Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:32 Spahn bleibt trotz heftiger Kritik dabei: Epidemische Lage kann beendet werden +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hält ein Auslaufen der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweiter in der Corona-Pandemie weiter für angebracht - trotz großer Kritik an dieser Haltung. Im ZDF "heute-journal" sagte er: "Der Ausnahmezustand, vom Bundestag festgestellt, der kann aus meiner Sicht beendet werden, weil vier von fünf Erwachsenen geimpft sind." Damit werde nicht die Pandemie für beendet erklärt. "Auch ich sage beständig, wie viele andere auch, wir brauchen in Herbst und Winter weiterhin Vorsichtsmaßnahmen, vor allem 3G - geimpft, genesen, getestet - im Innenraum, vor allem medizinische Schutzmasken, AHA-Regeln, in Bus und Bahnen, im Einzelhandel." Durch eine Rechtsänderung sei es möglich, dass die Länder und die Behörden vor Ort diese Maßnahmen losgelöst von dem Ausnahmezustand ergreifen könnten.

+++ 22:29 WHO: 40 Prozent Impfrate in allen Ländern bis Jahresende erreichbar +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland und andere Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen. "Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden", sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Gesundheits-Konferenz "World Health Summit" in Berlin. Man wisse von fast 50.000 registrierten Todesfällen pro Woche - damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei. Er erinnert an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. "Dieses Ziel ist erreichbar", betont Tedros.

+++ 22:02 Grüne fordern Übergangsregelung nach Ende der epidemischen Lage +++
In der Diskussion um ein baldiges Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite fordern die Grünen eine bundesgesetzliche Übergangsregelung. "Um der neuen Situation und der Zahl der Geimpften Rechnung zu tragen, schlagen wir stattdessen eine rechtssichere Übergangsregelung vor, die die befristete Fortführung bestimmter Maßnahmen ermöglicht", sagt die Grünen-Rechtspolitikerin Manuela Rottmann der "Welt". Die epidemische Lage unverändert beizubehalten sei hingegen die "falsche Antwort". Die Grünen-Fraktion sei "im Gespräch" zu der Frage, wie eine Übergangsregelung aussehen könne. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte zuletzt erklärt, die derzeit geltende epidemische Notlage von nationaler Tragweite Ende November auslaufen lassen zu wollen. Die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder forderte am Freitag aber vom Bund weiterhin bundeseinheitliche Regeln für die Bekämpfung der Pandemie.

+++ 21:39 Impfung für Kinder ab fünf Jahren in USA "sehr wahrscheinlich" ab November +++
In den USA könnten bald Kinder ab fünf Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Impfstoffe für Fünf- bis Elfjährige werden "sehr wahrscheinlich" in der ersten oder zweiten Novemberwoche zur Verfügung stehen, wie der Gesundheitsexperte und medizinische Berater des US-Präsidenten, Anthony Fauci, gegenüber dem Sender ABC sagt. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist neuen Daten zufolge bei Kindern dieser Altersgruppe zu fast 91 Prozent wirksam gegen eine symptomatische Erkrankung. Wie der Sender weiter berichtet, will die US-Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag über die Zulassung des Impfstoffs für Kinder zwischen fünf und elf Jahren beraten. Bislang ist das Vakzin nur für über Zwölfjährige zugelassen.

+++ 21:13 Wochenbilanz bei Neuinfektionen steigt zum vierten Mal in Folge +++
Die Wochenbilanz bei den Neuinfektionen ist die vierte Woche in Folge gestiegen. Der Anstieg fällt aktuell sogar deutlicher aus als in den drei Wochen zuvor. In der heute beendeten 42. Kalenderwoche wurden von Montag bis Sonntag 93.676 neue Fälle (Vorwoche: 63.938) verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle lag bei 487 (Vorwoche: 415). Der prozentuale Wochenzuwachs im Vergleich zur Vorwoche beträgt damit 46,5 Prozent.

