Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:28 Island lockert Maßnahmen +++

Rund zwei Wochen nach einer Verschärfung will Island seine Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung wieder deutlich lockern. "Heute haben wir gute Nachrichten", sagt die isländische Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir bei einer Pressekonferenz in Reykjavik. Ab morgen dürfen sich wieder 50 Menschen versammeln, zuvor hatte diese Zahl bei 10 gelegen. Clubs und Pubs dürfen wieder öffnen, nachdem sie Mitte Januar schließen mussten. Damals sah sich die Regierung zu einer Verschärfung veranlasst, weil sie das Gesundheitssystem als stark belastet ansah. Nun gibt es insbesondere im Freizeitbereich viele Lockerungen, etwa eine höhere Auslastung von Schwimmbädern oder Fitnessstudios.

+++ 22:20 Rostock verbietet Corona-Demos +++
Die Hansestadt Rostock hat die für Montagabend angemeldete Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen untersagt. Wie die Stadt mitteilt, hätten sich die Teilnehmer in den vergangenen Wochen weit überwiegend nicht an Auflagen gehalten und seien auch nicht zu deren Einhaltung zu bewegen gewesen. Auch der Anmelder, der teilweise auch als Versammlungsleiter fungierte, habe sich wiederholt nicht in der Lage gezeigt, Versammlungsauflagen zu erfüllen.

+++ 21:50 Auch in Frankreich gehen die Infektionen zurück +++
Wie in Spanien und Italien sinkt auch in Frankreich die Zahl der täglichen Ansteckungen. Die Behörden registrieren einen Rückgang den vierten Tag in Folge, allerdings weiterhin auf sehr hohem Niveau von 353.503 Neuinfektionen, nach 392.168 am Vortag, 428.008 am Mittwoch und am Dienstag über 501.000 nachgewiesenen Fällen. In Krankenhäusern seien 263 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt sind es damit 102.875 Todesfälle.

+++ 21:20 Fast jede zweite Region übersteigt die 1000er-Inzidenz +++
Seit gestern liegen laut Angaben der Bundesländer alle 411 Regionen in Deutschland bei der 7-Tage-Inzidenz über 200. Tatsächlich liegen die meisten - nämlich 404 von 411 Regionen - sogar über der 300er Marke. Unter dieser Schwelle liegen nur noch 7 Regionen. Sogar über 500 liegen bereits 373 von 411 Regionen. Die 1000er Schwelle wird inzwischen von 202 von 411 Regionen überschritten, also fast jeder zweiten Region.

+++ 20:40 Hamburg weiterhin über der 2000er-Schwelle +++
In 13 von 16 Bundesländern steigt heute die 7-Tage-Inzidenz weiter an. Die stärksten Anstiege gibt es in Hessen (+83,4), Nordrhein-Westfalen (+92,3) und Rheinland-Pfalz (+80,2). Wie gestern liegen zehn Bundesländer über der 1000er Schwelle. Hamburg überschreitet weiterhin die 2000er Schwelle, mit immer noch wachsender Tendenz.

+++ 20:20 Bundesländer melden 192.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 9.484.934 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 192.073 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste jemals aus Länderdaten gemeldete Tageswert: Er liegt abermals über dem gestrigen Höchstwert von 190.737 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Länder 140.670 neue Fälle verzeichnet, das ist ein Wochenplus von 36,5 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 184 auf 117.540. Als aktuell infiziert gelten rund 1.868.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,17 angegeben (Vortag: 1,16) Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2260 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1254 davon werden invasiv beatmet.

+++ 19:59 Infektionen bei Hamburger Schülern verdoppelt +++
Die Zahl der Corona-Infektionen von Schülern in Hamburg hat sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt. So hatte das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt für die vergangene Woche 10.725 Infektionen bei 5- bis 19-Jährigen Kindern und Jugendlichen registriert, wie die Schulbehörde auf Nachfrage sagt. In der Vorwoche waren 4856 Fälle gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Zeitraum vom 17. bis 23. Januar lag damit in der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen von 5 bis 9 Jahren bei 4616 (Vorwoche: 1797) und bei den 10- bis 19-Jährigen bei 4101 (Vorwoche: 2015). Demzufolge wurden in der vergangenen Woche somit für rund 4,2 Prozent der rund 256.000 Schüler Corona-Infektionen gemeldet.

+++ 19:29 Kretschmann wirft Virologen Einmischung in Politik vor +++
Wissenschaftler wie etwa Virologen sollten sich aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann aus der Politik heraushalten. "Max Weber hat darauf verwiesen, dass Wissenschaften die Welt beschreiben, wie sie war, ist und sein wird. Sie können auch beschreiben, wie man die Welt verändern könnte. Aber die Wissenschaft kann nicht sagen, ob man die Welt auch verändern soll", sagte der Grünen-Politiker der "Heilbronner Stimme" und dem "Südkurier“. So sollten sie es „unterlassen, politische Ratschläge zu geben", sagte der Ministerpräsident. "Zum Beispiel, ob jetzt eine Impfpflicht politische Kollateralschäden erzeugt, das zu bewerten liegt jetzt nicht in der Kompetenz der STIKO oder von wem auch immer." Das sei Kompetenz und Aufgabe der Politiker, die dafür gewählt worden seien. "Da ist manches verrutscht."
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+++ 19:02 Einigung im Streit um Impfpatente in Sicht +++
Im Streit um Impfstoff-Patente könnte nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) eine Einigung für ärmere Länder kurz bevorstehen. "Wir hoffen, dass wir in den kommenden Wochen einen Durchbruch erzielen können", sagt die WTO-Vorsitzende Ngozi Okonjo-Iweala vor Journalisten. Demnach zeichnet sich eine "Kompromisslösung" ab, "die Entwicklungsländern einen besseren Zugang zu Technologietransfer und geistigem Eigentum ermöglicht und gleichzeitig Innovation und Forschung schützt".

+++ 18:30 Italien ist wohl über den Berg +++
In Italien ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen nach einem wochenlangen Anstieg gesunken. Stand Donnerstag verzeichneten die Behörden für die zurückliegenden sieben Tage landesweit im Schnitt 1823 Infektionen mit dem Virus je 100.000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut (ISS) in Rom mitteilt. Eine Woche zuvor gab das ISS den Wert noch mit 2011 an. In den Krankenhäusern des Landes mit rund 60 Millionen Einwohnern ging auch die Belegungsrate mit Corona-Patienten etwas zurück. Auf den Intensivstationen etwa lag ihr Anteil bei 16,7 Prozent - nach 17,3 Prozent in der Vorwoche.

