Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:52 Vier Bundesländer mit 1000er-Inzidenz +++

Vier Bundesländer weisen derzeit eine Inzidenz von über 1000 auf. Neben den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen ist nun auch Brandenburg dabei. Die Omikron-Welle zeigt sich aber auch stark in Schleswig-Holstein. Das Bundesland im Norden war bisher weitaus weniger heftig von der Pandemie betroffen gewesen als andere Regionen. Doch die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort nun auch heute über der Marke von 900.

+++ 21:20 Berlin verzeichnet Fallrekord +++
Die Hauptstadt verzeichnet heute einen neuen Fallrekord. Die Inzidenz in der Hauptstadt hat sich innerhalb von einer Woche von 956,9 (am 15.1.) auf 1473,1 Fälle je 100.000 Einwohner erhöht.

In 14 von 16 Ländern ist die Inzidenz gegenüber dem Vortag gestiegen - größtenteils deutlich. In Berlin und Hamburg ist die Inzidenz von einem Tag auf den anderen sogar dreistellig angewachsen.

+++ 20:45 Bundesländer melden 122.518 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 8.624.876 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 122.518 neue Fälle hinzu. Das sind 72,4 Prozent mehr als in der Vorwoche. Am vergangen Samstag wurden 71.046 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 137 auf 116.674. Vor einer Woche waren 217 Todesfälle übermittelt worden. Als aktuell infiziert gelten rund 1.294.784 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,22 angegeben (Vortag: 1,15). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2398 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1422 davon werden invasiv beatmet.

+++ 19:37 Tausende Schweden demonstrieren gegen Impfpasspflicht +++
Tausende Menschen haben in Schweden gegen die Corona-Impfpasspflicht für bestimmte Veranstaltungen demonstriert. In der Hauptstadt Stockholm zogen etwa 9000 Demonstranten zu dem zentralen Platz Sergels Torg und riefen "Nein zu den Impfpässen, Ja zur Freiheit". Die Kundgebung wurde von einer Gruppe organisiert, die sich selbst Freiheitsbewegung nennt. Einige Teilnehmer trugen Kennzeichen extremistischer Gruppen wie der Neo-Nazi-Gruppe NMR. Schwedens Sicherheitspolizei Sapo hatte vorab vor dem Aufmarsch von Neo-Nazis bei den Protesten gegen den Corona-Impfpass gewarnt. Einige der Demonstranten in Stockholm waren vermummt, außerdem wurden rote Leuchtraketen gezündet. Nach Angaben der Polizei gab es aber keine gewaltsamen Zusammenstöße. Wegen der Proteste hatten heute vorsorglich mehrere Impfzentren in Stockholm früher geschlossen. Eine weitere Demonstration der Impfpassgegner mit etwa 1500 Teilnehmern fand in Göteborg, der zweitgrößten Stadt des Landes, statt.

Bei der Demo in Schweden wurden Leuchtraketen gezündet.

Bei der Demo in Schweden wurden Leuchtraketen gezündet.

(Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN)

+++ 18:58 Wieder mehrere Proteste in Hamburg, Schwerin und Stuttgart - auch vor SWR-Gebäude +++
Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen und eine geplante Impfpflicht sind heute erneut mehrere tausende Menschen in Deutschland auf die Straße gegangen. In Hamburg-Barmbek haben sich laut Polizei bei zwei Veranstaltungen etwa 3300 Menschen zusammengefunden. Drei Demonstrationen wurden von der Polizei begleitet. Auch Gegendemonstranten waren an der Strecke dabei. In Schwerin folgten etwa 1100 Teilnehmer dem Aufruf zu einer Kundgebung, wie die Polizei mitteilte. Auch in Stuttgart und im hessischen Offenbach demonstrierten nach Polizeiangaben jeweils über tausend Menschen friedlich gegen die Corona-Politik der Regierung. In Stuttgart machten Demonstranten vor dem Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) Halt. Vor dem SWR-Gebäude kritisierten die Teilnehmer die Berichterstattung in den Medien über die Corona-Pandemie. Immer wieder wurde "Lügenpresse" gerufen oder "Wir sind das Volk", wie ein Augenzeuge berichtete.

+++ 18:25 Polizei verhindert Großaufzug von Corona-Leugnern in Dresden +++
Mit einem starken Polizeiaufgebot ist in Dresden ein geplanter Massenaufzug von Corona-Leugnern und Rechtsextremisten weitgehend unterbunden worden. Unterstützt von Einsatzkräften etwa aus Berlin zeigte die sächsische Polizei in der Dresdner Innenstadt massive Präsenz. Wasserwerfer und Räumpanzer standen bereit, ein Polizeihubschrauber kreiste über der Stadt. Ein zentraler Aufzug habe verhindert werden können, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd). Stattdessen seien kleinere Gruppen von Menschen durch die Stadt gezogen, die von der Polizei immer wieder zerstreut wurden. Der Sprecher sprach in Summe von mehreren hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die durch die Straßen liefen oder sich am Großen Garten aufhielten. Augenzeugen schätzen die Zahl auf bis zu 800 Menschen. Es seien mindestens 50 Ordnungswidrigkeiten angezeigt worden. Übergriffe auf Polizisten und andere Personen seien nicht bekannt.

