Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:22 Studie: Biontech schützt schlecht gegen Südafrika-Variante +++

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer schützt einer israelischen Studie zufolge weniger gut vor der südafrikanischen Coronavirus-Variante als vor anderen Varianten. "Die südafrikanische Variante ist in gewissem Umfang in der Lage, die Schutzwirkung des Impfstoffs zu durchbrechen", sagte der Co-Autor Adi Stern, der an der Universität Tel Aviv forscht. In der Studie der Universität Tel Aviv und der größten israelischen Krankenkasse Clalit wurden 400 Corona-Infizierte, die nicht geimpft waren, mit 400 Infizierten mit vollständigem oder teilweisem Impfschutz verglichen. Bei den 150 Probanden, die sich trotz vollständigen Impfschutzes infizierten, war der Anteil der südafrikanischen Variante den Angaben zufolge acht Mal größer als bei den ungeimpften Probanden. "Das bedeutet, dass der Pfizer/Biontech-Impfstoff, obwohl er hochwirksam ist, wahrscheinlich nicht das gleiche Maß an Schutz gegen die südafrikanische Coronavirus-Variante bietet", erklärten die Autoren. Der Anteil der südafrikanischen Variante B.1.351 an den Corona-Fällen in Israel liegt allerdings bei weniger als einem Prozent.

+++ 21:55 Scholz sieht SPD-Länder auf Kurs +++
Die sozialdemokratisch geführten Bundesländer stehen nach den Worten des SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz hinter dem Vorhaben bundeseinheitlicher Corona-Regelungen im Infektionsschutzgesetz. Er habe soeben mit den Ministerpräsidenten seiner Partei gesprochen, sagte der Bundesfinanzminister am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Sie stehen alle hinter diesem Vorhaben, werden das auch unterstützen. Es wird förmliche Beratungen geben, aber der Weg ist klar und wird von allen getragen." Der Gesetzesantrag werde am Dienstag im Kabinett beschlossen werden. Zuvor hatte es Detailkritik auch aus SPD-Ländern gegeben.
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+++ 21:25 "Pandemie verschlimmert": US-Außenminister greift China an +++
US-Außenminister Antony Blinken übt scharfe Kritik an China für das Verhalten des Landes bei der Aufklärung der Corona-Pandemie. China habe internationalen Experten den Zugang verweigert und Informationen nicht zeitnah bereitgestellt, sagt Blinken dem Sender NBC. Chinas Verhalten habe die Pandemie verschlimmert. Der zuständige WHO-Vertreter hatte im März beklagt, dass China eine WHO-Untersuchungskommission in dem Land behindert habe.

+++ 20:50 Corona-Ampel im Saarland springt auf Gelb +++
Im Saarland hat die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 gelegen und damit springt die Corona-Ampel im Land von "Grün" auf "Gelb". Ab Montag, dem 12. April, gilt eine erweiterte Testpflicht. Das teilte das Gesundheitsministerium in Saarbrücken am Abend mit. Die bestehende Testpflicht werde auf alle bisher geöffneten Bereiche ausgeweitet - dazu zählten auch der Einzelhandel sowie die körpernahen Dienstleistungen. Im Saarland haben die Gesundheitsbehörden binnen eines Tages weitere 66 Corona-Fälle registriert. Die landesweite Inzidenz, also die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage, lag bei 121,1 nach 125,0 am Vortag. Erst am Dienstag hatte das Saarland trotz steigender Infektionszahlen mit einem Ausstieg aus dem Corona-Lockdown begonnen. Eine ganze Reihe von Einrichtungen und Häusern durfte wieder öffnen, neben der Außengastronomie zählen auch Kinos, Theater, Konzerthäuser, Fitnessstudios und Tennishallen dazu.
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+++ 20:20 Nur noch ein Bundesland unter 100er-Grenze +++
Nur noch ein Bundesland liegt im Sieben-Tag-Schnitt unter dem 100er-Grenzwert, ab dem die Notbremse wirksam werden sollte: Schleswig-Holstein liegt mit einer Inzidenz von 71,1 klar darunter. Zwölf von 16 Bundesländern kommen auf steigende Inzidenzen. Lediglich Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Schleswig-Holstein haben keine steigende Dynamik.

Dabei verzeichnet Thüringen die meisten neuen Fälle pro 100.000 Einwohner - vor Hessen und Sachsen. Auch bei den aktiven Fällen ist der Freistaat mit über 300 je 100.000 Einwohner Spitzenreiter unter den Bundesländern.

