Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:16 WHO warnt vor "Impfstoff-Nationalismus" +++

Die Weltgesundheitsorganisation hat vor einem weltweiten Verteilkampf um einen möglichen Corona-Impfstoff gewarnt. "Impfstoff-Nationalismus ist nicht gut, er wird uns nicht helfen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Um die Pandemie schnell zu überwinden, müsse sich die Welt "gemeinsam erholen". In der globalisierten Welt seien alle Länder miteinander verflochten. Die reichen Länder könnten das Coronavirus daher nicht allein besiegen, solange es in den armen Ländern weiter auf dem Vormarsch sei. Um sich den Zugang zu einem Impfstoff zu sichern, haben bereits einige Länder vorab Kaufverträge für Millionen von Impfdosen mit Pharmafirmen abgeschlossen.

+++ 22:27 Spahn: Können mit 1000 Neuinfektionen umgehen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. "Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann", sagte der CDU-Politiker dem ZDF. "Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen."

+++ 22:00 Wieder fast 1000 Neuinfektionen in Deutschland +++
In Deutschland haben sich innerhalb eines Tages erneut fast 1000 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert - konkret meldeten die Länder 969 Neuinfektionen. Damit geht der Trend bei den Ansteckungen weiter nach oben. Die mit Abstand meisten Corona-Fälle meldet Norrdrhein-Westfalen (425), danach folgt Bayern (89). Seit Beginn der Pandemie starben 9178 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Laut RKI-Schätzungen sind 195.016 Erkrankte mittlerweile genesen.

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+++ 21:30 Dänemark lockert Versammlungsgebot doch nicht +++
Angesichts steigender Fälle nimmt Dänemark Abstand von einer Lockerung der Auflagen für öffentliche Versammlungen. Die Epidemie müsse unbedingt weiter unter Kontrolle gehalten werden, sagt Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Ursprünglich sollte am Samstag die Obergrenze für Teilnehmer bei öffentlichen Versammlungen von 100 Personen auf 200 erhöht werden.

+++ 21:14 R-Wert von 1,8 in Irland wird zum Problem +++
Gesundheitsexperten in Irland zeigen sich besorgt über einen Anstieg der Reproduktionszahl (R) auf etwa 1,8. Damit infiziert ein Erkrankter statistisch gesehen 1,8 weitere Personen - ein Anzeichen dafür, dass sich die Epidemie ausbreitet. "Eine Reproduktionszahl von fast zwei ist ein ernstes Problem", erklärt der Epidemiologe Philip Nolan. Es gebe ein "signifikantes Risiko", dass es zu einem deutlichen Anstieg der Verbreitung des Virus in der Gesellschaft kommen könne.

+++ 21:00 Gouverneur vor Trump-Besuch positiv getestet +++
Kurz vor einem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Ohio ist der Gouverneur des Bundesstaates positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der Republikaner Mike DeWine sei als Teil des Sicherheitsprotokolls vor einem Treffen mit Trump untersucht wurden, teilt DeWines Büro auf Twitter mit. Er habe keine Symptome und werde sich in Quarantäne begeben, heißt es. Trump soll in Cleveland eine Whirlpool-Fabrik für Waschmaschinen besuchen.

+++ 20:45 Rutte: Belebte Teile Amsterdams meiden +++
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte ruft Touristen auf, besonders belebte Teile von Amsterdam zu meiden. Rutte gibt zudem angesichts steigender Covid-Fälle strengere Auflagen für Gaststätten bekannt. Ein zweiter Lockdown sei in den Niederlanden jedoch nicht notwendig, erklärt er.

+++ 20:30 USA heben allgemeine Reisewarnung auf +++
Die USA heben ihre allgemeine Warnung vor Auslandsreisen auf. Angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen werde man wieder länderspezifisch vorgehen, teilt das Außenministerium in Washington mit. Die flächendeckende Warnung war im März ausgegeben worden. Die Aktien von US-Airlines legten nach der Ankündigung an der Wall Street zu. Auch die Titel des Kreuzfahrt-Unternehmens Royal Caribbean Cruises stiegen im Verlauf um 3,3 Prozent.

+++ 20:19 Mehr als 53.000 Neuinfektionen in den USA +++
Die US-Seuchenzentren CDC geben 53.685 weitere Neuinfektionen und 1320 neue Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 4,8 Millionen Infektionen und 157.631 Tote verzeichnet.

