste" unter Berufung auf Angaben des Bundesinnenministeriums. Eine nähere Aufschlüsselung, wie sich die Zahl auf die beiden gegensätzlichen Lager verteilt, gibt es nicht. Seit Monaten demonstrieren vielerorts Menschen gegen Impfungen und andere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung. Der Sozialpsychologe Oliver Decker sagt "Kontraste", dass die Coronamaßnahmen lediglich ein Auslöser der Proteste seien und als Verstärker für bereits vorhandene antidemokratische Ressentiments in Teilen der Bewegung fungieren. "Was hier zum Tragen kommt, sind gewachsene Strukturen und auch gewachsene Ablehnung des demokratischen Systems", so der Experte der Universität Leipzig.

+++ 13:48 Hälfte der Deutschen will Abschaffung von 2G im Einzelhandel +++
Fast die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ist für eine Abschaffung der 2G-Regelung im Einzelhandel. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov geben 49 Prozent der Befragten an, sie würden für ihr Bundesland stattdessen eine 3G-Regelung befürworten, so dass außer Geimpften und Genesenen auch Getestete Zugang zu den Geschäften abseits des Lebensmittelhandels hätten. Rund 38 Prozent lehnen eine solche Entschärfung der Corona-Auflagen ab. Bund und Länder hatten die 2G-Regel für weite Teile des Einzelhandels angesichts der steigenden Corona-Inzidenzzahlen Anfang Dezember vergangenen Jahres beschlossen. Ausgenommen waren Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien, Apotheken. Doch wurde die Regelung inzwischen bereits in mehreren Ländern von Gerichten gekippt, so dass mittlerweile ein Flickenteppich mit unterschiedlichen Zugangsregeln entstanden ist.

+++ 13:42 Polen: Knapp 58.000 Neuinfektionen - künftig Corona-Tests kostenlos +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen erreicht den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert. Innerhalb von 24 Stunden kommen 57.659 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Zudem versterben 262 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Nach einer Anweisung des Bildungsministeriums stellen alle Schulen des Landes auf Fernunterricht für Schüler ab der 5. Klasse um. Diese Regelung soll für einen Monat gelten. Auch führt Polen nun die Möglichkeit zu kostenlosen Corona-Tests ein. Ab sofort gebe es landesweit 64 Apotheken, wo sich Bürger testen lassen können, teilt Minister Adam Niedzielski mit. Weitere Apotheken hätten die Zulassung als Teststelle beantragt. Die Opposition wirft der nationalkonservativen PiS-Regierung schon länger vor, drastische Beschränkungen im Alltagsleben zu vermeiden, um Impfgegner in den eigenen Reihen nicht zu verprellen.

+++ 13:31 Razzia in Berlin: Ärztin soll im großen Stil Impfpässe gefälscht haben +++
Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin sind zu einer Razzia bei einer 77-jährigen Ärztin wegen mutmaßlicher Impfpassfälschung angerückt. Nach Angaben der Ermittler steht die Medizinerin aus dem Stadtteil Wilmersdorf im Verdacht, gegen Zahlung von jeweils mindestens 180 Euro zahlreiche falsche Impfbescheinigungen in Impfpässe eingetragen zu haben. Mit diesen konnten sich Ungeimpfte dann digitale Impfzertifikate erschleichen. Wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in der Hauptstadt weiter mitteilen, erstrecken sich die Ermittlungen auch auf eine mögliche Verbindung der Frau "ins Milieu der organisierten Kriminalität". Am Mittwoch durchsuchten Einsatzkräfte die Praxis und die Privaträume der Beschuldigten. Dabei beschlagnahmten sie Beweismittel, darunter auch mutmaßlich gefälschte Aufkleber mit Chargennummern.

+++ 13:18 Kandidatin für Grünen-Vorsitz: Lang mit Coronavirus infiziert +++
Vor dem für sie so wichtigen Bundesparteitag hat sich die Kandidatin für den Grünen-Vorsitz, Ricarda Lang, mit dem Coronavirus infiziert. Das habe ein PCR-Test ergeben, schreibt Lang auf Twitter. "Zum Glück bin ich dreifach geimpft, mir geht es gut und ich verspüre keine Symptome." Ihre Bewerbungsrede für die Wahl zur neuen Grünen-Chefin beim Parteitag am Samstag werde sie digital halten. "Nach meiner ersten Rede im Bundestag fuhr ich gestern nach Hause für eine Videokonferenz und bekam am Abend per E-Mail das Ergebnis des PCR-Tests, den wir vor dem Parteitag am Wochenende standardmäßig zur Sicherheit durchgeführt haben", so Lang.

+++ 13:04 Italien lockert Einreisebestimmungen ab Februar +++
Italien-Urlauber können ab Februar mit gelockerten Corona-Einreiseregeln rechnen. Ab dem 1. Februar brauchen Reisende aus den EU-Ländern lediglich entweder einen negativen Corona-Test oder einen Impf- oder Genesungsnachweis, wenn sie nach Italien kommen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums erklärt. Gesundheitsminister Roberto Speranza habe dazu eine Anordnung unterzeichnet. In dem Mittelmeerland werden die Nachweise als "Green Pass" (Grüner Pass) bezeichnet. Die in Deutschland verwendeten QR-Codes für die Impfung gelten auch in Italien. Bislang mussten alle Reisenden, auch Coronageimpfte und Genesene, zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen.

