Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:01 Hohe Infektionsraten in Lateinamerika beschleunigen Curevac-Studie +++

Die Tübinger Biotechfirma Curevac geht davon aus, noch im Mai oder Anfang Juni den Zulassungsantrag für ihren Corona-Impfstoff stellen zu können. Die Studie mit mehr als 37.000 freiwilligen Teilnehmern in Europa und Lateinamerika komme gut voran – auch weil es insbesondere in Peru hohe Infektionsraten gebe. Das beschleunige die Auswertung der Wirksamkeit, erklärte Unternehmenschef Franz-Werner Haas. 2021 will das Unternehmen bis zu 300 Millionen Dosen Impfstoff herstellen, bis zu einer Milliarde sollen es im nächsten Jahr sein.

+++ 22:23 Luxemburg will Mitte Mai Gastronomie weiter öffnen +++
Luxemburg hat weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen angekündigt. Ab dem 16. Mai soll die Gastronomie auch im Innenbereich wieder öffnen dürfen, sagt Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel. Restaurants und Cafés können Gäste dann bis 22.00 Uhr empfangen, wobei bis zu vier Personen an einem Tisch sitzen können. Voraussetzung dafür sei ein negativer Corona-Schnelltest. Die Außengastronomie ist in Luxemburg bereits seit 7. April unter strengen Auflagen geöffnet: Draußen ist kein Schnelltest nötig.

+++ 21:44 EU zahlt wohl Preisaufschlag für neue Biontech/Pfizer-Impfstoffe +++
Die EU-Kommission zahlt einer Zeitung zufolge für 900 Millionen Corona-Impfdosen der zweiten Generation von Biontech/Pfizer einen Preisaufschlag. Deutschland werde für seinen Anteil von 165 Millionen Dosen aus dem Kontingent 3,83 Milliarden Euro zahlen, berichtete "Welt" vorab unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss. Statt bislang 15,50 Euro pro Dosis ergebe sich rechnerisch ein Preis von 23,20 Euro. Die Kommission habe auf Anfrage diesen Preis nicht bestätigt und dabei auf eine Verschwiegenheitspflicht verwiesen. Insider hätten jedoch eine Preiserhöhung bejaht.

+++ 21:34 USA sprechen sich für Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe aus +++
Die US-Regierung hat sich für eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Die Corona-Pandemie verlange nach "außergewöhnlichen Maßnahmen", erklärt die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai. Die US-Regierung werde sich deswegen bei der Welthandelsorganisation WTO für eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes einsetzen, "um diese Pandemie zu beenden".

+++ 21:16 Spahn will Priorisierung für Astrazeneca aufheben +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben. "Wir werden generell - und darüber möchte ich morgen mit Karl-Josef Laumann (NRW) und anderen 15 Landesministerkollegen reden - bei Astrazenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt", sagte der CDU-Politiker dem WDR. Unabhängig von Alter oder Vorerkrankung könne dann also jeder, der mit Astrazeneca geimpft werden wolle, auch geimpft werden. Auf die Nachfrage, ab wann das gelten solle, sagte Spahn: "Für Astrazeneca jetzt schon sofort, das ist mein Vorschlag." Für die anderen Impfstoffe bekräftigte er die bisherige Aussage, dass die Priorisierung voraussichtlich im Juni beendet werden könne, "wenn die Lieferungen weiter so kommen, wovon ich ausgehe".

+++ 20:52 Bundesländer melden 20.226 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.460.109 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 20.226 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 3460 Fälle unter dem Niveau von Mittwoch vergangener Woche (28. April: 23.686 Neuinfektionen). Das entspricht einem Rückgang um 14,6 Prozent.

Die Zahl der neuen Todesfälle sinkt hingegen nur langsam. Die Bundesländer melden 291 weitere Corona-Tote und damit immer noch mehr neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden als vor einer Woche (286). Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,83 angegeben (Vortag: 0,82).

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:42 US-Botschaft bestreitet Exportverbot für Impfstoff-Vorprodukte +++
Die amerikanische Botschaft in Berlin hat der Darstellung des deutschen Impfstoffherstellers Curevac widersprochen, die USA blockierten den Export wichtiger Impfstoff-Komponenten. Curevac-Chef Franz-Werner Haas hatte dem "Spiegel" berichtet, dass die US-Regierung die Ausfuhr wichtiger Materialien durch die Anwendung eines Kriegswirtschaftsdekrets verhindere. Die geplante Massenproduktion des Vakzins sei daher gefährdet. Die Botschaft betont nun in einer Mitteilung: "Die Vereinigten Staaten haben kein Verbot für den Export von Impfstoffen oder Impfstoff-Vorprodukten verhängt. Diese Behauptung ist einfach nicht wahr." Anders als in Berichten dargestellt, hätten auch weder die Bundesregierung noch Curevac die Botschaft wegen der Lieferschwierigkeiten kontaktiert. Die USA arbeiteten mit ihren Partnern weltweit "an der Herstellung und den Zulieferungen, um sicherzustellen, dass es genug Impfstoff überall und für jeden gibt".

+++ 20:29 B.1.1.7 dominiert weiterhin Infektionsgeschehen in Deutschland +++
Die Corona-Variante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien entdeckt wurde, dominiert nahezu unverändert das Infektionsgeschehen in Deutschland, wie aus einem aktuellen Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Regional gibt es allerdings große Unterschiede in der B.1.1.7-Verbreitung. So liegt in Bremen der Anteil der Mutante laut RKI bei 100 Prozent. Auch in den meisten anderen Bundesländern liegt er bereits über 90 Prozent. Die geringste B.1.1.7-Verbreitung findet sich den RKI-Daten zufolge in Sachsen-Anhalt (86 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (76 Prozent) und Sachsen mit 46 Prozent. Die Zahl der Labornachweise der Varianten B.1.351 ("Südafrika") und P.1 ("Brasilien") ist hingegen leicht rückläufig. Anteilig bewegen sich beide Varianten in Bereichen deutlich unter 1,0 Prozent aller überprüften Infektionsfällen.

