Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:18 Rasant steigende Zahlen: Uganda erlässt 42 Tage Ausgangssperre +++

Ugandas Präsident Yoweri Museweni hat aufgrund schnell steigender Infektionszahlen scharfe Restriktionen erlassen. Das ostafrikanische Land befinde sich ab sofort für 42 Tage im "totalen Lockdown", sagte Museweni. Ugandas rund 45 Millionen Einwohner müssten zuhause bleiben. Lediglich Fahrzeuge, die wichtige Fracht oder kranke Menschen transportieren, seien auf der Straße zugelassen. Die Zahl der Neuinfektionen in Uganda war nach Angaben der Africa CDC, der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), mit 11.704 Neuinfektionen im Wochenvergleich so hoch wie nie zuvor. Man habe die Nachbarländer um Sauerstoff gebeten, sagte die Gesundheitsberaterin Musevenis, Monica Musenero. "Wir versuchen, woher auch immer Sauerstoffzylinder zu beziehen", sagte Musenero.

+++ 22:28 Merkel kritisiert volle EM-Stadien +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert die vollen Stadien während der Fußball- Europameisterschaft in einigen europäischen Staaten. Es sei schön, dass in München wieder 14.000 Fans ins Stadion dürften, sagt sie. "Aber wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas, dann bin ich ein wenig skeptisch, ob das jetzt die richtige Antwort auf die gegenwärtige Situation ist", fügt sie hinzu. Die Pandemie sei nicht vorbei, die Delta-Variante gefährlich.

+++ 22:10 Niederlande lockern kommende Woche Maskenpflicht +++
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte kündigt für die kommende Woche Lockerungen an. Die Maskenpflicht soll ab dem 26. Juni dort fallen, wo ein ausreichender Abstand eingehalten werden könne, sagt er und bestätigt damit einen Medienbericht. Rutte verweist darauf, dass die Zahl der neuen Positiv-Tests in den Niederlanden auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten gefallen ist.

+++ 21:51 Biden rechnet nicht mit einem neuen Lockdown wegen Delta +++
US-Präsident Joe Biden erwartet nach eigenen Angaben nicht, dass die ansteckendere Delta-Variante zu einem neuen Lockdown führen wird. Gleichwohl warnt er, dass die Mutation leichter übertragbar und potenziell tödlich sei. Biden ruft die US-Bevölkerung erneut auf, sich impfen zu lassen. Sein erklärtes Ziel einer Impfquote von 70 Prozent der Erwachsenen bis zum Nationalfeiertag am 04. Juli könnte verfehlt werden: Gegenwärtig sind 65,1 Prozent der volljährigen US-Bürger mindestens einmal geimpft. Die Zahl ist zuletzt nur noch langsam gestiegen.

+++ 21:36 Streeck: Pandemie ist nicht zu Ende +++
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hält das schrittweise Vorgehen bei Lockerungen von Auflagen für angemessen. "Ich sehe es als richtig an, dass man in Babyschritten vorwärts geht und schaut, was verantwortbar ist und wie sich die Zahlen entwickeln", sagte Streeck der "Fuldaer Zeitung". Man sei nicht am Ende der Pandemie. Der Virologe beklagte, die Politik sei immer noch zu reaktiv und nicht aktiv genug. "Wir versäumen es, aus der Pandemie maximal zu lernen und uns auf Herbst und Winter vorzubereiten. Es herrscht allgemein der Eindruck, das Virus verschwindet und dass wir die Pandemie überwunden haben, wenn die nächsten Monate ruhig laufen", sagte Streeck. Man müsse sich aber für alle Eventualitäten, die im Herbst eintreten könnten, vorbereiten. Es gebe zu viele ungeklärte Unbekannte, etwa die Delta-Variante, über die man noch zu wenig wisse.

+++ 21:19 Merkel und Macron fordern EU-Koordinierung wegen Delta-Variante +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben vor einer Ausbreitung der Delta-Variante in Europa gewarnt. "Deutschland und Frankreich haben relativ strenge Regeln wegen der Ausbreitung in Großbritannien erlassen," sagte Macron vor einem Essen im Kanzleramt in Berlin. "Es gibt aber einige Länder, die wegen ihrer Tourismusindustrie schnellere Öffnungen beschlossen hatten", fügte er in Anspielung auf Portugal hinzu, wo derzeit wieder Ausgangssperren verhängt werden. Deshalb müsse man wachsam sein. Auch Merkel warnte vor zu großer Sorglosigkeit in der EU. "Wir können nicht so tun, als wäre Corona vorbei", warnte sie. Es gebe zwar auf europäischer Ebene heute schon mehr Koordinierung als 2020, aber sie reiche noch nicht aus.

+++ 20:43 Deutschland meldet 1098 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.720.635 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1098 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 1219 Fällen im Vergleich zum Freitag in der Vorwoche und der niedrigste Freitagswert seit knapp elf Monaten.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 125 auf 90.320. Das ist ein Anstieg um 18 Fälle im Vergleich zur Vorwoche (107). Die Zahl der als aktuell infiziert geltenden Menschen ist weiterhin rückläufig und liegt nach RKI-Schätzungen bei rund 32.918 Personen (Vortag: 34.931). 3.597.397 Menschen gelten demnach als genesen.

+++ 20:31 Zwei Bundesländer melden Neuinfektionen im einstelligen Bereich +++
Die zwei Bundesländer mit den wenigsten Neuinfektionen sind Mecklenburg-Vorpommern mit 5 und Bremen mit 7 Fällen. Den höchsten Tageswert verzeichnet erneut Nordrhein-Westfalen mit 270 Fällen, knapp gefolgt von Bayern (269) und Baden-Württemberg (146). Auch Hessen verzeichnet mit 113 Fällen wieder einen dreistelligen Wert.

