Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:28 Südafrika lockert Lockdown aus Sorge um Wirtschaft +++

Südafrika lockert angesichts weniger neu gemeldeter Corona-Fälle seine Lockdown-Maßnahmen. Das kündigte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa an. Unter anderem werden die Ausgangssperre verkürzt und die Einschränkungen bei Treffen und dem Verkauf von Alkohol gelockert, sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache. Von den Lockerungen erwarte man höhere Konsumausgaben und eine stetige Erholung des Arbeitsmarkts, sagte Ramaphosa. "Unsere ganze Anstrengung muss dem Wachstum der Wirtschaft gelten."

+++ 22:00 Lauterbach schlägt neue Impf- und Teststrategie vor +++
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach schlägt laut einem "Spiegel"-Bericht vor, die zweite Impf-Dosis erst am Ende des jeweils zugelassenen Spielraums zu verabreichen, um schneller mehr Menschen impfen zu können. Zudem plädiert er demnach für ein Testprogramm, wonach an Schulen und in Betrieben alle Menschen mindestens einmal pro Woche mithilfe von geschultem Personal einen Schnelltest machen sollen. Wer ein negatives Ergebnis habe, solle anschließend mit dem Nachweis einen Tag lang in Geschäfte gehen dürfen. Dadurch könnten die Läden zeitnah öffnen, natürlich weiterhin mit Maskenpflicht - gleichzeitig verhindere man aber Ansteckungen, zitiert der "Spiegel" Lauterbach.

+++ 21:45 Nur noch 44 Regionen liegen unter 35er-Grenze +++
In Deutschland liegen den Länderangaben zufolge nur noch 44 Regionen bei einer 7-Tage-Inzidenz von maximal 35. Gestern waren es noch 55 und in der Vorwoche waren es schon einmal 78 Regionen.

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+++ 21:13 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 6772 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.444.696 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 6772 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 98 auf 70.081. Als aktuell infiziert gelten rund 124.223 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,15 angegeben (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 115 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,08 (Vortag: 1,11). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2840 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1658 davon werden beatmet. Rund 5166 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:02 Oslo schließt Restaurants und Geschäfte +++
Nach einem erneuten Anstieg der lokalen Corona-Zahlen durch die Ausbreitung der britischen Virus-Variante schließt die norwegische Hauptstadt Oslo alle Lokale und Geschäfte. Das gab der Vorsitzende der städtischen Regierung, Raymond Johansen, bekannt. Restaurants dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten, Ausnahmen bei der vorübergehenden Geschäftsschließung gelten unter anderem für Supermärkte und Apotheken. Die Maßnahmen gelten von Mitternacht in der Nacht zum Dienstag bis vorläufig zum 15. März. Laut der norwegischen Gesundheitsbehörde FHI ist die britische Variante mittlerweile die dominierende in Oslo.

+++ 20:48 Brasilianische Mutation erreicht Großbritannien +++
Erstmals ist in Großbritannien auch eine Variante des Coronavirus nachgewiesen worden, die zuerst in der brasilianischen Stadt Manaus entdeckt worden war. Drei Fälle seien in England und drei weitere in Schottland bestätigt worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit.

+++ 20:21 Laschet dringt auf gemeinsame Öffnungsschritte der Länder +++
CDU-Chef und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet drängt Bund und Länder dazu, beim Corona-Gipfel am Mittwoch wieder stärker zu "bundeseinheitlichen Lösungen" zu kommen. Er werde sich dafür einsetzen, dass man zu einer "differenzierten, vorsichtigen, angleichenden Öffnung in den 16 Ländern" komme, fügt er im ZDF mit Blick auf die Alleingänge einiger Bundesländer bei der Öffnungspolitik hinzu.