+++ 12:46 Hamburg verbietet Großdemo gegen Corona-Maßnahmen +++
Die Hamburger Polizei verbietet eine für kommenden Samstag angemeldete Demonstration von 11.000 Corona-Maßnahmen-Gegnern. Als Hauptgrund nennt Polizeisprecher Holger Vehren den Infektionsschutz. Der Anmelder, ein Verein, habe die Demo unter das Motto "Gegen die Maskenpflicht und sonstige Corona-Maßnahmen" gestellt und deutlich gemacht, dass er den Demonstrationszug rund um die Binnenalster ohne Masken abhalten wolle. Er habe sich in Gesprächen auch nicht kooperationsbereit gezeigt, sagt Vehren. Angesichts der pandemischen Lage sei eine Versammlung mit 11.000 Teilnehmern ohne Masken nicht möglich, so Vehren. Vor zwei Wochen war bereits eine Großdemonstration von Gegnern der Impf- und Corona-Maßnahmen, zu der bis zu 15.000 Menschen in der Innenstadt erwartet wurden, aus Infektionsschutzgründen verboten worden. Dennoch hatten sich später rund 3000 Menschen größtenteils ohne Masken und Abstand rund um die Kunsthalle versammelt.

+++ 12:33 Caritasverband: Impfpflicht ab 18 wäre "Etikettenschwindel" +++
In der Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht wirft der Deutsche Caritasverband der Politik "Etikettenschwindel" vor. Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und anderen vertretene Impfpflicht ab 18 Jahren sei gerade kein allgemeiner Ansatz, sondern ein altersdifferenzierter, sagt Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Entweder solle sich die Politik an der Impfstoffzulassung ab fünf Jahren orientieren oder an der am meisten gefährdeten Gruppe ab 50 Jahren. "Mir fällt kein Argument ein, das für 18 spricht", sagt Welskop-Deffaa. Sie kritisiert auch Lauterbachs Vorschlag zur Auszahlung eines weiteren Corona-Bonus in der Pflege: "Ein Füllhorn, das eher zufällig ausgegossen wird, ist der falsche Weg." Die geplante Begrenzung der Prämie auf Pflegekräfte missachte, dass auch das Hilfspersonal und die Ärzte stark belastet seien. Welskop-Deffaa forderte stattdessen, dass sich die Sozialpartner auf eine Corona-Prämie einigen sollten.

+++ 12:19 Mehr als 88.000 Neuinfektionen in Russland - Todeszahlen sinken langsamer als zuletzt +++
Russland meldet einen neuen Rekord bei den Neuinfektionen. Nachdem am Vortag mit 74.692 neuen Fälle bereits der Höchstwert seit Pandemiebeginn verzeichnet wird, steigen die Zahlen aktuell noch deutlich auf 88.816 Fälle. Im Sieben-Tage-Schnitt erkranken momentan 66.622 Menschen täglich am Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle sinkt seit ihren Höchstständen Mitte November zeitweise deutlich, scheint aktuell aber auf einem hohen Niveau zu verharren. 665 neue Todesfälle melden die Behörden derzeit. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt mit 673 nur minimal höher, was auf langsamer sinkende Zahlen hindeutet.

+++ 12:02 RKI kündigt Verbesserungen der Meldesoftware an +++
Bei der von Gesundheitsämtern genutzten Software zur Meldung von Corona-Fällen sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich. Dabei geht es "neben der Behebung von aktuellen Problemen in der Software auch um Verbesserungen der Benutzerführung, damit Vorgänge einfacher und schneller bearbeitet werden können", teilt eine RKI-Sprecherin mit. Darüber hinaus gehe es "um technische Ertüchtigungen, damit die großen Datenmengen insgesamt bewältigt werden können". Das RKI sei in engem Austausch mit den Gesundheitsämtern und unterstütze entsprechend. Mitarbeiter in etlichen Gesundheitsämtern haben sich in den vergangenen Wochen darüber beschwert, dass die vom RKI bereitgestellte Software "SurvNet" zum Teil so langsam auf Eingaben reagiere, so dass die Software oft unbrauchbar sei. Außerdem stürze die Software häufig ab. Das SurvNet-System wird von vielen der rund 400 Gesundheitsämtern verwendet, um ihre Daten an 16 Landesgesundheitsämter zu übermitteln.

+++ 11:46 Kinderimpfungen laufen schleppend - Versorgung auf dem Land mau +++
Wie geht es mit der Kinderimpfung in Deutschland voran? Erstaunlich langsam - auch wenn die Zuwächse bei den Kinder-Impfquoten aktuell natürlich deutlich größer sind als in den älteren, schon stärker versorgten Gruppen. Ein Kollege vom SWR hat analysiert, dass es auf dem Land offenbar häufig an Impfangeboten für Kinder fehlt. Die Eltern fahren dann zum Impfen in die nächste große Stadt. Positiv ist, dass deutlich mehr als die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland (12-17 Jahre) "vollständig geimpft" bzw. grundimmunisiert ist. Der Anteil ist von 57,1 in der Vorwoche auf jetzt 58,3 Prozent gestiegen. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Für die jüngeren Kinder zwischen 5 und 11 Jahren gibt es erst seit der zweiten Dezemberhälfte ein flächendeckendes Impfangebot der Bundesländer, aber noch keine ausdrückliche allgemeine Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO). Die Impfquote ("grundimmunisiert", also etwa 2x Biontech) liegt hier deutschlandweit bei 8,3 Prozent (Stand der Vorwoche: 6,1%). 17 Prozent haben mindestens eine Dosis erhalten. Dass die Impfquoten so langsam steigen, kann verschiedenen Gründe haben: Etwa fehlende Angebote (Ärzte warten auf die STIKO-Empfehlung), Verunsicherung bei den Eltern. Möglicherweise lässt sich der langsame Fortschritt aber auch dadurch erklären, dass die Durchseuchung bereits weit fortgeschritten ist und Impfpläne der Eltern durchkreuzt werden.