Hinweis: In der Statistik verzeichnet Brandenburg gerade einen einstelligen Wert mit 7 Fällen. Dieser Wert kommt aufgrund einer weiteren Datenkorrektur in der Region Oberspreewald-Lausitz (-6 Gesamtfälle) und Uckermark (-1) zustande. In den übrigen 16 Brandenburger Kreisen wurden heute zusammen 14 neue Fälle gemeldet. Da die Datenkorrektur keine Fälle innerhalb der vergangenen sieben Tage betrifft, ist die Sieben-Tage-Inzidenz von der Korrektur nicht betroffen.

+++ 20:14 Meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner im Südwesten +++
Im bundesweiten Durchschnitt gibt es momentan 40 aktive Infektionen auf 100.000 Einwohner. Die Länder mit den meisten aktiven Fällen je 100.000 Einwohner sind weiterhin Hessen mit 63 und Rheinland-Pfalz (61). Auch in Baden-Württemberg (52), Hamburg und Nordrhein-Westfalen (beide 48) über dem Bundesdurchschnitt. Die niedrigsten Werte verzeichnen Mecklenburg-Vorpommern mit 12 aktiven Fällen pro 100.000 Einwohner, Schleswig-Holstein (14) und Niedersachsen (15).

+++ 20:00 Sieben-Tage-Inzidenz in allen Bundesländern unter 15 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner ist bundesweit erneut gesunken und liegt in allen deutlich Bundesländern unter 15. Am niedrigsten ist der Wert weiterhin in Mecklenburg-Vorpommern mit 2,8 (Vortag: 3,2), Sachsen-Anhalt mit 4,6 (5,1), Brandenburg mit 4,9 (5,2) und Schleswig-Holstein mit 5,0 (5,5). Am höchsten liegen die Werte im Saarland mit 14,7 (Vortag: 16,4), gefolgt von Baden-Württemberg 14,0 (15,6), Hamburg 12,4 (12,7), Bayern 12,2 (13,7), Hessen 11,4 (13,6) und Nordrhein-Westfalen 11,2 (12,7).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gestiegen auf 0,61 im Vergleich zum Vortag (0,59).

+++ 19:48 Drosten: Delta-Variante "wirklich ernst nehmen" +++
Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen. "Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante", sagte Drosten auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin. "Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen." Nach einer Analyse des Robert-Koch-Instituts für die erste Juniwoche hatte sich der Anteil der Delta-Variante in Deutschland innerhalb von nur einer Woche auf sechs Prozent fast verdoppelt. In den Wochen zuvor stagnierte diese Mutante bundesweit eher um die zwei Prozent. Gerade in Süd-Dänemark und Schleswig-Holstein gebe es gerade ein Ausbruchsgeschehen. "Das erinnert mich an den Beginn der B.1.1.7-Epidemie in Deutschland, wo es genauso war", sagte Drosten. Die Situation jetzt in Deutschland sei mit der in England im Mai durchaus ein wenig vergleichbar, analysierte Drosten. In Großbritannien hatte die ansteckende Delta-Variante innerhalb weniger Wochen trotz fortgeschrittener Impfquoten die Vorherrschaft übernommen. Die Inzidenzen stiegen wieder von 20 auf 70.

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+++ 19:29 WHO: Lage in Afrika ist "sehr, sehr besorgniserregend" +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Lage in Afrika als "sehr, sehr besorgniserregend" ein. WHO-Notfalldirektor Michael Ryan führte dies vor allem auf die Ausbreitung ansteckender Varianten und die niedrigen Impfraten auf dem Kontinent zurück. Großen Teilen der afrikanischen Bevölkerung und auch gefährdeten Bevölkerungsgruppen werde der nötige Impfschutz "vorenthalten", beklagte Ryan. "Das ist das Ergebnis einer höchst ungerechten Verteilung der Impfstoffe." Nach Angaben der WHO wurden in Afrika in der vergangenen Woche 116.500 Neuinfektionen registriert - 25.500 mehr als in der Vorwoche. In einigen Ländern hat sich die Zahl der Infektionen zuletzt sogar verdoppelt. Bisher sind in Afrika nur ein Prozent der Menschen zweifach und damit vollständig geimpft. Nach Angaben der WHO mussten viele arme Länder ihre Impfprogramme zuletzt sogar abbrechen, weil sie nicht genug Impfstoff haben.

+++ 19:15 Altmaier wirbt für Belebung der Innenstädte +++
Wirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU hat für eine aktive Belebung der Innenstädte nach dem Lockdown geworben. "Wir müssen bereit sein, in den nächsten Monaten schnell zu handeln", sagte er bei einer Tagung der kommunalpolitischen Vereinigung der Unionsparteien. "Denn wenn eine Innenstadt ihre Geschäfte erstmal verloren hat, dann schwindet die Lebensqualität und irgendwann ziehen die Menschen sich zurück." In der kommenden Woche werde ein von ihm ins Leben gerufener runder Tisch erste Vorschläge dafür vorlegen. Dann müssten Kommunen, Gewerbetreibende und die Politik in Berlin an einem Strang ziehen. Es gehe darum, Leerstände zu verhindern und dafür zu sorgen, dass Geschäfte sich digital so aufstellten, dass sie ein verlängertes Ladenlokal im Internet aufbauten. "Wir können den Wandel in unseren Innenstädten nicht aufhalten, aber in erheblichen Teilen mitgestalten", sagte Altmaier.