+++ 20:48 Hamburg überschreitet als sechstes Bundesland die 100er-Inzidenz +++
In 13 der 16 Bundesländer ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gestiegen. Die größten Zuwächse gab es erneut in Sachsen (+19,0) und in Thüringen (+13,4), das bereits am Tag zuvor die 200er-Schwelle überschritten hatte. Als sechstes Bundesland rutscht nun auch Hamburg über die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In drei Bundesländern ist der Inzidenzwert im Vergleich zum Vortag gesunken.

+++ 20:25 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.768 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.469.340 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.768 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 67 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 24 auf 95.098. Am vergangenen Sonntag waren neun weniger gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 172.400 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,26 angegeben (Vortag: 1,29). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1622 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 890 davon werden beatmet. Rund 3740 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 19:50 Von der Leyen fordert "weltweit gültigen Standard für Gesundheitsvorsorge" +++
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, spricht sich anlässlich des Weltgesundheitsgipfels in Berlin für mehr internationale Zusammenarbeit aus. "Grenzüberschreitende Gesundheitsbedrohungen müssen grenzüberschreitend bekämpft werden", sagt sie in einer Videoübertragung. "Wir brauchen einen weltweit gültigen Standard für Gesundheitsvorsorge." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt: "Lassen Sie uns die Lektionen, die wir auf schmerzvolle Weise lernen mussten, nun nutzen."

+++ 19:12 UN-Chef: "Horten von Impfstoff bringt uns alle in Gefahr" +++
Anlässlich des Weltgesundheitsgipfels in Berlin hat UN-Generalsekretär António Guterres eine sinnvollere Verteilung von Corona-Impfstoffen gefordert. "Impfnationalismus und Horten von Impfstoff bringt uns alle in Gefahr", sagt er in einer vorab aufgezeichneten Rede am Abend. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagt, Regierungen und Hersteller müssten "viel mehr Impfdosen vor allem an die am stärksten gefährdeten Länder liefern". Nur so könne die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden. "Der Schaden, den Covid-19 verursacht hat, macht deutlich, dass wir eine stabilere globale Gesundheitsarchitektur und politischen Willen auf höchster Ebene brauchen." Er fordert einen "globalen Pandemie-Pakt".

+++ 18:33 Maskenpflicht wird im Südwesten für geimpfte Gäste aufgehoben +++
Vom kommenden Donnerstag an können geimpfte und genesene Beschäftigte und Gäste in Baden-Württemberg zum Beispiel in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen auf den Maskenschutz verzichten, wenn dort die sogenannte 2G-Option gilt. Die Corona-Verordnung werde entsprechend angepasst, teilt das Sozialministerium mit. Demnach wird die nächste Verordnung zunächst bis zum 24. November fortgeschrieben. Danach soll es eine Landeslösung geben, wenn der Bundestag keine einheitliche Regelung beschließt.

+++ 17:52 Ganz Mecklenburg-Vorpommern rutscht auf Stufenkarte in gelben Bereich +++
Auf der risikogewichteten Corona-Stufenkarte des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind nun alle Landkreise und kreisfreien Städte im gelben Bereich. Auch im Landkreis Mecklenburgischen Seenplatte lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 56,2 nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales über dem Wert von 50. Der Wert steht für die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Dem Landkreis stehen je nach weiterer Entwicklung damit erweiterte Testpflichten für ungeimpfte Menschen bevor, die schon in anderen Regionen gelten.

+++ 17:18 Bei Einreise nach England nur noch Schnelltest notwendig +++
Bei der Einreise nach England ist für vollständig Geimpfte eine weitere Hürde gefallen. Statt eines teuren PCR-Tests ist seit heute nur noch ein Schnelltest notwendig, der bis zum zweiten Tag nach der Einreise erfolgen muss, wie den offiziellen Reiseregeln zu entnehmen ist. Weiterhin muss dieser jedoch bei einem von der Regierung zertifizierten Anbieter gebucht werden. Die Tests sind ab etwa 20 Pfund (umgerechnet rund 23,60 Euro) zu haben, allerdings für beliebte Reisedaten auch schnell ausgebucht. In Wales sollen die gleichen Änderungen eine Woche später in Kraft treten. Schottland und Nordirland sollen voraussichtlich auch nachziehen, ein Datum für die Änderung ist jedoch noch nicht bekannt.