+++ 11:30 Neun Bundesländer melden neue Rekordwerte bei Neuinfektionen +++

Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen die ntv-Moderatorinnen Anne-Kathrin Cyrus und Vivian Bahlmann zusammen mit dem Impfstoffforscher Dr. Sebastian Ulbert die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:12 Justizministerin Havliza: "Ungeimpft"-Davidstern ist strafbar +++
Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza warnt anlässlich des Holocaust-Gedenktags vor dem Tragen eines Davidsterns mit dem Wort "ungeimpft". "Ich halte das für strafbar", sagt die CDU-Politikerin mit Blick auf die Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen. Dieselbe Einschätzung gelte für das Präsentieren der stilisierten Torbogen-Inschrift "Impfen macht frei!", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Beides sei zuletzt bei Protesten vorgekommen und auch im Netz würden entsprechende Grafiken verbreitet. "Mit den drei Generalstaatsanwälten in Niedersachsen bin ich mir einig, dass diese Verhaltensweisen als Volksverhetzung verfolgt werden können", sagt Havliza. Wer meine, die gegenwärtige Corona-Politik mit dem nationalsozialistischen Völkermord an Juden gleichsetzen zu können, der verharmlose den Holocaust auf perfide Art und Weise.

+++ 10:57 Fahnder stellen in Frankreich 62.000 gefälschte Impfpässe sicher +++
Fahnder in Frankreich haben ein Netzwerk von Betrügern ausgehoben, das 62.000 gefälschte Impfnachweise erstellt haben soll. Die Ermittlungen einer Pariser Spezialeinheit für Cyberkriminalität hätten zur Festnahme von fünf Personen im Raum Poitiers und Lyon geführt, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zunächst hatte der Sender France Info unter Verweis auf die Polizei das berichtet. Drei 22 bis 29 Jahre alte Verdächtige sollen die Daten von 35 Ärzten gehackt haben, um damit falsche Nachweise für Corona-Impfungen zu erstellen. Diese sollen sie direkt und über Mittelsmänner weiterverkauft haben. Der Betrug ist nach Hinweisen unter anderem einer Krankenkasse aufgeflogen, die in der Dokumentation auf Tausende angebliche Impfungen durch eine einzelne Krankenschwester gestoßen war, die an der Impfkampagne aber gar nicht beteiligt war. Die französische Regierung war kürzlich von rund 200.000 gefälschten Impfnachweisen ausgegangen, die im Land im Umlauf seien.

+++ 10:42 Immunologe Watzl: Geimpfte und Genesene gleichstellen +++
Der Immunologe Carsten Watzl spricht sich dafür aus, Geimpfte und Genesene gleichzustellen. Dass Geimpfte länger als immun gelten als Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, sei "nicht nachvollziehbar", sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Das Bundesgesundheitsministerium gibt Mitte Januar unter Berufung auf eine Festlegung des Robert-Koch-Instituts (RKI) bekannt, dass Genesene nur noch drei Monate als geschützt gelten. Zuvor sind es sechs Monate. Der Immunologe glaubt nicht, dass sich die Situation durch Omikron entscheidend verändert hat. "Studien zeigen zwar, dass viele Antikörper von Genesenen die Omikron-Variante nicht mehr so gut erkennen können, und diese Personen damit kaum noch einen Schutz vor der Infektion haben", sagt der Immunologe. "Aber diese Veränderung gilt ebenso für Geimpfte. Wenn man den Genesenen-Status verkürzt, muss man das eigentlich auch für die Impfzertifikate tun."

+++ 10:23 Impfkampagne so schwach wie zum Jahreswechsel +++
Am gestrigen Tag werden nicht mal mehr 458.000 Dosen verimpft. Das sind fast 206.000 Dosen weniger als am gleichen Tag der Vorwoche. Gut drei von vier verimpften Dosen sind aktuell Auffrischungen. Die Zahl der Erstimpfungen geht weiterhin zurück. Gerade noch etwas mehr als 37.000 Menschen lassen sich gestern ihre erste Dosis geben.

Entsprechend sieht die Verlaufskurve der Impfungen aus. Derzeit werden im Sieben-Tage-Schnitt nur noch rund 418.000 Impfungen vorgenommen. Damit ist annähernd das niedrige Niveau des Jahreswechsels erreicht, wenngleich eine geringe Impfnachfrage zu dieser Zeit durch die Feiertage und Ferien begründbar ist. Selbst bei den Booster-Impfungen sinkt der Sieben-Tage-Schnitt derzeit erheblich. Gerade noch etwas mehr als 310.000 Auffrischungsimpfungen werden momentan täglich verimpft.

Es geht voran, wenn auch langsam. In Deutschland gelten aktuell 73,7 Prozent der Gesamtbevölkerung als grundimmunisiert. Das bedeutet, dass sie zwei Impfdosen erhalten haben oder eine im Falle des Präparats von Johnson&Johnson. Als vollständig geimpft gelten nach RKI-Angaben künftig Menschen, die auch eine Auffrischungsimpfung (Booster) erhalten haben. 75,6 Prozent der Gesamtbevölkerung haben zumindest eine erste Impfung erhalten. Nach wie vor 24,4 Prozent gelten als gänzlich ungeimpft.

