Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:14 Biden will mehr Tempo bei Impfaktion in den USA machen +++

Der künftige US-Präsident Joe Biden will das Tempo der Corona-Impfaktion im Land deutlich beschleunigen. Biden kündigte in Wilmington im Bundesstaat Delaware ein Bündel an Maßnahmen an, mit dem er bestehende Probleme bei der Impfkampagne in den USA überwinden will. Unter anderem soll die US-Katastrophenschutzbehörde Fema beim Aufbau von Impfzentren helfen. Mobile Impfstationen sollen in entlegene Gebiete geschickt werden. Außerdem sollen Bidens Plänen nach die Apotheken im Land eingespannt werden, um ebenfalls Impfungen zu verabreichen. Bidens künftige Regierung will außerdem die Bundesstaaten ermuntern, Impfungen schneller für größere Bevölkerungsgruppen anzubieten.

+++ 22:03 US-Seuchenbehörde meldet mehr als zwölf Millionen Impfungen +++
Die US-Seuchenkontrollbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang rund 12,3 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 31,2 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

+++ 21:31 Gericht: Keine Ausnahmen bei Corona-Beschränkungen für depressive Menschen +++
Die Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie gelten auch für depressive Menschen. Das hat das Oberverwaltungsgericht für Nordrhein-Westfalen in Münster entschieden und die Klage eines Wuppertalers im Eilverfahren abgewiesen. Der Antragsteller hatte geltend gemacht, er sei an einer Depression erkrankt und zwingend auf seine sozialen Kontakte angewiesen. Die Richter folgten der Argumentation des Mannes jedoch nicht und entschieden, dass die Beschränkungen nach vorläufiger Prüfung trotz des Grundrechtseingriffs rechtmäßig seien.

+++ 20:57 Landesbehörden verzeichnen mehr als zwei Millionen Fälle in Deutschland +++
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland hat laut ntv-Auswertung der Länderangaben die Schwelle von zwei Millionen Fällen überschritten. Bis Freitagabend meldeten die Behörden der 16 Bundesländer insgesamt 2.014.592 laborbestätigte Ansteckungen. Zuletzt kamen weitere 21.219 Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um 1039 auf 45.726. Als aktuell infiziert gelten rund 313.432 Personen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelten rund 1,6 Millionen Menschen als genesen.

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Die Ansteckungsrate (R-Wert) ist erneut gestiegen und wird vom RKI mit 0,91 angegeben (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 91 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert wird mit 0,99 angegeben. Diese etwas stabiler ausgelegte Kennzahl ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken (1,02).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5074 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt (Vortag: 5125), 2936 davon werden beatmet (Vortag: 2943). Knapp 4400 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:45 US-Forscher: Mehr als zwei Millionen Corona-Tote weltweit +++
Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als zwei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Weltweit gab es demnach bislang mehr als 93 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus. Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus. Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

+++ 20:20 WHO-Experten fordern mehr Tests auf Virus-Mutationen +++
Das Notfall-Komitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert, positiv auf Corona Getestete auf neue Virus-Mutationen zu testen. Die bei solchen Untersuchungen der Länder gewonnenen Daten seien notwendig, um das Virus besser zu verstehen, schrieben die Experten in einer Empfehlung. Alle Informationen müssten auf globaler Ebene gesammelt und ausgewertet werden. "Die Bemühungen der Forschung müssen sehr, sehr schnell und stark sein", so der Vorsitzende des Komitees, Didier Houssin, bei einer Pressekonferenz. Neue Virus-Varianten, vor allem aus Großbritannien und Südafrika, gelten als besonders ansteckend. Houssin sprach von einem Rennen zwischen dem Virus, das sich ständig verändere, um sich weiter ausbreiten zu können, und der Gesellschaft, die die Verbreitung stoppen will. "Das ist ein entscheidender Moment in der Pandemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

+++ 19:53 Bidens Stabschef rechnet mit 500.000 Toten in den USA im nächsten Monat +++
Der künftige Stabschef des designierten US-Präsidenten Joe Biden rechnet mit 500.000 Corona-Toten im nächsten Monat. Im Februar dürfte die Marke erreicht werden, sagt Ron Klain in einem Interview mit der Zeitung "Washington Post". Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt bislang 388.785. Am Mittwoch war der bisherige Tageshöchstwert von 4406 Sterbefällen registriert worden. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Insgesamt wurden in den USA demnach in dieser Woche bereits mehr als 14.000 neue Corona-Todesfälle gemeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle in den Vereinigten Staaten liegt laut NYT bei mehr als 23,3 Millionen.

+++ 19:35 Tschentscher: Einreise aus Risikogebiet nur mit PCR-Test +++
Einreisen nach Deutschland aus Corona-Hochrisikogebieten sollen nach Ansicht von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher künftig nur noch möglich sein, wenn ein negativer PCR-Test vorgelegt wird. "Schnelltest sind hierfür nicht zuverlässig genug", sagt der SPD-Politiker. Die Pandemiebekämpfung sollte zudem verstärkt in Abstimmung mit den Nachbarstaaten erfolgen. "Wir müssen die Mobilität über die privaten Kontaktbeschränkungen hinaus weiter verringern", sagt er mit Blick auf die Bund-Länder-Runde am kommenden Dienstag. Unternehmen müssten Homeoffice konsequenter umsetzen. Falls Präsenz am Arbeitsplatz erforderlich sei, sollten Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten ermöglichen, um die Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs zu Stoßzeiten zu verringern.

+++ 19:06 Großbritannien verzeichnet trotz Lockdown deutlich mehr Neuinfektionen +++
Trotz des Lockdowns steigt die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien. Sie liegt bei 55.761 nach 48.682 am Vortag. Zudem werden den vierten Tag in Folge mehr als 1000 neue Todesfälle verzeichnet. Deren Zahl liegt mit 1280 in etwa so hoch wie am Vortag. In Großbritannien wurde zuerst eine ansteckendere Variante des Virus nachgewiesen.