+++ 16:43 Ex-Fußballprofi Rolfes zu Impfung: "Wichtig, dass Spieler vorangehen" +++
In der Debatte um gegen Corona geimpfte Fußballer und 2G-Regelungen in Stadien hat Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes die Vorbildfunktion von Profis betont. "Bei uns sind alle geimpft oder genesen, 2G in der Mannschaft und im Staff. So behandeln wir das auch bei den Fans", sagt der 39 Jahre alte frühere deutsche Nationalspieler beim Streamingdienst DAZN. In Stadien gilt teilweise die 2G-Regelung für Zuschauer - sie müssen also entweder geimpft oder genesen sein. "Es ist wichtig für die Solidarität in der Gesellschaft, dass Spieler vorangehen, deshalb haben wir viel mit den Spielern gesprochen und sie überzeugen können." Am Wochenende hatte Joshua Kimmich für eine emotionale Debatte gesorgt, nachdem er eingeräumt hatte, bislang nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein.

+++ 16:10 Polizei registriert immer mehr gefälschte Impfausweise +++
Die Zahl der gefälschten Impfpässe nimmt weiter zu. Mittlerweile sei man bei mehr als 50 konkreten Verdachtsmeldungen angelangt, sagt etwa eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT). Der Großteil davon sei bei Apotheken aufgefallen, als Menschen versucht hätten, mit einem gefälschten Impfpass ein digitales Impfzertifikat zu erhalten. Man werde alle Fälle zur Anzeige bringen, sagt die Sprecherin. Auch in Bayern registriert die Polizei immer mehr Impfausweise mit gefälschten Corona-Zertifikaten. In München hatten Polizisten am Freitag eine Betrügerbande dingfest gemacht, die Hunderte gefälschte QR-Codes im Internet verkauft haben soll. "Wir gehen davon aus, dass immer mehr gefälschte Impfausweise im Umlauf sind", sagt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Unabhängig von dem Schlag gegen die Fälscherbande hat die Polizei demnach 440 Fälle registriert, die im Zusammenhang mit der Fälschung von Impfpässen, Impfzertifikaten oder -etiketten stehen. Anfang September waren es gerade erst 110 Fälle gewesen.

+++ 15:39 China besorgt wegen lokaler Corona-Ausbrüche +++
Mehr als hundert neue Infektionsfälle schüren bei chinesischen Behörden die Sorge vor einer verstärkten Ausbreitung der Pandemie. Das Risiko steige, dass lokale Ausbrüche zu einer weiteren Ausbreitung führten, sagt ein Sprecher der Nationalen Gesundheitskommission vor Journalisten. Der Vizechef der Kommission, Wu Liangyou, weist auf die hohe Übertragbarkeit der Delta-Variante hin. Zwar sind in China die Ansteckungszahlen im internationalen Vergleich sehr niedrig, doch greift die Regierung gewöhnlich rasch zu drastischen Maßnahmen. Als Hintergrund gilt auch die Ausrichtung der prestigeträchtigen Olympischen Winterspiele im Februar kommenden Jahres.

+++ 15:17 Berliner Gesundheitsgipfel rückt internationale Kooperation in den Fokus +++
Anlässlich des Weltgesundheitsgipfels in Berlin hat der Vorstandschef der Berliner Charité, Heyo Kroemer, zur internationalen Zusammenarbeit gerade im Bereich globale Gesundheit aufgerufen. Die weltweite Pandemie habe "auf dramatische Weise gezeigt, dass aufeinander abgestimmte Maßnahmen und ein ungehinderter Austausch von Wissen und Know-How notwendig sind", erklärt er. Die offizielle Eröffnungsveranstaltung des Gipfels sollte am Abend stattfinden. Themen des diesjährigen Weltgesundheitsgipfels sind unter anderem Impfgerechtigkeit und Gesundheit als globales Gut sowie künstliche Intelligenz in der Gesundheitsversorgung. Als Sprecher des diesjährigen Gipfels werden unter anderen der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, UN-Generalsekretär António Guterres, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Virologe Christian Drosten erwartet.