Schaut man sich die Bevölkerung an, die derzeit geimpft werden darf (also Menschen älter als fünf Jahre), liegt die vollständige Impfquote bei 77,3 Prozent, 79,4 Prozent haben danach wenigstens eine Impfung erhalten. Noch mehr als ein Fünftel der impffähigen Bevölkerung ist ungeimpft.

Bei den vollständigen Impfquoten der einzelnen Bundesländer tut sich wenig. Positiv ist, dass nach Bremen das Saarland demnächst die Quote von 80 Prozent vollständig Geimpfter in der Gesamtbevölkerung erreichen wird, aktuell steht der Wert bei 79,9 Prozent. 13 von 16 Bundesländern haben vollständige Impfquoten von mindestens 70 Prozent.

Das Saarland macht auch bei der Quote der Booster-Impfungen eine gute Figur. Fast 60 Prozent der Gesamtbevölkerung haben demnach bereits eine Auffrischung erhalten.

+++ 10:08 Rekord bei Neuinfektionen auch in Tschechien: 54.685 Fälle +++
Tschechien eilt bei den Neuinfektionen derzeit von Rekord zu Rekord. Wird am Vortag mit mehr als 39.500 Neuinfektionen bereits ein neuer Höchstwert erreicht, wird dieser aktuell mit 54.685 neuen Fälle deutlich übertroffen. Die Zahl der Todesfälle nimmt dagegen weiterhin ab. Sieben Todesfälle melden die Behörden aktuell. Im Sieben-Tage-Schnitt versterben aktuell 16 Menschen täglich im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

+++ 09:50 Appell an Verlage, Fake-Anzeigen nicht zu drucken +++
Der rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialminister Alexander Schweitzer appelliert an die Verlage, gedruckte oder digital geschaltete Anzeigen im Zusammenhang mit der Impfpflicht im Gesundheitswesen "mit besonderer Sorgfalt auf ihre Echtheit hin zu prüfen". "Medienberichte über bundesweit immer häufiger entlarvte Fake-Anzeigen angeblicher Pflegekräfte, die wegen der Impfpflicht im Gesundheitswesen ihren Beruf aufgeben wollen, bereiten mir große Sorgen", sagt der SPD-Politiker. "Der Verdacht liegt nahe, dass Corona-Impfgegner die Annoncen in Zeitungen und Anzeigenblättern gezielt missbrauchen, um mit Fälschungen große Verunsicherung in der Pflegelandschaft zu stiften." Jede falsch geschaltete Anzeige sei "verantwortungslos und perfide". "Pflegekräfte haben es nicht verdient, Gegenstand einer dreisten Desinformationskampagne zu werden." Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten gehe hoch verantwortungsvoll mit dem Schutz vor dem Coronavirus um. Von den 485 Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz liegen Rückmeldungen aus 405 Einrichtungen vor. Der Anteil doppelt geimpfter Mitarbeitender steigt seit Beginn des Monitorings am 26. November von 86 auf 89 Prozent, der Anteil der vollständig geimpften Bewohner von 90 auf 93 Prozent. Auch beim Boostern gibt es Zuwächse: Von 39 auf 66 Prozent bei den Beschäftigten und von 69 auf 89 Prozent bei den Bewohnern.

+++ 09:33 Indien meldet erneut rund 286.000 Neuinfektionen +++
In Indien pendelt sich die Zahl der Neuinfektionen derzeit auf hohem Niveau ein. Nach 285.914 neuen Fällen am Vortag, melden die Behörden nun 286.384 Neuinfektionen. Beide Werte liegen jedoch klar unter dem Sieben-Tage-Schnitt, der aktuell mit 307.532 täglichen Fällen angegeben wird. Auch die Zahl der Todesfälle bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie zuletzt. 573 Verstorbene im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden aktuell gemeldet, das entspricht dem Sieben-Tage-Schnitt von 572 täglichen Toten.

+++ 09:18 Übersterblichkeit in populistisch geführten Ländern doppelt so hoch +++
In Ländern mit populistischen Regierungen ist das Corona-Sterberisiko einer Studie zufolge deutlich höher als anderswo. Die Übersterblichkeit sei dort im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie in nicht-populistisch regierten Ländern, geht aus einem Forschungspapier hervor. "Die Zahlen sind eindeutig: Populisten sind in der Corona-Pandemie die klar schlechteren Krisenmanager und für viele vermeidbare Tote in den von ihnen regierten Ländern verantwortlich", sage IfW-Experte Michael Bayerlein, der zu Populismus forscht. Die sogenannte Übersterblichkeit - also die Anzahl an Todesfällen oberhalb des Wertes, der auch ohne die Pandemie zu erwarten gewesen wäre - liegt in nicht populistisch geführten Ländern bei gut acht Prozent. In populistisch geführten Ländern sind es der Studie nach hingegen fast 18 Prozent. Insgesamt 13 Regierungen stuften die Autoren dabei als populistisch ein - darunter die in Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Großbritannien, Brasilien und Indien. Bei sonst 100 Todesfällen verursache die Corona-Pandemie dort 18 zusätzliche Tote, so das Fazit. Im Durchschnitt aller betrachteten Ländern liegt demnach die Übersterblichkeit bei zehn Prozent: Statt sonst 100 seien durch die Pandemie 110 Sterbefälle zu verzeichnen.