+++ 18:44 Bund und Länder erwägen Fahrgast-Obergrenze im ÖPNV +++
Bund und Länder diskutieren vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz über die Einführung einer Obergrenze für Passagiere in Bussen und Bahnen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Personen aus Bundes- und Landesregierungen. Vor allem das Kanzleramt soll demnach massiv darauf drängen, dass künftig weniger Menschen Bus und Bahn fahren. Die Länder sollen wiederum skeptisch sein im Hinblick auf die Umsetzung. Meldungen, wonach Merkel eine Einstellung des ÖPNV fordere, wurden zwar dementiert. Diskutiert wird den Angaben zufolge aber über einen Vorschlag, den die Göttinger Forscherin Viola Priesemann beim Bund-Länder-Gipfel Anfang Januar gemacht haben soll: die Absenkung der erlaubten Auslastung im öffentlichen Personennahverkehr auf maximal ein Drittel.

+++ 18:24 Unionsfraktionschef Brinkhaus spricht sich für Maßnahmen-Verschärfung aus +++
Kurz vor dem Start des digitalen CDU-Parteitages hat Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus Planungen einer weiteren Verschärfung der Maßnahmen unterstützt. "Die Bundesregierung stellt momentan die Weichen und ich unterstütze das auch, dass wir nochmal hinterfragen, ob die Maßnahmen bisher dazu beigetragen haben, die Infektionszahlen genügend hinunterzutreiben", so Brinkhaus gegenüber ntv. Nach Einschätzung des Unionspolitikers seien die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend, um das mutierte Virus einzudämmen. Somit sei es richtig "jetzt vorzubeugen und nicht darauf zu warten, dass mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dieser mutierte Virus dann zu uns kommt. Die Wissenschaftler warnen uns und deswegen handelt die Kanzlerin da sehr, sehr richtig." Zudem müssten die bisherigen Beschlüsse jetzt schon konsequenter umgesetzt - insbesondere die Beschränkungen im Kontakt- und Privatbereich - und wo möglich, Arbeit ins Homeoffice verlegt werden.

+++ 17:55 Schnelltests jetzt auch in Apotheken und Zahnarztpraxen +++
Corona-Schnelltests sind zukünftig auch in Apotheken und in Zahnarztpraxen möglich. Wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte, tritt die entsprechende Verordnung am morgigen Samstag in Kraft. Zugleich wurde die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Künftig können auch Tests in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgen.

+++ 17:31 Von der Leyen: Pfizer garantiert zugesagte Lieferungen bis Ende März +++
Trotz der Verzögerungen des Pharmakonzerns Pfizer bei der Produktion des Impfstoffs hält das Unternehmen die Lieferzusagen für die EU nach Angaben von EU-Kommissionschefin im ersten Quartal 2021 ein. Sie habe die Berichte dazu mitbekommen und daraufhin sofort den Pfizer-Chef angerufen, sagte von der Leyen bei einem Besuch in Lissabon. Dieser habe erklärt, dass es in den kommenden Wochen eine Produktionsverzögerung gebe. Zugleich habe er jedoch versichert, dass alle garantierten Dosen im ersten Quartal auch geliefert würden. Er werde sich persönlich darum kümmern, die Verzögerung zu reduzieren und so schnell wie möglich aufzuholen. Pfizer hatte heute selbst mitgeteilt, mit einer Einschränkung der Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen zu rechnen. Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich "vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken".

+++ 17:14 Bislang knapp 100.000 Soldaten im Kampf gegen Pandemie im Einsatz +++
Knapp 100.000 Soldatinnen und Soldaten haben einer aktuellen Berechnung der Bundeswehr zufolge bei der Bekämpfung der Pandemie in Deutschland geholfen. Das berichtet die "Rheinische Post". "Wenn ich alle bisher tätigen Soldatinnen und Soldaten zusammennehme, komme ich geschätzt auf eine knapp sechsstellige Zahl", wird der für die Corona-Amtshilfe verantwortliche Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis in dem Bericht zitiert. Seit Februar seien 3.247 Anträge auf Amtshilfe eingegangen, davon rund 83 Prozent gebilligt worden. Bezogen auf Dauer, Umfang und Intensität sei diese Amtshilfe "in 65 Jahren Bundeswehr beispiellos", erläuterte Schelleis. Aktuell seien 5.718 Frauen und Männern in 313 der 381 Gesundheitsämter eingesetzt und dort hauptsächlich mit der Nachverfolgung von Infektionsketten befasst. Über 824 Soldatinnen und Soldaten engagierten sich bei der Hilfe in Krankenhäusern.

+++ 16:48 Sachsen will Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen +++
Sachsen will in der kommenden Woche eine Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen. Das teilte das Innenministerium mit. Bislang seien allerdings noch keine Verweigerer bekannt, die per Gerichtsbeschluss abgesondert werden sollten, hieß es weiter. Von einer Unterbringung Betroffener in einem Krankenhaus hatte der Freistaat Abstand genommen, weil alle Kapazitäten dort in der Pandemie dringend gebraucht würden. Die "Bild"-Zeitung berichtete von Plänen, einen "Knast für Quarantäne-Verweigerer" auf dem Gelände der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge einzurichten. Gesundheitsministerin Petra Köpping von der SPD hatte schon im Frühjahr 2020 klargestellt, dass eine solche Zwangsmaßnahme nur ein letztes Mittel sei und einen richterlichen Beschluss erfordere. Antragsteller bei Gericht ist dabei das zuständige Gesundheitsamt.