+++ 14:40 Immunologe: "Was viele Menschen unter Langzeitfolgen verstehen, das gibt es nicht" +++
Der Immunologe Carsten Watzl spricht in Bezug auf mögliche Langzeitfolgen von Impfungen von einem "Missverständnis, das sich bei vielen Menschen hartnäckig hält". "Was man bei Impfungen unter Langzeitfolgen versteht, sind Nebenwirkungen, die zwar innerhalb von wenigen Wochen nach der Impfung auftreten, die aber so selten sind, dass es manchmal Jahre braucht, bis man sie mit der Impfung in Zusammenhang gebracht hat", sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Bayern-Profi Joshua Kimmich hatte zuvor im TV-Sender Sky gesagt, bislang nicht gegen Covid-19 geimpft zu sein. Er habe "persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht", sagte Kimmich. Watzl verweist nun darauf, dass Nebenwirkungen einer Impfung immer innerhalb von wenigen Wochen nach der Impfung auftreten. "Danach ist die Immunreaktion abgeschlossen und der Impfstoff ist aus dem Körper verschwunden. Was offensichtlich viele Menschen unter Langzeitfolgen verstehen, nämlich dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19-Impfung nicht auftreten", erläutert der Experte. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:55 Großbritannien meldet mehr als 44.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der Corona-Infektionen im Vereinigten Königreich steigt rapide an und erreicht Werte, die auf dem Höhepunkt der zweiten und dritten Welle üblich waren. Binnen 24 Stunden wurden im Vereinigten Königreich zuletzt 44.985 neue Infektionen gemeldet. Dies berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Auch die Zahl der Todesfälle nimmt zu. Nach Angaben der Regierung sind weitere 135 Todesfälle zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Fälle liegt nun bei 8.734.934 und die Zahl der Todesfälle bei 139.461.

+++ 13:10 Luftfilter fehlen auch in Schulen in Großbritannien +++
In Deutschland hat das mittlerweile dritte Corona-Schuljahr begonnen. Die Schulen waren mehrere Monate lang geschlossen und sind nun wieder weitgehend für die Schüler geöffnet. Allerdings wird kritisiert, dass die Luftfilter für die Klassenzimmer größtenteils nicht beschafft worden sind. Offenbar ist Deutschland nicht das einzige Land, in dem Luftfilter in Schulen fehlen. Wie die Zeitung "The Guardian" berichtet, fehlen im Vereinigten Königreich auch viele Geräte, die die Luftqualität messen sollten. Mehr als neun von zehn Schulen warten auf diese Geräte. Wie die Zeitung berichtet, hatte der Bildungsminister versprochen, ein Drittel der Geräte bis Ende des Monats zu liefern. Nur acht Prozent der 300.000 Geräte, die die Regierung für dieses Schuljahr versprochen hatte, sind bisher geliefert worden, wie eine Twitter-Umfrage eines Grundschuldirektors ergab. Die Zeitung berichtet, dass etwa 92 Prozent der Schulen immer noch auf die Geräte warten.

+++ 12:38 Wegen Corona mehr ausgesetzte Tiere - CDU fordert mehr Aufnahmekapazitäten +++
Die Hamburger CDU sieht die Stadt schlecht vorbereitet auf eine von ihr befürchtete Welle ausgesetzter Haustiere. Mit abnehmenden Corona-Einschränkungen würden sich immer mehr Menschen, die sich während der Pandemie Haustiere und insbesondere Hunde angeschafft hätten, von diesen trennen, sagt der tierschutzpolitische Sprecher der Bürgerschaftsfraktion, Sandro Kappe. "Der Hundebestand ist nachweislich durch Corona deutlich gestiegen. Sollten Reisen wieder möglich sein, werden viele Hunde ausgesetzt." Wie eine schriftliche Kleine Anfrage an den rot-grünen Senat ergeben habe, gebe es aber keine Vorbereitungen, mit diesem Problem umzugehen. Laut Kappe fordert die CDU seit einem Jahr, Vorkehrungen zu treffen. "Dies lehnt der Senat bisher ab." In seiner Antwort äußert sich der Senat nicht zu einer möglichen Zunahme ausgesetzter Tiere. "Es ist keine Vorhersage zur Abgabe von Fundtieren zu einem fiktiven Zeitpunkt möglich. Der Senat beantwortet darüber hinaus hypothetische Fragen grundsätzlich nicht", heißt es. Auch lägen keine Daten zu den Aufnahmekapazitäten beim Tierschutzverein vor, da dieser nicht verpflichtet sei, sie anzugeben.

