Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:14 Kanzleramt-Chef: Tests können Öffnungsperspektiven ermöglichen +++

Corona-Schnelltests und Selbsttests spielen Kanzleramtschef Helge Braun zufolge bei der Bekämpfung der Pandemie und dem weiteren Vorgehen eine wichtige Rolle. Der Aufbau von Kapazitäten und die Durchführung von Tests sei in der nächsten Zeit das "zentrale Instrument", sagte er am Freitagabend beim digitalen Jahresempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Wiesbaden. "Wir werden in Zukunft alle wesentlich häufiger getestet werden." Wenn man auf diese Weise schaffe, die Infektionszahlen gut zu stabilisieren, "dann haben wir eine Menge Öffnungsperspektiven". Angesichts der als ansteckender geltenden Virusmutationen müsse man auf dem Weg aus dem Lockdown sehr vorsichtig vorgehen, damit die Zahlen nicht wieder nach oben schnellen, betonte Braun. Es gehe darum, in "kleinen, vorsichtigen Schritten" etwas zu ermöglichen. Das Schlimmste wäre: "Wir machen auf, stellen fest, es klappt nicht und dann sind die Zahlen wieder hoch und machen wieder relativ streng zu."

+++ 21:45 WHO vermisst Kooperation bei Impfstoff-Produktion +++
Um die Produktion von Impfstoffen gegen das Coronavirus deutlich anzukurbeln, müssen aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) endlich bestimmte Hürden fallen. Es gehe um Technologie-Transfer, freiwillige Lizenzen oder den befristeten Verzicht auf geistiges Eigentum, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. In einer Jahrhundertkrise wie dieser, sei der Moment für solche Schritte gekommen. "Wir stellen mangelnde Zusammenarbeit und sogar erheblichen Widerstand fest." Eine Ausweitung der Produktionskapazitäten wäre ein wichtiger Schritt, um Impfstoffe auch in den ärmeren Ländern schnell verteilen zu können. Davon würden alle Staaten profitieren, so Tedros.

+++ 21:10 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9886 neue Fälle gemeldet +++
Der Trend bei den Neuinfektionen zeigt zum Wochenende leicht aufwärts. Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.429.015 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9886 neue Fälle hinzu. Das sind 743 mehr als am Freitag der Vorwoche (damals 9143). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 424 auf 69.729. Am Freitag der Vorwoche waren 567 Tote gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 123.581 Personen.

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+++ 20:48 Pflegeheime verzeichnen sinkende Corona-Todesrate seit Impfbeginn +++
Die Corona-Schutzimpfungen führen inzwischen offenbar zu einer sinkenden Zahl von Covid-19-Toten in den deutschen Pflegeheimen. Eine Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter großen Pflegeheimbetreibern habe ergeben, dass die Zahl der Infizierten, Erkrankten und Verstorbenen seit Beginn der Immunisierungskampagne deutlich zurückgehe, berichtet das Blatt. So hätten etwa die 28 Johanniter-Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz seit Beginn der Impfungen unter ihren 2400 Bewohnern so gut wie keine Corona-Toten mehr gezählt. Auch hätten die Krankenhauseinweisungen wegen schwerer Covid-19-Erkrankungen dort aufgehört.

+++ 20:22 Gericht bestätigt Verbot von Versammlung von Corona-Politik-Gegnern +++
Das Thüringer Oberverwaltungsgericht bestätigt das Verbot einer in Erfurt geplanten Versammlung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen. Die Entscheidung der Stadt, die Kundgebung zu untersagen, sei mit Blick auf die Infektionslage gerechtfertigt, teilt das OVG mit. "Die Zahl der Geimpften und die Zahl der Genesenen gäben noch keine Veranlassung von dieser Bewertung abzurücken", heißt es. Die Stadt Erfurt hatte die für Samstag geplante Kundgebung, für die bis zu 10.000 Teilnehmer angemeldet waren, untersagt. Das Verwaltungsgericht Weimar hatte dieses Verbot in erster Instanz bestätigt.

+++ 19:52 Neuer Covid-Schnelltest in Deutschland zugelassen +++
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte lässt einen neuen Corona-Selbst-Test des Schweizer Pharmakonzerns zu. Damit gebe es in Deutschland eine neue verlässliche Möglichkeit, sich zu Hause selbst auf eine Covid-19-Infektion zu testen, sagt Thomas Schinecker, CEO von Roche Diagnostics. "Regelmäßiges Testen zu Hause kann Gesundheitssysteme entlasten", fügte er hinzu. Der "Sars-CoV-2 Rapid Antigen Test" soll verschreibungsfrei in Apotheken verkauft werden.

+++ 19:25 Ostseebad Travemünde schon an diesem Wochenende wieder offen für Touristen +++
Das ursprünglich bis Sonntag geltende Betretungsverbot für Travemünde ist bereits am Freitag aufgehoben worden. Damit dürfen auch Auswärtige das Ostseebad ab Sonnabend wieder besuchen. Das Sozialministerium des Landes habe die Aufrechterhaltung des Verbotes an diesem Wochenende als unverhältnismäßig eingestuft und die Stadt aufgefordert, die Anordnung aufzuheben. Touristische Übernachtungen sind allerdings derzeit noch verboten.

+++ 18:57 Polizei unterbindet Massentreffen mit "Eventcharakter" in Wuppertal +++
Wegen verbotener Treffen größerer Gruppen mit bis zu 200 Personen und oft ohne Maske und Abstand müssen Polizei und Ordnungsamt in Wuppertal mehrfach eingreifen. Es seien mehr als 70 Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet und etwa doppelt so viele Platzverweise ausgesprochen worden - teils per Lautsprecher, teilen die Behörden mit. Die Treffen der Menschen in Parkanlagen der Stadt und auf Plätzen hätten "einen Party- und Eventcharakter" gehabt. "Eine Gruppe kam Platzverweisen nicht nach und provozierte die Einsatzkräfte mit lauten Rufen und Gesten", hieß es in dem Bericht. Bei allem Verständnis für den Wunsch nach frischer Luft bei schönem Wetter - die Vorgaben der Coronaschutzverordnung würden durchgesetzt, betonten Stadt und Polizei.