+++ 16:34 Philippinen und Indonesien verlängern Einreiseverbote für Ausländer +++
Die Philippinen haben ein Einreiseverbot für Menschen aus 30 Ländern bis Monatsende verlängert. Damit soll eine Ausbreitung der neuen Virus-Variante aus Großbritannien, eingedämmt werden, die deutlich ansteckender ist. Zu den Ländern gehörten auch Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Österreich, sagte Regierungssprecher Harry Roque. Philippiner, die sich in den betroffenen Staaten aufhielten, dürften in ihre Heimat zurückkehren, müssten aber in eine 14-tägige Quarantäne. Zuletzt hatte bereits Indonesien aus dem gleichen Grund eine Einreisesperre für alle Ausländer bis mindestens 28. Januar verlängert. Der südostasiatische Inselstaat ist das am schlimmsten von Corona betroffene Land in der Region.

+++ 15:53 Pfizer reduziert Impfstoff-Lieferungen auch an Deutschland +++
Das US-Unternehmen Pfizer verringert für drei bis vier Wochen die Lieferungen des Impfstoffs seines Kooperationspartners Biontech. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mit. Grund seien Umbaumaßnahmen im Pfizer-Werk im belgischen Puurs, mit denen längerfristig die Produktionsmengen dort erhöht werden sollten, hieß es weiter. Die Produktionsprobleme beim Impfstoff-Hersteller werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums keine kurzfristigen Auswirkungen haben. "Die Deutschland für Montag zugesagten Impfstoff-Lieferungen erfolgen wie geplant", teilt ein Sprecher mit. Laut Bundesgesundheitsministerium erwarten Bund und Länder, "dass die EU-Kommission schnellstmöglich Klarheit und Sicherheit für die weiteren Lieferungen und Lieferdaten schafft".

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+++ 15:44 FDP-Chef Linder: Kanzleramt bereitet "Mega-Lockdown" vor +++
Vor den anstehenden Bund-Länder-Beratungen über neue Corona-Maßnahmen übt FDP-Chef Christian Lindner herbe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er wirft dem Kanzleramt vor, hinter verschlossenen Türen einen "Mega-Lockdown" vorzubereiten und fordert eine umfassende Information der Bevölkerung. "Hinter verschlossenen Türen bereitet die Kanzlerin ohne Bundestag, ohne Bundesländer weitgehende Freiheitseinschränkungen vor - einen Mega-Lockdown, wie er genannt wird", sagte Lindner.

+++ 15:27 Weg für Impfstoffproduktion in Marburger Biontech-Werk frei +++
Das Mainzer Unternehmen Biontech hat die Erlaubnis für den Betrieb seines neuen Werks in Marburg zur Herstellung des Corona-Impfstoffes erhalten. Das zuständige Regierungspräsidium Gießen habe den Betrieb der Anlage genehmigt, teilte die hessische Landesregierung in Wiesbaden mit. Über den tatsächlichen Beginn der Produktion entscheide Biontech.

+++ 15:01 Türkei impft in zwei Tagen halbe Million Menschen +++
In der Türkei sind in den ersten beiden Tagen der Impfkampagne mehr als eine halbe Million Menschen geimpft worden. Bis Freitagmittag wurde das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac Biotech 523.338 Menschen gespritzt, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das sind vergleichsweise hohe Zahlen. In Indonesien, wo ebenfalls das Sinovac-Mittel zum Einsatz kommt, waren es nach Angaben eines ranghohen Vertreters des dortigen Gesundheitsministeriums in den vergangenen zwei Tagen 15.301 Impflinge. Beim Sinovac-Impfstoff haben sich unterschiedliche Wirkungsraten gezeigt, weshalb es zum Teil Kritik an dem Mittel gegeben hat.

+++ 14:51 Forscher: Mehr Homeoffice könnte Infektionsrate verringern +++
Wissenschaftler sehen in einem verstärkten Arbeiten von zu Hause eine Möglichkeit, die Infektionsrate zu bremsen. Der Bonner Wirtschaftsprofessor Hans-Martin von Gaudecker hat mit anderen Forschern ein Simulationsmodell entwickelt, mit dem sie berechnen, wie sich eine Reduzierung von Kontakten in der Arbeitswelt auf die Verbreitung des Virus auswirkt. Sie haben den Zeitraum Oktober bis Mitte Dezember untersucht und dabei angenommen, dass ein Prozentpunkt mehr der arbeitenden Bevölkerung im Homeoffice ist. "Wenn das ab Anfang Oktober der Fall gewesen wäre, hätten wir vor Weihnachten etwa sieben Prozent weniger Infektionen gehabt", sagt der Ökonom.

+++ 14:33 RKI meldet Rekordwert von mehr als 94.000 Impfungen an einem Tag +++
Innerhalb eines Tages sind 94.654 Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies ist der bislang höchste Tageswert, der seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember vom Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt wurde. Die Gesamtzahl der Impfungen näherte sich dem Bericht zufolge mit 961.682 der Millionengrenze. Dabei geht es jeweils um die erste von zwei Injektionen, die für einen vollständigen Impfschutz erforderlich sind. Die zweite Impfrunde dürfte an diesem Wochenende starten. Verwendet wird bislang in erster Linie das Produkt des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer, in geringerem Umfang auch das des US-Herstellers Moderna. Bei den Erstimpfungen wurde laut RKI bislang eine Quote von bundesweit 1,16 Prozent erreicht. Um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, müssten Schätzungen zufolge allerdings mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft werden. Gebremst wird die Impfkampagne derzeit vor allem durch den Mangel an Impfstoffen.