+++ 12:07 Immer mehr Corona-Fälle in Österreich - Lage in Kliniken stabil +++
In Österreich hat sich der Trend zu deutlich steigenden Corona-Zahlen fortgesetzt. Binnen 24 Stunden wurden 3624 Neuinfektionen gezählt, wie das Innen- und Gesundheitsministerium berichten. Das bedeutet ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner kletterte auf 255. Zugleich blieb die Lage in den Krankenhäusern stabil. Auf den Intensivstationen liegen rund 220 Menschen, das entspricht dem Niveau von vor einer Woche. Ab einer Belegung von 600 Betten durch Covid-Patienten dürfen nach den Plänen der Regierung Ungeimpfte ihr Zuhause nur noch aus triftigem Grund verlassen.

+++ 11:53 Lauterbach: Kimmich-Impfung hätte "Symbolwirkung" +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich kritisch über den Impfstatus von Bayern-Profi Joshua Kimmich geäußert. "Es ist nicht gut, dass er nicht geimpft ist. Wenn er sagt, er wartet ab, dann ist das schwierig", sagt Lauterbach bei Sport1. Er schätze den 26-Jährigen als "ganz tollen Spieler" sehr. Dieser sei "einer derjenigen, die sich gegen Corona engagieren, er spendet für ärmere Länder", sagt Lauterbach. Die Impfung sei "Joshua Kimmichs eigene Entscheidung. Wir dürfen keinen Druck aufbauen, aber es wäre sehr wertvoll - davon geht eine enorme Symbolwirkung aus", sagt der SPD-Politiker. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:32 Frankfurter Virologe: Corona-Präventionswochen nach Schulstart ausweiten +++
Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hat sich für eine Verlängerung der hessischen Corona-Präventionswochen an den Schulen nach den Herbstferien ausgesprochen. "Eine konsequente Maskenpflicht in den Schulen in Kombination mit einer engmaschigen Testung ist sicherlich ein probates Mittel, allerdings sollte das nicht nur auf zwei Wochen beschränkt bleiben", sagt er. "Es gibt sonst kaum geeignete Maßnahmen in den Schulen, um anderweitig die Schüler zu schützen." Dies gelte vor allem für die unter Zwölfjährigen, "für die es ja noch keine Impfung gibt", sagt der Experte. Aus Sorge vor steigenden Corona-Zahlen hat das Kultusministerium zum Schulstart am Montag zwei Präventionswochen mit mehr Tests und verschärfter Maskenpflicht angekündigt. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass Kinder eine Corona-Infektion aus dem Urlaub in der Schule weiterverbreiten.

+++ 10:55 Wegen nachgeholter Infekte: Kinderkliniken gut gefüllt +++
Trotz der gestiegenen Zahl von Patienten mit Atemwegsinfekten sind Kinderkrankenhäuser in Hannover noch nicht überbelegt. Die Situation in der MHH-Kinderklinik sei derzeit nicht problematisch, sagt die Sprecherin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Simone Corpus. Die Häufigkeit von Atemwegserkrankungen sei momentan allgemein sehr hoch. Ob der aktuelle Trend weiter anhält oder ob es sich um eine verfrühte "Infektsaison" handele, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden, so Corpus. Experten zufolge holen Kinder im Moment Infekte nach, die sie vor einem Jahr wegen der coronabedingten Kita- und Schulschließungen nicht durchgemacht haben.