+++ 18:29 Altmaier kündigt Nachbesserung bei Überbrückungshilfen an +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kündigt eine Nachbesserung bei den in der Kritik stehenden Coronahilfen an. Bei der Überbrückungshilfe III gebe es nun die Möglichkeit, dass Firmen Abschlagszahlungen von insgesamt 800.000 Euro für vier Monate ausgezahlt bekommen, wie Altmaier am Freitag in Berlin nach digitalen Beratungen mit seinen Amtskollegen der Länder sagte. Dies sei ab Freitag möglich. "Das wird vielen helfen, die dringend auf dieses Geld angewiesen sind", sagt Altmaier. Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten wie Mieten und Strom bezuschusst. Der maximale Förderbetrag liegt bei 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat.

+++ 18:08 Telekom will sich an Ausschreibung für Impfpass beteiligen +++
Die Bundesregierung will einen nationalen digitalen Corona-Impfpass nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn innerhalb von zwölf Wochen verfügbar haben. "Wir sind gerade in einem Dringlichkeits-Verfahren", sagt er. Die Deutsche Telekom werde ein Angebot abgeben, kündigt ein Telekom-Sprecher an.

+++ 17:46 Modellrechnung zeigt: Millionen Deutsche könnten schneller geimpft werden +++
Millionen Bürger könnten deutlich schneller gegen Corona geimpft werden, wenn die zulässigen Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung voll ausgeschöpft und keine Impfdosen mehr für Zweitimpfungen zurückgelegt werden. Dies zeigen Modellrechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung. Würde so verfahren, könnten bis Ostern mehr als zwei Millionen zusätzliche Erstimpfungen gespritzt werden. Und bis zum Beginn der Sommerferien in den ersten Ländern am 21. Juni könnten sogar mehr als 7,5 Millionen zusätzliche Erstimpfungen stattfinden. Laut dem Modell könnten dann 58 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten. Im Unterschied dazu würden beim aktuellen Impfregime nur etwa 47 Prozent diesen Schutz bis zum Sommer bekommen, hieß es. In beiden Szenarien wurden nur die derzeit zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna sowie Astrazeneca berücksichtigt - und zwar nach den bislang avisierten Liefermengen.

+++ 17:24 Studie: Bereits eine Dosis Biontech-Impfstoff kann Virusausbreitung bremsen +++
Eine einzelne Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer kann einer britischen Untersuchung zufolge bereits nach zwölf Tagen die Zahl der asymptomatischen Coronavirus-Infektionen auf ein Viertel reduzieren. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Impfung nicht nur symptomatische Krankheitsverläufe verhindert, sondern auch dabei helfen kann, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Bei der noch nicht in einem Fachmagazin veröffentlichten Untersuchung, an der unter anderem Wissenschaftler der Universität Cambridge beteiligt waren, wurden mehrere Tausend symptomfreie Mitarbeiter im britischen Gesundheitssystem zwischen dem 18. und 31. Januar auf das Virus getestet. Bei der Untersuchung ging es speziell um die Schutzwirkung bei nur einer Dosis.

+++ 17:01 Biontech-Chef: "Pandemie könnte noch einmal richtig Fahrt aufnehmen" +++
Die Virus-Mutanten können laut Biontech-Chef Ugur Sahin zum Problem werden, betont der gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Die Geschwindigkeit, mit der sich die als Erstes in Großbritannien nachgewiesene Mutante in Europa ausbreitet, macht mir Sorgen. Dadurch könnte die Pandemie noch einmal richtig Fahrt aufnehmen, bevor ausreichend Menschen durch Impfungen geschützt sind." Die jüngsten Studienergebnisse zum Biontech-Impfstoff würden aber Hoffnung machen. "Das Licht am Ende des Tunnels wird heller. Und es ist nicht der entgegenkommende Zug. Mit dieser Erkenntnis wissen wir jetzt auch, dass wir, wenn ausreichend Menschen geimpft sind, die Pandemie wirksam eindämmen können", so Sahin.

+++ 16:38 Gesamtmetall-Präsident fordert klare Öffnungsperspektive +++
Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, erwartet von den Corona-Gesprächen der Regierungschefs aus Bund und Ländern am Mittwoch konkrete Ansagen über Lockerungen. "Am Anfang war die Corona-Politik gut strukturiert und klar. Was jetzt fehlt, sind eine klare Vision und ein klares Ziel", sagt Wolf dem "Handelsblatt". Die Menschen bräuchten eine Perspektive, die Beschäftigten wollten mal wieder aus dem Homeoffice in die Firma, wollten Kontakt zu Kollegen. "Das soziale Element ist nicht zu unterschätzen."

+++ 16:18 Portugal teilt Impfstoff mit afrikanischen Ländern +++
Portugals Regierungschef António Costa kündigt an, dass sein Land fünf Prozent der Corona-Impfstoffe mit afrikanischen Ländern teilen werde. Dabei habe er vor allem Länder im Blick, in denen Portugiesisch gesprochen werde. Damit folgt Portugal einem Vorschlag von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, der geworben hatte, die reicheren Länder sollten möglichst schnell vier bis fünf Prozent ihrer Impfstoffmengen abgeben.

+++ 15:57 Söder: "Wir dürfen nicht die Nerven verlieren" +++
Die künftige Corona-Strategie von Bund und Ländern muss nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auch einen Sicherheitspuffer für Virusvarianten beinhalten. "Wir dürfen nicht die Nerven verlieren. Wir brauchen ein nachvollziehbares Konzept, das sowohl bei besser werdenden Inzidenzen Öffnungen vorsieht, aber auch die Möglichkeit der Sicherheit bietet, wenn es schlechter wird", sagt der CSU-Chef. Am nächsten Mittwoch will die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Kanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. "Die Beschlüsse der MPK dürfen keine Einbahnstraße nur für Öffnungen sein, sondern sie müssen auch einen Sicherheitspuffer für den Fall haben, dass es durch die Mutationen schlechter werden wird", betont Söder.