+++ 09:02 US-Krankenhaus verweigert Ungeimpftem Herztransplantation +++
Ein Krankenhaus in der US-Metropole Boston verweigert Medienberichten zufolge einem nicht gegen das Coronavirus geimpften Patienten eine Herztransplantation. Der Vater des 31-jährigen Patienten, David Ferguson, sagt den Sendern CNN und ABC, sein Sohn sei von der Liste der Kandidaten für eine Herztransplantation gestrichen worden, weil er sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wolle. Eine Sprecherin des Krankenhauses sagt der Nachrichtenagentur AFP, die Corona-Impfung sei in der Klinik eine der "Voraussetzungen" für Organ-Transplantationen. Hinzu kämen weitere Anforderungen an die betroffenen Patienten. Es müsse sichergestellt werden, dass ein Patient nach der Organtransplantation gute Überlebenschancen habe, weil sein Immunsystem dann "drastisch unterdrückt" sei. Ferguson sagt, sein Sohn befinde sich "am Rande des Todes". Die Corona-Impfung lehne der 31-Jährige ab, weil diese seinen "Grundprinzipien" widerspreche. "Er glaubt nicht daran."

+++ 08:37 Wert-Korrektur: Inzidenz bereits gestern deutlich über 1000 +++
Wie gestern schon vermutet, übersteigt die Sieben-Tage-Inzidenz nicht erst aktuell den Wert von 1000, sondern tut dies bereits am Vortag. Dies zeigt der korrigierte Inzidenzwert. Demnach liegt die Inzidenz gestern nicht bei 940,6, sondern bereits bei 1033,8. Die Differenz liegt somit bei 93,2. Zudem liegt der gestrige korrigierte Wert damit bereits klar über der heute vom RKI vermeldeten Inzidenz von 1017,4. Durch die hohe Zahl an Neuinfektionen kommt es derzeit teils zu massiven Erfassungs- und Meldeverzögerungen. In den letzten sieben Tagen pendelt die nachträgliche Inzidenz-Korrektur zwischen 81 und 98 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

+++ 08:18 Fast 4000 neue Todesfälle in den USA +++
Die USA erleben derzeit nicht nur extrem hohe Neuinfektionszahlen, sondern auch enorm viele Todesfälle. Aktuell melden die Behörden 3895 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Das ist der höchste Tageswert seit 23. September. Insgesamt scheint die Zahl der Todesfälle bereits die der vorherigen Pandemie-Welle zu übersteigen. Der aktuelle Sieben-Tage-Schnitt der Verstorbenen liegt bei 2466, ein Wert der zuletzt Mitte Februar 2021 erreicht wird. Die Zahl der Neuinfektionen nimmt zuletzt massiv ab, allerdings melden die Behörden trotzdem fast 700.000 Fälle. Der Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen liegt derzeit bei 618.231.

+++ 07:54 Inzidenz in der Hälfte aller Bundesländer über 1000 +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland melden dem Robert-Koch-Institut erstmals mehr als 200.000 Neuinfektionen an einem Tag. Konkret 203.136 neue Fälle stellen gegenüber der Vorwoche einen Anstieg um 52 Prozent dar. Vor sieben Tagen werden 133.536 Fälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wird mit 188 angegeben. In der Vorwoche sind es 234 Todesfälle.

Aktuell melden fast alle Regionen Deutschlands Zahlen an das RKI. Ausnahme ist der Stadtkreis Remscheid in Nordrhein-Westfalen und vermutlich auch der Landkreis Harburg südlich von Hamburg, der nur einen neuen Coronafall vermeldet, während alle benachbarten Landkreise jeweils mehrere hundert verzeichnen.

Entsprechend der großen Zahl an Neuinfektionen, klettert auch die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 weiter. Sie übersteigt erstmals bundesweit die Schwelle von 1000. Der aktuelle Wert von 1017,4 stellt einen Anstieg gegenüber dem Vortag (940,6) um knapp 67 dar.

Durch die neuen Rekordzahlen übersteigt der Inzidenzwert nunmehr in der Hälfte aller Bundesländer die neuralgische Marke von 1000. Das Saarland (1032,6) und Schleswig-Holstein (1009,9) sind neu im "Club der 1000er". Auch Sachsen-Anhalt, wo die Omikron-Variante sich gegenüber anderen Bundesländern verzögert ausbreitet, übersteigt nun immerhin deutlich die Marke von 500 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner – Sachsen dürfte morgen folgen.

Die Berliner Stadtbezirke sind nach wie vor die Inzidenz-Hotspots in Deutschland. Die Top-Fünf-Plätze werden allesamt von Bezirken der Bundeshauptstadt belegt. Ganz vorn ist Berlin-Mitte mit einem Inzidenzwert von 2891. Die Bundeshauptstadt übersteigt zudem mit den aktuell gemeldeten 14.730 Neuinfektionen die Marke von 500.000 offiziellen Fällen seit Pandemiebeginn.

Der Blick auf die Inzidenz-Karte der Regionen zeigt, dass die Cluster der Regionen mit Werten über 1000 sich langsam auflösen und immer größere Flächen bilden. Zudem gibt es derzeit keine Region in Deutschland, die eine Inzidenz unter 200 ausweist, nur noch 22 Regionen liegen unterhalb von 350.