+++ 10:27 Kroatien und Bulgarien sind ab jetzt Hochrisikogebiete +++
Ab heute gelten Bulgarien und Kroatien als Hochrisikogebiete. In Bulgarien wurden am Samstag mehr als 15.000 Neuinfektionen registriert. Mit fast 23.000 Todesfällen hat das Land eine der höchsten Sterberaten der Welt - und gleichzeitig eine der niedrigsten Impfraten in der EU: Nur 24 Prozent der Bulgaren sind vollständig geimpft. In Kroatien sieht die Situation zwar nicht ganz so drastisch aus, doch das Land erreicht derzeit ähnliche Zahlen wie zum Höhepunkt der zweiten Welle. Die Bundesregierung hatte bereits am Freitag die neue Sicherheitseinstufung der beiden Länder bekannt gegeben. Ab heute tritt die Regelung schließlich in Kraft. Als Hochrisikogebiete werden Länder oder Regionen eingestuft, in denen aufgrund hoher Ansteckungsraten eine besonders hohe Ansteckungsgefahr angenommen wird. Neben Kroatien und Bulgarien kommen jetzt auch Kamerun, Singapur und die Republik Kongo hinzu. Von der Liste gestrichen werden Kenia, Kosovo, Irak und Honduras.

+++ 09:56 Fünf Bundesländer mit Inzidenz von über 100 +++
Die bundesweite Inzidenz steigt weiter an und liegt jetzt bei 106. Auf der Länderebene gibt es jedoch große Unterschiede bei der Sieben-Tage-Inzidenz. So haben fünf Bundesländer bereits eine Inzidenz von über 100, Thüringen liegt sogar über 200. Sachsen hat eine Inzidenz von 178, in Bayern liegt der Wert bei 172,2 und in Baden-Württemberg bei 136. In Berlin beträgt die Inzidenz 115,2.

+++ 09:28 USA: Zahl der Todesfälle steigt auf 733.834 +++
In den USA registrieren die Gesundheitsbehörden innerhalb eines Tages 1903 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl steigt auf 733.834, wie die US-Behörde CDC mitteilt. Insgesamt wurden demnach bislang 45,316 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Weltweit weisen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

+++ 08:54 Wuhan verschiebt Marathon nach Anstieg der Fallzahlen +++
Angesichts eines Anstiegs der Corona-Fälle in China ist der für Sonntag geplante Marathon in der zentralchinesischen Stadt Wuhan kurzfristig abgesagt worden. Die Organisatoren des Marathons erklären, dass die Veranstaltung verschoben werde, "um das Risiko einer epidemischen Ausbreitung zu verhindern". Die Behörden in Peking melden am heutigen Sonntag 26 inländische Corona-Ansteckungen. An dem Marathon in Wuhan, wo das Coronavirus Ende 2019 zuerst nachgewiesen worden war, hätten staatlichen Medienberichten zufolge rund 26.000 Menschen teilnehmen sollen. Die Organisatoren versprechen, die Anmeldegebühren der Teilnehmer zurückzuerstatten. Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte Null-Covid-Strategie: Die Behörden reagieren mit Massentests und gezielten Lockdowns auf neue Infektionsfälle. Rund hundert Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking wächst die Angst vor einem größeren Corona-Ausbruch im Land.

+++ 08:26 Spahn: "Normalzustand frühestens im Frühjahr möglich" +++
Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 500 ist der bayerische Landkreis Mühldorf Deutschlands Virus-Hotspot Nummer eins. Fast bundesweit steigen die Fallzahlen aktuell sprunghaft an, Mediziner schlagen Alarm. Gesundheitsminister Jens Spahn schwört derweil auf einen weiteren Corona-Winter ein.

+++ 07:59 Angriffe gegen britische Gastro-Beschäftigte nehmen nach Lockdown zu +++
Feindseligkeiten und Beschimpfungen haben seit dem Ende des Lockdowns im Vereinigten Königreich zugenommen. Das berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Die Hälfte aller Beschäftigten in Geschäften, Verkehrsmitteln, Restaurants und Hotels sowie andere, die regelmäßig mit der Öffentlichkeit zu tun haben, sind in den letzten sechs Monaten beleidigt worden. Die Zahlen stammen aus einer Untersuchung des Institute for Customer Service. Dies entspricht einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber den 44 Prozent, die im Mai dieses Jahres verzeichnet wurden, berichtet die Zeitung. Von denjenigen, die verbal beschimpft wurden, wurden 27 Prozent auch körperlich angegriffen, so das Institut laut Guardian.

