Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:33 Spahn: "Geht darum, die richtige Balance zu finden"

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht es in der derzeitigen Pandemie-Phase auch mit Blick auf die Delta-Variante darum, die richtige Balance zu finden. "Wir können jetzt lockern", sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Die Stimmung dürfe aber nicht zu Übermut führen. "Also: Zuversicht für den Sommer, aber eben auch Vorsicht vor allem dann auch Richtung Herbst und Winter."

+++ 22:03 Schweiz will Corona-Impfungen für 12- bis 15-Jährige erlauben +++
Die Schweiz will in der kommenden Woche eine Corona-Schutzimpfung für 12- bis 15-Jährige erlauben. Junge Menschen, die sich impfen lassen wollten, sollten die Möglichkeit dazu bekommen, Impfkommissionschef Christoph Berger der "Neue Zürcher Zeitung". Die Regierung werde voraussichtlich nächste Woche grünes Licht geben. Für Jugendliche mit Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikogruppen sei eine Impfung sinnvoll. Anders als bei älteren Bevölkerungsgruppen werde hier aber keine bestimmte Impfquote angestrebt.

+++ 21:27 Deutschland meldet 710 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.722.376 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 710 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Rückgang von fast 38 Prozent - am vergangenen Samstag waren 1142 Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 15 auf 90.384. Vergangenen Samstag waren 17 neue Todesfälle gemeldet worden. Die Zahl der als aktuell infiziert geltenden Menschen ist weiterhin rückläufig und liegt nach RKI-Schätzungen bei rund 28.796 Personen. 3.603.196 Menschen gelten demnach als genesen. In 13 von 16 Bundesländern ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag erneut gesunken, in Sachsen hat sie sich nicht verändert. 11 von 16 Ländern sind sogar im einstelligen Bereich.

+++ 20:45 KMK-Chefin: Keine frühzeitige Festlegung weiterer Einschränkungen des Regelunterrichts +++
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst von der SPD, hat sich gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelunterrichts in den Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen. "Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig infrage gestellt werden", sagte sie dem "Tagesspiegel". Die Linken-Bildungspolitikerin im Berliner Abgeordnetenhaus, Regina Kittler, sagte, man müsse die Inzidenzwerte in den Ferien beobachten und bei einem Anstieg könne es "auch sein, dass es zu Schulbeginn zum Teilungsunterricht kommt".

+++ 20:08 Niedersachsen setzt weitere Lockerungen um +++
Nachdem es in Niedersachsen bereits gestern Lockerungen bei privaten Treffen gegeben hatte, folgen am Montag eine Reihe zusätzlicher Erleichterungen - auch hier vor allem zu Kontaktregeln. Grundsätzlich wären damit Geburtstags-, Hochzeits-, Grill-, Sport- oder Einschulungsfeiern möglich. So dürfen nach Angaben der Staatskanzlei bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz bis einschließlich 10 wieder mehr Menschen zusammenkommen: Bis zu 25 in Innenräumen und bis zu 50 draußen.

+++ 19:26 Spahn warnt vor Reisen zum EM-Finale nach London +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät von Reisen zum EM-Finale nach London ab. "London ist Virus-Variantengebiet", sagt der CDU-Politiker in der ARD. "Jeder Rückkehrer muss zwei Wochen in Quarantäne." Diese drastische Maßnahme zeige: Wer nicht unbedingt ins Vereinigte Königreich reisen müsse, sollte nicht dort hinfahren.

+++ 18:48 Brasilianische Inselbewohner für Studie gegen Corona geimpft +++
In einem Modellprojekt sind Bewohner der Ilha de Paquetá in Brasilien gegen das Coronavirus geimpft worden. Ziel der Aktion war es, alle 3530 Erwachsenen der Insel in der Guanabara-Bucht bei Rio de Janeiro innerhalb eines Tages mit Astrazeneca zu impfen, wie die brasilianische Nachrichtenplattform G1 berichtete. Das soll Hinweise über die Sicherheit des Impfstoffs liefern und Aufschluss darüber geben, inwiefern die Immunisierung der erwachsenen Bevölkerung auch die nicht geimpften Kinder und Jugendlichen vor eine Infektion schützt. Eine für den September geplante Party für die Inselbewohner soll dann ein Testlauf für künftige Großveranstaltungen auf dem Festland sein.