+++ 07:38 Testlabor: Schnelltests ersetzen keine PCR-Tests +++
Nach den Änderungen bei der Corona-Teststrategie für Grundschüler in Nordrhein-Westfalen zeigt der Leiter eines Bonner Testlabors Verständnis für den Schritt, äußert aber auch Kritik. "Wir können schon verstehen, dass die Mitarbeiter von Laboren so entlastet werden sollen", sagt Philipp Westhofen, Leiter des Bonner Labors CBT. "Ich weiß aber nicht, wie sinnvoll das ist. Meiner Meinung nach können die Schnelltests keine PCR-Tests ersetzen. Letztlich rauscht das Coronavirus damit einmal durch die Klasse." Die neuen Testregelungen gelten an den Grundschulen seit Mittwoch. Neu ist im Kern, dass bei Schülern nach einem positiven Pool-Ergebnis der Klasse bei den Lolli-PCR-Tests nur noch mit einzelnen Schnelltests nachgetestet wird. Bisher hatten Schüler zusätzlich noch einzelne PCR-Rückstellproben abgegeben, die bei einem positiven Pool-Ergebnis rasch in einem zweiten Schritt in den Laboren überprüft worden waren, um infizierte Kinder zu erkennen. Das entfällt nun - laut Schulministerium wegen der sprunghaft angestiegenen Infektionszahlen und etwa der damit einhergehenden starken Labor-Belastungen.

+++ 07:14 Covid-Erkrankung immer seltener Grund für Krankenhauseinweisung +++
Im Zuge der Omikron-Welle liegen immer häufiger Bürger in Krankenhäusern, die aufgrund einer positiven Testung zwar offiziell als Covid-Patienten gemeldet sind, aber eigentlich wegen einer anderen Krankheit medizinisch behandelt werden. Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass etwa im Saarland in den vergangenen zwei Wochen nur jeder vierte offiziell gemeldete Corona-Patient tatsächlich wegen Covid im Krankenhaus lag. Im Dezember war es demnach noch jeder zweite. In Bremen hatten laut "Bild" vergangene Woche nur 40 Prozent der Corona-Patienten den Einweisungsgrund Covid, bei 60 Prozent wurde Corona nebenbei festgestellt. Auch hier waren die Anteile vor der Omikron-Welle höher: Im Dezember waren 68 Prozent wegen Corona im Krankenhaus, 32 Prozent aus anderen Gründen. In Rheinland-Pfalz lagen in den vergangenen zwei Wochen 44 Prozent der offiziell gemeldeten Corona-Patienten wegen des Virus dort, 56 Prozent aus anderem Grund.

+++ 06:58 Vor Olympia: China schränkt Bewegungsfreiheit in Peking ein +++
China schränkt den Bewegungsradius der Menschen in weiten Teilen der Hauptstadt Peking trotz sinkender Fallzahlen weiter ein. Nach Angaben der Regierung soll damit das Verbreitungsrisiko des Virus wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele gesenkt werden. Der Pekinger Bezirk Fengtai teilt mit, dass die Bewohner ihre Wohnungen nur aus wesentlichen Gründen verlassen dürfen und sich täglich einem Corona-Test unterziehen müssen.

+++ 06:39 Studien belegen: Nur geringer Einfluss von Impfung auf weiblichen Zyklus +++
Eine Corona-Impfung kann zwar Einfluss auf den weiblichen Zyklus haben, die Schwankungen sind aber gering und vorübergehend. Zu diesem Schluss kommt ein Überblicksartikel in der Fachzeitschrift BMJ. Die Reproduktionsmedizinerin Victoria Male vom Imperial College London sieht sich dafür unter anderem Studien aus den USA und Norwegen an. In der US-Studie wird die Regel von Tausenden Frauen sechs Zyklen lang mit einer Perioden-App überwacht. 2400 der knapp 4000 Probandinnen sind geimpft, der Rest ist ungeimpft. Die erste Dosis nimmt keinen Einfluss auf die Monatsblutung. Nach der zweiten Dosis kommt die Regel im Schnitt einen halben Tag später. Am stärksten ist die Verzögerung bei den 358 Frauen, die beide Impfungen innerhalb desselben Zyklus bekamen - nach dem deutschen Impfschema unmöglich. Bei ihnen setzt die Blutung mehr als zwei Tage später ein. Innerhalb dieser Gruppe dauert sie bei elf Prozent auch deutlich länger. Bei allen Frauen normalisiert sich das nach zwei Zyklen. In der anderen Studie werden 5688 Norwegerinnen gefragt, ob sie Veränderungen vor oder nach der Impfung bemerkt haben. 38 Prozent berichten von Unregelmäßigkeiten vor der Impfung, 39 Prozent nach der ersten Dosis, 41 Prozent nach der zweiten Spritze. Die häufigste Veränderung, über die berichtet wird, ist eine stärkere Blutung.

+++ 06:19 Coronavirus breitet sich in NRWs Gefängnissen weiter aus +++
Auch in nordrhein-westfälischen Gefängnissen gibt es immer mehr mit dem Coronavirus infizierte Insassen und Beschäftigte. So befinden sich zur Wochenmitte nach Angaben des Justizministeriums 231 Gefangene aufgrund eines positiven Corona-Tests in Isolation. Zudem seien aktuell 197 Bedienstete mit dem Virus infiziert. Zum Vergleich: Im gesamten Dezember 2021 waren es 110 Gefangene und 95 Bedienstete. Eine größere Zahl infizierter Häftlinge gibt es demnach zuletzt in Bielefeld-Brackwede, Remscheid und Hagen. Im offenen Strafvollzug sind die Anstalten in Bielefeld-Senne und Bochum-Langendreer betroffen. Bedienstete, die wegen einer Infektion, vorerst ausfallen, gebe es in nahezu allen 36 Anstalten, teilt das Ministerium auf Anfrage mit. Der Dienstbetrieb könne aber aufrechterhalten werden, heißt es weiter.

