Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:17 Daten aus Israel: Vierte Impfung schützt Ältere +++

Eine vierte Corona-Impfung steigert israelischen Angaben zufolge die Resistenz gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei über 60-Jährigen deutlich. Wie das Gesundheitsministerium Israels mitteilt, war die Resistenz gegen einen schweren Krankheitsverlauf bei den über 60- Jährigen nach der zweiten Auffrischungsimpfung drei Mal so hoch wie bei Personen im selben Alter, die nur dreifach immunisiert waren. Die vierte Dosis verdoppelte zudem die Resistenz gegen eine Infektion verglichen mit Gleichaltrigen mit drei Impfungen. Israel bietet über 60-Jährigen eine vierte Impfung seit Anfang Januar an.

+++ 21:45 Ärztin attackiert Lauterbach wegen PCR-Test-Desaster +++
Angesichts der geplanten Einschränkungen bei der Verwendung der knappen PCR-Tests hat die bekannte Tübinger Ärztin Lisa Federle Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach scharf angegriffen. "Mir scheint, Herr Lauterbach will gar nicht, dass wir adäquat testen", sagte Federle der "Bild"-Zeitung. Die vorgesehende ausschließliche Verwendung von Antigen-Schnelltests statt PCR-Tests in vielen Fällen nannte die Ärtzin, die unter anderem das auf umfangreichen Testungen beruhende "Tübinger Modell" entwickelt hatte und für ihre Rolle beim Kampf gegen Corona mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, "fahrlässig". Konkret kritisierte Federle, dass die Regierung die Vergütung von PoC-PCR-Tests stark herabgesetzt habe. PoC-PCR-Tests werden mit einem Gerät direkt vor Ort ausgewertet und benötigen keine Labore. Entsprechende Geräte könnten zügig beschafft und die Kapazitäten in Testzentren, Gesundheitseinrichtung und Apotheken stark ausgeweitet werden, so Federle. "Wie kann es sein, dass auf der einen Seite die PCR-Tests priorisiert werden müssen, auf der anderen Seite die Vergütung so runtergesetzt wird, dass sie nicht einmal die Unkosten deckt?", sagte Federle.

+++ 21:26 Wochenbilanz zeigt dramatischen Anstieg der Neuinfektionen +++
Am Sonntagabend ist Zeit, eine Corona-Wochenbilanz zu ziehen: In der Summe haben die Landesbehörden in dieser Woche ( vom 17. bis einschließlich 23. Januar) 725.370 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 58,4 Prozent mehr als in der Vorwoche mit insgesamt 457.871 registrierten Fällen. Außerdem wurden 1094 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gezählt. Das sind ähnlich viele wie in der Vorwoche (1082).

+++ 21:20 Ministerin rechnet mit bis zu 400.000 Fällen täglich +++
Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens rechnet für Mitte Februar mit bundesweit täglich bis zu 400000 neuen Corona-Fällen. Der Gipfel der Omikron-Welle werde voraussichtlich am 15. Februar erreicht - "dann sind wir bei Inzidenzen von 2000 und mehr", sagte die SPD-Politikerin der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" nach der Konferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern. Von einer ins Gespräch gebrachten Impfpflicht ab einem Alter von 50 Jahren hält die Ministerin ihren Worten zufolge nichts. "Die Impflicht sollte ab 18 gelten. Jede weitere Beschränkung bringt Abgrenzungsprobleme mit sich", sagte sie. "Außerdem sind die meisten Ungeimpften unter 50 Jahre alt."

+++ 21:12 Lauterbach lobt Impfpflicht-Antrag +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stellt sich hinter den Impfpflicht-Antrag von Abgeordneten der Ampel-Parteien. "Ich glaube, dass dies ein guter Antrag ist", sagt Lauterbach in der ZDF-Sendung "Berlin direkt", wo er sich auch zu anderen Corona-Themen äußerte. Zwar werde er als Gesundheitsminister auch anderen Anträgen zuarbeiten, so der SPD-Politiker. Die konkreten Vorschläge der Impfpflicht-Befürworter nannte er aber "vorstellbar". Am Mittwoch debattiert der Bundestag erstmals über eine Impfpflicht.

+++ 20:38 Lauterbach kündigt Lockerungen nach Omikron-Welle an +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat im ZDF für einen weiterhin vorsichtigen Kurs in der Pandemie geworben. "Dabei bleiben wir", sagte er und wies darauf hin, dass Deutschland anders als andere lockernde Länder die zweitälteste Bevölkerung Europas habe. Er erwarte den Höhepunkt der Welle mit mehreren Hunderttausend Neuinfizierten pro Tag für Mitte Februar. Aber: "Wenn wir das hinter uns haben, dann kann es bei den Einschränkungen natürlich nicht bleiben. Und dann würde man Schritt für Schritt wieder Öffnungen machen. Das jetzt schon ins Auge zu fassen, ist richtig." Er glaube, dass es weitere Varianten geben werde, weil es weltweit noch zu viele Menschen gebe, die sich infizieren könnten. So könnten Viruskombinationen entstehen. Er befürchte: "Im Herbst haben wir wieder Probleme", sagte Lauterbach.

+++ Mehr als 300.000 Fälle in Frankreich +++
In Frankreich verzeichnen die Gesundheitsbehörden 301.614 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind deutlich weniger als am Vortag mit 389.320 nachgewiesenen Ansteckungsfällen. In Krankenhäusern starben 115 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 101.330 Todesfälle.