+++ 17:59 Südafrika nicht mehr auf Risikoliste der Bundesregierung +++
Die Bundesregierung streicht am Sonntag 13 afrikanische Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Darunter sind die Staaten, in denen sich die Omikron-Variante des Virus im November zuerst ausgebreitet hatte, unter anderem Südafrika und Namibia. Das teilt das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden elf Länder, darunter nur eins in Europa: die Ukraine. Außerdem kommen hinzu: Afghanistan, Bangladesch, Guatemala, Irak, Kirgistan, Kuba, Oman, Pakistan, Palau, Singapur. Zudem wird das französische Überseegebiet Neukaledonien zum Hochrisikogebiet.
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+++ 17:29 Gefälschte Impfpässe: Razzien in Hannover +++
Wegen des Verdachts auf gefälschte Impfnachweise hat die Polizei im Raum Hannover mehr als 20 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Die Beamten stellten 40 Impfpässe beziehungsweise digitale Impfzertifikate sicher, wie die Polizei Hannover mitteilt. Bei den Verdächtigen handelt es sich demnach um Einzeltäter. Sie stehen im Verdacht gefälschte Impfdokumente hergestellt oder genutzt zu haben.

+++ 16:59 Regierung sieht Spanien auf dem Weg der Besserung +++
Spanien hat den Höhepunkt der derzeitigen vor allem von der Omikron-Variante ausgelösten Corona-Welle nach Einschätzung der Regierung überschritten. "Alles deutet darauf hin, dass die Kurve der Infektionen sinkt", sagt Gesundheitsministerin Carolina Darias. "Der Rückgang der Zahlen verfestigt sich von Tag zu Tag", fügt die Ministerin hinzu, mahnt aber zugleich zu weiterer Vorsicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem beliebten Urlaubsland ist seit ihrem Höchststand am Montag vergangener Woche um mehr als 300 Punkte auf zuletzt 1335 gefallen.
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+++ 16:29 Frankreich verschiebt Abi-Prüfungen +++
Frankreich verschiebt die Abiturprüfungen angesichts der massiven Corona-Welle von Mitte März auf Mitte Mai. Die aktuell hohe Zahl von Corona-Infektionen mache die Organisation der Prüfungen schwierig, außerdem gebe es viele Krankheitsfälle, begründet das Bildungsministerium in Paris die Entscheidung. Alle sollten die gleichen Chancen und genügend Zeit für eine vernünftige Vorbereitung haben, hieß es. Verschoben werden die schriftlichen Prüfungen, Erleichterungen gibt es bei der Auswahl der Fragen und die Überprüfung des Sprachniveaus wird gestrichen. Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen lag in Frankreich am Donnerstag bei 392.168, die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei rund 3800.

+++ 16:00 Ab 8. Februar: Apotheken dürfen impfen +++
Apotheken können vom 8. Februar an bundesweit Corona-Impfungen anbieten. Damit soll das Impfangebot vereinfacht und verbreitert werden. Die Voraussetzungen dafür seien jetzt geschaffen, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Seit Januar seien die Apotheker geschult worden, parallel habe man die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Zahl der Geimpften elektronisch an das Robert Koch-Institut (RKI) zu melden. Die letzten offenen Punkte - die Impfstoff-Kontingente und der Bestellzyklus - seien geklärt.

+++ 15:31 "Echtes Dilemma": Ciesek beklagt verkürzten Genesenenstatus +++
Auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek sieht die Verkürzung des Genesenen-Status von sechs auf drei Monate kritisch. Die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Frankfurter Uniklinik plädierte dafür, den Zeitpunkt des Boosterns nach Genesung "individual-medizinisch" zu entscheiden. "So richtig glücklich und zufrieden bin ich nicht mit den Regelungen", sagte Ciesek. Einen einheitlichen Zeitpunkt für alle zu definieren, sei "sehr schwierig". "Die Regelung mit den drei Monaten ist für einige Patienten sehr ungünstig", sagte sie in Wiesbaden. Jugendliche, die im Sommer geimpft wurden und sich im Herbst infizierten, seien jetzt "in einem echten Dilemma". Sie müssten sich nun nach drei Monaten boostern lassen, "haben aber zum Teil Antikörper, die unser Messfenster sprengen".
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+++ 15:01 Wegen künftiger Varianten: Virologe Streeck gegen Impfpflicht +++
Der Virologe Hendrik Streeck bekräftigt seine Zweifel an einer allgemeinen Impfpflicht. Er rate zwar jedem, sich impfen zu lassen, sagt der Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn im ZDF-"Morgenmagazin". Einer Impfpflicht stehe er aber "sehr, sehr skeptisch" gegenüber. Es sei unklar, welche Coronavirus-Varianten noch auftreten. "Wir können die Schutzdauer und Schutzwirkung nicht vorhersagen, die STIKO muss immer wieder neue Empfehlungen machen", fügt der Virologe hinzu. "Die Impfung ist im Grunde der Eigenschutz vor einem schweren Verlauf und das gehört in meinen Augen zur Gesundheitsvorsorge."

+++ 14:31 Brandenburg: Viele Städte und Kreise erlassen Ausgangssperren für Ungeimpfte +++
In nahezu allen Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs gelten wegen hoher Corona-Inzidenzen und mehr Intensivpatienten schärfere Corona-Regeln mit Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Die zweite Verordnung über befristete Eindämmungsmaßnahmen des Landes sieht vor, dass Kreise und Städte Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte bekannt geben, wenn die Inzidenz drei Tage lang über 750 und zugleich der Anteil an Corona-Intensivbetten bei oder über 10 Prozent liegen. Die Landkreise dürfen auch eigenständig strengere Regeln erlassen.

  • Die Kreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz behalten die Ausgangsbeschränkungen für nicht Geimpfte trotz zwischendurch gesunkener Inzidenzen bei. Dort lag die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 424,4.
  • Im Kreis Spree-Neiße waren es 704,4 Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Kreis befindet sich nach eigenen Angaben noch im Abstimmungsprozess über eine Verschärfung der Regeln. Bis auf Cottbus, Elbe-Elster, Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz lagen alle Kreise und Städte drei Tage ununterbrochen über dem Schwellenwert von 750.
  • Zuletzt hatten die Kreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin schärfere Bestimmungen bekannt gemacht und eine Ausgangssperre für Ungeimpfte in beschlossen. Ab sofort dürfen Ungeimpfte zwischen 22 und 6 Uhr ohne triftigen Grund das Haus nicht mehr verlassen. Als triftiger Grund gilt etwa der Weg zur Arbeit. Die Inzidenz beträgt dort aktuell 1085,9.