+++ 20:02 Lokalbesuch trotz Ausgangssperre: Slowakische Politiker treten zurück +++
Zwei führende Politiker der slowakischen Regierungspartei "Für die Menschen" haben heute ihren Rücktritt erklärt, weil sie von Journalisten trotz geltender Corona-Ausgangssperre bei einem unerlaubten Lokalbesuch ertappt worden waren. Die Boulevardzeitung "Plus7dni" veröffentlichte Fotos, die belegten, dass sich Vize-Parlamentspräsident Juraj Seliga und seine Parteikollegin Jana Zitnanska während der nächtlichen Ausgangssperre mit dem liberalen Präsidenten der Region Bratislava in einer Kneipe getroffen hatten, die einem politisch nahestehenden Journalisten gehört. Seliga habe auf dem Nachhauseweg betrunken gewirkt, berichtet das Medium.

+++ 19:57 Bundesverfassungsgericht lehnt Eilanträge gegen nächtliche Ausgangssperre ab +++
Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. "Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist", teilt das Gericht in Karlsruhe aber mit. Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden.

+++ 19:41 Israel verlängert Laufzeit von Grünem Pass +++
Die Laufzeit des Grünen Passes für alle Menschen in Israel, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind, wird bis Jahresende verlängert. Dies teilt das Gesundheitsministerium des Landes mit. Der Pass war für Geimpfte bislang ein halbes Jahr gültig, beginnend ab dem siebten Tag nach der Zweitimpfung. Unklar blieb bislang, ob anschließend eine Folgeimpfung notwendig ist. Auch Genesene können sich in dem Land mittlerweile impfen lassen. Der Impfstoff scheine mindestens bis Jahresende zu wirken, erklärt der Generaldirektor des Ministeriums, Chesi Levy, zur Verlängerung der Laufzeit. Er mahnt aber auch, weiter Distanz zu halten und in Innenräumen Masken zu tragen.

+++ 19:16 NRW ermöglicht Impfungen für weitere Berufsgruppen +++
Nordrhein-Westfalen öffnet die Impfkampagne für weitere Berufsgruppen. Das hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigt. Termine können ab Donnerstag unter anderem von Impfwilligen vereinbart werden, die im Lebensmitteleinzelhandel, in der Justiz oder an weiterführenden Schulen beschäftigt sind.

+++ 18:49 Amtsarzt kritisiert Impfpläne für soziale Brennpunkte +++
Der Amtsarzt aus Berlin-Reinickendorf, Patrick Larscheid, hat die Ankündigung des Senats von Impfungen in sozialen Brennpunkten kritisiert. Die Aktion gehe am eigentlichen Problem dieser Viertel vorbei, sagte Larscheid im RBB-Inforadio. "Wir haben ein Problem mit denjenigen, die in diesen sogenannten sozialen Brennpunkten leben", sagte der Amtsarzt. Es gebe Bevölkerungskreise, die Corona-Maßnahmen ablehnten und nicht bereit seien, Einschränkungen zu akzeptieren. Der Einsatz eines Impfmobils reiche in diesen Fällen nicht. "Das Kernproblem haben sie damit noch nicht berührt", sagte Larscheid. Zudem gebe es Menschen, die sich gar nicht impfen lassen wollten, weil sie krude Vorstellungen hätten. "Es braucht Informationen und nicht ein Angebot, das am Ende der Kette steht", so der Mediziner.

+++ 18:14 Berlin bekommt Pandemiefrühwarnzentrum der WHO +++
Ein global agierendes Zentrum der Weltgesundheitsorganisation WHO gegen Pandemien wird seinen Sitz in Berlin haben. Das kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn an. Der sogenannte Hub werde seine Arbeit noch in diesem Jahr aufnehmen, sagt der Minister bei einer virtuellen Pressekonferenz mit WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Der globale Kampf gegen Pandemien müsse neu aufgestellt werden. Derzeit sei die Weltgemeinschaft noch nicht ausreichend auf Pandemien vorbereitet, so Spahn. In dem Hub sollen alle verfügbaren Informationen zusammengeführt und ausgewertet werden. Berlin sei mit dem Robert-Koch-Institut und der Charité dafür bestens vorbereitet.

+++ 17:45 Kanada lässt Biontech-Impfstoff für 12- bis 15-Jährige zu +++
In Kanada darf der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden. Dies teilt die federführende Gesundheitsbehörde mit. Sie bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie.

+++ 17:31 Kretschmer sieht "realistische Chance" auf fröhlichen Sommer +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Hoffnungen auf Lockerungen für Gastronomie, Tourismus und Kultur geschürt: "Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels und das wird deutlicher und heller", sagt er bei einem Besuch in Zwickau. Es sei wichtig, in den nächsten Wochen weiter konsequent und klug zu handeln. "Wir werden eine realistische Chance haben, dass der Sommer 2021 genauso frei, dynamisch, fröhlich wird für den Tourismus, für die Kultur, für die Gastronomie wie das im vergangenen Jahr gewesen ist." Schon zu Pfingsten halte er Lockerungen in der Gastronomie für möglich.

+++ 17:00 Lauterbach kritisiert Öffnungswettlauf der Bundesländer +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert die Öffnungspläne einiger Bundesländer als verfrüht. "Ich finde es fatal, dass erneut der Wettbewerb stattfindet, welches Bundesland am schnellsten lockert", sagt er dem "Handelsblatt". Ein derartiger Flickenteppich müsse eigentlich verhindert werden. Lauterbach kritisiert zudem Pläne für eine Lockerung im Tourismus-Bereich ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100: "Für Öffnungen braucht es eine deutlich niedrigere Inzidenz, etwa bei 50 oder noch niedriger."

+++ 16:49 Gaststätten und Tourismus: Schleswig-Holstein macht weiter auf +++
Schleswig-Holstein geht in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte in Tourismus, Gastronomie und weiteren Bereichen. Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen vom 17. Mai an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten, wie Ministerpräsident Daniel Günther bekanntgibt.