+++ 20:05 Vier Bundesländer mit Inzidenz über 1000 +++
In nahezu allen Bundesländern zieht die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an. Einzige Ausnahmen: In Schleswig-Holstein geht der Wert geringfügig zurück. In vier Bundesländern - den Stadtstaaten und Brandenburg - liegt die Inzidenz über 1000. In Hamburg nähert sie sich sogar der 2000er Schwelle.

+++ 19:44 Fast 77.000 neue Fälle - starker Anstieg im Wochenvergleich +++
Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, ist die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Deutschland erfassten Corona-Fälle auf insgesamt 8.701.859 laborbestätigte Ansteckungen gestiegen. Allein am heutigen Tag kamen 76.983 neu erfasste Infektionen dazu. Damit liegt die heutige Fallzahl erneut deutlich über dem Niveau der Vorwoche, und zwar um 64,2 Prozent. Am 16. Januar hatten die Landesbehörden in der Summe 46.891 neue Fälle registriert.

Der Wochendurchschnittswert ist erstmals auf mehr als 100.000 neue Fälle pro Tag gestiegen. Bundesweit kommen derzeit im gleitenden Sieben-Tage-Schnitt rund 103.624 Corona-Fälle pro Tag hinzu (Vortag: 99.325).

Hinweis: Das Land Nordrhein-Westfalen hat aufgrund von "Wartungsarbeiten" an seinem Meldesystem keine eigenen Fallzahlen veröffentlicht. Wir übernehmen dafür heute die Angaben des RKI.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,24 angegeben (Vortag: 1,22). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2426 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1423 davon werden invasiv beatmet.

+++ 19:22 WHO: Pandemie könnte nach Omikron enden +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält ein Ende der Corona-Pandemie in Europa nach der derzeitigen Omikron-Welle für möglich. "Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zu bewegt", sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich mahnte er wegen möglicher weiterer Mutationen des Coronavirus jedoch zur Vorsicht. Nach Einschätzung der WHO könnten sich bis März 60 Prozent aller Menschen im Großraum Europa mit der Omikron-Variante infiziert haben.

+++ 18:59 "Absolut reibungslos" - 5000 demonstrieren in Saarbrücken +++
In Saarbrücken haben am Nachmittag zahlreiche Menschen gegen eine Corona-Impfpflicht demonstriert. Unter dem Motto "Freie Impfentscheidung - Ende der Spaltung unserer Gesellschaft" gingen nach Angaben der Polizei um die 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Straße. Zudem habe es eine kleine Gegendemonstration mit 30 bis 40 Menschen gegeben. "Es gab keinerlei Störungen und Provokationen auf beiden Seiten. Das verlief absolut reibungslos", sagte ein Polizeisprecher. Während des Demonstrationszuges wurden einige Straßen in der Innenstadt vorübergehend gesperrt. Am späten Nachmittag fand noch eine Abschlusskundgebung statt.

+++ 18:46 Fast 140.000 Neuinfektionen in Italien +++
In Italien verzeichnen die Behörden 138.860 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind weniger als am Vortag, als das Gesundheitsministerium 171.263 nachgewiesene Ansteckungsfälle registrierte. 227 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus, womit die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 143.523 stieg. Für den Vortag hatten die Behörden 333 Todesopfer gemeldet.

+++ 18:15 Großdemonstration in Brüssel eskaliert +++

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Zehntausende gingen in Brüssel auf die Straße.

(Foto: picture alliance/dpa/BELGA)

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Einige Demonstranten warfen Feuerwerkskörper und Steine auf Polizisten, die ihrerseits mit Tränengas und Wasserwerfern vorgingen.

(Foto: picture alliance/dpa/BELGA)

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Das Gebäudes des Europäischen Auswärtigen Dienstes wurde beschädigt.

(Foto: picture alliance/dpa/BELGA)

Bei Protesten gegen die Corona-Beschränkungen in Brüssel haben sich Demonstranten und Polizei gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Einige Demonstranten warfen Steine und Feuerwerkskörper, die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Laut dem Sender RTL warfen maskierte Randalierer die gläserne Eingangstür zum Sitz des EU-Außenbeauftragten ein. Laut Polizei beteiligten sich rund 50.000 Menschen an dem Protestmarsch.


+++ 18:06 R-Wert steigt erneut +++
Das Infektionsgeschehen in Deutschland beschleunigt sich auf dem aktuell extrem hohen Niveau weiter. Laut Lagebericht der RKI ist der R-Wert erneut gestiegen. Diese Reproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt.

+++ 17:55 Wüsts "Kernaussage" bei ntv: jetzt keine Lockerungen! +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst warnt vor der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz vor vorschnellen Lockerungen. Wüst weist bei RTL und ntv auf weiterhin steigende Infektionszahlen hin. "Man sieht eben durch die stark ansteigende Anzahl der infizierten Menschen am Tag, über 100.000 täglich, dass da durchaus noch eine Belastung auf uns zukommen kann, und deswegen ist vorausschauendes Handeln, Achtsamkeit, nach wie vor angesagt", so Wüst am Abend zu RTL und ntv. "Wir werden morgen sehr genau hinhorchen was der Expertenrat uns da empfiehlt, die Kernaussage ist jetzt: keine Lockerungen!"

Er schränkt aber ein: "All das was wir tun muss immer verhältnismäßig sein, wir müssen immer schauen, ob die Maßnahmen noch notwendig sind, ob sie passen, ob sie wirklich auch helfen Leib und Leben von Menschen zu schützen, das gilt aber für alle Maßnahmen."