+++ 15:35 Altmaier: Gastronomie-Öffnung um Ostern im Außenbereich möglich +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier macht der Gastro-Branche Hoffnung, dass zumindest im Außenbereich von Gaststättenbetrieben um die Osterzeit wieder Gäste empfangen werden können, wie er in einer Pressekonferenz mitteilt. Das sei gegen Ostern vermutlich drin, sagt der CDU-Politiker. Zuvor hatte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart auf eine Lockerung des Lockdowns für Teile der Wirtschaft noch im März gepocht. Nach den Schließungen, "die für einige Branchen schon sechs Monate und länger andauern, kommt es zu erheblichen Schieflagen in Wirtschaft und Gesellschaft", erklärt der FDP-Politiker nach Beratungen Altmaier.

+++ 15:15 Antigen-Tests an Österreichs Schulen legen Hunderte Neuinfektionen offen +++
Bei den Corona-Tests in Österreichs Schulen sind seit der Rückkehr zum Präsenzunterricht am 8. Februar rund 1500 positive Fälle entdeckt worden. Allein in der nun dritten Woche seien es 904 gewesen - 619 bei Schülern sowie 285 bei Lehrern und Verwaltungspersonal, teilte ein Sprecher des Bildungsministerium am Freitag mit. Insgesamt wurden seit Montag 1,4 Millionen Tests in den Schulen gemacht. "Es ist gut, dass wir die Fälle finden. Nur so kann man die Schulen aufhalten", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Alle 1,1 Millionen Schüler müssen sich selbst mindestens einmal die Woche mit einem sogenannten Nasenbohrer-Test in der Schule auf eine etwaige Infektion untersuchen.

+++ 15:11 Arbeitsagentur benötigt weitere Milliarden +++
Die mit dem Lockdown verbundene Kurzarbeit wird den Bundeshaushalt in diesem Jahr weitaus stärker belasten als geplant. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) veranschlagt dafür nun weitere 6,3 Milliarden Euro, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilt. Die Planung im vorigen Herbst sei von rund 700.000 Kurzarbeitern im Jahresschnitt ausgegangen. Nun liege die Schätzung aufgrund des Lockdowns bei 1,1 Millionen. Insgesamt plant die BA für Kurzarbeit und die Erstattung der Sozialbeiträge an die Arbeitgeber nun rund zwölf Milliarden Euro ein. Bis Ende Februar wird die Behörde dafür seit Jahresanfang bereits rund vier Milliarden Euro ausgegeben haben.

+++ 14:48 Gericht: Ausgangssperre ist rechtmäßig +++
Im heftigen Rechtsstreit um die Ausgangssperre in den Niederlanden gibt das Berufungsgericht nun der Regierung Recht. Die staatliche Maßnahme gegen die Pandemie sei auf einer rechtmäßigen Rechtsgrundlage eingeführt worden, entscheidet das Gericht in Den Haag. Damit wird das Urteil der vorigen Instanz aufgehoben. In erster Instanz hatte der Richter erklärt, dass es für die Einführung der Maßnahme keine akute Notlage gegeben habe. Dem widersprechen nun die Berufungsrichter: "Die Corona-Pandemie ist als Anlass ausreichend." Angesichts der Schwere der Pandemie sei auch die zweiteilige Einschränkung von Grundrechten wie die Bewegungsfreiheit gerechtfertigt.

+++ 14:27 EU-Behörde kündigt Termin für J&J-Impfstoff-Zulassung an +++
Der Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson soll am 11. März grünes Licht von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA erhalten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet. Die EMA hatte Mitte Februar erklärt, bis Mitte März die Bewertung für eine mögliche Genehmigung des Vakzins abschließen zu wollen. Die Behörde habe von dem US-Pharmakonzern einen Antrag auf bedingte Marktzulassung erhalten, dieser werde nun beschleunigt geprüft, hieß es zu dem Zeitpunkt. Es wäre die vierte Zulassung eines Covid-19-Impfstoffs in der EU.

+++ 13:58 Britische Impfreihenfolge streng nach Altersgruppen und nicht nach Berufen +++
In Großbritannien sollen im Anschluss an die Impfung der am höchsten gefährdeten Menschen streng nach Altersgruppen vorgegangen werden. Das teilt die britische Impfkommission JCVI (Joint Committee on Vaccination and Immunisation) mit. Forderungen, bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Lehrer oder Polizisten vorzuziehen, erteilen die Experten damit eine Absage. Als Grund geben die Experten an, Alter sei nach wie vor der größte Risikofaktor in der Pandemie. Modellstudien würden zudem nahe legen, dass die Geschwindigkeit des Impfprogramms den größten Einfluss auf die Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen habe. Berufsgruppen vorzuziehen könne die Impfkampagne komplexer machen und damit verlangsamen, erklären die Experten.

+++ 13:40 FDP-Abgeordneter tritt nach Impf-Ärger von Ämtern zurück +++
Nach Ärger um umstrittene Corona-Impfungen tritt der nordrhein-westfälische FDP-Landtagsabgeordnete Ralph Bombis von seinen politischen Ämtern zurück. Das hat er dem Vorstand des FDP-Kreisverbands Rhein-Erft nach dpa-Informationen am Donnerstagabend mitgeteilt. Vor gut einer Woche war bekannt geworden, dass der 49-jährige Bombis und seine Frau bereits gegen das Coronavirus geimpft worden waren. Bombis leitet drei Senioren- und Pflegeheime. Am Donnerstag habe er nun erfahren, dass Impfreste aus seinen Einrichtungen auch an Personen aus seinem engen persönlichen Umfeld verimpft worden seien, schrieb Bombis an den Vorstand. "Dieser neue Sachverhalt ist - unabhängig von einer rechtlichen Bewertung, die von anderen vorzunehmen ist - politisch von mir zu verantworten", heißt es in der Erklärung. "Ich bitte noch einmal bei allen, die ich durch mein Verhalten verletzt habe, um Entschuldigung. Es tut mir aufrichtig leid."