Die Dresdner Polizei bei den Vorbereitungen vor den Protesten.

Die Dresdner Polizei bei den Vorbereitungen vor den Protesten.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

+++ 17:55 Australische Reisende bringen Virus mit: Inselstaat Samoa im Lockdown +++
Nach der Ankunft einer Gruppe coronapositiver Reisender aus Australien ist die kleine Inselnation Samoa im Pazifik im Lockdown. Ministerpräsidentin Mata'afa ordnete Ausgangsbeschränkungen und die Schließung von Schulen und Restaurants für zumindest 48 Stunden an. Auch die Streichung weiterer Flüge aus Australien sei im Gespräch, sagte sie. 15 von 73 Passagieren einer Maschine aus Brisbane wurden seit ihrer Ankunft am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet. Vor ihrer Abreise war bei allen Passagieren der Corona-Test negativ aufgefallen, wie örtliche Medien berichteten. Sie waren demnach auch alle vollständig geimpft. In Samoa mit seinen 200.000 Einwohnern hatte es bisher so gut wie gar keine Corona-Fälle gegeben.

+++ 17:33 Esken spricht sich gegen Verschiebung der berufsbezogenen Impfpflicht aus +++
SPD-Co-Chefin Saskia Esken hat Forderungen nach einer Verschiebung der Impfpflicht für Beschäftige in Einrichtungen wie Pflegeheimen oder Krankenhäusern zurückgewiesen. Die Impfpflicht greife erst ab dem 15. März, es gebe genug Zeit, dass dann auch andere Impfstoffe von Herstellern wie Novavax zur Verfügung stünden. Sie sei gespannt, ob sogenannte Totimpfstoffe wirklich zu einer höheren Impfquote führen würden. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass mehrere Bundesländer auf eine Verschiebung der berufsbezogenen Impfpflicht beharren.

+++ 17:08 65-Jährige von Maskenverweigerer in Berliner U-Bahn schwer verletzt +++
Eine 65 Jahre alte Frau ist in einer Berliner U-Bahn schwer verletzt worden, nachdem sie eine Gruppe Jugendliche auf das Maskentragen hingewiesen haben soll. Der Angriff passierte nach Angaben der Polizei am Freitagvormittag in der Linie 7 Richtung Rudow. Am Bahnhof Rohrdamm machte demnach die Frau laut Zeugenaussagen eine Gruppe Jugendlicher darauf aufmerksam, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Ein Mitglied der Gruppe soll ihr daraufhin mehrfach mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben. Sie erlitt schwere Verletzungen, ihre Brille wurde zerstört. Sie kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Die Fahnder entdeckten die Gruppe schließlich am U-Bahnhof Paulsternstraße. Der 16 Jahre alte mutmaßliche Haupttäter wurde festgenommen.

+++ 16:31 BA.2 wird in Großbritannien stärker beobachtet +++
Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Untervariante von Omikron wird in Großbritannien künftig aufmerksamer beobachtet. Die britische Gesundheitsbehörde stufte die Variante namens BA.2, eine spezielle Ausprägung der Omikron-Mutante, als "Variante unter Beobachtung" ein. Üblicherweise werden Varianten, die gegebenenfalls irgendwann "besorgniserregende Varianten" genannt werden, zunächst beobachtet und weiter analysiert. Grund ist der Verdacht, dass BA.2 noch leichter übertragbar sein könnte als die Urform der Omikron-Variante, die auch BA.1 heißt. Bislang seien in Großbritannien 426 Fälle von BA.2 bekannt, hieß es von der Behörde.

+++ 16:11 Kontaktnachverfolgung wird auf gefährdete Gruppen konzentriert +++
Die Gesundheitsämter sollen sich wegen der stark steigenden Infektionszahlen künftig auf die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen im Klinik- und Pflegebereich und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung konzentrieren. Das haben die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder beschlossen. Neben der Kontaktaufnahme zu infizierten Personen und deren Haushaltsangehörigen solle die Nachverfolgung in diesen Bereichen "mit höchster Priorität" zum Schutz sogenannter vulnerabler Gruppen durchgeführt werden, hieß es in einem einstimmig gefassten Beschluss. Verwiesen wird darin auf die erwarteten weiter stark steigenden Infektionszahlen durch Omikron und die Kapazitäten in den Gesundheitsämtern.