In der Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht empfiehlt Wüst einen Blick ins Nachbarland Österreich. "Wenn wir mal nach Österreich schauen, dann geht es ja mit einer Beratung los und später dann, wenn überhaupt nicht reagiert wird auch mit Bußgeldern, ich denke das ist ein Weg, den man auch in Deutschland gehen könnte", so Wüst.

+++ 17:38 Frankreich schließt Ungeimpfte ab morgen vom öffentlichen Leben aus +++
In Frankreich treten drastische Einschränkungen für nicht gegen Corona Geimpfte in Kraft. Ab morgen haben Ungeimpfte und Nicht-Genesene etwa keinen Zugang mehr zu Restaurants, Bars, Kultureinrichtungen, Sportveranstaltungen und Fernzügen. Grund ist die Einführung des "pass vaccinal" (Impfpass). Dieser Nachweis über Genesung oder Impfung muss künftig für die Teilnahme am öffentlichen Leben vorgelegt werden. Laut einem Urteil des französischen Verfassungsrats dürfen die Einschränkungen für Ungeimpfte nur solange in Kraft bleiben, wie es die Pandemie erfordert.

In Frankreich sind die Infektionszahlen derzeit extrem hoch. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz, das heißt die Zahl der registrierten Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche, bei über 3300. Am Samstag wurden knapp 390.000 Neuinfektionen festgestellt.

+++ 17:19 Expertenrat-Mitglied: Booster und Omikron können Pandemie beenden +++
Für den Übergang von der Corona-Pandemie in eine Endemie ist aus Sicht von Immunologin und Corona-Expertenratmitglied Christine Falk die Impfquote in Deutschland zu niedrig. "Wir können uns mit Omikron als Ausweg aus der Pandemie erst beschäftigen, wenn die Impfquote hoch ist", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Erst dann "könnten wir das Virus auch besser laufen lassen".

Vor allem Geboosterten, die sich mit der Omikron-Variante infizieren, schreibt Falk eine tragende Rolle zum Erreichen der Herdenimmunität zu. "Mit jedem Kontakt, den dreifach Geimpfte mit Omikron haben, wird durchaus der kollektive Immunschutz weiter ausgebaut." Die Immunologin erklärte: "Geboosterte, die sich nach der dritten Impfung infiziert haben und genesen sind, haben den höchsten Immunschutz." Je höher die Quote dieser Gruppe ist, "desto schlechtere Karten hat das Virus, sich weiter zu verbreiten".

+++ 17:01 Experten-Rat rügt schlechte Datenlage +++
Der Corona-Experten-Rat kritisiert die mangelhafte Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens, die für die schlechte Datenlage vor allem zu Covid-Patienten in Normalstationen in Krankenhäusern verantwortlich ist. Unter anderem die "Bild"-Zeitung zitiert aus einer "Stellungnahme Digitalisierung" der Experten für die die morgige Bund-Länder-Corona-Runde. Obwohl die Pandemie nun schon seit fast zwei Jahren andauert, sei Deutschland für Prognosen auf Daten anderer Länder angewiesen, da die eigenen "Versorgungsdaten" im Gesundheitswesen "entweder gar nicht, unvollständig, oder nur mit erheblichem Zeitverzug für wissenschaftliche Auswertungen maschinenlesbar zur Verfügung" stehen.

Gerügt wird auch, dass frühere Empfehlungen von Experten zur Verbesserung der Datenerhebung ignoriert worden seien.

+++ 16:42 Querdenker will allein Autokorso starten, blockiert Straße in München +++
In München hat ein selbsternannter sogenannter Querdenker mit einem querstehenden Kleinbus den Verkehr auf einer Straße behindert. Wie die Polizei in der bayerischen Landeshauptstadt am Sonntag mitteilte, bezeichnete sich der 73-Jährige gegenüber anrückenden Beamten selbst als Angehöriger der Querdenker und gab an, einen Autokorso starten zu wollen. Im weiteren Verlauf wurde er körperlich derart aggressiv, dass ihm letztlich sogar Handschellen angelegt werden mussten.

Laut Polizei ereignete sich der Vorfall am späten Freitagabend im Zentrum von München. Zeugen hatten die Beamten per Notruf auf einen querstehenden Kleinbus hingewiesen, der die ganze Seite einer Fahrbahn blockierte. Gegenüber den Einsatzkräften gab der Mann an, einen Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen zu planen. Allerdings lag eine Versammlungsanmeldung nicht vor. "Es waren auch keine weiteren Versammlungsteilnehmer anwesend", fügten die Beamten an.

+++ 16:34 Scholz gegen Lockerung in Omikron-Welle +++
Vor der Bund-Länder-Runde an diesem Montag spricht sich Bundeskanzler Olaf Scholz angesichts rasant steigender Infektionszahlen gegen Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen aus. "Ich bin dafür, den Weg, den wir eingeschlagen haben, weiter zu gehen", sagt Scholz der "Süddeutschen Zeitung". "Es ist jedenfalls sicher nicht angebracht, mitten in der Omikron-Welle auf breiter Front die Regeln zu lockern. Es bedürfe keiner Kurskorrektur. Der Kanzler warnt zugleich vor Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Pandemie. "Wir dürfen nicht blauäugig sein. Es ist eine Illusion zu glauben, in drei Monaten wäre die Pandemie einfach auf wundersame Weise für alle Zeiten vorbei."