+++ 18:52 Spanien erleichtert Einreise von Deutschen - außer aus zwei Bundesländern +++
Die meisten Touristen aus Deutschland müssen ab Montag keinen negativen Test mehr vorlegen, um in Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einzureisen - selbst wenn sie ungeimpft sind. Bis auf Baden-Württemberg und das Saarland wurden nämlich alle deutschen Bundesländer wegen der niedrigen Infektionszahlen von der spanischen Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Bewohner der 14 Bundesländer dürfen ab Montag ohne Einschränkung einreisen. Sie müssen aber weiterhin ein Onlineformular ausfüllen und erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Reisende mit Wohnsitz in Baden-Württemberg und im Saarland müssen derweil bei der Einreise weiterhin einen negativen PCR- oder Antigentest vorlegen oder den Nachweis erbringen, dass sie mindestens seit 14 Tagen vollständig geimpft sind oder dass die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Kinder unter zwölf Jahren sind davon ausgenommen. Die Neuregelung gilt vorerst für eine Woche.

+++ 18:26 Panne in Testzentren: Personendaten online einsehbar +++
Name, Wohnort, Handynummer: Solche sensiblen Daten von Menschen, die sich in zwei bayerischen Testzentren für einen PCR-Test angemeldet hatten, waren zeitweise im Internet einsehbar. Man bedaure den Vorfall sehr, teilte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern als Betreiber mit. "Der ASB hat die Datenlücke umgehend geschlossen und das Schutzniveau erhöht." Zuvor hatte das Nachrichtenportal "t-online" über die Datenpanne berichtet. Betroffen sind zwei Testzentren in Franken. "Diese Daten gehören nicht für Unbefugte abrufbar gemacht. Das ist ganz klar", sagte Andreas Sachs, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht. Unklar ist, ob Unbefugte tatsächlich auf die Daten zugegriffen haben. Es werde umfassend geprüft, zum jetzigen Zeitpunkt sei davon nicht auszugehen, teilte der ASB mit. Über eine Suchmaschine war das Dokument t-online zufolge nicht zu finden. Vielmehr brauchte man den entsprechenden Link. Laut ASB sind 1600 Menschen betroffen.

+++ 17:59 Lage in Russland verschärft sich: Moskau meldet neuen Höchstwert +++
Die Lage in Russland verschärft sich weiter. Moskau meldete mit 9056 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert für die Hauptstadt. Damit hat sich dort die Zahl der neuen Fälle innerhalb von zwei Wochen verdreifacht. Bürgermeister Sergej Sobjanin verlängerte deswegen die Alltagsbeschränkungen. Die Maßnahmen sollen nun bis zum 29. Juni gelten. Unter anderem müssen bis dahin Cafes und Restaurants am Abend geschlossen bleiben, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sind verboten. Auch Fanzonen für die Fußball-Europameisterschaft sollen geschlossen werden. In Russland wird eine dritte Corona-Welle befürchtet.

+++ 17:37 Dritte Welle droht Uganda zu überrollen +++
Das ostafrikanische Land Uganda droht von der dritten Welle überrollt zu werden. Die Zahl der Neuinfektionen war nach Angaben der Africa CDC, der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), mit 11.704 Neuinfektionem im Wochenvergleich so hoch wie nie zuvor. Man habe die Nachbarländer um Sauerstoff gebeten, sagte die Gesundheitsministerin Dr. Monica Musenero. "Die Fälle steigen stetig. Wir versuchen, woher auch immer, Sauerstoffzylinder zu beziehen", sagte Munero. Man benötige mindestens 15.000 Sauerstoffzylinder, sagte sie. Auch die Armee sei angewiesen, Sauerstoff zu produzieren, bestätigte eine Militärsprecherin der dpa. In Uganda, wie auch in 13 weiteren afrikanischen Ländern, breitet sich die ansteckendere Delta-Variante weiter aus.

+++ 17:20 Spanien hebt Maskenpflicht im Freien auf +++
Angesichts sinkender Infektionszahlen und fortschreitender Impfungen hebt Spanien die Pflicht zum Tragen einer Corona-Schutzmaske im Freien Ende kommender Woche auf. "Dieses Wochenende wird das letzte mit Masken im Freien sein, denn am nächsten Wochenende werden wir sie nicht mehr tragen", sagt Ministerpräsident Pedro Sanchez. Das Kabinett werde am nächsten Donnerstag einen entsprechenden Beschluss fassen, der am 26. Juni in Kraft treten solle. Spanien folgt damit trotz der Sorgen vor einer Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante einer ähnlichen Entscheidung in Frankreich. Abgesehen von wenigen Ausnahmen wie etwa beim Sport gilt in Spanien seit dem vergangenen Sommer in den meisten Landesteilen eine Maskenpflicht für alle Menschen, die älter als sechs Jahre sind.

+++ 16:46 Italien erlässt 5-Tage-Quarantäne für Reisende aus Großbritannien +++
Italien erlässt im Kampf gegen die Delta-Variante eine fünftägige Quarantäne für Reisende aus Großbritannien. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mit. Die Maßnahme soll ab Montag gelten und wird durch eine Pflicht zum Coronatest ergänzt, wie es hieß. In Großbritannien sorgt die ansteckendere Variante durch ihre schnelle Ausbreitung für erhebliche Probleme. In Italien ist diese Form noch recht selten, die wissenschaftliche Gimbe-Stiftung nannte gestern Prozentanteile im einstelligen Bereich. Doch die Gesundheitsbehörden warnen vor einer Beschleunigung bei der Delta-Ausbreitung auch in dem Mittelmeerland. In Deutschland gilt Großbritannien als Virusvariantengebiet, deshalb müssen Reisende von dort noch strengere Regeln als jetzt in Italien beachten.