+++ 18:12 Berliner Clubszene demonstriert gegen Corona-"Kulturalschaden" +++
Auf Booten und mit lauter Musik demonstrieren heute Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene für mehr Freiheit beim Feiern. "Vermeidet Kulturalschaden" und "Kultur, du Opfer" steht auf Transparenten. Mit mehreren Booten ziehen sie über den Landwehrkanal. An den Ufern tanzen Schaulustige mit. Für den Abend ist eine "Abschlusstanzkundgebung" am Treptower Park geplant. Die Veranstalter kritisieren, dass Sport im Freien in Gruppen und ohne Abstand möglich sei, Tanzen werde aber auch künftig strenger reglementiert. Seit Freitag kann in den Berliner Clubs draußen wieder getanzt werden. Die Besucher müssen negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen.

+++ 17:26 Delta-Variante macht mehr als 60 Prozent der Neuinfektionen in Lissabon aus +++
In der am Wochenende abgeriegelten portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante des Virus zurückzuführen. Das sei das vorläufige Ergebnis der bisher im Juni durchgeführten Sequenzierungen positiver Corona-Proben, berichteten die Zeitung "Público" und andere Medien jetzt unter Berufung auf das Nationale Gesundheitsinstitut Insa.

+++ 16:44 Erster Corona-Fall unter ausländischen Olympioniken in Japan +++
Einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall unter einreisenden Athleten. Wie die japanische Regierung bekannt gab, wurde ein Mitglied des Olympia-Teams aus Uganda bei seiner Ankunft am internationalen Flughafen Narita nahe Tokio positiv auf das Virus getestet und an der Einreise gehindert. Die übrigen acht Delegationsmitglieder reisten per Bus weiter zu ihrer Gastgeberstadt.

+++ 16:11 NRW hebt Maskenpflicht im Freien weitgehend auf +++
Angesichts der weiter sinkenden Corona-Zahlen wird die Maskenpflicht im Freien in Nordrhein-Westfalen ab Montag weitgehend aufgehoben. Eine Ausnahme ist die Millionenstadt Köln. Dort hat der Krisenstab die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in festgelegten öffentlichen Bereichen bis einschließlich 28. Juni verlängert. Ab Montag muss auch auf Schul- und Pausenhöfen und im Außenbereich von Schulen keine Maske mehr getragen werden. Im Innenbereich, also auch in Klassenräumen, bleibt die Maskenpflicht aber bestehen.

+++ 15:32 Russische Firmen können impfunwillige Angestellte ohne Gehalt freistellen +++
Unternehmen in Russland dürfen Mitarbeiter, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, künftig ohne Gehalt von der Arbeit freistellen. Voraussetzung ist, dass die jeweiligen regionalen Gesundheitsbehörden die Impfung für die entsprechende Berufsgruppe vorschreiben, wie Arbeitsminister Anton Kotjakow sagte. Die Suspendierung habe dann so lange Bestand wie die entsprechende Corona-Verordnung der Regionalbehörde.

+++ 14:54 Hamburger Krankenhäuser bieten Corona-Impfungen für alle an +++
Ab Montag bieten vier Hamburger Krankenhäuser Covid-19-Schutzimpfungen für alle Bevölkerungsgruppen an. Im Bethesda-Krankenhaus in Bergedorf, dem Asklepios-Klinikum Nord in Langenhorn, der Asklepios-Klinik in Harburg und dem Agaplesion-Diakonieklinikum in Eimsbüttel gibt es keine Altersgrenze mehr, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Termine für Erstimpfungen werden überwiegend mit dem Impfstoff von Astrazeneca angeboten. Buchungen sind nur telefonisch unter 116117 möglich.