+++ 16:38 Zahl der Intensiv-Patienten geht deutlich zurück +++
Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensiv-Patienten in Deutschland ist weiter gesunken. Das DIVI-Register meldet heute einen Rückgang um mehr als 100 Menschen auf 4838 Patienten, die gerade auf den Intensiv-Stationen behandelt werden (Vortag 4955).

+++ 16:11 Merkel hofft auf baldige Impfstoff-Lieferungen der USA +++
Kanzlerin Angela Merkel hofft, dass auch die USA "in absehbarer Zeit" in die Versorgung der Welt mit Corona-Impfstoffe einsteigen werden. Derzeit sei dies noch "so gut wie nicht" der Fall und Deutschland der größte Geldgeber für die internationale Impfstoff-Allianz Covax, sagt Merkel auf einer Transatlantik-Veranstaltung der Unions-Bundestagsfraktion. Aber sie setze darauf, dass die EU und die USA künftig "sehr eng zusammenarbeiten, um die Welt mit Impfstoff zu versorgen".

+++ 15:52 Serbien bietet rund 25 Euro für Corona-Impfungen +++
Um die weit verbreitete Impfskepsis in der Bevölkerung des Balkanlandes zu überwinden, will Serbien den Bürgern Geld für eine Corona-Impfung zahlen. Wer sich bisher impfen ließ oder bis zum 31. Mai eine Impfung erhält, soll eine einmalige Unterstützung in Höhe von 3000 Dinar (25 Euro) erhalten, gibt Präsident Aleksandar Vucic bekannt. Durchschnittlich verdienen die Serben derzeit 520 Euro im Monat. Diskriminierende Einschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, kämen nicht infrage, sagt Vucic. Er halte es aber für "verantwortungslos und egoistisch", wenn sich jemand nicht impfen lassen möchte. "Deshalb haben wir darüber nachgedacht, wie wir Menschen belohnen können, die Verantwortung an den Tag legen."

+++ 15:26 NRW stellt hunderttausend Impfdosen für soziale Brennpunkte bereit +++
Für die Impfung der Menschen in sozialen Brennpunkten will das Land Nordrhein-Westfalen hunderttausend zusätzliche Impfdosen zur Verfügung stellen. Der Impfstoff müsse dahin gebracht werden, "wo es jetzt am notwendigsten ist", sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Bei 70.000 der Dosen soll es sich um das Präparat des Herstellers Johnson & Johnson handeln, das nur einmal verimpft werden muss. Wenn die Infektionszahlen in stark sozial benachteiligten Stadtteilen hoch blieben, habe das auch negative Auswirkungen auf die gesamte Stadt, begründet Laumann den Schritt. Gemeinsam mit den Kommunen soll in den kommenden Tagen eine "intelligente Idee" für einen Verteilungsschlüssel gesucht werden. Bei der Verteilung des Impfstoffs könne nicht nur nach der Arbeitslosenquote oder der Sieben-Tage-Inzidenz gegangen werden.

+++ 15:00 Gesundheitsministerium bekommt weitere 3,8 Milliarden für Impfstoffe +++
Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen. Es geht dabei um Impfstoff für die Jahre 2022 und 2023, also vor allem für Auffrischungsimpfungen und Impfungen gegen mutierte Coronaviren. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. Demnach zeichnen sich Vertragsabschlüsse der Europäischen Kommission ab, "um eine ausreichende Versorgung mit adäquaten Impfstoffen gegen Covid-19 auch für die kommenden Jahre sicherzustellen". Der Preis werde aber "zu erheblichen Teilen" erst 2022 und 2023 fällig. Außerdem stehe ein Vertrag kurz vor dem Abschluss, bei dem es auch um angepasste Impfstoffe für Kinder gehe. Deutschland müsse jetzt Zahlungsverpflichtungen eingehen, damit entsprechend viel Impfstoff bestellt werde.

+++ 14:35 Braun: Bis Juli könnten alle Erwachsenen ein Impfangebot erhalten +++
Kanzleramtschef Helge Braun hält es für möglich, dass bereits im Juli alle Erwachsenen in Deutschland ein Impfangebot erhalten haben werden. Es sei nun klar, "dass wir in den nächsten zwei Monaten sehr viel Impfstoff haben werden, um diese Impfkampagne abzuschließen", sagt der CDU-Politiker. Bisher hat die Bundesregierung zugesagt, dass alle ein Impfangebot bis Ende des Sommers erhalten sollen. Braun fügt hinzu, man wolle sicherstellen, dass Impfstoff gegen mögliche Virus-Varianten für Folgeimpfungen "deutlich schneller" zur Verfügung stehen wird als in der ersten Impfkampagne.

+++ 14:20 Kanzleramtschef: Hohe Impfquote schützt Kinder und Schwangere +++
Kanzleramtschef Helge Braun fordert eine "ganz, ganz hohe" Impfquote in Deutschland. "Das schützt auch die, die sich nicht impfen lassen können", sagt der CDU-Politiker und verweist auf Schwangere und Kinder, für die Impfungen bis jetzt noch nicht zugelassen sind. "Umso höher muss der Anspruch sein, dass die impffähige erwachsene Bevölkerung jetzt auch das Impfangebot wahrnimmt, dann gehen die Infektionszahlen runter", fügt er hinzu.

+++ 13:56 Ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter im April um zehn Prozent gesunken +++
Die Zahl der Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter ist laut einer Schätzung des Münchner Ifo-Instituts im April weiter gesunken. Im vergangenen Monat sei die Zahl um zehn Prozent von 3,0 auf 2,7 Millionen Menschen zurückgegangen, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut. In der Industrie fiel die Zahl im April demnach von 535.000 auf 444.000 Menschen - damit seien dort noch 6,4 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit. "Unverändert hoch" bei 53,2 Prozent oder 565.000 Beschäftigten liege die Zahl der Kurzarbeiter im Gastgewerbe, erklärte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Einzelhandel sank die Zahl demnach von 375.000 auf 276.000, was noch 11,2 Prozent der Beschäftigten entspricht. Im Handel insgesamt, also mit Großhandel und Autohändlern, sank der Ifo-Schätzung zufolge die Zahl von 598.000 auf 433.000 oder 9,5 Prozent der Beschäftigten.