+++ 15:48 Beschäftigte in Kliniken oder Pflege sollen bevorzugt Novavax angeboten bekommen +++
Die Impfpflicht für Beschäftigte in Klinken und in der Pflege soll ab Mitte März bundeseinheitlich umgesetzt werden. Das Bundesgesundheitsministerium soll dafür gemeinsam mit den Ländern rechtssichere Kriterien entwickeln, wie die Ländergesundheitsminister und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach beschlossen. Betroffene sollen demnach "bevorzugt" die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Impfstoff Novavax impfen zu lassen. Novavax ist ein proteinbasierter Corona-Impfstoff, Impfungen mit solchen Stoffen sind eine im Kampf gegen andere Krankheiten seit langem bekannte und genutzte Methode. Daher könnte der Impfstoff auch für Menschen interessant sein, die Vorbehalte gegen die neuartigen Technologien der mRNA- und Vektorimpfstoffe haben. Das Verfahren für den Novavax-Impfstoff wird seit Jahrzehnten bei Vakzinen gegen Hepatits B und Keuchhusten eingesetzt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:22 Gesundheitsminister: In vielen Fällen kein PCR-Test mehr +++
Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Deutschland sollen nicht mehr alle per Schnelltest positiv Getesteten einen PCR-Test bekommen. Die Gesundheitsminister der Länder sprachen sich heute einstimmig dafür aus. Sie begrüßten entsprechende Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach für eine Priosierung von PCR-Tests. Die Laborkapazitäten seien endlich, sagte Sachsen-Anhalts SPD-Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne in Magdeburg nach einer Schaltkonferenz mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern. Unbedingt eine PCR-Testung erhalten sollten Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sowie Hochrisikopatienten und Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe. "Da soll der Zugang zu PCR-Tests erhalten bleiben." "Für alle anderen Personen, die keine Symptome haben und ein positives Antigentest-Ergebnis vorweisen können, soll auf eine Bestätigung per PCR verzichtet werden."

+++ 15:07 DKG-Chef Gaß: "Haben keine Sorge, Notfälle nicht behandeln zu können" +++
Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft Gerald Gaß betont: Auch in den kommenden Wochen werden Notfälle in deutschen Krankenhäusern versorgt werden können. Gleichzeitig müsse die Politik ihren Kurs beibehalten, solange die Erkenntnisse zu Omikron noch nicht verlässlich sind.

+++ 14:42 Maskenverweigerer verprügelt Taxifahrer in Berlin +++
Ein Mann hat nach Polizeiangaben einen Taxifahrer in Berlin-Schöneberg verprügelt, nachdem der ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hat. Der Unbekannte sei in der Hedwig-Dohm-Staße ohne Maske zugestiegen, habe die Bitte seines Fahrers ignoriert und ihm stattdessen mehrmals gegen den Kopf geschlagen, teilte die Polizei mit. Anschließend soll er dem flüchtenden 47-Jährigen sogar hinterhergerannt sein und ihn zu Boden geschlagen haben. Rettungskräfte behandelten den Verletzten ambulant. Der Angreifer verschwand nach der Tat am Freitagnachmittag, ließ allerdings Kleidungsstücke im Auto zurück, die von der Polizei nun ausgewertet werden. Der Mann soll zwischen 30 und 40 Jahre alt sein.

+++ 14:15 Lindner: Kein Gesetzentwurf der Koalition zur Impfpflicht +++
Aus der Bundesregierung wird es laut Bundesfinanzminister Christian Lindner "ausdrücklich keinen Gesetzentwurf" zur Einführung einer Impfpflicht geben. Das strittige Thema gehöre in die Mitte des Parlaments, sagte Lindner bei einem digitalen Parteitag der NRW-FDP. Wenn Gegner der Impfpflicht sähen, dass diese Frage nicht einfach von einer Regierungsmehrheit entschieden, sondern das Pro und Kontra sorgfältig abgewogen werde, habe das "eine befriedende Wirkung auf die Gesellschaft insgesamt". Der FDP-Politiker kritisierte: "Es gibt diese Erzählung von CDU und CSU, die Ampel müsse einen Gesetzentwurf zur Impfpflicht vorlegen." Dieser Forderung schließe sich die FDP nicht an: "Es ist ausdrücklich keine Koalitionsfrage."

+++ 13:56 Trotz Omikron-Welle - Zahl der Covid-Intensivpatienten weiter rückläufig +++
Während die Omikron-Welle die Fallzahlen in Deutschland auf neue Höchststände steigen lässt, nimmt die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten derzeit weiter ab. Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2398 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1422 davon werden invasiv beatmet. Anfang Dezember, zum Höhepunkt der Delta-Welle, lagen noch fast 5000 Covid-19-Patienten auf Deutschlands Intensivstationen.