+++ 13:25 Lage in Tschechien wird dramatischer: Knapp 20.000 Tote seit Pandemie-Beginn +++
In Tschechien ist die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf fast 20.000 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Prag mitteilt, starben 19.999 Menschen, die zuvor positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden waren. Die Zahl der jemals Infizierten stieg innerhalb von 24 Stunden um 14.457 auf mehr als 1,2 Millionen. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner. Nach eine Entspannung der Infektionslage Anfang des Jahres, steigt die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder dramatisch an. Deutschlands Nachbarland weist momentan eine Sieben-Tage-Inzidenz von 703,5 auf. Das ist absoluter Negativrekord in Europa.

+++ 13:09 Steinmeier ehrt Biontech-Gründer mit Bundesverdienstkreuz +++
Frank-Walter Steinmeier zeichnet die Wissenschaftler und Unternehmer Özlem Türeci und Uğur Şahin am 19. März in Schloss Bellevue mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Damit gelte die erste persönliche Ordensaushändigung des Bundespräsidenten in diesem Jahr den Gründern des Unternehmens Biontech, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes. Dank des unermüdlichen Einsatzes des "herausragenden Forscherehepaars" sei es gelungen, innerhalb kürzester Zeit einen Impfstoff gegen Covid-19 zu entwickeln und zuzulassen. "Sie haben damit einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet."

+++ 12:50 Studie: Risiko für Klinikaufenthalt steigt bei Infektion mit B.1.1.7 um 64 Prozent +++
Dass die Virus-Mutante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien nachgewiesen wurde, deutlich ansteckender und auch gefährlicher als die Ursprungsvariante von Sars-CoV-2 ist, ist hinlänglich bekannt. Eine aktuelle Studie des dänischen Gesundheitsdienstes SSI, über die der "Tagesspiegel" berichtet, beziffert diese Gefahr nun: Demnach ist die Wahrscheinlichkeit eines Krankenhausaufenthaltes bei einer Infektion mit B.1.1.7 im Vergleich zu anderen Varianten um geschätzte 64 Prozent erhöht. "Wir kennen die Erklärung dafür nicht, dass B.1.1.7 das Risiko einer Hospitalisierung erhöht. Unsere Zahlen weisen jedoch in die gleiche Richtung wie mehrere andere Studien aus Großbritannien, die zeigen, dass B.1.1.7 möglicherweise ernstere Verläufe verursacht", wird Tyra Grove Krause, technische SSI-Direktorin, von der Zeitung zitiert. In der Studie sollen knapp 36.000 Personen, die zwischen dem 1. Januar und 6. Februar positiv getestet wurden, berücksichtigt worden sein.

+++ 12:31 Virus-Mutanten in Österreich auf dem Vormarsch +++
In Österreich ist laut Gesundheitsministerium inzwischen etwas mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen auf eine der grassierenden Varianten zurückzuführen. "Die Mutationen, da sie stärker sind, scheinen sich sehr schnell durchzusetzen", sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Österreich sei das einzige Land in Europa, das alle positiven PCR-Testergebnisse auf etwaige Virus-Mutanten überprüfe. Als Erfolg wertete der Minister, dass die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen kurz vor dem Abschluss stünden. Dadurch seien weniger schwere Krankheitsverläufe zu befürchten. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war nach deutlichem Anstieg zuletzt auf 2093 gefallen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei rund 145 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++ 12:22 Drei bayerische Regionen führen Liste der Super-Hotspots an +++
Die Infektionslage im bayerischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge bleibt angespannt. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz beträgt dort nach aktuellem RKI-Datenstand (26.02., 7.45 Uhr) 295,9. Dahinter folgt der Landkreis Tirschenreuth (269,3), der ebenfalls an das stark betroffene Tschechien grenzt, und Weiden in der Oberpfalz (231,6). Insgesamt weisen 5 von 412 Regionen eine Inzidenz von über 200 auf. Auf Platz vier liegt aktuell der Vogtlandkreis in Sachsen (212,4) und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen (211,3).

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+++ 12:04 63 Kreise und Städte liegen unter Inzidenz von 35 +++
Die Stadt Kaufbeuren weist derzeit das geringste Fallaufkommen im bundesweiten Vergleich auf. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor (Stand 26.02., 7.45 Uhr). Demnach beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz in der bayerischen Stadt derzeit 6,8. Auch der schleswig-holsteinische Kreis Dithmarschen kommt auf einen einstelligen Wert: 8,3. Insgesamt liegen derzeit 63 von 412 Regionen unter der Inzidenz-Marke von 35.

+++ 11:45 Pandemie-Lage: Zahl der Neuinfektionen steigt wieder täglich +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnet das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Nina Lammers mit dem Epidemiologen Timo Ulrichs Montgomery die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:32 Hälfte aller Israelis mindestens einmal geimpft +++
Die Hälfte aller Israelis ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies geht aus Daten des israelischen Gesundheitsministeriums hervor. Die Erstimpfung erhielten seit Beginn der Impfkampagne kurz vor Weihnachten demnach rund 4,7 Millionen Menschen, die Zweitimpfung etwa 3,3 Millionen. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes lebten im Dezember 9,294 Millionen Menschen in Israel. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt die Impfung von mindestens 6,2 Millionen Menschen an.

