Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:19 EU-Behörden empfehlen Kreuzimpfungen +++

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC sprechen sich angesichts steigender Infektionszahlen für Kreuzimpfungen gegen Covid-19 aus. Damit könne mehr Flexibilität bei den Impfprogrammen in der Europäischen Union geschaffen werden, teilen die beiden Behörden mit. Studien zeigten, dass die Kombination von viralen Vektorimpfstoffen und mRNA-Impfstoffen gute Antikörperspiegel und eine stärkere Reaktion der T-Zellen hervorrufe als die Verwendung desselben Vakzins. Das gelte unabhängig davon, ob es sich um die Grundimmunisierung oder die Auffrischungsimpfung handele. Die bisher vorliegenden Daten deuteten zudem darauf hin, dass sogenannte heterologe Auffrischungsimpfung in Bezug auf die Immunreaktion genauso gut oder sogar besser sei als die Auffrischungsimpfung mit demselben Impfstoff. Kreuzimpfungen seien generell gut vertragen worden.

+++ 22:23 Wegen Maskenaffäre: Bayerischer Landtag verschärft Regeln für Abgeordnete +++
Als Konsequenz aus der Affäre um die Vermittlung von Maskenkäufen der Staatsregierung durch CSU-Politiker gelten in Bayern künftig verschärfte Regeln für Abgeordnete. Der Landtag billigt am Abend mit großer Mehrheit einen entsprechenden Gesetzentwurf, auf den sich am Ende CSU, Freie Wähler, Grüne, SPD und FDP verständigt hatten. Mit Nein stimmten die AfD und der frühere Justizminister Alfred Sauter, der selbst im Zentrum der Affäre steht. Nebentätigkeiten sind demnach in Zukunft zwar nicht generell verboten. Untersagt sind den Landtagsabgeordneten jedoch bezahlte Lobbytätigkeiten für Dritte bei Staatsregierung, Landtag und weiteren Behörden. Auch der Verkauf und die Vermittlung von Immobilien, Waren und Dienstleistungen für Dritte bei den Organen und Behörden des Freistaates und den Gesellschaften, die mehrheitlich im Eigentum des Freistaates stehen, sind den Parlamentariern künftig verboten. Darüber hinaus müssen Abgeordnete Einkünfte aus Nebentätigkeiten in Zukunft grundsätzlich ab dem ersten Euro veröffentlichen.

+++ 22:01 Saarland will Testpflicht für Geboosterte aufheben +++
Das Saarland plant, die Corona-Testpflicht für Menschen mit Booster-Impfung und "Frischgeimpfte" aufzuheben. Regierungssprecher Alexander Zeyer berichtet, dass sich Experten und Minister darin bei der Kabinettssitzung einig gewesen seien. Mit Blick auf die nächsten Bund-Länder-Gespräche am Donnerstag wolle man jedoch noch mit einer Umsetzung der neuen Regelung abwarten. Entsprechende Details werde man am Donnerstagabend oder Freitag bekanntgeben, nach Zeyers Angaben könnte sie dann voraussichtlich schon am Samstag in Kraft treten. Dann könnten Menschen mit einer dritten Auffrischungsimpfung und "Frischgeimpfte" bei 2G-Plus-Regelungen von der Testpflicht ausgenommen werden. Mehrere andere Bundesländer hatten kürzlich bereits die Testpflicht für Menschen mit Auffrischungsimpfung gekippt.

+++ 21:46 Spahn rechnet nicht mit weiteren Reisebeschränkungen in vierter Welle +++
Neue Reisebeschränkungen innerhalb der EU sind nach Einschätzung des scheidenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn angesichts der vierten Corona-Welle nicht zu erwarten. "Dass es innerhalb der Europäischen Union zu Reisebeschränkungen kommt, das sehe ich heute nicht", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens mit EU-Kollegen in Brüssel. Dies halte er auch nicht für notwendig. Spahn verwies darauf, dass die EU-Staaten die Einreise aus Ländern im südlichen Afrika, in denen die womöglich ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus "entdeckt wurde und eine stärkere Rolle spielt", bereits drastisch eingeschränkt haben. "Das war wichtig, dass wir schnell gemeinsam agiert haben." Grundsätzlich betonte Spahn, dass man über Omikron noch nicht alles wisse. "Aber bis wir mehr wissen, müssen wir vorsichtig sein." Durch die Einreisebeschränkungen solle der Eintrag des Virus nach Europa und Deutschland so gering wie möglich gehalten werden.

+++ 21:23 Auch Brandenburg schließt Clubs und Diskotheken +++
Auch Brandenburg verschärft die Corona-Regeln. Die Landesregierung wird am kommenden Dienstag eine aktualisierte Verordnung beschließen, die unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und die Schließung von Clubs und Diskotheken vorsieht, wie die Staatskanzlei in Potsdam mitteilt. Die Verordnung soll am Mittwoch kommender Woche in Kraft treten, zuvor soll der Landtag die epidemische Lage feststellen. Die Maßnahmen orientieren sich wie in anderen Ländern an den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz.

+++ 21:02 Auch Portugal erlaubt Kinderimpfungen +++
In Portugal haben die zuständigen Behörden die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen Covid-19 genehmigt. Das teilt das Gesundheitsministerium in Lissabon mit. Damit kann das Land seine sehr gute Impfquote erhöhen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa gegeben. Portugal hat eine Impfquote von circa 88 Prozent. Die Behörden in Lissabon teilen mit, nun dürfe man auch knapp 638.000 Kindern die Corona-Impfung verabreichen. Erst kürzlich verzeichnete das Land einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz.

+++ 20:40 Wegen Omikron: Norwegen schärft deutlich nach +++
Angesichts einer besorgniserregenden Corona-Lage mit dem Auftreten der Omikron-Variante verschärft Norwegen die im Land geltenden Maßnahmen. Die Infektionslage sei jetzt so ernst, dass man neue Maßnahmen ergreifen müsse, um die Kontrolle über die Pandemie zu behalten, sagt Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Abend auf einer Pressekonferenz in Oslo. Das bedeute auch, dass es in diesem Jahr andere Weihnachtstage würden als normal. Zu den neuen Maßnahmen zählt unter anderem die Regel, einen Meter Abstand zu halten. Wo das zum Beispiel in Geschäften oder Restaurants nicht möglich ist, muss man Maske tragen. Alkohol darf nur an sitzende Gäste serviert werden, und zwar nur bis maximal 24.00 Uhr. Bei Sport- und Kulturangeboten für Erwachsene wird die maximal zulässige Gruppengröße auf 20 reduziert. Gelten soll all das ab Donnerstag und vorläufig für vier Wochen.

+++ 20:18 Berlin will am 15. Dezember mit Kinderimpfungen beginnen +++
In Berlin sollen die Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren am 15. Dezember beginnen. Sie sollen sowohl in den Impfzentren, an Schulen wie auch an besonderen Orten wie im Zoo möglich sein, sagt die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Die Auslieferung des Biontech-Impfstoffs für diese Altersgruppe soll am 13. Dezember erfolgen. "Wir wollen kein Risiko eingehen, dass der Impfstoff dann doch am 14.12. kommt, und wir haben Termine vergeben", erläutert Kalayci. "Deswegen haben wir gesagt: Wir starten mit der Impfung der Kinder am 15.12." Die Kapazitäten in den Impfzentren sollen bis dahin ausgebaut werden. "Es gibt in Tegel 15 zusätzliche Kabinen für Kinder, in der Messe plus 10 und auch beim ICC plus 10 Kabinen", sagt Kalayci. Für die Kinderimpfungen sei eine Terminbuchung notwendig.