+++ 20:15 Deutschland meldet 16.800 neue Fälle +++
Deutschland hat die Drei-Millionen-Marke überschritten: Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen ist auf 3.005.648 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 16.825 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste Sonntagsstand seit dem 20. Dezember. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 83 auf 78.433. Als aktuell infiziert gelten rund 252.200 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,22 angegeben (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt hundert Infizierte 122 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,08 (Vortag: 1,02). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4585 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2604 davon werden beatmet. Die Zahl steigt seit dem 12. März ununterbrochen, hat aber noch nicht die Höchstzahl während der zweiten Corona-Welle von 5762 erreicht. Rund 4364 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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+++ 19:50 Hamburg für strenge Auslegung der Notbremse +++
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher dringt auf eine rasche Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. Zwar lasse der vom Bund an die Länder versandte Entwurf "leider noch viele Lücken erkennen", sagte er bei einem Besuch in einer Corona-Teststelle in Ottensen. Dennoch: "Wir brauchen sehr schnell Entscheidungen und je schneller jetzt Einheitlichkeit in Deutschland hergestellt wird, umso besser ist es." Im Grunde gehe es um die Umsetzung der von den Ministerpräsidenten bei ihren Konferenzen bereits gefassten Beschlüsse in ein Infektionsschutzgesetz, an das sich dann alle halten müssten. Die Bundesregierung sei "seit zwei Wochen in diesen Überlegungen", sagte er. "Und ich gehe davon aus, dass die Überlegungen jetzt soweit gereift sind, dass es dann auch zeitnah möglich ist". Die Gefahr einer Kompetenzverschiebung von den Ländern Richtung Bundesregierung sehe er nicht. Angesichts der dritten Welle sei es wichtig, "dass wir in Deutschland sehr bald die strengen Maßstäbe anlegen, die wir in Hamburg bereits eingeführt haben", sagte der Bürgermeister. "Dazu müssen auch Ausgangsbeschränkungen gehören." Es dürfe nicht dazu kommen, dass mit der bundesrechtlichen Regelung Maßnahmen weniger wirkungsvoll werden.

+++ 19:15 Kretschmer wettert gegen Einheits-Notbremse +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht noch "erheblichen Gesprächsbedarf" bei der geplanten Neufassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes. So dürften sich Regelungen für Einschränkungen nicht allein an Inzidenzwerten orientieren, erklärte der CDU-Politiker in Dresden. Als zusätzlicher Faktor müsse zum Beispiel die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems in Betracht gezogen werden, indem ein Bettenindikator als Grundlage für härtere Einschränkungen berücksichtigt wird. "Das ist aus meiner Sicht eine zwingende Voraussetzung für Akzeptanz in der Bevölkerung."

Wie Kretschmer weiter forderte, soll eine Eingriffsschwelle für die Ausgangssperre erst ab einer Inzidenz von 200 gelten. Außerdem müssten weitere Ausnahmen für den Einzelhandel in das Gesetz aufgenommen werden, "damit die Angelegenheiten des täglichen Bedarfs auch im Falle eines Brücken-Lockdowns weiterhin ermöglicht werden". Als Beispiele nannte er Werkstätten, Geschäfte für Babybedarf oder auch Zeitungsläden. Vor allem solle der Bund auf Regelungen im Schulbereich verzichten. Schließlich müsse das Gesetz zeitlich befristet werden und automatisch auslaufen.
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+++ 18:40 Nur noch vier Regionen in Italien in Roter Zone +++
Obwohl sechs italienische Regionen wegen verbesserter Corona-Zahlen ab Montag die Rote Zone verlassen, mehren sich Warnungen vor neuen Milliardenschäden in der Wirtschaft. Am Sonntag klagte der Landwirtschaftsverband Coldiretti, dass trotz der anstehenden Erleichterungen rund 360.000 Restaurants, Bars, Pizzerien und andere Lokale geschlossen blieben. Vielen in der Branche drohe wegen der Umsatzdelle in Milliardenhöhe von April die endgültige Schließung. Für Montagnachmittag hatten Lokal-Betreiber und andere kleine Dienstleister eine Demonstration in Rom angekündigt. Ihr Motto: "Io apro" - Ich öffne. Ab Montag gelten nur noch in vier statt bisher neun Regionen die besonders strengen Corona-Sperren der Roten Zone. Sechs Regionen wechseln dann in die mittlere Risikozone ("orange") - darunter die wirtschaftsstarke Lombardei, das Piemont, die Emilia-Romagna und die Toskana. In Sardinien jedoch hat sich die Infektionslage gegen den nationalen Trend verschlechtert: Die Ferieninsel ist ab Montag eine Rote Zone.

+++ 18:05 Berliner Corona-Ampel zeigt zweimal Rot +++
Die Auslastung der Intensivstationen in Berlin mit Covid-19-Patienten ist über die kritische Marke von 25 Prozent gestiegen. Das Warnsystem des Senats, die Corona-Ampel, steht damit nun zum wiederholten Mal bei zwei von drei Indikatoren auf Rot, wie aus dem Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit hervorgeht. Der Senat hatte bei der Einführung des Warnsystems für den Fall zweier roter Ampeln Handlungsbedarf vereinbart. Laut Lagebericht sind nun 25,8 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Seit dem 9. Februar hatte sich der Wert unterhalb dieser Schwelle bewegt. Die Belastung der Stationen verstärkte sich zuletzt allerdings rasch wieder - nach dem deutlichen Wiederanstieg der Infektionszahlen. Auf Rot steht die Corona-Ampel in Berlin außerdem bei den Fallzahlen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, mit derzeit 114,1. Noch am Freitag lag sie mit 102,3 deutlich niedriger. Neu gemeldet wurden nach Daten vom Freitag 493 Corona-Fälle. Unklar blieb am Sonntag zunächst, welche Konsequenzen der Senat aus der neuen Lage ziehen wird. Die Bundesregierung bereitet aktuell ein verschärftes Infektionsschutzgesetz vor, das bundesweit für einheitliche Regeln sorgen soll. Doch bis zur Umsetzung dürften noch einige Tage vergehen. Das Gesetz muss erst das Parlament und den Bundesrat passieren.