+++ 14:00 Anteil einsamer älterer Menschen in der Pandemie verdoppelt +++
Der Anteil der über 80-Jährigen, die sich einsam fühlen, verdoppelt sich während der Corona-Pandemie. Knapp zwölf Prozent in dieser Altersgruppe fühlen sich einsam, teilt das Bundesfamilienministerium mit. Vor der Pandemie hatte der Wert deutlich darunter gelegen. Dennoch seien Hochbetagte laut Ministerium eher selten von Einsamkeit betroffen. Rund 88 Prozent seien es nicht. Das Risiko für Einsamkeit bei Hochbetagten verteilt sich ungleich: Besonders häufig betroffen sind über 90-Jährige, Frauen und Menschen in Heimen. Je älter die Befragten sind, desto häufiger beschreiben sie sich als einsam. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Hochbetagte Frauen leben seltener in Partnerschaften. Der Anteil einsamer älterer Menschen in Heimen beträgt rund 35 Prozent, während er in Privathaushalten bei neuneinhalb Prozent liegt. Die Pandemie habe viele einsam gemacht, die es vorher nicht gewesen seien, erklärt Bundesfamilienministerin Anne Spiegel. "Viele ältere Menschen haben sich zurückgezogen und ihre Kontakte eingeschränkt, um sich vor Corona zu schützen." Einsamkeitsgefühle hätten dadurch zugenommen.

+++ 13:52 Polen meldet Rekord: 57.000 Neuinfektionen +++
Polen meldet aktuell einen neuen Rekordwert bei den Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden werden mehr als 57.000 neue Fälle verzeichnet. Das sind nochmal fast 4000 mehr als am Vortag. Die Todesfälle nehmen zuletzt deutlich ab. Aktuell allerdings gehen sie spürbar nach oben. Im Sieben-Tage-Schnitt versterben derzeit 183 Menschen täglich im mit dem Virus. Aktuell melden den Behörden jedoch 271 Todesfälle und damit ähnlich viele wie an den Vortagen.

+++ 13:41 Hessen will Bund bei schnellerem Meldesystem helfen +++
Hessen bietet dem Bund Hilfe an beim Aufbau eines schnelleren Meldesystems für Covid-Patienten in Kliniken. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Verbesserungen an, um möglichst tagesaktuell an solche Daten zu kommen. "Das ist etwas was wir in Hessen von Anfang an sehr gut gemacht haben", sagt Hessens Sozialminister Kai Klose. "Wir haben schon seit März 2020 über unser IVENA-System nicht nur tagesaktuell, sondern in Echtzeit bettenscharf ein Monitoring über die Klinikbelegung." Klose kündigt an, "ihm anzubieten, dass wir das gern im Bund mal vorzustellen". Der Expertenrat der Bundesregierung bemängelt ein "eklatantes Defizit" bei der Verfügbarkeit aktueller Daten zu Corona-Klinikeinweisungen. Lauterbach sagt dazu in der FAZ: "Wir haben diese Zahlen, aber sie treffen zeitlich verzögert ein. Diesen Verzug muss man dann hochrechnen, um auf die aktuelle Situation zu kommen. Damit bekommt man eine relativ gute Lageeinschätzung. Trotzdem geht das natürlich besser."

+++ 13:33 Kroatien: Viele Neuinfektionen, hohe Todesfallzahlen +++
Anders als in vielen Ländern, wo Fallzahlen und Todesfälle sich oft gegenläufig entwickeln, gehen diese in Kroatien derzeit quasi Hand in Hand. Mit 9924 Neuinfektionen wird der kürzlich erreichte Rekordwert zwar klar unterschritten, allerdings liegt die Zahl deutlich über dem aktuellen Sieben-Tage-Schnitt von 8619. Aktuell werden 65 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Auch dieser Wert liegt über dem Sieben-Tage-Schnitt von 51 täglichen Todesfällen.

+++ 13:20 Pflegerats-Präsidentin warnt vor Personalmangel bei Impfpflicht in der Pflege +++
Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, warnt vor Versorgungsengpässen in der Pflege durch die bevorstehende Impfpflicht für Medizin- und Pflegepersonal. "Es gibt so wenig Personal, dass wir uns nicht erlauben können, dass auch nur eine Einzige oder ein Einziger kündigt", sagt Vogler dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Wenn ungeimpfte Pflegekräfte Tätigkeitsverbote bekommen, wird die Versorgungslage immer prekärer." Der Umgang mit den Pflegekräften in der Pandemie habe nicht dazu beigetragen, dass man sich wertgeschätzt fühle, stellt Vogler fest. "Wir haben von Beginn an Menschen mit Corona gepflegt, egal ob Masken fehlten oder Schutzkittel, auch bevor es eine Impfung gab. Nun werden Pflegende in politischen Debatten dafür verantwortlich gemacht, dass sich das Virus verbreitet". Das sei unsäglich.

+++ 13:06 Leichte Entspannung auf deutschen Intensivstationen +++
Zum Ende der Woche kann eine leichte Entspannung auf den Intensivstationen vermeldet werden. Es sind wieder weniger als 21.000 Intensivbetten belegt. 20.934 belegte Betten bedeuten einen Rückgang um 78 gegenüber dem Vortag. Die Quote freier Betten steigt somit von 16 leicht auf 16,2 Prozent.

In den Intensivbetten liegen auch weniger Covid-Patienten als zuvor. Ihre Zahl geht um 14 auf 2260 zurück. Die Zahl zusätzlich beatmeter Covid-Patienten sinkt um 29 auf nunmehr 1254.

+++ 12:55 AfD scheitert mit Eilantrag gegen hessisches 2G-Optionsmodell +++
Die hessische AfD-Fraktion scheitert vor dem Landesverfassungsgericht mit einem Eilantrag gegen das sogenannte 2G-Optionsmodell. Der Antrag sei unzulässig, teilt der hessische Staatsgerichtshof mit. Mit dem Außerkrafttreten der entsprechenden Verordnung gebe es keinen Grund mehr dafür. Die Fraktion will gegen die hessische Coronaschutzverordnung vorgehen, nach der öffentliche Einrichtungen und Betriebe seit Oktober 2021 selbst entscheiden konnten, ob sie 2G oder 3G anwenden. Grundsätzlich galt damals 3G - also Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete. Mit dem hessischen 2G-Optionsmodell konnten Einrichtungen und Betriebe selbst entscheiden, ob sie 3G beibehalten oder einer 2G-Regel folgen, mit der ausschließlich Geimpfte und Genesene mit Negativnachweis eingelassen werden. Dabei entfielen gleichzeitig die Maskenpflicht und andere Hygienevorschriften. Die Coronaschutzverordnung, welche die AfD-Fraktion gerichtlich außer Kraft setzen lassen wollte, wurde zum 25. November aufgehoben. Damit galt auch das 2G-Optionsmodell in Hessen nicht mehr.

