Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:45 Rund 1,1 Milliarden Euro November-Hilfen beantragt +++

Für die November-Hilfen wurden einem Überblick des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge mittlerweile knapp 68.000 Anträge im Volumen von 1,1 Milliarden Euro gestellt. Davon können Unternehmen und Selbstständige profitieren, die vom Teil-Shutdown im November betroffen sind. Bei der Überbrückungshilfe I - Fixkostenzuschüsse für die Monate Juni bis August - wurden bislang 1,4 Milliarden Euro bewilligt, durchschnittlich 12.200 Euro. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der dafür eingeplanten Summen. Für die Überbrückungshilfe II wurden seit dem 21. Oktober rund 42.000 Anträge im Volumen von 876 Millionen Euro gestellt.

+++ 23:01 USA wollen bis Ende Februar 100 Millionen Menschen impfen +++
Die US-Regierung will bis Ende Februar 100 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. "Zwischen Mitte Dezember und Ende Februar werden wir potenziell 100 Millionen Menschen immunisiert haben", sagte Regierungsberater Moncef Slauoi. Das entspricht rund 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung der USA. Zunächst würden Risikogruppen wie Senioren und medizinisches Personal geimpft, sagte Slauoi. In den USA haben die Mainzer Biotechnologiefirma Biontech gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer sowie das US-Unternehmen Moderna Anträge für Notfallzulassungen für ihre Impfstoffe gestellt. Eine Zulassung könnte in den kommenden Wochen erfolgen. Noch im Dezember könnten dann 20 Millionen Menschen mit einem der beiden Impfstoffe geimpft werden, sagte Slauoi, der oberste Berater der Operation Warp Speed, mit der die US-Regierung die Entwicklung von Corona-Impfstoffen fördert. Im Januar könnten dann 30 Millionen weitere Menschen hinzukommen und im Februar weitere 50 Millionen.

+++ 22:30 MV macht Verlängerung des Teil-Lockdowns nicht mit +++
Mecklenburg-Vorpommern behält sich noch vor, den derzeit geltenden Teil-Lockdown im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht bis zum 10. Januar fortzusetzen. Darüber werde der MV-Gipfel am 15. Dezember entscheiden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Abend in Schwerin nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder. Mecklenburg-Vorpommern gehöre mit Schleswig-Holstein zu den beiden Ländern, die dank der niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner von der bundesweiten Regelung abweichen können. Am Abend war nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit Merkel bekannt geworden, dass der Teil-Lockdown in Deutschland mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen bis zum 10. Januar verlängert werden soll.

+++ 21:42 Sachsen kommt auf höchste Inzidenz aller Bundesländer +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen sechs Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 3354 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (3325), Baden-Württemberg (3160), Sachsen (2114), Hessen (1368) und Niedersachsen (1126). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Sachsen genauso wie am Vortag das Land mit dem größten Tageszuwachs an Neuinfektionen. Auch bei der 7-Tage-Inzidenz führt der Freistaat mit 319,6 Fällen je 100.000 Einwohner.

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+++ 21:13 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Erstmals mehr als 500 Tote gemeldet +++
Erstmals verzeichnet Deutschland mehr als 500 Tote binnen eines Tages. Mit 512 gemeldeten Sterbefällen haben die Landesbehörden heute in der Summe den mit Abstand höchsten Tageszuwachs seit Pandemiebeginn verbucht. Der bisher schlimmste Wert stammt vom vergangenen Donnerstag, als binnen eines Tages 431 Todesfälle hinzukamen. Der aktuelle Anstieg liegt auch deutlich über den 487 Todesfällen aus der Morgen-Zählung des Robert-Koch-Instituts.

Bei den Neuinfektionen verzeichnet Deutschland rund 19.000 weitere Fälle. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen binnen 24 Stunden 18.964 neue Fälle hinzu. Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist damit auf 1.096.341 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg auf 17.412. Als aktuell infiziert gelten rund 302.200 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,84 angegeben (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass hundert Menschen im Durchschnitt 84 weitere Menschen mit Sars-Cov-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,89 und hat sich im Vergleich zum Vortag nicht geändert. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Ein kleines Hoffnungszeichen auf eine Trendwende liefert der jüngste RKI-Bericht: Danach sinkt - zum ersten Mal seit August - die Quote der positiv Getesteten.

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3981 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2354 davon werden beatmet. Rund 5460 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, mau/tno/rts/dpa/AFP