+++ 14:24 Frankreich hebt nächtliche Ausgangssperre auf +++
Nach der Maskenpflicht im Freien ist in Frankreich auch die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben worden. Die monatelang geltende Maßnahme lief am Sonntag aus und endete damit zehn Tage früher als ursprünglich geplant. Sie war Ende Oktober eingeführt worden und galt zwischenzeitlich bereits ab 18 Uhr abends. Zuletzt durften die Menschen nach 23 Uhr ihre Wohnungen nur aus triftigem Grund verlassen - nun ist die Ausgangssperre komplett weggefallen.

+++ 13:58 Ifo-Chef: "Delta-Variante ist Gefahr für deutsche Wirtschaft" +++
Das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo hat vor einem Rückschlag bei der Konjunkturerholung gewarnt, falls die Corona-Infektionszahlen wegen der neuen Delta-Variante wieder steigen. "Die Delta-Variante ist eine ernstzunehmende Gefahr für die deutsche Wirtschaft", sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest "t-online". Zwar wäre nicht alles verloren, wenn durch die Variante die Inzidenzen wieder anstiegen, fügt Fuest hinzu. Die Erholung würde sich aber verzögern. Besonders die Bereiche, die bereits stark unter der Pandemie gelitten hätten, wären erneut betroffen, also die Reisebranche, Restaurants oder der Handel. "Dann stünde uns ein harter Herbst bevor."

+++ 13:35 Mehr als 22 Millionen digitale Impfpässe ausgestellt +++
In Deutschland wurden bereits 22,3 Millionen digitale Impfpässe ausgestellt. Das teilt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. Die Zertifikate erhielten frisch Geimpfte in Impfzentren und Arztpraxen, aber auch bereits Geimpfte nachträglich in den Apotheken und in einigen Bundesländern per Post. Seit einer Woche stellen viele Apotheken digitale Impfpässe für Menschen aus, die diese noch nicht direkt bei der Impfung bekommen haben. Bis Ende Juni soll das digitale Impfzertifikat allen, die es wollen, über Arztpraxen, Impfzentren und Apotheken zur Verfügung stehen.

+++ 13:14 Zahl der Covid-Intensivpatienten sinkt weiter +++
Die Zahl der Covid-Intensivfälle entwickelt sich weiter rückläufig. Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 930 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt (34 weniger als am Vortag). Davon müssen 636 Menschen beatmet werden (26 weniger als am Vortag). 4865 Betten sind auf deutschen Intensivstationen noch frei.

+++ 12:32 Gesundheitsministerium plant FFP2-Masken für Kinder +++
Das Bundesgesundheitsministerium plant die Einführung von speziellen FFP2-Masken für Kinder. "Eine Erkenntnis aus der Pandemie ist, dass wir Standards für Infektionsschutzmasken speziell für Kinder entwickeln müssen", sagt ein Sprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Daran würden das Ministerium und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte derzeit arbeiten. Die Normung von Kindermasken sei auch Bestandteil des geplanten Fachaustauschs zwischen Gesundheitsministerium und Arbeitsministerium.

+++ 11:55 Schweiz will Jugendlichen ab nächster Woche Impfung ermöglichen +++
Die Schweiz will eine Corona-Impfung für Zwölf- bis 15-Jährige erlauben. Junge Menschen, die sich impfen lassen wollten, sollten die Möglichkeit dazu bekommen, sagt Impfkommissionschef Christoph Berger der "Neuen Zürcher Zeitung". Die Regierung werde voraussichtlich nächste Woche grünes Licht geben. Für Jugendliche mit Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikogruppen sei eine Impfung sinnvoll. Anders als bei älteren Bevölkerungsgruppen werde hier aber keine bestimmte Impfquote angestrebt. Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hatte Anfang Juni den Impfstoff von Biontech auch für Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren zugelassen. Ein Antrag von Moderna wird noch geprüft.

+++ 11:12 Südkorea lockert Kontaktbeschränkungen +++
Angesichts der Fortschritte bei den Corona-Impfungen will Südkorea die Kontaktbeschränkungen lockern. Ab dem 1. Juli sollen im Großraum Seoul wieder private Treffen von bis zu sechs Personen möglich sein, ab dem 15. Juli von bis zu acht Personen, wie die Regierung mitteilt. Restaurants, Nachtlokale und Cafés dürften zudem zwei Stunden länger bis Mitternacht geöffnet bleiben. Außerhalb der Hauptstadt soll es keine zahlenmäßige Beschränkungen für private Treffen geben. Südkorea hat gut 29 Prozent seiner Bevölkerung geimpft und sieht sich damit auf Kurs, das Ziel von 70 Prozent bis September zu erreichen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stabilisierte sich in den vergangenen Wochen zwischen 400 und 700.