+++ 12:43 Nach Infektionsrekord am Vortag: Tschechien meldet 35.000 neue Fälle +++
Nach dem Rekordwert von mehr als 54.000 Neuinfektionen gestern, meldet Tschechien heute knapp 35.000 neue Fälle. Das ist ein spürbarer Rückgang gegenüber dem Vortag, allerdings noch immer ein Wert oberhalb des aktuellen Sieben-Tage-Schnitts bei den Neuinfektionen. Der liegt derzeit bei leicht über 31.000 Fälle. Die Zahl der Todesfälle verharrt auf geringem Niveau: 14 weitere Menschen versterben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

+++ 12:31 Wieler: "Steuern auf Höhepunkt der Omikron-Welle zu" +++
Laut RKI-Chef Wieler trete Deutschland in eine "neue Phase der Pandemie" ein. Grund zur Entwarnung sieht er darin jedoch noch nicht. Denn der "Höhepunkt der Omikron-Welle" stehe noch bevor, sagt er vor der Bundespressekonferenz.

+++ 12:19 Lehrer und Städte in NRW für Ende der PCR-Pool-Tests in Schulen +++
Nach der kurzfristigen Änderung beim Corona-Testverfahren für Grundschüler in NRW fordern Lehrer und Städte ein Ende der PCR-Pool-Tests. Nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Lehrerverbandes (NRWL) und des Städtetags NRW sollten die Grundschüler jede Woche stattdessen drei Schnelltests machen, wie die "Rheinische Post" berichtet. Nach der aktuell geltenden Regelung müssen Grundschüler nach einem positiven PCR-Pool-Test in ihrer Klasse nur noch mit einem einzelnen Schnelltest nachgetestet werden. Bisher erfolgt auch die Nachtestung durch einen als genauer geltenden PCR-Test. "Konsequenter wäre, das Testverfahren in den Grundschulen so auszugestalten, wie es schon in den weiterführenden Schulen gemacht wird: dreimal wöchentlich Selbsttests in der Klasse", sagt der Geschäftsführer des Städtetags NRW, Helmut Dedy, der "Rheinischen Post".

+++ 12:07 Kurz vor Olympia: China verhängt Lockdown über Xiong'an +++
Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Chinas Hauptstadt werden die Einwohner einer südlich von Peking gelegenen Stadt von einem Lockdown überrascht. Die 1,2 Millionen Einwohner in Xiong'an dürfen ihre Wohnviertel vorerst nicht verlassen, wie ein Mitarbeiter der örtlichen Gesundheitsbehörden sagt. Der Lockdown sei bereits am Dienstag verhängt worden, nachdem fünf neue positive Fälle gemeldet worden waren. Die Maßnahme solle etwa eine Woche gelten. Corona-Restriktionen werden in China üblicherweise öffentlich angekündigt. In diesem Fall wurde der Lockdown aber offenbar ohne Ankündigung verhängt. Die Regierung in Peking verfolgt eine strikte Null-Covid-Strategie: Der geringste Hinweis auf das Virus führt zu gezielten Lockdowns, der Rückverfolgung von Kontakten und langen Quarantänen.

+++ 11:55 Karagiannidis: Omikron-Effekt langsam auf Intensivstationen sichtbar +++
Angesichts der rasant in die Höhe schießenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen beobachtet der Intensivmediziner Christian Karagiannidis mittlerweile auf den Intensivstationen einen deutlichen "Omikron-Effekt". Zwar sei die Hospitalisierungsrate derzeit noch "akzeptabel", dennoch zeigen sich die hohen Inzidenzen nun vermehrt auch in den Krankenhäusern, sagt der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters. Seit etwa sieben bis zehn Tagen zeige sich eine "Seitwärtsbewegung bei den Neuaufnahmen, hin zu einem Trend, dass es jetzt wieder leicht hochgeht". Karagiannidis sagt, die wichtigsten Fragen, die sich stellten, seien nun die nach der Krankheitslast mit der Omikron-Variante, nach der Hauptdiagnose, die den Patienten oder die Patientin ins Krankenhaus führe und "wie viele von denen haben auch wirklich ein respiratorisches Problem, also eine Pneumonie". Der Anteil der Beatmeten sei extrem hoch. Derzeit liege der Anteil derer, die nicht beatmet werden müssten, bei 20 Prozent, erklärte Karagiannidis. Der Intensivmediziner warnt zudem: "Wir sollten nicht vergessen, dass Covid keine reine Lungenerkrankung ist, sondern eine Systemerkrankung, die insbesondere auch die Gefäße betrifft." Man müsse in der nächsten Zeit sehr genau auf den Anteil derer achten, die keine Atemunterstützung brauchten.

+++ 11:43 Berlin bei Kinderimpfungen vorn +++
Von den 5- bis 11-Jährigen sind bundesweit nun 17,3 Prozent mindestens einmal geimpft (Vorwoche: 15,3%). Der Wert umfasst auch Kinder, die bereits eine Infektion durchgemacht haben und bei denen der Immunschutz durch eine zusätzliche Impfdosis verstärkt wurde. Doppelt geimpft ("grundimmunisiert") sind bislang 8,6 Prozent der Kinder unter 12 Jahre. (Vorwoche: 6,5%). Am höchsten ist die Kinderimpfquote in Berlin mit 14,2% "vollständig" (also zweifach) geimpften Kindern. Mit den lokalen Impfquoten ist es allerdings so eine Sache: Da immer nur der Ort der Impfung, nicht der Wohnort erfasst wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass hier sehr viele Kinder mit eingerechnet werden, die gar nicht in Berlin leben. Auch in anderen Großstädten zeigt sich, dass die aus Bevölkerung und durchgeführten Impfungen errechnete Impfquote tendenziell überschätzt wird. Es reisen viele Menschen aus dem Umland an, wo es an Impfangeboten mangelt.