+++ 16:25 "Querdenker"-Proteste in Kassel bleiben verboten +++
Eine geplante Demo von Gegnern der Corona-Politik morgen in Kassel bleibt verboten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) bestätigte entsprechende Entscheidungen des Verwaltungsgerichts sowie der Stadt. Ein Eilantrag des Anmelders der Veranstaltung wurde abgelehnt. Der Gerichtshof begründete seine Entscheidung vor allem mit den Erfahrungen vorheriger "Querdenker"-Versammlungen, insbesondere am 20. März in Kassel. Damals waren bei einer Demo mehr als 20.000 Teilnehmer unterwegs, von denen sich viele nicht an gerichtliche Auflagen wie die Maskenpflicht hielten. Teils kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Nach Ansicht des VGH hat die Stadt "die überzeugende Prognose gestellt, dass aufgrund dieser Erfahrungen bei der angemeldeten Versammlung wiederum mit Verstößen gegen Auflagen und Verbote zu rechnen" sei. Unabhängig von dem Verbot hat sich die Polizei auf einen größeren Einsatz eingestellt. Die Stadt hat für Teile Kassels Maskenpflicht auch im Freien angeordnet.

+++ 16:08 WHO: Delta-Variante wird weltweit dominierend sein +++
Die in Indien erstmals nachgewiesene Delta-Variante wird nach Einschätzung der WHO weltweit die dominierende sein. Der Grund dafür sei die erhöhte Übertragbarkeit der Variante des Coronavirus, sagt WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan.

+++ 15:42 UK als mahnendes Beispiel - Virologin Brinkmann kritisiert umfassende Lockerungen +++
Die Helmholtz-Virologin Melanie Brinkmann ist angesichts des steigenden Anteils der Delta-Variante in Deutschland erschüttert über die derzeitigen Öffnungsschritte. Das berichtet der "Spiegel". Vor allem Debatten über die Abschaffung der Maskenpflicht hält sie für kontraproduktiv. Diese sei von den Maßnahmen noch "das geringste Übel". "Wir können derzeit in England beobachten, worauf höchstwahrscheinlich auch Deutschland zusteuern wird", wird sie von dem Magazin zitiert. Doch statt nun mit Bedacht vorzugehen, handle die Politik schon wieder ungeduldig und ohne einen Plan zu haben, was zu tun sei, sollten die Fallzahlen wieder in die Höhe gehen.

+++ 15:10 Urteil: Astrazeneca muss weitere 50 Millionen Dosen an die EU liefern +++
Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Impfstoff an die Europäische Union zu liefern. Dazu müsse ein fester Lieferplan eingehalten werden, teilte das Brüsseler Gericht erster Instanz auf Anfrage mit. Anderenfalls drohen Zwangsgelder. Die EU-Kommission hatte Astrazeneca verklagt, weil der Hersteller viel weniger Impfstoff geliefert hat als vertraglich zugesagt. Bestellt waren 300 Millionen Dosen von Astrazeneca bis Ende Juni. Doch im ersten Quartal gingen nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten. Die Kommission verlangte per Eilverfahren Ende Mai zunächst rasche Lieferung der ausstehenden 90 Millionen Dosen aus dem ersten Quartal. Das Gericht gestand der EU nun zumindest die rasche Lieferung von 50 Millionen Dosen zu.

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+++ 14:59 Spahn will Verdacht bei Intensivbetten-Register klären +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU will dem Verdacht nachgehen, ob deutsche Kliniken in der Pandemie die Zahl freier Intensivbetten zum Kassieren von Freihaltepauschalen heruntergerechnet haben könnten. Das müsse aufgeklärt werden, sagte Spahn vor der Bundespressekonferenz. "Aber es muss auch jenseits von Vermutungen gearbeitet werden. Und da ist auch viel Vermutung im Raum." Seit rund einer Woche gibt es Spekulationen darüber, ob Kliniken durch bewusst falsche Angaben bei Intensivbetten versucht haben könnten, Ausgleichszahlungen durch die Regierung zu erhalten. Grundlage für die Vermutungen ist das in der Pandemie eingeführte Intensivbetten-Register (Divi-Register).

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+++ 14:43 Curevac sieht trotz enttäuschender Zahlen gute Chancen auf Zulassung +++
Trotz enttäuschender Zahlen zur Wirksamkeit seines Impfstoffs sieht der Tübinger Hersteller Curevac gute Chancen auf eine Zulassung. Vorstandschef Franz-Werner Haas zeigte sich überzeugt, den Impfstoff auch bei geringer Wirksamkeit zur Zulassung bringen zu können. Der Leiter der Studie, Peter Kremsner, betonte, er sehe Curevac weiter in der Spitzengruppe der Vakzin-Hersteller. Investor Dietmar Hopp und der Bund als Anteilseigner kündigten an, an dem Unternehmen festhalten zu wollen. Kremsner zeigte sich optimistisch, den Impfstoff trotz der enttäuschenden Ergebnisse einer Zwischenanalyse zur Einsatzreife bringen zu können. "Aus meiner Sicht wird das nicht in den nächsten Wochen gelingen", sagte Kremsner dem Radiosender Bayern 2. "Aber es wird möglich sein, den Impfstoff so aufzubereiten, dass er sehr wirksam sein kann." Der Impfstoff stehe zu Unrecht in der Kritik, sagte Vorstandschef Haas. Kein anderes Vakzin sei an so vielen Virusvarianten getestet worden. Es sei daher "faktisch eigentlich nicht korrekt", die Zahl vom Mittwoch mit denen zur Wirksamkeit anderer Impfstoffe zu vergleichen, sagte Haas.