+++ 20:04 London kaufte 50 Millionen ungeeignete Masken +++
Das britische Gesundheitsministerium hat 50 Millionen Schutzmasken gekauft, die nicht für den Gebrauch in Krankenhäusern tauglich sind. Die Nichtregierungsorganisation Good Law Project wirft der Regierung in einem Gerichtsverfahren vor, beim Kauf von Schutzausrüstung in der Pandemie gegen Wettbewerbsregeln verstoßen zu haben. In einem Schreiben gestehen die Anwälte der Regierung ein, dass 50 Millionen Schutzmasken nicht für den Gebrauch im Nationalen Gesundheitsdienst NHS geeignet sind, weil sie mit Gummibändern an den Ohren anstatt hinter dem Kopf befestigt werden.

+++ 19:48 Berliner Schule erlässt Maskenpflicht im Unterricht +++
In Berlin hat eine der größten Schulen für das kommende Schuljahr eine Maskenpflicht auch für die Unterrichtszeit erlassen. Die Regelung gilt für Lehrer und Schüler, wie aus dem Schulumfeld verlautete. Als Grund sei demnach angeführt worden, dass die vielfach erwachsenen Schüler der Berufsschule in Kreuzberg zu denen gehörten, die am Wochenende auf Veranstaltungen gingen und die Hygieneregeln zuweilen vergessen würden. Schüler, die ohne Maske erscheinen, sollen demnach aufgefordert werden, sich diese in einem nahen Discounter zu beschaffen. In der Schule werden vor allem kaufmännische Berufe unterrichtet. Die Senatsschulverwaltung hatte in ihrem Rahmenplan die Unterrichtszeit von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen. Das neue Schuljahr beginnt in der Hauptstadt am Montag.

+++ 19:26 Stuttgart erhöht Bußgelder für Maskenverweigerer +++
Maskenverweigerer müssen in Stuttgart künftig ein deutlich höheres Bußgeld zahlen als bisher. "Wird eine Privatperson ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt, wo sie eine tragen müsste, beträgt die Mindeststrafe jetzt 75 Euro", teilt die Landeshauptstadt mit. Bislang lag das Bußgeld bei 25 Euro. Für Menschen im gewerblichen Bereich - beispielsweise für Kellner - liege die Mindeststrafe nun bei 150 Euro. Für Wiederholungstäter könne es sogar noch teurer werden.

+++ 18:55 Österreich warnt vor Reisen auf Spaniens Festland +++
In Österreich gilt ab Montag eine Reisewarnung für das gesamte spanische Festland im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Alle Festland-Provinzen Spaniens sind betroffen, ausgenommen sind die Inselgruppen der Balearen, zu denen Mallorca und Ibiza gehören, und die Kanarischen Inseln mit Gran Canaria und Teneriffa. "Es wird ausdrücklich vor Reisen auf das spanische Festland gewarnt", teilt das Außenministerium in Wien mit. Die Warnung tritt um Mitternacht von Sonntag auf Montag in Kraft.

+++ 18:34 Ohne Maske und Abstand - Kritik an Steinmeier +++
Das Bundespräsidialamt reagiert auf Kritik an einem Foto, das am 22. Juli im Südtirol-Urlaub von Frank-Walter Steinmeier entstanden ist - und in den sozialen Medien seit einigen Tagen die Runde macht. Es zeigt den Bundespräsidenten an der Seite einiger Musikerinnen und des Landeshauptmanns Arno Kompatscher, ohne Abstand und ohne Mund-Nasen-Schutz.

Laut einem Bericht der "Welt" erklärt das Bundespräsidialamt den Fauxpas so: "Der Bundespräsident achtet auch im Urlaub darauf, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten - und an Orten, an denen das nicht immer möglich ist, trägt er eine Mund-Nasen-Bedeckung. Dass das nicht immer ideal klappt, zum Beispiel wenn der spontane Wunsch nach einem gemeinsamen Foto an der frischen Luft entsteht, zeigt umso mehr: Es ist sehr wichtig, dass wir alle und jeden Tag aufs Neue darauf besinnen, vorsichtig und achtsam zu sein."

+++ 18:09 Fast jeder Zweite für härtere Corona-Strafen +++
Knapp jeder zweite Deutsche begrüßt einer Umfrage zufolge eine schärfere Gangart bei Verstößen gegen die Corona-Vorschriften. Für 46 Prozent gehen die derzeitigen Strafen bei Verstößen alles in allem nicht weit genug, wie eine Erhebung von Infratest dimap für den ARD-"Deutschlandtrend" im Auftrag der "Tagesthemen" ergab. 36 Prozent halten die Strafen für ausreichend, elf Prozent für zu weitgehend.