+++ 20:07 Argentinier protestieren mit Leichensäcken gegen "VIP-Impfungen" +++
Tausende Argentinier haben gegen die Vorzugsbehandlung politischer Verbündeter der Regierung bei der Corona-Impfung protestiert. Argentiniens Präsident Alberto Fernández kritisierte die Proteste, nachdem Demonstranten am Regierungspalast in Buenos Aires schwarze Säcke aufgehängt hatten, um diejenigen zu symbolisieren, die ohne Impfung gestorben seien, während ein "VIP" statt ihnen geimpft worden sei. "Die Art und Weise, in einer Demokratie zu demonstrieren, kann nicht darin bestehen, Leichensäcke mit den Namen von politischen Persönlichkeiten vor der Casa Rosada auszustellen", twitterte Fernández. Am Freitag vor einer Woche hatte Fernández den damaligen argentinischen Gesundheitsminister Ginés González García entlassen, nachdem bekannt geworden war, dass der Regierung nahe stehende Personen außer der Reihe geimpft worden waren. Insgesamt soll der Ex-Minister 3000 Impfdosen zur persönlichen Verfügung reserviert haben.

+++ 19:29 Italien meldet knapp 17.500 Neuinfektionen +++
In Italien verzeichnet das Gesundheitsministerium 17.455 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Samstag waren es 18.916. 192 weitere Menschen seien in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, am Vortag wurden 280 Todesfälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie starben in Italien 97.699 Menschen mit oder an dem Virus. Insgesamt wurden in dem Land mit gut 60 Millionen Einwohnern bislang 2,92 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

+++ 18:53 Deutschland hilft Tschechien mit Impfstoff aus +++
Sachsen, Bayern und Thüringen wollen einem Medienbericht zufolge Tschechien mit Corona-Impfstoff aushelfen. Ab Montag sei die Lieferung von insgesamt 15.000 Impfstoff-Dosen an das Nachbarland geplant, berichtet der MDR unter Berufung auf Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Über die weitere Verteilung werde die tschechische Regierung entscheiden. Um welchen Impfstoff es sich genau handelt, ist unklar. Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit.

+++ 18:30 Strobl wirbt für massenhaft Tests an Grenzen +++
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl will mit Hilfe von massenhaften Tests mögliche Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz vermeiden. In Briefen an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manne Lucha, die der Deutschen Presseagentur vorliegen, schreibt Strobl: "Da wir bei den Impfungen auf absehbare Zeit nicht schnell genug vorankommen werden, möchte ich eindringlich dafür werben, durch eine umfassende Test-Strategie in den Grenzregionen die Pandemie bestmöglich einzudämmen." Die Bundesregierung hat bereits die französische Region Moselle mit Wirkung ab Dienstag als sogenanntes Virusvariantengebiet eingestuft, so dass die Einreise erschwert wird.

+++ 18:04 Großbritannien überschreitet bei Impfungen 20-Millionen-Grenze +++
In Großbritannien sind bereits mehr als 20 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sei eine großartige Leistung für das Land, twitterte Gesundheitsminister Matt Hancock. "Der Impfstoff ist unser Ausweg. Wenn Sie einen Anruf erhalten, holen Sie sich ihre Injektion", appellierte er an seine Landsleute. Großbritannien stellt eine Aufhebung der derzeitigen Beschränkungen bis Ende Juni in Aussicht. In Großbritannien leben rund 66,6 Millionen Menschen.

+++ 17:40 Lindner fordert nationales Impfportal und Nachrückliste +++
FDP-Chef Christian Lindner hat ein "nationales Impfportal" gefordert. Dieses solle den Zugang zu Impfterminen erleichtern, sagte er. Die Bürger hätten längst den Durchblick verloren, "wann wer geimpft werden kann". Millionen Bürger warteten seit Wochen auf Termine. "Wir drohen schon bald mehr Impfstoff als Impftermine zu haben." Deshalb sollten auch die Arztpraxen impfen dürfen. "Haus- und Fachärzte kennen ihre Patienten am besten", sagte er. Sie könnten entsprechend der bundesweiten Vorgaben am besten einschätzen, wer den Impfstoff am dringendsten brauche. "Für nicht genutzte Termine brauchen wir eine Nachrückliste, damit Impfdosen so schnell wie möglich verimpft werden können."