+++ 14:02 Weniger Covid-Patienten müssen beatmet werden +++
Die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, sinkt weiter leicht. Nach aktuellem Divi-Intensivregister werden in Deutschland 5074 Patienten auf Intensivstationen versorgt (51 weniger als am Vortag). Die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, sank im Vergleich zum Donnerstag um sieben auf 2936. Der Anteil der freien Intensivbetten liegt derzeit bei etwas mehr als 16 Prozent. 22.574 Intensivbetten sind belegt.

+++ 13:33 Pfizer muss offenbar Impfstoff-Lieferungen für Europa kürzen +++
Der US-Pharmagigant Pfizer hat nach Angaben der norwegischen Behörden vor anstehenden Lieferkürzungen bei dem gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus gewarnt. "Die vorübergehende Kürzung wird alle europäischen Länder betreffen", erklärte das staatliche Gesundheitsinstitut in Oslo. Die Kürzungen würden "ab kommender Woche" erfolgen, Pfizer wolle in der Zeit seine Produktionskapazitäten verbessern. Es sei noch nicht klar, wann wieder die maximale Kapazität erreicht werden kann.

+++ 13:14 RKI verschärft Quarantäneregeln wegen Mutation +++
Angesichts der Mutationen des Coronavirus hat das Robert-Koch-Institut seine Quarantäneempfehlungen verschärft. "Bei Nachweis einer neuartigen Variante von Sars-CoV-2, wie sie in England und Südafrika erstmals isoliert wurden, sollte keine Verkürzung der Quarantänedauer von 14 Tagen erfolgen", heißt es in den neuen Vorgaben des RKI, die der "Spiegel" zitierte. Bislang gilt, dass Kontaktpersonen von Infizierten die häusliche Quarantäne verkürzen dürfen, wenn sie keine Symptome haben und nach frühestens zehn Tagen einen negativen Test vorlegen. Das RKI empfiehlt den Gesundheitsämtern außerdem, die Kontaktpersonennachverfolgung "zu priorisieren", also vorzuziehen, sollte es Hinweise auf den Verdacht auf Infektion mit einer neuen Variante geben. "Ziel ist es, mit einer konsequenten Anwendung der Empfehlungen Infektionsketten durch die neuen Varianten zu verhindern", sagte eine RKI-Sprecherin dem Magazin.

+++ 12:49 Kretschmer plädiert beim Lockdown für "hart und konsequent" +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich wegen der weiterhin viel zu hohen Corona-Infektionszahlen dafür ausgesprochen, die Kontaktbeschränkungen bundesweit für zwei bis drei Wochen drastisch zu verschärfen. Man habe die Erfahrung machen müssen: "Reduzierung von Inzidenz geht nur mit ganz hartem Lockdown", sagte Kretschmer in einer Online-Pressekonferenz vor dem CDU-Parteitag. "Dieser softe Lockdown mit offenen Schulen, Kindergärten, mit offenen Einkaufsmöglichkeiten bringt nichts. Deswegen: Hart und konsequent."

+++ 12:26 Zahl der Toten in Sachsen mehr als verdoppelt +++
In der Woche vor Weihnachten sind in Deutschland 24 Prozent oder 4568 Menschen mehr gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Insgesamt starben vom 14. bis 20. Dezember mindestens 23.550 Menschen in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bereits in der Woche davor hatten die Sterbefallzahlen um 25 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 gelegen. Der Anstieg der Sterblichkeit könnte mit der seit Oktober steigenden Zahl der Corona-Toten in Deutschland zusammenhängen.

Besonders auffällig bleibt die Entwicklung der Sterbefälle in Sachsen, wo die Zahl der Verstorbenen in der Woche vor Weihnachten mehr als doppelt so hoch war wie im Durchschnitt der vier Vorjahre. Demnach starben 109 Prozent oder 1226 Menschen mehr.

+++ 12:15 Corona-Infizierte reist mit angeblich gefälschtem Testergebnis nach Deutschland +++
Eine mit dem Coronavirus infizierte Frau soll mit einem gefälschten Testergebnis aus dem Libanon nach Düsseldorf geflogen sein. Nach dem Tipp eines Arztes aus Beirut, den die deutsche Botschaft weitergegeben habe, sei das Flugzeug nach der Landung separat geparkt worden, um der Sache nachzugehen, berichtete eine Sprecherin der Bundespolizei. Die 32-jährige Deutsche und ihr 45-jähriger Partner wurden an Bord ausfindig gemacht und zum Test gebeten. Die von ihnen vorgelegten negativen Corona-Testergebnisse wurden als Beweise sichergestellt. Laut dem Arzt aus Beirut hatte die Frau bereits Symptome gezeigt und war dort positiv getestet worden. Um trotzdem fliegen zu können, soll sie eine gesunde Person mit ihren Personalpapieren zu einem weiteren Test geschickt haben und dieses dann vor dem Flug vorgelegt haben. Gegen die Frau aus Jülich wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Anschließend sei das Paar in die Quarantäne in ihren Heimatort entlassen worden. Der Flieger war nach einem Zwischenstopp in Istanbul am Donnerstag in Düsseldorf gelandet.

+++ 11:58 Umfrage: Mehrheit findet Lockdown richtig +++
Die Verschärfung der Corona-Maßnahmen seit Anfang Dezember stößt in der Bevölkerung offensichtlich auf Zustimmung. Laut ZDF-"Politbarometer" sind 51 Prozent der Befragten der Meinung, dass die aktuell geltenden Maßnahmen so gerade richtig sind, ein Plus von 16 Prozentpunkten im Vergleich zu Anfang Dezember. Nur noch 28 Prozent (minus 21) plädieren demnach für eine Verschärfung. Zunehmend mehr Menschen halten die Maßnahmen inzwischen aber auch für übertrieben: 18 Prozent (Dezember: 13 Prozent). Ähnlich wie im Dezember sehen 60 Prozent ihre Gesundheit durch das Coronavirus gefährdet, 38 Prozent meinen das nicht (Rest: "weiß nicht"). Die Impfbereitschaft ist der Umfrage zufolge deutlich gewachsen. 67 Prozent gaben an, dass sie sich gegen Corona impfen lassen wollen. Ende November waren es den Angaben zufolge noch 51 Prozent. Zehn Prozent lehnen eine Impfung ab (November: 20 Prozent) und 22 Prozent sind sich noch nicht sicher.