+++ 13:33 Österreich führt digitalen "Grünen Pass" am 4. Juni ein +++
Österreich will einen "Grünen Pass" in digitaler Form bereits am 4. Juni einführen. Mit dem dann auf Handys verfügbaren QR-Code sei das Land in Europa einer der Vorreiter, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger von der konservativen ÖVP in Wien. Bereits am 19. Mai gelten diverse Zertifikate über Impfungen, Tests und überstandene Corona-Erkrankungen in Österreich als Zutrittserlaubnis für die dann wieder geöffnete Gastronomie, für Kultur, den Sport und die Hotellerie. "Das ist für uns als Tourismusland nach dieser langen Durststrecke überlebenswichtig", sagte Köstinger. Ab Mitte Mai entfällt für Deutsche die Quarantänepflicht. Bei der Einreise nach Österreich reicht dann ein negativer Test. Auf EU-Ebene soll ein "Grüner Pass" voraussichtlich Ende Juni kommen.

+++ 13:19 WHO-Experten wenig überzeugt von Daten zu Impfstoff-Nebenwirkungen aus China +++
Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben wenig Vertrauen in die vom chinesischen Staatskonzern Sinopharm zur Verfügung gestellten Daten zu gravierenden Nebenwirkungen seines Impfstoffs. Sie sind aber von der Wirksamkeit des Vakzins insgesamt überzeugt, wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Dokument hervorgeht. Das Papier wurde zur Überprüfung des Impfstoffs erstellt. Von der WHO und von Sinopharm sind zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.

+++ 12:53 Mehrheit für Einsatz von Impfbussen in sozialen Brennpunkten +++
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält es einer Umfrage zufolge für angemessen, wenn in der Pandemie bundesweit mobile Impfbusse in sozialen Brennpunkten zum Einsatz kommen - und dabei die Priorisierungsreihenfolge nicht zwingend eingehalten wird. Wie das Meinungsforschungsinstitut Yougov mitteilte, befürworteten 69 Prozent der Befragten eine solche Maßnahme. 19 Prozent gaben laut Yougov an, dies für nicht angemessen zu halten. 12 Prozent machten demnach keine Angabe. Wegen vieler Neuinfektionen in einigen Stadtteilen, die als soziale Brennpunkte gelten, werden etwa in Köln mobile Impfteams in die Hochhaussiedlungen von Chorweiler und dem Kölnberg geschickt. Das Land hatte für das Pilotprojekt zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

+++ 12:34 Maas: G7 will mehr Impfstoff für die Welt liefern +++
Die G7-Staaten wollen die Welt nach Angaben von Außenminister Heiko Maas mit mehr Corona-Impfstoff versorgen. Man sei sich bei den Beratungen im G7-Kreis einig gewesen, dass man im Rahmen der internationalen Covax-Initiative ärmeren Staaten länger und mit mehr Impfstoff helfen müsse, sagt der SPD-Politiker. Die westlichen Industrieländer finanzierten bereits jetzt den größten Teil von Covax, fügt er mit Hinweis auf russische und chinesische "Impfstoff-Diplomatie" hinzu.

+++ 12:22 Studie: Pandemie vertreibt Zweifel an der Digitalisierung +++
Die Pandemie hat in der deutschen Wirtschaft die Bedenken gegen die Digitalisierung fast vollständig verschwinden lassen. Gut ein Jahr nach dem ersten Lockdown zweifeln nur noch zwölf Prozent aller Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten am Nutzen der Digitalisierung für ihre Firma. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die heute vorgestellt wurde. Zu Beginn der Pandemie hatten noch 27 Prozent gesagt, ihnen sei der Nutzen unklar. 2019 lag die Quote der Digital-Skeptiker sogar bei 34 Prozent. Nun sagen zwei Drittel (64 Prozent), dass digitale Technologien dem Unternehmen helfen, die Pandemie zu bewältigen.

+++ 12:01 Mehr als 96 Prozent der Reisefirmen nutzen Staatshilfe +++
Etwa 98 Prozent aller Reiseveranstalter und 96 Prozent der Reisebüros nutzen Corona-Hilfen der Bundesregierung, wie aus einer Umfrage des Deutschen Reiseverbandes (DRV) unter 450 Firmen hervorgeht. Die große Mehrheit setze auf Überbrückungshilfen und Kurzarbeit. Die überwiegende Zahl der Unternehmen schätze für das laufende Reisejahr die wirtschaftliche Lage als schwierig oder sehr schwierig ein. Weit über 90 Prozent erwarten, weniger als 50 Prozent der Umsätze aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 erzielen zu können. Mehr als zwei Drittel erwarten sogar weniger als 25 Prozent. Neun von zehn Firmen halten eine Verlängerung der Überbrückungshilfen für notwendig. "Reisebüros, Reiseveranstalter und die vielen anderen touristischen Unternehmen erwarten jetzt sehr rasch ein tragfähiges Restart-Konzept für die Reisewirtschaft", erklärt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Zudem sei weitere Hilfe nötig. "Es stehen viele Existenzen und sehr viele Arbeitsplätze auf dem Spiel."