+++ 17:12 Färöer-Inseln sind "vorerst Covid-frei" +++
Die Färöer-Inseln haben erstmals seit Juli 2020 keinen aktiven Corona-Fall mehr. Laut der Corona-Webseite der Inselgruppe wurde die vorerst letzte infizierte Person am Freitag als gesund erklärt und aus der Quarantäne entlassen. "Covid-free - for now" (Covid-frei - vorerst), war bereits am späten Freitagabend auf der Internetseite zu lesen. Allerdings habe Covid-19 bereits mehrere Male gezeigt, dass es zurückkehren und sich schnell verbreiten könne. Regierungschef Bárður á Steig Nielsen schrieb, "unsere beste Entscheidung ist gewesen, uns an unseren ursprünglichen Plan zum Testen, Verfolgen und Isolieren zu halten". Die Färöer haben rund 50.000 Einwohner. Dort wurden bisher 658 Infektionen nachgewiesen - bei mehr als 230.000 Tests. Eine Person ist gestorben.

+++ 16:52 Tschechien will Sputnik V auch ohne EU-Zulassung nutzen +++
Tschechien will auch ohne eine europäische Zulassung den russischen Impfstoff Sputnik V nutzen. Denkbar sei dies auch beim Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm, sagte Ministerpräsident Andrej Babis dem Sender CNN Prima News und verwies auf das Beispiel Ungarn. Die dortige Regierung setzt Impfstoffe aus Russland und China ein, obwohl die Europäische Arzneibehörde (EMA) sie bislang nicht zugelassen hat. Babis sagte, der russische Impfstoff könne auch ohne eine europäische Genehmigung verwendet werden. Eine Zulassung der tschechischen Arzneibehörde SUKL sei ausreichend. Vor gut zwei Wochen hat er noch erklärt, sein Land werde die Entscheidung der EMA abwarten. Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit. In dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern sind mehr als 1,2 Millionen Infektionsfälle nachgewiesen. Mehr als 20.000 Menschen starben. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:17 Berliner Polizei löst Party mit fast 40 Gästen auf +++
Eine Party mit fast 40 Gästen in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Berlin-Charlottenburg hat die Polizei auf den Plan gerufen. Die Beamten waren letzte Nacht wegen Lärmbelästigung alarmiert worden. Insgesamt trafen sie in der 70-Quadratmeter-Wohnung 15 Frauen und 21 Männer im Alter von 19 bis 55 Jahren an. Alle Teilnehmer der Party bekamen eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Ein 50-Jähriger soll einen Polizisten geschubst haben – gegen ihn wurde zudem ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf einen Vollstreckungsbeamten eingeleitet. Schließlich mussten die Besucher die Wohnung verlassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:49 Dreyer: Ab Frühling mehr Öffnungen mit Schnelltests möglich +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hält die Wiedereröffnung vieler Geschäfte und Einrichtungen unter Verwendung von Corona-Schnelltests für sinnvoll. "Mit Schnelltests kann ein privater Veranstalter oder Gastgeber, egal ob er eine Gaststätte, einen Laden oder ein Museum betreibt, sicherstellen, dass von seinen Kunden kaum Ansteckungsgefahr ausgeht, und damit sein Gewerbe wieder betreiben", sagte die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag". Dreyer betonte zugleich, dies müsse "unter strengen Auflagen passieren". Ein solches Vorgehen "kann Praxis im Frühling und Sommer werden". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:22 Umfrage: Großteil der Bürger ist für Laden-Öffnungen im März +++
Nach monatelangem Lockdown spricht sich ein Großteil der Bundesbürger für weitreichende Öffnungen aus, doch viele Politiker warnen vor zu großen Lockerungen. In einer Umfrage des Instituts Insa für die "Bild am Sonntag" plädierten 75 Prozent für eine Öffnung des Einzelhandels im März, nur 17 Prozent waren dagegen. Restaurants und Kneipen wollen der Umfrage zufolge 54 Prozent der Befragten schon bald wieder offen sehen, 64 Prozent sind für eine vollständige Wiederöffnung von Schulen und Kitas. Auch bei Hotels, Kosmetiksalons und Museen gibt es laut der Umfrage mehr Öffnungs-Befürworter als -Gegner. Bei Kinos und Theatern ist dagegen eine Mehrheit von 46 Prozent gegen eine rasche Öffnung, nur 35 Prozent wollen sie rasch wieder öffnen. Was denken Sie mit Blick auf den Einzelhandel?