+++ 16:15 Corona-Gipfel will "Öffnungsperspektive" entwickeln +++
Laut einer ntv vorliegenden Beschluss-Vorlage für den morgigen Corona-Gipfel wollen Bundes- und Länderregierungen an den derzeit geltenden Corona-Maßnahmen nur geringfügige Änderungen vornehmen. Zwar gibt es zunächst weder Lockerungen noch Verschärfungen, eine "Öffungsperspektive" soll aber entwickelt werden.

Neu ist unter anderem:
Es sollen deutlich mehr Antigen-Schnelltests zum Einsatz kommen und die PCR-Tests, wie berichtet, weitgehend vulnerablen Gruppen und Beschäftigten im Gesundheitswesen vorbehalten werden. Wie bereits von den Gesundheitsministern vereinbart, sollen sich auch die Gesundheitsämter künftig bei der Kontaktnachverfolgung von Infizierten auf diese vulnerablen Gruppen konzentrieren. Die übrigen Menschen "sollen eigenverantwortlich ihre Kontaktpersonen informieren", wie es heißt.

Zudem versprechen Kanzler und Länderchefs und -chefinnen "Öffnungsperspektiven". Für "den Moment, zu dem eine Überlastung von Kritischer Infrastruktur im Allgemeinen und Gesundheitssystem im Besonderen ausgeschlossen werden kann", sollen entsprechende Pläne entwickelt werden. Begonnen soll dabei mit Großveranstaltungen im Freien".

Hier finden Sie die Details.

+++ 15:46 Dutzende Hamster in Hongkong getötet - nur einer war positiv +++
Nach dem Aufruf zur Tötung hunderter Hamster in Hongkong aus Gründen der Corona-Pandemiebekämpfung sind 77 Nager von Tierhaltern abgegeben worden. Unter den getöteten Tieren sei nur ein Hamster positiv getestet worden, teilten die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Die Keulungsaktion der Nager hatte für Aufsehen gesorgt und die strikte Null-Covid-Strategie Hongkongs in Frage gestellt.

Nach der Entdeckung mehrerer mit dem Coronavirus infizierter Hamster in einer Tierhandlung hatten die Behörden die Tötung hunderter Hamster und anderer Nagetiere wie Kaninchen und Meerschweinchen angeordnet, rund 2000 Tiere aus Tierhandlungen wurden gekeult. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Risiko einer Tier-zu-Mensch-Übertragung von Corona-Infektionen "gering", aber nicht ausgeschlossen.

+++ 15:43 Niedersächsischer Minister in Isolation +++
Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es gebe zwei positive PCR-Tests, der SPD-Politiker sei in Quarantäne und habe nur leichte Symptome, sagte ein Ministeriumssprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Schon am vergangenen Freitag seien alle Termine abgesagt worden und der Minister habe sich isoliert. Lies sei vollständig geimpft und habe auch die Booster-Spritze erhalten. Die Ansteckung sei überraschend gewesen, bei welcher Gelegenheit sie erfolgte, sei unklar. Sämtliche Kontakte von Terminen der vergangenen Woche seien zurückverfolgt worden - ohne Ergebnis.

+++ 15:29 Bund und Länder einig: PCR-Tests nur noch für Vulnerable und Gesundheitspersonal +++ Bundes- und Landesregierungen wollen die Nutzung von PCR-Tests stark einschränken. In einer Schalte des Kanzleramtschefs mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder zur Vorbereitung des morgigen Corona-Gipfels einigten sie sich laut ntv-Informationen darauf, dass hauptsächlich nur noch sogenannte vulnerable Gruppen (also etwa Ältere und immungeschwächte Menschen) sowie Pfleger, Ärzte und andere Beschäftige in Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen mithilfe des aufwendigen PCR-Verfahrens getestet werden sollen.

Bei der übrigen Bevölkerung soll ein Corona-Verdacht künftig nur noch mithilfe von Antigen-Schnelltests überprüft werden. Gegebenenfalls sollen mehrere Tests unterschiedlicher Hersteller zur Anwendung kommen.

Außerdem sollen die Quarantäne-Regeln für Beschäftigte im Gesundheitswesen, wieder denen der übrigen Bevölkerung angeglichen werden.

+++ 15:15 Labore überlastet - Kinder müssen länger zu Hause bleiben+++
Weil medizinische Labore angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen stark ausgelastet sind, liegen Testergebnisse mitunter deutlich später vor als gedacht. Es komme "aktuell zu Verzögerungen in der Befundübermittlung", hieß es etwa vom Laborbetreiber Synlab, der unter anderem fünf Standorte in NRW hat. Nach positiven Pool-Tests lägen Einzelbefunde von Kindern "eventuell nicht bis zum nächsten Morgen" vor. Solche Tests werden in Kitas und Schulen durchgeführt - ist das Ergebnis positiv, heißt das, dass mindestens ein Kind positiv, also infiziert ist. Danach folgen Einzeltests, um herauszufinden, wer das ist. Bis das Ergebnis dieser Tests da ist, müssen in der Regel alle betroffenen Kinder zuhause bleiben. Die "Rheinische Post" zitiert aus einem Brief des Laborbetreibers Zotz Klimasan an Corona-Beauftragte an Schulen bezogen. In dem Schreiben hieß es, dass "die Ergebnisse der Einzeltestungen voraussichtlich eine Bearbeitung bis zum zweiten Folgetag in Anspruch nehmen". Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sprach sich mit Blick auf die nächste Ministerpräsidenten-Konferenz ebenfalls in der "Rheinischen Post" dafür aus, dass "künftig nur noch Beschäftigte der kritischen Infrastruktur einen positiven Schnelltest mit einem PCR-Test bestätigen lassen können".