+++ 11:37 Bund-Länder-Treffen zu Corona bereits am Dienstag +++
Das nächste Bund-Länder-Treffen zur Corona-Krise findet bereits am Dienstag statt. Das sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor viel zu hoch. Dazu komme das Risiko einer neuen Virus-Mutation, so Seibert. Es gehe darum, "noch mehr" zu tun, um die Infektionszahlen zu senken. Damit wird das Treffen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin bereits früher als geplant stattfinden. Ursprünglich war die nächste Schalte für den 25. Januar angesetzt.

+++ 11:20 China lässt einen der abgewiesenen WHO-Experten nun doch einreisen +++
Einer der zwei zunächst abgewiesenen Experten eines internationalen Teams, das im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach den Ursprüngen des Coronavirus forschen soll, darf nun doch nach China einreisen. Das teilte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums mit. Gestern war die Einreise mit der Begründung verweigert worden, dass bei beiden Wissenschaftlern Covid-19-Antikörper festgestellt worden waren, was auf eine frühere Infektion hindeutete. "Um unsere Unterstützung für die WHO zu demonstrieren, stimmte die chinesische Seite zu, eine zweite Runde des Serumantikörpertests durchzuführen", sagte der Sprecher des Außenministeriums. Dabei sei bei dem britischen Experten ein negatives Ergebnis festgestellt worden, weshalb er nun einreisen dürfe. Der Experte aus Katar sei jedoch erneut positiv getestet worden.

+++ 10:56 Zeitarbeitspfleger wechseln Kliniken und werden nicht konsequent getestet +++
Auch in der Pflegebranche gibt es Zeitarbeit - das macht die Versorgung von Patienten in der Pandemie offenbar noch gefährlicher. Der RBB berichtet von einem Fall, in der ein Zeitarbeitspfleger mehrfach seinen Einsatzort wechselte, ohne zwischendurch auf das Coronavirus getestet zu werden. Er hat sich schließlich privat testen lassen - und bekam ein positives Ergebnis. Ofenbar ist unklar, wer für die Tests verantwortlich wäre: Die Zeitarbeitsfirma oder Krankenhäuser und Pflegeheime, in denen die Fachkräfte eingesetzt werden. Laut Senatsverwaltung für Gesundheit gibt es in Berlin keine Testpflicht für die Einsätze im Krankenhaus, recherchierte der RBB. Ebenso fehlt es dem Bericht zufolge an einer Testpflicht oder Kontrollen der Zeitarbeitskräfte.

+++ 10:27 Studie: Hunderttausende verlassen Großbritannien wegen Corona +++
Wegen wirtschaftlicher Probleme in der Corona-Krise haben einer Studie zufolge Hunderttausende Menschen Großbritannien den Rücken gekehrt. Es handele sich um einen "beispiellosen Exodus" im Ausland geborener Arbeitskräfte, folgern die Wissenschaftler des Economic Statistics Centre of Excellence in London. "Ein Großteil der Arbeitsplatzverluste während der Pandemie betrifft nicht-britische Arbeitnehmer und drückt sich eher in Rückwanderung als in Arbeitslosigkeit aus." Dabei stützen sich die Autoren der Studie auf Arbeitsmarktdaten. Besonders London, wo jeder fünfte Einwohner Ausländer ist, sei betroffen - die Bevölkerung der Hauptstadt ist der Studie zufolge um 700.000 Menschen gesunken, landesweit könnten es mehr als 1,3 Millionen sein. "Wenn dies annähernd genau ist, handelt es sich um den größten Rückgang der britischen Einwohnerzahl seit dem Zweiten Weltkrieg", schrieben die Forscher. Zugleich räumen die Wissenschaftler ein, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen handeln könnte und dass viele ausländische Arbeitskräfte möglicherweise nach der Pandemie nach Großbritannien zurückkehren könnten.

+++ 10:04 Deutsche legen in der Krise mehr Vorräte an +++
Praktische private Vorsorge für den Krisenfall hat durch die Corona-Pandemie in Deutschland stark an Bedeutung gewonnen - auch jenseits von Toilettenpapier. "Ich glaube, dass durch die Pandemie das Verständnis für Bevölkerungsschutz und Selbstschutz gewachsen ist", sagte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, der Deutschen Presse-Agentur. Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière habe einst viel Spott geerntet, als er auf die Notwendigkeit hingewiesen habe, für den Notfall einen kleinen Vorrat an Wasser, Nahrungsmitteln, Verbandszeug und bestimmten anderen Gütern anzulegen. "Heute werden wir mit unseren Empfehlungen - bedingt durch Covid-19 und Quarantäneerfahrungen - deutlich ernster genommen", fügte Schuster hinzu. Das BBK verzeichne aktuell ein hohes Interesse an seinen Leitfäden für den Notfall, berichtete der Präsident der Bonner Behörde.