+++ 10:36 China überschreitet Milliarden-Marke bei Impfungen +++
China hat die Marke von einer Milliarde Impfungen überschritten. Nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission wurden am Samstag rund 20,23 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen verabreicht. Damit sei die Gesamtzahl auf 1,01 Milliarden gestiegen, wie aus den veröffentlichten Daten hervorgeht. China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt mit rund 1,41 Milliarden Einwohnern. Die dort verimpften Dosen entsprechen laut AFP-Zählung mehr als einem Drittel des weltweit verabreichten Corona-Impfstoffs. Die Regierung will bis Ende des Jahres mindestens 70 Prozent der Bevölkerung vollständig impfen, also etwa eine Milliarde Menschen.

+++ 10:01 Israel verhängt nach Ausbruch an Schulen wieder Maskenpflicht +++
Nach einem neuen Corona-Ausbruch an israelischen Schulen ist in zwei Ortschaften wieder Maskenpflicht für Schüler verhängt worden. Das Gesundheitsministerium teilt mit, im Raum Binjamina südlich von Haifa sowie in Modiin-Makkabim-Reut müssten in Innenräumen sowie Außenbereichen wieder Schutzmasken getragen werden. Die Maskenpflicht in Israel war erst vor fünf Tagen angesichts niedriger Infektionszahlen landesweit aufgehoben worden. In einer Schule in Binjamina wurden jedoch 45 Studenten positiv getestet. Auch in Modiin - einer Stadt zwischen Tel Aviv und Jerusalem - gab es rund ein Dutzend neuer Corona-Fälle. Nach Medienberichten wird an beiden Schulen ein Zusammenhang mit Rückkehrern aus dem Ausland sowie der ansteckenderen Delta-Variante vermutet.

+++ 09:10 Keine Region in Deutschland mehr über 50er-Inzidenz +++
In Deutschland liegt keine Region mehr über der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 - am Vortag waren es noch zwei. Dies ist nun erstmals wieder seit dem 6. September 2020 der Fall. Die Zahl der Regionen mit einer Inzidenz von 0 sinkt jedoch im Vergleich zum Vortag um 3 auf 8. Zusätzlich zu den Nuller-Regionen schaffen es 401 weitere Regionen unter die "Zielmarke" 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++ 08:32 Koalition will Regelung für Einreisebeschränkungen verlängern +++
Bundesweite Einreisebeschränkungen sollen auch nach dem Ende der nationalen Epidemie aufrechterhalten werden können. "Wir wollen nächste Woche beschließen, dass Einreisebedingungen, die von Gesundheitsminister Jens Spahn per Verordnung festgelegt wurden, weitergelten können, auch wenn die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht mehr besteht", sagt der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, der "Welt am Sonntag". Betroffen sein könnten Beförderungsverbote aus Virusvariantengebieten und Test- und Quarantäneverpflichtungen bei der Einreise. Union und SPD im Bundestag planen dazu noch vor der Sommerpause eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, mit der Einreisebeschränkungen bis zu zwölf Monate weitergelten können, auch wenn die erst kürzlich verlängerte "epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende September ausläuft, wie die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise schreibt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:51 Indien meldet niedrigsten Tageswert seit fast drei Monaten +++
Indien meldet mit 58.419 Neuinfektionen die niedrigste Tageszahl seit fast drei Monaten. Die Gesamtzahl der Infektionen in dem südasiatischen Land steigt damit binnen 24 Stunden auf 29,9 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das ist der zweithöchste Wert weltweit nach den USA. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge aber weitaus höher sein. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 1576 auf 386.713 Menschen. Indien war im April und Mai ein Brennpunkt der Pandemie. Zeitweise wurden mehr als 400.000 Neuinfektionen am Tag gemeldet.