+++ 17:35 USA melden den nächsten Impfrekord +++
Das Corona-Impfprogramm in den USA kommt weiter rasant voran. Am Samstag seien mehr als 4,6 Millionen Impfungen verabreicht worden, das sei "ein neuer Rekord", schrieb Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, auf Twitter. Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, hatte am Freitag mitgeteilt, zuletzt seien USA-weit pro Tag im Schnitt drei Millionen Impfdosen verabreicht worden. In den USA kommen derzeit drei Impfstoffe zum Einsatz: Neben den Präparaten von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen zwei Dosen gespritzt werden, wird auch der Impfstoff von Johnson & Johnson eingesetzt, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet. US-Präsident Joe Biden hatte vor seinem Amtsantritt am 20. Januar versprochen, dass in seinen ersten 100 Tagen im Amt mindestens 100 Millionen Impfdosen verabreicht werden sollten. Das Ziel wurde bereits nach knapp 60 Tagen im Amt erreicht.

+++ 17:05 Johnson & Johnson-Panne bedroht EU-Impfpläne +++
Nach dem Verlust von 15 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs durch Produktionsfehler hat der US-Konzern Johnson & Johnson sich zuversichtlich gezeigt, die Lieferzusagen an die Europäische Union dennoch zu erfüllen. "Wir gehen derzeit weiter davon aus, dass wir unsere Zusage einhalten können, der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten im Jahr 2021 200 Millionen Dosen zu liefern", teilte eine Sprecherin der J&J-Tochter Janssen, die in den Niederlanden die Impfstoffsubstanz herstellt, dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" mit. Auf die wiederholte Nachfrage, ob die bis Ende Juni mit der EU vereinbarte Lieferung von 55 Millionen Dosen kommen werde, antwortete die Sprecherin demnach jedoch: "Wir kommentieren einzelne Mengen nicht öffentlich." Dem Bericht zufolge könnte den EU-Ländern daher drohen, dass ihre Corona-Impfkampagnen weiter ausgebremst werden.

+++ 16:35 Amtsgericht Weimar setzt Maskenpflicht an zwei Schulen aus, Ministerium widerspricht +++
Ein Beschluss des Amtsgerichts Weimar setzt die Corona-Regeln an zwei Schulen in Thüringen außer Kraft und sorgt im Netz für Wirbel. Nach Auffassung des Bildungsministeriums in Erfurt hat das Urteil dennoch keinerlei Auswirkungen für Thüringen, berichtete der MDR. Der Beschluss vom 8. April sei bisher nicht ordnungsgemäß bekannt gegeben worden und werfe außerdem gravierende verfahrensrechtliche Zweifel auf, argumentierte das Ministerium und empfahl eine sofortige Prüfung durch ein höheres Gericht. Das Amtsgericht hatte per einstweiliger Anordnung verfügt, dass an zwei Weimarer Schulen die Maskenpflicht nicht angeordnet werden darf. Auch Schnelltests wurden untersagt. Bei den Schulen handelt es sich laut MDR um die Staatliche Grundschule Pestalozzi und die Staatliche Regelschule Pestalozzi in Weimar.
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+++ 16:05 Männer in Schwarz: Corona-Demo in Kopenhagen +++
Hunderte Menschen haben in Kopenhagen am Wochenende gegen die Corona-Maßnahmen in Dänemark demonstriert. Wie die Polizei laut Nachrichtenagentur Ritzau mitteilte, folgten am Samstagabend rund 800 Menschen einem Aufruf der Gruppe "Men in Black" im Zentrum der dänischen Hauptstadt. Dabei seien auch Feuerwerkskörper und bengalische Feuer gezündet worden hieß es. Zu Ausschreitungen sei es jedoch nicht gekommen. Festnahmen habe es keine gegeben. Die martialisch auftretende Gruppe hatte bereits mehrere Protestaktionen in der dänischen Hauptstadt organisiert. Für Aufsehen sorgte vor allem, als bei einer Veranstaltung im Januar eine Puppe in Brand gesetzt wurde, die Regierungschefin Mette Frederiksen darstellen sollte.

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Martialischer Auftritt in Kopenhagen.

(Foto: picture alliance/dpa/Ritzau Scanpix)

+++ 15:35 FDP lehnt Einheits-Notbremse ab +++
Die FDP-Fraktion lehnt den Gesetzentwurf der Bundesregierung für einheitliche Corona-Maßnahmen ab. "Der Entwurf ist in der vorliegenden Fassung für die Fraktion der Freien Demokraten nicht zustimmungsfähig", schrieb Fraktionschef Christian Lindner in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn, beide von der CDU. Es gebe "erhebliche Bedenken", ob die vorgeschlagenen Maßnahmen wirksam und verhältnismäßig seien und einer verfassungsrechtlichen Prüfung standhielten, schrieb Lindner. Er kündigte Änderungsanträge an und forderte eine Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags. Sollte das Pandemiegeschehen während der Beratung dieses Gesetzes zusätzliche Maßnahmen erforderlich machen, "haben die Länder dazu alle rechtlichen Befugnisse", erklärte Lindner.
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+++ 15:05 Deutschland überschreitet Schwelle von drei Millionen Infektionen +++
Nachdem im Laufe des Tages bereits 8 von 16 Bundesländern ihre Daten gemeldet haben, überschreitet Deutschland jetzt erstmals die Marke von drei Millionen bestätigten Infektionen seit Pandemie-Beginn.