+++ 07:25 Lauterbach ruft zur Impfung von 12- bis 17-Jährigen auf +++
In einer neuen Studie untersuchten die amerikanischen Gesundheitsbehörden (Centers for Disease Control and Prevention, CDC) die Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs bei Kindern im Alter von 12 bis 18 Jahren. In 93 Prozent der Fälle konnte durch eine Doppelimpfung mit dem Impfstoff eine Krankenhauseinweisung verhindert werden. Angesichts dieser neuen Daten hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erneut dazu aufgerufen, Kinder zu impfen. "Der Nutzen überwiegt deutlich das seltene Myokarditis-Risiko", schreibt Lauterbach auf Twitter. Gleichzeitig kritisiert er die deutschen Behörden und Kinderärzte, die nicht ausreichend für diese Impfung werben. Die amerikanischen Gesundheitsbehörden würden dies viel deutlicher machen, so der SPD-Politiker.

+++ 06:48 Weniger Nachfrage in Testzentren in NRW +++
In den zwei Wochen seit dem Ende der kostenlosen Corona-Tests haben sich in Nordrhein-Westfalen weniger Menschen auf eine Infektion testen lassen. Private Anbieter bemerkten 30 bis 40 Prozent weniger Kunden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergibt. In einigen Testzentren etwa in Köln und Essen gab es demnach sogar einen Rückgang von 70 bis 80 Prozent. In den Herbstferien kamen jedoch mehr Kinder und Jugendliche in die Testzentren als in den Wochen zuvor. Da die Tests in den Schulen in NRW ausgefallen sind, verlangten einige Freizeitanbieter wie Schwimmbäder oder Kinos von den Kindern Testnachweise.

+++ 06:03 IFW: Grippewelle könnte 30 Milliarden Euro kosten +++
Experten warnen vor hohen wirtschaftlichen Kosten einer schweren Grippe- und Erkältungswelle in den kommenden Monaten. Sollte es in dieser Saison zu besonders vielen Atemwegserkrankungen kommen, wie zwischen Oktober 2017 und April 2018, könne ein volkswirtschaftlicher Verlust von bis zu 30 Milliarden Euro entstehen. Das geht aus Schätzungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft für die "Welt am Sonntag" hervor. Grundlage der Berechnungen seien Daten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie Auswertungen der Krankenkasse AOK zu Arbeitsausfällen wegen Atemwegserkrankungen in den Monaten Oktober 2017 bis April 2018. Mediziner rechnen aufgrund der gelockerten Corona-Maßnahmen mit einer heftigen Erkältungs- und Grippesaison. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:55 Sieben-Tage-Inzidenz springt in Deutschland auf 106,3 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 überschritten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 106,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei exakt 100 gelegen, vor einer Woche bei 72,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.732 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards am frühen Morgen wiedergeben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 17 Todesfälle gewesen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45).

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:55 Zahl der Fälle pro Woche steigt in Großbritannien an +++
Die Zahl der Neuinfektion in Großbritannien steigt auf den höchsten wöchentlichen Wert seit Mitte Juli. In der abgelaufenen Woche sind nationalen Auswertungen zufolge 333.465 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 15 Prozent mehr als in der vergangenen Woche. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Freitag Spekulationen gedämpft, das Land müsse angesichts steigender Zahlen erneut in einen Lockdown.

+++ 02:40 Landkreistag fordert Debatte über Impfpflicht für Lehrer, Erzieherinnen und Pflegekräfte +++
Nach der Zunahme der Corona-Infektionen mahnt der Landkreistag eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte und pädagogisches Personal an. "Wir werden nicht umhinkommen, über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppe wie Lehrer, Erzieherinnen oder Pflegekräfte zu diskutieren", sagt der Präsident des deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das gehört im Herbst definitiv auf die politische Tagesordnung." Man müsse sich bewusst machen, dass bislang auch diejenigen geschützt würden, "die sich aus freien Stücken gegen einen Impfschutz entschieden haben". Das habe zwar seine Berechtigung, jedoch müsse ab einem gewissen Punkt "die Frage erlaubt sein, wie lange die Gesellschaft das so mittragen kann".