+++ 11:17 Umfrage: Mehrheit der Deutschen plädiert für Lockerungen +++
Eine Mehrheit der Deutschen ist laut ZDF-Politbarometer für Öffnungen - vor allem die Anhänger von AfD und FDP. Insgesamt meinen 56 Prozent der Befragten, dass es jetzt zu Lockerungen kommen sollte. 41 Prozent lehnen sie ab. Nur bei den Grünen-Anhängern ist eine Mehrheit gegen Öffnungen. Allerdings macht die große Mehrheit dies von der Entwicklung der Infektionszahlen abhängig: Sollte es zu einer dritten Welle kommen, befürworten nur noch 21 Prozent eine Lockerung der Maßnahmen. Und 55 Prozent halten die gegenwärtigen Maßnahmen für richtig. Nur noch 18 statt 28 Prozent sind für strengere Maßnahmen. 44 Prozent der Befragten befürworten die Öffnung von Grundschulen, 26 Prozent hätten sich sogar die Öffnung aller Schulen gewünscht. Bei den weiteren Prioritäten plädieren 40 Prozent zuerst für die Öffnung von Läden und Geschäften, 22 Prozent für die Lockerung von Kontaktbeschränkungen, 20 Prozent für Öffnungen bei Sport, Kultur und Freizeit und 15 Prozent für offene Restaurants.

+++ 11:00 Wieler: Lieber Astrazeneca-Kopfschmerzen, "als diese verdammte Krankheit zu kriegen" +++
RKI-Chef Lothar Wieler ist nach eigenen Angaben "begeistert" über die Wirksamkeit des umstrittenen Astrazeneca-Impfstoffs. Zahlen aus Schottland zeigten, "dass dieser Astrazeneca-Impfstoff die Quote von Hospitalisierungen um 94 Prozent reduzieren kann. Das ist fantastisch", sagt Wieler auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Es gebe keinen Grund, den Impfstoff abzulehnen, auch wenn jeder zweite Geimpfte bis zu drei Tage an Fieber oder Kopfschmerzen leide. "Besser ein, zwei Tage Kopfschmerzen, als diese verdammte Krankheit zu kriegen."

+++ 10:43 RKI-Chef mahnt: Maßnahmen anwenden, "ansonsten steuern wir in die dritte Welle" +++
Neben positiven Entwicklungen seit Jahresbeginn erkennt der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, auch erste deutliche Signale einer Trendumkehr. Die Fallzahlen stagnierten zuletzt. Die Sieben-Tage-Inzidenz habe sich um die 60 eingependelt. Zwar sei die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten bundesweit betrachtet seit Wochen rückläufig - mancherorts würde sie aber wieder steigen. Die Inzidenz bei jüngeren Bevölkerungsgruppen wachse, was auch durch Virus-Varianten wie B.1.1.7 zu erklären sei. Die Mutante breite sich rasch aus, sei deutlich ansteckender und noch gefährlicher, und zwar für alle Altersgruppen, sagt Wieler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn. Jeder Bürger, jede Bürgerin sollte die Maßnahmen daher weiterhin anwenden, "ansonsten steuern wir in die dritte Welle". Das bedeute, die AHA+L-Regeln sollten eingehalten und vor allem Kontakte auf das Allernötigste beschränkt bleiben. Wer bereits erste Symptome einer Atemwegsinfektion spüre, sollte zu Hause bleiben, seinen Arzt kontaktieren und sich testen lassen.

+++ 10:33 Spahn: Impfen ebnet Weg aus Pandemie, wird aber "kein Spaziergang" +++
Gesundheitsminister Jens Spahn sieht erste Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. So seien schon fast alle Bewohner von Pflege- und Altersheimen geimpft. Das Risiko für Hochbetagte, sich zu infizieren, habe sich in den vergangenen Tagen stark verringert. Doch noch liege zu viel Impfstoff im Kühlschrank. Das Verabreichen der Vakzine müsse an Fahrt gewinnen, etwa indem auch Arztpraxen in die Impfkampagne eingebunden werden. Das Impfen ebne den Weg aus der Pandemie, es werde aber gleichwohl "kein Spaziergang", sagt der CDU-Politiker auf einer Pressekonferenz. Die Mutationen machten es nun beschwerlicher, die Fallzahlen zu senken. Ein verstärktes Testen, etwa durch Schnell- und Selbsttests, liefere allerdings mehr "Trittfestigkeit".

+++ 10:22 Deutsche Krankenhäuser erwarten Entlastung im Zuge der Impfungen +++
Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, erwartet eine Entspannung in den Kliniken im Zuge der Impfungen. Diese würden sich "in den nächsten Wochen positiv bemerkbar machen, davon bin ich fest überzeugt", sagt Gaß NDR Info. Demnach ist die Situation bereits jetzt beherrschbar. "Wir haben in den letzten Wochen eine sinkende Zahl der Patienten auf unseren Intensivstationen gehabt. Wir hatten Anfang des Jahres eine Zahl von etwa 6000 Intensiv-Patienten mit Covid-19-Erkrankung und liegen jetzt bei ungefähr 2900, also nur noch der Hälfte", erläutert Gaß.

+++ 10:01 Hunderte verstoßen gegen Regeln auf Karnevalsfeiern in Israel +++
Bei Feiern anlässlich des jüdischen Karnevalsfestes Purim haben in Israel nach Angaben der Polizei Hunderte gegen Corona-Regeln verstoßen. In Jerusalem lösten Beamte eine Party mit rund 250 Teilnehmern in einem Hotel auf, wie die Polizei mitteilt. An anderen Orten der Stadt wurden demnach weitere Feiern mit jeweils Dutzenden Gästen beendet. Aus Sorge vor einer Zunahme von Neuinfektionen hat die Regierung anlässlich des Purim-Festes von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen nächtliche Lockdowns verhängt. Man darf sich dann nicht weiter als 1000 Meter von seiner Wohnung entfernen und auch nicht andere Haushalte besuchen. Partys dürfen nicht während der Lockdown-Stunden gefeiert werden.