+++ 14:55 Merkel greift Bayern an: "Stärker von Notbremse abgewichen als NRW" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bayerns Vorgehen in der Corona-Krise nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung des geschäftsführenden Fraktionsvorstands der Union kritisiert. Nordrhein-Westfalen sei wenn überhaupt nur minimal von den Bund-Länder-Beschlüssen abgewichen, betont die CDU-Politikerin demnach in der Sitzung des Vorstands der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Andere seien weiter gegangen. "Bayern ist inzwischen sogar noch deutlicher abgewichen", habe Merkel den Teilnehmern zufolge gesagt. Markus Söder werde dies damit verteidigen, dass das an Gerichtsurteilen liege. Leider sei in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, als ob NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stärker abgewichen sei. Sie selbst hatte in einer Talkshow Berlin und NRW kritisiert. Andere Länder hätten sich aber weniger an die Absprachen gehalten. "Ich habe mich über die Länder geärgert", sagt Merkel.
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+++ 14:18 Ministerpräsident Weil für bundeseinheitliche Maßnahmen +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kann mit bundeseinheitlichen Coronaschutzmaßnahmen im Infektionsschutzgesetz offenbar gut leben. "Die Regelungen in unserer Corona-Verordnung sind eher strenger und werden das auch bleiben. Wir haben - anders als einige andere Länder - die vor Ostern vereinbarte Notbremse vollständig umgesetzt", teilt er in einem Statement mit. Rechtstechnisch und im Hinblick auf zahlreiche Details auch inhaltlich müsse der aus dem Bundesinnenministerium stammende Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes allerdings überarbeitet werden. Genau das passiere jetzt mithilfe der Länder. "Den Juristinnen und Juristen im Bund fehlen die in den Ländern in den letzten Monaten gemachten Erfahrungen", so Weil. "Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion über die Neuregelungen im IfSG weiter entwickelt, jetzt müssen alle Farbe bekennen."

+++ 13:54 Mehr als 150.000 Neuinfektionen in Indien +++
In Indien hat die Zahl der Neuinfektionen einen neuen Höchstwert erreicht. Binnen 24 Stunden seien 152.879 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Neu Delhi mit. Zudem wurden im gleichen Zeitraum 839 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Die Zahl der erfassten Toten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf mehr als 169.270. In absoluten Zahlen ist Indien mit insgesamt mehr als 13,3 Millionen bestätigten Infektionen in absoluten Zahlen das am drittstärksten betroffene Land - nach Brasilien und den USA. Die Zahl der Corona-Fälle war in dem südasiatischen Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern in den vergangenen Wochen immer schneller gestiegen.

+++ 13:33 Zahl der Intensivpatienten steigt auf 4585 +++
Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in den Krankenhäusern steigt immer weiter. Das Divi Register meldet 4585 Patienten. Die Zahl steigt seit dem 12. März ununterbrochen, hat aber noch nicht die Höchstzahl während der zweiten Corona-Welle von 5762 erreicht. Intensivmediziner warnen, dass ein weiterer Anstieg jedoch wahrscheinlich sei, da schwere Krankheitsverläufe erst ein bis zwei Wochen nach einer Infektion deutlich werden.

+++ 13:07 Iran meldet stärksten Anstieg bei Totenzahlen seit Dezember +++
Der Iran meldet die höchste Zahl an Corona-Toten binnen eines Tages seit Anfang Dezember. 258 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Virus in den vergangenen 24 Stunden gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt liege die Zahl der Pandemie-Toten damit nunmehr bei 64.490. Die bestätigten Infektionen kletterten innerhalb eines Tages um 21.063 auf 2.070.141. Gesundheitsminister Said Namaki rief die Bevölkerung dazu auf, sich an die Corona-Vorschriften zu halten. Am Samstag hatte die Regierung einen zehntägigen Lockdown über den Großteil des Landes verhängt.

+++ 12:45 Inzidenz in Rheinland-Pfalz wieder über 100 +++
Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) meldet 726 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Land. Am Samstag lag die Zahl bei 533 Fällen. Die Inzidenz stieg demnach von 99,8 Infektionen auf 100.000 Menschen in den zurückliegenden 7 Tagen auf 109,0. Dem LUA zufolge sind derzeit nachweislich 12.484 Menschen in Rheinland-Pfalz infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 auf 3398 (Stand 11.10 Uhr). Seit Beginn der Pandemie gab es 124.088 bestätigte Infektionen im Bundesland. Die höchste Inzidenz gab es am Sonntag in Ludwigshafen (185,8), danach folgte Worms mit 184,3.