+++ 13:22 Söder für Überprüfung der Impfpflicht im Pflegebereich +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für eine Überprüfung der beschlossenen einrichtungsbezogenen Impfpflicht aus, die laut Gesetz ab dem 15. März gilt. "Es wäre besser gewesen, von vornherein eine allgemeine Impfpflicht für alle zu machen statt nur für einzelne Gruppen. Denn die vorzeitige Einführung im Pflege- und Krankenhausbereich kann zu Verlusten an Pflegekapazitäten führen", sagt der CSU-Chef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Daher sollte man noch mal ein einheitliches Datum für alle prüfen." Sonst drohe allein wegen des Abwandern von Pflegekräften wegen der Impfpflicht eine Überlastung des Gesundheitssystems.

+++ 12:45 Berlin hat höchste Inzidenz aller Bundesländer +++
Berlin hat derzeit mit 1473,1 die höchste Corona-Inzidenz aller Bundesländer, wie aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Vortag rangierte der Wert noch bei 1258,3. Für ganz Deutschland liegt die Inzidenz bei 772,7. Als einziges Bundesland weist Thüringen eine Inzidenz von unter 300 auf - Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen immerhin unter 500.

+++ 12:03 Neuer Höchststand in Polen - mehr als 40.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen erreicht am zweiten Tag in Folge einen Höchststand. Innerhalb von 24 Stunden kamen 40.876 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im selben Zeitraum starben 193 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

+++ 11:32 Virologe: Omikron nicht "mild" - Verharmlosung brandgefährlich +++
Die deutschen Krankenhäuser steuern nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler auf erneut sehr hohe Zahlen von Corona-Patienten zu. Die Wucht der Infektionswelle wird sich nach Einschätzung des Wissenschaftlers in den Kliniken niederschlagen. "Eine Verharmlosung von Omikron wäre daher fatal, die häufig zu lesende Einordnung als "mild" halte ich für brandgefährlich", sagt der Leiter der Virologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Die Ausgangslage in Deutschland sieht Keppler wegen des vergleichsweise hohen Durchschnittsalters der Bevölkerung und vieler Ungeimpfter als schwierig an.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:10 Hälfte der Bundesbürger mittlerweile geboostert +++
Mindestens die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Knapp 41,7 Millionen Menschen (50,1 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Das ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron. Mindestens 75,4 Prozent der Bevölkerung (62,7 Millionen Menschen) sind bislang einmal geimpft. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an. Mindestens 73,3 Prozent der Bevölkerung (60,9 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten.

+++ 10:52 Wegen Omikron - Neuinfektionen in Russland erreichen neuen Höchststand +++
In Russland spitzt sich die Corona-Lage deutlich zu. Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages erreicht mit 57.212 einen neuen Höchststand. Das geht aus der Statistik der Regierung hervor. Seit Tagen steigt dieser Wert rasant an, nachdem sich die Lage um den Jahreswechsel noch entspannt hatte. Grund ist die Ausbreitung der Omikron-Variante, die der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in mittlerweile 64 Regionen Russlands nachgewiesen wurde. Besonders betroffen ist Europas größte Metropole Moskau mit 16.000 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

+++ 10:31 Fast ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen ab 5 Jahren bereits vollständig geimpft +++

Gut 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen im impffähigen Alter (5 bis 17 Jahre) sind bereits vollständig geimpft. Bei den über 12-Jährigen ist die Grundimmunisierung bereits zu 57,6 Prozent abgeschlossen. Bei den Kindern zwischen 5 und 11 Jahren sind nur 6,8 Prozent zweifach geimpft. Die "Booster-Quote" liegt bei den Jugendlichen bei 16,8 Prozent. Für die kleineren Kinder wird dieser Wert noch nicht ausgewiesen, da die zeitlichen Abstände noch nicht groß genug sind. Kinder unter 12 Jahre können in Deutschland seit Mitte Dezember überall in Deutschland geimpft werden, wenn die Eltern dies wünschen.

+++ 09:54 Impftempo in Deutschland lässt weiter nach +++
Das Impftempo in Deutschland lässt weiter nach. Zuletzt werden im Schnitt nur noch knapp über eine halbe Million Dosen pro Tag verabreicht, wie aus von ntv.de ausgewerteten Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Mitte Januar waren es noch deutlich über 600.000 Impfdosen täglich. Beim Großteil handelt es sich zuletzt um Auffrischungsimpfungen. Erstimpfungen werden im Schnitt nur noch rund 48.000 pro Tag verabreicht.

+++ 09:15 Mehr als 70 Millionen Infizierte bisher in den USA +++
In den USA überspringt die Zahl der positiv auf Corona getesteten Menschen die Marke von 70 Millionen. Laut "New York Times", auf deren Auswertungen sich ntv.de stützt, wurden in den USA bisher 70.121.523 Infektionen erfasst. Zuletzt kamen binnen 24 Stunden 825.052 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 3866 auf 864.134.