+++ 19:57 Sachsen schließt Gastronomie für Hotspots mit Inzidenz über 1500 +++
Sachsen verschärft erneut die Corona-Regeln. Gastronomiebetriebe in Hotspots mit einer Inzidenz über 1500 sollen schließen müssen, wie das Landessozialministerium in Dresden mitteilt. Die neue Verordnung soll demnach am Freitag beschlossen werden. Im Freistaat gelten schon seit längerem strenge Corona-Maßnahmen, etwa 2G - also der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene - sowie verkürzte Öffnungszeiten in der Gastronomie. Auch im Einzelhandel führte Sachsen, das besonders stark von Corona-Infektionen betroffen ist und die bundesweit niedrigste Impfquote hat, als erstes Bundesland die 2G-Regel ein. Die neue Verordnung soll am Montag in Kraft treten und bis zum 9. Januar gelten. Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte und Messen bleiben weiterhin untersagt. Gleiches gilt für Clubs, Bars und Diskotheken. Ausgangsbeschränkungen sollen beibehalten werden, ebenso die Altersgrenze von 16 Jahren bei Ausnahmen von 2G. Bei privaten Feiern und Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen soll es eine Teilnehmerbegrenzung auf 50 Personen geben.

+++ 19:30 Bundesländer melden 50.578 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.249.084 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 50.578 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich geht die Zahl der neu entdeckten Ansteckungen damit leicht zurück. Vergangenen Dienstag wurden 53.675 neue Ansteckungen registriert, heute waren es 5,8 Prozent weniger. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 412 auf 103.643. Im Vergleich zur Vorwoche sind das 15 mehr Fälle. Als aktuell infiziert gelten rund 933.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 0,91). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4950 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2699 davon werden invasiv beatmet. Rund 3057 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 19:14 Drosten: Omikron "ist unser Problem bis Sommer" +++
Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, erwartet wegen der neu aufgetretenen Omikron-Variante bis zum nächsten Sommer Probleme mit dem Coronavirus in Deutschland. "Das Deltavirus ist unser Problem bis in den Januar rein, das Omikronvirus ist unser Problem bis Sommer", sagte Drosten in der NDR-Sendung "Das Coronavirus-Update". Derzeit dominiert in Deutschland die Delta-Variante des Coronavirus. Die kürzlich entdeckte Omikron-Variante breitet sich aber weltweit aus. Drosten sagte, vermutlich werde Omikron ab Januar in Deutschland zum Problem. Es lasse sich im Moment jedenfalls nicht sagen, dass bis Ostern das Thema Coronavirus vorbei sei. Drosten zeigte sich insbesondere durch die hohe Verbreitungsgeschwindigkeit von Omikron besorgt. Es zeige sich eine Verdopplung der Fälle in Südafrika oder England etwa alle drei bis vier Tage. Falls sich das für Deutschland bestätige, "dann ist das eine Entwicklung, die schneller ist als jede politische Entscheidungsmöglichkeit. Dann hätten wir bald ein ernstes Problem", sagte Drosten.

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+++ 18:51 Mehr Briten an Alkoholexzess gestorben - Amt sieht Zusammenhang mit Pandemie +++
In Großbritannien ist die Zahl der durch Alkoholmissbrauch verursachten Todesfälle rekordverdächtig gestiegen. Dies hänge mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zusammen, erklären die Gesundheitsbehörden. Laut Daten des britischen Statistikamtes (ONS) starben 2020 knapp 9000 Menschen - 18,6 Prozent mehr als im Vorjahr - an alkoholbedingten Ursachen. "Die Tatsache, dass diese Sterblichkeitsraten gestiegen sind, deutet darauf hin, dass die Zunahme der Alkoholschäden eine umfassendere Auswirkung der Pandemie war", erklärt das ONS. Die Schließung von Pubs habe dazu geführt, dass viele starke Trinker mehr Alkohol zu Hause konsumierten.

+++ 18:38 Experten: Omikron wohl ab Januar in Norwegen dominant +++
Norwegische Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Omikron-Variante des Coronavirus schon kurz nach dem Jahreswechsel in ihrem Land vorherrschen wird. "Es ist wahrscheinlich, dass die Omikron-Variante eine größere Ausbreitungsfähigkeit als die Delta-Variante besitzt und spätestens im Januar 2022 in Norwegen dominant geworden ist", schreibt das staatliche Gesundheitsinstitut FHI in einer aktualisierten Risikobewertung. Bereits jetzt steige die Krankheitslast schnell, Omikron werde diese Entwicklung im Laufe des Dezembers und Januars voraussichtlich verstärken und eine Welle mit einer erheblichen Krankheitslast auslösen. Die Lage sei ernst. Das FHI weist darauf hin, dass es vorläufig weiterhin Unsicherheiten zu den Eigenschaften und Wirkungen der Virus-Variante gebe.

+++ 18:17 Demonstranten wollten vor Schwesigs Wohnhaus ziehen +++
Bei einem nicht angemeldeten Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Landes- und der Bundesregierung haben Hunderte Teilnehmer am gestrigen Montagabend versucht, vor das Wohnhaus von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Schweriner Innenstadt zu gelangen. Wie ein vom NDR veröffentlichtes Amateurvideo zeigt, zogen viele von ihnen mit den eingeschalteten Taschenlampen ihrer Smartphones in den Händen durch die enge Straße, in der die SPD-Politikerin wohnt. Der Zug sei hundert Meter vor Schwesigs Wohnhaus von Polizisten gestoppt worden, hieß es. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel von der SPD wertete den Zug als den Versuch, "sächsische Verhältnisse herbeizuführen".

+++ 18:02 Maskenverweigerer erschießt zwei Menschen in Moskau +++
Bei einem Streit ums Maskentragen zum Schutz vor dem Coronavirus hat in Moskau ein Mann eine Pistole gezogen und mindestens zwei Menschen erschossen. Drei weitere Leute seien verletzt worden, teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen; der 45-Jährige werde psychologisch untersucht, heißt es. Schauplatz war eines der sogenannten Multifunktionszentren im Südosten der russischen Hauptstadt, wo Bürger ihre persönlichen Dokumente beantragen und bearbeiten lassen können. Der Verdächtige soll sich trotz Aufforderung des Personals geweigert haben, einen Mund- und Nasenschutz aufzusetzen. Dann habe er die Pistole gezogen und geschossen. Unter den Verletzten sei auch ein zehn Jahre altes Mädchen, teilt das Innenministerium mit.

+++ 17:44 Masken, Homeoffice, Abstand: Schweden schärft Corona-Regeln nach +++
Trotz verhältnismäßig niedriger Corona-Zahlen rüstet sich Schweden mit einem neuen Maßnahmenplan für eine Zeit mit angespannterer Lage im Gesundheitswesen. Bereits ab morgen sollten Reisende in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sagt Gesundheitsministerin Lena Hallengren in Stockholm. Arbeitgeber sollten ihren Angestellten zudem ermöglichen, aus dem Homeoffice zu arbeiten, Erwachsene im öffentlichen Raum Abstand zueinander halten und Gaststätten Gedränge vermeiden. Der Einsatz des vor einer Woche eingeführten Corona-Impfnachweises soll zeitnah etwa auf Restaurants und Fitnessstudios ausgeweitet werden, wie Hallengren ankündigte. Wenn sich die Infektionslage und die Belastung des Gesundheitswesens dennoch weiter verschlechterten, könnten in zwei Schritten weitere Maßnahmen folgen. Am wichtigsten sei aber nach wie vor, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, unterstrich die Ministerin ebenso wie die neue Regierungschefin Magdalena Andersson an ihrer Seite.