+++ 17:46 Fauci: "Seid nicht das schwache Glied der Kette +++
US-Seuchenexperte Anthony Fauci wendet sich in einem Videoclip direkt an die jungen US-Amerikaner: "Ihr befindet euch nicht in einem Vakuum", so der Berater der Regierung. "Ihr könnt Teil des Problems sein, indem ihr das Virus verbreitet, oder ihr könnt Teil der Lösung sein, indem ihr euch selbst schützt." Weiterhin sagte er: "Seid nicht das schwache Glied in der Kette!" Zu diesem Schritt sieht sich Fauci offenbar genötigt, weil vor allem junge Menschen in den USA die Corona-Verhaltensregeln ignorieren.

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Anthony Fauci.

(Foto: imago images/UPI Photo)

+++ 17:09 Kinder in Isolation - Kreis Offenbach wehrt sich +++
Der Kreis Offenbach weist Berichte zurück, wonach Gesundheitsämter - darunter auch das im Kreis Offenbach - Eltern auffordern, Kinder mit einer Infektion getrennt von der Familie zu isolieren. Die Kernaufgabe sei es, eine Ausbreitung ansteckender Krankheiten zu verhindern. Der Gesetzgeber mache hier keinen Unterschied beim Alter. Dies müsse allerdings auch in Einklang mit der Lebenswirklichkeit der Betroffenen gebracht werden. "Es geht keineswegs darum, (Klein)Kinder von ihren Eltern und Geschwistern einfach komplett zu trennen, sondern - wo möglich und vertretbar - Alternativen im täglichen Umgang miteinander zu finden", heißt es vonseiten des Kreises.

+++ 16:41 Erste Infektionsfälle in syrischem Flüchtlingslager +++
Im syrischen Flüchtlingslager Al-Hol haben sich erstmals drei Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Bei den Infizierten handele es sich um drei Mitarbeiter des Gesundheitspersonals, teilt ein Sprecher der Vereinten Nationen mit. Die Ermittlung möglicher Kontaktpersonen habe bereits begonnen. Um weitere Infektionen zu vermeiden, dürfen als Vorsichtsmaßnahme demnach vorerst nur noch unbedingt notwendige Mitarbeiter mit Schutzbekleidung auf dem Gelände arbeiten.

+++ 16:04 Staat bewilligte 1,87 Millionen Hilfsanträge +++
Der Staat hat in der Corona-Krise mehr als zwei Millionen Kleinunternehmern und Soloselbständigen geholfen. Das ergibt sich aus einer internen Übersicht der Bundesregierung zur Lage der deutschen Wirtschaft in der Pandemie, die der "Wirtschaftswoche" vorliegt. Ingesamt wurden demnach 2,28 Millionen Hilfsanträge gestellt und von den Behörden bearbeitet, wobei 1,87 Millionen Anfragen bewilligt wurden.

+++ 15:29 Dänischer Schlachtbetrieb meldet 120 Infizierte +++
In einem Schlachtbetrieb in Dänemark sind 41 weitere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in dem Betrieb im dänischen Ringsted in den vergangenen drei Tagen von 79 auf 120 gestiegen, wie der Fleischverarbeiter Danish Crown auf seiner Webseite mitteilt. Als Reaktion darauf werde man nun noch intensiver testen als bisher geplant. Alle Mitarbeiter sollen nun zweimal wöchentlich auf das Virus getestet werden.

+++ 15:12 Schweiz setzt Nicht-Schengen-Staaten auf Risiko-Liste +++
Die Schweiz hat ihre Liste der Risikoländer und -regionen angepasst. Für Personen aus den meisten Ländern außerhalb des Schengen-Raums gilt weiterhin ein Einreiseverbot. Ausgenommen von dieser Regelung sind ab Samstag 20 Staaten - darunter Australien, Japan, Irland, Südkorea und Thailand.

+++ 14:45 Niederländischer Experte empfiehlt deutschen Weg +++
Der Groninger Gesundheitsökonom Jochen Mierau empfiehlt, die deutschen Corona-Regeln testweise auch im Norden der Niederlande anzuwenden. In Deutschland könnten sich Menschen schneller und öfter an ihrem Wohnort auf das Coronavirus testen lassen, auch wenn sie keine Beschwerden hätten, so Mierau im "Dagblad van het Noorden". In Geschäften gebe es eine Maskenpflicht, Restaurantpersonal müsse beim Bedienen Mundschutz tragen und Gäste müssten ihre Kontaktdaten hinterlassen - alle diese Regeln, die in den Niederlanden derzeit nicht angewendet werden, böten Klarheit und Sicherheit.

+++ 14:24 L.A. stellt Partyveranstaltern Strom und Wasser ab +++
Die US-Metropole Los Angeles will Veranstaltern illegaler großer Hauspartys von Freitag an Strom und Wasser abstellen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Damit reagieren die Behörden auf vermehrte Berichte über große Feiern, die während der Pandemie eigentlich verboten seien, so Bürgermeister Eric Garcetti.