+++ 09:42 Junge-Union-Chef Kuban fordert Lockerungen nach Impf-Erfolgen +++

Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, fordert angesichts zunehmender Resignation in der Bevölkerung eine Lockerungs-Perspektive bei den Corona-Maßnahmen. "Wenn die Über-70-Jährigen geimpft sind, dann werden die Todeszahlen ganz andere sein - und dann werden wir eine ganz andere Debatte in Deutschland bekommen", sagte er im "ntv Frühstart". Es brauche jetzt eine Ansage, wann der Zeitpunkt komme, um die Maßnahmen zu lockern. "Wir müssen sehr genau aufpassen, dass wir die Menschen am Ende mitnehmen." Kuban gestand ein, dass die Infektionszahlen hoch und die Mutation des Virus eine Herausforderung seien. Das Signal aber müsse sein, für weitere zwei oder drei Wochen Konsequenz einzufordern, für danach aber auch klarzumachen, wie es weiterginge. "Es muss Licht am Ende des Tunnels geben. Man kann sich nicht von Lockdown zu Lockdown zu Lockdown hangeln."

+++ 09:24 Lehrerverbands-Präsident: Lehrer sollten früher geimpft werden +++
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands hält es für sinnvoll, Lehrer schon früher als bisher geplant gegen das Coronavirus zu impfen. "Nach den derzeitigen Plänen sollen Lehrerinnen und Lehrer erst im zweiten Quartal dieses Jahres geimpft werden. Das halten wir für zu spät", sagte Heinz-Peter Meidinger dem "Focus". Zumindest für ältere Lehrkräfte über 60 sollte es frühere Impftermine geben. Zugleich betonte Meidinger, dass die Impfbereitschaft unter den Pädagogen groß sei. Eine hohe Impfquote könne daher leicht erreicht werden.

+++ 08:58 Thüringen führt Rangliste der Super-Hotspots weiter an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt der thüringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (15. Januar, 0.00 Uhr) weist der Landkreis einen Wert von 542,2 neuen Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen den Angaben zufolge die ebenfalls in Thüringen liegenden Landkreise Altenburger Land (501,2) und Hildburghausen (444,6). Dabei ist zu beachten, dass es laut RKI in einigen Teilen Brandenburgs zu "Rückstaus bei der Dateneingabe" gekommen sei. Die Rangliste der Super-Hotspots ist deshalb höchstwahrscheinlich verzerrt. Mit Blick auf die Bundesländer ist Thüringen dem aktuellen RKI-Datenstand zufolge als Land mit der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz (310,4), gefolgt von Sachsen (292,4) und Sachsen-Anhalt (241,1).

+++ 08:35 Ziemiak: Einstellen des ÖPNV "hat niemand vorgeschlagen" +++
Es gibt Anzeichen, dass ein verschärfter Lockdown kommen wird. Viele Gerüchte kursieren - auch über das Einstellen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Doch Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU, gibt Entwarnung: "So was ist natürlich nicht richtig. Das hat auch niemand vorgeschlagen", sagte er gegenüber RTL und ntv nach der CDU-Präsidiumssitzung am Donnerstagabend. Dennoch macht auch er sich Gedanken über die nach wie vor viel zu hohen Fallzahlen: "Aber wir müssen jetzt in den nächsten Tagen genau überlegen, was kann man eigentlich konkret wie machen, um die Neuansteckungen nach unten zu bringen. Das ist jetzt eine ganz anstrengende Zeit."

+++ 08:16 USA melden knapp 4000 Tote binnen 24 Stunden +++
Die Virus-Lage in den USA bleibt prekär: Binnen eines Tages verzeichneten die Behörden mindestens 3973 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - der dritthöchste Wert. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 388.785. Am Mittwoch war der bisherige Tageshöchstwert von 4406 Sterbefällen registriert worden. Insgesamt wurden in den USA in dieser Woche bereits mehr als 14.000 neue Corona-Todesfälle gemeldet. Die Zahl der binnen 24 Stunden nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 238.391 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 23,3 Millionen.

+++ 07:59 Weil will aktuell nicht über Lockdown bis Ostern debattieren +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat davon abgeraten, schon jetzt über einen Corona-Lockdown bis Ostern zu reden. "So weit möchte ich nicht gehen. Gelingt es uns, schnell und nachhaltig unter den Inzidenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche zu kommen, müssen wir nicht den Frühlingsanfang abwarten, um darüber zu reden, wie wir wieder mehr Normalität schaffen", sagte der SPD-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Aber jetzt schon zu sagen, wir sehen uns Ostern wieder, das hielte ich für übertrieben." Er wolle nicht "der Resignation zu viel Raum geben". Entscheidend sei nicht das Datum, sondern die Inzidenzwerte, sagte Weil - also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. "Dass wir in der kalten Jahreszeit ein höheres Risiko haben, ist unumstritten", meinte er. Er glaube aber nicht, dass bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel Lockerungen besprochen werden.

+++ 07:36 Hunderte Erkrankte haben in Brasilien keinen Platz im Krankenhaus +++
Das Gesundheitssystem in der Amazonas-Metropole Manaus ist erneut zusammengebrochen. "Wir befinden uns wieder in einer äußerst ernsten Situation", sagte der brasilianische Gesundheitsminister Eduardo Pazuello in einer Übertragung in sozialen Netzwerken zusammen mit Präsident Jair Bolsonaro. "Es gibt einen Kollaps in der Gesundheitsversorgung in Manaus." Demnach warteten dort 480 Covid-19-Patienten auf ein Krankenhausbett. Brasilien ist eines der am härtesten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas mehr als 8,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 207.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Manaus, die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, registrierte zuletzt die meisten Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit Covid-19 seit April. Aufgrund dessen ging der Sauerstoff aus, Patienten müssen in andere Bundesstaaten geschickt werden.