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+++ 17:17 US-Experte Fauci: Omikron "nahezu sicher" nicht schlimmer als Delta-Variante +++
Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Einschätzung des US-Experten Anthony Fauci offenbar nicht schlimmer als andere Varianten des Erregers. "Es ist nahezu sicher, dass sie nicht schlimmer ist als Delta", sagt der oberste Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe einige Hinweise darauf, dass Omikron sogar weniger schwerwiegend sein könnte. Vollständig gesicherte Erkenntnisse hierzu seien aber erst in einigen Wochen zu erwarten. Untersucht wird derzeit auch, ob die vorhandenen Corona-Impfstoffe auch gegen die neue Omikron-Variante wirksam sind. Fauci rechne damit, dass die Ergebnisse dieser Laboruntersuchungen spätestens in einer Woche vorliegen werden.

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+++ 17:09 Schweiz aktiviert Armee für Corona-Einsatz +++
Die Schweizer Regierung hat den Einsatz der Armee in Krankenhäusern, in Impfzentren oder für den Transport von Covid-19-Patienten genehmigt. Kantone können nun Unterstützung anfordern, wenn ihre eigenen Mittel nicht ausreichen, wie die Regierung in Bern bekannt gab. Es sei nicht auszuschließen, dass die Kantone wegen der hohen Fallzahlen und der Lage in den Krankenhäusern an ihre Grenzen stoßen. 2500 Armeeangehörige stünden zur Verfügung. Es ist die dritte Mobilisierung von Armeeangehörigen in der Corona-Pandemie nach Einsätzen im Frühjahr und im Herbst 2020.

+++ 16:58 Österreichs Lockdown soll am kommenden Wochenende enden +++
Österreichs neuer Bundeskanzler Karl Nehammer hat zugesagt, dass der Corona-Lockdown in der Alpenrepublik wie angekündigt am kommenden Wochenende endet. Es stelle sich nicht mehr die Frage, "ob wir den Lockdown beenden", sagt Nehammer in Wien. Vielmehr sei zu klären, "wie, mit welchen Schutzmaßnahmen" das Ende des Lockdowns am Wochenende flankiert werde. Wichtig sei außerdem: "Der Lockdown für Ungeimpfte bleibt." Nehammer sagt weiter, mittlerweile gebe es bei den Corona-Infektionszahlen "eine positive Tendenz". Nun komme es darauf an, "aus einer Tendenz einen Trend zu machen". Waren Mitte November noch bis zu etwa 16.000 Infektionen pro Tag nachgewiesen worden, waren es gut 4200 Neuansteckungen. Die Belegung der Intensivstationen in Österreich mit Covid-19-Patienten stieg aber weiter auf einen neuen Jahreshöchststand.

+++ 16:42 Lindner: FDP-Fraktion wird nicht geschlossen bei Impfpflicht abstimmen +++
Die FDP wird nach den Worten von Parteichef Christian Lindner im Bundestag nicht geschlossen für oder gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht stimmen. Die FDP-Fraktion werde es "in die ethische Abwägung der Mitglieder unserer Fraktion stellen, ob sie einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen", sagt der künftige Bundesfinanzminister in Berlin. Lindner hatte bereits angekündigt, persönlich voraussichtlich für eine allgemeine Corona-Impfpflicht zu stimmen. Andere FDP-Abgeordnete stehen dem Vorhaben aber skeptisch gegenüber.

+++ 16:30 Ab März: Polen erlässt Impfpflicht für Ärzte, Lehrer und Sicherheitskräfte +++
In Polen gilt vom 1. März an eine Impfpflicht für Ärzte, Lehrer und Sicherheitskräfte. Gesundheitsminister Adam Niedzielski kündigt weiter an, dass das Personal in Restaurants und ähnlichen öffentlichen Orten verpflichtet werde, Impfzertifikate zu überprüfen. Zudem sollen Reisende, die nicht aus Staaten des Schengen-Abkommen stammen, ab dem 15. Dezember einen negativen Test bei der Einreise vorweisen.

+++ 16:15 AfD-Beschwerde gegen 2G-Regel in Berliner Hotels bleibt ohne Erfolg +++
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat eine Verfassungsbeschwerde von elf AfD-Bundestagsabgeordneten nicht zur Entscheidung angenommen, die sich gegen die 2G-Regelung in Berliner Hotels richtete. Die Beschwerde sei unzulässig, teilt das Gericht mit. Die nach eigenen Angaben nicht geimpften Abgeordneten hatten argumentiert, dass sie wegen der langen Anreise bei einer 2G-Regelung in Hotels nicht an der für den morgigen Mittwoch geplanten Wahl des Bundeskanzlers teilnehmen könnten. In Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Berlin dürfen seit Inkrafttreten der neuen Infektionsschutzverordnung nur noch Geimpfte und Genesene übernachten.

+++ 15:56 Kretschmann entschuldigt sich für Regel-Wirrwarr +++
Nach dem Wirrwarr bei den neuen Corona-Regeln am Wochenende hat sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei den Menschen im Land entschuldigt. Die Regierung müsse unter hohem Zeitdruck Beschlüsse in Verordnungen umsetzen. "Das ist uns dieses Mal einfach verrutscht, das tut mir leid", sagt der Grüne in Stuttgart. Kretschmann erklärte, es sei zunächst vor allem darum gegangen, die erwarteten Zuschauermassen bei Großveranstaltungen wie der Fußball-Bundesliga zu verhindern. Ohne die schärferen Corona-Regeln, die erst am späten Freitagabend veröffentlicht worden waren, habe man die Fans in den Stadien nicht verbieten können. Irritation und Verunsicherung gab es besonders wegen einer anderen Regel: Ursprünglich sollte auch etwa in Restaurants eine Testpflicht für Geimpfte und Genesene gelten. Von der harten 2G-Plus-Regel sollten nur Geboosterte ausgenommen werden. Doch dann machte das Bundesland am Sonntag einen Rückzieher und nahm auch kürzlich Geimpfte und Genesene von der Testpflicht aus. Allerdings müssen Genesene nachweisen, dass die Infektion maximal sechs Monate zurückliegt. Und für Geimpfte gilt: Die zweite Impfung sollte weniger als ein halbes Jahr her sein. Die späte Lockerung war auch auf Druck des Koalitionspartners CDU zustandegekommen.

+++ 15:38 Ungeimpft und kein Reiserückkehrer: Hamburg meldet ersten Omikron-Fall +++
Erstmals ist auch in Hamburg die neue Omikron-Variante des Coronavirus entdeckt worden. Die als besorgniserregend eingestufte Variante sei durch Genomsequenzierung bei einer Person aus dem Stadtteil Eimsbüttel nachgewiesen worden, sagt Senatssprecher Marcel Schweitzer. Es handele sich nicht um einen Reiserückkehrer. Die Person sei nicht gegen Corona geimpft. Derzeit werde versucht, Umfeld und Infektionsweg aufzuklären. Die Omikron-Variante ist bereits in mehreren Bundesländern aufgetaucht.