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+++ 14:26 Merkel mahnt zur Vorsicht wegen der Delta-Variante +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Krise ausgesprochen. "Wir wollen nicht diese dauernden 'Rein und Raus in die Kartoffeln'", sagte Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz im brandenburgischen Schönefeld. Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die sogenannte Delta-Variante des Virus ausbreitet. "Wir müssen einfach Schritt für Schritt und vorsichtig vorgehen", sagte Merkel in einem öffentlichen Video-Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

+++ 13:50 Bundesregierung streicht beliebte Urlaubsländer von Risikoliste +++
Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag Griechenland, fast ganz Frankreich, die Schweiz und Belgien von der Liste der Risikogebiete. Das teilt das Robert-Koch-Institut mit. Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

+++ 13:27 Tokio beginnt mit Impfung von Olympia-Personal +++
Tokio beginnt heute mit den Impfungen für Tausende Freiwillige und Mitarbeiter der Olympischen Sommerspiele. Alle, die engen Kontakt zu den anreisenden Athleten aus aller Welt haben werden, sollen eine Impfung bekommen. Impfberechtigt sind etwa Beschäftigte im Olympischen Dorf, Flughafenmitarbeiter, Vertreter der Olympischen und Paralympischen Komitees sowie ein Teil der 70.000 Freiwilligen. Das Internationale Olympische Komitee hat insgesamt 40.000 Impfdosen bereitgestellt.

+++ 13:01 In Berliner Clubs darf wieder getanzt werden - draußen und mit Test +++
Die Berliner Clubs kommen nach der langen Corona-Zwangspause wieder auf Touren: Ab heute darf dort draußen wieder getanzt werden. 250 Besucherinnen und Besucher sind möglich, Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test. "Der Sommer in Berlin ist natürlich etwas ganz Besonderes, auch für die Clubs", sagt Lutz Leichsenring von der Clubcommission, der Dachorganisation der Szene. Die Stimmung sei optimistisch. Mit Blick auf den Herbst sind demnach Pilotveranstaltungen mit wissenschaftlicher Begleitung in den Innenbereichen angedacht, so es die Entwicklung der Pandemie zulässt.

+++ 12:34 Spahn verteidigt umstrittenen Maskenkauf +++
Die Kritik an Gesundheitsminister Spahn reißt nicht ab. Nun bemängelt sogar der Bundesrechnungshof scharf, die Beschaffung, etwa von Masken, habe unnötig Steuergeld verschwendet. Spahn selbst erklärt, warum er in seinem Vorgehen keine Fehler sieht.

+++ 12:07 Moskau schließt seine EM-Fanzone wegen steigender Infektionszahlen +++
Wegen wieder stark steigender Corona-Infektionszahlen schließt Moskau seine Fanzone zur Fußball-EM und verbietet alle Freizeitveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Auch Clubs und Discotheken müssen schließen, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin auf seiner Website schreibt: "Ich wollte das nicht tun, aber ich muss." Die Infektionszahlen in der russischen Hauptstadt waren zuvor innerhalb weniger Tage von 3000 auf 7000 pro Tag hochgeschnellt. Als Grund für den starken Anstieg vermuten die Behörden neue Virusvarianten. "Höchstwahrscheinlich haben wir es mit neuen Varianten zu tun, die aggressiver sind und sich schneller verbreiten", so Sobjanin.

+++ 11:42 Impfstoff-Studienleiter: Curevac "nach wie vor unter den Top Ten" +++
Der Leiter der Impfstoff-Studie von Curevac, Peter Kremsner, sieht das Tübinger Unternehmen weiter in der Spitzengruppe der Covid-Vakzin-Hersteller. "Mit Curevac sind wir nach wie vor in den Top Ten von 300 Impfstoffentwicklern", sagt Kremsner dem Radiosender Bayern 2. "Aber wir haben es halt nicht in die Medaillen-Ränge geschafft." Die EU-Arzneimittelbehörde EMA werde in den nächsten Wochen entscheiden, wie es jetzt mit dem Curevac-Impstoff weitergehe. Es werde sicher gelingen, das Vakzin noch einsatzfähig zu machen, sagt Kremsner: "Aus meiner Sicht wird das nicht in den nächsten Wochen gelingen. Aber es wird möglich sein, den Impfstoff so aufzubereiten, dass er sehr wirksam sein kann."

+++ 11:13 Niedersachsen hebt Maskenpflicht auf Schulhöfen auf +++
Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen müssen auf dem Pausenhof keine Masken mehr tragen. Die Maskenpflicht in den Außenbereichen der Schulen sei aufgehoben worden, teilt das Kultusministerium in Hannover mit. Auf Fluren, in Treppenhäusern oder auf Toiletten müssten jedoch weiter Masken getragen werden, betont Kultusminister Grant Hendrik Tonne: "Mit Blick auf die inzwischen landesweit niedrigen Corona-Inzidenzwerte können wir die Schutzmaßnahmen auch in den Schulen ein wenig lockern und so wieder ein Stück Normalität in die Schulen holen." Zugleich appelliert er an die Schulen, nicht nachlässig zu werden. Der Schritt sei möglich, weil Maßnahmen wie die Pflicht zu regelmäßigen Corona-Selbsttests weiter gelten.

+++ 10:52 Günther: Delta-Welle auch ohne Lockdown vermeidbar +++
Wegen der ausbreitenden Delta-Variante fordert der Weltärztebund die aktuellen Lockerungen in Deutschland zu überprüfen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hält das nicht für notwendig. Im RTL/ntv-Frühstart sagt Günther: "Wir sind jetzt schon umsichtig und haben jeden Öffnungsschritt sorgsam überlegt. Wir sind bei den Öffnungen bisher nicht zu weit gegangen, sodass das absolut verantwortbar ist.", so der CDU-Politiker. "Wir sind vorsichtig und vorbereitet und daher schützen wir uns vor einer Situation wie in Großbritannien." Mit Blick auf die Urlaubssaison verweist Günther darauf, dass nur Urlauber mit einem Negativ-Test in Schleswig-Holstein einreisen dürfen. "Dadurch habe ich keine Sorgen, dass sich die guten Zahlen verändern werden."