+++ 14:02 Moskau geht mit Geldstrafen gegen Maskenverweigerer vor +++
Im Kampf gegen das Coronavirus greifen die Behörden in der russischen Hauptstadt Moskau bei Verstößen gegen die Maskenpflicht wieder härter durch. Zahlreiche Geschäfte und Supermärkte seien schon geschlossen worden, weil sich dort Kunden ohne Mund-Nasen-Schutz aufhielten, berichtet der TV-Sender Moskwa-24 aus der Millionenmetropole. Insgesamt hätten rund 6000 Geschäfte hohe Geldstrafen zahlen müssen. Auch in der Metro werde stärker kontrolliert und Maskenverweigerer erhielten Geldstrafen von bis zu 5000 Rubel (rund 60 Euro).

+++ 13:40 Berlin: Menschen wollen am 29. August erneut gegen Auflagen demonstrieren +++
Gegner der Corona-Politik wollen am 29. August erneut in Berlin auf die Straße gehen. Für eine Demonstration unter dem Titel "Versammlung für die Freiheit" wurden 17.000 Teilnehmer angemeldet, wie ein Polizeisprecher sagt. Bei einer anschließenden Kundgebung erwartet die Stuttgarter Initiative "Querdenken 711" insgesamt 22.500 Teilnehmer. Am vergangenen Samstag kamen zu einer ähnlichen Kundgebung 20.000 Menschen. Bei der Demonstration wurden die Auflagen bewusst missachtet: Der Mindestabstand wurde nicht eingehalten, kaum jemand trug eine Maske.

+++ 13:13 Mecklenburg-Vorpommern erwartet Ansturm von Touristen +++
An den Stränden der Ostsee und den vielen Seen in Mecklenburg-Vorpommern wird an diesem Wochenende mit einem Ansturm von Touristen gerechnet. "Die Buchungslage ist gut, wir sind fast ausgebucht", sagt die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder, Anett Bierholz. Aktuell sei allerdings in den Orten zu spüren, dass wegen des Ferienendes die Tagestouristen aus Mecklenburg-Vorpommern selbst nicht mehr da seien. Das werde sich aber am Wochenende bei dem erwarteten Hochsommerwetter wieder ändern. Bierholz erinnerte daran, dass auch an den Stränden das Abstandhalten wegen der Pandemie zu beachten ist.

+++ 12:48 Kein Test nach Griechenland-Reise: SPD kritisiert Laschet +++
Die SPD in Nordrhein-Westfalen kritisiert Ministerpräsident Armin Laschet nach dessen Griechenland-Reise, weil der laut Regierung keinen Corona-Test hat machen lassen. SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty sagte der "Neuen Westfälischen", er hätte "von einem Ministerpräsidenten mit Vorbildfunktion erwartet, dass er sich nach seiner Rückkehr sofort testen lässt. Er hätte damit ein wichtiges Zeichen setzen können".

+++ 12:38 Lockdown im australischen Victoria: "Das ist ein schwerer Schlag" +++
Der australischen Wirtschaft drohen wegen des erneuten strikten Lockdowns im Bundesstaat Victoria nach Darstellung von Premierminister Scott Morrison deutliche Einbußen. Die Wirtschaftsleistung werde durch die strengen regionalen Beschränkungen des öffentlichen Lebens im dritten Quartal landesweit um sieben bis neun Milliarden australische Dollar (4,2 bis 5,5 Milliarden Euro) zurückgehen, sagt Morrison. "Das ist ein schwerer Schlag - ein schwerer Schlag." Zudem werde erwartet, dass die Arbeitslosenquote mit etwa zehn Prozent einen neuen Höhepunkt erreicht.

+++ 12:21 Russland registriert 5267 Neuinfektionen +++
In Russland bleibt die Zahl der Neuinfektionen stabil über der Marke von 5000. Die Behörden melden 5267 Ansteckungen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen steigt auf 871.894. Das sind nach den USA, Brasilien und Indien die viertmeisten weltweit. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 116 auf 14.606. Im Vergleich zu anderen Staaten ist die Zahl eher niedrig.