+++ 15:24 Union will Impfpflicht auf Lehrkräfte ausweiten +++
Die Unions-Bundestagsfraktion will die geplante Teil-Impfpflicht auch auf Lehrer und Erzieher ausdehnen. Das müsse geprüft werden, sagt der CDU/CSU-Fraktionsvize Stephan Stracke vor der Fraktionssitzung. Die Übergangsfrist bis zum 15. März schmälere vor allem den Effekt für die Infektionsentwicklung, fügt der CSU-Politiker hinzu. Parallel müsse ein Gesetzentwurf für eine allgemeine Impfpflicht auf den Weg gebracht werden.

+++ 15:13 Für Skisaison gilt in Bayern 2G-Regel - doch keine Testpflicht +++
Bayern setzt in der laufenden Skisaison auf 2G-Regelungen. Damit müssen die Sportler geimpft oder genesen sein, wenn sie einen Lift verwenden wollten, sagt Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern nach einer Sitzung des Ministerrats. "Wir verzichten auf das Testen beim Skifahren, weil sonst eine Abwanderungsbewegung in die Nachbarländer stattgefunden hätte."

+++ 15:05 Arthritis-Medikament erhält EU-Zulassung +++
Einen Tag nach der Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat das Pharmaunternehmen Roche die EU-Zulassung für sein Medikament Roactemra bei Covid-19 erhalten. Eingesetzt werden darf das Tocilizumab-haltige Mittel künftig auch zur Behandlung von Covid-19-Patienten, wie Roche mitteilt. Roactemra ist das vierte in der EU zugelassene Covid-Medikament. Konkret geht es um Patienten mit einem schweren Verlauf, die eine systemische Behandlung mit bestimmten Hormonen (Kortikosteroiden) erhalten und zusätzlichen Sauerstoff oder mechanische Beatmung benötigen. Bislang ist das Mittel zur Behandlung von Entzündungskrankheiten wie der rheumatoiden Arthritis, der Riesenzellarteriitis oder des Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS) zugelassen.

+++ 14:51 Anstieg abgeflacht: Test-Positivrate bleibt hoch +++
Der rasante Anstieg der sogenannten Positivrate bei von Laboren ausgewerteten Corona-Tests scheint erstmal gestoppt. So schlugen in der Woche bis vergangenen Sonntag 21 Prozent der durchgeführten Sars-CoV-2-Tests an, wie der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) mitteilt. Das sind etwa so viele wie in der Vorwoche. In den sieben Wochen zuvor war die Rate kontinuierlich von rund sechs Prozent angestiegen. Je höher der Positiven-Anteil bei gleichzeitig anhaltend hohen Fallzahlen ist, desto höher wird laut Robert-Koch-Institut die Anzahl unerkannter Infizierter in einer Population geschätzt. Die Belastung der Labore ist laut ALM weiter hoch. "Ihre Auslastung liegt im Durchschnitt bei 82 Prozent (Vorwoche: 85 Prozent) und damit weiterhin an der Belastungsgrenze - in vielen Regionen jedoch deutlich darüber." Die Lage bleibe weiterhin sehr angespannt, sagt der ALM-Vorsitzende Michael Müller. "Viele Labore arbeiten an der Grenze des Machbaren."

+++ 14:38 Vor EU-Treffen: Dänischer Gesundheitsminister mit Corona infiziert +++
Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke ist während einer Dienstreise nach Brüssel positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie sein Ministerium mitteilt, hält er sich nun in Selbstisolation in einem Brüsseler Hotel auf. Die Infektionsnachverfolgung in seinem Umfeld sei bereits in Gang gesetzt worden. Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, er habe jedoch milde Symptome in Form von Halsschmerzen. Heunicke ist den Angaben zufolge am Montagabend in Brüssel eingetroffen. Dort findet am heutigen Dienstag ein EU-Gesundheitsministertreffen statt, auch der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist dafür vor Ort. Am Morgen vor dem Treffen hat Heunicke nach Ministeriumsangaben einen Selbsttest gemacht, der positiv ausgefallen sei. Das Ergebnis sei im Anschluss mit einem schnellen PCR-Test bestätigt worden. Wo und wann sich Heunicke angesteckt hat, ist noch unklar. Das Gesundheitsministerium teilt aber mit, dass am vergangenen Freitag unter den geltenden Corona-Richtlinien eine Weihnachtsfeier im Ministerium in Kopenhagen stattgefunden habe, bei der auch Heunicke dabei gewesen sei. Nach dieser Veranstaltung sei bislang ein weiterer Infektionsfall festgestellt worden.

+++ 14:17 Ampel-Parteien wollen Kurzarbeitergeld-Aufschlag verlängern +++
SPD, Grüne und FDP wollen Beschäftigten, die länger als drei Monate in Kurzarbeit sind, auch kommendes Jahr einen Aufschlag zahlen. Ab dem 4. Bezugsmonat betrage das Kurzarbeitergeld 70 (mit Kindern 77) Prozent der Differenz zum bisherigen Nettolohn, ab dem 7. Monat 80 (87) Prozent. Regulär beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent. Die erhöhten Sätze würden bis Ende März 2022 gelten, sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD der "Rheinischen Post". Die Koalition werde den Änderungsantrag dafür in die Bundestagsberatungen über den Gesetzentwurf zur Stärkung der Impfprävention einbringen.

+++ 13:59 Spanien lässt Corona-Impfung für Fünf- bis Elfjährige zu +++
In Spanien hat die zuständige Kommission die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen Covid-19 genehmigt. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit kann das Land die im europäischen Vergleich gute Impfquote von zurzeit circa 80 Prozent weiter erhöhen. Knapp 90 Prozent aller Bürger, die älter als zwölf sind, sind bereits vollständig geimpft. Nach Schätzungen können nun in Spanien rund drei Millionen Kinder geimpft werden. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa gegeben.

+++ 13:35 57,436 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft +++
Die einfache Impfquote steigt von 72,0 auf 72,1 Prozent. Insgesamt rund 59,932 Millionen Menschen in Deutschland haben mindestens eine Impfdose erhalten. Komplett geimpft sind laut RKI-Impfquoten-Monitoring 57,436 Millionen Menschen. Das entspricht einer harten Impfquote von 69,1 Prozent (Vortag: 69,0 Prozent). Das Impftempo zieht bisher nicht weiter an. Im mehrtägigen Mittel werden derzeit pro Tag rund 802.000 Impfdosen eingesetzt. Der Großteil davon entfällt auf die Auffrischungsimpfungen. In Deutschland haben bisher mindestens 14,570 Millionen oder 17,5 Prozent der Einwohner eine Booster-Corona-Schutzimpfung erhalten.

+++ 13:20 Bayern führt Testpflicht in Kitas ein +++
Auch Kleinkinder unterliegen in Bayern beim Besuch von Kindertagesstätten im neuen Jahr einer Corona-Testnachweispflicht. Das beschloss das bayerische Kabinett. Kinder, die älter als ein Jahr sind, dürften nach den Weihnachtsferien nur noch die Kita besuchen, wenn sie drei Mal wöchentlich getestet werden. Akzeptiert werde ein Test, der in der Einrichtung vorgenommen werde, oder auch die glaubhafte Versicherung eines selbst vorgenommenen Schnelltests. Auch PCR-Pooltests seien möglich, sofern die Träger dies anböten, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann von der CSU. Der Entwurf des Sozialministeriums werde noch weiter ausgearbeitet. Vonseiten der Eltern hatte es Kritik gegeben, unter anderem weil die Laborkapazitäten für die Tests unter Umständen nicht ausreichen könnten.