+++ 15:00 Orban lässt sich chinesischen Impfstoff spritzen +++
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat sich mit dem Vakzin der chinesischen Firma Sinopharm impfen lassen. Das teilt er auf seiner Facebook-Seite mit und schreibt: "Geimpft." Ungarn hat, anders als die EU-Arzneimittelbehörde, Impfstoffe aus China und Russland zugelassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:48 Mexiko will Biden bitten, US-Impfstoff-Vorrat zu teilen +++
Mexiko will bei seiner Impf-Kampagne anscheinend die USA um Hilfe bitten: Reuters berichtet, der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador wolle US-Präsident Joe Biden fragen, ob die Vereinigten Staaten ihren Impfstoff-Vorrat mit dem Nachbarn teilen könnten. Demnach sei der neue US-Präsident offen für Vorschläge, die Pandemie gemeinschaftlich einzudämmen. Seine Priorität sei aber, zunächst so viele Amerikaner wie möglich zu impfen. Die USA haben ein Exportverbot für Impfstoffe verhängt, die auf ihrem Boden produziert werden. Viele Länder, darunter auch Mexiko, kritisieren diese Strategie als "total unfair".

+++ 14:35 Kinderärzte: Schulen und Kitas umgehend öffnen +++
Vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie fordern die Kinderärzte eine rasche Öffnung von Schulen und Kitas. "Auch nach dem Auftreten von Virusmutationen bleibt es dabei, dass Kinder und Jugendliche keine Treiber der Pandemie sind", sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Deshalb können und müssen alle Schulen und die Kitas umgehend wieder geöffnet werden. Sie spielen im Infektionsgeschehen keine nennenswerte Rolle." Eine weitere Schließung würde die Kollateralschäden für Kinder und Jugendliche massiv erhöhen, warnte Fischbach.

+++ 13:53 B.1.1.7 breitet sich vor allem in Florida aus +++
In den USA scheint sich die neue Virus-Variante B.1.1.7 derzeit vor allem im südlichen US-Bundesstaat Florida auszubreiten. Wie aus Daten der US-Seuchenkontrollbehörde CDC hervorgeht, wurde die Mutation dort bereits in 500 Fällen nachgewiesen und damit so häufig wie nirgendwo sonst in den USA. Die US-Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der gemeldeten Fälle bald erhöhen wird. Die Laborkapazitäten zur Identifizierung der neuen Virus-Varianten befinden sich derzeit noch im Aufbau. Die sogenannte britische Variante dürfte bereits im Land kursieren. Nachgewiesen wurden einzelne B.1.1.7-Fälle bereits aus 44 Bundesstaaten. Auch die südafrikanische Variante B.1.351 und die brasilianische Mutation P.1 wurde in den USA schon in mehreren Regionen entdeckt. In den Fallzahlen scheint sich diese Entwicklung noch nicht niederzuschlagen. Die Zahl der gemeldeten Fälle in Florida etwa stagnierte zuletzt bei etwa 5700 pro Tag.

+++ 13:28 Bundesregierung verschärft Einreiseregeln für französische Grenzregion Moselle +++
Im Kampf gegen die Ausbreitung gefährlicher Mutationen des Coronavirus erschwert die Bundesregierung die Einreise aus der französischen Grenzregion Moselle. Mit Wirkung ab Dienstag werde sie die an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende Region als sogenanntes Virusvariantengebiet einstufen, wie das Robert-Koch-Institut im Internet schreibt.

+++ 12:50 In Thüringen sind keine Fortschritte erkennbar +++
In Thüringen sind weiter keine Fortschritte bei der Eindämmung der Coronavirus-Ansteckungswelle zu erkennen. Die Sieben-Tage-Inzidenz des zentral gelegenen Bundeslandes stieg RKI-Angaben zufolge zuletzt auf 126,5 Neuinfektionen in sieben Tagen je 100.000 Einwohner an. Thüringen weist seit Mitte Januar das bundesweit höchste Fallaufkommen auf. Bundesweit liegt die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 63,8.