+++ 11:50 Umfrage: Zufriedenheit mit staatlichem Krisenmanagement deutlich gesunken +++
Die Zufriedenheit mit dem staatlichen Krisenmanagement in der Pandemie ist in Deutschland laut einer internationalen Umfrage wie in anderen Demokratien deutlich gesunken. Während im Frühjahr 2020 noch 71 Prozent der deutschen Befragten der Meinung gewesen seien, dass ihr Land gut auf die Pandemie reagiere, seien nun nur noch 48 Prozent dieser Ansicht. Das teilte die Demokratie-Organisation des Ex-NATO-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen, die Alliance of Democracies, in Kopenhagen mit. Der Rückgang entspreche einem allgemeinen Trend in Europa, sei aber deutlich größer als im globalen Durchschnitt. Fast die Hälfte aller Deutschen (48 Prozent) sei zudem der Meinung, dass die Bundesregierung die Freiheiten der Bürger in der Pandemie zu weit eingeschränkt habe, erklärte die Organisation. 31 Prozent hielten die Einschränkungen dagegen für angemessen. Auch diese Zahlen lagen im europäischen Durchschnitt.

+++ 11:34 Ärztin organisiert Impfaktion vor Supermarkt +++
Ob "Impf in den Mai" oder das Impfen in sozialen Brennpunkten: Kampagnen, die das Tempo der Durchimpfung beschleunigen sollen, gibt es mittlerweile mehrere. Ab 14 Uhr auch in Pforzheim. Bei der Aktion "Einkaufen und Impfen" einer Ärztin kann jeder kommen - auch Kurzentschlossene.

+++ 11:25 Kabinett beschließt "Aufholprogramm" für Kinder für zwei Milliarden Euro +++
Mit zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung die Folgen der Corona-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche abmildern. Das Bundeskabinett brachte am Morgen ein "Aktionsprogramm Aufholen" auf den Weg. Eine Milliarde Euro ist für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler gedacht, die Lernrückstände aufholen müssen. Eine weitere Milliarde Euro soll in soziale Maßnahmen investiert werden, um auch die psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern. Hier geht es um eine Aufstockung von bestehenden Programmen im Bereich frühkindlicher Bildung, in der Schulsozialarbeit und im Freizeitbereich. Geplant ist auch eine Einmalzahlung von 100 Euro für Kinder aus Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind oder nur ein sehr geringes Einkommen haben. Das Geld soll je nach Bedarf für Ferien-, Sport- und Freizeitaktivitäten eingesetzt werden können. Eine Auszahlung könnte nach dpa-Informationen im August erfolgen.

+++ 11:06 Indische G7-Delegation wegen Corona-Fällen in Quarantäne +++
Wegen zwei positiver Corona-Fälle begibt sich die komplette indische Delegation bei dem G7-Außenministertreffen in London in Quarantäne. Das gibt die britische Regierung bekannt. Indien werde nun virtuell an der Konferenz teilnehmen, berichtet ein Journalist des Senders Sky. Indien gehört nicht zu den G7-Mitgliedern (USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan und Kanada), war von Großbritannien neben Australien und Südkorea aber ebenfalls eingeladen worden.

+++ 10:48 RKI: Knapp 30 Prozent der Bürger in Deutschland erstgeimpft +++
In Deutschland haben 29,5 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor (Stand: 4. Mai). Den vollen Impfschutz erhielten bislang 8,3 Prozent der Bevölkerung. Am Dienstag wurden 813.290 Impfspritzen gesetzt. Das Impftempo zieht damit leicht an: Am Dienstag vor einer Woche wurden insgesamt 781.248 Impfdosen verabreicht, also rund 32.000 weniger als gestern. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU auf Twitter mitteilte, ist das nach dem Start der Impfkampagne in Deutschland der dritte Tag, an dem mehr als 800.000 Impfspritzen gesetzt worden sind. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am vergangenen Mittwoch mit mehr als einer Million Impfungen erreicht worden.

Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang knapp 31,5 Millionen Dosen, davon etwas mehr als 24,5 Millionen bei Erstimpfungen und weitere gut 6,9 Millionen bei Zweitimpfungen. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 88,1 Prozent verbraucht.

+++ 10:47 Sechs Bundesländer erreichen Erstimpfquote von mehr als 30 Prozent +++
Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Sechs Bundesländer erreichen eine Erstimpfungsquote von mehr als 30 Prozent. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 33,1 Prozent. Brandenburg liegt mit 26,4 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

+++ 10:45 Impffortschritt: Deutschland liegt international weiterhin hinten +++
Im internationalen Vergleich liegt Deutschland zwar weiterhin deutlich hinter dem Impffortschritt anderer Länder wie Israel mit 55,9 Prozent bei den vollständigen Impfungen, den USA (32,1 Prozent) oder Großbritannien (23,3 Prozent).

Doch im Vergleich mit angrenzenden Nachbarstaaten schneidet Deutschland mittlerweile gut ab: Mit einer Impfquote von 8,3 Prozent bei den komplett Geimpften liegt Deutschland vor Polen (7,8 Prozent), den Niederlanden (5,4 Prozent) und Belgien (7,5 Prozent).

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+++ 10:25 Bundeswehr bringt Sauerstoff-Produktionsanlage nach Indien +++
Ein Militärtransporter der Luftwaffe mit Teilen einer mobilen Sauerstoff-Produktionsanlage an Bord ist am Morgen vom niedersächsischen Wunstorf in Richtung Indien gestartet, wo das Gerät bei der Bewältigung der Corona-Krise helfen soll. Die Anlage reichert Außenluft, die nur zu gut 20 Prozent aus Sauerstoff besteht, auf etwa 93 Prozent Sauerstoffgehalt an, die für die medizinische Nutzung nötig sind. Ein zweiter A400M mit den übrigen Containern der Anlage an Bord soll morgen in Richtung Indien starten. Am Samstag hatte die Luftwaffe bereits 120 Beatmungsgeräte nach Indien gebracht. Mit an Bord waren 13 Bundeswehr-Sanitäter, die beim Aufbau der Sauerstoff-Produktionsanlage helfen und die Mitarbeiter des Indischen Roten Kreuzes in deren Betrieb einweisen sollen. Indien kämpft mit einem drastischen Anstieg der Fälle und verzeichnete vergangene Woche erstmals mehr als 400.000 neue an einem Tag. Mehr als 200.000 Menschen starben in dem Land, die positiv auf das Virus getestet wurden. In Krankenhäusern vor Ort fehlen Betten und Sauerstoff.