+++ 12:58 Österreichs neuer Kanzler hält an Lockdown-Ende für Geimpfte fest +++
Der Lockdown in Österreich wird nach den Worten von Bundeskanzler Karl Nehammer wie geplant beendet. Es gehe nur noch um die Umstände, unter denen Lokale und Handel wieder öffnen dürften, sagte Nehammer in Wien. Die Details zu Vorsichtsmaßnahmen, Restriktionen und etwaigen regional schärferen Maßnahmen sollen am Mittwoch bei einem Bund-Länder-Gipfel beraten werden, so der Regierungschef weiter. Zu Beginn des Lockdowns am 22. November war das Ende für den 13. Dezember angekündigt worden. Für Ungeimpfte würden die aktuellen Ausgangsbeschränkungen aber weiter gelten, bekräftigte Nehammer.

+++ 12:34 Mittlerweile 27 Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Rudolstadt +++
Die Zahl der Todesopfer nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Rudolstadt in Thüringen hat sich auf 27 erhöht. In dem Heim mit ehemals 141 Bewohnern gebe es aktuell zudem noch bei sechs Bewohnern positive Corona-Tests, teilt das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt mit. In den letzten Tagen gab es immer wieder Nachmeldungen: So hatte das Landratsamt am Freitag erst 18 Todesfälle gemeldet. Insgesamt sei rund ein Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner nicht geimpft, hatte die Behörde vergangene Woche mitgeteilt. Von den 18 gemeldeten Todesopfern vom Freitag habe bei 14 kein vollständiger Impfschutz bestanden. Bei den neu dazugekommenen Fällen konnte ein Sprecher am Dienstag keine Aussagen über den Impfstatus treffen.

+++ 12:20 Scholz: "Infektionsgeschehen rührt von den Ungeimpften her" +++
Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat Einschränkungen für Ungeimpfte als notwendiges Mittel zum Brechen der vierten Corona-Welle verteidigt. "Das heute uns alle beeinträchtigende Infektionsgeschehen rührt von den Ungeimpften her", sagte Scholz nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags der Ampelpartner in Berlin. "Darüber gibt es gar keinen Zweifel." Scholz sagte: "Viele von denen sind auch selbst bedroht, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich infizieren, ist sehr, sehr hoch und deshalb ist es auch sehr wahrscheinlich, dass ein Teil davon erkranken wird und ein weiterer Teil auf den Intensivstationen um das eigene Leben wird ringen müssen." Ganz klar sei es deshalb, dass Einschränkungen für diejenigen, die sich nicht impfen lassen haben, nötig seien.

+++ 12:05 Neuköllner Gesundheitsamt setzt bei Kontaktnachverfolgung teils auf Eigenverantwortung +++
Das Gesundheitsamt Neukölln kommt mit der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterher - es muss priorisiert werden, berichtet der rbb. Der Fokus bei den Nachverfolgungen liege derzeit bei Menschen über 69 Jahren, Menschen in Seniorenheimen, Pflegeeinrichtungen, und deren Pflegekräfte. "Aber wir priorisieren auch Kinder und Jugendliche, die in Kitas, Schulen, Horteinrichtungen organisiert sind", sagte der Neuköllner Amtsarzt Nicolai Savaskan dem rbb. Zwar würden auch positiv Getestete zwischen 18 und 69 Jahren vom Amt kontaktiert, aber mit zum Teil erheblicher Verzögerung. Hier setze die Behörde auf Eigenverantwortung der Berlinerinnen und Berliner: Wer einen positiven Schnelltest bekommen hat, soll dieses Ergebnis umgehend per PCR überprüfen lassen und sich vorsorglich von seinen Mitmenschen isolieren, um die Infektionskette zu durchbrechen.

+++ 11:45 WHO: Impfpflicht muss "absolut letztes Mittel" sein +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dazu aufgerufen, eine Corona-Impfpflicht nur als letztes Mittel im Kampf gegen die Pandemie in Betracht zu ziehen. Vorschriften zu einer Impfpflicht "sind ein absolut letztes Mittel und nur anzuwenden, wenn alle anderen machbaren Optionen zur Verbesserung der Impfaktivität ausgeschöpft wurden", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, in Kopenhagen. Auch in Deutschland wird derzeit angesichts einer heftigen vierten Corona-Welle über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert.

+++ 11:33 68 Ärzte und Pfleger in Spanien nach Weihnachtsessen Corona-positiv +++
68 Ärzte, Pfleger und Sanitäter eines Krankenhauses in Spanien sind nach einem großen gemeinsamen Weihnachtsessen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Noch werde allerdings untersucht, ob und wie viele Ansteckungen bei diesem Treffen passiert seien, erklärte ein Sprecher des betroffenen Regionalen Universitätskrankenhauses von Málaga im Süden des Landes. Ob es unter den Betroffenen möglicherweise auch Ungeimpfte gibt, wurde zunächst nicht bekannt. An dem Weihnachtsessen hatten vor einer Woche mehr als 170 medizinische Beschäftigte teilgenommen. Wie Medien unter Berufung auf das Krankenhaus berichteten, hatten sich alle Teilnehmer vor dem Treffen am 1. Dezember Antigentests unterzogen, die alle negativ ausgefallen seien. Deshalb werde untersucht, ob sich die Betroffenen vielleicht nicht während des Essens, sondern kurz vor oder nach dem Test infiziert haben können.


+++ 11:12 Auffallend niedrige Fallzahlen: Sachsen bestätigt technische Probleme +++
Die Corona-Fallzahlen aus Sachsen fallen aktuell höher aus als vom Robert-Koch-Institut (RKI) offiziell angegeben (Eintrag 08:42 Uhr). Bei der Meldung der Neuinfektionen kam es nach Auskunft der sächsischen Behörden heute zu technischen Problemen. Die in Sachsen für die Fallübermittlung zuständige Landesuntersuchungsanstalt habe den Datenexport wie üblich erstellt, teilte das Sozialministerium Sachsen auf Anfrage von ntv.de mit. Die Daten konnten demnach beim RKI nicht hochgeladen werden. Die aufgetretenen technischen Probleme der Datenlieferung seien für die sächsischen Behörden nicht ersichtlich gewesen, heißt es. Es habe keine Fehlermeldung gegeben. Die Ursache werde derzeit noch geklärt. Die Landesbehörde habe die fehlenden Angaben heute morgen nachträglich ans RKI gesendet. Das RKI selbst wollte sich dazu auch auf Nachfrage hin zunächst nicht näher äußern. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:58 Spahn: Einreisebeschränkungen bleiben angesichts Omikron wichtig +++
Einreisebeschränkungen in die EU sollen dem scheidenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge wegen der Variante Omikron aufrechterhalten bleiben. Bis man mehr über die Variante wisse, gelte es vorsichtig zu sein, sagt Spahn vor dem Treffen der EU-Gesundheitsminister in Brüssel. Daher seien Reisebeschränkungen wichtig, um Einreisen in die EU und nach Deutschland zu begrenzen.