+++ 12:20 Immunologe: Impft Merkel live im TV mit Astrazeneca +++
Ein führender Immunologe hat sich dafür ausgesprochen, Bundeskanzlerin Angela Merkel live im Fernsehen mit dem Astrazeneca-Impfstoff zu impfen, um der Skepsis gegen das Präparat in Deutschland zu begegnen. Das sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, dem britischen Rundfunksender BBC in einem Radiointerview. Es sei bereits abzusehen, dass die Ständige Impfkommission das Vakzin auch für die über 65-Jährigen empfehlen werde, so Watzl. "Wenn Angela Merkel zu diesem Zeitpunkt ins Live-Fernsehen gehen würde und mit dem Impfstoff geimpft würde, wäre das natürlich großartig."

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+++ 11:42 Hunderte Stuttgarter verstoßen gegen Corona-Regeln +++
Mehrere Hundert überwiegend junge Menschen haben am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt gegen die Corona-Regeln verstoßen. Sie trafen sich am Abend im Bereich des Schlossplatzes, ein Großteil von ihnen hielt sich nicht an Abstandsregeln und trug keinen Mund-Nasen-Schutz, wie ein Polizeisprecher mitteilt. Da auch gegen das Ansammlungs- und Alkoholverbot verstoßen worden sei, forderte die Polizei die Menschen auf zu gehen. Etliche wurden dabei den Angaben zufolge aggressiv und warfen Flaschen und Steine in Richtung der Polizisten.

+++ 11:02 "Vollkommen neuer Trend" beunruhigt Indien +++
Im Kampf gegen das Coronavirus sieht sich Indien mit steigenden Fallzahlen konfrontiert. Die Behörden des knapp 1,4 Milliarden Einwohnern zählenden Vielvölkerstaats verzeichneten zuletzt wieder ein deutlich verstärktes Infektionsgeschehen. Die Gründe für den neuerlichen Anstieg sind noch vollkommen unklar. Das Land ist den offiziellen Meldedaten zufolge bislang vergleichsweise glimpflich davongekommen. Indien erlebte bisher nur eine große Ansteckungswelle, die im vergangenen September ihren Scheitelpunkte erreichte. Seitdem gingen die Fallzahlen zurück. Seit Mitte Februar jedoch zeichnet sich auch in Indien eine neue Pandemiephase ab. "Wir wissen wirklich nicht, was der Auslöser des Anstiegs ist", zitierte die britische BBC einen indischen Behördensprecher. "Beunruhigend ist, dass sich komplette Familien anstecken. Das ist ein vollkommen neuer Trend."

+++ 10:07 Nur 56 Städte und Kreise erfüllen 35er Inzidenz +++
Die Mehrheit der Regionen in Deutschland verzeichnet noch immer ein viel zu hohes Fallaufkommen. Kurz vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zeichnet sich ab, dass die neue Zielmarke einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen aus sieben Tagen je 100.000 Einwohnern bis zum Stichtag 3. März nur in einzelnen Gegenden erreicht sein wird. Aktuell liegen 252 der 401 Kreise in Deutschland über der im Frühjahr vereinbarten Obergrenze von 50. Zehn Regionen bewegen sich mit ihrem Fallaufkommen sogar über der 200er-Marke. Nur 56 Städte und Landkreise konnten das Infektionsgeschehen bisher soweit eindämmen, dass bei der örtlichen Sieben-Tage-Inzidenz Werte unter 35 erreicht werden. Kein einziges der 16 Bundesländer hat dieses Ziel bereits erreicht. Am besten schlägt sich derzeit noch Rheinland-Pfalz mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 48,8.