+++ 08:45 In Berlin, Hamburg und Bremen: 3 Prozent der Menschen derzeit mit Corona infiziert +++
In den Stadtstaaten und Omikron-Hochburgen Berlin, Hamburg und Bremen sind laut der offiziellen Schätzung aktuell etwa 3 Prozent der Gesamtbevölkerung akut infiziert, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Dieser Schätzwert basiert nur auf den bekannten Fällen, bei denen die Infektion per PCR-Testung nachgewiesen wurde. Die Betroffenen müssen sich isolieren, bis sie nachgewiesenermaßen nicht mehr ansteckend sind. Man muss von einem Vielfachen an unerkannten Infektionen ausgehen. In größeren Menschengruppen ist es sehr wahrscheinlich, dass sich infektiöse Personen darunter befinden.

+++ 08:22 Grünen-Politiker: Teil der Corona-Protestler lässt sich "zurückgewinnen" +++
Ein Teil der Corona-Protestszene lässt sich nach Einschätzung des Grünen-Politikers Omid Nouripour mit Gesprächen und Überzeugungsarbeit "zurückgewinnen". "Es gibt da einen harten, teilweise militanten Kern, für den ich kein Verständnis habe, aber ich habe Empathie für viele, die da verunsichert mitlaufen", sagt Nouripour. Er habe auch in seinem Bekanntenkreis Menschen, die gegen die Covid-19-Impfungen seien. In persönlichen Gesprächen merke er, "dass ihre individuellen Erfahrungen das Vertrauen in die Institutionen erschüttert haben". Hinzu kämen dann oft Stresssituationen als Folge der Pandemie, etwa der Ausfall der Kinderbetreuung und sehr viel Zeit im Homeoffice. Anders sei der "harte Kern der Corona-Leugner" zu beurteilen, sagte Nouripour. "Ich fürchte, bei ihnen ist Hopfen und Malz verloren."

+++ 07:49 Mathematiker: Sterberate bei Delta achtmal höher als bei Omikron +++
Die sich auch in Deutschland ausbreitende Omikron-Mutante gilt im Vergleich zu Vorgänger Delta als "mildere Variante". Laut Berechnungen des Mathematikers Professor Christian Hesse von der Universität Stuttgart war in Deutschland die Sterberate bei Delta im vergangenen Herbst achtmal höher als derzeit bei Omikron. "Die Daten des RKI zeigen, dass bezogen auf die letzten vier Wochen eine Person von 2100 symptomatisch mit Omikron Infizierten verstorben ist", sagt der Experte laut "Bild"-Zeitung. "Das sind 0,05 Prozent." Bei Delta hingegen verstarben im Oktober/November 2021 einer von 250 Infizierten.

+++ 07:32 Veranstaltungsbranche erwartet Kündigungswelle im März +++
Zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie steht die Veranstaltungswirtschaft nach Branchenangaben vor einer Kündigungswelle. Hintergrund ist das Auslaufen des Kurzarbeitergelds nach 24 Monaten. "Mehr als drei Viertel der Veranstaltungsunternehmen werden im März 2022 ihre Mitarbeiter kündigen mangels Kurzarbeit", sagt Jan Kalbfleisch, der Geschäftsführer der Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft. Absagen von Messen, Konzerten, Tagungen und Feiern machen den Beschäftigten der Branche zu schaffen. Niedrigere Corona-Zahlen im Sommer und Herbst brachten zwar vorübergehend einen Teil des Geschäfts zurück. In den vergangenen Wochen erlebte die Branche nach Verbandsangaben jedoch wieder eine Storno-Welle.

+++ 07:13 Kliniken im Norden kommen bislang mit Omikron-Welle zurecht +++
In den früh von Omikron getroffenen Städten Bremen und Hamburg kommen Kliniken trotz steigender Patientenzahlen bislang ohne größere Probleme durch die aktuelle Infektionswelle. "Die Lage ist handhabbar", sagt Professor Stefan Kluge, Leiter der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Nur stellten "isolationsbedingte Ausfälle" von Personal die Kolleginnen und Kollegen vor Herausforderungen. "Belastung ja, Überlastung nein", sagt auch ein Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts zur Lage der Kliniken. Sorge bereite, dass immer mehr Patienten mit Corona infiziert sind, die nicht wegen Covid-19, sondern aus anderen Gründen eingeliefert wurden.