+++ 10:35 Kretschmann: Schließung der Impfzentren im Sommer war richtig +++
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Schließungen der Corona-Impfzentren im Sommer verteidigt. Dort seien nur noch "eine Hand voll Leute" hingegangen. "Da kann man doch nicht solch eine gigantische Infrastruktur machen", sagte der Grünen-Politiker in der SWR-Sendung "Leute". Das Angebot sei heute mit mobilen Impfteams und kleineren Impfstützpunkten in den Kommunen viel flexibler. Der Regierungschef äußerte sich zudem bestürzt über die hohe Zahl ungeimpfter Menschen in Baden-Württemberg. "Das beschwert mich unglaublich, dass so viele Leute einem Eigensinn nachgehen, der rational nicht mehr erklärbar ist", sagte er. Kretschmann widersprach auch dem Argument, Impfen sei Privatsache und der Staat habe eine Ablehnung zu akzeptieren: "Das ist nicht so. Der Ungeimpfte gefährdet auch andere, indem er sie einfach ansteckt." In diesem Zusammenhang plädierte Kretschmann erneut für eine Impfpflicht.

+++ 10:17 Erste Omikron-Infektionen im Südpazifik-Inselstaat Fidschi nachgewiesen +++
Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist mittlerweile in rund 40 Ländern nachgewiesen worden. Der südpazifische Inselstaat Fidschi meldet nun seine ersten Fälle. Zwei vollständig gegen Corona geimpfte Staatsbürger von Fidschi, die am 25. November aus Nigeria über Hongkong eingereist waren, seien mit der Omikron-Variante infiziert gewesen. Das Gesundheitsministerium von Fidschi hob hervor, da die beiden Infizierten seit ihrer Ankunft in einer Quarantäne-Einrichtung untergebracht gewesen seien, sei die neue Variante wahrscheinlich nicht ins Land getragen worden. Die Quarantäne war angeordnet worden, weil Fidschi Nigeria als Hochrisikogebiet einstuft.

+++ 10:00 Kellner für allgemeine Impfpflicht +++
Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht aus. "Ich persönlich habe meine Meinung geändert, und ich würde für eine allgemeine Impfpflicht stimmen, wenn es im Deutschen Bundestag zur Abstimmung käme", sagt Kellner im ntv-Frühstart. Bei Veränderungen der Lage - in diesem Falle das Virus - gehöre es zu einer verantwortlichen Politik, eigene Meinungen und Positionen zu hinterfragen. "Wir haben gesehen, dass das Festhalten an Positionen auch nicht weiterführt." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:48 Experte: Omikron in Großbritannien wird binnen Wochen dominant werden +++
Die Omikron-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht eines Experten in Großbritannien innerhalb von Wochen dominant werden. Das sagte Jeffrey Barrett vom Wellcome-Sanger-Institut im BBC-Radio. "Ich denke, wir können jetzt sagen, dass die Variante sich im Vereinigten Königreich schneller ausbreitet als die Delta-Variante und das war bis vor sehr kurzer Zeit nicht klar", sagte Barrett und fügte hinzu: "Ich bin ziemlich sicher, dass sie wahrscheinlich innerhalb von Wochen dominant werden wird." Der britischen Regierung zufolge wurden bislang in dem Land 336 Omikron-Fälle registriert. Keiner der Betroffenen müsse bislang im Krankenhaus behandelt werden, sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Montagabend im Parlament.

+++ 09:36 Laumann: Lauterbach sollte Schulterschluss mit Landesministern suchen +++
Der designierte SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach sollte nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Ressortchef Karl-Josef Laumann von der CDU eng mit seinen Amtskollegen in den Bundesländern zusammenarbeiten. "Und ich glaube, dass wir mit Herrn Lauterbach als Landesgesundheitsminister sehr gut zusammenarbeiten können", sagte Laumann im Deutschlandfunk. Es könne eine gute Zeit werden, wenn er es so mache wie Jens Spahn und einen "engen Schulterschluss mit den Landesgesundheitsministern" suche. Er glaube, dass Lauterbach von seiner Persönlichkeitsstruktur und auch von seiner politischen Erfahrung her eine gute Besetzung sei.

+++ 09:09 Luca-Anwender können ab sofort Impfstatus mit Gesundheitsämtern teilen und mit ihnen chatten +++
Die Nutzerinnen und Nutzer der Luca-App können künftig freiwillig ihren eigenen Impfstatus mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt teilen. Mit einer neuen Version wird die Anwendung gleichzeitig um eine verschlüsselte Chat-Funktion erweitert, über die personalisierte Direkt-Nachrichten zwischen Gesundheitsämtern und den Anwendern ausgetauscht werden können. Diese Funktion "Luca Connect" soll noch im Dezember aktiviert werden, kündigte Patrick Hennig, Geschäftsführer der Culture4Life GmbH, an. Bei der Chat-Funktion setzen die Luca-Macher auf die Verschlüsselungstechnik, die auch beim Messengerdienst Signal verwendet wird.

+++ 08:42 Mögliche Untererfassung von Daten: RKI-Zahlen für Sachsen auffallend niedrig +++
Es scheint ein Problem mit den aktuellen RKI-Zahlen für Sachsen zu geben. Die angegebenen Meldewerte (+949 Neuinfektionen) sind auffallend niedrig. Bei der sächsischen Landesbehörde waren es gestern 4242 neue Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Sachsen bricht entsprechend steil ein. Was der Grund für die enorme Differenz ist, ist derzeit noch unklar. Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist aktuell zu bedenken, dass Experten von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

+++ 08:21 EU-Delegation: Südkorea soll Impfnachweis aus dem Ausland anerkennen +++
Eine strengere Regelung in Südkorea für den Nachweis einer Corona-Schutzimpfung bei Ausländern hat bei der EU-Delegation und weiteren Botschaften für Irritation gesorgt. Sie riefen die Regierung auf, den Nachweis bei ausländischen Staatsbürgern auch dann anzuerkennen, wenn sie außerhalb Südkoreas vollständig mit anerkannten Vakzinen geimpft wurden. "Sie sollten die gleichen Zugangsrechte für öffentliche Einrichtungen haben wie südkoreanische Staatsbürger, die im Ausland vollständig geimpft wurden", twittert die EU-Delegation in Südkorea. Gleiche Aufrufe gab es auch von Botschaften Großbritanniens, der USA, Neuseelands und anderer Länder. Im Gegensatz zu Ausländern, die keine Ausnahme von den Quarantäne-Regelungen haben, erkennen die Behörden den Impfstatus von im Ausland geimpften Südkoreanern an. Damit ist es betroffenen ausländischen Besuchern in der Regel nicht möglich, Restaurants, Cafés, Kinos oder andere Orte zu besuchen, wo ein Nachweis verlangt wird. Wie viele betroffen sind, ist unklar.

+++ 08:10 Mehrheit offen für alternative Impfangebote +++
Um die Impfkampagne zu beschleunigen, sollen Tierärzte und Tierärztinnen, Zahnärzte und Zahnärztinnen, sowie Apotheker und Apothekerinnen künftig Corona-Impfungen verabreichen dürfen. Die Mehrheit der Bevölkerung hätte bei diesem Schritt einer forsa-Umfrage zufolge keine Einwände und würde sich in der Apotheke (63 Prozent) oder beim Tierarzt (33 Prozent) den Impfstoff verabreichen lassen. Lediglich 34 Prozent würden sich dort nicht impfen lassen. Die Anhänger der AfD und insbesondere die Nicht-Geimpften lehnen die beiden möglichen alternativen Impflokalitäten zu einer großen Mehrheit ab. Bei der Umfrage im Auftrag von ntv/RTL war auch eine Mehrfachnennung möglich. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:53 Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister sieht Vorstoß zu Kontaktbeschränkungen für Geimpfte skeptisch +++
Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg von der FDP hat sich ablehnend zu Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte in der Zeit nach den Feiertagen geäußert. "Ich bin skeptisch, für Geimpfte ähnliche oder sogar gleich weitreichende Einschränkungen einzuführen wie für Nichtgeimpfte", sagt Garg. Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil hatte angekündigt, in der nächsten Bund-Länder-Runde über Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte in der Zeit nach Weihnachten sprechen zu wollen. In einem Interview der Zeitung "Die Welt" erneuerte Weil seinen Vorschlag einer Verschärfung über Neujahr. "Klar ist, dass es über Weihnachten zahlreiche Familienkontakte geben wird. Die werden nach aller Erfahrung auch wieder für eine Reihe von Ansteckungen sorgen", sagte der SPD-Politiker. "Es ist also eine Überlegung wert, ob man die damit verbundene Infektionsdynamik nicht durch eine begrenzte Auszeit abmildern sollte."