+++ 09:36 Drei Länderchefs wollen Impfreihenfolge lockern +++
Unter den Ministerpräsidenten mehren sich die Stimmen für eine Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs unabhängig von den bisherigen Prioritätengruppen. "Die Priorisierung ist ein Mittel der Mangelverwaltung" und solle für dieses Vakzin "zügig aufgehoben werden", sagte der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann plädierte in der "Welt am Sonntag" ebenfalls für eine Lockerung der Prioritäten-Vorgabe. Man könne es sich nicht leisten, "dass Impfstoff herumsteht und nicht verimpft wird, weil Teile der Berechtigten ihn ablehnen". Ähnlich hatte sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in der "Bild am Sonntag" geäußert.

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+++ 08:58 Trendumkehr: Fallzahlen in USA steigen wieder +++
In den Vereinigten Staaten zeichnen sich neue Probleme ab: Der stark rückläufige Trend der vergangenen Wochen ist zum Erliegen gekommen, die Fallzahlen stiegen wieder leicht an. Wie aus der Zählung der "New York Times" hervorgeht, kommen derzeit pro Tag rund 68.000 neue Coronavirus-Infektionen hinzu. Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 28,572 Millionen, die Zahl der Toten auf 511.850.

+++ 08:08 Schwesig unterstützt Einkauf mit Terminvergabe +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch ihre Forderung nach einem Ausstiegsszenario aus dem Lockdown erneuert. "Wir brauchen dringend einen Perspektivplan für ganz Deutschland. Wir müssen den Menschen sagen, in welchen Schritten wir vorangehen wollen", sagte sie in Schwerin. Schwesig sprach sich auch dafür aus, dem seit Monaten geschlossenen Einzelhandel schrittweise wieder die Öffnung der Geschäfte zu erlauben. "Ich habe der Wirtschaft schon vor 14 Tagen vorgeschlagen zu schauen, ob wir Einkaufen per Terminvergabe in Mecklenburg-Vorpommern möglich machen können. Das würde insbesondere ganz kleinen Geschäften helfen", sagte Schwesig. Ein solches Modell könne auch bundesweit zur Anwendung kommen.

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+++ 07:26 Fast 20 Millionen Briten mindestens einmal geimpft +++
In Großbritannien sind bereits knapp 20 Millionen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Aus von der britischen Regierung bereitgestellten Daten geht hervor, dass bis zum 26. Februar insgesamt 20,5 Millionen Dosen verimpft wurden. 19,6 Millionen Briten haben demzufolge eine Impf-Dosis erhalten. In 770.000 oder vier Prozent der Fälle wurde bereits die zweite Dose verabreicht, die für einen vollständigen Schutz notwendig ist.

+++ 06:36 Auckland beginnt zweiten Lockdown des Monats +++
In der neuseeländischen Metropole Auckland hat der zweite Lockdown des Monats begonnen. Der Auslöser für den Schritt ist der Nachweis einer einzelnen Infektion in der Stadt mit fast zwei Millionen Einwohnern. "Es ist mehr als wahrscheinlich, dass es weitere Fälle im Umfeld gibt", sagt die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern vor Journalisten. Der Inselstaat im Südpazifik ist mit seinen strengen Maßnahmen vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen: Bei fünf Millionen Einwohnern verzeichnet Neuseeland bisher etwas mehr als 2000 Infektionsfälle und 26 Verstorbene.

+++ 05:17 RKI: Zahl der Corona-Toten übersteigt 70.000 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb eines Tages 7890 Corona-Neuinfektionen und 157 weitere Todesfälle. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesfälle auf 70.045. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz liegt laut RKI weiter bei 63,8 und damit auf demselben Niveau wie am Vortag. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie steigt auf 2.442.336.

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+++ 04:14 Großbritannien stellt ab Montag Schnelltests für Schüler bereit +++
Die britischen Behörden wollen allen Haushalten mit Schülern oder Studenten pro Woche zwei Schnelltests pro Person anbieten. Gesundheitsminister Matt Hancock weist in einer Erklärung auf das vordringliche Ziel der Regierung hin, wieder die Klassenräume zu füllen. Ab Montag sollen Schnelltest-Kits an mehr als 500 Orten abgeholt werden können. Großbritannien will die Schulen am 08. März wieder öffnen.

