Panorama

Auf Zugdach geklettert 21-Jähriger stirbt nach Stromschlag

Tödlicher Unglücksfall in Konstanz: Eine Gruppe von vier Jugendlichen begibt sich auf einen Bahnhof. Sie bleiben bis spät in die Nacht, trinken vermutlich Alkohol. Dann hat einer von ihnen eine verhängnisvolle Idee.

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Polizei und Feuerwehr konnten nicht sofort zu dem 21-jährigen Opfer vordringen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein 21-Jähriger ist im Konstanzer Bahnhof auf den Triebwagen eines stehenden Zuges geklettert und hat einen tödlichen Stromschlag von der 15.000-Volt-Oberleitung erlitten. Der Unfall ereignete sich kurz nach zwei Uhr nachts. Freunde des Opfers beobachteten das Unglück.

Die eintreffenden Rettungskräfte konnten nicht sofort zu dem 21-jährigen Mann - für sie hätte ebenfalls Lebensgefahr bestanden. Erst nachdem durch den Notfallmanager der Bahn der Strom abgestellt und die Fahrleitung geerdet worden war, drangen Feuerwehr und Rettungsdienst zu dem Mann vor. Die Notärztin konnte nur noch dessen Tod feststellen.

Zeugen hatten berichtet, eine Person brenne nach einer Explosion. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hatte der Mann drei Begleiter im Alter von 17 und 18 Jahren animieren wollen, auf dem Zugdach noch ein Bier zu trinken. Nachdem ihm keiner folgen wollte, war er vermutlich "aus Übermut" alleine auf das Fahrzeug geklettert.

Erst vergangenes Jahr waren mehrere ähnliche Fälle bekanntgeworden. Eine 17-Jährige aus Stuttgart starb, nachdem sie auf einem Zug mit ihren Freundinnen für ein Foto posieren wollte; am zweiten Weihnachtsfeiertag kam ein Junge aus Berlin beim Spielen auf einem Güterbahnhof um.

Quelle: ntv.de, afr/dpa

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