+++ 07:28 Tierärzte fordern rechtliche Sicherheit für Beteiligung an Impfkampagne +++
Tierärzte haben angesichts ihrer geplanten Einbindung in die Corona-Impfkampagne eine rechtliche Absicherung gefordert. "Wenn wir künftig auch impfen sollen, tun wir das im Rahmen der Möglichkeiten gerne als Beitrag für die Corona-Bekämpfung", sagt der Präsident des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte, Siegfried Moder, der "Rheinischen Post". "Mich verwundert aber, dass bislang niemand auf uns zugekommen ist." Bevor Tierärzte impfen könnten, müssten zahlreiche Fragen geklärt werden, erklärt der Verbandschef. "Das reicht über die Haftung, die Bestellung von Impfstoffen, die räumlichen Voraussetzungen bis hin zur Vergütung." Am schnellsten könnten Tierärzte Moder zufolge in Impfzentren oder mobilen Impfteams mithelfen.

+++ 07:01 RKI meldet knapp 10.000 Neuinfektionen weniger als vor einer Woche +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gefallen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 432,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 441,9, gelegen, vor einer Woche bei 452,2 (Vormonat: 191,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 36.059 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 45.753 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 399 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 388 Todesfälle.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:36 Umfrage: Ungeimpfte eher bereit zu Corona-Regelbruch an Weihnachten +++
Besonders Ungeimpfte sind einer Umfrage zufolge bereit, sich am bevorstehenden Weihnachtsfest über eventuelle Kontaktbeschränkungen hinwegzusetzen. Bei der jährlichen Weihnachtsstudie der Universität der Bundeswehr München gaben zwei Drittel (66 Prozent) der nicht geimpften Befragten an, dass sie sich über coronabedingte Verbote, zumindest teilweise, hinwegsetzen würden. Von den vollständig geimpften Personen zeigten nur 43 Prozent eine Offenheit für Regelbrüche, sagt Studienleiter Professor Philipp Rauschnabel. Im Durchschnitt hatten 47 Prozent der Männer und Frauen eine Bereitschaft zu Regelverstößen erklärt. "Die Offenheit zum Regelbruch ist weiterhin erschreckend hoch", so Rauschnabel. "Diese Zahlen sollten uns zu denken geben."

+++ 06:20 Aktuelle RKI-Fallzahlen verzögern sich +++
Die aktuellen Corona-Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind momentan noch nicht abrufbar. Sie sollen laut RKI ab dem frühen Vormittag verfügbar sein.

+++ 05:52 Innenminister der Länder warnen vor mehr Corona-Protesten durch Impfpflicht +++
Mehrere Innenminister und Innenministerinnen der Länder zeigen sich über eine mögliche Zunahme von Protesten bei der Einführung einer Impfpflicht besorgt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann von der CSU plädiert nach dem Fackel-Aufzug vor dem Haus der sächsischen SPD-Gesundheitsministerin Petra Köpping für klare Konsequenzen und warnt vor einer Radikalisierung der "Querdenker"-Szene. "Das ist ein Angriff auf unsere Demokratie. Solch bedrohliche Entwicklungen müssen im Keim erstickt werden", sagt Herrmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen von der CDU hält eine weitere Eskalation der Proteste gegen Corona-Maßnahmen durch die Einführung einer Impfpflicht für wahrscheinlich. Ebenso wie die CDU-Innenministerin aus Sachsen-Anhalt, Tamara Zieschang: "Das merken wir auch hier in Sachsen-Anhalt. An den Demonstrationen beteiligen sich auch Reichsbürger, Rechtsextremisten und die sogenannte Querdenker-Szene, deren Vertreter wiederholt mit radikal-aggressiver Sprache und Anfeindungen in den sozialen Medien auffallen." Die Entwicklungen beobachteten die Sicherheitsbehörden im Land genau. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:05 Wegen Omikron: Großbritannien verschärft Einreiseregeln +++
Reisende nach Großbritannien müssen von heute an einen negativen Corona-Test vorweisen, bevor sie ins Land kommen. Die Regelung gilt für alle Erwachsenen sowie Kinder und Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren. Der PCR- oder Antigen-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Mit der Maßnahme soll die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus verlangsamt werden, wie das britische Gesundheitsministerium mitteilte.

+++ 04:21 Amtsärzte rufen Lauterbach zu Tempo beim Impfen auf +++
Angesichts hoher Infektionszahlen haben die Amtsärzte in Deutschland den designierten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von der SPD zu mehr Tempo in der Impfkampfange aufgerufen. Sie würde sich wünschen, "dass der neue Minister jetzt sehr schnell alle nötigen Maßnahmen für eine Ausweitung der Impfungen voranbringt. Das ist im Moment das Wichtigste", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Teichert betonte, ansonsten "läuft uns die Pandemie davon". Die Medizinerin betonte, sie sei zwar grundsätzlich bereit, über eine Impfpflicht zu reden. Zuvor müsse jedoch "sichergestellt sein, dass wir dieses Vorhaben logistisch überhaupt stemmen können. Diese Voraussetzung muss erfüllt sein, bevor es eine Impfpflicht geben kann", forderte Teichert.

+++ 03:11 WHO gegen Genesenen-Plasma als Covid-Therapie +++
Corona-Patienten sollten laut der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht mit Immunplasma von Genesenen behandelt werden. Eine Expertengruppe der WHO rät von solchen Transfusionen ab, wie sie in der Fachzeitschrift "BMJ" schreibt. Nach derzeitiger Studienlage hätten Covid-19-Patientinnen und -Patienten weder eine bessere Überlebenschance noch senke eine Transfusion mit Plasma das Risiko, dass sie beatmet werden müssen, heißt es in dem Artikel. Die Experten hätten 16 Studien mit insgesamt mehr als 16.000 Patienten begutachtet. In besonders schweren Fällen sei die Studienlage noch unsicher, deshalb sprechen sich die Experten nicht gegen weitere Studien bei solchen Patienten mit Plasma aus

+++ 02:19 Sozialverband fordert bessere Organisation der Impfungen +++
Der Sozialverband VdK fordert den designierten Gesundheitsminister Karl Lauterbach von der SPD auf, für eine bessere Organisation der Booster-Impfungen zu sorgen. "Wir brauchen endlich ein bundeseinheitliches Verfahren", sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. In einigen Bundesländern warteten ältere Menschen und Risikopatienten vergeblich auf Termine und kämen telefonisch bei Ärzten oder Zentren nicht durch. Auch bei der Lieferung von Impfstoff gebe es an vielen Orten Probleme. "Es ist erschreckend, dass es nach fast zwei Jahren Pandemie noch immer keine zentrale Information, Koordination und Steuerung gibt", so Bentele, "das muss nun schleunigst geändert werden."