+++ 11:29 Sachsen-Anhalt wirft 15.600 Impfdosen weg +++
Seit dem Start der Corona-Impfkampagne werden in Sachsen-Anhalt bis Ende 2021 mehr als 3,6 Millionen Impfungen verabreicht, allerdings werden jüngst auch etwa 15.600 Impfdosen weggeworfen. Das teilt das Gesundheitsministerium in der Antwort auf eine Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Nicole Anger mit. Wie das Ministerium erklärt, stammt ein Großteil der weggeworfenen Impfdosen vom Hersteller Moderna und wurde mit einer sehr kurzen Resthaltbarkeit geliefert. Zudem sei weniger Impfstoff für die Auffrischungsimpfungen benötigt worden als zunächst angenommen. Die Impfstellen hätten somit mehr bestellt als letztlich benötigt wird. Dass Impfstoff von Astrazeneca ungenutzt weggeworfen wird, sei auf die mangelnde Akzeptanz der Bevölkerung zurückzuführen.

+++ 11:11 Saarland erreicht 80-prozentige Impfquote +++
Die Zahl der Neuinfektionen klettert beständig, die Zahl der im Schnitt täglich verimpften Dosen tut genau das Gegenteil, sie sinkt. Nicht mal mehr 393.000 Impfspritzen werden derzeit täglich gesetzt.

Am gestrigen Donnerstag werden mehr als 40.000 Erstimpfungen vorgenommen. Der Wert ist allerdings um knapp 17.000 geringer als in der Vorwoche. Dem stehen gut 82.000 Zweitimpfungen und 343.000 Auffrischungsimpfungen gegenüber. Letzte machen derzeit zwischen 70 und 75 Prozent der täglich verimpften Dosen aus. Allerdings ist auch ihre Zahl rückläufig.

Aufgrund der Stagnation der Impfkampagne, tut sich auch beim Impfstatus der Gesamtbevölkerung momentan nicht viel. 73,8 Prozent der Gesamtbevölkerung gelten aktuell als grundimmunisiert, weitere 1,9 haben wenigstens eine Impfdosis erhalten.

Betrachtet man nur den Teil der Bevölkerung, der derzeit geimpft werden darf – also Menschen, die älter als fünf Jahre sind – beträgt die Quote der Grundimmunisierten 77,4 Prozent, die der wenigstens einmal Geimpften 79,4 Prozent. Je nach Betrachtungsweise sind zwischen 20 und 25 Prozent der Bevölkerung noch gänzlich ungeimpft.

Bremen ist nun nicht mehr das einzige Bundesland mit einer vollständigen Impfquote von 80 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Das Saarland hat mittlerweile auch vier von fünf Einwohnern grundimmunisiert.

Bremen hat bald neun von zehn Einwohnern wenigstens eine Impfdosis verabreicht. Neben der erfolgreichen Grundimmunisierung der Bevölkerung, ist das Saarland derzeit führend beim Boostern. Gut 60 Prozent der Gesamtbevölkerung haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.

+++ 10:48 Von der Leyen: Mehr als die Hälfte der EU-Bürger geboostert +++
Mehr als jeder zweite erwachsene EU-Bürger hat bereits eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. 82 Prozent der Erwachsenen seien mit meist zwei Dosen grundimmunisiert, sagt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Sie fordert alle zum Impfen auf, für die es möglich sei. Impfung und Booster böten den besten Schutz gegen das Coronavirus, einschließlich der Omikron-Variante. Dabei verweist von der Leyen auf Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, nach denen die sogenannte Booster-Impfung aller bereits Geimpften rund eine Million Krankenhauseinweisungen in der EU verhindern könne. "Die Pandemie ist nicht vorbei."

+++ 10:29 Neuer IMK-Chef Herrmann: Protestler sind nicht alle Rechtsextremisten +++
Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, fordert einen differenzierten Blick auf die Teilnehmer von Protesten gegen die Corona-Politik. "Da muss man klar unterscheiden und darf nicht alle Protestierer in einen Topf werfen", sagt Herrmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Solange jemand nur gegen Einschränkungen oder gegen ein Übermaß an Bürokratie und staatliche Regularien protestiere, sei das absolut zulässig. "Diejenigen sind nicht automatisch Extremisten oder Verfassungsfeinde." Es gebe aber auch Rechtsextremisten unter den Teilnehmern, von Bundesland zu Bundesland allerdings sehr verschieden, so Herrmann. Der Anteil sei in Sachsen, Thüringen oder Brandenburg höher, in Bayern schätze er ihn aber deutlich geringer ein. Diese Teilnehmer müsse der Staat im Auge halten - dies sei ihm als IMK-Vorsitzendem ein besonderes Anliegen: "Insbesondere werde ich mich für eine verstärkte Beobachtung extremistischer Bestrebungen der Szene starkmachen."

+++ 09:52 Omikron-Welle in Australien ebbt ab - knapp 40.000 Neuinfektionen +++
In Australien zeigt der Kurvenverlauf der Neuinfektionszahlen derzeit klar nach unten. Knapp 40.000 neue Fälle melden die Behörden derzeit. In der Spitze der Omikron-Welle werden mehrfach sechsstellige Werte verzeichnet. Der Sieben-Tage-Schnitt der Infektionen liegt aktuell noch bei knapp 54.000 täglichen Fällen.

+++ 09:33 Korrigierter Inzidenzwert am Donnerstag bei 1092,5 +++
Der korrigierte Wert der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland fällt in der Omikron-Welle so hoch aus wie in keiner Pandemie-Welle bisher. In den letzten Tagen wird der Wert mehrfach noch oben verändert, teils um dreistellige Zahlen. Dies ergibt sich durch zahlreiche Nachmeldungen von Neuinfektionen. Für den gestrigen Tag meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) zunächst einen Inzidenzwert von 1017,4. Dieser wird heute auf 1092,5 angehoben. Damit liegt bereits der gestrige Inzidenzwert über dem, den das RKI für den heutigen Freitag errechnet: 1073. Durch weitere Nachmeldungen kann auch der Wert vom Vortag nochmals steigen.