+++ 14:58 Rheinland-Pfalz meldet achten Höchststand in Folge +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz hat den achten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Das Landesuntersuchungsamt 666,4 Infektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche. Ein Tag zuvor waren es 634,7. Die Gesundheitsämter des Landes erfassten 2126 Neuinfektionen binnen eines Tages (Stand 11.10 Uhr). Auch die in den vergangenen Wochen kaum veränderte Hospitalisierungsinzidenz steigt inzwischen weiter. Dieser Wert kletterte von 5,17 am Samstag auf 5,32 am Sonntag. Dies ist der höchste Wert seit der regelmäßigen Erfassung durch das Landesgesundheitsamt im September 2021.

+++ 14:40 Tausende demonstrieren in Brüssel +++
Tausende Menschen protestieren in Brüssel gegen die Corona-Beschränkungen. Zu der Demonstration in der belgischen Hauptstadt, in der die wichtigsten EU-Institutionen ihren Sitz haben, reisten offenbar auch Teilnehmer aus anderen Ländern an, wie AFP-Reporter berichteten. Die Menschenmenge war demnach deutlich größer als bei bisherigen Protesten in Brüssel.

Die Organisatoren, darunter die Bewegungen World Wide Demonstration for Freedom und Europeans United for Freedom, hatten Demonstranten aus anderen EU-Staaten aufgerufen, sich dem Protest anzuschließen. Teilnehmer schwenkten unter anderem polnische, niederländische und rumänische Flaggen. Die Demonstranten hielten Transparente mit Parolen gegen den belgischen Regierungschef Alexander De Croo in die Höhe. Sie kritisierten zudem den Corona-Pass, mit dem in Belgien in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen eine Corona-Impfung oder ein negativer Test nachgewiesen werden müssen.

+++ 14:24 Inzidenz in Hamburg springt auf über 1800 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg steigt und steigt: Die Hansestadt ist dem Robert Koch-Institut zufolge mittlerweile das Bundesland mit der höchsten Corona-Inzidenz. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche am Sonntag mit 1852,6 an. Das ist der höchste je gemessene Wert. Am Samstag lag er bei 1767,2, vor einer Woche noch bei 942,5.

Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das RKI am Sonntag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1552,9 an. Hamburg liegt damit als das Bundesland mit der höchsten Inzidenz vor Berlin (1483,8) und Bremen (1256,7).

+++ 14:17 Firmen in NRW dürfen Corona-Hilfen später zurückzahlen +++
Es geht um Soforthilfen für Solo-Selbstständige und kleinere Firmen im Frühjahr 2020, als der Ausbruch der Pandemie weite Teile der Wirtschaft in eine Art Schockstarre versetzte. Damals bekamen Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten 9000 Euro Soforthilfe, um Liquiditätsengpässe auszugleichen. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhielten 15.000 Euro und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten bis zu 25.000 Euro. Das waren pauschale Auszahlungen, in NRW zahlten Land und Bund rund 4,5 Milliarden Euro aus. Wie hoch genau der Anspruch war, wurde erst später rückwirkend berechnet - daraus ergab sich, dass viele Firmen einige Tausend Euro zu viel bekommen hatten. Da sie wegen der Pandemie-Folgen aber weiterhin knapp bei Kasse sind, wurde die Rückzahlungsfrist verschoben

+++ 13:53 Mittelstand warnt vor tiefer Erschütterung des Arbeitsmarkts +++
Mittelstandsverbände fordern von Arbeitsminister Hubertus Heil, sich für eine Verlängerung des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld einzusetzen. In einem Schreiben an den SPD-Politiker heißt es, das Instrument habe Millionen Beschäftigten den Arbeitsplatz gesichert und unzählige Unternehmen finanziell entlastet. "Sollte diese wirkungsvolle Abfederung einer wirtschaftlichen Rezession wie geplant Ende März auslaufen, würde dies den Arbeitsmarkt tief erschüttern."

+++ 13:28 Kühnert erteilt "Freedom Day" Absage +++
Vor dem Gipfel von Bund und Ländern weist SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert die Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach einer Lockerung der Schutzmaßnahmen zurück. Solche Rufe aus Bayern seien verfrüht, sagte Kühnert der Funke Mediengruppe. Söder wolle offenbar vom selbsterklärten "Team Vorsicht" ins Team "Freedom Day" wechseln. Kühnert begründete seinen Kurs mit der Sorge um die Arbeitsfähigkeit der kritischen Infrastruktur. „Das ist in der aktuellen Omikron-Welle der entscheidende Punkt“, meint Kühnert. „Vorsicht ist daher weiterhin unbedingt geboten, damit wir nicht Teile unserer Grundversorgung daniederliegen haben in den nächsten Wochen. Schon jetzt dünnen manche Verkehrsanbieter ihre Angebote aus, die Vorboten sind unverkennbar.“

+++ 13:03 Kliniken haben mehr Intensivbetten frei +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivfälle steigt zwar auf 2426, doch gleichzeitig sind mit 4583 wieder mehr Intensivbetten frei als noch gestern. Der Anteil der belegten Betten sinkt leicht auf aktuell knapp 82 Prozent.