+++ 07:08 Apotheken wollen Testangebot zurückfahren +++
Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken. Weil die Zahl der vollständig Geimpften zunehme und Infektionsschutzregeln gelockert worden seien, nehme der Bedarf an Tests ab, sagt ein Sprecher des Apothekerverbandes Abda. Zudem wies er darauf hin, dass der Bund weniger zahle als zuvor. "Für eine ganze Reihe von Apotheken ist die Durchführung der Tests damit nicht mehr wirtschaftlich." Das Testangebot werde deshalb wohl Schritt für Schritt kleiner werden. Die Apotheken gehören neben privaten Firmen und staatlichen Institutionen zu den wichtigsten Teststellen-Betreibern. Nach Abda-Schätzungen bieten etwa 20 bis 25 Prozent der Apotheken sogenannte Bürgertests an - also Schnelltests, die für die Verbraucher kostenlos sind und vom Bund bezahlt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:23 Olympionike in Tokio positiv getestet +++
Ein Olympiateilnehmer aus Uganda hat bei seiner Ankunft in Tokio einen positiven Corona-Test abgegeben. Er war einer von neun Athleten und Trainer aus Uganda, die bei ihrer Ankunft am Samstag am Flughafen Narita getestet wurden. Die positiv getestete Person ist nun in einer zu diesem Zweck geschaffen Einrichtung untergebracht. Der Rest des Teams reiste weiter nach Osaka, um dort an einem Trainings-Camp teilzunehmen. Alle Mitglieder des Teams waren in Uganda mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft worden und hatten vor 72 Stunden vor ihrem Abflug negative Tests abgegeben.

+++ 05:05 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 8,8 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 842 neue Positiv-Tests. Das sind 647 weniger als am Sonntag vor einer Woche, als 1489 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 8,8 von 9,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 16 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 90.385. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:30 Regierung sieht Bedarf an FFP2-Masken für Kinder +++
Die Bundesregierung sieht nach eigener Aussage den Bedarf an FFP2-Masken für Kinder. Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor. Im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsministerium habe deshalb das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Normung einer Infektionsschutzmaske beim Deutschen Institut für Normung initiiert, die auch Masken in Kindergrößen berücksichtigen soll. Die Grünen-Politikerin Tabea Rößner kritisiert, dass das erst jetzt passiert. "Es ist ein Armutszeugnis, dass nach 16 Monaten Corona-Pandemie noch immer keine spezifischen FFP2-Masken für Kinder auf dem Markt verfügbar sind. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, daher erschüttert es, dass es keine ausreichende Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet gibt", sagt sie.

+++ 03:20 Kubas Vakzin Soberana zeigt 62-prozentige Wirksamkeit +++
Der in Kuba entwickelte Impfstoffkandidat Soberana 2 hat mit nur zwei von drei vorgesehenen Dosen eine 62-prozentige Wirksamkeit gezeigt. Das teilt das staatliche biopharmazeutische Unternehmen Biocubafarma unter Berufung auf vorläufige Daten aus Studien der späten Phase mit. "In ein paar Wochen sollten wir die Ergebnisse für die Wirksamkeit mit drei Dosen haben. Wir erwarten, dass diese größer sein wird", sagt Vicente Vérez, Direktor des staatlichen Finlay Vaccine Institute, das Soberana 2 entwickelt hat. Kuba erlebt zur Zeit seinen schlimmsten Coronavirus-Ausbruch seit Beginn der Pandemie. Das Land bezieht keine Vakzine aus dem Ausland, sondern arbeitet an fünf verschiedenen eigenen Impfstoffen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:51 Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in Brasilien +++
In Brasilien überschreitet die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus 500.000. Dies meldet das Gesundheitsministerium des Landes. Experten warnen wegen der Verbreitung der Delta-Virusvariante vor einem weiteren steilen Anstieg auf 800.000 oder 900.000 Todesfälle. Nur elf Prozent der Bevölkerung Brasiliens sind bereits vollständig geimpft und die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro wehrt sich weiterhin gegen strengere Beschränkungsmaßnahmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:37 Belgien verbietet Einreise von Nicht-EU-Bürgern aus Großbritannien +++
Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der stärker ansteckenden Delta-Variante verbietet Belgien die Einreise von Nicht-EU-Bürgern aus Großbritannien. Die Maßnahme trete spätestens am 27. Juni in Kraft, sagt der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Brüssel, Jan Eyckmans. Betroffen von der Verschärfung der Einreiseregeln seien insgesamt 27 Länder, außer Großbritannien und Georgien liegen alle außerhalb Europas.