+++ 11:56 Virologin empfiehlt Impfungen zur Vorbereitung auf Herbst +++
Im Herbst stehen Ärztinnen und Ärzte vor der Herausforderung Grippe, Covid-19 und banale Erkältungen schnell voneinander unterscheiden zu müssen, wenn Menschen Symptome wie Husten zeigen. Patienten, die eine Grippeimpfung vorweisen können, entlasten so die Mediziner, sagt die Direktorin des Instituts für Virologie der TU München, Ulrike Protzer im Interview mit RTL und ntv. Eine Pneumokokken-Impfung reduziere überdies das Risiko einer Überinfektion: "Wenn man Corona hat, dann kann es zu Überinfektionen mit Pneumokokken kommen und die können sehr schwer verlaufen, können sogar tödlich sein und davor kann ich mich schützen, wenn ich mich vor Pneumokokken impfen lasse." Gerade für ältere Menschen sei das "absolut empfehlenswert", aber sie empfehle das auch Jüngeren - auch sie selber habe sich impfen lassen.

+++ 11:37 Patienten sterben bei Brand in Krankenhaus in Indien +++
Bei einem Brand auf einer Intensivstation eines Krankenhauses in Indien sind mindestens acht Corona-Patienten gestorben. Feuerwehrleute hätten 41 weitere Patienten retten und in ein anderes Krankenhaus bringen können, sagt ein Polizeisprecher. Die verstorbenen Patienten seien erstickt, berichtet die Zeitung "Times of India". Einige Feuerwehrleute hätten laut örtlichen Medien nach dem Einsatz in Quarantäne gemusst. Das Feuer in der westindischen Millionen-Stadt Ahmedabad brach mitten in der Nacht aus und wurde laut ersten Erkenntnissen von einem Kurzschluss ausgelöst.

+++ 11:20 Spahn: Corona in Schach halten ist ein "Langstreckenlauf" +++
Gesundheitsminister Jens Spahn appelliert an das Durchhaltevermögen der Bevölkerung. Das Coronavirus in Schach zu halten, sei ein "Langstreckenlauf" und gehe nur im Team. "Es kommt auf uns alle an", sagt der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz. Nach all den Wochen und Monaten mit der Pandemie sei bei manchen eine gewisse Müdigkeit festzustellen. Er könne das nachvollziehen, so Spahn. Doch eine Maske zu tragen, Abstand zu halten und die Hygieneregeln zu beachten, sei ein kleiner Preis für eine große Wirkung - nämlich die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen.

+++ 11:05 Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten tritt Samstag in Kraft +++
Menschen, die aus Risikogebieten nach Deutschland kommen, müssen sich künftig bei der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. "Ich habe angeordnet, dass für Rückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag eine Testpflicht gilt", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dies sei "ein zumutbarer Eingriff", hob er hervor. Dafür soll es insbesondere an den Flughäfen Teststationen geben, auch bei der Einreise mit Bahn oder Auto sollen Testmöglichkeiten bereitgestellt werden. Bereits jetzt gibt es die Möglichkeit für alle Einreisenden, sich binnen 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland kostenlos testen zu lassen.

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+++ 10:34 Polen steht vor Trendwende +++
Polen muss nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums mit einem Trend steigender Neuinfektionszahlen rechnen. Am Wochenende und danach könnten es bis zu 700 Neuinfektionen pro Tag werden. Am Dienstag verzeichnete Polen mit 680 nachgewiesenen Ansteckungsfällen den bislang höchsten täglichen Anstieg.

+++ 10:06 Bericht: London plant Quarantäne für Reisende aus Belgien +++
Großbritannien will einem Medienbericht zufolge auch eine Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus Belgien verhängen. Grund sei der starke Anstieg der Coronavirus-Fälle dort, berichtet die Zeitung "Daily Mail". Ein Beschluss der Regierung dazu sei in Kürze zu erwarten. Das Verkehrsministerium wollte sich nicht dazu äußern. Großbritannien hat bereits eine 14-tägige Quarantäne für Ankömmlinge aus Spanien und Luxemburg verhängt.

+++ 09:42 Immer mehr Landkreise melden Infektionen +++
Die Zahl der Kreise und kreisfreien Städte (inklusive der Berliner Bezirke), die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, ist auf 65 gesunken (nach 68 am Mittwoch). Weniger Kreise waren es zuletzt am 20. Mai gewesen. Der Landkreis Dingolfing-Landau ist nach wie vor am stärksten betroffen. Er reißt die Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen deutlich: Derzeit steht die sogenannte Inzidenz bei 231,8 (Mittwoch: 120,6). Hintergrund für die zahlreichen Fälle ist ein Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming und in einer nahe gelegenen Konservenfabrik.

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+++ 09:23 Ausbildungsprämie: Heil wehrt Kritik aus Wirtschaft ab +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verteidigt die Hilfen zur Sicherung von Ausbildungsplätzen in der Krise gegen Kritik aus der Wirtschaft. Es kämen deswegen nur Betriebe mit maximal 249 Mitarbeitern in den Genuss der Ausbildungsprämie, weil die Bundesregierung gezielt kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen wolle, die besonders von der Krise gebeutelt seien, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Es gehe nicht darum, Steuergeld mit der Gießkanne auszugeben. Zudem hätten kleine und mittelständische Firmen bisher überproportional ausgebildet und die großen Unternehmen leider nicht so viel. "Es gilt jetzt, ein Signal zu setzen." Die Wirtschaft müsse trotz Corona ausbilden, um nach der Krise nicht über einen Fachkräftemangel zu jammern.