+++ 09:15 Mediziner: Laborkapazitäten nicht mit Freitestungen "verstopfen" +++
Zur Entlastung der Labore sollten für Corona-Freitestungen nach Ansicht des Labormediziners Karsten Mydlak auch anerkannte Antigentests verwendet werden dürfen. "Wir haben jetzt irgendwann eine Situation, wo man auch Mut zu solchen Lücken haben muss", sagt der Leiter des Gemeinschaftslabors Cottbus MVZ. Um die Quarantäne zu verkürzen seien nach Expertenaussagen auch Antigentests geeignet. Freitestungen mit einem PCR-Test bei leichteren Verläufen würde die Kapazität der Labore nur "verstopfen", schätzt der Mediziner die Lage ein. In der fünften Corona-Welle sind in Deutschland erneut Höchstwerte bei der Zahl wöchentlicher PCR-Tests und dem Anteil positiver Befunde erreicht. In der vergangenen Woche seien rund 2,4 Millionen dieser verlässlichen Untersuchungen durchgeführt worden, teilt der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. "Die Auslastung der Labore wird im bundesweiten Durchschnitt mit 95 Prozent angegeben und erreicht somit in den meisten Bundesländern die Belastungsgrenze."

+++ 08:57 Berlin: Mehr Covid-Patienten im Krankenhaus, aber nicht auf Intensivstationen +++
Immer mehr Berlinerinnern und Berliner kommen wegen Covid-19 ins Krankenhaus. In den vergangenen sieben Tagen werden in der Stadt rechnerisch 19,1 von 100.000 Betroffenen in Kliniken aufgenommen, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilt. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 14,7 gelegen. Die meisten Infizierten müssen aber nicht auf eine Intensivstation. Dort sind 16,3 Prozent der Betten mit Corona-Patienten belegt, etwas weniger als vor einer Woche. Nach den amtlichen Daten ist Berlin weiterhin das Bundesland, in dem sich die meisten Menschen mit Corona anstecken. Für die vergangenen sieben Tage melden die Gesundheitsämter 1829,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

+++ 08:38 Streeck rät zu Kontaktreduzierung und macht Hoffnung für den Sommer +++
Der Virologe Hendrik Streeck ruft die Menschen angesichts der rasant wachsenden Corona-Infektionszahlen zur Vorsicht auf. Bei so hohen Zahlen sollte jeder noch einmal aufpassen und Kontakte beschränken, sagt Streeck im ZDF-"Morgenmagazin". Auch Geimpfte und - in reduzierter Form - auch Geboosterte könnten das Virus übertragen. "Es geht wirklich darum, jetzt nochmal diese Zeit zu überbrücken, bis wir eine Trendumkehr haben." Dann komme das Frühjahr mit sinkenden Fallzahlen. "Das wird ein guter Sommer wieder werden", sagt das Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung voraus. Streeck riet jedem, sich impfen zu lassen. Man werde um eine Verbreitung des Virus nicht herumkommen. "Wir werden alle irgendwann mal Kontakt mit diesem Virus machen", so der Virologe.

+++ 08:22 Fallzahlen in Indien sinken weiter - Dennoch 251.000 Neuinfektionen +++
Hat Indien die Spitze der Omikron-Welle bereits überschritten? Die aktuellen Fallzahlen legen das nahe. Gut 251.000 Neuinfektionen werden aktuell erfasst. Das sind noch immer sehr viele, allerdings zeigt der Trend klar nach unten. In der Spitze der aktuellen Pandemie-Welle weist das Land Zahlen aus, die knapp 100.000 Fälle höher liegen. Im aktuellen Sieben-Tage-Schnitt werden täglich knapp 294.000 neue Fälle erfasst. Allerdings steigt die Zahl der Todesfälle derzeit an. Aktuell sind es 627. Der Wert liegt spürbar über dem momentanen Sieben-Tage-Schnitt von 562 täglichen Todesfällen.

+++ 07:54 Drei weitere Bundesländer mit 1000er Inzidenz +++
Nach dem Rekord bei den Neuinfektionszahlen gestern, meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) heute mehr als 190.000 neue Fälle. Ein Rekordwert an einem Freitag. Der Anstieg gegenüber der Vorwoche, als mehr als 140.000 Fälle verzeichnet werden, beträgt 36 Prozent. Die Zahl der Todesfälle wird mit 170 angegeben, genauso viele Menschen sind es auch in der Vorwoche.

Allein aus Nordrhein-Westfalen werden heute mehr als 46.500 neue Fälle gemeldet. Das ist rund ein Viertel des bundesweiten Fallaufkommens. Wenn das bevölkerungsreichste Bundesland von einem starken exponentiellen Wachstum betroffen ist, hat das für die Gesamtentwicklung der Zahlen eine andere Dimension als beispielsweise in den Stadtstaaten, die in der bundesweiten Statistik weniger ins Gewicht fallen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner klettert entsprechend der hohen Fallzahlen weiter. Aktuell gibt das RKI sie mit 1073 an. Durch das hohe Fallaufkommen gibt es derzeit allerdings starke Verzögerungen bei Erfassung und Meldung von Neuinfektionen. In den letzten Tagen wird der Inzidenzwert nachträglich teils massiv nach oben korrigiert.

Die Omikron-Welle hat nun alle Bundesländer deutlich erfasst. Die Inzidenzen steigen bzw. liegen bundesweit auf hohem Niveau. 11 von 16 Bundesländern weisen mittlerweile einen Inzidenzwert oberhalb von 1000 aus. Gleich drei weitere Bundesländer überschreiten die Marke von gestern zu heute: Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Sachsen weist nun auch eine Inzidenz von mehr als 500 aus. Sachsen-Anhalt, das gestern die Marke von 500 "überspringt", erreicht heute bereits eine Inzidenz von knapp 634.

Berlin bestimmt weiterhin das Bild, schaut man auf die Spitzeninzidenzwerte in den Regionen. Der Bezirk Berlin-Mitte (2546) wird an der Spitze von Tempelhof-Schöneberg abgelöst. Dort liegt die Inzidenz derzeit bei 3192. Insgesamt liegen sechs der zwölf Berliner Bezirke oberhalb einer Inzidenz von 2000. Die Gesamtzahl der Regionen mit einer vierstelligen Inzidenz liegt mittlerweile bei 197. Das ist annähernd die Hälfte aller 411 Regionen in Deutschland.

Beim Blick auf die Deutschlandkarte wird die Farbe Lila, die Höchstinzidenzen von über 500 oder 1000 ausweisen, immer präsenter. Es gibt nur noch 17 Regionen in Deutschland, deren Inzidenz unterhalb der Marke von 350 liegt, weniger als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen kann dagegen keine Region mehr vorweisen.