+++ 12:17 Merkel für konsequenten "Brücken-Lockdown" +++
Kanzlerin Merkel hat sich für einen konsequenten Lockdown im Kampf gegen die dritte Corona-Welle ausgesprochen. Die Brücke der Beschränkungen solle möglichst kurz sein, sagte Merkel von Teilnehmern in der Klausur der Spitze der Unionsfraktion in Berlin. Deshalb solle jetzt konsequent vorgegangen werden. Ziel sei es, Öffnungsschritte mit Testen zu verbinden. Über Ostern hatte der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet einen "Brücken-Lockdown" vorgeschlagen, mit dem die Zeit überbrückt werden könnte, bis die Impfkampagne gegen Corona stärker als bisher greift.

+++ 12:08 Aus Niedersachsen kommt Kritik an Corona-Gesetz +++
Aus Niedersachsen kommt vehemente Kritik am geplanten Corona-Gesetz mit mehr Kompetenz für den Bund. "Fakt ist: Dort, wo der Bund die Befugnisse hatte, hat er zum Teil kläglich versagt", sagt Landes-Innenminister Boris Pistorius der "Welt". Als Beispiele nennt der Sozialdemokrat die Beschaffung von Impfstoff und Schutzausrüstung. Der Bund habe keine Expertise für Krisenbewältigung oder Krisenkommunikation. "Deshalb wäre es auch keine gute Idee, die Länder jetzt mitten in der Krise zu entmachten. Das wäre ein großer Fehler."

+++ 11:49 Merkel berät mit Unionsfraktion über Infektionsschutzgesetz +++
Kanzlerin Angela Merkel berät mit der CDU/CSU-Bundstagsfraktion heute Vormittag über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes. "Wir waren uns nach der Ministerpräsidentenkonferenz einig, dass der Bund das Heft des Handels in die Hand nehmen muss", sagt CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt vor der Sitzung des geschäftsführenden Fraktionsvorstandes. Deshalb solle das neue Infektionsschutzgesetz, zu dem die Regierung einen Entwurf vorgelegt hat, dem Bund mehr Kompetenzen geben.

+++ 11:27 Slowenien und Serbien lockern wieder +++
Das EU-Land Slowenien lockert am Montag die geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. So fällt die Einschränkung, dass die Bürger ihre jeweilige Region nur mit Ausnahmeerlaubnis verlassen dürfen. Die nächtliche Ausgangssperre von 22.00 bis 05.00 Uhr wird aufgehoben. Kindergärten und Grundschulen öffnen wieder. Gewisse Geschäfte und Dienstleistungen wie Friseure und Kfz-Werkstätten stehen erneut zur Verfügung. Auch Museen, Galerien und Museen können wieder Besucher empfangen. Das Infektionsgeschehen hat sich in Slowenien zuletzt verlangsamt. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner gaben die Behörden am Samstag mit 301 an. In dem Land mit 2,1 Millionen Einwohnern können die Maßnahmen gegen die Pandemie in Abhängigkeit von der Zahl der Neuansteckungen pro Tag und den Neuzugängen in den Krankenhäusern verschärft oder gelockert werden. In Serbien öffnen am Montag wieder die Einkaufszentren. Gaststätten dürfen aber ihre Kundschaft weiterhin nur im Außenbereich bedienen. In dem Balkanland mit knapp sieben Millionen Einwohnern sind die Ansteckungszahlen zuletzt leicht gesunken. Zugleich stellen die Krankenhäuser immer noch einen starken Zustrom von Covid-19-Patienten fest.

+++ 11:06 Ex-Richterbund-Chef "fassungslos" über neue Pläne des Bundes +++
Der frühere Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Jens Gnisa, empört sich über Pläne der Bundesregierung, im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen. "Man sieht mich selten fassungslos. Aber nun ist es so weit. Der Bund schießt deutlich über alle Verhältnismäßigkeitsgrenzen hinaus", schrieb der Direktor des Amtsgerichts Bielefeld auf Facebook. Es gehe bei den Vorschlägen nun nicht mehr um einen Brücken-Lockdown von zwei oder drei Wochen, sondern um einen "nicht mehr einzufangenden Dauerlockdown", rügte er. Gnisa nannte es eine "Nichtachtung der Justiz", wenn ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen nächtliche Ausgangssperren verhängt werden müssten - obwohl von Gerichten deren Wirksamkeit angezweifelt worden sei. Auch seien die strengen Kontaktbeschränkungen aus seiner Sicht rechtlich zweifelhaft. "Eltern ab einer Inzidenz von 100 zu verbieten, ihre Kinder zu treffen, entspricht für mich auch nicht dem Bild des Grundgesetzes."