+++ 09:45 SPD-Chef: Shutdown so schnell wie möglich beenden +++
SPD-Chef Norbert Walter-Borjans plädiert angesichts drohender Insolvenzen für rasche Lockerungen des Lockdowns. Allerdings stehe der Gesundheitsschutz an erster Stelle. "Wir müssen aus dem Shutdown so schnell wie möglich heraus." Man müsse aber "Schritt für Schritt" Orientierung geben, sagt er im ZDF und dringt auf rasche Impfungen. Zu einem digitalen Impfpass und einer Reisefreiheit für Geimpfte sagt er: "Wir werden uns der Debatte in Europa nicht entziehen können." Wenn es die Gewissheit gebe, dass Geimpfte nicht ansteckend sind, es genügend Geimpfte gebe und es Techniken gebe, das nachzuweisen, dann werde man um eine Lockerung nicht herumkommen. "Wir müssen dafür sorgen, dass ... der Gesundheitsschutz an erster Stelle steht, aber die Wirtschaft so wenig wie möglich beeinträchtigt wird, weil die trifft uns am Ende ja auch alle."

+++ 09:22 Notfallmediziner: Frankreich braucht neue Lockdown-Maßnahmen +++
Frankreich wird nach Einschätzung eines leitenden Notfallmediziners in Paris nicht um neue Lockdown-Maßnahmen herumkommen. "Ich verstehe nicht, worauf wir warten", sagt Philippe Juvin, Chef der Notfallabteilung eines Pariser Krankenhauses, dem Sender BFM TV. Die Lage in Krankenhäusern in der Region Paris sei sehr angespannt.

+++ 09:09 Günther verknüpft Impfpass mit Inlandsreisen +++
Seit Monaten hängt Deutschland im Lockdown, da hoffen viele Menschen auf Urlaubsreisen, zumindest im eigenen Land. Doch ob die möglich sind, steht noch in den Sternen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bringt jetzt diese Idee ins Spiel: Inlandsreisen jenen Bürgern zu ermöglichen, die mit einem Impfpass ihre Corona-Impfung nachweisen können. "Ich kann mir das auf jeden Fall vorstellen. Ich glaube ohnehin, dass Öffnungen in dem Bereich nur möglich sind, wenn wir bestimmte Restriktionen machen", sagt Günther im "Frühstart"bei ntv. Es habe im Tourismus schon häufiger die Auflage gegeben, einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen. Derzeit werde das auch bei den Grenzkontrollen so gehandhabt. Den von der EU geplanten europäischen Impfpass bezeichnet Günther als "sinnvolles Instrument". Sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht worden sei, könne man mithilfe so eines Passes weitere Öffnungsschritte verantworten.

+++ 08:51 Mindestens 400 Mitarbeiter im US-Gesundheitswesen gestorben, seitdem Impfungen zugänglich sind +++
Mitte Dezember begann in den USA die Impfkampagne. Trotzdem sind seither mindestens 400 Menschen, die in Krankenhäusern oder als Rettungssanitäter und dergleichen arbeiten, an Covid-19 gestorben. Das ergibt eine Auswertung des "Guardian" und der Organisation KHN. Sie zeigt, wie gefährlich die Betreuung von Corona-Patienten nach wie vor ist. Jeder achte Verstorbene, der im Gesundheitssystem arbeitete, kam demnach nach Beginn der lebensrettenden Kampagne ums Leben. In Kalifornien sind sogar 40 Prozent der Todesfälle in diesem Bereich seit Beginn der Immunisierungen verzeichnet worden. Die Zahlen in Bezug auf die gesamten Vereinigten Staaten dürften noch wesentlich höher liegen, heißt es in dem Bericht. So sei eine genaue Statistik über die Betroffenen im Gesundheitswesen nicht in jedem Bundesstaat verpflichtend.

+++ 08:48 Ein Jahr Coronavirus-Liveticker auf ntv.de +++
Vor genau einem Jahr wurde der Coronavirus-Liveticker auf ntv.de gestartet. Seitdem bestücken ihn Dutzende Redakteurinnen und Redakteure rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche mit Nachrichten mit Bezug zur Pandemie. Dass diese Art der Berichterstattung sich nun über zwölf Monate zieht, hat zu Beginn niemand erwartet. Ein Feiertag ist dieser erste - und hoffentlich letzte -Geburtstag nicht.

Einen Überblick über bedeutsame Einträge im zurückliegenden Jahr können Sie hier nachlesen. Eine Würdigung finden Sie hier.

+++ 08:34 Weil: Mehr Freiheiten auch für Getestete +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil regt an, in der Pandemie nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben. "Wir können nicht nur an die einstweilen wenigen Glücklichen, die geimpft sind, denken", sagt der SPD-Politiker der "Braunschweiger Zeitung". An einer solchen Perspektive etwa für Gastronomen und Einzelhändler "müssen wir hart arbeiten". Es sei klar, dass man weiter Maske tragen, Abstand halten und Hygienekonzepte beachten müsse. Dennoch eröffne sich mit Impfen, Testen und Schutzmaßnahmen wieder deutlich mehr Spielraum, so Weil. "Das bloße Warten auf Inzidenzwerte unter 35 bringt uns nicht voran." Er verweist auf Schnelltests, die wesentlich anwendungsfreundlicher seien. Mit Hilfe der Corona-Warn-App könnten Impfung und Schnelltests gebündelt und angezeigt werden.

+++ 08:15 Mützenich verteidigt Kritik an "Ankündigungsminister" Spahn +++
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dringt auf eine behutsame Lockerung des Lockdowns. "Das darf nicht zu groß und auch nicht zu schnell erfolgen", sagt er im Deutschlandfunk. Es werde sich in den nächsten Tagen zeigen, was man öffnen könne und was nicht. Den vom EU-Gipfel auf den Weg gebrachten digitalen Impfpass begrüßt er. Dieser könne dazu beitragen, insbesondere das "Grenzmanagement" für Berufspendler zu erleichtern. An seiner Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn, den er als "Ankündigungsminister" tituliert hat, hält Mützenich fest. "Wenn man drei Mal ankündigt, was alles passiert, dann fällt mir nichts anderes ein. Ich würde ihn ja einen Umsetzungsminister nennen, wenn das alles glatt laufen würde."