+++ 10:31 Wieler: "Es ist nicht die Frage, ob Delta die führende Variante wird, sondern wann" +++
RKI-Chef Lothar Wieler warnt vor der Ausbreitung der Coronavirus-Mutante Delta. "Es ist nicht die Frage, ob Delta die führende Variante wird, sondern wann", sagt er. Wichtig sei daher der vollständige Impfschutz mit der zweiten Impfung. In Deutschland habe die Variante derzeit einen Anteil von sechs Prozent.

+++ 10:24 RKI-Präsident Wieler mahnt: "Dürfen Erfolge nicht leichtfertig verspielen" +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, mahnt weiter zur Vorsicht: "Wir sind sehr froh und sehr dankbar darüber, wie sich die Zahlen entwickeln", sagt Wieler. Aber die Pandemie sei nicht vorbei. Deutschland dürfe seine Erfolge jetzt nicht leichtfertig verspielen. Insofern sei es wichtig, weiterhin nur "behutsam und kleinschrittig" zu öffnen.

+++ 10:09 Spahn: Jeder zweite Deutsche ist geimpft +++
Die Impfkampagne in Deutschland geht voran. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind mittlerweile mit 50,1 Prozent mehr als die Hälfte der Deutschen mindestens einmal geimpft. Das entspreche 41,5 Millionen Menschen. 29,6 Prozent hätten mit der Zweitimpfung mittlerweile den vollen Schutz. "Diese Zahlen machen zuversichtlich", betont der CDU-Politiker. Allerdings breite sich die Coronavirus-Mutante Delta immer weiter weiter aus. Zwar sei das Niveau noch niedrig, aber die als besonders ansteckend geltende Variante verbreite sich schnell, mahnt Spahn. Hier können Sie die Pressekonferenz live verfolgen:

+++ 09:49 Einschränkungen bremsen Erholung im Gastgewerbe +++
Dämpfer für Deutschlands Gastwirte und Hoteliers: Nach der zaghaften Erholung in den Vormonaten sanken die Umsätze im April wieder. Das Gastgewerbe verbuchte preisbereinigt 6,3 Prozent weniger Erlöse als im März des laufenden Jahres. In nominaler Betrachtung gab es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein Minus von 6,5 Prozent. "Ursächlich für den Rückgang dürften die "Bundesnotbremse" und das Beherbergungsverbot zu touristischen Zwecken, auch über Ostern, sein", erklären die Wiesbadener Statistiker. Bund und Länder hatten im April bundeseinheitliche Regeln bei hohen Corona-Infektionszahlen in Kraft gesetzt. Diese "Bundesnotbremse" im Infektionsschutzgesetz ist längstens bis zum 30. Juni befristet.

+++ 09:16 Wales verschiebt ebenfalls Lockerungen wegen Delta-Variante +++
Nach England hat auch die britische Provinz Wales geplante Corona-Lockerungen wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante um vier Wochen verschoben. "Wir haben alle Daten überprüft und werden die Änderungen der Regeln um vier Wochen verschieben", twitterte der walisische Regierungschef Mark Drakeford. Sein Land habe noch immer die höchste Impfquote und die niedrigsten Corona-Zahlen im Vereinigten Königreich, aber es seien nun in allen Teilen Wales Fälle der Delta-Variante nachgewiesen worden. Mitte Juli sollen die Corona-Beschränkungen erneut überprüft werden. Wie auch in anderen Teilen Großbritanniens ist das Leben in Wales jedoch in vielen Bereichen ohnehin schon wieder fast zur Normalität zurückgekehrt - Pubs, Restaurants und Geschäfte haben geöffnet, auch Hochzeiten und kleinere Kulturveranstaltungen können unter Auflagen stattfinden.

+++ 08:43 Lauterbach räumt bei Saisonalität ein: "Streeck hatte voll recht" +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus dem Virologen Hendrick Streeck recht gegeben. "Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht", sagte er der "Bild"-Zeitung. Streeck hatte dem Portal im Januar gesagt: "Wie wir das im vergangenen Frühjahr gesehen haben - gehen im März, spätestens April die Infektionszahlen nach unten. Das ist das typische Verhalten von Coronaviren, die sich über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten." Er gehe davon aus, dass es nur noch wenige Fälle geben werde. Lauterbach und der Bonner Virologe hatten im Verlauf der Pandemie mehrfach deutliche Differenzen. Streeck hatte oft für eine etwas weniger strenge Linie bei den Corona-Maßnahmen plädiert.

+++ 08:15 Zehn Regionen in Deutschland sind Corona-frei +++
Zehn Land- und Stadtkreise sind Corona-frei. In den Landkreisen Jerichower Land, Lüchow-Dannenberg, Friesland, Dithmarschen, Rostock, Wunsiedel im Fichtelgebirge und Amberg-Sulzbach sowie in den Stadtkreisen Straubing, Schwabach und Dessau-Roßlau liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 0.

Baden-Württemberg ist mit 15,6 das einzige Bundesland mit einer 7-Tage-Inzidenz über 15. Gestern lag auch noch das Saarland mit 16,4 über dieser Marke, heute sank die Inzidenz dort allerdings auf 14,7. Mit den Neulingen Berlin (gestern 10,7, heute 8,4), Bremen (gestern 10,6, heute 8,4) und Thüringen (gestern 11,1, heute 9,6) liegt die Inzidenz nun in neun Bundesländern unter dem Wert von 10 registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

+++ 07:48 Modellprojekt in Hannover: Wie sicher sind Tanzveranstaltungen? +++
Ein Modellprojekt in Hannover soll Erkenntnisse bringen, wie sicher Tanzveranstaltungen unter freiem Himmel in der Pandemie sind. Heute Abend dürfen erstmals in diesem Jahr Menschen ohne Abstand zu wechselnden DJ-Sets feiern und tanzen. Die Reihe "Back to dance" wird vom Gesundheitsamt der Region Hannover sowie von Sozialwissenschaftlern der Leibniz Universität begleitet. Die Besucherinnen und Besucher können sich nahe kommen, müssen aber dennoch einige Regeln einhalten und einen höchstens zwölf Stunden alten Corona-Schnelltest mitbringen. Das Projekt will laut Veranstaltern auch auf die Schieflage aufmerksam machen, dass Tanzen in Diskotheken und Clubs gemäß der aktuellen niedersächsischen Corona-Verordnung wieder erlaubt ist, dies aber nicht für Outdoor-Festivals gilt.