+++ 01:49 Slowakei erwägt Lockdown-Verlängerung +++
In der Slowakei soll der Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus um eine Woche bis zum 16. Dezember verlängert werden. Das Gesundheitsministerium kündigt an, dass Kabinett um Zustimmung zu den Plänen zu bitten. Angesichts stark steigender Infektionszahlen war am 25. November ein zunächst für zwei Wochen geplanter Lockdown verhängt worden. Die Lage sollte nach zehn Tagen überprüft werden.

+++ 00:34 Deutsche Bahn kontrolliert ab Mittwoch 3G-Nachweise +++
Die Deutsche Bahn führt einem Medienbericht zufolge ab Mittwoch stichprobenartige Kontrollen von 3G-Nachweisen im Nahverkehr ein. Fahrgäste ohne Beleg für Test, Impfung oder Genesung (3G) sollen "diskret und höflich" gebeten werden, am nächsten Knotenbahnhof auszusteigen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland vorab unter Berufung auf eine interne Dienstanweisung der DB Regio. Bei Weigerungen solle die Bundespolizei hinzugezogen werden.

+++ 23:29 Corona-Proteste in fast allen Landkreisen Thüringens +++
In Thüringen hat es am Abend in fast allen Landkreisen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. Insgesamt habe es 24 Versammlungsorte gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Dabei seien die Teilnehmerzahlen meist höher gewesen als derzeit zulässig. Erlaubt sind in Thüringen nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal 35 Menschen. Die Beamten hätten deswegen versucht, keine Aufzüge zuzulassen und die Verantwortlichen in den nicht angemeldeten Demos ausfindig zu machen. Schwierig sei es jedoch gewesen, überall mit einer ausreichenden Zahl von Einsatzkräften zu sein, hieß es weiter. Die größten Proteste gab es nach Einschätzung der Polizei in Erfurt mit etwa 1000, in Altenburg mit etwa 800 und in Zeulenroda mit 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Organisatoren der Erfurt-Demo werden der Polizei zufolge wegen der Größe der Versammlung ein Bußgeld von etwa 1500 Euro zahlen müssen. Auch in Eisenach, Nordhausen, Arnstadt, Jena, Saalfeld, Sömmerda und weiteren Städten habe es Demonstrationen gegeben.

Nach einer vorläufigen Einschätzung der Polizei sei es insgesamt ruhiger zugegangen als bei Protesten am Wochenende. So gab es etwa weniger gemeldete Straftaten. In Erfurt habe vermutlich eine Person von der Versammlungsleitung eine Polizeikraft beleidigt.

+++ 22:26 Deutsche Unternehmen werben ab morgen gemeinsam fürs Impfen +++
Mehr als 150 Unternehmen und Marken in Deutschland wollen ab morgen gemeinsam für die Corona-Impfung werben. Mit dabei sind nach Angaben der Berliner Werbeagentur Antoni, die sich die Kampagne ausgedacht hat, unter anderem BMW, Mercedes-Benz, Edeka, Lidl, die Sparkasse und die Volksbanken ebenso wie Burger King und McDonald's. Medienpartner der Kampagne ist die "Bild"-Zeitung. Überschrift der Kampagne ist das auch von der Bundesregierung genutzte "#ZusammenGegenCorona", die Unternehmen sollen unter diesem Hashtag auf ihren Social-Media-Kanälen aber jeweils mit eigenen Slogans für die Impfung werben. Teilweise handelt es sich dabei um Abwandlungen bekannter Werbeslogans der jeweiligen Marken, die so jeweils in einen Aufruf zum Impfen verwandelt werden.

+++ 22:03 Fallzahl in Südafrika binnen einer Woche verfünffacht +++
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa fordert die Menschen in seinem Land eindringlich auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Wir verzeichnen eine Infektionsrate, wie wir sie seit Beginn der Epidemie noch nicht gesehen haben", erklärt Ramaphosa. Die neu entdeckte Omikron-Variante scheine auf dem Vormarsch zu sein, warnt er und fügt hinzu: "Ich rufe alle Südafrikaner auf, sich unverzüglich impfen zu lassen." Nach den jüngsten Angaben haben sich die Infektionsfälle innerhalb einer Woche auf rund 16.000 am vergangenen Freitag verfünffacht. Inzwischen fällt rund ein Viertel der Corona-Tests in Südafrika positiv aus - vor zwei Wochen waren es nur zwei Prozent.

+++ 21:40 US-Behörde warnt vor Reisen nach Frankreich und Portugal +++
Die US-Seuchenbehörde CDC warnt vor Reisen nach Frankreich und Portugal sowie nach Tansania und Jordanien. Grund sei die epidemische Lage, heißt es in einer Erklärung.

+++ 21:18 Sechs Bundesländer zeigen rückläufige Tendenz +++
Sechs der 16 Bundesländer verzeichnen zu Wochenbeginn eine rückläufige Tendenz beim Fallaufkommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz geht in Bayern (527,2), Berlin (341,4), Brandenburg (643,2), Hessen (269,2) und Rheinland-Pfalz (315,5) leicht zurück. In Baden-Württemberg sinkt der Wert sogar um 16,50 auf 516,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++ 20:47 Bundesländer melden 28.534 Neuinfektionen und 185 Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.198.506 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 28.534 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs um 10,6 Prozent unter dem Niveau von Montag vergangener Woche.

Bei den Todesfällen im Zusammenhang mit einer Infektion geht die Entwicklung dagegen nach oben: Die Zahl stieg um 185 auf 103.231. Vor einer Woche waren 163 Todesfälle übermittelt worden. Als aktuell infiziert gelten rund 932.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,91 angegeben (Vortag: 0,96). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4905 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2657 davon werden invasiv beatmet. 3236 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:34 Castex: Lage trotz fünfter Welle in Frankreich besser als vor einem Jahr +++
Trotz der fünften Infektionswelle sieht Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex das Land in einer besseren Verfassung als vor einem Jahr. Inzwischen seien 52 Millionen Franzosen geimpft und damit fast 90 Prozent der zugelassenen Bürger, sagt er. Allerdings seien nun neue Maßnahmen nötig. So sollen übergewichtige oder gefährdete Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren ab dem 15. Dezember geimpft werden können. Diskotheken werden für die kommenden vier Wochen geschlossen. Castex ruft die Bevölkerung zudem auf, Feiern einzuschränken.

+++ 19:56 Omikron-Fall an Düsseldorfer Grundschule +++
Ein Grundschulkind hat sich in Düsseldorf mit der Omikron-Variante des Coronavirus angesteckt. Das berichtet der WDR. Demzufolge wollte die Stadt den Fall bislang nicht kommentieren, dem Sender liegen nach eigenen Angaben jedoch entsprechende Informationen vor. Demnach war das Kind in der vergangenen Woche nicht zusammen mit Mitschülern in einem Klassenzimmer, weil die Schule wegen der hohen Zahl an Corona-Fällen bereits Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte. Dem WDR zufolge gab es an der Schule im Stadtteil Düsseltal seit Anfang November insgesamt 28 Corona-Fälle. Um die Infektionsketten zu brechen, hatte die Schulleitung in der vergangenen Woche alle Klassen in den Distanzunterricht geschickt.

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Quelle: ntv.de, hek/chf/dpa/AFP/rts

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