+++ 03:13 Söder will Astrazeneca-Vakzin umgehend für alle freigeben +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder will für den Astrazeneca-Impfstoff die Impfreihenfolge lockern. "Bevor er liegen bleibt, impfen, wer will", sagt Söder der "Bild am Sonntag" zufolge. "Denn jeder Geimpfte schützt sich und andere." Der Impfstoff soll daher bundesweit für alle Menschen, die eine Impfung wünschen, freigegeben werden, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Alters- oder Risikogruppe. Bayern plant laut Söder jedoch keinen Alleingang, sondern strebt eine bundeseinheitliche Lösung an.

+++ 02:09 Kretschmann: Corona-Warn-App "nur eine Krücke" +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält die hohen Anforderungen an den Datenschutz für hinderlich im Kampf gegen die Pandemie. "Es kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass wir uns in einer Pandemie so einmauern beim Thema Datenschutz, dass wir lieber massiv in andere Grundrechte und die Lebensverhältnisse der Bürger eingreifen, und das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung völlig unangetastet lassen", sagt der Grünen-Politiker der "Welt am Sonntag". Aufgrund des Datenschutzes sei etwa die Corona-Warn-App "nur eine Krücke". In einer solch schweren Krise müsse es doch möglich sein, ein "schnelles, schlagkräftiges, umfassendes Steuerungsinstrument" zu entwickeln und "dafür auch mal an den Datenschutz zu gehen".

+++ 01:10 Bundesärztekammer: Ergebnisse von Schnelltests zentral erfassen +++
Die Ergebnisse von Corona-Schnelltests sollten nach Ansicht der Bundesärztekammer zentral durch das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst werden. "Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden", sagt Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Unkomplizierte digitale Meldeverfahren und eine zentrale Erfassung der Testergebnisse durch das RKI würden das Dunkelfeld nicht registrierter Infektionen aufhellen und ein umfassenderes Lagebild der Pandemie in Deutschland ermöglichen.

+++ 23:58 Bericht: Briten starten in Kürze Zulassungsprozess von J&J-Impfstoff +++
In Großbritannien will die dortige Arzneimittelbehörde nach Informationen des "Telegraph" "sehr wahrscheinlich" in der anstehenden Woche mit dem offiziellen Zulassungsprozess des Impfstoffs von Johnson & Johnson beginnen. Die Zeitung beruft sich auf einen Regierungsvertreter. Damit werde es womöglich nur noch Wochen dauern, bis ein Vakzin zur Verfügung stehe, das nur ein einziges Mal verabreicht werden müsse. Von bereits zugelassenen Impfstoffen wie denen der Hersteller Biontech/Pfizer und Astrazeneca müssen je zwei Dosen gespritzt werden.

+++ 22:28 13 von 16 Bundesländern melden steigende Inzidenzen +++
Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in den Bundesländern auf Basis der Länderdaten: 13 von 16 Bundesländern melden steigende 7-Tage-Inzidenzen. Baden-Württemberg liegt nach 14 Tagen unter 50 nun wieder exakt bei 50,0 und damit wieder auf der Obergrenze. Unter der Obergrenze liegt aktuell nur noch Rheinland-Pfalz.

+++ 22:05 Nur noch 55 Regionen liegen unter 35er-Grenze +++
In Deutschland liegen den Länderangaben zufolge nur noch 55 Regionen bei einer 7-Tage-Inzidenz von maximal 35. Gestern waren es noch 58 und in der Vorwoche waren es schon einmal 78 Regionen.

+++ 21:27 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 8909 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.437.924 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 8909 neue Fälle hinzu. Am Samstag vor einer Woche waren es noch 8149 neue Fälle, am Samstag vor zwei Wochen waren es 7538.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 254 auf 69.983. Als aktuell infiziert gelten rund 123.360 Personen. Am Samstag vor einer Woche waren 266 neue Todesfälle gemeldet worden.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,12 angegeben (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 112 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,11 (Vortag: 1,08). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2827 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1656 davon werden beatmet. Rund 4789 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa/AFP