+++ 07:12 Messebranche fordert Corona-Hilfen bis Jahresende +++
Die von der Pandemie schwer gebeutelte Messebranche fordert vom Bund die Fortsetzung von Corona-Hilfen bis zum Jahresende. "Sollte die Überbrückungshilfe schon Ende September auslaufen, brächte das viele Dienstleister auf den letzten Metern der Corona-Krise womöglich noch ins Straucheln", sagt Jörn Holtmeier, der Geschäftsführer des Messebranchen-Verbandes Auma. Seit März 2020 sind die Umsätze der Branche eingebrochen - nur im Spätsommer 2020 wurden einige Messen mit Publikum durchgeführt, zudem brachten Online-Angebote nur wenig Geld in die Kassen. "Die Lage ist katastrophal", sagt Holtmeier. Die Bundesregierung peilt eine Verlängerung der Ende Juni laufenden Corona-Hilfen um drei Monate an - mit dem Geld soll die Finanznot der Unternehmen gelindert werden.

+++ 06:45 Sydney führt wieder Maskenpflicht wegen Delta-Variante ein +++
Das australische Bundesland New South Wales hat das Tragen von Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln in Sydney wieder zur Pflicht gemacht, nachdem sich immer mehr Menschen mit der hochinfektiösen Delta-Variante des Coronavirus angesteckt hatten. Laut der Behörden können dennoch geplante Veranstaltungen im Freien unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. "Wir wollen nicht, dass die Menschen in Panik geraten, aber gleichzeitig wollen wir, dass jeder in höchster Alarmbereitschaft ist", sagt die Premierministerin des Bundesstaates, Gladys Berejiklian.

+++ 06:12 Braun rät Fußball-Fans von Reise nach London ab +++
Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab. "Meine große Sorge ist die sich ausbreitende Delta-Variante in Großbritannien - und London ist ein Austragungsort. Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen", sagt der CDU-Politiker in einem Interview dem RND. In der englischen Hauptstadt finden die beiden Halbfinals und das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft statt. Die Bundesregierung hatte Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Braun betonte in diesem Zusammenhang: "Wer nach London fährt, muss zwei Wochen in Quarantäne, wenn er nach Deutschland kommen möchte."

+++ 05:40 Amtsärzte dringen auf Ausbau der Gesundheitsämter +++
Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante fordern Amtsärzte einen schnelleren Ausbau der Gesundheitsämter. "Anderthalb Jahre nach Beginn der Pandemie stockt es zum Beispiel immer noch beim Personal", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Im Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst sei vereinbart, 1500 Stellen für medizinisches Fachpersonal bei den Gesundheitsämtern zu schaffen. "Ein Großteil dieser Stellen ist noch nicht besetzt", so Teichert.

+++ 04:43 RKI meldet 1076 Neuinfektionen, Inzidenz noch knapp über 10 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 1076 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 1364 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 10,3 von 11,6 am Vortag. 91 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, insgesamt werden in Deutschland damit 90.270 Corona-Tote gezählt.

+++ 03:55 Kanzleramtschef Braun: Pandemie brachte mehr Demokratiefeinde hervor +++
Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien haben nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun während der Corona-Pandemie zugenommen und dürften nach deren Ende auch nicht wieder deutlich zurückgehen. Die Pandemie sei ein Nährboden für Rechtsextremisten, Demokratiefeinde und Verschwörungsanhänger, sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ein großer Teil davon wird bleiben, auch wenn Corona vorbei ist." Das sei neben den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer der Schäden dieser Pandemie.

+++ 02:43 Impfstoffallianz CEPI enttäuscht über Rückschlag für Curevac +++
Die internationale Impfstoffallianz CEPI ist enttäuscht über die vorläufigen Ergebnisse der Tübinger Pharmafirma Curevac zu ihrem Impfstoff. "Das zeigt, was für eine Herausforderung die Entwicklung eines Impfstoffs sein kann", teilte CEPI mit. CEPI steht für "Koalition für Innovationen in der Epidemievorbeugung". Es ist eine Zusammenarbeit zwischen Weltgesundheitsorganisation (WHO), Regierungen, Stiftungen und Forschungseinrichtungen. Die Allianz betont, dass die Pandemie längst noch nicht vorbei ist. Es sei wichtig, die Forschung weiter zu fördern, um dem Virus und möglichen Varianten immer einen Schritt voraus zu sein. Curevac ist einer von ursprünglich zwölf Impfstoffkandidaten, die CEPI im Programm hat. Zwei davon wurden inzwischen eingestellt, eines von der Universität Queensland und eines von Merck.

+++ 02:03 Flughafenbetreiber und Airline reichen Klage gegen Ampelsystem in Großbritannien ein +++
Angesichts der noch immer unklaren Regeln für Reisen im Sommer wächst in Großbritannien der Ärger über die Regierung. Der Flughafenbetreiber Manchester Airport Group (MAG) und die irische Airline Ryanair reichten deswegen Klage ein, wie MAG mitteilte. Ziel sei, die Regierung in London zu mehr Transparenz bei der Kategorisierung von Reiseländern zu zwingen, hieß es. In Großbritannien gib es ein Ampelsystem für Reiseländer, doch die beliebtesten Urlaubsziele der Briten wie Spanien, Italien und Griechenland sind - neben Deutschland und allen anderen EU-Ländern - noch immer auf gelb, was mit aufwendigen Test- und Quarantänevorschriften bei der Rückkehr verbunden ist. Dabei haben einige dieser Länder inzwischen niedrigere Fallzahlen als das Vereinigte Königreich.