+++ 05:55 Pflegebevollmächtigte kritisiert ungerechten Pflegebonus +++
Die neue Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll, übt Kritik an den Plänen der Ampelkoalition, Pflegekräften einen Bonus für den Einsatz in der Corona-Pandemie zu zahlen. "Ich habe ein grundsätzliches Problem mit einem Bonus", sagt Moll dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Bei begrenzten Mitteln muss es eine Differenzierung geben, aber das ist immer ungerecht. Damit wird es immer Unzufriedene geben, weil man nicht alle Erwartungen erfüllen kann", betont sei. "Aber nun warten wir erst mal ab, bis der Vorschlag auf dem Tisch liegt. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesmal eine gute Lösung finden", fügt sie auch hinzu. Die Ampelkoalition will eine Milliarde Euro für einen Bonus zur Verfügung stellen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte angekündigt, die Zahlung auf die Intensiv-Krankenpflege zu konzentrieren. Das hatte in der Branche bereits für Kritik gesorgt.

+++ 04:46 RKI meldet 203.136 Neuinfektionen, Inzidenz über 1000 +++
Die Zahl der täglichen Neuinfketionen überschreitet erstmals die 200.000er Marke: Das Robert-Koch-Institut(RKI) meldet 203.136 neue Positiv-Tests, 69.600 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1017,4 von 940,6 am Vortag. 188 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 117.314.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:09 Dänemark beendet fast alle Maßnahmen +++
Trotz Rekordwerten an Neuinfektionen will Dänemark in der kommenden Woche beinahe alle Corona-Beschränkungen aufheben. Ab dem 1. Februar müssen die Dänen an den meisten Orten keine Masken mehr tragen oder Impfnachweise zeigen, kündigt die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen an. Damit folgt ihre Regierung den Weisungen der zuständigen Kommission, die empfohlen hatte, die Notfallmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie - und damit die meisten Beschränkungen - auslaufen zu lassen.

+++ 03:22 Moderna startet Studie mit Omikron-Impfstoff +++
Moderna beginnt seine erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs. An 24 Standorten in den USA nehmen daran insgesamt 600 Freiwillige - teils mit zwei oder bereits drei Injektionen – teil. Die Beständigkeit der Antikörper mit der normalen Booster-Impfung stimme zwar zuversichtlich, sagt Moderna-Chef Stéphane Bancel. "In Anbetracht der langfristigen Bedrohung durch die sogenannte Immunflucht von Omikron treiben wir unseren Omikron-spezifischen Impfstoffkandidaten dennoch weiter voran."

+++ 02:43 Fast alle Corona-Maßnahmen in England aufgehoben +++
In England sind seit Mitternacht die meisten Corona-Restriktionen aufgehoben. Die Maskenpflicht in Innenräumen gilt nicht mehr, der Zutritt zu Clubs und bestimmten Großveranstaltungen ist ohne Gesundheitspass möglich. Auch die Empfehlung der Regierung zur Arbeit im Homeoffice ist ausgelaufen. Möglich sind die Lockerungen laut Regierung durch eine erfolgreiche Booster-Impfkampagne. 64 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahren haben eine dritte Dosis erhalten. Dennoch verzeichnen die Gesundheitsbehörden im Vereinigten Königreich nach wie vor fast 100.000 Neuinfektionen am Tag.

+++ 01:50 Ärztevertreter fürchten Personalausfälle: "Praxen schon jetzt am Limit" +++
Ärztevertreter befürchten Lücken in der medizinischen Versorgung, weil zunehmend auch Personal sich mit dem Coronavirus infiziert. "Je stärker die Inzidenzen steigen, desto mehr Praxen werden auch vorübergehend krankheitsbedingt schließen müssen", sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Funke-Zeitungen. Schon jetzt arbeiteten die Praxen "am Limit". Auch der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, warnt vor Personalengpässen. "Die Quarantäne wird zum Problem werden in den kommenden Wochen", sagte Gassen.

+++ 01:10 Göring-Eckardt erwartet Aus für Genesenen-Sonderregel im Bundestag +++
Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt geht davon aus, dass der Bundestag die Corona-Sonderregelung beim Genesenenstatus wieder ändert. Für die Bürger ist dieser auf drei Monate verkürzt worden, im Parlament gilt durch eine Allgemeinverfügung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas die Frist von sechs Monaten. "Das war keine gute Idee und deswegen wird sie auch geändert. Da bin ich ganz sicher", sagte Göring- in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". "Die (Bundestags-) Präsidentin hat das entschieden und hat das entschieden nach Regelungen, die in Berlin gelten", erklärte Göring-Eckardt. Im Land Berlin gilt bei Veranstaltungen weiter die 2G-plus-Regel mit sechs Monaten für Genesene.

+++ 00:37 62.000 Impfnachweise gefälscht: Französische Fahnder nehmen Betrügernetzwerk hoch +++
Fahnder in Frankreich haben ein Netzwerk von Betrügern ausgehoben, das 62.000 gefälschte Impfnachweise erstellt haben soll. Drei 22 bis 29 Jahre alte Verdächtige sollen die Daten von 35 Ärzten gehackt haben, um damit falsche Nachweise für Corona-Impfungen zu erstellen. Diese sollen sie direkt und über Mittelsmänner weiterverkauft haben. Der Betrug war nach Hinweisen unter anderem einer Krankenkasse aufgeflogen, die in der Dokumentation auf Tausende angebliche Impfungen durch eine einzelne Krankenschwester gestoßen war, die an der Impfkampagne aber gar nicht beteiligt war.