+++ 10:44 Bahn verhängt erste Zugverbote gegen Maskenverweigerer +++
Die Deutsche Bahn verhängt einem Bericht zufolge erste bundesweite Zugverbote gegen Maskenverweigerer. Die Bahn habe eine "niedrige zweistellige Zahl Beförderungsausschlüsse beziehungsweise Hausverbote verfügt", sagt eine Sprecherin der "Welt am Sonntag". Ende vergangenen Jahres hatte die Bahn angekündigt, solche Beförderungsausschlüsse auszusprechen, wenn Passagiere wiederholt ohne Maske in Zügen angetroffen werden. Die nun verhängten Zugverbote gelten dem Bericht zufolge für sechs Monate und bedeuten, dass die Maskenverweigerer in dieser Zeit nicht mit der Bahn im Regional- oder Fernverkehr reisen oder einen Bahnhof betreten dürfen. Zwar sei ein solcher Beförderungsausschluss nur schwer zu kontrollieren. Sollten Betroffene aber erwischt werden, kann die Bahn Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstatten. Verstöße stellte die Bahn jedoch bislang nicht fest.

+++ 09:51 Wieder mehr Regionen mit 7-Tage-Inzidenz über 100 +++
Während der Osterfeiertage waren die Zahlen zum Infektionsgeschehen wegen weniger Tests und Meldeverzögerungen verzerrt. Erst langsam wird die aktuelle Entwicklung wieder sichtbar. So waren über Ostern viele Regionen unter die 100er-Schwelle der 7-Tage-Inzidenz gefallen. Ohne Feiertagseffekte steigt die Zahl der Regionen wieder deutlich an: Aktuell liegen 289 Regionen über der 100. Das sind 19 mehr als am Samstag und 67 mehr als am Freitag.

Von diesen 289 Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mindestens 100 wird der Wert in 183 Regionen seit mindestens 4 Tagen in Folge erreicht. Damit müsste dort die Notbremse bereits gezogen worden sein. 31 Regionen liegen seit nunmehr drei Tage über der 100er-Grenze, sie müssten jetzt die Notbremse ziehen. Zwei Regionen könnten die Notbremse wieder aufheben, weil sie seit drei Tagen in Folge unter einer 7-Tage-Inzidenz von 100 liegen: Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz und der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

+++ 09:36 Tui-Chef sieht "einige gute Signale und Entwicklungen" +++
Wie bereits berichtet, fällt das Sommergeschäft für die Tourismusbranche sehr mau aus. Tui-Chef Fritz Joussen hält ein rechtzeitiges Anziehen der Buchungen bei weiteren Impffortschritten aber für möglich. "Ich weiß nicht, was die Politik in den nächsten Wochen entscheidet", sagt er der Deutschen Presse-Agentur. "Was ich aber sehe, sind einige gute Signale und Entwicklungen - in Heimat- wie Zielländern der Kunden." In etlichen Regionen bestehe Grund zur Zuversicht: "Israel ist offen. In England ist die Inzidenz 30, es gibt nur noch wenige Sterbefälle. In den USA und Kanada zieht das Geschäft zurzeit am stärksten an." Der Manager bekräftigte, entscheidend seien nicht nur mehr Tests, sondern vor allem Impfungen. "Wir müssen die Durchimpfung schnell hinkriegen."

+++ 08:51 Brinkhaus vorerst gegen mehr Freiheiten für Geimpfte +++
Der Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus, warnt davor, Geimpften voreilig mehr Freiheiten einzuräumen. "Wir werden in eine Situation hineinkommen, in der Geimpfte sich wieder freier bewegen können als andere. Aber dafür ist die Ansteckungsrate im Augenblick insgesamt noch zu hoch", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es geht immer auch um die Gesundheit anderer." Zudem kritisiert Brinkhaus regionale Öffnungsmodelle, die sich auf Tests stützten. "Tests sind immer nur eine Krücke. Was das Saarland macht, ist ein Experiment", sagt er. "Und diejenigen, die dieses Experiment auf den Weg gebracht haben, tragen eine hohe Verantwortung."

+++ 08:36 Lehrerverband will mit Milliarden Schulausfall ausgleichen +++
Der Deutsche Lehrerverband will die durch die Schulschließungen im Corona-Jahr entstandenen Lernrückstände mit einem zwei Milliarden Euro teuren Förderkonzept ausgleichen. Kinder und Jugendliche mit eher geringen Lücken sollten im nächsten Schuljahr eine individuelle Zusatzförderung erhalten, berichtet die Funke-Mediengruppe unter Berufung auf ein Förderkonzept. Schülern mit größeren Defiziten solle die Möglichkeit eines freiwilligen zusätzlichen Lernjahres angeboten werden. Das dafür notwendige zusätzliche Personal könne aus Lehramtsstudenten, aufstockende Lehrkräfte oder pensionierte Lehrerinnen und Lehrern bestehen. Außerdem könnten Schulen mit externen Partnern wie etwa Nachhilfeanbietern zusammenarbeiten. Für die Umsetzung fordert der Verband ein Bund-Länder-Programm mit einem Volumen von mindestens zwei Milliarden Euro.

+++ 08:11 Südkorea verimpft Astrazeneca wieder bei unter 60-Jährigen +++
Südkorea impft ab Montag auch wieder jüngere Erwachsene mit dem Vakzin von Astrazeneca. Am Mittwoch hatte das Land wie andere Staaten die Verabreichung des Mittels bei unter 60-Jährigen vorläufig ausgesetzt. Hintergrund waren Berichte über seltene Thrombose-Fälle bei jüngeren Erwachsenen nach Impfungen in Europa. Nun sei beschlossen worden, den Astrazeneca-Impfstoff bei allen infrage kommenden Personen, die mindestens 30 Jahre alt seien, wieder einzusetzen, teilen die südkoreanischen Behörden mit.