+++ 10:11 FDP-Fraktion wird sich bei Abstimmung über Verordnung für Geimpfte enthalten +++
Die FDP-Fraktion wird sich bei der Abstimmung im Bundestag über die Verordnung zu den Rechten von Geimpften und Genesenen enthalten. Dies kündigt der Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann an. Die Vorlage gehe zwar "in die richtige Richtung", sagt Buschmann. "Aber der Gedanke ist nicht konsequent zu Ende gedacht." So hätte sich die FDP weitergehende Rechte für Geimpfte und Genesene gewünscht, etwa was den Breitensport angehe. Zudem müsse es "für solche wesentliche Fragen" ein Gesetz geben, eine Verordnung reiche nicht aus. Der Regierung wirft er generell einen "Schlingerkurs" vor.

+++ 09:55 Spahn zu Lockerungen: "Zuversicht paaren mit Umsicht und Vorsicht" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf die Rücknahme von Grundrechtseinschränkungen bei Geimpften und Genesenen in der Corona-Pandemie zu Umsicht und Vorsicht aufgerufen. "Wir haben Anlass zu viel Zuversicht und Perspektive, die Zahl der Impfungen steigt, wir können Lockerungen machen", sagte der CDU-Politiker im "ZDF"-Morgenmagazin. "Aber wir sind auch noch in der dritten Welle", ergänzte er. Die Zahlen gingen runter, aber seien noch nicht tief genug, die Intensivstationen seien noch stark belastet. "Zuversicht paaren mit Umsicht und Vorsicht" sei das Gebot der Stunde.

Die Erfahrungen anderer Länder auf der Welt hätten gezeigt: "Wer zu schnell öffnet, den kann das auch sehr sehr schnell wieder einholen", mahnte Spahn. "Wir machen das eben Schritt für Schritt mit Augenmaß, aber auch mit einem Verständnis dafür, dass es hier um Grundrechte und Freiheiten geht." Für Öffnungsschritte in Regionen mit Inzidenzen unter 100 verwies er auf den Beschluss von Bund und Ländern vom 3. März: Die Länder sollten sich vor allem auf die Bereiche draußen, etwa die Außengastronomie, konzentrieren.

+++ 09:31 Ramelow fordert fälschungssicheren Impfnachweis +++
Der thüringische Ministerpräsidenten Bodo Ramelow hat den Entwurf der Bundesregierung für die Verordnung zu den Rechten von Geimpften und Genesenen kritisiert. Es fehle der fälschungssichere Impfnachweis, sagte Ramelow im "Frühstart" bei ntv. "Das ist ein kleines, wenn auch nicht unwichtiges Detail, weil wir beim Nachweis der Impfzertifikate und der Testzertifikate sowie dem Status der Genesenen ein klares Instrument brauchen, damit es auch überprüft werden kann", so der Linken-Politiker mit Blick auf die wegfallenden Ausgangsbeschränkungen und die notwendigen Kontrollen durch die Polizei. Ramelow hofft auf eine rasche Lösung. "Ansonsten ist es eine Bundes-Notbremse und ein Bundes-Durcheinander und davon haben wir am Ende keine Verbesserung für alle Beteiligten."

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+++ 09:20 Australien meldet erste Ansteckung in Sydney seit über einem Monat +++
Australien verzeichnet in seinem bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales die erste Ansteckung seit mehr als einem Monat. Das könnte zur Folge haben, dass Abstandsregeln wieder eingeführt werden. Tests hätten gezeigt, dass der Mann, der in Vororten von Sydney unterwegs gewesen war, eine höhere Viruslast habe als sonst üblich, teilt der Gesundheitsminister von New South Wales mit. Das erhöhe die Gefahr von zahlreichen Ansteckungen. "Wir sind etwas beunruhigt." Alle, die in engem Kontakt zu dem Infizierten waren, seien informiert.

+++ 08:54 Spahn: Regelung für Geimpfte könnte Sonntag in Kraft treten +++
Die Verordnung zu Rechten von Geimpften könnte laut Gesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag in Kraft treten. Voraussetzung dafür sei ein Beschluss im Bundesrat am Freitag, sagt der CDU-Politiker im ZDF.

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+++ 08:43 Virologin Ciesek: Impfung auch für Covid-19-Genesene sinnvoll +++
Auch für Covid-19-Genesene hält die Virologin Sandra Ciesek eine Impfung für sinnvoll, um den Immunschutz möglichst umfassend und möglichst lange aufrechtzuerhalten. Das sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". "Auch diejenigen, die bereits infiziert waren, profitieren von einer Impfung", sagt Ciesek. Zumal Daten den Schluss nahelegen würden, führte die Virologin weiter aus, dass die Impfung bei Genesenen auch vor der britischen und der südafrikanischen Variante besser schützt.

+++ 08:23 Linke-Fraktionschefin Mohamed Ali fordert einheitliche Regeln bei niedriger Inzidenz +++
Mit Blick auf die Rücknahme der Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene hat die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag bundeseinheitliche Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von unter 100 gefordert. Amira Mohamed Ali sagte im "ZDF"-Morgenmagazin, es sei "nach wie vor so, dass die Länder das in Eigenverantwortung regeln". In den Regionen mit niedrigen Inzidenzen bleibe es bei einem "Flickenteppich" und das sei "überhaupt nicht gut". "Natürlich wäre es auch da richtig und wichtig, dass es endlich transparente und einheitliche Regelungen bundesweit gibt - das ist bisher von der Bundesregierung noch nicht auf den Weg gebracht worden", sagte die Oppositionspolitikerin.

+++ 07:56 So viele wie nie zuvor: Indien meldet 3780 Tote innerhalb eines Tages +++
Indiens Gesundheitsministerium meldet 3780 Corona-Todesfälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden - so viele wie noch nie zuvor. Insgesamt sind demnach in Indien nunmehr 226.188 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die bestätigten Infektionen stiegen den Angaben zufolge binnen eines Tages um 382.315 auf 20,67 Millionen. Gesundheitsexperten zufolge dürften die tatsächlichen Zahlen aber viel höher liegen.