+++ 12:38 Marburger-Bund-Chefin: Lockerungen nicht zu rechtfertigen +++
Omikron greift um sich, doch auf den Intensivstationen ist noch nicht viel davon zu spüren. Der Unmut wächst, viele wünschen sich ein Ende der Pandemie. Die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, erteilt Lockerungen im Gespräch mit ntv jedoch eine klare Absage:

+++ 12:13 Erneut protestieren Tausende gegen Maßnahmen +++
In vielen Orten Deutschlands haben Tausende Menschen gegen Corona-Restriktionen demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sich in zahlreichen Bundesländern von Baden-Württemberg über Niedersachsen bis Sachsen örtlich mehrere Hundert bis mehrere Tausend Teilnehmer. Die Versammlungen wurden häufig von Gegendemonstrationen begleitet - oft herrschte eine aggressive Stimmung. In Freiburg zum Beispiel demonstrierten laut Polizei in der Spitze etwa 5500 Menschen gegen die Eindämmungsmaßnahmen, bei einer Gegenveranstaltung versammelten sich rund 2000 Menschen.

+++ 11:48 Studie bestätigt: Ungeimpfte Schwangere erkranken schwerer +++
Viele werdende Mütter sind verunsichert, was eine Corona-Impfung für sie bedeutet. Eine Studie aus Schottland untersuchte Infektionen bei schwangeren Frauen - das Ergebnis: Ungeimpfte Schwangere erleiden weitaus häufiger schwere Verläufe. Mit Konsequenzen für das Ungeborene:

+++ 11:23 Infizierte Portugiesen dürfen ins Wahllokal +++
In Portugal beginnt die Neuwahl des Parlaments wegen der Pandemie für einen Teil der Bürger bereits eine Woche vor dem eigentlichen Termin. Mehr als 300.000 Wähler meldeten sich nach Behördenangaben für die vorgezogene Stimmabgabe am heutigen Sonntag. Der Modus soll die Stimmabgabe kommenden Sonntag entzerren. Wähler, die infiziert sind, dürfen kommende Woche trotzdem zur Stimmabgabe. Ihnen wird das Zeitfenster von 18 bis 19 Uhr empfohlen, wenn die Wahllokale traditionell weniger besucht sind.

+++ 10:58 So viele Fälle bei 35- bis 59-Jährigen wie noch nie +++
Für die laufende Woche sind noch zahlreiche Nachmeldungen zu erwarten, trotzdem übersteigt die Gesamtzahl der registrierten Neuinfektionen mit mehr als 600.000 das Fallaufkommen der Vorwoche bereits deutlich. Weit mehr als die Hälfte entfallen dabei auf die Altersgruppen unter 35 Jahren. Aber auch in der Altersgruppe 35 bis 59 Jahre werden so viele Fälle verzeichnet wie noch nie.

+++ 10:33 Meldeverzug bei Neuinfektionen nimmt merklich zu +++
Das Robert-Koch-Institut meldet erstmals eine bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 800. Die Auswertung von ntv.de zeigt allerdings, dass der Wert, wenn die eingegangenen Nachmeldungen berücksichtigt werden, schon am Samstag bei 812,2 lag. Außerdem zeigt sich, dass noch immer Nachmeldungen für Fälle eingehen, die bereits im Dezember erstmals registriert wurden - in Zeiten hoher Inzidenzen nimmt der Meldeverzug merklich zu.

+++ 10:08 Angestellte arbeiten im Homeoffice öfter trotz Krankheit +++
Arbeitnehmer neigen einer Studie zufolge in der Pandemie vermehrt dazu, sich im Homeoffice trotz Krankheit an den Rechner zu setzen. Einen umgekehrten Trend gebe es bei Beschäftigten, die für den Job in die Firma müssen, heißt es in einer Untersuchung der Hamburger Kühne Logistics University (KLU) und der Otto Beisheim School of Management. Zu groß seien die befürchteten Schuldgefühle, sollte es im Büro zu einer Ansteckung mit dem Coronavirus kommen. Ganz anders in den eigenen vier Wänden: "Wenn sich Mitarbeitende zu Hause 'nur' erholen und nicht erreichbar sind, befürchten viele Schuldgefühle gegenüber dem Team. Deshalb entscheiden sich einige, zumindest etwas zu arbeiten", so KLU-Professorin Prisca Brosi. Die Entscheidung zu arbeiten sei unabhängig von der Schwere der Erkrankung.

+++ 09:43 Hoher Krankenstand - Berliner Bahnen und Busse fahren seltener +++
Der Fahrplan im Berliner Nahverkehr wird am Montag weiter ausgedünnt. Weil viel Personal krankgemeldet oder in Quarantäne ist, fahren nach den Bussen auch U-Bahnen und einige Straßenbahnen seltener. Das gesamte Netz werde aber weiterhin zuverlässig bedient, betont die BVG. Rechnerisch fällt insgesamt etwa eine von 20 Fahrten aus - 4,8 Prozent.