+++ 08:55 Dengue-Fieber belastet Singapur zusätzlich zu Corona +++
Singapur ist mit dem bislang größten Dengue-Fieber-Ausbruch seiner jüngeren Geschichte konfrontiert - zusätzlich zur Corona-Pandemie. Bis Dienstag habe der südostasiatische Stadtstaat 22.403 Erkrankungen verzeichnet, teilt die Nationale Umweltbehörde (NEA) mit. Der bisherige Rekord war 2013 mit 22.170 Fällen registriert worden. Die Behörde warnt zudem, dass das Schlimmste noch nicht überstanden sei, da die Dengue-Fieber-Hochsaison traditionell bis Oktober dauere. Die tropische Viruserkrankung wird durch die tagaktive Aedes-Mücke übertragen und klingt meist nach einigen Tagen wieder ab. Symptome sind unter anderem hohes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Die Krankheit kann aber auch zu schweren Komplikationen oder sogar zum Tod führen.

+++ 08:33 USA: Mehr als 55.000 neue Infektionen binnen 24 Stunden +++
Nach einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters steigt in den USA die Zahl der Fälle binnen 24 Stunden um mindestens 55.323 auf 4,84 Millionen. Mindestens 1241 weitere Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahl tödlich verlaufender Ansteckungen klettert den Daten zufolge auf 158.561.

+++ 08:15 Gewerkschaft fordert kostenlose Tests für Polizisten +++
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW fordert regelmäßige und kostenlose Corona-Tests für Polizisten. Das Land müsse seine bisherigen Schutzmaßnahmen ergänzen "und allen Beschäftigten im 14-tägigen Rhythmus einen Corona-Test mindestens anbieten", heißt es in einem Schreiben an die GdP-Mitglieder. Die GdP verweist auf die Ankündigung der Landesregierung, dass sich Lehrer zum Start des neuen Schuljahrs alle 14 Tage testen lassen können. Das Land trägt die Kosten. Das gilt auch für Kita-Personal. "Das Ansteckungsrisiko ist aber auch für Polizeibeschäftigte hoch", so die Gewerkschaft.

+++ 07:51 Nordkorea beschließt Soforthilfe für abgeriegelte Stadt +++
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ordnet nach der Abriegelung der Großstadt Kaesong wegen eines Corona-Verdachtsfalls eine Spezialversorgung für die Bewohner an. Bei einer Parteisitzung unter Vorsitz Kims seien neben Organisationsfragen auch epidemiologische Schutzmaßnahmen und die Lage in Kaesong besprochen worden, berichten die Staatsmedien. Bei der Sitzung des Politikbeirats des Zentralkomitees sei am Mittwoch beschlossen worden, sofort Nahrungsmittel und Gelder für die Stadt bereitzustellen, "um das Leben ihrer Bürger zu stabilisieren". Wie kritisch die Situation für die Bewohner der Stadt an der innerkoreanischen Grenze ist, bleibt unklar. In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300.000 Menschen.

+++ 07:24 Maskenpflicht: GDL fordert mehr Rechte für Zugbegleiter +++
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert mehr Rechte für die Zugbegleiter zur Durchsetzung der Maskenpflicht. Gewerkschaftschef Claus Weselsky beklagt in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung", dass zwar einerseits die Maskenpflicht in den Zügen gelte, andererseits aber die Deutsche Bahn das Tragen eines Atemschutzes bislang nicht in ihren Beförderungsbedingungen festgeschrieben habe. Da die Maskenpflicht somit nicht zum Hausrecht des Unternehmens gehöre, sei die "Ausgangsposition" für die Zugbegleiter schlecht. Dem Personal seien dadurch bei der Durchsetzung der Maskenpflicht "in letzter Instanz die Hände gebunden".

+++ 07:02 Auch Ägypten will Ende der Reisewarnung für seine Urlaubsgebiete +++
Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt auch Ägypten von der Bundesregierung eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, verweist auf sinkende Infektionszahlen in seinem Land und weitgehende Sicherheitsvorkehrungen für Touristen. "Es ist sehr frustrierend, dass ich keine Antwort darauf bekomme, warum die Reisewarnung nicht aufgehoben wird", sagt er. "Wir bitten nicht um einen Gefallen. Was wir sagen, ist: Schaut Euch die Lage an und trefft eine rationale und angemessene Entscheidung. Alles deutet darauf hin, dass die Reisewarnung nicht gerechtfertigt ist."