+++ 07:05 Maskenverweigerer in Straßenbahn schlägt Polizisten +++
Ein 48-Jähriger hat sich in Halle/Saale geweigert, einen Mundschutz in der Straßenbahn zu tragen und einen Polizisten geschlagen. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann ohne Mundschutz und Fahrkarte in der Straßenbahn in Halle unterwegs. Als ihn andere Fahrgäste am Donnerstagabend auf den fehlenden Mundschutz hinwiesen, stieg er aus. An der Haltestelle traf er dann auf Kontrolleure und wurde aggressiv, so dass die Polizei hinzugerufen wurde. Nachdem er einen der Polizeibeamten schlug, wurde er vorläufig festgenommen. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen.

+++ 06:37 Philosoph: Soziale Netzwerke bedrohen Impferfolg +++
Der Philosoph Markus Gabriel sieht in sozialen Netzwerken eine große Gefahr für den Erfolg der Corona-Impfungen. "Die sozialen Netzwerke können den Impfstoff diskreditieren", sagte der Bonner Professor und Autor des Bestsellers "Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten" der Deutschen Presse-Agentur. "Die sozialen Netzwerke halte ich neben der Pandemie für das Hauptproblem unserer Tage. Denn die nächste Wolke, die von dort kommt, ist die Impfskepsis." In den sozialen Netzwerken werde das Gerücht verbreitet, dass der Impfstoff gesundheitliche Risiken berge. "Das heißt, die sozialen Netzwerke gefährden nicht nur die Demokratie, indem sie zu Aufständen motivieren wie Querdenker-Demonstrationen oder der Stürmung des Kapitols, sondern auch, indem sie Zweifel am Impfstoff verbreiten. Das ist wahnsinnig gefährlich im Moment."

+++ 06:06 RKI: Deutschlandweit mehr als zwei Millionen Infektionen +++
Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 22.368 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen wuchs damit auf 2.000.958. Erneut meldet das RKI weit mehr als 1000 Tote binnen 24 Stunden: 1133 Todesfälle wurden im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 44.994. Am Donnerstag hatte das RKI mit 1244 Corona-Toten einen neuen Höchstwert bekannt gegeben.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:57 Bundeswehr prüft Ausweitung der Impfpflicht +++
Die Bundeswehr prüft eine Ausweitung der für Soldaten geltenden Impfpflicht auf den Schutz gegen das Coronavirus. Eine Entscheidung dazu werde vorbereitet, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Der "Spiegel" hatte bereits im Dezember berichtet, dass der Generalarzt der Bundeswehr empfohlen habe, die Impfung gegen das Virus in den sogenannten Basisimpfschutz für alle Soldaten aufzunehmen. Der Impfschutz hat sich aus Sicht des Militärs insbesondere bei den Immunisierungen der Kontingente für die Auslandseinsätze bewährt. "Durch die besonderen Bedingungen des engen Zusammenlebens in den Einsätzen und auch in Gemeinschaftsunterkünften in Deutschland sind Soldatinnen und Soldaten per se einem relativ höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als andere Bevölkerungsgruppen", sagte der Sprecher.

+++ 05:11 Schülerkonferenz warnt vor Desaster bei Fernunterricht +++
Die Bundesschülerkonferenz warnt vor gravierenden Folgen bei Problemen mit dem Fernunterricht. "Bund und Länder müssen jetzt Geld in die Hand nehmen und Serverkapazitäten massiv ausbauen. Sonst enden diese Wochen in einem Desaster", sagte Generalsekretär Dario Schramm der Deutschen Presse-Agentur. Die Art und Weise, wie der Unterricht momentan gestaltet werde, hänge sehr stark vom Lehrer ab, sagte Schram zur Frage, inwieweit zum Beispiel Videokonferenzen stattfinden und was Aufgabenumfang und Unterstützungsangebote betrifft. Lehrkräfte gäben in einer überwältigenden Mehrheit aber ihr Bestes. "Wie sollen sie auch den 'perfekten' digitalen Unterricht auf die Beine stellen, so ganz ohne vernünftige Fortbildungen und eine funktionierende Technik?"

+++ 03:54 Gut jeder Zehnte kommt ohne Einreiseanmeldung +++
Bei Kontrollen der Bundespolizei sind zahlreiche Verstöße gegen die Pflicht zur Einreiseanmeldung nach Aufenthalten in Risikogebieten aufgefallen. Wie das Bundespolizeipräsidium auf Anfrage mitteilte, haben die Polizisten seit dem Start der digitalen Einreiseanmeldung am 8. November bis zum 10. Januar im kontrollpflichtigen Luftverkehr rund 185.800 digitale Anmeldungen, beziehungsweise schriftliche Ersatzmitteilungen geprüft. Bei diesen stichprobenartigen Kontrollen wurden den Angaben zufolge rund 24.540 Mängel festgestellt - also bei rund 13 Prozent der überprüften Reisenden. Als Mangel gilt dabei eine fehlende oder fehlerhaft ausgefüllte Einreiseanmeldung.

+++ 02:53 Neue Verordnung: Apotheken dürfen Schnelltests durchführen +++
Die Bundesregierung will die Nutzung von Corona-Schnelltests ausbauen. Nun bieten Apotheken auch Privatkunden die Durchführung eines PoC-Antigen-Tests an: "Das hat der Gesetzgeber kurz vor dem Jahreswechsel klargestellt. Immer mehr Apotheken bieten diesen Service an, vor allem auch im ländlichen Raum, wo es weniger Testmöglichkeiten als in Großstädten gibt", sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der "Rheinischen Post". Darüber hinaus können die Gesundheitsämter bald auch Apotheken und Zahnärzte beauftragen, Massentests durchzuführen. So sieht es die neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vor, deren Entwurf der Redaktion vorliegt: "Apotheken, medizinische Labore oder Zahnärzte gehören zu den Personen und Einrichtungen, die beauftragt werden können", heißt es dort. Apotheker sollen demnach für die Durchführung eines Schnelltestes fünf Euro erhalten. Plus neun Euro für die Beschaffung des Testmaterials, sagt Preis, und ergänzt: "Das ist nicht kostendeckend."