+++ 01:11 Weltärzte-Chef: "Unbedingt weiter FFP2-Masken tragen" +++
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt wegen der als besonders infektiös geltenden Delta-Variante vor zu schnellen Lockerungen. Solange noch nicht genügend Menschen geimpft seien, müssten vor allem die Ansteckungsrisiken im Alltag reduziert werden, sagte der Ärztevertreter den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das Tückische bei dieser Variante sei, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen hätten. "Im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und anderen Innenräumen sollten deswegen unbedingt weiterhin FFP2-Masken getragen werden", so Montgomery. Die Länder sollten prüfen, ob die angekündigten Lockerungen nicht zu weit gingen.

+++ 00:15 Lauterbach: Herdenimmunität auch ohne Curevac-Impfstoff +++
Der Rückschlag bei der Entwicklung des Curevac-Impfstoffs wird nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach das Ziel der Bundesregierung, bis Ende des Sommers allen Erwachsenen ein Impfangebot zu machen, nicht gefährden. "Wir werden die Herdenimmunität Mitte September erreichen", sagte Lauterbach am Donnerstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Dafür stünden genügend andere Impfstoffe zur Verfügung. Das Curevac-Serum habe das "noble" Anliegen gehabt, ein preiswerter und sehr wirksamer Impfstoff zu sein. Er wäre damit gerade für ärmere Länder prädestiniert gewesen , so Lauterbach. "Das ist in der Tat eine Tragödie".

+++ 23:25 Vier von fünf Erwachsenen in Großbritannien inzwischen geimpft +++
In Großbritannien sind inzwischen 80 Prozent aller Erwachsenen mindestens ein Mal geimpft. Das teilt das britische Gesundheitsministerium mit. Das Ziel, allen Menschen über 18 Jahren bis zum 19. Juli ein Impfangebot zu machen, sei damit in Reichweite. Der Anteil der Erwachsenen, die beide Impfungen erhalten haben, liegt den Angaben zufolge bei knapp 60 Prozent. Noch in dieser Woche soll laut Gesundheitsminister Matt Hancock die Impfpriorisierung enden. Alle über 18-Jährigen können dann einen Termin buchen - bislang war die Impfreihenfolge streng nach Risikogruppen gegliedert.

+++ 22:33 Müller sagt 20 Millionen Euro für Impfstoffproduktion in Afrika zu +++
Zum Abschluss seiner Westafrikareise hat Entwicklungsminister Gerd Müller dem Institut Pasteur im Senegal 20 Millionen Euro zur Produktion von Corona-Impfstoffen zugesagt. Das Geld solle bis April 2022 zur Verfügung gestellt werden, sagte der Minister in der Hauptstadt Dakar. Der Betrag sei als "Initialzündung" für eine Impfstoffproduktion "für Afrika in Afrika" gemeint. Man hoffe, dass andere europäische Länder dem Beispiel folgen würden, hieß es. Die Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC, erwartet, dass Afrika Impfstoffe schon Ende des Jahres selbst produzieren könnte, mit dem Institut Pasteur als einem der wichtigsten Labore auf dem Kontinent.

+++ 21:58 Deutschland meldet 1130 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.719.537 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1130 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 1719 Fällen im Vergleich zur Vorwoche.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 90 auf 90.195. Das sind fast genauso viele wie am vergangenen Dienstag (94 Fälle). Als aktuell infiziert gelten nach RKI-Schätzungen rund 34.931 Personen (Vortag: 37.822). 3.594.411 Menschen gelten demnach als genesen.

+++ 21:31 Drei Bundesländer melden Neuinfektionen im einstelligen Bereich +++
Drei der 16 Bundesländer melden Neuinfektionen im einstelligen Bereich: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern registrieren beide 3 und Bremen 6 neue Fälle. Den höchsten Tageswert verzeichnet heute Nordrhein-Westfalen mit 236 Fällen, gefolgt von Bayern (202) und Baden-Württemberg (181). Auch Hessen verzeichnet mit 127 Fällen wieder einen dreistelligen Wert. Anders in Niedersachsen: Dort ist die Zahl von 111 auf 91 gesunken.

+++ 21:23 Rheinland-Pfalz und Hessen haben die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner +++
Die Länder mit den meisten aktiven Fällen je 100.000 Einwohner sind Rheinland-Pfalz mit 64 und Hessen mit 61. Die niedrigsten Werte verzeichnen Mecklenburg-Vorpommern mit 13 aktiven Fällen pro 100.000 Einwohner, Schleswig-Holstein (14) und Niedersachsen (17).

+++ 21:14 Sieben-Tage-Inzidenz in allen Bundesländern deutlich unter 20 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner ist bundesweit erneut gesunken und liegt in allen deutlich Bundesländern unter 20. Am niedrigsten ist der Wert momentan in Mecklenburg-Vorpommern mit 3,2, Sachsen-Anhalt (5,1) und Brandenburg (5,2). Am höchsten ist der Wert momentan im Saarland (16,4), in Baden-Württemberg (15,6), Bayern (13,7) und Nordrhein-Westfalen (12,7).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) unverändert bei 0,59. Der 7-Tage-R-Wert ist leicht gestiegen und liegt aktuell bei 0,72 (Vortag: 0,71).

Die Entwicklungen des vergangenen Tages lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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