+++ 23:25 Italien verzichtet auf Test bei Einreise von EU-Bürgern +++
Italien lockert ab Februar die Einreisebedingungen für Bürger aus anderen EU-Staaten. Ab kommendem Monat soll es für Reisende aus anderen EU-Ländern ausreichen, eine vollständige Impfung, eine Genesung oder einen negativen Corona-Test nachzuweisen. Derzeit verlangt Italien auch von vollständig Geimpften oder Genesenen noch einen zusätzlichen negativen Corona-Test bei der Einreise. Die EU-Mitgliedstaaten hatten am Dienstag vereinbart, das Reisen für Bürger mit einem gültigen Corona-Zertifikat innerhalb der EU einfacher gestalten.

+++ 22:30 Lauterbach: Impfregister hinderlich, lieber auf Strafen setzen +++
Ein Impfregister hält Gesundheitsminister Karl Lauterbach für nicht nötig und auch hinderlich, da eine Einführung deutlich zulange dauern würde: "Wir wollen ja die Welle im Herbst verhindern. Das könnte erneut Omikron sein. Das könnte eine Delta-Welle sein. Das könnte auch eine Kombination sein, was noch viel gefährlicher wäre. Und wenn ich das erreichen will, dann müssen wir jetzt schnell handeln," sagte Lauterbach im ZDF heute journal. Auf die Frage, wie eine allgemeine Impfpflicht durchsetzbar wäre, sprach Lauterbach von empfindlichen Strafen. "Eine Möglichkeit wäre, dass der Impfnachweis erbracht werden muss am Arbeitsplatz oder bei der Nutzung bestimmter Verkehrsmittel. Es wäre möglich, dass der Impfnachweis erbracht werden muss bei Arztbesuchen, in Kliniken und so weiter. (…) Es könnte auch einfach schlicht sporadisch kontrolliert werden wie in Österreich."

+++ 22:12 Lauterbach will verkürzten Genesenenstatus europaweit umsetzen +++
Im Streit um die Verkürzung des Genesenenstatus nach Corona-Infektionen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Drei-Monats-Frist verteidigt und will sich um Umsetzung auch auf europäischer Ebene bemühen. "Wir werden in Kürze erneut versuchen, die drei Monate auch auf europäischer Ebene umzusetzen", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"heute journal". "Nach drei Monaten kann sich derjenige, der schon mit der Delta-Variante infiziert war, erneut mit der Omikron-Variante infizieren. Somit sind die drei Monate wissenschaftlich richtig", betonte Lauterbach. Die EU-Staaten hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass sich Reisende innerhalb der Union ohne weitere Auflagen frei bewegen können sollen, wenn sie einen gültigen Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorlegen. Beim Genesenennachweis wird hier eine Gültigkeit von 180 Tagen genannt, also sechs Monate. In Deutschland war der Status Mitte des Monats überraschend auf eine Zeitspanne von 28 bis 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test verkürzt worden.

+++ 21:56 US-Expertin: Bei Omikron verhältnismäßig weniger Patienten in Klinik +++
Trotz extrem hoher Corona-Fallzahlen ist die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Patientinnen und Patienten während der Omikron-Welle in den USA nicht im gleichen Maße angestiegen. "Während die Fallzahlen dramatisch zugenommen haben und fünfmal so hoch sind wie während der Deltawelle, haben die Krankenhauseinweisungen nicht im gleichen Maße zugenommen. Und die Sterbefälle sind im Vergleich zu den Fallzahlen nach wie vor gering", sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. "Der Schweregrad der Covid-19-Erkrankung scheint bei der Omikron-Variante geringer zu sein als bei früheren Varianten." Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA Walensky zufolge rund 692.000 Neuinfektionen pro Tag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Rückgang von 6 Prozent entspricht. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei um etwa 8 Prozent zurückgegangen.

+++ 21:46 Fegebank durch Infektion "ziemlich aus der Kurve getragen" +++
Nach überstandener Covid-Erkrankung hat Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank davor gewarnt, eine Corona-Infektion auf die leichte Schulter zu nehmen. "Mich hat es wirklich ziemlich aus der Kurve getragen", sagte die Wissenschaftssenatorin der Deutschen Presse-Agentur. Anfangs sei es ihr noch gut gegangen, "doch dann habe ich mich fast zwei Wochen lang richtig krank gefühlt". Sie frage sich, wie es ohne Impfung gelaufen wäre. "Trotz des vermeintlich "milden" Verlaufs hat es mir gereicht und mich auch ein bisschen demütig werden lassen." Fegebank hatte vor drei Wochen per Twitter mitgeteilt, dass ihre Familie sich mit dem Coronavirus infiziert und in Quarantäne begeben habe.

+++ 21:15 Neun Länder melden neue Höchstwerte +++
Neun Bundesländer melden heute einen neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen. Aus Bayern sind es etwa 32.449 und aus Baden-Württemberg 27.881 neue Fälle. Aber auch Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein toppen ihr bisheriges Maximum.

In fast allen Bundesländern steigt die Sieben-Tage-Inzidenz an. Einzige Ausnahme ist Bremen. Die stärksten Anstiege gibt es in Berlin (+202,1) Baden-Württemberg (+99,7), Saarland (92,1) und Bayern (88,4). In Berlin hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz in den letzten 30 Tagen mehr als versechsfacht.

+++ 20:50 Bundesländer melden 184.027 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 9.102.124 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 184.027 neue Fälle hinzu. Das ist der mit Abstand höchste Wert bisher. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Zuwachs von 58,7 Prozent. Am Mittwoch in der vergangenen Woche wurden 115.936 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 183 auf 117.170. In der Vorwoche waren 244 Todesfälle gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 1.598.009 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,21) Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2363 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1311 davon werden invasiv beatmet.


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Quelle: ntv.de, mau/ino/dpa/AFP/rts

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