+++ 01:48 WHO: 95 Prozent aller Impfungen in zehn Ländern verabreicht +++
Im Rennen um den Zugang zu Corona-Impfstoffen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert, dass bislang 95 Prozent aller Impfungen nur in zehn Ländern verabreicht wurden. Alle Länder, die in der Lage dazu seien, sollten sich für eine gerechte Verteilung der Impfstoffe einsetzen, sagte der WHO-Direktor für Europa, Hans Kluge. Er forderte mehr Solidarität von Europa, ohne die Spitzenreiter bei den Impfungen zu nennen. Einer Analyse der Website "Our World in Data" zufolge handelt es sich dabei unter anderem um Deutschland, Israel, Italien, Spanien, Großbritannien, die USA, China und Russland.

+++ 00:42 Weil fordert Tempo bei der Zulassung von Astrazeneca +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat eine schnelle Zulassung des Corona-Impfstoffes des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca gefordert. "Den Ansatz, bei der Impfstoffbeschaffung europäisch vorzugehen, finde ich richtig. Was ich nicht begreife, ist, warum bestimmte Impfstoffe in Europa später zugelassen werden als im Rest der Welt", sagte Weil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir jetzt so schnell wie möglich die Zulassung für den Impfstoff von Astrazeneca bekommen", betonte Weil.

+++ 23:38 Biden will 1,9 Billionen Dollar schweres Hilfspaket auflegen +++
Der künftige US-Präsident Joe Biden will ein neues Corona-Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar, knapp 1,6 Billionen Euro, auflegen. Unter anderem sollen im Dezember beschlossene Direktzahlungen von 600 Dollar an Millionen US-Bürger auf 2000 Dollar aufgestockt werden, wie Mitarbeiter des Biden-Teams sagten. Geplant sind auch 20 Milliarden Dollar für ein "nationales Impfprogramm" und 350 Milliarden Dollar Hilfen für Städte und Bundesstaaten.

+++ 22:27 Sachsen will Quarantäne-Brecher wohl in früheres Flüchtlingsheim sperren +++
Das Bundesland Sachsen plant aktuell die Einrichtung in Dresden, in der wiederholte Quarantäne-Brecher aus dem ganzen Freistaat zwangsweise untergebracht werden sollen. Das Sozialministerium bestätigte entsprechende Pläne gegenüber der "Bild". Das Blatt berichtet, es sei nun eine Entscheidung für einen Standort gefallen. Demnach solle zu diesem Zweck eine 2017 errichtete Erstaufnahme-Einrichtung für Geflüchtete umfunktioniert werden. Das Gelände sei demnach umzäunt und werde von der Polizei bewacht. Auf Antrag des Gesundheitsamtes droht die zwangsweise Unterbringung unbelehrbaren Wiederholungstätern, um Dritte vor "renitentem Verhalten des Unterzubringenden" zu schützen", wie es hieß. "Das Vorgehen erfolgt stufenweise: eindringliche Ermahnung, Bußgeld, Gerichtsbeschluss", so das Ministerium. Bislang habe es keinen solchen Fall in Sachsen gegeben, man wolle aber vorbereitet sein.

+++ 22:04 Portugal geht mit neuem Höchstwert in zweiten harten Lockdown +++
Unmittelbar vor Beginn eines einmonatigen Lockdowns hat Portugal einen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 10.698 neue Ansteckungen registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit. Der bisher höchste Wert war erst am Vortag mit 10.556 erreicht worden. 148 Menschen starben innerhalb eines Tages mit Covid-19 - acht weniger als beim Höchstwert vom Mittwoch.

Der neue Lockdown ab Freitag ähnelt dem vom Frühjahr 2020. Das Haus darf nur aus triftigem Grund verlassen werden. Man darf unter anderem Einkäufe tätigen, zur Arbeit fahren oder einen Arzt aufsuchen. "Denken sie nicht an die Ausnahmen, sondern an die Regel. Und die Regel ist einfach: Jeder von uns muss zu Hause bleiben", sagte Ministerpräsident António Costa. Homeoffice ist ab Freitag in Portugal überall dort, wo möglich, obligatorisch. Gaststätten und Geschäfte - außer für Lebensmittel und den täglichen Grundbedarf - müssen schließen. Präsenzunterricht, Profifußball und Gottesdienste werden unterdessen - anders als im vergangenen Frühjahr - diesmal nicht verboten.

+++ 21:32 Berlin: Wohl kein Theater, keine Konzerte bis Ostern +++
Die Berliner Bühnen bleiben angesichts der Pandemie voraussichtlich bis Ostern geschlossen. Kultursenator Klaus Lederer von der Linken sagte, er habe mit Vertretern der Bühnen des Landes und der freien Szene konferiert. "Wir sind uns gestern eigentlich ziemlich einig gewesen, dass bis Ostern hier in Berlin keine Bühne aufgemacht wird. Dazu braucht man nicht viel Fantasie", sagte Lederer im Abgeordnetenhaus. Bundesweit sind Theater, Opern- und Konzerthäuser, aber auch viele andere Einrichtungen seit November wieder geschlossen. Die Einschränkungen sind vorerst bis Ende Januar befristet.

+++ 20:57 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 23.000 neue Fälle und mehr als 1000 Tote +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.993.373 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 23.078 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1068 auf 44.687. Als aktuell infiziert gelten rund 314.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,84 angegeben (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 84 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell zum Vortag unverändert bei 1,02.

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5125 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2943 davon werden beatmet. Rund 4400 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

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Quelle: ntv.de, ara/jpe/rts/dpa/AFP