+++ 08:00 Fährverkehr nach Großbritannien eingebrochen +++
Die Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben auch starke Auswirkungen auf den internationalen Fährverkehr nach Großbritannien. Die Passagierzahl sei im Vorjahr um 63 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren gesunken, teilt der britische Hafenverband British Ports Association in London mit. Demnach reisten 2020 insgesamt 6,9 Millionen Menschen mit Fähren von und nach Großbritannien. Die Zahl beinhaltet Lastwagenfahrer und Touristen. 2019 waren es noch 18,4 Millionen.

+++ 07:38 Infektionen in NRW-Pflegeheimen gehen deutlich zurück +++
Seit dem Start der Impfungen in den Altenheimen in NRW ist die Zahl der aktiven Infektionen unter Bewohnern und Mitarbeitern rapide zurückgegangen. Den jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsministerium zufolge waren zuletzt knapp 750 Bewohner und 430 Mitarbeiter stationärer Pflegeeinrichtungen mit dem Coronavirus infiziert - ein deutlicher Rückgang, der auf die wachsende Zahl von Geimpften in dieser Gruppe zurückzuführen sei. Auf dem Höhepunkt der Welle an Weihnachten galten noch weit über 5000 Heimbewohner als Corona-Patienten. Schon einen Monat später war die Zahl auf unter 4000 gesunken. Am 9. Februar wurden bereits weniger als 1000 Infizierte gezählt.

+++ 07:25 Mehr als die Hälfte aller Corona-Todesopfer Bewohner von Altenheimen +++
Weit mehr als die Hälfte aller Todesopfer im Zusammenhang mit der Pandemie in Hessen sind Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. "Seit Beginn der Pandemie wurden 2600 Todesfälle von mit Sars-CoV-2 infizierten Bewohnerinnen und Bewohnern gemeldet", heißt es mit Stand 21. Januar in einer Antwort von Sozialminister Kai Klose auf eine Kleine Anfrage der FDP. Im Corona-Bulletin des Ministeriums für diesen Tag wird die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie gemeldeten Todesfälle für den 21. Januar mit 4257 angegeben. Hessenweit würden in 833 Einrichtungen 56.263 Menschen versorgt (Stand 20. Januar). 565 Pflegeeinrichtungen seien von einem Infektionsgeschehen betroffen gewesen.

+++ 07:09 Spahn nahm laut Bericht vor positivem Test an Unternehmerdinner teil +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nahm am 20. Oktober 2020, einen Tag vor seinem positiven Corona-Test, an einem Abendessen mit etwa einem Dutzend Unternehmern in Leipzig teil. Das berichtet der "Spiegel". Zu diesem Zeitpunkt stiegen die Zahlen in Deutschland wieder deutlich an, und am Morgen desselben Tages hatte Spahn im ZDF noch gemahnt: "Wir wissen vor allem, wo es die Hauptansteckungspunkte gibt. Nämlich beim Feiern, beim Geselligsein, zu Hause privat oder eben in der Veranstaltung, auf der Party im Klub." Am Abend fuhr er dem Bericht zufolge nach Leipzig, wo das Dinner in der Privatwohnung eines Bekannten von Spahn stattfand. Mehrere Gäste sollen im Zuge des Abendessens an die CDU gespendet haben, berichtet ein Teilnehmer. Alle Gäste hätten Abstand gehalten und Maske getragen, bis sie auf ihren Plätzen gesessen hätten. Einen Tag nach dem Abendessen wurde beim Gesundheitsminister die Corona-Infektion festgestellt.

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+++ 06:50 Söder warnt vor "Öffnungshektik" und "Blindflug" bei Lockerungen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mahnt vor den Bund-Länder-Beratungen zur Vorsicht bei möglichen Lockerungen der Beschränkungen. "Wir wollen schrittweise öffnen, aber mit Vernunft und Vorsicht. Wir dürfen angesichts der Mutation keinen Blindflug starten", sagt der CSU-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Politik darf jetzt nicht die Nerven verlieren. Öffnen ja, aber klug und umsichtig." Mit Blick auf Stufenpläne aus mehreren Bundesländern mahnt Söder ebenfalls zur Vorsicht. "Bei einem Stufenplan muss man aufpassen, dass am Ende nicht ein Datum alle nächsten Schritte bestimmt." Am Ende müsse auch möglich sein, Öffnungsschritte zurückzunehmen.

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+++ 06:38 Inzidenz in Deutschland steigt weiter an +++
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bundesweit bei 62,6 - und damit höher als am Vortag (61,7). Vor vier Wochen, am 29. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 94,4 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Restriktionen. Ziel von Bund und Ländern ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken. Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

+++ 06:24 RKI meldet knapp 10.000 neue Fälle +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9997 neue Fälle gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:01 Südkorea beginnt mit landesweiten Impfungen +++
Südkorea beginnt mit den Impfungen gegen das Coronavirus. Als erster Impfstoff wurde das Vakzin von Astrazeneca verabreicht. Kurz vor dem offiziellen Start der landesweiten Impfkampagne am Morgen habe eine 61-jährige Altenpflegerin in Seoul die erste Spritze erhalten, berichtet der südkoreanische Rundfunksender KBS. Präsident Moon Jae In hatte den etwa 52 Millionen Einwohnern des Landes eine kostenlose Corona-Schutzimpfung versprochen. Zuerst sollten mehr als 5000 Pflegekräfte und Patienten in 213 Pflege- und Reha-Einrichtungen geimpft werden. Entgegen früherer Planungen schlossen die Gesundheitsbehörden zunächst Menschen im Alter von 65 Jahren und älter von der Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin aus. Es gebe nicht genug Daten über dessen Wirksamkeit bei älteren Menschen.