+++ 07:38 Für höhere Wirksamkeit: China will Vakzine vermischen +++
Um die Wirksamkeit seiner Corona-Impfstoffe zu erhöhen, erwägt China eine Vermischung verschiedener Präparate. Die Behörden müssten "über Wege nachdenken, wie das Problem gelöst werden kann, dass die Wirksamkeit der existierenden Impfstoffe nicht hoch ist", sagt der Leiter des chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle- und prävention, Gao Fu, laut Staatsmedienberichten bei einer Konferenz in Chengdu. Es ist das erste Mal, dass ein ranghoher Vertreter Chinas die relativ geringe Wirksamkeit der von China entwickelten Corona-Impfstoffe öffentlich einräumt. In dem Land haben bislang vier Corona-Impfstoffe eine bedingte Marktzulassung erhalten, 161 Millionen Dosen wurden seit dem Start der Impfkampagne im vergangenen Jahr verabreicht. Ziel Pekings ist die vollständige Immunisierung von 40 Prozent der 1,4 Milliarden Einwohner Chinas bis Juni.

+++ 07:15 Tourismusbuchungen für Sommer brechen um drei Viertel ein +++
Die deutsche Tourismusbranche stellt sich angesichts der Corona-Pandemie auf ein weiteres schwieriges Jahr ein. Die Buchungen für 2021 seien deutlich schlechter als die schon schlechten Zahlen vom Vorjahr, sagt Michael Frenzel, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, der "Welt am Sonntag". "Für die Sommersaison liegen die Buchungen gemessen am Umsatz um 76 Prozent unter den Zahlen im Vorjahreszeitraum." Im Frühjahr hätten die Stornierungen die Buchungen sogar weiterhin übertroffen. Erst ab dem dritten Quartal rechnen die Bürger nach Darstellung von Frenzel wohl mit spürbaren Verbesserungen. "Die Mehrheit der Menschen setzt auf späte Reisen im Herbst", sagte er. "Das sieht man daran, dass die Buchungsrückgänge für diese Zeit niedriger sind als in den Sommermonaten davor: für September um 36 Prozent, im Oktober um 22 Prozent."

+++ 06:57 Polizei beendet Partys in mehreren Bundesländern +++
Die Polizei muss in mehreren Bundesländern illegale Partys beenden. Dabei feiern in der Nacht zum Sonntag teilweise mehrere Dutzend Menschen - trotz strenger Corona-Regeln. Auf alle Feiernden kommen nun Anzeigen zu:

  • So lösten die Beamten im rheinland-pfälzischen Vallendar etwa eine Feier in einem Parkhaus auf. Die Partygäste trugen weiße Kleidung und hatten fluoreszierende Farbe im Gesicht. Zudem sei in einem Nebenraum viel Alkohol gelagert gewesen. Als sie die Beamten sahen, flohen einige Feiernde. 24 Menschen konnten kontrolliert werden.
  • Auch im oberpfälzischen Vilseck musste die Polizei einschreiten. Mehr als 30 Partygäste seien auf frischer Tat in einem Privathaus ertappt worden.
  • Weitere Kontrollen gab es etwa im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Bei zwei Partys in Ramin und Eggesin entdeckten die Beamten insgesamt 27 Menschen.

+++ 06:42 Landkreistag lehnt einheitliche Corona-Maßnahmen ab +++
Die deutschen Landkreise verurteilen die Pläne zur Vereinheitlichung der Corona-Schutzmaßnahmen scharf. "Der vorliegende Entwurf ist ein in Gesetz gegossenes Misstrauensvotum gegenüber Ländern und Kommunen", sagt Landkreistagspräsident Reinhard Sager den Funke-Zeitungen. "Damit verlässt der Bund den Modus gemeinsamer Krisenbekämpfung und will direkt vor Ort wirkende Maßnahmen anordnen." Ob mit diesen Maßnahmen die dritte Welle gebrochen werden könne, sei zu bezweifeln, "da in einer sich örtlich sehr unterschiedlich darstellenden Pandemie pauschales Agieren nicht treffsicher genug ist."

+++ 05:18 RKI meldet 17.855 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 17.855 Corona-Neuinfektionen und 104 neue Todesfälle. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Zahlen könnten zudem wegen der Schulferien noch nicht mit früheren Werten vergleichbar sein. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 12.196 Neuinfektionen und 68 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt bundesweit bei 129,2. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 120,6 an, vor einer Woche lag sie bei 127. Der Inzidenzwert ist momentan noch mit Vorsicht zu genießen und dürfte wegen weniger Tests und Meldungen über Ostern zu niedrig ausfallen.