+++ 06:40 Niedersachsen fordert neue Konjunkturhilfen für Autobranche +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil fordert neue Hilfen der Bundesregierung für die Autobranche. "Ich befürchte, dass wir bis zum Herbst noch viele schlechte Nachrichten aus der Automobilindustrie hören werden - und zwar ganz unabhängig davon, ob es eine zweite große Infektionswelle geben wird", sagt der SPD-Politiker der "Wirtschaftswoche". Die Nachfrage sei auf einem erschreckend niedrigen Niveau. Sorgen machten ihm vor allem kleinere und mittlere Zulieferer. Weitere Hilfen für diese Schlüsselindustrie seien dringend nötig.

+++ 06:19 Fast 50.000 Tote in Mexiko +++
In Mexiko steigen die Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 6139 auf 456.100. Das Land meldet weitere 829 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt sind offiziellen Angaben zufolge 49.698 Personen an den Folgen des Virus verstorben. Mexiko verzeichnet nach den USA und Brasilien die dritthöchste Zahl an Infektionen und Todesopfern.

+++ 05:38 RKI: Mehr als 1000 Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert, wie das RKI angibt (Datenstand 6.8., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis zum Morgen hatten 195.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ 05:05 Schauspielerin Alyssa Milano: "Ich dachte, ich würde sterben" +++
US-Schauspielerin Alyssa Milano hat auf Instagram schwere Symptome einer Covid-19-Erkrankung beschrieben. Die 47-Jährige postete ein Foto von Anfang April, auf dem sie eine medizinische Gesichtsmaske trägt. Sie sei niemals zuvor so krank gewesen, schreibt Milano. Alles habe weh getan, sie habe nicht atmen können, dazu schreckliche Kopfschmerzen, Übergeben, Fieber und Verlust des Geruchssinns. "Ich dachte, ich würde sterben." Sie habe praktisch jedes Covid-19-Symptom gehabt, aber zwei Corona-Tests und ein Antikörpertest seien negativ ausgefallen. Erst ein weiterer Antikörpertest sei nun positiv gewesen. Nach vier Monaten habe sie immer noch Beschwerden, wie Schwindel, Kurzatmigkeit und Magenprobleme.

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+++ 04:30 Schülervertreter schlagen Notenbonus für Prüfungen vor +++
Schülervertreter haben einen Notenbonus für den Fall von coronabedingtem Unterrichtsausfall ins Gespräch gebracht. "Sollte es zu Unterrichtsausfall kommen, wäre es eine mögliche Lösung, den betroffenen Schülern einen Nachteilsausgleich zu geben", sagte Torben Krauß, Sprecher der Bundesschülerkonferenz, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei oft nicht möglich, kurzfristig die Prüfungsaufgaben zu ändern. "Lehrer sollten aber in solchen Fällen mehr Freiraum beim Korrigieren haben", verlangte Krauß. Das neue Schuljahr werde definitiv kein normales Schuljahr werden. Schulen, Lehrer und Bildungspolitiker sollten zusammen mit Schülervertretern am Runden Tisch nach guten Lösungen für Unterricht in der Pandemie suchen.

+++ 04:11 Rio will Silvester wegen Corona über Stadt verteilt feiern +++
Nach der Absage der Silvesterparty an der Copacabana wegen der Corona-Pandemie soll der Jahreswechsel in Rio de Janeiro über die Stadt verteilt gefeiert werden. Mit Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt wie der Christus-Statue solle die Kontrollmöglichkeit erhöht und das Verbreitungsrisiko verringert werden, berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Feuerwerk und Konzerte sollen in diesem Jahr im Internet übertragen werden. Auch soll es eine Schweigeminute für Covid-19-Opfer und eine Ehrung für das Gesundheitspersonal geben.

+++ 03:33 Fauci rechnet Ende des Jahres mit Impfstoff +++
Der Seuchenexperte der US-Regierung geht von der Zulassung eines sicheren und effektiven Corona-Impfstoffes gegen Ende des laufenden Jahres aus. Anthony Fauci sagte, er hoffe, die Pandemie werde Ende 2021 unter Kontrolle sein. Der Immunologe geht davon aus, dass Pharma-Firmen im kommenden Frühjahr Millionen von Impfeinheiten herstellen werden. Die Produktion werde hochgefahren, so dass am Ende des kommenden Jahres eine Milliarde Einheiten produziert sein würden. Er warnte, werde das Tragen eine Mund- und Nasenschutzes zu einer politischen Frage gemacht, sei dies schädlich für den Kampf gegen das Coronavirus.