+++ 23:32 Neuinfektionen in Moskau steigen auf neuen Höchststand +++
In Moskau wird ein neuer Höchststand bei den Neuinfektionen verzeichnet. 9120 Infektionen binnen 24 Stunden werden nach Regierungsangaben aus der russischen Hauptstadt gemeldet - drei Mal so viele wie vor zwei Wochen. Hinter dem Anstieg, der die Moskauer Krankenhäuser zu überlasten droht, steckt die hochansteckende Delta-Variante des Virus.

+++ 22:23 Türkei macht allen Einwohnern ab 30 Jahre ein Impfangebot +++
In der Türkei dürfen sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums ab morgen alle Menschen im Alter von mindestens 30 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Zur Verfügung der Impfstoff von Biontech und Pfizer sowie der des chinesischen Herstellers Sinovac. Mehr als 26,4 Millionen der 84 Millionen Einwohner in der Türkei haben bislang ihre erste Spritze erhalten, 14,3 Millionen bereits beide Dosen. Zuletzt wurden dort innerhalb eines Tages mehr als 1,5 Millionen Impfdosen verabreicht.

+++ 21:41 Tausende Brasilianer demonstrieren gegen Bolsonaros Corona-Politik +++
In ganz Brasilien sind Tausende Menschen gegen die Corona-Politik des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Straßen gegangen. In der Hauptstadt Brasília sowie 14 Provinzhauptstädten forderten sie mehr Impfungen und wirtschaftliche Unterstützung in der Pandemie, wie die Nachrichtenplattform "G1" berichtet. Die Demonstranten verlangten zudem den Rücktritt Bolsonaros. Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: Über 17,8 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Virus infiziert, fast eine halbe Million Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Bolsonaro hat das Virus von Anfang an verharmlost und sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschränkungen gestemmt. Zuletzt zog er auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile prüft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Bolsonaros Krisenmanagement in der Pandemie.

+++ 21:02 Bayerns Gesundheitsminister kritisiert Masken-Muffel beim EM-Spiel +++
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat kurz nach Abpfiff des EM-Spiels Portugal-Deutschland kritisiert, dass wieder Tausende Fans die Maskenpflicht im Münchner Stadion ignoriert haben. "Ich finde es fahrlässig, dass sich schon wieder viele Fans im Fußballstadion nicht an die Spielregeln gehalten haben", sagt der CSU-Politiker. "Der DFB ist nun endgültig aufgefordert, plausibel darzulegen, wie er beim nächsten Spiel am Mittwoch die Masken-Regeln um- und durchzusetzen will." Obwohl die EM-Organisatoren in München angekündigt hatten, die Zuschauer auf den Rängen zum Tragen von Masken zu bewegen, haben nur wenige Fans die vorgeschriebenen FFP2-Masken aufgehabt. Die Polizei hatte schon beim ersten Spiel am Dienstag nach Angaben eines Sprechers festgestellt, "dass die überwiegende Mehrheit (etwa zwei Drittel) der anwesenden Zuschauer auf den Sitzplätzen keinen vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz trug".

+++ 20:37 Deutschland meldet 1036 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.721.666 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1036 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Rückgang von 42 Prozent - am vergangenen Samstag waren 1785 Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 49 auf 90.369. Vergangenen Samstag waren 89 neue Todesfälle gemeldet worden. Die Zahl der als aktuell infiziert geltenden Menschen ist weiterhin rückläufig und liegt nach RKI-Schätzungen bei rund 31.057 Personen. 3.600.240 Menschen gelten demnach als genesen.

Die Entwicklungen des vergangenen Tages lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, chf/cls/dpa/AFP/rts

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