+++ 07:22 Psychologin: Menschen gewöhnen sich an hohe Fallzahlen +++
Aus Sicht der Psychologin Donya Gilan gewöhnen sich viele Menschen an immer weiter in die Höhe schießende Inzidenzen und Neuinfektionen. "Es stellt sich so was wie eine Gewöhnung, Habituation, ein, so dass das dazu führen kann, dass bestimmte Maßnahmen vielleicht nicht mehr so streng befolgt werden", sagt Gilan vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung. "Auf der anderen Seite hat es aber natürlich auch einen deeskalierenden Effekt, was Angst und Sorge betrifft." Entsprechend sei es wichtig, die Balance zu halten. Im Zuge der Omikron-Welle stieg die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag zum ersten Mal in der Pandemie über die Schwelle von 1000. Ein Rekord wurde auch bei der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages erreicht: es waren erstmals mehr als 200 000. Laut Gilan setzt nach der langen Zeit in der Pandemie trotz des hohen Risikos ein Gewöhnungseffekt ein, wie er etwa auch bei Opfern anderer kritischer Lebensereignisse oder Katastrophen zu beobachten sei. Ob man angesichts der immer höheren Corona-Zahlen besonders sorgenvoll reagiere oder abstumpfe, hänge aber auch beispielsweise vom Grad der persönlichen Betroffenheit und Ängstlichkeit ab, so die Expertin. Als Strategie, um nach zwei Jahren Corona noch gut durch die Pandemie zu kommen, empfiehlt Gilan, "einfach im Hier und Jetzt" zu leben und sich möglichst nicht so stark auf den empfundenen Stillstand zu konzentrieren.

+++ 07:01 Maskenpflicht und 3G: Immer öfter Gewalt gegen Zugbegleiter +++
Beleidigungen und Gewalt: Kontrollen der Corona-Regeln wie Maskenpflicht und 3G in öffentlichen Verkehrsmitteln bergen Eskalationsgefahr. "Die Kollegen werden angegangen, bedroht und geschubst", sagt der Leiter der Kasseler Geschäftsstelle der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Andreas Güth. Die Kontrollen dürfen nicht Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern allein überlassen werden, sondern müssten in Begleitung von Sicherheitsdiensten oder der Polizei erfolgen. "Das ist ein Gefahrenpotenzial, für das sind die Beschäftigten nicht ausgebildet", so Güth. Seit 24. November und damit rund zwei Monaten dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete mit Bussen und Bahnen fahren. Fahrgäste ohne die erforderlichen Nachweise müssen in Hessen 100 Euro Bußgeld zahlen - zudem müssen sie das Fahrzeug verlassen. Die allermeisten Fahrgäste halten sich an die Regeln, doch einige Fälle eskalieren, sagt Güth: "Das ist ein hohes Gewaltpotenzial von ganz wenigen." Schon vor der Corona-Pandemie sei Gewaltbereitschaft da gewesen - Maskenpflicht und 3G hätten dies noch gesteigert.

+++ 06:44 Finnland hebt Corona-Beschränkungen teilweise auf +++
Finnland will einige der Coronavirus-Beschränkungen wegen des nachlassenden Drucks auf das Gesundheitssystem vorzeitig aufheben. "Die Belastung der Krankenhäuser ist immer noch hoch, aber die schwersten Fälle gehen zurück, und auf den Intensivstationen ist eine Wende zum Besseren eingetreten", schreibt Gesundheitsministerin Hanna Sarkkinen. Ab dem 1. Februar werden die Beschränkungen für Veranstaltungen und Unternehmen deshalb gelockert. Wie im übrigen Europa hatten die Neuinfektionen in Finnland zuletzt deutlich angezogen. Vergangene Woche hatte die Regierung deshalb erst eine Reihe von Beschränkungen verlängert, darunter verkürzte Öffnungszeiten für Restaurants und Bars sowie Teilnehmer-Obergrenzen für öffentliche Versammlungen. Damals ging Regierungschefin Sanna Marin davon aus, dass die meisten Beschränkungen bis Mitte Februar in Kraft bleiben würden. Doch ab Anfang des Monats dürfen Restaurants nun wieder bis 21 Uhr statt 18 Uhr geöffnet bleiben. Bars müssen hingegen weiterhin um 18 Uhr schließen. Auch für kulturelle und sportliche Veranstaltungen, die von den Behörden ein niedriges Ansteckungsrisiko bescheinigt bekommen, sollen Beschränkungen fallen.

+++ 06:23 Marokko erlaubt internationale Flüge ab 7. Februar wieder +++
Marokko will seinen Luftraum ab dem 7. Februar wieder für internationale Flüge öffnen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur MAP. Das Land hatte im November alle internationalen Passagierflüge verboten, weil es Bedenken wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gab.

+++ 05:51 Australien genehmigt Auffrischungsimpfungen für 16- und 17-Jährige +++
Die australische Arzneimittelbehörde Therapeutic Goods Administration (TGA) genehmigt Auffrischungsimpfungen für 16- und 17-Jährige, um besser gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gewappnet zu sein. Wie die TGA mitteilt, sei die Booster-Impfung mit dem Vakzin von Pfizer und Biontech für diese Altersgruppe zugelassen worden. Man schließe sich damit den USA, Israel und Großbritannien an.

+++ 04:52 RKI meldet 190.148 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut(RKI) 190.148 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 49.988 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf einen neuen Höchstwert von 1073,0, gestern lag sie bei 1017,4. Weitere 170 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:53 Thüringens Innenminister: Corona-Proteste "wirklich besorgniserregend" +++
Thüringens Innenminister Georg Maier will das heutige erste Treffen der Länder-Innenminister mit der neuen Bundesinnenministerin Nancy Faeser nutzen, um über die Corona-Proteste zu sprechen. "Es ist wirklich Besorgnis erregend, was gerade hier in Ostdeutschland geschieht. Der Zulauf ist ungebrochen." Sicherheitsexperten betonen seit Längerem, dass die Szene in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland von Rechtsextremisten dominiert werde. Dabei wurden mehrfach Politikerinnen und Politiker persönlich bedroht, darunter die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping und Maier selbst.

+++ 03:06 FDP-Fraktionschef will schnell über Öffnungsschritte reden +++
FDP-Fraktionschef Christian Dürr mahnt eine rasche Diskussion über Öffnungsperspektiven in der Corona-Krise an. "Wenn die Kliniken der Omikron-Welle gut standhalten, muss die nächste Ministerpräsidentenkonferenz auch Öffnungen empfehlen", sagt Dürr dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bei Omikron sei anders als bei vorherigen Corona-Wellen nicht mehr die Inzidenz entscheidend, sondern die Frage, wie stark das Gesundheitssystem belastet sei. "Wenn Freiheitseingriffe nicht mehr notwendig sind, müssen wir sie umgehend zurücknehmen."