+++ 02:43 Brasilianischer Häuptling an Covid-19 gestorben +++
Der brasilianische Häuptling und Umweltschützer Aritana Yawalapiti ist durch das Coronavirus gestorben. Das etwa 70-jährige Oberhaupt des Yawalapiti-Volks sei am Mittwoch der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, sagte sein Neffe Iano Yawalapiti. Der Häuptling war für seinen Einsatz für die Rechte indigener Völker und für den Schutz des Regenwaldes bekannt. Vor zwei Wochen war er mit Atemproblemen in ein Krankenhaus im brasilianischen Bundesstaat Goias eingeliefert worden.

+++ 02:04 Frankreich meldet Zwei-Monats-Hoch bei Neuinfektionen +++
In Frankreich erreicht die Pandemie mit 1695 Neuinfektionen ein Zwei-Monats-Hoch. Damit haben sich insgesamt 194.029 Menschen angesteckt. Die Zahl der tödlichen Erkrankung steigt von 30.296 auf 30.305.

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+++ 01:32 Kolumbiens Ex-Präsident Uribe mit Coronavirus infiziert +++
Der unter Hausarrest stehende Ex-Präsident von Kolumbien, Álvaro Uribe, ist mit dem Coronavirus infiziert. Der 68-Jährige sei einen Tag vor Anordnung des Hausarrests durch das Oberste Gericht des Landes positiv auf das Virus getestet worden, teilte Uribes Partei mit. Der frühere Staatschef sei trotz der Infektion bei "guter Gesundheit". Uribe befindet sich seit Dienstag im Hausarrest. Das Gericht begründete die Maßnahme damit, dass der Ex-Staatschef versuchen könnte, die Ermittlungen zu einer politischen Affäre aus dem Jahr 2012 zu behindern. Uribe wird Zeugenmanipulation und Bestechung vorgeworfen.

+++ 00:32 Brasilien meldet mehr als 57.000 Neuinfektionen+++
Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 57.152 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 1437 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie registriert das lateinamerikanische Land mehr als 2,85 Millionen Fälle, die Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 97.256. Brasilien ist nach den USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

+++ 23:29 Italien droht Ryanair wegen Corona-Verstößen mit Flugverbot +++
Ryanair drohen in Italien gravierende Konsequenzen wegen Verstößen gegen Sicherheitsregeln zum Schutz vor dem Coronavirus. Wie die italienische Flugsicherheitsbehörde Enac mitteilt, könnte deswegen ein Flugverbot gegen den irischen Billigflieger für den italienischen Luftraum verhängt werden. Vorgeworfen werden Ryanair laut Enac "wiederholte Verletzungen der Covid-19-Gesundheitsbestimmungen", die von der Regierung zum Schutz der Passagiere angeordnet worden seien. Wenn Ryanair sein Verhalten nicht ändere, würden "alle Luftfahrtaktivitäten an den Flughäfen des Landes suspendiert", hieß es weiter. Passagiere mit gültigen Tickets müssten dann entsprechend umgebucht werden.

+++ 22:42 WHO-Experte: "Fragen Sie sich: Muss ich wirklich zu dieser Feier gehen?" +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut junge Menschen ermahnt, "ihre Verantwortung" im Kampf zur Eindämmung des Coronavirus zu übernehmen. Je mehr junge Menschen sich wieder in Gesellschaft begeben würden, desto mehr würden sie als Überträger agieren, sagte WHO-Notfallkoordinator Michael Ryan. "Die Jungen haben eine große Chance, die Übertragungen durch ihr Verhalten zu reduzieren", sagte Ryan. An Orten, an denen während der Sommerferien junge Menschen in Bars, Nacht-Clubs oder Feiern im Freien zusammengekommen waren, hatte es zuletzt vermehrt Corona-Hotspots gegeben. "Sie können entscheiden, diese Dinge nicht zu tun", sagte Ryan. "Fragen Sie sich: Muss ich wirklich zu dieser Feier gehen?"

+++ 21:59 Fauci: Kein neuer Lockdown in USA notwendig +++
Der Seuchenexperte der US-Regierung, Anthony Fauci, geht nicht davon aus, dass in den USA ein neuer Lockdown im Zuge der Pandemiebekämpfung nötig sein wird. "Wir können das viel besser, ohne alles herunterzufahren", sagt er bei einer Veranstaltung an der Universität Harvard. Amerikaner sollten Gesichtsmasken tragen, Abstand halten, Bars schließen, ihre Hände waschen und Aktivitäten im Freien bevorzugen, um das Virus zu stoppen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, fzö/hul/jug/rts/dpa/AFP