+++ 06:52 Linke kritisiert Teststrategie: Regierung rennt Pandemie hinterher +++
Die Linke wirft der Bundesregierung Versäumnisse in ihrer Teststrategie vor. "Dass die Nachfrage nach Corona-Tests aufgrund der Omikron-Welle steigen wird, ist nicht erst seit heute bekannt", sagte Co-Parteichefin Janine Wissler. Die Kapazitäten hätten rechtzeitig ausgebaut werden müssen. Die nun geplante Priorisierung von PCR-Tests sei ein Symptom dafür, "dass die Regierung dieser Pandemie hinterherrennt, statt Konzepte zu finden und Probleme frühzeitig zu erkennen und zügig einzudämmen". Wissler verwies auf die österreichische Hauptstadt Wien, wo mehr PCR-Tests erfolgten als in ganz Deutschland. Hierzulande könne man sich zwar auch bei privaten Anbietern testen lassen, allerdings zu Preisen, die sich nicht alle leisten könnten.

+++ 06:26 Lauterbach: Ungeimpfte müssen jetzt Verantwortung übernehmen +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach drängt vor Lockerungen der Corona-Maßnahmen auf deutlich mehr Impfungen bei den über 60-Jährigen. "Es wäre unverantwortlich, das Virus auf diese große Risikogruppe ohne Kontaktbeschränkungen loszulassen", sagt Lauterbach der "Rheinischen Post". In Deutschland sei die Impflücke wesentlich größer als in England oder Italien. Sie müsse mit der Impfpflicht geschlossen werden. Es sei nun Zeit für die Ungeimpften Verantwortung zu übernehmen. "Seit zwei Jahren nehmen wir große Rücksicht auf die Ungeimpften und bringen als Gesellschaft - allen voran die Kinder - extrem große Opfer. Das geht nicht länger so weiter. Zur Abwechslung sind jetzt endlich mal die Ungeimpften dran!"

+++ 06:10 Kindervertreter besorgt über Mitnahme von Kindern auf Corona-Demos +++
Der Ehrenvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe zeigt sich angesichts der Mitnahme von Kindern auf Corona-Demos besorgt. Unter Umständen könne es sich dabei um eine Kindeswohlgefährdung oder sogar Radikalisierung handeln, sagte Rainer Becker. Wenn von vornherein absehbar ist, dass es zu Auseinandersetzungen kommt, "dann haben da Kinder nichts zu suchen". Dabei gehe es um den Schutz der Gesundheit. Solche Szenen könnten die Kinder aber auch traumatisieren.

+++ 05:54 Krankenhäuser: Hunderttausende Operationen wegen Delta verschoben +++
Die deutschen Krankenhäuser schätzen, dass in der Delta-Welle für weit über hunderttausend Patienten Operationen verschoben oder abgesagt werden mussten. "Wir haben noch keine abschließenden Zahlen für die Delta-Welle, aber wir sprechen über Hunderttausende verschobener Behandlungen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft Gerald Gaß der "Augsburger Allgemeinen". Viele Patienten stünden auf der Warteliste. Für das ganze vergangene Jahr müsse sogar von über einer Million aufgeschobener Eingriffe ausgegangen werden.

+++ 05:33 Rio verschiebt erneut berühmte Karnevalsumzüge +++
Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro verschiebt erneut die weltberühmten Karnevalsumzüge. "Aufgrund der Zunahme der Covid-19-Fälle in der Stadt kündigen wir an, den Karneval auf den Feiertag Tiradentes im April zu verlegen", twittert die Stadtverwaltung Rios. Der Feiertag fällt auf den 21. April. Die Entscheidung sei nach einer Besprechung der Bürgermeister von Rio, Eduardo Paes, und São Paulo, Ricardo Nunes, der Gesundheitssekretäre und Präsidenten der Verbände der Sambaschulen der beiden Städte gefallen.

+++ 05:09 Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 772,7 +++
Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Höchstwert erreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 772,7 an. Am Freitag hatte der Wert bei 706,3 gelegen, am Samstag vergangener Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz 497,1 betragen. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden beträgt nach Daten der Gesundheitsämter 135.461 - nach 140.160 am Vortag und 78.022 am Samstag vergangener Woche. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilt, wurden 179 neue Todesfälle gezählt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:52 Lauterbach: Impfpflicht in Kliniken, Altenheimen und Praxen im März +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt die Einführung der Impfpflicht in Kliniken, Altenheimen und Arztpraxen im März an. "Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister sorgen dafür, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht im März greift und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der Omikron-Welle", sagt Lauterbach der "Rheinischen Post". Wenn bis dahin alle Angestellten in medizinischen Einrichtungen geimpft seien, könne das Virus ältere und kranke Menschen nicht mehr so leicht treffen. Man müsse mit allen Mitteln verhindern,dass wieder massenweise Pflegebedürftige an Corona stürben.