+++ 07:41 Kinderhilfswerk bewertet Aufholpaket für Kinder als völlig unzureichend +++
Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert das von der Bundesregierung geplante Aufholpaket für Kinder und Jugendliche als völlig unzureichend. Pro Kind würden weniger als 150 Euro in die Hand genommen, teilt das Hilfswerk mit. "Das wird bei Weitem nicht ausreichen, um auch nur annähernd die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu decken."

+++ 07:28 Pharmazulieferer Siegfried füllt Novavax-Impfstoff in Hameln ab +++
Der Schweizer Pharmazulieferer Siegfried soll den Covid-Impfstoff der US-Biotechfirma Novavax abfüllen. Das teilte Siegfried auf seiner Unternehmensseite mit. Der Herstellungs- und Liefervertrag zwischen Novavax und Siegfried habe demnach eine Laufzeit bis Ende 2021 und könne verlängert werden. Der Impfstoffkandidat werde derzeit von verschiedenen Gesundheitsbehörden weltweit zur Zulassung geprüft und solle ab etwa Mitte 2021 im deutschen Hameln abgefüllt werden. Der von Siegfried abgefüllte Impfstoff sei für den Vertrieb außerhalb der USA bestimmt.

+++ 06:56 FDP-Fraktionsvize: Familien durch Tests Urlaub ermöglichen +++
FDP-Fraktionsvize Christian Dürr hat weitgehende Lockerungen nicht nur für Geimpfte, sondern auch für Menschen mit negativem Test gefordert. Kinder und Schwangere hätten in nächster Zeit keine Aussicht auf eine Impfung, sagte der FDP-Politiker. "Wenn nur Geimpfte ihre Freiheiten zurückbekommen, könnten Familien mit kleineren Kindern im Sommer womöglich gar keinen Urlaub machen." Gerade sie, die sich über Monate solidarisch mit den Älteren gezeigt hätten, dürften aber jetzt nicht benachteiligt werden. Daher müssten Getestete mit Geimpften gleichgesetzt werden, forderte Dürr. "Wer einen negativen Test hat, sollte innerhalb der nächsten 24 Stunden genauso am gesellschaftlichen Leben teilhaben dürfen, wie jemand, der geimpft wurde." Die Bundesregierung will die Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene lockern - idealerweise schon ab dem Wochenende. Für sie sollen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wegfallen, die Maskenpflicht soll aber weiter gelten.

+++ 06:31 Umfrage: Jeder vierte Ferienhausvermieter denkt ans Aufgeben +++
Das monatelange Beherbergungsverbot für Touristen in der Pandemie bedroht einer Umfrage zufolge die Existenz vieler Ferienhausvermieter in Deutschland. Angesichts aufgebrauchter Ersparnisse und laufender Kosten überlegt jeder Vierte, die Ferienhausvermietung aufzugeben, wie aus der Umfrage des Deutschen Ferienhausverbands und des Deutschen Tourismusverbands hervorgeht. Sollte der Tourismus erst im Juni wieder anlaufen, wäre das demnach für weitere 36,9 Prozent schwer zu verkraften. Befragt wurden im April 10.528 private und gewerbliche Vermieter. In den ersten drei Monaten des Jahres verzeichneten 81,4 Prozent der Befragten Buchungsrückgänge im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum 2020. Bei jedem Dritten brachen die Buchungen um mehr als die Hälfte ein. Doch nur 15,5 Prozent von ihnen konnten den Angaben zufolge staatliche Hilfen in Anspruch nehmen. Das Gros der Ferienhausvermieter gehe leer aus, weil sie privat vermieteten oder im Nebenerwerb, beklagte der Verband. "Wir appellieren an die Bundesländer, nach sechsmonatigem Lockdown endlich konkrete Schritte für eine Wiedereröffnung des Tourismus vorzulegen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Ferienhausverbandes, Göran Holst.

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+++ 06:15 Verkehrsminister Scheuer dringt auf weitere Milliardenhilfe für den ÖPNV +++
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dringt auf weitere Finanzhilfen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). "Mit noch einmal einer Milliarde Euro können wir den umweltfreundlichen ÖPNV weiter leistungsfähig und zuverlässig am Laufen halten", sagte der CSU-Politiker. Angesichts deutlich gesunkener Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen machen den Verkehrsanbietern starke Einnahmeausfälle zu schaffen. Der Bund hatte im vergangenen Jahr schon 2,5 Milliarden Euro zusätzlich bereitgestellt - über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen. Mit dem Geld können Länder und Verkehrsverbünde Verkehrsangebote bestellen. Die Länder haben bereits gefordert, den "Rettungsschirm" für den ÖPNV zu verlängern und um eine Milliarde Euro aufzustocken.

+++ 05:31 RKI meldet 18.034 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz bei 132,8 +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 18.034 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Mittwoch vor einer Woche waren es noch 22.231. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bundesweit bei 132,8 und damit deutlich unter dem Vortagswert von 141,4. Auch die Zahl der Todesfälle ist etwas zurückgegangen, von 312 in der Vorwoche auf nun 285. Seit Beginn der Pandemie sind 83.876 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

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+++ 04:49 Ciesek: "Erst zweite Dosis verankert Impfschutz langfristig" +++
Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek betont im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update", wie wichtig die Zweitimpfung ist. Erst zwei Wochen nach dem zweiten Termin habe man vollen Impfschutz. Ciesek plädiert dafür, beim Impftermin die Menschen besser darüber aufzuklären, "dass nicht sofort ein Schutz besteht". Der Impfschutz werde mit der zweiten Dosis nicht nur gesteigert, sondern auch erst langfristig verankert. "Erst mit der zweiten Impfung erreicht man das immunologische Gedächtnis", so Ciesek.