+++ 05:32 Apotheken und Kommunen mahnen Schnelltest-Konzept an +++
Die Bundesregierung will Schnelltests breit verfügbar machen, doch noch sind viele Fragen offen. "Wie Schnelltests in großen Mengen künftig beschafft, bezahlt, flächendeckend verteilt werden und auch zu den Menschen kommen, dazu erhoffen wir uns nächste Woche von den Beratungen von Bund und Ländern mehr Aufklärung", sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, der "Rheinischen Post". Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sieht noch praktische Einschränkungen. Nicht alle Apotheken könnten Corona-Schnelltests anbieten, da damit hohe Arbeitsschutzanforderungen wie extra Räume und besondere Schutzkleidung verbunden seien.

+++ 04:46 Söder: Grenzkontrollen bleiben +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol aufrecht halten. Kritik der EU-Kommission an den Maßnahmen weist er zurück: "Wenn die Kommission etwas für die Region tun will, würden wir uns über zusätzliche Impfdosen aus Brüssel freuen", sagte Söder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Bund habe Tschechien und Tirol zu Mutationsgebieten erklärt und hier sei auch die Gefahr einer Verbreitung der Virusmutationen besonders hoch.

+++ 03:40 Brasiliens Regierung sieht "neue Etappe" der Pandemie +++
Angesichts der rasanten Verbreitung der im Amazonas-Gebiet entdeckten Variante des Coronavirus warnt die brasilianische Regierung vor der "neuen Etappe" der Corona-Pandemie in dem Land. "Heute haben wir durch das mutierte Virus eine dreifach höhere Ansteckung. Und die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, kann überraschen", sagte Gesundheitsminister Eduardo Pazuell. Die Gesundheitssekretäre der Bundesstaaten erklärten, die Infrastruktur sei bereits am Limit. In der Hauptstadt Curitiba des südlichen Bundesstaates Paraná bildeten sich Schlangen von Krankenwagen vor den Krankenhäusern.

+++ 03:01 Hacker-Angriff auf Covid-Labor +++
Auf ein Labor der Oxford Universität, in dem zu Covid-19 geforscht wird, ist einem Medienbericht zufolge ein Cyberangriff verübt worden. Es werde befürchtet, dass eine Hacker-Bande versuchen werde, Geheimnisse an den höchsten Bieter zu verkaufen, meldet der britische "Telegraph".

+++ 02:28 Gorilla und Löwen im Prager Zoo mit Symptomen +++
Im Prager Zoo sind ein Gorilla und zwei Löwen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bislang wiesen sie milde Symptome auf, teilt Direktor Miroslav Bobek mit. Der Gorilla Richard sei müde und leide an Appetitlosigkeit. Die Löwen Jamvan und Suchi seien erkältet und würden husten. Wahrscheinlich hätten sich die Tiere bei Zoomitarbeitern angesteckt. Die anderen Tiere würden getestet und man stehe in Kontakt mit Zoos, in denen es bereits Covid-19-Fälle gegeben habe. In Tschechien steigt die Zahl der Corona-Fälle. Bezogen auf die Einwohnerzahl hat das Land eine der höchsten Infektionsraten weltweit.

+++ 01:54 Tschechiens Regierung will Mobilität "radikal" einschränken +++
Die tschechische Regierung will angesichts steigender Fallzahlen die Mobilität der Bürger "radikal" einschränken. Die Maßnahme müsse mindestens drei Wochen lang durchgesetzt werden, sagt Ministerpräsident Andrej Babis. Seine Minderheitsregierung braucht heute die Unterstützung des Parlaments, um den Notstand verlängern zu können - die juristische Grundlage für Einschränkungen. Tschechien hatte in den vergangenen Tagen laut der Statistikwebsite Our World in Data die weltweit höchste Infektionsrate pro Kopf.

+++ 01:15 Bouffier gibt Stiko Schuld an Astrazeneca-Skepsis +++
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier macht den Bund und die Ständige Impfkommission (Stiko) für die fehlende Akzeptanz des Astrazeneca-Impfstoffs in der Bevölkerung mitverantwortlich. Er bedauere, dass die Kommunikation insbesondere auch der zuständigen Stellen beim Bund über die Wirksamkeit des Impfstoffs zu kurz geraten sei, sagt Bouffier bei einer Pressekonferenz. Man hätte von Anfang an sagen sollen, was die Fachleute jetzt sagen: "Das ist ein sehr guter Schutz." Stattdessen sei die Entscheidung der Stiko, den Impfstoff wegen fehlender Daten zu älteren Personen zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren zuzulassen, von vielen Bürgern so verstanden worden, dass er nicht richtig wirke.

+++ 00:30 Biden-Regierung nähert sich Impfziel mit großen Schritten +++
US-Präsident Joe Biden hat bei einer Zeremonie im Weißen Haus die Fortschritte der Corona-Impfkampagne im Land gelobt. Bei den Impfungen seien die USA dem Zeitplan um "Wochen" voraus, sagte Biden anlässlich der 50-millionsten Impfung seit seinem Amtsantritt am 20. Januar. "Wir bewegen uns trotz des Chaos, das wir von der Vorgänger-Regierung geerbt haben, in die richtige Richtung", fügte er hinzu. Biden hatte angekündigt, dass in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Impfdosen gespritzt werden sollen. Die Hälfte der Impfungen wurde nun bereits nach 37 Tagen erreicht.

+++ 00:13 Corona-Jahr: Berlins Schüler dürfen freiwillig sitzenbleiben +++
Viele Berliner Schüler dürfen das von Corona und Schulschließung geprägte Schuljahr 2020/21 wiederholen, wenn sie das wollen. Das Abgeordnetenhaus hat eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. Sie betrifft Schüler in der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I - also der Klassen 1 bis 10. Wenn sie das Schuljahr wiederholen wollen, müssen ihre Eltern einen schriftlichen Antrag bei den Schulleitern stellen. Verpflichtend vorgesehen ist ein Beratungsgespräch. Bisher konnten Schüler nicht freiwillig sitzenbleiben. Nachteile sollen ihnen durch eine Wiederholung der Jahrgangsstufe nicht entstehen.

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Quelle: ntv.de, fzö/ino/rts/dpa/AFP