+++ 02:53 Lauterbach: Wichtige PCR-Kapazitäten für Höhepunkt der Welle sparen +++
Angesichts der erwarteten hohen Corona-Welle will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dass in vielen Fällen künftig auf einen positiven Schnelltest kein PCR-Test folgt. "Mein Vorschlag für die Ministerpräsidentenkonferenz sieht vor, dass künftig nur noch Beschäftigte der kritischen Infrastruktur einen positiven Schnelltest mit einem PCR-Test bestätigen lassen können", sagt der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Alle anderen, die beispielsweise zu Hause einen positiven Schnelltest hatten, sollten diesen im Testzentrum nur noch mit einem "professionellen Antigen-Schnelltest" bestätigen lassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:25 Ärzteverband: Anfang Februar wird es eng in den Kliniken +++
Bei weiter so rasant steigenden Infektionszahlen sieht die Ärzteorganisation Marburger Bund die Kliniken bereits in wenigen Tagen an ihrer Belastungsgrenze. "Spätestens Anfang Februar wird es in den Krankenhäusern deutschlandweit sehr eng werden, wenn die Infektionszahlen weiterhin in diesem Tempo steigen", sagt die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dabei gehe es nicht nur um steigende Patientenzahlen. "Wir erwarten, dass in den kommenden Wochen sehr viele Beschäftigte des ärztlichen und pflegerischen Personals ausfallen werden, weil sie sich infiziert haben und in Isolation müssen."

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 23:53 IWF: China sollte Null-Covid-Strategie überdenken +++
Der Internationale Währungsfonds (IWF) ruft China angesichts der weltweiten Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante zu einer Abkehr von seiner strikten Null-Covid-Strategie auf. Die Beschränkungen erwiesen sich als Belastung - sowohl für die chinesische als auch für die globale Wirtschaft, sagt IWF-Chefin Kristalina Georgiewa bei einer virtuellen Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums. Das verlangsame Wachstum der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sei auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass es wegen Null-Covid-Strategie immer wieder zu Betriebsschließungen komme.

+++ 22:22 Sieben Bundesländer melden neuen Tageshöchststand bei Neuinfektionen +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in allen Bundesländern gestiegen. In 7 der 16 Bundesländer haben die Gesundheitsämter neue Tageshöchststände bei den Neuinfektionen gemeldet. Brandenburg, Berlin und das Saarland meldeten mit einem Anstieg von jeweils mehr als 100 die größten Zuwächse.

+++ 22:10 Spanien: Weiterer leichter Rückgang der Corona-Zahlen +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Spanien ist am Freitag den vierten Tag in Folge leicht gefallen. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde vom Gesundheitsministerium in Madrid mit rund 1457 angegeben. Zum Vergleich: Für Deutschland gab das Robert Koch-Institut (RKI) diesen Wert am Freitag mit 706 an. Eine solche Sieben-Tage-Inzidenz hatte Spanien am 27. Dezember gemeldet. In den folgenden drei Wochen schossen die Infektionszahlen auf einen Spitzenwert von 1657 in die Höhe - registriert am vergangenen Montag. Experten betonten, dass die Zahlen derzeit wegen der Überlastung der Erfassungs- und Meldesysteme eine höhere Fehlerquote haben könnten. Zwar sind die Corona-Zahlen in Spanien, wo die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weniger strikt als in Deutschland sind, immer noch sehr hoch. Aber die meisten Infizierten weisen keine oder nur milde Krankheitssymptome auf. Das liegt an der hohen Impfquote in dem Land, wo mehr als 80 Prozent aller Menschen zwei Impfungen und schon fast 40 Prozent eine dritte Impfung erhalten haben. Die Auslastung der Betten auf Intensivstationen durch Corona-Patienten stieg deshalb vergleichsweise langsamer als die Inzidenz an. Ende Dezember lag die Auslastung bei 18 Prozent, nun bei 23 Prozent. Stark unter Druck gerieten jedoch die öffentlichen Gesundheitszentren und Normalstationen in Krankenhäusern, wo die Infizierten mit leichteren Symptomen behandelt werden.

+++ 21:54 Paramount verschiebt zwei "Mission: Impossible"-Filme +++
Die Studios Paramount Pictures und Skydance verschieben wegen der Pandemie die siebten und achten "Mission: Impossible"-Filme mit Tom Cruise. Statt September 2022 und Juli 2023 würden nun Juli 2023 und Juni 2024 angepeilt, heißt es. Kinobetreiber wie AMC und Cinemark Holdings haben unter der Pandemie wirtschaftlich stark gelitten.

+++ 21:35 Polens Ex-Präsident Lech Walesa positiv auf Corona getestet +++
Der polnische Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Ich kann es nicht glauben! Dreimal geimpft. Abstrich genommen. Ich bin infiziert", schrieb Walesa am Freitag auf Facebook. Er habe Kopfschmerzen und Schwierigkeiten, seinen Körper warm zu halten, teilte der 78-Jährige mit. Der gelernte Elektriker war von 1980 bis 1990 Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarnosc und als Arbeiterführer maßgeblich an der Überwindung des kommunistischen Regimes in Polen beteiligt. Von 1990 bis 1995 war er Präsident seines Landes.