+++ 03:35 Öffnung für Geimpfte: Einzelhandel erwartet kaum bessere Geschäfte +++
Von den geplanten Lockerungen für Geimpfte und Genesene verspricht sich der Einzelhandel keinen nennenswerten Effekt: "In den vergangenen Wochen haben die Händler, die für Kunden mit Negativ-Test geöffnet hatten, im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit mehr als die Hälfte ihrer Umsätze verloren", Stefan Genth, der Chef des Branchenverbandes HDE der "Rheinischen Post". Er halte es zwar für richtig, dass die Politik Geimpfte, Genesene und negativ Getestete gleichsetze, wirtschaftlich lohne es sich seiner Meinung nach aber nicht.

+++ 02:41 Briten sollen ohne Quarantäne nach Malta reisen können +++
Die Menschen in Großbritannien sollen bald wieder unkompliziert nach Malta und Gibraltar reisen können. Wie die britische "The Sun" berichtet, würden beide Reiseziele in die grüne Kategorie fallen. Nach dem 17. Mai will die Regierung quarantänefreies Reisen für Länder in dieser Kategorie wieder erlauben. Rückkehrer sollen nur noch zwei Coronavirus-Tests machen müssen. Andere beliebte Reiseorte, wie beispielsweise Frankreich, würden vermutlich bis zu den Sommerferien ebenfalls grünes Licht erhalten, schreibt "The Sun" weiter. Für Spanien und Griechenland gelte das noch nicht.

+++ 01:37 Hausärzte wollen Rechtssicherheit für Nutzung von siebter Biontech-Dosis +++
Der Deutsche Hausärzteverband fordert Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer sieben statt sechs Dosen verabreichen wollen. Dass Hausärztinnen und Ärzte, die mit dem vorhandenen Impfstoff so viele Menschen so schnell wie möglich impfen wollten, riskierten, "mit einem Bein im Gefängnis zu stehen", dürfe nicht sein, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Beim Impfstoff von Biontech/Pfizer sind nur sechs Dosen pro Ampulle zugelassen - die siebte zu verwenden, ist nicht verboten, aber rechtlich nicht abgesichert.

+++ 00:28 Grütters: "An- und Abreise bei Open-Air-Veranstaltungen mitdenken" +++
Kulturstaatsministerin Monika Grütters spricht sich für Open-Air-Kulturveranstaltungen im Sommer aus - allerdings unter Vorbehalt: "Ich verstehe den Wunsch, möglichst schnell wieder Open-Air-Veranstaltungen zuzulassen und befürworte dies auch", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dennoch müsse man in der aktuellen Situation gesamtgesellschaftlich denken und verantwortungsvoll bleiben. "Gerade bei größeren Open-Air-Veranstaltungen kann die Lage schnell unüberschaubar werden und damit das Übertragungsrisiko steigen." An- und Abreisewege müssten als Risikofaktoren mitgedacht werden.

+++ 23:37 Polens Parlament gibt grünes Licht für Corona-Aufbaufonds der EU +++
Polens Parlament stimmt dem milliardenschweren europäischen Corona-Aufbaufonds zu. Eine Mehrheit von 290 Abgeordneten hat den sogenannten Eigenmittelbeschluss ratifiziert. Damit hat die EU-Kommission nun eine Rechtsgrundlage, Schulden für das 750-Milliarden-Programm gegen die Corona-Wirtschaftskrise aufzunehmen. Die im Sommer 2020 verabredeten Aufbauhilfen sollen den EU-Mitgliedstaaten helfen, nach der Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. In Polen war lange fraglich, ob die nationalkonservative Regierungspartei PiS in den eigenen Reihen die nötige Parlamentsmehrheit zusammenbekommt.

+++ 22:20 Großhändler Metro fährt wegen Lockdown herbe Verluste ein +++
Die Einschränkungen für Gastronomie und Tourismus in der Corona-Krise haben den Großhändler Metro in die Verlustzone gerissen. Unter dem Strich und nach Minderheiten schrieb der Düsseldorfer Konzern im zweiten Quartal einen Verlust von 131 Millionen Euro, im Halbjahr belief sich das Minus auf 32 Millionen Euro, wie Metro am Dienstag mitteilte. Metro hatte bereits die Ziele für das Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende September) zusammenstreichen müssen, weil viele Regierungen in Europa in der Corona-Krise die Einschränkungen des öffentlichen Lebens länger beibehalten als von den Düsseldorfern erwartet.

+++ 21:45 Nach Modellprojekt: Testbereitschaft in Tübingen bricht ein +++
Nach dem Ende des Tübinger Modellprojekts fürchtet die Stadt einen Anstieg der unerkannten Corona-Infektionen. Aktuellen Angaben zufolge ist die Zahl der Schnelltests in Tübingen stark eingebrochen. Wurden in der letzten Versuchswoche noch 24.000 Tests durchgeführt, waren es in der ersten Woche mit Bundes-"Notbremse" nur noch 8000. Im Rahmen des Modellversuchs "Öffnen mit Sicherheit" hatten Bürger in Tübingen von März an gegen Vorlage eines negativen Corona-Tests Außengastronomie, Einzelhandel und Kulturvorführungen besuchen können. Die Bundes-"Notbremse" beendete das Projekt in der vergangenen Woche.

+++ 21:11 Bundesländer melden 11.047 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.439.883 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.047 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 3652 Fälle unter dem Niveau von Dienstag vergangener Woche (27. April: 14.699 Neuinfektionen). Das entspricht einem Rückgang um 24,8 Prozent. Bei der Zahl der neu übermittelten Todesfälle zeigt sich dagegen noch keine Entspannung. Die Zahl stieg um 334 auf 83.665. Vor einer Woche hatten die Landesbehörden in der Summe 281 neu registrierte Tote gemeldet.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,82 angegeben (Vortag: 0,86) und ist damit so niedrig wie zuletzt Anfang April. Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4955 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2929 davon werden beatmet. Rund 3766 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.


Die vorangegangenen Entwicklungen des 4. Mai 2021 lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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