+++ 02:27 Israel lässt nun auch Jüngere für Viertimpfung zu +++
Israel weitet den Kreis der Berechtigten für eine vierte Corona-Impfdosis aus. Wie das Gesundheitsministerium bekannt gibt, können in der neuen Phase der Impfkampagne auch alle immungeschwächten Menschen ab 18 Jahren eine vierte Impfstoffdosis erhalten. Dasselbe gilt für Menschen, die durch ihren Beruf einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Bislang war die vierte Impfstoffdosis nur für ältere Menschen vorgesehen.

+++ 00:16 Ministerin: Verdienstausfall für Kontaktpersonen nur noch mit Booster +++
Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens will nicht "geboosterten" Kontaktpersonen von Corona-Infizierten keinen Verdienstausfall mehr zahlen. "Das muss kommen, und mir persönlich schwebt da der 1. März als Stichtag vor", sagt die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Sie habe hierzu einen Austausch in der Gesundheitsministerkonferenz angeregt.

+++ 00:49 Infektions-Höchststand in Litauen +++
Litauen verzeichnet den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen. Mit 10.630 registrierten Fällen binnen 24 Stunden wurde erstmals ein fünfstelliger Wert erfasst - 9490 waren es am Vortag. Der 14-Tage-Inzidenzwert stieg damit nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius auf 2985 Infektionen pro 100.000 Einwohner - der höchste Wert in dem baltischen EU-Land mit knapp drei Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie. Gesundheitsminister Arunas Dulkys hält neue Corona-Regeln für vorerst nicht notwendig. Die Pandemie könne mit den gegenwärtigen Beschränkungen eingedämmt werden, sagte er.

+++ 23:54 Israel: Keine Myokarditis-Fälle bei Impfung von Unter-Zwölfjährigen +++
Bei der Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen sind nach neuen Zahlen des israelischen Gesundheitsministeriums schwere Nebenwirkungen insgesamt sehr selten. In der Gruppe der 12- bis 15-Jährigen wurde bei rund 900.000 Impfungen in 15 Fällen eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) gemeldet. Zwölf der Fälle traten nach der zweiten Impfdosis auf. Nur eine der Betroffenen war weiblich. Der Verlauf in der Altersgruppe war nach Angaben des Ministeriums zumeist relativ milde, alle Patienten konnten nach einigen Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. In der Gruppe der Fünf- bis Elfjährigen gab es laut Bericht keinen einzigen Fall von Myokarditis nach einer Impfung. Das vergleichsweise höchste Risiko hatten dagegen junge Männer im Alter von 16 bis 24 Jahren nach der zweiten Impfdosis.

+++ 23:11 Kekulé: Impfpflicht im Gesundheistwesen sollte verschoben werden +++
Der Virologe Alexander Kekulé plädiert dafür, die Impfpflicht für Klinik- und Pflegepersonal zu verschieben. Für die sich ausbreitende Omikron-Welle komme die Impfpflicht im März viel zu spät, sagte Kekulé MDR Aktuell. Wenn die Politik im November gehandelt hätte, wäre die Wirkung rechtzeitig gekommen. Die leichteren Verläufe der Omikron-Variante lösten wohl keine Überlastung der Intensivstationen aus. Das Hauptproblem seien nun viele leichtere Fälle, bei denen zu diskutieren sei, ob sie überhaupt alle ins Krankenhaus müssten, so Kekulé. Deshalb sollte seiner Meinung nach geprüft werden, ob die Impfpflicht für Personal zum richtigen Zeitpunkt komme. Er wäre dafür, die Übergangsfrist zu verändern. Gekippt werden sollte die Impfpflicht für Berufstätige in Kliniken und Pflegeeinrichtungen aber nicht. "Ich finde, man darf und soll das von diesen Menschen abverlangen." Die Impfungen sollten spätestens wirksam sein, wenn die nächste größere Corona-Welle komme - er erwarte sie im Herbst.

+++ 22:20 Infektionsdruck steigt: Positivenquote bei mehr als 32 Prozent +++
Die Positivenquote ist in der vergangenen Woche laut Auswertung des Robert-Koch-Instituts auf 32,25 Prozent gestiegen. Damit fällt knapp ein Drittel aller PCR-Tests positiv aus. In der Vorwoche waren lediglich 24 Prozent der Proben positiv. In seiner Lage-Einschätzung schreibt das RKI, die hohe Positivenquote "zeigt den massiven Anstieg des Infektionsdrucks in der Bevölkerung". Während in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen von 0-14 Jahren die Inzidenz am meisten steige, tragen ungeimpfte Ältere weiterhin das höchste Risiko. "Von schweren Krankheitsverläufen weiterhin am stärksten betroffen sind ungeimpfte Menschen in höheren Altersgruppen und Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen. Die mit Abstand höchste Hospitalisierungsinzidenz weisen über 80-Jährige auf", heißt es in dem RKI-Wochenbericht.

+++ 21:50 Steigende Inzidenz in allen Bundesländern +++
In allen 16 Bundesländern steigt heute die 7-Tage-Inzidenz weiter an. Die stärksten Anstiege gibt es in Hessen (+108,7), Bremen (+96,24), Sachsen-Anhalt (+94,3) und Bayern (+89,2). Inzwischen liegen zehn Bundesländer über der 1000er Schwelle. Gestern waren es noch sieben, vorgestern vier. Hamburg überschreitet weiterhin die 2000er Schwelle, mit immer noch wachsender Tendenz.

+++ 21:31 Bundesländer melden 190.737 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 9.292.861 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 190.737 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste jemals aus Länderdaten gemeldete Tageswert: Er liegt noch einmal 6710 Fälle über dem gestrigen Höchstwert. Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Länder 133.506 neue Fälle verzeichnet, das entspricht einem Wochenplus von 42,9 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 186 auf 117.356. Als aktuell infiziert gelten rund 1.732.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,16 angegeben (Vortag: 1,18) Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2274 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1283 davon werden invasiv beatmet.

+++ 21:01 RKI: Omikron-Anteil erreicht 85 Prozent +++
Der Omikron-Anteil ist in Deutschland bis Mitte Januar 2022 auf 85,0 Prozent gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts hervor. Delta ist laut RKI-Auswertung der Labordaten auf Basis voll sequenzierter Virusproben einer repräsentativen Stichprobe nur noch für 14,7 Prozent der Infektionsfälle verantwortlich.


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Quelle: ntv.de, mau/ino/dpa/AFP/rts

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