+++ 21:04 Österreichs Bundeskanzler Nehammer: "Impfpflicht ist Ultima Ratio" +++
Der neue österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer zeigt sich überzeugt, dass die demnächst in seinem Land geltende, europaweit dann einzigartige allgemeine Corona-Impfpflicht der richtige Schritt ist. Man werde mit der Durchsetzung der Impfpflicht zwar "nicht überfallsartig" vorgehen, aber entschlossen, sagte der Regierungschef in einem Gespräch mit dem Spiegel. "Es wird eine sechswöchige Einführungsphase geben, in der wir versuchen, auch jene Menschen zu erreichen, die Ängste haben", so Nehammer. "Die Impfpflicht betrachten wir als Ultima Ratio. Wir würden Sie nicht einführen, wenn wir eine Impfquote wie Spanien oder Portugal hätten."

+++ 20:43 Omikron nun in Europa dominierende Coronavirus-Variante +++
Die Omikron-Variante ist nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC inzwischen die dominierende Variante in der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum. Omikron sei nun in den meisten betroffenen Ländern vorherrschend, ihr Anteil an den Coronainfektionen liege derzeit bei rund 78 Prozent, teilte das in Stockholm ansässige Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten am Freitag mit. Zum Europäischen Wirtschaftsraum zählen neben den 27 EU-Staaten noch Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Corona-Infektionen sind derzeit in ganz Europa auf dem Vormarsch: Laut den Daten der Nachrichtenagentur AFP haben die registrierten Infektionsfälle in der Region in der vergangenen Woche um neun Prozent zugenommen.

+++ 20:16 Union empört: Bundesregierung lässt Impfpflicht-Fragenkatalog weiter unbeantwortet ++
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat empört darauf reagiert, dass die Bundesregierung den Fragenkatalog der Union zur Impfpflicht weiterhin nicht beantworten will. "Der Bundesgesundheitsminister fehlt in keiner Talkshow, aber zur Beantwortung der drängenden Fachfragen der Opposition fehlen ihm und seinem Haus die Zeit", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Lindholz bei RTL/ntv. Es sei inakzeptabel, dass die Bundesregierung die vor zwei Wochen gestellte Kleine Anfrage nicht fristgerecht bearbeite. Die Fragen seien zudem schon am 22. Dezember ans Kanzleramt gegangen. Die Orientierungsdebatte im Bundestag ließe sich nur auf einer breiten Informationsgrundlage seriös führen, so Lindholz. Ihr Fraktionskollege Sepp Müller warf der Regierung vor, erst am letzten Tag der Frist die Verlängerung erbeten zu haben. Ihr Verhalten zeige zweierlei Missstände: "Zum einen von unangebrachtem Spiel auf Zeit, zum anderen von Organisationschaos im Bundeskanzleramt." Die Unions-Fraktion will in ihrer Kleinen Anfrage wissen, ob die Bundesregierung eine Impfpflicht plant und wie sie sich in dem Fall die Umsetzung vorstellt. In dem fünfseitigen Fragenkatalog wird unter anderem danach gefragt, welches Ziel verfolgt werden soll, wie viele Pflichtimpfungen oder welche Sanktionen geplant sind. Die Union kommt auch darauf zu sprechen, auf welchem Wege die Ampel-Regierung zu einem Gesetz kommen will. So möchte sie zum Beispiel wissen, warum es sich aus Sicht der Koalition um eine Gewissensentscheidung der Bundestagsabgeordneten handelt.

+++ 19:57 Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf: "Omikron-Sturm" überstanden +++
Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf. Von diesem Samstag an dürfen Pubs, Restaurants und Discos wieder öffnen, ohne Impfnachweise zu verlangen oder Abstandsregeln zu beachten, wie Regierungschef Micheal Martin am Freitagabend in Dublin sagte. Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen fallen ebenso weg wie Vorschriften für private Treffen. Vom kommenden Montag an endet zudem die Pflicht zum Homeoffice. Für internationale Reisen gelten allerdings noch immer die 3G-Regeln, wie Martin sagte. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich weiterhin isolieren. Auch die Maskenpflicht bleibt mindestens bis Ende Februar in Kraft. "Ich habe an vielen dunklen Tagen hier gestanden, aber heute ist ein guter Tag", sagte Martin. Die Regierung werde die persönlichen Freiheiten nicht mehr beschränken, wenn dies nicht nötig sei. Irland habe den "Omikron-Sturm" überstanden, sagte Martin.

+++ 19:38 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 140.670 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 8.502.358 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 140.670 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 179 auf 116.537. Als aktuell infiziert gelten rund 1.198.848 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,15 angegeben (Vortag: 1,09). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2418 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1448 davon werden invasiv beatmet.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.