+++ 09:18 Bayern erkennt Impfschäden bei vier Menschen an +++
Mehr als ein Jahr nach Impfstart ist ein dauerhafter impfbedingter Gesundheitsschaden bisher bei vier Menschen in Bayern anerkannt worden. Drei Anträge seien abgelehnt, zwei zurückgenommen worden; 263 würden noch bearbeitet, teilt das zuständige Zentrum Bayern Familie und Soziales mit. Seit dem Start der Impfkampagne im Freistaat sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts fast 25 Millionen Dosen verabreicht worden. Welche Impfschäden die vier Betroffenen erlitten, teilt die Behörde aus Datenschutzgründen nicht mit.
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+++ 08:53 Mutter in Virginia droht wegen Maskenpflicht mit Waffeneinsatz +++
Eine Frau aus Virginia hat damit gedroht, geladene Waffen in die Schule ihrer Kinder mitzubringen, falls der Bezirk weiterhin eine Maskenpflicht für den Unterricht durchsetzt. Das berichtet die „New York Times“. In einer Gremiensitzung sagte die 42-Jährige demnach: "Meine Kinder werden am Montag nicht mit einer Maske in die Schule kommen, klar? Das wird nicht passieren. Und ich werde jede einzelne Waffe geladen und bereit mitbringen, ich werde jeden …" - bis sie unterbrochen wurde. Die Behörden planten deshalb für Montag eine verstärkte Polizeipräsenz im gesamten Bezirk.

+++ 08:28 Neuinfektionen in USA nehmen ab - Todesfälle nehmen zu +++
Die Zahl der Neuinfektionen in den USA geht weiter zurück. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt nun bei 705.878. Die Anzahl der neuen Todesfälle steigt jedoch weiter. Hier beträgt der Sieben-Tage-Schnitt aktuell 2152.

+++ 08:03 Hamburg überholt Berlin bei Inzidenz +++
Fünf Berliner Bezirke dominieren die bundesweit am schwersten betroffenen Regionen. Doch im Schnitt der gesamten Hauptstadt liegt Berlin mit einer Inzidenz von 1483,8 nun hinter Hamburg mit 1552,9.

+++ 07:38 Peking testet alle zwei Millionen Bewohner eines Bezirks +++
Vor Beginn der Olympischen Winterspiele ordnen die chinesischen Behörden eine Massen-Testung im Austragungsort Peking an. Alle zwei Millionen Bewohner des Bezirks Fengtai würden wegen eines dort aufgetretenen Infektionsherds getestet, teilen die Behörden mit. Insgesamt waren in Peking in der vergangenen Woche rund 30 Infektionen festgestellt worden.

+++ 07:13 Berlin-Mitte verzeichnet Inzidenz von 2845,8 +++
Nur noch ein Landkreis registriert eine Inzidenz unter 150. Die zehn am schwersten betroffenen Regionen werden von fünf Berliner Bezirken angeführt. In Mitte liegt die Inzidenz bei 2845,8; die vier anderen Stadtteile bewegen sich um eine 1800er-Inzidenz herum.

+++ 06:48 Neuseelands Regierungschefin verschärft Regeln - und bläst Hochzeit ab +++
Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern verschärft wegen eines Ausbruchs der Omikron-Variante die Corona-Maßnahmen und muss damit gleichzeitig ihre eigene Hochzeit abblasen. "Meine Hochzeit wird nicht stattfinden", sagte sie nach der Verkündung der neuen Restriktionen. Diese sehen für Veranstaltungen eine Höchstgrenze von 100 vollständig geimpften Teilnehmern vor.
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+++ 06:23 Handel fordert Ende von 2G beim Shoppen +++
Vor dem Spitzengespräch von Bund und Ländern appelliert der Handelsverband Deutschland (HDE) an Gesundheitsminister Karl Lauterbach, die 2G-Zugangsbeschränkungen für den Einzelhandel abzuschaffen. In Bayern und Niedersachsen sei die Regel bereits aufgehoben, betont HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an Lauterbach. Nun sei es an der Zeit, die Beschränkungen im Handel bundesweit auf den Prüfstand zu stellen.

+++ 05:58 IW: Corona verursacht 350 Milliarden Euro Schaden +++
Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen beiden Jahren zu riesigen wirtschaftlichen Schäden geführt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kommt zu dem Ergebnis, dass der Wertschöpfungsausfall bei rund 350 Milliarden Euro liegt. Ein Großteil davon gehe auf Ausfälle beim privaten Konsum zurück, unter anderem wegen Lockdown-Maßnahmen. Selbst wenn zum Jahresende 2022 beim BIP das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden sollte, bestehe auch dann noch eine "markante Lücke" zur Wirtschaftsleistung im Vergleich dazu, wenn es die Pandemie nicht gegeben hätte, heißt es in einer Analyse.
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+++ 05:19 Gesundheitsexperte der Grünen für Impfpflicht ab Sommer +++
Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Janosch Dahmen, will die Impfpflicht ab Sommer einführen. "Aus meiner Sicht sollte man entweder drei Impfungen oder zwei Impfungen und eine Genesung vorweisen müssen", sagt Dahmen der "Bild am Sonntag". Die Altersgrenze für eine Impfpflicht solle bei 18 Jahren liegen. Wer sich nicht impfen ließe, müsse mit einem Bußgeld rechnen. Der Politiker plant, dass das Gesetz bis Ende März beschlossen wird.