+++ 01:35 Ministerpräsident Hans für "Zurückeroberung" der Freiheiten +++
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans spricht sich für ein Ende der epidemischen Lage aus und rechtfertigt umfangreiche Lockerungen in seinem Bundesland. "Die Pandemie ist zwar nicht vorbei, aber sie hat durch die Impfungen ihren Schrecken verloren. Dem müssen wir Rechnung tragen", sagt der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Die Bundesländer müssten auch nach dem Ende der epidemischen Lage die Möglichkeit haben, Maßnahmen zu beschließen. Doch müssten sich Bundesländer mit einer hohen Impfquote ihre Freiheiten "zurückerobern" können. Im Saarland werden ab Freitag sämtliche Maßnahmen im Freien aufgehoben. Trotz der steigenden Inzidenzen ist dann auch ein Stadionbesuch ohne Impfung und ohne Test wieder möglich.

+++ 00:05 Gesundheitsministerium: "Keine Bestände an Astrazeneca mehr auf Lager" +++
Deutschland hat bislang 7,6 Millionen Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca bilateral anderen Ländern zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen noch einmal zehn Millionen Dosen, die der Bund im Rahmen der Impfstoffinitiative "Covax" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übergeben hat. „Damit sind seitens des Bundes keine Bestände an Astrazeneca mehr auf Lager“, sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

+++ 22:23 Mehr als 100 Täuschungsversuche mit falschen Impfpässen im Südwesten +++
Immer wieder versuchen Menschen in Baden-Württemberg, sich in Apotheken ohne Impfung digitale Corona-Impfzertifikate zu erschleichen. "Die Fälle scheinen sich zu häufen", sagt der stellvertretende Geschäftsführer des Landesapothekerverbands (LAV), Frank Eickmann. "So spiegelt uns das auch die Polizei." Nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg liegt die Zahl der gemeldeten Fälle derzeit "im unteren dreistelligen Bereich". Ob die Zahlen zuletzt gestiegen oder gefallen seien, lasse sich wegen der geringen Werte aktuell nicht sicher sagen. "Es wird dabei aber eine gewisse Dunkelziffer geben", sagt LAV-Sprecher Eickmann.

+++ 21:48 Lage in Bulgarien spitzt sich zu - Hilferuf an EU +++
Bulgarien könnte bei der Behandlung von Covid-19-Patienten schon bald auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen sein. Falls es nicht gelinge, die Infektionsrate in zehn bis 15 Tagen in den Griff zu bekommen, werde es "enorme Probleme" geben, sagt der bulgarische Gesundheitsminister Stoytscho Kazarow dem Fernsehsender Nowa. Es gebe bereits Gespräche mit der EU. "Unsere Kapazitäten bei Personal und Beatmungsgeräten sind praktisch erschöpft", sagt Kazarow. "Wir werden um Hilfe aus dem Ausland bitten müssen." Die Regierung sei bereits mit der EU im Gespräch über die mögliche Verlegung von Patienten in andere Länder.

+++ 21:24 In 14 Bundesländern steigt die Inzidenz - Thüringen überschreitet 200 +++
In 14 der 16 Bundesländer ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gestiegen. Die größten Zuwächse gab es in Sachsen (+16,5) und in Thüringen (+13,6) - das damit die 200er-Schwelle überschritten hat und als einziges Bundesland über dieser Marke liegt. Hamburg steht mit 99,0 dicht davor, als sechstes Bundesland die 100er-Schwelle zu überschreiten. In Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern ist der Wert im Vergleich zum Vortag gesunken. Im Fall von Mecklenburg-Vorpommern wurden aus zwei Kreisen jedoch keine aktuellen Zahlen vorgelegt, was die Sieben-Tage-Inzidenz leicht nach unten verzerrt.

+++ 20:53 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.525 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.457.572 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.525 neue Fälle hinzu. Das sind 4381 mehr als in der Vorwoche - ein Anstieg um 43,2 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 66 auf 95.074. Am vergangenen Samstag waren 48 registriert worden. Als aktuell infiziert gelten rund 165.900 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,29 angegeben (Vortag: 1,28). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1605 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 874 davon werden beatmet. Rund 3550 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Alle früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: chf/cls/dpa/AFP/rts

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