+++ 04:21 Laschet für Aufhebung der Impfreihenfolge bis zum Sommer +++
Angesichts steigender Impfstofflieferungen spricht sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge bis zum Sommer aus. "Wenn zum Ende des Frühjahrs die großen Impfstoffmengen kommen, sollten die Impfprioritäten fallen und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden. Das wäre ein wichtiger Baustein für die Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit", sagt Laschet der "Bild am Sonntag". Das bisherige strenge Einhalten der Reihenfolge begrüßt er jedoch. Mit der strikten Priorisierung am Anfang habe man eine Schutzmauer für die Alten und Pflegebedürftigen errichtet. "So haben wir unzählige Leben gerettet."

+++ 02:52 Brinkhaus fordert Aufbau einer zivilen Reserve für Krisenfälle +++
Als Konsequenz aus der Pandemie schlägt Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus den Aufbau einer zivilen Reserve für Krisenlagen vor. Notwendig sei ein permanenter Bund-Länder-Krisenstab, der "nachts um zwei Uhr damit beginnen könnte, eine Krise zu managen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dafür sei eine Grundgesetzänderung und die Schaffung einer "zivilen Reserve von Freiwilligen, die kurzfristig und flexibel abrufbar und einsatzbereit" sei, erforderlich.

+++ 02:07 Heil plant Testpflicht für Betriebe in ganz Deutschland +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will schon an diesem Dienstag eine Corona-Testpflicht für Unternehmen in ganz Deutschland im Kabinett durchsetzen - obwohl die Union eine solche Pflicht bisher ablehnt. "Alle müssen jetzt ihren Beitrag im Kampf gegen Corona leisten, auch die Arbeitswelt. Um die zu schützen, die nicht von zu Hause arbeiten können, brauchen wir flächendeckend Tests in den Betrieben", sagt Heil der "Bild am Sonntag". "Ich will, dass wir das am Dienstag in der Bundesregierung beschließen."

+++ 00:59 Belgische Krankenhäuser wegen Corona unter Druck +++
Die Krankenhäuser in Belgien stoßen an ihre Grenzen. "96 Prozent der Intensivbetten sind im Moment durch Covid- und Nicht-Covid-Patienten belegt", sagt der belgische Corona-Sprecher Yves Van Laethem. Erstmals seit 27 Tagen ging die Zahl der Krankenhausaufnahmen den jüngsten Daten zufolge jedoch leicht zurück. Man sei zwar auf dem richtigen Weg, doch die Strecke sei noch lang, sagte Van Laethem. Angesichts zunehmender Krankenhausaufnahmen war in Belgien vor einigen Tagen für die Krankenhäuser die Phase 2a gestartet worden. Demnach müssen unter anderem 1200 der 2000 Intensivbetten für Corona-Patienten frei gehalten werden. Außerdem sollen zusätzliche Betten zur Verfügung gestellt werden.

+++ 23:40 Regionen in Brasilien lockern Beschränkungen +++
Trotz hoher Zahlen an Todesfällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie lockern der brasilianische Bundesstaat Sao Paolo und die Stadt Rio de Janeiro die Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Betrieb von Gaststätten wird mit Einschränkungen wieder erlaubt. Am Donnerstag verzeichnete Brasilien eine Höchstzahl von 4249 Sterbefällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, davon mehr als 1500 in Sao Paolo und Rio de Janeiro.

+++ 22:33 Inzidenz in Modellregion Saarland steigt steil an +++
In der Modellregion Saarland zieht die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an: Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage liegt dort nun bei 125,0 nach 103,7 am Vortag - mit 21,3 Zählern ist es der zweistärkste Anstieg nach Sachsen, wo der Wert um 31 Zähler auf 182 klettert. Das Saarland hat am Dienstag mit einem umstrittenen Öffnungsmodell begonnen. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz weist nach wie vor Thüringen auf, wo die Marke von 200 erneut überschritten wird. Am niedrigsten ist der Wert in Schleswig-Holstein: 71,8.

+++ 22:15 Vierten Tag in Folge mehr als 50.000 Neuinfektionen in der Türkei +++
Den vierten Tag in Folge meldet die Türkei mehr als 50.000 Neuinfektionen: zuletzt sind es genau 52.676. Der Sieben-Tage-Schnitt steigt auf 50.469. Zudem werden 248 neue Todesfälle gemeldet und damit weniger als der Höchststand von Mittwoch, als 276 neue Todesfälle erfasst worden waren.

+++ 21:43 Lehrerverband fordert Nachschärfung der Corona-Notbremse +++
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat gefordert, die Pläne zur Vereinheitlichung der Corona-Schutzmaßnahmen nachzubessern. Der Vorschlag des Bundes sieht derzeit vor, dass Schulen schließen sollen, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Landkreis erreicht wird. "Der Entwurf lässt leider offen, was bei einer Inzidenz von unter 200 zu passieren hat. Hier besteht die Notwendigkeit, die Bestimmungen noch nachzuschärfen", erklärte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann.

+++ 21:13 Mediziner: Intensivstationen auf bisher höchster Auslastung +++
Die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland erreicht nach Angaben des Verbands DGIIN den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Zugleich breche das Personal weg, twittert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis. Es müsse sofort gehandelt werden. "Selbst wenn es zu einem harten Lockdown kommt, steigen die Zahlen weiter für 10-14 Tage."

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Quelle: ntv.de, mau/jpe/dpa/AFP/rts/DJ