+++ 04:58 Sieben-Tage-Inzidenz springt auf 806,8 +++
Der Inzidenzwert bei den Neuinfektionen in Deutschland überschreitet erstmals die Schwelle von 800. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 806,8 an. Am Samstag hatte der Wert bei 772,7 gelegen, am Sonntag vergangener Woche bei 515,7. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden beträgt nach Daten der Gesundheitsämter 85.440 - nach 135.461 am Vortag und 52.504 am Sonntag vergangener Woche. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilt, wurden 54 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.
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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:25 Lauterbach kündigt neue Impfkampagne in verschiedenen Sprachen an +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt für die kommende Woche den Start einer neuen Impfkampagne an. "Wir sind in der Pflicht, die Menschen zu erreichen", sagt der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". Daher beginne am Dienstag eine breit angelegte Kampagne mit Plakaten sowie Radio- und Fernsehspots. Diese sei "kreativer" als die bisherigen Versuche, die Bevölkerung zum Impfen zu ermuntern. "Und sie ist in ganz unterschiedlichen Sprachen", fügt Lauterbach hinzu. Die neue Impfkampagne soll demnach unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, darunter Ältere, Familien und junge Männer auf dem Land sowie Menschen mit Migrationshintergrund.
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+++ 03:36 Ministerpräsident Wüst gegen Lockerungen von Maßnahmen +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst spricht sich mit Blick auf die bevorstehenden Bund-Länder-Beratungen gegen große Lockerungen von Maßnahmen aus. "Ein Signal zu großflächigen, pauschalen Lockerungen käme im Moment noch zu früh", sagt der CDU-Politiker in einem Interview des "Tagesspiegel". "Immer noch sterben rund 1500 Menschen pro Woche an Corona, das Personal in den Krankenhäusern ist komplett ausgelaugt - das kann uns doch nicht kalt lassen", gibt Wüst zu bedenken, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist.

+++ 02:13 Virologin Brinkmann für Impfpflicht für Menschen ab 50 +++
Die Virologin Melanie Brinkmann befürwortet eine Impfpflicht für Menschen ab 50. "Ich bin kein Fan der Impfpflicht, aber ich bin skeptisch, ob wir mit anderen Maßnahmen wie Impfkampagnen und Aufklärung allein die Impflücke so schließen können, dass wir in ruhige Fahrwasser kommen", sagt Brinkmann der "Rheinischen Post". "Wenn alle Menschen über 50 bis zum Herbst geimpft wären, könnten wir beruhigter in den nächsten Winter gehen."

+++ 01:05 Städte- und Gemeindebund: Lockerungen nach Stufen entwickeln +++
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts der Beratungen von Bund und Ländern am Montag, einen Lockerungsplan nach Stufen zu entwickeln. Es müsse "bereits jetzt eine Exitstrategie vorbereitet werden", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "In den Nachbarländern können wir verfolgen, dass die Pandemie irgendwann ihren Höhepunkt erreicht haben wird und dann die Zahlen drastisch und schnell wieder sinken."

+++ 23:26 Expertenrat mahnt Vorbereitungen auf weitere Verschärfung der Lage an +++
Der Expertenrat der Bundesregierung mahnt gründliche Vorbereitungen auf eine mögliche weitere Verschärfung der Corona-Lage an. Wenn weitere "kritische Marken" wie etwa eine hohe Hospitalisierungsrate erreicht würden, seien weitergehende Schutzmaßnahmen nötig, heißt es in der am Abend von der Bundesregierung verbreiteten Stellungnahme des Expertenrats. Diese Maßnahmen sollten daher "jetzt so vorbereitet werden, dass sie ohne Verzögerung umgesetzt werden können". Zudem fordern die Fachleute unter Verweis auf das "hochdynamische Infektionsgeschehen" eine "strikte Umsetzung der bisherigen Maßnahmen".

+++ 22:24 Frankreich meldet 389.320 Neuinfektionen +++
In Frankreich verzeichnen die Gesundheitsbehörden 389.320 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind etwas weniger als am Vortag mit 400.851 nachgewiesenen Ansteckungsfällen. In Krankenhäusern starben 167 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 101.215 Todesfälle. Am Montag soll in Frankreich ein Corona-Impfpass für Menschen über 16 Jahren eingeführt werden. Damit sind weite Bereiche des öffentlichen Lebens nur noch Geimpften und Genesenen zugänglich. Die Impfpass-Pflicht gilt in Restaurants und Bars, Freizeitstätten und in überregionalen öffentlichen Verkehrsmitteln. Kurz vor dem Inkrafttreten formierten sich allein in Paris am Samstag vier Proteste dagegen.

+++ 21:52 Vier Bundesländer mit 1000er-Inzidenz +++
Vier Bundesländer weisen derzeit eine Inzidenz von über 1000 auf. Neben den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen ist nun auch Brandenburg dabei. Die Omikron-Welle zeigt sich aber auch stark in Schleswig-Holstein. Das Bundesland im Norden war bisher weitaus weniger heftig von der Pandemie betroffen gewesen als andere Regionen. Doch die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort nun über der Marke von 900.

+++ 21:20 Berlin verzeichnet Fallrekord +++
Die Hauptstadt verzeichnet einen neuen Fallrekord. Die Inzidenz in Berlin hat sich innerhalb von einer Woche von 956,9 (am 15. Januar) auf 1473,1 Fälle je 100.000 Einwohner erhöht.

In 14 von 16 Ländern ist die Inzidenz gegenüber dem Vortag gestiegen - größtenteils deutlich. In Berlin und Hamburg ist die Inzidenz von einem Tag auf den anderen sogar dreistellig angewachsen.

+++ 20:45 Bundesländer melden 122.518 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 8.624.876 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 122.518 neue Fälle hinzu. Das sind 72,4 Prozent mehr als in der Vorwoche. Am vergangen Samstag wurden 71.046 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 137 auf 116.674. Vor einer Woche waren 217 Todesfälle übermittelt worden. Als aktuell infiziert gelten rund 1.294.784 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,22 angegeben (Vortag: 1,15). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2398 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1422 davon werden invasiv beatmet.

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Quelle: ntv.de, chl/jpe/dpa/AFP/rts

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